speaker-0: Hallo zusammen und willkommen zu einer neuen Folge Before Applaus. Applaus ist das Echo des Erfolgs. Davor stille Stunden, falsche Wege, echte Risiken. Wir erzählen die Geschichten, die niemand sieht, aber alles entscheiden. speaker-1: Before Applaus heute mit der Florence Schelling. Florence, herzlich willkommen. speaker-0: Vielen herzlichen Dank, ich freue mich hier zu sein. speaker-1: ⁓ Florence, ich freue mich, dass du da bist. zwar total. Also das war eine der größten Wünsche, als ich diesen Podcast gestartet habe, vor allen Dingen hier in der Schweiz, dich mit dabei zu haben. Weil du hast so eine super spannende Geschichte für eine Frau mit Eishockey, Männerdomänen, Management, Männerdomänen und jetzt mit deinem eigenen Unternehmen. Und das finde ich einfach super faszinierend. Before Applaus, Florence. Bevor, also Vorapplaus heißt ja auch, bevor man so erfolgreich wurde wie du, bevor man diesen Applaus bekam, diesen Tipping Point erreicht hat, eben von hart trainieren und immer auf dem Eis und bis zur weltbesten Eishockey-Torfrau, bis zur Aufnahme jetzt 2026 in die Hall of Fame, ist es ein langer, Weg, ein steiniger Weg. Ein eisiger Weg im wahrsten Sinne des Wortes. Erzähl mir bitte, erzähl uns bitte etwas über das davor und was dann passiert ist. speaker-0: Ja, das davor, wie du jetzt gerade gesagt hast, es war ein sehr langer Weg, war ein sehr steiniger Weg oder eben auch ein eisiger Weg. Und da hat wirklich damit angefangen, dass ich schon als Dreijährige Eishockey spielen wollte. Und als Dreijährige, das geht da noch nicht so recht. Also man ist da noch ein Jahr zu jung. Und ich bin einfach meinen Geschwistern nachgegangen und beide haben Eishockey. speaker-1: Gut so. speaker-0: Und ich wollte das auch. Ums Verrecken. Ich wollte nur noch das. Meine Eltern mussten sich da wirklich gegen mich stellen. Sie haben dann auch einen Trainer, der Trainer von meinem Bruder, beauftragt, mir zu sprechen. Von wegen, das geht noch nicht. Ich bin noch zu jung. Sie haben noch keine so kleine Ausrüstung und so. Und ich muss mindestens ein Jahr warten. Alles andere als meine Kernkompetenz. Jedoch glaube ich, dass meine Eltern und der Trainer so gedacht haben, wenn ich Jahr warten muss, vergeht mir dann die Lust dazu, Eishockey zu spielen. Dem war natürlich nicht so. Ich habe wirklich Jahr lang darauf gepocht, dass ich mit Eishockey anfangen darf. Als ich dann vier Jahre alt war, durfte ich das dann auch machen. speaker-1: Sind das schon Mannschaften? Mädchenmannschaften? speaker-0: Nein, das war dann ja natürlich auch so ein Ding, was meine Eltern und das war gar nicht böse gemeint oder so. Meine Eltern haben mir dann auch immer wieder gesagt, ja Mädchen spielen kein Eins-O-Ki. Weil eben das gab es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Und das hieß ja wirklich, dass ich als Mädchen mit den Knaben die Mannschaft musste. Und das gab es auch noch nicht. Und ja, war ich wirklich... Das war mir sowas von egal. Ich wollte einfach mitspielen. hatte Freude oder einfach eine Passion entwickelt für den Sport, was ich gesehen habe von meinen Brüdern. Das eben von der Geschwindigkeit, vom Teamsport selbst, vom der taktische Bereich, technische Bereich. Das hat mich von klein auf an fasziniert. Das ist das Einzige, was mich interessierte. Mich interessierte nicht das Geschlecht. Und dann bin ich einfach meinen Weg gegangen. speaker-1: Du ja in Oberengstringen aufgewachsen. Geht man da zum EHRC Kloten oder zu, Zürich? speaker-0: Näher wäre der Kloten gewesen, es gibt auch noch der HC Urdorf, der wäre auch noch näher gewesen und so weiter. Aber meine Eltern haben Squash gespielt und sie haben beide bei Gezi gespielt, also beim Grasshopper. Und der Grasshopper Club ist ja ein riesengroßes Club mit verschiedenen Sektionen und Squash war eine Sektion davon und Aizuki war eine andere. speaker-1: Ja. speaker-0: Es gibt ja auch Fußball und Uni-Hockey und so weiter. Und dann war das wie so, wir gehen in die Geze-Sektion Eishockey. Und die waren auf dem Dolder. Genau, das war wunderschön dort Eishockey zu spielen oder dort meine ersten Schritte auf dem Eis machen zu können. Das war wirklich eine ganz, ganz schöne Erfahrung. dann, weil Geze war ein kleiner Club, speaker-1: ⁓ schön, die Dolder-Eis-Badeau. speaker-0: Dann kam die Fusion mit Küsnacht, dann ist es zum GCK geworden. Und danach ist die Fusion zwischen GCK und den ZSZ entstanden. Und so ist dann eigentlich ganze große Organisation der ZSZ Lions, wie wir sie heute kennen, entstanden. Und ich war da einfach immer Teil davon. Also ich habe eigentlich meinen ganzen Weg durch die GCK, ZSZ Lions Organisation. speaker-1: Ab wann gab es denn eine reine Mädchenmannschaft? Gab es nicht. Gar nicht? Gab es nicht. Nein, dann aber ab wann? Ab acht, neun, zehn? Weil irgendwie war die Schweiz ja dann auch bei den Olympischen Spielen und so weiter mit dabei. speaker-0: Zum diesem Zeitpunkt Genau. Also es gab Frauenmannschaften, wie wir sie heute kennen. Und das war das eigentlich, was wir hatten. Die Frauennmannschaft, durften ab 14 Jahren dürfen wir in die Frauennmannschaft mitspielen. das, könnt ihr euch vorstellen, da sind 30-jährige Frauen mit dabei und man kommt da als 14-jährige. Das ist nicht so optimal. Aber das war eigentlich so ein bisschen der Weg. den man als Mädchen machen konnte. Bei mir war das jedoch nicht der Fall, ich einfach bei den Jungs so integriert war. Ich war auch gut genug, um bei den Jungs mitzuspielen. Ich habe viel Eiszeit bekommen und habe mich entschieden, diesen Weg weiterzugehen, weil ich da viel besser und mehr profitieren kann. Ich bin dann einfach immer mit den Jungs weitergegangen, bis ich 19 Jahre alt war. Und mit der Nationalmannschaft, das ist ja dann so etwas, parallel läuft. Also Nationalmannschaft bin ich dann mit 13 Jahren, bin ich kontaktiert worden von der Nationalmannschaftstrainerin. Ja. Und also nicht ich, meine Eltern sind kontaktiert worden. Und das war echt lustig, weil wir dachten zuerst, dass es so ein Scherztelefon war. Weil wir wussten, wir kannten das nicht. speaker-1: Ja, 13-jährige, ja. speaker-0: Ich wusste nicht, dass es eine Frauen-Nationalmannschaft gab. Und ja, die haben mich dann eingeladen für einen Trainingcamp. ... immer als Torfrau, ja. Und ja, das ist eigentlich ganz speziell, weil es war auch da, es gab zu diesem Zeitpunkt keine jenioren Nationalmannschaften für die Frauen, sondern das war dann wirklich die erwachsenen Nationalmannschaften. speaker-1: Immer als Toffrauch. speaker-0: Und dann war ich wirklich seit ich 13 Jahre alt bin Teil davon. speaker-1: Wenn man überlegt, ich richtig alles im Kopf habe, wenn man überlegt, die Olympischen Winterspiele sind ja nur alle vier Jahre, wo du hast viermal daran teilgenommen, dann hast du sehr früh in der Schweizer Nationalmannschaft gespielt. speaker-0: Genau, ich habe mit 13 mein erstes Länderspiel gespielt, 14 die erste Weltmeisterschaft, mit 15 ... Genau. Und dann wirklich ... Also es war wirklich einfach ein perfekter Fluss oder so. Weil eben 13 erstes Länderspiel, 14 erste Weltmeisterschaft, 15 Olympia-Koali, 16 Olympia-Teilnahme. speaker-1: hast an elf Weltmeisterschaften teilgenommen. speaker-0: und dann Ich mir das Tränen speaker-1: Deine Eltern zu Hause, der Sohn spielt Eishockey, die Tochter spielt Eishockey. Wer war erfolgreicher, du oder dein Bruder? speaker-0: Das möchte ich gar nicht vergleichen, weil mein ältester Bruder hat in der höchsten Schweizer Liga gespielt und hat das zwölf Jahre lang gemacht. ⁓ wow. Von dem her, er war Vollprofi über sehr sehr viele Jahre. Kann man jetzt natürlich, ich sage jetzt mal den Frauenwerdengang mit dem Männerwerdengang, kann man jetzt so eins zu eins nicht vergleichen. Natürlich, habe Ich konnte an der Weltmeisterschaft teilnehmen, ich konnte an den Olympischen Spielen mitspielen. Das hat er nicht gemacht. Aber er war für eine sehr lange Zeit Profi in der höchsten Schweizer Männerliga. Von dem her... Also, ich habe den Vergleich nie gemacht. speaker-1: man heute einen Vergleich machen würde, wenn man nicht einen Vergleich macht, sondern anschaut beim Fußball, Männerfußball, Frauenfußball. Der Frauenfußball wird jetzt professionalisiert. Es gibt nationale Meisterschaften, gibt Europa League, gibt Champions League, gibt Weltmeisterschaften. Wir hatten in der Schweiz letztes Jahr die Europameisterschaft im Frauenfußball. Diese Professionalisierung im Eishockey, im Fraueneishockey, die gibt es noch nicht. Oder ist das jetzt auch ein Thema, wo jetzt gerade vorangetrieben wird? speaker-0: Die gibt es, die gibt es aber nicht in der Schweiz. Genau, also wenn wir einen Blick nach Übersee werfen in Nordamerika, da gibt es diese Profi-Ice-O-K-Liga für die Frauen. Die geht jetzt dann in die vierte Saison. Unglaublich erfolgreich. Die füllen wirklich alle Stadien. Wirklich sehr, eindrücklich. Und alle Spielerinnen, die da spielen, sind Profi-Spielerinnen. speaker-1: Aber nicht in der Schweiz. Das heißt, die Haare gehen auch nicht während der Woche noch einem anderen Beruf nach, sondern das sind wirklich Frauen-Profis wie bei den Männern, Frauen-Profis, Eishockey spielen. speaker-0: Genau, das ist wirklich eins zu eins gleich. Der einzige große Unterschied ist natürlich der Salaire. Da sprechen wir bei den Männern von Millionen. Gerade gestern wurden die Löhne der Spielerinnen publik gemacht zum ersten Mal. Und da verdient die bestbezahlte Spielerin in dieser Liga aktuell 126.000 Dollar pro Jahr. Im Vergleich zu den Männern ist das absolut gar nichts. speaker-1: Hoja! speaker-0: Aber es ist ein schrägtiger Schritt. speaker-1: ist ein richtiger Schritt nach vorne in die Zukunft. speaker-0: Genau, und die Liga, den musste ich jetzt auch noch weiter etablieren. Die haben zuerst mit sechs Mannschaften angefangen, haben letzte Saison zwei neue Mannschaften hinzugefügt und jetzt auf nächste Saison kommen wieder vier neue Mannschaften dazu. die werden dann nächste Saison mit zwölf Mannschaften beginnen. das ist wirklich die, diese Liga, die sich unglaublich am entwickeln und sie wirklich also. Sieht sehr, sehr toll aus, was sie da kreieren, auch was die Spielerinnen kreieren, wie die Fans mit dabei sind, das Community-Fan-Engagement und so weiter. Also muss ich ganz ehrlich sagen, Hut ab, die machen das wirklich unglaublich stark. Und ja, ich freue mich natürlich, zu sehen, wie sich das weiterentwickelt. Und das ist wirklich ein Blick nach Übersee. Und wenn wir dann noch in Europa schauen, da gibt es Schweden. Schweden hat schon seit vielen Jahren immer wieder kleinere Schritte gemacht. Aber auch da, die höchste Liga in Schweden ist mehr oder weniger eine Profiliga, da gibt es noch jüngere Spielerinnen, in der Mannschaft mit dabei sind, die noch in der Schule sind. Die verdienen noch kein Geld, aber alle anderen verdienen da schon Geld. Und da gibt es, ich sage jetzt mal, pro Mannschaft etwa 50-50, die Vollprofis sind und andere, die vielleicht nebenan noch ein bisschen... etwas arbeiten müssen oder vielleicht noch Studium abschließen und dann eben die Jungen, dann noch die Schule abschließen. das ist wirklich, als Frau im EISOK hat man aktuell wirklich zwei Möglichkeiten, das professionell auszuüben, also wirklich nach Übersee oder nach Schweden zu gehen. Andere Länder wie auch die Schweiz haben Bemühungen, das Ganze zu professionalisieren, sind aber da jetzt noch relativ weit weg von dem, wir in Schweden und in Übersee sehen. speaker-1: Aber wäre das, wenn ich sehe wie sensationell informiert du bist und aktuell bist, gestern wurden die Gehälter veröffentlicht, also du bist ja top aktuell in dieser Thematik drin, wäre das eine Aufgabe für dich, das Schweizer Frauen-Eishockey in die Zukunft zu führen und zu professionalisieren? Gibt es da schon Gespräche? Ist der Vertrag schon unterschrieben? speaker-0: Ja, also... Nein. speaker-1: Was verpassen Sie gerade hier in der Schweiz? Obwohl ja täglich Eishockey speaker-0: Ja, das ist so. Ich muss auch sagen, ich habe seit November letztes Jahr einen Podcast. Und dieser Podcast dreht sich über diese Liga in Nordamerika. diesem Grund bin ich sehr, informiert und ich verfolge das natürlich auch sehr. Obwohl der Podcast selbst geht eigentlich ⁓ die nächste Generation von Spielerinnen, die dann in dieser Liga spielen werden. Also es geht wirklich, ich schaue mir die schwedische Liga an, ich schaue mir die Die Schweizer Liga an. In Deutschland schaue ich mir Spiele an und so weiter. Aber auch in Nordamerika, also auf Universitätsniveau, schaue ich mir Spiele an, ⁓ halt wirklich Spielerinnen ... Genau. Genau. Genau. Ich scout hier Spielerinnen, ich schaue mir die an, ich sehe mir, welche Spielerinnen hätten Potenzial, in dieser Profiliga zu spielen. Und dann sprechen wir ... speaker-1: War ja auch sein Thema im Wochen... speaker-0: noch mit deiner Amerikanerin machen wir diesen Podcast zusammen und dann sprechen wir in diesem Podcast über die Spielerinnen und es geht eigentlich wirklich darum, den Fans von dieser PWHL, heißt übrigens diese Profiliga in Übersee, das wir den Fans eigentlich die nächste Generation von Spielerinnen schon vorstellen, schon näher bringen, damit wenn die Spielerinnen dann in diese Liga reinkommen, dass sie da schon eine gewisse Fanbasis haben. speaker-1: Aber gibt es, Anschlussfrage, es da in der Schweiz Vereine, Vereine, die dich kontaktieren oder Eishockeyspielerinnen, die dich kontaktieren und sagen, hey, ich möchte gerne professionell Eishockey spielen? Gibt es da einen Scouting Pool? Gibt es da eine Möglichkeit, da irgendwo mit reinzukommen? Weil, so wie damals du als drei- und vierjähriger sagst, ich will Eishockey spielen, gibt es ja bestimmt auch heute... Spielerinnen und junge Mädels, die angefixt sind von dieser Idee, Eishockey zu spielen. Gibt es diese Möglichkeit für diese jungen Mädels zu sagen, hey, Florence, hast du irgendwo einen Scouting-Pool? Können wir miteinander reden? Kannst du mich beobachten? Kannst du mich weitertransferieren? Oder ist das noch völlig eingeschlafen hier in der Schweiz? speaker-0: Nein, eingeschlafen ist es noch nicht. Was du gerade erwähnt hast, das sehe ich mehr als Aufgabe von einem Agenten. Und das ganze Agentenwesen, das kommt jetzt ins Rollen. Sobald es ⁓ Verträge geht, sobald es ⁓ Saläre geht. speaker-1: Das ist ja auch Versichtungsschutz und Krankheitsschutz und Unfallschutz. kommt ja alles rein, oder? speaker-0: Und das ist jetzt etwas, was lange gar kein Thema war im Eishockey bei den Frauen, weil man hat eigentlich gar nichts verdient oder man hat vielleicht Spesen verdient und sonst eigentlich nichts. Und jetzt, wo Geld da ist, da kommen natürlich jetzt auch Agenten mit rein. Was bei mir jetzt so ist, klar, ich werde ab und zu kontaktiert von Spielerinnen direkt oder auch von Eltern. Die wollen aber mehr wissen, was hat mein Kind für Möglichkeiten. Weil eben auch da die Möglichkeiten, also die meisten Mädchen, noch heutzutage wachsen auf mit den Jungs in der Mannschaft. Und auch da, man hört dann halt immer, ja, das ist der Weg für einen Junge. Und eben das große Ziel ist dann NHL. Und bei den Frauen ist es natürlich ein bisschen ein anderer Weg. Und da kontaktieren mich immer wieder Eltern, die einfach wissen wollen, wie funktioniert das, was hat mein Kind für Möglichkeiten. Und dann auch spannend, weil das jetzt aktuell noch so funktioniert, ich werde oft von Trainern in Amerika, also jetzt von College NCAA Liga, kontaktiert, weil ich früher auch da gespielt hatte. Die fragen mich dann über Spielerinnen aus der Schweiz aus. Wir sprechen hier von Nationalmannschaftsspielerinnen und die wollen dann einfach gewisse Informationen, die für sie wichtig sind im ganzen Rekrutierungsprozess. speaker-1: Wenn ich auf deine Webseite gehe, da finde ich gar nichts davon. Wir müssen nachher noch bisschen weiter reden, wie wir diesen Austausch, wie wir das mal auf eine Plattform bringen, weil das ist ein super spannendes Thema. speaker-0: Hahaha! Es ist wirklich ein super spannendes Thema, aber ich sage jetzt auch, es ist ein sehr kleines Thema. speaker-1: Ja, aber Frauenfußball war auch mal ein kleines Thema, oder? Und das ist gewachsen. Das ist schon so. In Europa hängt man halt immer bisschen hinterher gegenüber den Nordamerika. Aber warum nicht mal irgendwo führend werden? speaker-0: Absolut, ich bin voll bei dir. Fußball ist dennoch ein ganz anderes Niveau als Eishockey. Und da spreche ich jetzt rein nur von der Quantität. Also es gibt so viele mehr Fußballspielerinnen. Weil Fußball hat ein ganz einfaches Einsteig. Level. Level. Ja. Oder? sage jetzt, meine Tochter kann jetzt bald ein Fußball kicken. Zuhause in unserem Garten. Sobald sie läuft, kann ich ihr irgendeinen Ball hinstellen und dann kann sie den kicken. Ja, mit dem Ice-O-Kate ist es schon ein ganz... Also, das ist einfach... Also, viele Leute sprechen von Ice-O-Kate als sehr elitären Sport. speaker-1: Weiß ich nicht. Ich denke, das glaube ich nicht. Das sehe ich ein bisschen anders. Ich habe 22 Jahre in Grindelwald gewohnt. wenn ich sehe, ich habe Zwillinge ja, einen Sohn und eine Tochter. Und wenn ich sehe, wie meine Tochter damals mit drei Jahren, zwei Jahren, drei Jahren auf dem Ski gestanden ist und gerade dann auch in einem Bergdorf oben, wo auch Eishockey gespielt wird. Wir haben in Grindelwald auch eine Eishockey-Mannschaft. Dann weiß ich nicht, ob das ein elitärer Sport ist oder ob das einfach Na gut, ständig die Klamotten anziehen, diese Puffer und so weiter. Das ist ja ein Riesenaufwand, du mal die auf dem Eis hast. Aber die gehen ja dann Schlittschuhlaufen und jagen dann dem Donald Duck hinterher. wenn die mal angefixt sind, ist der Weg zum Eishockey spielen nicht mehr weit, speaker-0: Ja, es geht hier darum oder die Ausrüstung, die ist ziemlich teuer. das ist etwas, muss man immer wieder Neues kaufen. Und dann ist auch eben, ich kann nicht einfach so Eishockey spielen gehen. Ich muss das Eis dazu haben. Da muss ich mir eine Eishalle suchen oder ein Eisfell suchen, das Eis hat. Und dann kann ich nicht einfach so gehen. Es gibt dann bestimmte Zeiten, dann freier Eishockey ... so weiter. speaker-1: Wir können immer ausreden. speaker-0: Ich sehe das nicht als ausredig, sondern einfach, das ist so wie es ist. Genau, genau. Wenn wir jetzt in Schweden wären, ich anders davon sprechen. Weil in Schweden, da gibt es ganz, ganz, ganz viele Eisheide. speaker-1: Die Infrastruktur ist einfach... Aber hat das nicht auch was mit der Identität einer Nation zu tun? meine, Schweize ist ein Wintersport, Schweden ist auch ein Wintersport. Absolut. Wo fehlt dann hier der Einsatz in dieser Thematik? speaker-0: Also ich glaube jetzt hier gehen wir ein komplett anderes Thema rein, hier geht es auch ⁓ Platz. Oder in der Schweiz, der Platz wird immer enger. Und eine Eishalle ist nicht etwas ganz Kleines. Also eine Eishalle zu bauen, Platz zu finden für eine Eishalle zu bauen, das braucht schon etwas. Das ist jetzt eben, wenn ich sage in Schweden oder auch in Finnland, die haben einen Platz. Weil die sind viel größer. Von dem her haben viel mehr Eishallen. Dann ist es natürlich einfacher da zu sagen, ich schicke mal mein Kind ins Eishockey. speaker-1: Schickst du dein Kind, wenn dein Mädchen in 2,5 Jahren kommt und sagt, Mama, will Eishockey spielen? speaker-0: Wenn sie das möchte, auf jeden Fall. wenn sie das möchte, es gibt Eishockey-Schule. Ich kann sie da hinschicken, wenn sie Fußball spielen wenn sie Ski fahren Da bin ich ganz offen. Was ich nicht mache, ist, sie eigentlich dazu zu schubsen, dass sie Eishockey spielt. Das werde ich auf keinen Fall machen. Aber ich bin absolut dafür, dass sie irgendeinen Sport machen wird. speaker-1: Ja. Du bist ja in der Schweiz eine Eishockey-Legende. mit jedem, dem man spricht über Florence Schelling. Eishockey, Bronze-Medaille im Eishockey. Hat es noch nie gegeben. Aufnahme als beste und wertvollste Spielerin bei den Olympischen Spielen 2014 in Sochi. Wo ist die Bronze-Medaille heute? speaker-0: Aktuell, ich weiß ganz genau wo sie liegt und zwar liegt sie zu Hause in meiner Handtasche auf dem Fenster Sims, weil ich so eben erst einen Vortrag hatte und ich meistens die Medaillen mitnehme für meinen Vortrag und ich habe sie da in so einem kleinen Etui drin und die ist noch in der Tasche. speaker-1: Okay. Ja, nein, ist super. Ich finde das absolut super spannend. bist dann aus der Schweiz, bist du nach Boston. hast dort Business Administration, Master of Business Administration, also das Studium gleichzeitig mit dem Eishockeyspielen verbunden. Genau. Neben dem Studium und neben dem Eishockeyspielen. Daran wächst man ja auch und darin wächst man ja auch als als Person. Aber so ein Mannschaftssport Mannschaftssport gerade gibt einem ja auch so viel in puncto Zusammenarbeit, Teamwork, Respekt voreinander, weil das sind ja ganz wichtige Aspekte, obwohl man das Gefühl hat auf dem Eis ohne eine Prügelei oder zwei geht es nicht. Man hat trotzdem das Gefühl. Wertschätzung auch auf dem Eis ist riesig. Was hat das alles mit dir gemacht, Florence? speaker-0: Also für mich ist wirklich Eishockey gleich eine Lebensschule. speaker-1: Sport. Eichpreis, Hockey, Sport. speaker-0: kann es nicht zu 100 Prozent sagen, ob es Sport generell ist, weil eben ich in diesem Mannschaftssport aufgewachsen bin. Ich weiß jetzt nicht, wenn ein Tennisspieler das Gleiche erlebt, wie wir im I-Socke in einem Mannschaftssport haben. Das kann ich so nicht eins zu eins vergleichen. Ich weiß auch, dass der Tennisspieler natürlich seine Mannschaft ⁓ sich herum hat. Aber dann auf dem Court ist der Tennisspieler alleine. Und wir im Eishockey sind auch auf dem Eins ein Team. Und haben da die Mitspielerinnen und so weiter. Von dem her ist das für mich wirklich eine absolute Lebensschule. Wie du jetzt alles gesagt hast, da geht es ⁓ Thema Respekt, Zusammenarbeit, Kommunikation, Vertrauen, Fehlerkultur. Da geht es ⁓ Mindset, Resilienz, über längere Zeit. Wir sprechen hier von einer Saison. oder ein olympischer Zyklus von vier Jahren usw. Wir sprechen hier von einem kleinen Turnier während der Meisterschaft von der Nationalmannschaft oder dann auch eine Weltmeisterschaft, die dann eher kurz ist im Vergleich zu den olympischen Spielen. Also da gibt es ganz viele verschiedene Aspekte, reinkommen. Und für mich schlussendlich, glaube, werde, also nicht ich glaube, ich Wäre heute nicht die Person, die ich heute bin, wenn ich das Eishockey nicht gehabt hätte. Es ist so unglaublich viel, was man da lernt. speaker-1: Du bist ja damals als junges Mädel nach Boston rüber. Oder auch das Thema anderes Land, andere Kultur, andere Sprache. Da kommt das noch dazu. Da kommt das noch dazu oder? Und das Heime nach Hause. Wie konntest du das? Ja, das ist doch ein Riesenschritt für dich gewesen. Also ich habe da Riesenrespekt vor. Als junges Mädel auch oder? speaker-0: Haha! Ja, ich war 19, als ich nach Boston gezogen bin. das war, das war echt für mich ganz spannend, weil ich habe das ganz locker genommen, weil ich war schon an den Olympischen Spielen, war schon Monate weg von meiner Familie, habe eben Weltmeisterschaften in China gespielt und so weiter. Also für mich war wie so, ich liebe es zu reisen. wie vor. Obwohl es jetzt mit meiner Tochter nicht mehr so viel passiert, ich... Das Gefühl an einen Flughafen zu gehen oder einen Flug... speaker-1: Ja. Kerosinluft zu schnuppern, das darf man sagen, wenn jeder heute nachhaltig denkt. speaker-0: Ich habe wirklich das Gefühl, auch die Atmosphäre an einem Flughafen und so, das finde ich faszinierend. Ja, und dann wirklich, also für mich war das wie so, das gehört zu mir, dass ich werde da gar kein Problem haben. Und bin dann wirklich nach Boston geflogen und meine Eltern sind da noch mitgekommen, Gepäck. speaker-1: Die Frau kochen den Lösen. Ihr habt die ganze Ausrüstung auch dabei. speaker-0: Ja genau. nee, Gepäck ist nur ein Keiner mit nebenbei. Aber nee, meine Eltern sind da mitgekommen, weil sie auch eben sehen wollten, wo ich jetzt dann die nächsten fünf Jahre vor meinem Leben verbringe. speaker-1: Hast du der Uni Campus genannt oder bei Gastfamilien? speaker-0: auf Unicamp. Sie waren da mitgekommen und und dann war das dann einem Abend natürlich hieß es dann Abschied nehmen. Und das war unglaublich schwierig für mich und ich habe das nicht erwartet. Also mir sind da wirklich die Tränen gekommen, weil ja es ist nicht so okay wir sehen uns dann wieder in ein paar Wochen, wenn ich zurückkomme von einer Reise. war wirklich... Ich bin da weggezogen. Ich dachte, einfach schnell zurück nach Hause. Und dann habe ich gemerkt, es ist nicht so einfach. speaker-1: Das bestimmt auch eishockeyfreie Zeit. speaker-0: Natürlich, aber das war für mich wirklich... Ich habe da so gemerkt, okay, scheint doch nicht so einfach zu sein für mich, wie ich mir das gedacht habe. Und ja, dann hat das Studium angefangen, also die Uni hat angefangen, Eishockey hat angefangen und so. Und dann kommt man da so ins Laufen. das ging dann eigentlich ganz gut, aber irgendwann hatte ich immer ein bisschen Heimweh. Immer ein bisschen. Und irgendwann hatten wir Auswärtsspiel, da waren wir das ganze Woche... Wochenende in New York unterwegs. dann, als wir zurück nach Boston gefahren sind, war ich im Bus und dann ging bei mir gar nichts mehr. Ich hatte so Heimweh. dann dazu bin ich noch auf Skype gegangen, hab geschaut, ist jemand von meiner Familie vielleicht gerade online? Kann ich mit denen sprechen? Und da war mein Vater online. Und mein Vater hat dann auch gesagt, was macht meine Tochter? Und dann haben wir miteinander gesprochen und dann habe ich meinem Dad gesagt, ich habe Heimweh, ich will nach Hause kommen, ich will nicht mehr hier sein und so. Und dann wusste mein Dad, dass ich sowas sage, da muss es wirklich ernst sein. Und das war dann so, dass meine Mama, ich glaube, zwei Tage später im Flieger gestiegen ist und nach Possen gekommen ist. Und dann war wie immer meine Mama für glaube, es etwa fünf Tage, war sie da und ich habe dann auch bei ihr im Hotel übernachtet und seit da ist es gegangen. Du bist wieder nach Hause. weiß nicht, es hat für mich irgendwie wie... Ich muss eben auch dazu sagen, ich habe auf dem Uni-Campus gelebt. Das erste Jahr, das war in einem Doppelzimmer. das Zimmer, ich hatte, wo wir zu zweit drin leben, kleiner als das Zimmer, das ich zu Hause hatte. Das war dann echt so, okay... Mit meinen Zimmerkollegen bin ich jetzt nicht so gut ausgekommen. waren auch komplett das Gegenteil. Ich bin eher spät ins Bett, bin spät aufgestanden. Sie ist früh ins Bett, ist früh aufgestanden. Das ist einfach schwierig. Dann gab es noch weitere Sachen, wie wir hatten kein Badezimmer bei uns im Zimmer. Sondern wir hatten ein Badezimmer im Flur mit allen anderen. Und das war dann echt so ... speaker-1: Das ist sehr schwierig. speaker-0: bisschen halt amerikanisch muss ich so sagen oder halt Student Life mäßig. Ja, wenn wir zum Beispiel am Samstagmorgen irgendwo hinfahren mussten, sind wir am Samstagmorgen ins Badezimmer und da war dann noch die ganze Kotze vom Vorabend von der Party. Und das ja, das war nicht so. Ja, das war dann wie für mich, als meine Mama gekommen ist, okay, ich gehe mal da raus. speaker-1: Party für die Studenten. Und... kann vorstellen. speaker-0: beim Hotel bei ihr und das hat wirklich gut getan. Ich wusste dann auch nur noch, es dauert ja nur noch ein paar Monate und dann bin ich dann aus diesem Uni-Freshman-Dorm, also Freshman-Dorm sagt man dem, bin ich dann auch raus und dann kann ich in eine Wohnung auf dem Uni-Campus gehen und das ist dann auch schon wieder speaker-1: ist eine ganz andere Lebensart. Abdebay ist Boston, so eine schöne Stadt. Wunderschön. So schön. Wunderschön. Ich liebe es in Boston zu sein. speaker-0: Wunder! Genau, also es war auch der Grund, wieso ich nach Boston, wo ich mich für die Neue entschieden habe, war auch, weil sie in Boston ist. Also ich habe mir andere Universitäten angeschaut, aber ich mag mich noch erinnern, ich bin abends da nach Boston reingeflogen, ich habe die Sky rein gesehen vom Flugzeug aus und habe gedacht, wow, das ist schön! Aber auch, das ist traumhaft schön. Wunderbar! speaker-1: Ja, dann ist er nicht. Die ganze Hafen speaker-0: also die Newberry Street, Boys on the mit all den Pflastersteinen unseres speaker-1: Einmal im Jahr darf ich ja auch in die USA rüber, wenn wir diese IASB-Konferenz haben. wie wir das in Boston hatten, habe ich direkt gerade Tage hinten drangehängt, weil die Stadt einfach super, super, super schön ist. speaker-0: Ja, auch jetzt. Ich gehe nach wie vor sehr, sehr gern nach Boston. Schlendere durch die Straßen und den Hafen und so weiter. Das ist wirklich wunderschön. speaker-1: Bostenschweiz Schweden Linköpping. Wie kommt man denn da hin? Ist das heute noch ein Verein, in der schwedischen Liga spielt? Ja. speaker-0: Ja, es ist echt lustig, weil in meinem ganzen Leben Ice Hockey hat mir immer die Tür geöffnet. so bin ich nach Linköping gekommen. Linköping war eine sehr, sehr, sehr, sehr erfolgreiche Mannschaft in der schwedischen Liga. Und die haben fünfmal hintereinander die schwedische Meisterschaft gewonnen. war wirklich sehr eindrücklich und die mich dann angefragt, ob ich bei ihnen Torhüterin sein möchte. Dann habe ich mir das angeschaut und zu diesem Zeitpunkt war ich in der Schweiz, habe hier bei den Männern gespielt in der ersten Liga und war eigentlich bereit, wieder ins Ausland zu gehen. Und dann habe ich gesagt, ja, lass uns das machen. speaker-1: Jetzt stehst du im Tor beim Eishockey und dann stürmt einer dir entgegen und haut dir diesen Puck um die Ohren. Hat man da keine Angst, wenn das schwarze kleine schwarze Gummi Ding einem entgegen und mit einer riesen Geschwindigkeit tut das weh? Nein. Komm, erzähl keinen Quatsch. speaker-0: das Keine Angst, das ist nicht... Du Angst davor hast und du Angst davor hast, dass es weh macht, hast du verloren. Das geht nicht. Also das ist... Mindset. Nein, du hast keine Angst davor und es tut auch nicht weh, auch wenn es weh tut. Es tut nicht weh. speaker-1: Das ist mein speaker-0: Nein. Okay. Nein, also ich sag jetzt... speaker-1: Mit welchem Speed kommen die einfach ins Bild? speaker-0: ganz unterschiedlich. speaker-1: Du hast in der ersten Liga bei den Männern gespielt. Mit welcher Geschwindigkeit kommt so ein Puck auf dich zu? speaker-0: schwierig zu sagen. Ich sag, es ist eher so gegen 120, 140 Stundenkilometer. Nein. Nein, tut wirklich nicht weh. Also man ist so gut ausgestattet mit der Ausrüstung. es wäre wirklich von Kopf bis Fuß, es waren eigentlich ausgerüstet. Klar, es gibt gewisse Stellen, wo man weniger gut geschützt ist. Da spreche ich jetzt von vom Hals. speaker-1: 100 Kilometer, Und das tut nicht weh. speaker-0: Und dann die Knochen hier. speaker-1: Schulter, Zähne, nein. speaker-0: Meist nicht. speaker-1: Ja, also es gibt Stellen, die nicht so geschützt sind. speaker-0: Stellen nicht so gut geschützt sind. Eben Hals hier die Region und dann natürlich auch hier also die Unterarme, die sind nicht so gut geschützt. Natürlich, ja, wenn der Pack da herkommt, dann das Schmerz. Das Schmerz, aber eben da lässt man sich nicht... speaker-1: Man sieht die Tränen unter dem Bellen nicht. speaker-0: Nein, da fließen auch keine Trännen. Nein, eben das gehört wieder zu. speaker-1: Das sind die blauen Flecken am Montag? speaker-0: Ja, Aber weiter, mehr ist es eigentlich nicht. Von dem her, ist, ja. Also ich sage, wenn ich jetzt einen Schuss an den Unterarm bekommen habe, dann war das mein Fehler. Weil dann war ich nicht mit der Fanghand zum Beispiel oder nicht schnell genug mit der Stockhand oder meine Position war nicht korrekt, weil ich dann nicht mit dem Körper hinter den Puck gekommen bin, sondern eben ich bin dann noch nur mit dem Arm. speaker-1: Nicht schmergen! speaker-0: Im Vergleich zum Oberkörper zum Beispiel ist hier dann eine ziemlich kleine Fläche. Das ist noch mein Fehler. speaker-1: Sonst sieht man ja aus, der Pgoli aussieht wie Pirelli-Männchen. Aber ich finde das Wahnsinn, wenn so ein Pack auf einen zukommt. speaker-0: ⁓ Man muss dazu ja auch sagen, ich bin damit aufgewachsen. eben jeder Torhüter ist damit aufgewachsen. Wenn ich jetzt auf dem Eis stehe mit jungen Torhütern und wir im Torhüter-Training Schüsse auf sie machen und sie schließen dann die Augen, dann weißt du gleich, da musst du zuerst mental mit denen arbeiten, dass sie keine Angst mehr haben. Da geht es dann wirklich darum, Okay, mal ein paar Schüsse einfach in den Bauch zu schießen. Damit sie merken, sie, ja, die kommen dann so ein gutes Gefühl über und dann steigert man sich dann da immer ein bisschen mehr. Und das ist wirklich, also jemand, der Angst vor dem Puck hat, ⁓ den Tor steht, das, darf die lange Zeit nicht funktionieren. Und deshalb ist es wirklich, also speaker-1: Hast du heute Torfrautraining? speaker-0: Eigentlich fast nicht mehr, weil ich eben ist. Letztes Jahr war ich schwanger und ich wollte nicht hochschwanger auf dem Eis stehen. jetzt mit meiner kleinen Tochter, das ist gerade nicht so. ja, vielleicht ein, zwei Wochen im Jahr mache ich das dann doch schon noch. speaker-1: 2019 war nicht so ein gutes Jahr für dich. Der Unfall, Bruch des sechsten Halswirbel, das hätte auch Rollstuhl bedeuten können. Du bist kurz davor dem Rollstuhl von der Schippe gesprungen. Auch wieder ein Riesen-Learning. Spürst du das heute noch? speaker-0: Du sagst, schwieriges Jahr, ich habe mich gefragt, was war 2019? Und ich mir, es war eigentlich ein gutes Jahr. Es war ein gutes Jahr für mich. Ja, ich habe mir den Halswirbel gebrochen. Ich bin knapp am Rollstuhl vorbei, ich bin aber auch sehr, sehr knapp am Tod vorbei. ich habe mich hundertprozentig wieder davon erholt. speaker-1: Bis auf! speaker-0: Und es wird wirklich, also für mich war es das Beste, was mir hätte passieren können. Ich weiß, das hört sich sehr... speaker-1: Nein, nein, nein, das hört sich ja, das hört sich sehr speziell an. Das hören wir. Das höre ich aber sehr, sehr viel von Menschen, die auf einmal so einen einen so einen Einschnitt im Leben gehabt haben. speaker-0: Schmecken. Also wirklich das war bei mir auch so, eben ich bis 2019, ich habe ein Leben auf der absoluten Überholspur geführt. Mit Eishockey, mit Studium, mit Arbeit, mit Freunden und hier noch was und da noch was und hier und hier und Ich habe nie Pause gemacht. habe nie Pause gemacht. Wenn ich Pause gemacht habe, dann war ich irgendwo im Urlaub, war am Sachen erkunden und so weiter. Ich nie einfach mal sich mehr Zeit genommen für mich selbst mal zu reflektieren. Ich sage jetzt was gerade ich den Tag durchgemacht habe oder sonst was. Es einfach immer nur go go go go. Und dann ist der Unfall gekommen und dann war ich ans Bett gefesselt. speaker-1: Und das ausgerechnet du, wo du ja so hyper aktiv bist. speaker-0: Genau. Genau. Und das war dann echt so, ja, das war ziemlich hart, das war ziemlich schlimm und schwierig für mich im ersten Moment, weil ich da aufs Mal ganz, ganz viele Gedanken in meinem Kopf hatte. Nein, solche Gedanken. Nicht solche? Nein, aber da sind dann, ich sage jetzt, Konversationen, die ich vor zehn Jahren mal hatte, sind mir hochgepockt und dann habe ich da... speaker-1: Leben. speaker-0: Ich habe das gesagt. Eigentlich hätte ich so und so antworten können. Das war so. Wieso sind solche Konversationen so viele Jahre später bei mir so aktuell? Das war bei mir dann wie klar, ich habe eigentlich mein ganzes Leben nie verarbeitet, nie reflektiert. habe mir nie, ich sage jetzt auch, Olympische Spiele 2014. Nachdem wir diese Medaille gewonnen haben, ist es einfach weitergegangen. Oder als ich meine Eishockey-Karriere beendet habe, ist es einfach weitergegangen. Da habe ich nie mal einfach mal schnell Pause gemacht. Ich warte jetzt mal ab oder ich schaue jetzt mal, was nehme ich mir Zeit, um das Ganze mal zu verarbeiten. Ich bin einfach weitergegangen. Und das hat mir dann wirklich gelernt, ich muss auch mal einen Time-Out machen. Immer und immer und immer wieder. Und zwar lustig, weil im Eis, okay, habe ich das gemacht, aber eher unterbewusst, das eben das Reflektieren. Man analysiert ja seine Performance, man analysiert das Spiel und so weiter und man arbeitet da. Genau, genau. Und ja, das habe ich 2019. Ich hatte nicht ganz, ganz viel Zeit dafür gehabt und jetzt eben im speaker-1: Er hat analysiert sein Leben nicht. Und was hast du daraus gelernt? Und was machst du heute anders? speaker-0: Zeit für mich, Zeit zu reflektieren. Ich lebe viel, viel mehr im Moment. Ich sage jetzt genau in einer Zeit, wo wir sehr, sehr viel am Handy verbringen, bin ich diejenige, die das Handy zur Seite legt und sagt, bin jetzt mit dir hier. Natürlich würde ich jetzt hier nicht mein Handy nach vorne nehmen, aber auch wenn ich mit Freunden unterwegs bin, dann ist mein Handy weg und ich lebe im Moment drin. Auch wenn sage, der Tag ist vorbei, dann ist der Tag jetzt auch vorbei. Ich lasse nicht noch, früher habe ich noch Fernsehen geschaut und so weiter. Einfach, dass mein Kopf immer etwas zu tun hat. Jetzt schalte ich bewusst ab, relativ früh, abends schon. Genieße einfach auch die Zeit mit mir selbst oder jetzt auch mit meinem Mann, mit meiner Tochter. Ich mache so einen Riesen-Winddown. speaker-1: Okay, du hast aber dann doch den Weg ins Eishockey-Management gewagt. SC Bern, eine schweizerische Institution im Eishockey. Wie war das für dich vom Eisfeld in dem Managementbereich? Diese Transformation vom Eis zu Bürostuhl von selber Verträge zu unterschreiben als Spieler hin zu Verhandlungen mit Spielern, Agenten und so weiter. Wie war für dich diese Transformation auf einmal vom aktiven Eishockeyspielerin hin in Managementposition? speaker-0: Ja, ich glaube für Außenstehende war das ein Riesenschritt und für mich war es eigentlich ein sehr kleiner Schritt. Weil, bevor ich, also nachdem ich meine Karriere beendet habe, bin ich noch Trainerin geworden. War da zwei Jahre Trainerin der U18-Nationalmannschaft und habe da auch schon eine andere Rolle gehabt. mir da sicher dann auch war, als ich in Bern war, sehr zugute gekommen ist, mal eine andere Perspektive gesehen zu haben und nicht nur diejenige vom Tor war. Und du sagst ja, vom Eishockey in einem Bürostuhl, das war ja bei mir nichts Neues. Das heißt, ich habe zwar, ich sage jetzt mal aufs Papier, eine Profikarriere hinter mir, war Profi-Eishockey-Spielerin. Aber ich habe ja, ich habe ja eigentlich immer gearbeitet. Ich habe immer gearbeitet, ich habe immer, immer speaker-1: Ja speaker-0: Also entweder studiert oder gearbeitet. Und von dem an, das war für mich auch gar nichts Neues. Und das Einzige, was für mich dann neu war, das, wie sagt man, das Environment, das Umfeld, genau. Das war das Einzige, was neu war, aber es war auch nicht neu, weil ich ja in dem aufgewachsen bin. speaker-1: Umfeld. Aber war der Druck anders? Druck ... Einfach im Druck ... Halt den Puck so gut wie geht, lass keinen durch, damit wir gewinnen. Auf einmal der Druck, unter dem Brennglas zu sitzen. Medien, Verein, Aufsichtskraft, Geschäftsführung, CEOs, Fans ... Nicht-Könner, wie sagt man? Sponsoren. Man hat ja auf einmal eine ganz andere Verantwortung, ganz anderen Druck, wenn man so eine Position hat. Wie konntest du damit umgehen? Ja, man lernt das ja nicht. Irgendwann muss man diesen Schritt wagen und irgendwann das kalte Wasser springen. Aber du hast auf einmal einen ganz anderen Druck. speaker-0: Ja, bedingt. speaker-1: Okay, ich l... War dein Job, den Punkt nicht durchzulassen? speaker-0: Ja, genau. Aber ich war immer das Mädchen bei den Männern. Das heißt, das hatte ich da eigentlich schon. Und das habe ich eigentlich wie da gelernt. Wenn meine Performance stimmt, also wenn meine Leistung richtig ist, dann spielt es absolut keine Rolle, dass ich eine Frau bin. Dass ich eine Frau bin in einem Männerteam. Spielt absolut keine Genau. Oder in meinem Team. Das war ja bei mir sehr gut erlangt. Der Hauptteil meiner Karriere habe ich ja bei den Männern gespielt. speaker-1: Okay. eine Frau in der Männerbranche. Ja. speaker-0: und nur einen ganz kleinen Teil bei den Frauen. Und von dem etwas habe ich für mich, war das immer so, wenn Leistung stimmt, ist alles egal. Und dann bin ich dann in diese Position gekommen beim SZ Bern und dann war Leistung eigentlich egal. Weil da war ich dann einfach die Frau. Und dann wurde ich anhand von meinem Geschlecht gemessen. Das war für mich eine neue Situation. Und das war für mich auch so, ja, wie kann ich jetzt das Wie kann ich jetzt mit dem umgehen? Ich bin happy mit meinem Geschlecht. Ich werde da keine Geschlechtsanpassung machen und so weiter, damit ich da ernst genommen werde. Das war ... speaker-1: Ändert das momentan? Ändert das, diese Sichtweisen? Ich meine, wir haben in Deutschland in der ersten Bundesliga jetzt die erste Trainerin bei einem Fußball-Profi-Fußball-Club gesehen. Ändert dieses ganze Frau- in Männerberufen Männer in Frauen? es gibt ja schon lange männliche Bundestrainer bei Frauenmannschaften. Jetzt ist das das erste Mal umgedreht. Das heißt... Ein Wandel in der Gesellschaft, ein Wandel der Wahrnehmung und so weiter. Da sieht man ja gerade die Veränderung. speaker-0: Ich denke, ja, da gibt es eine Veränderung. Die ist aber sehr, langsam. Was auch aus meiner Perspektive völlig in Ordnung ist. Man muss nichts erzwingen, wenn es nicht passt. Die Veränderung, wir sehen auch in Nordamerika, da passieren diese Änderungen auch. Da gibt es jetzt auch Frauen. die General Managers sind, es gibt Frauen, die Assistant General Managers sind, im Ice-Hockey, aber auch beim Baseball und so weiter. Also man sieht, dass es kommt, aber es wird nicht forciert und ich finde das ist auch gut. soll nicht eben, kein PR Gag, eine Codenfrau sein. Genau, genau, auf keinen Fall eine Codenfrau sein. Von dem her, wenn es passt, dann finde ich das genau richtig. speaker-1: Franz Eimer. speaker-0: Man sieht jetzt aber auch bei Union Berlin, da gibt es ganz viele, die sagen, das geht gar nicht. Aber da muss ich auch sagen, von dem, ich jetzt gesehen habe, da hat Union Berlin wirklich auch super drauf reagiert, speziell auf den sozialen Medien, voller Unterstützung. speaker-1: In manchen Momenten werden ja soziale Medien zu asozialen Medien. dieses ganze Hating und dieses Ganze ist ja kaum zu ertragen. Aber da, ich glaube, da braucht die Gesellschaft noch einen Moment. speaker-0: Genau, habe da volles Verständnis dafür. Wir können auch über andere Positionen reden. Da geht es ⁓ Kommentatoren im Fernsehen. Wann werden Frauen zum Beispiel Männerfußball kommentieren? speaker-1: Also das ist in Deutschland schon lange. Claudia Neumann macht das fantastisch. Wirklich? Vom ZDF. Ja. Super. Die Claudia Neumann, die kommentiert schon lange Länderspiele sogar. Die ist schon lange mit dabei. Genau. Also in Deutschland funktioniert das schon lange. Und in Österreich, die Victoria Schnadebeck macht das auch in Österreich. Die war vorher beim FC Bayern München. Super. speaker-0: Das funktioniert gut. Also dann lasst mich das fragen, wann wäre das in ISOCAPE passieren? speaker-1: Wann wird es in der Schweiz passieren? Wann sitzt du beim Rainer Salzgeber in der Fernsehshow und kommentierst Fußball? speaker-0: Ja. Fußball werde ich dir auf keinen Fall kommentieren. Das sind dann eben solche Themen, die wir jetzt hier auch der Weiz haben. sagt, okay, wann kommt das? irgendwie habe ich das Gefühl, es muss irgendwann mal kommen. Es braucht aber einen gewissen Schritt, gewissen Mut, auch dies zu machen. eben da werden Kommentare bewegen kommen. wird man Gegenwind haben. wenn das so kommen sollte. speaker-1: Wir haben uns ja vor einigen Jahren kennengelernt, das allererste Mal, wir im Park Heye zusammen gesessen sind. der Zwischenzeit haben wir uns jetzt schon zwei, drei Mal noch zum Kaffee irgendwo getroffen. bin ich. Ich lerne heute eine ganze Menge und ich lerne heute komplett neue Florence Schelling kennen. Ich würde gerne noch ein Thema mit dir ansprechen, wenn du wenn du das erlaubst. Das ist Fokus feindlich. Du hast dich selbstständig gemacht. als Trainerin, also als Coach, als Trainerin, hältst heute sensationelle Vorträge, trainierst Teams oder arbeitest, trainierst ist falsch, aber arbeitest mit Teams, Focus Finder. Was ist so dein Alltag heute, wenn du mit den Teams heute zusammensitzt und wenn du ein bisschen zurückblickst auf deine Zeit zurück in Nordamerika, was dir dort beigebracht worden ist, hat sich das, hat sich Thema Ausbildung, Weiterbildung, das Thema Werte, das Thema Teamwork, das Thema Kollaboration und so weiter viel verändert oder ist das heute in einer KI Welt, wo wir Menschen oder wo die Menschen noch mehr eigentlich zusammen arbeiten und zusammen sprechen sollten, eine völlig andere? speaker-0: Ja, glaube die Ausgangslage, die verändert sich. Die verändert sich jeden Tag ein bisschen. Das sieht man auch je nachdem mit welcher Branche man zusammen arbeitet. Also ich sage jetzt speziell wenn man zum Thema Teambuilding geht. speaker-1: Ist das heute noch sexy? Oder wird das gerade wieder sexy? speaker-0: Ich glaube, das wird jetzt gerade wieder sexy, weil man sieht ja ganz, ganz viele Unternehmen, bei Corona dann natürlich ihre Arbeitskräfte zu Hause gearbeitet lassen haben. speaker-1: zu Hause speaker-0: Und ja, glaube, jetzt merkt man, okay, für den Moment, in dem wir waren, war das gut so. Aber jetzt merkt man immer wieder, spezielle Unternehmen, die jetzt nach wie vor eigentlich ihre Arbeitskräfte zu Hause haben, da fehlt was. Da fehlt was. Und die versuchen dann auf verschiedenste Art und Weise, das Team trotzdem dann zusammenzuführen, obwohl jeder weiß, sich zu Hause arbeitet. ... speaker-1: Machen die das gewollt oder ist das einfach nur eine Alibi-Übung? Oder eine Bespaßung? speaker-0: Ich glaube schon, dass es gewollt ist. Es muss. Genau. ich... Also das ist jetzt das, was ich sehe, wenn ich mit diesen Firmen zusammenarbeite. Es ist wirklich... Es fehlt was. Es fehlt was und es fehlt etwas, das ist eigentlich sehr, wichtig und ein großer Teil ist von der Arbeit. Und das ist die Zusammenarbeit. Und natürlich, die Zusammenarbeit, findet auch statt, wenn Leute jeweils zu Hause sind. Aber es ist ein... Das komplett andere Art und Weise. Ich sage jetzt speziell die Kaffeepausen und so weiter. Das unterschätzt man oft, wie wichtig die sind. Weil genau in Kaffeepausen passiert so viel, da wird über Sachen gesprochen, wo man in einem offiziellen Meeting nicht darüber spricht. Und dann ist natürlich die Frage, ja, wieso spricht man dann in einem offiziellen Meeting nicht darüber, wenn es doch etwas Wichtiges ist. Dann geht man dann natürlich auch in das ganze Thema mit psychologischer Sicherheit rein. speaker-1: Leute, die es heute haben, ich meinen Arbeitsplatz noch oder kann ich mich meinen Mitarbeitern Kollegen anvertrauen, ohne dass das gerade weitergeht? speaker-0: Kann ich jetzt, wenn zum Beispiel der Arbeitskollege, der schon seit 20 Jahren hier arbeitet, etwas sagen, den ich eigentlich nicht einverstanden bin damit oder einen komplett anderen Lösungsansatz hätte, kann ich das sagen oder bin ich dann gleich weg vom Fenster? Wie wird das dann aufgenommen? Ist das respektlos, wenn ich sowas sage? Da geht man dann komplett andere Thematiken rein. Du sagst Teambuilding sexy, nicht sexy. Im Teambuilding drin gibt es natürlich ganz viele Themen, wie jetzt psychologische Sicherheit, sehr aktuell ist. wie kann man das Vertrauen aufbauen? Wie kann man das aufbauen? Wenn man zu Hause ist, wie geht denn das? Dann kommt natürlich jetzt auf die Firma drauf an. speaker-1: Muten. speaker-0: Ich kann dir jetzt da keine Lösung sagen, keine Lösung für alle funktioniert. Aber da geht es einem wirklich darum, reinzuschauen und zu sehen, wie arbeiten die, was möchten die überhaupt. Möchten sie das wirklich? sagen sie, ist es einfach eine Alibi-Übung oder möchten die wirklich wieder zusammen? speaker-1: Nein, Luchsmeister! Ja, was hat dir das Eishockey dabei gelernt und was kannst du heute davon noch mit rübernehmen? speaker-0: Ja, ist wirklich das Ice-O-K, wie ich vorhin schon gesagt habe, hat mich so unglaublich viel gelernt. Und was ich jetzt auch mache, sei es in Vorträgen oder wenn ich mit den Firmen direkt zusammenarbeite, ich nehme das Thema Sport, also speziell das Thema Ice-O-K, nehme ich als Hauptaufhänger. weil der Sport ist wirklich, das ist Emotionen, das leben Leute. Das finde ich extrem wichtig. Und dann mache ich eigentlich von jeweils der Story, die ich erzähle, komme ich dann zu, also mache ich eine Brücke zu dem Problem, was die Firma gerade hat. Und das mache ich wirklich eigentlich so. dem her, das Eishockey ist nach wie vor ein fester Bestandteil von dem, was ich heute mache, obwohl ich es nicht mehr selbst praktiziere. speaker-1: Die sechs Do's before you leave your work on Friday. Was sind deine sechs Do's? tust du, bevor du am Freitag das Handy und den Laptop beklebst? Hab ich von deiner Webseite? speaker-0: Was ich persönlich mache. speaker-1: Und welchen Tipp gibst du mit, ⁓ ein technologiefreies und erholsames Wochenende zu haben? Gerade in einer Zeit, wo... Okay, die sechs Dues, dann die sechs Dues, before you leave. You work on Friday. speaker-0: Das ist eine andere Frage. Gut, das hat sich jetzt bei mir ein bisschen verändert und es muss ja nicht jeden Freitag genau dasselbe sein. Was ich mache ist meine To-Do-Liste anschauen, was habe ich erledigt, was habe ich leider noch nicht erledigt, wie sieht dann mein Montag aus. Also ich plane eigentlich schon am Freitag wie mein Montag aussieht. Je nachdem plane ich dann auch schon die ganze Woche, damit ich eigentlich beruhigt ins Wochenende weiß. starten kann und dann weiß alles was nächste Woche kommt ist organisiert. dann, das sind schon zwei, drei, ich räume meinen Arbeitsplatz auf. Ganz, ganz wichtig. speaker-1: Leertischler. speaker-0: Nee, nicht leer, Tisch aufgeräumt. Weil wenn der Tisch aufgeräumt ist, dann ist auch der Kopf aufgeräumt. Das mache ich. Dann mache ich... Letzter E-Mail-Check. Sicherstellen, müssen noch E-Mails beantwortet werden. Oder können sie warten bis am Montag. Das mache ich noch. Dann Computer runterfahren. Das... Das heißt für mich runterfallen. speaker-1: Ja. speaker-0: schließen und Feierabend. Und das Sechste ist dann wirklich mal schnell tief ein- und ausatmen. So wirklich. speaker-1: Feierabend. speaker-0: Und jetzt ist es Jetzt kann das Wochenende starten. Das ist das, was ich aktuell mache. Und bei mir startet aktuell das Wochenende zum Teil auch. speaker-1: So. Das ist dann Teilzeit für Künstler. Wie nennt man das? speaker-0: Aber ich muss auch sagen, ich arbeite zum Teil auf Ruf. speaker-1: Ja, ich habe noch eine letzte Frage. Eine letzte Frage, die ich mich gestern darauf vorbereitet habe und so weiter. Ist mir das so durch den Kopf gegangen. Deine Deine Tochter ist Generation Beta. Also jeder redet ja. Gen Alpha, Gen Z, Gen Y, Gen. Deine Tochter ist Gen Beta. Die jetzt gerade geboren sind, bis zwei Jahre alt, drei Jahre alt. Deine Tochter wird... Du bist mit Eishockey aufgewachsen, deinen Brüdern, auf dem Garagenplatz, vor dem Haus und so weiter. Deine Tochter und alle Kinder, die jetzt gerade geboren werden, werden aufwachsen in einem Zeitalter der künstlichen Intelligenz und werden es hoffentlich schaffen, den Jahrhundertwechsel 2100 mitzubekommen. Und werden sich nachher mit Robotern unterhalten. speaker-0: Mhm. speaker-1: Was wirst du deiner Tochter trotzdem beibringen und lehren und vorleben, dass sie trotzdem auch ohne diese Technologien alt und glücklich wird? speaker-0: Also ich muss dazu sagen, dass wir zu Hause, also es wächst jetzt eigentlich schon ohne Technologie auf. Ja, aber bei uns zu Hause gibt es keinen Fernseher. Das heißt, gibt keine, also das sogenannte Hintergrundrauschen und so weiter, mit dem wächst sie aktuell nicht auf. speaker-1: Das ist mehr ein Monat. ⁓ wow. speaker-0: Ich gebe ja auch nie ein Handy oder so in die Hand mit irgendeinem Trickfilm oder so was drauf, ⁓ sie zu beschäftigen. Das passiert bei uns gar nicht. Und wir verbringen eigentlich wirklich die Zeit draußen. Eben, sie ist noch nicht so, also sie läuft noch nicht. Aber wir verbringen ganz, ganz viel Zeit draußen und ich glaube, ist das, was ich hier mit auf den Weg geben möchte, dass sie das immer speaker-1: Ja. speaker-0: Ich draußen, sei es im Wald, sei es im Garten, sei es am Wasser oder so, das sind alles so Kraftorten. speaker-1: der Schweiz gibt es ja dieses Wort Stauen. Stauen gehen. Wir mit unseren Kindern in Grindelwald oben sind gestaubert. Und solche Sachen. Das ist doch etwas Lebensqualität. speaker-0: Genau, das eben, egal was im Leben passiert, man kann sich zurückziehen in den Wald, man kann da entschleunigen, man kann neue Energie tanken und so weiter. man sich einfach gut lassen gehen. Gut gehen wir. speaker-1: geben lassen. Wir Schweizer, wir Schweizer, wir und unsere Sprache. Meine Eltern haben immer gesagt, Buh, wir haben dich mal in die Schule geschickt. das ist bei mir jetzt nach, seit 1989 lebe ich in der Schweiz, so vielen Jahren auch verloren gegangen. Florence Schelling, einen riesengroßen Applaus für dich. Danke schön. Und ich bedanke mich herzlich. Das war wirklich ein Herzenswunsch, dass du mit dabei bist. Vielen Dank für deine Zeit und dass du heute mit dabei warst. speaker-0: Sehr gerne. Danke dir vielmals.