Ole Merten: Hallo, hallo, herzlich willkommen zur sechsten folge des Helping Horseman Podcasts. sitze schon wieder hier und die Tillie, der Hofwund, besucht mich hier schon wieder in der gleichen Stelle. Annie steht hinter mir. Ich habe mich extra ein bisschen mit Abstand gesetzt, weil sie mir den Hut klauen wird, wenn ich zu nah am Zaun bin. Und die kleine Tillie, die ist hier. Ja, ja, ja. Ich habe schon wieder nicht ausgehalten, Podcast drinnen aufzunehmen. Da hätte ich ein besseres Mikrofon, aber ich hoffe, es ist auch so gut genug hier, wenn ich hier draußen sitze mit dem anderen Mikrofon, denn Ich habe jetzt stundenlang gerade am Schreibtisch wieder gesessen und meinen dritten Online Kurs geschnitten, den Geländereitkurs. Das ist ja so ein Mammutprojekt. Ich habe richtig Lust auf dieses Projekt. habe so, ich bin mit so einer Motivation da rein gestartet und die Motivation hält auch immer noch an. Ich muss mir jetzt genau gucken. Ich habe jetzt den Grobschnitt durch. Das sind, ich weiß es nicht, wahrscheinlich aktuell 30 Stunden Videomaterial oder so und das muss ich noch mal ein bisschen reduzieren, ist klar. Aber das ist auch einfach so spannend gewesen. Wir haben ja jetzt eine Trakena-Stute gehabt, wir hatten zwei Freiberger gehabt, wir hatten einen Araber gehabt, wir hatten eine Quarte Araber gehabt, wir hatten einen Tinker gehabt, wir hatten eine Spanierin gehabt, wir haben einen Spanier überlacht gehabt. So viele Pferde, die da mitgespielt haben in diesem Geländereitkurs und das waren ja fast alles Pferde auch, die ich quasi angeritten habe und dann nach 10 Minuten Reiterfahrung höchstens dann draußen direkt im Gelände geritten habe und wir dabei quasi dann halt das alles gefilmt haben. Also maximal authentisch, weil da ja wirklich auch noch krasse Sachen passieren. Was heißt krasse Sachen? Ja, das ist ja meine Trainingsphilosophie, dass eben keine krassen Sachen passieren, aber natürlich viele schwierige Situationen, die dabei sind. Und da jetzt Sachen rauszuschmeißen, das tut schon fast in der Seele weh. Aber man muss natürlich so bisschen zusammenschnüren, dass es dann auch für die Leute zu Hause irgendwie bisschen angenehm ist, sich anzuschauen. Auf jeden Fall saß ich jetzt gerade wieder stundenlang da. Ich hatte eigentlich die Dreharbeiten schon zum Jahresende letztes Jahr beendet. Hab dann aber im Laufe diesen Jahres einfach auch noch bisschen weiter gefilmt und häufig bin ich gemerkt, da sind gute Sequenzen dabei. Das mit meiner Kamera, die ich ja fast ⁓ mal dabei habe, die ich trage beim Reiten, einfach weiter mitkommetiert. So Social Media, Instagram, in den Reels sind das ja immer nur ganz kleine Ausschnitte, aber in Wirklichkeit sitze ich ja da und kommentiere dann ganze Ritte, ja, Dreiviertelstunde oder so durchkommentiert oder Sequenzen, wo ich dann irgendwie zehn Minuten Drab, Galopparbeit mache und so. Ich hatte es, wie gesagt, eigentlich schon beendet zum Jahreswechsel und wollte das dann durchziehen, wollte das schneiden und machen. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, in diesen Wintermonaten wo es so dunkel war, wo man dann doch mal mehr drin vom Ofen gesessen hat, da hatte mich so die Lust gepackt, mein Buch zu schreiben, dieses Kinderbuch für Erwachsene, diesen Abenteuerroman, dass ich dann irgendwie doch dieses Video-Online-Kursprojekt, also ein bisschen pausiert habe, das Buch geschrieben habe und jetzt ist das Buch hier draußen und wir fangen an jetzt hier den Kurs endlich mal fertig zu machen. Ich bin ein bisschen spät dran. Aber irgendwie, ich lasse mich da immer vom Herzen leiten. Annie, Benny, bitte hier nicht gegen das Tor poltern. Das war jetzt, so aus oder hat sich so angehört. Wir sind ja in einem Podcast. Als ob ich jetzt hier eine krasse Werbeaktion gemacht habe. Sollte es eigentlich gar nicht sein. Ich finde sowas immer, ich weiß nicht, egal. Aber ich möchte trotzdem darüber auch informieren, was so abgeht. Und ich habe das ja auch schon groß angeteasert, Geländereitkurs. Und bis jetzt kam er noch nicht ins Kommen, immer nachfragen, wann denn endlich. So, das ist jetzt hier das Update. Ich bin in den letzten Zügen und werde das jetzt in nächsten zwei, drei Tagen fertig schneiden, fertig strukturieren in Kapitel und dann fangen die Uploads an. Übrigens, diesmal schreibe ich auch wieder für alle schriftliche Zusammenfassungen so als Checklisten, ⁓ einen Überblick zu haben, so was ja schon groß und komplex ist dieser Kurs. Und dann geht es in die Uploads. Das dauert auch noch mal eine Weile, aber es dauert nicht mehr lang und der Kurs wird verfügbar sein. Genau, so ist das. Jetzt kommen wir mal zum eigentlichen Thema. Ich gucke auf die Kamera, vier Minuten zwanzig, gelabert und noch nicht zum Thema gekommen. Das müssen wir auch mal hier wieder ein bisschen beschleunigen. heute geht es ⁓ Risiken beim Reiten oder Risiken im Umgang mit dem Pferd. Risiken fürs Pferd und für den Menschen. Und da werde ich jetzt mal auf ein paar Sachen eingehen, die ich immer wieder gefragt werde. Das ist so bisschen ein rotes Tu für mich, dieses Thema. Deshalb äußere ich mich da so in Kommentaren und so. Ich kommentiere ⁓ wenig, aber bei Social Media so gut wie gar nicht dazu. Was meine ich konkret? Was sind Beispiele? Sowas wie Knotenhalfter oder Anbinden ab Knotenhalfter. Sowas wie Handschuhe tragen am Pferd. Sowas wie über schmale, enge Brücken reiten. sowas wie barfuß am Pferd rumturnen oder auf rutschigen Abhängreiten oder einen Helm tragen und so Sachen. Also ihr versteht, was ich sagen will. Risiken. So, ich kriege ja regelmäßig Kommentare. Das finde so cool. Also es fängt ja an. Man kann ja hier sagen, da gibt es Bereiche, die sind sehr sinnvoll, darüber zu sprechen und Bereiche, die sind weniger sinnvoll. Und wenn es so Kommentare kommen wie, wo sind denn die Handschuhe? Da musste ich erst mal fragen, als zum ersten Mal diese Kommentare gekommen sind, äh, hä? Wo... steht das irgendwo? Gibt es irgendwelche Kreise, in denen das normiert ist, Handschuhe am Pferd zu tragen? Handschuhe beim Reiten zu tragen? Ja, ich weiß es mittlerweile gibt es, aber es ist für mich total absurd. Für mich ist das total absurd gewesen. Ich so, hä? Wie Handschuhe? So das oder was ich total gerne mache ist, wenn ich auf dem Reitplatz bin, Sandboden mit den Pferden, Freiarbeit mache, barfuß unterwegs zu sein. Wie kannst du nur barfuß am Pferd sein? Und ich werde in Detail noch eingehen, was ich davon denke und wieso ich was mache oder nicht mache oder mit Pferden irgendwo zu reiten. Was auch ganz, ganz, ganz prominent ist, so Thema Knotenhalfter. Das können wir jetzt mal exemplarisch vielleicht mal rausgreifen. Welche Gefahren birgt das denn? Da könnte ich jetzt an dieser Stelle, weil da muss man immer ausholen, da muss man eigentlich immer kontextualisieren, ⁓ das möglichst realistisch, griffig, richtig darstellen zu können. Die Chance hat man ja auf Social Media jetzt in irgendwelchen Kommentaren nicht oder so. mache ich deshalb auch einfach gar nicht. Da wo ich nicht den nötigen Kontext liefern kann, ⁓ etwas gut zu erklären, da lasse ich es. Und hier kann ich das jetzt mal machen. So anbinden mit dem Knotenhalfter. Das ist ja maximal verpönt. Und ich sage jetzt noch nicht, ob ich das gut finde oder ob ich es nicht gut finde oder ob ich das mache oder niemals mache oder unter Umständen mache. Dazu äußere ich mich jetzt hier gerade noch gar nicht. Ich möchte jetzt nun mal, dass wir mal dieses differenzierte Denken gerade trainieren und anwenden und das mal jetzt im Zusammenhang mit Knotenhalftern anbinden. Was sind denn da die vermeintlich erhöhten Gefahren gegenüber dem Anbinden mit einem Stallhalfter? So ein Argument ist ja, ein Stallhalfter reißt, wenn sich das Pferd in den Strick lehnt. Und dementsprechend gibt das Halfter nach und das Pferd ist frei und kann sich nicht verletzen. Dazu muss ich sagen, also ich habe schon Pferde sich an Stahlhalftern aufhängen sehen und volles Rohr da reinballern sehen und da ist nichts gerissen. Habe aber auch schon Pferde gesehen, da ist was gerissen. Und dazu kann ich sagen, das hängt halt einfach ganz stark von der Qualität des Halfters ab. Häufig reißt bevor ein Halfter irgendetwas reißt reißt dann der Metallkarabiner. Oder man hat einen Panikhaken dran, der dann aufgeht. Aber auch nicht immer, manchmal gehen sie nicht auf. Häufig, wenn es so ein kleiner Metallkarabiner ist, dann reißt der zuerst, bevor irgendwas im Halfter passiert. Also diese guten qualitativen Halfter, das habe ich schon gesehen, dass das definitiv nicht reißt. Und wenn man sich das so anguckt von der Wertigkeit der Verarbeitung, weiß ich nicht, was da reißen sollte. Wenn man allerdings, also jetzt habe ich gesagt, dass der Metallkarabiner da reißen kann, Wenn man allerdings einen Strick hat mit einem stabilen Karabiner, da reißt auch schon wieder nichts. Also dieses Argument, ein Stahlhalfter reißt der und hat quasi Solpro-Stellen und deshalb ist das viel sicherer. Von der Seite her muss ich sagen, das ist für mich kein Argument, weil ich nicht extra irgendwelche schlechten Karabiner verwende und nicht mir irgendwelche sehr... in der Qualität minderwertigen Halfter kaufe, damit dann im Zweifel irgendwas kaputt geht. Und ich würde behaupten, die allerallermeisten Leute, die mit Stahlhalfter und Strick anbinden, die haben auch nicht extra darauf geachtet. Und wenn sie nicht extra darauf geachtet haben, haben sie in der Regel bestimmt irgendwelche Halfter, die da gar nicht so sehr nachgeben würden. also dieses geht zur Not kaputt ist für mich kein Argument. Wenn ich das will, wenn ich eine Sollbruchstelle haben will. Dann kann ich entweder einen scheiß Karabiner kaufen, aber das abzuschätzen, ob das jetzt ein Karabiner ist, der da jetzt irgendwie kaputt geht oder nicht kaputt geht, ist natürlich auch schwierig. kann natürlich, gibt's extra zu kaufen, irgendwelche Haken, die ich dann zwischen halfter und Strick mache oder an den Anbindehaken an der Wand dazwischen hänge und da Anbinde dann, so Karabiner oder Haken kaufen, die einen Breakaway-Effekt haben, die aufplatzen und kaputt gehen. Das kann ich machen. Ich kann Panikhaken verwenden, der sich hoffentlich löst und aufgeht. Und das ist die Variante, geht wirklich zu 100%, öffnet sich zu 100 % auf. Das Pferd hängt sich rein und auf einen gewissen Zug macht es blopp. Übrigens da Tipp, günstige Variante. Aber da gibt es auch Unterschiede, stabilere, weniger stabile. Man kennt das, wenn man so Muli-Strings hat oder Packpferde hat, die man alle aneinander bindet. Da bindet man nicht einfach. den Strick des hinteren an den Sattel des vorderen, sondern man macht dazwischen mit so Heuschnüren oder so, ja, macht man eine kleine Schlaufe, ein Ring und macht das dazwischen, weil die dann auch ab einem gewissen Zug reißen. Das wäre quasi einfach eine günstige Variante. Aber wie gesagt, da muss man gucken, da gibt es auch Schnüre, die reißen besser oder schneller und andere reißen weniger. Wenn sie weniger reißen, ist die Frage, ob sie dann wirklich einen Sicherheitseffekt haben oder nicht. So, das ist die eine Variante, wo man gezielt nachhelfen kann. Unabhängig jetzt von dem einen Halfter oder dem anderen, ja, Plop geht auf. Die andere Variante, gibt so Karabinerhaken, kann man sich selbst basteln, kann man auch kaufen, wo man den Strick beim Anbinden durchfädelt und wenn das Pferd sich reinzieht, ab einem gewissen Widerstand, aber ab einer gewissen Kraft, mit der sich das Pferd da reinhängt, gleitet der Strick dann durch diesen Haken hindurch Das Pferd kann zwar zurückgehen und in Panik ein paar Bewegungen machen, aber solange der Strick lang genug ist, wird es danach immer noch dastehen und der Strick ist nicht komplett los. Das finde ich die deutlich bessere Variante, weil da auch so ein gewisser Lerneffekt noch dabei ist. Pferd geht rückwärts, merkt, ist ein Widerstand, verletzt sich zwar nicht, aber hat sich nicht befreit dadurch. Muss ich natürlich auch alles verwenden unter Beaufsichtigung und ich sollte dann auch wissen, dass wenn das Pferd doch so weit sich entfernt beim Anbinden rückwärts geht in Panik und so, dass der Strick quasi ganz durchgerutscht ist und der Strick dann vielleicht einen Knoten am Ende hat oder irgendeine Verdickung oder so, die dann nicht mehr hindurchrutschen würde durch diesen Sicherheitshaken. dass dann quasi am Strickende dann doch wieder eine feste Verbindung, die sich nicht löst, vorhanden ist, sollte ich auch bedenken. Das ist der eine Effekt. Befreit sich, kann sich befreien im Panikmoment. Der andere Effekt, wie gesagt, da sehe ich keinen Vorteil bei einem Stallhalfter gegenüber dem Knotenhalfter. Ich binde auch Pferde häufig, man sieht es bei mir, mit diesen eben beschriebenen Sicherheitshaken mit dem Knotenhalfter an. Ja, hat einfach für mich praktische Gründe, wenn ich ein Pferd raushole und noch anbinde, weil ich es noch putze oder irgendwas mache und ich dann direkt danach mit diesem Knotenhalfter, mit dem ich die Pferde raushole, auch Bodenarbeit machen will, spazieren gehen will oder am Anfang die Pferde auch reite, dann will ich nicht die ersten Stallhalfter rausholen, anbinden, fertig machen und das Halfter wechseln jedes Mal und so Sachen. Das ist einfach in der Praxis für mich untauglich. Deshalb binde ich die dann zwar mit Knotenhalfter an, aber mit diesen speziellen Sicherheitshaken, die ermöglichen, dass der Strick da durchrutscht und dann deshalb sich das Pferd daran nicht aufhängen kann. Natürlich alles unter Beaufsichtigung. So und der zweite Aspekt, worum es geht und den finde ich schon viel entscheidender ist, wenn Zug auf das Halfter kommt, wenn sich das Pferd da reinhängt. entsteht ja Zug im Genick. Wir wissen alle hier Nackenband und so ist eine empfindliche Stelle verspäht und da ist natürlich ein Knotenhalfter von der Auflage im Genick viel schmaler, viel schneidender, viel penetrierender als ein breites Stallhalfter. Wenn es noch gepolstert ist, dann ist der Unterschied noch gravierender. Das heißt also, wenn eine Situation zustande kommt. in der das Pferd sich übelst ins Halfter hängt und Zug auf den Genick bekommt, ist das mit einem Knotenhalfter viel, viel gefährlicher, wie mit einem Stallhalfter. Das muss man definitiv so sagen. Und den Effekt, ist für mich viel, viel relevanter. Deshalb, wie gesagt, würde ich jetzt auch nicht ein Pferd mit Knotenhalfter fest anbinden, weil wenn es sich da reinhängt, ist es fürs Genick richtig scheiße. Aber man muss auch wieder andersrum sagen, nur wenn man es fest anbindet und das Pferd hat einen Stallhalfter drauf, heißt das auch nicht zwangsläufig, dass es komplett unproblematisch ist. Der Druck im Genick verteilt sich da nur besser. So und jetzt ist die Frage, dieses Druck verteilt sich besser, bedeutet das ist unbedenklich oder ist es nur ein bisschen weniger schlimm, aber wenn das Pferd sich so übelst reinhängt, ist es halt trotzdem noch schlimm. und darum geht es mir eben. Ich jetzt gleich noch mal anders ausholen, aber wir machen das ja an diesem einen Beispiel jetzt erst nochmal. Darum geht es mir, differenziert zu schauen, zu analysieren, was sind denn eigentlich die Gefahrenquellen. Wenn ich jetzt einen Knotenhalfter anbinde, wie gesagt mit diesem Sicherheitshaken, aber auch nicht jedes Pferd in jeder Lebenslage. Das hängt davon ab, wie ist die Anbindestelle, wie ist diese Anbindesituation da. kann der Strick zwar durch diesen Sicherheitshaken durchgleiten, aber kann er zusätzlich noch woanders hängen bleiben? Kann das Pferd den Kopf unter den Strick machen, eine komische Drehung machen, an anderen Sachen hängen bleiben? Was ist das für ein Pferd? Muss ich damit rechnen, dass eine Situation zustande kommt, die doof ist? Oder ist er relativ safe? Bin ich wirklich direkt unmittelbar neben dran oder nicht? und kann einschreiten oder müsste ich erst aus der Sattelkammer wieder rausrennen ⁓ die Ecke rum und könnte dann erst agieren und es könnte zu spät sein. Für mich übrigens auch sicherheitsrelevant habe ich ein Messer einstecken an das ich schnell dran komme. Für alle die das Video sehen, sehen jetzt, dass ich hier jetzt mal Messer in der Hand habe mit denen ich schon Stricke durchgeschnitten habe. Übrigens noch nie von einem Knotenhalfter beim Anbinden, aber zum Beispiel beim Reiten durch den Wald. Zügel hängen geblieben und weil ein Ast durch den Zügel ist und so sagt. Oder weil ein Pferd irgendwie, Mensch steigt irgendwie gerade ab und sortiert sich bin sich den Schuh, Pferd macht den Kopf runter, tritt dann in die Zügel rein, macht den Kopf hoch und panik und so. Das war jetzt mal so dieses Thema Anbinden mit Knotenhalfter. Ja oder nein? Jetzt komme ich mal allgemein zu diesem Gefahren Ding. Jetzt komme ich zu dem, was ich eigentlich heute sagen will. Jetzt komme ich zu dem, was ich eigentlich sagen will. Okay, egal ob anbindend mit dem Knotenhalfter oder barfuß am Pferd oder ohne oder mit Handschuhe oder ohne oder mit Helm. Es geht, wie ich eben schon angedeutet habe, meiner Meinung nach in allererster Linie darum, Gefahren zu erkennen und richtig einschätzen zu können. Und je besser ich das kann, desto sicherer bin ich, desto sicherer ist mein Pferd mit mir unterwegs. Das ist das Aller-allerwichtigste. Und dann ab diesem Punkt ist es einfach eine Form des Risikomanagements. Natürlich kann ich sagen, ja die Sachen sind absolut komplett, sollte man niemals machen. Aber so eine pauschale Regel aufzustellen, führt meiner Meinung nach nur dazu, dass Leute nicht mehr selbst ihren Kopf anstrecken müssen, warum etwas gefährlich ist oder was gefährlich sein könnte und sich einfach nur auf irgendeine Regel verlassen, aber die überhaupt nicht durchdringen und die eigentliche Gefahr überhaupt nicht erkennen, die da drin steckt. Weil es kann ja auch sein, dass in einer anderen Situation die gleiche Gefahr drin steckt, nur man bringt es nicht mit dieser Regel in Verbindung und läuft dann ins offene Messer. Ich finde sowas schwierig. Jetzt mache ich mal so ein Gedankenexperiment. Jetzt frage ich dich mal, warum läufst du eigentlich nicht, wenn du auf dem Fußgängerweg unterwegs bist im Straßenverkehr mit Helm rum? Warum machst du das dann eigentlich nicht? Gut, vielleicht macht das der eine oder andere wirklich, aber ich gehe mir davon aus, die meisten haben es nicht. Warum machst du das nicht? Es wäre doch sicherer. meine, theoretisch könnte es vom Auto angefahren werden, es könnte irgendwas aus dem Fenster über dir runterfallen, von der Straßenlaterne könnte irgendwas runterfallen. Du könntest umgerempelt werden, stößt dir den Kopf auf und so. Es gibt ja Gefahren. Warum läufst du aber jetzt nicht mit einem Helm auf dem Bürgersteig rum? Ich vermute mal, entweder hast du einfach noch nicht dran gedacht, wo das jetzt rein erinnert, machst du das ab sofort. Sofern du das aber nicht machst, vermute ich mal, das daran, dass du für dich die Risiken abwägst und Dann zu dem Schluss kommt die Wahrscheinlichkeit, dass mir ein Helm zu Fuß im Straßenverkehr auf dem Bürgersteig wirklich etwas bringt. Die ist so gering, also das Risiko gehe ich ein. Darauf will ich hinaus. Du kannst niemals sagen, das ist komplett 100 Prozent risikofrei. Gibt es nicht. Theoretisch ist alles möglich. Du entscheidest aber für dich ganz subjektiv, ganz individuell, wo die Grenze ist, ab der du sagst, vor dieser Grenze die Risiken, die theoretisch da möglich sind, die sind für mich unwahrscheinlich so irrelevant, da treffe ich keine Vorsichtsmaßnahmen den gegenüber. Und hinter dieser Grenze, da sind alle Risiken, wo du sagst, naja, das ist mir dann doch zu heikel, statistisch gesehen, so gefühlt aus dem Bauch raus, ja, halte ich das für so wahrscheinlich, da sollte ich doch mal etwas machen. Ja. So läuft das bei vielen Sachen, bei anderen Sachen macht man sich vielleicht auch gar keine Gedanken darüber und wie gesagt verlässt sich einfach nur auf Regeln. Es könnte ja sein, keine Ahnung, 1830 ist noch so gewesen, dass die Menschen ihre, keine Ahnung was, ihre leeren Milchflaschen entsorgt. haben, indem sie sie einfach aus dem Fenster auf den Bürgersteig schmeißen. Und zu dieser Zeit sind so viele Unfälle passiert durch leere Milchflaschen, die Leute unten auf dem Gehweg auf den Kopf bekommen haben, dass man gesagt hat, also wir führen jetzt die Regel ein, ohne Helm auf dem Gehsteig ist das nicht mehr unterwegs. Ja, so. Und das verankert sich so sehr in der Gesellschaft, dass jeder geächtet und verurteilt wird, der ohne Helm auf dem Bürgersteig unterwegs ist. Das verankert sich so sehr. Ja, mit der Zeit werden aber immer weniger Milchflaschen über die Fenster entsorgt. weil immer mehr Leute uns Service anbieten, abzuholen und dann kann man die auch wiederverwenden und das machen dann immer mehr Leute, die müssen Anspruch und immer weniger Unfälle passieren und so. Aber das ist so drin, also ohne Helm gehe ich nicht auf den Gehsteig. Das ist immer noch viele Leute machen. Und irgendwann kommt dieser Punkt, da besteht vielleicht diese Gefahr gar nicht so sehr, aber es ist immer noch so bisschen gesellschaftlich geächtet, ohne Helm draußen zu sein. Irgendwann wird vielleicht auch diese realen Gefahr. auch modisches Bewusstsein. Da hat man den Helm gar nicht mehr auf, weil das jetzt wirklich sicherheitsrelevant ist, sondern weil das halt einfach zum Bild, zur optischen Erscheinung dazugehört und so. Das dauert wieder lange, bis sich so ein Trend wieder umkehrt und verschwindet. Also damit will ich sagen, ich glaube, dass häufig ist so ein oder bei ganz vielen Sachen ist es immer intuitiv mit dabei, ist so ein subjektives Abwägen von, was ist jetzt hier relevant oder was ist nicht relevant, mit am Laufen. Häufig ist es aber auch so, dass gesellschaftliche, und das ist ja das normierte Sachen, Helme auf dem BG-Steig, weil Milchflaschen aus den Dingen die Regel gesellschaftlich normiert, einen Helm auf dem G-Steig zu tragen, einfach unbewusst mitschwingen und wir das für die Realität, die Normalität halten. jetzt da normiert mit dem Helm auf dem Kopf rumzulaufen und jeder das nicht macht, dieser Norm nicht entspricht, fällt natürlich aus dem Raster, aus dem Muster raus und wenn ich das nicht reflektiere und an mir erkenne, als halte ich für richtig einfach nur, weil es mir normiert übergestellt wurde, dann verurteile ich natürlich die anderen Leute, die sich der Norm nicht unterwerfen, weil das geht ja nicht. Und deshalb so ist es dann bestimmt auch bei Gefahren, dass man viele Sachen halt einfach so macht. weil das normiert ist. Man macht das so und dementsprechend geht man davon auch aus bestimmt, dass das so seinen Sinn hat. Das muss ja so sein. Ich könnte ja immer noch passieren, dass mal eine Milchflasche runterfällt und auf den Kopf stürzt. Das ist so diese zweite Sache. Also erste Sache, subjektives Gefühl. Zweite Sache Normierung. Dritte Sache ist ja umgekehrt, dass man viele Gefahren ja auch bewusst verdrängt. Dieses Verdrängen sorgt quasi umgekehrt dafür, dass wir unser Gefahren bewusst sein, nicht wirklich. für die Realität, wie sie echt greifbar ist. So was wie rauchen, ja? Du rauchst. Ich war früher auch Raucher. Ich hab oft versucht aufzuhören. Ich hab's dann irgendwie geschafft vor paar Jahren, Gott sei Dank. Und ähm ich hab das immer gewusst. Na, es ist eigentlich natürlich gesundheitlich schlecht und phasenweise verdrängst es natürlich und willst willst nicht dran denken. Aber das geht ja vielen Leuten so, dass sie so was machen wie rauchen oder trinken oder Tausend Sachen, tausend Sachen, ja, ob das jetzt hier irgendwie Mental Health ist oder irgendwelche greifbaren körperlichen Sachen oder irgendwelche komischen Riesen, die man sich aussetzt, verdrängt man oft die Gefahren. und egal, ob das dann quasi so Normierungen sind oder Verdrängungen sind, die das Gegenteil bewirken, das verschleiert unser Gefahrenbewusstsein. so, worauf will ich jetzt da hinaus? Mir geht es darum, das ist jetzt so meine Kernaussage. dass... Mir ist es ein Anliegen. Ich würde mich darüber freuen, wenn Menschen sich weniger Gedanken darum machen würden, ob man gegen eine Regel verstößt und sich mehr Gedanken darüber machen würden, wie man zu einem Mensch wird, dem man nicht regulieren muss, weil er auf sich auf andere aufpasst. Und wie wird man das? Man wird das, indem man sein eigenes Bewusstsein schärft. Und so ist es auch bei Risiken und Gefahren. Ja. Ich komme jetzt mal wieder zurück zu ein paar Beispielen bei mir mit dem Barfuß beim Pferd rumlaufen. Natürlich, wenn mir jetzt ein Pferd auf meinen Barfuß Fuß tritt, ist da die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung größer als wenn ich Stahlkappen an habe. Na ist so. Heißt das jetzt, ich sollte immer mit Stahlkappen am Pferd rumlaufen? Manche würde vielleicht Ja sagen. Ich sage Nein. Warum? Weil ich mein Gefahrenbewusstsein befragt habe, ob das jetzt zu gefährlich ist, barfuß am Pferd zu sein. Ich habe mein Gefahrenbewusstsein befragt und habe gesagt, das kann ich guten Gewissens eingehen. Warum? Also einmal, weil ich es für ausreichend unwahrscheinlich halte, dass mir ein Fade überhaupt da drauf tritt. Ja, passiert, passiert manchmal. Ja, aber ich halte es für ausreichend unwahrscheinlich, insbesondere deshalb, weil ich umso körpersprachlich bewusster unterwegs bin, wenn ich bafuster unterwegs bin. Dann weil mir auch schon Pferde auf den Fuß getreten sind und nicht jedes Mal eine krasse Verletzung passiert ist, sondern man vielleicht mal einen blauen Fleck hat oder so. Also in der Regel gar nichts so Schlimmes passiert. Zumindest so wie ich mich verhalte in meinem Umgang mit Pferden, mit den Pferden, mit denen ich Umgang habe, das so. Befrag dein eigenes Gefahren, wo du es dann bei dir anders ist. Und noch dazu, also das sind, sag ich mal, die negativen Sachen, die passieren können, die ich für nicht so gravierend und nicht so wahrscheinlich halte. Und umgekehrt gibt mir das ja auch positives Barfuß am Pferd unterwegs sein zu können. Und wenn es nur die romantische Vorstellung davon ist, die mich beflügelt, die mich, die meine, meine Sinne schärft, die mein, Genussempfinden schärft und dadurch meine Lebensfreude steigert und dadurch vielleicht auch andere Gefahren sinken. Das ist halt immer ein Abwägen, Austarieren. Ja, vielleicht habe ich denn deshalb sinkt die Wahrscheinlichkeit, irgendeinen Krebs zu bekommen, weil ich einfach irgendwie nicht innerlich von Gift und Hass zerfressen bin, weil ich ab und zu mal barfuß am Pferd laufe. So. Weiß ich jetzt nicht, ob es so was sein kann, aber zumindest mal so Sachen wie Stresslevel senken und Burnout dadurch, Burnout vermeiden dadurch, dass ich einfach glücklich unterwegs bin, das ist, ich mal, unbestreitlich. So und wenn ich das abwege, diesen positiven Effekt gegenüber den negativen Effekten, da bin ich für mich in meiner Lebenssituation mit den Pferden, mit denen ich unterwegs bin, definitiv der Meinung, ich kann guten Gewissens barfuß am Pferd laufen und wenn mir mal ein Pferd drauf tritt und wieder erwartet, doch was größeres passiert und ich dann ein paar Wochen mit einem Gipsfuß rumlaufen muss, wahrscheinlich werde ich auch mit diesem Gipsfuß dann trotzdem noch reiten, dann war es mir das wert. Ob es dir das wert ist, ob bei dir die Wahrscheinlichkeiten, dass das passiert, größer sind. Ob du vielleicht ausschließlich mit unerzogenen, mit Eisen beschlagenen Kaltblütern, die jenseits der 800 Kilo sind, unterwegs bist und das dann doch vielleicht ein bisschen größere Auswirkungen hätte, wenn dir ein Pferd auf den Fuß tritt, dann solltest du nicht barfuß da laufen. Bei mir ist es aber anders. Das war jetzt mal ein Beispiel. Handschuhe ist genauso. Vielleicht zweimal in meinem Leben habe ich eine Brandblase. den Händen gehabt davon, dass mir ein Strick durchgezogen ist. Und das war auch jedes Mal so, dass ich am nächsten Tag vielleicht noch, vielleicht noch die nächsten zwei, drei Tage so ab und zu mal zwischendurch gemerkt habe, ach, ⁓ ja, stimmt, da ist ja so was, ja, an der Hand. So. Warum? Keine Ahnung, weil mein Handling mit den Pferden funktioniert, weil meine Hände stark sind, weil ich durchs Arbeiten, für alle, das Video sehen, guckt euch meine Hände an, ja. Ja, durch die Arbeit Hornhaut und Schwielen auf den Händen sind und so. Vielleicht habe ich auch einfach gute und griffige Stricke, ist mir auch wichtig, da nicht so dünne laberige Dinger zu haben, sondern Stricke, die man auch gut anfassen kann. Ist für mich absolut kein relevanter Faktor, Handschuhe zu tragen. Für mich in meiner Lebenswelt. Wenn du ein zartes Persönchen bist und komische Stricke hast und ein Pferd hast, was sich häufig versucht loszureißen und du schon damit rechnen musst und du jedes Mal die Hände offen hast, bitte trag Handschuhe. Bitte trag Handschuhe. Und das, ich sag's nochmal, bitte werd zu nem Mensch, der sich weniger Gedanken darum macht, wie man sich an irgendwelche Regeln zu halten hat und vor allem, sich andere an Regeln zu haben. Klar, es braucht auch Regeln, das ist klar. Und man darf auch nicht jede Regel einverbrechen, das ist auch klar. Aber mach dir bitte noch mehr Gedanken darum, wie du zu einem Menschen wirst. für den die Gesellschaft eigentlich keine Regeln braucht, weil er sich selbst reguliert, weil er selbst Dinge versteht, auf sich genauso aufpasst wie auf seine Mitmenschen. Das ist doch eigentlich das Ding, worum es da gehen muss. Und genauso, ich bin ja hier Zwergetrainer und das ist ja der Helping Horsemen Podcast. Und genauso ist es auch beim Reiten. Ich jetzt über eine Brücke reite, die ein bisschen schmaler ist oder wenn es da rutschig ist und so, dann muss ich genauso wie du das auch machen solltest, 100 Prozent im Moment und im Augenblick sein und mich fragen, wie gut kann ich diese Situation gerade bewerten, einschätzen und dann in dieser Situation entscheiden, reiten wir da jetzt drüber, reiten wir jetzt drunter, reiten wir da jetzt vielleicht doch lieber außen rum oder steige ich ab. Oder was machen wir? Und man muss nicht immer bis an die Gefahrengrenze rangehen. Es gibt gewisse Aspekte, wenn Pferde jetzt so bisschen im Training sind und ihnen fällt irgendwas schwer und die geraten da vielleicht auch ein bisschen in Panik und man will daran arbeiten, dass es klappt. Da muss man natürlich sich gerne mal an Grenzen bewegen und an diesen Grenzen arbeiten. Aber das ist ja noch eine Sache, ob ich jetzt irgendwie davon rede, dass das Pferd vielleicht mal einen Sprung zur Seite macht oder ob das Pferd, wenn es jetzt einen Sprung zur Seite macht, die Klippe runterfällt oder was auch immer. Egal, ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen will ist, wenn du mit dem Pferd unterwegs bist, wenn du reitest oder zu Fuß mit dem Pferd unterwegs bist, dann musst du diese Risiken abschätzen und dann kluge Entscheidungen treffen. Und im Zweifel sagt man natürlich, ich mache es lieber nicht, ich steige lieber ab, ich reite lieber nicht drüber. Im Zweifel. Deshalb betone ich das so. Im Zweifel. Wenn du stark am Zweifeln bist, dann macht definitiv ein Rückzieher, dann macht definitiv die sichere Variante. Wenn man mich in meinen Videos sieht, wie ich Sachen mache, wo andere sich in die Hose machen dabei, dann heißt es nicht, dass ich mir dabei in die Hose mache. Ich mache auch nichts, wenn ich davon ausgehe, dass es zu 50 % schief gehen könnte. Oder zumindest brauche ich immer eine Exit-Strategie. Also ich denke, okay, zu 50 Prozent geht es gut. Und wenn es nicht gut geht, dann weiß ich aber für die restlichen 49 Prozent, dass wir eine Exit-Strategie haben, dann machen wir eben das. Dann komme ich so mit dem Pferd aus der Nummer raus. Und diese Gewissheit, das ist das Aller-Allerwichtigste. Und diese Gewissheit kriegst du nicht dadurch, dass du irgendwelche komischen Regeln befolgst. Ja, Regeln sind da auch nützlich und können dir auch helfen. Regeln sind ja auch dafür gedacht. Für Leute, die es selbst nicht kapieren und selbst nicht durchdringen, die brauchen halt eine Regel. Keine Ahnung. Beispiel, du fährst Auto und da geht jetzt hier von 100 kmh auf 70 kmh runter, weil da eine Einmündung ist, wo Autos rauskommen können. Wenn du schlau bist, guckst du auf die Straße und siehst, dass da Einmündung Autos rauskommen und dann reduzierst du deine Geschwindigkeit von 100 auf 70 kmh. Wenn du nicht schlau bist, dann würdest du einfach mit 100 kmh dran weiter vorbeifahren. Und deshalb gibt es für dich dann dieses 70 km h Schild. Also Regeln machen da schon Sinn. Aber wenn du versuchst, zusätzlich zu diesen Regeln dir selbst Gedanken zu machen, dann wirst du übrigens auch ganz häufig feststellen, so da gibt es ja Gefahren, auf die muss ich aufpassen und es gibt gar keine Regel dazu. Hilfe, was mache ich denn jetzt? Ich muss mir selbst Gedanken machen. Und mit der Zeit wirst du aber auch so ein gutes Gespür kriegen, dass du ein, dass du einfach weißt, ob du jetzt hier diese Regel zu 100 Prozent befolgen musst. So was wie Man trägt immer Stahlkappenschuhe. Oder ob du einfach sagen kannst, ich weiß, dass ich jetzt mal ohne Stahlkappenschuhe gerade zurechtkomme. Und ich will niemanden dazu auffordern, aus rechtlichen Gründen allein schon keine Regeln zu befolgen. Befolgt alle eure Regeln. Macht alle, was man euch sagt. Absolut. Aber zumindest zusätzlich strengt mal bitte euren Kopf an. So, wir waren jetzt hier beim Reiten und ich bin da draußen unterwegs. Das ist die absolut wichtigste Sache, ⁓ sicher durchs Leben zu kommen, ⁓ sicher mit dem Pferd durchs Leben zu kommen. Gewissheit zu haben, ein Bewusstsein dafür zu haben, wie fühlt sich das Pferd gerade, was geht noch, was geht nicht, wenn das Pferd etwas macht, was passiert, wie gut kenne ich das Pferd, wie gut kenne ich es nicht. Ich werde auch mutiger, je mehr ich die Pferde kenne, je besser ich es hier einschätzen kann. Und am Anfang begeb ich mich da nicht die Gefahr, weil ich nicht weiß, wie es ablaufen wird und so Sachen. Und der Punkt ist, das ist natürlich ganz schwer, du musst wissen, was du nicht weißt. Und dann bist du halt im Zweifel lieber ein bisschen vorsichtiger, wenn du dir nicht sicher bist, ob du die Situation richtig einschätzt. Aber daran zu arbeiten, daran zu feilen, ein bisschen zu gucken und zu testen, und das muss man auch kultivieren. Das macht dich zu einem souveräneren, sicheren Mensch. Das ist wie mit Kindern. Kinder, die nichts dürfen, werden zu Erwachsenen, die nichts können. Wenn du ein Kind niemals mit einer Gefahr spielen lässt, dann wird es auch kein Erwachsenen-Mensch, der kompetent mit Gefahren umgehen kann. Wenn du das jetzt gerade hörst, du bist schon 45 Jahre alt, du bist extrem behütet, bist jetzt durchs Leben gegangen, dann fang ich bei 0 auf 100 an und mach direkte wilde Sachen, zu gucken, ob du es richtig angeschätzt hast oder nicht. Aber ich würde jeden Menschen dazu auffordern, damit zu spielen, eigenes Bewusstsein zu schärfen. Und darum geht es mir. Und jetzt könnte man sagen, ich bin ja auch Vorbild und deshalb sollte ich immer mit Handschuhen, immer mit Stahlkappenschuhen unterwegs sein und so weiter und so fort. Aber da sage ich mir, ich möchte kein Vorbild darin maximal immer vom Schlimmsten auszugehen und die krassesten Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Darin möchte ich kein Vorbild sein. Ich möchte allerdings ein Vorbild darin sein, verantwortungsvoll zu handeln. Verantwortungsvoll gegenüber dem Pferd und gegenüber sich selbst. Und was bedeutet das? Das habe ich jetzt lange und breit beschrieben. Verantwortungsvoll, aufrichtig, authentisch, mit bestem Wissen und Gewissen hineinzuspüren, wie ist die Lage? Fühlt sich mein Pferd? Wie fühle ich mich? Wie ist die Situation? Wie sind die Gegebenheiten? wie gut kann ich das Ganze gerade erfassen oder wie gut kann ich es nicht erfassen und welche Entscheidungen ohne dabei von einem Ego oder sozialen Vergleich oder noch irgendetwas beeinflusst zu sein. So jetzt war die Speicherkarte voll, jetzt geht es mit der neuen Karte weiter. Darin möchte ich ein Vorbild sein. Verantwortungsvoll gute differenzierte Entscheidungen zu treffen, die aus dem eigenen Kopf kommen und zu wissen, wenn der eigene Kopf das noch nicht kann, zu schauen, was sind die Regeln und inwiefern können die mir helfen oder nicht helfen. Oder inwiefern muss ich mir zusätzlich noch anders Hilfe holen. Ich versuche mich ja immer nicht aufzuregen, aber jetzt habe ich mich doch ein bisschen aufgeregt. Das ist für mich übrigens, ich habe beschlossen, ich poste so lange Videos weiter, in denen ich barfuß am Pferd bin. Und blockiere jeden, der das kritisiert, das poste ich so lange weiter und blockiere so lange weiter, bis es niemanden mehr gibt auf der Welt, der sich daran stört. Bis es niemanden mehr in meiner Bubble gibt, der sich daran stört, Weil's mich doch bisschen aufregt, muss ich zugeben. Woosa. Okay, das war Folge 6 Helping Horseman Podcast. zur nächsten Woche weiß ich noch nicht, aber ... Ich weiß schon, dass ich die Maren von Go Barhof, die hat schon gesagt, dass sie demnächst mal gerne in der Folge zuhören möchte. Und dann habe ich die Nadine von Wurmscan, die so selektive Entwurmungen, Labor dafür hat. Auch ein ultra komplexes, wichtiges Thema. Ich wusste auch nicht, was ich alles nicht darüber weiß. und deshalb möchte ich auch darüber Wissen in die Welt setzen. Das waren nun mal Beispiele und ich habe noch ganz viele andere Leute auf der Liste. Aber das werden so, denke ich, die ersten Gäste sein, die demnächst kommen. Ich weiß nicht, ob ich jetzt nächste Woche oder übernächste Woche schon mal angehe. Wir sind hier gerade noch in unserem Umzug, aber darauf könnt ihr euch schon mal freuen, unter anderem. Ich habe noch mehr Ideen. Okay. Passt auf euch auf und strengt euren eigenen Kopf an.