Ole Merten: und begrüße dich zur zweiten Folge des Helping Horseman Podcasts. Du hast es vielleicht schon gesehen bei Instagram, wenn du da unterwegs bist. Ich hab euch gefragt, ich hab dich gefragt, was sind deine Fragen zum Thema Jungpferde trainieren oder eben halt auch nicht trainieren. Wir werden uns hier in dieser Folge jetzt mit den Fragen auseinandersetzen. Was müssen denn junge Pferde können und was müssen sie eben noch nicht können? Was sollte man mit ihnen machen oder vielleicht noch nicht machen? Was ist zu wenig, was ist zu viel? Welche Ansätze dazu gibt es? Und ja, untrennbar mit diesen Fragen ist ja auch das Thema Anreiten verbunden. Sofern wir davon ausgehen, dass wir jetzt hier von einem Jungpferd sprechen, dass eines Tages mal Reitpferd werden soll. Das ist ja gar nicht in Stein gemeißelt. Gibt ja auch Pferde, die sollen gar kein Reitpferd werden. Und gibt auch Pferde, die können kein Reitpferd werden. Ja, also wir gehen jetzt mal davon aus, dass es ⁓ ein Pferd gehen soll, das Reitpferd werden möchte. Und wissen natürlich gleichzeitig, dass es einen relativ großen Schnittmengenbereich gibt, den zukünftige Reitpferde trotzdem aber auch teilen mit Pferden, die dann mit dem Reiten nichts am Hut haben werden. Das Thema ist ein bisschen schwierig, weil es da die unterschiedlichsten Philosophien gibt. Es gibt komplett gegensätzliche, wie meistens, Ansätze zu diesem Thema. Die einen sagen, lass die Pferde bloß in Ruhe, die sollen ihre Kinderstube, ihren Kindergarten unbeschwert genießen. Das fängt schon früh genug an. Warte, bis du die wirklich starten willst mit dem Anreiten, und lass die da mehr oder weniger bis dann in Ruhe, damit die nicht schon im Vorhinein keine Lust auf den Menschen dann haben. Ja, so eine Abneigung entwickeln. die andere Fraktion sagt, ja, so früh wie möglich richtig loslegen, da hat man's am leichtesten. Und, Spoiler, meiner Meinung nach, es nie so einfach, das eine oder das andere extrem anzuwenden. Ja, meistens braucht das eine sehr differenzierte Antwort, ⁓ da individuell wirklich richtig zu legen. Und so ist es meiner Meinung nach auch hier bei diesem Thema. Wenn ich jetzt mal von meinem ... Idealzustand spreche, wie das Ganze laufen soll bei einem Reitpferd, einem Pferd, was zum Reitpferd wird. Dann sage ich immer, das Pferd soll am besten gar nicht diesen Punkt des Anreitens mitbekommen. Das soll so organisch natürlich sich einfach so dahin entwickeln, dass es einfach irgendwie passiert, ohne dass man diesen richtigen Punkt mitbekommen hat. eben halt nicht mit der Sprechstange. Diese Fraktion lasst die Pferde möglichst lange in Ruhe. Ja, der gehöre ich halt nicht an, weil ich immer sage, der Anspruch soll nicht von heute auf morgen komplett einfach vom Himmel fallen. Und auf der anderen Seite bin ich aber auch der Meinung, dass junge Pferde ihre Kinderstube, ihren Kindergarten, ihre Freizeit genießen sollen. Und das macht eben meiner Meinung nach diese große Kunst aus mit jungen Pferden. das alles immer im richtigen Tempo, in der richtigen Intensität zu machen, sodass man sich diese Pferde nicht verprellt und auf der anderen Seite, wenn dann irgendwann, ja, man doch miteinander so richtig loslegen will, dass einfach die logische Konsequenz ist, der logische nächste Schritt ist das, was halt mal einfach jetzt als nächstes so passiert, ja, ohne dass das irgendwie plötzlich vom Himmel fällt. Und das ist gar nicht so einfach, ja. Noch dazu muss ich hier jetzt dazu sagen, dass man das aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Einmal aus der Privat Sicht, ja, also ich als Privatmensch habe ein Pferd und möchte das vielleicht sogar selbst anreiten. Wie gehe ich da vor? Oder auf der anderen Seite meine Sicht als Trainer, der junge Pferde zum Anreiten in die Ausbildung bekommt. Das hat natürlich Insofern Auswirkungen, als dass wir über das Alter sprechen müssen, wann was passiert und vor allen Dingen, schnell das passiert. Ich nehme Pferde zum Anreiten immer erst, wenn sie mindestens vier Jahre alt sind. Und meistens sind die Pferde so vier Monate da. Manchmal geht es auch bisschen schneller, sind es nur drei Monate, wenn alles richtig gut läuft. Manchmal sind es fünf Monate, manchmal sind es sechs Monate. Aber meistens sind es so vier Monate. Und da kann ich euch sagen, diese vier Monate, auch wenn ich natürlich ... niemals was schneller machen würde, als sich das für das Pferd richtig anfühlt, sind intensiv. Da passiert sehr viel verdichtet auf sehr wenig Zeit. Und das ist natürlich eine ganz andere Nummer. Wenn ich vier Monate lang mit einem Pferd intensiv arbeite im Vergleich dazu, wie ich vielleicht als Privatmensch und ich bin ja quasi beides, ich bin ja Trainer und bilde die Pferde von anderen Menschen aus und hab aber selbst auch Jungpferde. Wie ich jetzt als Privatmensch oder du vielleicht vorgehe mit einem Pferd, was nicht zum Anreiten irgendwohin weggegeben wird für eine gewisse Dauer. Da kann das natürlich sich viel mehr auseinander dehnen. Das was im Rit in vier Monaten passiert, kann ich so strecken auf vier Jahre oder wie auch immer wie lang. Und das ist einfach eine andere, andere Vorgehensweise. Wie komme ich auf vier Jahre? Das ist natürlich auch nur so ein grober Richtwert. Also früher halte ich so oder so nicht für sinnvoll, aber ich tendiere sogar eher dazu, die Pferde erst fünfjährig aufzunehmen. Wie gesagt, ich gehe da immer ganz individuell vor und achte auf das Tempo des Pferdes. ich sage mal so, wenn jetzt bei Vierjährigen ist das immer so so eine 50-50-Angelegenheit, wie sich das für mich zumindest anfühlt. Wenn ich versuche, nicht mehr zu machen als Gutes für das Pferd. Dann gibt es manche Pferde, die sind vierjährig so weit. Da sage ich dann am Ende von diesen vier Monaten, die es ja meistens sind, krass, ja, wir können jetzt schon eine Stunde geritten unterwegs sein und das fühlt sich richtig gut an und das Pferd wächst daran und da wird kein Raubbau betrieben. Manchmal hat man Vierjährige, da können vielleicht eine dreistündige Wanderung machen. Der Kopf ist dann da bereit und der Körper ohne die Belastung aus dem Sattel. Ist auch schon kräftig und fit, aber ich merke beim Reiten, dass das Pferd relativ schnell unter mir so bisschen zu sehr nachgibt, kleiner wird. Ja, so das Gegenteil von groß und stolz wird. Ja, und dann ist es manchmal so, das ist dann so das untere Ende, das Skala mit so einem Vierjährigen im Britt. Dann ist es vielleicht so, dass ich mit drei Stunden wandern, aber ich vielleicht nur dreimal für fünf bis fünfzehn Minuten unterwegs drauf sitze, weil ich immer wieder absteige, weil ich das Gefühl habe so, hm, das reicht jetzt, Und das ist halt eben so bisschen die Sache mit diesem ab einem gewissen Alter loslegen und dann verdichtet auf so eine Beritzeit, weshalb ich eher sogar dazu tendiere, wenn man das halt auf die Art und Weise macht. da eher sogar noch bisschen länger zu warten und manchmal vielleicht sogar noch länger. Es ist ja natürlich auch bisschen rasseabhängig, wie schnell sich was bei welcher Rasse im Körper entwickelt und zusätzlich noch mal auf nochmal einer individuellen Ebene, ja, eine individuelle Frage, wie fit, wie weit das von Wachstum ist, ja, und wie reif es auch mental emotional ist, das jeweilige Pferd. Ja, also bei Vierjährigen ist da die Varianz in meiner Erfahrung Wahrnehmung durch meine Erfahrung heraus aus dem Brit viel größer wie jetzt bei einem Fünfjährigen. sind viel mehr Pferde schon viel weiter und da geht schon viel mehr. Es geht ja nicht darum, das möglichst schnell übers Knie zu brechen, aber auf der anderen Seite ist es natürlich auch Brit eine teure Angelegenheit, eine Dienstleistung. Da will man natürlich auf gar keinen Fall was zu schnell machen, aber es sollte natürlich schon auch möglichst viel bei rauskommen. Klar, ich geb mein Pferd nicht in Beritt vier Monate dafür, dass mir dann der Trainer sagt, die letzte Woche war dann bereit genug gewesen, da haben wir zwei Minuten drauf gesessen, hier hast du dein Pferd wieder zurück. Das bringt natürlich nichts. Natürlich würde ich auch jederzeit, so extrem hatte ich das jetzt noch nicht, sagen, der ist absolut noch nicht so weit, das bringt gar nichts, das jetzt zu früh zu machen. Bring mir den mal ein Jahr später oder so. passiert deshalb nicht, weil man sich vorher ... abgleicht und bisschen austauscht. Weil meistens ja auch du und alle anderen da draußen ... ... ihr fährt so bisschen kennen und das auch abschätzen könnt, wie weit ihr seid. Und ich habe jetzt noch mit niemanden zusammengearbeitet, der gesagt hat, das muss aber jetzt passieren. Also würde ich trotzdem ⁓ nicht machen, aber ... vielen Dank an euch da draußen. Ihr seid einfach tolle Kunden. Ihr wisst, was ich mache und wir passen zueinander. Und dann ist das ... im gegenseitigen Einverständnis. Aber man weiß es natürlich vielleicht trotzdem immer nicht so. Man sieht manchmal sein Pferd, denkt ja schon groß und kräftig, aber erst beim Reiten so spürt man das ja auch manchmal. Und das ist übrigens so oder so mein wichtigstes Barometer beim Reiten und so. Nicht nur, wenn ich jedes Mal zum Pferd hingehe, ja und es anschaue, was macht das einen Eindruck für mich, das so oder so, ja. Aber spätestens dann, wenn ich drauf sitze, das Gefühl ins Pferd hineinzufühlen, ja. Wenn das Pferd unter mir Lebensfreude, wenn ich da Lebensfreude, Energie, Elan spüre, wenn das Pferd größer wird und Raum einnimmt und er energetisch sich fortbewegt, ohne aber hektisch gestresst und verkrampft zu sein, dann sind das gute Anzeichen. Und wenn das umgekehrt, ich hab's ja eben schon gesagt, bisschen so, äh, ja, so ein bisschen, äh, kleiner wird und sich schleppt und äh, ja, das ist der Bereich, der dann nicht gut ist, ja, und das zu fühlen. ist ganz wichtig. Und das ist, ich, sehr guter Indikator. Einfach nur in allererster Linie danach zu gehen. Da kriegt man am allermeisten mit. So, jetzt haben wir aber echt einige Schritte übersprungen. Jetzt haben wir ja schon über das Alter gesprochen, indem man dann so dieses konkrete Anreiten vielleicht beginnen kann. Das war jetzt diese Trainerperspektive, die ich mal erwähnen musste. Und umgekehrt, das interessiert dich ja dann vielleicht noch mehr, ja. Was mache ich, wie gehe ich vor, wenn ich quasi der eigene Trainer meines eigenen Pferdes bin? Und da müssen wir natürlich jetzt noch mal einige Schritte zurückgehen. Und ich habe gesagt, wir steigen ein bei so einem Absetzteralter. Wie auch immer, wie alt dieses Pferd dann jetzt ist, sagen wir mal. Irgendwie sowas zwischen einem halben Jahr und ein bis eineinhalb Jahren so. In der Regel sind wir ja eher ein bisschen jünger. Und was mache ich dann? Und da müssen wir in zwei Kategorien unterteilen. Dieses, ähm, die zweite Kategorie, ich fang hinten an, ähm, das könnten wir machen, wir müssen es aber noch nicht machen. Und in dieser Kategorie muss ich wirklich ganz vorsichtig sein, ähm, dass ich nicht aus, weil ich so viel Lust habe und weil ich motiviert bin oder vielleicht auch übermotiviert bin, dass ich da zu viel mache, ja. Alles, was in diesem optionalen und top Bereich ist, Das mache ich wirklich nur in dem Tempo und nur dann, wenn ich das Gefühl habe, das kann mir spielerisch hier integrieren. Vor allen Dingen ganz am Anfang. Und der andere Bereich, der erste Bereich ist dieses Muss. Muss schon, meiner Meinung nach. Ist ganz wichtig. Pferde leben nun mal in der Menschenwelt. In menschlichen Umgebungen, unter menschlichen Bedingungen. ist nun mal so, egal wie naturnah die Haltung dann ist. Und diese Umstände bringen gewisse Erfordernisse mit sich. Und das wiederum muss uns sagen, diese und jene Aspekte sollten möglichst früh funktionieren. Das sind Sachen wie das Pferd lässt sich anhalftern, ist halfterführig. Das Pferd lässt sich überall anfassen. Das Pferd gibt die Hufe. Das Pferd lässt sich vielleicht auch einsprühen. Das Pferd kann eine Weile angebunden stehen. Und eigentlich auch das Pferd kann Anhänger fahren. Das sind sicherheitsrelevante Aspekte. Liegt ja auf der Hand. Also wenn die Hufe müssen irgendwann mal bearbeitet werden. Dazu muss man Pferd sich anfassen lassen. Dazu muss es die Hufe geben. Wir wollen das natürlich alle nicht und hoffen, dass es niemals vorkommt. Aber es kann passieren, dass ein Pferd nie die Klinik muss. Oder ich werde aus dem Stall rausgeworfen und muss umziehen. Mein Pferd muss dann Anhänger fahren. Mit dem Einsprühen geht es nicht nur ⁓ ⁓ Fliegenspray im Sommer. Sondern, ja, wir sind ja gerade auch in der Situation. Wir haben ja auch zwei Zweijährige gerade, die wir als Absetzer bekommen haben. der ältere, also der kleine, mein Wade, der ältere, der Willow, ist drei Monate älter, der wurde jetzt gelegt. Da muss die Wunde versorgt werden. Da muss er sich anfassen lassen und da muss auch mal was eingesprüht werden. Also diese Einsprühen auch deshalb relevant. Und diese Dinge müssen halt einfach funktionieren, gut funktionieren. Natürlich könnte ich sagen, wir kriegen das schon irgendwie hin, wenn dann alle paar Wochen mal die Hufe bearbeitet werden. Wenn ich das jetzt üben würde, das wäre halt mega stressig, dann machen wir das halt irgendwie während der Bearbeitung, kriegen wir das schon hin. Aber man muss natürlich auch immer fragen, also erstens mal für den Bearbeiterdorf, zweitens für dich als Besitzerdorf und drittens, was für das Pferd stressiger ist. Also stressiger, das mal bisschen zu üben. Und diesen Stress in kleinen, verdaulichen Häppchen. abzuarbeiten, sodass es eben nicht mehr stressig ist oder halt das Pferd in Ruhe zu lassen und dann halt eine große stressige Aktion liegt auf der Hand. Aber ich weiß, dass viele Menschen da so bisschen in der Zwickmühle sind, so wie ich es ja auch eingangs gesagt habe. Man will dem Pferd nicht die Pferdekindheit nehmen und zu viel machen und so. Aber solche Sachen, ja, es wird nicht leichter mit der Zeit und es legitimiert sich ja auch einfach daraus, dass es fürs Pferd stressfreier dann alles funktioniert und es halt auch einfach höchst sicherheitsrelevant ist. Also diese erste Kategorie Dinge die funktionieren müssen. Ja da legitimiert es sich durchaus ja mehr das mal relativ straight zu machen aber auch da natürlich immer so soft wie möglich zu sehr im Tempo des Pferdes wie möglich aber wenn dein Pferd eineinhalb ist und gibt immer noch nicht gut Hufe dann ist es vielleicht aus Perspektive des Pferdes ein gutes Tempo weil es halt keine Lust hat, Hufe zu geben, aber es ist nicht das richtige Tempo, das kannst du mir glauben. Also solche Sachen, je früher desto besser. Heißt jetzt nicht, dass du dein Pferd als Absetzter bekommst und du sagst, in der nächsten Woche, da müssen wir hier alles, das muss jetzt alles sitzen. Auch nicht, das ist aber nicht nötig. In kleinen Häppchen da rangehen und das spielerisch üben und dann ist das auch einfach nicht problematisch. Aber es gehört halt auch folgendes dazu. Das, was ich jetzt aufgezählt habe, sind relativ technische Methoden. Ja, rufegeben, führen, einsprühen und so. Ja, muss man explizit vielleicht auch irgendwie dann halt wirklich mal üben. Aber viel wichtiger ist das, was du von Tag eins auch schon machen solltest, wodurch, wenn du das richtig machst, diese technischen Aspekte einfach aufgrund eurer Beziehung schon überhaupt nicht mehr so diese Themen sind. Das ist Die Thematik Rollenverhältnis. In welchem Rollenverhältnis steht ihr zueinander? Und wenn ihr da ein richtiges Rollenverhältnis entwickelt und dein junges Pferd möglichst direkt lernt, in welchem Rollenverhältnis ihr da zueinander zu stehen habt, dann ist alles andere schon viel leichter und viel stressfreier. Rollenverhältnis, ich spreche da immer von einem dynamischen Rollenverhältnis, weil ich natürlich keine Lust darauf habe. immer in der gleichen Rolle zu sein. Immer der beispielsweise, ich bin immer der Chef und du bist immer mir untergeben, habe ich keine Lust drauf. Aber immer der beste Kumpel zu sein, ist in manchen Situationen auch nicht das Richtige. Von daher dynamisches Rollenverhältnis im Sinne von sich in der richtigen Situation dem Pferd richtig präsentieren, sodass ihr ein angemessenes Zusammensein für die jeweilige Situation habt. Und ich bin selbst jemand, Ich geb es zu, ich vermenschliche meine Tiere total. Für mich sind das meine Babys, meine Kinder. Ich bin der Papa von meinem Weight. So könnte man vielleicht auch bisschen psychologisch-kritisch nachdenken, ob das so perfekt ist. es ist nun mal so, und es ist vor allem deshalb nicht fürs Pferd zumindest mal problematisch, weil ich ... dieser Versuchung nicht erliege, weil ich den so lieb habe und ich sein Pferdepapa bin. Dann an wichtigen Stellen es zu unterlassen, Grenzen zu setzen. Weil das nämlich ein gutes Rollenverhältnis erfordert, dass man dann doch mal am richtigen Punkt konsequent ist, konsistent ist, Grenzen setzen kann und klar ist. Wenn ich auf der Wiese liege und damit den Pferden kuscheln und zugucke und so, dann bin ich in der Rolle des Papas, des besten Freundes. Ja, des romantischen Träumers ist ja auch vollkommen in Ordnung. ist Null Anspruch da. Und solange, wenn der da kommt und an meinem Hut rumzuppelt und so Sachen macht und ich mich nicht dabei bedrängt fühle, sondern es süß finde, ist es auch vollkommen okay. Wenn ich ihn dann dabei anhalfte und wir gehen über den Hof und dahinten ist dann irgendwas Gruseliges, ja, dann muss ich parat sein in der Rolle des souveränen Anführers. ich sagen, alles klar? tritt mal einen Schritt zurück, ich regle es für uns. Das beinhaltet auch, dass wenn er denkt, ich muss wegrennen, so, ich sage, nee, bleib hier, aber keine Angst, wir gehen auf Abstand, wir machen es zusammen. Oder wenn er denkt, bis eben war das cool in deiner Situation, als du mir hier die Hufe ausgekratzt hast, da hatte ich zufälligerweise selbst gerade Lust, als kleines Pferdchen, aber da hinten ist ein Schmetterling, jetzt will ich was anderes machen. Und rums, ich geh jetzt weg. Muss ich dazu in der Lage sein zu sagen. Ist ja schön, dass du jetzt gerade diese Situation hier maßgeblich anders gestalten willst. ich sag dir schon, also ich sage dir, in welchen Situationen du gestalten kannst und wann nicht. So, hier geblieben, entspann dich. Und das ist halt einfach wichtig. Und was halt auch wirklich dazugehört, ist dieses Thema Raum. Also Pferde kommunizieren über Raum und auch wenn du es nicht denkst. kompensierst immer über Raum. so dieses Thema Bedrängen und so Sachen, ja. Ich sag immer, meine Pferde ziehen mir die Leckerlis aus der Tasche. Die bedrängen mich den ganzen Tag. Aber immer nur so lang, wie ich da Lust drauf habe, ja. Und wenn ich sag, so, jetzt reicht's und jetzt ist das unangemessen und ich merke gerade, ähm, das Pferd versucht über diese kommunikative Dimension Raum. ähm, gerade so ein bisschen zu checken, wie sehr es die Situation gestalten kann. Und ich grade merke, dass es unangemessen ist, dass es halt einfach nicht geht oder was auch immer, dass mein Pferd gerade hier die Situation gestaltet, weil wir vielleicht grad ... einen Spaziergang machen oder vorne ein Auto kommt. Und wir jetzt mal hier stillstehen müssen am Straßenrand und so Sachen, ja? Dann muss ich das merken an mir, muss so sagen, nee, jetzt mal nicht, ja? Und, ähm ... Das ist natürlich total verlockend bei so kleinen Pferd. Noch dazu, wenn man sich als Pferdemama, Pferdepapa empfindet, da halt auch dieses Rollenverhältnis nicht, ja, wie soll ich sagen, zu romantisch zu gestalten, weil das beide dauerhaft nicht glücklich macht. Und ich kam ja jetzt deshalb auf dieses Thema, weil ich gesagt habe, dass diese ganzen Sachen, die sitzen müssen, dann indirekt eigentlich viel leichter werden, wenn das klappt. Und das ist das Allerwichtigste. Dieses Rollenverhältnis von Tag eins an richtig zu gestalten, extrem liebevoll, extrem verständnis. Dem Pferd sagen, ich höre dich, ich verstehe dich. Dem Pferd signalisieren, du darfst auch mitgestalten. Aber gleichzeitig, wenn es drauf ankommt, bin ich für dich da. Wenn es zu bunt wird, dann setze ich Grenzen. Diese Grenzen werden dann auch eingehalten. Und du musst manchmal nicht alles verstehen. Es ist ja auch eine Menschenwelt, kannst du nicht alles verstehen als Pferd. Ich verstehe es aber und du musst ... mir vertrauen, dass wenn ich sage, jetzt mal hopp, dass mal hopp gemacht wird. Ja, und du darfst mir auch vertrauen, dass ich nicht ausnutze. Aber wenn ich sage, dann gilt das halt einfach. Und das auszubauen, das sorgt halt einfach dafür, dass Sachen funktionieren, die sicherheitsrelevant sind, die wichtig sind. So, und jetzt haben wir komplett ganz lange hier über diesen Bereich gesprochen, Sachen, die funktionieren müssen. Eine Sache, müsst ich vielleicht eurer Leute in dieses Thema anbinden. natürlich extrem vorsichtig sein ganz am Anfang. Wir wissen das Nackenband und so, wie empfindlich das noch bei Jungferden ist. Also nicht von einfach von jetzt auf gleich anbinden und gucken, was passiert. Natürlich das angemessen üben. Aber es ist für mich ein wichtiger Faktor. Und da kommen ja manchmal Stimmen, sagen so, ⁓ ja, anbinden, ist erlernte Hilflosigkeit. Also ich sehe es so. Es ist ein sehr, sehr großes Spektrum auf der positiven Seite dieses Spektrums. steht, ich finde Ruhe, Sicherheit und inneren Frieden dadurch, dass ich die Situation annehmen und akzeptieren kann. Und das ist beispielsweise so etwas, wenn ein Pferd gelernt hat, ich sag mal, wenn das Pferd dann groß ist, spätestens, ja, wobei unsere Kleinen können das auch jetzt schon locker, easy peasy, mal eine halbe Stunde angebunden stehen. Ich bin angebunden, dann weiß ich, ich nehm's an, ich darf chillen. Das ist das positive Ende des Spektrums. Das negative Ende des Spektrums ist erlernte Hilflosigkeit. Ferd macht die Erfahrung, dass es egal ist, kann sich auf den Kopf stellen, mit den Ohren wackeln, es wird sein Schicksal 0,0 verändern können, auch wenn es ihm dadurch komplett dreckig geht. Also drei Tage angebunden ohne Foto an Wasser. Ferd weiß, dass es nichts mehr ändern kann in der Situation erlernte Hilflosigkeit. Und die Sache ist halt, diesem angebunden Stehen, ein ganz kleines Häppchen, wir haben die dann immer rausgeholt und hab so halbangebunden den Strick durch die Öse und das Ende festgehalten und dabei geputzt und gekrault und positive Erfahrungen gemacht. Und das immer mehr softer reingekleiden lassen an diesem Punkt, wo das Fertigens so denkt, ⁓ ja, das war meine eigene Idee und jetzt würde ich die Situation gerne ändern. man dann so bisschen so, nee, warte noch mal kurz, ändert die Situation noch nicht, akzeptier's mal kurz, ⁓ ja, okay, jetzt, das war gut. Jetzt reicht es, okay, dann kannst du wieder weggehen. Und das immer bisschen weiter ausbauen, weil es sich halt auf alles, alles, alles, alles, alles andere auch überträgt. Und natürlich ist das richtige Master entscheidend. Und jetzt kommen wir in diesen Bereich nämlich von Dingen, die wechseln wir von Dingen, die klappen müssen zu Dingen, die klappen können, aber noch nicht müssen. Ich habe gesagt, der Idealzustand für mich ist, dass ein Pferd gar nicht diesen Punkt mitbekommt, wie es angeritten wird. Und dass der Anspruch nicht von heute auf morgen vom Himmel fällt, aber auch, dass Pferd nicht zu früh verprellt wird und sich immer denkt, wenn der Mensch kommt, dann ist immer doof und ich bin doch eigentlich noch so klein, warum muss ich denn schon so viel? Und das ist natürlich hoch individuell und erfordert ja auch ein bisschen Selbstdisziplin, wenn man vielleicht gerade Lust hat, schon viel zu machen und halt auch Sensibilität, sein Pferd anzugucken und sich so denken, na ja, wie ist es denn jetzt? Wenn ich was mache, dann mache ich es auch richtig, dann mache ich es auch straight. Aber wenn ich mir gerade angucke, wäre das dann überhaupt das Richtige, das jetzt heute und so zu machen. Und dann natürlich, wenn man jetzt diesen ersten Teilbereich abgehakt hat und dann sagt, das klappt jetzt hier alles schon so mit dem hier putzen, anfassen, angebunden blibla blub, man sich fragt, könnte ich mehr machen, zu gucken, dass man immer organisch das weiterentwickelt. Dass dann, wenn dieses anreizfähige Alter da ist, wo man dann so langsam wirklich mal so bisschen reiten kann, dass es dann sich so langsam dahin organisch aufgebaut hat, dass es einfach nahtlos ineinander übergeht. Aber am Anfang dieses langen, schleichenden, jahrelangen Prozesses, das fährt wirklich noch Kindes und nicht zu viel gemacht wird. Ich kann jetzt mal so bisschen uns als Beispiel nehmen mit unserem Wade und Willow. Willow ist jetzt gerade zwei geworden. Wade wird jetzt zwei, der ist drei Monate jünger. Als mein kleiner Wade kam, da hab ich den schon auch, ja, so einmal, vielleicht auch zweimal, so ganz am Anfang rausgenommen, wo der noch nicht so eine Herde kannte, da dachte ich, ja, dann lernt er auch, dass ich so bisschen Teil seiner Herde bin und wir haben kleine Spaziergänge gemacht. Wie gesagt, nicht so lang und manchmal war es auch nur an der Hand grasen lassen und wieder wegbringen und ihn lieb anlächeln und manchmal ... Da haben wir uns so gedacht, da hinten ist ein kleiner Wiesenhügel, da klettern wir hoch. Ich feier dich ab. Oben grasen wir noch mal unsere Sachen. Da sind wir total zusammengewachsen. Als wir den gekauft haben, da dachte ich eher, wär so eine Schissbuchse. So ein Ängstlicher, der wollte sich nicht anfassen lassen von keinem. Ist immer weggegangen. Und so war es ja so. Dann war der ein, zwei Wochen da, da hab ich gemerkt, das stimmt gar nicht. Das ist voll der Souveräne, der nicht Bock hat auf Menschen. Und da musste ich mich schon ein bisschen einschleimen und hab auch auf dem Päder gerne Heu rauf einfach mit ihm Zeit verbracht. Der durfte einfach zu mir kommen und mich entdecken. So diese passiven Sachen, wo du nichts erwartest, da kannst du ja ⁓ nicht zu viel machen. Wenn er halt keine Lust hat auf dich, dann kommt er nicht zu dir und dann musst du es halt akzeptieren so. Aber ich musste ihn auch so bisschen schubsen so. Ja komm, wir machen jetzt schon was so. Wenn ich dich jetzt drei Jahre stehen lasse auf der Koppel als so ein Typ, der eigentlich grundsätzlich nicht so den Sinn von sich aus darin erkennt. etwas mit den Menschen zu machen, ... komm ich irgendwann ⁓ die Ecke ... mit dem Knotenhalfter und sag, so, jetzt wirst du angeritten. Und der denkt sich so, boah, Alter, dieser Mensch ist ja voll übergriffig. Und so hab ich mir den so bisschen ... ja, hab mich so ein bisschen ... eingeschmeichelt bei dem. Und gleichzeitig ist das natürlich unter meiner Aufsicht sozusagen ein bisschen passiert. Und als ich gemerkt hab, krass, wir haben da jetzt echt so eine Prägung ... Hingelegt habe ich auch bisschen weniger wieder gemacht. Ja und dann habe ich den vielleicht keine Ahnung. Vielleicht war ich da maximal einmal die Woche dann die stehen zur Aufzucht bei Freunden. Habe ich den dann rausgeholt und geputzt und betüdelt und wieder weg und dann vielleicht war ich alle zwei, drei Wochen mal eine Runde spazieren und so. Und jetzt wie gesagt sind die fast zwei Jahre alt und jetzt fangen wir mal so langsam an so alle paar Wochen, keine Ahnung, legen wir mal auf den Reitplatz irgendwie eine Plane und sagen ach komm. Hier, dürft mal die Ränder abgrasen und dann halft ihr euch mal an und dann geben wir mal die Plane rüber und machen vielleicht mal so einmal einen Handwechsel und ⁓ kannst du mal antraben? Und in der nächsten Einheit gucken wir vielleicht, eine Hütchen-Splalung zu longieren. Einmal durch für zwei Minuten und dann wieder weg und so Sachen. Jetzt fangen wir mit zwei Jahren so langsam an, Sachen zu machen, aber immer nur ums Mal... zu zeigen, ⁓ nicht wirklich zu trainieren. Genauso ist es auch mit diesem Anreiten, wenn man das so organisch auf diese Privatpersonen-Schiene macht, wo man das Pferd jetzt nicht zum Trainer gibt. Der Gullow ist mit seinen zwei schon ganz schön groß und proper, da steht ein schönes Pferd. Natürlich würden wir den niemals körperlich auf die Idee kommen, trainieren und den richtig anzureiten und so ein Kram, da halten wir überhaupt nichts davon. Aber das hat sich einfach ergeben. stand der neulich, hat seine Futterschüssel gegessen und wir waren da alle zusammen und der Hofbesitzer, Grüße gehen raus an den besten Stahlbetreiber der Welt, lieber Nils, der stand da auch dabei und der ist auch noch leichter als ich. Und dann er gefragt, soll ich mal so und wir so, ja, das ist eine gute Idee. Und dann hat er sich so bisschen über den Rücken vom Willow gelegt und mal kurz draufgesetzt, so fünf Sekunden und der Willow hat dabei seine Futterschüssel gegessen. Ja, so easy peasy. Ich würde sagen, ist jetzt zweijähriges Pferd angeritten worden. Aber das war einfach nur eine Minisituation. Aber es hat natürlich was gebracht. Wieder ein Teil der Normalität geworden. Das hätte jetzt nicht passieren müssen. forcieren es auch nicht. Und wenn das nächste Jahr überhaupt nicht mehr vorkommt, ist auch nicht schlimm. Aber keine Ahnung, dann geht man spazieren mit dem Pferd. Und dann ist er bisschen warm, man zieht die Jacke aus. Und dann trägt das Pferd auf seinem Rücken die Jacke mit. Also das sind so diese Kleinigkeiten, man da einfach mit einbauen kann. Aber so richtig trainieren, das muss man nicht. Und wenn du mir jetzt ein Video schickst, weil du mir das Pferd zum Anreiten bringen willst und wo du dann Dreijährigen da longierst und ich gucke mir das Video an und denke, boah, das Pferd hat voll Spaß drin. Ja, dem macht das gerade voll Spaß und so. Da denke ich mir, dann longiere halt ein Dreijährigen, übertreib es nicht, aber mach halt, ja. Und wenn du mir ein Video schickst, wo du einen Dreijährigen longierst und ich denke so, boah, der sieht überhaupt nicht so aus, als ob der jetzt da irgendwie als ob der das schon könnte oder Lust drauf hätte, dann würde ich sagen, mach mal lieber, mach mal was anderes so. Guck, ob du was anderes spielerisch integrieren kannst von dem, was dann irgendwann noch mal kommen soll. Also das ist halt die Sache. Es geht nicht so sehr darum, was man macht, sondern wie man das integriert. Und natürlich darf dann schon über die Jahre auch mehr Anspruch da sein. Wenn ich sage, wenn wir was machen und das fährt dann so Dann drei jährig sagst du, ja, nö, jetzt grad nicht. Ich bin der Meinung, das darf ich jetzt schon mal verlangen. Also, keine Ahnung, vielleicht machst du bisschen Bodenarbeit mit dem und machst eine liegende Acht ⁓ zwei Hütchen. Das kannst du mit einem Dreijährigen machen. Der will sich da jetzt nicht ums eine Hütchen rumschicken lassen und donnert dir voll gegen die Schulter. Dann darfst du da schon Konsequenz sagen, wir bleiben jetzt mal in der Übung dran. Das wird jetzt mal durchgezogen, mein Freundchen. Bald ist es ja so weit. Ja, wir erhöhen jetzt mal so langsam den Anspruch. Ist ja vollkommen legitim, solange man nicht wieder ins Durch-Exerzieren kommt. Also, schwierig zu beschreiben. Es geht weniger darum, was, sondern eher so bisschen dieses Wie mit Maß und Ziel. Über die Monate und Jahre ein bisschen steigern. Und natürlich ganz individuell gucken, was geht. Auch mit diesem Thema dann anreiten. Hochindividuell, auch rasseabhängig und so. Geht halt immer ⁓ alle Ebenen, ja. mental, emotional und körperlich. so, jetzt gucken wir auf eine Liste, ob ich nichts hier vergessen habe. Ja, so ein paar Fragen über Instagram, kamen, die waren dann so ein bisschen zur Pferdehaltung, Jungpferdehaltung. Das müssen wir heute mal noch so ein bisschen ausklammern. Aber ich hoffe, ich habe so ein paar Fragen für diese Jungpferdesache beantwortet. Man könnte jetzt vielleicht noch, dass diese Frage kommt tatsächlich häufig, beantworten. Ja, Ole, ich will dir ja dann mein Pferd in Beritt geben. Was muss ich denn bis dahin, was muss er denn können? Da denke ich mir immer oder sage, ich habe schon 5-Jährige gehabt, die kamen mehr oder weniger komplett roh. Da hatte ich überhaupt kein Problem damit, das klappte richtig gut. Das Problem ist immer eher, das Pferd wirklich roh zu behalten, das roh zu lassen. Weil Pferde lehren ja immer im menschlichen Kontakt. in beide Richtungen lernt Pferde immer. Es ist ja eigentlich total schwierig, dem Pferd keine Erfahrungen mit dem Menschen zu vermitteln. Und wenn man da nicht aufpasst, sind es halt schnell auch die falschen Erfahrungen. Also ich glaube, es ist gar nicht so einfach, ein fünfjähriges Pferd mir rot zu übergeben. Weil du bist ja immer in diesem Modus, du willst zwar nicht trainieren, aber du willst dir auch keine komischen Sachen einschleichen lassen. Und wenn du dann ein Pferd, was du eigentlich noch nicht trainieren willst, an der Hand hast und das sagt, ich will da jetzt rübergehen und Gras essen und du gerade da mit dem irgendwie in der Hofeinfahrt stehst, wo Autos fahren, ja, dann kannst du dich ja nicht da rüber zerren lassen. Geht nicht. Das heißt, du musst deinem Pferd vermitteln, hey, wenn du am Halfter bist, dann zehrst du mich nicht durch die Gegend. Und schwupps, bist du dann vor der Herausforderung gestellt, schon was mit dem zu machen. Und wenn du dann merkst, hm Das ist jetzt irgendwie ein Thema geworden, was ich nicht einfach so geregelt kriege. Ja, dann sollte es vielleicht beim fünfjährigen Pferd schon mal bisschen Bodenarbeit vorher gemacht haben, bevor das ein Thema geworden ist. Und solche Sachen. ich sag dann immer, du musst wirklich nichts können. Ich brauche keine konkreten Vorbereitungen. Aber wenn du optimal vorbereitet sein willst, dann solltest du es schaffen. eine halbe Stunde, eine Stunde, vielleicht auch zwei Stunden mit deinem dreijährigen, vierjährigen Pferd spazieren zu gehen. meine, Schritt ohne Reitergewicht kannst du ja ganz viel machen. Ohne dass es irgendwie eskaliert zwischendurch, ohne dass das Pferd mega gestresst ist. Also wenn du an dem Punkt kommst, dann ... ist schon richtig gut, dann kannst du schon richtig viel, weil das so viele Sachen der Inklusive und das ist übrigens eine Thematik, also du müsstest niemals auf dem Reitplatz irgendwas gearbeitet haben mit deinem Pferd, ⁓ das zu erreichen, mein Wade, der kann das auch so, ja, wir sind einfach rausgegangen und spazieren gegangen von Tag eins an, so ab und zu mal, Und, also, ich will darauf hinaus, dass du ganz wenig mit einem jungen Pferd so explizit schon vorbereitend trainieren musst. Du aber auf der anderen Seite auch schon ganz viele intensive Erfahrungen mit dem gehabt haben darfst. Schon viele Abenteuer erlebt haben kannst. Ich meine, durch die Natur im Schritt zu laufen, ist ja wohl das Natürlichste, es gibt für ein Pferd. Und wenn du dann dabei bist und ihr euch irgendwie so ein bisschen als Zweierherde empfindet, was soll daran verkehrt sein? Du machst dabei nichts kaputt und im Gegenteil, du bereitest... ganz viele Sachen vor, die total wichtig sind. Volle Rollenverhältnis, für das Handling, für das Zusammensein, auch für die Bewegung separat. Ich meine, über irgendwelche Feld- und Waldwege zu laufen mit einem Jungpferd, die Bewegung ist ja auch gut. Und da, finde ich, darf man ruhig was machen. Wenn ich jetzt beim Weight spazieren gehe, der ist jetzt zwei Jahre, wie gesagt, ich komme da aktuell auch nicht so häufig dazu, wie ich es gerne hätte. Das ist vielleicht mal alle zwei, drei Wochen, mache ich mit dem Spaziergang, so eine Stunde. Wenn es mal zwei Stunden sind, dann sind es mal zwei Stunden so. Oder wenn es mal nur eine schnelle kleine Runde ist, es auch so. Wir haben, wie gesagt, das relativ schnell erarbeitet, unser Rollenverhältnis zueinander. Aber am Anfang hat man das auch gemerkt. war ich dann mal zwei, drei, vier Wochen, haben wir das nicht gemacht. Und dann habe ich dann schon gemerkt, der kleine Lümmel hier, guck mal hier in der Hand. Da macht er aber ganz schön Molli. Da testet er gerade schon mal wieder, ob das wirklich noch so war, wie beim letzten Mal, als wir das besprochen hatten. Da sage ich natürlich, Freundchen, ja, komm, ihr, benimmt dich wieder, alles gut. ja so ist brav so machen wir das jetzt ja und immer mal wieder daran erinnert und mittlerweile ist er er dropps einfach gelutscht also was das angeht ist die ausbildung abgeschlossen bevor sie offiziell begonnen hat sage ich mal ja und ja damit ein bisschen fingerspitzen gefühl rangehen unterstrich habt euch einfach liebt übertreibt es nicht geht mit keinem falschen ehrgeiz an die geschichte dran aber verbringt ⁓ Zeit ohne Druck und Anspruch miteinander. Und wenn du was machst, dann mach es mit Klarheit und wenig Zweifel. Versuche authentisch dabei zu sein. Guck dir vielleicht doch an, wie die Pferde untereinander in der Herde das machen, wie dein Jungpferd mit anderen Pferden umgeht, wie die anderen Pferde mit deinem Jungpferd umgehen und wie da so Herdedynamik funktioniert. Und dann versuchst du einfach einen guten Umgang mit deinem Pferd zu finden. Und wenn du dein Pferd dann selbst anreiten willst, wirst du dann natürlich in den Monaten, bevor du dann so vielleicht konkretere Ideen entwickelst, auch konkreter in den Vorbereitungen und schleicht das alles schon mal so bisschen mehr mit ein, dass der Anspruch nicht vom Himmel fällt. Und wenn du dein Pferd in den Britt geben willst, dann machst du dir in die Richtung ein bisschen weniger Stress und konzentrierst dich einfach darauf, dass ihr tolle Wanderungen und Spaziergänge zusammen machen könnt, die stressfrei sind und beiden Freude bereiten. Also, schwierig, das so auf konkrete Sachen runterzubrechen, weil das halt wieder wie so häufig ⁓ ganz viel Bauchgefühl und individuelles Eingehen auf das Pferd geht. Aber ich hoffe, dass ich so bisschen Orientierung geben konnte und freue mich darauf, dass du wieder in der nächsten Folge dabei bist. der kommt ja Hi, Wadey Wadey Wadey! Hallo mein Freund, hallo! Oh, ich hab dich vermisst. hab dich vermisst.