speaker-0: Hallo zusammen und willkommen zu einer neuen Folge Before Applaus. Applaus ist das Echo des Erfolgs. Davor stille Stunden, falsche Wege, echte Risiken. Wir erzählen die Geschichten, die niemand sieht, aber alles entscheiden. speaker-2: Ja, wie vor Applaus. Wir begrüßen heute bei uns ein Podcast. Gerrit Danz. Bonnig. Ja, super. Oder, Sarah? Gerrit Danz. speaker-0: Ich mich mega. speaker-2: Toller Mensch, Kommunikationskünstler und vor allen Dingen auch innovationsgetrieben und kreativ Mensch, der schon alles gemacht hat, von Fernsehen über Agenturleben über Kreativdirektor. Und heute einer der begehrtesten Redner und Trainer und Workshopgeber ist im Bereich Kreativität und Innovation. Schön, du heute da. speaker-1: Danke für die Einladung. speaker-2: Wir wollen ja nicht nur über das heute reden und über das morgen und übermorgen und was Gerrit Danz in Zukunft auf Mallorca anstellen wird, sondern wir wollen heute auch darüber reden, wie bist du dazu gekommen, Gerrit? Wie bist du dazu gekommen aus der Kindheit, Schule, Studium und so weiter? Wieso Kreativität? Was hat dich beeinflusst, Innovation und Kreativität in diese Richtung überhaupt zu gehen? Und wieso hat dich Stefan Aust nachher entdeckt? damit du diese ganze Karriere so weitergehen konntest. speaker-1: Ich weiß es nicht, weil ich ja nicht in meine eigene Genetik reinschauen kann. Aber ich glaube, das ging da schon los. Also meine Eltern waren, die sind beide Kriegskinder, so 1940 geboren, ein bisschen später. Die waren, glaube ich, beide kreative, ohne es jemals ausleben zu dürfen, weil einfach eine blöde Zeit, in die sie reingeboren wurden. Meine Mutter wollte Schneiderin werden. was ein kreativer Beruf ist, durfte sie nicht werden. Also wirklich eine sehr skurrile Geschichte. Der Bruder sollte auf eine höhere Schule gehen, sie nicht. Dafür war dann kein Geld da, weil Mädchen. Sie hätte es wahrscheinlich gepackt vom Intellekt her. Er hat es eben nicht gepackt. Und so wurde denkst, das darf nicht wahr sein. Also das ist schon die mütterliche Seite. Väterliche Seite noch skurriler. Mein Vater war eines der ersten Kinder im deutschen Kinderfernsehen. Also das deutsche Kinderfernsehen ist entstanden in Köln nach dem Krieg. Das war der NWDR, das war damals der Zusammenschluss aus dem Norddeutschen Rundfunk und dem Westdeutschen Rundfunk. Die waren früher eins und saßen in Köln. Und die haben sich nach dem Krieg Gedanken gemacht, was können wir denn in dieses neue Medium für die Kinder bringen. Und da hatte man die relativ einfache Idee. Wir nehmen eine Kinderbuchautorin, versammeln ein paar Kinder sie herum und die basteln dann und lesen dann und wir halten die Kamera einfach drauf. Alles schwarz-weiß logischerweise. Und dann gab es das, was man heute Casting nennt, das hieß wahrscheinlich damals noch nicht so, also ein Auswahlverfahren in einem Kinderhort im Volksgarten in Köln, wo mein Vater eben als Kind war und wurde dann genommen, hatte riesigen Spaß daran und ist dann zu seinem Vater gegangen, hat gesagt, du, ich möchte Sänger und Schauspieler werden, weil das macht so einen Spaß und dann hat mein Großvater gesagt, Nix, da du bist genau das, was ich auch bin, nämlich Autoschlosser. speaker-2: Ich hab doch erstmal was verneuft. speaker-1: Ich lerne etwas und nicht mal erstmal. Ich glaube, da hatte der überhaupt keinen Sinn für. Man kann ja jetzt auch sagen, es war die Zeit nach dem Krieg, da hatte man wirklich andere Sorgen, als dass die Kinder jetzt Künstler werden. Insofern, also das sind alles nicht gelebte Träume und womöglich hat sich das in mir manifestiert und ich durfte dann machen, was ich wollte. Ich habe das tatsächlich schon relativ früh gemerkt, dass irgendwas mit Kreativität und irgendwas mit Bühne bei mir in der Rolle spielen sollte. Ich hatte ein Lieblingsspielzeug. Das war das Casparli Theater. Und ich habe auch so ein Unternehmergehen damals schon gespürt. ist, ich finde, ein Bruchhaus groß geworden. Dann gab es einen Aufzug und ich habe immer Plakate gemalt für Aufführungen. Kostete damals 10 Pfennig, wahrscheinlich mit 10 Cent heute zu vergleichen. Und habe dann die Kinder aus dem Haus eingeladen. Dann kamen auch ein paar und dann habe ich da Aufführungen gemacht. Also das war so der Anfang. Und ich finde, was man daran erkennen kann, ist dass man darauf aufpassen sollte, wenn man Kinder in seinem Umfeld hat, entweder die eigenen oder womöglich die von Freunden oder so. Dass man immer mal gucken sollte, was machen die Kinder ganz ohne Filter vom Herzen her? Weil ich glaube, da steckt wahnsinnig viel drin. Und vielleicht kann man damit das verhindern, was meinem Vater damals vor vielen, vielen Jahrzehnten passiert ist, aus unterschiedlichen Gründen. Aber es gibt es ja heute immer noch, dass Menschen was werden, wo sie am Ende ... gar nicht ihr Herz dran verloren haben. Sondern ich dachte einfach nur, weil die Eltern es auch geworden sind. Ich kenne viele Mediziner, die Mediziner geworden sind, weil die Eltern Mediziner sind. Christiane Pau zum Beispiel, die Scharfspielerin, ist Chirurgin und hat erstmal Chirurgie gemacht, bevor dann sie Scharfspielerin geworden ist. Also insofern glaube ich, dass es gut ist, die Kinder mal genauer zu beobachten. speaker-2: Ja, man sagt ja auch, lass die Kinder mal Kinder sein, statt dass man sie heute schon in Abklärungen schickt und wo in welche Richtung sie gehen könnten oder gezogen werden, in Richtung zu gehen, wo sie vielleicht gar keinen Bock drauf haben. Total. Lass doch mal Kinder Kinder sein, wird in der heutigen Zeit wahrscheinlich immer schwieriger. Weil auch durch das Bildungssystem und durch die ganzen Herausforderungen, in denen wir jetzt leben, immer früher an den Beruf oder immer früher an Lehren oder immer früher an Technologie herangeführt werden und lässt sie gar nicht mehr kreativ und spielen. Weil beim Spielen lernen Kinder ja auch kreativ sein, oder? Und das ist eigentlich heute schon fast so, weil hat ein Kind heute noch Zeit zum Spielen. speaker-1: Absolut. Ich werde ganz oft gefragt, wenn ich Vorträge halte über Innovation, da geht es ja meistens dann Organisationen und Unternehmen und wie die dann eben innovativ werden können und wie sie die Zukunft meistern. Dann kommen nach dem Vortrag häufiger Menschen zu mir und sagen, ich habe jetzt mal eine ganz private Frage, was ist denn mit meinem Kind? Also wie können wir denn da sicher sein, dass wir die richtig positionieren? Das klingt schon sehr nach Marketing, Kindermarketing. Und dann sage ich genau das. Schaut mal zu, was machen die, wie du das gerade sagtest, Olli. Was machen die, wenn die wirklich ungefiltert irgendwo spielen? Schauen wir mal, ob da ein Talent zu erkennen ist. Also bei meiner eigenen Tochter haben wir das tatsächlich so durchgezogen. Die war immer schon selbst als Kleinkind empathisch. Das klingt jetzt so hochtrabend. Nur ein Beispiel. Am Sandkasten. Ein Kind legt sich auf die Nase, blutet. Lilly kommt zu uns gelaufen. nimmt sich ein Pflaster, geht zu dem Kind und verarztet das Kind. Wo wir schon sehr früh festgestellt haben, ist er irre. Wie kommt die denn da drauf? Oder die saß als Teenager auf dem Sofa und hatten ein Smartphone in der Hand und telefoniert mit einer Klassenkameradin, die laut schluchzte, weil sie irgendeinen Leid hatte. Und Lilly stellte irgendwelche Fragen, wo wir gedacht haben, das ist eine Coachingfrage gewesen. Wo hat die das im Gottes Willen her? Ist heute Ergotherapeutin. speaker-2: Okay. speaker-1: Also ich glaube, das ist ganz gut, wenn man die Ohren und die Augen aufmacht und mal gucken, da sieht man die Zukunft. speaker-0: Ich glaube aber immer, wir hatten jetzt selber so ein Event und da wurde dann auch häufig gesagt, danke, dass ich die Chance habe für irgendwas. Ich glaube aber, man kann immer nur eine Türe aufmachen. Ob man dann hindurchgeht, liegt ja dann irgendwie an jedem selber. Das heißt, haben deine Eltern dir irgendwelche Türen aufgemacht, die du dann nutzen konntest? Oder wie bist du dann auf deinen Weg quasi gegangen durch welche Türen? speaker-1: Ich glaube, das war nicht mal eine Tür, das war vielleicht einfach ein Vorhang. Womöglich auch ein dünner Vorhang, ich weiß es nicht. Aber es war auf jeden Fall nichts, was irgendwie verschlossen war. Und ich hatte bei meinen Eltern gespürt, ich an sich machen kann, was ich möchte. Das ist ein gewisses Grundvertrauen. Ich hatte auch mal die Idee mit Schauspiel. Das habe ich mal irgendwann platziert. Das sieht natürlich heute auch anders aus. Und trotzdem Schauspieler, da hat man früher mal gesagt, ist die Brotlos-Kunst. Das wird nichts und so. Also ich glaube, da hätte ich mich womöglich schwer mitgetan. Aber damals eben Werbung. Ich glaube, die haben recht früh festgestellt, eben durch diese Neigungen, ich als Kind hatte und dann eben auch die Dinge, die ich dann so zu Schulzeiten gemacht habe, dass das womöglich ein Weg des Herzens ist. Ich habe irgendwann Theater gespielt. Ich hatte mit 17 einen Jürgen von der Lippe auf dem Talksofa, den ich interviewt habe in der Schule. Da war Jürgen 37. Und habe gemerkt, das wäre was, wo ich Lust drauf habe. Also das könnte was werden. haben meine Eltern auch immer mitbekommen. Und ich könnte mir vorstellen, dass es ihnen deswegen relativ leicht gefallen ist, mir diese Freiheit zu geben. Das Einzige, wir sehen. Ultra wichtig war aber Abitur. Abitur zuerst. Das ist, glaube ich, auch so Ding aus der Nachkriegsgeneration. Und weil sie beide die Chance dazu nicht hatten. Auch interessant, das lebt man ja dann tatsächlich weiter. Ich habe immer gedacht, meine Tochter müsste das dann auch machen. Oder wir haben das beide gedacht, meine Frau und ich. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, Quatsch. Da kann auch der Familie irgendwie unglaublich gestresst dran sein. Es gibt so viele Möglichkeiten, fernab des Abiturs, Totberufe zu ergreifen. Siehe unsere Tochter Ergotherapeutin heute ein sehr, sehr glücklicher, sehr strebsamer Mensch, die ihre Ausbildung mit Bravour gemacht hat, also wirklich auch notenmäßig, aber am Schulsystem verzweifelt ist. insofern ist es wichtig, dass man, wie du richtig sagst, entweder die Tür locker anlehnt oder vielleicht auch einfach nur einen Vorhang aufhängt. speaker-0: Ja, das ist ein schönes Bild. Und wusstest du dann direkt, was du machen möchtest? Oder hast du gesagt, ich lasse mich jetzt mal treiben in diese Richtung? Ich. speaker-1: Also ich wollte tatsächlich ins Fernsehen. hatte Fernsehmoderationen, war also auch diese dieser Zusammenarbeit mit dem von der Lippe und habe dann auch für den Deutschlandfunk schon eine Radiosendung moderiert als als Schüler. Habe ich gedacht, das ist absolut meine Welt. Jetzt habe ich leider dieses Übel der zu frühen Geburt, als ich Abi machte. Ich ich fing gerade die Privaten an. Also es gab nur die öffentlich-rechtlichen Anstalten und in einer Anstalt-Form gestalten. speaker-2: Das ist ein Anstalt. Der wirbt sich schon freiwillig in einer Anstalt. speaker-1: Ich gehe in die Anstalt. Ich habe überhaupt keinen Bock gehabt, in die Anstalt zu gehen. Das war für mich zu behördlich. Ich nachher auch für die Öffentlich-Rechtlichen viel später gearbeitet. Das hat sich zumindest in Teilen bewahrheitet. Insofern war das mit Fernsehen und Moderation erst mal nicht. Ich hatte überhaupt keine Lust zu studieren. wollte wirklich sofort was machen, also was tun. Und habe über einen Freund meinen Eltern, und das ist vielleicht, deine Frage von eben nochmal zu beantworten, das ist die einzig wirklich praktische Hilfestellung meiner Eltern gewesen. Die hatten einen Freund, der war Grafiker in einer kleinen Agentur in Köln. Und der hat mir eine Liste besorgt von Agenturen in Köln. Alles kleine Agenturen. Da habe ich mich dann beworben. Damals als Werbekaufmann, einer dieser vielen Berufe, die es schon längst nicht mehr gibt. Also zum Hin nur als Diese Berufe, die jetzt alle so wegsterben, das hat es immer schon gegeben. Also bitte jetzt nicht sich ins Hemd machen. Dafür gibt es ja dann neue. Und da habe ich mich beworben, habe eine Werbekaufmannsausbildung gemacht, das hieß damals so. Und bin dann nach zwei Jahren, solange dauerte die Ausbildung, bei der PR Agentur, in der ich die Möglichkeit hatte, auch sofort zu schreiben, weil die ja tatsächlich klein waren. Kein Text da. Dann festgestellt, dass er schon für diese Alter Weil ich diese Schülerzeitungserfahrung hatte. Ich habe dann für Marken Krupps Direkt die großen auch. Und habe gedacht, das lässt sich wohl auch noch... Und habe dann aber gedacht, ich möchte eben nicht in so kleinen Laden bleiben, sondern möchte wirklich auch in die großen Agenturen. Und habe dann wirklich eine einzelne Bewerbung geschrieben, in der großen, bei BBDO. Und das ist dann auch tatsächlich gleich was geworden. Das ist sicherlich auch eine Mischung aus sicher einem gewissen Talent, weil sonst wirst du ja gar nicht angenommen. Aber auch Glück, du musst schon zur richtigen Zeit dort einen richtigen Brief hinschreiben. speaker-0: Na gut, das ist ja bei Innovationen häufig so, viel in den Funnel rein, irgendwann fällt was raus, wenn man dran glaubt, dass man quasi das Talent und alles hat. Bei dir war es dann zum Glück den ersten Ball, den du reingeworfen hast, der direkt so einen Erfolg geführt hat. Na ja, cool. Aber das heißt BDO war dann? BBO. B-B-D-O. speaker-1: WDO geht es aber auch. Das ist Unternehmensverratung. speaker-0: Das heißt, BWDO war dann erst mal für dich so dieses, jetzt bin ich erst mal wo angekommen, war das immer so ein Erfolg oder ein Drücksgriff? speaker-1: große weite Welsen. Allein schon aus diesem Köln raus nach Düsseldorf fahren. Gibt ja so diesen Lokalkampf für Sozis da. Das Quatsche ist ein an sich, ist das doch klar. speaker-0: Oder Kölsch zu alt gewechselt, hallo? speaker-1: Und es kommt noch viel schlimmer. Ich habe Werbung gemacht für Diebelsalt als Kölner. Ich bin tatsächlich, ich habe zehn Jahre da gearbeitet, bin zehn Jahre jeden Tag von Köln auf Düsseldorf gefahren. Also ich habe es sehr gemocht, in Düsseldorf zu arbeiten. Aber ich hätte mir niemals vorstellen können, nach Düsseldorf zu ziehen. Und da geht einem ja schon verdammt viel Lebenszeit verloren. Also jeden Tag eine dreiviertel Stunde nach Düsseldorf-Hünast und nachts oder abends eher nachts. Das hat die Werbezeit der 90er gewesen. Eher nachts zurück nach Köln. ich die Lebenszeit verloren. Aber ja, da fühlte ich mich sehr schnell angekommen. Trotzdem, also das geht eben nicht von jetzt auf gleich. Kreativdirektor klingt super. Ich hab da tendenziell eher länger für gebraucht. Also so 7, 8 Jahre. Gab Kolleginnen und Kolleginnen, bei denen das schneller ging, vor allen Dingen durch Wechseln. Wie es dann eben woanders hingewechselt. Aber das war in ganz vielen Fällen nicht zuträglich. Also die haben sich dann ganz schnell in Hierarchien katapultiert, wo ich schon dachte, danner Wetter, du hinkst ja ganz schön langsam hinterher. Und dann haben die auch sehr viel mehr Geld verdient als ich. So im Nachhinein muss ich sagen, ich bin extrem dankbar für welche Fügung oder Führung auch immer mich da ans Händchen genommen hat. Es hat bei mir bisschen länger gedauert, aber dafür war es dann wirklich auch das, was man heute so als nachhaltig bezeichnet. Also man muss ein bisschen länger auf mehr Geld warten oder auf den Titel. Aber das war sehr gut, weil ich in Ruhe lernen konnte. Die Zeit habe ich mir genommen. Du fängst wirklich als Junior-Text da an. Und ich kann mich erinnern, mein damaliger Chef, Eckhard Rössler, der hat gesagt, die ersten zwei Jahre werden furchtbar. Und sie waren furchtbar. speaker-2: Ja, ich meine damals, es war damals, Köln Düsseldorf, Köln Düsseldorf, 26 Jahre Hamburg. Damals Werbetexter, Jungtexter, Textschreiber, heute Social Media und Influencing. Diese ganze Branche ist ja völlig anders heute. Total. Total anders. Könntest du das heute mit deiner Ausbildung, mit deinem Wissen, mit deiner Kreativität und so weiter... Könntest du dich in der heutigen Welt überhaupt noch zurechtfinden? In dieser Werbewelt, in dieser Texterwelt? speaker-1: Inhaltlich ja. Medial wahrscheinlich nicht. Auch speaker-2: Und den Tempo speaker-1: das Tempo kann ich ganz gut ab. medial habe ich tatsächlich einen Ausflug gemacht im letzten Jahr. Habe hoch fünfstellig Geld versenkt. Weil ich dachte, ich müsste mein Geschäftsmodell auf online umbauen und das alles über Social Media rocken, über Insta und so weiter. Und habe dann festgestellt, also habe das Geld versenkt und habe festgestellt, dass ich es nicht bin. Also ich habe festgestellt, Das ist ja das Führerische immer bei diesen Social-Media-Kanälen, dass man eben Kollegen beobachtet und denkt, so wie der das macht, mache ich das jetzt auch. Und dann stellst du plötzlich fest, du bist das gar nicht. Vom Typ her, vom Charakter her, also dieses, ich nenne es jetzt mal, ohne dass ich das despektiere, ich meine, marktschreierische, das ist überhaupt nicht meins. Ich mich furchtbar unwohl gefühlt. Ich habe Freunde gehabt, die das beobachtet haben, auch Kunden, die mir eben nahestehen, mit denen ich seit langem arbeite, die gesagt haben, speaker-2: Spassist. speaker-1: Du du doch überhaupt nicht. Was machst du da eigentlich? Und habe dann für mich festgestellt, das war eine relativ teure, aber sehr wertvolle Lehre, die mich heute in die Lage versetzt, einfach zu sagen, ich bewundere sehr, wie andere es machen. Ich stelle an mir selber aber fest, dass ich eine andere Qualität habe. Also ich kann sehr gut mit Menschen eins zu eins, gerade jetzt einen großen Event gehabt, wo ich einen Kunden nicht nur einen Vortrag gegeben habe, sondern mit in der Organisation auch drin war eines Events. Und das war eine sehr freudvolle Erfahrung und auch eine Erfahrung, wo ich gemerkt habe, nochmal wirklich wie so eine Bestätigung, es ist lustig, dass man so lange dafür braucht, dass ich sehr gut mit Menschen eins zu eins kann. Und das ist online nun nicht. Vielleicht ist das genau der Unterschied. speaker-0: Naja, Ich glaube, das ist ja auch so eine Art Selbstvermarktung. Ironischerweise, so manche, ich kenne, die andere gut vermarkten können, können sich selber aber, also was heißt, sich selber nicht gut vermarkten mögen, ist auch vielleicht teilweise gar nicht so quasi, sich selber als Produkt zu sehen. das sind, glaube ich, noch mal zwei unterschiedliche Sachen. speaker-1: Das ist ein Phänomen, ich. Ich kenne viele, die supertoll im Marketing für andere sind, aber es für sich selbst eher schwieriger auf die Reihe kriegen. Das heißt jetzt nicht, dass ich Social Media gar nicht mehr mache. Ich mache viel bei LinkedIn, dreimal in Woche, also ordentlich. Aber ich bilde mir jetzt nicht mehr ein, dass ich mein Geschäftsmodell von direkt und live umstellen muss auf Online-Kurse oder so. Ich mache das so in meinem Geschäftsmodell. Ich das hybrid. Es gibt einen Online-Teil und einen Live-Teil. Aber ich muss jetzt keine Online-Kurse über Instagram verkaufen. Jetzt weiß ich warum. speaker-2: Ja, vor allen Dingen künstliche Intelligenz und menschliche Intelligenz, oder? Das ist halt schon noch ein Riesenunterschied. du heute unterwegs bist, eben als Trainer oder als Vortragsredner und du gehst in einen Raum rein und du redest über Kreativität und über Innovation, gerade in einer Zeit, wo viele KMUs und Unternehmen ums Überleben kämpfen. Wie wird dann dein Vortrag überhaupt oder dein Inhalt überhaupt noch aufgenommen? oder sagen die Leute, bleiben wir weg mit solchen Ideen, wir haben momentan andere Sorgen. speaker-1: Der wird insofern gut aufgenommen, ich das sage ich auch immer in der Vorbereitung – ich halte keine Vorträge für Unternehmen, obwohl mich Unternehmen buchen. Ich halte Vorträge für Menschen. Und das finde ich einen riesen Unterschied. Es ist ein riesen Unterschied, weil genau darauf zahlt es ein, nämlich wie geht es denen eigentlich da draußen. Und da sind große Ängste unterwegs und auch so Selbstbewusstseinsstörungen im Sinne von ich packe das nicht mehr. Und zwar ist es ganz unterschiedlich. Es können Leute sein, die vielleicht auch schon lange im Unternehmen sind, die vielleicht so in meinem Alter sind und sind auch vielleicht nie weggekommen, sind immer noch im gleichen Unternehmen, wo du denkst, liebe Güte, dass es das überhaupt noch gibt. Also mein Vater war sein Leben lang bei Ford, so, und ging nie Ford. speaker-0: Meine hat das erste Mal, als ich das Unternehmen gewechselt habe, auch gesagt, fast wechselst du das Unternehmen. speaker-1: Meine Eltern haben gesagt. Und noch schlimmer, du machst dich selbstständig, bist du verrückt. Ich komme aus einem angestellten speaker-2: Der Papa war 51 Jahre bei Nestle. Stellt auch von der Lehre bis zur Pensionierung. Das gibt es heute nicht mehr. speaker-0: Meine Mutter ist Babin. speaker-1: Ja, ist schon. speaker-0: Da wechselt man nicht. speaker-1: Meine Nichte das gerade macht, das ist ganz interessant. Wir sprachen ja eben einem kleinen Ausflug nochmal zurück in die Welt der Menschen, ihren Weg finden oder meinen ihn finden zu müssen und es dann vielleicht dann doch nicht tun. Meine Nichte ist in ein Finanzamt gegangen, obwohl die eigentlich Profilerin werden wollte. Profilerin. Und zwar vor allen Dingen spannend, weil die ist ein Brain. Die ist so was von intelligent, clever, in Hamburg sagt man pleatsch. Wo ich gedacht habe, also sie das sagte mit Profilerin, ich gesagt, das ist es, genau das musst du machen. Und dann kam Feenachtsamt und ich dachte, nein, das wird da nicht. Und jetzt, ja und jetzt. speaker-2: machen wir forensische Arbeiten im Finanzamt und forensische Research. Dafür brauchen sie Profiler. Dafür brauchen sie ganz andere Menschen, Artmenschen wieder, ganz andere Sachen zu suchen und zu finden. speaker-1: Genau, dann ist eben die Frage, wie geht das weiter? Bleiben die denn da drin oder gehen die woanders rein oder haben sie die Chance, eigenen Unternehmen was Neues zu machen? Dann macht es ja irgendwann auch Sinn, länger da zu bleiben in so einer Organisation. Aber das ist eben der wichtige Punkt, dass du irgendwann für dich entscheiden musst, bleibe ich da oder bleibe ich nicht da, zurückzukommen. Da sind eben viele Leute, die sind schon länger da. Vor allen Dingen gibt es Ängste. Das ist das, was ich in den Vorträgen immer auch benenne und totales Verständnis habe dafür. Ich weiß nicht, ob jeder das mit Angst bezeichnen würde, aber jeder macht sich so seine Gedanken. Wie sieht das eigentlich in fünf Jahren aus? Und das ist auch gut so, weil wenn du das nicht machst, läufst du ja irgendwie blind durch die Welt. wir schon Gedanken machen, wie geht das weiter? Und da gebe ich den Leuten in den Vorträgen einfach das beruhigende Gefühl, dass das allen so geht, dass das aber im Hirn auch so manifestiert ist. Wir haben da diese sogenannten Basalgangelien. Das ist so ein schneckenförmiges Gewölbe. Im Hirn haben wir gleich zwei von. Ich nenne das immer das Couchpotato-Zentrum. Da macht man sich das eben so gemütlich, weil das Hirn ja Energie sparen will. Und alles, was neu ist, alles, was Wandel ist, alles, was Transformation ist, ist für das Gehirn immer ein tierischer Aufwand. und eben auch beängstigen. Und selbst wenn er mittlerweile dann klar geworden ist, dass eine Neuerung, nennen wir es jetzt mal eben KI, den Nutzen bringt, falls der Arbeit spart und vielleicht auch Geld spart und so weiter. Trotzdem, die Angst ist größer. Der Nutzen wird überschrieben. Und dagegen anzukommen, schon aufwändig. So geht aber nicht anders. Und mit diesem Verständnis gebe ich den Leuten in den Vorträgen Hands-on-Tipps. Also mir ist immer wichtig, dass dass die was mitnehmen, dass sie am Tag danach mal ein Werkzeug oder drei haben, womit sie sofort arbeiten können. Und da merke ich eine große Offenheit. Also weil du eben sagtest, Oli, dass womöglich die anderes oder besseres zu tun haben oder einfach andere Nöte im Moment haben. Ja, die Nöte ja, aber ich glaube, sobald du ihnen etwas gibst für den Alltag. wo sie wirklich dann an ihrer Zukunft am nächsten Tag arbeiten können, dann sind die total offen. Und das Allerschönste finde ich immer, wenn die nach dem Vortrag kommen und sagen, das probiere ich morgen mal aus, dann sage ich, mach das mal. Und ich eben manchmal auch noch mal so Wochen, Monate später Feedback bekomme, das haben wir mal ausprobiert und das ist dabei rausgekommen. Das finde ich total cool. Also wirklich in die Praxis überleitend. speaker-0: Na gut, finde es einerseits das oder auch selbst Leute, die sich so getriggert fühlen, merkt man ja dann auch manchmal so, ne? Nach einem Protektor ist man nicht so, okay, irgendwas habe ich bei dir getriggert. Aber das heißt, diese Werkzeuge und sowas, hast du das quasi dann auch selber bei dir angewendet? Nach zehn Jahren BBDU? Das riech ich auch sofort. Sehr gut. Dann quasi irgendwann in die Selbstständigkeit danach, also... War dir selber zu langweilig auf deiner Couch? speaker-1: Ja, die Couch ist tatsächlich so. Weil irgendwann bist du als Kreative in Agentur, hast du gefühlt zumindest jedes Briefing schon mal gelesen. Also ich erinnere mich, das Lieblingsbrief von aller Kunden war immer Verjüngung der Zielgruppe. Also dass die zu alt ist und jetzt muss sie halt neuer sein. Ich weiß nicht, wie oft ich das gelesen habe. Und irgendwann denkst du, ja schon klar, Verjüngung der Zielgruppe. speaker-0: Das ist wie so insourcing outsourcing insourcing outsourcing. speaker-1: Genau. Und dann habe ich für mich beschlossen, womöglich ist die Zeit abgelaufen, dann ist das passiert, was du gerade erzählt hast, dass meine Eltern gesagt haben, hast du einen Knall. Weil eben ein Angestellter, nicht nur Haushalt, sondern Familie, es gab vor mir keinen Selbstständigen. Ich bin jetzt nicht sieben Generationen zurückgegangen, wo vielleicht ein Landwirt irgendwo im Oberbergischen Kreis bei Köln Selbstständig war das, weiß ich jetzt nicht, aber die, die ich kannte, bis zu den Urgo-Seltern waren alle angestellt. Und ich habe diese durchgeknallte Idee, mich selbstständig zu machen, in einem Moment, wo es den ausgesprochenen, nicht mal unausgesprochenen Begriff des Kronprinzen gab, für mich bei BBDO. Und ich gesagt habe, ja, aber was nützt es denn? Also wenn ich da keine Freude mehr dran habe, wenn all das Wenn all das, was ich gut fand, irgendwie nicht mehr so richtig da ist, wenn es keine Herausforderungen mehr gibt, dann gehe ich doch jetzt lieber und gucke mal, ob ich mit dem, was ich da so in meinem Rucksack noch andere Dinge tun kann. Und das hat sich wirklich als eine der weisesten Entscheidungen herausgestellt, die ich vermutlich irgendwann mal entschieden habe. Also ich sage immer, es war eine der besten Entscheidungen, dorthin und es war eine der besten Entscheidungen, also vielleicht die nächste beste Entscheidung wegzugehen. Und ich muss sagen, dass all das, ich gelernt habe, all das, was ich von vielen großartigen Chefs, Chefinnen, Kollegen, da gelernt habe, profitiere ich heute noch jeden Tag. Denn das, was du eben gesagt hast, diese Frage, kann ich das heute noch, ich glaube, dieses ganze Marken und Marketingwissen sicherlich auf mich angewendet damals, weil ich habe Werbung macht für Audi und Dr. Ötker und nicht für Gerhard Danz. Aber dieses Anwenden hat sich nicht viel verändert. ist es ja eher schlimmer geworden, ist es lauter geworden, du wusstest, wie Einzigartigkeit, Aufmerksamkeit hat. speaker-2: Stärken. Ja, Primegründig, Relevanz, diesen ganzen Thematiken. Aber auch in der Werbung heute, in der Kommunikation heute. Wir zwei sind Boomer. Wie kriegst du überhaupt noch die Aufmerksamkeitsspanne bei den Gen, Alpha, Beta, Z, Y und X und was es alles gibt? Gerade auch als Werber, gerade auch als Unternehmung, gerade in der Kommunikation, gerade in der Kreativität. Wie kriegst du sie überhaupt noch und wie kannst du sie nachher behalten? Weil es wird ja in einer Geschwindigkeit, verändern sich die Kundenbedürfnisse in einer Geschwindigkeit, die Buchungsbedürfnisse in einer Geschwindigkeit, die wird anders konsumiert. Wie kann sich ein Werber, wie kann sich ein Kreativer heute überhaupt noch auf diese ganzen Thematiken einstellen? Und auch die Agenturen. Was müssen die Agenturen machen? Wie sieht die Agentur, die Kreativagentur der Zukunft aus? damit sie überhaupt noch für ihre Kunden praktisch eben an die Verjüngerung der Altersgruppen rankommt und das umsetzen kann. speaker-1: Es ist ja vor allen Dingen alles dramatischer geworden. Also den Begriff der Kernbotschaft, den gibt es ja wahrscheinlich schon seit 50 Jahren oder 60 Jahren. Aber wenn du heute weißt, dass diese, ich habe ja zu Hause oder hatte zu Hause mit meiner Tochter, die jetzt nicht mehr zu Hause wohnt, Jan Wai. Und die ist ja betitelt worden in einer Microsoft-Studie als Generation Goldfisch. Da hat man ja festgestellt, dass die Aufmerksamkeitsspanne so runtergegangen ist, dass die 8 Sekunden Aufmerksamkeitsspanne haben und dann ist der Ofen schon wieder aus. Entweder hast du es bis dahin gepackt, sie zu erreichen oder nicht. Goldfische haben dann angeblich neun. Ich weiß gar nicht, man so ein Dotz wird. Winkt vom Aquarium, kein Schimmer. Aber das heißt also, du tust dich mit dem Goldfisch leichter als Zielgruppe. Was aber nichts anderes bedeutet als, okay, es war immer schon so, dass du eine Botschaft irgendwie zuspitzen musstest, damit es überhaupt irgendjemand rafft und es sich merken kann. Und jetzt ist es eben noch spitzer. All das, was vorher schon war, ist noch dramatischer. Und darauf hat man sich ja einzustellen. Logischerweise. speaker-2: Sie gewissen Tempo. Absolut. Jetzt ist ja hier in Hamburg die nächsten Tage ist jetzt die OMR. Online Marketing Rockstar. Da werden hunderte von Ständen sein, die Schrill-Marketing machen, die Schrill-Kommunikation machen, die Schrill dich als Kunde suchen, als Kunde versuchen zu catchen und so weiter und so fort. Mit KI-Angeboten, mit irgendwelchen Angeboten, wo du als 57-jähriger Boomer davor stehst und denkst, boah, ey, von jungen Leuten dort, wo du manchmal denkst, ey, kommt mal mit, ich zeig euch mal, wie Brandbuilding, wie wirklich auch der Trust gegenüber dem Kunden und so weiter richtig aufgebaut wird und nicht nur dieses Marktschrei, schreibt. Ich denke, Marketing in der heutigen Zeit und Kommunikation in der heutigen Zeit ist eine ganz andere Herausforderung als früher. Damals gab es Zeitungen, es gab Fernsehen. Heute gibt es Social Media, TikTok. Musst du jetzt als CEO noch Stepptanzen lernen, damit du überhaupt dein Unternehmen irgendwie noch irgendwie nach außen transportieren kannst? Wie siehst du das als Kreativer? Wie siehst du das als Marketer? speaker-1: Dafür gibt es ja unterschiedliche Jobs. glaube, dass du das persönlich nicht machen musst. Grundinteresse sollte da sein und man sollte sich schlau machen, damit einem keiner was erzählt, so glaube ich. Aber ich halte es für noch wichtiger, dass man und zwar egal in welcher Position und auch egal in welchem Job, möglichst viele Erfahrungen, vielleicht auch Berufe, in sich vereint, also möglichst viel schon mal gemacht hat. Ich glaube, das ist viel wichtiger, als jetzt auf den Zug aufzuspringen, von dem wir wissen, dass der E in zwei Jahren abgefahren ist und dann kommt ja schon der nächste Zug rein. Also ich glaube, dass es viel wichtiger ist und das wäre so auch mein Tipp an... an Menschen überhaupt und junge Menschen erst recht, einfach an vielen, Stellen sehr neugierig zu sein und sich das zu sammeln. Das war für mich auch der Grund, warum ich so viele unterschiedliche Dinge in meinem Leben getan habe. Also nachdem ich dann von der Agentur weggegangen bin, dann überlegte mache ich erstmal, dann habe ich erstmal gedacht, muss ich trotzdem Geld verdienen und war Freelancer. Da hast du aber schon wieder mit diesen Briefings zu tun. Verjüngen Sie diese Zielgruppen. speaker-0: Bloß kannst du die Rechnung selber schreiben. speaker-1: Das wiederum ist ein sehr schönes Hobby. Hobby von Hatz, das hatten wir schon, das wäre ein gemeinsames Hobby. speaker-2: Wir haben gestern schon festgestellt bei einem einem bei einem Kaffee, dass wir ein gemeinsames Hobby haben. speaker-1: Dann speaker-0: Ja. speaker-1: Und dann ereilte mich ja tatsächlich das, was ja, sagte ich eben, der eigentliche Traum war, von diesem Jugendlichen ins Fernsehen zu gehen. Und das ist irgendwie skurril. Ich kann mich erinnern, dass ich irgendwann in der Agentur saß und hab gedacht, wenn du wolltest doch zum Fernsehen, aber das Gute hat nicht geklappt und naja, Werbung ist ja so schlecht auch nicht. Also an sich hatte ich das für mich abgehakt. Aber das Leben spielt ja manchmal wirklich verrückte Dinge und Ich glaube nicht, dass ich das irgendwie provozieren konnte überhaupt. Diese Fernsehgeschichte ist zustande gekommen, weil meine Frau Visage ist. Stefan Aus, damals Spiegelchefredakteur und SpiegelTV-Chef, hat sie seit neun Jahren geschminkt für SpiegelTV-Magazin. Und irgendwann hat Stefan Nina gefragt, sei mal Nina kennst du nicht jemanden, der die Nachrichten für Vox moderieren kann? Weil er wusste, die ist viel unterwegs, die kennt viele Leute, die lernt Schauspieler, Moderator an kennen und so weiter. Und dann sagt sie, ne mir fällt erst mal niemand ein, aber ich kann ja mal überlegen. Und dann saßen wir beim Fernsehen auf dem Sofa abends, sagt sie, wolltest du nicht immer mal Moderator werden? Und es ist wirklich genauso passiert. ich sag, ja ja, Jugendraum. Sagt sie, Stefan hat mich gefragt. Ich sag, was? Ja, ob ich einen Moderator kenne, irgendjemand, der die Vox-Nachrichten moderiert. Dazu muss man sagen, Spiegel TV. produziert die Nachrichten für Vox. Das ist eine Auftragsproduktion. So. Und dann habe ich gesagt, ich kann einfach mal hingehen. Und dann bin ich da hingegangen, habe das erste Mal in meinem Leben vom Teleprompter gesessen, habe die Nachrichten runtergelesen. Weiß noch, ich habe einen Lesefehler gehabt. Das war dann Wetter nachher und dann Bewölkung, habe dann Bevölkerung gesagt, das erinnere ich noch, weil das habe ich mir nachher immer mal wieder rausgeschrieben im Prompt da. Und dann gab es Am Folgetag zwei schlechte Nachrichten und eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht war, mal zum Friseur und zieh beim nächsten Mal eine Krawatte an, weil ich hatte ein Polohemd beim Casting an, was für Nachrichten nicht so tauglich ist. Und die gute Nachricht war, Stefan fand dich gut. So, ich nochmal hingegangen, hab dann nochmal ein Casting gemacht, mit Frisur, auch mit einer Frisur. Und dann haben die mich genommen. Und dann hab ich das eine Zeit lang gemacht. Von daraus bin ich zum NDR gegangen. Und dann ist das wirklich so, da kommen wir wieder auf deine Türen. speaker-0: Du das ist! speaker-1: Ja, ja. Das ist diese eine Tür oder der eine Vorhang und dann hast du den Korridor mit ganz, also musst du eben erstmal in den Korridor rein und da sind schon wieder viele Türen. Und diese eine Tür war eine familiäre Beziehung von Stefan aus, der nämlich eine Schwägerin hat, die damals Castingdirektorin war, die suchte für den NDR, ein Programmmoderator, Casting gemacht, zweimal. Und dann war ich beim NDR und habe da zwei Jahre moderiert, was eine wahnsinnige Schule war. Weil du da von der Kamera stehst, die Zellen in einem bitterbösen Ton, erinnere ich mich runter und du bist bei drei wirklich live und da sehen dich 500.000 Menschen. Also ich weiß, ich habe das dann so, die Moderationen, das waren dann pro Abend so sieben, acht und dann kommst du abends eins nach Hause oder morgens, da kannst du auch nicht pennen. Also die Gefahr, dass du da zum Alkoholiker wirst und Ruhwein jede Nacht trinkst, ist schon relativ groß. Und dann habe ich ein Castingtape mit Best-of-Moderation, weil irgendwann gemerkt habe, dass LDR sozial sehr unverträglich ist. Alle vorne sind im Sommer im Park und grünen und du stehst im Block im Studio. Das war irgendwann auch nicht mehr so nett und wird ja auch so gut beim Öffentlich-Rechtlichen. sind es ja wieder die Ansteigenden. speaker-2: von Anstaltslohn. speaker-1: Ich hatte damals einen Kollegen, der sagte, ich moderiere heute in der Tankfüllung. Das kam in der LSD. bin ich auch nicht fett. Dann habe ich mit Best-of-Moderationen nur ein Video gemacht und habe das dann so an alle geschickt, von denen ich mal gehört hatte, dass sie Castings machen. Und dann gab es eben in Köln eine Produktion, die hat mich in ein Casting reingebracht. Da wollte ich nicht hin, weil ich nicht davon wusste, dass da was anstand. Und das war eben Jeopardy. JaPity war vorher von Frank Elstam moderiert worden für RTL und es sollte Neuauflage geben. Und dann haben die mich da irgendwie einfach reingegeben. Die riefen mich an und sagten, wissen sie, dass sie im Casting für JaPity sind? Nö, hat mich keiner gefragt, aber gut. Dann bin ich da zwei Mal hin. fand ich sehr anstrengend, weil das komplett eine andere Nummer war. Also beim NDR mit einer automatischen Kamera und einem Menschen hinter der Glasscheibe und da hast du plötzlich 40 Leute im Studio. Das ist schon echt eine andere Nummer. Also auch herausfordernd. Also ich immer gesagt, das ist mein Bungee. Also ich bin kein Bungee, da fiel zu viel Schiss zu. Aber ich stell mich eben von der Kamera. Und das war sehr anstrengend. dann sah es eine Zeit lang so aus, als wenn es irgendeine bekannte Nase wird, weil ich war war ja nie wirklich eine bekannte Fernsehnase. Und dann riefen sie dann irgendwann an. ich weiß noch, da waren wir hier in den Alsterauen, meine Frau und ich. Es muss ja immer gewesen sein, da stehen so wunderschöne Holzstühle und wir saßen beide in so alten Holzstühlen und dann riefen die anderen und sagten, du bist es. Und dann habe ich aufgelegt und habe gesagt. Jetzt wollte ich nur wissen, ob ich grundsätzlich werden könnte. Mit dieser Last, speaker-0: Erstmal... Das ist sch... speaker-1: das dann los und hat dann zu 220 Folgen geführt, was für heutige Verhältnisse utopisch viel ist. Wenn du heute sieben Folgen produzieren kannst, bist du schon weit vorn. speaker-0: Ja. speaker-1: Und ich glaube, darauf zurückzukommen, diese unterschiedlichen unterschiedlichen Erfahrungen, Werbung, dann Fernsehen, später dann Training, Speaking, Bücher schreiben. Das ist gut. Und je mehr Erfahrungen man machen kann, egal in welcher Branche, umso besser ist man. Ich glaube, tatsächlich auch eine ziemlich gute Vorbereitung für alles, was dann Zukunft ist. wenn man sich technologisch fit macht, gut, aber die Technologie ist auch bald wieder weg. Oder hat sich verändert. speaker-2: Also es ist ja der ständige Change. glaube es auch nicht das Problem von Change generell oder von Veränderung generell, sondern ich glaube es ist die Geschwindigkeit der Veränderung. Wo auch viele sagen, ich komme da nicht mehr mit oder ich kann da nicht mehr mit oder ich bin raus. Ich ganz ehrlich zugeben, ich bin eigentlich relativ fit auch und so, aber ich denke, Change is fine, Change is okay, können wir alles mithalten, aber bitte das Tempo ein bisschen drosseln, weil... Kauppiste mit was neuem, hast du es gelernt oder kommt schon wieder was Neues? Und ich glaube, ist das, vielen auch in der mentalen Gesundheit, Mental-Health und diese ganzen Thematiken. Und ich glaube, ich bin sicher, dass wenn du mit deinen Themen, mit deinen Themen Kreativität und Kommunikation in Vorträge gehst oder in Workshop gehst, dass im ersten Moment die Leute sagen, was soll das eigentlich? Wir haben andere Probleme. Aber wenn so ein Tag rum ist, dann sagen, ich komme jetzt eigentlich mit vielen neuen Gedanken raus, wo ich auch mit den Themen, die ich täglich beschäftigt bin, was verändern kann. speaker-1: Ich glaube, die Leute sind gestärkt. Man könnte jetzt mal sagen, was ist denn der Worst Case? Dann gehst du in die kreative Industrie. Ich habe zum Beispiel mal Workshops gegeben für Enjoy. Enjoy ist der junge Radiosender vom NDR, wo dann so junge, sehr flippige, wahnsinnig nette Würfungmoderatoren sind, wo ich sagen würde, die sind kreatives Epizentrum genauso wie Agentur, Business und so weiter. Und dann redest du mit denen darüber. Und die sagen dann zum Abschluss, ich wusste gar nicht, dass ich so kreativ bin. Wo ich dann denke, ist ja verrückt. Das heißt, die erleben sich selber auch schon nicht mehr als Ideengeber. Und zwar geprägt durch den Stress, den die haben. Die sind eben dann auch 8 Uhr schon in einer Redaktionskonferenz gefolgt von einer Redaktionskonferenz 10, 12 und 2. Und die kommen gar nicht dazu, mal durchzuatmen und sich mal zurückzuziehen, dann wirklich da zu überlegen. Wie können wir von mir aus mal das Wetter so machen, dass wieder jemand zuhört und nicht weghört? Eben auch ein Businessradio, wo man sagen kann, da muss schon was einfallen lassen, sonst... speaker-0: Wem sage ich das hier? Na ja gut. speaker-2: Komm, mal. Was? speaker-1: Auf Wiedersehen! speaker-2: Wir sind heute bei, bei, äh, was sind wir jetzt? Nummer 17 heute, äh, Podcast Nummer 17. Ähm, wir machen das mit wachsender Begeisterung und, äh, und dennoch wissen wir nicht, gibt's einen Podcast Nummer 100. Wir wollen eigentlich dahin. Aber was gibt's denn schon als nächstes? So, über The Fly oder irgendetwas, oder? Du weißt es einfach nicht. Ähm, und, äh, das ist ein, das ist ein interessantes Thema. Wie siehst du denn die Zukunft in dieser ganzen Thematik, Kommunikation und in dieser Zukunft dieser ganze Kreativität? Ist Kreativität überhaupt noch irgendwie gefragt? speaker-1: Ich glaube gar nicht, dass es darum geht, ob es gefragt ist. draußen die, also hier wollen wir jetzt sagen, die Hörer, also die Zielgruppen, die fragen ja nicht nach Kreativität. Kannst das noch bisschen kreativer machen, wahrscheinlich keiner sagen. Sondern ist es ja viel eher der Need der Anbieter. jetzt im Zweifel, wenn es jetzt diesen Podcast geht von euch oder wenn es Marken geht, der Unternehmen. Und das wird nicht aufhören, weil du wirst dich weiterhin an Menschen Wenden, von denen du gerne möchtest, dass die deine Dienstleistung kaufen oder deine Produkte. wir werden immer irgendwie innerhalb eines Massenmarktes sein. mal ist die Masse größer, mal kleiner. Aber es gibt ja immer noch ein Angebot, was so ehrlich ist. Es gibt auch noch einen Podcast. Einen anderen gibt es ja mindestens. speaker-2: Wir haben viel Platz für die Nummer 2 hinter uns. speaker-1: Und so ist es ja immer. Es gibt im Marketing ja einen Begriff, heißt Selbstähnlichkeit. Man sagt ja, die Unternehmen, die Produkte innerhalb einer Branche sind sich selbstähnlich. Eine Versicherung, Haftlichversicherung ist halt eine Haftlichversicherung. speaker-0: Ne, das haben wir auch. speaker-1: Einer bis gleicher war die andere nicht. ich sag mal, es gibt ja immer noch, selbst wenn man gute Qualität abliefert, es gibt ja immer noch jemanden, mindestens einen, wenn nicht mehrere, die das genauso gut machen. Aber das ist erst mal so die eine Ebene. Und jetzt ist die Frage innerhalb dieses Rauschens von so vielen Anbietern, wie kannst du es schaffen, dich zu unterscheiden? Und da kommt die Kreativität ins Spiel. Eine andere Möglichkeit, einen Unterschied zu schaffen, überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Ist Kreativität? Ist die Bereitschaft, immer wieder neu zu denken? Ist die Bereitschaft, sich infrage zu stellen? Womöglich mit der ernüchternden Antwort, wir müssen was tun, sonst sind wir in zwei Jahren weg. speaker-0: Ich glaube auch, es mit Schumpeter zu sagen, kreative Zerstörung, da hast du Kreativität dabei. Ich glaube, das ist was, man muss sich heute zerstören, in der Zukunft noch leben zu können. Also ich glaube, die wenigsten können das machen, was sie heute machen und sagen, das mache ich in 20 Jahren immer noch so. Das passiert nicht. Und selbst die Leute, die einen Job haben und die auch in 20 Jahren noch einen Job haben, davon fällt 50 Prozent weg. Dann kommen 50 Prozent was Neues dazu und selbst die 50 Prozent, übrig bleiben, die werden sich verändern. Also selbst die haben einen komplett neuen Job in 20 Jahren, keine Ahnung wann, auch immer, fünf Jahren, weil manche haben es schon nächstes Jahr. Und ich glaube, ist es umso wichtiger, das zu können, was du sagst. Dass ich sage, dass ich verstehe, wie könnten Radio, Wetternews, anders sich anhören oder was auch immer, weil ansonsten bin ich da nicht mehr da. Und ... Das macht es auch gerade so spannend. Wenn ich mit Leuten rede, sage ich immer, ihr habt jetzt eine Chance. Ich bin jetzt auch nicht seit gestern erst in der Berufswelt, aber auch noch nicht seit 20 Jahren. Aber ich würde sagen, in meiner Zeit der Berufswelt ist es das erste Mal, dass man die Möglichkeit hat, seinen eigenen Beruf zu definieren, eigenes Zielbild und in so einer Vielfalt und Möglichkeit, die ich so noch nie erlebt habe. speaker-1: Deswegen glaube ich auch dieser Satz, man früher immer gehört hat und heute immer noch hört, ist, was willst du mal werden? Das ist Quatsch. Weil das kann erstens überhaupt keiner definieren. ein Zielbild vielleicht, aber eher aus einer, aus einem Herzensthema heraus, das was wir eben schon mal hatten oder so einem, nennen wir es mal, Talentstrang. irgendwo, du sagst, ich bin stark im, also, oder meine Tochter Lilly ist hochempathisch, die wird ... immer ihr Leben lang Menschen helfen. Das weiß ich nicht, ob die Ergotherapeutin bleibt. Vielleicht ist sie irgendwann Therapeutin, Psychotherapeutin. Kann ich mir sehr gut vorstellen. Aber es wird an dem Strang sich entlangketten. Und dann löst sich das ja auch komplett auf. Selbst wenn du studiert hast an der Uni. Also ich habe investiert in einem Unternehmen. Das ist ein deutscher Unternehmer, der in Menlo Park sitzt, im Silicon Valley. Medizintechnik. Da arbeiten Physiker und zwar ausschließlich Physiker an einem medizinischen Thema. Also ein Kontext wurde früher gesagt, also vielleicht Pharmazeuten, vielleicht Mediziner, aber Physiker garantiert nicht. Es geht da die, die heißen Avails Medical. Es geht da darum, diesen, die Krankenhauskeime, die so wahnsinnig gefährlich sind und jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten. früher zu detektieren, als das bisher der Fall war. Normalerweise hat man das immer so gemacht, du hast so eine Plate gehabt, so ein Glasscheibchen, was du unter eine Wärmeplatte gesetzt hast und dann wurde eine Kultur angesetzt. Und das hat eben Stunden bis Tage gedauert, bis du wusstest, was ist das für ein Bakterium und dann hast du mit einem Treatment angefangen. Und die machen es anders. Die gehen von der Physiker-Seite aus, die können den Stoffwechsel des Bakteriums elektrisch sichtbar machen. kommen die und die schaffen das eben innerhalb von einer Stunde. Deswegen heißt der Claim Don't wait for the plate. Und da merkst schon, das ist eine völlig andere Herangehensweise, als das in diesem Bereich jemals war, inklusive der Frage, wessen da eigentlich beschäftigt, sind das Pharmazeuten? speaker-0: Physik? Das ist spannend. Teilweise auch Physik, immer mehr Data-Scientists oder was auch immer, da noch mit reinkommen. Also auch, wenn ich schaue, wie werden Zellen heutzutage denn analysiert? Cell Painting ist, glaube ich, auch ein Thema, was jetzt schon seit ein paar Jahren in der Forschung sich angeschaut wird. Kann ich Zellen quasi sichtbar machen und kann ich unter dem Mikroskop schauen, ob irgendwas wirkt oder nicht, anstatt Testreihen zu machen oder was auch immer. Also super spannend. Was passiert, wenn man unterschiedliche Bereiche zusammenbringt? Und ich finde, ist was, was, ne, weil du warst bei KI, was KI auch immer mehr ermöglicht und vielleicht auch unterstützt, bringen unterschiedliche Bereiche oder, ne, Skillsets zusammen und daraus entsteht irgendwas. Weil jede Sichtweise findet da irgendwie den Platz und, ja, es kommt was raus. speaker-2: wenn die Ärzte wirklich dann forschen. speaker-0: Also ich find's mega. speaker-1: Also wenn du Brustkrebs siehst, wenn ein Radiologe einen Mammatumor sieht, der vielleicht 1000 in seinem Leben. Und da gibst es in die KI rein und der schaut sich Millionen von Bildern an und kann natürlich viel, viel schneller detektieren und rettet heute schon Menschenleben oder verhindert falsche Diagnosen. Was grandios ist. ich finde, ist schon ein Beispiel, was komplett ausreicht, wenn jemand immer noch diese Frage stellt, ob man das mit der KI bitte nicht zurückdrehen könnte. speaker-0: Ja, ja. Und Quatsch. das ist so. Aber wann würdest du sagen, die Frage hatten wir auch zwischendrin mal, was ich immer interessant finde, wann hast du für dich so gesagt, so Mensch, jetzt hab ich was geschafft? Also hast du zwischendrin immer mal so Momente, wo du sagst, ich feier mich jetzt auch mal selber oder es fühlt sich so an, als sei ich irgendwo, wo ich mal sein wollte oder bist du so rastlos und sagst irgendwie, komm ich nie an? speaker-2: ist eine ganz gute Frage. Bei Gerhard eine ganz gute Frage. Er hat jetzt gerade noch mal sein Leben komplett auf den Kopf gestellt. speaker-1: Also das mit dem Feiern, wenn du wirklich meinst, feiern, also ich feiere sehr gerne. Ob ich mich jetzt sehr gerne feiere, muss ich vielleicht noch mal ein Stündchen nachdenken. Aber ich habe schon, und das ist ja auch schon mal so ein Feierstatus, eine große Zufriedenheit. Und die habe ich eigentlich immer dann, wenn ich an den Punkt gekommen bin, wo ich denke, what's next? Wobei ich das gar nicht Also ich kann jetzt auch nicht sagen, da hatten wir eben über Langeweile und WWDO gesprochen und so. Ich hatte jetzt nicht wirklich die Langeweile, dass ich ja Däumchen gedreht habe, sondern das hat sich mir ergeben. So und ich dachte, es könnte jetzt sein, dass ein neues Kapitel beginnt und damals auf dem Sofa sitzend mit Nina und der Stefan aus, dann habe ich auch nicht gedacht, so jetzt kannst du mal was Neues machen, sondern das hat sich… Aber wahrscheinlich ist es doch irgendwie ein offenes Ohr, eine offene Sicht. dass einem was Neues begegnen kann. immer wenn ich dann was gemacht habe, habe ich in mir eine große Zufriedenheit gespürt. Das ist vielleicht das andere Wort für feiern. Und habe gedacht, gut gemacht. Dann hat auch das Buch geschrieben, so ein Buch zu schreiben, dieses erste, dann ist ein zweites dazugekommen. Das Buch geschrieben, sofort einen Tinnitus bekommen, als es dann fertig war. Das passiert ja auch häufiger, wenn man dann eine Arzt hatte. Und dennoch ist doch gigantisch. sowas, ja, das ist eine Zufriedenheit, ich. Das ist eine Zufriedenheit, die aber dann irgendwann dazu führt, dass man denkt, was geht jetzt noch? Also als ich das Buch dann geschrieben habe, habe ich gedacht, vielleicht noch einen Roman. Also zwar jetzt alles Sachbuch schreiben kannst du scheinbar, eine Geschichte jetzt da auch im Kopf. Und dann kommt man vielleicht auf diesen Gedanken. Und ein ganz wichtiger Aspekt, das ist mir immer so gegangen, ist so eine Fröhliche Respektlosigkeit. Also ich meine das im positiven Sinne. Respektlos wird ja oft genutzt im Sinne von du musst andere herabwürdigen, damit du besser dastehst. dieser Falle speaker-2: als Komedy da. speaker-1: Ja, das ist im Beispiel auch gut. Ich meine Respektlosigkeit, also mein Respekt vor einer Aufgabe, wo man dann denkt, ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Aus dem Sachbuchautor kann aus dem jetzt tatsächlich ein Romanautor werden. speaker-0: Ich nenne es teilweise Naivität. Ja? So eine gesunde speaker-1: Gut. Und ich denke dann immer, kennst du nicht jemanden, der das schon mal gemacht hat? speaker-0: Auch guter Gedanke. speaker-1: Und mir ist dann in den Kopf gekommen, dass ich in Kölner Zeiten, so Jugend- und so anfängliche Berufstätigkeitszeit, hatte ich mit Ferdinand von Schirach zu tun. Das war mir Jugendzeit in Bonn. Und Frank Scherzing war Werber in der Zeit, ist, weil der Frank einfach auch Werber war. Der hat ja auch eigene Agentur gehabt und hat auch in Düsseldorf gearbeitet als Kölner. So, also daher kenne ich die beiden. Und dann denke ich mir immer, die haben es ja auch gemacht. Also von Frank weiß ich damals schon, als wir miteinander zu tun hatten, der hat jeden Morgen geschrieben an seinen Büchern, nach Köln, da es geschrieben. Und ist dann jetzt in die Agentur gefahren, da habe ich immer schon gedacht, verrückt, Püpp. speaker-0: Das war's speaker-1: Und irgendwann klopfte dann der Schwarm hoch. Und was ich meine ist, vielleicht ist das ein ganz guter Trick, sich immer mal zu überlegen, kennst du nicht jemanden, der den in etwa schon mal gegangen ist. Und was man da tatsächlich wirklich machen kann, ist, sich in Berufsverbänden anzumelden. Also ich hab auch irgendwann mir ja in den Kopf gesetzt, aus dem Training kommen, als Trainer gedacht, es mir erst mal gefragt worden, kannst du auch Vorträge halten? Wo ich dann dachte ... Weißt du nicht? Hab ich noch nie gemacht. Guck mal, das so ist. Hab mir ein paar Vorträge angeschaut von Menschen, von denen ich mal gehört hatte und bin dann in diese German Speakers Association eingetreten. Dann hast du plötzlich mit Leuten zu tun, die es ja schon machen. Und erstens siehst du dann, okay, so machen die das. Würdest du das auch hinkriegen? Naja, mit ein bisschen Zeit und ein bisschen Übung vielleicht. Nummer eins und Nummer zwei, du gräts ja mit den Leuten ins Gespräch. Und die meisten Menschen sind sehr freundgebig mit den Dingen, die sie gelernt haben. Und dann fragst du einfach nach, wie hast du das gemacht oder wie gehst du damit oder was tust du medial, bekannt zu werden. Aha, es gibt Agenturen. So, also man lernt dann eben aus dem, also im Grunde von Menschlichs schon mal gemacht haben und nur an. Ja, das schon, das ist dieser Mark, wo ist diese Selbständigkeit auch nicht. speaker-0: Wie war das mit den Monopolen? speaker-1: Ich glaube, ist eine ganz gute Vorgehensweise. nochmal zurückzukommen, feiern jetzt eins zu eins nicht, dass ich da so eine Tröte rauspacke. Aber ist schon auch Status quo eine sehr große Zufriedenheit mit der Option. Nächster Schritt. speaker-0: das ist spannend. Hast du ... Also, kostet es dich Mut, nächsten Schritt zu machen? Oder kommt da die Respektlosigkeit und Naivität zusammen, dass du sagst, mit allem, was ich schon geschafft habe, das nächste wird auch gut? speaker-1: Einfach machen. Ich weiß nicht, ob es gut wird. Ich auch noch Sachen gemacht, die ich eben nicht erzähle. Da habe ich auch gesagt, mach mal einfach. hatte Gott sei Dank auch zu dem Zeitpunkt dieses Geld, was ich da reinschießen konnte, gut versenkt. dann eben so. Aber ich denke mir einfach ausprobieren. Weil wenn du es nicht ausprobierst, wirst du nicht wissen, ob es funktioniert. Also hätte ich nie was ausprobiert, wäre ich heute noch da, wo ich damals war. Vielleicht auch gar nicht so unglücklich, aber sicher nicht so beseelt, wie ich das heute bin. speaker-2: frei. speaker-1: Start ist frei. speaker-2: Das ist eine Freiheit. Ein Privileg, frei zu sein. Zu sagen, was mach ich und was nicht. speaker-1: Und es ist tatsächlich ganz gut, also das mit der Respektlosigkeit wirklich positiv gemeint. Nicht jemanden rabwürdig, sondern eher vielleicht sich selber aufwerten im Sinne von schaffst das schon. Ich hatte vor meiner Fernsehzeit noch in der Schülerzeit in Köln groß geworden. Da habe ich irgendwann den WDR, da sind wir schon wieder im öffentlich-rechtlichen Sektor, vielleicht habe ich doch mehr mit denen zu tun, als ich dachte, den habe ich in Griech geschrieben als Schüler. In unserer Schule wurde Karneval sehr stark gefeiert. Köln-Deutsch war das damals, hatten da einen Karnevalsverein. Es gab damals wie immer die Rosenmontagszüge, die ja bundesweit übertragen werden. Und dann gibt es die Schul- und Fädelszüge. sind so diese Viertels-Karnevalszüge, die sonntags stattfinden und wie auch im Fernsehen übertragen werden. Und da habe ich immer gedacht, also Rosenmontagszucht Übertragungsmoderation ist vielleicht eine Nummer zu groß. Da wäre diese Kleineren da, auch in der ARD damals übertragen, mal gucken. Und ich habe einfach einen Brief geschrieben an der WDR und habe gesagt, so wie ihr das macht. speaker-0: Das kann ich auch. speaker-1: Das finde ich nicht gut, habe ich gesagt. Von oben herab ein Redakteur, ihr seid doch keine Kanavelisten in dem Sinne. Aber ich bin jemand, der da unten die ganze Zeit mitläuft. Also ich finde, ich sollte das machen. Beim kaffeschruttigen Anruf von dir. Auch speaker-0: Und dann geht es speaker-1: da, ne? Also ich bin manchmal mutiger, als ich im zweiten Schritt mir es dann zutraue. Und dann haben die gesagt, dann komm mal vorbei. Und dann habe ich damals den Manfred Hübner kennengelernt, das war ein sehr bekannter Journalist beim BDR, und Jan Brüggelmann, damals Bürgermeister von Köln, der hat am Schmidt moderiert, da habe ich den Bürgermeister von Köln kennengelernt, zum Mittagessen im Rathaus. Und habe mit denen gequatscht und dann war ich beim nächsten Zug dabei. auch da. Das sind immer so Versatzstücke, ich nur sagen kann, also... speaker-2: Dafür die Mutig-Cro-Applaus. speaker-1: Mutig reingehen, ausprobieren und dann wirst du schon sehen, du davon hast. speaker-0: Ja, Ja, gut. Ja, ich realisiere dann auch manchmal erst, was ich angerichtet habe, wenn dann der Outcome sagt. speaker-1: Hast du angerichtet. Ein bisschen speaker-2: Das das. speaker-1: doch Wambukles-Schwert, finde ich. Ich auch mal darüber speaker-0: Das möglich. speaker-1: einen Hubschreiber. ich neige dazu, es dann rauszutun. Weil wenn du mit dir selber nur ein Deal hast, dann kannst du sagen, ach nee, komm, das verschieben wir nochmal, ich habe keine Zeit zu. Aber ich neige dazu, dann darüber zu quatschen, was ich vorhabe. Und das setzt einen ja auch irgendwie unter Druck, weil du möchtest ja jetzt auch vor den anderen nicht dastehen als so jemand, der die ganze Zeit nur labert. speaker-0: Genau, muss auch zeugen. speaker-1: Ich glaube, womöglich ist auch das Hilfe. speaker-0: Definitiv. speaker-2: Und für den Abschluss eines Podcasts haben wir immer noch so eine ganz spezielle Frage. speaker-0: Ja, wenn dein Leben ein Hinweisschild hätte, was würde da draufstehen? speaker-1: Ein Hinweisschild, egal welches Schild, Also irgendein Hinweis. speaker-0: Ja, das kann auch ein Straßenschild sein, das kann alles Mögliche sein, da kann was draufstehen. Kann auch zwei Schilder untereinander. Also in Deutschland wären es wahrscheinlich fünf Schilder untereinander. speaker-2: in die Norm. speaker-1: Vielleicht Achtung Wildwechsel! speaker-0: Achtung Wildwechsel. Warum Achtung Wildwechsel? speaker-1: Naja, Wechsel ist Wandel und Wild ist schon manchmal ganz schön wild. speaker-0: Das finde ich gut. speaker-1: Also ich glaube, das könnte man einem Unternehmer schicken. Vielleicht traue ich das in Vortrag ein. Das ist für mich gar nicht schön. speaker-0: Das ist genau Achtung. speaker-1: Und denkt daran, der Wechsel, der Wandel, der hört niemals auf und der ist vor allen Dingen einstimmig wild. speaker-0: Also habt Spaß dabei. speaker-2: Garin, vielen lieben lieben Dank, dass du heute da warst. haben wieder vieles gelernt. Vor allem dich super kennengelernt. Vom Karnevalsmoderator am Sottag in Köln bis heute zum absoluten Kreativ- und Kommunikationsmensch. Vielen speaker-0: Vielen Dank. speaker-2: lieben Dank. speaker-1: Dank euch.