speaker-0: Hallo zusammen und willkommen zu einer neuen Folge Before Applaus. Applaus ist das Echo des Erfolgs. Davor stille Stunden, falsche Wege, echte Risiken. Wir erzählen die Geschichten, die niemand sieht, aber alles entscheiden. speaker-2: Ja, wunderschön, Morgen. Heute zu Before Applaus in Zürich. Guten Morgen Sarah, dass du da bist. Guten Morgen, liebe Barbara Hagedorn, dass du da bist. Wir freuen uns sehr, dass du extra nach Zürich gekommen bist, ⁓ mit uns heute über deinen Werdegang vor dem Applaus zu sprechen. Aber auch natürlich, was dann passiert ist, wie der Applaus nachher aufgebrannt ist, wie er erfolgreich wurde, wie er eines der größten Abbruchunternehmen der Welt aufgebaut hat, wie er die Mitarbeiter geführt hat. Und natürlich deinen weiteren Werdegang nachher als Unternehmerin und Unternehmensberaterin mit Future We. Das würde uns sehr interessieren. Wir sind sicher, unsere Zuhörer und Zuschauer auch. Und Sarah, möchtest du mit der ersten Frage starten? speaker-0: Ja, also mich interessiert immer so, ab wann, wenn du dich so zurückerinnerst, war für dich klar, was du irgendwann mal machen würdest. speaker-1: Also ich glaube einfach... Also ich glaube, meine ganzen Etappen sind so vier Etappen so wichtige für mich in meinem Leben. Und die erste ist ja im Grunde schon ⁓ meiner Jugend. Ich komme aus einem Unternehmerhaushalt und habe früh gelernt, es läuft nicht immer alles rund. Mein Vater hat immer schon gesagt, sieben gute und sieben magere Jahre. So ungefähr. Es läuft nicht immer alles. sind ganze Truppen abgehauen, ganze Mitarbeiter, die sich dann anderweitig wieder selbstständig gemacht haben. Es war immer ein Auf und Ab, immer wieder schon. Und ich glaube auch, dass ich in meinem Sport immer schon sehr viel gemacht habe, dass auch mein Vater mir früh Verantwortung übertragen hat. anderem witzigerweise, wenn wir auf die Jagd gingen, also mit Pferd, da musste ich immer vorspringen und sagen, wann der Sprung kommt. war ich aber zwischen, da war ich ⁓ zehn Jahre alt. Und er hat mich immer schon vorgeschickt und ich habe gesagt, na wer macht das schon mit seiner Tochter? Das ist jetzt irgendwie auch ein bisschen heftig. Aber ja, war das Vertrauen da. dachte, reite du vor und ruf ⁓ die Ecke, wenn der Sprung kommt, dann bin ich vorbereitet. Es war immer schon... aber da sieht man es natürlich ein bisschen anders. Heute denke ich, wow, hat aber viel Vertrauen gehabt in mich als junges Mädchen. ich glaube, immer schon dieses Unternehmertum vielleicht ein bisschen drin war, wie auch immer. speaker-0: Aufgabe. speaker-1: Man kriegt ja einiges mit von zu Hause und ich glaube, von meinem Vater habe ich das Unternehmertum vielleicht bisschen mitbekommen und von meiner Mutter die einfühlsame Seite für Menschen. Und da fing das an. speaker-0: Ja klar, dass du ins Familienunternehmen einsteigst oder gab es jemals die Frage? speaker-1: Ne, da bin ich auch gar nicht eingestiegen in dem Sinne. Ich habe eine ganz normale Ausbildung gemacht, eine kaufmännische Ausbildung. Und ich habe keine Abitur, habe kein Studium, ich habe einfach das Leben gelernt. dann bin ich... speaker-0: Ja! speaker-2: Leben gelernt. Wie viele Arbeitslose, Akademiker wird es heute geben oder die, die Taxifahren? speaker-0: Ja, ja, ja. speaker-1: Ja, also ich finde auch, es muss ja jetzt auch nicht jeder studieren und wir brauchen auch absolut das Handwerk, wir brauchen so viele. Das merke ich ja auch immer wieder und ich kann mich jetzt irgendwie, ich fühle mich wohl in meiner Hau total und ich kann mir jetzt nicht sagen, rechse ich mal oder habe ich was verpasst oder so, überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Ja und dann habe ich dann mit, bin mit 18 zu Hause ausgezogen. wie das so ist. Man entwickelt sich, es knatscht auch mal zu Hause. Und ich war, glaube ich, immer früh schon das Gesamt, habe ich hier auf eigenen Beinen, ich stehe auf eigenen Beinen, einen klappigen Golf gekauft und bin los und habe dann erstmal gearbeitet, ganz normal, im Job. damals schon in einem Autohaus, wo ich mich auch mit dem Chef wahnsinnig angelegt habe. Ich habe das dann erst immer geschluckt, geschluckt, geschluckt und irgendwann bin ich geplatzt und habe dem voll meine Meinung gesagt und weil der mich immer so fertig gemacht hat und unterdrückt und irgendwie so, ah, mach das. Und dann hab ich irgendwann nämlich geplatzt. Und seitdem waren wir Best-Fans. Ah, wie cool. Ja, da war der Punkt, ich echt, also damals war ich ja 18, 19, ich war ja jung und hab gedacht, boah, das kann ich jetzt irgendwie nicht machen. Aber irgendwann morgens bin ich aufgestanden und hab gesagt, das ist es jetzt und das ist jetzt dein Tag und jetzt lässt du den Stramm stehen. speaker-2: Ja, wunderbar. speaker-1: Und dann habe ich da hingegangen und habe gesagt, so jetzt rein. Und dann habe ich wirklich gesagt, das geht gar nicht, was sie hier machen und wie sie mich behandeln und alles. Ja, und dann war der so boar. Und dann seitdem waren wir best friends. Ich konnte machen, was ich wollte. Ich hatte unheimlich Verantwortung da auch schon bekommen. Und das war auch total interessant. speaker-2: Das ist ja schon ein Jahre her. Das heißt, so dieser Einstieg Frauen in Männerberufe. Wer hat die Hosen an und so ging dann. speaker-0: Ja. Ja. speaker-1: Ja. Ja, weiß gar nicht, aber irgendwie hat es mich dann irgendwann so geritten. Aber ich habe es an lange durchgehalten. Das waren zwei Jahre bestimmt. Also ich habe dafür gebraucht, aber ich habe da in der Zeit ja auch gelernt. Und ich habe ja auch gelernt, diesen Schwierigkeiten umzugehen. Also trotzdem wieder hinzufahren, trotzdem wieder hinzufahren, wo ich dann so, ich halte nicht aus, hier ist Stress. Das ist ja auch nochmal wichtig. Also vielleicht nicht gleich aufzugeben. Das ist ja ein unheimlicher Punkt heute, auch bei der Jugend, dass sie auch nicht immer so schnell vielleicht die Flinte ins Korn schmeißen, wenn es mal Unwegbarkeiten gibt. Ja, und dann bin ich dann mit 23 bin ich dann schon in die erste unternehmerische Verantwortung gegangen. Und auch nicht so aus so einer Laune oder irgendwie so einer romantischen Nummer raus, sondern einfach, glaube ich, weil ich das Gefühl hatte, ich konnte es. Und habe dann reif im Autofachmarkt eröffnet in Gütersloh mit 23. Ich hatte ein junges Team, junge Leute und das macht einem ja oftmals auch erst im Nachhinein bewusst, wie viel Verantwortung man denen auch schon geschenkt hat. Weil nach 25 Jahren habe ich einen Mitarbeiter wieder getroffen, der zu mir gesagt hat, ich war so süß. Ich Barbara, das war so eine geile Zeit und ich habe so viel gelernt bei dir und du hast mir so viel Verantwortung gegeben. Ich sag, ich war ja selber doch so jung. Aber dann sind wir halt zusammengewachsen. Wir sind zusammen irgendwie dann daran gewachsen. Ich konnte nicht alles. Er war auch noch jung oder so als Werkstattmeister. Und das war irgendwie schön zu hören nach so vielen Jahren. Und dann habe ich das sieben Jahre gemacht, aufgebaut. Ich wurde natürlich belächelt. speaker-0: ne? speaker-1: Sag ich ganz ehrlich, ich war bei dem ersten LKW-Kunden und der hat gesagt, Mäuschen, was willst du denn hier? Hallo? So ungefähr. speaker-2: Heute ist das fast normal. Da siehst du viele Frauen, die Lkw fahren oder viele Frauen, die Handwerksberufe übernehmen und den Meister machen. speaker-0: Ja! speaker-1: Ja, deutlich mehr, glaube ich. Ja, das ist auch gut so. Und da war es halt so, wie jetzt, du willst mir das jetzt erklären? Und dann habe ich gesagt, ja. Und dann habe ich aber immer wahrscheinlich durch meine Art, bin ich drangeblieben und habe gesagt, komm jetzt, gib immer eine Chance hier. Okay, ja, und wenn du dann performst und lieferst und halt nicht lange jetzt vielleicht diskutierst, dann geht es auch. Weil das finden die dann wiederum gut und sagen, okay, du weißt wovon sie spricht. Du musst natürlich als Frau immer ein bisschen mehr liefern, wir als Mann gerade in diesen Berufen. Also ich sag jetzt mal, der Mann sagt, Reifen ist rot und schwarz und die sagen, yo, und du musst ihn erklären. Warum? Eine Karkasse und die sind das und was weiß ich. Und es ist dann echt interessant. Aber wenn du den Punkt dann geschafft hast, muss ich auch sagen, hast du ja auch Frauvorteile. So ist ja auch nicht. Und dann wird es natürlich bei den Preisverhandlungen etwas lockerer. Dann hab ich auch mal gedacht, boah, lass mich leben. Okay, mach fertig. Das hätten sie bei Mann-Virum nicht so gemacht. Da hätten sie vielleicht zu Ende diskutiert. zum letzten Mark war es damals noch. Das hab ich viele Jahre gemacht und hat mir wahnsinnig Spaß gemacht. Ich liebe es auch, mit Menschen und Genen zu... Gibt's das Es gibt's immer noch. speaker-2: Ja! speaker-1: Nee, das hat mein Bruder speaker-0: Cool. was finde ich ja cool. Ja, genau. speaker-1: Das gibt es heute noch, definitiv. Ja, und dann habe ich dadurch ja eigentlich auch meinen damaligen Mann kennengelernt, weil der wollte auch Reifen haben bei seinem Auto. speaker-0: Das funktioniert doch nicht. speaker-1: Und so kam das im Grunde zustande. Und dann war natürlich immer die Frage, zwei Betriebe oder irgendwie so, das hätte damals ganz neu angefangen. Saß damals noch auf dem Bagger. ja, und dann war irgendwann die Entscheidung, und wie das dann so ist manchmal, dann ist man so, ja, okay, dann komme ich zu dir. Ja, da war ich, ja, genau, stimmt. speaker-0: Das Das ist mitgerechnet. speaker-2: Ja, Da warst du 30. Ja, genau. Und mit 30 angefangen, mit Hagedorn. speaker-1: Genau, es war ein Apo-Unternehmen. Ich habe gedacht, okay, wieder Männerbranche. es war jetzt aber auch wieder kein romantischer Start. irgendwie, war dann auch, weil wir waren gleich in der Verpflichtung, es waren Altlasten von seinem Vater da. Und dann haben die gedacht, ja, dann können wir die ja dann bei dem Junior einholen. Und dann war natürlich gleich speaker-2: Was machst denn du hier? speaker-1: Druck auf dem Kessel, Verantwortung, Dinge mit denen man ja gar nichts zu tun hatte, weil man ja neu gegründet hat, weil man dann ja neu gegründet hat und man hatte ja mit den Sachen nichts zu tun und trotzdem wurde man damit konfrontiert. Und das war natürlich am Anfang schon krass auch und auch oft nicht schön. Aber ja, auch da habe ich gesagt, ok, ich könnte jetzt auch sagen, das mache ich jetzt nicht, ich bin weg. Was soll ich mir jetzt antun? Also ich gehe. Ich gesagt, ich bleibe. Dann sind wir da durchgegangen. Das war auch keine einfache Zeit. Und dann kam Hagedorn. Ich sag mal, habe ich dann 25 Jahre gemacht. Wirklich sehr lange, als ich dann ausgestiegen bin. 2024 waren wir auf 2000 Mitarbeiter. Und 500 Millionen Umsatz. Da saß mein Mann noch auf dem Bagger, mein Ehemaliger. Und dann waren wir speaker-2: Und mit wie viel Leute... speaker-1: Ich sag mal, ich will jetzt nicht lügen, aber 12 bis 15. Ja, auf jeden Fall. dann ist das gewachsen. Und dann war einfach wahnsinnig viel Arbeit. Thomas konnte unheimlich nach außen Kunden gewinnen, war ein Visionär. speaker-2: nur in Gütersleum. Ganz genau. ist das gewachsen. speaker-1: geguckt, wo ist was wieder zu entwickeln. Weil es ging ja im Abbruch los, dann kam Recycling, dann kam Tiefbau, dann Revitalisierung von ganzen Grundstücken, Abbruch von Kraftwerken, das ging ja immer weiter. Und ich habe nach innen gebaut sozusagen, das heißt ja dann Führung, Strukturen, Mitarbeiter mitnehmen, Mitarbeiter einbringen in neue Strukturen. Wir sind ja nicht nur nach innen rausgewachsen, wir haben ja auch Unternehmen dazugenommen. und dann auch wieder sehen, dass die Mitarbeiter mitgenommen werden. Das erfordert unheimlich viel Einsatz. Also wirklich Tag und Nacht gearbeitet, keine Urlaube gehabt und durchgezogen. Aber es hat Spaß gemacht. Ich kann nicht sagen, dass ich jetzt irgendwas bereue oder so, dass ich irgendwie sage, warum hast das eigentlich alles gemacht? Es war ein unheimlicher Lernprozess und man kann auch da Fehler gemacht. Rückschläge gehabt. Gerade auch im Mitarbeiterbereich. Wie geht man damit ⁓ Wie macht man es am besten? Man hat selber Druck, man ist selber irgendwie noch so jung. speaker-0: Gute. speaker-2: Was mich auch interessieren würde mit dieser ganzen Expansionsphase, ist, ihr habt den Gütersloh angefangen. seid heute, oder die Hage Dorn Unternehmensgruppe ist weltweit Nummer vier in diesem ganzen Bereich. Das bedeutet natürlich weltweit, irgendwann ist Gütersloh ein bisschen kleiner. speaker-1: Irgendwas, gehört so bisschen klein, speaker-2: Wie baut man Firmen auf in München, wie baut man Firmen auf in Leipzig, wie baut man Firmen auf in Kiel und dann eben weltweit ⁓ wie macht man das mit den Kulturen, wie macht man das mit den Mitarbeitern, wie rekrutiert man die nächste Position oder läuft das eher so hinaus, man kauft irgendwo ein Unternehmen dazu und lässt das Management weiter daran arbeiten. speaker-1: Das sind also verschiedene Prozesse, das sind ja auch Lernprozesse. Also wir sind immer, ich sag mal, wir sind nicht lügen, aber die ersten 500 Mitarbeiter, da haben wir ja intern gewachsen, Strukturen geschärft, geschaut, wo geht was, haben natürlich auch Führungskräfte eingestellt, wo es halt nicht funktioniert hat, muss man auch fairerweise sagen, da sind wir auch wieder draus gewachsen, haben wir wieder gelernt. müssen natürlich dann generell Mitarbeiter führen, ist ja so auch ein sensibles Thema geworden. Als wir angefangen haben, da ging das immer noch, die wollten ihr Haus, ihr Auto, das war denen unheimlich wichtig, die wollten, die haben viel gearbeitet, die waren dabei, wir haben ja auch dann immer, ein LKW-Fahrer, Tag und Nacht ist er so ungefähr unterwegs gewesen, der hat sein Haus dann gebaut nebenbei. Das wurde ja nachher immer mehr reglementiert, indem wir natürlich auch sagen, Arbeitszeiten aufpassen hier, da. Das sind auch so Faktoren gewesen, was sich komplett geändert hat. Die Mitarbeiter haben sich geändert. Die wollten dann plötzlich kein Häuschen mehr bauen. Die wollten dann irgendwie mehr Freiheit, mehr Lives, mehr Zuhause, mehr Familie. Auch das sind alles Prozesse, die man durchlebt hat und die total spannend sind. speaker-0: Style mehr. speaker-1: Aber für mich war immer so, ich habe unheimlich viel aus meiner Intuition gearbeitet. Ich bin jetzt nicht der Mensch, der viel liest oder der sich unheimlich von außen so viel Hilfe holt. Ich habe immer versucht die Intuition und ganz normalen, wie denkt ein Mitarbeiter? Ich sage jetzt zum Beispiel, haben unheimlich viel, wir haben Work-Life-Balance, haben gesagt, wir haben eigenen Friseur drin, wir haben eigenes Cookin' Schild drin. Wir haben eine eigene Akademie gegründet. Wir haben junge Menschen mitgenommen, das ist sozusagen eine Akademie für Kinder zwischen 10 und 14. Die können bei uns sozusagen die ganzen Phasen durchlaufen, kriegen nachher ein Zertifikat und die werden in den Fragtieflums platzen und Und sehen einfach mal, dass die Branche einfach auch echt sexy sein kann. Ich wollte gerade sagen, ach, hoch! speaker-0: Ja, ja, ja. speaker-2: Wo ist der Ansporn bei einem Abfall? speaker-0: Ja. speaker-1: Das war ja auch unser Problem. Jeder hat gedacht, ⁓ dreckig, Schmutz. Die Leute haben angerufen und mit Gummistiefeln kommen. Und wir haben es, ich sag immer so schön, bisschen salonfähig gemacht. Also jede Baustelle war super, super, super tipptopp, als wir die verlassen haben. Die war gehakt. Ich sag jetzt, weil das noch nicht eingesetzt war. Das sind Rasen so ungefähr. Aber alles sauber, LKW sauber, Maschinen sauber, alles auf dem neuesten Stand immer absolut akkurat und sauber. speaker-0: Das speaker-1: Und somit hat sich das auch immer mehr in die Köpfe. Total. speaker-2: Unternehmenskultur. Das heißt, das ging auch dann wirklich nicht per Flyer an die Wand. Ab morgen sind die Baustellen sauber, sondern das wurde gelebt. Das wurde von der Baustelle erklärt. Das ist ja wichtig in der heutigen Zeit. In heutigen Zeit erlebst du ja, fertig, 97 Prozent und dann ist man fertig und dann ist man weg. die letzten drei Prozent... speaker-1: Ja, das wurde total gelebt. Genau. Das war das Abhaken des Grundstückes oder irgendwie, sagst, wow, krass. Wow. Oder dass du zu einer Verhandlung gekommen bist oder so und nicht vielleicht im Blaumann, sondern im Anzug. Und das sind bei dir auch schon so Punkte, die ja da nicht so normal waren. so ging das halt immer weiter. Das ging einfach aus dem Inneren raus, dass man sagte, das war unser Anspruch und das wollten wir so. speaker-2: So, ne? speaker-1: Da haben die Mitarbeiter absolut mitgelebt und sie wussten das auch. wenn man durch Deutschland gefahren ist und hat eine Baustelle gesehen, die nicht so aussah, das wurde dann auch kommuniziert. speaker-0: Ja gut, ist aber auch manchmal der Unterschied zwischen ich kommuniziere irgendwas und lebe aber nicht selber danach. Ich weiß zum Beispiel, waren bei einer Station, wo ich mal war, da hieß es, man darf vor dem Haus die Fahrräder nicht abstellen. waren solche Pannstangen. Keiner aus dem Vorstand hat da immer ihr Fahrrad angeschlossen. Da nimmst du doch nicht mehr ernst was. Ja, Und wenn ihr aber sagt, naja, ihr lebt so, ihr speaker-1: Mhm. speaker-0: euch ist das wichtig und ihr kommuniziert, wenn ihr es irgendwo seht, dass es nicht richtig ist. Das macht ja Kultur. Kultur macht nicht nur irgendwie... speaker-1: Ja, ist ja genauso. Das sind ja so Kleinigkeiten. Die stehen dann irgendwo bei dir im Cook & Chill und dann stehen die Jungs da, kommen aus der Werkstatt, essen und so und dann wird erstmal das Bein an die weiße Wand gestellt. Und du sagst dir, hallo? Kann jetzt nicht wahr sein. Dann machst du das zu Hause auch. Dann kriegst wahrscheinlich direkt einen an den Latz. Und dann so... So zack sofort hingestellt, Einfach mal Bewusstsein auch machen. Warum machst du das jetzt hier? Warum kümmerst du dich nicht darum, dass unsere Sachen auch in Ordnung bleiben? Das machst du zu Hause auch nicht. Und das sind so einfache Dinge. Das gehört sich dann nicht. Das stimmt auch, das musst du leben. Und das musst du aber auch sagen. Das ist einfach auch direkte Sprache. Auch die Baustellensprache ist direkt. Aber ich liebe diese Sprache, weil sie einfach ehrlich ist, gerade raus. Wir haben zum Beispiel auf den Baustellen junge Menschen mit den Älteren, die erfahrenen. Dann erklärt der Erfahrene die Maschine, die Baustelle und der junge Mensch sagt in der Pause hier dein Handy, das musst du so machen, so machen, so machen. Und so ergänzt sich das. Und deswegen finde ich so wichtig, dass wir die ältere Generation auf jeden Fall so lange behalten, wie es geht. Weil die Erfahrung kriegen wir nie wieder. Die kriegen wir nie wieder. wenn man das zusammenführt, und das ist ja auch meine Aufgabe so ein bisschen auch immer wieder, speaker-0: Ja. speaker-1: zu gucken, Jung, Alt, Mann, Frau, das ist unheimlich wichtig. Ich habe dann die Kampagne Frau am Bau eingeführt. speaker-2: Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen. weil als Abbruchunternehmen, du kannst ja nicht nur Männer einstellen, sondern... speaker-1: Okay, aber es ist schon schwierig. ich hatte im Grunde, wir haben ja dann gestartet und irgendwann hatten wir dann 16 Geschäftsführer unter der Pyrrho und ich war nach wie vor die Einzige in der Führungsposition oder überhaupt. Das war immer schade. Ich habe nie jemanden gefunden, der es machen wollte in der Führung. Und ich meine, ich fand es immer cool, war spannend, war irgendwie... interessant und auch die Charaktere, ich mag die alle, obwohl die natürlich eine klare Sprache haben. Und du musst natürlich da auch, ja, du musst einfach, ich sag mal, standhaft bleiben und du musst liefern. Das hat nichts damit zu tun, dass sie keine Frauen wollen, aber die beobachten halt und die sagen halt, steht sie zu ihrem Wort oder zieht sie zurück oder diskutiert sie? So, und dann musst du einfach durchziehen. Und wenn du auf einer Baustelle bist oder irgendwas ist oder so und einer sagt ein falsches Wort oder irgendwas, dann musst du auch mal sagen, nee, oder du sagst einfach, es geht jetzt rechts rum. Und dann stehst du auch dazu. Und dann ist auch relativ schnell Ruhe, weil sie dann halt merken auch ... ja, aber das ist nicht so, dass das halt durch viel erzählen, gequatsche, nee, es ist einfach nur, beobachten. Und sobald du lieferst, ist es alles gut. Und dann kehrt Ruhe ein. Das ist so. speaker-2: mit dem Respekt speaker-1: Ja, Frauenbau haben wir gegründet, haben wir deutschlandsweit rausgeschickt und es war eine sehr erfolgreiche Kampagne. haben sich viele im Nachhinein angeschlossen. Dann hieß es Sikernbau oder haben das dann halt umgeändert. Einige haben mich auch angerufen, gefragt und so, wie können wir das machen. Und das war wirklich sehr, sehr gut. Und wir haben in dem Jahr, wir wollten ja wirklich die Frauen auf den Bau. haben in dem Jahr wirklich vier Auszubildende bekommen. Und die sind auch alle, haben ihre Ausbildung durchgezogen. war ich ganz stolz drauf, sind immer begleitet worden natürlich. Für uns war das ja auch, wir können ja jetzt erstmal viel erzählen. Wir machen hier eine tolle Show, wir machen eine tolle Kampagne, super. Aber dann kommt ja die Arbeit. Was ist, wenn die auf die Baustelle geht, wenn die nur mit Männern arbeitet, was passiert dann? Das geht ja schon los vom Sanitärbereich, Sprache, wir haben viele verschiedene Länder, was du vorhin schon ansprachst, die das vielleicht gar nicht respektieren. Das sind ja alles, das muss ja irgendwie begleitet werden, damit so ein Junger Mensch, deswegen habe ich auch immer gesagt, bringt eure Eltern mit, damit sie wissen, wo ihr seid. Bringt sie mit, sie sollen gucken, wir wollen sprechen und damit sie wissen, wo ihr unterkommt. Weil die haben vielleicht auch das im Kopf, so ungefähr, ⁓ Gott, mein Kind geht jetzt hoch. Wie schrecklich, ne? speaker-0: ist ein Abruf! speaker-2: Als ich Hoteldirektor war und wir haben Lehrlinge gesucht, ich habe immer zu unseren Lehrlingskandidaten gesagt, super, wir reden über die Lehrstelle sehr, gerne, aber zuerst mit deinen Eltern noch. Mit deinen Eltern mit. Und das war völlig unüblich. speaker-1: Genau. speaker-2: Völlig. Aber die Eltern müssen wissen, dass eben gerade in der Hotellerie du am Wochenende arbeitest, du eben Weihnachten arbeitest, du eben Ostern arbeitest, du eben am Sonntagabend arbeitest oder dafür in der Woche frei hast. Das Verständnis für den Beruf, das Verständnis für die Berufung für diese jungen Menschen, die eben in so einen Beruf einsteigen wollen, muss von den Eltern gebäckabt sein, weil sonst hast du ständige Diskussionen. Entweder mit dem jungen Mensch. Oder mit den Eltern. speaker-0: Deswegen fand ich es auch so cool, dass ihr gesagt habt. dass die Akademie von 10 bis 14 ging. Ich habe nämlich auch häufig die Diskussion, ja, Frauen in MINT berufen und was auch immer. Viele steigen im Studium ein. wenn ich, weiß ich nicht, Hackathons mit Grundschülern gemacht habe oder Anfang Gymnasium oder was auch immer. Und man redet mit manchen und die sagen dann so, ja, ich fand das so cool. Aber weißt du, zu Hause, da wird mir immer gesagt, das ist nichts für Mädchen. Dann denke ich mir, ja, aber wenn du so aufweigst, Wenn du das eingetrichtert bekommst, dann hast du ja gefühlt gar nicht mehr so die freie Wahl, wenn du wirklich, also das ist zu spät, wenn man im Studium anfängt, weil da hab ich die Wahl schon. Und deswegen finde ich es so cool zu sagen, okay, hab schon von zehn bis 14 quasi angefangen, dann noch so eine Kampagne drauf, dann ... speaker-1: Ja, Wir haben ja schon angefangen, dass wir gesagt haben, Mitarbeiter, wir haben da Kinderbücher aus Bausektor gemacht und so, und dass da schon steht, warum können Frauen das nicht und so was, dass also Kinderbücher da schon erstellt wurden. speaker-2: Gibt es Bobde-Baumann auch auf ... speaker-1: Es gibt Bella-Baumädchen. speaker-0: Ja, ja. speaker-1: Auf jeden Fall, ja, war das immer... speaker-0: Ja, absolut! speaker-1: Ja, und das war einfach wichtig und dass die Eltern einfach auch sehen, dass sich da ja auch viel entwickelt hat. Also wir hatten nachher ein Bürogebäude, das steht ja immer noch, das ist einfach, da haben die Führungskräfte, haben mir immer gesagt, Barbara, wir haben ja keinen Wellnessbereich, die Leute sollen schon noch arbeiten. Also es war schon wirklich high level, aber ich habe immer gesagt, die Leute sind doch lieber in der Champions League als in der dritten Liga. So, und der Fachkräftemangel kommt, wir sehen ihn kommen, dann lass uns doch jetzt vorbereiten. Und dann war immer so, was tun wir mit deinem Schischi, gib mir den Jumpsack, was tun wir mit dem, heißen. Der Blick voraus. Ja, so sprachen die dann ja mit einem. Und dann sag ich ja, ja, aber ihr werdet sehen, wartet ab. Ein paar Jahre später haben sie gesagt, ist ja doch nicht so schlecht, weil dann kamen die Bewerber. Dann die da durch und das ja geil hier, das ist ja cool und so. Dann haben sie dies, das, das, alles toll. Und dann wurde es natürlich auch leichter. Aber das sah man natürlich in der ersten Zeit nicht so. So ungefähr, sollen arbeiten, sollen hier keine Wellness machen und alles. Das sind ja so ganz einfache Dinge. Ein Friseur. Warum? Das ist ein Raum, den zu gestalten. Ich meine, ich war immer kreativ, ich habe immer Spaß gehabt, so was zu machen. Ich habe auch die Gebäude immer im Bau begleitet. sozusagen auch gestaltet und alles und was die Inneneinrichtung eingeht. Und ich dachte, ja, dann machen wir uns zum Friseur. Weil jedes Mal höre ich, ich muss zum Friseur, ich komme nicht zum Friseur, wann soll ich da hin? Ich schaffe es nicht. Ja, dann bitte, jetzt haste. Hör auf zu. Ja, und dann war Ruhe. Das sind so pragmatische Dinge, die jetzt sehr nicht so viel kostet, dass man sagt, man kann sie nicht machen, man muss sie einfach tun und umsetzen. Und das ist einfach der Punkt. die Auszubildenden, haben sich wohlgefühlt, die kamen zwischendurch und dann haben wir gesprochen und sagten, ja, ich finde es total super, ich werde akzeptiert. Und einer hat auch wirklich dies daher sogar vor weiter geworden, hat sich weiter durchgekriegt. Ja, gekämpft, vielleicht ist das falsche Wort, aber man muss schon sich durchsetzen. Ja, sind die gegangen. Ja, und das macht natürlich dann auch Spaß und man sieht, es geht. Aber man muss es begleiten. Man kann jetzt nicht sagen, man lässt jetzt die jungen Mädchen einfach in die Welt und man macht dann nichts. Das ist schon so, aber das macht ja auch Spaß, junge Menschen zu entwickeln. speaker-0: Bei Maschinen war ich noch bei meinem ersten Praktikum. Da ich hingekommen und die haben mich gefragt, welche Schuhgröße. Und ich so, 37, 39 ist das Kleinstellers. speaker-1: Aber genau das ist das. hatten dann ja auch, dann kamen an wie so ein Modepöpfchen und dann denkst so wow, okay, da haben wir jetzt gar keine Berufskleidung gestellt. Genau der Punkt. Und dann haben gesagt, okay vielleicht ein bisschen. Und dann haben wir wirklich gesucht und geguckt, wo kriegen wir jetzt, das sind ja alles, das ist ja nix dran. Dann haben wir gesagt, okay, dann haben wir es einigermaßen dann auch uns darauf eingestellt. Schuhgrößen, Kleidung. speaker-0: Dann haben wir auch Bescheu... Und dann ja, das war halt... speaker-1: Das ist alles so Punkte. Die waren früher nie ein Thema. speaker-0: Ich hab mich auch am Anfang auf der Toilette umgezogen. Es gab halt keine Frauen. speaker-1: Umkleide. das sind einfach die Punkte auch. Da haben wir immer geguckt, dass wir vorne sind, dass wir in die Zukunft gucken, dass wir auch schon einen Schritt voraus sind. Das war nicht nur intern, das war auch extern, dass wir sagen, welches Rad passt noch ineinander. Dass wir nachher gesagt haben, egal welche Schublade man zieht, ob man jetzt Abbruch, Recycling, Tiefbau, Revitalisierung, egal, du kannst alle Schubladen haben, du kannst aber auch nur einzelne ziehen. Und wenn sollte es mal irgendwie sein, dass mal irgendein Part vielleicht nicht so läuft, dann kann der andere vielleicht auch mal auffangen oder wie auch immer. Das war immer so der Hintergrund dieses ganzen Systems auch. Und ja, das hat sehr, gut funktioniert. speaker-2: 2024 bist du ausgeschrieben. speaker-1: Ja! Ja! Ja! speaker-0: Del Nesto a de Jutaslo Genau, genau! Schwergefallen, ich habe es geliebt! speaker-1: Ja, schau! speaker-2: Und du gesagt, so Schluss mit Abbruch. speaker-0: Jetzt ist es die Zukunft. Genau, genau. Was soll das aufbauen? speaker-2: Was Neues bauen. 2024 ist jetzt fast zwei Jahre. Und wie hat sich das angefühlt? Wie hat sich das angefühlt für dich zu sagen, ich gehe jetzt aus meiner Komfortzone, habe alles, was ich mir wünschen kann und starte nochmal komplett von vorne. speaker-0: Ja, korrekt. speaker-1: Ja. Ja, also es war wirklich schon... speaker-2: 30 und 24, äh, 22, 24, sind ja auch wieder ein Jahre. speaker-1: Richtig, genau. Also sind schon mal über 50. speaker-0: ist exakt. Ja, wir sind schon mal über 50, genau. speaker-2: Das ist komplett neu an. Ganz anderen Themen. speaker-1: Also ich glaube, ich habe das Thema, was ich wirklich jahrelang gemacht habe, was noch meine Leidenschaft ist, ich also wirklich noch mal aufgenommen. Und dann habe ich gedacht, du kannst jetzt, ich kam natürlich aus einer anderen Position wie damals, etwas komfortabler. Das muss man auch fairerweise sagen. Man hat schon was erreicht, man hat was geschafft, man hat einen gewissen Background, man ist schon mal. eine wahnsinnige Reise gegangen, für die ich auch mega dankbar bin und ich das auch wirklich immer wieder schätze. dann zu sagen, okay, jetzt nochmal neu, war erstmal so, puh, traue ich mir das zu, gehe ich nochmal diesen Weg. Da muss ich sagen, in dieser ganzen Phase sind auch zwei wunderbare Töchter entstanden. Und da hat man gesagt, irgendwie möchte ich auch noch Vorbild sein für die. zu sagen, egal was irgendwann mal ist oder so, man kann immer wieder starten, man kann immer weitermachen, man kann sich immer wieder nochmal neu erfinden. Und das fand ich auch nochmal ganz spannend, weil, dass sie halt auch beobachten, wie reagiert sie jetzt oder was tut sie vielleicht. Und ja, dann habe ich gesagt, okay, ich gründe Future We. speaker-2: Wir sind auf den Namen gekommen. speaker-1: Ja, erst mal Zukunft sowieso fand ich jetzt schon mal. Und dann habe ich ja gesagt, das geht halt alles nur gemeinsam. Wir bewegen gemeinsam. Future we. Wir bewegen gemeinsam. Und das war für mich wichtig, weil ich weiß aus den vielen Jahren, und ich weiß ja auch aus der Symbiose, dass du sagst hier als Frau und Mann, wenn jeder in seiner Kraft bleibt und jeder seine Sachen, die er am besten kann, wirklich umsetzt, was daraus entstehen kann. Ist ja irre. Also ein Unternehmen, das so groß wird und so, was daraus entstehen kann. Und das wieder, jetzt habe ich gedacht, jetzt kann ich doch anderen meiner Erfahrungen weitergeben. Es zu schade, wenn ich sie jetzt für mich behalte. Ich habe so viel, das war natürlich auch schwierige Zeiten, schöne Lachen, aber auch anstrengende und wirklich Tag und Nacht daran denken. Ja, das war einfach, ist ja nicht immer nur. alles zuckerschlecken oder sowas. Und dann habe ich das natürlich gesagt, ich möchte meine Erfahrung weitergeben, ich möchte jungen Menschen gerne helfen, ich bin ja als Mentorin unterwegs, ich bin als Speakerin unterwegs bei euch und ich bin eigentlich auch nicht unbedingt für die Bühne vielleicht so geboren. Das macht man mir vielleicht jetzt nicht so anmerken, aber ich bin eigentlich auch gut in der zweiten Reihe. Also ich bin jetzt nicht so derjenige, jetzt... Aber ich habe gesagt, ich tue es jetzt und ich... Ich mache es, weil irgendwie, hatte immer so, wenn wir es nicht machen, in unserem Alter auch, wo sollen sie es denn herbekommen? Wo sollen sie die Erfahrung herkriegen, wenn wir nicht nochmal sagen, okay, wir gehen raus und verstecken uns nicht und gehen nochmal. Weil eigentlich so ist es schon immer noch, obwohl ich jetzt schon so lange mache den Job, immer noch so bisschen so, okay, aber ich mache es. Und das finde ich auch immer wieder interessant, dass man trotzdem immer noch für sich dann So eine kleine Aufregung hat so ein kleines... speaker-2: die Gesellschaft anschaust, die du mit aufgebaut hast, die Hagedorn-Unternehmensgruppe und jetzt heute als Trainer, Coach, Mentorin unterwegs bist, Workshops leitest, mit jungen Menschen arbeitest. Wie hat sich das verändert von den jungen Menschen, die du damals übernommen hast und weiterentwickeln konntest und unterstützen konntest, heute in einer Welt mit künstlicher Intelligenz in einer Welt, mit Social Media mit einer Welt. in einer Welt mit Gen Z, Gen Y, wo alle sagen, die kannst du nicht gebrauchen, wobei ich völlig anderer Meinung bin, weil das sind tolle junge Menschen, die einfach schon mit dieser neuen Technologie aufwachsen. Also, dann nimm sie doch da, wo sie stark sind. Wie siehst du das, gerade auch im Hinblick auf Future, auf die Zukunft, wenn du hörst und liest, und ich hab ja auch im Vor... in Vorbereitung mal den Geschäftsbericht 2028 von dem Research-Unternehmen in USA mitgeschickt, was da alles schon passiert ist und was da alles noch passieren wird. Wie kannst du junge Menschen heute auf die Zukunft vorbereiten? Wie kannst du mit ihnen das speaker-1: Mmh. Ja, ich glaube, erstmal ist es ja so, wir müssen die jungen Menschen erstmal generell abholen. Ich habe zum Beispiel zurzeit auch einen Werkstudenten bei mir. Und ich merke doch, wie unsicher die in vielen Momenten dann vielleicht auch schon sind. einfach, weil sie einfach, das ist einfach, die müssen ins Leben kommen, die müssen begleitet werden. Und die brauchen, glaube ich, auch diese, dass man denen immer wieder die Sicherheit gibt, dass was du tust, ist richtig und das ist gut und mach das und das unterstützt. Und die wachsen natürlich mit ganz anderen Technologien auf. Ich musste mich jetzt auch erstmal wieder umstellen. Ich habe vor ein paar Jahren noch einmal WhatsApp genutzt. habe gesagt, lass mich damit in Ruhe. Ich liebe die Kommunikation. Ich will das nicht. Und jetzt bin ich auch noch mit einem anderen Startup auf zwei Kontinenten der Welt unterwegs und delegiere es fast sozusagen mit WhatsApp. Aber das sind einfach Sachen, man muss natürlich für sich selber auch nochmal wieder umdenken. Ich musste für mich umdenken. Ich war ja auch aus einer Komfortzone gekommen. Ich hatte eine Assistentin, die ist das, und plötzlich saß ich da und hab gesagt, ⁓ das ist ja Back to the Roots. Wir fangen mal wieder bei A an, ne? Also machst du das jetzt mal selbst. Scheiße! speaker-0: Das ist jetzt nicht irgendwie das, ich das jetzt gerade so... Okay, ich konnte jetzt nicht rufen, hallo, können wir das mal eben... Also nein, ich musste selber alles von vorne, alles... speaker-2: Wir schneiden nicht. speaker-1: ZU- Okay, man ja gut, man kann es. Das ist der Punkt. Man kann es, man hat es gelernt und man hat es auch nicht verlernt. Und das finde ich einfach so geil. Und das ist einfach so, wo ich gedacht habe, jetzt geben wir mal wieder einen Schritt zurück, es wird dir nichts vorbereitet, du musst alles wieder speaker-0: Was? Das das ÖÖÖÖöÖöööö speaker-1: Okay, aber es hat auch Spaß gemacht, muss man sagen. Und da darf man auch diesen Schritt kann man dann auch ruhig machen. Warum? hab mir nichts, ich vergib mir ja nichts dabei, ob ich jetzt wieder anfange. Ich musste alles wieder, meine ganzen Passwörter, ganzes EDV-System, alles. Ich hab jetzt ... ... hatten wir 15 IT-Lagen jetzt speaker-0: Ich ja vorhin schon ich kriege jetzt über mein Handy geregelt. speaker-1: Ich muss auch auf die jungen Leute zurückgreifen. Aber es ist einfach so, sind wir doch mal ehrlich. Viele Dinge kann ich dann einfach auch nicht. Dann frage ich auch die jungen Leute. Und dann sage ich, wie könnt ihr mir helfen? Das kann z.B. auch mein Mitarbeiter, der kann das viel besser wie ich. Genau das, was du sagst, wie können wir ihnen helfen? Es ist gar nicht so einfach, sie zu begleiten. Ich merke zum Beispiel, sie haben teilweise Angstzustände. habe auch teilweise, ich habe Generationswechsel, die ich begleiche. speaker-2: Angstzustände Zukunftsängste oder Angstzustände Überlebens... speaker-1: Ja, ich glaube einfach ... Genau, dass sie einfach auch in der Realität, die ja dann irgendwann aufprallt ... meine, irgendwann kommt halt das Leben. Und das Leben ist halt nicht immer nur kuschelig. Sind die manchmal nicht teilweise, glaube ich, so gesettelt. Manchmal entsteht es aus den Eltern aus. Wir haben es in der Corona-Zeit leider sehr, sehr stark gesehen. Ich habe immer gesagt ... Wir geben keine Richtlinien vor. Ihr seid alle alt genug. Ihr seid erwachsen. Ihr wisst, ihr wohin geht. Ihr wisst, was ihr macht. Ich mache jetzt hier keine Einbahnstraßen auf dem Büro. Ihr seid ehrlich gesagt, appelliere an euren Verstand. Ihr wisst ja, was zu tun ist. Ich fange jetzt nicht hier an, euch hier überall die Richtung zu geben. Und auch die Richtung zu geben. Wir haben alles gemacht. Wir haben die auf der Baustelle, haben wir die geimpft, möglichst geregelt. Aber auch da hilft dir keiner. Es sagt dir keiner, wie du es machen musst. Du musst entscheiden. Du musst Verantwortung übernehmen. Und du musst in dem Moment für dich entscheiden. Auch wenn es da ⁓ so schwere Dinge geht. Zu entscheiden, ja, nee, wir machen weiter oder wir versuchen, großmögliche Sicherheit zu bieten. Aber trotzdem machen wir keinen Stillstand hier. Wir haben natürlich auch nicht Homeoffice gebracht, aber die kamen nachher alle wieder, weil ihr sagt, dein Zuhause ist nicht so schön wie bei euch. speaker-2: Da bin ich Meister. speaker-1: Und hier kriege ich Frühstück, Mittag, hier kriege ich alles. speaker-0: Da muss ich ja die Spiegelmaschine einräumen. Wie schrecklich! Aber hallo, aber hallo, jaja. speaker-2: Das ist schon im Gefängnisbereich. Wir haben lebenslangen, also wir müssen dreimal am Tag essen. speaker-1: Ja, wirklich. es ist einfach, und das ist auch diese Verantwortung, Sie übernehmen müssen. Ich merke, wir sprechen mit vielen jungen Menschen. speaker-0: Das ist alles. speaker-1: Ja, wie soll ich sagen, die sind unheimlich positiv, gehen die schon nach vorne, aber sie merken dann auch, wie schaffe ich das denn jetzt, wie kriege ich denn jetzt den Job hin, wie verdiene ich denn die Kohle, kann ich mir überhaupt jemals ein Haus leisten? Was ist mit Kindern? Kinder? Weiß ich nicht, ob ich Kinder möchte. Wie soll ich das machen mit der Verantwortung? Wie soll ich das alles hinkriegen? Wie leiste ich mir das? Also die merken schon auch jetzt so langsam, sind angekommen und ... Das wird zwar immer so schön erzählt und es wird auch toll gemacht und sie werden gefördert und sie werden das ist. Aber im Endeffekt ist es so irgendwann müssen sie ja mal liefern. speaker-2: Staat kann ja nicht Menschen durchs Leben begleiten und ständig geben. Das funktioniert ja nicht mehr. Sondern irgendwann muss der Mensch ja sich selber, irgendwann mal selber eben das Leben lernen und eben auch lernen, selbst die Verantwortung zu übernehmen. speaker-1: Ja und das wird oft euch unterschätzt, weil es hilft dir erstmal keiner dabei, das habe ich jetzt ein paar Mal erlebt. Und dann ist es auch so, es ist halt auch harte Arbeit. Das wird dir nichts geschenkt. Und da kannst du noch so, ich meine es wird ein paar geben, bestimmt auch ein paar Start-ups, wo du sagst, boah, die fliegen, Wahnsinn, die haben richtig Glück gehabt, die richtig abkassiert, mega. Meistens fallen die dann in eine, äh, was mache ich jetzt? Werden unsicher, äh, was mache ich jetzt mit der Kohle? Und fallen in ein anderes Loch. Und ich finde, Mensch braucht eine Aufgabe und braucht einen Sinn in seinem Leben und was er tut. Und deswegen habe ich ja auch gesagt, ich mache auch wieder was. Ich lege es auch jetzt nicht hinter die Füße hoch. Ich werde ja irre. Du kannst auch nach 30 Jahren so eine Maschine nicht so abstellen. Und dann, ich finde auch, dass ich einen Sinn noch wieder habe und sage, ich kann das den jungen Leuten weitergeben, ich kann ihnen meine Erfahrungen weitergeben, ich kann ihnen helfen. Aber ich glaube, das braucht auch jeder Mensch. Wenn die da so durch die Gegend, ja, mach ja hier ein bisschen und da ein bisschen und da, aber Es ist keine Strukturen, dass sie die Strukturen haben im Leben, dass sie wissen, wofür sie es tun. Warum mache ich das? Das hat sich ja auch der Arbeitswelt stark geändert. Die kamen ja nachher die Mitarbeiter und sagten, wir hatten ja dann auch das nächste Problem, dass sie aussuchen konnten. Das heißt, also die konnten wählen, wo gehe ich hin. Das war ja mal anders. Da waren sie froh, haben sie dich ⁓ den Arm, wenn sie einen Job kriegt. Und nachher musstest du dich echt performen, dass sie zu dir kamen. Das hat sich ja komplett geändert. Da musstest du dich ja auch nochmal neu umstellen. Ja, das ist gut. speaker-2: Das ändert sich gerade wieder. speaker-1: Ja, habe ich jetzt auch schon wieder öfter mitbekommen. Das ist auch gut so. Aber auch da sagen die auch, was mache ich denn hier? Was betrage ich denn zum Unternehmen bei? Die wollen ja auch einen Sinn sehen. Sie wollen auch wieder gucken, wo bin ich eingesetzt und wollen nicht nur sagen, hauptsache ich irgendwas. Wollen die ja nicht. wollen ja schon. Und da ist auch gut, wenn man schaut, sie fangen vielleicht irgendwo an. Das ist es nicht ihr, jetzt waren wir groß genug und konnten wieder in einzelne Abteilungen bringen. Und irgendwo hast du gemerkt, dieses, wow, jetzt blühte auf oder sie. Das ist richtige Umgebung. jetzt ist sie angekommen. Da brauchst du auch nichts mehr sagen und du brauchst sie auch nicht mehr schieben, sondern die gehen von alleine, weil sie Interesse daran haben, weil sie eine Leidenschaft daran haben und dann laufen die auch. Und wenn du das rauskriegst, dass du weißt, was sie gerne machen und wo sie für brennen, genau, wo sie richtig brennen, dann speaker-2: Stelle posiert. speaker-1: Dann geht das, dann ist das super. Und dann brennen sie auch und dann liefern die auch und dann gucken die auch noch nicht nach einer Stunde, weil sie einfach in ihrem Element sind. Und das wissen wir ja alle selber, wenn wir vielleicht ein Hobby haben, wenn wir das was gerne tun, was wir lieben, dann machen wir. speaker-0: Vergiss mal die Zeit. speaker-2: Ja, Deutschland 36 Stunden Woche und noch gestreikt für noch weniger Arbeitszeit und noch mehr Geld und so weiter funktioniert auf Dauer nicht mehr. Weil der Sozialstaat ist feierabend. speaker-1: Das funktioniert auch. Ich sage immer, Schlaraffenland ist abgebrannt. Schlaraffen? speaker-0: ⁓ Denk mal was wir haben. ⁓ speaker-2: Warum? Du bist jetzt ja auch seit 2024 wieder ein Start-up. Du bist klar in deiner Linie, du bist klar in deiner Kommunikation, du bist klar in dem, du tust. Warum scheitern Start-ups oftmals an der Realität? speaker-0: Ja. speaker-1: weil es auch echt Arbeit ist. speaker-0: Das ist halt nicht nur der Flipperkasten. Ja, es ist echt Arbeit. Ja, ja. Also ich finde ja, alleine in Deutschland eine Firma gründen, den ersten Brief, den man bekommt, ist von der IHA Kanerich. Genau. Also da kommt ja niemand und sagt, cool, danke, dass du hier bist. speaker-2: und die Obstschale. speaker-1: So Nein, überhaupt nicht. Und es kommt nicht nur die Rechnung, es kommen so viele Rechnungen. Du musst dich ja auch, ich meine, du musst ja irgendwie die Buchung machen, du mit dem Steuerberater, du musst dich besprechen. sind ja alles Dinge, die willst du ja eigentlich gar nicht. Als junger Mensch. musst keine Sachen verwirklichen. Du willst dein Produkt oder je nachdem was ist. Aber du willst doch nicht mit diesen Sachen auseinandersetzen. Jetzt hast du aber, stehst du da, musst du ja, weil du hast ja niemanden dafür. speaker-0: Da wird es total eins, total eins. Du willst ja da... nicht? speaker-1: Und dann kommt so die Realität so langsam an. Was ist das denn jetzt alles? Gott, so ein Monat ist ja echt schnell um. Jetzt muss ich ja wieder bezahlen. Und das ist auch spannend, denn wir haben ja auch noch wieder ein Start-up und wir haben noch ein paar Fond und sind mit dem auf zwei Kontinenten unterwegs und alles. Das ist auch wieder, das ist einfach Tag und Nacht Arbeit. Das ist kein Spaß. speaker-2: vom Gelb nach Mutter üben. speaker-0: Wie mache ich das denn? Ja, ja. speaker-2: Du arbeitest auch noch in verschiedenen Zeitzonen. speaker-1: Ja, genau. Also wir sind in New York und sind da. in Paris haben wir noch eine Abfüllstation in New York und in Deutschland sind wir jetzt auch gelistet. Und das sind natürlich alles Sachen, obwohl wir echt diese Erfahrung haben und wir machen es im Grunde ganz, ganz, ganz kleinen Team. Obwohl die Erfahrung da ist und wir mit Sicherheit jeder anstatt einen drei Jobs machen können, ist es nach wie vor Arbeit. speaker-0: Ja. speaker-1: Und immer wieder gucken und immer wieder positionieren, immer wieder schauen, was ist besser. Und das ist einfach was heutzutage du musstest wirklich wollen. speaker-2: Das heißt, mit Future We hast du deine Berufung, junge Menschen zu unterstützen, Mentorin, Coach und Speaker. Auf der anderen Seite diese Parfüm-Marke. Da triffst du ja mit Influencern auf eine komplett neue. speaker-1: Ja, ist total spannend. Ja, total. speaker-2: Also das muss ich mir doch was sagen denn deine zwei Mädels, also deine zwei Töchter zu Hause. Wer von den zwei ist das Topmodel und Gesicht nach außen? speaker-1: Ja, ist nicht einfach. Also ehrlich gesagt muss ich sagen, dass die beiden Töchter sind noch ein bisschen zurückhaltend. Sie sagen, was macht ihr da eigentlich alles? So weißt du, so... Okay, die lassen uns auf... ...erst mal auf sich mehr wirken. Weil es ja immer, das, ich sag mal, ich muss gucken, dass sie das jetzt nicht hören, aber... speaker-0: Haha speaker-2: nicht die Insta- Sie werden es haben. speaker-1: Aber es ist ja so, wenn die Mutter das macht, es ja erstmal anders, als wenn es vielleicht Fremde machen. Es ist ja so. Und jetzt kommt sie da plötzlich mit irgendwelchen... Wir sind jetzt in den Hamptons. Ich jetzt einen Model von Insta gesucht, die läuft da jetzt rum, macht dies und das. Und wir kriegen den ganzen Content zugeschickt, deswegen muss ich da jetzt nicht hinfliegen, das ist ja auch immer wichtig. Und dann so... Okay. Und sie registrieren es, aber ich ich muss noch sagen. Und jetzt auch... speaker-2: Also die Geiss sind so ohne Robert. speaker-0: Ich natürlich interessiert, würdest du sie auch mit einspannen, weil du so meinst, ist quasi von deinem Vater? speaker-2: Wenn Sie es wollen... speaker-1: Also für mich ist es ganz wichtig, dass die frei entscheiden können. Sie können in die Baubranche gehen, sie können in die Beauty-Branche gehen, sie können machen, was sie wollen. Hauptsache, sie machen es gerne und mit Leidenschaft. Sie haben einen Umriss bekommen in ihrem Leben, ich, den nicht alle Kinder bekommen. Das ist schon sehr privilegiert. Sie sind privilegiert groß geworden, sie haben ein tolles Umfeld und alles. Aber im Endeffekt müssen Sie entscheiden. Und ich werde nie irgendwie Sie in eine Richtung drängen wollen. Sie haben alles gesehen. Mehr kann man nicht tun. Sie haben das Leben gelernt. So gut es geht, man kann nur so gut es geht Sie begleiten. Man schafft nicht alles. Und man ist ja auch nicht immer perfekt. Und man macht selber auch Fehler. Und auch in der Erziehung macht man Fehler. Aber mehr kann ich Ihnen im Moment nicht mitgeben. Und deswegen wollte ich noch weiter Vorbild sein. Und dann sollen Sie entscheiden nachher. Und sie sollen erstmal in die Welt hinausgehen, sollen erstmal schauen, was gibt es noch, außer unseren Umkreis und unser Dunstkreis. Und dann sehen wir, was vielleicht hängen geblieben ist oder was. Aber ich bin da total offen. speaker-0: Ja. speaker-2: Was bedeutet für dich Glück auch jenseits der Leistung, jenseits des Schaffens, jenseits des Arbeitens? Weil man redet immer von Leistungsglück und Leistungsfreude. Aber es gibt natürlich auch noch ein Leben nebene der Arbeit. Ist das als zehnjähriges Mädchen Vorreiten? Ist das Reiten heute immer noch ein... Bist du immer noch glücklich im Sattel zu sitzen oder ist das überhaupt noch Teil deines Lebens? speaker-1: Ja, dadurch, dass beide Töchter reiten, das ein großer Teil meines Lebens. speaker-0: Drei Pferdemädchen. speaker-1: Ja, es war jetzt nicht der Plan irgendwie, aber es hat sich so ergeben und ich bin ja mit Pferden groß geworden und ich bin jetzt ja nur noch, ich sag mal, freizeitmäßig unterwegs. Ich reite gerne durch die Rocky Mountains. Ich war im Oktober in Kanada und es war so schön. Und das ist wirklich Moment des Glücks in der freien Natur mit dem Tier einsein und wirklich sagen, boah, das ist echt so schön und man kann das so genießen. Das ist wirklich großes, großes Glück. ich war auch zum Rindertreiben in Wyoming. Und das ist natürlich auch harte Arbeit, aber trotzdem auch Glück. Aber ich bin auch wahnsinnig glücklich, die Zeit mit den Kindern zu genießen. Ich habe immer gearbeitet und war froh, dass meine Mutter ausgehäuft hat in den Jahren des Aufbaus, dass die da war. Und hätte ich das auch nicht geschafft. Und es ist jetzt so eine tolle Zeit mit den Kiddies. das sind so, wenn die morgens aufstehen und natürlich gibt es dann auch immer so, sie sind da. Ich kann es genießen und wir können es toll unterhalten mittlerweile. Wir sind viel unterwegs mit den Turnieren. Wir singen im Auto. Das sind für mich so Momente des totalen Glücks. Das sind auch so kleine Momente, kann man gar nicht immer so... Das ist jetzt nicht immer die große Reise. Das ist einfach auch, du... Ja, wenn du da sitzt und beobachtest sie und sie sagt einen Satz und denkst, wow, die ist aber jetzt echt erwachsen geworden. Und so einfach so... So schöne Momente in dem Moment. Ich genieße das wahnsinnig, denen jetzt so die Zeit zu verbringen und so viele Stunden zu haben und versuche das auch wirklich nochmal richtig auszukosten, bis die erste aus dem Haus ist. Aber natürlich sind das auch in der Pubertät, brauche ich auch nicht zu erzählen, da knallt... speaker-0: dann auch schon, so ist das jetzt nicht, ist jetzt alles nur happy life. speaker-1: Aber das muss man auch aushalten, finde ich. Und ich finde, wir müssen heute vielleicht mehr neben ihnen hergehen, sie sich vertrauen zu Und sie müssen ihre Erfahrung machen. Und das müssen wir als Eltern ja auch lernen und sagen, okay, wir schalten jetzt mal einen Gang zurück und trauen ihnen das zu. Das ist gerade eine spannende Zeit. speaker-0: Ja, ja, ja. speaker-2: Du sagst gerade, es ist gerade eine spannende Zeit. Wir haben ja wirklich gerade eine total verrückte Zeit. Und seit letztem Samstag haben wir ja nochmal eine neue Weltordnung und nochmal eine Großbaustelle in internationalen, globalen Politik, Wirtschaft. wird sich alles nochmal wieder verändern. speaker-1: Wahnsinn, speaker-2: Was sind die Ratschläge, die du auch mitgeben kannst? Für deine Töchter, aber auch für die Unternehmen, die du berätst. Für die Unternehmen mehr, die du berätst und coacht. Und die jungen Menschen, mit denen du zusammenarbeiten kannst, ob das jetzt Leben auf TikTok stattfindet oder ob das Leben jetzt in... In Dubai gerade sind die Leute eingesperrt und kommen nicht mehr weg. Das ist auch irgendwie so das Gefühl, Dubai, das Paradies, und auf einmal ist das Paradies abgeschlossen, ist natürlich eine ganz andere Situation. Nichts ist zu trotz, das haben wir alles in unseren Aufbaujahren und beim Erwachsenwerden alles schon selber miterlebt. Nur die Zeiten haben sich geändert. Heute sind sämtliche News Sofort abrufbar und anschaubar. Das heißt, was ist da deine deine Inputs, die du den jungen Menschen auch mitgeben kannst oder den anderen Unternehmern mitgeben kannst? speaker-1: 27 Stunden. Ich glaube, was ganz wichtig ist, dass wir unsere Intuition nicht vergessen. Dass wir wirklich, und das sage ich auch immer, oder versuche ich auch den Kindern zu vermitteln, hört auf eure innere Stimme. Die wird ja oft wegtrainiert in jungen Jahren, das heißt, du musst den grüßen, du musst dies, du musst das. Nein, und wenn sie nicht grüßen wollen, hat das vielleicht einen Grund. Vielleicht ist es einfach unangenehm oder sie mögen den Menschen nicht. Das ist doch okay, wenn sie ihn nicht mögen. Warum müssen wir sie? Und ich finde, wir sollten wirklich auf die innere Stimme wieder mehr hören. Sie hat mich oft begleitet, auch manchmal in die Irre geführt, das ist auch klar, es klappt nicht immer, aber es ist schon so, was sagt mir mein Gefühl, was gerade in dem Moment richtig ist? Und das ist leider sehr, sehr verloren gegangen in dieser wahnsinnigen TikTok-verrückten Welt, Insta und was weiß ich alles. Dieses Mal zur Ruhe kommen und was will ich wirklich? Die kommen ja gar nicht mehr zur Ruhe. Die sind ja nur noch on fire und nur noch, da ist ja gar keine mehr. Manchmal, wenn ich mit denen rede, denke ich immer, hallo, hallo, ich bin hier, könnt ihr mal, ne? Und das ist, glaube ich, so eine Intuition zu haben für die Dinge und auch darauf zu hören. Dann natürlich auch Mut nach wie vor, ist wirklich, dass sie einfach mutig sind, mutig auch ihre Stimme zu erheben, mutig voranzugehen, auch in ihrem Job zu sagen, vielleicht das gefällt mir nicht oder wir lassen uns was verändern und so. Immer mit, finde ich, Respekt und auf Augenhöhe. Aber trotzdem kann man sagen, was seine Wünsche sind oder wie man sich das vorstellt. das größte Problem, das ich erlebt habe in all den Jahren, ist absolut die fehlende Kommunikation. Sie sprechen alle nicht miteinander, sie sitzen teilweise gegenüber. Ich habe gesagt, es gibt so lange, sie sitzen doch da. Ja, da kriegen wir nicht hin. Also die fehlende Kommunikation ist so, so wichtig in vielen Unternehmen. Es wird alles so totgeschwiegen, ja, das könnte ja sein, das weiß der doch. Nee, das weiß der nicht. Woher? Wenn man es nicht gesagt hat, weiß man es nicht. Und das ist wahnsinnig. Und gerade die jungen Menschen, es ist nicht einfach, gebe ich auch zu, die jetzt immer so mitzunehmen. Und wie gesagt, habe welche, die haben auch wirklich Angst, ein bisschen vor der Zukunft, die zu begleiten, aber sie auch wieder aufzubauen. Oder wenn ich in Betrieben bin. finde ich auch immer so ein bisschen, ich finde erst mal Humor ganz wichtig, gewisse Leichtigkeit mal wieder reinzubringen. Einfach zu sagen, ja geht nach vorne, macht das, traut euch das, geht los. Und das ist so diese, das ist ja uns sowieso so ein bisschen abhandengekommen, diese Leichtigkeit. Das ist alles immer negativ, ernst. Wie soll die Jugend dann nach vorne gucken, wenn wir sagen immer, ⁓ ist alles ganz furchtbar, was jetzt kommt. Nein, geht nach vorne. Es gibt ja auch ganz viele Sachen, die sind ja nicht so schlimm, wie sie auch vielleicht manchmal dargestellt werden. Ja, macht eure Erfahrung. Und das ist ja auch, ich komme auch noch mal wieder auf Corona zurück. Weil auch da, es wurde so schlimm und die meisten mussten ja nachher in Therapie, weil sie einfach... Aber was war das? Das war ja wie so ein... Wo du denkst, so... Ich habe immer in den Kindern gesagt, wir machen alles weiter wie bisher, wir gehen locker damit ⁓ Locker, weiß, was ich meine, ne? Aber wir machen jetzt kein Drama. speaker-0: Ich Kopf schlimm. speaker-1: Ich hab meiner Mutter gesagt, komm vorbei immer, kann dich nicht alleine zu Hause sitzen lassen. Natürlich, es ist immer ein Risiko im Leben. Das Risiko müssen wir eingeben, müssen Verantwortung dafür übernehmen. ich habe Verantwortung dafür, meine Mutter, kommst jeden Tag. Wie immer. Und das war ihr Ziel, das war ihre Aufgabe. Und da hab ich gesagt, wir sind doch hier in einem Kreis. Und das hat sie einfach weiter, da konnte sie gut mit leben. Da war sie einfach, weil die ist jetzt mittlerweile über 80, da kann ich jetzt nicht sagen, du bleibst jetzt hier allein zu Hause. Und ich komme mit einer Maske, kriege ich ja einen Knall. Also die ist ja so. Und das ist auch wieder Verantwortung. Und auch da zu sagen Nein, ich mache das. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Aber trotzdem ist es wichtig, die dementsprechend zu begleiten. Also ich bleibe dabei Mut, Leichtigkeit, Humor, dass wir einfach mal wieder bisschen fröhlicher werden. Ja, und wenn ich dann Kinder bei uns sehe oder die Jugendlichen kommen und die haben Spaß, dann bin ich so happy, dass sie quatschen, dass sie lachen, dass sie Blödsinn machen. Die müssen ihre Erfahrungen auch machen. Es sind nicht immer alle schön und man denkt, das könnte jetzt auch bleiben, aber gut. Aber es gehört dazu. Wir können sie auch nicht in Watte packen und wir haben früher auch Blödsinn gemacht und bei uns wurde es Gott sei nicht aufgenommen. speaker-2: Ha! speaker-0: Ich lebte in einer Zeit, gab es noch keine... Ich dachte, war noch eine gute Zeit. Diese Einmalkamera, da hab ich doch viele Bilder, wenn ihr die jetzt rausholen würde von manchen. speaker-1: Ich auch! Mmh. speaker-2: Schotterblume. Eine Frage noch zur Schotterblume. Jetzt wird dann irgendwann ein Buch von dir rauskommen. Schotterblume, wie bist du auf diesen Namen gekommen? speaker-1: Ich hatte ein Bild vor Kopf oder im Geiste sozusagen. Ich hatte gesehen, dass die Blumen immer aus dem Schotter, trotzdem teilweise sich noch einen Weg suchen und wachsen. Das war für mich so ein Bild, wo ich gesagt habe, man kann auch bei widrigsten Umständen wachsen und man kann trotzdem wieder neu anfangen oder neu starten. Schotter, gut, okay, muss ich fairer sein, ist natürlich auch ein bisschen mein Leben. Schotter kannst du ja in vielerlei Hinsicht sehen. Ja, und das war für mich so ein Bild, wo ich gedacht habe, das passt super. Also Schotter ist hart, ist Druck, so Leistung und so was. Und trotzdem gedeiht etwas daraus und hat die Kraft zu wachsen. Und das fand ich einfach ein schönes Bild dafür. Und das habe ich umgesetzt. Und dann haben mich ganz viele immer gefragt, Mensch, du musst deine Erfahrungen aufschreiben und so. ich habe immer gesagt, ich weiß nicht, ich habe ein bisschen Zweifel auch, ich das noch nie gemacht. Und habe es jetzt aber wirklich umgesetzt und freue mich darauf. Es ist jetzt fertig bald. speaker-0: So cool, darauf freue ich mich. Sollen wir zu unserer letzten Frage kommen? Also unsere letzte Frage ist, wenn dein Leben ein Hinweisschild hätte, was würde da draufstehen? speaker-1: Ja speaker-2: Wir haben uns auf ein signiertes... speaker-1: Ja, das war eine ganz aufregende Reise. speaker-2: Ein Straßenschild und ein Hinweisschild. speaker-1: Das ist gar nicht so einfach, Frage. Muss ich mal kurz drüber nachdenken. speaker-0: Da freuen wir uns auch auf die Abkürbungen, weil das soll noch keine einfache Frage zum Abschluss sein. Nein, nein. speaker-2: Und Sarah macht daraus eine Kollektion aus den ganzen Schildern. speaker-0: Ja. speaker-1: Also ich würde wirklich sagen, also geht mit Mut und positiv in die Zukunft. speaker-0: Zukunft und Mut würde draufstehen. noch so ein Pfeil nach oben. speaker-1: Ja, ja, doch, auf jeden Fall. speaker-0: Ja, cool. Ist auch tatsächlich, wenn ich mir anschaue, was sind so die Kommentare auf YouTube oder was auch immer und solche Sachen. Viele fragen dann so, ja, aber wie macht man den ersten Schritt? Und ich glaube, es gibt nicht so diesen, wenn ich jetzt so bisschen reflektiere von den letzten Podcasts, keiner hatte. Doch wir hatten auch welche dabei, die haben gesagt, da gab es für sie so ein Zeichen, aber eigentlich einfach machen. speaker-1: Und bei Mut ist schon auch wichtig. Ja genau, ich müsste ja jetzt sagen aus meinem Buch Haltung, weil das ein Thema ist, aber ich finde das entwickelt sich. Die hast du nicht unbedingt immer sofort, da brauchst du auch Erfahrung für, aber Mut musst du erstmal ⁓ den ersten Schritt zu tun. Das ist wichtig. speaker-0: Ja. Ja. Ja. Zukunftsmut. Viel Mut. speaker-1: ... speaker-2: Aber Haltung, irgendwo habe ich noch gelesen, Haltung schlägt Status. speaker-1: Genau, wenn alles fällt und du nichts mehr hast und du hast keine Position mehr und du hast keinen Titel mehr und du hast nichts mehr, was bleibt dann? Deine Haltung. speaker-0: Ja. speaker-2: Das war's ein schönes Schlusswort. speaker-0: Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit für uns genommen hast. speaker-1: Ja, sehr gerne, war total schön bei euch. Ich hab mich sehr wohlgefühlt. speaker-2: Vielen lieben Dank Barbara Hageldaun heute bei uns im Podcast Before Applaus und ich glaube da kommt hinterher noch ein riesen Applaus. speaker-1: Danke schön, danke. speaker-0: Vielen Dank.