Ole Merten: Hallo und herzlich willkommen zur 13. Folge des Helping Horsemen Podcasts. Ich habe heute zum zweiten Mal einen Gast, die liebe Nadine Thomas. Hallo Nadine. Ja, Nadine: Hallo und herzlich willkommen zur 13. Folge des Helping Horseman Podcasts. Ich habe heute zum zweiten Mal einen Gast, die liebe Nadine Thomas. Hallo Nadine. Hi. Schön, dass ich da sein darf. Ole Merten: sehr gerne. Ich freue mich. Und die Nadine und ich haben uns kennengelernt. Also ich bin quasi wieder ein Kunde von meinem Gast sozusagen, weil die Nadine unter anderem sich mit Kotproben, also sprich mit Parasiten, mit Würmern auseinandersetzt und wir Nadine: mit Kotproben, also sprich mit Parasiten, mit Würmern auseinandergesetzt und wir Ole Merten: natürlich einige Pferde haben und da uns immer Gedanken gemacht haben, wie funktioniert das mit dem Entwurm und wir uns vielleicht auch manchmal zu wenig Gedanken gemacht haben und spätestens seitdem wir unseren kleinen Wade und den kleinen Willow haben, die wir als Absetzer bekommen haben, wussten wir, da muss man nochmal ganz anders drauf gucken und dann haben wir auch angefangen da ganz penibel zu sein und haben dann aber gemerkt, das ist trotzdem so ein bisschen ein Blindflug, wir brauchen nochmal bisschen professionellere Unterstützung und die haben wir in Form von der Nadine: natürlich einige Pferde haben und da uns immer Gedanken gemacht haben, wie funktioniert das mit dem Entwurm und wir uns vielleicht auch manchmal zu wenig Gedanken gemacht haben und spätestens seitdem wir unseren kleinen Wade und den kleinen Gullo haben, die wir als Absetzer bekommen haben, wussten wir, da muss man nochmal ganz anders drauf gucken und dann haben wir auch angefangen da ganz penibel zu sein und haben dann aber gemerkt, das ist trotzdem so bisschen ein Blindflug, wir brauchen mal ein bisschen Nellore Unterstützung. Ole Merten: Nadine gefunden. Jetzt kannst du mal sagen, Nadine, wer du bist und was du genauso machst. Nadine: Ja genau, also ich bin gelernte tiermedizinische Fachangestellte und habe eigentlich schon immer auch schon als Kind so ein Faible gehabt, mikroskopieren und mich damit zu beschäftigen. habe schon als Kind sämtliche Sachen in das Mikroskop gelegt. Dann habe ich die Ausbildung zur tiermedizinischen Fachangestellten gemacht und habe unter anderem eine Praxis, wo ich Pferdeostäopathie und Pferde Physiotherapie anbiete. Und in 24 habe ich dann meinen kleinen Traum erfüllt und habe mich einarbeiten lassen, weiter in dieses Endoparasiten-Thema und habe dann auch mein eigenes Labor eröffnet. Genau. Ole Merten: Okay, ein eigenes Labor, wo anscheinend irgendwelche Mikroskope drin stehen und man irgendwas Nadine: Genau. Ole Merten: da mit Parasiten macht. was heißt das jetzt genau? Also zeitgenehste Selektierungen, Entwurmungen Nadine: Genau, das heißt, dass ich... Ole Merten: und so ein Kram. Was machst du da genau? Nadine: Ich untersuche Kotproben von Pferden auf Endoparasiten und erstelle dann die Befunde. und die werden nochmal bei einem Tierarzt vorgestellt, der mit mir im Team arbeitet, also wenn der Befund positiv ist, weil ich als Tierarzt-Helferin den Wirkstoff gar nicht aussprechen darf, der dann gegeben werden müsste. Das macht dann die Tierärztin und dann bekommen die Kunden von mir, die das in Auftrag gegeben haben, den Befund mit dem passenden Wirkstoff drauf und können sich den bei ihrem Tierarzt zu Hause holen und können den eingeben. Ole Merten: Okay, das ist jetzt schon mal, sag ich mal, der grobe Ablauf, wie sowas abläuft. Wir kommen jetzt noch mal im Detail da drauf. Aber ich muss mal direkt so stiefmütterlich am Anfang fragen, weil da gehen ja die Meinungen auch sehr stark auseinander. Warum ist es überhaupt so wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, beziehungsweise wie groß ist denn überhaupt dieses Problem, in Anführungsstrichen, mein Pferd hat Würmer? Weil da hört man ja auch, sag ich mal, vom einen Extrem zum anderen Extrem etwas, so einmal nach dem Motto so Ach jo, das ist alles nicht so schlimm. Da ab und zu mal ne Wurmkur rein, dann ist gut. Und auf der anderen Seite, Gott, Gott, Gott, da ist ein Wurm, man fährt, stirbt gleich. Also wie wichtig ist denn überhaupt dieses Thema? Nadine: Also das Thema ist sehr wichtig im Bezug auf wie verwohnt ist das Pferd, welche Würmer hat es. und wie muss man da vorgehen? das heißt, es wurde ja vielmal im Jahr pauschal entwurmt, so hat es ja eigentlich ursprünglich angefangen. Ole Merten: Mhm. Nadine: Und mittlerweile hat man aber erkannt, oder es ist schon länger eigentlich bekannt, dass sehr viele Resistenzen bestehen. Und da wurde dann im Grunde von den Schafen, also eigentlich kommt die zeitgemäße Entwurmung hieß es damals, ist von den Schafen zu den Pferden rübergeschwappt, weil wir bei den Schafen sehr viele Resistenzprobleme hatten und das plötzlich auch bei den Pferden hatten. Und dann wurde angefangen ein bisschen mehr darüber zu forschen, Studien zu machen und so weiter und dann hat man erkannt, dass mit diesen Firmen im Jahr pauschal behandeln ist vielleicht gar nicht so gut. Das hat uns in vielen Dingen geholfen, aber mittlerweile muss man da halt einfach ein paar Schritte zurückgehen, es halt wirklich schon viele Resistenzprobleme gibt und wir im Grunde nur vier Wirkstoffe haben. einsetzen können. Ole Merten: Okay, jetzt sind wir direkt tief reingeschlittert ins Thema. Wir hatten im Vorfeld ein bisschen sortiert und Fragen, wie klappert man das ab. Wir haben dann schon gemerkt, wahrscheinlich steigen wir da ganz anders ein. Da sind wir eigentlich gerade dabei. Du sagst Nadine: Genau. Ole Merten: Resistenzen. Was kann man sich darunter vorstellen? Du sagst nur vier Wirkstoffe. Ist das wie beim Antibiotikum? Wenn man zu oft Antibiotikum nimmt, hilft das nicht mehr? Was bedeutet das genau? Nadine: Genau so ist es eigentlich. Die Resistenz bedeutet, dass die Würmer nicht mehr sensitiv auf diesen Wirkstoff reagieren und man den Wirkstoff geben kann und sie nicht mehr abgetötet werden. was man eigentlich damit erreichen will. Und genau das ist ein sehr großes Thema, ein sehr großes Problem bei der Beprobung, dass man halt einfach sagt, man muss oder man kann nur mit der Beprobung feststellen, ob es überhaupt resistente Populationen in Pferd gibt. viele, also das will ich auch gerade erstmal klarstellen, ganz viele sagen mir, mein Pferd ist resistent. Das Pferd ist nicht resistent, sondern die Würmer, in dem Pferd leben, die werden resistent gegenüber dem Wirkstoff. Und das kann man tatsächlich nur rausfinden, wenn man beprobt und nach der Behandlung, wenn eine Behandlung erfolgen muss, dann einfach mal durchguckt, ob die Beprobung überhaupt erfolgreich war. Ole Merten: Okay, also es kann sein, dass wenn ich jetzt nicht probe und ich meine Wurmkur gebe, dass es komplett umsonst ist, weil in meinem Pferd Würmer drin sind, die halt gegen diesen Wurmstoff schon resistent sind und ich das komplett umsonst mache. Ja, Nadine: Genau. Genau. Das könnte sein, ja. Ole Merten: und du sagst, es gibt nur vier Wirkstoffe. Warum gibt es nicht mehr Wirkstoffe als vier? Gibt nur vier. Nadine: Es gibt nur vier. Es gibt theoretisch fünf, der eine Wirkstoff ist aber nur allein gegen den Bandwurm. Bleiben noch vier und mehr gibt es nicht und werden auch nicht mehr geben. Die Pharmaindustrie ist nicht dran, neue Wirkstoffe zu entwickeln. Ole Merten: Mhm. Nadine: Deswegen müssen wir da wirklich schon sehr drauf aufpassen. Ole Merten: Okay, das klingt ja für mich schon mal relativ heikel. Es gibt nur vier Wirkstoffe, irgendwas davon muss helfen und wenn ich das jetzt verbocke, dann habe ich gar keine Asse mehr in Hand sozusagen. Ja, ja. Aber wie kommt Nadine: sein, ja. Ole Merten: dann so eine Resistenz zustande? Nadine: Die Würmer werden resistent gegen den Wirkstoff, wenn der Wirkstoff zu häufig gegeben wird. zu wenig gegeben wird. Viele wissen nicht, wie schwer das Pferd ist und haben zu wenig Wirkstoff eingegeben. So entstehen diese Resistenzen. Zu häufige Gabe, das ist wie beim Antibiotikum. Ole Merten: Mhm. Nadine: Dann kennen die diesen Wirkstoff irgendwann und entwickeln sich einfach weiter. Ole Merten: Und gerade dieses Zu-wenig-dosieren und so, da ist natürlich schon gut dann quasi nicht nur zu schauen, okay, wir machen eine Probe, ob man Fährmahe, Pferdwürmer hat, damit wir dann den richtigen Wirkstoff geben, sondern nach der Wirkstoffgabe quasi zu gucken, ob es geholfen hat oder nicht. Nadine: Das wollte ich auch machen. Ole Merten: Bevor wir da jetzt nochmal weiter reingehen, wie das zustande kommt, das genauer funktioniert mit den Würmern. Ähm, ja, auch noch mal so bisschen meine Frage von eben. Könnte man nicht einfach sagen, jedes Pferd hat ein paar Würmer, scheiß drauf. Ich bin natürlich nicht der Meinung, aber das mal bisschen aufzuklären, kannst du dazu was sagen, wie gefährlich Würmer für Pferde sein können, was das für Auswirkungen haben kann. Nadine: Also da ist zu sagen, dass kein Pferd wurmfrei ist, auch nicht nach einer Behandlung. Das ist halt das, was die Leute immer glauben, ich gebe eine Wummschor rein und mein Pferd ist wurmfrei. Das ist nicht so, weil das Pferd, auch wenn der Wirkstoff gegriffen hat, das Pferd immer verschiedene Stadien wieder aufnimmt, auf der Weide. Das kann direkt einen Tag nach der Wirkstoffgabe sein oder auch einen Tag davor. Die brauchen ja eine bestimmte Zeit, bis die sich entwickelt haben im Pferd und in Darm angekommen sind. Und nur dann greift ja der Wirkstoff. Deswegen ist ein Pferd nie wohnfrei. Das ist schon mal das erste, was zu sagen ist. Wichtig ist einfach, wie hoch ... mit Endoparasiten belastet sind und mit welchen Endoparasiten sie belastet sind. Es gibt welche, wo man sagt, okay, da hat man Schwellenwert bei den Strongliden, sagt man 200 Eier pro Gramm Kot ist okay, kommt das Pferd ganz gut klar mit, alles was drüber ist, behandelt werden, alles was drunter ist, ist nicht behandlungsbedürftig. Und wenn wir jetzt vom Spulwurm ausgehen, würden wir sagen, wir finden ein Ei und das Pferd muss behandelt werden, weil der Schwellenwert ein Spulwurm einen ganz anderen Entwicklungszyklus im Pferd hat und wesentlich mehr kaputt macht. Also ein Spulwurm wandert beispielsweise einmal durch die Lunge. Ole Merten: Mh. Nadine: Das sind natürlich Dinge, die möchte man dann halt nicht. Genau, ja, Ole Merten: Weil dann kann die Lunge geschädigt werden dadurch, Nadine: ganz genau. Und dementsprechend ist es halt wichtig, einfach die Untersuchung zu machen und zu sagen, wie hoch ist mein Pferd belastet? und mit welchen Würmern ist mein Pferd belastet. Dementsprechend wählen wir dann den passenden Wirkstoff. Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden, die wir anbieten. Man muss das ganze Paket sehen. Es ist nicht so, dass deine Pferde alle gleich behandelt werden. Es kann durchaus sein, dass das eine Pferd ganz anders behandelt wird oder wir nochmal eine andere Untersuchung hinten dran hängen müssen, wie alle anderen Pferde, die bei dir im Bestand stehen. Ole Merten: Okay. Jetzt hast du eben so gesagt, mit der Lunge kann was geschädigt sein, was ich jetzt auch schon häufig mitbekommen habe und was bei meinem Weight auch so bisschen ja mal die Thematik war, mit Leberwerten und so, dann so bisschen entkleiden, das kann damit auch zusammenhängen, solche Sachen, oder? Nadine: Das kann natürlich auch je nach Wirkstoff ausgelöst werden. ist natürlich das nächste, worauf man achten sollte. Umso mehr Wirkstoff man gibt. ohne zu wissen, ob man ihn überhaupt geben muss. Ole Merten: Mhm. Nadine: Umso mehr belastet man natürlich den Organismus des Pferdes. Man belastet die Umwelt, das ist halt auch noch ein Faktor, man drauf achten Ole Merten: Innen. Nadine: muss, weil der Wirkstoff ja auch wieder ausgeschieden wird und ins Erdreich dann so meist gelangt, also wenn die Pferde auf der Weide stehen. Es sind so ganz viele Faktoren, die da mit einspielen. Weshalb man eigentlich eine Kotprobe machen sollte, weil nicht jedes Pferd ist behandlungsbedürftig. Das kommt halt auch noch dazu. wir sind... Es gibt die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäße selektive Entwurmung. bin Ole Merten: Mhm. Nadine: ich das D-AGZE, auch da bin ich Mitglied. Und wir unterhalten uns oder es werden ganz viele Studien gemacht. Es wird immer gearbeitet zu dem Thema. Wir tauschen uns da aus. genau, da ist halt nie ein Stillstand. Und wir arbeiten alle nach dem gleichen Regelwerk zum Beispiel. Das ist halt auch ganz wichtig, dass wir Labore immer die gleichen Untersuchungen machen. Dort sind schon Studien gemacht worden und es ist herausgefunden worden, dass wirklich 80 Prozent der Pferde tatsächlich niedrig Ausscheider sind und gar keine Behandlung benötigen. Ole Merten: Jetzt kommen wir ja gerade auch vielleicht zu einem schwierigen Thema. Jetzt hast du gesagt, gibt Labore, die in diesem Verband zusammenarbeiten, relativ nah an der Forschung dran, die sich, sage ich mal, selbstgewissene Standards unterwerfen. Das heißt aber nicht, dass alle Labore nach diesen Standards arbeiten, oder? Ja. Da kann ich Nadine: Genau. Ole Merten: immer aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, als wir gemerkt haben mit unserem Entwurmungskonzept mit den Jungferden und so. Das funktioniert nicht ganz so richtig. haben den Eindruck, stimmt was nicht. Da haben wir dann auch angefangen, so bisschen blauäugig. Wir hatten dann noch so mega cool gemacht mit App und QR-Code. Und so kriegst du so ein Paket zugeschickt mit ein paar Döschen und so Sachen. Also sah mega fancy aus. Ja, wer kneift hier da lachend? Und wir haben dann Nadine: Entschuldigung. Ole Merten: da Proben eingeschickt und kamen zurück. Ach, Tutti Frutti, alles gut. Ja, keine Bürmer. Und das habe ich von sehr vielen Leuten jetzt mitbekommen. Du würdest sagen, dass das vermutlich ein Labor gewesen ist, was da nicht nach diesen Standards gearbeitet hat, oder? Nadine: Ja. Das Problem ist einfach, selektiv ist nicht gleich selektiv, da gibt es ganz, ganz große Unterschiede. Wir arbeiten zum Beispiel in der kombinierten Sedimentation und Flotation, das ist unsere Übersichtsuntersuchung, ich mal sagen, wo man relativ viele Würmer finden kann mit 40 Gramm Kot und ganz viele Labore arbeiten einfach mit einer viel geringeren Menge, weil das teilweise auch über KI-Geräte ausgewertet wird und da muss man halt nur eine ganz kleine Menge, drei oder vier Gramm einlegen. Und was ich in drei oder vier Gramm finde, das kann man sich dann vorstellen, wenn man sich mal die Menge vor Augen hält, die wir untersuchen und die dann in vielleicht diesen Laboren untersucht wird. Ole Merten: Also das sind jetzt zwei Aspekte. Also einmal arbeiten die mit viel geringeren Mengen, wodurch die Wahrscheinlichkeit viel geringer ist, repräsentativen Durchschnittswert zu erfassen. Und dann hast du irgendwas mit KI gesagt. Was ist das? Guck da nach KI durchs Mikroskop und... Okay. Und das ist auch nicht ganz so präzise immer, oder? Was ist da der Punkt? Nadine: Die KI muss natürlich auch lernen, verschiedene Parasiten zu finden. Ole Merten: Mhm. Nadine: Selbst für uns ist es manchmal schwierig, wenn wir zum Beispiel... Ich sitze selber vor Mikroskop und gucke mit meinen Augen da rein. Und wenn vielleicht ein Bandwurmeil liegt und das liegt nicht ganz so passend, dann müssen wir das auch mal vergrößern und müssen uns das noch mal angucken. Und das macht halt die KI einfach nicht. Die Ole Merten: Mmh. Nadine: guckt halt erst mal durch. Wie gesagt, die muss lernen, aber im Moment ist es einfach noch nicht so zeitgemäß. wir merken Ole Merten: Okay. Nadine: schon, dass, also wir merken deutlich, wenn Kunden zu uns kommen, die vorher über solche Labore beprobt haben, dass da die Aussage nicht ganz so gut ist. Und man muss natürlich auch sagen, es gibt natürlich auch Endoparasiten, die über den Code gar nicht nachzuweisen sind oder über eine Code-Probe nicht nachzuweisen sind. Die muss man anders nachweisen über den Sichtbefund oder wie auch immer und das spielt halt bei uns alles mit ein. Also wir müssen wir dürfen uns nicht nur auf die Kotprobe versteifen, sondern wir müssen gucken, hatte das Pferd vielleicht im Sommer Dasselfliegenbefall oder ist da vielleicht eventuell doch ein Bandwurm im Gang, was so ein kleiner Wackelkandidat immer über die Kotprobe ist. Also Strangeliten und Spulwürmer können wir relativ zuverlässig nachweisen. Der Bandwurm ist so ein bisschen ein Wackelkandidat, das müssen wir aber ganz klar kommunizieren. Da könnte man dann noch mal einen Speicheltest hinterher machen. Und das ist dieses Gesamtpaket, das ist halt einfach wichtig, diese Beratung in den Laboren, wie wir arbeiten. Ole Merten: Und da habe ich mich auch total ertappt gefühlt bei dem Gedanken, krass, ich wusste gar nicht, wie viel ich darüber nicht weiß. Weil das ist jetzt mal meine Kundenerfahrung. So lief es nämlich genau bei mir ab. Ich habe eben schon gesagt, wir haben dann da bei so einem anderen Labor so ein kleines Döschchen eingeschickt mit App und QR-Code. Und es kam Befund, alles gut, keine Würmer. Und dann hat mir der Eindruck, stimmt was nicht, und haben das bei dir nochmal gemacht. Und da kam natürlich raus, da sind einige Sachen im Magen. Und dann hast du mir ja mal ein paar Sachen erklärt, was habe ich dann gesagt, wir müssen da unbedingt mal aufklären und eine Podcast-Folge machen. Also du weißt natürlich am besten, dass man darüber mehr aufklären müsste. Ja, und dann hast du mir zum Beispiel so Sachen erzählt, dass man unter gewissen Umständen zu gewissen Zeitpunkten wegen gewissen Zyklen manche Sachen überhaupt nicht nachweisen kann oder nur dann und so. Und dass es eigentlich überhaupt nur Sinn macht, ja, dieses Beproben, wenn man da jemanden dabei hat, der von diesem Gesamtkonzept Ahnung hat und der einem dann sagt... Jetzt probst du mal bitte das, dann wartest du bis dann, dann proben wir nochmal so und dann geben wir den Wirkstoff genau aus den Gründen oder eventuell den Wirkstoff. das ist wirklich, also ich habe ja jeden Tag mit Pferden zu tun und mit dem Thema habe ich mich jetzt an sich nicht intensiv auseinandergesetzt, das nicht, aber man kriegt ja viel mit und so. Und auch ich wusste das nicht, hatte keinen Blassenschwimmer, wie komplex das ist. Also gehe ich mal davon aus, dass die allermeisten Pferdebesitzer das auch nicht wissen können von sich aus. Und selbst wenn man dann ambitioniert ist und sagt, ich schick da irgendwo ne Probe rein, weil ich will mein Bestes tun, man aber nicht diesen Kontext, diese Beratung dazu geliefert bekommt, hat man Nadine: Genau. Ole Merten: gar keine Chance da wirklich richtig zu liegen. Also so war jetzt meine Erfahrung gewesen. Nadine: Das ist für uns auch immer ganz wichtig, das sagen wir auch immer. Wir sind ja auch viel auf Messen und so unterwegs, dass wir dieses Thema einfach nach vorne bringen, dass viel mehr Information darüber kommt. Wir sagen nicht immer allein gang, weil das ist das Problem, auch wenn man sich damit auseinandergesetzt hat. Natürlich, wenn man sich extrem da rein gelesen hat, dann kann man vielleicht irgendwie das alleine hinbekommen. Aber es ist halt, wie du schon gesagt hast, ein sehr komplexes Thema. Und wenn man dann einfach irgendwo Kotproben einsendet, man bekommt dann ein Ergebnis. Man weiß ja erst mal gar nicht, wie arbeiten die. Also das ist ja für den Pferdebesitzer auch ganz schwer zu sagen. Welche Untersuchungen machen die? Sind die Untersuchungen überhaupt richtig oder sind die aussagekräftig oder wie auch immer? Und dann bekommt man vielleicht einen Befund über die Kotprobe an sich und hat aber vielleicht Ich sag jetzt einfach mal, das Pferd hat Juckreiz an der Schweifrübe und da ist vielleicht noch ein Oxi-Urenbefall. den man einfach gar nicht über die Kotprobe nachweisen kann. Und dann kann man aber mit uns Rücksprache halten, oder beziehungsweise das steht dann auch auf dem Anamnesebogen, den man ausfüllen muss. Mein Pferd hat dieses und jenes und es hat vielleicht Juckreiz. Und dann wissen wir schon, aha, wir gucken jetzt erstmal, was da los ist und dann sprechen wir einfach, wenn wir die Kotprobe ausgewertet haben, was könnte da noch sein oder was machen wir jetzt einfach noch für weitergehende Untersuchungen. Ole Merten: Ja, das ist nämlich auch so ein Vorwurf oder so ein Argument, was man gegen diese selektive Entwurmung hört, so ach, die können ja nicht alles testen da, Sagst du ja selbst, kann man nicht. Und deshalb muss man das wissen und muss das in seinem Gesamtkonzept mit berücksichtigen. Nadine: Genau, ja, ganz wichtig. Ole Merten: genau. Jetzt würde mich das doch noch mal so bisschen interessieren. Du hast mir so ein paar Sachen auch dazu. noch mal erklärt, wie so was abläuft. Aber ich habe da noch viele Fragen und will zumindest mal so bisschen die Spitze des Eisbergs ja Nadine: Ja. Ole Merten: gemeinsam jetzt mit unseren Zuhörern verstehen. Übrigens, glaube, wie viele Fragen hat denn Anamnesebogen? Irgendwie 30 oder sowas? Ja, ich habe zum ersten Mal gedacht. Ja. Nadine: Den muss man aber nur einmal ausfüllen. Den muss man tatsächlich, nicht dass das jetzt die Leute abschreckt, Ole Merten: Nein, einen nicht. Nadine: den muss man einmal ausfüllen, damit ich das Pferd kennenlerne und die Haltungsbedingungen weiß. Man Ole Merten: Ja. Nadine: würde den nur noch mal neu ausfüllen, wenn sich die Haltungsbedingungen ändern würden, wenn derjenige umzieht mit dem Pferd. Ole Merten: Ja, genau. Also keine Sorge, das muss man nur einmal machen. Ich dachte beim ersten Mal auch so, ich wollte das schnell noch abends machen. so, boah, jetzt hör mir auf hier. Und dann habe ich aber beim Lesen der Frage gemerkt, ach du Scheiße, ja natürlich, da diese Faktoren muss man ja berücksichtigen. Und dann dachte ich mir so, hä, diese Drecksäcke von dem anderen Labor, die wollten es ja überhaupt nicht wissen. Also einfach irgendwas machen, Geld verdienen und überhaupt nicht die Faktoren berücksichtigen, die man berücksichtigen muss. Also wie wichtig. Und das wurde mir wirklich klar und war aber auch schlecht. Ich muss nachher dass ich das nicht immer schon so gemacht habe. Aber wir sind ja alle dafür da zu lernen und deshalb machen wir auch diese Folge. Genau, was ich bisschen verstehen wollte. Du hast mal so paar Schlagworte reingeworfen, so was wie, dass es Stallinfektionen gibt oder andere Arten von Infektionen, dass es gewisse Zyklen gibt, die Würmer durchlaufen und dass sie dann nur zu gewissen Zeiten auch irgendwie nur nachweisbar sind oder an anderen Stellen und so. Das würde mich mal interessieren, so in diese Richtung. Nadine: Ja, da müssen wir ein bisschen so auf die Wurmarten eingehen oder auf Ole Merten: Ja. Nadine: die Etloparasiten an sich eingehen. Also es gibt einmal die Strangeliten, das sind eigentlich die häufigsten Würmer unserer Pferde. Die Parasiten haben immer einen internen Entwicklungszyklus, sprich im Pferd und einen externen Entwicklungszyklus, das heißt außerhalb des Pferdes. Ole Merten: Mhm. Nadine: Und wenn wir jetzt... will jetzt nicht bei allen die Beispiele nennen, aber nur mal, dass man so ein bisschen so ein Gefühl dafür bekommt, mache ich das jetzt einfach mal anhand der Strongeliden. Ole Merten: Mhm. Nadine: Also das Pferd, wir fangen mal hinten an. Das Pferd schaltet Ole Merten: Hahaha. Nadine: quasi den Kot auf die Weide aus, also der Strongelid ist eine Weideinfektion, schaltet den Kot auf die Weide aus und in dem Kot liegen die Strongeliden Eier. Weil die Strongeliden leben ja im Darm des Pferdes und schalten Eier aus, die sich mit dem Kot vermischen, ausgeschieden werden. So, dann liegen diese Eier auf der Wiese. Und bei optimalen Bedingungen, das heißt so ab 20 Grad Temperatur draußen, fangen die innerhalb der nächsten 48 Stunden an zu schlüpfen. kommen diese kleinen Larven, die sind mit dem Auge nicht sichtbar, die sind wirklich klitzeklein, die verlassen innerhalb der nächsten 14 Tage den Kotaufen ungefähr so 80 cm, circa bis zu einem Meter, Ole Merten: Mhm. Mhm. Nadine: weil die wissen, wenn wir bei dem Kotaufen liegen bleiben, werden wir nicht mehr vom Pferd gefressen und letztendlich wollen sie ja wieder ins Pferd rein. Ole Merten: Schlaue kleine Biester. Nadine: Also verlassen Sie den Kothaufen und entwickeln sich in diesen 14 Tagen bis zur Larve L3. Also die L3 ist immer die infektiöse Larve. Sprich, wenn die vom Pferd dann beim Fressen wieder aufgenommen wird, geht die durch die Magensäure nicht kaputt und gelangt dann in den Darm. Und dann ist sie wieder da wo sie eigentlich hin will, wandert Ole Merten: Mhm. Nadine: aber erstmal noch in die Darmwand ein, sich noch weiter zu entwickeln und wenn sie dann erwachsen ist oder fast erwachsen ist, dann kommt sie aus der Darmwand wieder raus und wandert ins Darmblumen ein und fängt wieder an Eier auszuscheiden. Ole Merten: Mhm. Nadine: Und das ist halt dieser Entwicklungszyklus jetzt am Beispiel des Strongeliden. Die sind auf der Wiese und die sind im Pferd und Ole Merten: Mhm. Nadine: wenn die auf der Wiese sind, nutzt natürlich die Behandlung im Pferd natürlich nichts. ich meine, es werden immer die Erwachsenen abgetötet, aber das Pferd nimmt jeden Tag wieder neue Strangeliten auf, die auf der Wiese sind. Ole Merten: Hm. Nadine: Das ist halt immer das, dass wir sagen, die Pferde werden nicht wurmfrei, weil diese Entwicklungszyklen immer, das läuft ja immer rund und hört ja im Grunde nie auf. Ole Merten: Und was bringt denn da aber dann eine Wurmkur? Wenn man sagt, man wird hier nicht los und das rotiert immer wieder durch. Was bringt denn da die Wurmkur? Nadine: Also die Wurmkur bringt das Abtöten der Erwachsenenstadien im Darm. Sprich, du hast in dem Moment ja auch keine Eierausscheidung mehr und Ole Merten: Mhm. Nadine: dann auch keine Infektion oder keine Verteilung der Eier auf der Wiese. Ole Merten: Mhm. Nadine: In dem Moment senkst du so ein bisschen diesen Wurmdruck, will ich mal sagen. Ole Merten: Mhm. Mhm. Nadine: Es ist ja das Ziel von unserer Behandlung, da irgendwie jedes Pferd mit einem Wirkstoff zu bombardieren, sondern bei der zeitgemäßen selektiven Entwurmung ist es so, wir wollen die Hochausscheiter, sprich die, die viele erwachsene Statien im Darm haben und natürlich für eine hohe Eiausscheidung sorgen, die wollen wir mit der Kotprobe quasi finden, Ole Merten: Mhm. Nadine: die adäquat behandeln, sodass der Wohndruck für den gesamten Bestand einfacht. Ole Merten: Mh, mh, mh, mh, mh. Nadine: niedrig bleibt. Und die, nicht behandelt werden müssen und auch keine Keile oder nicht viele Eier ausscheiden, die müssen auch nicht behandelt werden. Das ist halt so ein bisschen der Hintergrund dieser ganzen Geschichte. Ole Merten: Also man kann sozusagen mit der Wurmkur durch einen präzisen Eingriff an den richtigen Stellen Nadine: Genau. Ole Merten: die Gesamtsituation für alle deutlich verbessern. Nadine: Genau. Ole Merten: das war jetzt ein Beispiel für eine Weideinfektion oder? Nadine: Genau, das war jetzt Beispiel für eine Weideinfektion. Ole Merten: Ja. Nadine: Dann hätten wir jetzt zum Beispiel noch den Spulwurm, das ist eher so ein Jungpferdewurm. Das ist eher eine Stallinfektion, ist der Wurm, der hat zum Beispiel keinen Entwicklungszyklus außerhalb des Pferdes, der wird als Ei ausgeschieden und wird auch wieder als Ei aufgenommen. Ole Merten: Mhm. Nadine: Das ist zum Beispiel der, wenn man so eine Fohlenaufzucht hat, ich mal sagen. Da stehen dann ganz viele Fohlen irgendwie an dem Heuballen und sind am Fressen und scheißen dann auch da rein und fressen das auch wieder und nehmen dann natürlich auch wieder die Eier auf. Das wäre eine Stallinfektion. Dann hätten wir den Bandwurm. Das wäre auch wieder eine Weideinfektion, weil der Bandwurm der brauchen Zwischenwirt, und zwar die Moosmilbe auf der Wiese, sich einfach weiterzuentwickeln. Also das Ole Merten: Hmm... Ja. Nadine: heißt, das Ei wird auch wieder ausgeschieden. Die Moosmilbe zersetzt den Kothaufen, nimmt das Ei auf, wandert lustig über die Wiese und das Pferd frisst irgendwann die Moosmilbe samt der Finne, also diesem kleinen Ei oder dieser Finne, die dann schon da drin ist. Ole Merten: Mhm. Mhm. Nadine: Die Moosmilbe geht natürlich kaputt im Magen und der Bandwurm ist dann wieder im Darm und entwickelt sich weiter, wird erwachsen und dann fängt die Eierausschaltung wieder von vorne an. Das wäre auch wieder eine Weideinfektion. Ole Merten: Ja, okay. da ist es ja dann auch so, da würde dann der ganze Bestand am besten ... Nadine: Der Bandwurm ist so bisschen so Wackelkandidat. Den kann man in der Kotprobe nachweisen, aber den kann man jetzt so ganz zuverlässig nachweisen, weil der Bandwurm, der schaltet nicht kontinuierlich Eier aus, sondern das ist ein periodischer Ausschalter, also der schmeißt so Eilpakete ab. Wenn ihr die Kotproben einsammelt und ihr greift in die Kotprobe rein und habt gerade nicht da reingegriffen, wo vielleicht so ein Eipaket liegt, dann finden wir natürlich kein Ei. Aber es könnte durchaus sein, dass trotzdem ein Bandwurm in dem Pferd lebt. Deswegen ist er so bisschen wackelig und deswegen sagen wir ganz oft, mach mal eine 3-Tages-Kotprobe, einfach diese Nachweisbarkeit zu erhöhen. Und wenn wir einen Bandwurm finden würden, sagen wir, da stehen drei Pferde und wir würden in einem Pferd in der Kotprobe einen Bandwurm finden, dann würde die Behandlungsempfehlung auch dahingehend sein, dass der gesamte Bestand behandelt werden soll. Weil wir davon ausgehen müssen, dass wir den Bandwurm in diesem gesamten Bestand haben. Ole Merten: Und es gibt Bestände, die haben einfach keinen Bandwurm und solange da keiner reingebracht wird, bleibt das dann so. Nadine: Genau, ganz genau. Also ca. 20 % der Pferde haben nur. Bandwurm oder der Bestände haben. Also Ole Merten: Mhm. Nadine: es ist relativ gering, aber man muss es halt rausfinden. Deswegen gibt es halt auch noch diese Bandwurmspeicheltests, die man dann machen kann. Das empfehlen wir auch ganz oft, dass wir einfach sagen, gut, haben jetzt, sagen wir mal, bei den drei Pferden haben wir bei einem Pferd ein Bandwurm-Ei gefunden. Die Behandlungsempfehlung wäre, über die Kotprobe bitte alle Pferde zu behandeln, es sei denn, die anderen beiden wollen noch mal einen Speicheltest machen und damit quasi absichern, ob denn wirklich in diesen beiden Pferden auch ein Bandwurm ist oder nicht. Und dann müssten nur die Ole Merten: eine Wurmkur Nadine: Genau. Ole Merten: zu vermeiden, die vielleicht nicht nötig wäre. Ja. Mhm. Das fand ich auch ultraspannend. Das muss ich mal verdeutlichen. hattest ja bei den Strongolyden, hattest ja gesagt, die Grenze ab, der es dann behandlungswürdig wäre, waren wie viel 200 ... 200 Nadine: 300 Eier pro Gramm Kot. Ole Merten: Eier pro Gramm. Wie viele kleine Eier das sein müssen, dass es in einem Gramm ist. Und noch nicht als bedenklich gilt, ja. Nadine: Genau. Ole Merten: Und dann ist es aber umgekehrt zu Bambandwurm, wenn man ein Ei findet, dann wird behandelt, ja. Nadine: Dann wird der gesamte Bestand Ole Merten: Ja, und das ist ja, das spricht ja auch, sag ich mal, manchmal ist es ja auch bisschen verwirrend vielleicht. Dann heißt es, man eine Eintagesprobe, man eine Dreitagesprobe. Du hast es, glaube ich, ja so erklärt. Diese Dreitagesprobe ist ja dann nur für den Bandwurm, den möglichst sicher nachweisen zu können, weil der so selten Eier ausscheidet. Nadine: Genau, also die 3-Tages-Grotprobe wäre für den Bandwurm Nachweis, weil man halt dann einfach mit diesem 3-mal Sammeln die Nachweisbarkeit erhöht in der Hoffnung, man fasst so ein Eipaket mit. Man würde auch die Dreitagskotprobe manchmal bei Jungferden machen mit einem Spulwurmbefall, weil je nachdem, die Spulwürmer manchmal nicht in so hohen Mengen da sind wie die Strangeliden und dann versucht man halt mit einer Dreitagskotprobe einfach den Ein-Nachweis auch ein bisschen zu erhöhen. Also das wäre auch nochmal ein Fall für die Dreitagskotprobe. Ole Merten: Und das war auch echt so ein Punkt, ich auch dachte, boah, ich bin jetzt so froh, dass jemand da ist, der einen Plan hat. du sagst ja dann auch, ja, die nächste Probe ist nur eine Eintagesprobe oder dann eine Dreitagesprobe und so. Weil man das ja alles im Hinterkopf haben muss, wie diese Zyklen da sind, wann wie beprobt und ja eine Wumkur gegeben wurde und so Sachen. Und umgekehrt wieder, ja, auch die Mengen an Codes, eingeschickt werden und so. Wenn du dann nur eine kleine Menge von einer Eintagesprobe einschickst, dann hast du ja statistisch gesehen so gut wie gar keine Chance, wer wie ein Sechshalm-Lotto einen Bandwurm nachzuweisen. Nadine: Ja, das ist es. Ole Merten: Ja, und das hat mir wirklich auch dann noch mal ein bisschen die Augen geöffnet, ja, ultrakrass. Gibt es noch irgendwelche anderen Kategorien von Infektionsarten oder Würmern, wo du sagst, das sollte man mal gehört haben? Nadine: Ja, also es ist noch mal auf die Stallinfektion. Dann haben wir nämlich den einen auch noch mit reingenommen. Das ist halt der Oxiurenbefall oder Fremenschwanz. Darunter kennen den auch viele. Das ist auch eher eine Stallinfektion. Das ist der Wurm, der quasi aktiv aus dem Anus des Pferdes rauskommt und die Eischmüre am Po ablegt. Ole Merten: Mhm. Nadine: Diese Eischnöre verursachen diesen Juckreiz. Dann jucken die sich an der Heu rauf oder wo auch immer. Dann fallen die Eier ab und liegen vielleicht wieder im Heu, wo sie dann wieder aufgenommen werden. Das wäre eine erneute Stahlinfektion. Dann haben wir auch einfach noch Sichtbefunde. Da zählt natürlich auch dieser Oxiuren- oder Fremenschwanzbefall noch mal mit runter. Ole Merten: Also Sichtbefund ist, da ist dann der Besitzer gefragt, der zu seinem Pferd hingeht und dann durchs Fell streicht oder was auch immer. Nadine: Genau, nicht durchs Feld streich, sondern auf diese Dinge achte, die ich jetzt gerade beim Oxyure zum Beispiel gesagt habe. Juckreiz am Schweif. Also es ist ja im Grunde noch kein Sichtbefund, aber das wäre ein Symptom, wo man sagen würde, hier müssen wir mal ein bisschen genauer schauen. Ole Merten: Mhm. Nadine: Oder diese Ei-Ablage am After. Ole Merten: Mhm. Nadine: Oder auch, wenn mal von denen einer im Kot liegt. Also wenn mal einer mit rausfällt und der Besitzer dann quasi diesen Wurm auf dem Kot-Haufen liegen sieht. Ole Merten: Wie sieht er aus? So ganz grob? das was ganz langes oder was Kleines? Nadine: Nee, der sieht so ein bisschen aus wie so eine Sojasprosse. Ole Merten: Ahja, okay. Nadine: Ja, genau. Wie gesagt, da kann man mir auch immer Bilder schicken, schön nicht den ganzen Haufen, sondern wirklich schön den Wurm, weil ich will mir den Wurm genau angucken, wenn die dann manchmal noch irgendwie so im Kot drin hängen, dann wird es ein bisschen schwierig, die auseinanderzuhalten. Das wäre halt auch nochmal, da würde der Sichtbefund auch nochmal zuzählen beim Oxyure. Und dann haben wir natürlich, wird auch bei uns, also da müssen wir ganz, ganz großen Wert drauf legen, dass das mit Eingen... in diese ganze Untersuchung und zwar ist das die Dassel. Viele kennen die gar nicht, weil es diese Dassel-Ei-Ablage überhaupt gar nicht so oft mehr gibt, wie das früher war. Das ist auch im Grunde kein Endoparasitidassel, das ist ein Schmarotzer, die das Pherzum über Winter nutzt, das ist eine Fliege. Und da ist dann auch der Besitzer gefragt, der muss halt einfach gucken, ob er diese Ei-Ablage an den Beinen, an der Mähne, wie auch immer, am Brustflanke findet, das sind diese ganz kleinen gelben Eierchen, da liegen. Und wenn die da sind oder wenn man die sieht, dann sollte man uns einfach das mitteilen, sich den Termin notieren und wir sagen dann, wann die nächste mögliche Behandlung anstehen würde. Ole Merten: Was wäre das dann für eine Behandlung? Nadine: Also bei der Dassel ist es so, dass man nach Sichtbefund frühestens sechs Wochen später eine Behandlung anstrebt, weil auch die wieder einen Entwicklungszyklus im Pferd hat und die braucht ungefähr sechs Wochen bis die im Magen angekommen ist, bis wir die überhaupt mit den Wirkstoffen erfassen könnten. Ole Merten: Das finde ich auch wieder so einen genialen Zusammenhang. Wenn du das nicht weißt und denkst, Gott, Gott, das ist ein Eier, ich mache was komplett im Sonst. Nadine: Genau, komplett umsonst und dann hat man ja doch das Problem, was man eigentlich vermeiden wollte. Ole Merten: Ja, und hat was gegeben, was dem Pferd ja auch noch, sag ich mal, schadet. Ist ja auch eine Belastung, sowas. Nadine: Genau. Ole Merten: Ja, das fand ich übrigens auch spannend. Da hat es mir einmal gesagt, wo das mit den Leberwerten bei meinem Weight nicht so getolpert war. ja, es gibt jetzt die Variante mit dem Wirkstoff oder die. Man würde normalerweise eher die, aber ein Gesamtkonzept, da nicht die Belastung und so und weil das dann anders ausgeschieden wird und so über den Urin und so, machen wir das andere. Fand ich auch genial, ja, so Infos zu bekommen. Nadine: Also wir schauen uns halt wie gesagt das Ganze an. Wir schauen uns das einzelne Pferd an, schauen uns die Bestände an. Das kann auch sein, dass die Behandlung oder das Vorgehen deines Bestandes ganz anders aussieht, wie das Vorgehen deines Nachbarbestandes. Weil dein Ole Merten: Okay. Nadine: Nachbarbestand vielleicht einen Bandwurmbefall hat, den du nicht hast. Weil dein Nachbarbestand, das kann durchaus auch sein, vielleicht ein großer Reitstall ist, wo der Stallbetreiber sagt, wir machen grundsätzlich die Winterbehandlung. Dann ist das okay. Da wird die Winterbehandlung gemacht und dementsprechend setzen wir halt die anderen Beprobungen einfach an. Man muss das wirklich ganz individuell betrachten. Ole Merten: Kannst du zu dieser Winterbehandlung noch was sagen oder Nikolausbehandlung oder irgendwie sowas heißt das? Ja, glaube ich. Gelb würde das häufig genannt. Nadine: Ja, genau. Nikolausbehandlung, also das ist die große Wurmkur, sagt man dazu. Das ist ja, also das ist meist ein Doppelwirkstoff. Einmal gegen den Bandwurm und halt einmal gegen Dassel und halt gegen die anderen Spulwurm oder Streungelid, was auch immer gerade im Pferd ist, aber man bezieht halt bei der Winterbehandlung die Dassel und den Bandwurm mit ein. Das ist schön, dass du das Stichwort Nikolaustag gesagt hast, weil das war früher mal so, dass man das als als Stichtag genommen hat, das nicht zu vergessen. Und aufgrund des Klimas... ist es eigentlich gar nicht mehr so anzuraten, dass man das auf Nikolaus macht, weil es da einfach noch viel zu warm ist. Ole Merten: Mhm. Nadine: Grund ist halt, da muss man dann wieder die Entwicklungszyklen der Parasiten kennen. Die Moosmilbe, die ich vorhin erwähnt habe, der zwischenwird vom Bandwurm, der wäre vielleicht auf Nikolaus, weil es einfach noch viel zu warm ist, auf der Weide unterwegs. Und wenn du eine ganz jahres Weidehaltung hast, dann kann es durchaus dass die Nikolausbehandlung wesentlich zu früh ist, einfach die Moosmilbe noch unterwegs ist und Ole Merten: Mhm. Nadine: das Pferd sich direkt wieder mit dem Bandwurm ansteckt, weil es eine Moosmilbe gefuttert hat. Ole Merten: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Nadine: Während man dann da besser den Bodenfrost abwarten soll. für die Winterbehandlung, so muss ich sagen, dann ist die Moosmilbe im Erdreich verschwunden und dann würde die Reinfektion erst wieder im Frühjahr stattfinden. Und das ist ja das, was man möchte, damit sich einfach der Darm auch ein bisschen von diesen Strapazen erholen kann. Ole Merten: Wie ist das denn? Also auch da wäre dann die Lösung, halt individuell zu schauen nach Stadium und nach Wetter und hast du nicht gesehen unten? Nadine: Stahl nach ganz Jahresbeweitung oder vielleicht auch nur noch Paddockbeweitung, wenn die Wiesen geschlossen werden. Das ist wirklich auch wieder sehr individuell zu betrachten. Ole Merten: Und wie ist denn das so in der Praxis? Also ich stelle mir das vor, ich hätte jetzt ein Pferd irgendwo als Einsteller und der Stallbetrieb macht da sein pauschales Entwurmungskonzept und ich möchte das aber individuell jetzt zum Beispiel mit dir machen. Funktioniert das oder gibt es da Stellen, wo es dann hakt, weil die anderen Pferde daran anders entwurmt werden? Geht das oder geht das nicht? Nadine: es geht. Also wir sagen immer, muss nicht der gesamte Bestand da mitmachen. Wenn du in großen Einstellbetrieb bist und der Stallbetreiber sagt, ihr könnt das gerne machen, wenn ihr mir den Befund vorlegt, dann ist das überhaupt kein Problem, dass nur dein Pferd behandelt oder beprobt wird und alle anderen Pferde werden behandelt. Weil das ja wirklich ganz individuell zu betrachten ist. Die Pferde, die behandelt werden, weiß man ja letzten Endes gar nicht, ob die Behandlung erfolgreich war oder ob sie überhaupt notwendig war. und ob es die richtige Behandlung war. Aber du als derjenige, der die Proben einschickt, weißt genau, mein Pferd hat Endoparasit XY und er bekommt jetzt die Wurmkur. Und wir machen danach noch mal eine Wirksamkeitskontrolle nach der Wurmkur 14 Tage später. Und dann wissen wir auch, ob mein Pferd jetzt, ob die Wurmkur quasi gewirkt hat oder nicht. Und das wissen die anderen ja alle nicht. Also du bist dann schon auf dem guten Weg. Ole Merten: Okay, also das ist sehr gut, das funktioniert. Ja, sehr schön, sehr schön. Bevor ich jetzt nochmal so bisschen zu deinen Angeboten, du hast ja auch so ein Jungpferde-Flatrate und so, was wir da auch gerade haben, zu sprechen komme, hast du zu diesem Themenbereich, zu diesem Inhaltlichen noch irgendwas, was du loswerden willst, wo du sagst, das sollen die Leute unbedingt noch erfahren? Haben wir noch irgendwas vergessen? Nadine: Ich muss mal nachdenken, was noch mal wichtig ist zu sagen, selbst wenn jemand viermal im Jahr pauschal behandelt, Ole Merten: Mhm. Nadine: so wie es eigentlich ... früher von der SCAP vorgeschrieben war, dann macht es trotz alledem Sinn zu sagen, ich mache 14 Tage nach meiner Behandlung mal eine Wirksamkeitskontrolle. Auch das funktioniert. Wenn vielleicht steht man auch in einem Stall, wo der Stallbetreiber sagt, ne, das gibt's nicht, wir behandeln hier viermal im Jahr, dann schickt wirklich 14 Tage später eine Kotprobe ein, wir gucken da durch, wir haben zwar keinen Stand vorher, wie hoch war der Befall, aber wir wissen oder war überhaupten Befall da und wenn wie hoch war er aber zumindest macht man diese Wirksamkeitskontrolle zu gucken ist jetzt noch was übrig oder nicht und dann kann man da auch noch mal weitergehen das wäre vielleicht auch noch mal wichtig. Genau. Ole Merten: Und haben sich Resistenzen eventuell gebildet. Es bringt ja nichts, wenn du mitmachst bei dieser viermal im Jahr Sache und dann Nadine: Genau. Ole Merten: fährt da Resistenz gegen die Wirkstoffe. Nadine: Genau, das wäre noch mal was, was wichtig ist. Ansonsten fällt mir jetzt gerade nichts ein, aber vielleicht kommt da gleich noch was. Ole Merten: Ja, das ist immer so. kommen wahrscheinlich noch ganz viele im Nachhinein, wenn wir hier so bald wie auf Stopp gedrückt haben. Ja. Ich bin ja immer ... Also, ich mach Nadine: Dann machen wir noch mal Play. Ole Merten: jetzt hier richtig krass Werbung für dich, aber ihr wisst ja alle, ich mach nur unbezahlte Werbung, immer nur, wenn ich von der Sache überzeugt bin und die Menschen nett finde. Wir haben, das fand ich genial, diese Angebote mit dieser Jungfährte-Flatrate, ja, man bezahlte einmal. Und ich hatte das Gefühl, als ob ich quasi parasitentechnisch warm in den Arm genommen wurde. Ja. Weil man ist dann quasi eigentlich so bisschen raus mit seinem Grübeln, macht man alles richtig oder nicht, weil man permanent gesagt bekommt, was heißt permanent, immer wenn es dann ansteht, jetzt steht das an, nächster Termin ist dann, jetzt machen wir das, jetzt haben wir den Schritt gemacht und jetzt guckst du mal, ob das passiert oder das passiert. Wenn das passiert, dann meldest du dich, dann gehen wir so weiter. Oder per E-Mail verteilermäßig, jetzt ist die Jahreszeit, achtet mal darauf, auf diesen Parasiten und so Sachen. dadurch, was da alles passiert, ja Wusste ich ja, worauf ich nicht geachtet habe. Aber das ist eine total geniale Sache. Das ist diese Jungpferde Flatrate, von der ich gerade geredet habe. Kannst du dazu was sagen, wie alt die Pferde da so sind und so? Nadine: Genau, also die Jungpferde Flatrate bieten wir ganz oft an. weil das Pferd oder die Jungpferde bis, also wir sprechen von Jungpferden bis ungefähr vierjährig, die bauen ja noch ihr Immunsystem auf. Das heißt, wenn man jetzt pauschal behandeln würde, so wie man das früher gemacht hat, würde das Jungpferd auch vielmehr im Jahr eine Wurmkurve bekommen mit einem wechselnden Wirkstoff. Die Jungpferde sind aber manchmal sehr hoch verwurmt, weil wie gesagt das Immunsystem noch am Arbeiten ist und sich aufbaut. Das heißt, so ein Jungpferd braucht Manchmal sogar wesentlich mehr Behandlungen wie viermal im Jahr. Das ist halt auch wichtig und so können wir halt mit dieser Flatrate ganz engmaschig uns die Kotproben angucken, dass man da ja auch nichts übersieht und gerade wenn so ein Spulwohnproblem ist, dass wenn ... der nächste Spulwurm wieder im Darm angekommen ist, der ja ungefähr 16 Wochen sich durch den Körper arbeitet und dann erst nach 16 Wochen wieder im Darm ankommt, dass wir den direkt wieder greifen können, sobald er wieder da ist und anfängt Eier auszuscheiden, dass halt nicht wieder eine neue Reinfektion stattfindet, weil den möchte man ja sehr gerne loswerden. Ole Merten: Ja, sehr gut. da waren wir auch voll drin. Also ich hatte dann schon mit vielen Leuten mich unterhalten und so und wusste, dass man das engmaschig macht. Aber es ist ja auch doof, wenn man unnötig was engmaschig macht. Also wenn man einen Wirkstoff unnötigerweise gibt oder halt umgekehrt, wenn die Würmer trotzdem noch drin sind. Das ist richtig doof einfach. Nadine: Ja, und so weiß man das halt. Wenn man dann diese Flätter hat, die kann man für ein halbes Jahr buchen oder für ein Jahr buchen. ist Ole Merten: Mhm. Nadine: so bisschen abhängig, wie man das gerne möchte. Dann hatten wir die Möglichkeit, so viele Kurproben einzuschicken, wie man in diesem Zeitraum gerne untersuchen lassen will. Auch da ist man nicht auf sich allein gestellt, sondern wir helfen dann und sagen, schick mal in vier Wochen wieder eine. Oder du hast jetzt eine Wumkow gegeben, jetzt machen wir eine Wirksamkeitskontrolle und dann gucken wir, keine Ahnung, zwei oder drei oder vier Wochen später nochmal. Ole Merten: Und was ich auch mal super finde, wenn man mal was total verpeilt hat, was man nicht spontan per E-Mail oder so geregelt bekommt, dann kann man dich auch mal anrufen oder WhatsApp oder so. Nadine: Ja. Ja. Ole Merten: Das finde ich auch mal wichtig. Diese Jungpferdeflat, bis wie viele Jahre geht das? Bis zu welchem Alter? Nadine: Im Grunde ist das egal. Wenn wir jetzt einen Sonderfall hätten, jetzt 5 oder 6 Jahre alt ist, dann sagen wir auch, macht eine Flatrate, weil es auch Ole Merten: Hm. Nadine: hinten raus günstiger wird. Wir nennen das Jungpferde Flatrate, weil die Jungpferde da viel engmaschiger beprobt werden, aber das haben auch schon mal ältere Pferde. Das wird uns einfach empfehlen. Ole Merten: Ja. Ja. Und ganz ehrlich, wir haben es auch schon direkt den Effekt gespürt, das Geld, es ist jetzt auch nicht so viel, das Geld kriegst so oder so ja manchmal sogar schon rein dadurch, dass du dir eine Wohnkur sparen kannst und so Sachen, ja. Also das muss man auch sagen. Nadine: Ja, ist das eine. Vielleicht sage ich dazu auch nochmal was. Das ist auch etwas, was viele Leute abschreckt. Natürlich muss man, wenn man anfängt zu beproben, vielleicht ein bisschen mehr Geld erstmal in die Hand nehmen, weil man die Kotprobe machen lässt, vielleicht dann sogar eine Behandlung. Man muss die Wurmkuh kaufen und hinten dran kommt vielleicht noch eine Wirksamkeitskontrolle. Ole Merten: Mmh. Nadine: Ja, ist im ersten Jahr, also das erste Jahr, das ist vielleicht auch nochmal interessant mit reinzubringen, das ist das Kategorisierungsjahr, wenn wir jetzt von Erwachsenenferden sprechen. Ole Merten: Mhm. Nadine: Das heißt, wir würden im ersten Jahr viermal beproben, so wie man eigentlich pauschal behandelt. Ole Merten: Okay. Nadine: Und man guckt einfach, wie entwickelt sich das Pferd in dem Jahr oder wie sieht die Beprobung aus. Das kann sein, dass wir vielleicht einen Niedrigausscheide haben. Das wäre halt viermal im Jahr ein Negativbefund, also ein ganz geringer, nicht behandlungsbedürftiger Befund. Und dementsprechend würde sich das dann halt im nächsten Jahr ein bisschen verringern. Das kann sein, dass das Pferd dann nur noch dreimal beprobt werden muss oder vielleicht auch nur noch zweimal, aber weniger als zweimal im Jahr beproben wir nicht. Also zweimal wird beprobt und das ist dann auch noch mal ganz wichtig zu wissen, dass circa 80 Prozent der Pferde niedrig ausscheider sind und wenn das am Anfang, in dem ersten Jahr vielleicht erstmal teurer ist, wir aber da wirklich gezielt Wurmkohl geben und bei der Weidehygiene unterstützen, dass wir sagen, probier mal dies Apple ab oder mach dies oder kannst hinten raus ist es oftmals wesentlich günstiger, weil man halt einfach dann Niedrigausscheider hat. Ole Merten: Ja, genau, das glaube ich. Und sei mal noch mal ehrlich, zumindest mal in unserer Bubble sind doch auch von meinen Kunden, das sind ja alles Menschen, hoch bemüht sind, ihren Pferden gut zu wollen und die häufig diese Schwierigkeit sich ausgesetzt fühlen, ich weiß nicht so richtig, ist das besser oder ist das besser, wie soll ich das eigentlich machen? Und das ist mal ein Thema, wo man wirklich mal einen Experten an der Hand hat, der sagt, so funktioniert es halt nun mal, wo man wirklich mal für sich inhaltlich auch einen Haken dran machen kann. Das ist hochgradig scheiße, wenn da so viele Würmer im Spiel sind. Und dieses Problem kann ich jetzt mit einer Strategie wirklich mal abhaken und so. Und dann machen wir das auch gerne, finde ich zumindest. Und ich glaube, die allermeisten Leute würden das auch machen, wenn sie das wüssten so. Weshalb wir diese Podcast-Folge jetzt machen. Nadine: Genau, das ist für uns auch wichtig, dass wir die Pferdebesitzer an die Hand nehmen und ihnen sagen, wir machen das jetzt so. Wir sagen ihnen, wann müsst ihr was machen, warum machen wir das, wenn die Pferdebesitzer alleine da stehen und sagen, ich schick jetzt mal eine Kotprobe ein, ich krieg einen Befund, aber so richtig mit dem Befund anfangen kann ich nichts. Ole Merten: Blindflug. Nadine: Genau, das ist halt schwierig für die Pferdebesitzer und deswegen sagen auch manche, ich hab das schon immer so gemacht Ich mache das weiter so, weil ich überhaupt nicht weiß, wie es funktioniert. Dann ist es wichtig, sich wirklich in Labor zu suchen, was auch dabei berät und jemanden an die Hand nimmt und dabei unterstützt. Ole Merten: Ja, absolut, So, wenn man jetzt keinen Jungfett mehr hat und normal beprobt bei dir, dann legt man aber auch ein Benutzerkonto an, macht einmal diesen Anamnesebogen und dann Nadine: Genau. Ole Merten: ist es aber auch so, dass man quasi dann halt beprobt und dann sagst du dann ja auch trotzdem, dann würde ich die nächste Probe machen und so. Also Prinzip läuft es genauso ab sozusagen. Nadine: Genau, da steht einmal auf dem Befund, wann die nächste Probe eingehen sollte und man bekommt auch, wenn man den Erinnerungsservice mit anklickt oder ankreuzt, dann bekommt man auch zu der Zeit eine E-Mail noch mal als Kleinerinnerung, dass eine Kotprobe fällig ist und dann schickt Ole Merten: Mhm. Ja. Nadine: man die einfach mit dem Anamnesebogen ein und dann wird die Untersuchung gemacht und dann bekommt man den Befund. Ole Merten: und auch immer individuell geschaut welcher Wirkstoff und so ist. Also die Infos sind immer die gleichen sozusagen. Nadine: Genau. Genau. Und wenn man irgendwie unsicher ist oder man den Befund nicht interpretieren kann oder wie auch immer, einfach E-Mail schreiben, WhatsApp anrufen, ich ruf zurück, wenn ich keine Zeit hab oder wie auch immer. Diese Beratung dahingehend die Pferdebesitzer zu unterstützen, die ist immer mit dabei. Ole Merten: Ja, top. das finde ich so wichtig, dass man da nicht alleine ist und einen Plan dabei hat. Nadine: Ja. Ole Merten: Okay, ja, ich hoffe, wir konnten ein bisschen zu diesem Thema aufklären. Ich habe mich selbst auch noch weiter aufgeklärt hier in diesem Gespräch dazu. genau, haben wir schon gesagt, dann, also du bist die Nadine Thomas, deinen Namen haben wir erwähnt, Nadine: Genau. Ole Merten: aber dein Labor heißt Wurmscan. Genau, einfach googeln Wurmscan findet man. Nadine: Kanal. Ole Merten: Okay, super. Vielen, vielen Dank, dass ihr zugehört habt. Nadine, vielen, Dank, dass du zu Gast gewesen bist und uns erhältst. Okay, Nadine: Take care. Ole Merten: dann drücke ich jetzt hier auf Stoppen und Nadine, du bleibst ein bisschen sitzen, dann quatschen wir noch ein bisschen abseits der Aufnahme. Nadine: Okay, alles klar. Ole Merten: Alles klar, bis zur nächsten Folge des Helping Horseware Podcasts. Ciao, ciao. Nadine: Tschüss!