speaker-0: Hallo zusammen und willkommen zu einer neuen Folge Before Applaus. Applaus ist das Echo des Erfolgs. Davor stille Stunden, falsche Wege, echte Risiken. Wir erzählen die Geschichten, die niemand sieht, aber alles entscheidet. speaker-1: Ready for departure heute bei uns im Podcast Rahel Kindermann. Rahel, herzlich willkommen bei Before Applaus. Das freut mich sehr. Das freut mich wirklich sehr, weil du hast ja eine ganz, ganz spannende Geschichte, Lebensgeschichte. unser Podcast heißt ja Before Applaus. Und es gab ja auch mal ein Zeitalter, bevor du CEO. der Flughafenregion geworden bist. habe das irgendwie so gelesen, aufgewachsen in Berlin, Musikplattenvertrag, Schlagzeugerin und heute Wirtschaftskapitänin, CEO der Flughafenregion Zürich, der größte Wirtschaftshub der Schweiz. Wie speaker-0: Ja, das ist so. speaker-1: ist es dazu gekommen, bevor eben diese Position zu dir kam oder du zu dieser Position kamst, dieser Tipping-Point. Dieser Tipping-Point, bevor Applaus und was hat es alles dazu gebraucht, nachher in der Lage sein zu können, so eine Position übernehmen zu können. speaker-0: Ja, das ist wirklich tatsächlich ein langer Weg. Aber es ist ja auch interessant, dass es auf diesem Weg eben ganz viele Meilensteine gibt. die am Ende dann sozusagen Sinn machen. Also ich sag immer, es fängt das ganze Orchester an zu spielen. Weil zuvor in meinem Leben hat immer die Geige gespielt oder das Cello gespielt oder in meinem Fall das Schlagzeug. Schlagzeug. Ja genau, ich komme ja aus der Pop- und Rockmusik, da ist das Orchester ein bisschen kleiner. Aber tatsächlich ... habe ich mich bei ganz vielen Stationen meinem Leben gefragt, wo werde ich das jemals wieder brauchen? In so einer Bandzeit lernt man ja sehr viel, wenn man so fünf Jahre im Tourbus unterwegs ist. Damals gab es noch kein iPhone, mit dem man sich stundenlang beschäftigen konnte. Und für mich ist diese Station, wo ich jetzt bin, so praktisch die logische Folge von all dem, was ich zuvor gemacht habe. Wir haben hier eine herrliche Aussicht auf dem Flughafen Zürich. Ich war auch 16 Jahre bei der Flughafen Zürich AG. Ich habe auch fünf Jahre lang die Forschungs- und Entwicklungsthemen von Mercedes betreut. Ich hatte eine eigene Marketingagentur in Berlin. Ich habe so viele verschiedene Stationen in meinem Leben. Und alles, was ich irgendwann mal gemacht habe, kann ich auf einmal in dieser Position, wo ich jetzt bin, brauchen. Das ist schon sehr erfreulich, muss ich sagen. speaker-1: Ja, kann man sagen. Das ist eine spannende Entwicklung. habe mich ... Ja, und du bist Privatpilotin. Wie kommt man dann auch noch dazu? Ich meine, du hast gerade diese Woche den Pilotenschein erneuert. speaker-0: Genau. speaker-1: Du darfst die nächsten zwei Jahre durch die Lüfte fliegen. speaker-0: Ja, das ist so. speaker-1: Welche Maschine fliegst du eigentlich? Und wie kam es dazu, Privatpilotin? werben zu wollen. speaker-0: Ja, also ich fliege hauptsächlich rüber. Auf der Maschine habe ich auch meine Ausbildung gemacht, aber auch Cessna, Piper und was ich versuche, mir jedoch noch nicht immer so gut gelingt und ich dran bin, das ist so lifelong learning, ist die Piper Cup. Das ist das Spornradflugzeug, mit dem man eben auf sehr kurzen Strecken starten und landen kann. Das fordert mich. Das ist ja auch das Schöne an der Fliegerei. Es fordert einen eben immer wieder. Und die Fliegerei hat auch noch den großen Vorteil, dass das Learning eben tatsächlich nie aufhört, weil jede Situation anders ist und du kannst dich immer weiterentwickeln. kannst dann noch die Nachtfluglizenz machen. Du kannst auf den verschiedensten Typen dich ausbilden lassen und so weiter und so fort. es lernen dort hört nie auf und jeder Flug ist anders. Aber wie ist es dazu gekommen? Ich bin nicht nur in Berlin aufgewachsen, sondern in Westberlin aufgewachsen. Das heißt die Mauer statt Berlin. Das war meine Jugend und da hat man ja wirklich von der Freiheit geträumt oder wir waren ja so. speaker-1: Damals gab es eigentlich nur Tegel und schöne Feste. speaker-0: Genau, ja Schönefeld dann eben in Ostberlin natürlich. speaker-1: Und du hattest speaker-0: Ich bin auch tatsächlich in Tempelhof noch gelandet damals, in den 70er Jahren. Und ich bin dann mit dem kleinen Flugzeug in meiner Ausbildung eben auch noch in Tempelhof gelandet. Da saß so ein alter Ami, saß da im Tower und der hat dann immer dort noch gefunkt. Das war so ein Rhythmus noch aus der Nachkriegszeit. von dem habe ich dann tatsächlich auch noch meine Anweisungen bekommen. Aber mein großer Traum, das ist auch der Grund, warum ich den Flugschein gemacht habe, ich wollte immer in Alaska auf einem Highway landen. speaker-1: Herr Nordstern. speaker-0: der North Star. war mein abenteuer North Star. speaker-1: Das habe ich auch in meinen Unterlagen. Da habe ich so lange gearbeitet. speaker-0: Da hinten ist eine Unterlage. Das ist tatsächlich der Grund, warum ich überhaupt den Flugschein gemacht habe. speaker-1: habe damals schon davon geträumt. Das ist ja Ewigkeiten. Weil 2022 konntest du diesen Traum endlich erfüllen. speaker-0: Das verrate ich ja dann immer in den Speeches, wo ihr mich dann einsetzt, ob ich dann gelandet bin oder nicht. Wir werden es rausfinden. ja, ist natürlich was, mich über 20 Jahre, fast 25 Jahre, hat mich das getrieben. ich habe damals, Ende der 90er-Jahre, ich eine Frau in Berlin kennengelernt und die hat mir immer erzählt, wie sie auf dem Highway gelandet ist und dann in den nächsten Ort in Alaska gerollt ist und Brötchen gekauft hat. Und dann dachte ich so als ehemals Westberliner Mauerkind, dachte ich so, mein Gott, das ist einfach der Inbegriff von Freiheit. Und dann hat sich das bei mir so festgesetzt. Also ich habe gesagt, ich muss unbedingt den Flugschein machen und ich wollte den immer in Alaska machen. Aber man braucht eben dann auch eine längere Zeit, dann mal dort vor Ort zu sein. Ich habe immer viel gearbeitet und irgendwann hat jemand zu mir gesagt, das ist dann lange nachdem die Mauer gefallen ist, sagt dann Du musst nicht nach Alaska, du kannst es auch in Schönhagen machen. Seitdem bin ich in der schönen Flugschule Hansgrade in Schönhagen. Dort mache ich auch tatsächlich immer noch meine Scheinverlängerung, immer alle zwei Jahre. speaker-1: Aber dieses Thema Piloten, das Thema Fliegen, das geht ja wie so ein roter Faden bei dir durchs Leben. Und irgendwann hast du dann vor Corona, habt ihr dann mit sieben Piloten, habt ihr dann Cleared to Land gegründet. speaker-0: ist so. speaker-1: Happy Landings, Cleared to Land ist ein Begriff in der Fliegerei, wenn man im Cockpit sitzt. und irgendwie die Anweisung bekommt, ihr könnt jetzt landen. Oder ist das etwas, wo ihr aus dem Cockpit heraus sagt, wir sind jetzt ready nach den ganzen Vorbereitungen? Und wie kam es dazu? speaker-0: Also Clear to Land ist eine ganz klare Anweisung. Wir haben in der Fliegerei Sprechgruppen. hier draußen sehen wir das jetzt natürlich wunderbar. Da gibt es einen Tower und kein Flugzeug da draußen tut irgendetwas, was nicht mit dem Tower abgesprochen wäre. Wir nennen das im Closed Loop Sprechen. Also das heißt, der Tower gibt eine Anweisung und wir müssen das immer wiederholen. wir nennen es Zurücksprechen. Wir sprechen immer alles zurück. Und wenn man jetzt so einen kontrollierten Platz anfliegt, hier, wie das eben ein Verkehrsflug. wie Zürich, dann macht man auch nichts ohne, dass es eine Anweisung dafür gibt. Also ich muss mir erstmal eine Freigabe holen überhaupt in die Kontrollzone einzufliegen und so weiter. Und es gibt eben ganz zum Schluss gibt es dann eben die Freigabe für die Landung und die heißt tatsächlich Hotel Bravo Kilo Hotel Sulu Clear to Land Runway. ist der, den wir hier gerade sehen. Clear to land, runway 28. Und ich wiederhole das dann genau gleich. Ich sag dann Hotel Bravo, Kilo Hotel, Zulu, Clear to land, runway 28. Und wenn ich das nicht verstanden habe oder wenn ich jetzt sage Clear to land, runway 26, dann geht es so lange, bis das die richtige Antwort ist. Und das Schöne ist, ich kann in der Fliegerei natürlich auch immer sagen say again, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Hier in Zürich haben sie nicht so viel Freude, wenn ich das dreimal mache. Und da wo ich fliege außerhalb hier von von solchen großen Verkehrsflughäfen, sind zum größten Teil unkontrollierte Plätze, da setzen wir Blindmeldungen ab. Also da sage ich, da brauche ich keine Landefreigabe, da gibt es also das Clear to Land nicht. Aber ich sage zum Beispiel Hotel Bravo Kilo, Hotel Sulu, overhead 2500 feet, joining right hand downwind runway 28. Und dann wissen die anderen mich herum, aha, okay, sie ist jetzt overhead und sie fliegt in die Platzrunde ein. Und das ist extrem wichtig. Es ist extrem wichtig, auch bei den unkontrollierten Plätzen, dass die anderen wissen, wo du bist. Ja. Ja. speaker-1: Aber Cleartonland ist auch eine Organisation, die du leitest, die du mitgegründet hast und die du leitest. Was macht ihr dort? Ihr sieben Pilotinnen. Ihr seid alle Pilotinnen. speaker-0: Genau. Ja, das ist so. Auf den verschiedensten Fluggängen. speaker-1: Die eine Pilotin, das habe ich gelesen, fliegt auch den großen Airbus 330, 340. Die andere fliegt Helikopter, die andere fliegt Jet. Also eine komplett durchmischte Pilotingruppe. speaker-0: Ja, so ist es. Damals, als wir gestartet sind, also 2017, wir das erste Mal angefangen, zu sprechen. 2018 ist dann Clear2Land offiziell gegründet worden. ich habe immer, also auch wieder so ein Traum, ich mir erfüllt habe, ich habe mir immer gewünscht, in einer Gruppe von Pilotinnen, weil davon gibt es auch jetzt immer noch, immer mehr, aber nicht immer noch weniger als Männer im Cockpit, habe ich mir immer gewünscht, in einer reinen Frauen-Crew. die verschiedensten Fluggeräte abbilden zu können und das Wissen aus dem Cockpit für das Berufs- und Privatleben zu übersetzen. der Hintergrund ist der, immer wenn ich gelandet bin in meinem kleinen Flugzeug, ich gedacht, das, du im Cockpit machst, kannst du eins zu eins auch in deinem Job gebrauchen und auch im Privatleben. Und das war auch dann wieder so ein Gedanke, der hat mich dann viele Jahre begleitet, also bestimmt auch sieben Jahre, dass ich immer gedacht habe, das Wissen aus dem Cockpit. Das ist etwas, was du eins zu eins übersetzen kannst für dein Berufsleben und für die Führungsaufgaben, die du hast. Und dann habe ich mich irgendwann, 2017 war es, habe ich mich eingeschlossen, mal eine Woche lang und habe das aufs Papier gebracht und habe das Clear-to-Land-Erfolgsprinzip entwickelt, was aus acht Kernpunkten besteht und was ich auch heute täglich anwende. Das ist sozusagen meine DNA übergegangen. Und das ist etwas, was wir eben auch versuchen zu vermitteln. wir sind Pilotinnen aus den verschiedensten Bereichen, im Militär zum Beispiel. Also Susanne Siegenthaler ist Militärpilotin, fliegt den Super Puma, den großen Helikopter. Und sie hat natürlich eine ganz andere Ausbildung als ich, einen ganz anderen Background. Ich bringe jetzt vielleicht noch mehr das Corporate-Knowledge mit. Sie bringt natürlich das ganze Militärische mit und dann natürlich auch das Wissen, wie man als Berufspilotin arbeitet, was natürlich auch noch mal anders ist. speaker-1: Ja, und was kann die Wirtschaft, was kann Sea Level, was kann Corporate Switzerland und Corporate Deutschland von Pilotinnen von Clear to Land lernen? speaker-0: Ja, ist vor allem das sehr Schlimme. speaker-1: Es sind wirklich strukturierte Ausbildungsprojekte, er da macht. Weiterbildungsprojekte. speaker-0: Also wir machen sehr viele Transformationsprojekte. es ist natürlich, da geht einem ja die Arbeit nicht aus heutzutage. Also es ist ja alles Change. Wir sind zum Teil eben auch spezialisiert auf Change Management. Also ich bin es zum Beispiel mit meinem Background, auch mit meiner beruflichen Ausbildung. Und wir versuchen eben auch mit unseren Keynotes, vorwiegend sind es Keynotes, Tools, also ein Werkzeug-Kit zu geben. dass man, wenn man rausläuft, auch die Veranstaltung sofort umsetzen kann. Das ist keine Rocket Science, sondern das sind wirklich sehr pragmatische, es ist ein sehr pragmatisches Handwerkszeug, was ich eins zu eins umsetzen kann. Und was ist es zum Beispiel? Es ist zum Beispiel der Kernpunkt eins, make a flight plan. Weil heutzutage, wir machen im Cockpit nichts ohne einen Flugplan. Also wir haben immer eine gute Planung. Und die gute Planung ist die Voraussetzung für den sicheren Flug und auch für die sichere Landung, also für das Clear to Land. Und ich erlebe es aber in der Businesswelt oft, dass es den Flugplan gar nicht gibt speaker-1: Und so ganz schön. speaker-0: oder dass wir gar nicht wissen, was ist eigentlich unsere Destination. Und da kommt jetzt dann auch noch der Nordstern ins Spiel als Hilfe. Wo möchte ich überhaupt hin? Aber bei dem Flugplan zu bleiben, ich brauche eben im Cockpit, ich brauche eine gute Flugplanung. Und du kannst diese Flugplanung ja auch zu Hause sehr gut schon machen. Also du kannst den ganzen Flug zum Beispiel von A bis Z durchspielen. Chair flying nennen wir das. Also du kannst dir genau überlegen, welche Piste wird in Betrieb sein, wie ist da der Abflug, was sind die verschiedenen Handlungen und wie geht es dann auf der Route weiter, was sind zum Beispiel Ausweichplätze. Also ich überlege mir das sehr speaker-1: Plan B, Plan C, Plan D. Welcher Unternehmer hat Plan B, Plan C, Plan D in der Schublade? speaker-0: Ja genau und das ist für uns als Piloten ist das etwas, was wir in der DNA haben. Weil wir haben immer einen Plan B oder C oder D oder Z, wenn es sein muss. Weil es geht gar nicht anders. Das ist etwas, was wir in der Ausbildung so aufsaugen. Weil wir müssen natürlich immer diese, wir haben wir nennen es die What-ifs. Also was ist, wenn jetzt der Motor ausfällt? Wo ist mein Notlandefeld oder viel früher schon? Was ist, wenn die Drehzahl beim Start nicht kommt? Was ist, wenn mir der Motor ausfällt, wenn ich schon abgehoben bin und ich fliege einmotorisch? Da muss man dann sehr schnell einen Plan B, C oder D haben oder auch wenn das Wetter schlechter ist als erwartet und so weiter. Also wir saugen das ein. Also wir haben das in unserer DNA und für uns ist das überlebensnotwendig. speaker-1: Das bedeutet aber auch, hat immer was, wenn du so unterwegs bist und so Thematiken ansprichst oder in Schulungen bist, hat das ja auch immer was mit Führung zu tun. Genau. Führung. Was bedeutet für dich heute Führung? Was bedeutet für dich heute Halt am Flugplan festhalten oder eben auch rechts und links schauen und schauen, wie verändert sich das Flugfeld drum rum? Du hast auf einmal beim als Pilot Wetterchanges oder Gewitter vorher, die vorher noch nicht da waren und so weiter. In der Businesswelt sehen wir gerade tektonische Veränderungen, die für viele Firmen existenziell sind. Da braucht man praktisch mal Plan B, Plan C, aber vor allen Dingen braucht man auch eine starke Führung und einen Weitblick. Was bedeutet für dich Führung? Du führst jetzt hier als CEO der Flughafenregion. Ich nehme an, auch da ist gerade sehr viel Change, was nicht immer lautlos, geräuschlos von sich vonstatten geht und vor allen Dingen Change prinzipiell tut weh, es nervt. Und du hast ja auch viele Mitarbeiter, gerade auch in den Unternehmungen. Was bedeutet da Führung? Wie verändert sich Führung? speaker-0: Genau, es geht immer darum, klare Struktur zu geben, innerhalb der man sich bewegen kann. Dafür ist eine ganz klare Strategie wichtig. wir brauchen, und das kommt jetzt auch wieder aus der Fliegerei, aus dem Sichtflug. Ich bin ja VFR-Pilotin, Visual Flight Regulation sind das. Ich brauche den Blickpunkt am Horizont. Und das ist mal das Allererste und das ist eben dieser North Star. Also ich muss mir überhaupt überlegen, warum tun wir das, was wir tun? Was ist unser why? Und das ist essentiell. Wie soll ich denn Menschen mitnehmen auf eine Reise, wenn die gar nicht wissen, wo ist unsere Destination und warum tun wir das überhaupt? Und ich glaube, dass heute das Allerwichtigste ist und das sage ich auch jedem, der mit mir über das Thema Führung spricht, du musst den Menschen einen Purpose geben bzw. noch viel besser, du musst ihn mit mit den Menschen zusammenarbeiten. Du musst sie onboarden, musst sie mit dabei haben auf dieser Reise und du musst ihnen dieses Why aufzeigen. Also warum tun wir das, was wir tun? Und letztendlich muss jeder bei mir im Team die Frage beantworten können, wofür brenne ich und wofür stehe ich morgens auf? Und das ist essentiell, weil wie will ich sonst Leute mitnehmen auf eine Reise, zum Teil sehr turbulent ist, die auch unangenehm sein kann? die auch sehr viel Einsatz fordert. Wir kennen das, wir brauchen heute total speaker-1: In deiner Zeit der Work-Life-Balance Wie kennst du die Work-Life-Balance? Als sie Freitagabend und Fünftwochfeier haben speaker-0: Also ich nenne sie immer die Work Work Balance. speaker-1: Das ist mein Begriff. So nenne ich das bei mir in der Unternehmung. speaker-0: Oliver, das ist ja das Schöne bei uns beiden oder wir lieben doch das, was wir tun. Und ich glaube, ich mache mir darüber ja auch viel Gedanken, weil ich immer denke, 60 Stunden ist für mich ein Teilzeitjob. speaker-1: Arbeitszeit für Blutarme, haben wir das in der Hotellerie gesagt? speaker-0: Ja und so kann man es auch nennen, aber ich brenne ja für das, was ich tue. Also ich kann die Frage, wofür brenne ich und wofür stehe ich morgens auch sehr genau beantworten, weil ich eben genau diesen Job machen möchte, ich zurzeit ausübe und weil ich das liebe, was ich tue und weil ich mir auch im Moment nichts besseres vorstellen kann. natürlich, wenn ich so brenne für das, was ich tue, kann ich die Menschen natürlich auch noch mehr mitnehmen auf den Weg, weil die natürlich auch angesteckt werden von dem. Aber wir brauchen diesen Purpose und wir brauchen auch diese Kernpunkte. Also ich sage, make a flight plan und dann kommt nämlich gleich der zweite flight, expect the unexpected. speaker-1: Die Unexpected speaker-0: Expect the unexpected und das ist eben das, was dir auf dem Pflug passieren kann. Das, unerwartet ist, was auch im Business nicht mal jeden Tag passiert, etwas, was wir so nicht erwartet haben. Und dann kommt als dritter Kernpunkt Checklist Procedures. Dann kommt die klare Kommunikation, was extrem wichtig ist. Wie viele Führungskräfte kommunizieren wirklich klar? Wie viele Unternehmen haben wirklich eine ganz klare Strategie, sodass auch jeder weiß, was ist eigentlich unsere Strategie? Und was ist auch unser Purpose? Also das ist wirklich essentiell und ich frage mich, wie willst du Leute mitnehmen, wenn sie gar nicht wissen, wo es eigentlich hingeht? Das ist essentiell und diese Klarheit, die brauchen wir als Führungskraft. speaker-1: Ich mag mich an ein Meeting erinnern, wo wir zusammensaßen, wo es auch gerade Gen Z und Gen Y gegangen ist. wenn ich da in den Raum reingeschaut habe, waren viele Unternehmensführer, viele CEOs von Unternehmungen überfordert mit dieser neuen Art des Arbeitenwollens, Arbeitenkönnens. Hat sich das verändert? Das ist jetzt auch schon ein, zwei Jahre zurück. Aber hat sich das verändert oder ist das heute immer noch so? speaker-0: Ich glaube, das verändert sich schon. Das liegt einerseits daran, dass jetzt wirklich der Generationenwechsel stattfindet. Das ist übrigens auch ein ganz wichtiges Thema in meiner Flughafenregion. Wir sehen den Generationenwechsel jetzt. Viele meiner Mitglieder gehen in den nächsten fünf bis zehn Jahren maximal. Du bleibst ja immer, aber andere gehen eben tatsächlich. speaker-1: Ich glaube, wollen viele. speaker-0: Rente, ich will das Wort gar nicht, also werden pensioniert und wir merken jetzt extrem diesen Generationenwechsel, was mich wahnsinnig freut. also wir haben natürlich sehr viele Junge, nachkommen und das freut mich natürlich auch für die FAZ, für die FAZ-Flughafenregion Zürich, dass natürlich jetzt die Jungen nachkommen und die speaker-1: Und die Jungen sind genauso angesteckt und voller Power und Ideen und so weiter, wie das oftmals die Gründer von Unternehmungen und so weiter sind. die sind? speaker-0: Ich erlebe das so. habe ein sehr junges Team, also habe ein sehr diverses Team. Ich habe im Prinzip die ganze Altersspanne von 20 bis 60 oder über 60. Und ich erlebe das so, dass meine jungen Mitarbeiter wirklich brennen. Also die, die haben wirklich Feuer gefangen und die können auch das beantworten, wofür brenne ich und wofür stehe ich morgens auf. Aber wenn sie das nicht mehr beantworten, dann sind sie weg. Also man sagt heute die reguläre Verweildauer ist glaube ich ein Jahr, also ein bis drei Jahre maximal und du musst denen was bieten können und was sich zum Beispiel speaker-1: Der Obstkorb und der Flipperkasten der langt nicht mehr. speaker-0: vergiss es. Also ich würde jetzt sagen, wenn ich jetzt unser Büro anschaue, dann da hat es gar keinen Platz für sowas. Wir sind da sehr spartanisch organisiert, aber wir haben eben was anderes. Wir haben diesen Purpose. Das ist so der größere Zweck und der größere Sinn. Und ich glaube, es steht und fällt alles mit dem Sinn. Diese Menschen, also die jüngere Generation, die wollen einen Sinn dahinter sehen, hinter dem, was sie tun. Ich denke, ist vielleicht auch bei Militär ein Thema. Die Fragen wollen wissen, warum wir das Was ist der größere Sinn hinter dem? Das ist jetzt natürlich etwas, was ich in meiner Organisation, da bin ich auch sehr dankbar, kann ich diesen Sinn wirklich deutlich machen. Ich kann auch sagen, ihr habt wirklich hier in dieser Region die Möglichkeit, etwas zu bewegen und wirklich Spuren zu hinterlassen. Ihr habt die Möglichkeit Menschen, ich sage immer, empowern, das ist so ein englischer Begriff, der sich schwer übersetzen lässt, finde ich so zu befähigen, ihr Potenzial bestmöglich zu entfalten. Also ich meine, was gibt es denn tolles? speaker-1: Kann man das delegieren oder muss man das vorleben? speaker-0: Du musst es vorleben. Eins zu eins. speaker-1: Das blüht man bei dir. speaker-0: Also du musst es wirklich vorleben und das ist halt auch etwas, wenn ich habe in den Change-Projekten, die ich erlebt habe, habe ich halt oft so gesehen, dass die Führungskräfte noch nicht mal wussten, ja ich weiß eigentlich auch nicht warum wir es machen, aber wir machen es mal. Du musst doch für das brennen und nur dann kannst du die Leute mitnehmen und dann geht das aber auch gut und dann fangen die an selber Ideen zu entwickeln und das ist doch das Schönste. Ich bin ja ehemalige Schlagzeugerin und jetzt ist wieder das Orchester am Spielen. Meine Erfahrung als Schlagzeugerin speaker-1: Der Schlagzeugerin gibt den Takt vor, speaker-0: Aber sie sitzt hin. speaker-1: Aber man hört sie. speaker-0: Man hört sie, gibt die Struktur vor und die Geschwindigkeit ja auch. speaker-1: Wenn du in ein Konzert gehst und da vorne der Liedsänger steht vorne, der fängt nicht an zu singen, bevor hinten nicht zweimal auf das Holzklötzchen oder dreimal da die... Viermal. Viermal sogar. Auf die Holzklötzchen, Holzstäbchen geschlagen und hinten das Schlagzeug gibt den Takt. speaker-0: Ja, so ist es. Und das ist jetzt wieder was. Jetzt gehe ich halt an den Anfang meiner Karriere zurück. Ich habe mit 14 angefangen, Schlagzeug zu spielen. Das ist richtig schöne Berliner Karriere. Und ich habe natürlich dort all diese Dinge gelernt. Also du musst nicht vorne stehen. Du kannst auch hinten sitzen, aber du hast da durchaus deine Wirkung. Und die anderen sollen vorne stehen. Und das ist die Rolle, die ich am meisten liebe. Ich finde es wunderbar, wenn meine Mitarbeiter sich weiterentwickeln, wenn die bei den Veranstaltungen die Begrüßung machen, auf der Bühne stehen, da kann ich mir nichts Besseres vorstellen. Und wenn ich sehe, wie die auch sich weiterentwickeln in der Zeit, die sie bei uns sind. Also ich schaue immer, dass die Leute Weiterbildungen besuchen, dass sie auch schrittweise begleitet werden. Wir fragen sie auch, in welche Richtung möchtest du gehen? Wo möchtest du noch mehr Verantwortung übernehmen? Und dann sage ich, go for it. Also ich bin noch so happy, wenn ich sehe, auch wie aus diesen Anfangs vielleicht unsicheren Mitarbeiter, die speaker-1: Menschen. speaker-0: ganz am Anfang ihrer Karriere auf einmal wirklich kraftvolle Mitarbeiter werden, die dann natürlich irgendwann nach drei, vier, fünf Jahren gehen, die dann an die nächste Stelle, aber da sehe ich sie dann ja auch wieder. speaker-1: Oftmals wieder. Und dann ist es ja auch super, wenn man sagen kann, hey, ich habe dich in den letzten zwei bis drei Jahren begleiten dürfen und jetzt kannst du den nächsten Karriereschritt machen. Ich glaube, es gibt nichts besseres als als so eine Entwicklung unterstützen zu können. Rahel, bist CEO der Flughafen Region Zürich. Das ist in der Schweiz die wichtigste und größte Wirtschaftswirtschaftsverband. Wie geht es? In der jetzigen Zeit, geht es corporate Switzerland? Wirtschaftlich? Politisch? speaker-0: Ja, ich würde sagen, es geht uns in der Schweiz ja immer noch sehr gut. Ich würde sagen, gerade in der Flughafenregion geht es uns gut. Es geht meinen Mitgliedern auch gut. Aber wir spüren natürlich diese sehr große Unsicherheit. Und die ist natürlich etwas, die auch hemmt, die hemmt, davor Entscheidungen zu treffen. Das merken wir. Wir merken auch Ich sage jetzt mal zum Beispiel bei Locations in unserer Region, dass sie weniger Buchungen haben, weil Corporates weniger kommen, weil sie vielleicht im Moment weniger Geld ausgeben. Das werden wahrscheinlich alle merken. Es finden vielleicht weniger Veranstaltungen statt. Und diese Unsicherheit, die ist etwas, die beschäftigt uns alle. Und die Frage ist natürlich, wie navigieren wir eben durch das hindurch? speaker-1: Navigating change. sind wir wieder bei diesem Thema, oder? speaker-0: Ja, genau. da denke ich, da kann eben auch die FAZ als Organisation dabei unterstützen. Sie kann diesen Rahmen geben. Sie kann dafür sorgen, dass wir uns gerade in diesen Zeiten, die herausfordernd sind, noch mehr vernetzen, noch mehr als Community-eng zusammenarbeiten und dass wir natürlich das Know-how auch vermitteln und unsere Unternehmen unterstützen, das Know-how wirklich zu haben, was man heutzutage braucht. Also KI zum Beispiel ist natürlich auch bei meinen Unternehmen ein Riesenthema. Und wir schauen, dass wir versuchen, wirklich KMUs auch fit zu machen auf diesem Thema. speaker-1: Das heißt, ihr seid nicht einfach nur ein Verband, der schöne Events organisiert, sondern ihr seid auch eine Unternehmung, die den KMUs, die den Unternehmungen hilft, die richtigen Partner zu finden in der Transformationsphase, richtige Technologie zu finden, sie dabei zu unterstützen, eben den nächsten Schritt zu machen. speaker-0: Genau, also wir sind ein Business-Netzwerk, also eines der größten in der Schweiz und wir sind aber auch Standortentwicklungsorganisationen und das ist extrem wichtig, weil wir sind natürlich auch, wir sehen als eine wichtige Aufgabe der FAZ eben auch eine Entwicklungsstrategie für die gesamte Region zu haben, übergreifend auch über die Städte- und Gemeindegrenzen hinweg diesen Nordstern vor Augen zu haben, diesen Blickpunkt am Horizont, weil speaker-1: Wenn ich nicht mal bisschen frech sagen darf, gehst du da mit dem Nordstern, das ist ja wirklich bei dir und schon seit vielen Jahren wirklich tief in deiner DNA drin, gehst du den Leuten damit manchmal auch auf den Nerv? speaker-0: Ja, also ich würde jetzt mal sagen, es gibt Menschen, die können mit dieser Metapher mehr oder weniger anfangen. Aber ich glaube, dass sie verstehen, dass es diesen gemeinsamen Purpose, Nordstern, wie auch immer du das nennen willst, den braucht. speaker-1: Ja, ich finde das super. glaube, den. Rockstar ist absolut praktisch wie so ein, wie so ein, woran man sich hangeln kann und orientieren kann. Aber viele können damit wenig anfangen. Zahlen, speaker-0: Das ist so. speaker-1: ZDF getriebene Zahlen, Daten, Fakten. Menschen, die haben diese Visionen und so weiter, haben die weniger als dieses reine Zahlenspiel. speaker-0: Ich muss dir sagen, ich bin ehrlich gesagt überrascht, wie sehr ich die Menschen doch auch mit dieser Metapher, mit diesem Bild, mit dieser Strategie, wie wir sie auch ganz klar benennen. Ich habe sie ja nicht anders benannt, das entspricht mir natürlich auch, das so zu nennen, True North Star Strategie. Ich bin eigentlich erstaunt, wie viele Menschen diesen Weg mit uns gehen und wie sie auch sehen. was es für eine unglaubliche Energie erzeugt, wenn eben alle in die gleiche Richtung gehen. Und du musst dir vorstellen, ich habe 900 Unternehmen, rund 900, 850 etwa, in dieser Organisation und das sind Organisationen, Unternehmen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Und es sind Städte und Gemeinden, 14 Städte und Gemeinden den Flughafen herum. Und du kannst dir vorstellen, das ist so... Hetero gehen. ist so unterschiedlich. Der eine geht in die Richtung und der andere geht genau 180 Grad in die andere Richtung. Und umso wichtiger ist es, dass es diese klare Strategie gibt. ich die nicht schon bevor ich gestartet bin, haben wir schon angefangen an dieser Strategie zu arbeiten. Wenn ich die nicht gehabt hätte, wage ich zu behaupten, dass dieser Job sehr schwierig geworden wäre. Aber so hatte ich ja für mich, für mein Team, für alle Beteiligten ganz klar ein Koordinatensystem, in dem wir uns alle bewegen. Und wir haben praktisch eine Grundlage, auf der wir arbeiten, die für alle komplett nachvollziehbar ist. Und das vereinfacht dein Leben. Ich sage immer, das macht es so einfach, weil ich kann anhand von einem Bild erklären, was ist unsere Strategie, wo gehen wir hin, was sind unsere Ziele und alles, was nicht auf meinen Purpose, auf diesen Nordstern, auf dieses Why einzahlt, das machen wir nicht. Und das macht mein Leben so viel einfacher. speaker-1: Wow, das hörst du selten. Das hörst du selten, ich war letzte Woche. Letzte Woche war ich im Gespräch mit Ihnen in Deutschland mit einem mit einem CEO. Und der sagte, der sagte zu mir Oliver, super, dass wir uns mal wieder sehen und so weiter. ich so Wie geht's dir? Ja, super. Wir sind mit unserem Change Prozess sind wir gerade jetzt fertig. Da habe ich ihn angeguckt. Da habe ich hingeguckt. Wie Change Prozess. Du bist fertig. Du hast gerade angefangen. Wie meinst du das? gerade im Zeitalter der Veränderung, Technologie, KI, was passiert mit dem Mensch in der jetzigen Zeit? Oder wie kriegen wir das in der mentale Gesundheit? Gerade auch im puncto Arbeitsplatz, Psychological Safety, Psychologische Sicherheit habe ich morgen noch einen Arbeitsplatz. Da passiert gerade so viel. Und gerade auch deswegen meine Frage, wie geht es Corporate Switzerland? eben auch in diesen Themen oder nicht einfach nur PNL, sondern auch in diesen Themen. Weil wenn du mal nach Horgan gehst in die Klinik oder in die Krankheitsfälle, in puncto, mein, schießen durch die Decke. Und speaker-0: Das ist so und das ist natürlich... speaker-1: dieser Druck oder wie gehen die Unternehmen damit speaker-0: Also ein Riesenthema ist natürlich das betriebliche Gesundheitsmanagement. macht ja, also ich habe einen Mitglied, die ZVICA, eine unserer großen Krankenversicherungen. Die haben natürlich ein Riesenproblem mit diesem Thema Mental Health und auch mit diesen damit verbundenen Krankheitsfällen, die sich ja verdoppelt und verdreifert haben. das wird so nie aufhören. Und das ist natürlich ein Thema, das merken wir natürlich auch als Führungskräfte. Das Leben ist extrem schnell. Wir müssen, wir haben alle eine Riesen Workload. Und wir müssen natürlich schauen, dass wir als Führungskräfte gesund bleiben. Wir müssen dafür Methoden haben, unsere eigenen Methoden, gesund zu bleiben. Aber ich muss natürlich auch meinem Team helfen. Ich muss schauen, dass mein Team gesund bleibt bei dieser High Performance, die die jeden Tag, jeden Tag wirklich abliefern. Und ich schaue natürlich schon auch, wir, dass wir da kommen, jetzt wieder diese Veranstaltungen spielen, wo wir, wo wir auch unseren Mitgliedern versuchen, Mittel in die Hand zu geben. mit denen sie arbeiten können und Anregungen zu geben. zum Beispiel Sport ist immer so ein sehr dankbares Beispiel, dass man eben zum Beispiel versucht, gewisse Werkzeuge aus dem Sport zu übersetzen. Also wie kann ich wirklich auch meine mentale Stärke trainieren und wie bleibe ich auch langfristig fit? Aber das ist natürlich ein Riesenthema. Und wenn du fragst, wie geht es Corporate Zwizylenter natürlich auch nicht besser als an anderen Orten. Und das ist wirklich die große Herausforderung. Ich glaube auch, dass das auch für uns alle die größte Herausforderung wird. Wie bleibe ich bei diesem Tempo langfristig gesund? Wie bleibt meine Organisation gesund? Resilienz ist ein Riesenthema. werden wir ... speaker-1: Ein Schlagwort, das hören wir gerade überall aus jedem Lautsprecher. Überall steht Resilienz, Resilienz bilden und so weiter. Wie kann man Resilienz bilden? speaker-0: Ja, ich habe mich tatsächlich gerade noch mit einem sehr spannenden Thema in dem Zusammenhang beschäftigen können. Ich war vor zwei Wochen bei einer sehr spannenden Weiterbildung beim Schweizer Militär, organisiert vom Schweizer Militär und von der ANZZ Academy. Und es ging eben auch das, kann man die Organisationen haben. bei Manuel Nappo. Genau. Und ich bin wirklich großer Fan von ihrer Arbeit und bin dann eingerückt vor zwei Wochen in die Kaserne in Criens. Und habe da mich zwei Tage lang sehr intensiv mit Krisen-Leadership, Crisis-Management beschäftigt. Klammer auf, ich war zehn Jahre am Flughafen Zürich im Care-Team von der Swiss als Teamleader. Und das ist etwas, das hat mich auch sehr geprägt. Also ich habe da sehr viel gelernt. Und ich bin seit sieben Jahren nicht mehr in diesem Care-Team. Und ich habe gedacht, ich möchte da gerne wieder anknüpfen. Und ich möchte dieses Wissen wieder auffrischen und auch wieder Neues lernen. Und da beim Schweizer Militär werden, wurde eben eine Methode vermittelt, fünf plus zwei, es ist eine Methode beim Schweizer Militär, wie du eben auch in sehr anspruchsvollen Zeiten, sehr chaotischen Zeiten oder eben dann Krisen wirklich sehr schnell wieder eine gewisse Ordnung herstellen kannst. Und das braucht eine große Disziplin, weil du arbeitest wirklich sehr diszipliniert nach dieser Methode. Aber ich glaube eben, wenn wir schaffen, uns auch solche Methoden anzueignen. Und auch mal jetzt durch diese zwei Tage, waren anspruchsvoll. Also die NCZ Academy hat uns da und das Militär haben uns nicht schlafen lassen. wir haben dann ... ... speaker-1: Also morgen zum 5 auf und speaker-0: auf, gar nicht ab. wir haben einfach praktisch gar nicht, wir haben gar nicht geschlafen. Also, glaub, zwei Stunden oder so in so einem Schützenpanzer auf der Bank. Aber in so einer Krise ist das ja auch so. einer Krise schläfst du auch nicht. du arbeitest dann auch sehr lange Zeiten. Und diese Krise hat sich immer weiter verschärft. Es kam noch was dazu und noch was dazu und noch was dazu. Und ich habe mit 20 Menschen zusammengearbeitet, alles Führungskräfte, CEOs, die sich alle untereinander nicht kannten. Und dann wirst du so zusammengeworfen und du musst zusammen funktionieren. Und ich war wirklich überrascht, nach zwölf Stunden war das ein Uhrwerk, was wirklich perfekt funktioniert hat. Und morgens vier durfte ich dann die Leitung übernehmen. Morgens elf habe ich dann die Medienkonferenz geleitet mit allen Katastrophen, die du dir nur vorstellen kannst. Und das geht alles. Also es ist sehr gut zu wissen, dass es Tools gibt dafür. speaker-1: Und dass wir als Menschen in der Lage sind, solche Krisen auch steuern zu können. speaker-0: Ja, also zumindest sie auf irgendeine Weise handeln zu können. Wir können sie nicht steuern, weil sie fliegen uns die Ohren. Also dort war auch Krise 1, Krise 2, Krise 3. Alles hat sich übereinander gelegt und am Ende sind noch alle Systeme ausgefallen mit Cyber Attack. Aber wir können mit Hilfe von sehr klaren Strukturen, können wir schaffen, sie zu handeln. Und das ist für mich eine gute Erfahrung. Und ich werde zum Beispiel schauen, dass bei mir im Team auch noch mehr Menschen auf das ausgebildet sind, weil dann einfach die Situation ist einfach eine ganz andere und Krisen kommen. Nur darauf warten. speaker-1: Die kommen unangemeldet. meine, wir haben von 2010 nach der Wirtschafts- und Finanzkrise bis 2020 haben wir zehn Jahre gehabt, da ist nichts passiert. Und seit 2020, seit dem 16. März 2020, kommen die Krisen und Einschläge und Katastrophenmeldungen. immer schneller, immer heftiger und immer kürzeren Abständen. ist so. Das heißt, darauf müssen wir uns einstellen. Gerade wir als in Führungspositionen. Wie gehen wir mit unseren Mitarbeitern und wie gehen wir mit, wie können wir unsere Firmen über die Zeit retten? speaker-0: Genau, das ist wieder, da kommen wir dann wieder an den Anfang zurück, das ist wieder dieser Mindset, den ich brauche, have a make a flight plan, also A, B, C oder D, und dann expect the unexpected. Und das ist schon mal ein ganz gutes Rüstzeug und focus on your horizon ist übrigens der Kernpunkt 6. Und mit dem kann man schon mal ganz gut einen Flug durchführen. Und diesen Mindset, den muss man einfach ganz natürlich, man muss diesen Change, man sagt ja immer man muss den Change umarmen, aber es ist doch so, wir müssen uns eigentlich freuen und sagen, hey, Super, also wieder eine Herausforderung. speaker-1: Also, so nehm ich manchmal zu meinen Kollegen, hey, vergeute keine Krise. Wo sie alle sagen, Olli, du hast nicht alle Latten am Zaun. Aber es ist, hey, wir müssen ... speaker-0: Das ist so. Und vergeude keine Krise ist doch ein schöner Satz. Du kannst doch immer aus allem etwas lernen. Und finde, das kannst du doch auch schön auf dein Privatleben übertragen, oder? Also schlimm wäre doch, wenn du eine Krise überstanden hast, hast nichts daraus gelernt. Und schön ist doch eigentlich, wenn du sagst, ja, jetzt bin ich gewachsen mit dem. Und für das nächste Mal mache ich vielleicht Dinge anders. Und das nächste Mal vielleicht meine Mitarbeiter auch die Tools, damit arbeiten zu können. Ich finde, wir müssen einfach diesen Change. Also das, was du vorhin gesagt hast von diesem CEO, sagt, der Change ist abgeschlossen, das ist wie eine Helix. Es geht immer weiter und die geht immer weiter und die geht immer weiter. Und der Change findet halt immer auf einem anderen Level statt, weil du als Organisation hoffentlich auch daraus lernst, resilienter wirst, mitwächst, auch als Führungskraft. Also ich bin natürlich als Führungskraft auch an einem anderen Ort heute, als ich das jetzt vor fünf Jahren zum Beispiel war. speaker-1: Vom Talent zum Champion, das ist Motto der Flughafenregion momentan. Wo sind die Parallelen für dich vom Spitzensport, vom speaker-0: So. speaker-1: Management zum Unternehmertum? speaker-0: Ja, ich, vom Talent zum Champion, ist eben die Fortsetzung vom letzten Jahr, High Performance war letztes Jahr unser Thema. Das wichtige Thema ist ja, wenn ich ein Talent bin, wie kann ich ein Champion werden? Und wenn ich ein Champion bin, wie kann ich denn ein Champion bleiben? Und das ist zum Beispiel, ich denke, das ist auch für die Schweiz wichtig. die Schweiz ist ja Champion in vielen... speaker-1: Aber leider schaffen wir es nicht, das zu kommunizieren. speaker-0: Ja, manchen Bereichen ja schon. Also Innovation zum Beispiel ist ja immer etwas, wo ja die Schweiz auch immer ganz oberst gerankt wird. Aber natürlich müssen wir immer auch schauen, dass wir auf dieser Position bleiben können. deswegen, also für mich ist ganz essentiell aus dem Sport letztendlich ist sehr viel Disziplin dabei. Also was ich zum Beispiel gelernt habe einfach über all die Jahre ist, von nichts kommt nichts. Es ist ein ganz einfacher Satz, aber das speaker-1: Die Älteren haben da... speaker-0: Das haben die Eltern uns schon erzählt, aber es ist tatsächlich so, jeder gute Musiker hat geübt, geübt, geübt, im Keller gesessen und geübt und jeder Sportler genauso. Und sich zu denken, das fällt einem irgendwie zu, dieses Talent, und dass es vielleicht manchen Menschen leichter fällt als anderen, das ist einfach schlichtweg falsch. Also es ist letztendlich eine unglaubliche Arbeit, eine unglaubliche Disziplin und eben wirklich dieser Blickpunkt, wo will ich hin? Und es gibt ja ... Der Fokus, Und das ist übrigens in der Flughafenregion ein Riesenthema, der Fokus, weil du kannst dich auf tausend Sachen fokussieren. Du brauchst wirklich einen ganz klaren Fokus, der auch für alle gleich ist. Aber es ist extrem wichtig, dass wir auch diesen Mindset haben. Also auch schon, wo möchte ich hin? Und vielleicht auch schon sagen, ich habe diesen Champion Mindset schon. Also ich habe eigentlich schon diesen Mindset, als wäre ich schon der Champion. Und wirklich ganz klar einfach darauf hinzuarbeiten. Das hören wir ja viel auf dem Eishockey. Also wir haben jetzt letzte Woche gerade eine Veranstaltung gehabt mit dem Sportchef von EHC Kloten. Das ist ja unser Heimatverein hier. Und da geht es letztendlich es geht viel diese Disziplin. Es geht klare Regeln, klare Strukturen. Und es geht letztendlich diesen Mindset, dass man eben wirklich, man muss hart dafür arbeiten. Und du brauchst diesen Champion Mindset. dass ich auch hart arbeiten muss, wenn ich schon Champion bin, dass ich es einfach bleiben kann. speaker-1: 2022 hast du deinen Nordstar erreicht und bist in Alaska auf dem Highway gelandet. Was für neue Ziele hast du dir gesetzt, Ralf? speaker-0: In der Fliegerei gibt es noch ganz viele Ziele. Das Piper Cup Thema fordert mich recht. Aber jetzt ist natürlich sehr die FAZ-Flughafenregion Zürich auch im Fokus. Da haben wir gerade eine Entwicklungsstrategie lanciert. Wir haben eine Publikation dazu veröffentlicht am 10. Juni. Und New Zurich ist das Thema. Und das ist etwas, dem haben wir seit 2022. Ist lustig, wo du das jetzt sagst. Wir arbeiten übrigens seit 2022 daran. Das ist ja da, wo ich dann auf dem Highway gelandet bin. Also es hat praktisch das eine oder das andere abgelöst. und mir geht es natürlich schon jetzt sehr auch darum diese Strategie umzusetzen mit allen zusammen. ist ja nichts was wir einfach in Kämmerlein machen, sondern da gehören jetzt alle dazu, sind auch alle gefragt mitzumachen. speaker-1: Und die 855 Firmen, die machen auch alle mit. speaker-0: Also es gibt natürlich immer so... speaker-1: Die Geisterungsstürme kommen von allen Seiten. wie viel Gegenwind bekommst du dort? Was ja auch wieder gut ist zum Weiterstarten, Weiteraufsteigen. speaker-0: Als Pilotinnen lieben wir ja den Gegenwind. ist uns ja das allerliebste. Der Rückenwind ist gar nicht im Reiseflug, aber bei der Landung können wir den auch nicht gebrauchen. Nein, ich sehe es immer als unsere Aufgabe, als Organisation, die Menschen wiederum mitzunehmen. Es wird ganz viele geben, sagen, das ist vielleicht nicht meins oder ich sehe mich da jetzt. Also muss nur rausschauen. Die Städte und Gemeinden sind ja auch so unterschiedlich. Also Winkel hat doch ganz andere Bedürfnisse als Dübendorf, Wallisellen, Kloten und Bülach zum Beispiel. Und ich sehe das als meine Aufgabe, die Menschen abzuholen mit dem, sie mitzunehmen. Und das ist harte Arbeit. Da muss man auf die Straße, da muss man zu den Leuten und man muss als Führungskraft oder als jemand, der so eine Organisation leitet, schaffen, die Leute zu begeistern. und ihnen auch den Sinn zu zeigen, warum machen wir das überhaupt, why, warum machen wir das und was ist der ganz konkrete Mehrwert aus dem, den jeder einzelne merkt. Also zum Beispiel eine Location, die bei mir Mitglied ist oder ein Hotel, was bei mir Mitglied ist oder irgendein KMU, was davon unmittelbar profitieren kann, weil es zum Beispiel im ICT-Bereich tätig ist. speaker-1: Wenn du die Entwicklung anschaust mit KI und Technologien und so weiter, wo steht FRZ in drei Jahren und was macht RAHEL Kindermann dann? speaker-0: Dann bin ich wahrscheinlich immer noch dabei, meinen New Zirik umzusetzen, weil das wird uns jetzt die nächsten fünf bis zehn Jahre begleiten. Das ist also eine längerfristige Geschichte. Ich stelle mir natürlich schon vor, dass ich schaffe auch, oder dass wir, das ist immer ein Teamwork, dass wir in unserem Team schaffen, gewisse Prozesse, muss ich dir nicht erzählen, die auch mehr zu automatisieren. Aber letztendlich, ich bin davon überzeugt, dass wir diesen menschlichen Kontakt brauchen. dass ich nicht alles komplett automatisieren kann, weil es braucht auch die Kreativität, es braucht die Strategie. Heute nimmt mir das noch keine KI ab, vielleicht irgendwann mal. Aber ich glaube, dass wir immer noch sehr intensiv an dem dran sein werden, was wir jetzt gerade lanciert haben. Das ist unser North Star für die nächsten fünf bis zehn Jahre und ich freue mich drauf. speaker-1: Und ich bin ganz sicher, deine ganzen 850 Mitglieder und Vereine und 14 Gemeinden rund den Flughafen Zürich, die werden dir dann einen riesigen Applaus geben, so wie ich jetzt. Vielen lieben Dank. Hier kommt dein Applaus, lieber Rahel Kindermann. Das hat mich gefreut, dass du da bist. Und es hat mir viel Spaß gemacht, dir sprechen zu dürfen. speaker-0: Danke schön Oliver. Merci vielmal für die Einladung. Vielen Dank. Danke schön.