Ole Merten: Hallo, hallo und herzlich willkommen zur zehnten Folge. Wow, schon zur zehnten Folge des Helping Horsemen Podcasts. Heute geht es ums Thema Buckeln. Ich habe es die letzten Tage in einem Instagram Reel schon so bisschen angeschnitten und gesagt, dass ich hier in dieser Podcast Folge ausführlicher über dieses Thema sprechen möchte. Warum Buckeln Pferde und wie kommt das zustande? Was sind die Auslöser? Und wie kann man das vermeiden oder wie geht man damit wenn es sich doch anbahnt? Darum soll es heute gehen. Und im Grunde genommen geht es nicht nur ums Buckeln. Das ist eigentlich so ein gewisser Stellvertreter für Verhaltensweisen des Pferdes, die von Menschen als negativ empfunden werden und die bestimmt sich auch zeigen, weil das Pferd sich in diesem Moment nicht gerade zu 100 % wohlfühlt. Wir können also so ein bisschen dieses Thema unterteilen in was sind die Auslöser und wie gehe ich, wenn es sich trotzdem anbahnt, damit Und auf der Seite der Auslöser könnte man das noch ein bisschen differenzieren in Buckeln aus Angst und Unverständnis aus reiner nackter Angst und Überforderung und Hilfe, Hilfe, Hilfe. Und auf der anderen Seite buckeln aufgrund von noch nicht gut ausgebauter, gemeinsam entwickelter, wie ich es immer nenne, Zusammenarbeitskultur. Und das sind jetzt so zwei Extreme, Blanke Angst, Überforderung, Unverständnis auf der einen Seite und auf der anderen Seite mangelnde Zusammenarbeitskultur. Und da stelle ich jetzt gerade so da, als ob das zwei komplett voneinander getrennte Pole wären. Aber in Wirklichkeit ist das ein Verlauf mit ganz vielen Grauzonen dazwischen. Und wie gesagt, dieses Thema Buckeln ist stellvertretend. Man könnte jetzt auch Steigen einsetzen oder auch Schwierigkeiten beim Verladen im Anhänger oder wenn man irgendwo draußen beim Reiten einen Reiz ausgesetzt ist, eine Schwierigkeit ausgesetzt ist, wie gut man da durchkommt oder wie viel Stress damit im Spiel ist. Und dieses Thema Buckeln ist ja so präsent, weil viele Menschen davor Angst haben, zu Recht, weil sie Angst haben, runterzufallen, weil das ja auch wirklich passieren kann. Ich hatte das in dem Video gesagt, dass mich noch niemals in meinem Leben ein Pferd runtergebuckelt hat. Und ein Pferd, was ich komplett von Anfang an selbst angeritten habe, ausgebildet habe, gestartet habe, hat überhaupt, also noch keines dieser Pferde hat jemals überhaupt gebuckelt. Allenfalls mal Pferde, die zu mir kommen, die schon so bisschen angeritten sind, in Anführungsstrichen. Und manchmal ist es ja auch dann so, dass man dann so bis zu einem gewissen Punkt gemacht hat, wo man gemerkt hat, so, ja, jetzt wird's schwierig, ja. dass solche Pferde es mal so ein bisschen in Ansätzen gezeigt haben, wo ich dann merke so, okay gut, durch meinen Umgang mit dem Pferd, durch so... Ich fange ja dann trotzdem immer noch ein bisschen von vorne an den Pferden so nochmal so das mitzugeben, was ich denen auch mitgeben würde, wenn ich das komplett von Anfang an selbst machen würde. Wobei das ein Unterschied ist, weil da ist schon eine Handschrift drin und das ist dann immer schwierig, die Gradwanderung zu finden. Fange ich nochmal komplett bei Null an. Das ist schwierig, weil manche... Weil Pferde dann manchmal das schon auf die eine oder andere Weise gelernt haben, die jetzt auch nicht per se falsch ist, aber sich vielleicht dann doch noch mal ein bisschen unterscheidet von dem, wie ich das machen würde und ich dann so sagen würde, ja, nee, du machst es zwar gerade schon so halb richtig, aber machst noch mal anders. Und das dann wieder so, ja, so da mehr einfach Reibung dabei ist und ich das auch ein bisschen unverfinde, sodass ich dann sage, ja, komm, dann nehmen wir es halt so und formen es dann weiter im Machen. Ja und auf der anderen Seite, weil halt manchmal dann auch schon einfach negative Muster da sind und bis jetzt habe ich es trotzdem immer so hingekriegt, dass ich mit so bisschen Vorbereitung ein bisschen, wir lernen es uns kennen, okay, wir starten dann und dass es dann vielleicht nur ein bisschen holprig ist und die Pferde dann vielleicht mal so ein bisschen in Ansatz so zum Buckeln in manchen Situationen zeigen, sich das aber auch sehr schnell erledigt hat. So war das bis jetzt eigentlich immer. Natürlich jetzt, wenn ein Pferd explizit mit diesem, hatte ich auch schon gehabt, schon mehrere gehabt, mit diesem Thema kommt, ja, Buckeln ist da schon richtig etabliert und das kommt ganz häufig zum Vorstellen und das ist ganz schwierig. Da würde ich natürlich noch eine viel gründlichere Vorgehensweise an den Tag legen. Viel früher noch anfangen, auch länger Bodenarbeit machen und so. Das ist nochmal ein anderer Fall, aber da können wir jetzt eher gleich auch nochmal ein bisschen drauf zu sprechen kommen. Was ich eigentlich sagen wollte war, ich will jetzt hier gerade nicht angeben, ui bei mir buckeln die Pferde nie, mir geht es darum zu sagen oder den Maßstab dessen, was angeblich normal ist, so ein bisschen zu verändern. Weil für mich ist es halt nicht normal, dass die Pferde beim Anreiten herumbuckeln und Sachen machen und damit will ich auch sagen, es ist vermeidbar. Die Leute, die meine Videos sehen, sehen ja auch, dass ich jetzt nicht 100 Jahre lang irgendwie Bodenarbeit mache und Vorbereitung mache, bevor ich da anfange zu reiten und dass ich da mega langsam und vorsichtig bin und so, Und dass man es dann nur darüber vermeiden könnte. Nee, darum geht es nicht. Es geht um andere Dinge, über die wir heute sprechen werden. Genau. Und ansonsten hat auch noch nie ein Pferd, selbst wenn ich, was ich jetzt nicht angeritten habe oder so, versucht mit mir so ein Rodi zu starten nach dem Motto, ich will dich da oben runter kriegen, weil man auch da gewisse Anzeichen wahrnehmen kann und weil man auch da noch andere Handlungsspielräume hat. Andererseits weiß ich natürlich aber auch, dass es Pferde gibt, die das mit mir probieren würden. Pferde, die irgendein krasses Problem haben, die krasse, traumatische Erfahrungen haben. Da reicht es dann nicht mit Sensibilität. und der richtigen Strategie vorzugehen, dass man einfach sagen kann, keine Ahnung, da kommt jemand auf den Kurs zu mir, sagt, okay, dieses Pferd buckelt da jeden runter, da kannst du dich nicht draufsetzen, ohne dass das Rodeo startet. Da würde ich dann auch nicht sagen, ich kriege das jetzt hin, ich setze mich da drauf, ohne dass er buckelt. Weiß ich nicht, vielleicht kann es so eine Situation auch mal geben, aber in der Regel würde ich dann trotzdem nicht davon ausgehen, dass das funktioniert, weil es natürlich auch in solchen krassen Fällen noch mehr Bedarf als das. Aber das sind ja dann wirklich teilweise extrem krasse Fälle. Aber bei so einem Pferd, das ist halt die Sache, würde ich natürlich auch so bisschen testen vorher. Würde ich gucken, würde ich dann vielleicht ein paar Minuten was zum Boden machen. Da würde ich schon, in der Regel da rieche ich schon, was da passiert. Da rieche ich schon, wie das Pferd drauf ist, was seine Strategien sind, wie es den Menschen versteht. Und dementsprechend ist es wahrscheinlich auch noch nie mal im Leben passiert, weil ich dann, ja, weil ich das so mache und dann spüre. was da los ist und mich dann halt nicht draufsetze oder auf die richtige Art draufsetze und bereit dazu bin innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde das Ganze auf die richtige Art umzulenken oder produktiv zu beenden und dann vom Boden direkt wieder nagtlos weiterzumachen und so Sachen. Also für alle Leute, so bisschen Probleme mit dem Thema Buckeln haben, es besteht auf jeden Fall Hoffnung. So, jetzt hatte ich ja eingangs gesagt, diese Strategien, was mache ich, wenn es dann doch mal dazu kommt, dass kommt eher zum Schluss, weil wir möglichst präventiv arbeiten wollen, dass das gar nicht vorkommt. So, jetzt fangen wir mal mit der einen Kategorie an. hätte gesagt, einmal Zusammenarbeitskultur und auf der anderen Seite Angst, Panik, Überforderung. Das ist natürlich Grundausbildung. Übrigens jetzt hier nochmal ein kleiner Mini-Exkurs. Natürlich, wenn ich so eine Thematik habe, sollte ich natürlich immer die großen Sachen die nichts mit dem Training und nichts mit dem Reiten an sich zu tun haben, abchecken. Also vielleicht mal eine therapeutische Behandlung gucken. Wenn es da irgendwo massiv zwickt und das Pferd vor Schmerzen einfach buckelt, das wäre natürlich maximal unfair, dann über Training an die Sache ranzugehen. Das abklären, dass es irgendwo körperliche Schmerzen hat. Dann gucken, ob der Sattel vielleicht maximal schlecht sitzt und das irgendwo dadurch drückt und zwickt. Schmerzen verursacht, das müsste man auch abklären. Auch so Sachen wie Zähne oder so müssen auch mal abgeklärt werden. Der Gesamtszustand, wie das Pferd so dasteht. Das setze ich jetzt einfach mal voraus, dass diese Sachen schon abgeklärt sind. Jetzt gehen wir mal in diesen großen Baustein. Pferd macht das aus Überforderung und Angst und Panik. Da fängt es ja in der Grundausbildung schon an. Übrigens, ja. ein bisschen Werbung, zweiter Online-Kurs, die Abenteurer Akademie, da zeige ich das alles in den Videos, haarklein von Anfang bis Ende, welchen Schritten ich das mache, sodass man da eben nichts übersieht. Und das ist halt die Sache. Ich kriege das so oft mit, dass Pferde angeritten werden und man davon ausgeht, dass das Pferd schon buckeln wird, weil es halt auch eigentlich ganz oft passiert oder mal so 50-50 denkt, naja gut, wer weiß, wie das hier ausgeht, oft genug explodieren die Pferde dabei. Und dass dementsprechend auch kaum eine Vorbereitung stattgefunden hat. Und das ist die Sache, wenn ich da richtig gut vorbereite und weiß, was sind da so die neuralgischen Stellen, die problemeverursachen können und ich genau Schritt für Schritt das abarbeite, dann habe ich schon mal ganz viel Angst da rausgeräumt. Das fängt damit an. Gewöhnung an den Gurt, Gewöhnung daran. dass da etwas auf dem Rücken ist, Gewöhnung daran, dass da etwas auf dem Rücken sich bewegt. Gewöhnung daran, dass sich das Pferd etwas bewegt. Gewöhnung daran, dass das Pferd nicht mehr von vorne geführt wird, wie beim Führen vom Boden oder beim Arbeiten vom Boden. Da ist ja immer da das Pferd und mit einem gewissen Abstand der Mensch. Und das Pferd kann den Menschen immer sehen. Und vor allen Dingen ist der Mensch immer fast schon tiefer. als der Kopf des Pferdes. je nachdem, wenn der Kopf unten ist, dann nicht. das Pferd ist sehr größer als der Mensch. Das ist Pferd relativ angenehm. Da ist ein bisschen halt zu spüren, kann mich nach oben zur Not erziehen und mich sicher fühlen. Und da unten ist der Mensch und der kann nicht größer werden. Und das ist ja beim Reiten auch maximal rumgedreht, dieses Verhältnis. Dann wäre dann, man könnte das ja erst mal so machen, dass man dann drauf sitzt und wird geführt. Dann hat man nicht noch diese Ebene, dass man dann doch das Pferd auf so eine abstrakte Art Weise dirigiert, wenn man es dann halt wirklich nur noch geritten macht über seine Hilfen. Ja, das ist auch nochmal eine Sache, an die sich das Pferd gewöhnen muss. Und dann diese tausend Kleinigkeiten, die häufig übersehen werden beim Anreiten, auf die Pferde vorbereitet werden müssen. Irgendwo schlackert es, irgendwo berührt es, irgendwo kommt eine schwungvolle Bewegung. Allein dieser Moment, wo das Bein rübergeschwungen wird beim Aufsteigen. Das ist auch ein Punkt, wo ganz viele Pferde dann auf einmal scheinbar aus heiterem Himmel explodieren. Man macht das alles langsam und hin und her und dann dieser Wechsel vom einen Auge ins andere Auge mit einem Bein, was noch mit einem gewissen Abstand zum Pferderücken, also sprich relativ weit von oben, so einen Schwung rüber macht und dann vielleicht an der abgewandten Seite auch noch dann die Flanke da so bisschen berührt, in den Steigbügel geht und klackt und so. Diese Abläufe, also ich versuche das immer zu komplett zu dekonstruieren und in jedem jedes Einzelteil zu zerteilen und zu gucken, was steckt da für eine Bewegung drin? Was steckt da für eine Art von Geräusch drin, für eine Art von Reiz drin? Und wie kann ich das simulieren? Manchmal stehe ich mehrere Einheiten lang. Ich mache da nicht nur das in einer Einheit, aber ich mache das dann solange, bis es wirklich dann großen Fortschritt hat in jeder Einheit mal manchmal. über 5-6 Einheiten. Ich jetzt mal ein Beispiel. Da habe ich das Pferd am Knotenhalfter und an der Longe. Ich longe hinten den Griff abgeschnitten, dass da kein Pferd dran hängen bleiben kann. Und dann habe ich das Pferd vorne, sodass es halt in keine Ahnung, mit 3-4 Metern Abstand mich herum im Kreis laufen kann und den Rest der Longe wickele ich zusammen und werfe dann, während ich vorne das Pferd longiere, festhalte. Werfe ich dann die ganzen Wickelungen, ich habe, den Pferderücken, im Schwung rüber. Dann erschreckt sich das Pferd ein bisschen, aber da ich es vorne festhalte, darf es ein bisschen im Kreis laufen, bis es sich brüht. Dann hole ich die Longe Vise, nur angel ich, hole ich die ein. Dabei bewegt sich das über den Rücken. Dann gucke ich, dass es mal vorne über den Rücken geht, mal hinten über den Rücken geht. Und so Sachen, mehrmals. Dann merken die Pferde dann nach ein Wiederholungen häufig, manchmal mache ich das auch nur eine Einheit, weil ich merke, das ist geklärt, das ist gut, das ist nicht der Reiz, vor dem das Pferd jetzt Angst hat. Dann bleiben die stehen und dann kann ich das drüber werfen. Dann waren die meistens am Anfang noch so mal kurz so ein, so ein Zucker. Was war das? Ist ja nicht schlimm, ist wieder diese Longe. Und das ist mal ein Reiter, der sich da drüber schwingt und holt das Ding ein und von beiden Seiten natürlich. Und dann werfe ich das so rum, dann halte ich das Ende der Longe auch noch fest und werfe die Wicklung rüber und hab dann quasi die Longe, wenn das Pferd jetzt links rum mich läuft, habe ich links die Longe in der Hand, die zum Halfter führt und rechts habe ich das Ende der Longe und dazwischen das Ganze. die Longge an sich. Und die werfe ich dann quasi rüber über das Pferd und dann schwinge ich das so hinten wie Hinterhand rum und dann lasse ich das Pferd im Kreis laufen und die Longge reibt meine Wissen hinten an der Gruppe, gleitet dann nach unten an den Beinen, an der Fessel und so und dann hujehuje, was ist das? Aber es kann ja alles passieren beim Reiten. Es kann überall immer mal was, das Pferd, berühren und so. Das war jetzt noch mal so ein Beispiel, dass es findet auf ganz vielen Ebenen statt, dass ich die Pferde so darauf vorbereite. Wie gesagt, manchmal gibt es Pferde, Das sind nicht deren Probleme. Da muss man das auch nicht bis zum St. Nimmerleins Tag machen. Aber das ist halt die Sache. Man muss es alles abklopfen und gucken und machen und tun. Damit man diesen großen Baustein fährt, buckelt aus Angst, weil es plötzlich irgendwas mit diesem Reiten, was mit dem Reiten zu tun hat, passiert. Das muss einfach nicht sein. Das kann man komplett abarbeiten. Also das ist einfach unnötig, wenn das Pferd deshalb anfängt zu buckeln. dann manchmal machen Leute und sagen ich habe darüber schon so viel in Anführungsstrichen desensibilisierung gemacht aber Ja kommt es auch auf viele kleine Nuancen an ja zum Beispiel darauf zu achten dass man nicht immer dann aufhört wenn das fährt in Anführungsstrichen brav still steht ja man will kein pferd haben was einfriert es geht immer darum Es wird auch trotzdem immer noch mal kommen dass sich das pferd vielleicht dabei erschreckt aber es geht immer darum wenn etwas passiert was ist die strategie des Pferdes und ich will nicht, dass das Pferd denkt, richtige Strategie ist, zu explodieren. Ich will aber auch nicht, dass das Pferd denkt, richtige Strategie ist, still zu stehen und es zu ertragen, weil dann wird es auch irgendwann wieder zu explodieren. Ich will, dass das Pferd nachdenkt und immer davon ausgeht, dass es eine konstruktive Lösung gibt, aus der Situation rauszukommen und dass die immer etwas eigentlich mit entspannter Bewegung zu tun hat. Im Zweifel soll das Pferd einfach ein bisschen mal ein paar Schritte gehen und machen und tun oder Kontakt zum Reiter aufnehmen, wenn es jetzt merkt, es kann einfach nicht überlaufen, weil da jetzt keine Ahnung, eine Engstelle ist, es sich verheddert hat oder was auch immer. das sind dann auch so Sachen, da macht man das alles so. Und viele Leute machen es dann irgendwann nur noch oder freuen sich, wenn es dann keine Eskalation ist und machen es dann auf ganz kleinem Flämmchen. Aber das bereitet auch nicht aufs Leben vor. Auch so dann, wenn man dann schon ein paar Schritte weiter ist, Gewöhnung an den Sattel. Ich mache das ganz kleinschrittig. Erst nur Gurt, dann ein Pad mit einem Gurt. Und dann erst der Sattel und bevor der Gurt kommt, ich da nur einen Strick den Bauch und so Sachen. Und wenn der Sattel kommt, dadurch, dass ich das mittlerweile immer kleinstündiger gemacht habe, passiert es gar nicht mehr, dass das Pferd oder, ne, falsch, passiert es häufig nicht, dass das Pferd nicht mehr buckelt, wenn es ein Sattel drauf hat. Ist das andersrum? Ich habe mich, glaube ich, verheddert. Also wenn man dann den richtigen Sattel mal drauf macht und man schickt das Pferd mal so frei im Round-Point auf dem Reitplatz oder so, dann bukeln die Pferde schon noch manchmal. Aber durch dieses Kleinstrittige auch da verhältnismäßig mittlerweile sehr selten. Aber das ist halt die Sache. Wenn da wirklich mal gerade so ein Westernsattel, dann schwer ist und schlackert und Sachen dabei sind, ja, und man das Pferd schickt, dann kann es durchaus nochmal bukeln. Und das ist dann aber auch nicht schlimm, meiner Meinung nach, wenn es dann nochmal rauskommt. Also man versucht dann oder ich versuche das durch Kleinstrittigkeit dem Pferd gar nicht. diesen Schockmoment zu verpassen, das ist jetzt ür, aber man kann nicht alles komplett weg simulieren. Irgendwann muss es mal sich mal damit bewegen und das ist halt auch so ein Punkt, viele Leute machen einen Schritt und trappen so, ach guck mal hier, brav, das stört sich gar nicht daran, aber ich kann das meistens von außen schon sehen, drei, zwei, eins, jetzt kommt's. Spätestens wenn man dann im Galopp sagt, so jetzt, weil... Man kann nicht sagen, das Pferd kennt diesen Reiz. Man muss es immer in Kombination sehen mit verschiedenen Situationen und verschiedenen Energieleveln und anderen Konstellationen. Und gerade dieses Energie-Ding mit dem Galopp. Das Pferd kann mit total festgehaltenem Rücken traben und das innerlich noch festhalten. Gefühl von, was ist das, was ist das, was ist das? Und trotzdem so bisschen sich nach vorne bewegen. Also sprich nach vorne traben. Ohne äh... dass die Dämme brechen und es dann doch mal buckelt, wenn jetzt dann zum Beispiel der Sattel drauf liegt. Aber wenn du es angelopierst und es einen Sprung macht, das erfordert ein gewisses energetisches Aufmachen. Da kann es sich nicht so sehr festhalten dabei. wenn es das nicht mehr kann und dann aufmacht das Energiewentil und dabei dann noch ein Gedanke von Höhe ist, dann kann es sein, dass es so ein Bucken rauskommt. Und das muss dann auch mal raus, bevor man natürlich reitet. Und dann muss man gucken, dass man die Energie, die dann ins Buckelnd nach oben schießt, ins Vorwärtsschick. Dann bist du einfach freundlich und sagst, komm, beweg dich. Ja, ja, nicht schlimm, nicht schlimm. Und dann laufen sich die Pferde ein und merken dann, ich kann mich ja trotzdem bewegen damit. Ich bin ja in Flucht hier und ich kann trotzdem noch nach vorne flüchten. Ich kann mich nach vorne bewegen, obwohl da so was auf meinem Rücken ist. das ist ja gar nicht schlimm. Okay, cool. Ich habe trotzdem immer noch meinen Handlungsspielraum. okay, gut. Das sind so Sachen, viele, viele, viele kleine Punkte, von denen ich versucht habe, alle in diesem zweiten Online-Kurs zu vermitteln, damit möglichst solche Sachen nicht übersehen bleiben. Und das jetzt mal so bisschen beispielhaft rausgegriffen. So, das ist dieser große Baustein gewesen von, Pferd macht das aus Angst, weil man irgendwas dem Pferd nicht vorher erklärt hat. Dieses kleinschrittige wirklich alles, alles, alles abklappern. und nicht nur die Gewöhnung an das Equipment und hin und her auch diese Abläufe aufsteigen. Wie oft gehe ich an diesen Anreitphasen, da machen wir irgendwas auf dem Reitplatz und in jeder Pause gehe ich mit Pferd zur Aufsteighilfe und leg da meinen Arm drauf auf die Sattellage und sag hier, wenn wir da zusammen sind, wenn ich oben über dir stehe und so, das ist gut, da kann man sich wohlfühlen. Und so kommunikative Strategien, wie ich den Kontakt aufnehme. wie ich den Fokus des Pferdes zu mir führe, damit es mir sagen kann, Schwierigkeit, damit es fragen kann, wo ist die Lösung, damit es weiß, die Lösung liegt mit dem Menschen, im Menschen, im Zusammensein, so Sachen. Genau. Das ist dieser große Baustein gewesen. Und der andere Baustein ist, wie ich es immer nenne, Zusammenarbeitskultur. Weil es gibt viele Pferde, die buckeln, nicht aus, Gott, Gott, Hilfe, ich sterbe gleich, ich weiß nicht mehr wohin mit mir. weiß nicht mehr, was ich machen soll, außer jetzt zu explodieren und das da irgendwie von mir runterzuholen, dieser Löwe, der sich da auf mich krallt. Gibt viele Pferde, bukeln auch aus anderen Gründen, und zwar aus mangelnder Zusammenarbeitskultur. Ich hab gesagt, fließender Übergang, aber das ist jetzt, wir blicken jetzt vom anderen Ende drauf. Eben haben wir von diesem wirklich Panikmodus draufgeblickt. Jetzt blicken wir vom, ich sag's mal nicht laut, aber vom anderen Modus aus drauf. Achtung, was meine ich damit? Es geht darum, wie geht das Pferd mit Schwierigkeiten Und jetzt spreche ich nicht nur von Schwierigkeiten im Sinne von, Gott, Hilfe, sondern Schwierigkeiten im Sinne von, so langsam wird es körperlich anstrengend. Oder, so langsam kann ich mich nicht mehr konzentrieren. Ich bin so bisschen abgelenkt und, mein Kopf ist ausgelastet. Oder, so langsam wird es langweilig. Ich will einfach nicht mehr. Oder, dass der Mensch jetzt hier die Situation gestaltet und genau eine Vorstellung davon hat, wie das hier ablaufen soll. Ich will auch mal gestalten. Das nervt mich total. Da bin ich noch nicht dran gewöhnt. Wenn auf diesen unterschiedlichen Ebenen plural, wenn auf diesen unterschiedlichen Ebenen die Grenze der Komfortzonen so langsam erreicht wird, dann ist halt die entscheidende Frage, wie reagiert das Pferd dann? Und das ist für mich Zusammenarbeitskultur. Ich sag's immer so, es ist nicht gut, wenn das fährt, nur weil da hinten irgendwo am Horizont irgendwo ganz klein eine Schwierigkeit so langsam in Sicht kommt, schon direkt sagt, nope, ich bin raus, hab ich jetzt keinen Bock drauf. Das ist nicht gut, das ist keine Zusammenarbeitskultur. Ich will, dass wir bis zum Horizont, bis zu dieser vermeintlichen Schwierigkeit dahin gehen, uns direkt davor stellen und uns das Ding wirklich mal genau angucken und dann sagen, können wir es wirklich nicht oder probieren wir es mal. Das ist für mich Zusammenarbeitskultur. Das ist der Part des Pferdes, was das Pferd dafür leisten muss. Ich sage immer, das ist ein Deal. Umgekehrt ist es meine Aufgabe. Also ich fordere das ein. Ich sage, wir gehen dahin, wir gucken uns zusammen und ich erwarte von dir, dass du nicht direkt hier streikst, nur weil du vermutest, dass es doof sein könnte. Ich halte dich in der Situation. ja sozusagen das fordere ich, aber ich biete dem Pferd auch etwas und zwar übertreibe ich es niemals. Ich würde niemals sagen, wenn wir dahingegangen sind und haben es uns angeguckt und das Pferd sagt, ich kann es wirklich nicht, da würde ich niemals sagen, jetzt musst du aber trotzdem. Das niemals. Und wenn ich merke, man fährt, kann es nicht. Es ist meine Aufgabe, man fährt auch sicher wieder da rauszuführen. Und so wächst das Vertrauen meines Pferdes in mich. So lernt das Pferd. Okay, gut. Wenn der sagt, probier es mal, dann kann ich es auch schaffen. Und wenn ich als Pferd kommuniziere, ich kann es wirklich nicht, dann werde ich auch gehört. Und das ist meine Aufgabe als Mensch, mein Pferd zu hören und auch strategisch richtig damit umzugehen. Es ist zwar nicht verwerflich, zu sagen, wir gehen bis an die Grenze der Schwierigkeit ran. Aber es ist auch nicht geil von Menschen jedes Mal zu sagen und bis an die Grenze da gehen wir. Wir können jetzt auch von so banalen Sachen wie körperliche Anstrengung sprechen. Das ist ja auch so ein Punkt. Dann wird es so langsam anstrengend, fährt Willen nicht mehr und so. Man weiß aber, wir sind jetzt hier nicht an der Erschöpfungsgrenze. Da gehen noch 30, 40 Prozent. Das ist aber trotzdem nicht geil jedes Mal. von diesen 40 Prozent, die noch möglich wären, bis das Pferd wirklich mal wirklich stehen bleiben muss, mal durchzuschnaufen, jedes Mal bis an 39 Prozent da ranzugehen. Das ist ja auch nicht geil. Und das kann man auch nicht von heute auf morgen verlangen. Das ist auch klar. Deshalb ist es auch meine Aufgabe in dieser Zusammenarbeitskultur, strategisch damit richtig umzugehen. Ja, durchaus. Ich will da auch mal rangehen. dass da fast 100 Prozent rausgequetscht werden. Da will ich auch mal rangehen. Und das ist auch mal geil. Das ist auch mal fürs Pferd geil. sofern wir diese Grundlage hatten. Das Pferd weiß, okay, krass, heute bringt er mich wirklich mal die Grenze. Aber keine Sorge, ich weiß ja, er geht nicht über die Grenze. Wir haben uns schon gut kennengelernt. Jetzt machen wir es mal. Okay, Alter, wir feiern es gerade total ab. Wir sind beide gerade richtig am Brummen. Und ist das eine krasse Sache? Der will wirklich noch mehr. Okay, komm, ich mach noch mehr. Und jetzt ist Schluss. Ist auch mal geil, aber nicht jedes Mal. Nicht jedes Mal. Man muss auch mal sagen können, heute, es wird gerade anstrengend, aber wir haben auch echt in letzter Zeit gut was gemacht. Es reicht. Alles in Ordnung. Und das ist der Teil des Pferdes und es ist mein Teil. Und das ist für mich Zusammenarbeitskultur. Ich will schon ein Pferd haben, das wenn ich sage, probier's. Ja, Sir. Ich probier's. Und ich will aber ein Mensch sein, der immer gute Entscheidungen trifft und der es niemals übertreibt und der unterm Strich eine Atmosphäre nicht erzeugt von, ja, Sir, ja, ein Soldat, sondern eine Atmosphäre erzeugt von, das ist ein geiles Spiel, wir sind geile Partner, wir lieben unseren Job und ja, es ist auch anstrengend, aber es ist eigentlich unterm Strich immer geil und es macht immer Spaß und es ist Freude und es ist ein gutes Leben. Das ist für mich Zusammenarbeitskultur. Wo hast du aber viele Pferde? Jetzt kommen wir wieder zurück zu diesem Doppelthema. Die sind da noch nicht. Mit denen ist dieser Deal noch nicht aufgebaut. Fast immer, weil der Mensch nicht diese Vorstellung von diesem Deal hat. Weil der Mensch sich fragt, soll ich weniger, soll ich mehr, soll strenger, soll ich weniger streng sein? Und weil das auch schwer ist. Jetzt hab ich das eben so dargestellt, als wäre das immer ganz megaklar zu erkennen und einfach. Aber das ist es natürlich nicht. Weil man nicht weiß, wo sind diese Grenzen genau. Weil man sich da ran tasten muss. Aber wenn man halt so eine Grundjustierung hat, entweder das eine Extrem vorn, du musst immer, ja, dann verstehe ich Pferde. Es gibt Pferde, die opfern sich für einen auf und die opfern sich nochmal auf und nochmal auf und nochmal auf und nochmal auf und nochmal auf. Und irgendwann denken die sich, ja, aber wo bin ich denn da? Warum muss ich mich immer nur aufopfern? Und wenn die auch irgendwann mal, weil sie einfach keinen Bock mehr haben, mal an die Decke gehen, dann denke ich ja zurecht, dann schmeißt die mal da oben runter. Ohne Scheiß. Aber es gibt auch Menschen, die übertreiben sich in die andere Richtung, sagen, er will ja nicht, nein, dann lassen wir es. Und so entsteht nämlich diese Situation, dass Pferde nur, weil sie da hinten am Horizont irgendwo allmählich eine Schwierigkeit erkennen könnten, ob das eine körperliche Anstrengung ist, ob das eine Aufmerksamkeitsspanne ist, ob das Langeweile ist, ob das situativer Gestaltungsspielraum, der vermeintlich fehlt, ist. Wenn die Menschen immer das so handhaben, dann ist die negative Reaktion negativ im Sinne von problematisch wird es zusammen sein vom Pferd schon da, obwohl man noch 800.000 Kilometer von diesem Horizont da hinten entfernt ist. So entsteht das. Und da muss man sich zwischen diesen beiden Extremen so einpendeln, dass sich beide aufeinander verlassen können und beide miteinander Freude haben. Und so ist es halt auch beim Buckeln. Und da hat jedes Pferd hat da so bisschen so seine eigene seine eigene Sphäre von Komfortzonen, Themen. Bei manchen ist es dann wirklich, wenn die sagen, jetzt sind wir mal kurz bisschen galoppiert und jetzt komme ich ins Schwitzen und jetzt ist so anstrengend da vorne die Steigung, Kopf runter, Puppo hoch. Mit dem musst du halt so bisschen mehr auf dieser Ebene arbeiten und das kannst du auch ohne weiter an der Lounge machen und so. Du bringst dich so ein bisschen an den Punkt, wo die denken, da hinten am Horizont ist die Schwierigkeit, ist die Anstrengung, jetzt habe ich schon gar keinen Bock mehr. Du sagst, nee. Jetzt hier nochmal, wir reiten noch ein paar Meter näher ran an den Horizont. Nicht buggeln, vorwärts, vorwärts, komm, komm. Wartest, dass es kurzflüssig ist, durchatmen, Pause oder Feierabend, gut. Siehst du, wir sind noch mal bisschen näher rangekommen an diese Schwierigkeit da hinten am Horizont, ohne dass du dich aufregen musstest. Und siehst du, in dem Moment, wo du gesagt hast, ja, ich gebe mich dir noch mal kurz ein bisschen hin, hab ich gesagt, mehr wollte ich gar nicht, alles in Ordnung. Darüber arbeitet man sich dahin. Wenn das ist, weil ... gruselige Reize da sind und so Sachen, dann muss ich halt gucken, wenn ich meistens ja, es ist ja draußen beim Reiten, ich reite draußen, es ist eine gruselige, schwierige Situation und ich spüre im Pferd, da ist ein bisschen Anspannung und so, dann muss ich gucken, dann muss ich mein Pferd halt kennenlernen. Wie viel kann er jetzt davon noch vertragen, ohne dass er überfordert ist und anfängt zu buckeln? Und dann bleibe ich vielleicht, wenn ich merke, wenn ich jetzt noch weiter nach vorne zu diesem Reiz dahin reite, dann wird es problematisch. Dann bleibe ich vielleicht hier mit diesem bisschen Aufregung an dieser Grenze hier stehen und versuche, dass wir hier vielleicht bleiben bestehen, vielleicht retten wir hier Wolken, vielleicht retten wir mit einem Abstand dran vorbei und so, dass ich es hinkriege, angesichts von diesem Erregungslevel trotzdem noch die Verbindung zu halten und es wieder in die positive Richtung zu drehen. Dann atme ich durch und dann steige ich entweder ab, weil ich sage, geil, da haben wir gerade was gelernt, oder es ist wieder so gut, dass ich dann doch noch weitermachen kann. Aber da sich immer weiter hinein zu begeben in dieser Situation, bis das Pferd es nicht mehr halten kann, ist halt doof. Da provoziert man den Fehler. Das ist dann auch mal so ein bisschen aus heiterem Himmel. Das gibt es für mich kaum. Es gibt immer einen Auslöser. Ich will nicht sagen, dass auch ich mal einen Auslöser übersehe oder übersehe, wie sich etwas anbahnt. Hängt übrigens immer davon ab, ob man alleine unterwegs ist oder noch sich unterhält mit jemand anderem oder so Sachen und wie sehr man mit sich selbst zu tun hat, der eigenen Aufregung. Aber der Schlüssel ist immer, ins Pferd hineinzuführen, zu fragen, Verbindung zu halten, vielleicht auch mal aktiv anzufragen, mein Pferd, bist du eigentlich noch an Bord? Das ist wie beim Pferd gucken lassen. Ich werde auch gefragt, soll ich mein Pferd gucken lassen oder nicht gucken lassen? Da sage ich immer, wenn du dein Pferd gucken lässt und es dabei verarbeitet und dann zu dem Punkt kommst, jetzt habe ich genug verarbeitet, cool. Die Sache habe ich da hinten positiv für mich wahrgenommen. Jetzt wende ich mich wieder dir zu, lieber Mensch. Dann war es gut, das Pferd gucken zu lassen. Wenn du währenddessen dein Pferd auch ansprechen kannst, ist auch in Ordnung. Wenn aber dein Pferd dich durchs Gucken, das hier und jetzt immer mehr verlässt und sein Bewusstsein immer mehr da hinten zum Horizont, zu dieser Schwierigkeit wandert und es nicht mehr wirklich da ist, bei sich nicht und bei dir nicht. Du dann versuchst dein Pferd anzusprechen. Hier, Fokus, du mal herkommen und du kommst nicht durch. Dann weißt du, nicht mehr gucken lassen. Nee, nee, Achtung, Reißleine. Hol dir wieder den Fokus, hol dir wieder die Verbindung. Und über so Sachen musst du halt das Pferd kennenlernen. Wie neigt er dazu? Viele Pferde laufen dann im Autopilot unter dir, sind aber gar nicht da, gar nicht bei der Sache. Und dann fühlt sich das für dich an nach einem gemütlichen Ausritt. Aber das Pferd ist ganz woanders mit seinen Gedanken. nicht nur im Sinne von abgelenkt oder so, sondern macht sich gerade Sorgen über etwas. Ob es in sich drin ist, worüber es sich Sorgen macht oder über etwas, was außen rum ist oder so, ist gar nicht da. nicht, ja, könnte man sagen, durchlässig ist nicht ansprechbar. Aber es läuft halt irgendwie nicht gestresst von den Bewegungen her, zumindest nicht mehr direkt wahrnehmbar. Und explodiert dann aber irgendwann, dann hast du es nicht wahrgenommen. Und das musst du etablieren. mit solchen Pferden Verbindung halten, Verbindung halten, Verbindung halten. So, das war so das. Ja, da gibt es verschiedenste Ebenen, körperliche Anstrengungen. Habe ich jetzt ja schon mehrmals aufgezählt. Da musst du bei einem immer mal wirklich gucken. Was ist da die Ebene? Vielleicht gibt es doch mal Pferde, ja, bei der mehrere Ebenen parallel da am Werkrand sind. Das ist halt ein bisschen schwieriger noch. Aber das ist Schlüssel ist, die Verbindung zu halten. Und wie ich immer sage, das Aller aller Wichtigste ist Das Schutz ist zu verstehen, passiert gerade im Pferd. Also ob du so eine Live-Verbindung da ins Pferd hinein hast. Wie fühlt er sich gerade? Was ist mit dem? Wie sind seine Grenzen? Auch wieder Stichwort Grenzen. Die musst du auch kennenlernen. Das ist ausprobieren. Da macht man mal zu wenig, mal zu viel. Aber darüber lernst du das kennen. genau, das ist so jetzt der zweite große Baustein gewesen. Wir hatten jetzt erst am Anfang So bisschen Vorbereitung, Angst, Panik und sonst was. Dann hier Zusammenarbeitskultur. Und jetzt kommen wir zu diesem Aspekt. Was kann ich denn machen, habe ich jetzt gerade schon gesagt. Verbindung halten, das Allerwichtigste. So Akutmaßnahmen, wenn der Kopf oben bleibt, kann der Popo nicht hochkommen. Das sind so Sachen, das mache ich dann gerne mal so am Anfang im Galopp. Wenn ich denke, da könnte aus Übermut oder mal so, was ist denn hier los eigentlich mit meinem Körper? Da popo hochgehen, dann mache ich die Hände relativ weit nach vorne, die Zügel sehr kurz, aber mich nicht festhalten. Ja, so kurz, ich halt direkt da bin mit einem Kontakt, wenn ich die Hand zwei Zentimeter auch nur bewege. Und wenn ich merke, der Kopf will das so langsam abtauchen, das Bahn zieht so langsam an, dann geht es halt, kopft wieder ein bisschen hoch, der bleibt da oben. Da kannst du dann schon präventiv, sage ich mal, was machen, sodass es gar nicht dazu kommt. Aber das ist natürlich auch nicht das Allheilmittel, wenn das Pferd da jetzt den Kopf zwischen die Beine stecken will und mit aller Kraft und dich da oben runter holen will, dann macht es das auch so. Aber du kannst halt durch den Reiten schon, wenn die Idee aufkommt, also wir sind bei diesem Stichwort, lieber früh und wenig statt spät und viel machen. Also spät und viel wäre jetzt, das Pferd fängt jetzt an, ein Radio zu machen und du versuchst dann noch mit Kraft irgendwie den Kopf rum zu reißen. Weniger hilfreich, eher hilfreich. zu spüren, es kommt so langsam die Idee, da könnte mal der Puppe runterkommen und diese Idee, der gibst du direkt die Antwort, sagst, nope, das machen wir nicht, der Kopf bleibt oben. Das seht ihr auch manchmal in Videos, ja. Vielleicht buckelten dann, vielleicht kommt sowas häufig auch deshalb dann nicht zustande, ja. Weil ich die Idee schon erkenne und das lasse, ja. Und aber jetzt habe ich, Entschuldigung, so ein bisschen davon gesprochen, ja, so im Galopp und so, das ist dann auch häufig so bisschen aus, vielleicht auch aus Übermut. vielleicht auch aus, es ist so langsam anstrengend und so. Das ist was anderes, wie wenn dein Pferd wirklich in einer Situation ist, in der es Angst hat und so langsam überfordert ist. Wenn du dann einfach nur sagst, der Kopf bleibt oben, du buckelst nicht, dann ist das nicht die Lösung des Problems. Weil das Pferd ist ja immer noch in einer Situation, der sich unwohl fühlt und du verhinderst noch mehr, dass es deinen Körper irgendwie benutzen kann und das macht es dann auch noch schlimmer. Stattdessen musst du das Pferd dann eher aus der Situation rausführen oder ein anderes großes hilfreiches Tool ist Biegung. Ich etabliere das schon sehr stark vom Boden. Ich bin nicht der größte Fan aus reiterlicher Besicht, die Pferde da krass immer zu biegen und zu überstellen. Bin ich nicht der Fan davon. Für mich ist das aus einem anderen Grund. ich mal so, wie man das manchmal sieht, neben dem Pferd am Boden stehe, ich stehe dann so auf Gurtlage, weil da später auch das Reiterbein ist. Und wenn ich dann auf der rechten Seite beispielsweise stehe, dann geht es meine rechte Hüfte hin, wo gegen das Pferd, gegen die Gurtlage, wo so Schenkel lagen, wo mein Bein dann später wäre. Und da mache ich das Schaukel, ich mich mit der Hüfte so ein bisschen ins Pferd hinein oder vielleicht mache ich das dann mit der linken Hand auch noch ein bisschen. Und die rechte Hand geht greift den Strick entlang vorne zum Knotenhalfter in die Richtung und fragt an, kannst du mir die Nase darüber geben? Sprich, ich biege mein Pferd, aber ich biege es nicht aus körperlichen Gründen, die Bewegung zu beeinflussen, sondern ich biege es, den Fokus zu mir zu holen. Kannst du mit mir hier im Innen sein, sag ich mal? Kannst du mit mir Kontakt aufnehmen? Und da geht es auch, klar, muss man vielleicht ganz am Anfang da auch mal bisschen ziehen und ein bisschen den Druck halten, bis dann mal halt das Werk da nachgibt und sagt, wo geht's hin? da, okay, dann geht der Druck weg. Aber das muss sofort im nächsten Schritt schon dazu kommen, dass es eine Kontaktaufnahme wird. Deine Hand gleitet am Strieg dahin und fragt. Und diese Anfrage muss für das Pferd bedeuten, wir wollen Kontakt miteinander aufnehmen. Ja? Und das gleichzeitig dehnt das natürlich auch die Halslinie und der Kopf kommt eher natürlich ein bisschen runter als nach oben. Das macht natürlich auch hier, wir wissen es alle so, Parasympathikus und so Sachen, ja, das macht natürlich auch was mit dem Nervensystem des Pferdes über die körperliche Bewegung, das ist auch. Für mich ist es noch mehr in erster Linie dieses Zusammensein, Kontakt aufnehmen. Ja, und das etabliere ich. Dann steige ich auf, beim Aufsteigen habe ich auch schon die Nase zu mir, dass das Pferd mitbekommt. da, du, jetzt, ich gucke mir dir an, wie du das machst. Du steigst jetzt auf, ich kriege alles mit, ich bin voll an Bord. Und gleichzeitig hätte ich auch schon die Nase rum, dass wenn sich das Pferd bewegt, dass er dann auf einer Wolke sich bewegt, als irgendwo hingeht. Katastrophal ist es, wenn man mit jungen Pferden aufsteigt und ... man gar keinen Zugekontakt oder so da vorne hat und das Pferd noch in die andere Richtung guckt so ein bisschen, dann haben die sich manchmal schon, entweder haben die sich schon wirklich bewusst, weil sie sich jetzt unwohl fühlen in der Situation, weil sie wissen, das kommt jetzt diesen Aufsteigen schon weggebeamt und sind schon woanders und in dem Moment, wo du dich drauf setzt, können sie es dann nicht mehr halten und wollen dann auch ihren Körper in dieses woanders hinbringen, sprich durchstarten, wegbuckeln, da hingehen, ja. Oder sie aber nur gerade abgelenkt und kriegen es nicht wirklich mit. passiert? Und dann, dem Moment, wo du dich draufsetzt, denken sie, wo kommt denn das her? Und können sich dann erschrecken. Von daher, Fokus da, im Innensein, sei bei mir. Und beim Reiten ist es dann auch genauso. Dann kannst du entweder mal gucken, dass du wirklich auch ein bisschen in den Wolken reitest und so eine Biegung holst oder Biegung links, Biegung rechts, zu liegen beachten und so. Wenn du in einer Engstelle, in einer Situation schon drin bist. dann ist das schwierig. Aber wenn du vielleicht in einer strategisch gulten Situation bist, wo du merkst, hier ist es bisschen schwierig, aber ich habe hier so bisschen Platz und wir können es mal ein bisschen entfernen, aber es ist immer noch Erregung da, dann reitest du dein Pferd das ein bisschen. Dann reitest du es halt auch ein bisschen so, dass du diese Biegung anfragst. Ein bisschen inneres Bein, innerer Zügel, kannst du weich werden, kannst du bei mir sein, sehr gut, und andere Seite. Kontakt haben, kleine Aufgaben stellen dem Pferd, sich nicht festhalten am Pferd, sondern dieses weiche, gebogene Führen. Oder du reitest geradeaus. Und du merkst, es bahnt sich was an. Und dann kannst du, wenn du gerade ausreitest, nicht mit so Theoretisch würde es gehen, aber das ist dann nicht angemessen, irgendwie mit so viel Biegung reiten. Aber du kannst es mit ein bisschen machen, ein bisschen inneres Bein, bisschen die Nase zur Seite nehmen. Auch wenn das keine saubere Stellung und keine korrekte Biegung in diesem Moment vielleicht ist. Aber versuchen, diesen Gedanken zum Pferd durchdringen zu lassen, kannst du bisschen ins Innendenken, kannst du ein bisschen bei mir sein. Mein Bein Meine Hand, wie wir es vorher am Boden gemacht haben, als ich an deiner Seite stand, wir immer wieder geübt haben, Kontakt aufzunehmen. So führe ich dich dann dadurch. Und dann halt eine strategische Frage, wenn es nicht mehr geht, bevor es eskaliert, dann steige ich halt ab. Das ist ja nicht schlimm. Und das lässt sich halt auf ganz vieles andere übertragen. Und an dieser Zusammenarbeitskultur aber zu arbeiten, das ist auch einfach ganz, ganz, ganz wichtig. Ich höre das manchmal so, der buckelt immer aus Übermut. Dann denke ich mir, das ist meiner Meinung nach nicht gut. Wenn man fährt, ein bisschen den Popo hoch macht, ein Galopp. Aber ich merke, trotzdem noch dabei auf mich aufgepasst. Dann mache ich jetzt keinen Fass auf, zumindest wenn es ein junges Pferd ist. eigentlich finde ich das nicht gut. Ich sage es so, ist dein Job, mich sicher zu tragen. So wie es mein Job ist. gute Entscheidung zu treffen, dich aufzupassen und auf dich zu hören, wenn es nicht mehr geht. Das ist dein Job, mich sicher zu tragen. Nur weil du jetzt Hummeln im Hinterhast und hast Übermut, geht es trotzdem nicht, dass du da oben rumbuckelst. Das ist keine Zusammenarbeitskultur für mich. Wenn ich natürlich einen Araber habe und ich bin nur einmal in Woche am Stall und hole den dann raus und dann gehe ich hier diesen Weg los und denke, wir können entspannt Schritt reiten, dann darf ich natürlich diesen Anspruch nicht haben. Deshalb sage ich zusammen als Kultur, wir haben das kultiviert, gemeinsam, in einem Dialog. Es geht nicht darum, irgendeine Erwartung zu haben und die durchzudrücken. Es geht darum, gegenseitig eine Erwartung haben zu dürfen. Dass ich, man fährt, auch die Bedürfnisse decke. Dass ich, man fährt, auch Auslastungen hin und her und dafür sorge, dass ich das erwarten darf. Und umgekehrt gilt das eben auch. Ich darf das von meinem Pferd erwarten, dass wenn ich mir einen Teil dazu beitrage, dass es mich sicher trägt. Ja, das ist die Sache. deshalb sind natürlich viele kleine Nuancen und viele kleine Details. Und das ist natürlich eine lebenslange Aufgabe da, detektiv zu spielen, sein Pferd richtig zu erkennen, richtig einzuschätzen, die Zeichen richtig zu deuten. Aber das ist letztendlich der Schlüssel. Darum muss es letztendlich gehen. Genau. Eine Sache könnte ich vielleicht noch als Akutmaßnahme sagen, so Nase rum, dieses Biegungsding und so. Das kann man dann letztendlich halt noch steigern in einen sogenannten One-Range-Stop hinein. Also wenn ich auf erstmal... Also für mich ist es eigentlich immer so eine graduelle Abstufung. Ich reite geradeaus. Das ist schwierig vielleicht. Mein Pferd will vielleicht auch Gas geben und ich sag, naja, wir können es nicht zulassen, jetzt hier noch mehr Bewegung oder ja so. Dann fange ich an, so bisschen leicht die Biegung anzufragen. Die nächste Stufe ist vielleicht wirklich auf eine Volte zu gehen. Und wenn da dann die Eskalation kommt, dann kann ich halt natürlich die Nase noch ganz rumziehen, bis die Hinterhand einmal überkreuzt, ich hinten den Motor ausschalte und ich dann wirklich einen One-Rain-Stop gemacht habe. Das ist sozusagen der fließende Übergang dahin. Und dann da, wenn die Nase so rum ist und so in einer krassen, spontanen Akutsituation, das hilft natürlich auch, so einen Buckeln zu vermeiden. Aber dann muss natürlich der Sekunde oder nach der Sekunde, wo ich das verhindert habe dadurch, wenn ich es verhindern konnte. Also wie gesagt, wenn das wirklich will, dann ist es nicht legitim. Achtung, es ist nicht legitim, einfach nur jeden Buckelversuch damit im Keim zu ersticken. Geht übrigens auch nicht immer. Wenn ein Pferd sehr stark ist und wirklich denkt, stirbt gleich oder was auch immer, kommst du damit auch nicht mehr weit. Aber es ist nicht legitim, das damit zu drücken und zu denken, gut, so behebe ich jetzt das Buckeln. Wenn ich mal ein Pferd habe. was die Muster schon gelernt hat. ich meine Schuldigkeit getan habe im Training. habe wir haben jetzt wirklich gut daran gearbeitet, neue Muster zu entwickeln. Und jetzt kommst du aber, weil du wirklich eine echt mangelnde Zusammenarbeitskultur hast. Du meinst nur, weil jetzt hier gerade eine Kleinigkeit dir nicht passt, direkt buckeln zu müssen. Und ich dann mal denen kurz rumziehe, sag, jetzt hier, so machen wir es mal nicht. Dann ist das auch eine Strategie, an der Ursache zu arbeiten. Aber grundsätzlich ist es keine Arbeit an der Ursache, wenn ich einfach nur irgendwie das Buckeln an sich verhinde. Wenn ich aber ein netter Pferdebesitzer bin und mein Pferd nicht diese krasse Muster hatte und wir unterwegs sind und ich einfach spontan merke, krass, jetzt habe ich nicht gemerkt, wie wir in diese Situation reinkommen und ich durch so was das Buckeln verhinder, damit mir nichts passiert und ich dann in der nächsten Sekunde es schaffe, entweder geritten die Situation zu entschärfen, dass beide sich wieder wohlfühlen, dann ist gut. Oder ich danach einfach absteige, weil ich habe das Buckeln verhindert, dass ich nicht hier runter fliege und dann springe ich ab. Dann ist das eine andere Sache. Ich will nicht sagen, dass das immer dafür die Lösung ist. Geht an die Ursache. Versteht, was abgeht. Trainiert euer Pferd. Trainiert euch selbst darin, produktiv mit Situationen umzugehen, dass ihr mit jeder schwierigen Situation wachst und besser werdet und nicht nur irgendwelche schwierigen Situationen überlebt, damit ihr irgendwie einfach genauso weitermachen könnt. Okay. Alles klar. Man könnte noch viel dazu sagen. Aber ich denke so ist es eine halbwegs runde Sache. Hab viel Spaß. Geht raus mit euren Pferden und hört euren Pferden zu und lernt euch an eure Pferde kennen. Lernt eure gemeinsame Mitte zu finden zwischen Aichi Daichi und Militärstil. Findet eure gemeinsame Mitte.