speaker-0: Willkommen im Hirngarten, dem ADHS Laberpodcast. speaker-1: Moin und herzlich willkommen bei Hirngarten, dem ADHS-Laberpodcast. Hier gibt es alles rund ums Thema ADHS, von Alltagsabenteuern in unseren Neuro-Spicy-Lives über Mental-Health-Topics bis hin zu unseren nerdigen Fandoms. Immer in der Geschmacksrichtung ADHS. Also, wir kommen sicher mal vom Hundertsten ins Tausendste oder fallen uns mal ins Wort. Und auch wenn es mal wissenschaftlich wird, wie immer der Standard-Disclaimer, wir sind keine TherapeutInnen. Wir sind keine Psychologinnen. wenn ihr Hilfe braucht, dann sucht die bei Notfall-Hotlines zum Beispiel. Die findet ihr wie immer in den Show-Notes. Das Ganze hier ist von ADHS-Lern für ADHS-Ler und Interessierte. Und die heutige Folge, die dreht sich ums Thema Sucht. Aber erst mal vorweg, wer sind dann wir? Lieber Georgi, wer bist denn du? speaker-0: Hallo, ich bin der Georgi, du bist der Konsti und wir begrüßen euch zu einer neuen Folge. speaker-1: Ganz genau. Herzlich willkommen hier heute das Thema Sucht mit Ausrufezeichen. Was fällt dir denn zum Thema Sucht so frei von der Leber weg ein, lieber Giorgi? speaker-0: Mir fällt ein, dass ich hier wahrscheinlich umgeben von diversen Suchtmitteln bin in meinem kleinen Kämmerchen, die ich wahrscheinlich sogar relativ greifbar habe, auch wenn man vielleicht im ersten Moment gar nicht daran denken würde, dass es sich da Suchtmittel handelt. speaker-1: Wo würde man im ersten Moment vielleicht nicht dran denken, dass es sich ein Suchtmittel handelt? Ganz kurz vielleicht auch, Suchtmittel heißt natürlich nicht, dass es, Georgi, automatisch von all diesen Sachen eine Dependenz, eine Sucht hat, eine Abhängigkeit, aber dass sie dazu gebraucht werden können. Also was würdest du sagen, ist denn kein typisches Suchtmittel in deiner jetzt näheren Umgebung? speaker-0: Ich würde sagen, manchen mehr, bei manchen weniger süchtig danach. Aber zum Beispiel, ich glaube, das, man am meisten sagen kann, dass ich süchtig bin, weil ich das ständig konsumiere, manchmal unwillkürlich, sind Kaugummis zum Beispiel. Ich hab, glaub ich, in jedem Rucksack, in jeder Tasche, in jeder Hosentasche, jeder Jackentasche mindestens ein bis drei Packungen Kaugummis von beliebigen Sorten. Weil ich ständig einen Kaugummibschnabel haben muss. speaker-1: Würdest du Kaugummis als, also klar, man kann nach allem theoretisch süchtig werden, aber würdest du von dir selber, weil du jetzt von Zuchtmitteln sprachst, so Kaugummi für dich als ein Zuchtmittel begreifen? speaker-0: Ich würde sagen, ist allgemein kein Suchtmittel. Für mich ist es eine Art Seinsmittel. Zivische Suchtmittel. Ich kann mir vorstellen, dass es sich bei mir mal eingeschlichen hat als ein bisschen Ersatzsuchtmittel für ... als ich aufgehört hab zu rauchen zum Beispiel. ich hab das früher oft gehabt, wenn ich nervös war oder so. Und man hat das ja häufig auch, dass man, man bisschen erwachsener wird und diese Hyperaktivität immer noch irgendwo hin möchte ist aber gesellschaftlich nicht mehr so anerkannt, ist, dass man mit seinen Stiften auf den Tisch rumtrommelt. Dann hat sich das bei mir zum Beispiel auch in exzessiven Kaugummikauen irgendwie Bahn gebrochen. Und das ist natürlich in der Schule deutlich einfacher umzusetzen, als aufzustehen und durch Klassenraum zu rennen zum Beispiel. speaker-1: hast du denn, du hast ja von mehreren potentiellen Suchtmitteln gesprochen, was liegt denn noch bei dir rum? speaker-0: Also so ganz klassisch wäre zum Beispiel hier meine Dose mit Mate, die ich hier nebenbei konsumiere. speaker-1: Da wäre dann Koffein, sucht man. speaker-0: Koffein wäre das Suchtmittel. Ich muss aber auch sagen, ich glaube auch geschmackstechnisch, ich trinke das unfassbar gerne, weil mir schmeckt es tatsächlich. Ich bin da nicht so der Typische, das schmeckt nach Aschenbecher, Mensch. Dann ganz klar mein Handy zum Beispiel oder mein Computer, vor dem ich sitze. Da sind ja diverse, wir mal Social Media zum Beispiel. was da auch wirklich hardcore in der Kerbe schickt. speaker-1: Ich sage, man muss, glaube ich, gar nicht auf Social Media spezifisch noch mal gehen, sondern Handysucht an sich. ist ja auch schon ein Ding. speaker-0: gibt's auch. Würde ich jetzt nicht sagen, dass das bei mir ein Problem ist, aber das Potential, Handy und auch Computer haben das natürlich, das auszubilden. Ganz kurze Unterbrechung und nein, natürlich keine Werbung. speaker-1: Nur ein paar Infos für euch. Einige Folgen haben wir schon vor einer ganzen Weile aufgenommen. Als Hobbyprojekt müssen wir einfach Episoden voraufzeichnen. Bei unseren zeitlosen Themen ist das aber auch gar kein Problem. Ihr wertet es wahrscheinlich nur bei einigen zeitlichen Bezügenmerken. Wundert euch daher nicht, falls wir nicht auf euer Feedback eingegangen sind. Wir lesen alles, nehmen uns das auch zu Herzen und lassen es so bald wie möglich einfließen. speaker-0: Wie ihr hieran vielleicht auch schon merkt, haben wir auch schon ein paar technische Verbesserungen und Umstellungen vorgenommen, die ihr dann in späteren Folgen sehen und hören könnt. Und nun geht's weiter mit dem Hirngarten. speaker-1: Yes, ich möchte erstmal mit einer kleinen Definition euch reinholen, damit wir alle auf dem gleichen Stand sind. Was ist denn Sucht? Und direkt ergänzen, warum sprechen wir hier bei Hirngarten, dem ADHS-Laber-Podcast über Sucht? Auch dafür gibt es einen Grund. Erstmal die Definition. Eine Sucht ist das starke, zwanghafte Verlangen danach, etwas zu konsumieren oder etwas zu tun. Das heißt, man hat keine Alternativen, sage ich mal. muss das tun. Man empfindet einen Zwang. Und die Ergänzung zu dieser Definition ist auch noch, es stellt sich dann auch zunehmend ein Kontrollverlust ein. Also man kann auch nicht mehr sagen, ja, okay, ich spüre diesen Urge, diesen Drang, diesen Zwang, aber ich mache es mal nicht. Denn das ist noch nicht so ganz da, wo Sucht beginnt, ist dann, auch dieser Kontrollverlust immer mehr rein triggert. Das vorab. Und warum sprechen wir hier bei Hirngarten drüber? Weil ADHS-Ler-Innen eine viermal höhere Chance haben, von Suchtproblemen betroffen zu sein als neurotypische Menschen. Da kommen wir, warum das so ist, im Verlauf der Folge noch etwas spezifischer zu. Grundsätzlich kann man aber dazu auch schon sagen, dass ADHS-Ler-Innen zu Extremen eher neigen. Das ist ... Ja, das ... geht auch noch mal daraufhin zurück, dass bei ADHS stehen dem Gehirn nicht genug Dopamin und Noradrenalin zur Verfügung. Das sind Botenstoffe, die im Kopf Signale übertragen. Und wenn das nicht richtig funktioniert, sinken zum Beispiel die Konzentration und die Motivation. Und es gibt natürlich genug Suchtmittel, die auch beides wieder sehr hochballern, sage ich jetzt einfach mal können. Weswegen wir auch häufig bei ADHS-Ler-Innen eine Art Selbstbehandlung, Selbstmedikation erleben und häufig da auf der Suche nach, Problemlösungen sind. Und viele Suchtmittel haben eine sehr ähnliche Wirkung wie Dopamin. So, und allein nicht nur, dass die Suchtmittel schon diese Befriedigung geben, sondern allein auch, dass die Sucht befriedet wird, schickt das zu... Zu wenig vorhandene Dopamin, was da ist, wird ausgeschüttet. Plus das Suchtmittel wirkt ähnlich. Also, es ist eine sehr starke Form, dann da, also, die im Gehirn ausgeschüttet wird. Und bei ADHSland kickt es halt einfach aufgrund dieses Mangels noch mal mehr rein. Und jetzt sind wir ja auch beide ADHS-Betroffene, Georgi. Was hast du denn außerhalb von Kaugummis, sag ich mal, wo hast du schon mal jetzt auch in verschiedenen Phasen deines Lebens vielleicht, was hast du denn schon für für Süchte, sag ich mal, verspürt. Das muss ja nicht immer, wir sprechen nicht immer von einer pathologischen Sucht, das sollte man vielleicht dazu sagen. Also einer medizinisch diagnostizierten, in Teilen nicht reversiblen, also nicht heilbaren Sucht, einfach, Süchte können natürlich auch über Phasen hinweg sein. Deswegen, Georgi, erzähl gern, wie war es bei dir? speaker-0: Es ist lustig, dass du sagst, viermal stärker. hätte sogar fast noch höher irgendwie im Kopf gehabt. Aber es kann auch sein, dass ich da mal über Spezifisches gelesen habe. speaker-1: Auch dort verschiedene Zahlen zu. Aber einige widersprechen sich so ein bisschen. Und ich hab jetzt das, wo ich sag, okay, da fand ich die Quelle. So auch mit weiteren Checks findet ihr wie immer natürlich in den Show Notes auch die Quellen am seriösesten, sag ich jetzt mal. Und die Zahl war mit die geringste und trotzdem eine präzise Zahl und nicht so, ja, es tritt, häufig liest man, es tritt viel häufiger auf. Was ist viel häufiger? ist anderthalb Mal viel häufiger, ist zehn Mal viel häufiger. speaker-0: gar nicht in Frage stellen. speaker-1: Ich wollte es nur einordnen, weil wenn Leute das jetzt auch noch mal googeln, könnten sie auch auf die Zahl vielleicht fünf Mal treffen oder so. Also das genau, da gibt es da so, wo sich die Wissenschaft sehr einig ist, ist es deutlich höher. Ich habe jetzt mal mich auf die Zahl vier hier festgelegt nach der Recherche. speaker-0: Und ganz unmoderativ muss ich trotzdem nochmal fragen, was war die Frage? Entschuldigung, ich habe es schon wieder vergeben. speaker-1: Was du jetzt mal ausgenommen von Kaugummis, also ich möchte vielleicht auch erstmal klassisch, weil Kaugummis ja sehr georgie spezifisch, sag ich mal, was dich da in deinem Leben schon mal so gestriffen hat, ohne dass es jetzt immer pathologisch gewesen sein muss. speaker-0: Also ich glaube, das ganz typische ist natürlich so Alkoholkonsum. Ich hab da Gott sei Dank für mich eine relativ niedrige Grenze, bis ich an meinen Limit von dem, was ich vertrage, stoße. Das heißt, das hat mich immer so bisschen davor bewahrt, da irgendwie komplett abzusagen und, sag ich mal, in den kompletten Überkonsum zu rutschen. Heißt nicht, dass ich in meinem Leben nicht schon saubesoffen war. Aber ich habe zumindest ... Was? ... immer mal wieder dahintendiert, zu werden. Gerade so, ich sag klassischerweise irgendwie so, in Schulzeit, Anfang Studienzeit und so, wo man richtig immer auf die Kacke haut, da passiert das häufig. Und jeder, der diesen Podcast hört und mich kennt, wird das wahrscheinlich auch bestätigen. speaker-1: Alkohol finde ich auch super spannend, auch ab wann sich eine Sucht definiert, weil ich glaube die dunkel Ziffer in Deutschland, wenn es Alkohol abhängig geht, weil natürlich kennt man jetzt, dispektierlich gesagt, den Penner, sage ich mal, die die obdachlose Person, die draußen da vorm Kiosk steht, die jeder bei sich auf der Ecke hat. speaker-0: nicht gut. speaker-1: Deswegen sage ich ja dispektierlich gesagt, deswegen habe ich es extra davor gesagt, würde ich selber noch nicht sagen. eben obdachlose Menschen, vielleicht auch bisschen den Duft nach Alkohol verströmen, das bedingt sich ja im Zweifel auch. Das ist so ein bisschen, wo man sagt, okay, das ist eine sehr offensichtliche Alkoholsucht, gerade wenn man die Flasche Korn morgens 10 am Hals sieht oder so. Aber, und da gibt es, glaube ich, leider Gottes genug auch in Deutschland, die dann da mit erhobenem Kopf und mit dem Finger drauf zeigen, du Süchtiger, aber jeden Abend ein Glas Rotwein und oder eine Flasche Bier trinken. Und auch das ist per Definition schon eine Sucht, weil Sucht definiert sich über die Regelmäßigkeit und ob eben die Person dann auch sagen kann, ja, ich kann dieses Glas Rotwein ja jederzeit weglassen. Das sagen sicherlich auch viele, aber tun sie es dann auch, weil das ist ja dann auch eben so die Sache, ja, dieses eine Glas, natürlich ist man davon im regel völlig betrunken, gerade wenn man das über einen langen Zeitraum viel macht, aber auch das wäre eine Form der Alkoholsucht, weil es eben einfach, wenn du jeden Tag dein Glas Rotwein trinkst, dann bist du alkoholabhängig. Fakt. speaker-0: glaube, gerade beim Thema Alkohol haben insbesondere in Deutschland das ganz, ganz viele Leute nicht auf dem Schirm und würden per Definition darunter fallen, obwohl sie sich selber niemals so sehen würden. Und das ist auch eine ganz große Gefahr. Also ich finde es manchmal witzig, wenn wir über andere Suchtmittel in Deutschland diskutieren, gerade unlängst, sag ich mal, erst die Cannabis-Legalisierung und was da zum Beispiel von Seiten Bayern und der CSU zum Beispiel häufig kommt. die da sehr gegen den Cannabiskonsum preschen. Gar nicht mal jetzt die Argumente in irgendeiner Form zu bewerten, aber auf der anderen Seite nichts auf ihr Bier kommen lassen, weil das ist ja Kulturgut. dann auch in Massen, wenn man bisschen Vergleichsbilder sieht, wenn man sich das Burgherzberg Festival anguckt, wo dann doch viel Cannabis konsumiert wird, und hast aber auf der anderen Seite so ein Bild vom Oktoberfest. Jeder, der auf Softcover festgehen möchte, soll das gerne tun. Aber ich finde, da ist die Bewertungsgrundlage natürlich eine andere. Zurück zu den anderen Suchten an dieser Stelle. Esandr, du möchtest noch was sagen? speaker-1: Ich hätte jetzt einfach so ein bisschen kleines Wechselspiel gemacht. Alkohol geht es mir sehr ähnlich. Das ist immer so phasenweise und vor allen Dingen gerade... Ich finde, da wo man es am wenigsten erwartet, gar nicht mal jetzt, jeder hat, glaube ich, leider Gottes in Deutschland fast jede Person, die jetzt nicht abstinent lebt oder so. Mir geht es heute irgendwie scheiße, ich hatte einen schlechten Tag, bin in einer Trennungsphase, Prüfungsstress, whatever. Jetzt genehmige ich mir hier mein Fläschchen Bier, mein Gläschen Schnaps, whatever, als Motivation auch ganz viel. speaker-0: Ich finde es gerade in einer Phase in der du gar nicht trinkst. speaker-1: Genau, ich bin aktuell komplett abstinent. Also ich hab jetzt fünf Monate jetzt schon keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Würde aber auch sagen, dass es davor schon viel, also über die Jahre jetzt hab ich einfach schon viel weniger immer Alkohol getrunken. Wo ich aber immer prädestiniert bin, so, und da sag ich nämlich, wo man es am wenigsten erwartet, einfach gute Sommerzeit. Man trifft sich mit Leuten im Park draußen. und trink ein kleines Bierchen, ist ja schön. Und es ist so, man spielt was weiß ich, eine Runde Volleyball dabei, Wikinger, Schach, keine Ahnung, man liegt bisschen rum, macht ein bisschen Mucke zusammen. Oder auch nach der Boulder-Session und nach dem Sport sowieso komplett konträr, aber das wäre jetzt... Ja, speaker-0: Ich das isotonische Weißbier in den Hals gekie- speaker-1: genau, alles jetzt erst mal, ohne da jetzt zu tief reinzugehen. Aber es gibt so viele Situationen, wo es auch in meinem direkten Umfeld relativ Usus... Ich ja ein bisschen, es kippt jetzt auch so nicht nur wegen mir, ist immer mehr Menschen trinken weniger Alkohol, weil doch dann so ein bisschen das Bewusstsein, das ist gar nicht so gut, doch ein bisschen. speaker-0: Ich bin ja noch einfach alt. Wir vertragen es nicht mehr ganz so gut wie ... speaker-1: Ja, wobei da würde ich auch sagen, dass wir es auch schlechter vertragen, liegt auch daran, dass wir es halt weniger konsumieren. Also das ist ja auch immer so die Regelmäßigkeit. Weil zum Beispiel jetzt vor zwei Jahren müsste das gewesen sein, ich mit von meinem damaligen Arbeitgeber aus auf einer Vacation so und da wurde halt jeden Abend wurde da getrunken und daraus, das war auch im Mai, es ist exakt zwei Jahre her und Ey, hatte gute Zeit da so. Und es war jetzt nicht, dass da irgendeiner sich aus dem Leben geschossen hat. Alles schon erwachsene Menschen, aber war schon nützt, war völlig normal, dass dort halt eben auch jeden Abend irgendwie getrunken wurde. Und daraus resultiert dann so in den Mai, ich bin großer Fußballfan, sind irgendwie in der Bundesliga-Entscheidung und sonst was. Dann sitze ich hier zu Hause halt und denke, ach guck, das trinke ich mir, dann gehe ich, was soll ich selber nur eine Runde kicken und danach trinke ich mal ein Bier, dann sitzt man in einer Bar, trinke mir, also gerade diese ... Sommermonate waren immer was, wo ich aufpassen muss. Ach so ein Abbeeruhig Spritz vorweg, bevor wir jetzt hier die Pizza essen. das ist ja häufig auch... speaker-0: ist nämlich, ne? Also das sind so, so, wenn man jetzt nicht gerade, wenn das so ein anlassloses Trinken ist, sag ich mal, dann zählt man das nicht mit im Kopf. Und dann hast du auf einmal fünf, sechs Tage am Stück, wo du halt immer nur abends mal zwei, drei Bierchen getrunken hast, weil du mit den Leuten draußen gesessen hast. Und es schleift sich aber so nach und nach und langsam aber sicher irgendwie ein. Und dann hörst du halt an irgendeinem Punkt vielleicht im Winter auch einfach nicht mehr auf. Dann switchst du im Winter einfach auf Glühwein und schönen Burgunder abends noch oder so und so was. Und dann geht's wieder los mit Mh, mit dem Sommer. speaker-1: Genau, und gerade jetzt bei uns als ADHS-Lern natürlich, ich guck schon, was heißt immer, aber schon sehr, sehr lange gerne Fußball, bei dem Beispiel zu bleiben. Aber es macht halt auch einfach noch mal mehr Spaß mit vielleicht ein Bier oder zwei dabei. Und das ist halt was, was bei uns beiden jetzt spezifisch, bei dir wäre es jetzt weniger Fußball gucken, sondern was weiß ich, du hast mal Zeit für dich, einen Abend für dich und kannst ein Spiel, auf das du dich lange gefreut hast, jetzt endlich mal spielen. Und denkst du, ist jetzt fiktives Beispiel, aber mach ich mir doch ein Fläschchen Bier dazu auf. Und es wird das Gehirn leider Gottes noch mal eben positiver verstärken als bei anderen Menschen. Und ich hab auch gestern mit einem Kumpel gediscordet, der hat grad Urlaub, wir spielen Spiele zusammen. Sein Klarnamen wird hier nicht genannt werden, nennen wir ihn einfach mal für die Folge Fred. Und Fred hat sich dann auch so, ach, ich mach mir noch mal ein Schnäpsle. So dazu. Einfach, und wir hatten einfach eine gute Zeit. Ich hatte gestern noch einen recht langen und auch anstrengenden, wenn auch super, super schönen Stream. Und dann aber so im Anschluss noch irgendwie so, ich brauch noch bisschen runterfahren. Ach guck, der Fred ist noch in Discord, komm, dann schnacken wir noch ein bisschen. Und das ist halt auch so was, wo er selber auch selbstreflektiert sagte, und er hat auch ADHS, ist auch eben so, ja, auch ja, da muss ich echt aufpassen, weil zurzeit trinke ich echt viel, weil auch das ist nicht, dass man es nicht immer merkt, aber es Das ist halt immer dieses, es macht Bock. Und das ist halt dieser Urge, es ist halt immer noch mal viel mehr. speaker-0: Ich finde zum Thema Alkohol, vielleicht auch zu den einzelnen Sachen könnte man durchaus auch nochmal. speaker-1: Aber da kann man weiter nicht mehr. Ich würde jetzt nur nicht zu sehr im Thema Alkohol. Da können wir im Zweifel, ADHS und Alkohol, schreibt es uns auch gerne bei YouTube in die Kommentare, wäre das was, wo ihr noch mal dezidierte. Aber ansonsten würde ich sagen, zum Thema Alkohol haben wir jetzt viel gesagt. Dann das deutsche zweitlieblings Droge und eine wunderbare ADHS-Droge, Nikotin. also Rauch ist speaker-0: Ich wäre jetzt auch genau darauf gekommen. speaker-1: auch was, was wir beide ja in unserem Leben getan haben, geteilt haben. Ich weiß jetzt gar nicht wie lange. Wir hatten es ja beide auch immer sehr phasenweise, wo und wann und wie wir mal geraucht haben. Denn jetzt habe ich gerade schon so lange gelabert, wie es denn bei dir... speaker-0: Ich trotzdem noch mal kurz sagen. Bei mir ist tatsächlich, ich rauche sehr gerne. Macht es nicht, fang gar nicht erst damit an. Ich hab's an anderer Stelle schon mal gesagt. Keine gute Idee. Aber ich persönlich rauche sehr gerne. Ich rauch grade auch nicht. Aber das Rauchen an sich liegt mir. Ob das jetzt ein Pfeifchen ist, was ich sehr gerne und bisschen überprätentiös gerne mache. Zwar auch selten, oder ob das halt irgendwie kippen sind, aber dann meistens selbstgerollt. Aber wie ist das bei dir? Weil beim Rauchen, wie du schon gesagt hast, bei mir auch sehr phasenweise. Und ich hab aber illustrerweise keine Probleme, das von heute auf morgen aufzuhören, wenn unter dieser einen Bedingung man mir einen vernünftigen Grund gibt. Und frag mich nicht, warum, aber meine eigene Gesundheit ist für meinen Gehirn und meinen Dopamin-Aushalt, oder Was auch immer dafür verantwortlich ist, kein ausreichender Grund, weil die Folgen zu langfristig sind für mich, als dass das in mir das auslösen speaker-1: Das ist dann sich Risikopflegung. ohne das jetzt auszudefinieren. Jeder Mensch entscheidet in dem Moment, ich tue jetzt was oder tue es nicht. So und total Obvious wäre, ich springe jetzt hier über die Klippe, den Sprung kann ich schaffen, aber es geht halt auch 20 Meter runter, ist eine sehr, sehr konkrete Sache. Aber wir haben das jeden Tag quasi. Auch selbst ins Auto zu steigen, hat eine gewisse Risikoabwägung, die mindestens mal unterbewusst passiert, nachdem auch viel bewusster und gerade bei Sachen, wo wir wissen. Das tut uns nicht gut. hatten gerade das Thema Alkohol. Die WHO hat jetzt im letzten Jahr noch mal sehr bekräftigt. Jeder Tropfen Alkohol ist nicht gesund. Auch ein sehr beliebtes Thema Zucker und so weiter. Weiß man auch. Also es gibt sau viele Sachen. speaker-0: In Bezug auf Risiko finde ich ganz interessant auch nochmal halt Adrenalin an sich, Adrenalinausschüttung. speaker-1: Aber das wie gesagt Risikoabwägung einfach nur so ein Ding. Wir alle entscheiden uns mal mehr bewusst, aber vor allen Dingen immer unterbewusst, machen wir das jetzt und schieben wir Sachen nach hinten. Weil ich würde auch behaupten, jetzt wie du sagst, jetzt in diesem Moment denkst du dir, ist deine Gesundheit jetzt ja nicht so wichtig, also man kann ja nur mal ein Rädchen rauchen so nach dem Motto. speaker-0: Genau schon, aber mein Gehirn bringt das nicht in Verbindung. Logischerweise ist mir auch jetzt meine Gesundheit an sich wichtig. Aber gibt Sachen, speaker-1: Genau. speaker-0: die nicht gesundheitsförderlich sind, weil mein Gehirn diese zwei Sachen in dem Moment nicht verknüpft und der Belohnung einen größeren ... speaker-1: Aber das ist ja dieses Risikoabwägenden so, ach komm, dat Zigarettchen jetzt, macht schon nix, nach Motto und seh. Und selbst wenn würdest du die Konsequenzen, anders als bei dem Sprung über die Schlucht, halt viel indirekter spüren. Ja, bei mir ist es auch so, ich konnte immer von heut auf morgen aufhören, so. Und hab jetzt auch schon über Jahre nicht mehr ... geraucht, so im Sinne von einer Regelmäßigkeit. Ich hab grad von dieser Vacation erzählt, da hatte ich auch, weil ich dachte, boah, da sind einige Raucher, wir werden da ein paar Sachen trinken, dann werd ich Lust haben zu rauchen, ich wollt nicht die ganze Zeit schnorren, das ist das letzte Mal gewesen, dass ich mir, ich hab auch immer gedreht, ein Päckchen Tabak gekauft hab und das hab ich nach der Reise tatsächlich auch verschenkt. Und dann hab ich, glaub ich, ein halbes Jahr wieder nicht geraucht und an Weihnachten, wo man irgendwie alle Leute getroffen hat, hab ich mir irgendwie zwei, drei Zigaretten. geschnorrt oder so. Das war bei Weihnachten 23. und seitdem habe ich tatsächlich keine einzige Zigarette mehr geraucht. Aber das ist bei mir halt auch, also ich muss leider auch unterschreiben, mir liegt das Rauchen, wie du sagst, und das ist halt auch die tatsächlich jetzt noch mal mehr als Alkohol, die ADHS-Droge. Weil Nikotin, ich hab's hier, warte, es war so schön formuliert, ich will es mal schauen da. Es ist sogar auch die häufigste Droge von die, von... statistisch gesehen von adhl konsumiert wird adhl sind häufig schon sehr frühe starke raucher also über sehr häufig im sinne von überdurchschnittlich zum rest der bevölkerung und das ist weil nicotine ist ein krasser konter für adhl symptome also egal ob du jetzt speaker-0: ... die Gesamtmedikation einfach. speaker-1: genau aber egal ob du jetzt schon adhl diagnostiziert hast oder nicht oder also scheiß egal Wenn du das tatsächlich hast, weil es ist nun mal eine Stoffwechselstörung und Nikotin macht konzentrierter, ruhiger und wirkt gleichzeitig aber auch noch anregend. es ballert dich nicht nur runter, sondern es hat auch noch so diesen leichten Peak und das sind halt alle Sachen so, wenn du halt diese z.B. Motivationslosigkeit und so runter so, auch dann kann Nikotin so dir diesen kleinen Push geben, macht dich aber allgemein so ein bisschen ruhiger. Und du hast einen größeren Fokus danach. Ich habe auch in der Schulzeit, dummerweise, mache das nicht, angefangen zu rauchen. speaker-0: ... gerade während du noch in der Entwicklung bist, ... es eigentlich so dumm für deinen Körper. speaker-1: Da hat die Frage an dich, hast du das erste Mal zu Zigaretten oder wann gab es bei dir die erste Regelmäßigkeit, nicht die erste Zigarette, sondern die erste Regelmäßigkeit beim Rauchen. speaker-0: oder muss ich tatsächlich nachdenken? erste Zigarette hätte ich ja, glaube ich, ungefähr sagen können. Ich glaube, das war so mit 13 oder so. Und das erst mal so regelmäßig. Also du sprichst jetzt von nur Rauchen, Genau. nur Nicotine. Ich würde auch sagen 15. speaker-1: 15. Bei mir glaube ich ein bisschen später, ich glaube mit 16, dass sich eingeschlichen hat und dann auch noch mit irgendwie hier Shisha-Abenden und sonst was war das so rauchen war einfach da auch on vogue. Ich habe dann sogar speaker-0: Da war Shisha auch noch wirklich groß. speaker-1: War ein Ding, ey. Und absurderweise war die Aufklärung da ja auch so scheiße. auch, also wenn ich Ich hätte von meinen Eltern auf jeden Fall nicht irgendwie jetzt eine Zigarette rauchen können, als ich minderjährig war so. Dann hätten die gesagt, zumindest nicht so in der Garten oder sonst was so. Aber weil auch mein gesamter Freundeskreis nachher eine Shisha zu Hause stehen hat, hatte ich auch eine, weil der Irrglaub, der war so verbreitet, das ist nicht vor Jahrtausenden gewesen, es gab das Internet schon so, aber ... Das hieß der ja, Shisha ist ja viel gesünder, weil das wird ja gefiltert durch den Wassersaus. Da hat man aber festgestellt, speaker-0: Bullshit auch. speaker-1: ich glaube, dass ein so Shisha-Kopf mit entsprechender Mulasse, also diesem zuckerhaltigen Zeug, was da noch drauf ist, ungefähr, den raucht man natürlich nicht alleine und nicht in der Geschwindigkeit und so, und nicht jeder raucht das auf Lunge. Also es kommen noch viele verschiedene Faktoren hinzu. Aber dass das ungefähr die Wirkkraft von 100 Zigaretten hat, ein so ein Scheißkopf. speaker-0: Bei uns geistert er immer so quasi, das ist wie eine Packung Zigaretten pro Person irgendwie, also die mitraucht. speaker-1: Okay, speaker-0: Das wusste Auf jeden Fall deutlich erhöht im Vergleich zu einer Zigarette. speaker-1: Das wusstet ihr damals schon als Teenies, weil bei uns war das so der Hogue. speaker-0: nicht am Anfang, ich glaube so zum Ende dieser Shisha-Phase kam das so durch. Ich habe das nie nachrecherchiert, ich sagen. Das war so ein Urban-Myst, der immer rumgeistert war. Ich glaube, ist zumindest deutlich schädlicher. Ich will mich da jetzt nicht auf irgendwas festlegen. speaker-1: Genau, also das aber rund zu machen, wir haben auch beide mal geraucht, rauchen beide auch gar nicht mehr, auch wenn ich auch zugeben muss, ich mag durchaus rauchen, wobei ich jetzt nach so einer langen Zeit, also ich müsste jetzt mich wahrscheinlich auch wieder ein, zwei Kippen einrauchen, bevor es mir wieder gefällt, also versuche ich es einfach gar nicht. Ja, und außerdem ich habe tatsächlich, das ist auch wieder dieser Mischkonsum, ist allgemein bei Drogen beliebt und natürlich, könnt es euch denken, ADHSler lieben diesen Trick. einfach mehrere Suchtmittel gleichermaßen zu konsumieren. Und ich hab eigentlich, ich kann eine Zigarette fast gar nicht trocken rauchen. Ich brauche ein Getränk, besides, so, sonst, das mag ich sonst tatsächlich gar nicht. Und dieses Getränk ist im Regelfall, weil ich halt auch so eher Freizeitraucher war, dann ein Bierle oder sowas halt in die Richtung oder irgendein Alkoholmischgetränk, whatever, so gewesen. Oder Kaffee. So. Sonst im Zweifel speaker-0: Eine Krankenkasse der Welt will uns nach diesem Podcast mehr haben. speaker-1: Nope, das wollten Sie vorher schon auch nicht. Ja, aber das, ich würde sogar sagen, das ist ein relativ Stand, also es war jetzt auch mit meinen neurotypischen Freunden und auch mit den weiteren Neurodivergenten-Persönchen, die da sind, das war so Teenie-Zeitalter und so, also auch gerade dieses, das ist ja jetzt nicht irgendwie das kleine Schneeflöckchen, sag ich mal, wenn es jetzt darum geht, Kaffe und Kippe, so, oder, ne, das ist absolutes Klischee. speaker-0: Bei mir kam tatsächlich noch ein Aspekt bei den Kippen dazu, und das war das Rollen. Weil das für mich was sehr Meditatives hat einfach. Und auch so wie so ein Fidget. Also, jetzt wenn ich ... Ich bin ja jetzt quasi spät diagnostiziert, sodass ich's für mich weiß. Ich wurde als Kind schon mal diagnostiziert, das hab ich aber nicht mehr auf dem Schaum gehabt. Für die, die's noch nicht gehört haben. Das heißt, ich hab ... die meisten Sachen, die ich jetzt berichte, aus der Brille eines Menschen gesehen, der nicht wusste, dass er ADHS hat. Und aus der heutigen Sicht betrachtet, sag ich natürlich, das ist natürlich Fidgeting. Ich hab meinen Händen was zu tun gegeben, was gesellschaftlich nicht auffällt, das hat niemanden gestört, ich meine Kippen gedreht hab, oder zwei, drei noch vorgedreht, wenn ich auf jemanden gewartet hab, warten für mich mit einer der schlimmsten Sachen auf der Welt. Ich hasse nichts mehr, als wenn ich irgendwo bin und warte. auf irgendwas, dass irgendwas passiert. das war immer top. Also, a, rauchen gibt mir was zu tun in dem Moment, und halt aber auch das Drehen. Und ich fand das, ich hab mich dann auch ein bisschen immer wieder was Besseres gefühlt. Weißt wenn du beim Kaffee sitzt und wartest zum Beispiel auf jemanden und guckst dich so, und alle gucken auf ihre Handys und dann auf ihren Handys irgendwie rum und du sitzt da und lässt den Blick so schweifen und drehst dein Kippchen in der Zeit. speaker-1: wenn du nach auf dem Skill Level bist, dass du eben den Blick schweifen lassen kannst. speaker-0: Oder das einhändig machst, ne? speaker-1: Oder ja einhändlich in der Hosentasche, whatever, so viele Sachen. das war also speaker-0: Wobei man sagen muss, Ehre an dich, ja, sagen wir mal, Ehre an dich, weil du hast meinen Drehskill tatsächlich deutlich erhöht in der Zeit, als wir uns kennengelernt haben. speaker-1: Ja, das muss man auch sagen, als wir uns kennengelernt haben, lang ist sehr, 2013 war das, klingt irgendwie in meinem Kopf immer noch wie gestern, ist aber zwölf Jahre her. Und genau da haben wir beide in dieser Phase, wo wir uns kennengelernt haben, beide zum einen auch Alkohol getrunken, jetzt nicht im Sinne von suchtmäßig, aber wir haben schon regelmäßig geraucht zu dem Zeitpunkt. Ja, und für mich war das zum Beispiel dieses Drehen auch richtig lernen. Das war so ein Ding so in meiner ersten Raucherphase, so 16 bis 18, dann hatte ich das erste Mal so einen Cut da drin. Ja, das fand ich, also ich hab's immer als kleines Ritual. Du hast von meditativ gesprochen. Meint beides denke ich sehr das Gleiche, so einfach dieses, ja, und kann auch wieder, dass wir uns da so ähnlich sind, auch wieder muss es nicht, kann aber auch wieder sehr mit dem ADHS zusammenhängen, dass man sagt so, ich habe hier eine Aufgabe, so ein Hyperfokus, den setze ich jetzt hier drauf, ich mach das jetzt und ich bringe dieses Drehen. zu einer gewissen Perfektion, einer gewissen Eleganz, Brillianz, whatever, you name it. also Thema Rauchen. speaker-0: Ich dass ich das auch teilweise sehr kompetitiv gemacht habe. speaker-1: Das auf jeden Fall auch. Man kann aus allem einen Wettbewerb machen. Aber ich würde erst mal noch mal, wir haben jetzt schon über die klassischen Süchte, und das sind auch die, mit denen die meisten Menschen logischerweise, egal ob neurotypisch oder neurodivergent, erst mal in Berührung kommen, weil in Deutschland der Zugang halt auch einfach top ist. Das wäre auch noch mal eine andere Podcast-Folge, man über derlei politische Entscheidungen, Maßnahmen, du hast es vorhin auch schon mit dem Wiesen und, wie heißt das, Cannabisfest? Kerstwerkressel. Genau. Auch noch mal verglichen. Genau, erst mal, was es noch alles so für Süchte gibt. Jetzt erst mal aus medizinischer Sicht. Da jetzt zum Beispiel die Kaugummisucht würde da jetzt nicht reinfallen, auch wenn man natürlich nach allem süchtig werden kann. speaker-0: war so eine Ersatzsache zum Beispiel wenn ich aufgehört habe zu rauchen ist mein Kaugummikonsum wieder noch mehr also nicht dass ich aufgehört hätte zwischendurch drin aber es sind noch mehr angestiegen sozusagen speaker-1: Genau, es gibt auch was, was auch relativ klassisch schon ist jetzt, aber in dieser Aufzählung auch nicht, das ist sowas wie Pornosucht oder auch Sexsucht oder sonst was. gibt ja wahnsinnig, wahnsinnig viel. speaker-0: auch halt krass mit ADHS, weil auch viel Dopaminausschüttung kommt wohl auch so selten vor in Kombination mit ADHS. speaker-1: Tatsächlich, ich jetzt, also Georgi hat es schon angerissen in einer Abfolge, haben wir schon mal kurz darüber gesprochen. Es wird nochmal spezifischer über unsere Diagnosen und allgemein ADHS-Diagnostik werden wir schon nochmal darüber sprechen. Ich wurde als Kind diagnostiziert und habe jetzt freiwillig noch meine Erwachsenendiagnostik gemacht, dann nochmal so ein bisschen ein Sachen herauszufinden. Und das erste, was mich der Psychiater dann auch fragte, waren so, haben Sie ... Haben Sie Süchte? Und hat dann auch alles so runtergezählt. ... Genau, jetzt ... Unter Drogen hat er halt eben, was wir jetzt auch schon besprochen haben, Nikotin und Alkohol gehörten logischerweise auch dazu. Rein gefasst, aber eben auch ... sagte er noch, er sagte auf jeden Fall dann auch Sex und noch zwei andere Sachen. Ich komm jetzt nicht mehr genau, aber es war eben auch eine der ersten ... Sie sind ADS-ler, haben Sie zufällig irgendwelche Süchte? So nach Motto. Also, es ist schon auch so eine Sache ... die dann direkt mit abgecheckt wird. Ich zähle einmal kurz so bisschen auf. können gleich noch mal auf ein paar davon eingehen. Was natürlich zur Drogensucht äquivalent ist, aber bisschen anders geartet, weil der Zugang anderer ist, ist die Medikamentensucht. Also zum Beispiel, wenn du dir jeden Tag zwei Ibuprofen 600 oder so reinpfeifst. Klar, klassische Drogensucht, und damit meinen wir jetzt in Deutschland illegalisierte Drogen von oder jetzt Teil Legalisierte wie eben Cannabis, bis über Kokain bis hin zu Heroin, all das. Es gibt die Internetsucht, es gibt Esssucht. Lustigerweise unterscheidet man zwischen einer Esssucht und noch mal der Sucht nach Süßigkeiten. Weil das wieder einfach, weil es da dann einfach ... Bei den Süßigkeiten geht es halt klar den Zucker. könnte es, fachlich korrekter wäre wahrscheinlich eine Zuckersucht. dass es dich dann noch ein bisschen mehr abhängig macht. Es gibt eine Kaufsucht, die sich übrigens auch noch mal neben der Kaufsucht aufspalten kann in Kleptomanie. Also auch das kann, eine Manie ist ja auch etwas manisches. Kleptomanie ist dann aber eher, wenn man Dinge stiehlt, wenn ich jetzt nicht völlig falsch informiert bin. Und auch die Sucht nach Sonderarten geboten. Also das sind so Teilaspekte von der Kaufsucht, fand ich auch total spannend. speaker-0: verbreitet in unseren südwestlicheren Bundesländern. speaker-1: Ja, aber finde ich allgemein, also natürlich triggert es mich auf, wenn ich jetzt bei diesem gigantischen Versandkonzern da sehe, das Produkt ist gerade 20, 25 Prozent runter, dann triggert es natürlich, ist das jetzt der Moment? It's now the time. speaker-0: Ich da ist auch ganz gut zu sehen, dass das immer nichts Mono-Kausales ist, sondern das immer so schön ineinander sich verschränkt und ineinander greift, weil das natürlich auch wieder sehr stark zusammenhängt mit so einer verminderten Impulskontrolle, die mit ADR-S ja oft einhergeht. man setzt sich das in den Kopf und dann ist der Trigger-Finger auf der Maus deutlich schneller als der Gedanke, kann ich mir das leisten, sollte ich das vielleicht machen? Und wenn das dann allzu häufig passiert. speaker-1: hast ja auch vorhin schon angerissen, dass warten für dich das Schlimmste überhaupt ist. Und damit bist du als ADHSler auch wieder absolut nicht allein, weil dieses Dinge aufschieben, also speaker-0: Ich das später. speaker-1: inne neigen dazu, Dinge jetzt sofort in diesem Moment now or never haben zu brauchen, zu müssen, zu wollen halt so. das ja, dein Video hat gerade bei mir kurz geruckelt. speaker-0: bei mir auch ganz kurz weg. Also es läuft bei mir noch alles. speaker-1: Alles gut hatte das Internet einen kleinen Hickab. Aber dazu möchte ich noch die Glücksspielsucht ergänzen. Glaub ich auch ein Stück weit. Selbsterklärend, wir gehen nachher natürlich auf noch einzelne Sachen ein. Aber, und das finde ich spannend, auch Sachen, die eben pathologisch, medizinisch auch noch als Süchte definiert werden, wo man aber erst sagt, also die gesellschaftlich, sage ich mal, deutlich anerkanter sind. Zum Beispiel wäre da die Sportsucht. Auch das kann in einem extrem... speaker-0: Einzigesucht, von der ich wirklich gut sagen kann, dass ich da meilenweit entfernt von bin. speaker-1: Und dann aber, und da würde ich dich gar nicht weit von entfernen sehen, auch wenn du es wahrscheinlich anders definierst, aber die Arbeitssucht ist auch ein großes Thema. Und ich weiß, du meckerst dann auch viel, jetzt muss ich wieder so viel und jetzt keine Zeit und hier und da. Aber du machst das halt auch. Und auch das kann natürlich sich halt in Süchte einwerben. Und ist natürlich wieder gesellschaftlich viel anerkanter. Aber eine Sucht, egal was vor Sucht steht, ist immer etwas nicht Gutes, weil wir hatten es am Anfang definiert, es gibt keine Kontrolle mehr seitens der betroffenen Personen und einen nicht zu unterdrückenden Zwang. Das sind jeweils nie Sachen, die man haben möchte, logischerweise. speaker-0: Und auf da speaker-1: Ich wollte noch den letzten Punkt bei den wahrscheinlich gesellschaftlich eher anerkannten Lesen und Musik. Das war für mich tatsächlich neu. Aber wurde in dieser Suchtauflistung, Suchttabelle auch mit reingeführt. Obwohl ich eine Lese-Ratte bin, würde ich schon sagen, und gerade auf wieder eine Phase habe, ich mir dafür viel Zeit nehme, würde ich es nicht als Sucht, also hätte ich es bei mir nie als Sucht und Musik, ich höre gern Musik, aber es war jetzt auch nicht so, also das ist... speaker-0: wahrscheinlich, weil es mir so femd war. wirst du als Süchtiger natürlich aber auf jeden Fall sagen. speaker-1: Ja, klar. Nein, ich meine eher, es für mich beides so fremd ist, weil ich halt auch eher Phasen hatte, zum Beispiel, ich jetzt Thema Lesen, wo ich einfach zeitlich nicht dazu gekommen bin. So, ich mochte es immer, aber ich hab dann vielleicht auch aus falscher Prioritätensetzung, you name it, aber das halt nicht gemacht. Und Musik ist bei mir so, manchmal bin ich komplett hyped und freue mich und höre ein Album oder was weiß ich, rauf und runter. Hatte jetzt aber in den letzten Jahren auch Phasen, wo ich sag so, Ich möchte eigentlich lieber Podcast hören, so. Und dann höre ich halt viel weniger Musik. speaker-0: Das hab ich tatsächlich auch. Ich hab grade neulich an mir festgestellt, dass ich extrem viel weniger Musik höre, weil ganz viel von Podcasts eingenommen wird. Weil das häufig damit einhergeht, was ich grade für einen aktuellen Hyperfokus habe. wo ich grade so gedanklich sehr addicted nach bin. Und dann ist es natürlich super, sich Informationsfindungen reinzuholen, während man aber auch noch was anderes machen kann, was ja sonst oft nicht der Fall ist. Aber zum Thema Lesen noch mal ganz kurz zurück. Du bist aber auch der Typ Mensch, der, wenn er an einem Buch hängt, also wenn du einmal angefangen hast, und das ist ein gutes Buch. Ich habe schon gesehen, wie du in den Sonnenaufgang hineingelesen hast. Sicherlich auch kein Alleinstellungsmerkmal von dir, aber das ist was, was ich sehr mit dir verbinde, wenn du an einem Buch hängst und du bist auch ein schneller Leser im Vergleich zu mir vor allem. dann ziehst du so ein Ding halt auch mal durch jetzt oder so weit, es halt irgendwie gesellschaftlich möglich ist, wenn du auch noch auf die Arbeit musst am nächsten Tag oder so. Ich ist ja schon, das geht schon in die Richtung. speaker-1: Das stimmt und ich habe auch, jetzt wo du es sagst, habe da auch durchaus Zwänge wie, ich hasse es nicht, bei einem Kapitel Ende das Buch zur Seite zu legen. das mache ich eigentlich nur, wenn ich abends lese und die Müdigkeit, ich es einfach nicht mehr schaffe, wenn ich merke, ich penne so schon immer wieder halb dabei ein. Gleichzeitig lese ich aktuell zum Beispiel eine Buchreihe, wo am Ende der Kapitel vier mit so Cliffhängern fast so serienmäßig so wie, das fühlt sich häufig wie das Ende einer Folge an. ist Kapitelende ist mit jetzt fiktives Beispiel und dann betrat XY die Tür und du denkst, what? Oder, ne? Oder, hm hm, hört ja auf zu atmen. Und du denkst so ... Nein, ich muss also das nächste Kapitel anfangen. das ist genau darauf ausgelegt, für Leute wie mich. es hat diese Buchreihe, das ist gerade so ein Hate and Love Mix Ding, was ich da aktuell lese. speaker-0: Das ist so für filmungsoptimiertes Schreiben. Da hat jemand schon die Kapitel perfekt auf eine Seriengröße auch angepasst. speaker-1: Wird lustigerweise, ohne da jetzt zu reingehen, wird es auch eine audiovisuelle Umsetzung von... speaker-0: Komm, spoiler uns mal, was ist es denn? speaker-1: Ja, das ist jetzt einfach die... Ich weiß gar nicht, die heißt, im Englischen heißt die Empyrean-Reihe, zu deutschen Flammen geküsst. Ich denke, wie kommst du auf diese Namen wieder? Aber ganz anderes Thema jetzt mit irgendwie, wie man Sachen übersetzt. Aber es ist halt auch kein... Also Empyrean ist ein Eigenname. Aus dieser Reihe ist es der Hoher Rat der Drachen, sag ich mal. Das ist auch ein Wort, im Deutschen und Englischen gleich ist. Du hättest es also nehmen können. Zumal die deutschen Bücher auch die englischen Originaltitel tragen. Der erste heißt, glaube ich, Foreswing, das zweite Iron Flame und das dritte Onyx Storm. Also, egal. speaker-0: Weil das ein Buch ist, was du mir schon dreimal ins Gesicht gehalten hast und gesagt hast, lies es. speaker-1: Ich muss mich mit Menschen gemeinsam darüber A. austauschen können und B. drüber aufregen können, weil es ist ganz wild. lass uns zurückkehren zu den Süchten. Aber ja, muss doch zugestehen, hier und da hat Lesen zumindest Aspekte einer Sucht bei mir. Doch, muss ich zustimmen. speaker-0: Warum? Also, so songspezifisch gerade dieses immer ... Wenn man einen Song hat, wo man sich dran festgehört hat, und das weiß man einfach, weil das beim ersten Mal schon snappt irgendwo im Kopf, wenn man diesen Song im Radio hört oder irgendjemand zeigt einem das ... Ich weiß nicht, wir hatten das mal mit Alligator, als wir deine Wohnung ... ... irgendwie renovieren mussten, kurze Zeit, nachdem wir uns da kennengelernt hatten und ich dich besucht hab. Und wir haben, glaub ich ... über ein verlängertes Wochenende ausschließlich dieses eine Album auf Repeat gehört und fanden es einfach nur geil die ganze Zeit. speaker-1: Ja, Dinge passieren, ja. so, also das schon, aber da, ja bei Musik, müsste, das nehme ich mal als Hausaufgabe mit. Vielleicht passt das mal in eine andere Folge, nochmal zu gucken, wie man da eine Sucht definiert. ob das über einzelne Tracks oder sonst was oder, ja, okay. Erst mal alle Süchte, was das vereint, wir hatten es vorhin schon bei dem Beispiel Nikotin ganz viel, ist halt so, also die Intention von ADSlern ist halt, wenn sie da in so eine Dependenz reinrutschen. mehr Wachheit und Konzentration und oder je nachdem, was das Suchtmittel der Wahl gerade ist, mehr Ruhe und Entspannung gegen die innere Getriebenheit und Anspannung. speaker-0: auch Cannabis irgendwie relativ groß verfügbar, auch schon als es noch verboten war und aber relativ starke Wirkungen auf ein ADHS-Gehirn dafür. speaker-1: Ja, ein Punkt ist, erstmal, du hast ja auch vorhin, gleich mal, rauchen mit 15. Alkohol wird wahrscheinlich auch so den Dreh bei in dein Leben getreten sein, sag ich mal. Und das ist halt auch wieder so ein Ding. Alle Menschen kommen in Deutschland jetzt, westliche Welt, wir kommen im Regelfall in der Pubertät mit den ersten Potenziellen Suchtmitteln so richtig in Kontakt. Und da also jetzt von dieser Sparte aus der Suchtmittel, so was wie Videogames, Internet, Social Media und so, ist natürlich schon deutlich früher. Aber in der Pubertät, unabhängig davon, ob du jetzt zum Beispiel schon auf Social Media vor bist, nicht dass das nicht, also nicht, dass eine Sucht vor auszuschließen wäre, du kannst auch als Sechsjähriger süchtig sein, oder Sechsjährige, das meine ich nicht damit. Aber Pubertät ist halt so was, weil da so viel noch mal ... Körper und vor allen Dingen auch im Hirn nochmal so viel passiert, bietet es allgemein schon viel Angriffsfläche. Und aufgrund der Stoffwechselstörungen, die ADHS-Lehrerinnen haben, ist die Pubertät meist noch extremer und bietet dafür auch den perfekten Nährboden, schon mal die Grundlage für Süchte zu legen. Und da sind wir ja auch ganz offensichtliche Beispiele, ohne dass wir jetzt wahrscheinlich von uns behaupten können, dass sich nichts davon so total krass durchgetragen hat. Dazu aber später vielleicht auch noch mehr. Aber nichtsdestotrotz, da ging es halt auch los. Und wir beide, haben wir schon gesagt, haben eine Zeit lang mit einer auf jeden Fall Regelmäßigkeit, die es als Sucht definieren würde, Alkohol genossen und getrunken, genauso wie wir geraucht haben. speaker-0: zwei Sachen dazu. Eine witzige Anekdote noch, mir ist auch mal aufgefallen, dass lustigerweise in dieser Zeit, in der man gängigerweise Firmung oder Konfirmation macht. speaker-1: Oder wie bei mir Jugendfeier. speaker-0: Genau, oder Jugendweihe in den nord- und östlicheren Bundesländern. Das ist ja eigentlich so gedacht, dass du dann ein ... erwachsenes Mitglied der Kirche, ein gleichgestelltes Mitglied in der kirchlichen Gemeinschaft bist, zumindest wenn es eine kirchliche Veranstaltung ist. Und lustigerweise bei allen Leuten, kenne, die das mitgemacht haben, ging es danach eigentlich los. man zieht traditionellerweise irgendwie an dem Abend der Konfirmation ... Los und zumindest bei uns in der Region ist es so, dass überall, wo du klopfst, du ziehst halt los und sammelst danach und nach deine Leute da ein, deine Gruppe, meistens mit denen man Konfirmation gemacht hat, auch die anderen, in der Umgebung wohnen. Und überall, wo du bist, kriegst du einfach was Alkoholisches mit. mein, in den meisten Fällen ist es natürlich ein Radler oder ein Bier oder damals noch irgendwie Bier-Kola-lich, X-Quadrat, was in dem Dreh. Es gibt auch andere tolle Biere. Und ... Das ist so wild, das ist so konträr. Ich komm jetzt nur gerade auf diesen Kirchending, weil wir gerade eben einen neuen Papst bekommen haben. Vor wenigen Stunden. Und das hat so einen konträren Effekt eigentlich. Man soll als erwachsenes Mitglied irgendwie verantwortungsvoll umgehen. Und das erste, was man macht, ein Drogengras, wenn man's genauer nimmt. speaker-1: Ja, das ist ja wieder dieses Thema und das müssen wir wirklich nochmal machen. Das schreiben wir uns mal auf. So was gesellschaftlich anerkannt ist und was verpönt ist. Also das ist ja auch so. Du kannst eigentlich ohne Probleme, solange du auf Arbeit erscheinst, sonst was so irgendwie halbwegs in einem geregelten Leben nachgeht, kannst du dir jeden Tag ein paar alkoholische Getränke reinhämmern. speaker-0: Also wir hatten an unserer Schule auch Skandale mit Lehrkräften, wo festgestellt wurde, das ist nicht nur Red Bull in dem Thermosbecher da, sondern der hat auch ein paar Umdrehungen mehr. Spannend. Und was in der Entwicklung finde ich, also in dieser Pubertätphase noch ganz spannend ist, ist, Man ist ja dann oft auch so bisschen socially awkward und nicht ganz so irgendwie locker auf lockig unterwegs, sondern ist halt noch bisschen steif und weiß nicht so ganz, wie man sich geben soll. Und gerade in größeren Gruppen, die jetzt vielleicht nicht explizit nur der beste Freundeskreis sind, und auch da hilft es halt enorm, einfach so was wie Alkohol zu ... oder klappt eigentlich mit allen berauschenden Mitteln, die dich nicht komplett aus dem Leben schießen, weil du einfach ein bisschen lockerer wirst und ... merklich auch vielleicht spürst, okay, ich kann vielleicht einfacher mit dem einen oder anderen oder die Stimmung allgemein in der Gruppe ist ein bisschen gelöster und dann rutschst du halt ganz automatisch da rein, weil das natürlich alle anderen auch merken, dass so eine Gruppendynamik oft gibt, dass man dann immer tiefer da rein strudelt, sag ich mal. speaker-1: Folgen! speaker-0: Auch hier wieder einfach nicht monokausal, sondern ganz viele Sachen, da mit rein spielen. speaker-1: Dann ist es halt nur als Person, die ADHS hat, es halt eher einfach nur schwieriger, da wieder rauszukommen. Du hast es ja vorhin auch angesprochen, dem kannst du einfach von heute auf morgen sagen, ich rauche jetzt nicht mehr, ich auch, ich finde es gut. Und da sind wir uns beide ähnlich, aber ADHS untypisch. Das heißt, dass das nicht andere ADHS-Leinen auch können, dass wir nicht so eine extreme Suchtaffinität haben im Sinne von, machen jetzt diese eine, haben wir jetzt gefunden, wie das Rauchen zum Beispiel, und da ziehen wir jetzt auch bis zum St. Nimmerleinstag durchs oder das hätte anders ausgehen können, sage ich mal. speaker-0: wahrscheinlich einen deutlich höheren IQ haben können, wären sehr viel sportlicher und fünf Zentimeter größer, wenn wir den ganzen Scheiß einfach gelassen hätten. speaker-1: Das ist auch noch mal ein Punkt, Entwicklungsphase, du hast es angesprochen, genau, das ist halt natürlich bei solchen Süchten dann. Ich würd bei mir mal ergänzen wollen, und das ist was, wo ich auch jetzt auch mit Mitte 30 sagen muss, das ist so ... was man am einfachsten und am klassischsten bei mir als Sucht definieren kann, und was, glaub ich, sehr, sehr, viele Menschen auch haben, ohne dass es irgendwie diagnostiziert wird, dass es irgendwie gesagt wird, weil es auch sau ... Schwierig ist häufig davon Abstand zu nehmen, ist Mediensucht. Also, ich fasse da mal Internet, Social Media, das alles zusammen. Natürlich kann man das alles noch mal einzeln aufdröseln. Ich glaube, ich kann von mir behaupten, keine spezifische Social Media-Sucht zu haben, weil ich das primär tatsächlich für Arbeitszwecke und so nutze und so ein, zwei Sachen. ich liebe es. Wir waren vorhin beim Thema Podcast. Irgendeine Grundbeschallung. ob das auf dem Second Screen Video Podcast ist oder irgendein kleines Video, whatever. Wir spielen beide gerne Videospiele. Wir haben da sicherlich auch jeweils Phasen gehabt, es über das gute Maß hinausgeht. speaker-0: Nicht was du meinst. speaker-1: Also bei mir ist es auf jeden Fall Medien und das würde mir, glaube ich, auch am schwersten fallen. Vielleicht muss ich da mal so ein Testing machen, so wie es ist ein... eine Woche mal oder zwei so wirklich komplett ohne diesen, den ganzen Kram ist ein bisschen schwierig in meinem speaker-0: Ich gerade sagen... speaker-1: Podcastaufnahme jetzt und so ne Sachen, weil das ist ja sehr viel drin. Aber auch gerade deswegen würde ich sagen, ist es die gesellschaftlich anerkannteste Sucht, solange du jetzt nicht irgendwie von morgens bis abends daddelst, so. Aber auch wenn es sonst was für informative Podcasts oder YouTube-Videos sind oder sonst, ich ... Ich brauche mittlerweile, auch weil ich es einfach so gewohnt bin, meinen Einschlafpodcast. Also das ist einfach irgendein Podcast, ich höre. Der läuft dann da, der hat einen Sleep-Timer. Meistens bin ich nach fünf Minuten weg. Aber so wie die Kamera hier gerade. speaker-0: Für alle, das nur hören, ist sich gerade Consti's Kamera in den Schlafmodus versetzt, die zu viel unserem Podcast zugehört. Das scheint zu funktionieren. speaker-1: Okay, wir sind jetzt ab sofort auch offiziell in ein Schlafpodcast. Kamerad speaker-0: Der ADHS-Schlafpunkt. speaker-1: hat gesagt, wir schlafen jetzt. Yes, also bei mir Medien, würde ich sagen, bei dir wahrscheinlich in einem anderen Ausmaß und Maß, weil du es nicht ganz so... Also du hast auch einen Bürojob, dadurch bist du auch, mal, an technologische Sachen gebunden. Social Media. Genau, ich würde auch sagen, bei dir ist es durchaus auch... eine gewisse Mediensucht da, weil du mal aus dem Nähkasten geplaudert. Georgi sitzt häufig abends, wenn die Dame des Hauses im Betteweid die Arbeit getan ist. Ein bisschen einfach für sich einmal kurz Ruhe. Und diese Ruhe ist meistens gefüllt mit, ich verbringe Zeit auf YouTube. Georgi verbringe Zeit. Also speaker-0: Ja. speaker-1: das ist auch ein Abendritual bei dir. Und allein davon könnte man schon sagen, weil du das immer abends hast, weil du auch deinen Einschlafpodcast hast und nichtsdestotrotz konsumierst es ja auch durchaus über den Tag mal. Und bei mir ist das echt... Absolut. speaker-0: wenig Zeit am Tag, die ich jetzt, wenn ich nicht im Büro bin oder wenn ich nicht gerade arbeite, wobei teilweise auch, also ich habe auch, nennen wir es mal, Labortätigkeit teilweise, wo ich dann aber auch Kopfhörer aufhabe. Aber es gibt wenig Zeit am Tag, die ich nicht irgendwie irgendwas im Ohr habe oder wo nicht irgendwas mich beschallt, weil ich auch gemerkt habe, es hilft mir tatsächlich auch bei der Produktivität. Also nicht nur, es mich ablenkt, sondern Da kann ich natürlich keinen Podcast anmachen, wenn ich eine Präsentation basteln muss. Kann ich keinen Podcast anmachen, mich interessiert oder nebenbei irgendwas laufen lassen, was meinen Fokus auf sich zieht. Aber wenn ich halt irgendeinen So eine Grundbeschallung. ... Hintergrund laufen hab, wo mich der Inhalt nicht zwangsweise in den Bann zieht, hilft mir das, weil es mein Gehirn einfach so bisschen beschäftigt und dieses Grundrauschen ... dieses Bedürfnis, mit irgendwas viel, viel Spannenderem zu beschäftigen, so bisschen rausnimmt. Und ich kann meinen Fokus auf das setzen, was ich eigentlich tun muss. Und auch alleine die Spülmaschine ausräumen wird viel, interessanter, wenn ich dabei was zuhören kann, was mich interessiert. Das ist dann ein bisschen andersrum, da hör ich dann auf dem Podcast, das Ausräumen läuft so nebenbei, aber ich muss halt meinen Gehirn irgendwie austricksen und bestechen. diese Aufgabe, die ich sonst wahrscheinlich bis in den Äther rausschieben würde. zu erledigen. das hilft tatsächlich. darüber hat es sich natürlich auch zu einer Art Notwendigkeit entwickelt, die man durchaus als Sucht auch speaker-1: Genau, also das ist ja erstmal, also vor jeder Sucht steht ja erstmal die Gewohnheit. Und dann merke ich aber schon bei mir abends, es gibt wenige Abende, wo ich es halt nicht mache, aber eigentlich gucke ich immer, was kann ich jetzt noch irgendwie, ist es mir scheißegal, es muss mich nicht interessieren, ach ja, rede einfach, fahr fünf Minuten, so, ich bin gerade zu müde. Einfach so an. da kann ich schon sagen, das ist schon eine Einschlaf-Podcast-Sucht, kann ich so auch noch mal ganz klar spezifizieren, weil ich nicht ohne Einschlaf-Podcast einschlafe. Oder wenn ich es, aus welchen Gründen auch immer, mal keinen hören kann oder es bewusst nicht tue, schlafe ich im Regelfall etwas schlechter ein. Jetzt nicht völlig, aber es ist halt schon krass. Ich würde noch einmal kurz zurück zur Pubertät springen, weil da hab ich noch eine Sache ver- speaker-0: gestern heute. speaker-1: Ja, das ist auch wieder ein ADHS-Spezifikum, dass häufig ADHS-Lehrerinnen ja dieses Label, das ist jetzt der Rabauke, wir hatten ja schon über Framings mal in einer anderen Folge auch gesprochen, das ist, was weiß ich, sie ist ja mit den Gedanken immer woanders und so weiter, diese ganze Stigmatisierung macht häufig, dass ADHS-Lehrerinnen entweder als Provokateur Rebell, so bisschen die coole Version, sag ich mal, oder so ein bisschen als ausgegrenzte, so ein bisschen so dieses klassische Loser-Image, nicht dass wir das irgendwie so sehen oder reproduzieren wollen, aber einfach so wie es halt so, sag ich mal, häufiger leider mal gesehen wird. Und gerade von solchen Rollenbildern, das müssen natürlich nicht immer, das können auch nicht ADHS-Leihinnen und auch neurotypische Menschen sein, also der Rebell, die Loserin, meines Weges. Aber ist der Weg häufig zu illegalen Drogen etwas kürzer? Was total spannend ist, einfach aufgrund, nicht jetzt, weil die dann irgendwie Connection da direkt haben, so gar nicht mal das, sondern weil sie schon eine Stigmatisierung erfahren haben. Also es ist ein Stück weit egaler so. Und ... es wird nicht mehr da weniger geächtet, ich mal. Oder war ja erwartbar, so nach dem Motto. Dass du kiffst, war doch klar, so nach dem Motto. Und ... Und das ist dann auch gerade wieder, weil ADHSlerInnen häufiger in solchen Rollen zu finden sind oder es häufiger passiert. Ja, das schon, fand ich, auch nochmal einen total spannenden Aspekt. Und dann kommt nochmal, warum ADHSlerInnen auch wieder, egal was für eine höhere Sucht, Affinität an sich haben, ist Begeisterungsfähigkeit. Und die kann sich natürlich hier total negativ auswirken. Was weiß ich. Beispiel, jetzt habe ich das erste Mal gekifft. So, erst einmal einen Joint geraucht und das war geil. Und dann denk ich, boah, riecht cool. Und manche sagen dann einfach so, ja, war cool, kann man mal wieder machen. Aber wenn das Begeisterungszentrum, halt eben erst mal so bei ADHS-Leinen in Schwung kommen muss, aber wenn's erst mal in Schwung ist, dann hat der Zug auch keine Bremsen mehr. Und dann ist halt der Weg natürlich viel geebneter und viel schneller in so eine Sucht. das Da kann ich den Bogen auch rund machen. Ich kann klar sagen, dass ich eine Cannabis-Mariuana-You-Name-It-Sucht, also wirklich klassisch, wie man Sucht definiert, wie alt war ich da 17, 18, ja, wahrscheinlich sogar schon eher 18 bis 20 oder so. Also ich hatte da ein paar zum Glück einschneidende Erlebnisse, dass ich dann gesagt habe, okay, in dem Ausmaß, nenne ich es jetzt gegen allgemein, dass man Cannabis konsumiert, aber ich bin da teilweise sind auch vor Arbeitsstudium sonst was und Sachen halt irgendwie aufgestanden. Teilweise musste ich auf der damaligen Arbeit vier Uhr morgens dann irgendwie sein oder erst mal, oder nee, vier Uhr musste ich aufstehen und sechs da sein oder so. Erst mal am Bonnkopf geraucht. Und das ist halt schon wirklich das Klasse, das erste, was du tust quasi am Tag. Doch bevor du irgendwie mal auf dem Pott warst oder Zähne geputzt hast, jetzt mal übertrieben, dann hast du dir schon mal irgendwie einen reingeraucht. Und da war es wirklich dieses ganz klassische, ich hatte eine Peer Group, wo einer auch ADHS diagnostiziert seit der Grundschule war und ist. zu dritt war immer unsere Mission, wie kriegen wir jetzt was zu rauchen ran? Da hast du ja immer eine Mission gehabt, kleines Abenteuer ist auch noch mal was, was dann da krass kickt. Und eben das erste Mal da rauchen war dann halt einfach so... Ja, wie so ein kleines Erweckungserlebnis. Krass, ist ja doll, so nach Motto. Und diese Begeisterungsfähigkeit hat mich da komplett dann reingedrückt. Und die musste erst durch negative Erlebnisse damit gebrochen werden. Sonst keine Ahnung, wie es dann verlaufen wäre, kann's ja schlecht sagen. Aber da kann ich von mir klar sagen, das ist so die klassischste Sucht und Suchtform, die ich so bei mir je erlebt habe. Ist jetzt auch schon wieder, Gottchen, was ist das her, 15 Jahre. So 14, 15 Jahre ist das her. Aber nichtsdestotrotz, das war so bei mir, würde ich sagen, das heftigste und safe durch diese Begeisterungsfähigkeit voll in dem Hype dann drin gewesen. speaker-0: lustig, weil bei mir ist die Erfahrung, was das angeht, tatsächlich bisschen invertiert. Ich hab's eher andersrum gehabt, weil das bei mir eher so eine Bewältigungsstrategie von negativen Erfahrungen war. hatte dich vorhin auch gefragt, was meinst du jetzt, klassisches Rauchen, ich damit angefangen hab, weil bei mir das tatsächlich vor dem Rauchen angefangen hat. Also ich bin eher ... untypischerweise vom Kiffen ins Rauchen gekommen ... als andersrum. Und bei mir war der Bruch dann tatsächlich einfach das ... mit meiner damaligen Peer Group so ein bisschen gebrochen hatte, weil die mir auch bisschen doch arg in eine sehr exzessiv drogige Richtung auch gegangen sind. Und bei mir war das, wie gesagt, ich hab das eher für mich gemacht, also für mich im Sinne von alleine und eher so bisschen als Emotionsbewältigung, weil ich nicht genau wusste, wo ich mit dem ganzen Scheiß speaker-1: schon auch als quasi Selbstmedikation, was wir ja hier vier... speaker-0: dann merkt man erst mal speaker-1: ...mal gut, so, also why not going for it? speaker-0: Wir hatten ja auch schon mal hier Umgang mit Emotionen und so weiter. Und ich wusste nicht, wohin mit all dem, was ich da so gefühlt habe, irgendwie das einordnen. Und das hat mir tatsächlich in dem Sinne geholfen, das so ein bisschen ... ja, nicht wegzudrücken, im Gegenteil, sondern dass eher so immer so bestimmte Gefühle auf einmal so bisschen zu verstärken und bei mir zuzulassen, dass ich das auch fühle. Und das eben nicht wegzudrücken. Und bei mir war dann der Bruch, ich habe dann so bisschen eine andere Freundesgruppe gefunden, wo ich mich dann auch wohlgefühlt hab, die sich mit mir auch wohlgefühlt haben und hab dann damals auch meine erste Freundin irgendwie kennengelernt. Die war eine sehr große Gegnerin von allem, was Rauchwaren in jeglicher Form und Couleur angeht. Und dann hatte ich auch wieder den Grund, was ich vorhin gesagt hab, mit ... speaker-1: aus dem Grund. speaker-0: Ich brauch den Grund, der mir ... einen vernünftigen Grund gibt, aufzuhören. das war halt eben dann, ich habe jetzt eine Freundin, die findet das überhaupt nicht toll. Ja gut, aber habe ja dafür jetzt eine Freundin und das passt irgendwie. Die mich natürlich dann auch irgendwie supportet, unterstützt hat da drin und sagt, dass hier mache das mal nicht und so weiter. speaker-1: Jetzt mal unabhängig, ist so wieder, ist so was übergriffig. Nicht so völlig andere Diskussionen will ich jetzt hier gar nicht aufmachen. jetzt ohne deine damalige Freundin zu versächlichen, auch sie hat ja dann deinen ADHD-Need nach Dopamin-Kicks einfach so ne erste Beziehung und sonst das da passiert ja so viel noch mal im Hirn. Der Need nach den anderen Drogen, sag ich mal, war ja auch ... Dadurch automatisch unabhängig jetzt, dass sie das möchte oder nicht, mit dem Rauchen, Kiffen, whatever, war dann halt ja natürlich auch bisschen geringer. speaker-0: Ja, das war auch so bisschen ... Das war, sag ich mal, bisschen familienbedingt auch so diese Problematiken. ich war dann auch einfach quasi andauernd dort in der Familie. Bin auch in der Familie ein bisschen untergekommen, also nichts gegen meine Familie. Wir haben uns alle ganz doll lieb. Zu der Zeit war es ein bisschen schwieriger. Und ich war halt einfach dann viel dort. Und die haben mich auch so bisschen einfach unter ihre Fittiche genommen. Und ich hab da quasi gar nicht mehr die Freiräume gehabt, wo ich das hätte machen können. Aber wie gesagt, dann auch nicht mehr das Bedürfnis danach. Wobei ich das vorher schon als doch sehr eindringliches Bedürfnis empfunden habe in dem Moment, ich gemerkt habe, das macht was mit mir und das macht was mit mir, was mir auch gefällt und was mir hilft. Also ich weiß gar nicht, ob ich das so in dem Moment so begriffen hab und gesagt hab, ich mach das jetzt, meine Emotionen zu verarbeiten, würde ich meinem 13-jährigen, 14-jährigen ich jetzt nicht zwangsweise zumuten, diesen Gedanken. Aber sicherlich auch unterbewusst hat sich das eingeschleift. speaker-1: Also ist ja eben, Süchte passieren ja im Regelfall unterbewusst. Also das ist ja, das ist dann so. speaker-0: Niemand geht hin und sagt, ich werde jetzt heroinsüchtig. speaker-1: Genau, also es rund zu machen, dass man sich egal von welcher Sucht erhofft, da würde ich sagen, es gilt es für alle erst mal. Es sind halt Dopamin-Kicks und Glücksgefühle. Aber ... bei ADHSlerInnen sind halt noch viel mehr abhängig davon, weil halt Dopamin hier oben drin nicht so viel vorhanden. Blöd. So, das macht das Ganze, das ist so, wenn man jetzt diese Folgen im Kreis sieht, ist das so der Grund, warum ADHSlerInnen da einfach mehr eine Affinität für haben. Und es ist ja auch häufig so, wir haben jetzt auch über unsere Historien gesprochen, es gibt so häufig so einen Austausch von Süchten. Also, jetzt, das eine wird abgelegt, dafür wird was Neues kommt hinzu. so dieses, so ein bisschen das Sprunghafte, das, ja, keine Ahnung, was weiß ich, dann rauchst du halt eine Zeit lang, dann kiffst du halt eine Zeit lang und rauchst dafür weniger. Oder in deinem Fall eben andersrum. Aber man spricht da häufig auch von Ersatzdrogen. Und das muss nicht immer, eine Ersatzdroge meint nicht immer das Wort Droge, illegalisierte Droge oder sonst was, sondern halt eben, sucht sich einen anderen Coping. Mechanismus, sowas, was nehme ich denn jetzt dafür? Was ich auch nochmal ganz spannend finde, ist es, was noch nicht eindeutig geklärt ist, weswegen ich jetzt dazu auch hier jetzt nicht irgendwelche Äußerung, Tätigkeiten tätigen will, können ADHS Medikamente züchtig machen, weil es gibt ja genug Medikationen. Wir wissen auch zum Beispiel, dass in Ritalin, was ist das? Meth-Antech? speaker-0: Metamphetamina, ja. speaker-1: Genau, Metamphetamine. Heute ist es nicht mit mir, sprechen mehr. Aber genau, das sind ja an sich auch Stoffe, die in anderen illegalen Drogen vorkommen, die auch so konsumiert werden. ist die Frage danach sehr berechtigt. Lustigerweise ist es ja so, dann auch der, was die Drogen im Hirn eines ADHS-Lass machen, anders funktioniert, wenn es wirklich so eine klassische Droge ist, als bei neurotypischen Menschen. Was nicht heißt, dass man da keine Dependenz entwickelt, und was nicht heißt, das sollte der auf jeden Fall tun und schön die ganze Zeit Speed ziehen, weil das sind ja auch mit Amphetamine, so dann wird es mir jetzt gut gehen. Das sind wir wieder bei dieser Selbstmedikation und da würde ich noch... speaker-0: Mir kommt grade was in den Sinn, worüber wir uns mal unterhalten haben. Wo wir ... und jetzt wird's real, sag ich mal ... uns über zwei Menschen unterhalten haben, die auf keinen Fall wir sein könnten. Uns gut Bekannte, die nicht, nennen wir sie ... Kalexander und Constantine. Die Erfahrungen mit, sag ich mal, bestimmten Sachen gemacht haben, die ... eher für Partygänger geeignet sind. Und wir aber in dem Moment festgestellt haben, geil, eigentlich könnte ich jetzt meine Wohnung aufrollen. Jetzt könnte ... Jetzt bin ich bereit. Alle gehen völlig steil. speaker-1: dabei zu schreiben. speaker-0: Und man selber denkt ... Ich will eigentlich den Schrank aufbauen, den ich schon seit fünf Tagen unaufgebaut im Wohnzimmer stehen hab, der halbaufgebaut ist, ja. speaker-1: Ja, das haben diese uns voll unbekannten Personen damals sehr glaubhaft vermitteln können. Das ist völlig andere Auswirkungen. Ja, aber das ist ja eben gerade auch das Spannende. Und das ist ja auch wieder ganz viel dieses Thema Selbstmedikation und Selbstbehandlung. Und da können, egal ob wir das jetzt aus eigener Erfahrung oder so, das ist... speaker-0: Aber damals haben diese zwei Personen sicherlich gedacht, was zur Hölle gehen jetzt eigentlich ab? Weil alle gehen voll steil. speaker-1: Aber ich meine nur, das mal auch als Message rauszusenden, Selbstbehandlung ist keine gute Behandlung. Es gibt Gründe, warum man speaker-0: Aber es tut euch selbst gut auf der anderen Seite. speaker-1: true, Es gibt Gründe, warum Leute sehr lange Medizin studieren oder Psychologie oder Psychotherapie und so ne ganzen Sachen oder auch PsychiaterInnen. Es gibt Leute, die einen da beraten können. Das heißt, wenn ihr denkt, mein ADHS ist so, dass mein Leben deutlich weniger lebenswert oder was auch immer tut, flüchtet euch oder versucht euch da nicht in Süchte zu flüchten. Gleichermaßen ächtet euch auch nicht, wenn ihr mal irgendwie Dependenzen bei euch feststellt. Das geht den meisten Menschen im Verlauf ihres Lebens so, dann sucht euch gerne da professionelle Hilfe. Wir werden auch sicherlich mal die Suchthilfe-Hotline diesmal in den Show Notes mit verlinken. speaker-0: Was wir auch noch nicht gesagt haben an der Stelle oder zumindest noch nicht so, wie es gesagt werden muss. Sucht, die sich auch richtig als echte Sucht rauskristallisiert, ist immer auch eine Erkrankung. Ja. speaker-1: Erkrankungen haben. speaker-0: Da können Leute häufig nichts für. Und selbst wenn man vielleicht nicht unschuldig ist an dem Grund, wieso man da vielleicht reingerutscht ist in irgendeiner Form ... Es ist eine Erkrankung. Menschen können nichts dafür. Verurteilt andere Leute nicht zwangsweise dafür. Und euch selbst. speaker-1: Egal was. speaker-0: Und euch auch selber, wenn ihr selber betroffen seid, auch nicht. Versucht den Leuten zu helfen. Und wenn's nur ist ... mal so was zu droppen wie, es gibt hier eine Nummer. ... Aber, ne? Also nicht anklagen, sondern ... ist oft häufig ... Vor allem bei Sachen, die dann wirklich in das gesundheitsschädliche reingehen. Man hat dann nicht mehr die Macht, das aus eigener Kraft raus häufig zu stoppen. Und wenn man nicht irgendwie einen sozialen Hintergrund hat, der einem damit hilft, dann wird es sehr, schwer. Deswegen habt euch selbst lieb, habt alle anderen lieb. Und meine einzig wahre Sucht besteht sowieso nur in der Sucht nach dir, Konstantin. speaker-1: Jetzt auf dieser Note, also selbst ohne den letzten Satz, den ich natürlich sehr gerne mitnehme, auf dieser Note würde ich das Ganze heute enden lassen, es sei denn, Georgi, du hast noch was, wo du sagst, das muss unbedingt in die Folge, wie gesagt, wir werden bestimmt mal zu spezifischen Einzelsachen noch was machen. Ich glaube, man hat jetzt einen ganz guten Abriss und zwar ist auch einfach ein Anliegen. mal über das Thema Sucht im Bezug auf ADHS zu sprechen, weil das halt eben was ist, wo es gibt schon gewisse Forschungen, die wir heute hier auch hinlänglich besprochen haben, aber sicherlich auch noch viel im Dunkeln liegt, aber Sucht halt allgemein so ein krass wichtiges Thema ist und ihr, die auch von ADHS betroffen seid, habt halt einfach ein höheres Risiko für Suchterkrankungen. So, das ist ein Fakt, den können wir nicht wegschieben. Deswegen einfach mit mehr Awareness reingehen und was ja auch nicht heißt, ihr dürft jetzt niemals eine Zigarette anfassen, niemals irgendwie einen Joint rauchen oder sonst was. Darum geht es ja auch gar nicht, einfach auch wieder die Selbstreflektion, dann gucken, wie geht es euch damit. speaker-0: ist auch so ein breites Thema. Ich bin mir sicher, wir werden sicherlich noch die eine oder andere Folge entweder zu einzelnen Aspekten von Sucht oder zu bestimmten Suchtmitteln machen. Vielleicht auch noch mal mit der ein oder anderen Guest-in, die sich zu dem Thema dann natürlich professioneller äußern können, als wir das tun können. speaker-1: Yes, dann, Georgi, bleibt mir wie immer nur vielen Dank zu sagen an dich und an natürlich auch an euch liebe Hörende fürs Lauschen des Hirngartens und dann hören wir uns hoffentlich nächste Woche wieder bei YouTube. Wenn ihr es da verfolgt gesehen habt, schreibt natürlich sehr gerne in die Kommentare. Was habt ihr im Zweifel für Erfahrungen gesammelt oder habt ihr, ja. irgendwas konträres, sonst was, also alles, was ihr dazu zu äußern habt, schreibt's gerne rein. Genauso natürlich wie Themenwünsche. Und dann sagen wir beide ciao, bis zum nächsten Mal. Tschüss. speaker-0: Tschüss!