speaker-0: Hallo zusammen und willkommen zu einer neuen Folge Before Applaus. Applaus ist das Echo des Erfolgs. Davor stille Stunden, falsche Wege, echte Risiken. Wir erzählen die Geschichten, die niemand sieht, aber alles entscheiden. speaker-1: Selma Kujas, herzlich willkommen heute bei Before Applaus, unserem Podcast, der Unternehmer Podcast. Before Applaus, sehr spannend, weil du stehst auf dem Treppchen der Karriere. Du bist ganz oben, du bekommst Applaus. Aber es hat auch einen Weg dorthin gegeben. Und der war nicht nur mit Applaus gesät, sondern auch mit vielen Setbacks, mit vielen Herausforderungen, mit vielen Obstacles auf dem Weg nach oben. Und before Applaus geht es ja auch darum, dass wir vielen Menschen diese Wege aufzeigen, was sie daraus lernen können, wie sie vielleicht mit verschiedenen Sachen umgehen können. Und wir danken dir ganz, ganz herzlich. dass du überhaupt heute mit dabei bist und dich unseren Fragen, unsere Fragen stellst. speaker-2: Vielen Dank, dass ich da sein darf. Ich habe mir gestern Abend überlegt, vielleicht musste ich all diese Hürden überleben in meinem Werdegang, ⁓ genau hier zu sitzen. Vielleicht hat es das alles gebraucht, damit ich dann irgendwann mal über die Zeit vor dem Applaus sprechen darf. Von dem her ist es mir eine große Ehre, dass ich hier bin. speaker-1: Wir freuen uns sehr. speaker-0: Wann hast du denn, wenn du zurückdenkst, angefangen darüber nachzudenken, was du denn mal werden willst? Oder hattest du eine bewusste Entscheidung, wie dein Lebensweg so angefangen hat? Oder wo würdest du sagen, hat es gestartet? speaker-2: nicht. Keine einzige Sekunde. Ich weiß noch heute nicht genau, was ich tue. speaker-0: Das sag ich auch immer, wenn Leute mich... speaker-2: Ich hatte gar nie die Chance, mir zu überlegen, was ich eigentlich möchte beruflich, weil ich sehr, sehr jung Mutter geworden bin und zwar mit 23. Mit 25 kam das zweite Kind. Ich war alleinerziehend, hatte eine richtig schlimme Krampfscheidung mit 29 Jahren und ich hatte gar nie die Gelegenheit oder Chance zu sagen, hey, welche Interessen habe ich, was möchte ich tun, sondern eben wenn du mit 23 Mutter bist, Da musst du speaker-0: Ja, das heißt, da lag der Fokus auf Familie, dass du eure Familie zusammenhältst und auch ernähren kannst. so bisschen, wahrscheinlich auch, dass man so im Überlebensmodus vielleicht auch ein Stück speaker-2: ein bisschen. Morgen bis abends. Ja. Ich meine ganz ehrlich mit 23 war ich selbst noch fast ein Kind und dann plötzlich hast du die Verantwortung über diese zwei Lebewesen. Ja. Das ist sowieso bei all den Erfolgen und Auszeichnungen ist mein persönlich größter Erfolg, dass ich meine Kinder zu höflichen, empathischen, smarten Gen Z Kindern erzogen habe. Das ist glaube ich einer der schwierigsten Jumps auf der Welt. speaker-0: Ja. speaker-1: Ich bekomme da gerade bisschen Gänsehaut. Und weißt du, was mir gerade so als erstes in den Sinn kommt? Wirklich gerade spontan ist der Song von Johannes Oerling oder? Und wenn sie tanzt. Weil da geht es ja auch darum, Die Mutter. 17 Stunden am Tag arbeiten und dann abends eben nicht Party, sondern erst mal für die Kleinen kochen, die Kinder erziehen und so weiter. Und das ist eigentlich der größte Respekt und auch der größte Erfolg, den man dann haben kann, wenn man das sagen kann. speaker-2: Das ist genau wie du es beschreibst. Ich denke, viele sind sich gar nicht bewusst, wenn man so jung Mutter wird oder auch Vater und vielleicht auch alleinerziehend ist und kein Backup-Part in der Family. Da ist einfach von dem Moment an, wo du diese Rolle übernimmst, kompletter Verzicht über Jahrzehnte. Und ich kann mich gut erinnern, viele, viele Wochenenden, wo ich Samstagabend zu Hause gesessen bin, die Kinder waren im Bett und ich habe einfach nur geweint, weil ich nicht Party machen gehen darf, weil ich nicht mit meinen Freundinnen treffen darf. Ich bin sehr froh, dass damals Social Media nicht so präsent war, weil ich wäre daran kaputt gegangen, all meine Freundinnen von Bali oder Brasilien ihre Fotos in meinen Feed spülen und ich da einfach weiß, Mist, ich habe da eine falsche Entscheidung getroffen vor ein paar Jahren. selbst schuld, aber jetzt sitze ich hier mit 25, 26, habe irgendwie gerade Babykotze weggewaschen und keine Ahnung und kann da nicht so sein, wie man mit 26 sein möchte, einfach das Leben spüren. speaker-0: Naja, und eine andere Freundin postet vielleicht gerade, dass sie aus Versehen hier Streifen vom Sonnen hat oder sowas. Und man denkt sich so, dieses Problem hätte ich jetzt wirklich gerne. Also das ist schon so. speaker-1: Das ist schon so, oder? Und deine heutige Rolle als Linked-in-Influencerin in der speziellen Sparte des Karrieremodus, Profilerstellungen, Lebenslauferstellungen, etc. Siehst du ja heute... ganz andere Menschen und ganz andere Lebensläufe. Wie kannst du damit umgehen? Wie kannst du innerlich damit umgehen? Wie gehst du damit ⁓ speaker-2: Also vielleicht ganz kurz, der Begriff LinkedIn-Influencerin, das passt wie nicht zu mir, weil ich fühle mich gar nicht so. Coach Nee, wäre mehr, wenn schon dann vielleicht Business Creator, weil Influencerin hat ja so einen eher negativen Touch und da denke ich gerade an Rabattcoats, Lippenstift. Das ist ja ein bisschen anders, aber ich würde mich, wie soll ich sagen, ich versuche Thought Leader zu sein. speaker-1: So, dann kann ich hier. speaker-0: das ist speaker-2: in einem spezifischen Bereich, sicher für die Themen der Arbeitswelt, alles was eben mit der Karriere zu tun hat, gerade weil ich eigentlich against all odds heute da bin. speaker-0: Ich habe keine Ahnung. speaker-2: beschlossenes Studium, ich habe keine Ausbildung, ich wurde wie gesagt mit 23 Mutte, ich hatte keine klassische Bilderbuchkarriere und das hilft mir wiederum anderen Menschen zu dienen und vielleicht eben auch als Inspiration da zu sein zu sagen, hey es gibt nicht diesen einen Weg, sondern es geht vor allem darum mit welcher Haltung gehst du daran und welche Tricks kannst du quasi aus deiner Kiste rausziehen, weil die gibt es, da werden wir beim Thema selbst Marketing. Das gibt es, diese Möglichkeiten haben wir und wir haben den Einfluss darauf. speaker-1: Das hatten wir früher nicht. Aber heute haben wir diese Möglichkeiten. speaker-2: die beste Zeit dafür. dieses Digitale, natürlich hatten wir auch früher selbst Marketing, aber das war viel, viel schwieriger, mit viel mehr Aufwand verbunden und vielleicht waren da auch nicht die Möglichkeiten für jeden gegeben, aber heute mit Social Media, mit LinkedIn, mit dieser digitalen Welt kann wirklich jeder davon profitieren. speaker-0: Naja, absolut. ich glaube, früher war es vielleicht anders. wenn ich noch an meine Beraterzeit zurückdenke, da haben wir Zeitungsartikel gemacht mit dem Kunden zusammen oder so. Also das sind ja auch alles Sachen von, wenn man so möchte, Selbstdarstellung. Natürlich auch, wenn man irgendwas erfolgreich abgeschlossen hat und dann darüber spricht. Aber am Ende hat man sich ja auch irgendwo positioniert. Aber ich glaube, das geht heute mit wesentlich weniger Mitteln als das. noch vor zehn Jahren möglich war. speaker-1: Wie siehst du die Aus- und Weiterbildungschancen von Menschen, von jungen Menschen im Zeitalter der KI? Frage 1. Frage 2 ist, gerade in dem Bereich, wo du heute tätig bist, es gibt ja kaum noch einen gradlinigen Lebenslauf. Und dieses ständige sich verändern und das Ständige verändert werden durch die durch die Impulse von außen, Politik, Wirtschaft, Technologien und so weiter, wie siehst du da heute das Thema Bildung, Aus- und Weiterbildung für junge Menschen und für Menschen überhaupt, die auch mit 35, 40 sich wieder umdenken müssen, weil ihr Job auf einmal überflüssig geworden ist oder sie sich einen neuen Job suchen müssen oder einen Karriereweg. speaker-2: Ich habe das Glück, ich zwei Kinder aus der Gen Z-Generation habe plus noch einen Sohn aus der Generation Alpha, was super spannend ist. Ich sehe da auch schon Unterschiede. Was ich ihnen versuche, auf den Weg zu gehen, ist dieses lifelong learning. Ich glaube, ist die absolute super Skill, die man entwickeln kann. Aber die muss gefördert werden. Ich denke, Kinder, per Definition möchten lernen. Sie kommen auf die Welt, sie sind so spielerisch dabei und neugierig und du saugst Wissen auf ihren Schwamm als Kind. Es gibt aber irgendeinen Punkt, wo dieses Lernen vielleicht auch durch das Schulsystem so ein bisschen zur Pflicht wird und Widerstände da sind und diese Neugier, diese intrinsische Motivation zu lernen, irgendwie bisschen verloren geht. Und das müssen wir bei den Kindern erhalten. Und ich versuche auch zum Beispiel mit unserem Sohn Attila, der ist zwölf. Wir haben schon immer versucht, so in den Schulferien, dass er verschiedene Camps besucht, die völlig fremd sind. mit dem Schulalltag. neulich, also in den letzten Schulferien, war er in einem Camp, wo er eine Reportage gedreht hat mit Drohnen und Videoschnitt oder dann war er auch in einem Coding Camp, wo es darum ging, so Basics in Programmierung zu lernen. Und ich finde, ist einfach, wenn wir unsere Kinder dazu bringen, dass sie von sich aus lernen möchten und das ganz natürlich wird, dann mache ich mir keine keine Sorgen ⁓ die Zukunft. Aber wir sehen es jetzt mit der KI im KI-Zeitalter, dass viele Erwachsene sich so einen Widerstand haben. Sie denken, für das habe ich nicht auch noch Zeit. speaker-0: Ja. speaker-2: Alltag ist schon so busy, plus KI ist jetzt nicht gerade leichte Kost. Man muss das Wollen verstehen, was ist ein Algorithmus, wie funktioniert so eine KI. Und das macht mir eher Sorgen bei den älteren Generationen, die quasi da nicht mitkommen können zum Teil. speaker-0: Ja, das sehen wir auch so, wenn ich jetzt so Firmenperspektiven nehme, egal ob das jetzt SWODA von Plenum ist oder woanders, dann sehe ich auch, so diese Low Entry Barrier Learnings, sei es jetzt, ich löse einen Krimifall mit KI oder so, extrem niedrigschwellig, um gut einsteigen zu können, dass es extrem wichtig ist, dass Leute so die Berührungsängste verlieren und ich glaube teilweise ... Leute, die seit 20 Jahren im gleichen Beruf leben, die haben gar nicht mehr seit 20 Jahren was komplett Neues erlernt. Also dieses Skill-Set, ich erlerne irgendwas von Null, muss man quasi miterlernen teilweise. Und ich glaube, ist schon was, wenn man sich das erhält, erspart man sich nachher, dass man da irgendwie wieder reinkommen muss. speaker-2: Auf Wiedersehen! speaker-1: Du sagtest, du hast zwei im Gen Z-Alter. Wie läuft denn heute der Berufswunsch und das Bewerbungsthema bei dieser Gen Z-Generation ab? speaker-2: Es ist lustig, weil ich bin ja seit vielen Jahren Karrierecoach und habe wirklich über 1000 Menschen da schon begleitet auf ihren Karrierewegen. Eine Zeit lang war ich auch für junge Erwachsene im Einsatz als Jobcoach-Integration und da würde man ja denken, bei meinen Kindern läuft das. Das funktioniert dann. speaker-0: Easy! speaker-1: Die haben einen Karrierecoach ⁓ speaker-0: nichts ist. speaker-2: Aber ich finde das sehr wichtig. Beispiel mein Sohn, bei ihm wusste ich, der ist noch nicht ready. Im Schweizer System ist es ja so, dass die Kinder mit 15 oder 16 Jahren schon in eine Berufslehre eintauchen, wenn sie jetzt nicht eine andere Schule machen, das Gymnasium. Und ich wusste bei ihm, der ist nicht ready und braucht einfach noch ein paar Jahre. Und das war dann tatsächlich auch so, er hat dann ein 10. Schuljahr gemacht. ist dann eine andere Schule hochkant dort rausgeworfen worden und brauchte einfach seine Zeit, bis er herausfinden konnte, was er möchte. Und von dem Moment war wie ein Schalter umgelegt und dann ist es einen Weg gegangen. Und ich bin super, super stolz, dass er das auch so gemacht hat. Und bei meiner Tochter war interessant, die hat den klassischen Weg gemacht mit Berufslehre und dann die Berufsmaturität, an der ZHAW Unternehmenskommunikation. studiert und nach zwei Jahren Studium kommt sie zu mir und sagt Mama, ich bin unglücklich. Mir geht es nicht gut, mich interessiert das gar nicht. Da habe ich gesagt, bitte bricht dein Studium ab. sagen ja die wenigsten Eltern. Es war nicht sie, die mir gesagt hat, darf ich abbrechen, sondern ich habe ihr gesagt, bitte jetzt bricht das ab und ich wusste, dass... Ich hatte das schon viel früher bei ihr gespürt, dass sie eigentlich nicht am richtigen Ort ist mit diesem Studium, habe aber nichts gesagt. Weil ich finde, unsere Kinder müssen die Fragen leben. Nicht wir geben ihnen die Antworten vor, sie müssen die Fragen leben, indem sie Dinge ausprobieren, vielleicht dann auch scheitern, wobei es für mich kein Scheitern gibt. Und dann war es dann so, dass sie gesagt hat, okay, ich mache jetzt verschiedene Praktika. von Dingen reichen, sie interessieren. Da war sie irgendwie 20, 21 und hat sich dann für ein zweites Studium entschieden als Hebamme. Komplett was anderes. Und sie geht super schön. Völlig darauf. Also das ist ihr Job, ihr Beruf. ist gerade im letzten Jahr bald in Hamburg dann in einer Praktika für sechs Monate und ich fand das extrem beeindruckend, dass sie, obwohl sie einen guten Nebenjob hatte, ein Studium, gut verdient also mit dem Nebenjob, speaker-1: komplett was anderes. speaker-2: gesagt hat, nein, ich gehe wieder zurück ins Studentinnenleben, lebe von Instant Noodles und keine Ahnung, Pulvercafé und verzichte auf ganz viele Dinge, weil viele ihre Freundinnen, die haben gute Jobs, die Reisen und gesagt, nein, ich will meinen beruflichen Traum verfolgen und dass sie das gemacht hat, bin ich super stolz. speaker-0: Ja. Ich glaube aber auch, ich sehe das relativ wenig, dass ich sage, für mich gibt es eigentlich keinen Scheitern oder wie auch immer. Das ist eigentlich eine weitere Erfahrung und vielleicht einen Change, den man machen muss, ⁓ dann überhaupt erfolgreich zu sein. Also diese Denkweise, dass man einfach durchmarschiert, nichts ändern darf, glaube, gefühlt ist das für mich eher das Scheitern. Wenn ich nicht die Freiheit habe, Sachen auszuprobieren und dann vielleicht auch mal speaker-1: Die Gesellschaft zieht es heute, was sagt unser Nachbar, was sagt mein Nachbar, was sagt die Oma, was sagt und so weiter, wenn eben etwas nicht funktioniert, was man sich vorher vorgestellt hat. Und leider sind halt, sind halt viele immer noch getrieben davon, was sagt der Nachbar, oder? speaker-2: Das ist ein bisschen... speaker-0: Tatsi. speaker-1: Mir ist das ziemlich wurscht, was mein Nachbar sagt. Und zwar richtig wurscht. Deswegen, aber viele hören eben drauf, was eben der Nachbar sagt. oder... Ich muss ja beweisen, dass ich anders bin und anders kann. Ich weiß nicht, die Gesellschaft ist neu. Ist sie schon so weit? Frage, Frage... speaker-0: glaube, ich weiß es nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass auch sehr viele Leute Meinungen zu deinem Leben hatten. Wenn du sagst, du hast früh Kinder bekommen, da wird man bombardiert mit Sachen. Aber wie hast du denn deinen Weg danach für dich gefunden? Hattest du irgendwann mal wieder Zeit, zu sagen, was macht mich denn neben Familie glücklich? Oder wie hast du da eine Balance gefunden? speaker-2: Zu dem, was die anderen gesagt haben, ja klar. war auch so mit Stolz, weil ich weiß, dass viele, dachten, ⁓ Gott, die Selma, die ist für immer verloren. Die gucken mich heute an und denken so, krass, wo sie heute ist. speaker-0: Fühlt mich aber Ja. Ja. speaker-2: Und ja, ich hatte so mit 38 Jahren, ich will es eben nicht Midlife-Crisis nennen, weil es ist für mich mehr eine Midsinn-Krise. Weil mit 38, 39, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kenne das ja von meinem Leben und von vielen, denen ich, also von meinen Coaches, da passiert etwas. Weil du hast dann, gehst Richtung 40 und plötzlich tauchen Fragen auf, auf die du nicht gewartet hast und die du auch keine Antwort hast. speaker-0: Ja. speaker-2: Okay, Die Hälfte meines Lebens ist jetzt rum, statistisch. Was möchte ich mit der zweiten Hälfte? Möchte ich nicht mehr? Möchte ich nicht mehr? Weil man hat schon bisschen Erfahrung gesammelt und es ist immer oft einfach zu sagen, was du nicht mehr willst. Und es ist schwieriger herauszufinden, was du willst. Und ich kann mich gut erinnern, dass ich speaker-0: Das ist Beruf. Ja. speaker-2: bin wirklich wochenlang auf der Couch gesessen, habe Luftlöcher rausgestarrt und wusste nicht, ich mit mir soll. Ich hatte keinen Plan, ich wusste nicht, was ist meine Berufung, wo soll es weitergehen. Es muss doch mehr geben, als nur arbeiten gehen, ⁓ mir die Miete zu zahlen. Das erste Mal, wo ich das Verlangen nach einem Purpose gespürt habe. Zuvor war ich viele Jahre im Konzern in der Swisscom. speaker-0: Ja. speaker-2: ja so Business Operations und irgendwie hat mir was gefehlt und da habe ich dann auch durch mein Netzwerk einen Job, also einen Quereinstieg gewagt. habe gespürt, ich möchte nicht mehr mit Produkten arbeiten, sondern mit Menschen und habe dann eben diesen Schritt gemacht von der Konzern Corporate Life. in diese Arbeit als Jobcoach-Integration mit jungen Erwachsenen. Das war für mich wirklich das erste Mal in meinem Leben, wo ich gesagt habe, was will ich? Und ich bin super dankbar, dass ich auch den Mut hatte, zu tun, ohne eine besondere Ausbildung, sondern wirklich ins kalte Wasser reingeborfen. It paid off well, würde ich sagen. speaker-0: Ja, aber super spannend. glaube, das ist auch so, wenn ich so auf manche der Podcast-Geschichten zurück schaue, dieses Wort Mut kommt extrem häufig, dass man sagt, na ja, du hattest wahrscheinlich einen sicheren Job in einer Firma, wo man sagt, sichere Firma, könnte man vielleicht auch irgendwann in Rente gehen, wenn man so lange da bleibt. Du hast gesagt, das ist eben eigentlich das, was deine Tochter aufgemacht hat, gesagt, okay, es ist nicht alles. Da ist vielleicht noch mehr. speaker-1: Das kann es doch nicht gewesen sein. Um es mal so irgendwie in die andere Richtung zu drehen. Das kann es doch nicht gewesen sein. Das ist mal eine spannende, von dir spannend kommentiert, weil da denkt man immer wieder drüber nach. Das kann es doch nicht gewesen sein. speaker-0: Ja. speaker-2: Also das ist meine Theorie, warum so viele in ihrer Midlife-Crisis dann plötzlich Motorrad fahren oder dann gibt es einen Hund oder die sehr junge Freundin oder Menschen möchten sich nochmal spüren. speaker-1: Fahr weiter. Ich lerne Kräme, was da alles noch kommen mag. speaker-2: Ich habe auch eine Freundin, hat mit 44 Jahren angefangen Motorrad zu fahren, so große Maschinen. Aber das ist oft für mich stellvertretend für diese Auseinandersetzung mit sich selbst. Wer bin ich und was möchte ich? Und dann ist es halt auch... stellvertretend gut, wenn man dann den Hund hat oder das Capriolet. macht, also da geht einfach etwas. Und ich sehe das ja auch mit den vielen, vielen Menschen, mit denen ich in den letzten zehn Jahren gearbeitet habe. Es ist einfach so ähnlich, weil wir haben einen Job sehr klassisch. Also wenn man jetzt Generation X ist oder Millennials, da hast du deine 10, 15 Jahre im gleichen Job und dann kommt diese Lehre. speaker-0: Ja. speaker-2: die füllen und die einen setzen sich hin, gehen meditieren und die anderen besorgen sich eben dann irgendwie Motorrad. speaker-0: Wie schaffst du es, dass du im Kontakt mit dir selber bleibst und dich spielst? speaker-2: Wirst? Persönlichkeitsentwicklung. Das A und O. ich einen Rat meinem 20-jährigen Ich geben dürfte, es alles, was du hast, investierst in deine persönliche Entwicklung eigentlich. Also auf ganz vielen Ebenen. Wir sprechen hier von Fachkompetenz, von emotionaler Intelligenz, von alles, was mit Gesundheit und Ernährung und eben auch dem Mental Well-being zu tun hat. Das sind so viele Bereiche und Es würde sich lohnen, Jahr in einen Preis zu investieren und immer dran zu bleiben. Das habe ich sehr, sehr spät verstanden, weil ich auch nicht die Möglichkeit hatte, zwei kleine Kinder. Da musst du dann irgendwie einen Babysitter organisieren, wenn du irgendwie an einem Seminar möchtest. Heute haben wir mit der Online-Welt, ja grenzenlos, Zugriff auf das, wie man sich holen speaker-0: Ja. Ja, auf jeden Fall. Ja, und wahrscheinlich halt, ich sag mal mal, seinen Hintern hochbekommen und abends nicht auf der Couch sitzen und sich vom Fernseher berieseln lassen oder Social Media eine Stunde lang doomscrollen, sondern die Stunde vielleicht für sich selber nutzen. speaker-2: weniger Netflix, mehr Weiterbildung. speaker-0: Ja, genau. speaker-1: Spannend, super spannend, ich höre gerne zu, weil ich ich bin 57, nein, ich habe keine Mitlife-Kreise und... Hast du eine Mitlife-Kreise? Nein, habe ich auch nicht und Kaffee habe ich auch noch nicht. Ich bin auch hart arbeitender, hart arbeitender Mensch im Survival-Modus, gerade in der jetzigen gerade Situation bei uns im Event- und Kongressgeschäft. Das kannst du dir sicherlich vorstellen, dass jetzt gerade wieder spannende Zeiten da gerade wieder sind, durch die Situation auch seit letztem Samstag wieder im Middle East. ... Ja, wir haben verstanden, was du heute machst. Karrierechancen. Du hilfst Bewerbern, ihr Profil zu erstellen. Du hilfst, Profile auf LinkedIn zu erstellen, was ja auch irgendwie die Jobchancen wieder erhöht für diese Person. Du bist halber Seelmüll einmal während den Gesprächen und so weiter. Keine Angst, dass die KI irgendwann deinen Job übernimmt. speaker-2: null zero. speaker-1: Rule 0 speaker-2: Nein, absolut nicht. Weil wenn sie das tut, dann erfinde ich mich wieder neu. Und ich denke, ist auch der Vorteil von dir zum Beispiel eben dieses entrepreneurial Gain, wir haben. Wir wollen lernen, wir wollen uns weiterbilden, wir können uns immer wieder neu entwickeln und definieren. Also ich sehe mega viele Chancen. Natürlich hat es sehr viele ernstzunehmende Risiken, was KI betrifft. Aber ich bin gerne glashalb voll. unverbesserliche Optimistin und sehe da wirklich viele Möglichkeiten. Vielleicht ist es ja sogar gut, wenn die KI meinen Job erledigen kann, weil dann kann ich mich neuen Dingen, dann finde ich einen neuen Purpose, neue Wege, ich anderen Menschen dienen kann, weil am Ende des Tages gibt es für mich so... Ja, zwei Sorten Menschen, Service to self und Service to others. Service to self Menschen tun die Dinge mit der intrinsischen Motivation, dass sie davon profitieren und Service to others sind Menschen, die ihre Genugtuung oder ihren Purpose spüren, indem sie anderen dienen. Ich zähle zur zweiten Kategorie. Ich habe meine berufliche Erfüllung, wenn ich mit meinem Wissen anderen Menschen helfen kann. Sei es durch das Finden eines neuen Jobs oder was ich auch mache, Personal Branding Beratung für einerseits Unternehmen, Corporate Branding, Personal Branding oder eben Consultants. Und die haben dann die besseren Kunden, die sind dann noch authentischer und haben einfach mehr auch Spaß an ihren Jobs. Meine intrinsische Motivation ist immer, die Lebensqualität zu steigern von meinen Mitmenschen, mit dem, was ich kann und was ich weiß. speaker-1: Kannst du dann deine eigene Lebensqualität mitsteigern oder bist du am Abend, jetzt kommst du nach Hause und bist völlig exhausted durch den ganzen Tag Beratung und Gespräche und guten Ratschlägen und Tipps und so weiter und du selber bleibst auf der Strecke. speaker-2: Also ich habe ja, wie soll ich sagen, ich kann gut mit meinen Ressourcen wirtschaften. Es braucht natürlich viel auch Energie, wenn man den ganzen Tag mit vielen Menschen unterwegs ist und sie berät. Aber ich habe dann auch diese Phasen, wo ich wieder auftanken kann. Also es gab keinen Moment in meinem Leben, wo ich glücklicher war als heute. Und ich denke, das ist... Es erfüllt mich mit so viel Dankbarkeit, das sagen zu können. Und wenn ich mich nicht wohlfühlen würde, würde ich irgendwie etwas verändern, vielleicht ein neues Produkt oder eine neue Branche oder sonst irgendetwas, damit ich mich wieder wohlfühle. habe so vor fünf Jahren für mich so ein Kredo, eine eigene Kredoentwicklung gesagt, ich möchte keinen Tag mehr. in einem Job oder in einer beruflichen Tätigkeit verbringen, die sich für mich wie Zeitverschwendung anfühlt. Weil wir haben nur dieses eine Leben. Die Lebenszeit ist super kurz. speaker-1: Ja, ja, sind lange fort, aber die Lebenszeit ist kurz, das stimmt schon. speaker-2: Und daher ist so mein Anspruch, ich tue eigentlich nur die Dinge, ich gerne tue, die mir Spaß machen. Es gibt beides. speaker-1: Naja, es gibt auch Sachen, die muss man machen, ⁓ am Monatsende die Rechnung zu bezahlen. speaker-2: Ja, natürlich, aber gut, vieles versuche ich, auszusourcen. Und versuche wirklich, das zeige ich auch meinen Coaches, es gibt so verschiedene Artskills. Es gibt Burnout-Skills, Bore-Out-Skills. und Skills, die zu deinen natürlichen Stärken passen. Und es gibt viele Studien, aufzeigen, unsere täglichen Aufgaben 60 Prozent, also diese Aufgaben, wenn die unsere natürlichen Stärken ausmachen, fühlen wir uns beruflich erfüllt. Und deshalb gibt es auch so viele Burnouts abgesehen davon, weil ganz viele Menschen zu viel Zeit in ihren Burnout und Burnout Skills verbringen. Und weil ich mir das bewusst bin, versuche ich mein Business so aufzubauen, dass ich in meinen natürlichen Stärken drin bin und das, was mich ausbrennt, abgebe. speaker-0: Ich finde, der eine Partner in der Beratung, ich war, ... der so bisschen mein Coach war, ... also ich habe ihn zumindest zu meinem Coach erklärt, ... ... der hat mir auch gesagt, so Sarah, ... du machst mal eine Liste von allen Sachen, die du am Tag machst ... ... und sag dahinter, mache ich gern und mache ich nicht gerne ... ... und im besten Fall delegierst du alle Sachen, die du nicht gerne machst weg. Nicht, ich mir zu fein bin, das zu machen ... oder was auch immer und da habe ich Schätzen gelernt, aber Diese diversen Teams. Also es gibt Leute, die machen ja die Sachen, die ich unheimlich ungern mache, machen die unheimlich gerne. Also im besten Fall habe ich jemand in meinem Team, bei dem ich sage, guck mal, diese Sachen, du freust dich doch, wenn du die machst, mach die doch, bitte. Und ich kann mich auf die Sachen fokussieren, die mir Spaß machen und mir Energie bringen und bin dann auch noch quasi potentiell besser. Und die andere Person macht die Sachen besser, auf die ich sowieso keine Lust hätte. Also es ist quasi eine Win-win-win-Situation für alle. Ich glaube, ihm war das nicht bewusst damals. Aber das war so Tipp, den habe ich mir seitdem zu Herzen genommen und achte auf diverse Teams und so was. Ja, fand ich extrem gut. Aber ich finde, dass, man dich so miterlebt, finde, du rußt total in dir selber. Du bist bei dir selber, du strahlst eine totale Sicherheit aus, was ich total angenehm finde. Und ich glaube, viele fragen sich immer, wie kommt man denn aber dahin, dass man so wird? ich meine, sagst, hast, wahrscheinlich bist du sehr reflektiert oder machst das dann auch bewusst. Du weißt, sind das deine Skills, die du gerne machst oder nicht? Aber wie kommst du denn dahin, dass du sagst, heute ist der glücklichste Tag in meinem Leben? speaker-2: sind viele, viele dunkle Stunden. Das ist einfach... Ich kann nur für mich sprechen, aber das sind viele Momente im Leben, wo du so innerlich eigentlich aufgeben möchtest, aber trotzdem weitermachst. Nicht zuletzt, denke ich, habe ich viele... speaker-0: Ja. speaker-2: soll nicht sagen, viele Dinge überwunden, auch weil ich eine sehr starke Liebe meinen Kindern gegenüber habe. Ein sehr hohes Verantwortungsgefühl und quasi mir es gar nicht erlauben konnte, dass ich nicht weitermache. Aber am Ende des Tages ist ganz viel meiner Selbstreflexion hat natürlich damit zu tun, dass ich sehr viel Zeit hatte und mich gewissen Emotionen stellen musste, die schwierig sind. Dann kommt man so, ja, das ist dann vielleicht die schöne Seite der Medaille, dass man eine gewisse Ruhegelassenheit hat, weil man sich sagt, ich habe schon so viel Schlimmes erlebt, nichts haut mich mehr ⁓ Also wirklich sehr, sehr wenig. speaker-0: Ja. Ja, ja, Ich finde, das merkt man. speaker-1: Ich habe ja auch das Gefühl, wie kriege ich sie noch bisschen gezeugt und wie kriege ich sie noch bisschen ange, aber ich habe da irgendwie keine Chance heute bei Selma. Weil man wirklich das Gefühl hat, da kann ich jetzt fragen, was ich will. Nö. speaker-2: Doch, gibt Dinge. Da merke ich ... Also ich bin ja auch bekannt dafür auf LinkedIn sehr, ich habe ja ein Newsletter mit irgendwie 28.000 Abonnenten auf LinkedIn, der heißt Hashtag laut gedacht, weil ich sehr gerne einfach Dinge ausspreche, die viele Menschen einfach nur denken oder sich vielleicht nicht trauen. Genau. speaker-1: Das ist schon provokativ. speaker-2: Man kann mich schon auch triggern und aus der Reserve locken, besonders da, wenn es ⁓ Haltungsthemen geht und wenn es ⁓ meine Werte geht. Da bin ich sehr leidenschaftlich dabei. Und da gehe ich auch gerne in die Debatte. Sofern sie respectvoll ist, also wenn es irgendwie persönlich übergriffig wird, dann habe ich dann eine sehr, sehr kleine Toleranz und lösche die Kommentare oder blockiere die Personen, weil ich einfach finde, wir haben so bisschen verlernt, auf Augenhöhe zu debattieren. gerade als sichtbare Frau mit einer großen Reichweite hast du speaker-0: Ja. speaker-2: Oft, ich muss es leider so sagen, es gibt oft, also die Kommentare oder Trolls sind meistens Männer, weniger die Frauen. Und da ist es dann halt schon so, dass sehr oft gewisse Artmänner das Bedürfnis hat, die Welt zu erklären. Be little me und ja. speaker-0: Das Mansplaining kennt man, glaube ich. speaker-2: Manchmal, je nach Hormonzyklus, ich dann Bock, mich da in die Diskussion einzuhängen. Und wenn ich jetzt beide PMS habe, dann sage ich nein. speaker-1: Personenmarken aufbauen, Personenmarken, Personal Branding. Wie gehst du davor? speaker-2: Das ist ein sehr intensiver Prozess, der mir unfassbar viel Spaß macht. ist übrigens gar nicht so weit weg von dem ganzen Karriere-Thema. Weil am Ende des Tages ist eine Personal Brand das, was andere über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist. Und du hast eine Personal Brand in deinem Freundeskreis und du hast ihn in deinem Beruf. Egal ob du Fach- oder Führungskraft bist oder Entrepreneur oder was auch immer. Also jeder von uns hat eine Reputation und mir macht das super viel Spaß. am Ende des Tages, dass Menschen wieder erkennen, wie toll sie eigentlich sind und wie einzigartig sie sind. Genau das macht eigentlich Personal Branding, weil es eine sehr intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Werten. Das Wertesystem trägt das Fundament auf der Personal Brand oder zum Beispiel diesen Podcast. Das hat ja alles sehr viel mit Werten zu tun. Dass man dann wieder so eine Vision entwickelt, speaker-0: Ja. Ja. speaker-2: Das gehört auch zu einer Personal Brand. Was ist meine Botschaft für die Welt? Wie möchte ich dazu beitragen, dass es den Planeten besser geht? Also ich spreche jetzt hier nicht direkt irgendwie von Klimazielen, sondern von was ist mein Anteil, was ist mein Beitrag in die Arbeitswelt? Und das mit den Menschen auszuarbeiten, ist mega spannend, weil die meisten sich noch gar nicht die Zeit genommen haben, darüber nachzudenken. speaker-0: Ja. Aber kommt jeder zu irgendeinem Ergebnis? speaker-2: Natürlich jeder ist, ich finde jeder Mensch ist einzigartig, hat natürliche Stärken und Talente. Oft ist es ja so, dass unsere, Dinge, die uns leicht von der Hand gehen, sind nichts weiter als Überlebensstrategien aus unserer Kindheit. Wir mussten... gewisse Emotionen verarbeiten oder Situationen aushalten, dann haben wir diese Talente dazu entwickelt, damit wir gesund weiter wachsen. Und das sind dann unsere natürlichen Stärken. Später. Und das mit den Menschen auszuarbeiten, super spannend. speaker-0: Ja, ja. speaker-2: Darum? Ja, die K.A.I. kann dann schon sein, dass sie dann irgendwann mal wirklich ganz gut ist, aber so diese zwischenmännlichen Vibes, weiß ich nicht, ob sie die spüren wird. speaker-1: Was sind die Zwischenapplausen, du bekommst? Ist das, wenn einer deiner Co-Cheese wieder einen neuen Job findet? Oder wenn du am Wochenende mit deinen Kids zusammen kochst und ... einen gemütlichen Abend zusammen verbringst oder einen Spieleabend machst oder wie auch immer. Wie setzt du dir deinen Applaus? Wo holst du dir deinen Applaus? Und wie zelebrierst du das, wenn du sagst, ich habe wieder einen Meilenstein und ich habe wieder etwas erreicht in diesem ganzen Fahrplan, in diesem ganzen Fahrplan der Leben heißt? speaker-2: Also wenn es jetzt konkret ⁓ Erfolge geht, die ich feiere, dann muss ich das mit meinen Liebsten auch teilen. Das kann dann sein, dass ich irgendwie sage, hey komm wir gehen eine Woche irgendwo schön in den Urlaub und wir sind zusammen. das kann sein, ich sie, also ich nehme oft oder eigentlich wann immer ich kann meine Kinder mit an meine Events. Seien es jetzt, wenn es irgendwie eine Keynote ist oder ein Networking Event oder sonst irgendwie ein schönes Dinner, was ich versucht habe. meine Kids auch mit in mein Berufsleben reinzubringen und was mir jetzt selbst Energie gibt, wo ich wieder auftanken kann oder dieser Zwischenapplaus hinter den Plattentellern ist vielleicht ein bisschen sonderbar, aber ich mache auch Musik seit sehr vielen vielen Jahren als DJ für elektronische Musik. Und da ziehe ich einfach, wenn ich mich mit Musik beschäftige, das gibt mir extrem viel. Weil Musik ist für mich ein Schlüssel zu Emotionen, wo mein Verstand keinen Zugriff hat. Ich kann einen Song hören, das heißt irgendwie, eines meiner Lieblingslieder ist von Miles Davis, wenn ich das höre, Kind of Blue, wunderbares Album, dann... tut sich was auf. Da bin ich sofort in der Vergangenheit in Momentensituationen, Menschen. Oder wenn ich dann gewisse andere Lieder höre, dann habe ich Zugang zu verschiedenen Emotionen, vielleicht im Alltag nicht so Platz haben. Manchmal auch schwierige Emotionen, Traurigkeit oder eben Erinnerungen an schwierige Momente. Also das gibt mir sehr viel. ja, wo ich auch Also sagen wir so, gerade weil ich vielleicht gegen außen viel Resonanz oder so eine Extrovertiertheit habe, brauche ich diese Introvertiertheit. Also ich oute mich hier als kompletter Ambivert. bin wie beides. Sind die Gespräche mega gut, kann ich super extrovertiert sein, aber wenn es oberflächlich ist, dann bin ich super zurückgezogen und bin dann so die Stille dort in der Ecke und beobachte einfach und denke, ⁓ Gott, wann ist das vorbei? speaker-0: Wie hast du es genannt? Ich sag nämlich immer, ich bin die Extrovertierte, Introvertierte. Hab ich ein Wort dafür? speaker-2: ambivert. Genau das. Ambiwert. Ambiwert, ja, von ambivalent. Und das, was mir eben Erfüllung gibt, ist, wenn ich weiß, dass ich mit meinem Wissen anderen dienen konnte. Ich habe zum Beispiel auf TikTok noch einen Kanal, das kennt eigentlich niemand. speaker-1: Ab morgen ist es anders. speaker-0: Ja. speaker-2: Gut, sind irgendwie, glaube ich, oder 76.000 Menschen, die mir dort folgen zum Thema Insulinresistenz. dort... Nein, natürlich nicht. Das ist mein Alias. Und dort nenne ich mich Insulin-Tante. speaker-0: Auch unter deinem Namen da? ⁓ Insulin-Kraft, spannend. speaker-2: Es soll nicht ⁓ mich gehen. Es geht null ⁓ Selma als Person, sondern es geht ⁓ das, was ich mitteilen möchte. Weil ich 2019 Diagnose bekommen habe von Präbiathetis. Und ich wurde ziemlich alleine gelassen und musste mir ganz viel Wissen aneignen und habe jetzt quasi meine, das, was für mich funktioniert hat, habe ich gesagt, okay, ich teile das mit anderen Menschen und ich bekomme wirklich jeden Tag nach. speaker-0: Ja. speaker-2: von Personen, die sagen, hey danke, dank deinen Videos weiß ich was mit mir los ist und kann auch etwas dagegen tun. Das gibt mir... speaker-0: Super erfüllend. speaker-1: super führend und das ist auch wieder der positive Effekt von TikTok und Social Media. Learning für die anderen Menschen und dann eben auch diese Feedback Kultur, wenn sie respektvoll und anständig ist. speaker-0: Ja, dass man lernt. speaker-2: Aber gut, da kenne ich bei TikTok auch. Also das ist eine schwierige Plattform. Ich für mich habe, wie gesagt, wenn ich diese Plattform bespiele, eben nur in dieser Art und Weise, wo ich etwas zurückgebe. Aber ich würde mir wünschen, dass natürlich ganz andere Inhalte auf TikTok da sind, weil ich rate allen Eltern von dieser Plattform ab. Unser Sohn wird... speaker-0: Ja. speaker-2: Also da bin ich wirklich sehr konsequent. Kein TikTok. ist ganz eine schlimme Plattform. Jetzt für, sagen wir, junge Kinder oder einfach Jugendliche, das tut das jetzt nicht gut. speaker-0: Ja. Ja, ja. Ich bin gespannt, bald wird es wahrscheinlich auch mehr Studien dazu geben, was so was mit der Gehirneentwicklung macht, egal ob jetzt TikTok oder Instagram, aber auch von Meinungsbildung über, in welchen Blasen man da sein kann, mit welchen Sachen man da auseinander oder kommentarisch konfrontiert wird. Ich glaube, ist schon etwas, das ist schwierig einzuordnen und zu ertragen als Teenager oder als ... speaker-2: Und ich finde es auch für Eltern extrem herausfordernd, wie wir unseren Kindern diesen Umgang auch zeigen oder lernen. Und besonders, wenn viele Eltern, die haben noch keine 30 Minuten auf TikTok verbracht, die wissen nicht, was läuft. speaker-0: Ja. speaker-2: Ich finde, ist unsere Aufgabe, dass wir das verstehen. Zum Beispiel unser Sohn wusste schon mit 9, was ein Algorithmus ist. Warum er jetzt, wenn er auf YouTube seine Minecraft-Videos guckt, warum jetzt da was vorgeschlagen wird und was das genau tut. Jedes Mal, wenn irgendwie Werbung kommt, erklären wir ihm, warum das kommt und dass er wirklich wissen muss, dass er Kollisionfilter entwickelt. speaker-0: Ja. speaker-2: Ja, man kann den Tech-Plattformen auch die Schuld geben natürlich und die Verantwortung, aber am Ende des Tages tun sie ja nicht so viel dafür. Daher müssen wir diese Verantwortung tragen als Eltern. Du hast ja auch Kinder, wie gehst du damit ⁓ speaker-1: Keine Ahnung, die sind 24, die sind aus der Hütte draußen. Mein Sohn ist ganz selten auf Insta. Und meine Tochter auch. Die sehe ich eigentlich nur auf Insta ab und zu in der Story. Aber ansonsten sind die nicht auf diesen Plattformen drauf. Gar nicht. Ich habe eher das Gefühl, dass wir mit unseren Unternehmern und mit unserer Unternehmung und so weiter schon gezwungen werden, dort auf diese Plattformen zu gehen. ⁓ eine gewisse Sichtbarkeit bei den Kundengruppen zu bekommen, weil sich ja auch das Kundenverhalten, das Verhalten der Kundinnen und Kunden völlig verändert hat, die gefühlt mehr auf diesen Plattformen als im real Job. Also gefühlt. Ich weiß nicht, ob das nur gefühlt ist, aber wenn ich sehe, wer alles da auf TikTok rumgeistert, wenn ich da ein Bildchen von meiner Wanderung durch die Natur drauf hochlade, mal so 22 Sekunden, da denke ich mir, da guckt sich ⁓ keiner an. Und dann hast du ein paar Tausend Gucker, wo du denkst, ey, ist das alles gestört der Welt. Hast du den für dich? Für dich. Selma hast du deinen Traumjob gefunden. speaker-2: Absolut. 100 Prozent. Und es ist ja so schön, dass es ein Traumjob ist, der jetzt die nächsten 5 oder 10 Jahre genau gleiche ist. Denn ich erfinde mich ja eben immer wieder neu. Ich habe jetzt zum Beispiel im letzten Oktober nochmal ein neues Unternehmen gegründet mit Friederik Matje. Mit Friederik. Die Karriereformel GmbH, um so eigentlich ... noch mehr Menschen zu unterstützen. haben uns zusammengetan, weil wir möchten, dass jeder CEO der eigenen Karriere wird. das ist ja das Schöne. Mein Job, den ich mir selbst erschaffen habe, ist so dynamisch und ich kann entscheiden, was ich wie arbeite. Und daher kann ich sagen, yes, ich habe meinen Traumjob definitiv gefunden. speaker-1: Absolut Respekt. Ich ziehe alle Hüte davor. Ende August war ich in New York gewesen und Frederik zur gleichen Zeit auch in New York. Und dann haben wir uns morgens verabredet und sind durch den Central Park gelaufen und haben uns lange über diese neuen Möglichkeiten und diese Dinge lange drüber unterhalten. Das war spannend. Der eine wohnt in Thun, der andere wohnt in Zürich. Dann wirst du uns in New York treffen, um über solche Sachen zu quatschen. speaker-0: Schweizerchen da zu groß zu sein, ja. speaker-1: Die ist zu klein, wenn du in Basel anfängst zu bremsen, bist du in Uganda über der Grenze. Aber wir haben da diesen Vormittag genutzt im Central Park und haben uns eben auch ausführlich über diese Themen unterhalten. Und das ist super spannend, super, super spannend auch, was du und Frederik, was ihr da gemeinsam macht. speaker-2: Ja, unser Ziel ist ja wirklich, beste Alternative zum Arbeitsamt zu sein. Oder eben ein Netflix für die Karriere. Anstatt dass du eben diese Riegel Bei unserer Plattform, wir haben über 180 Kurslektionen zu allen Themen, was deine Karriere betrifft. Da geht es ja nicht nur darum, einen Job zu finden. Es geht darum, eine Beförderung zu bekommen, dein Gehalt zu verhandeln oder eben zum Beispiel zu überzeugen in Meetings. speaker-0: Ja. speaker-2: Menschen wissen gar nicht, wie man gut spricht oder wie man Meetings vorbereitet, wie man dafür sorgt, dass die Menschen zuhören. Wir versuchen wirklich so bisschen Mentoren zu sein für alle, die nie Unterstützung bekommen haben in der Karriereplanung. Weil was viele halt tun, ist sie bekommen einen Job und sie warten. speaker-0: Ja. speaker-2: dass irgendetwas passiert, dass jemand erkennt, wie gut sie sind und dann auf ein Silbertablett die Beförderung angeboten wird. It's not going to happen. Genau. Und unser Approach ist eben der, sagen, du bist CEO deiner Karriere, weil du hast deine Lebenszeit, die ist das Produkt, die du verkaufst in den Arbeitsmarkt. Und das heißt, es ist dein Produkt, es ist dein Unternehmen. Also bitte handle auch wie ein Unternehmer. speaker-0: Ja. speaker-1: Fortsetzung. speaker-0: Ja, absolut. Und ich würde auch sagen, das würde ich dafür unterschreiben und noch zusätzlich auch, wenn es ⁓ Lernen geht, eben auch. Viele sagen, Unternehmen haben die Pflicht, dass die Leute lernen. Und ich denke mir, ja, meiner Meinung nach haben Unternehmen die Pflicht, Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Also Möglichkeiten und Werkzeuge zur Verfügung zu stellen oder was auch immer. Aber ... speaker-2: Das ist was wir möchten. speaker-0: You're in the driver's seat. Also es wird sich keiner reinsetzen und für dich die Straße langfahren und die richtigen Sachen gucken oder sich gegen das Real entscheiden oder Donnerstags mal eine Stunde noch mit KI rumzuspielen oder was auch immer. Deine Entscheidung, dein Schweiß, der da reingeht, ⁓ das eben entsprechend zu machen. Und deswegen finde ich es auch so cool, dass ihr sagt, CEO der Karriere, ich glaube, viel mehr Leute müssen wahrscheinlich noch mehr Verantwortung für sich selber, für ihre eigene Karriere, für ihre eigene Weiterbildung übernehmen, anstatt sich vielleicht einfach zurückzulehnen und zu sagen, mich sieht keiner. speaker-2: Und für die Sichtbarkeit und das Netzwerk. Absolut. speaker-1: Also ich war vor zwei, drei Jahren in Frankfurt gewesen mit einer tollen Referentin bei einer Veranstaltung, Diplomübergabe der besten Lehrlinge von diesem Großunternehmen, einer Großbank. waren dort in dem Tower drin und die Person hat ihre Keynote gehalten und dann saßen wir in ersten Reihe und dann wurden die besten Lehrlinge interviewt und dann sagte ein Lehrling, ich glaube das nehme ich mal irgendwann noch mit bis der Deckel runtergeht, sagte, Gratulation, tolle Ausbildung, was machen Sie jetzt damit zu dieser Person, Interview? Das weiß ich noch nicht. Ich habe jetzt meine Ausbildung fertig. Jetzt kümmert euch mal ⁓ mich. Wortwörtlich, jetzt kümmert euch mal ⁓ mich. Und ich kann ja die Klappe nicht halten. Dann habe ich zu meiner rechten Person gesagt, der hat auch noch Mut. Der hat den Schuss noch nicht gehört. Wer sich da ⁓ wen kümmern muss. Dann kam die Moderatorin, die hat das mitgekriegt. Die kamen auf mich zu. Sie sind ja hier extern. Was haben Sie denn dazu zu sagen? Und dann habe ich dem gesagt, ob er den Schuss noch nicht gehört hat, wer sich da wehen, ⁓ sich zu kümmern hat. da wurden auf einmal im Publikum die Leute ziemlich nervös, wie die Welt da draußen wirklich tickt. Und nicht da, ich bin jetzt fertig, jetzt kümmert euch mal ⁓ mich. Und da muss man schon sagen, auch von den jungen Leuten her, Gen Z, Gen Alpha und so weiter, es wird euch keiner durchs Leben tragen. Sondern ihr seid wirklich das CEO eures Lebens und ihr habt euch selber darum zu kümmern, wenn du die Karriereleiter nach oben klettern möchtest. Und wenn du es nicht möchtest, dann lass es sein. Ist auch okay. Beim alten Symposium hatten wir Jack Welsh als Gastredner. Jack Welsh, der Manager of the Century. Und der hat seine five leadership principles. Hiring, firing, leading, motivating. Aber das fünfte, das war das Wichtigste. speaker-0: Ja, es ist keine Aussage. speaker-1: Die ersten sind normale Manageraufgaben. Aber das fünfte, das Wichtigste, das war Overdelivery. Liefe mehr als was von dir erwartet wird und bei keiner Promotion und bei keiner Jobpromotion und Beförderung und so weiter kann dein Vorgesetzter, wenn er nicht Scheuklappen auf den Augen hat, noch nichts, kann an dir vorbei. Overdelivery. Und gerade in der heutigen Zeit, ich hab dir das geschickt gehabt, den Rapport 2028, was alles passieren wird noch in den nächsten zwei bis drei Jahren durch KI, wer alles überflüssig wird, was alles überflüssig wird in der Jobwelt. Wenn du da nicht lieferst und mehr lieferst als was von dir erwartet wird, bist du aus dem Rennen. Und deswegen dieses Ding da oben. Jetzt kümmert euch mal ⁓ mich mit sei der CEO deines eigenen Lebens. Du bist für dich verantwortlich. klafft so eine Lücke. Und das finde ich schon hochspannend. Und diese 180 Videos, diese ganzen Karrierechancen, die Möglichkeiten, die ihr aufzeigt und die Weiterbildung, die ihr liefert, ist eigentlich wirklich die Alternative zum Jobcenter. speaker-2: Das ist der Plan, weil die Jobcenters jedenfalls in der Schweiz, das RAF, Regionale Arbeitsvermittlungsamt, die sind komplett überfordert. haben pro Brater, glaube ich, 100. Arbeitssuchende haben gar nicht die Zeit, sich wirklich darum zu kümmern. Für mich war das Arbeitsamt immer so, dass das sind dann die, die mich unterstützen, richtige Lösung zu finden. Aber das ist gar nicht ihr Ziel. Die wollen dich einfach weg von dieser Payroll haben, damit sie quasi nicht mehr für dich finanzieren müssen. Es ist ihnen egal, wo du arbeitest. Hauptsache, du bist weg und hast einen Gehalt. Und wir möchten einfach hier die Alternative sein, weil es gibt ganz viele Fach- Führungskräfte, besonders im White-Color-Bereich. Ja, einfach Unterstützung brauchen und die nicht wissen, wo sie sie holen sollen. Und das gesagt, Over Delivery, ist ein Punkt. Lebenslanges Lernen ist ein Punkt. Das muss man einfach machen heute, weil wir konkurrieren nicht nur mehr mit Menschen, sondern eben auch mit der Maschine. Und wer das nicht versteht... Ja, es wird einfach wirklich schwierig und dann könnten wir jetzt eine große Diskussion öffnen und fragen, hey, braucht es das bedingungslose Grundeinkommen? Wo gehen wir hin in der Zukunft? speaker-1: Das ist ein super spannendes Thema. Das ist ein heißes Diskussionsthema. Und manchmal sage ich nein und manchmal sage ich ja. speaker-2: Bei mir genauso. Aber weißt du, wenn ich die vielen Prognosen anschaue, sei es jetzt 2028, ich persönlich habe das Gefühl, es dauert noch bisschen länger, bis wir diese großen negativen Impacts spüren, weißt du, mit ganz vielen Jobrollen, die verschwinden etc. Das wird noch dauern. Auf mich zumindest. speaker-1: Aber das ist situativ. Weiß ich nicht. Ich habe letzte Woche ein langes Interview gelesen und gehört und gesehen mit dem CEO von Uber. Und der sagt, schaut euch San Francisco an mit Weimow, mit den selbstfahrenden Taxis und so weiter. Wir werden irgendwann in den nächsten acht bis zehn Jahren neun Millionen arbeitslose Uber-Fahrer haben. Was machen wir mit den neun Millionen arbeitslosen Uber-Fahrer? Weil wir brauchen sie nicht mehr, weil die Autos fahren selber. speaker-2: Mh. speaker-1: Und das ist jetzt nur mal so ein Beispiel, wo man sagt, das dauert nicht mehr so lange, Selma. Die Welt verändert sich in einer Geschwindigkeit, wo man eben dieses Long-Life-Learning und dieses Over-Delivery und weiter und Flexibilität und Augen offen für verschiedene Jobs und Möglichkeiten tagtäglich braucht. Tagtäglich braucht. Ich bin dann im Rentenalter. Mich braucht es dann nicht mehr. Aber es ist wahnsinnig sehen, welcher Geschwindigkeit die ganzen Veränderungen stattfinden. speaker-0: Also ich. speaker-2: Ich denke, es macht eben aber auch Chancen auf für Berufe und Rollen, die einfach bisher zu kurz gekommen sind. ich zum Beispiel schaue, die ganze Mental-Health-Krise, die wir eigentlich haben seit der Pandemie, seit Corona. Ich sehe das ja auch im Umfeld meiner Kinder, die junge Erwachsene sind. Die müssen zum Teil sechs Monate auf irgendwie einen Therapieplatz warten. Das ist ja nicht normal. Genau. Und da finde ich dann, okay, jetzt haben wir KI, dann bitte übernehmt diesen ganzen Mist von Berichteschreiben etc. die ganzen administrativen Dinge und das gibt dann wieder Raum, damit TherapeutInnen sich dann wirklich auch ⁓ die Menschen kümmern können. Also ich sehe eben wie gesagt Chancen. Natürlich gibt es Risiken, aber ich möchte es gerne. speaker-0: Das speaker-1: Ja, jetzt sind Sie leider noch mal. speaker-2: ein bisschen positiver sehen. speaker-0: Ich glaube auch, glaube uns fällt es sehr leicht, uns vorzustellen, was man substituieren kann. Was einem aber extrem schwer fällt, den meisten zumindestens, ist zu sagen, was kommt denn neu dazu? Weil das ist ja was, was ich vorher noch nicht hatte. Und auch wenn man sich diese ganzen Prognosen anschaut, natürlich gibt es eine gewisse Anzahl an Jobprofilen und vielleicht auch Capabilities, die man nicht mehr braucht. Aber es kommen eine ganze Anzahl an Jobprofilen dazu und auch Capabilities, die dazu kommen, wo ich sage, naja, So wie du sagst, da ist eine Chance. Also wenn ich jetzt verstehe, dass ich ja vielleicht mit zu den ersten gehören könnte, die sich diese neuen Jobprofile anschauen, diese neuen Rollen und Capabilities aneignen, die vielleicht noch nicht jeder hat, habe ich vielleicht eine Chance, mit als Bester in einem Bereich zu sein, wo es noch gar keine Konkurrenz gibt. Und da sehe ich teilweise so auch den Unterschied zwischen Leuten, die sich zurückziehen, die Angst haben, die sich nicht damit auseinandersetzen und anderen, die total euphorisch sind, weil sie für sich selber sehen, ich kann gestalten, kann meinen Arbeitsplatz mitgestalten, ich kann neue Skills mitgestalten, kann neue Value-Creations mitgestalten und die das total leben. Und da versuche ich immer so ein bisschen, die Leute quasi dahin zu schieben, in Anführungszeichen, ⁓ zu sagen, hey, ich kann verstehen, dass du Angst hast, weil wir wissen ja nicht, was neu dazu kommt. Aber sei doch Teil. von dieser Bewegung und du wirst in einem Bereich sein, der dann Zukunft hat, den du vielleicht sogar mitgestaltest. Und ich glaube, das kann auch unheimlich viel Energie geben, wenn man das so miterlebt, würde ich sagen. speaker-2: Also ich sehe eine große Chance an, Unternehmen, die bereit sind, zum Beispiel Quereinstiegsprogramme zu etablieren. finde, wir können es uns nicht leisten, darauf zu warten, dass jetzt jeder AI-Literacy sich von selbst quasi aneignet. Da braucht es jetzt die Selbsthilfe. Ich weiß nicht mehr, ich hatte das mal gesehen. Ich glaube, das war Singapur, die ganz, ganz coole Quereinstiegsprogramme haben und diese Reskilling-Programme. speaker-0: Ja, tu es. Das war's speaker-2: Programme, wo du mit 40 Jahren komplett eine neue Ausbildung starten kannst und du verdienst ein super gutes Geld. Aber du bist in der Ausbildung. Also ich denke, wir werden solche Modelle brauchen, weil bis das bei jedem angekommen ist, speaker-0: Ja. speaker-1: Trinkbildungs- und Weiterbildungsprogramme brauchen auch für die Erwachsenenwelt. Nicht nur für die Jungen, sondern für die Erwachsenenwelt. Weil sonst bist du raus. Sonst wirst du verloren auf dieser Strecke. speaker-0: Ich glaube aber, wir hatten auch mal so eine Auswertung darüber gemacht, wie sind teilweise die Lebensläufe unterschiedlich zwischen Männern und Frauen. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie einen Quereinstieg gemacht haben. Wenn man früher Kinder bekommen hat, dann bist du einfach nicht, du hast eine Ausbildung gemacht und dann hast du 10 Jahre gearbeitet. Du hast vielleicht gearbeitet, aber in Bereichen, die im Lebenslauf gar nicht gesehen werden. Und wenn man dann so typische, sage ich mal, ... Job-Profiles schreibt, ... die für den Standard, ... geradlinigen Karriereweg stehen, ... dann verpasst man einen ganzen Bereich ... an potenziellen Mitarbeitern, ... die total motiviert sind, ... die total offen sind und die vor allem so dieses, was du meintest, entrepreneurial thinking ... wahrscheinlich auch mitbringen, weil sie keine Angst davor haben, irgendwas zu machen, was du vorher gar nicht gemacht hast. Und das würden sich manche gar nicht trauen. Und ich glaube, gerade wie du sagst, Quereinstieg dazu fördern, fördert, glaube ich, auch noch mehr Vielfalt und bringt auch Unternehmen noch mal einen unheimlichen Schub, weil du Leute bekommst, die ganz anders incentiviert sind und ganz anders motiviert, solche Rollen dann auch auszufüllen. speaker-2: Das sind aber auch Menschen, wahrscheinlich dieses Ich-bin-CEO-meine-Karriere... Input, ja, die leben da. speaker-0: Verstanden haben? Ja, absolut. Ja, sehr spannend. Ich habe was gelernt. Ich habe vor allem auch Sachen mitgenommen und werde mir auf jeden Fall auch nochmal eure Website anschauen, was man da vielleicht so mitnehmen kann. speaker-1: Das werde ich also auch tun. Ich suche momentan keinen Job, aber ich werde mir das trotzdem anschauen, was ihr da auf die Beine gestellt habt, weil das finde ich super spannend, super interessant. speaker-2: Bei mir war es sehr großes Anliegen. Ich darf schon sagen, dass LinkedIn mein Leben verändert hat. Ich war ja nie in der Situation, dass ich mir ein Netzwerk aufbauen konnte. Gerade eben mit kleinen Kindern. Dann kam noch ein Nachzügler und ich habe erst 2019 verstanden, was LinkedIn eigentlich für ein mächtiges Werkzeug ist. Ich habe dann wirklich rigoros angefangen, Netzwerk aufzubauen. Ich habe auch bei Null Follower geschaut. speaker-0: Ja. startet. speaker-2: Und das war so rückblickend. Die beste Entscheidung meines Lebens. Das hat mir so viele Türen geöffnet und ich konnte dann andere unterstützen, auch ein Netzwerk aufzubauen, die dann auch ihre Traumjobs bekommen haben. Und das war für mich so ein wirklich großes Learning, dass ich jetzt heute hier auch nochmal mitgeben möchte an alle, zuhören. Your network is your net worth. Dein Netzwerk ist dein Nettovermögen. Nicht unbedingt jetzt in monetären Sinnen, sondern mit den wirtschaftlichen speaker-0: Ja. speaker-2: wie du dir damit startest. Das möchte ich, dass das jeder ernst nimmt. Bau dein Netzwerk jeden Tag auf. Je früher du damit startest, desto besser. speaker-0: Ja. Ja, ja, absolut. Wir machen bald eine Collage mit der Antwort auf unsere letzte Frage, die nämlich ist, wenn dein Leben ein Hinweisschild hätte oder ein Wegweiser-Schild, was wäre drauf? speaker-2: Let's party. Hier geht zur Party. Ich finde wirklich, das Leben ist eine riesengroße Party und du bist der DJ. entscheidest. Ja, Der DJ ist alles gut. speaker-0: Das war's speaker-1: Aber wir haben ja vorhin gedacht, du bist Edi. DJ Selma, oder? Hast du noch einen Namen? Vielen lieben Dank Selma Kujas, dass du heute da warst. Danke. Das hat Spaß gemacht. Das war sehr lecker. speaker-2: Bis nächstes Mal gehen wir tanzen. speaker-0: Ja, genau. speaker-1: Nein, das ist mir vorhin direkt gerade aufgeploppt und wirklich im Sinn, weil dieser Text, dieser Inhalt von diesem Lied spiegelt exakt das wieder, was du am Anfang erzählst. Exakt. Es passt. Es passt total. Vielen Dank. speaker-0: Danke.