Ole Merten: So, hallo hallo, herzlich willkommen zur achten Folge des Helping Horsemen Podcasts. Hier schon wieder ein neuer Hintergrund, wir stecken eben im Umzug. Ich hab hinter mir mal die Tür zugemacht, auch wenn es eng ist, aber da ist das Badezimmer, das wollte ich nicht sehen. Ich sitze quasi hier im Flur, weil wir mussten provisorischen Kabel verlegen und das Kabel reicht nur bis genau hier hin und deshalb müssen wir so klarkommen. So, heute die erste Folge mit Gast. Bei mir zu Gast ist die Maren Landvogt von Go Barhof. Herzlich willkommen, Maren. Maren: Danke für die Einladung, mega schön! Ole Merten: Ja, sehr gerne. Die Frage, warum ich Maren eingeladen habe, wie wir uns kennen. Also ich bin letztendlich Kunde von Maren. Ich mache schon lange die Hufe selbst und habe das auch mal so im kleinen Rahmen am Anfang meiner Pferdekarriere so bisschen halt hier und da so ein bisschen für Geld gewerblich gemacht und habe auch schon in die verschiedensten Richtungen reingeschaut, in die unterschiedlichsten Richtungen reingeschaut und bin letztendlich dann bei ... Maren gelandet und nehmen ihre Dienste, ihre Coaching-Kompetenz immer wieder in Anspruch, wenn ich nicht weiter weiß und das ein schwieriger Fall ist. So, Maren, zu dir. Aber ich wollte dich die ganze Zeit mal was fragen. Hier können wir uns mal bisschen im anderen Rahmen kennenlernen, dich immer nur per WhatsApp irgendwelche Hubsachen hin- und herschicken. Bei dir bei Instagram sieht man irgendwie immer, dass du in Dänemark bist und dass da viele Pferde sind und tolle Flächen sind. Du wohst da, oder? In Dänemark. Maren: Ich so schlecht mit Zahlen. glaube vier Jahre sind es jetzt. Wir sind hier ziemlich einsam, sagen andere. Ich kenne das nicht so, weil mit 13 Pferden und 5 Hunden und Katzen und Schafen und Habe ich jemanden vergessen? Nee. Ist es alles, aber nicht einsam. Genau, aber wir haben hier ein kleines Holzhaus und viel, Fläche. Und genau, gucken aufs Meer und leben hier so ein bisschen unseren Pferdehunde-Hoftraum. Jaja, jaja. Genau, ne? Also ich komme eigentlich gebürtig aus Süddeutschland. Ole Merten: Bist du ausgewandert Maren: Ich bin dann vor, naja, dann mit 18 ausgezogen und habe dann in Kiel studiert und dann war ich nördlich von Kiel und dann ging es immer ein Stückchen nördlicher. Dann hatten wir in Schleswig-Holstein einen Resthofkern saniert. Also ich kenne den ganzen Umzugsschreis, von dem du gerade bist, und alles rausgeräumt und da auch schon Pferde am Haus gehabt. Und dann vor ungefähr vier, fünf Jahren sind wir nach Dänemark ausgemalt. Ole Merten: Ja. Wahnsinn, ja, okay, ja, genau, dann weißt du, wie es mir gerade geht. Und ihr habt ja auch richtig viele Pferde. Du züchtest auch, glaube ich, selbst, oder? Maren: Nee, das war ein Zufall. Ich bin wirklich die Letzte, züchten würde. Das hat sich einfach angesammelt. Das sind jetzt 13 Pferde. Zwei davon gehören aber nicht mir. Das sind Einsteller. Und die zwei Fohlen, die letztes Jahr geboren wurden, das war wirklich, wie die Jungfrau zum Kind kommt. Bei uns ist ein Islandpferd gestorben von der Tochter. Dann hatten wir ein neues Pferd gesucht und die war zufällig tragend. Dann haben wir gesagt, na gut, ist auch mal eine Erfahrung und so. Ole Merten: In Vielen Dank. Maren: kann man vielleicht mal mitmachen und Platz ist da. Und dann hatte diese Stute eine beste Freundin, die stand dummerweise daneben, die auch ein neues Zuhause suchte. Und ich suchte so mit halbem Auge irgendwie auch ein Reitpferd und dann war ich ein junges, nicht angerittenes Islandpferd und dann habe ich gedacht, okay, wenn die nicht tragend ist, weil die wurde auch gedeckt, dann nehme ich die auch mit. Und dann habe ich die als nicht tragend gekauft, bin geritten wie eine Verrückte. Ja, habe die angeritten, wir waren nur im Gelände unter Ole Merten: Hm? Hm? Ja. Maren: und der Bauch wurde dicker. dann vier Wochen vor Geburt dachte ich, ist schon komisch, wenn du irgendwie viermal die Woche 20 Kilometer unterwegs bist, dass der Bauch irgendwie dicker wird. Naja, und dann kamen kleinen Slicks da raus und jetzt laufen hier noch zwei Jellänge rum. Ole Merten: Hahaha. Da stimmt was echt. Hahaha Schön, sehr schön. Okay, ich dachte, deshalb züchtest irgendwie. das ... Also bist du zu den Pferden gekommen, wie quasi alle zu ihren kommen, ungeplant, unverhofft. Maren: Ja. Und dann sind so ein paar Rettungsaktionen dabei, weil natürlich viele, also ich finde es sind relativ wenig Pferde für die Anfragen, die ich kriege von könnte der nicht bei dir wohnen, ich habe hier einen Asthmatiker, ich habe hier ein Arzema, die müssen ans Meer, können den nicht, du hast doch so viel Platz, ich habe hier einen, den kriegen wir beruftechnisch nicht hin, ach und wenn er ⁓ bei dir ist, dann schenke ich ihn dir. So kommen dann irgendwie noch ein paar dazu, aber jetzt ist Schluss. Also die Versicherung läuft nur bis zu dieser Anzahl von Pferden. Ole Merten: Mh. Mh. Okay. Okay, sehr cool. Ja, jetzt weiß ich, wie du nach Dänemark gekommen bist. Und jetzt hat mich aber noch interessiert, wie du zu Instagram bzw. zu dieser Hofgeschichte gekommen bist. Aus meiner Perspektive warst du irgendwie auf einmal da bei Instagram und bist dann da gewachsen. Und ich hab mir die Beiträge mal angesehen und dachte so, die Hufe sehen richtig gut aus, was die Maren dazu sagt. Das leuchtet mir so sehr ein. Ist das irgendwie jetzt so, das ist relativ frisch? sage ich mal noch oder? mit Social Media bei dir oder bist du da schon lange so ein bisschen in Business? Maren: Ja, nee, gar nicht. Ich bin ja froh, weil ich mein Handy bedienen kann und hab eigentlich überhaupt kein Interesse an sowohl an viel Außenkommunikation jemals gehabt und es war null Plan und ich hatte nur immer wieder schon, also in letzten, ich sag jetzt mal vier Jahren, fünf Jahren so, dass ein paar auf mich zukamen und bekannten und meinten, mach doch Insta, ich wusste noch nicht mal, wie man das schreibt, so. Also hat mich wirklich null interessiert. Und dann kam aber ein Punkt und der hat mir wirklich unterm Strich so ein bisschen... Ole Merten: Ja, Maren: Also der war gut, dass der gekommen ist, weil ich das aus der echten Hufbearbeitung, also rausfahren und den ganzen Tag Hufe machen, habe ich ein bisschen übertrieben, sodass ich meine Arme nach und nach, also die einfach gesundheitlich Probleme gekriegt habe. Und ich hatte wahnsinnige Nervenschmerzen und konnte nicht mehr schlafen und morgens habe ich den Kaffee so mit zwei Händen hochgenommen, weil meine Finger sich nicht mehr bewegt haben und so. Naja und dann dachte ich, okay vielleicht also Finger bewegen für auf dem Handy, das geht noch. Ole Merten: Hmhm. Maren: und dann kam einfach eine unglaubliche Resonanz und dann dachte ich, wenn das den Leuten gefällt und hilft in erster Linie, dann ist das natürlich dumm sich da irgendwie zu verweigern. weil man jetzt, also ich arbeite lieber am Pferd als am Handy, ganz ehrlich. manchmal kommt es halt anders und dann ist es mir das wichtigste sozusagen, dass ich irgendwie diesen Pferd und diesen Menschen Kontakt habe und sehe, dass bei den Pferden was passiert und die Leute happy sind und die Pferde auch. Und jetzt muss ich es eben mehr übers Ole Merten: Mh. Mh mh mh. Maren: die machen als über die echte Arbeit. Ole Merten: Okay, ich verstehe. Das kann ich total nachfühlen. Dass man eigentlich gar nicht so sehr Lust auf Social Media hat, aber es dann schon auch Mehrwert bringt und Teil des Geschäfts wird. Okay, ja. Ich bin auch sehr dankbar dafür, dass du das machst. Darüber haben wir uns kennengelernt. Und ganz viele Leute kenn ich auch schon, dich darüber kennengelernt haben. Du hast schon ultra, ultra vielen Leuten darüber geholfen. Vielen Dank. Und zu den anderen Teilen der Frage, hast du da indirekt schon mitbeantwortet? Also du bist quasi schon lange am Pferd in der Hofbearbeitung tätig und auch bis heute. Und dann kamen quasi Social Media dazu. Maren: Ja. Wobei sich das mittlerweile wirklich fast abgelöst hat. ich fahre jetzt seit... Wieder so eine Zahl. Ich glaube anderthalb Jahren vielleicht. Nicht mehr aktiv raus. Also ich mache meine eigenen und ich mache ein paar vor Ort Kunden, die kommen auf dem Hof. Aber ich fahre nicht mehr raus und fahre keine Touren mehr. Weil irgendwann musste ich mich ja entscheiden, sagen, das eine ist, die Coachings nehmen unfassbar viel Zeit in Anspruch. Ole Merten: Mh, mh. Mh. Mh. Mhm. Mh, mh, mh. Maren: Ich vier Monate oder so, fünf Monate parallel gefahren. Also bin voll rausgefahren plus hab voll die Coachings angenommen. Und dann merkst das funktioniert überhaupt nicht mehr. Weil dann bist du 24 Stunden am Arbeiten und die eigenen Tiere habe ich quasi nicht mehr gesehen. Familie und deswegen, genau, dann musst du dich einmal entscheiden. Und dann ist natürlich, ich bin ja, wir sind ja bald, ich weiß nicht wie alt du bist, aber ich glaube wir sind am gleichen Alter. Wir sind jetzt auch nicht alt, aber trotzdem... merke ich, dass ich jetzt auch nicht mehr 30 Pferde am Tag ständig arbeiten muss. das geht jetzt auch nicht noch 20 Jahre. Ole Merten: Das ist ja auch das, was alle sagen, die irgendwas mit Hufen machen. das ist was, von daher, aber das ist ja auch ein Qualitätsmerkmal, wenn man dann halt irgendwann aus diesem eins zu eins Ding rauskommen kann und sein Wissen, sag ich mal, noch breiter streuen kann, weil halt einfach Bedarf da ist. Also das ist ja Qualitätsmerkmal und man kann sehr dankbar sein dafür und spricht ja auch für Anpassungsfähigkeit. Ja, das macht ja jeder dann so bisschen durch, dass sich das Modell so entwickelt. Das ist ja cool. Okay. Jetzt kommen wir so langsam mal so bisschen konkreter zu den Hufen an sich. Bei dir steckt der Barhof im Firmennamen mit drin, GO Barhof. Und deshalb würde ich jetzt direkt mal so ganz provokant einsteigen und fragen, was ist denn barhofmäßig theoretisch überhaupt möglich? Würdest du sagen, ja, also mit meiner Art der Bearbeitung kriege ich jedes Pferd auf der Welt so hin, dass das Barhof komplett über jeden Schotter laufen kann, ja oder nein, damit man so eine Vorstellung davon hat, was für dich Barhof bedeutet. Maren: Ja, klare Antwort nein. Ganz klar nein. Oder vielleicht nicht aber, sondern und, weil das überhaupt nicht mit der Methode zusammenhängt. Das ist, glaube ich, jetzt immer wirklich voll so in diesem Verständnis von was ist denn Hufbearbeitung? Eigentlich ist ja der Begriff an sich schon sozusagen ein bisschen ein Problem, weil er immer impliziert, dass der Huf bearbeitet wird in der Bearbeitung und natürlich Bearbeitung immer Wegnahme ist von der Vorstellung. Das ist... in meinem Verständnis wirklich mittlerweile, das hat sich ja auch in den letzten Jahren nochmal stark verändert, weg von der, oder wirklich dran vorbei an der Realität, weil es einfach darum geht, das zu verstehen, dass das ist so simpel, dass es fast schon schwierig ist, in Worte zu fassen. Es ist halt einfach der Fuß des Pferdes, von dem es sich von A nach B bewegt. So und jetzt zu sagen, das Pferd lebt auf einem gewissen Untergrund sagen wir so wie jetzt bei uns zum beispiel weil das beispiel recht eindrücklich vielleicht ist also die haben viel fläche die laufen super viel wir haben aber einen reinen sandkasten sozusagen als haltung einfach weil die halt nur sandboden ist so und an diesen boden adaptiert sich natürlich der huf und an denen ist er angepasst und auf dem funktioniert er weil er da 24 sieben unterwegs ist funktioniert er 100 prozent mega gut so und wenn ich jetzt sage Ich will diese Pferde über Schotter 30 km am Tag reiten oder auch nur 10 oder auch nur 2. Dann ist das natürlich eine völlig andere Lebenssituation, an die der Huf nicht adaptiert ist. Und das darf gar nicht das Ziel sein. Ich verstehe deine Frage natürlich total, aber zu sagen, es möglich, jedes Pferd barhuf zu kriegen und gesund auf jedem Boden sich bewegen zu lassen, ist eigentlich Ole Merten: Mmh. Maren: verrückt, weil das ist ja so, wenn man ein bisschen hinten den Vergleich nimmt, es ja so, als du das zu sagen kannst du... Ich weiß nicht, wir haben jetzt verschiedenste Hunderassen und zum Beispiel den Akita, der mit seinem richtig fetten Fell bei minus 15 Grad im Schnee liegt, kann ich den jetzt so bearbeiten beim Hundefriseur, dass der auch in der Wüste klarkommt? Nee, kann ich nicht, weil er daran angepasst ist vom Fell. Genauso wenig kann ich meinen Dymatina halt bei minus 15 Grad raussetzen und sagen, wüsste ich schon dran gewöhnen. Ole Merten: Da hast du noch ein Element reingebracht, also nicht nur die unterschiedlichen Haltungsformen, sondern auch die Genetik, würdest du das auch sagen, dass man das aufs Pferd übertragen kann, dass gewisse Pferderassen auf gewissen Böden besser grundsätzlich zurechtkommen? Oder ist das da nicht so sehr durch die Zucht? Maren: Doch, bestimmt. Aber ich würde es auf wenige Rassen runterbrechen. Und ich mag eigentlich nicht so gerne diesen Genetikaspekt, weil der erfahrungsgemäß für so viele Bearbeiter wie eine Entschuldigung ist. Ich würde ständig sagen, der hat schlechte Hufe, weil die Mutter hat auch schon schlechte Hufe. Und der hat jetzt eine Hornspalt, weil die Mutter hat auch schon Hornspalt. Ole Merten: Mhm, ich verstehe, Aber die Mutter wurde auch vom Leichen Bearbeiter bearbeitet. Maren: Genau. Und das ist ein Ausreden und das ist dann irgendwie ein Punkt zu schaffen, gedanklich und über Kommunikation, wo ich nichts verändern kann als Bearbeiter und das mag ich nicht. Aber das andere ist ja wirklich Genetik zu sagen, wo sich das schon wiederholt und ich bin null in dem Zuchtthema drin, also jetzt wirklich mit wie vererbt sich was und irgendwelche Linien usw., aber wo sich's natürlich schon wirklich oft ver- Wiederholt zeigt ist die ganze Quartergeschichte. Also das ist schon, finde ich, die, die ich erlebt habe. Da sind viele, viele, viele dabei. Die aber, wo ich gar nicht auch ausschließlich sagen würde, die haben Hufprobleme, sondern die einfach, das weißt du vielleicht auch viel besser, von der Bewegung so seltsam gezüchtet sind, dass der Bewegungen rauskommen, die einfach nicht mehr physiologisch sind, wodurch sich der Huf gar nicht entwickeln kann. Ole Merten: Hm. Ja, ich verstehe genau, was du meinst. Ich habe das auch manchmal so mit den Quartern als Beispiel so mit manchen Hufbearbeitungen. Wenn ich mir den Huf angucke, da sage ich ja, dieses Pferd der anderen Rasse überlebt die Hufbearbeitung vielleicht noch, aber lass mal ein Quarter so bearbeitet sein und der überlebt es dann nicht mehr. Maren: Ja. Ja, bei dir ist glaube ich, wirklich unglaublich schlecht kompensieren können, weil einfach noch viele andere Probleme da sind. Und wenn die dann natürlich schon auch von klein auf anders bearbeitet werden und dann schon zweijährig offenen Eisenbeschlag drauf kriegen und dann dreijährig, vierjährig einfach schon wirklich einen beschissenen Huf haben, dann kann ich es auch nicht nur auf die Genetik schieben, aber sind einfach viele Faktoren. ich würde sagen, dass wir Menschen, das ist ja das wieder, was dahinter steckt, Ole Merten: Ja genau. Ja. Maren: an der Zucht da schon einen Anteil dran haben. Ole Merten: Okay. genau, also zusammenfassend Zucht, Genetik definitiv, aber man sollte es halt nicht als Ausrede nehmen, wenn es von der Bearbeitung falsch ist. Ich will aber trotzdem noch zum Kern der Frage sozusagen zurückkommen. Weil ja die Frage so, was theoretisch barhofmäßig möglich ist, hast du ja so gesagt, ... Der Hof adaptiert sich auch an die jeweilige Situation. Ich hatte als Beispiel Schotter genommen, weil das für viele Leute so das Thema ist. Man will draußen ausreiten gehen, und sind viele Wege geschottert. Schotter ist quasi der Endgegner. Du gesagt, Pferde, die auf dem Sandboden unterwegs sind, die haben dafür einen richtigen Hof. Würdest du sagen, dass Pferde, als 24-7-Auf-Schotter-Leben genauso gut an den Schotter adaptieren, weil der so gefühlt gemeiner ist? als sie sich an den Sand adaptieren können? Oder sind da schon andere Grenzen auch gesetzt? Maren: Ne, das können die schon. Also ich kenn nur selber keine. Ole Merten: Mmh. Maren: tatsächlich die in der Haltung ausschließlich, also ich kenne welche, das ist ja schon fast tier schutzwidrig, aber die ausschließlich auf Beton gehalten werden, weil das auch Bearbeitungsmethoden propagieren. Brauchen wir nicht weiter einzusteigen. Aber wenn die dann auf Beton und auf Spaltenböden gehalten werden und die Bearbeitung korrekt ist, dann glaube ich schon, dass die sich an diesen Boden adaptieren können und auf schmerzfrei laufen können. Ole Merten: Mh, mh, mh. Mhm. Mh. Mh. Maren: Ich kenne aber wirklich keine, also hier in der Umgebung oder auch über die Coachings, keine, die wirklich auf Schotter gehalten werden. Aber klar hast du einen Hartbodenhuf und hast du einen Weichbodenhuf und wenn du einen harten Boden primär hast und wieder die Bearbeitung stimmt, dann adaptiert sich der Huf natürlich an den hartboden. Aber was ich echt immer wichtig finde ist zu sagen, das sind ja nochmal unterschiedliche Sachen. Ob sich ein Pferd schmerzfrei über Schotter Ole Merten: Ja. Maren: und Beton und fiesen Boden bewegen kann. Ohne Reiter, einfach von A nach B. von mir aus auch, wenn man kurz drauf sitzt. ich, so wie du ja auch im Training sagst, ich will ja eine gesunde Bewegung vom Pferd haben, will eine richtige Freude dabei haben, ich will ja nicht, also wenn ich reiten gehe, dann will ich ja nicht primär nur von A nach B kommen, sondern ich will mit dem Pferd was erarbeiten, körperliche auch. Und dann zeigt sich es einfach in der Realität, dass sich die, ich sag mal, neun von zehn Pferden auf fiesen Boden, sprich Schotter und Kohlen, mit einem Hufschutz viel besser bewegen. Ole Merten: Dann bleiben wir da gerade mal dran, dieser Bequemlichkeitsaspekt. Davon habe ich auch schon häufig sprechen können und der leuchtet mir total ein. Du sagst ja, ich, dann korrigiere mich, wenn ich das falsch wiedergebe, dass das Wichtigste ist, dass das Pferd möglichst bequem läuft, bequem fußt, weil nur dann sich gesunde Bewegungen entwickeln können und der Huf halt auch in den richtigen Stellen stimuliert werden kann. Oder? Sagst du das so? Maren: Ja, genau so. Ole Merten: Das bringt uns jetzt zum Thema Hufschutz. Würdest du dann auch sagen, Hufschutz draußen, selbst wenn das Pferd irgendwie über Schotter läuft und so, aber mit Hufschutz besser läuft, würdest du auf jeden Fall einen Hufschutz anziehen, oder? Maren: Immer, immer, weil das einfach sonst nur unfair ist. Also es geht ja nicht darum zu sagen, das höchste Ziel in der Hufbearbeitung ist, dass mein Pferd über Schotter läuft und dann habe ich es geschafft und dann ist man der Beste und dann ist alles erreicht, sondern es geht ja darum, dass wir das Pferd... Ole Merten: Mh. Maren: so wie es irgendwie jeder Einzel nutzt, benutzt, im besten Fall nicht, aber die Zeit verbringt, zu sagen, die Zeit mache ich ihm doch so bequem, wie es irgendwie geht. Und ob die dann nur vorne einen Hufschutz brauchen im Sinne von Schuhen oder ob sich das in irgendeiner Form nicht bewährt und man macht da ein Bekleb drauf, das ist für mich einfach nur die logische Konsequenz, weil das ist wie, dass du ja deinen Du legst ja auch nicht einen unpassenden Sattel einfach aufs Pferd. Sondern du guckst, dass der Sattel möglichst bequem ist und machst vielleicht noch ein Pet drunter. Das ist einfach nur fair fürs Pferd. Wenn wir was von ihm erwarten und mit ihm Zeit verbringen wollen, wir dafür sorgen, dass das schmerzfrei unterwegs ist. Ole Merten: Das fand ich bei dir auch so herrlich, erfrischend. Es gibt ja auch so Hardcore-Barhofleute, die dann nicht so viel davon halten. Und wenn, dann höchstens noch Hufschuhe. Und wir hatten uns ja auch mal mit meinem Casper auseinandergesetzt. bei denen war es halt immer so, der verliert halt jeden Hufschuh. Und dann habe ich dann irgendwann duplos geklebt. Die Dinge hat er sich auch immer ausgezogen. Und dann habe ich dann irgendwann gesagt, so als reichts mir. jetzt nagel ich. Das war ja für dich kein Grund zu sagen, jetzt bin ich raus. Wir haben es ja dann immer so gemacht, dass ich die Dinger runtergezogen habe. Kannst du dazu was sagen, ob du das besser, schlechter findest, die unterschiedlichsten Varianten des Hufschuhe permanent nur Hufschuhe, genagelt, geklebt und so? Maren: Ich glaube, wir müssen immer zwei Sachen versuchen. Das eine ist, was ich für den Huf am besten finde und was ich für dieses einzelne Pferd am besten bewährt. Das andere ist die Praktikabilität auf der anderen Seite, die man echt individuell für den Menschen sozusagen gucken muss. Und dem Strich ist wirklich das Allerwichtigste, das Pferd und nicht meine Meinung dazu und nicht das, was ich... irgendwie propagiere und woran ich festhalte. Sondern ich sag auch zum Beispiel in den Coachings immer, wenn die Leute fragen natürlich immer, wie viel Hufschuhe an, mal Hufschuhe aus, mal soll ich jetzt mal zwei Tage die weglassen und über Steine laufen, damit sich's gewöhnt in Anführungsstrichen oder übt oder trainiert oder so. Nee, immer frag einfach nur das Pferd. Frag einfach nur das Pferd und wenn es mit dem genagelten, also ob die jetzt genagelt sind oder ob die geklebt sind, die Duplos, ich persönlich nagel ja natürlich nicht, Ole Merten: Hm. Maren: sondern Kleb halt, aber das ist unterm Strich, wenn es nicht anders geht, ja immer noch hundertmal besser fürs Pferd als jetzt zu sagen, ich verteufel Nägel in den Hufwänden. Also die Nägel sind das geringste Problem. Wenn der Huf an sich gut bearbeitet ist und ein Schutz drunter ist, dann glaube ich profitiert das Pferd deutlich mehr davon, als wenn ich jetzt sage, ich mache das aus Prinzip nicht, so wie bei dir und bei Casper, Bekleb funktioniert nicht, ja dann muss er jetzt barfuß dadurch. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein. Ole Merten: Hm. Ja, okay, okay. Maren: das Pferd geguckt bin und das zweite was ich eben meinte ist einfach dieses Ding von ich habe jetzt vielleicht fürs Pferd rausgefunden. Okay, für dieses Pferd funktionieren vom Hufaufbau und Umbau und von der Entwicklung Hufschuhe mit Pets am besten, aber ich habe vielleicht die Situation, dass das ein Pferd ist, was 100 Kilometer weit weg steht von der Besitzerin, die auch noch drei Kinder zu Hause hat und einen Vollzeitjob. Dann kann ich ja nicht von der erwarten, dass die Die Schuhe jeden Tag auszieht, sauber macht, kontrolliert und wieder anzieht. Das meine ich mit Praktikabilität. Und wir haben alle noch was anderes zu tun nebenbei, auch wenn die Pferde bei vielen hoffentlich und bei uns ja auch oberste Priorität haben. Das Leben ist ja nicht nur Hufschutz an und aus. Ole Merten: Ja, super, finde ich sehr gut. Ja. Und das finde ich auch so gemein, weil der Leuten ein schlechtes Gewissen gemacht wird. Und da so kategorisch, dogmatisch gehandelt wird. Weil genau wie du sagst, unterm Strich, versuchen das best. Natürlich gibt es auch Leute, die ziehen sich da vielleicht zu sehr raus, die hätten vielleicht die Kapazitäten. Aber es gibt genug Leute, wie du sagst, die sich große Mühe geben. wenn dann halt einfach nicht mehr drin ist, dann ist es das Maximum, geht einfach. Das finde ich sehr sympathisch. Maren: Ja. Ole Merten: Aber du würdest schon sagen, wenn ich die Wahl hätte zwischen Bekleben und Nageln, dass du den Bekleb wählen würdest oder? Maren: Ich persönlich ja. Ole Merten: Ja. Maren: Einfach aber auch deswegen, die Umsetzung, also das ist natürlich was, was jeder lernen kann. Ich denke jetzt immer schon aus dem Coaching Aspekt, also meine eigenen sind auch beklebt und nicht genagelt, weil ich einfach, ich wüsste jetzt keinen Grund, ich jetzt nageln sollte. Für mich kein Vorteil sozusagen. Und wenn sie sich was abziehen, dann geht nichts kaputt, das hatte ich noch nie. Also dann ziehen die sich einfach den Bekleb aus und fertig. Und dann macht man es neu und so wie gesagt, die ganzen Coaching Kunden können es einfach selber lernen und das finde ich ja total gut zu sagen einfach jeder kann so ein bisschen in die die Selbstwirksamkeit kommen weil das ist alles kein Hexenwerk echt nicht also man muss da so ein bisschen mal ein bisschen pragmatischer denken deswegen Ole Merten: Ja. Und würdest du aber, hatten es jetzt hier so so Reizen, die gesetzt werden für die Hufe, so im Standard-Dasein, denkst es macht Sinn in der Haltung, wenn man die Option hat, das zu beeinflussen, hier und da unterschiedliche Böden reinzubringen, dass es fertig daran gewöhnt? Oder sagst du, das ist so marginal, wenn ich da so ein kleines Schotterstückchen habe, also ich rede jetzt von Schotter, der jetzt nicht inhuman ist, sondern halt so einen kleinen Reiz setzt. Oder sagst du, bringt nichts, kannst du weglassen? Maren: Also ich denke da tatsächlich immer mal wieder drüber nach und ich kenne natürlich die ganzen Ideen dazu und wir hatten früher, auf dem Hof davor, wir auch einen Paddock Trail angelegt und auch unterschiedliche Böden gemacht und auch Schotter. Beete oder Betten, also Schotterbereiche ausgelegt und so weiter. Und ich finde die Idee natürlich total gut, weil sich die Leute erstmal mit Haltung und mit Lebensraumgestaltung für ihre Pferde auseinandersetzen. Mega gut. Ole Merten: Mh, mh, mh. Maren: Huftechnisch, da bin ich aber auch glaube ich echt ein bisschen zu einfach gestrickt und wieder zu pragmatisch. Meine Erfahrung nach nutzen die Pferde diese Bereiche mit Erbsenschotter, was für die Hufe mega gut ist. Aber meine Pferde damals zum Beispiel und ich kenne viele kleine andere Offenställe, wo es auch so ist, rein als Toilette. Ole Merten: Mh mh Ja. Maren: Ganz im Ernst, also das ist wieder die Praktikabilität. Ich habe anderes zu tun als aus einem Schotterbeet, was ich angelegt habe, was nicht ganz günstig ist, irgendwie die Äppel da raus zu fummeln, wo die gezielt reingehen und dann ihre Äppel setzen. Und deswegen ist es mit Sicherheit eine gute Idee zu sagen, zum Beispiel, wenn es wirklich Laufwege gibt, wo die viel hin und her laufen. sage mal, über mehrere 10 Meter, 50 Meter, 100 Meter. Ole Merten: Ja. Ja. Okay. Maren: Und da einen Bereich zu machen, man ihnen einen Schotter, wo sie bisschen einsinken können, anbietet, das mögen viele Pferde. Ole Merten: Mh mh mh mh mh mh mh Maren: Aber Vigette ist für mich überhaupt nicht relevant. Ich finde das Wichtige, es das Einfachste wieder ist, nicht nur fürs Pferd, sondern auch für uns Menschen. Wann immer es geht, ich denen einen Bereich anbieten, der ein Einsinkboden ist. Also ein Sandboden, wo der Huf zumindest ein, zwei Zentimeter einsinkt. Der Huf freundlichste bodenerfahrungsgemäß. Die Pferde laufen da mega gerne und mega viel deswegen drüber. Ole Merten: Hm. Maren: Und ich habe dann den Punkt, dass der Hof dafür sich super ausbilden kann. Und wenn ich dann rausgehe und eben Beton und Schotter reite, dann ziehe ich halt einen Hofschutz drauf. Ole Merten: Hm. Okay. Kommen wir noch mal zu der eigentlichen Sache deines Jobs, sozusagen zur Hufbearbeitung oder zur Nichtbearbeitung, wie du es ja eingangs auch schon gesagt hast. Jetzt kann man sich bei dir, Social Media die Hufe angucken, die du bearbeitest. Und jeder hat da so sein ästhetisches Empfinden dahinter, wie sowas auszusehen hat oder nicht auszusehen hat. Mich spricht total, wie die Hufe aussehen, die du ja mitgestaltest, sag ich mal. Maren: Mh. Ole Merten: Und viele andere auch. Aber ich weiß gleichzeitig, dass du wahrscheinlich total vielen Leuten mit deinen Grundsätzen auf die Füße trittst. Weil du viele, ja ich sage Dogmen, viele Grundsätze, wie andere vielleicht sagen würden, über den Haufen wirfst in der Bearbeitung und sagst, genau da kommen die Probleme her. Weißt du, wovon ich rede? Maren: Ja, aber da kann ich ja auch nichts führen. Ole Merten: Find ich gut, find ich gut. Ich wollte jetzt so bisschen darauf hinaus, was so bisschen so deine Red Flags der Hofbearbeitung sind und was gleichzeitig vielleicht für dich auch so Mindeststandards in der Hofbearbeitung sind, wo du sagst, so sollte es auf keinen Fall sein. Also wenn das passiert bei deiner Hofbearbeitung und du gleichzeitig auch noch den Beweis hast, weil dein Pferd nach der Bearbeitung viel schlechter läuft, dann laufen Sachen hier... verkehrt. Ich könnte die Frage jetzt bisschen enger stellen, so zum Beispiel, warum sagst du, Eckstreben darf man ruhig mal nicht systematisch wegkürzen, aber ich hätte dir jetzt, wenn du möchtest, diese Frage so bisschen offener gelassen und dass du darauf eingehen kannst. Maren: Okay. Na ja, eigentlich hast du schon den Hauptpunkt gesagt, diese Redflex, zu sagen, wenn das Pferd nach der Bearbeitung schlechter läuft als davor, dann darf das einmal passieren, weil wir alle Menschen sind und alle Fehler machen, passiert mir auch, muss ich mich für entschuldigen beim Pferd und beim Menschen, reflektieren und dann darf das nicht wieder vorkommen. Aber das ist ja das, was, also wenn ich mir eine Sache wünschen dürfte, so in der Pferdewelt, dann würde ich immer sagen, ich würde einschränken, einfach nur gerne dem Pferd wirklich einen Schmerzlaut geben. ihr könnt euch nicht vorstellen oder vielleicht schon, wie oft das vorkommt. Das ist das Hauptproblem, dass die Leute sagen, bei mir ist jedes Mal nach der Hufbearbeitung, muss ich drei Tage Pause machen oder eine Woche Pause machen und dann läuft der nicht. hat der, nee ich muss den Schmiedtermin meinen Unterricht davor machen, weil danach, es ist jetzt wurscht ob Schmied oder Hufbearbeitung, ich bin nicht die Schmiede an sich das kreditieren. Aber wenn das Pferd bearbeitet wurde, dann kann ich danach kein Unterricht reiten. Du denkst, warum nicht? Das kann doch nicht sein. Das ist ein Haupthauptpunkt wirklich zu sagen, das darf nicht sein und wenn euch das jemand erzählt, dass das normal ist, weil sich das Pferd dran gewöhnen muss oder weil das jetzt eine Umstellung ist oder keine Ahnung was es alles für Ausreden gibt, dann ist das für mich nicht hinnehmer. Das ist wirklich das aller aller größte Thema wie es scheint und das zweite ist so Ich würde immer sagen, fragt die Bearbeitenden, warum sie was machen und was sie für ein Ziel haben. Das ist ein bisschen schwierig natürlich, aber weil jeder Bearbeitende, die Lust haben zu antworten, kann erklären, warum er die Extremen rausschneidet wie verrückt oder was auch immer tut. Und dann muss ich eben unter dem Strich immer aufs Pferd gucken, wie es danach von der Bewegung und ich brauche, und das ist ein Riesenpunkt, ich brauche die Entwicklung von dem Huf nicht von der Vor- Bearbeitung nach der Bearbeitung. meine jeder, Entschuldigung, ich wollte gerade sagen Deb, kann einen Huf, also rein von der Technik, sage ich mal, so bearbeiten, dass er danach schöner aussieht. Aber darum geht es ja nicht, sondern zu sagen, wie entwickelt sich denn der Huf nach Wochen, nach Monaten, wie sieht er dieses Jahr aus, wie sieht der nächste Ole Merten: Mh mh. Mhm. Maren: Das ist was, was wirklich ein riesen positives Zeichen ist, finde ich, wenn die Leute die Entwicklung in Mittelpunkt stellen und das auch dokumentieren und zeigen. Und nicht einfach nur sagen, jetzt kommen wir, schneiden runter und danach sieht es hübscher aus und vor der nächsten Bearbeitung sieht es wieder genauso beschissen aus, weil die Zehe ist wieder drei Meter abgehauen und die Erkrankung wieder untergeschoben und so weiter. Ole Merten: Okay. Ja. Und jetzt hast du von einer positiven Entwicklung gesprochen. Okay, also erstes Kriterium, wenn das Pferd bequemer läuft, dann kann es schon mal nicht so schlecht sein. Was wären denn darüber hinaus so Punkte am Hof, mal so ganz konkret, wo Menschen hingucken können und vielleicht da halt auch mal bewusst dann vielleicht über Wochen und Monate hingucken können oder vielleicht selbst dokumentieren mit Fotos, wie sich was entwickelt. Was wären denn am Hof konkret? So Punkte, du mal hingucken könntest. Ich hab auch so ein paar Sachen im Hinterkopf, die ich durch dich noch mehr auf dem Schirm habe, aber sag du erst mal. Maren: Also ich finde das erste ist ja wirklich... Ich glaube du musst erstmal Hufe sehen, die gesund sind. Also bevor du bei deinem Pferd hinguckst. Weil das Grundproblem ja wieder ist, dass egal wo wir hingucken, wir eigentlich nur kranke Hufe kennen. Und da dieses Bild sich total eingebläutert hat. Also geh in den Futterhandel und hol dir ein Futter für gesunde Hufe sag ich mal und vorne ist ein total deformierter Huf drauf. Ich hab mehrere Firmen mal angeschrieben, ob sie nicht Interesse haben da einen gesunden Huf vorne drauf zu machen, wenn sie dafür werben. Ole Merten: Ja krass. Maren: wollen, war kein Interesse da. Das ist ein Pferd, vom Hufbeschlag schmied, orthopädisch bearbeitet wurde, wäre ein Top-Huf. Jetzt komme ich mal ein bisschen von der Frage ab. Also die Merkmale vom gesunden Huf ist, dass man erstmal gucken muss, wie ein gesunder Huf aussieht und dass du von außen einfach wirklich erstmal eine kompakte Kapsel unterm Pferd... Die meisten Hufe sind ja einfach nach vorne raus gerutscht, sage ich mal. Mehr vor dem Pferd als unterm Pferd. Also guckt nach der Hornstruktur, guckt nach der Hornqualität, das ist ein ruhiger homogener Verlauf in der Wand. Ihr habt im besten Fall keine Hebel in der Wand, sondern gerade verlaufende Wände. Jeder Huf ist ja konisch und nicht... Ole Merten: Wobei das noch so ein Punkt ist, wo ich sage, das machen ja die Allermeisten noch. Der wird halt einfach nach unten mit der Raspel weggestreckt. Das sieht dann so aus, als ob das gut wäre. Und das ist, glaube ich, einen Line manchmal gar nicht so leicht zu unterscheiden, oder? Maren: Hm? Genau, das ist Bearbeitung wirklich zu sagen. Im besten Fall ist der von außen so gut wie gar nicht bearbeitet. Ole Merten: Und trotzdem hebelt nichts. Maren: Genau, und er ist so gewachsen. Das ist der Unterschied wieder zwischen hübsch gemacht und problemkaschiert, weil ich von außen einfach Wände wegnehme, aber sonst nichts sich entwickeln lasse. Und das ist dann auch was, du jedes Mal gemacht werden musst. Und daran siehst du immer, dass sich das Problem nicht verbessert. Also wenn ich jedes Mal von außen den gesamten Huf durchstrecken muss und das über Jahre, dann habe ich das Grundproblem ja nicht gelöst. Sondern jedes Mal nur eine Mütze aufgezogen. Ole Merten: Mh. Ja, ja. Eine Hufbearbeitung sollte kein Eindämmen von einem selbst produzierten Problem sein, sondern höchstens nur bisschen eine beschleunigte Simulation von natürlichem Abrieb oder so, könnte man es vielleicht sagen, im Idealfall. Maren: Ja. Ja, aber du hast wirklich, also im besten Fall finde ich, auch vor der nächsten Bearbeitung sozusagen einen Huf, gerade Wände hat, der keine Trichterförmige Form hat, wo nicht unfassbar viel wegbricht und guckt immer, wenn ihr von der Seite auf die Hufkapsel guckt, wenn der Huf auf dem Boden steht, einfach den Wandverlauf, der oben aus dem Kronrand kommt und bei den ganz ganz ganz vielen Pferden sieht man oben unterm Kronrand so ein steiles Stück und dann haut eben die Zehe ab. Genau, und klick einfach in der Wand. Also das ist so von außen das Wichtigste. Ole Merten: Also ein Knick in der Wand sozusagen. Da finde ich, das sind ja sogar noch Punkte, werden sich ja wahrscheinlich noch relativ viele Leute, die eigentlich total unterschiedliche Sachen machen, so halbwegs einig, dass das so angestrebt wäre. Aber ich hab so das Gefühl, der hintere Bereich, der Ballenbereich und so, da gucken wenige Leute hin, aber der ist ja ganz entscheidend. Maren: Definitiv. Aber das ist ja schon wieder was, also wenn ihr die von außen anguckt, auch einfach zu gucken, wie stehen die. Also nicht nur von dem Huf an sich, sondern zu sagen, die meisten Pferde stehen tatsächlich ja rückständig. Also stehen nicht lotrecht auf ihren Beinen, sondern, und das ist das, was du gerade angesprochen hast, sondern schieben ja das Bein zurück, ⁓ die Last sozusagen vom hinteren Bereich wegzunehmen, auf die Zehe zu gehen. So und das ist genau dieser Ballenbereich, der so fast gar nicht im Fokus steht bei den meisten. Bearbeitungsmethoden, soweit ich das überblick, weil ich will ja den hinteren Bereich, man muss ja kurz einmal mini 10 Sekunden Ausflug in die Anatomie, da ist ja der vordere Hufbereich sozusagen knöchernstrukturiert und relativ relativ starr. Der hintere Hufbereich ist komplett flexibel und zwar in alle Richtungen und das ist was, wo die Hauptlando-Phase ja strukturiert wird und bequem eben auch zum Anfang zurück sozusagen gestaltet oder erlaubt wird. muss. Und dafür brauche ich einen richtig guten Strahl, ich brauche einen prominenten Strahl, brauche einen ausgeprägten Strahl. Wir kennen ja alle diese rausgeschnittenen, blank, sauber aussehenden... Ole Merten: Wo wir wieder bei inneren Bildern sind. Social Media ist voll davon. Guck mal wie toll ich den Strahl sauber schneide. Maren: Naja, es gibt Leute, also kurzer Ausflug, gibt ja Leute, habe ich gehört, die sitzen abends vor einem Video von einer laufenden Wäschetrommel, weil sie das beruhigt. Und da habe ich mir schon nicht mehr was gehört, da denke ich, okay, das tut ja keinem weh. Es gibt aber auch Leute, die sagen, die gucken sich abends Hufbearbeitungs- bzw. Klaunschneidvideos an, wo eben ein Messer durch eine Struktur geht und die Struktur danach nicht mehr Ole Merten: Okay. Vielen Dank. Maren: ist, sondern sauber ist und glatt ist. Und ich finde das beruhigend und da frage ich mich echt was mit... Also Entschuldigung, aber was stimmt denn bei euch nicht? Das ist der Fuß von einem Lebewesen. Ole Merten: Und das ist wieder so ein krasser Wechselspiel. Die Leute gucken sich das an, dann wird es natürlich auch bedient und gemacht und das wird als Normalität empfunden einfach. Maren: Ja. Und dann wundern sie sich aber, wenn das Pferd nicht gehen mag. Das ist wirklich so absurd unterm Strich. Deswegen guckt da drunter, also der Strahl im besten Fall, auch das ist wieder, wie ist es möglich von der Haltung und von der Hygiene und wie nicht, aber im besten Fall braucht den Strahl quasi gar nicht zu bearbeiten, weil der eine natürliche, wie so eine Shatterfunktion hat und sich dann einmal eben ablöst und erneuert. Natürlich gucke ich, dass da sich keine Strahlfolge entwickelt. Ole Merten: Ja. Maren: Aber das ist wie alles Hygiene. Wenn ich gute Hygiene habe, dann brauche ich, habe bei meinen eigenen, kannst du an einer Hand abzählen an 13 Pferden, was ich in fünf Jahren mal in den Strahl geschnitten habe. Weil es schlicht nicht notwendig ist, weil der Ruf ja dafür gemacht ist, einen tollen Strahl auszubilden und wie gesagt dann schmeißt er unterschiedlich ein, zwei Mal im Jahr eine Strahlscheibe sozusagen ab und runter ist schon wieder der perfekte neue Strahl. So und so ist es dieser ganze hintere Bereich, einfach die Ballen, das Ballenpolster muss gut Ole Merten: Hm. Maren: ausgeprägt sein, aber für all das muss das Pferd halt drauf landen, weil das ist ganz wichtig. Vielleicht ist das ein bisschen einleuchtend, was ich gerade sagte, der vordere Bereich ist ja so knöchelnd strukturiert, der hintere ist flexibel, der hintere Hufbereich. den, da nehme ich immer den Vergleich wie mit einem Muskel. Da ist natürlich, muss man immer sagen, kein Muskelgewebe im Huf. Nicht, dass das irgendjemand erzählt, dass ich gesagt habe, ist ein Muskel drin. Aber dieses Gewebe verhält sich wie ein Muskel. Und wenn ich einen Muskel stimuliere und reize und trainiere dann wird der kräftiger und stabiler und fester und wenn ich halt gewebe einfach oder wenn ich jetzt meinen arm eingibs sechs wochen dann wird sich da kein bizeps bilden und so einfach ist es und dafür muss er bequem sein und dann wird er schön Ole Merten: Der Huf muss im hinteren Bereich benutzt werden. Er wird nur benutzt, wenn er bequem ist. Nur wenn er benutzt wird, wächst er und wird stärker. Das ist der positive Ablauf. Wenn der Huf in Ordnung ist, ist es ein Selbstläufer. Aber Problem ist, wenn du diese Bequemlichkeit wegnimmst, wird der Bereich nicht benutzt und verkümmert. Es wird immer schlechter. In diesem Teufelskreis stecken ja sehr viele Pferde. Wenn man das als Laie da hinten mal draufguckt auf den Ballen Maren: Ja. Ole Merten: Wenn das so ganz v-förmig eng zusammenläuft da hinten und keine Wölbung in so diesem Ballenbereich ist, dann ist es sehr schlecht. Und wenn das hinten weit und offen ist und viel Wölbe und Ballenbriss, dann ist es gut. So kann man zusammenfassen, oder? Maren: Das weile ich heute, ich glaube man muss dafür wirklich, wenn man Worte benutzen hat, jeder ein anderes Bild im Kopf. Das Wichtige ist, dass man wirklich gesunde Hufe sieht. Ole Merten: sieht. also gucken wir bei Maren, wobei bei Instagram, da sehen wir ganz viele gute Rufe. Und eine Sache noch zur Fußung. Jetzt haben wir oder du hast beschrieben, der Ruf soll hinten aufkommen. Was ist denn das Ideal? Also der Fuß könnte im Zehenbereich zuerst landen auf dem Boden. Er könnte planaufkommen oder könnte hinten aufkommen. Das sind ja so die Varianten. Wie sollte es sein? Wie sollte es nicht sein? Maren: Ja. Wie soll das nicht sein? Ganz einfach, der darf nie auf der Zehe aufkommen. Nie, es sei denn, das Pferd läuft bergauf. Ole Merten: Also da können wirklich alle Leute hierhin gucken, das erkennt man ja einfach und dann weiß man, ist Problem. Maren: Man erkennt es und manche erkennen es auch nicht, kann manchmal kann man oder manche Leute können es besser hören als sehen, weil ihr habt, ihr habt diese Klack-klack-Bewegung von der Zehe auf die Trachte, gut Klack-klack geht auch von hinten nach vorne theoretisch, aber man hört es, weil die, gerade wenn die beklebt, also das sind ja, ich sag mal, die, jetzt zu mir kommen, also das sind natürlich auch die, die im Problem erkannt haben in der Regel, sind aber, ich sag mal, sieben von zehn klassischen offenen, eisenbeschlagenen und nicht gut bearbeiteten Pferden sind in der krassen Zehnfußung. Das ist etwas, was man entweder selber erkennt, also wenn man es sieht oder weil man es hört oder weil ihr es einfach kurz abfilmt mit dem Handy und dann auf Slow-Motion zieht und dann kann es ja jeder sehen. Das darf auf gar keinen Fall sein, weil die Fußung einfach so vom ganzen, nicht nur Hufaufbau, sondern vom gesamten Bewegungsapparat dafür konzipiert ist, dass die dass die Trachte zuerst kommt oder zumindest plan ist. Also das ist immer so ein bisschen im langsamen Schritt zum Beispiel auch, wenn ihr die anführt, dann sind die ersten zwei drei Schritte fast immer auf der Zehe. Das ist aber den Bewegungsablauf geschuldet, genauso wie Bergauflaufen. Aber wenn ihr dann im Schritt vorwärts lauft, dann müssen die zumindest plan sein und spätestens wenn ich richtig vorwärtschritt gehe oder antrab und locker vorwärts trabe, dann dürfen die bitte gerne zuerst auf der Trachte fußen. Ole Merten: Das Traurige ist ja, wenn man da so eine Zehnfußung hat, wie man es nicht haben möchte, das ist ja dann nicht nur für den Huf isoliert betrachtet problematisch, sondern das sind ja dann hochunphysiologische Bewegungen. Im Rest des Pferdes auch. Also wenn ich ein Pferd hab, was so läuft, dann ist es richtig, richtig schlecht, oder? Maren: Ja, dann solltest du was ändern. Also auf jeden Fall nicht reiten und sich dann, also das ist ja die ganze Folge dann zu sagen, wie will ich dann an der Losgelassenheit arbeiten, an einem körperlichen Zustand arbeiten und vor allem auch das Fert mental kriegen, wenn man sich ja dessen bewusst ist, das ist ja jetzt nicht einfach nur Fuß auf der Zehe, wollen wir nicht, sondern es ist ja eine Kompensation. Also im Grunde zeigen die ja in vielen vielen vielen Fällen wirklich einen Schmerz an. Also es ist ja keine Angewohnheit, sondern es ist einfach ein zeigen von einem, von einem auf jeden Fall einem Unwohlsein und es kommen dann Folgeprobleme hinterher, hoffnäuerlichen Geschichten und so weiter. Also Zehenfußung wirklich totale Red Flag. Ole Merten: Ja. Ich kann da auch ein Lied von singen, mein Quarter. Der kam mit neun zu mir, jetzt ist er 16, 17. Und das wusste ich damals nicht. Und der ist immer so gelaufen. Und ich hab immer gedacht, was macht der denn da mit den Vorderhöhlen? Was passierte eigentlich? Für mich sah das immer aus wie so eine Doppelbewegung. Weil er erst C aufgekommen ist, dann runter, und dann ist der Rest passiert. ich dachte, was ist denn das? Weil er eh in einem schlechten Allgemeinzustand war. Ja, hat man gedacht, man trainiert und macht, und es wurde doch alles besser, aber das ist halt leider geblieben. Und das ist jetzt auch bis heute fatal geworden oder jetzt hinten raus sozusagen, dass halt mehr oder weniger dann halt so in Teilzeitrente jetzt leider schon ist. Also da sieht man, Quarter genetisch plus so ein Problem ist dann irgendwann Schicht im Schacht leider. Muss man so sagen. Also von daher, da muss man drauf achten. Okay. Maren: Ja, ja, ja. Ole Merten: So, jetzt haben wir, glaube mal paar gute und schlechte Merkmale aufgegriffen. Und ich habe eben auch schon angeschnitten, so meiner Wahrnehmung, so in der Pferdewelt allgemein, ist so bisschen deine Art der Bearbeitung irgendwie komischerweise so gefühlt was Besonderes, was so vielen vielen widerspricht. Und jetzt will ich mal zu dieser systemischen Sache kommen. Ich fühle mich da manchmal wie so ein Verschwörungstheoretiker, weil egal, wo man hinsieht, Maren: Ja, gut. Ole Merten: Fast alle Pferde haben Probleme. Und es wird immer so getan, das ist halt so, das ist normal. Und von der Bearbeitung, das ist immer die Sache. Es gibt verschiedene Sachen, die sind logisch, die widersprechen sich teilweise. Aber weil du immer in aufgestellten Grundannahmen was logisch argumentieren kannst, wirkt es auch immer so, als ob das Hand und Fuß hat. Wie kann das denn sein, dass So viele Leute, die Hufe bearbeiten, dafür sorgen, dass die Pferde eher schlechter mit den Hufen zurechtkommen als besser. Ist das eine Verschwörungstheorie oder wie kann das sein? Was ist Deine Ansatz? Maren: Ich glaube, sind einfach wirklich wir. Also ich weiß es nicht, ich stehe das, frage ich mich jeden Tag. Und da manchmal habe ich auch aufgehört, mich zu fragen, ehrlich gesagt. Aber ich glaube, es ist unterm Strich einfach ein Problem von uns Menschen. Also das kannst du ja wieder... Ich kann es mir nur so erklären, zu sagen, ist das gleiche Prinzip von... Warum ernähren sich manche Leute nur von Fastfood? sie wissen es doch, dass das nicht gut funktionieren kann und tun es trotzdem. Und das Einzige, was damit passiert ist, sie schaden sich. Ole Merten: ... Aber bei Fast Food finde ich das viel offensichtlicher. Da weiß wirklich jeder, dass es eigentlich nicht gut ist. Aber ich behaupte, dass viele Leute, die UFO bearbeiten, vielleicht im Hinterkopf merken, irgendwas könnte daran nicht so gut sein. Aber die schon auch relativ davon überzeugt sind, dass recht haben. Maren: Also wie gesagt, ich weiß das wirklich nicht. Ich weiß nicht, ob ich da anders denke oder was. habe das nie verstanden. Als ich zur Hufbearbeitung gekommen bin, habe ich mir alles angeguckt. Also jede Methode. Ich bin überlänggefahren, habe die ganzen Kurse gehört, habe immer gesagt, erklärt mir das und so weiter. Bei manchen wurde ich gebeten zu gehen, weil ich dann zu unbequem war. Das klingt zwar logisch, ganz viel klingt logisch. Es ist aber falsch. Also ich kann alles mögliche logisch erklären, aber wenn das Pferd sagt, das ist falsch und wenn... und das ist glaube ich schon echt ein Punkt, dass... wenn mein Bauchgefühl und ich kann nicht Pferde mit Bauchgefühl bearbeiten, ohne irgendwie einen Plan zu haben, ansonsten also Bauchgefühl reicht nicht aus, aber ein bisschen Bauchgefühl gehört trotzdem dazu zu sagen, ist das gerade richtig, was ich da tue oder ist das falsch? Und wenn ich ein Pferd einfach... warum das so... von den Leuten angenommen wird, das geschnitten und geschnitten und geschnitten und das muss runter und die Trachte muss runter und wir wollen das. Ich weiß nicht, ob das eine krasse Vereinfachung einfach ist, weil unterm Strich ist es einfacher, nicht zu sagen, ich bearbeite nach Schema F. als zu sagen, warte mal, das geht so nicht, also wir müssen uns ja auch das Pferd in der Bewegung angucken, wir müssen die Haltung mit einbeziehen, wir müssen die Entwicklung dokumentieren oder zumindest sehen. Das ist mehr Aufwand als, okay, alle sechs Wochen ist der Termin irgendwie, man rabst alles runter, danach sieht es hübsch aus, bisschen Öl drauf und fertig, weil das ist ja das Gleiche. Also warum schmiert man denn dauernd Öl auf dem Huf? Macht aber auch jeder und findet es witzig. Weißt du? Also ich weiß nicht genau, warum... Ole Merten: Mmh. Und es ist ja nicht nur der Aufwand, der praktische Aufwand, ich muss da und da was vielleicht mehr machen, habe mehr Arbeit, das ist ja auch der Aufwand, in Anführungsstrichen, sich selbst in Frage zu stellen. Ich glaube, sind beide so Leute, uns ist das ein Anliegen, uns Sachen wirklich zu verstehen und zu entwickeln und gut zu machen. Aber das hat ja auch immer viel mit sich selbst stressen zu tun, sage ich mal so ein bisschen oder in Frage stellen und neu erfinden und so Sachen und ehrlich zu sich selbst zu sein, was ja auch mal unangenehm sein kann. Und da muss man sich halt dem aussetzen können. ich glaube, das... Jetzt hast du gesagt, du hast dir viele Sachen angeguckt und so. Was ist denn... Was steckt dann bei dir in deiner aktuellen Art, Hufe zu bearbeiten, so mit drin? Ich glaube, du hast doch mal an irgendeiner Stelle gesagt, dass es in Deutschland auch so nochmal ein bisschen speziell wäre und dass du viel auch in den englischsprachigen Raum geschaut hast. Ist das mittlerweile eine komplett eigene Methode, wie du das machst oder hast du schon Sachen, du sagst, das hat mich groß beeinflusst? Maren: Ja, ganz viel tatsächlich, was völlig klar war, was ich nicht richtig finde. Also Abgrenzung ist ein Riesenkriterium zu sagen, ich sehe das, das, das und das und das kann nicht richtig sein, weil es funktioniert nicht. so, das schieben wir zur Seite. Ole Merten: Also erst die Sachen, die man nicht macht, meinst du. Maren: Genau, die Sachen, die man nicht macht. zu sagen, wie gesagt, man sieht das, es wird logisch erklärt, es ist aber falsch, es funktioniert nicht, also alles sich davon absondern, sozusagen. Und das, was positiv ganz klar wirklich mitmaßgeblich war, ist die Bearbeitung oder Auffassung und Erklärung von Pete Raimi, die ich als wirklich einzige Geschichte logisch fand, damals schon, dann da auch auf Kurs. in England war und das wirklich... weil das das gesamte Konzept war, von ich versuche das Pferd als Pferd zu begreifen. Ich habe ein Gefühl, ich nehme mich selber, das ist ein Riesenfaktor, wirklich nicht wichtig, weil das Wichtige ist der Huf und das Pferd und vor allem das was Gutes passiert, machen nicht, wir machen das nicht als die Hufbearbeiter, sondern ich stelle es nur zur Verfügung, dass der Huf das selber tun kann. Ich mache den Huf nicht gut, ich bearbeite den auch Ole Merten: Mhm. Maren: nicht, dass er gut wird, sondern ich kürze den so oder lasse eben andere Bereiche komplett in Ruhe, sodass der Huf, alles was gut ist, macht der Huf und nicht ich. Und das ist bei SpeedRamy wirklich ein Vorbild schon und trotzdem hat sich natürlich in den letzten zehn Jahren das noch mal ein bisschen weiterentwickelt, was er aber selber auch schon vor 15 Jahren in seinen Büchern und auch auf den Kursen gesagt hat, dass er selber auch immer wieder lernt zu sagen, noch weniger. Ich beobachte wieder, was passiert denn, wenn ich weniger mache an dieser einen Stelle, bei diesem einen Pferd. Es geht jetzt nicht darum, nicht zu sagen, wir bearbeiten einfach keine Hufel mehr, sondern einfach immer wieder zu reflektieren, zu sagen, welchen Punkt kann ich noch ein bisschen weniger machen und was passiert denn. Ole Merten: Da ganz kurz will ich nur einhaken, da, das will ich auch wirklich mal sagen, da darf ja wirklich nicht der Eindruck entstehen, dass du irgendwie gar nichts machen willst oder wenig machen willst. Ich kann aus meiner Erfahrung mit dir im Coaching sprechen. Die Maren, die guckt da ultra genau hin, die gibt eine ganz präzise Anweisung, hier da mal so viel und da mal so viel Millimeter und so. Also man beeinflusst ja schon, aber halt wirklich nur, wenn es notwendig ist und an den richtigen Stellen mit Sinn und Verstand. Es ist nicht so, mach einfach mal gar nichts. Das wollte ich nur mal sagen. Maren: Nein, gar nicht! Gar nicht, das wird ja auch wirklich, also am Anfang wurde das manchmal bisschen falsch verstanden, aber das ist wieder der Punkt von Entwicklung, weil sozusagen ich mittlerweile Thema Eckstreben, was ja so super umstritten ist, also ich kann euch, ich dokumentiere natürlich ja im Hintergrund die ganze Zeit, und es sind ja Langzeitdokumentationen, die ich dann erst rausgeben kann, wenn mal ein Jahr, wenn mal zwei Jahre rumgegangen sind, aber mal zu beobachten, mir geht es nicht darum, dass ich die Eckstrebe nicht kürzen darf, sondern dass es Fälle gibt und viele viele viele Fälle, die alle total sich also einfach reproduzieren lassen von, wenn ich sie jetzt nicht kürze, wird das Laufverhalten besser und dann kürzt sie sich von alleine. Unterm Strich will ich ja keine Eckstreben haben, die drei Meter hoch sind und auf der ganzen bis zur Zehe vorgewachsen sind. Aber das ist ein Übergang oft. Und das mal eben sich rauszunehmen, einen Schritt zurückzugehen und nicht zu sagen, eine Eckstrebe, also ein Huf, der gesund ist, der zeigt eine Eckstrebe, die ist so Ole Merten: Ja. Maren: und so lang läuft in dem und Winkel und steht so und so. Und dann schneide ich sie dahin, damit es so aussieht als ob, sondern ich muss verstehen, wie Huf das selber macht. Ole Merten: Man könnte vielleicht auch sagen, dass ultra, ultra viele Hufe eigentlich immer wieder nach jeder Bearbeitung in so einen Heilungsprozess kommen und dass wenn man sich den Huf dann in den Zustand anguckt, dann ist er nicht in dem, ich bin eigentlich fertig ausgewachsen und jetzt könnte ich mal ein bisschen an der einen oder anderen Stelle wieder was wegnehmen, sondern der ist ja im Heilungsprozess und ganz anders zu bewerten dann, oder? So könnte man es... Maren: Ja voll, das sind ja, eigentlich sieht man immer nur Reparaturprozesse. Also das ist wirklich so, als würdest du sagen, du hast irgendwie Wunden am Körper, ja, also was weiß ich, weil Hund gekratzt, Katze gekratzt, ist ja egal, und dann bildet sich entweder so ein Wundfilm oder dann ein Schorf und fängt an zu verheilen und dann gehst du halt hin und kratzt wieder alles auf, weil du willst ja keinen Schorf haben. Ole Merten: Ja, genau, der soll ja Haut sein. ⁓ Maren: Genau, soll ja Haut sein und das ist wirklich absurd, weil dann gesagt wird, ist keine echte, jetzt dieses Beispiel mit den Wunden, das ist ja keine schöne Haut, das ist irgendwie schorf, das ist irgendwie unruhig, das ist irgendwie nicht schön, das gehört da nicht hin, das mach mal jetzt weg. So und dann baut der Körper das natürlich wieder auf und dann wird's wieder machen und das ist genau und dann wird die Wunde immer tiefer und es wird immer mehr gemacht und so weiter. Und da zurückzugehen und wenn man das einmal verstanden hat, ist das Ole Merten: Hm? Maren: unfassbar simpel zu sagen, lass den das doch ein bisschen machen. Das heißt nicht, wie gesagt, dass wir nichts mehr bearbeiten, aber wir müssen, das hat was mit Respekt zu tun, finde ich. Also es hat einfach was mit Respekt vor der Natur zu tun, sich da nicht drüber zu stellen und zu sagen, ich als popeliger Mensch gehe jetzt hin und schneide es so, weil ich weiß, so gehört das, sondern ich gehe zurück und sage, was macht denn der Huf? Ole Merten: Mhm. Ja. Und Respekt und so bisschen Demut. Ganz viele Leute gehen an den Hufen, bearbeiten denen und haben so dieses grundsätzliche Mindset von, die Natur hat überhaupt keine Ahnung, was die da tut. Gott sei Dank komme ich alle vier Wochen und verhindere das, was die Natur da anrichtet. So bisschen. Und auf der anderen Seite will ich aber auch die Besitzer in Schutz nehmen, weil ich werde die allermeisten, die das hier hören ... Maren: Ja. Ole Merten: sind total bemühte Menschen und die denken, boah, ich mach das sogar, ich finanziere alle vier Wochen oder alle sechs Wochen, wie auch immer, die Hufbearbeitung, weil ich will das Beste haben. Die haben ja den größten Respekt vor ihrem Pferd. Aber weil sie es halt gar nicht wissen, wird halt, sag ich mal, respektlos mit dem Huf dann trotzdem in der Praxis unterm Strich umgegangen. Das ist das Traurige. Maren: Ja. Das ist wirklich traurig und da ist ja auch einfach so ein bisschen, glaube ich, noch bei vielen, das war bei mir früher vor 20 Jahren auch so. Ich habe ja immer im Pferdebereich schon gearbeitet und halt viel im Training gemacht und für die Hufe kam der Schmied. Also und dann war das immer eingebläut von, also an den Hufen hast du selber nichts zu verlieren, also als Mädchen schon mal gar nicht und als Laie schon mal gar nicht, das macht der, der das kann. Also das ist ja einfach wirklich auch in den Leuten drin zu sagen, ⁓ das ist so ein Mysterium. Ja, Hufe Ole Merten: Mmh. Maren: sind super komplex, gar keine Frage, mega spannend, aber die Bearbeitung unterm Strich ist wirklich nicht komplex, wenn ich den Ablauf verstanden habe, sozusagen die inneren Strukturen. Und da muss ein bisschen Endmystifizierung her, glaube ich. Ole Merten: Ja, ich glaube, genau, wie du sagst, der einen Seite, ich mach das jetzt keine Ahnung, seit fünf, sechs Jahren oder so, so bisschen aktiver, und ich guck immer noch jeden Tag mir manchmal, verlier ich mich in Gedanken und steh da und guck meinen Huf an und versuch zu verstehen, was passiert da gerade, wie ist das? Ich glaub, das werd ich wahrscheinlich auch nie ganz checken. Also auf der Seite hochkomplex, und wie du sagst, auf der anderen Seite kann man selbst ganz viel machen. Das war nämlich auch eine Frage, ich dir noch stellen wollte. Das heißt ja, häufig ein Laie hat am Huf nichts zu suchen. Du sagst es, ich, anders. sagst, du kannst durchaus die Hufe deines Pferdes selbst bearbeiten. Oder? Maren: Ja klar, wenn du weißt wie, was, wo und warum. Oder das gesagt kriegst einfach. Also ich sag natürlich auf gar keinen Fall, holt euch jetzt alle irgendwo eine Raspel und macht einfach los, weil da passiert schon nichts. Darum geht es nicht. zu sagen, das ist doch verrückt, Ole, dass die Leute das als völlig normal erachten, dass sie sich auf ein Pferd setzen, ein Gebiss in den Mund schnallen, einen Sattel darunter packen und dann ins Gelände reiten. Da musst du keinen Kurs für machen, musst du keine Ausbildung für machen. Jeder kann sich auf dem Fluchttier setzen und in Wald reiten. Oder auf die Autobahn reiten. Also nicht, aber drüber, über die Brücke. Aber den Huf hochnehmen und da irgendwie nach Anweisungen, also Kleinigkeiten bearbeiten. Da brauchst du dann X Kurse. Ole Merten: Ja. Ja. Und noch dazu bist du ja als Laie wahrscheinlich ⁓ so vorsichtig und hast gar nicht die Handgriffe und die Kraft da, ⁓ so invasive Sachen zu machen, wie dein Schmied vorher schon gemacht hat. ⁓ Maren: Gar nicht. Deswegen funktionieren die Coachings auch so super gut. ist ja auch was, was... Erst mal kurz zurück zu diesem, das ist aber in unser aller Köpfe zu sagen, wahnsinnig verrückt das ist, dass man jetzt die Hufe selber bearbeitet, sich aber auf das Pferd setzen und keinerlei Vorerfahrung haben müssen, das dürfen und so weiter. Das ist ja irgendwie schon mal absurd. Und dann ist es einfach so, dass man sagt, deswegen funktionieren die Coachings so gut, weil die Umsetzung, also A, bearbeiten wir wirklich in ganz kurzen Intervallen. Also von, weißt du ja selber, von immer so 10, 14 Tagen in aller Regel. Das sind Kleinigkeiten, die werden, die sind wirklich überschaubar von der Kraft. Du kannst ja, ich habe viele, die zum Beispiel dann nur die Vorderrufe an einem Tag machen und die anderen dann am nächsten Tag die hinteren. So, du kannst das dir einteilen. Das ist wirklich gut umsetzbar. ich sag mal, jeder der reitet, der sich auf dem Pferd halten kann, der selber satteln kann und der vielleicht auch schon mal eine Box gemisst oder einen Bereich abgeäppelt hat, der kann auch einen Huf von der Kraft bearbeiten. Ole Merten: Ja, ich krieg das ja auch häufiger mit. Und das ist ja traurig. Also, dass wenn ich Leuten traininstechnisch Kontakt habe mit Kunden ... und man sieht, da ist ein Hufproblem ... und ich die dann an dich verweise ... ... und die noch nie was mit Hufen gemacht haben, ... dann krieg ich immer die Rückbildung, ... ja, das ist eigentlich total easy. Gerade weil ja dann auch häufig Pferde eher in so einem Heilungsprozess sind ... und das Messer da die geringste Rolle spielt ... und man einfach halt die Raspel mehr verwendet. Da sind auch die Hemmschwellen geringer. Und mit deinem Coaching, das ist immer, ja ... ist immer so cool. Man schickt dir dann Sachen, Videos oder Bilder von den Hufen und dann kriegt man das zurück. Dann ist dann bunt eingezeichnet und wir sprachen euch dazu. Das klappt einfach richtig. Maren: Ja, ist verrückt. Es ist wirklich verrückt, dass das so gut klappt und ich glaube, das einfach die... Ich glaube, dass sich viele, vielleicht auch unbewusst, und das sind die, denen ich wahrscheinlich bisschen auf dem Schlips drehe, aber da kann ich dann auch nichts für, sich einfach echt zu wichtig nehmen. Ole Merten: Hm. Hm hm. Maren: Das wird so verrückt. Wie kompliziert man eine Eckstrebe schneiden kann und in welchem Winkel und wie jetzt. hintenrum habe ich mir völlig wurscht, wie du die Eckstrebe kürzt. Unterm Strich ist es wichtig, was der Huf macht und die Funktion von dieser Struktur zu verstehen. Und ob du die jetzt, du kannst die Formier aus das Messer oder die Raspe mit deinem Fuß führen. Das ist mir völlig wurscht. Weil wirklich so viel geschulte Angst von, ich jetzt die Raspe von links Ole Merten: Ja. Ja. Mmh. Maren: nach rechts unten oder von links nach Es gibt Handgriffe natürlich, so wie bei allem anderen auch, die haben sich bewährt. sind einfach leicht durchzuführen. Die haben sich wie gesagt einfach in einer Routine entwickelt und die gebe ich ja auch weiter. Von wie halte ich jetzt den Ruf und wie halte ich die Raspel. Aber unterm Strich ist es einfach nur das Ergebnis zählt. Ole Merten: Ja, ja. Genau, das wollte ich mich auch gerade sagen. können hier ewig über theoretische Dinge reden, genauso wie andere über diese Dinge anders reden theoretisch. Aber die Praxis beweist es ja. Ich habe ja mit Britt hier viele Pferde, die einen ausgehen. Also neun von zehn Pferden ist es eigentlich so, die kommen. Und die Hufe laufen nicht gut über Schotter. Dann sind ja drei, vier Monate da, in denen ich dann die Hufe so bearbeite. so bisschen nach deine Art und Weise, ... nicht so lang nicht so präzise und gut, ... aber die laufen danach besser. Also ich kriege immer wieder den Beweis, ... dass das halt einfach funktioniert ... und von anderen Kunden und so. Also wenn das Pferd dadurch bequemer draußen unterwegs ist, dann kann es nicht so verkehrt sein. Sag mal, hast du eigentlich noch Kapazität mit deinem Coaching? Ich habe gehört, dass ... Maren: Eigentlich nie. Eigentlich wollte ich die auch auslaufen lassen, weil die Ausbildung auch relativ viel Zeit in Anspruch nimmt und da die Anfrage so groß ist, also für die Huflegeausbildung. Ole Merten: Das wäre mir die nächste Frage gewesen. Die hast du jetzt nämlich auch im Angebot. Maren: Genau, startet jetzt im September die zweite Gruppe und dann wieder also immer zweimal im Jahr eine Gruppe. Und eigentlich wollte ich den Fokus da drauf legen und die Coachings wirklich komplett reduzieren, weil das einfach zeitlich sonst nicht schaffbar ist. Aber es passiert immer anders, als ich das vorhabe. Und jetzt sind die Coachings nochmal so explodiert, dass ich meine Kollegin als Unterstützung dazu geholt habe, weil ich es alleine nicht schaffe zu beantworten. Und jetzt scheint Ole Merten: Mhm. Ja. Ja, cool. Maren: beides anzusteigen. Ole Merten: Ist doch gut. Umso mehr Pferde, die mit ihren Hufen besser zurechtkommen. Maren: So. Also deswegen, muss mal gucken, ist das einfach nur wirklich eine Frage nach Strukturierung und ich kann das nicht, also das ist ja schon mal cool, nicht zu sagen, früher habe ich halt, was weiß ich, 150 oder 200 Pferde im Monat selber bearbeitet. Jetzt kann ich über die Coachings natürlich halt nicht, ich sage jetzt irgendeine Zahl, nicht 250, sondern 800 im Monat sozusagen betreuen, aber wenn man jetzt noch Leute mit ins Boot holt, die gut geschult sind, auch also Videoanalysen sind ja auch noch mal ein bisschen was anderes als vor Ort zu sein, da gut geschult sind, Videos und Fotos zu beurteilen, dann können wir das natürlich noch mal bisschen breiter und größer machen. Ole Merten: Hm. Ja cool, ich hoffe, das wächst weiter. Gibt es eine Warteliste, wo man sich melden kann? Maren: Nein, weil das ist wieder etwas, was ich managen muss und ich kann das nicht. Wie soll ich das machen? Ole Merten: Ich kann es so nachfühlen, ja. Maren: Also das tut mir auch wirklich leid, weil so wie jetzt, hatte am 1. Juli ja das Coaching morgens reingeschaltet ⁓ 8. Ich glaube ⁓ halb 9 habe ich es wieder zugemacht, weil es zu viele wurden und dann sagen halt alle, das ist doof, ich habe da jetzt sozusagen, ich habe mir extra einen Wecker gestellt, aber dann musste mein Hund noch püppeln und jetzt habe ich nicht mehr geschafft oder was weiß ich. dann kann ich auf eine Warte, das tut mir leid, wie soll ich, ich muss euch alle einzeln, ich bin ja ein Mannbetrieb, also außer von dem Shop, da sind noch andere Leute dabei, oder ein Fraubetrieb, aber wie soll ich das denn machen? Ole Merten: Nooo, ja. Ja. Maren: Also dann muss ich die, ich muss die händisch aufschreiben, ich muss die händisch anschreiben. Ich kann mit KI nicht umgehen, ich auch keine Lust. Ole Merten: Ja. Und ich hab da immer so ein, mir tut das immer so leid, wenn man dann so Sachen ignorieren muss oder nicht drauf eingehen kann, weil man das so gerne würde. Aber das ist halt Fluch und Segen von Social Media zugleich. Man kann mehr Leuten helfen, aber man kann das manchmal schwer steuern, wie viel man dann ran lässt. Ja. Aber der Ausbildung ist auch ausgebucht, oder gibt's da... Ja. Maren: Ja, Ausbildung ist auch ausgebucht bis September, also dann im Januar, aber das habe ich noch gar nicht freigeschaltet, Weißt du, also wir haben jetzt Juli. Also ich bin jetzt nicht bis... Ich weiß nicht, was da passiert. Ole Merten: Ja, das ist die Zukunftsmachende, muss gucken. Aber du hast ja in deinem Online-Shop, das hatten wir damals auch, das war so der Erstkontakt quasi, da hab ich mir alles angeguckt, das fand ich auch schon ultraerhellend, so Aufzeichnungen von Live-Webinaren zu diesen Kernaspekten, du mit so einer Dearshow mäßig so bisschen das zeigst, die kann man ja kaufen, glaub ich gerne. Maren: Genau, da ist auch einfach alles... Es gibt vier Webinare, die im Coachingbereich der Homepage herunterladen kann und die du dir dann auch 800 mal angucken darfst, wenn du das willst. Ich glaube, da kann man schon viel mitnehmen, wie als Vorbereitung fürs Coaching oder auch einfach für Grundwissen oder Reflektieren. Das Angebot steht natürlich immer. Und Hufanalysen stehen auch immer. Das ist auch nochmal so ein einzelner, also nicht direkt Coding, sondern nur zu sagen, ich will mal eine Zweitmeinung oder eine Einschätzung von meinen Hufen. Die Hufanalysen, die habe ich immer, weil die kann ich zwischendurch immer einmal kurz einschieben. Ole Merten: Mhm. Okay, alles auch gut zu wissen. Sehr gut, Ja, das ist ja für viele Leute auch interessant. Und ich verstehe das ja auch, wie das in der Lebensrealität aussieht. Man ist dann im Stall und hat sein Pferd und da kommt dann der eine Schmied für die zehn Pferde und man selbst hat so das Gefühl, ich glaube, das läuft nicht so gut, aber ich traue mich da nichts zu sagen. Und wenn man dann mal so eine Meinung hat, eine andere, dann ist man vielleicht noch mal bisschen sicherer unterwegs. Okay, Maren, möchtest du noch was sagen zu dem Thema oder? Maren: Ich freue mich einfach total. freue mich auch wirklich, dass ich weiß noch die erste Nachricht, die du mir geschickt hast. Ich weiß noch genau, wo ich stand und du die Sprachnachricht abgehört hast. Ich finde das einfach wirklich total schön, was sich da so so draus entwickelt. Auch einfach an Bekanntschaften. Wir sehen uns ja auch am 1.8. auf dem Gesundheitstag. Ole Merten: Du kannst bestimmt noch ganz viel sagen, aber will von dir irgendwas loswerden? Stimmt, ja. Maren: Genau, so das finde ich total schön und ich glaube unterm Strich, natürlich so dieses hört einfach echt auf die Pferde und lasst euch nicht jeden Mist erzählen, wenn ich das so ganz platt sagen darf, hört hin, fühlt hin, macht euch schlau, guckt euch verschiedene Sachen an und dann nicht nur im Kopf bleiben. bisschen nachdenken schadet schon echt nicht, also und auch selber zu denken aber geht auch immer wieder ins Gefühl und sagt habe ich, habe ich, also ganz ganz Ole Merten: Ja. Maren: Mini kurz, das ist vielleicht wirklich so dieses Abschluss, den sagen möchte. Ich habe so viele Leute, die mir so nette Nachrichten schreiben, weil sie mittlerweile sich auf die Hufbearbeitung mit ihrem Pferd freuen. Die vor mir Ole Merten: Gerne. Maren: gesagt haben, ich wusste der Huftermin steht an, ich habe Angst davor, ich habe Stress, ich habe Magenschmerzen davor, ich muss dieses Pferd wieder zum Schmied bringen. Das Pferd hat Stress, der Umgang ist nicht gut, ich habe Angst, dass das Pferd sich nicht benimmt, danach läuft es wieder schlecht. Also die haben wirklich Stress vor diesem Huftermin. Ich möchte, dass als ich noch draußen viel rumgefahren bin und so, war das immer wirklich, ach cool, also wieder Huftermin, weil wir können quatschen, wir reden über Gott und die Welt, wir reden auch über das Pferd. nebenbei wird bearbeitet. Pferd ist happy Menschen. Also das soll ein netter Kontakt sein, so wie im Training auch. Du willst ja nicht, dass die Leute sagen, ⁓ scheiße, jetzt kommt Ole wieder zum Unterricht oder ich fahre meinen Pferd dahin, aber eigentlich habe ich Angst, das da abzugeben. Ole Merten: Das Richtige darf sich schön und leicht anfühlen. Das kann ich auch definitiv bestätigen. Und ich habe sogar den Eindruck, dass die Pferde auch bei der Bearbeitung häufig wissen, ob das gerade für ihre Hufe gut ist oder nicht. Ist so bisschen meine Theorie. Maren: aber das ist doch also nicht ich meine die sind ja auch nicht doof und wenn du denen dreimal die erfahrungen gibst ich nehme da hoch bearbeite dann stelle ich ihn ab und dann tut er weh dann brauchst du gar nicht so ein komplexes lebe wesen zu sein wie unsere pferde das sind ⁓ zu merken da ist nie so eine gute intention dahinter Ole Merten: Absolut, absolut. Maren: Also es muss es muss leicht sein, muss gut sein, es gibt auch schwere Zeiten, aber trotzdem wird es sich immer richtig anfühlen und wenn sich was nicht richtig anfühlt, dann muss ich auf die Suche gehen. Ole Merten: Definitiv. Und da fällt mir eine Sache noch ein. Du hast, glaube ich, auf deiner Homepage auch jetzt ein paar Leute verzeichnet, die nach dir sozusagen auf deine Art Weise Hufe bearbeiten, auf so einer Deutschlandkarte, gell? Maren: Genau, das sind die, die in der Ausbildung sind. Ole Merten: Ja, okay, gut. Also da lohnt es auch definitiv, dann würde ich mal sagen, regelmäßig in Zukunft reinzuschauen. Du hältst es ja wahrscheinlich up to date, falls man es dort doch nicht selbst machen möchte und Leute sucht. Okay, jetzt mein Satz, ich immer zum Schluss sage, ihr müsst nichts liken, ihr müsst nichts kommentieren, geht raus, macht was mit euren Pferden, ergänze ich heute. Liked und kommentiert aber ganz viel bei der Maren, weil die macht die Hofwelt nämlich besser. Also vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seid. Maren: Genau. Danke dir für die Einladung Schönbos und wir hören. Ole Merten: Ja, okay. Ciao, ciao.