speaker-0: Hallo zusammen und willkommen zu einer neuen Folge Before Applaus. Applaus ist das Echo des Erfolgs. Davor stille Stunden, falsche Wege, Risiken. Wir erzählen die Geschichten, die niemand sieht, über alles. Kevin, danke, dass du dir heute Zeit für uns genommen hast, dass du bei uns im Podcast bist. Wir freuen uns sehr. Wenn du jetzt mal beschreiben könntest mit zwei Sätzen, was machst du heute? Wer bist du heute? speaker-1: Hechte Aber alles entscheiden. speaker-2: Erst mal vielen lieben Dank, dass ich da sein darf. Was mache ich heute? Ich mache heute Performance Marketing, schalte Werbeanzeigen für große Unternehmen, für kleinere Unternehmen. Und das ist eigentlich so mein Daily Doing. Ich liebe Werbung. Ich bin totales Marketing-Opfer und schaue gern Werbung, mache gern Werbung. Ich bin Werbung quasi. speaker-1: Würdest du sagen, du musst ein Marketingopfer sein, ⁓ gute Werbung machen zu können? speaker-2: Wenn ich ganz ehrlich bin, ja. speaker-0: ⁓ dann müsste ich auch gut machen. speaker-1: Ich glaube, sind alle drei gut in Werbung. Erzähl mir ein bisschen mehr, wie bist du dazu gekommen? Warum wolltest du in diese Richtung gehen? Was heißt Performance Marketing? speaker-2: Also eigentlich, ich hol mal ganz vorne aus, eigentlich wollte ich gar nie in diese Richtung gehen. Ich hatte diese Richtung nie auf dem Schirm. wusste nicht mal, vor 15 Jahren muss ich nicht mal was bezahlte Werbemassnahmen bedeutet. Das gab es in der der Form aber auch noch gar nicht. Damals war Werbung Fernsehwerbung. Das hat sich ja alles geändert. Es hat sich ⁓ 180 Grad gedreht. Ich fange mit meiner ersten Selbstständigkeit an. Ich habe mich selbstständig gemacht als Personal Trainer neben meiner Armeezeit. Und das war so meine erste Berührungspunkt mit Werbung und auch Selbstvermarktung. Und die Selbstvermarktung ist schon so eine Art von Werbung. Und da habe ich gemerkt, okay, cool. Ich kann neben meiner Zeit als Bundeswehrsoldat mich als Personaldrehender selbstständig machen, habe Lizenzen gemacht, habe alles gemacht und habe dann gemerkt, hm, jetzt hast du 13 Trainerlizenzen, bist Personaldrehender A, du weißt extrem viel, bist Amateur-Body-Bilder und trotzdem interessiert sich keiner für dich. speaker-0: Du hast eigentlich das beste Produkt kreiert aus deiner Sicht und keiner kauft es. speaker-2: Genau, ich wusste ganz genau, wie kann ich den Leuten helfen beim Abnehmen, beim Muskelnaufbau. Aber ich hatte keine Kunden. speaker-1: Let's come down. speaker-2: Dann habe ich mir gedacht, warum habe ich denn keine Kunden? dann ich keine Werbung. Die erste Werbung, die ich gemacht habe mit Menschen, ist einfach mal darüber zu reden, wer ich bin, was ich mache. Da habe ich den Leuten erzählt, ich bin der Kevin und ich kann dir helfen beim Abnehmen. Hast du manchmal gut angekommen? Manchmal auch nicht so gut. Ich habe an meiner Kommunikation gearbeitet. speaker-1: Warum hattest du keine Kunden? speaker-2: Und da hat es eigentlich sehr gut funktioniert. ich habe 2013, also komme aus einem ganz eigentlich, mich kennt man vielleicht aus Dubai oder aus Wien, eigentlich komme ich aus einem ganz, ganz kleinen Dorf. In dem Dorf hat mir mehr Schweine als Einwohner. speaker-1: So. speaker-2: Da bin ich eigentlich aufgewachsen und kam her und dann kam es halt irgendwann dazu, dass ich gesagt habe, jetzt habe ich die ersten Kunden gewonnen und dann wurden die Wegstrecken immer weiter. Dann hätte ich irgendwann 100 Kilometer fahren müssen, dafür, dass ich ein Personal Training gebe. Das rechnet sich halt vorne und hinten nicht mehr, weil du brauchst eineinhalb Stunden zum hinfahren, dann bekommst du dein Glück, schnell 100 Euro für die Stunde, dann fährst du eineinhalb Stunden zurück. speaker-1: Und was man nicht vergessen darf als Personaltrainer, du machst ja nicht nur die eine Stunde mit dieser Person, du musst dich vorbereiten, musst die Person kennen, deine Pläne, Ernährungspläne und so weiter und dann ist ja eigentlich tatsächlich, was am Ende über bleibt, ihr tatsächlich nichts. speaker-2: Exakt. Und ich hab's daneben beruflich gemacht. Ich hab's on top verdient. Welche Scheiße, was machst du? 2013 hab ich dann gedacht, geil, jetzt weiß ich, was ich tu. Ich mach's einfach online über Skype. Skype! Oh Gott. speaker-1: Das hab ich schon vergessen. speaker-0: Das Chirquise-Logo mit dem Hähnchen. speaker-2: Und dann musste man sich damals noch registrieren. Das heißt, ich musste zu den Leuten hingehen und sagen, weißt was wir machen? Wir was richtig Geiles. Wir machen Online-Training. Das gab es damals nicht, wie Online-Training. Ja, wir trainieren, wir machen das Handy an, Skype kennst du, nee. Wie so ein WhatsApp-Video gab es damals auch nicht. Ich habe den Leuten erklärt, wir telefonieren mit Bill, du siehst mich dann und dann trainieren wir zusammen. speaker-0: Du musstest eben quasi neben deinem Produkt noch ein zusätzliches Zuchtprodukt speaker-2: Ich muss den Skype verkaufen. speaker-1: Hoffentlich hattest du eine Filiate. Gab's eine Filiate speaker-2: Ich weiß nicht, ich hatte es auf jeden Fall nicht. Es war Katastrophe. Hat aber gut funktioniert. Also Leute haben sich darauf eingelassen. hat mich am Anfang richtig krass gewundert. Aber der Pain war halt groß genug. Und ich konnte es denen gut genug kommunizieren, sodass sie daran geglaubt haben und gesagt haben, okay komm, was habe ich zu verlieren, probieren wir es aus. Und damals habe ich dann so 300 Euro Pakete verkauft. Davor habe ich so Bauchbeine-Po gemacht im Fitnessstudio. Kannst dir vorstellen, so 110 Kilo Bodybuilder macht Bauchbeine-Po im Fitnessstudio. Dann habe ich es online gemacht. Dann hatte ich 20 Leute, mir online zugeschaut haben. Das war super cool. hat so viel Spaß gemacht. speaker-0: Das heißt, du hast es geschafft, dich zu skalieren. speaker-2: Ich habe es mich zu skalieren. Das war unfassbar cool. Dann habe ich gedacht, wow, das hat echt gut funktioniert. habe da noch nicht viel Marketing gemacht, weil das meiste kam über Erfehlungen. Das war neu, das war cool. Die Leute kamen dann einfach. speaker-1: Du musst dich nicht bewegen und wenn ich, Entschuldigung, wenn ich gemein bin, aber Menschen, halt ein bisschen Kumpel, ja, bisschen mehr Masse haben, die sind ja auch tatsächlich, und ich hoffe die, zuhören, sind jetzt nicht böse auf mich, aber die sind ja auch Faulehrer. Und extra in den Fitnesscenter zu fahren und auch diese Hürde, ich finde ja, du hast wirklich einen mehr Ausland Benefit geschaffen, weil ich würde mich auch freuen, hey, eine Stunde Zeitentspannung ist, du musst jetzt nicht extra hinfahren, du musst nicht extra vielleicht schön oder umziehen oder so, keiner sieht dich, machst einfach zu Hause... speaker-2: Hoppelente? speaker-0: ist Schritt zu man dahingeht, weiß ich nicht. speaker-1: Aber so zu Hause, cool, ne? Dann schaust du halt zu, okay, fein, aber... Ich hätt's damals auch gemacht. speaker-0: Und über YouTube gab es es ja auch noch nicht so wirklich. Aber wie... Ich weiß gar nicht, wer das war, aber wir hatten auch mal so die Frage, wann weißt du, dass was nicht funktioniert oder wie du es anders machen müsstest oder keine Ahnung. Also so an dem Punkt, wo du jetzt gesagt hast, Personal Trainer, du warst eigentlich vielleicht der aus deiner Sicht beste Personal Trainer mit den besten Zertifikaten und was auch immer und keiner ist auf dich zugekommen. Warum hast du nicht einfach aufgehört? Also was... speaker-2: Nee, nee, das hat er grad angeschaut. speaker-0: Was war so dein Anreiz zu sagen, nee, das muss doch funktionieren. Es fehlt nur irgendwas. speaker-1: Er hat top trainiert, der wollte das verkaufen! Ja! speaker-0: Aber es gibt ja viele, dann aufhören. Oder man bekommt auch häufig die Frage gestellt, woher weißt du, dass es vielleicht eine falsche Idee ist. Also du hast ja daran geglaubt, offensichtlich, du hast weitergemacht. Vielleicht hast du auch gar nicht drüber nachgedacht, ob du weitermachst. Weiß ich nicht. speaker-2: Hab ich gar nicht. Das war für mich das erste Mal, dass es wirklich funktioniert hat, was ich angefasst habe. dann habe gedacht, wow, geil, das funktioniert, das mache ich. Das hat so gut funktioniert, dass ich über 20.000 Euro im Monat verdient habe. Und dann habe ich gesagt, wow, scheiß auf Bundeswehr, ich kündige meinen Job. Brauchen Sie nicht die 2.000 Euro, ich da bekomme. Was soll ich damit? Ja, war... 12 Monate später hatte ich knapp 50.000 Euro Schulden. speaker-0: Welchen Grund? speaker-2: Ich helf gerne Menschen und ich hab dann gedacht, es kamen immer mehr Leute auf mich zu. Ich war in diesen Bodybuilding-Kreisen und hab gesagt, wow, Kevin, wie hast du das gemacht? Neues Auto, jetzt ist irgendwie nur noch zu Hause, Schweine viel Geld. Meine Mama hat zwischenzeitlich gedacht, ich verkaufe Drogen. Die hat wirklich mal mich zugekommen. Ich hab's versucht zu erklären, aber die hat sie mir nicht geglaubt. Dann ist die Jungin ziemlich umgekehrt und ich so, Kevin. Ich weiß, dass viele Geldeste macht es schön, aber Geld ist nicht alles. Ich möchte nicht, dass mein Sohn Drogen verkauft. Ich bin dann so, Mama, du hast doch keine Ahnung, was ich mache. Ja, ich versteh es nicht. Es war super süß, aber die hat sie wirklich geglaubt. Und dann kamen immer mehr Leute auf mich zu und ich hab gedacht, geil, jetzt fang ich richtig an zu skalieren. Dann hab ich damals gedacht, okay, was gibt's, wie kann ich skalieren? Meine erste Idee war, geil, es gibt doch diese ganzen Network-Marketing-Sachen, so wie Truce Plus und so. Ich sag mal, die Produkte sind okay, sind halt nur viel zu teuer. Und ich wollte halt irgendwas, wo die Leute nicht abgezogen werden. Ich dachte, ich mach einfach mein eigenes Network-Marketing-System und die einzigen Leute, da reinkommen, sind zertifizierte Personal-Trainer. Und ich helf denen auch noch, ein Online-Business aufzubauen, sodass die endlich mal Geld verdienen können und nicht 1000, 2000 Euro verdienen und rumgräbsen den ganzen Tag. Dann habe ich einen Lohnhersteller gesucht. Ich hab Supplements, Vitamine, Omegas gemacht mit Fettburner. Hab alles hergestellt. hatte dann zwischenzeitlich über zwei Tonnen Proteine im Keller meiner Großeltern. speaker-1: Da kommen die Drogen. speaker-0: Dann hattest du nur noch weißes Pulver im Keller. speaker-2: Und dann habe ich gedacht, okay, geil, let's go. Habe ich angefangen mit zehn Leuten, habe gesagt, hey, schau mal, das Einzige, was wir machen ist, wir machen über 50 Prozent Affiliate von den Produkten und ihr gebt einfach die Produkte an eure Kunden raus und ich zeige euch so ein bisschen, wie das Online-Coaching funktioniert. Da habe ich viele Leute angeschrieben, die Leute waren grundsätzlich auch interessiert. Ich habe es kostenlos gemacht. Ich habe gesagt, schau mal, es gab Coaching noch nicht. Dieses Coaching-Mentoring-Konzept kannte ich damals nicht. Dann habe gesagt, alles kostenlos und so und dann Ja, hat's nicht funktioniert. Also ich hatte dann Leute dabei, die haben teilweise dann Produkte angekauft für 20, 30 Euro. Ich hab denen teilweise am Anfang aber auch so Produktpakete geschenkt für 500 Euro aus meiner eigenen Tasche, um so einen Star zu geben, weil ich was zurückgeben wollte. Ja, und ich habe jetzt immer noch ungefähr 1,8 Tonnen Protein im Keller, die seit acht, neun Jahren abgelaufen sind. speaker-1: Vielleicht ist es was für Pflanzen. Man weiß es ja nicht. Man findet sicher ein Weg, es wieder zu bewerten. speaker-2: Ja, ja. Und das war ein richtiger Tiefpunkt. Weil dann hat halt gar nichts funktioniert. Und ich hab gedacht, ich mach was cool. Ich helf den Leuten zu zeigen, wie ich Geld verdient hab. Ich hab meine Selbstständigkeit vernachlässigt als Personal-Trend. Ich hab kein Geld mehr. Die Schulden immer größer. Hab mir Business-Coachings eingekauft. Und dann saß ich da. Und an einem Tag saß ich so da, dass ich meine Miete nicht bezahlen konnte. Und dann dachte was mach ich jetzt? speaker-1: Ich was machst du jetzt? speaker-2: Ich hab mir einen Sofa speaker-1: Du nicht aufgeben, du hast weiter gemacht. Ich finde das toll. speaker-2: Ich hatte gar keine andere Möglichkeit, was hätte ich machen sollen. Ich hatte keinen Job mehr, hatte kein Geld mehr. Das hat auch nicht geholfen. speaker-1: Weglaufen! speaker-2: Das hätte auch nicht geholfen. speaker-1: Aber was hat geholfen? speaker-2: Ich bin drangeblieben. Dann habe ich überlegt, okay gut, habe ich mich hingesetzt? Habe ich mich hingesetzt und habe überlegt, hm, nicht mehr so viel. Aber möglich. speaker-1: Das wollt man hören. Dranbleiben. Vielleicht ist das der Erfolgspunkt. Du konntest dich nicht mehr hinlegen. Du musstest weiter stehen und dranbleiben. speaker-0: Das ist ja aber schön, dass man heute so bisschen drüber lachen kann. Ich kann mir vorstellen, damals war es gar nicht zu lachen. speaker-2: Das war wirklich gar nicht witzig an. Weil das Einzige, ich hatte, ich weiß noch, ich saß auf dem Boden, Nutella Brot gegessen, so ein Nutella-Postbrot, trocken, weil ich nicht mehr Durst hatte. Dann saß ich auf dem Boden ohne Toaster mit meinem trockenen Nutellatoastbrot. Nutella war das einzige, was mir treu geblieben speaker-1: Und Disclaimer Kevin ist speaker-0: Sehr ja, eben. Inklusive Proteinfolge. speaker-1: 9 Jahre abgelaufen. Kaufe jetzt 2, du bekommst das dritte gratis dazu. Okay, Spaß bei heute, okay? Wir sind beim trockenen Nutella. Und dann? speaker-2: Ja. Dann hab ich gedacht, scheiße, was mach ich jetzt? Hab ich mir überlegt, okay, ich wieder ins Fitnessstudio, lass mich da anstellen, geh wieder Bauchbeine-Purkurse, das kann ich ja. Hat ja auch funktioniert. Hab ich gedacht, irgendwie ist es auch nicht das Wahre. Und hab ich mir überlegt, was hab ich denn davor richtig gemacht, was jetzt nicht mehr funktioniert hat? Was hat ja davor funktioniert? Ich hab ja in Anführungszeichen ein Schweinegeld verdient. speaker-0: Hat ja auch funktioniert. speaker-2: Und dann auf einmal hatte ich nur noch Schulden, gar nichts mehr. Alle waren sauer, alle waren unzufrieden. Die Trainer waren ja auch sauer, weil sie nicht die Erfolge hatten, ich ihnen versprochen habe. Selbst wenn sie kein Geld bezahlt haben, ihr könnt euch nicht vorstellen, was für Nachrichten ich bekommen habe. speaker-1: Aber ich würde gerne nochmal verstehen, warum hatten die dann keinen Erfolg, weil die nicht so waren wie du, weil ich meine, du hast ja gerade eine Eigenschaft beschrieben, wo du sagst, hey, ich hab nochmal nachgedacht. Du hast dich hingesetzt mit einem trockenen Nutella und hast überlegt, was war gut, was war schlecht, warum bin ich da, wo ich jetzt bin, warum ist meine Couch weg, warum sitze ich am Boden und was funktioniert und was funktioniert nicht. Die meisten machten das ja schon gar nicht. Das ist ja eine geile Unternehmer-Eigenschaft, oder? Die Frage ist nur, wenn du das für dich erfolgreich gemacht hast und die anderen es nicht umsetzen konnten, dann liegt es ja manchmal an... Vielleicht doch an den Persönlichkeiten und nicht an dem Business Case an sich, speaker-2: Ich würde es nicht mehr sagen, dass es an den Persönlichkeiten lag. Ich glaube, lag daran, dass die Leute kein Geld dafür bezahlt haben. Dementsprechend hat das keinen Wert für die Leute. Genau, die hatten keinen Druck dahinter und das war auch nicht so okay. Alles, ich gesagt habe... speaker-1: Die hatten keinen Druck. Man sagt aber so, alles was gratis speaker-0: Ja. speaker-2: Das war der Zeitpunkt, wo ich es letztes Mal gratis rausgegeben habe. speaker-1: Und trotzdem willst du bei uns die Strategie für gratis Produkte durchziehen, Moment, darüber sprechen wir noch später. Reden wir dann noch. speaker-2: Das muss ins Marketing-Konzept passen, dann geht's. Aber das war letzte Mal, dass ich irgendwas gratis rausgegeben hab. hab es zum Beispiel auch so gemacht danach, hab ich meiner Mom ein Personal Training verkauft. Und meiner Mom, die kriegt ja alles von mir. Alles. Ich hab zu ihr aber gesagt, schau mal, du bezahlst wie jeder andere. Wenn du es durchziehst, und wir setzen jetzt, ich hab zu ihr gesagt, schau mal, du 10 Kilo abnehmen in einem Jahr, wenn du es durchziehst, kriegst du dein Geld zurück. Wenn nicht, behalte ich es. Sie hat es nicht durchgezogen, ich habe es gespendet tatsächlich. habe es gespendet. speaker-1: Mama! speaker-0: Es gibt aber auch so eine App in den USA. glaube in Deutschland läuft dieses Konzept nicht so ganz oder in der Dachregion, dass du quasi negative Anreize setzt. Also du wettest quasi darauf, dass du irgendwas nicht durchziehst, so wie du sagst, und danach, wenn es nicht funktioniert, spendest du Geld an eine Partei, die du nicht magst oder an Zigarettenkonzernen oder was, also keine Ahnung, was auch immer gegen dein Ding geht, ne? speaker-1: ziemlich cool. Solche Wetten wären mit Zigaretten ganz gut. habe nämlich heute gehört, nur 3-4 % der Raucher wirklich schaffen, nicotinfrei zu sein. Also meistens gehen sie von Zigaretten auf Snooze und von Snooze vielleicht auf irgendwelche diese E-Wapes oder wie heißen die? Icons oder was auch immer. Nicotinpflaster, Kaugummis, wie auch immer. kommen von Nicotin nicht weg. Das wäre eine geile Wette. Gegen das könntest du mal, da könntest du viel spenden. speaker-0: Ja, okay, aber das heißt, du hast dann quasi für dich selber herausgefunden, du hast quasi vorher Marketing gut gekonnt oder du konntest Sachen gut verkaufen und es muss irgendwie was kosten, dass es einen Wert hat und bist dann wieder zurück zum Personal Trainer oder bist du dann einen anderen Weg gegangen? speaker-2: Ich hab's dann noch mal gemacht. hab gesagt, okay, gut, es hat nicht funktioniert. Aber ich mach einfach genau das Gleiche noch mal. Nur ohne die Produkte über diesen Ehestand abgelaufen. Und dann hab ich's noch mal gemacht. hab gedacht, okay, gut, aber diesmal mach ich nicht den Fehler, verlang kein Geld dafür. Ich verlang einfach genau das Gleiche ohne die Produkte. 6000 Euro für sechs Monate. Und es hat funktioniert. Es hat wirklich sehr gut funktioniert. Und dann hab ich gedacht, okay, wie find ich jetzt mehr Personal-Trainer? speaker-0: Krass. speaker-2: Und dann habe ich angefangen, Marketing und mich mit Marketingagenturen auseinanderzusetzen. Dann bin ich zu der ersten Marketingagentur und die haben es gemacht, die haben gestartet, die haben gesagt, ja, das wird ein bisschen dauern, bis es funktioniert. Aber so nach sechs Monaten wird es funktionieren. Hat nicht funktioniert. hab wieder mein ganzes Erspartes aufgebraucht. Hat nicht funktioniert. Alles, was ich mir angespart hab, hart angespart durch die neuen Kunden, alles wieder verbraten. Ich dachte, okay, scheiße. Hab ich angefangen, mich selber da reinzufuchsen. Selb gemacht. Damals Google Ads aufgesetzt und Meta Ads. Aber das war noch was ganz, ganz anderes. Das war ganz anders als heute. Und hab das dann gemacht. Das hat auch einigermaßen gut funktioniert. Ich hab die ersten Kunden dann übers Marketing abgeschlossen. Ich hab aber immer gedacht, man Ich hatte eigentlich keine Ahnung von dem, was ich mache. Ich mache das zwischen Tür und Angel, zwischen der Kundenbetreuung, zwischen der Buchhaltung. Mache ich so bisschen Marketing und nehme ein paar Videos auf und versuche die halbstark zu schneiden. Damals gab es auch keine Tools zum Schneiden. speaker-1: Fuck oder das kenn ich alles, was du sagst. speaker-2: Das ist so krass. weiß noch, ich die ersten Fotos bearbeitet habe mit Photoshop. Ich war so verloren. Das war so krass. glaube, ⁓ Bilder zu bauen, habe ich teilweise 98 Stunden gebraucht. Und heutzutage mit Ken war 10 Nünge. Das insane. Das ist alles so einfach geworden. speaker-1: viel schneller auch. Was lernen wir draus? speaker-2: Es war noch nie so einfach wie heute, sich selbstständig zu machen und Geld zu verdienen. speaker-1: Krass. Und das können wir gleich aus Hub nehmen. Cut. Okay. Und wann hast du dann richtig performt? Also wann wurdest du Kevin, Performance Marketer für andere großen, ich meine, ich kenne ja ein paar Marken, die du begleitet hast, das ist ja schon richtig cool, was du für andere machst. Wann hast du dich entschieden, dass du dann diesen Swipe-Generator machst von... speaker-2: Als ich meine eigene Selbstständigkeit und das immer nebenher gemacht habe, ich gedacht, das muss ja andere geben, die nur das machen, die deutlich besser sind als ich. Und so habe ich Agentur über Agentur über Agentur ausprobiert und auch sehr große, sehr teure Agenturen. Am Ende des Tages hat alles so semi-geil funktioniert und ich habe immer gedacht, die Ergebnisse, ich selber mache, so drive-by, sind viel besser. Und dann kamen immer mehr Leute auf mich zu und haben gesagt, Kevin, du hast jetzt Ahnung von Marketing, kannst du uns auch helfen? Dann habe ich es für immer mehr Leute und meine Kunden waren ja Personal Trainer umgesetzt. Problem bei dem Personal Trainer ist, der hat 500 Euro Werbebudget und der kein Geld für Fehler. Wenn der 500 Euro ausgibt, muss das funktionieren. Da können nicht 100 Euro einfach mal verblasen sein. Sondern du hast ein extrem kleines Budget. Das ist sowieso schon viel zu klein für irgendwas. Und es muss dann funktionieren. Und so war das Budget, das ich ausgegeben habe, einfach unglaublich effizient und alles war komplett durchstrukturiert und durchgeplant. Und das hat extrem gut funktioniert. Und so hat es dann immer besser besser funktioniert. Und dann habe ich halt irgendwann mein Marketing selber gemacht. Und dann habe ich irgendwann alles in meinem Unternehmen abgegeben, so dass ich nur noch Marketing gemacht habe. Und dann war ich irgendwann eine halbe Marketingagentur, weil ich mehr Marketingkunden hatte als Personal-Trainerkunden. Und dann habe gedacht, hm, was machen wir jetzt? Dann habe ich mich bei einer sehr großen Marketingagentur beteiligt in Österreich und habe meine Marketingagentur verkauft. Und seitdem... ...voller Austria. Sehr, sehr tolle Agentur. Und seitdem mache ich nur noch Marketing. 12 bis 16 schon am Tag, sieben Tage die Woche. Und ich liebe Marketing, ich lebe Marketing. Und mittlerweile gebe ich im Jahr so zwischen 100 und 120 Millionen Dollar aus. Nach der Expend. Auf allen Plattformen, ja. Und so habe ich mich halt in alles eingefuchst. Also von... speaker-1: Welche Marketing Agentur ist denn das? Das ist ziemlich tolle Agentur, habe ich gehört. speaker-2: Meta, Facebook, Instagram, TikTok, Pinterest, Google, YouTube, Name it. speaker-0: Ich find's ja geil, weil du immer so mit vorne dabei warst. Also, das hört sich ja nicht so an, als hättest du gestartet auch als Personal Trainer, hättest geguckt, wie machen andere das, sondern du hast halt einfach dir selber gedacht, geil, Skype, könnte ich irgendwas machen, oder hier könnte ich irgendwas machen. Hast du irgendeinen Tipp, wie man das macht, oder sagst du, ich bin halt einfach so geboren, ich versuche verrückte Dinge aus? speaker-2: Das hört sich geil an. In der Praxis speaker-0: Das glaube ich. Aber deswegen sage ich ja, wir lachen so drüber. es ist nicht so einfach. speaker-2: In der Praxis hat es immer irgendwie funktioniert. Dann hab ich das Geld auf den Kopf gehauen. Dann hat es nicht funktioniert, dann stand ich wieder da. Am Anfang meiner Selbstständigkeit war ich am Ende vom Monat zu 300 Euro minus. In den letzten zwei Tagen hab ich mir wie kann ich 300 Euro auftreiben? Zwei Jahre später waren es 10.000 Euro, die ich am Ende vom Monat im Minus war. Ich hab gedacht, wie kann ich in zwei Tagen 10.000 Euro machen? Das hat sich immer weiter verlagert. Das war so bisschen... speaker-1: Aber da sind ja gerade die Momente, wo ja ein Mensch aus sich rauskommt, Dinge lernen möchte und tatsächlich aus dieser Sorge dieser Scheiße rauszukommen. Ich finde, dass eine Person, es vielleicht bequemer hat und auch weiß, es gibt halt dieses Unternehmer-Mindset und halt Angestellten-Mindset, was ja komplett in Ordnung ist. Aber die haben ja vielleicht diesen Drang ja gar nicht etwas eben, weiß ich nicht, weiß ich nicht, 300 Euro zurückzahlen können oder 10.000 oder was auch immer. Die überlegen sich dann vielleicht, okay, Ende des Monats, jetzt gebe ich nichts aus, gleich ist Anfang des Monats. Deswegen sind die ersten zwei Wochen ja des Monats immer die verkaufsintensivsten. Die haben halt diesen Druck vielleicht gar nicht, aber du warst dir wahrscheinlich überzeugt davon, du möchtest Unternehmer werden, du möchtest mehr verdienen, du möchtest oben sein und möchtest nicht 9 to 5 zum Beispiel. Oder war das schon prinzipiell deine Grundmotivation, dass du dann Sachen machst, weil von alleine kommt man nicht drauf, dass man sagt, hey, ich jetzt gut aus, kann trainieren, let's go, mach mal Skype, online Training. speaker-2: Das größte Problem, ich hatte nie einen Plan B. speaker-1: Das ist aber... Das ist gut! Ich sag immer, wenn man keinen Plan B hat, dann setzt man alles auf eine Karte. speaker-2: Du kannst nichts, ich musste weitermachen. konnte nicht sagen, okay, gut, mache jetzt mal 6 Monate Pause. speaker-1: Das haben wir gerade vor einer Stunde zu zweit besprochen. Weil jeder sagt zu mir, du brauchst bei deinen Firmen Plan B. Ich will keinen Plan B. Dann überlege ich mir jetzt schon, was passiert, wenn es schief geht. Das geht nicht schief. Und wenn es an Plan A etwas zum Rütteln gibt, dann adjustiere ich halt nach. Aber ich finde das ja super, dass man eigentlich keinen Plan B hat. speaker-2: Ich habe auch nichts von dem Plan B. Weil am Ende vom Tag, du setzt dich in einen Plan, wie Marketing. Ich denke einfach mein ganzes Leben, denke gegen Kampagnen. Wenn ich eine Kampagne aufsetze, dann konzeptioniere ich die von Anfang an. Ich überlege mir, wie sollte die Kampagne laufen? Was ist das Endziel? Es funktioniert leider nie so, wie ich es mir vorstelle. Es gibt immer Punkte, die nicht so funktionieren. gibt Punkte, die funktionieren besser, als ich kalkuliert habe. Aber am Ende vom Tag muss man die Stellschrauben einfach nur adaptieren. Und einfach nur schauen, was kann ich anders machen? Wo bricht der Traffic ab? Wo bricht die Conversion ab? Und was kann ich ändern, ⁓ das zu verbessern? In dem Leben ist es nicht schwarz oder weiß. Es funktioniert voll oder gar nicht. Es ist immer so halb geil. speaker-0: Gretchen frage, heißt du hättest keinen Ehevertrag, wenn du heiratest? Das ist dann, das ist stringent dann, ja? Kein Plan B. speaker-2: Nee, auf gar keinen Fall. 100 % Das mich gar keinen Sinn. Wenn ich mit meiner Freundin essen gehe, ich würde niemals die zahlen lassen. mich ist es egal, wer bezahlt. Am Ende des Tages, was sie ausgibt, eher unser Geld, mein Geld, was auch immer. Das verstehe ich nicht. Ich hatte aber Freude, damit hatte ich so einen großen Konflikt. Ich hatte sehr gute Freunde, die waren seit acht Jahren zusammen und haben immer alles getrennt bezahlt. Ich hab das psychisch nicht verkraftet. speaker-0: Ja, das kann ich aber verstehen. Auch wenn man in so einer Freundesgruppe ist oder was auch immer. Da gibt es so manche, die dann entweder ihr eigenes Essen mitbringen und es nicht teilen oder... Da wanken bei mir dann auch so diese... Grundprinzipen, dass ich sage, okay, eigentlich muss es mir egal sein, aber eigentlich... für mich gibt es so Unsers. speaker-1: Da gehst du heimlich hinter die Bar und sagst einfach, dass es keine Gespräche gibt. Aber es kann ja nicht jeder so sein, Tara. speaker-2: Ja. speaker-0: Okay, das akzeptiere ich. Das akzeptiere ich. Das ist in Ordnung. speaker-1: Aber du würdest es schon erlauben, dass deine Frau einfach mal auch zahlt. Nehmen wir mal an, sie verdient viel mehr als du. Wäre das für dich okay? sagst du dann, äh, nee. speaker-0: Das ist ja dann nur eine Kasse. speaker-2: Das ist ⁓ eine Kasse. speaker-1: Aber das meine ich ja, ihr haut einfach alles in eine Holding. Ja, fast, da bin ich voll dabei. speaker-0: Ja. speaker-2: Ja, ja. speaker-0: Sagen wir, wenn, ich weiß, wir reden eigentlich so für Before Applaus, aber du hast jetzt so viele Punkte beschrieben, wo du so Wandel mit gemacht hast mit Skype oder Google Ads als erstes mit dabei und keine Ahnung was. Und jetzt sind wir ja in einem Zeitalter, wo man sagt, KI und Chachibiti und schon wieder so ein neuer Umbruch. Wie gehst du denn damit jetzt ⁓ speaker-2: Ich liebe es tatsächlich. Es ist super cool. erleichtert sehr viel, ist aber auch super gefährlich für die Branche. Die ganzen Leute, die jetzt starten mit Marketing, wenn man ein richtiges Paid Advertising macht, ist ja eigentlich eine richtig fiese Sache. Du machst eigentlich nichts anderes, als die Leute vom Handy zu manipulieren. Du möchtest, dass sie dein Produkt an die Dienstleistung kaufen. speaker-0: Ja, in Social Engineering oder... speaker-2: Eigentlich reine psychologische Kriegsführung und du willst einfach den Menschen und das menschliche Verhalten so beeinflussen, dass sie sagen, okay gut ich brauch das ansonsten ist mein Leben nicht lebenswert. Egal ob ich ein Coaching verkaufen möchte oder ein Produkt oder was auch immer. speaker-1: Ich kenne übrigens etwas, womit du die besten Spätzle der Welt machen kannst. speaker-2: Was ist es denn? speaker-1: Das kann ich dir jetzt nicht offiziell sagen, weil wir keine Werbung machen, aber du weißt, was ich meine. speaker-2: Ich muss eigentlich lieb spätzeln. speaker-1: Wir können für dich Nutellespätzle mit Kokostreusel machen. Nein? Kokostreusel mit Nutella? Ja. Normale Spätzle? Ja. Kennst du Mohnudeln? speaker-2: Süß! Eine süße Spätzle? Süße Spätzle? speaker-0: Kannte ich auch nicht, kannte ich auch nicht. speaker-2: Ich glaube, hab die mal gegessen in der Lounge. In der Vienna Lounge. speaker-1: Leute, müssen heute Mohnnudeln essen gehen und Spätzle auf Österreichisch. Ihr seid ja beide aus Deutschland, deswegen kennt ihr euch einfach nicht aus. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich sie jetzt mitgebracht zum Aufwärmen. Mikrowelle haben sie, bringen wir noch mit. Sorry liebe Zuhörer. speaker-2: Ja, ja, die Tote. speaker-0: In die österreichische Küche. Aber ja, das heißt, sagst, es hat halt was Gefährliches. Das heißt, von dem, was du sagst, du bist offen demgegenüber. Du siehst es als Chance und nicht im ersten Schritt als, ich muss schon wieder was Neues sagen. speaker-2: Das wird die Zukunft sein. Also die AI wird so viele Stellen im Marketing streichen, weil wir Menschen einfach überflüssig werden. Aber noch interessanter wird es sein, zu sein, der mit der AI zusammenarbeitet, oder das Sparringspartner. Weil die AI kann super viel ersetzen. Das Gefährliche, was die Leute jetzt machen, vor allem die jüngere Generation, die arbeiten nicht mit der AI, sondern die arbeiten für die AI. Die setzen sich einfach hin und sagen, okay, ich brauche A. Die AI spuckt es aus und die setzt es ⁓ Die hinterfragen nicht mehr, was die AI macht. Die sehen es als Gott gegeben. Das ist ein bisschen schwierig. speaker-1: Das ist ja auch das große Problem. Wir sind ja alle so Kinder der 90er. Wir haben es auch ohne Internet geschafft und auch das Studium und so weiter, ohne Chetchi-BT. Wir wissen zumindest, wie wir es beurteilen, was das Ding ja rausspuckt. Oder ist es richtig, ist es falsch, wir können es besser steuern. Aber gerade jüngere Generationen, und ich habe eine Schwester, ist 15 Jahre und 21 Jahre jünger wie ich, die nehmen das echt. Alles, was da steht, das wie du sagst, das stimmt. Aber dann liess ich einmal drüber so, nee. Das kann gar nicht stimmen. Diese Logik verstehen die gar nicht. Was total traurig ist. Und wenn man sich die Gehirnscans anschaut, wie wir verdümmern, weil wir gar nicht mehr nachdenken. Analytisches Denken geht komplett verloren. Das ist auch so ein Punkt, man das ist scary. Man sagt ja jetzt schon, sorry Kevin, die Generation Z ist ja jetzt schon die dümmste von allen. ist ja schlimm, oder? speaker-2: 100 Prozent. sag, eish, für mich immer so der Vergleich zu damals, als der Taschenrechner erfunden wurde. Da haben die Leute aufgehört, drauf zu rechnen. Und jetzt hören die Leute halt wieder auf zu denken, aber halt in einem viel größeren Ausmaß. Weil ich muss jetzt nichts mehr können. speaker-1: Was sagst du zu diesem Punkt, dass AI sich diesen Renter Human gebaut hat? Hast du davon schon gehört? speaker-2: Ja, ich hab's am Rande mitbekommen. Scheiße. speaker-1: Es ist aber so, gibt gewisse Aufgaben, wird KI einfach nicht lösen können, außer sie verbindet sich mit Robotern, die dann auch Dinge machen. Aber was ist, wenn wir dann wirklich die schlimmste Dummarbeit machen und KI uns Menschen da wie Marionetten steuert? speaker-0: interessiere mich, neuen Startups anschauen, die gerade die ganzen Bilddaten für menschliche Bewegungsabläufe sammeln. Das dauert nicht lange, dann haben wir quasi die Algorithmen, die halt alles machen, was in der Küche passiert, was keine Ahnung was, die Bilddaten werden gerade alle gesammelt. Tesla oder Elon hat quasi das größte Bilddatenset der Echtwelt und sowas. Also ich glaube, dass das alles zusammengefügt wird, das dauert nicht mehr so lange. Da brauchen wir keinen Render Human. speaker-1: Hierzu muss ich kurz Werbung für Sarah machen, weil Sarah ist nämlich einer der wenigen, die KI schon vor 25 Jahren umgesetzt hat, wie zum Beispiel bei der Deutschen Bahn oder in riesengroßen Pharmakonzernen wie bei Bayer und jetzt noch weitere tolle Sachen. Ich will einfach nur sagen, dass deine Meinung einfach echt zählt, weil du hast mit AI zu tun gehabt, bevor wir überhaupt gewusst haben, dass es existiert. So und jetzt arbeitest du damit jeden Tag und verbesserst und eliminierst ja, sorry, auch Arbeitsplätze oder verlagerst hier oder wie... speaker-0: Okay, weiß nicht, was man bekommt. Das würde ich so nicht sagen. speaker-1: Naja, möchte auf das Thema eingehen, was Kevin gesagt hat, dass viele Jobs einfach wirklich obsolet werden, gerade auch im Marketing. speaker-0: Wahrscheinlich nicht weniger drastisch, nochmal anders frame. Ich glaube viele Jobs, wenn du jetzt sagst, mein Job, das sind die 100 % an Aufgaben, die ich machen muss. 50 % davon muss ich nicht mehr machen, weil die KI das besser machen kann, schneller oder was auch immer und ich vielleicht sowieso keinen Bock darauf habe. Und die anderen 50 und da kommen aber neue Aufgaben hinzu. Also wenn wir uns quasi die ganzen Forschungssachen anschauen oder sowas, ist es ja nicht so als würden wir nur Aufgaben wegrationalisieren, sondern da kommen auch Aufgaben hinzu. Und die anderen 50 Prozent, die wir haben an Sachen, die da bleiben, die werden sich aber verändern. Das heißt, diese 100 Prozent sind 100 Prozent neu. Aber ich bekomme 100 Prozent neue Aufgaben. Also ich würde es nicht ganz so hart nennen und sagen, Jobs wegrationalisieren, sondern ich würde sagen, so wie du sagst, diese Offenheit, glaube ich, ist extrem wichtig, dass wir, dass wir offen dem gegenüber sind, neue Aufgaben zu machen. Ich hab den gleichen Enthusiasmus wie das, was du gesagt hast. hab gesagt, ist geil, weil ich kann jetzt neu mitdefinieren, wie meine Aufgabe in der Zukunft aussieht. Wann gab's das denn? Ich mein, klar, mögen nicht die meisten so was, aber wann gab's das denn, dass ich mich hinsetzen kann und sagen kann, in einem Jahr von jetzt, ich designe meine neue Stelle mit, mein neuer Way of Working, meine Buddies, die in Zukunft auch noch Agents sind. Wie geil ist das denn? speaker-2: Das ist eigentlich richtig geil, weil eigentlich sind wir wie so eine Art Cyborgs. Wir haben zwar nicht die metallischen Elemente an unserem Körper dran, aber wir haben die Möglichkeit, dass wir mindestens 50, 60, 70 Prozent effizienter sind, wie noch vor fünf Jahren. Weil wir können die nutzen und können viel effizienter arbeiten. Oder wir entscheiden uns dagegen und dann bleiben wir halt dieser Mensch 1.0. Ich bin gespannt, wie es in der Zukunft aussieht, wie sich alles verändern wird. speaker-0: Das ist es. speaker-2: Es kann auch gefährlich für uns werden, ja? speaker-0: Das ist aber glaube ich bei allen großen Erfindungen so. Also alle großen Erfindungen hatten eine Schattenseite und eine Sonnenseite. Ich glaube realistischerweise würde ich sagen, wir haben die Büchse der Pandora geöffnet. Die wird nicht mehr geschlossen. Die wird nicht mehr geschlossen. speaker-2: Das macht kein speaker-1: viel zu geil, muss man ja wirklich auch sagen. Also ich könnte es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Ich könnte mir keinen einzigen Bereich, egal in welchem Bereich, ich im Unternehmen brauche, kann ich mir nicht mehr wegdenken. speaker-0: Ja, aber das ist ja die Sonnenseite. Die Schattenseite ist halt, wenn du dir jetzt Kriegsgebiete vorstellst. Ich will mir gar nicht die Szenarien vorstellen, die jetzt möglich sind. speaker-2: Das ist ja tatsächlich. Da gab es auch mal einen großen Unfall im US-Militär, wo ein Roboter dazu ausgebildet wurde, Menschen zu töten und er hat die eigene Spezialeinheit ausgelöscht. speaker-1: Warum hören wir nichts davon? speaker-2: Das war nämlich auch krass. Ihr eigener Robot hat eine komplette Spezialeinheit ausgewischt. speaker-1: ewig lang sich ausbilden für ein Ziel und dann sind sie... Genau. speaker-2: Und die hat keine Chance. Ein Fehler, wegen einem Programmierfehler. speaker-0: Nein, du hast dann keine Schachter. Na ja, und das ist ja die Frage, und das ist eher so die philosophische Frage darüber, wie schaffen wir es, unseren Kontext und unser Wertesystem in den Roboter mitzugeben? Und was ist überhaupt das Wertesystem, was wir mitgeben wollen? Weil je nachdem, wo auf der Welt ich mich befinde, habe ich unterschiedliche Wertesysteme. Was ist denn jetzt das global Richtige? Und ich will nicht diejenige sein, sagt, ist richtig, das ist falsch, weil ich... schon der Meinung bin, es gibt unterschiedliche Realitäten, wahrscheinlich so viele Realitäten, wie wir Menschen auf der Erde haben. Aber was ist denn dieser, also soll es ein kleinster gemeinsamer Nenner sein oder der gemeinsame Nenner von den meisten oder, also das ist eine Sache, ich glaube, das muss man jetzt meistern. speaker-1: Wie würdest du es meistern, Kevin? speaker-0: mit Performance-Maketik. speaker-2: Ich glaube, ist super, super schwierig. Aktuell macht die ganze AI ja nur Aufgaben. Das heißt, die hilft uns nur bei Aufgaben zu bewältigen. Wir haben ja noch nicht wirklich geschafft, das emotionale Wissen zu übertragen. Das heißt, dass die AI schafft, lernt quasi aus Sache A und die in Sache B überträgt und das danach auch meistern kann. Wenn das passiert ... Klattern kann sich viel tun, ins Positive wie auch ins Negative. Immer wenn wir eine Technologie haben, wird die missbraucht werden. Und da muss man halt nur gucken, wie kann man sich vor diesem Missbrauch schützen? Weil am Ende vom Tag kann ein Roboter gefährlich werden, weil wir können physisch nichts dagegen machen. speaker-0: Da ist der Drops gelutscht. Physisch könnten wir dagegen nichts mehr machen. speaker-1: Ich muss immer lachen. speaker-2: Ich bin so... speaker-0: Ich bin normalerweise die, ich sag solche Sprichwörter auch noch meistens falsch. Also wenn sich das manchmal komisch anhört, kann es durchaus sein, dass ich es falsch gesagt habe. speaker-1: Ich könnte uns dazwischen mal mit dem Dialekt reden, dann fallen sie kaum mehr auf. Lieber Kevin, ich würde gerne noch zwei letzte Fragen stellen. Die eine Frage wäre, wenn ich jetzt als Unternehmer da sitze und unsere Zuhörer sind ja auch welche, die sich selbstständig machen wollen oder es schon sind, ich als Unternehmer selber, als Eigentümer dieser Firma, wie entscheide ich denn, wann Marketing gut gemacht wird, wann es schlecht gemacht wird? Ich habe auch dieses Leid, dass ich in den letzten sechs Jahren Weiß ich nicht, wie viele Agenturen ausprobiert hab und einfach mehr als enttäuscht bin, das ganze Geld wie bei dir weg war und ich öfters auch am Boden gesessen bin und alles dann wieder neu aufgebaut hab und es war wieder weg. Wie kann ich mich denn ein bisschen absichern, dass ich, ich ins Gespräch gehe, bevor ich diese 20.000 Euro wieder investiere und auch in diese, also nicht nur in Ads, sondern auch in diese Fixkosten, die man ja auch tragen muss für die Agentur, dass ich das Gefühl hab, da wird sich's auszahlen? Oder wie kann ich das ein bisschen kontrollieren, ohne dass ich Ahnung hab? Wenn man jetzt nicht dich hat. speaker-2: Im besten Fall eignest du dir die Ahnung an. Mittlerweile ist es gar nicht mehr so schwierig. Wenn ich jetzt ein Unternehmen habe und ich möchte Produkte verkaufen, dann kann ich die AI fragen, ich kann Google fragen, ich kann auf YouTube Videos schauen von Experten und mich informieren, okay gut, wie wird das generell gemacht? Wie machen das andere Unternehmen? Was wäre vielleicht sinnvoll? Es gibt Anleitungen, wo ich alles umsetzen kann. Also ich kann das technisch umsetzen. Google Ads oder Meta Ads ist nicht mehr schwierig. Und das große Problem, was man am Anfang hat, ist, dass wenn ich eine Agentur habe, die günstig ist, dann hat die meistens wenig Erfahrung. Und wenn ich jemanden, wenig Erfahrung hat, hat er noch weniger Erfahrung von mir und meiner Zielgruppe. Und deswegen ist es immer so ein kleines Lämmer, wenn ich am Anfang stehe und Performance Marketing brauche, ob ich das selber mache oder eine Agentur bezahle. Weil wer hat, wenn er selbstständig ist, 10, 20.000 Euro auf der Seite liegen, wo er sagt, hey, schau mal Kevin, bitte, mach mal. Die wenigsten. macht in den meisten Fällen auch gar keinen Sinn, weil ich erst an einen bestimmten Umsatzpunkt kommen muss, dass diese Ausgabe für eine Agentur Sinn macht. Deswegen muss ich es am Anfang meiner Meinung nach selbst erst meistern können, bis zu einem gewissen Punkt. Und selbst wenn ich an dem Punkt bin, dann kann ich sagen, okay gut, ich nehme diese in Anführungszeichen schlechte oder Anfänger Agentur und ich nehme die als Ressource und sage, schau mal, ich hätte das gerne so, das ist meine Zielgruppe, Kommunikation, Angebot, bitte stell mir diese Funnels auf. Ich nutze die und setze es ⁓ Ich glaube aber, in den nächsten zwei, drei, vier Jahren werden diese ganzen Agenturen durch AI-Assistenten ersetzt. das technisch umzusetzen ist kein Problem. Das sind einfach Arbeitsschritte, die man machen muss, die jeder AI machen kann. Wo es noch fehlt, ist die Implementation in die Softwareanbieter wie Meta, Google. Das wird in den nächsten Jahren bekommen. Und dann wird es spannend. dieses ganze Game, dieses ganze Marketing-Game wird sich sehr, stark verändern. Was auch wieder spannend wird, weil dann macht jeder das gleiche. Wenn die AI dein Angebot übernimmt und das Angebot sagt mir, du bist Immobilienmakler. Die AI übernimmt dein Angebot als Immobilienmakler und wir haben 100 Immobilienmakler in Wien, dann machen die 100 Leute genau das gleiche. speaker-0: Ja, bloß wahrscheinlich anders. ist das, was ich auch immer sage, wenn das dein USP ist oder wenn das dich quasi von deiner Konkurrenz abhebt oder du deswegen besser verkaufst, was auch immer, dann willst du doch nicht genau das Gleiche verwenden, was auch die anderen verwenden, weil das ist ja dein Commodity, dann bist du genauso gut wie die anderen. Also musst du es ja irgendwie anders nutzen. Und das sind dann so diese, die 100 Prozent, die du vorher gemacht hast, war, du musstest diese Tasks selber ausführen und jetzt sind halt die 100 Prozent. Du musst anderen Input geben, da was anderes rauskommt als bei den anderen. Also du musst die Tools anders und besser nutzen. speaker-1: Und ich glaube schon, dass er das alles ersetzen aber was es nicht so gut ersetzen kann, ist einfach menschliche Kreativität. Also etwas, komplett neu aus deinem Gehirn entsteht, weil du gerade einen Geistesblitz hast, auch wenn es hundert andere gibt, die auf der ganzen Welt vielleicht die gleiche Idee hatten, aber nicht jeder setzt sie ⁓ So sehr du mit KI auch arbeitest, ich finde nicht, dass sie dieses emotionale und dieses Gorilla-on-the-top-Marketing... Oder was sagst du, glaubst du, wir das so klug sein, es die Eigenschaft und die Denken, Weisen von uns auch von den besten kreativen Menschen zusammensaugt und dann wirklich auch so wirklich mit neuen Sachen immer kommt? speaker-2: Ich glaube tatsächlich gar nicht. Weil am Ende des Tages kaufen Menschen von Menschen. Und wir Menschen sind nicht perfekt. Das heißt, wir denken auch immer 100 % rational oder logisch. Sondern wir machen Fehler, wir sind manchmal dumm, sind manchmal egoistisch, sind manchmal emotional. Und so kaufen wir auch. Und ich glaube, dass es super, super schwer wird, das mit einer AI abzubilden. speaker-1: Aber wenn die dann immer mein Handy scanen und siehst, fuck, bin die ganze Zeit glücklich, was geben wir, dass sie noch glücklicher ist oder jemand, super traurig ist die ganze Zeit, scannt das und sagt, ⁓ die ist immer traurig, na dann machen wir das oder das. Was soll ich meinen? speaker-2: Ja. speaker-0: in die Glasbugle. speaker-2: Ja? Aber... Ich glaube, traurig sein und glücklich sein ist nicht immer 100 % rational. Und auch nicht immer linear. Ich bin nicht immer montags und mittwochs glücklich und dienstags und donnerstags traurig. speaker-1: Natürlich nicht. meinte jetzt einfach, dass dieses Handy mich erkennt, welchem Zustand bin ich jetzt gerade. Das wird passieren. Und in diesem Moment schickt es mir genau das, was ich brauche für meinen Zustand. speaker-2: Das machst du jetzt schon nur, ohne dein Gesicht zu lesen. speaker-1: Nichts. Das kriege ich nur mit Performance Marketing Werbung. Kevin, Kevin, Kevin, Okay, kann man auf deinem Kanal auch was lernen, wenn die Leute dir dann folgen? Weil du gesagt hast, es gibt gewisse YouTube Videos, die man sich anschauen kann oder Content, den man sich aneignen sollte. Was soll ich schauen? speaker-2: Ich hoffe doch, dass wir auf meinem Kanal ein bisschen was lernen können. Kevin Reu ist Unterstrich. speaker-1: Wie heißt denn dein Kanal? Dann werden wir nochmal verlinken, damit man das auch weiß. Kevin, letzte Frage. Sarah, möchtest du die letzte Frage stellen? speaker-0: Ich mach das so wie du es gemacht hast. fand es ziemlich gut. Wenn du die Augen zumachst und dir vor dem inneren Auge vorstellst, da ist ein Wegweiser-Schild für dein Leben. Was steht auf diesem Wegweiser-Schild drauf? speaker-1: Mach die Augen zu! speaker-0: Schnellst dir vor, fühl es! speaker-1: ist immer so krass, dass die Frau ... speaker-2: Next Level? speaker-0: ⁓ geil! Das passt voll gut! speaker-1: Gut, das loggen wir ein, Next Level Nimmer. Ja. Ja gut, lieber Kevin. Vielen lieben Dank, dass du da warst. Sarah, auch danke. Ja, danke Das sehr, sehr Spaß gemacht. Gibt es noch irgendetwas, was du zum Schluss noch sagen möchtest? speaker-2: Erst mal vielen lieben Dank, dass ich da sein durfte. Und ich kann nur eine Sache mitgeben, die mir persönlich immer sehr wichtig ist. Glücklich zu sein. Egal, was im Leben passiert. Man sollte immer versuchen, einem Lächeln durchs Leben zu gehen. speaker-0: Also so richtig kennengelernt habe, kann ich auch nur sagen, ich hab das Gefühl, danach lebst du auch. speaker-1: Mit dem tatsächlich. speaker-2: Ja, in meinem Leben gibt es keinen Grund für schlechte Laune, egal was passiert. speaker-0: Ich es.