Daniela Wiegand: Willkommen bei Wachstumsprozess, dem Podcast für alles, was dich als Mensch bewegt, in Beziehungen, im Leben und auf deinem eigenen Weg. Hier geht es nicht ⁓ perfekte Antworten, sondern ⁓ echte Prozesse. ⁓ das, was sich zeigt, wenn wir beginnen, genauer hinzuschauen. Ich bin Daniela, Psychologin, Astrologin und Paar- und Beziehungscoach. Und ich bin Jutta, Heilpraktikerin, Osteopathin, Coach. heute mit dem Thema eine neue Partnerschaft. Wenn man alleinerziehend ist und es kommt ein neuer Partner hinzu, dann ist auf der einen Seite natürlich erstmal der Himmel voller Geigen, weil man vielleicht, so ist es meine Erfahrung, auch wünscht, dass nun wieder eine Familie gemeinsam ist, dass man viele Dinge nicht mehr alleine trägt. Nichtsdestotrotz, und das ist auch wiederum meine eigene Erfahrung, gibt es aber plötzlich ganz andere, ganz neue Probleme. Und darüber möchten wir uns heute gerne mal mit euch unterhalten. psychologische Beraterin und arbeite mit dem Körper, dem Nervensystem und energetischen Zusammenhängen. Wir verbinden Kopf und Gefühl, verstehen und spüren. Und vielleicht findest du dich hier ein Stück weit Also ich kann von mir persönlich reden, dass ein neuer Partner in Wiesen in mein Leben zu lassen, sehr schwer gefallen ist oder immer im Prinzip noch relativ schwer fällt, weil ich sehr hohe Ansprüche an ihn hege. Da ich auch möchte, dass er gut mit meinem Sohn zurechtkommt und auch mich ein Stück in dieser Beziehung tragen kann. Und ich glaube, dieser Spagat ist auch für einen Mann gar nicht so einfach oder auch für die Frau. weil man ja schon auch beiden Personen im Prinzip gefallen muss. Ich glaube, für mich wäre es total schwierig, wenn ich einen Partner kennenlerne, der nicht meinen Sohn akzeptieren könnte. Also das wäre für mich schon keine gute Basis. Also das stimme ich dir absolut zu. Wenn ein neuer Partner meine Kinder nicht akzeptiert hätte, dann wäre das für mich ... relativ schnell ein Grund gewesen, die Beziehung wieder zu beenden. ich muss auch ich wirklich auch noch empfindlich, wenn mein Partner eines meiner Kinder kritisiert. Also ich merke da auch, dass ich mich davon immer wieder noch getriggert fühle oder das Gefühl habe, dass ich mich wie eine Löwenmutter schützend vor meine Kinder. zum Teil auch noch, wo meine Erwachsene ein Kind herstellen muss oder möchte. Nichtsdestotrotz auf der anderen Seite verstehe ich aber auch den Partner und das Gefühl, dass man sehr leise treten muss als Partner, wenn man in eine Familie hineinkommt, wo es eben schon ein Kind oder Kinder gibt. Das ist keine einfache Situation. Genau. Man darf sich dahingehend auch erst mal anpassen und auch Ich finde, erst mal hineinspüren. Also ich kann von meinen Paartherapiesitzungen sagen, dass ich ganz viele Frauen oder auch Männer hatte, sehr, ich sag jetzt einfach mal ambivalent, die sehr unterschiedlich damit umgegangen sind. Es gab Partner, die im Prinzip eine Art Ersatz waren auch für das Kind. die es einfach akzeptiert hatten, als ob es eigene wäre. Aber es gab auch Partner, die im Prinzip Eifersucht gehegt haben auf das Kind und sich nicht gesehen gefühlt haben, wenn der Partner zum Beispiel mit dem leiblichen Kind was macht und man fühlt sich eher als fünftes Rad am Wagen. Und ich finde, das ist halt auch total schwierig, wenn man den Partner in eine Position stellt, hey, entscheide dich bitte zwischen mir und meinem Kind. Ich finde, das ist schwierig. Ich finde, es ist sehr schwierig, weil man auf der einen Seite natürlich das neue Glück leben möchte und auch die Freude des gemeinsamen Seins und eben auch wieder als Person gesehen werden möchte, eben nicht nur als Mama oder als Papa und andererseits aber das Kind, was dort sich befindet und wo man oder wo ich selber einmal gemerkt habe, ich fühle mich sehr kritisiert, wenn mein Kind kritisiert wird. Und ja, ich weiß nicht, ob du eine Idee hättest, wie man in so einer Situation sich verhalten kann. Ich finde, ganz wichtig ist halt auch immer diese Kommunikation. Wenn dein neuer Partner in Situationen Konflikte mit deinen Kindern hat oder Meinungsverschiedenheiten, finde ich das auch okay, wenn man es im Nachgang mit ihm noch mal kommuniziert und auch reflektiert und sagt, ich hätte es mir vielleicht anders gewünscht. Oder geh doch in den Situationen so und so mit ihm ⁓ damit ... er auch eine Chance hat, das verarbeiten zu können. Ich finde, du als Mutter kennst ja dein Kind am besten. Und die Kommunikation mit deinem Partner und auch mit deinen Kindern ist am wichtigsten. Weil wenn ihr nicht miteinander kommuniziert und nebeneinander her im Prinzip diese Erziehung versucht aufrechtzuhalten, dann wird es nicht funktionieren. Weil ihr müsst schon beide an einem Strang auch ziehen. Und dein Partner darf dich liebevoll aber unterstützen. Und das finde ich jetzt halt dieser Spagat, den man machen muss als neuer Partner im Leben oder Partnerin, weil man auf der einen Seite das Kind und die Beziehung zum Elternteil fördern und auch nicht, ich sage jetzt einfach mal, stören sollte, aber auf der anderen Seite sich auch mit einbeziehen sollte. und aber auch mit kommunizieren darf. Aber ich finde immer auf so einer liebevollen Art und Weise, ich finde generell Streit und Kritik sind teilweise ja ⁓ unpassend. Das sind ja wieder unsere eigenen Themen, die ins Feld kommen. Ja, aber würdest du sagen, dass Streit und Kritik grundsätzlich nicht günstig sind? Also dass man Streit und Kritik gänzlich meiden sollte? Schaffst du ja gar nicht. Wir hatten ja schon in vielen Podcasts unsere Unterbewusstsein, das uns sehr oft steuert. Das heißt, ich finde, manchmal kann ja so ein guter Streit auch am Ende was hervorbringen, wenn man natürlich gewisse Regeln beachtet. Dass man respektvoll miteinander spricht, dass man in Ich-Botschaften bleibt. Also das ist etwas, was ich auch immer teilen kann. Partner neigt dazu, gerne im Gespräch in der dritten Person zu sprechen. Das heißt dann auch er einmal auf der Du-Ebene bleibt und das andere ist, dass er dann halt auch manchmal in Anwesenheit über den anderen spricht. da versuche ich dann auch mal wieder klar zu machen, das Gefühl sprich von deinen Emotionen, sprich von deinen Empfindungen, sprich nicht. Du, sondern sprich, was macht es mit dir? Wie geht es dir in diesem Moment? Und manchmal finde ich, es einfach auch mal hilfreich sein, man vertagt diese Diskussion. Sagt, ist vielleicht jetzt hier kein richtiger Moment. Es ist jetzt nicht passend. Es fühlt sich für mich jetzt gerade nicht richtig an. Und dann einen Moment sucht und ich habe immer ganz gerne eins gemacht oder eins genutzt, dass ich zum Beispiel gesagt habe, wir gehen jetzt einfach mal raus und sprechen dann draußen. Ja, Mann. Walk and Talk, ein Spaziergang oder Autofahren finde ich ist immer eine ganz gute Option, weil da keiner abhauen kann. Natürlich, wenn die Diskussion sehr ausufert, wird es gefährlich. Also dann sollte man es auch lieber beenden. Aber ich finde, so einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen, wo jeder auf der einen Seite die Möglichkeit hat, rauszugehen, sich rauszunehmen. Ich finde, das Recht darf ja jeder haben, ob es das Kind ist, ob es der Partner ist. Und ich glaube, das ist auch erstmal etwas, was man akzeptieren darf, dass auch andere vielleicht in dem Moment nicht auf der Position sind, wo ich mich als Mutter oder Vater gerade befinde. Erstmal die Akzeptanz, dass auch der neue Partner, die neue Partnerin erst mal wachsen darf in diese Situation hinein. Das ist ja was ganz Neues. Das ist ja für ihn noch mal wie so eine Art Neugeburt. Genau. Und manche haben vielleicht auch nicht vorher die Erfahrung eigene Kinder zu haben. ⁓ Und da in das Feld darf man erst mal hinein wachsen und auch das gerne kennenlernen. ich so unterschreiben. Also mein jetziger Mann hat keine eigenen Kinder gehabt und er ist in diese Situation wirklich sehr hineingewachsen. Aber auch mit der Bereitschaft. Ich glaube, das ist die Grundvoraussetzung, mit der Bereitschaft auch wiederum zu gucken bei sich selber. Vielleicht auch. mal eigene Fehler anzuerkennen und auch mit der Bereitschaft zuzuhören. Das ist meine Erkenntnis oder mein eigenes Wachstum war hier zu akzeptieren, dass es eben nicht immer dann geht, wenn ich es gerne möchte. Dass ich manchmal auch akzeptieren darf, dass in dem Moment mein Partner vielleicht nicht in der Lage ist, zu kommunizieren, genauso wie ⁓ Sohn oder meine Kinder in diesem Moment vielleicht nicht auf dieser Ebene sind, dass sie bereit sind, über diese Themen zu kommunizieren. Das ist manchmal einfach zu viel und dass es auch in Ordnung ist. Genau. Und ich finde ja auch, man nimmt ja verschiedene Phasen in der Kindheit mit. Man durchläuft ja verschiedene Phasen als Elternteiler. Und wenn du keine Kinder hast, ist es auch schwierig, sich da reinzuführen, was man eigentlich alles schon Reibung oder Erfolge im Prinzip mit unseren Kindern gefeiert hat. Da darf man immer erst wieder, da darf man einfach als Elternteil, der neu reinkommt oder als Elternteil, der neu hinzugefügt wird, einfach daraus lernen und auch profitieren von den Erfahrungen. Und ich finde immer wieder, es ist total wichtig, diese Kommunikation, dass man sich da nicht außen vor gelassen fühlt, sondern einfach, dass man mit eingebunden wird und auch gesehen wird. Und dann kann das auch gut werden. Ich denke, es ist auch für einen Partner, der schon eigene Kinder hat, nicht einfach, weil er muss ja dann noch zusätzlich zu seinen Kindern, vielleicht den Kindern der neuen Familie gerecht werden. Auch das kann ein riesengroßer Spagat sein. Genau. Und Wenn man es anguckt, dass die Kinder ja meistens immer gerne diese heile Familie möchten. Jedes Kind strebt ja im Prinzip auch danach, Mutter und Vater zu haben. Was ich dazu sagen kann, zum Beispiel spannend finde ich immer, wenn mein Sohn Gäste kriegt zum Spielen, dann fragen wir immer, und wo ist dein Papa? Und dann sagt mein Sohn so ganz selbstverständlich. Mein Papa und meine Mama sind nicht zusammen, was ich total gut finde. Aber was für viele Kinder so unvorstellbar ist, dass die Eltern gar nicht zusammen lebend Aber umso besser, finde ich immer wieder, haben wir unser Kind gemeinsam, auch wenn wir nicht zusammen sind, gestärkt dazu, dass wir in einer harmonischen Freundschaft, sage ich jetzt einfach mal, zusammen leben, wo ein neuer Paten einfach dazukommen kann, darf oder ist auch. und wo man alle im Prinzip an einem Strang zieht. das ist als Patchwork total wichtig. Das zeigt aber, dass du nicht eifersüchtig bist oder dass du diese Akzeptanz hast, dass da eine neue Partnerin kommt. Beziehungsweise umgekehrt, dass der Vater von deinem Kind diese Akzeptanz hat, dass bei dir ein neuer Partner kommen kann. Denn wenn ich natürlich schon in mir immer noch so einen Roll trage oder eine Eifersuppe und das vielleicht auch verbalisiere, dem Kind gegenüber wird es das auch mitnehmen. Und wenn dann in anderen Familienteil die Begegnung passiert mit der neuen Partnerin, dann kann das, und das habe ich wirklich extremste Geschichten schon gehört, kann das sehr eskalieren. Dann ist ja das Thema Eifersucht in dem Kind schon irgendwo vorprogrammiert. das stimmt. Und ich kann meinem Kind keine Normale Bindungen ermöglichen auch zu der Partnerin oder zu dem Vater, weil es dann immer zwischen zwei Parteien sich entscheiden muss. Und eine Person geht dann meistens immer verloren. Ich finde, diese Last dürfen wir keinem Kind aufbürgen. Ich denke, das Kind geht dann auch immer mit einem schlechten Gewissen. Also ich kann mich entsinnen, bei mir es in der Situation gegeben hat. dass meine Kinder dann, wo ich gemerkt habe, dass sie vor mir Dinge versucht haben zu verheimlichen, weil sie irgendwo das Gefühl hatten, dass sie also bei mir schon sprechen, aber dass sie manche Dinge nicht mit in die Besuchswochenenden mitnehmen durften, weil sie immer das Gefühl hatten, dass sie gewisse Dinge nicht aussprechen dürften, dass sie immer so wie so einen Deckel drüber halten. Und das habe ich jetzt gerade noch mal mit meinem einen Sohn. ⁓ besprochen, dass er heute immer noch das Gefühl hat, dass er sich nicht trauen darf, Dinge auszusprechen, obwohl er jetzt auch schon vieles sich anschaut. dass da diese Unsicherheit ist, dass er verbalisieren darf aufgrund der Angst heraus, dass in dem Fall die andere Seite mit ihm da mit negativer Kritik entgegenkommt, obwohl er ja nur sozusagen der Stellvertreter war. Ja, teilweise wird es ja leider auf den Rücken der Kinder dann ausgetragen, dieser Trennungsschreit. Und ich glaube, das Größte, was wir unseren Kindern mitgeben können, ist, dass sie wirklich auch zu beiden Seiten gehen dürfen, dass sie da sein dürfen. Und letztendlich ist es für uns ein großer Gewinn. genau. Es kann ja auch immer mal was sein, dass mir morgen was passiert. Und wenn ich jetzt nur aus der Angst heraus oder aus der Eifersucht heraus mein Kind immer sozusagen versuche zu steuern, was passiert dann mit diesem Kind, wenn es dort in diese Familie geht? ist doch der andere Teil oder Vater oder Mutteranteil, liebt das Kind genauso. Und warum darf das Kind nicht diese Liebe von beiden Seiten erfahren? Genau. Unsere Sohnen würden es ja unseren Kindern einfach nur schwieriger machen und auch den Partnern, die dazu gehören. und würden da eher eine Mauer aufbauen, als dass hier im Prinzip alle in Verbindung sind für das Kind. Und das finde ich immer das Schönste daran, dass unser Kind mit beiden, auch mit der neuen Mama, die ins Leben kommt, dass sie einfach... Papa. Mein Papa, ja. Dass das Kind einfach alle lieb haben darf und lieben darf und wir eine große Familie sein dürfen. funktioniert natürlich nicht immer. Ich finde aber zumindest darf eine Respektsebene bestehen. Dass das Kind auch lernt, hier ist es okay hinzugehen, da ist es hinzugehen, wir müssen nicht alle an einem Tisch gemeinsam sitzen. Ich finde, das muss nicht immer sein, aber es darf eine Achtung und Respekt geben und auch dem Kind das Gefühl zu vermitteln, es ist okay, du darfst dahin gehen, du darfst auch diesen, diesen Anteil lieben und von diesem Anteil geliebt werden und umgekehrt. Denn letztendlich ist die Fragestellung, die wir uns vielleicht auf diesen Punkt immer mal wieder stellen dürfen, wie, und das nutze ich auch ganz gerne mal so in meinen Sitzungen, dass ich einfach mal so jemanden wie auf den Stuhl setze dieser Person und da ist die Fragestellung vielleicht auch an dich mal die Fragestellung, wie würde es dir denn gehen, wenn deine Eltern sich getrennt hätten, vielleicht hast du es sogar erfahren und du durftest nicht dem einen oder dem anderen gegenüber vielleicht gewisse Dinge sagen oder das Gefühl, dass du den einen oder anderen Elternteil liebst oder dass da eine neue Partnerin ist, mit der du dich vielleicht gut verstehst oder neuen Partner. Und wenn du nach Hause kommst, hast du das Gefühl, du wirst dafür abgestraft. Wie würde es dir gehen oder wie wäre es dir damit ergangen? Ja, das ist doch eine gute Reflektionsfrage und ich denke... dass jede Beziehung natürlich individuell sein darf. Aber wir hoffen, durch diesen heutigen Podcast konnten wir einen... Unseren Einblick mitgeben. Genau, unseren Einblick in eine neue Partnerschaft und dass es auch Vorteile haben kann, einen neuen Partner in sein Leben zu lassen. Absolut, weil das hat ja was auch damit zu tun. Das ist etwas übrigens, was ich auch erst lernen durfte. Erst wenn ich mich beginne auch meine Thematik zu öffnen, mein Herz für mich zu öffnen und für die Heilung meiner Themen öffne ich mich für einen neuen Partner. Aber damit öffnet sich noch mal eine ganz neue Tür auch für das Kind und für die Familie, das gemeinsame Sein und Wachsen. Genau. würde ich sagen, hören wir uns im nächsten Podcast. Wir hoffen, euch hat die Folge gefallen. Wir würden uns freuen, wenn ihr einen Kommentar unten hinterlassen würdet und auch natürlich über Anregungen, über neue Themen. Ja, absolut. Da freuen wir uns total. Genau, dann bis zum nächsten Mal. Bis dann.