Ole Merten: Hallo und herzlich willkommen zur vierten Folge des Helping Horseman Podcasts. Wir haben den 7. Juni 2026 und ich sitze wieder wie in letzten Folge auf der Veranda. Wieder schönes Wetter. Ich finde, das hat sich irgendwie bewährt. Und für alle die, die das Video hier sehen, bitte wundert euch nicht über meinen fertigen Gesichtsausdruck. Ich bin nämlich direkt zurückgekommen gerade von einer größeren Tour. Das waren vielleicht maximal 13 Kilometer nur, aber es war abenteuerlich. Mit meiner Annie, die jetzt ja seit vier Wochen erst da ist, sind 95 Prozent der Strecke zu Fuß gegangen auf so eine richtig hohe Bergkuppe rauf und ich kannte die Route nicht. Ich habe mir morgens gedacht, ich will mal wieder was anderes sehen und habe dann auf meinem Handy in der App. Ähm, kommen immer die Fragen, was ich da verwende. Ich verwende Auto-Active, gibt aber auch irgendwie Commode und noch ähnliche Sachen und äh darin hab ich dann ähm ne Route erstellt auf der Karte und hab das dann äh, es war ⁓ schon auf meinem Handy, hab das dann aber synchronisiert mit der App von meiner Uhr und dann hab ich quasi die Route auch auf meiner Uhr, so mach ich das immer. Und das ist mega cool, musst du an jeder Kreuzung, machst einfach nur so hier, guckst in welche Richtung gehts, siehst direkt die Karte auf der Uhr und weißt Bescheid. so war ich vorbereitet. Wir sind hingefahren, 20 Minuten mit dem Anhänger, hat die Annie auch super gut gemacht und dann sind wir los, die Bergkurve rauf und das war schon relativ anstrengend. Und was ich halt nicht wusste war, oben auf dem Bergrücken mussten wir ziemlich lang entlang, weiß ich nicht, drei, vier Kilometer und ein Drittel, fast die Hälfte. dieser Strecke oben auf den Berg rücken. Der wunder, wunderschönste Wanderweg, den ich seit langem gesehen habe. Einerseits, das ist der Vorteil, andererseits der Nachteil. Das war quasi ein durchgängiges Geröllfeld. Steine von Faust groß bis Medizinball groß. Also wirklich extrem schwierig. Allein schon zu Fuß. Und da bin ich mit meiner Annie durch und Also da hab selbst ich mir gedacht, ⁓ was mach ich hier gerade? Die Sache war, ich kannte das hier in der Region echt nicht, dass es mal so kleine Stellen gibt, wo mal so paar Steine liegen. Okay, gut. Aber ich hab wirklich nicht damit gerechnet, dass das nicht mehr aufhört. Ich bin dann gelaufen und gelaufen, wir sind da durchgeklettert. dachte, aiaiaiaia. Und es war auch nicht direkt von Anfang an so mega schlimm. Es wurde immer schlimmer. Irgendwann, als mir das dann aufgefallen ist, als ich dachte, so, ⁓ es ist wirklich eine gute Idee, hier lang zu gehen, hab ich dann so den Gedanken gehabt, aber wenn wir jetzt rumdrehen, erst einmal das Rumdrehen an sich hier in den Steinen, diese enge Wendungenhöhe wird schon schwierig und dann müssen wir es ja wieder alles zurück. Na komm, das wird schon nicht so lange sein, dieses Kröllfeld. Wir gehen jetzt mal weiter. Und das hat aber abwartlich aufgehört. Ich hab dann wirklich ganz regelmäßig Pause gemacht, wir sind ganz langsam Schritt für Schritt dadurch. Das hat so lange gedauert. Das war so anstrengend auf allen Ebenen, körperlich und emotional. Meine Annie, die hat das so toll gemacht. Sie hat mir wirklich leid getan. Hätte ich eine andere Option gehabt, das irgendwie zu umgehen, oder hätte ich gedacht, wenn wir zurückgehen, dann ist es nur ... nicht ganz so lang, dann hätte ich das wirklich gemacht. Aber wir standen wirklich da drin gefangen. Ich dachte, so scheiße, was machen wir jetzt? Ich dachte, wenn die sich hier irgendwie ... was anschlägt und ja irgendwie eine offene Wunde hat oder umknickend irgendwas dick ist, das wäre richtig scheiße. Aber ich wüsste jetzt wirklich nicht außer einer Hubschrauberrettung, was wir jetzt hier machen sollten. Also durchgeatmet, langsam gemacht, Annie immer wieder zwischendurch an den Blättern knabbern lassen, essen lassen, dass sie auch merkt, wir machen das in ihrem Tempo. richtig locker, richtig easy peasy und die Annie, die ist aus Bremen zu mir gekommen. Ich glaube nicht, dass sie da jemals schon irgendwelche Abhänge und steilen Sachen und geschweige denn solche Geröllfelder gesehen hat. Also trittsicherheitstechnisch habe ich das ⁓ schon gemerkt in letzten vier Wochen. Da haben wir uns da von Null auf, wer weiß wie hoch, recht schnell gesteigert, aber das war der Gipfel. Also das krasser geht einfach nicht. Und sie ist kein einziges Mal panisch geworden. Und sie hat es einfach geschafft. ich war so froh, als wir dann da raus waren. danach hatten wir dann noch, weiß ich nicht, fünf Kilometer oder so, wieder zurück zum Anhänger. Dass sie nicht gelaamt hat, dass nichts dick war, dass nichts angeschlagen war. Also wirklich krass. Hochachtung an dieses Pferd. Ich hätte es ihr wirklich erspart. Das war jetzt kein Komm-Abenteuer. Scheiß drauf. Ja, das war krass. Und jetzt bin ich eben gerade erst nach Hause gekommen. hab was schnabuliert, hab mich selbst mal gestärkt, aber ich merk schon, hu, hu, hu, hu, hu, hu, an mir gezehrt hat. Aber auf eine positive Art und Weise. Das einzige, was mich jetzt belastet hätte, wäre, wenn wir uns da wirklich ein Auer geholt hätten oder so. Ja, aber so sind wir da durch und das muss ich auch noch dazu sagen. Klar, hätte ich das jetzt nicht in Kauf genommen, ich das gewusst hätte, aber in gewissem Maße versuche ich mir, das ja wirklich auch gezielt zuzuführen. Diese authentischen Abenteuer und Herausforderungen, weil ich davon überzeugt bin, weil ich das immer wieder spüre mit den Pferden, wie diese echten kleinen Herausforderungen nochmal auf einer ganz anderen Ebene zusammenbringen. Sich irgendwo mal so bisschen zu verirren oder so. Ja, klar. Wir wissen alle, dass wir auch abends wieder zu Hause sein werden. Ja, so krass kann man sich hier in Deutschland nicht verirren. Aber so dieses kurze Gefühl von, weiß nicht ganz genau, wo man ist. Man muss sich da so bisschen durchschlagen und fährt. Trag mich jetzt mal, während ich mich halt jetzt hier wirklich mal ⁓ die Navigation kümmern muss. Wir müssen jetzt mal zusammenarbeiten oder halt eben schwierige Stellen, Gelände und so Sachen oder keine Ahnung. Man fängt irgendwelche Pferde ein spontan und sagt dann, ich muss jetzt auf dich verlassen. Du musst es jetzt machen, weil ich muss mich darum die anderen Pferde kümmern. Hatten wir auch schon gehabt. Oder Arbeit mit Rindern und so Sachen, wo diese authentischen, echten, wir brauchen uns gegenseitig Momente da sind, die sind unbezahlbar. Das bringt dann noch mal auf einer ganz anderen Ebene zusammen. So, das war jetzt eine Exkursion abseits vom eigentlichen, Exkursion heißt das, abseits vom eigentlichen Thema, worum es heute gehen soll. Aber das muss ich jetzt mal direkt vorwegschießen. Da könnte man auch noch mal eigene Folgen zu diesem Aspekt machen, aber Heute soll es eigentlich gehen ⁓ das Thema Raum und Grenzen. Und das kann man ja auf die verschiedensten Arten und Weisen begreifen. Im wörtlichen Sinne Raum, ich bin jetzt hier auf dem Reitplatz oder wo auch immer und da gibt es einen Abstand zur Bande, zum Pferd, so ein Raum, aber auch im mehr übertragenen Sinne von persönlichen gefühlten Zonen und bei den Grenzen ist es genauso. Und warum ist dieses Thema so wichtig? habe ich es sogar, falls ihr es lesen möchtet, Eco-Magazin Anfang des Jahres, das war die Januar-Ausgabe, einen Artikel zum Thema Raum geschrieben. Es ist ein großes Thema, wo nicht nur Interesse besteht, sondern wo meiner Meinung nach ein gigantisches, kommunatives Potenzial drinsteckt. Und warum ist das so wichtig? ich habe ja ganz viel. Aktuell mache ich ja wenig Online-Betreuung. Ich mache ja, nee, ich sage es anders. Als ich noch sehr viel Online-Betreuung gemacht habe, war das Dauerbrenner gewesen. Jetzt bin ich nicht mehr in so direkten Kundenkontakt mit so vielen unterschiedlichen Leuten aktuell. Aber ganz oft, wenn ich im Kontakt bin, ist es auch da Thema. Thema Losreißen. Thema, ähm, ja, rennt mich über den Haufen, äh, Thema geht durch, ähm, ja, so diese ganzen Sachen. Und das sind die offensichtlichen, ja? Das lässt sich noch weiterführen in die viel weniger offensichtlichen Sachen. Mit anderen Worten, das steckt überall mit drin. Dieses Raumthema, das ist sowas von bedeutsam, das glaubt man gar nicht. Warum? Für mich ist Raum eine kommunikative Dimension. Sowas wie für uns Menschen. Verbal, das ist eine Dimension. Man kann aber auch Zeichensparungen machen, das wäre eine andere Dimension. Man könnte es auch ein bisschen einfacher ausdrücken. Raum ist ein Kommunikationskanal. Und Pferde kommunizieren ultra krass über Raum. Sie geben Raum, sie nehmen Raum, sie verwalten Raum. Krass. Wir Menschen eigentlich auch, aber wir sind aufgrund unseres verbalen Dings, lassen mal lieber drüber reden, ja, so ein bisschen weniger geübt darin, über Raum zu kommunizieren. Aber ich sag das mal so, wir kennen alle diese Leute, die mit uns sprechen und die irgendwie so ein ganz anderes Gefühl von Nähe haben und die für unseren Geschmack einfach viel zu nah sind. Und man will unbeköhnlich irgendwie so zurücktreten, sagen, äh, das ist mir irgendwie zu nah. Da merkt man dann so so Alltagssituationen, wie das auch bei uns noch eine Rolle spielt. Und in jeder Unterhaltung, wie wir mit jemanden führen, egal, in jeder Interaktion spielt Distanz oder das Gegenteil Nähe eine Rolle, ob wir das jetzt bewusst wahrnehmen oder nicht. Aber wir kommunizieren auch irgendwie immer darüber, nur halt Wir als Mensch unter Menschen in der Regel, so beobachte ich das, viel weniger bewusst. Die Sache ist aber, unsere Pferde kommunizieren ultra-bewusst darüber. Für die ist das ein ganz wichtiger Kommunikationskanal, Raum. Und wenn sie mit uns über Raum kommunizieren und wir, das ist eine positive Fall, unbewusst, intuitiv die richtigen Antworten geben, dann ist alles in Ordnung, aber das Probleme oder die Probleme kommen halt ganz oft, wenn wir nicht, wenn wir uns nicht intuitiv, wenn wir uns nicht bewusst machen, wenn wir nicht über diesen Kommunikationskanal Raum unseren Pferden die richtigen Antworten geben. Und dann entstehen die Probleme, weil das Pferd fragt dich was und es kriegt keine Antwort und es kriegt die falsche Antwort. Oder geht davon aus, dass es von dir eine gewollte Antwort gewesen ist. Aber hättest du es bewusst getan, hättest eine andere Antwort gegeben. Da kommen diese viele, viele, viele Probleme her. Und jetzt hab ich die ganze Zeit davon gesprochen, dass es da ⁓ Probleme geht. geht nicht nur ⁓ Probleme, die sich darüber beheben lassen, es geht auch ⁓ noch mehr Schönheit im Zusammensein, die sich da rausholen lässt, die sich befreien lässt, beleben lässt, aktivieren lässt. werden wir halt eben über Raum richtig kommunizieren. Ja, und jetzt hatte ich ja am Anfang gesagt, geht ⁓ Raum und ⁓ Grenzen. Man könnte quasi verbindend sagen, ⁓ die Grenzen von Räumen. so, werden wir mal ein bisschen konkreter. Dann stellen wir uns mal vor, äh, eine Beispielsituation. Wir haben irgendeinen Raum, ja, der klar eingegrenzt ist, sowas wie ein Reitplatz oder ein Roundpan, wie auch immer. Und da steht dein Pferd drin und da stehst du drin. Dann gibt es einmal den Raum, wir sammeln jetzt mal alles zusammen, dann gibt es einmal den Raum, in dem ihr euch befindet. Also sprich alles was abgezäunt ist von der Bande des Reitplatzes oder des Round Bands. Ihr seid in diesem Raum drin. Dann gibt es deinen persönlichen Raum. Vielleicht könnte man da auch nochmal differenzieren, verschiedene Zonen. So bisschen so dein Individualbereich, so deine Mindestgrenze, ja, also dein Raum, direkt ⁓ dich herum ist, wo du sagst, das ist so, hier in diesem Raum, da möchte eigentlich nur ich drin sein. Da fühl ich direkt etwas, ja, wenn etwas in diesem Raum ist. Dann könnte man das vielleicht noch bisschen weiter ausweiten. Ja, so der Raum, in dem du, da könnte man ganz viele Sachen machen, ja. Die Grenze des Raums, du bist, wo du riechen kannst, bis wo du sehen kannst, bis wo du hören kannst. Bis wo du vielleicht auch Schwingungen wahrnehmen kannst. Dann der Raum ⁓ dich herum, in dem du dich bedroht fühlst, wenn da jemand reinkommt und so Sachen. Das ist einmal für dich, diese ganzen Sachen. Und dann das Gleiche für dein Pferd. Das heißt also dein Pferd und du, seid in diesem Raum des Reitplatzes. Und jeder von euch beiden hat noch seinen Raum, seine Räume jeweils ⁓ sich herum. Und dann Das ist noch die zusätzliche, letzte Ebene. Kommt es dann noch darauf an, wo ihr jeweils im Raum positioniert seid. Das hat alles eine Wirkung. und viele Probleme fangen dadurch an, dass wir im Gegensatz zu unseren Pferden, die das halt ultra gut können, die das quasi die ganze Zeit immer machen und können, viele Probleme fangen an, wenn wir Raum nicht wirklich gut wahrnehmen. Es fängt immer wie bei allem eigentlich im Zusammensein mit anderen Lebewesen an oder mit sich selbst auch an, erstmal Sachen wahrzunehmen in jeder Situation, gerade in den besonders wichtigen Situationen, zu spüren, zu fühlen, was hat es hier gerade mit diesen Räumen auf sich, wo sind die Grenzen meines Raumes, wo sind die Grenzen des Raums meines Pferdes und so weiter und so fort. Das erst mal wahrzunehmen, nur wahrzunehmen, das ist schon mal ganz, ganz, ganz, ganz, ganz wichtig. Und dann im nächsten Schritt kann man so etwas formen. Und deshalb fange ich halt immer mit der Freier-beit an, wenn ich neue Pferde habe, weil dieser, Raum, natürlich kommuniziert man ja dabei auch nicht nur, also nur über Raum, sondern auch über Energie. Aber weil Pferde ganz stark über Raum kommunizieren, fange ich in der Freierbeit an, weil man das da richtig gut machen kann. Es bauen sich ganz schnell Distanzen auf, es kommen Nähen zustande, man kann sich im Raum so oder so positionieren, dass man Räume absichtlich verschließt, dass man Räume absichtlich öffnet und wenn die Pferde das merken, dass du diese Räume spürst und diese Räume bewusst gestaltest, ⁓ mit dem Pferd zu kommunizieren, dann ist das meistens total schnell dieser Aha-Effekt beim Pferd so, ⁓ guck mal, der kann mit mir reden. Und der spricht ja zumindest bisschen meine Sprache. Ach, da können wir ja einen Dialog anfangen. Amher, siehste. Und wenn ich dem Pferd dann noch das Richtige sage, sodass wir anfangen, diese Kommunikation, durch den Kommunikationskanal Raum unsere Beziehung aufzubauen, zu formen, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Und problematisch ist halt, wie gesagt, wenn du dass alles unbewusst, ich will nicht sagen falschmaß, aber wenn du es unbewusst nicht gestaltest und dadurch halt dann dein Pferd ist nach seinem Ermessen gestaltet und das dann dann vielleicht dabei etwas rauskommt, was für euer Zusammensein in der Menschenwelt vielleicht nicht optimal ist. So könnte man es vielleicht sagen. Ja, also wenn du das nicht bewusst gestaltest, dann gestaltet das dein Pferd bewusst und ja, das kann halt dann nicht optimal sein. Also für das Pferd schon, aber für dich dann vielleicht nicht. Okay, so, werden wir vielleicht mal so, ja, so bisschen konkreter. Wenn ich jetzt gesagt habe, es kann da zu Problemen kommen. Also, ich sehe das ganz oft, dass Leute so am Pferd stehen und, ja, haben ihr Pferd, stehen vielleicht sagen wir okay. Jetzt Beispielsituation. Pferd steht mit seinem Menschen. auf dem Reitplatz. Mensch hat sein Pferd am Strick, am Halfter. Und vielleicht unterhält sich der Mensch gerade mit einem anderen Mensch. Und dann beobachte ich, wie Pferd mit, äh, Mensch mit Pferd am Strick so ein bisschen so, immer mehr so seinen Oberkörper zurücknimmt, weil das Pferd die ganze Zeit mit der Nase da im Gesicht rumwühlt und so Sachen. Ja? Und der Mensch, ähm, geht halt nur auf diese kommunikativen Dinge ein, indem er irgendwie versucht, da diesem Pferdekopf aus dem Weg zu gehen, weil es ihm irgendwie zu nah ist, aber eigentlich unterhält er sich gerade mit dem anderen Menschen weiter. Das ist so eine Situation, man ganz oft beobachten kann. Was passiert da gerade? Der Mensch ist mit dem allergrößten Teil seines Bewusstseins in dieser Mensch-Menschunterhaltung mit dem anderen Menschen, der auf dem Reitplatz ist. Das Pferd checkt gerade, indem es seinen Kopf in den persönlichen Bereich seines Menschen nimmt ab, wie bewusst dieser Mensch gerade im Hier und Jetzt ist, in der Interaktion mit dem Pferd ist. Und der Mensch, der sich unterhält, der nimmt einfach nur den Kopf zur Seite. Und was kommt dann, was erfährt dann das Pferd darüber? Das Pferd erfährt, ja, Ich spüre ganz deutlich, dass es dem Menschen zu nah ist, ansonsten würde der seinen Kopf nicht beiseite machen. Der versucht ja irgendwie hier meine Kontaktaufnahme, meinen Testen aus dem Weg zu gehen, weil es ihm zu nah ist. er versucht diese Nähe wieder herzustellen, indem er weggeht, indem er seinen Kopf aus der Schusslinie zieht. Und das ist für das Pferd sozusagen die Freigabe. die Situation noch weiter gestalten zu können. Was auch immer dann dabei rauskommt. Ob das Pferd dann spontan losprickend sich losreißt, wenn es ein schon bekanntes negatives Muster ist. Oder ob es halt anfängt, noch mehr am Strick zu ziehen. Oder dann versucht die Grashalme auf dem Boden zu suchen und so. Das ist jetzt ein Setting, da kann wer weiß was bei rauskommen. Muss überhaupt nichts Schlimmes sein, aber nur mal so als ein Beispiel. Was wäre jetzt die Lösung gewesen? Was wäre besser gewesen? Also wenn ich jetzt der Mensch wäre, der sich da gerade mit einem anderen Menschen unterhält, mein Pferd macht das mit mir, dann würde ich auch keinen Riesenfass aufmachen. Ich möchte ja in dieser Unterhaltung mit dem anderen Menschen drin bleiben, möglichst sehr sozusagen mein Bewusstsein bei dem anderen Menschen behalten, weil das ist, was ich gerade machen möchte. Ich würde aber merken, was mein Pferd da gerade über Raum anfragt und würde ihm dann halt, sag ich, signalisieren wollen, hey du, Gedulde dich bitte nochmal gerade. Ja, ich möchte mich gerade noch bisschen unterhalten. Wie würde ich das machen? In dem Moment, wo das Pferd seinen Kopf rübernimmt und wirklich so in mein Gesichtsfeld kommt, in so meinen allernästen Nahbereich, in meinen persönlichen, ja, meinen personal space, würde ich, bevor das passiert, im Idealfall, quasi in dem Moment, wo das Pferd sich dieser Grenze dieses Raumes ⁓ mich herum nähert, würde ich diese Annäherung ablocken. Das muss kein Strafen sein. Das muss einfach nur ein angemessenes, ja, ich lasse das nicht zu sein. Und dann sagen, ich habe es mitbekommen, was du da gerade machen willst. Ich lasse ich aber hier nicht meinen Raum rein und dann würde ich mich sofort wieder abwenden und mich weiter unterhalten. Und wenn mein Pferd es dann vielleicht nochmal machen würde, dann würde ich über Raum kommunizieren, ich möchte gefälligst Distanz zwischen uns behalten, ich möchte mich hier gerade sicher fühlen, ich möchte mich nicht bedrängt fühlen, weil ich mich gerade unterhalte. Und würde das Pferd dann über die kommunikative Dimension Raum von mir ein bisschen wegschicken. Und nicht dadurch, dass ich auf das Pferd zugehe und das Pferd dann irgendwie rückwärts gehen lasse. Weil dadurch vergrößere ich ja nicht die Distanz zwischen uns, dann schicke ich mein Fett einfach nur rückwärts. Dann bin ich einfach nur Modus von, hey, du hast mich genervt, jetzt nerv ich dich. Das hat dann eher so bisschen was Strafendes, Da käme aber nicht die richtige Message darum. Mir geht es ja darum, mich nicht bedrängt zu fühlen. Ich möchte signalisieren, ich möchte meinen Raum gewahrt haben. Deshalb würde ich möglichst an Ort und Stelle stehen bleiben, weil da wollte ich ja nun mal stehen gerade und mich unterhalten. Und von da aus mein Pferd rückwärts schicken oder wegschicken, seitlich, wie auch immer, sodass Distanz zwischen uns entsteht. Ja, weil dann hätte ich das, was das Pferd über Raum angefragt hätte, durch Raum beantwortet. und wie gesagt, das ist natürlich immer geht einher auch mit dem Thema Energie. Dann geht es noch darum, mit welcher Energie ich das mache. Ja, eigentlich möchte ich ja quasi nur halt Eine anfrage Die ja vielleicht gar nicht extrem unhöflich gewesen sein muss vom pferd ja auch nicht unhöflich beantworten von daher würde ich das mit einer Versöhnlichen energie machen aber mit so klar dass es halt eben auch eintritt was ich da mitteilen möchte ja so und das sind so ultra kleinigkeiten das fängt bei allem an ja also nicht falsch verstehen ich sage immer meine pferde dürfen wir die leckerlies aus der tasche ziehen und mümmeln den ganzen tag an beruhigen und so Das ist okay, weil erstens mal der Dropster gelutscht ist. Wenn ich denen halt sag, jetzt nicht, dann akzeptieren die das und das bringt nicht mehr komplett unsere gesamte Beziehung durcheinander, wenn das halt mal in ein paar Situationen Und zweitens ... bin ich da halt auch sehr geübt, da drin. Weil worum ist ja, was ich wie schon gesagt habe, in erster Linie geht, ist es, das an sich selbst wahrzunehmen. Weil dann kommen nämlich immer diese Fragen. wie weit soll ich dann mein Pferd wegschicken? Oder wann soll ich mein Pferd wegschicken und so? Und dann gebe ich eigentlich immer die gleiche Antwort und sage, so dass du dich wohl fühlst. Und wenn mein Pferd gerade an mir rummümmelt und ich wirklich, wenn ich ganz bewusst diese Situation checke, wie fühle ich mich damit gerade und es wirklich für mich gerade okay ist, weil ich vielleicht selbst gerade diesen Kontakt auch gesucht habe und sage, komm mal her und so. Dann ist das vollkommen in Ordnung, weil das Pferd checkt das zu 100 Prozent, wie du dich da gerade fühlst. Besser als du selbst, deshalb musst du dich darin üben, dich zu fühlen. Und wenn es für dich wirklich okay ist, dann wird das Pferd auch keine falsche Antwort dadurch erhalten, wenn du das zulässt. Aber sobald du das Gefühl hast, das ist mir jetzt gerade zu viel oder ich jetzt will das gerade nicht oder was auch immer und das nicht wahrnimmst und dementsprechend dann nicht kommunizierst, dann bist du inkongruent. Dein Schwert spürt es, dass es dir eigentlich gerade unangenehm ist, aber du es trotzdem zulässt. Spürt quasi diese Inkongruenz, dass es nicht deckungsgleich ist. Dein eigentliches Gefühl und deine Wahrnehmung deines Gefühls und die Handlungen, daraus entstehen. Und deshalb Schicktern fährt dann von dir weg, wenn es dir zu nah ist. Schicktern fährt so weit von dir weg, bis es dir nicht mehr zu nah ist, bis es sich nicht mehr zu nah anfühlt. Und du musst auf mehreren kommunikativen Kanälen, aber wir sind heute beim Kommunikationskanal Raum, einfach ein Bewusstsein dafür entwickeln. In jeder Sekunde, wie du dich gerade auf dieser Ebene fühlst, und welche Antworten du durch diese Ebene, durch diesen Kanal gerade sendest und das bewusst steuern. Und dann hast du halt ganz ganz ganz viele Probleme eben nicht, weil ganz häufig ist es so bei halt diesen krasseren Problemen, dass, ja, fährt sich los, reist durch, geht dich über'n Haufen renten und so Sachen. Das Pferd halt schon ganz lange ganz viel angefragt hat über gewisse Kanäle und du halt dann aber eben keine oder halt die falsche Antwort gegeben hast und In dem Moment, wo du das wahrnimmst, ⁓ und plötzlich passiert das, ist eigentlich die Geschichte schon längst gelaufen. Deshalb ist das so wichtig. wir haben ja gesagt, es geht jetzt ⁓ Raum und auch ⁓ Grenzen. Man kann auch dem Pferd Grenzen setzen, sag ich mal, durch Raum. Das sind so Kleinigkeiten. Man geht spazieren. Und dann achte man wirklich drauf, wie fühlt sich das gerade an, wie fühlt sich die Nähe zu deinem Pferd an? Ist das gut oder nicht gut? Und ich ertappe mich da auch selbst immer mal wieder, dass man gerade eigentlich die ganze Zeit, man hat jetzt, ich dir dieses Video nicht sehen, dann fährt vielleicht rechte Hand am Strick. Und wie es einem latent zu nah ist, das Pferd schubst sich jetzt nicht und das Pferd läuft doch nicht komplett vor dir und so. Aber du merkst, wie so einen lauernden Schatten von hinten. Du merkst, wie deine Schulter vielleicht die ganze Zeit angezogen hast, deine rechte Hand so leicht nach hinten abgespreizt hast. Weil du spürst, dass das Pferd die ganze Zeit anklopft da an deinem Raum. Und wie das ja eigentlich schon zu nah ist. Und wie du das eigentlich verhindern willst. Aber dann bist du gerade in einem Modus von nichts halbes, nichts ganzes. Du ... gibst weder eine klare Antwort, hey, lass das. Will ich nicht, ist zu nah. Noch sagst du, es ist vollkommen okay für mich gerade und wir fließen einfach so miteinander dahin. Und wenn du dann, meistens sind das dann ja auch so Phasen in dem Spaziergang, in der Wanderung oder was auch immer, die sich nicht so genussvoll anfühlen, die nicht so gut sind, wo dann auch Fehler passieren. Wo dann übrigens, das ist ja ein Riesenschwanz, das Pferd, die, oder die Wahrscheinlichkeit, dass sein Pferd auf einmal sich erschreckt oder kuckig ist und so Sachen, wenn dann etwas auftaucht, größer werden. Weil dein Pferd fragt über Raum ja nicht nur an, hey, kann ich da mal ran an dich oder so Sachen, sondern dein Pferd fragt über Raum ja auch an, wie präsent bist du, wie sehr bist du im Hier und Jetzt? Nimmst du alles wahr? Ja. Anscheinend nimmst die Selbstkarte nicht wahr, weil du deine Bedürfnisse so bisschen nicht checkst, Wie sehr nimmst du die Situation wahr und wie gut kannst du die Situation gestalten? Und wenn ein Pferd halt eben wahrnimmt, dass da wenig Präsenz von dir da ist auf diesen Ebenen und dann etwas kommt, was eine potenzielle Gefahr darstellt, dann denkt sich sein Pferd so, so interpretiere ich das zumindest, ich bin kein Pferdegedankenleser, aber das ist so meine Erklärung dazu. Dann denkt sich dann Pferd. Scheiße. Jetzt passieren gerade Sachen. Es könnten Sachen passieren. Was ist denn hier die Lösungsstrategie? Was ist denn hier die Rettung? ⁓ Mein Mensch ist anscheinend nicht die Rettung gerade. Der kann ja nicht mal auf sich selbst aufpassen. Der checkt weder, dass ich mit dem kommunizieren will. Das anscheinend kein guter Kommunizierer. Der checkt nicht seine eigenen Bedürfe, die er auch nicht schützen kann. Wenn er nicht mal seine eigenen Bedürfen schützen kann, dann kann er wohl meine auch nicht schützen. Okay, Flucht. Losreißen. Ciao. oder Meistens ist das, ich wollt jetzt noch gerade sagen, oder rempel dich über den Haufen, aber meistens ist dieses über den Haufen rempeln noch mal der letzte verzweifelte Schrei nach Hilfe. Hey, ich frage über Raum an. Hallo, Klopfklopf, bist du da? Kannst du nicht irgendwas machen? Schafft es dann nicht, über den Haufen zu rennen? Merkt dann dadurch, ⁓ nee, noch härter kann ich nicht anklopfen. Mensch ist anscheinend wirklich nicht da hier in der Situation und ist dann weg. Genau. Entweder so diese Sachen oder auch so Sachen wie dann halt Gras essen oder links und rechts jemanden, ja, abseits des Weges auf die Wiese ziehen und so Sachen, ja, halt einfach so, da steigert sich einfach die Wahrscheinlichkeit, weil dann fährt merkt so, hm, hier ist wenig Präsenz da. Unter dem Strich geht es auch einfach darum, die Frage, wer gestaltet die Situation gerade, ja? Ähm, wenn dann fährt, merkt, über Raum anfragt, an den Grenzen klopft. nicht die Antwort bekommt, bleib bitte draußen, sondern die Antwort bekommt, mach ruhig was du willst in meinem Raum. Dann merkt, fährt, ähm, ⁓ der Mensch gestaltet die Situation ja eigentlich grade nicht maßgeblich. Ja, vielleicht nur zu 20 Prozent. Der hat mich zwar am Strick und führt mich durch die Gegend, aber eigentlich kriegt der nix mit und macht nix richtig und passt auf gar nix auf. Aber heiß ist ja, dass ich zu 80 Prozent die Situation gestalte, dann ist es natürlich auch total legitim, wenn ich jetzt hier ... irgendwo Gras esse oder woanders hingehe. Wenn du das aber bewusst steuerst und aktiv nutzt und dann signalisierst du, also mindestens mal zu 51 Prozent gestalte ich hier gerade die Situation, dann weiß dann, fährt alles klar gut, dann lass ich mich mal da durchführen. Jetzt habe ich gesagt, mindestens zu 51 Prozent situative Gestaltung wäre ganz gut. Das erkläre ich mal so. Stichwort Mitgestaltung wäre ich schon fast wieder eine eigene Folge, aber wir machen es mal im Schnelldurchlauf. Stell dir das vor, die Beziehung zwischen dir und deinem Pferd wie ein großes Haus mit ganz vielen Räumen. Und du bist aber da halt der Hausmeister oder der Hausbesitzer oder wie auch immer man sagen will. Und dann zieht mit dir zusammen dieses Haus ein. So WG-mäßig. Ja, halt euch dieses Haus. Und da musst du halt deinem Pferd sagen, okay, dieser Raum, dieser Raum, dieser Raum, dieser Raum, dieser Raum. Also da, wenn wir da zusammen drin sind, da machen wir wirklich nur, was ich sage. Ja, also da wird sich genauso benommen, wie ich das sage. Aber da drüben in diesem Raum und in diesen Raum, da können wir beide mitgestalten. Da kannst du mal was sagen, da kann ich mal was sagen. Und da der Raum und da der Raum und da der Raum, das sind Räume, da kannst wirklich du entscheiden. Ja, da mach ich voll das mit, was du machen willst. So erkläre ich das immer, weil es mir natürlich nicht darum geht, dass ich immer zu 99,999 Prozent die Situation gestalte und man fährt halt gar nicht, ja. Weil das ist ja natürlich auch nicht schön. Jetzt habe ich Deshalb eben so gesagt, eine Regel, zumindest mal 51 Prozent solltest du gestalten. Durch deine Präsenz klar machen. Ich gestalte, da drauf poche ich, mindestens zu 51 Prozent. Das ist halt die Sache mit Pferden, wo der Tropf schon sehr gut gelutscht ist, sag ich mal, ja. Wo die Beziehung schon sehr gefestigt ist. Da ist das ein gutes Modell für die meisten Situationen. gesagt, in anderen Situationen kann man es natürlich immer mehr so oder mehr so handhaben. Aber da ist es für die meisten Situationen gutes Modell. mit Jungpferden oder mit Pferden, die halt schon negative Muster entwickelt haben, an denen man eigentlich gerade arbeiten möchte, ist es nicht so das gute Modell, weil von 51,49 Prozent situativer Gestaltung das einfach mal so ein bisschen zu switchen, zu umgekehrt, das ist ja nicht viel, was ich da prozedural bewegen muss. Und dann ist es halt manchmal auf Messer Schneide und relativ heikel. Deshalb muss man dann schon halt manchmal ein bisschen mehr präsent sein. wenn man zum Beispiel ein ultrakrasses Gras-Ess-Problem hat. Und man dann anfängt, ein komplexes Regelwerk einzuführen. ich mach das teilweise so, auf längeren Ritten, dann hab ich die Regel, oder für längere Ritte gibt es bei mir manchmal diese Regel, dass Pferd, wenn ich zu Fuß gehe, darf unterwegs Gras essen, aber immer so dass kein Zug auf dem Strick ist. sobald es merkt, dass der Zug ist und ich den Strick noch zwei Zentimeter die Hand bisschen gleiten lasse, muss der Zug wieder weg sein, weil das Pferd wieder weitergeht. So im Gehen darfst du ihn so behabse nehmen und so Sachen. Als Beispiel jetzt mal. Das ist natürlich sehr heikel. Also da sollte ich, wenn ich eine krasse Grasfressproblematik habe, erst mal dieses situative Gestaltungsverhältnis mal wirklich mal zu 99,9 Prozent und 0,01 Prozent gestalten. Damit man fährt erst mal das akzeptieren lernt, jetzt mal kein Gras zu essen und das mal klipp und klar ist. Ja. Und wenn das wirklich gefestigt ist und ich dann rum experimentieren sage, okay, jetzt hier machen wir mal so ein knapperes Ding für einen Moment, wo ich das zulasse und mein Pferd das akzeptiert, dass ich das dann auch wieder beende, dieses knappere Ding, dann ist es okay. Ja, aber das ist halt die große Kunst. Ich möchte immer so viel Augenhöhe anstreben, wie es geht. Aber direkt da so ranzugehen ist halt manchmal mehr Verwirrung auch nicht fair fürs Pferd, weil das einfach auch erstmal lernen muss, wo es dran ist. So was ich auch unbedingt in dieser Folge noch sagen wollte ist, so diese, ich sag mal so wie diese härteren Oldschool-Pferdemenschen oder halt so Oldschool-Horsemanship-Leute, die lachen dann immer darüber, ⁓ ja heute guck mal hier bei der oder bei dem. reiß dich das Pferd los oder ach was die für Probleme mit dem Grasfressen haben und so hahaha guck dir an hier das die Heidschi Deitsch Leute. Das stimmt tatsächlich, dass diese bisschen mehr härteren Oldschool Methoden diese Probleme häufig nicht kennen, weil halt einfach da in diesem pauschaleren ich Chef und du nix dieses situative Gestaltungsverhältnis halt pauschal immer auf 99,9 Prozent und 0,01 Prozent ist. Da hast du halt diese Probleme in der Regel nicht. Aber du hast halt umgekehrt auch niemals die Chance auf ein harmonisches Miteinander, wo die Bedürfnisse auf beiden Seiten gesehen werden. Das ist die Sache. Und es gibt zwei Kategorien von Leuten in der Pferdewelt und wenige Leute, schaffen diese Mitte da zu finden. Es sind entweder die Leute, die halt wirklich nur die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen. Ich gestalte immer, Hauptsache ich hab's unproblematisch. Oder die anderen, und da muss ich sagen, ich, so empfinde ich das, die allermeisten Leute, mit denen ich zumindest mal zusammenarbeite und ich vermute auch die allermeisten Leute, die meine Follower sind, die sind eher auf die anderen Kategorie, die sehr stark das Pferd, die Bedürfnisse des Pferdes im Blick haben. und sehr wenig die eigenen Bedürfnisse. Und da muss ich sagen, meiner Meinung nach gibt es immer den goldenen Weg. Bedeutet für mich, es gibt immer den Weg, wie die Bedürfnisse von beiden gewahrt werden. Und das ist für mich der Schlüssel, weil habe ich auch die Tage mich jemand unterhalten und gesagt, ich bin lieber so. Ich möchte Harmonie ⁓ jeden Preis. Also ich gehe dann lieber Ruhe und sage nichts und ja, pass mich an, weil ich Harmonie haben will. Meine Meinung dazu war oder ist, das ist keine echte Harmonie. Das ist keine echte Harmonie. Harmonie gibt es nur dann, wirklich auf beiden Seiten die Bedürfnisse geachtet und gewahrt werden und man sich gegenseitig ⁓ die Bedürfnisse des jeweils anderen man sich kümmert. Das ist, meiner Meinung nach, Harmonie. Und da muss man aber auch erst mal hinkommen. Die Leute, die hauptsächlich die Bedürfnisse des Pferdes erkennen, aber nicht so die eigenen Bedürfnisse, bei denen passiert es halt total schnell, dass dieses Verhältnis der situativen Gestaltung so kippt, dass das Pferd halt pauschal immer mehr gestaltet, als sie gestalten. Wir leben halt nun mal in der Menschenwelt. Wie gesagt, ich deshalb dieses Modell dieser unterschiedlichen Räume, weil es soll natürlich schon auch mal Momente geben, wo das Pferd entscheiden kann. Aber wir leben an der Menschenwelt, wo es nicht nur gefährliche Situationen gibt, sondern wo es halt einfach Situationen in denen es doof ist, wenn das Pferd jetzt genau das machen kann, was es gerade machen will. Das funktioniert einfach nicht. Deshalb müssen wir als Mensch darüber bestimmen, wann, wer, wieviel gestaltet. Und wir müssen die Bedürfnisse verwalten. Und es geht nicht nur darum, unproblematisch durchzudrücken wie diese Oldschool-Leute. Aber manchmal, wenn das Pferd halt einfach systematisch dahinerzogen wurde, alles so gestalten zu können, wie es will und man jetzt den Spiel erst mal wieder rumdrehen muss, muss man halt auch mal klar sein, Grenzen ziehen. Ganz besonders auch über Thema Raum. und Harmonie muss man sich meiner Meinung nach mit seinem Pferd erarbeiten und es hat für mich auch etwas mit Verantwortung zu tun. diese Beziehung zwischen Pferd und Mensch, dieses Rollenverhältnis zwischen Pferd und Mensch, als Mensch so zu gestalten, dass Chance auf Harmonie besteht, dass beide gehört und gesehen werden können. Und wenn man aber immer nur das Pferd fragt, wie würdest du das jetzt gerade gestalten? Was ist dein Weg zur Harmonie? Was ist deine Idee? Was sind deine Bedürfnisse? Dann überfordert man halt auch Pferde, weil Man kann doch einem Pferd nicht den Vorwurf machen, wir gehen jetzt über die grüne Wiese und Gras ist geil. Pferd möchte Gras essen. Und wenn du körpersprachlich über Raum oder was auch immer kommunizierst... Du, also eigentlich bin ich gar nicht so präsent. Bring doch auch mal deine Ideen ein. Und das Pferd den Kopf runter macht und frisst, weil du ein bisschen am Strick ziehst, sagt, ich fress weiter, kann man doch keinen Vorwurf machen. Würde ich doch als Pferd genauso machen. Oder wenn wir gerade irgendwie, keine Ahnung, seit zwei Stunden über den Schotterweg gehen und da hinten wiehen gerade andere Pferde und es ist bisschen monoton gerade und als Pferd könnte ich auf die Idee kommen, auch guck mal da hinten, da sind ja andere Pferde. Du Mensch, dann geh halt alleine weiter, dann reise ich mich los und geh da hinten zu den anderen Pferden. Kann man doch keinen Vorwurf machen. Da darf man nicht enttäuscht sein als Mensch, nach dem Motto, warum hat mich mein Pferd nicht lieb und möchte nicht bei mir bleiben. Wahrscheinlich hat ein Pferd sich sogar ganz doll lieb, aber denkt sich halt gerade so, aber da hinten jetzt gerade bei den Pferden zu sein, ist ja jetzt einfach spannender. Geh ich mal hin, kann er wieder zurückkommen oder mein Mensch kommt da wahrscheinlich eben wieder hinterher. Mach ich jetzt mal. Ja, und das ist halt deine Verantwortung als Pferdebesitzer, das so zu gestalten, dass es funktioniert und die Bedürfnisse deines Pferdes gewahrt werden. Und das ist ein lebenslanger Job, das auszutarieren, ja. Da frage ich mich auch jeden Tag, war ich ein bisschen zu larifari, war ich ein bisschen zu streng, wie machen wir das Ganze hier, ja. So ist das. Ja, und wir hatten es ja eingangs von Raum und Raum steckt halt da bei allem mit drin. Wenn man fährt, ich hab's ja gesagt, so bisschen beim Spazierengehen, wenn man draußen unterwegs ist, wo ja viele Leute Probleme haben, die ganze Zeit über Raum anfragt und du über Raum nicht oder die falsche Antwort gibst, dann entstehen halt tausend Sachen. Das sind so Sachen. Also als Tipp, entwickle ein ganz, ganz, ganz starkes Bewusstsein dafür. Du fühlst es so oder so, ja? Du musst halt nur das in dein Bewusstsein hinaufholen, ja? Wie fühlst du dich auf dieser räumlichen Ebene? Wo ist dir was zu nah, wo ist dir was zu weit weg? Entwickelt das und sei dann klar. Ergreift die Verantwortung für deine Gefühle und dadurch, dadurch übrigens auch für die des Pferdes und sag, ja, zu nah, zu weit weg, komm mal weiter ran. Ich geh mal wieder weiter weg. Hier jetzt nicht. So. Und das in jeder Situation. Frag dich das immer. Wie fühlt sich das räumlich für dich gerade an? Zu nah oder zu weit weg? Okay, so. Könnte man wahrscheinlich schon ganz viele Sachen zu sagen, aber das ist das, was ich bereite mich ja genauso gut hier auf diese Podcast-Folgen vor, wie ich mich als Lehrer auf meinen Unterricht vorbereitet habe. Deshalb ist es hier immer alles relativ spontan. Aber ich bin halt auch relativ geübt darin, diese Sachen zu erzählen. Weil wie gesagt, 100 betreuen, da durchgegangen sind und man dann schon merkt, da die Themen sind, was das für Schwerpunkte sind. Und dass es ganz oft die gleichen Themen sind. Und dadurch bin ich auch geübt, diese Erklärungen zu liefern. Und war ich auch immer erstaunt, wie nachhaltig das funktioniert. WhatsApp-Betreuung war hauptsächlich ja so über Sprachnachrichten und so. wie gut die Leute das umgesetzt bekommen, nur durch diese erklärerischen Impulse. Also der Wahnsinn. das hat mich auch übrigens, jetzt nochmal ein kleiner Exkurs, wie mein aktuelles Angebot ist. Das hat mich auch sehr motiviert, das viel mit dieser Online-Betreuung zu machen. Aber ich muss es dann irgendwann ein bisschen einschränken wegen Schwerpunkten, aber auch, weil mir es einfach bisschen zu viel geworden ist, ja so viel über WhatsApp und Messenger zu kommunizieren. Und in dem Moment, wo ich das Gefühl hatte, dass ich für viele Sachen es verbal richtig erklären kann und es immer wieder erprobt habe und sich immer weiter herauskristallisiert habe, was da die richtigen und die guten und die funktionierenden Erklärungen sind und ich das dann immer nur wieder und wieder und wieder das Gleiche in vollendeter Form sozusagen erzählen musste, da hat mich auch bisschen die Motivation verlassen, muss ich ganz ehrlich zugeben. Auch wenn ich es noch so sehr mag, jemandem zu helfen, aber Ich bin überhaupt nicht der Typ für diese repetitiven Sachen, dieses, ja, wiederholt sich immer wieder, das kann ich einfach nicht. Und daraus übrigens ist dann der Gedanke entstanden, einen Online-Kurs, mittlerweile wird zwei, bald schon den dritten, zu gestalten. Weil ich dachte, jetzt bin ich ja so geübt, darin das zu erklären und noch dazu, also einmal das zu erklären und einmal richtig gut, ja, on point, zu erklären. Und das dazu mit Videos zu zeigen, das fand ich dann eine coole Idee. Und so ist dann quasi der erste Online-Kurs entstanden. Das war quasi diese ganzen kommunikativen, ich will nicht sagen Basics, weil das ja eigentlich hochkomplexe Dinge sind, aber diese, ich sag mal, die Kernaspekte der Mensch-Pferd-Kommunikation. so zu erklären und auch in Videos zu zeigen. Wir sogar eine Drohnenaufnahme gemacht, einmal in dem einen Kapitel von oben, wo man quasi von oben runter gefilmt sieht, wo ich mich räumlich positioniere und so, dass man das so sehr schön, wie so im Fernsehen, wenn man Fußball guckt oder so, also ich gucke kein Fußball, aber ihr wisst, was ich meine, das so sehen kann. Und das fand ich eine coole Sache. So ist es übrigens dann entstanden, genau, über ganz viel Online-Betreuung und das dann sozusagen verdichtet in den ersten Online-Kurs. Und dann, als ich schon mal dabei war, habe ich gedacht, jetzt machen wir weiter, zweiter Online-Kurs zum Thema Anreiten. Und genau, jetzt kommt demnächst, ich hoffe mal in nächsten zwei, drei Wochen der dritte Kurs zum Thema Geländereiten raus. Aber dieses Raumthema, das sage ich euch, das ist eine wichtige Sache. Das hat nichts damit zu tun, irgendwie besonders streng und hart sein zu müssen. Ich habe es erklärt, du kannst streng und hart sein und dann hast du halt auch schon wirklich, tatsächlich muss man sagen, viele dieser Probleme nicht. Aber wenn du halt pauschal einfach nur streng und hart bist, dann hast du halt auch nicht die Tür Richtung Harmonie offen. Aber es gibt den goldenen Und deshalb ist es für mich so wichtig, Raum zu verstehen. Was fragt man den Pferd denn eigentlich gerade über Raum? Und das zu beantworten, wie dieser Zusammenhang, wie vielen Leuten ist es eigentlich nicht klar, dass wenn dein Pferd gerade drängelt, klar, es kann drängeln, weil es gerade langweilig ist und da angeboten steht, nur neben dran schließt, sich unterhältst und ist gefragt, ich will was machen. Davon rede ich jetzt nicht. Ich rede von diesen ganz, ganz, ganz vielen anderen Situationen, hauptsächlich draußen, wo dein Pferd anfängt zu drängeln. Und wie vielen Leuten ist das nicht klar, dass dein Pferd gerade dann über das Drängeln kommunikativ, über Raum versucht zu fragen, ob du präsent genug bist. Ja, und wie wenigen Leuten ist klar, dass sie ihrem Pferd dann Sicherheit geben, wenn sie sagen, achte meine Grenze, du darfst nicht meinen Raum, weil sie dadurch die Präsenz aufbringen, die dein Pferd von dir gerade haben möchte, ⁓ zu wissen, hey, du kannst anscheinend auf uns aufpassen. Cool. So, also, wenn euch diese Folge gefallen hat, dann ist mir egal. Liked, kommentiert, abonniert. Macht es lieber nicht, geht lieber raus zu euren Pferden und erliebt was Schönes. Also bis nächste Woche.