speaker-0: Willkommen im Hirngarten, dem ADHS Laberpodcast. Hallo und herzlich willkommen bei Hirngarten, dem ADHS Laberpodcast. Hier gibt es alles rund ums Thema ADHS, von Alltagsabenteuern in unseren Neuro-Spicy-Lives über Mental-Health-Topics bis hin zu unseren nerdigen Fandoms, immer in der Geschmacksrichtung ADHD. Wir kommen also sicher mal vom 100. ins 1000. oder fallen uns ins Wort. Und auch wenn es mal wissenschaftlich wird, wir sind keine Therapeuten oder Psychologen. Der Podcast kommt von ADHSlern für ADHSler und natürlich alle Interessierten. Falls du also das Gefühl hast, brauchst professionelle Hilfe, bitte entsprechende Stellen auf. Notfallhotlines findest du wie immer in den jeweiligen Shownotes. Ich bin Georgi und wie immer an meiner Seite der Konsti. la! Und heute geht es das Thema Gaming. Aber zuallererst, Konsti, wie geht's dir heute? speaker-1: Ganz gut. Doch, kann nicht klagen. Komme gerade frisch aus dem Sport. Hab einiges geschafft heute, das war schön. Habe aber auch heute eine Sache geschafft, die habe ich 15 Jahre nicht mehr bewerkstelligt bekommen. Ich hatte heute Morgen Physiotherapie und wollte eigentlich mit dem Rad hin. Hattet davor aber einen Call, der ging länger und dann dachte ich, fuck, das wird jetzt zu eng, weil das ist mitten in der Innenstadt hier in Hamburg, da fährt es sich auch nicht so geil. Dachte ich, scheiß drauf, fährst mal mit der Bahn. Habe seit kurzem kein Deutschlandticket mehr, war knapp an der Bahn dran, denke ich so, fuck it. Die ganze Zeit, wo ich ein Deutschlandticket hatte, nicht kontrolliert. Ich wurde die ganze Zeit, auch wo ich sonst immer irgendeine Fahrkarte hatte, wurde bestimmt seit, ich weiß nicht wie vielen Jahren, mehr, zumindest nicht in der U-Bahn in Hamburg kontrolliert. Und auch das in der U-Bahn bin ich auch nicht kontrolliert worden. Und an der Haltestelle Rathaus, das ist so eine ... Da würde ich nie aussteigen, wenn nicht daneben meine Physiotherapie wäre. Ich denk mir, wer steigt da überhaupt aus? Weil du hast da vor Mönchelbergstraße den Hauptbahnhof, du hast da hinten dann so, ne? Wir schweifen ab. Da ist genug anderes Interessantes, warum man nicht Rathaus aussteigen sollte. Ich natürlich, wie immer, spät dran, renn quasi den Bahnsteig da entlang. Und dann seh ich sie, die gelbe Mauer, die sich aufbaute aus irgendwelchen Leuten dann da. Und ich so, fuck, na ja. Und dann bin ich da halt reingeraten. Und mir war klar, okay, kommst nicht raus aus der Nummer. Ich hab aber noch mein nicht mehr aktiviertes Deutschlandticket so und tat dann so ganz überrascht, ach, das funktioniert nicht mehr. So, und die meinten dann auch, wir können das jetzt nicht klären, weil das ein anderer Verbund ist und sonst was. Na ja, wahrscheinlich, wenn sie es jetzt nicht an ihren eigenen bürokratischen Hürden scheitern, muss ich 60 Euro zahlen. Sobiert, selber Schuld irgendwo auch. Auf der anderen Seite denke ich mir, wenn ich das so nehme, den Schnitt so 10, 15 Jahre jetzt nicht kontrolliert worden zu sein. Und das sind 60 Euro. Scheiße, ja. Aber auch das Deutschland-Ticket kostet 60 Euro. Also ohne hier kriminelle Energien freisetzen zu wollen, wahrscheinlich fährt man damit deutlich günstiger. Ja, es verbiert. Aber 60 Euro war lange auch der Standard. Preis für Games. Und darum soll es ja heute gehen. Ist nicht mehr ganz der Fall. Heute kriegt man nicht mehr alles für 59,99. Genau. Aber Gaming natürlich auch heute mit Blickrichtung. Sprechen schwer. Gaming mit ADHS oder was macht das mit ADHS? Darüber wollen wir heute sprechen, nicht wahr, Giorgi? Wie geht's dir denn überhaupt? speaker-0: Mir geht's gut so weit. Ich hab heute Homeoffers gehabt. Das ist immer sehr nett. Wir haben die Aufnahme gestern einen Tag verschieben müssen, weil ich hier einen kleinen Pflegefall daheim hab. Also nicht langfristig nur eine erkrankte Lebensgefährtin. Und ja, deswegen, man hat ein bisschen viel Arbeit jetzt die letzten zwei Tage, aber jetzt sind wir wieder auf einem guten Weg und haben trotz Verspätung und allem ... ist sehr gut hier in die Podcastaufnahme geschafft. speaker-1: Ja, eben. Und da vielleicht ein kleines Disclaimer. Worst Case kann es sein, dass du mal rausläufst. Also falls wir heute mal einen Schnitt drin haben, was wir im Regelfall nicht haben, nicht wundern, dann gab es eine kurze Pflegeunterbrechung. Und an der Stelle auch noch ein kleines Disclaimer zu unserer Aufnahmestruktur. Wir wollen ja alles mit euch immer so transparent wie möglich halten. Wir nehmen, das ist jetzt quasi die siebte Folge, glaube ich, die wir jetzt so als die dann eines Tages ausgestrahlt werden wird, aufnehmen. speaker-0: nach dem nach dem reboot speaker-1: Ja, okay, also... speaker-0: Dann Sie mich mal an ein anderes stellen. speaker-1: Auf jeden Fall, genau, Folge sieben ist das. Aber es wird nicht als Folge sieben rausgehen, sondern als Folge drei. Da haben wir uns aus verschiedensten Gründen für entschieden gesagt, so ey, wir sollten mal, das macht voll Sinn, diese Folge da zu platzieren. Das heißt, irgendwo jetzt gerade in diesen ersten Folgen irgendwie mal ein Teasing... nicht hundertprozentig passt. Da arbeiten wir natürlich dran, da wollen wir auch besser werden. Haben aber gesagt, so aus redaktionellen Gründen macht es einfach total Sinn, diese Folge vorzuziehen. Das ist also Folge drei jetzt. Das kann man jetzt so sagen. Ich weiß gar nicht, ob wir andere Folgen so numeriert haben, aber hier sind wir uns jetzt sehr sicher, dass es als Folge drei entstehen wird oder erscheinen wird. Entstehen als Folge sieben, erscheinen als Folge drei. Das nur für euch, für eure Hinterköpfe. Aber nun zacke ich rein. ins Thema Gaming mit ADHS. speaker-0: Das passt auch direkt als Überleitung von einer Chronologie her. tragen heute beide Trauer. Schwarz Trauer tragen für Game Two, wie man bei Concy auf dem Shirt sehr schön sieht, für diejenigen, die den Videopodcast angucken. Denn Game Two ist leider Geschichte, genau wie es Game One war. Also in der Form, in der es existiert hat, erst mal als Videoformat. Und das stimmt uns beide sehr traurig. Von daher auch, es geht uns gut mit einer kleinen Delle. Genau. Aber Hauptthema Game Two ist natürlich Gaming. Wir beide sind große Fans und Konnoisseure des Gamings. Und nicht nur deshalb wird es auch im Nachgang zu dieser Folge einige Folgen immer wieder mal zum Thema Gaming in der einen oder anderen Form geben. Consti, was hast du Fanfans zu Gaming? Ganz kurze Unterbrechung und nein, natürlich keine Werbung. speaker-1: Nur ein paar Infos für euch. Einige Folgen haben wir schon vor einer ganzen Weile aufgenommen. Als Hobbyprojekt müssen wir einfach Episoden voraufzeichnen. Bei unseren zeitlosen Themen ist das aber auch gar kein Problem. Ihr wertet es wahrscheinlich nur bei einigen zeitlichen Bezügenmerken. Wundert euch daher nicht, falls wir nicht auf euer Feedback eingegangen sind. Wir lesen alles, nehmen uns das auch zu Herzen und lassen es so bald wie möglich einfließen. speaker-0: Wie ihr hieran vielleicht auch schon merkt, wir auch schon ein paar technische Verbesserungen und Umstellungen vorgenommen, die ihr dann in späteren Folgen sehen und hören könnt. Und nun geht's weiter mit dem Hirngarten. speaker-1: Ja, du hast ja schon gesagt, wir sind beides Konnisseure. Ich hatte ja auch die Ehre, anderem auch Beiträge mal für Game Two machen zu dürfen. Da natürlich auch Shoutout, also zum Zeitpunkt der Aufnahme der Folge ist es relativ frisch raus, dass halt ein Großteil des aktuellen Teams die Leute da verlassen muss. Also, Gaming hat mich jetzt die letzten Jahre auch immer wieder beruflich tangiert und beschäftigt. Aber natürlich ist es eines meiner absoluten Passionsthemen und das auch schon seit, ja, ab wann spricht man frühester Kindheit? Frühester ist es auch irgendwie schwierig zu sagen, aber ich muss vier, fünf Jahre alt gewesen sein, als ich wirklich angefangen hab, Computerspiele zu konsumieren. Zum einen so ein, zwei Lernspiele waren dann dabei. Aber auch mein Papa hatte relativ frühen Rechner, also sprechen von Anfang, Mitte der 90er. und hatte von seinem Bruder das Safe auch irgendwie gebrannt. War damals noch nicht alles so weit her mit dem Kopierschutz und so. Ja, speaker-0: Das noch verirrt mittlerweile. speaker-1: das hat jeden Fall verjährt und er hat sie ja auch nicht gebrannt, er hatte sie nur. Da waren auf floppy disk, also auf Disketten, noch Prince of Persia und Winter Games und so, wirklich aus heuter Sicht Olle Kamellen, ich glaub beide von 89, also Prince of Persia auf jeden speaker-0: Du versprochen, wolltest sagen, zeitlose Klassiker. speaker-1: So, so. Find ich persönlich ja auch, ne? Aber das ist, ich, hier und da auch eine subjektive Wahrnehmung. Und spätestens Prince of Persia war dann auch so ein Spiel ... Klar, da hat man noch viel mehr Fantasie gebraucht als heutzutage, ne? Was so die Darstellung und sonst was angeht. Das hat aber was mit mir gemacht. Also, ich hab ... nicht nur während des Spielens dann darüber nachgedacht, sondern dann auch irgendwie darüber hinaus, über diese Welt ... nachgedacht und wie ist diese Plattformpassage, habe ich sicherlich in meinem fünfjährigen Hirn nicht so genannt, aber ihr wisst, was ich meine. Also wie ist diese, dieser Abschnitt da irgendwie zu lösen? Wie kann man das, wie kann man das machen und so? Und ja, das hat mich schon sehr begeistert und reingedrackt. Und das war so ein Startschuss, sage ich mal, und das ist sicherlich so immer weitergegangen. Ja, und bei dir? speaker-0: Ja, ich find, man hatte auch viel mehr immer noch mit den einzelnen Spielen viel länger am Stück zu tun, weil einfach, es gab nicht die Auswahl, es heute gab. kam weiß Gott nicht in der Frequenz raus, die einzelnen Spiele. Und auch einfach geldtechnisch oder grade, wenn du sagst, in frühester Kindheit, man hat einfach das genommen, was da war. Entweder die Mittel noch die Bestrebung, da rauszugehen mit vier, fünf Jahren, sich irgendwo ein Spiel kaufen zu können oder zu wollen, geschweige denn, zu dürfen. speaker-1: Das war dann schon deutlich später, ne? Also wie gesagt, Papa hatte dann mal irgendwie ein, zwei so Lernspiele oder so ein bisschen educational stuff mit Olga. Das hat er, glaube ich, dann mal irgendwie für mich gekauft. Aber dass ich irgendwie mal wirklich ein Spiel geschenkt bekommen habe, respektive mir das gewünscht habe oder von dann irgendwie Taschengeld, das war natürlich dann nachher schon Grundschule und auch sicherlich nicht erste Klasse oder so, ne? Das war dann schon speaker-0: Das war alles viel mehr auch von den Eltern kuratiert dadurch. Ich bin eines meiner Glanzstücke, war tatsächlich, dass ich meine Eltern davon überzeugt hatte, ich glaube, Rainbow Six ... ich weiß nicht mehr, welches genau es war, kaufen. Ich war noch in der Schule auf jeden Fall. Und wir hatten tatsächlich ein Buch gelesen, in dem es unter anderem auch Gaming vorkam in der Schule. Und hinten im Abspann war ... wurde sich auch mit der damals tobenden Killerspieldebatte auseinandergesetzt. dann war Reim ... Nee, Entschuldigung, stimmt gar nicht. Ich hab's geschafft, Counter-Strike zu ergattern. So rum war's nämlich, weil es war hinten Rainbow Six aufgeführt. Und Rainbow Six hat eine große strategische Komponente, in dem du die einzelnen Teammitglieder platzieren musst, zumindest in den damaligen Spielen. sich heute auch bisschen ... Es gestaltet sich anders. Raven's Shield war das, glaub ich, damals. Und da musst du die einzelnen Teammitglieder platzieren. Es wurde in dem Spiel drüber gesprochen, das ist natürlich auch mit dieser strategischen Komponente gar nicht so schlecht für das Entwickeln von logischem Denken und so weiter und so fort, blablabla. Das hab ich allen meinen Eltern vorgelesen in diesem Buch, nur dass ich jedes Mal, wenn das Wort Rainbow Six vorkam, es durch die Worte Counter-Strike gesetzt ist. speaker-1: Ja, ich wollte gerade wissen, weil du gerade noch sagtest, es war doch Counter-Strike, aber so rum hast du es dann gedreht, jetzt verstehe ich es auch, weil du dann jetzt doch wieder über Rainbow Six gesprochen hast. speaker-0: Es war auch der Unterschied, dass Rainbow Six ab 16 war und Counter-Strike ab 18. Ich war beides damals noch nicht. speaker-1: Okay, du hast also ein Artikel oder Schulmaterial, was eigentlich über Rainbow Six und die Killerspieldebatte ging, dazu genutzt, an Counter-Strike ranzukommen. Aber auch gut ist smart, sag ich mal. speaker-0: Es hat auf jeden Fall mein kreatives Denken gefördert. speaker-1: Trotzdem war das ja etwas später. Womit bist du so reingeschlittert ins Gaming? Weil das wird ja dann, was weiß ich, vielleicht 13, 14, halt keine 16 oder 18. Aber irgendwie in dem Dreh. waren deine ersten Touching Points? Ohne jetzt das eine Spiel nennen zu müssen. speaker-0: Es ist auch schwierig, ich kann mich nicht mehr dran erinnern. Ich vermute, war irgendwas auf DOS, Lemminge oder so was in dem Dreh, womit ich als Erstes in Kontakt kam. Ich glaube, das, was am ehesten ist, ich hatte von meinem Opa, der bei der Post und bei der Telekom gearbeitet hatte, Zeit seines Arbeitslebens, die hatten einen Laptop, das ist schon sehr wert, weit hergeholt, dieser Begriff, denn der Laptop wog, ich glaube, tatsächlich mehrere Kilogramm, also wirklich eher so in 5-6 Kilogramm Bereich. Hatte auch eher so Postpaketformate. Ich glaube, das Ding war so, sagen wir mal, bestimmt 20 Zentimeter dick und dementsprechend breit. Hatte auch eine rausnehmbare Festplatte, die so dick war wie ein Buch im Endeffekt, also eher wie so ein Duden. Und da war MS-DOS drauf. das war tatsächlich mein erster Kontakt. speaker-1: Betriebssystem, also Vorgänger von ... speaker-0: Der Urgroßvater des heutigen Windows 11 sozusagen. Eigentlich der Urgroßvater schon. Das hatte noch keine Benutzeroberfläche, es hatte nur eine Commandzeile, mit der du aktiv die Spiele aufrufen musstest. Und ich glaube, Lemminge und Arkanoid, das ist dieses Spiel, wo du unten eine Plattform hast und einen Ball, und musst oben so eine Mauer quasi vernichten mit dem Ball. Der Ball prallt immer von der Mauer ab, und du musst es mit der Plattform wieder zurückwerfen. Und ich glaube, und das ist auch bis heute einer meiner Lieblingstitel, es gab, glaube ich, noch Indiana Jones and the Fate of Atlantis als Point und Click. Und das hat dann auch meine große Liebe für Point und Click Adventure, die auch bis heute nicht erloschen ist, geweckt. So was in dem Dreh. Und natürlich auch, was man auch dazuzählen muss, Konsolenspiele. Wir hatten einen Nachbarsjungen, noch von bisschen früher, der war auch einen Ticken älter als wir. eine alte Sega-Konsole hatte. Ich bin mir mehr ganz sicher. Es war, glaub ich, ein Saturn oder so was. Mhm. Also Sega Saturn, wo ich viel Megaman mit ihm gespielt hatte. Und Sonic, so was in die Richtung. Das lief dann auch parallel, es hat noch bisschen gedauert, weil ich eine eigene Konsole hatte. Ich bin dann eher in dem Computerthema weiter noch gewesen. Aber ja, ich glaube, deswegen hab ich auch große Liebe für Spiele, die eigentlich auch damals schon alt waren, als ich sie gespielt hab. Ich finde, hat man da speaker-1: Aber auch gar nicht so wahrgenommen, sorry. Weil, wie gesagt, als ich Prince of Persia gespielt hab, war das Spiel ja auch vier, fünf, sechs Jahre irgendwo in dem Dreh. Wahrscheinlich hab ich 95 gespielt, das erste Mal oder so. Und ich hab das ja auch über ... jetzt aus meiner retrospectiven Jahre, das wahrscheinlich reell so ein, anderthalb Jahre, ist schwer zu rekonstruieren, aber ... Ja, das hat man da nicht so wahrgenommen, dass irgendwelche Sachen in irgendeiner Form outdated waren. Also zumindest in dieser Frühphase bei Phara speaker-0: Ich diese Entwicklungssprünge in Grafik zum Beispiel. Es war ein eher langsamer Prozess und dann kam immer mal so ein Meilenstein raus, der dann irgendeinen Aspekt von Gaming auf ein anderes Level gehoben hat, was ich damals, Half-Life 1 bei den speaker-1: vor allem auch Ende der 90er, der 3D-Grafik speaker-0: Vorher war das immer so sehr pixelmatschig und weiß ich nicht, den 8 auf den 16-Bit-Konsolen. Na klar, aus damaliger Sicht hat man einen extremen Sprung gesehen. Wenn ich jetzt heute jemanden von Gen Alpha oder vielleicht noch einen jüngeren Genzilla irgendwie den Unterschied zwischen 8- und 16-Bit-Grafik oder 16-32-Bit-Grafik erklären will, lacht er mich wahrscheinlich auch aus. speaker-1: Ich würde sagen, da bist du selbst bei einigen Millennials speaker-0: Aber ich bin auf der einen Seite dankbar dafür, dass ich das mitnehmen konnte. Und auf der anderen Seite beneide ich manchmal auch wirklich noch so ältere Generationen, weil das für die noch viel greifbarer sein muss oder die diese ganzen Klassiker jetzt heutzutage gespielt haben und spielen konnten. Und es waren einfach noch keine Klassiker, sondern sie haben's einfach live miterlebt, bisschen veteranmäßig. speaker-1: OG Pong bist. speaker-0: Genau. Dann hättest du aber wahrscheinlich Probleme heute noch mit schneller Reaktionszeitung zu spielen, weil OG-Pong ist schon ein bisschen her. speaker-1: Das ist schon ein bisschen her, ja. Aber wann ist denn bei dir oder so, soweit ich das weiß, gab's ja dann irgendwann den Punkt, wo ich sag mal, wo es über das reine Spielen auch dann hinausging, also dass ich dich auch mehr damit befasst hast und was hat das so bei dir ausgelöst werden, was ist so deine weiterführende Geschichte, sag ich dann mal, mit Games und warum ist es bis heute ja auch ein wichtiger Bestandteil? speaker-0: Ich glaube, das hat eigentlich fast umgehend reingehauen, sag ich mal. A, dadurch, dass es halt noch keine wirkliche grafische Benutzeroberfläche gab, hat es diesen Technikaspekt irgendwie gekitzelt. Für mich war das schon immer wie so ein riesiger Baukasten. Da konntest du auch nicht viel kaputt machen, wenn du kaputt gemacht hast, hättest du es Zweifel neu aufgesetzt. Das war dann auch wieder neues Projekt sozusagen. Und ... Also, das ... Zum einen das ganz toll, und ich war auch damals schon eine relativ große Leseratte. Und spätestens dann mit Indiana Jones und The Fate of Atlantis ... hab ich gemerkt, das erzählt Geschichten. richtig tolle Geschichten, aber ich muss das nicht nur passiv lesen, sondern ich kann quasi in der Geschichte sein, ich bin wirklich der Charakter. Und ich muss es mir nicht nur vorstellen, sondern ich kann interagieren mit dem Spiel. Und ich glaub, da hat's dann ... komplett ausgesetzt und davon dem Moment an war's, glaub ich, mich geschehen dann. Und das seh ich auch bis heute noch so. Ich spiel sehr gerne storygetriebene Spiele, also ich brauch gar nicht so krass viel Action. Und genau, ich brauch das gar nicht so kompetitiv, sondern für mich steht da eher die Story im Hintergrund, ist auch die Grafik oftmals gar nicht so wichtig. Aber, das kannst du jetzt gerne ausführen, wie ist das bei dir? Ich weiß, du bist eher der kompetitive Typ und du magst auch Grafik und Action sehr gerne. speaker-1: Ja, also es ist, man hat ja früher immer Grafikkuche gesagt, also es ist natürlich sehr sexistisch formuliert, aber ich glaube, jeder versteht, was darunter gemeint ist. Man hat mich schon mit nicer Optik, konnte man mich auf jeden Fall auch ködern, gerade so, also heutzutage auch nicht mehr so, schon auch noch, aber die Sprünge sind heutzutage auch viel nuanciierter da. Ich kann mich schon über, ich drop jetzt einfach mal ein paar Worte, ohne das jetzt zu erklären, seht's mir nach, aber ... kann mich schon über geiles Raytracing und gutes Pastracing und mega geile Kantenglättung und sonst was freuen und ein gutes Bitmapping, was Textur und all. kann mich immer noch daran erfreuen. Aber es ist halt nicht mehr so, weil ich halt auch zu viel Gehaltloses, sag ich mal, mit sehr guter Grafik dann gesehen habe. Und zum anderen, weil die Sprünge zumindest auch in meiner Wahrnehmung da viel kleiner geworden sind allgemein. Ich glaube, ist auch so, ohne dass jetzt bei mir so eine krasse Gaming-Müdigkeit irgendwie eingetreten wäre jemals in meinem Leben. Aber es ist schon sicher auch aufgrund des Alters so. Kindliche Begeisterung ist nicht immer mehr da. Gab's jetzt also so ein Müh, flammte auf, als es eine nicht-Gameplay-Demo, wie ganz viel geschrieben wird, sondern eine Tech-Demo, von dem irgendwann, ich vermute nicht vor 28, erscheinen dann The Witcher 4. wo man jetzt erst mal so einen Teil, wo ich dachte, ja, wenn das tatsächlich dann irgendwann mal so aussieht, dann bin ich auch dabei. Aber das sind halt Sachen, die mich auch schon, jetzt den Anfang, den Schluss zu finden, schon früh auch begeistert hat. Also klar, wie gesagt, fing auf den Disketten an. durfte nie ... Auch nachher als Jugendlicher war das schon auch noch die sogenannte Mediennutzungszeugt. Bei uns im Formierienhaus war ... durchaus beschränkter Natur. ist natürlich immer mehr je älter. Ich wurde ausgefadet, klar, aber speaker-0: Darf ich kurz fragen, ob das auch damals schon so betitelt wurde von deinen Eltern? speaker-1: Ja, glaube schon tatsächlich. Also wie gesagt, das hat sich ja auch gezogen. Das hieß am Anfang, hieß es dann, was weiß ich, Computerzeit. speaker-0: Klingt so schön Klischee-deutsch. Konstantin, deine Mediennutzungszeit ist aufgepresst. speaker-1: Braucht, ja. Nee, also wie gesagt, war nachher mit mit 15, glaube ich, so das letzte Mal noch so wirklich irgendwie Thema und dann war das Kind auch nachher irgendwann in den Brunnen gefallen, aber ich hatte ewig auch keinen eigenen Fernseher, obwohl ich nachher auch Konsolen hatte und sowas. Ich hatte dafür eher schon früh auch PCs, weil man mit denen halt eben auch nicht nur zocken konnte. Also es war so auch für schulische Recherchen. irgendwelche Präsen. speaker-0: Das ist Totschlagargument. speaker-1: Aber nee, das musste ich tatsächlich auch mal, weil ich habe trotzdem genossen, am PC Sachen zu arbeiten. Kann man sich jetzt nach den ganzen Bürojahren ein bisschen anderer Blick drauf, aber damals war das halt, ui nice, ich kann da dran was machen, ich tippe jetzt auf der Tastatur anstatt dass ich irgendwas in meinen Hausaufgabenheft tippe, schreibe. Also da war schon immer so eine Begeisterung auch für das Technische drum herum. Und ähnlich wie bei dir, ging's dann auch tatsächlich mit irgendwie Geschichten oder vor allen Dingen auch weltenlos. Es muss nicht unbedingt eine auserzählte Geschichte sein, aber dass mein Kopf sich damit noch weit über das eigentliche Spielen, wenn ich dann mal wieder, weiß ich, sieben, acht, ne Stunde Monkey Island 3 spielen konnte, war das schon, hohoho, geil so, aber dann war halt irgendwann die Zeit vorbei. Und dann musste ich irgendwie zwei, drei Tage warten, bis ich weiterspielen durfte. ne, weiß jetzt nicht mehr genau, wie es war. Aber hab mich halt trotzdem so im Kopf, wie könnte ich jetzt das Rätsel lösen, so was, wie die Geschichte wohl weitergeht. So auch dieses Storytelling und wie dieses Universum dann funktioniert, Auch da wieder, so hat der, was weiß ich, alt war ich damals, wie gesagt, acht, neun Jahre, konnte's ja nicht gesagt, wie dieses Universum, dieses Worldbuilding da funktioniert, hat er sich ja nicht so ... gesagt in seinem Köpfchen, aber so vom Inhaltlichen gedacht. Und das fand ich so spannend, dass es auch bei mir schnell ausschlug. Also ich hab so irgendwie meine ersten Bravo-Screen-Fans, auch ein längst ausgestorbenes Computerspielmagazin oder Videospielmagazin, sowie auch die Computerbildspiele, die es ja jetzt auch schon jahrelang nicht mehr als Print gibt. Das waren so die ersten Dinger. Davon hab ich auf jeden Fall, ich glaub Die müsste irgendwo, müsste ich die auch noch rumliegen haben, bin ich mir mehr 100 % sicher. Die hab ich halt aus der, ähm, aus der noch 90er-Jahre-Zeit. So, ne? Und bis heute, äh, tatsächlich lese ich die GameStar, so, der ich dann irgendwann in Anfang der Nullerjahre geschiftet bin. Ähm, was gut war, weil die gibt's noch. Den anderen Croms gibt's alles so in der Form nicht. Und genau, ich hab mich halt schnell viel über meine eigentlichen Medien nutzungszeugt. zu Dauer darüber hinaus. speaker-0: bin dafür, dass wir das auch jetzt immer nur so aussprechen. speaker-1: Darüber hinaus halt damit beschäftigt und beschäftigen können, indem ich halt dann einfach, Oma und Opa haben mich abgeholt von der Schule, wurde eingekauft und da stand wieder eine Mind and Fane Game Star drauf, geimpft worden. Und dann landet die, zufällig im Einkaufsverhang. Und dann wurd sich gemütlich bei Oma und Opa auf die Couch gepfletzt und das Ding erst mal durchgerattert so, ne, und durchgelesen und da waren ja auch immer noch irgendwelche Spiele-Discs drin. speaker-0: Das war nämlich das Fiese. Es ging nicht nur die Inhalte, die ich wegrasiert hab, wie sonst was. Aber es war immer eine CD dabei mit entweder oder mit beiden Demos von ganz neuen Spielen, die ich zu 99 Prozent nicht auf meinem PC installieren konnte, weil die grafikhungrig war. speaker-1: Ich hatte 2002 auf einer GameStar-CD, ich glaub sogar auf meine allerersten GameStar, da war der Test von Warcraft 3 drin. Also noch nicht das Addon, sondern wirklich Warcraft 3. Wie hieß denn das noch mal? Reign of Chaos ist da der Untertitel, ich nicht. Und da war eine Demo vom damals ganz frühe erschienen GTA 3 drin. So hat man natürlich überhaupt, also das ... keine Chance. Das hat damalige Spitzenrechner klein gekriegt. Mit meinem 133 Megahertz Rechner war da nicht mal das Menü. speaker-0: musstest, weil der Lüfter so krass gepumpt hat. Und es waren auch immer Spiele drauf, Dann meistens schon etwas ältere Spiele oder so grade nicht mehr ultrazeitgemäße Spiele. Genau, das war das Geile, weil sie konnten. speaker-1: Also, die konnte dein Rechner dann abspielen. Aber da sind wir wieder bei der Mediennutzungsdauer. ... Weil so konnte ich das ein Stück weit ja Was heißt umgehen? Klar, irgendwo ist der Zeitschrift auch ein Medium, aber das fiel nicht darunter. Lesen konnte ich so Hups, Mikrofon geschlagen, sorry. So viel lesen, wie ich wollte, und ein Stück weit auch, ich wollte. Zumindest ab einem gewissen Alter so. Und hab da eben ... Sau viel so, auch Computerspielmagazine. Gab Monate, da hatte ich drei verschiedene Fachzeitschriften und hab mir die dann reingedeuelt, weil ich eben dann so halt in diesen Universen weiter noch irgendwie, da ist was Geiles und sonst was, das ging dann nachher rüber auch in die Hardware-Bereiche, dass ich anfing, mich auch dafür zu interessieren, weil irgendwann hast du alle Tests gelesen gehabt so. Und das ja auch, finde ich nach wie vor, spannendes Thema, auch wenn ich nicht mehr so drin bin wie damals. Nichtsdestotrotz, ja, bin ich so komplett in Universen. rein und das ist halt auch so, da sind wir auch bei einem der ersten ADHS-Spezifika. Ähm, gerade dieses sich verlieren in fremden Welten, ne? Wenn wir jetzt gerade, hast ja zum Beispiel auch von Geschichten erzählt, ich weiß nicht, du kannst ja vielleicht noch mal zu Fate of Atlantis was sagen, ob du dann da wirklich auch, also verlieren nicht im negativen Sinne hier geframed, ne? Sondern einfach so, sich halt irgendwie, wie man sich in einem guten Buch eben auch verlieren kann. Hattest du das da schon? Das war ja sehr früh. speaker-0: Ja, ich denk schon. Dadurch, dass das Gehirn auch noch gar nicht so angepasst war auf das Konsumieren von dieser Art Medien, haben da meine Neuronen natürlich extrem gefeuert. Weil so was, also, man hat ja, das war noch vor Handys, irgendwie großartigen Digitalkameras, das einzige Medium, was ich so an einem Bildschirm bis dato konsumiert hab, war Fernsehen. Und das ist ja auch eher ein passives Konsumieren, als ein tatsächlich irgendwie Aktives da drauf einwirken können, außer ich glaub, du hast ... Gab's das bei Giga mit dem Hugo-Spiel, diesem kleinen Goblin, wo du anrufen konntest? Ich speaker-1: Ja, nee, das war nicht Kira. speaker-0: war ganz sicher, also ich musste quasi die Befehle ... Die speaker-1: was du meinst mit den Hugo-Dingern. speaker-0: Telefonleitung, und die haben das dann gedrückt live on TV. speaker-1: Ja, komplett. speaker-0: Genau, aber das wäre das Einzige, mir so in die Richtung einfällt. Deswegen, glaub, ich bin da schon sehr drin versunken, aber auch hier erst mal noch in einem total positiven Sinne. Also, natürlich musste man mich dann da auch von wegreißen, weil Aber das musste man basically auch von den Büchern machen. Also es war nicht so, dass das jetzt ein Alleinstellungsmerkmal speaker-1: Das sind nicht nur Computerspiele, das sind Bücher, können Zeitschriften, können Comics, das können Filme, Serien, sonst was sein. wir sprechen ja heute spezifischer über Videospiele, aber nichtsdestotrotz geht es erst mal diesen Aspekt, das teilweise auch flucht. Und da würde ich so bisschen negativ frame dann, weil ich hatte ja auch schon in einer Folge, die ihr später hören könnt, wo wir über Star Wars sprechen. So auch die Anekdoten, dass ich dann halt da komplett in dieser Welt so ein Stück weit gelebt habe und das auch tatsächlich sehr angenehm empfunden habe. Aber es ist natürlich hier und da zum Beispiel für den Schulalltag hier und da schwieriger. Deswegen finde ich es total spannend. Aber gleichzeitig hat es natürlich auch für viele Menschen einen, also diese, ob man es jetzt Im Positiven, verliert sich und wird irgendwie Teil dieser Welt oder im Negativen, man flüchtet sich dahin, weil irgendwie Probleme im Alltag, Schulalltag ist natürlich vor allen Dingen das Ding für junge Kids und so. Ich weiß nicht, sich das jetzt, kann man superschwer beurteilen im Nachgang, ob sich das jetzt positiv oder negativ ausgewirkt hat. Ich kann nur für mich sagen, ich fand's total beruhigend. Und da kommen wir auch noch im Laufe dieses Podcasts Da gibt's auch sehr spannende Studien zu. Aber für mich war das halt auch ... Ich konnte mein ... Das hat man natürlich ... Damals hab ich das so nicht wahrgenommen oder so. Und es war ja teils ... Ich hab ja schon länger Videospiele gespielt als meine ja doch sehr frühe ADHS-Diagnose. Ich müsste zweite Klasse gewesen sein. Erste, zweite Klasse irgendwo. war das halt bei mir mit der Diagnostik. Und trotzdem war das für mich halt schon ... Nur weil die Diagnose dann halt erst da war, war das natürlich davor auch so ein Fact. Und ich konnte halt einfach was wir heute so als Hyperfokus nehmen. Wenn gerade ... Also diese Hyperfixierung so zack, ich bin dann jetzt da drin und ich bleib da drin. So, da dieses Zack-Bumm rein. Und das hat aber natürlich so einen supergeilen, heute würde man Ease of Mind sagen, so einen, meinen Hirn. konnte sich richtig krass dabei entspannen. Deswegen hab ich, ich glaube auch deswegen unterbewusst, hab ich Videospiele so heftig direkt geliebt. Weil, Gott, ich muss hier für Prince of Persia links, rechts und ... Was war das Schwert? Ist D oder was? Und auf E ist die Potion. Ich weiß es gar nicht mehr genau. auch Bullshit speaker-0: noch mit den Pfeiltasten. speaker-1: sein. Da hast du noch mit den Pfeiltasten gelenkt, ja. Das war, das war mein, ne, diese ... Hand-Auge-Koordination plus halt dann irgendwie dieses ganze noch World-Bidding, was ja dann gerade bei so was wie Prince of Persia noch verhältnismaginal war, aber natürlich dadurch auch der Fantasie ein Stück weit freien Lauf lassen konnte, was sicherlich nicht schlecht war. Da war ich halt einfach so direkt drin und konnte richtig aktiv entspannen, ohne dass mir das natürlich damals so bewusst gewesen wäre, dass ich das so hatte. Und das ist was, das hab ich bis heute. dass ich muss mich da auch mehr drauf einlassen können. Also, ich kann auch nicht jeden Tag von morgens bis abends Videospiele spielen, logischerweise. Allein aus diversen Gründen, die das Leben einem so abverlangen. Der Werbstich. Ja, sonst was. Zichtgeschichten. Aber ich muss auch so, weil ich's mittlerweile viel bewusster mache, es auch schon so, ich muss mich drauf einlassen können. Und da sind wir, was du angeteased hast. Ich spiel nach wie vor sehr gerne Storygames, aber ich hab jetzt zum Beispiel gestern den ersten Boss im Addon von Lies of Pi. Das Addon ist relativ frisch gerade erschienen zur Zeit der Aufnahme dieses Podcastes. Und genau, da bin ich jetzt auch irgendwie eine Woche, anderthalb ... nicht zugekommen, weil ich mich nicht da so runterfahren für und erden konnte und so diese angesprochenen kompetitiven Sachen. Dafür muss ich mich nicht großartig erden. ich jetzt persönlich spiele, zum Beispiel relativ viel Apex Legends, ist ein Battle-Royale-Shooter, da mach ich an, zack. Da gibt's auch sau viel Lore drumherum und hab ich mir auch schon alles mal reingezogen. Aber in dem Moment ist es so, so, ja, ich hab jetzt ein bisschen Zeit, ich hab einfach Bock, Kopf auszuschalten, zack, bin ich drin. Und gleichzeitig triggert aber mein kompetitives Dasein. Ich will dir allerbesten. speaker-0: Aber das ist lustig, weil ich hab ein ähnliches Phänomen, weil ich eben nicht so ein Shooterspieler bin zum Beispiel, der so halt eben ... Das lässt sich ja gut mal eine Runde spielen, ne? Da kann man sich hinsetzen, kann sagen, ich mach das mal eine halbe Stunde oder Stunde, und dann kann man's wieder ausschalten. Und ich gönne mir sehr oft das Spiel nicht, weil ich aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel Impostor ... Ich Gefühl, ich hab's nicht verdient an dem Tag und müsste noch 100 andere Sachen machen, obwohl es vielleicht total praktisch wäre, dass ich eben mal runterfahre und was für mich auch mache. Das hat mal dazu geführt, dass ich auch mal eine ganze Weile lang, ich würd sagen, fast zweieinhalb, drei Jahre am Stück, fast gar nicht gezockt hab, obwohl ich ... speaker-1: Also wie alt warst du da, von wann bis wann? speaker-0: Ich würd sagen, während des Studiums, also, muss ich irgendwo zwischen 2015 und 2020 so plus minus abgespielt haben. Einfach weil ich dann auch oft das Gefühl hab, und das hab ich auch heute noch, mit, ich muss mich jetzt dann auch darauf einlassen können und aus der Angst dann rausgerissen zu werden und mir das bisschen, was ich spielen kann, auch noch damit zu vermeiden, versauen, komm ich dann gar nicht zum Spielen, obwohl ich richtig Bock hätte. Und obwohl ich in der Theorie wahrscheinlich auch die Zeit hätte. Und das hab ich auch das Gefühl, dass das was sehr ADHS-spezifisches ist. Das krieg ich zumindest eher von Leuten in meinem Umkreis, von denen ich weiß, dass sie auch ADHS haben, dass sie ähnliche Probleme da haben. Dass das einen auch versaut. speaker-1: ist ja eben dieses Impostor-Ding, eher, dass du dir selber sagst, Gott, ich habe das nicht verdient. Ich habe diesen Spaß nicht verdient. Das ist ja, sag ich mal, von dem, was Gaming mit ADHS macht. Das könnte ja bei allen Sachen sein. Wenn jetzt dein Treat nicht Gaming, sondern ein Kinogang wäre oder gutes Essen gehen, sonst das würde ja immer in der gleichen Sache funktionieren. Versteh ich voll. Bei Gaming hatte ich das tatsächlich so noch nie. Nicht, dass ich nicht mal irgendwie ein schlechtes Gewissen hab, wenn ich denk so, boah, ich müsste jetzt eigentlich Sache XY machen, aber bin doch jetzt hier in einem Spiel versagt. Klar, sowas ist vorgekommen. Aber dass ich mich jetzt dabei imposterisch gefühlt hab, obwohl ich das ja auch sehr gut kann, das weniger. Ich glaube, ohne dass ich das bewusst so je gesagt hätte, aber weil es für mich ein Stück weit wie auch so eine ... Selbsttherapie ist. Das ist so was, das ist für mich richtig aktive Me-Time. Da kann ich mal, selbst auch wenn ich mit Leuten online, also sprich digital zusammenspiele oder CouchCorp-mäßig, kommen natürlich noch eine andere soziale Komponente rein und da braucht man sicherlich dann auch wieder eine Social Battery dafür, aber in dem Moment, so gerade wenn ich mich dann jetzt einfach hinsetze und gestern hatte ich jetzt das erste Mal seit so einer Woche Zeit. Und hab gesagt, jetzt hab ich mal irgendwie knapp zwei Stunden, wenn überhaupt, auch mal wieder reingespielt. Aber man musste halt eben dafür auch runterfahren können. Aber in dieser Zeit ... herrlich. So, ne? Da kann ich komplett ... kann ich mich drauf einlassen. Und ich kann's nicht so wie du, weil dann funktioniert der Hyperfokus bei mir nicht. Du kannst ja auch Spiele, in denen es quasi kaum ... Gameplay-Elemente, also kaum gamifizierte Sachen, irgendwie, dass man keinen Skill großartig braucht, das ist mehr so ein genannten Walking Simulator, die eine supergeile Story haben können. Vielleicht kannst du sogar auch Entscheidungen und Twists treffen, gibt's auch viele Beispiele, zum Beispiel von Telltale's The Walking Dead oder so, da machst du gameplay-wise actually nichts, aber kannst trotzdem krasse Entscheidungen treffen. Also ich glaub schon, dass das Leute heftig mitnimmt, aber sowas würde sich für mich ... wahrscheinlich nicht lange tragen, weil mir dieser Hyperfokus dabei fehlen würde für dieses eben Handauge, dieses so ich bin komplett drin, weswegen ich halt eher kompetitive Sachen spiele, also irgendwelche Multiplayer-Geschichten. Neben Shootern ist das bei mir im Regelfall ein Sportspiel, meistens sowas wie, früher hieß es FIFA, jetzt EA FC. Oder was soll über die letzten zehn, zehn Jahre, wann hab ich ja 2015 das erste davon gespielt. die Souls Reihe halt, das ist halt so meine beste MeTime. Das kann ich mit meiner Freundin speaker-0: Diese Skillchecks, ne? Also du brauchst das, dieses ... Für dich ... Für mich ... äh ... feuert hier schon die Glückshormone, wenn ich eine Story-Progression hab. Und bei du brauchst diesen Skillcheck. Du musst dieses ... Ich muss es wirklich physisch fast übern Berg geschafft haben, wenn ich den Bossgegner besiegt habe. Dann kickt das bei dir erst rein. speaker-1: Also, das Dopamin würde bei mir jetzt nicht nur wegen der Story kicken. Deswegen fand ich Lives of Pi ganz, ganz großartig, weil es ... speaker-0: Beides. speaker-1: Genau, weil es halt deutlich mehr ... nicht deutlich mehr Lore, noch mehr Lore hat sicherlich die Dark Souls und Elden Ring und sonst was. Ich liebe dieses Spiel auch. Aber das Spiel gibt es dir viel leichter und einfacher Preis. Dass du einfach beim Durchspielen ... Krass, in der ich hab da so kranke Momente, grade so zum Ende, wo du denkst, okay ... Okay, ist das jetzt gerade passiert? Ist das wirklich gerade passiert? Okay. Also, es ist wirklich heftig. Also, da saß ich halt nicht nur wegen der Boss-Fights, denn so irgendwie teilweise geschockt dann davor. Und das kann mich dann natürlich auch hucken. Ich wollte dann schon auch, dass es wissen, wie es weitergeht, so rum formuliert. Aber wenn ich das, wenn, also, die gleiche Story wäre trotzdem grandios, wenn du sie als Walking Simulator, das macht ja die Story nicht schlechter. Aber weiß ich nicht, ob es mich dann halt bis zum Ende drangehalten hätte. Weil dieses, wie du sagst, diese Dopaminausschüttung ist natürlich, das ist halt eine dieser ganz großen Sachen mit ADHS und Gaming, halt, und da kommt natürlich das ein bisschen persönlich, sag ich mal, wann wie was ausgeschüttet wird. Aber du bist halt als ADHSler eigentlich immer, völlig unabhängig vom Gaming, immer auf der Suche nach dem nächsten Dopaminkick. So. Und ich weiß noch halt in einem dieser Lern... Ich weiß nicht, ob es ein richtiges Lernspiel war, aber eines der ersten Spiele. weiß nicht mehr, wie heißt, du mich ärgert. ich würd's gerne mal... speaker-0: Schreib's mal, vielleicht komm ich drüber. speaker-1: Also da... Du hast so eine Art Geisterhaus, Geistervilla. Vielleicht hieß es sogar Geistervilla, keine Ahnung. Erkundet. Natürlich wirklich, also ab Null so, ne? Also das, ne? Nicht irgendwie ein echtes Horrorhaus. Und man hatte... Ich weiß nicht, ob die irgendeine Sache hatten. Ich glaub, es war aber auch eines der Spielziele. So ein Collectible, musstest überall so, glaub ich, gelbe Socken machen, ist meine ich finden. Und war halt so point-and-click-mäßig, konntest du halt in irgendwelchen Schubladen oder dahinter oder musstest mal was irgendwie, keine Ahnung, den Garderobenständer umdrehen und wunderbar hingen da oben da eine gelbe Socke. I fucking loved it. Und jede Socke, überhaupt gar keinen ... Impact hatte, außer dass da oben eine Zahl stand, glaube ich, oben rechts, wie viele Socken man denn gesammelt hat. Fack hat mich das damals als Fünfjähriger, wahrscheinlich Sechsjähriger, Max, hat mich das begeistert, wenn ich einfach eine dieser beschissenen Socken gefunden habe. Das ist halt komplett wild. Natürlich habe ich das damals null verstanden, aber im Endeffekt ist einfach nur Dopamin ausgeschüttet worden und der kleine Renekonsti hat heftig Party gemacht und sich richtig darüber gefreut. speaker-0: Ich was im Geisterhaus gibt's hier. Könnte das sein. speaker-1: Ja, schickt Schickt mir mal nicht jetzt, sonst ploppt sie nämlich gleich bei Discord auf, aber schickt mir mal in einem Nachgang den Link, dann check ich das mal. Wenn es das tatsächlich ist oder wenn ich es auf anderem Wege finden sollte, dann pack ich euch das auf jeden Fall mit in die Show Notes. Aber ich weiß wie gesagt den Namen nicht mehr. Aber ab da ging das eigentlich los, so Dopaminausschüttung. Auch mit eben, hast bei Prince of Persia den einen Gegner, der irgendwie fünf Herzen hatte, hast du jetzt gerade mal umgehauen oder sonst was oder Level XY geschafft. Und das funktioniert bei mir bis heute. Natürlich auch mit einer höheren Spanne Richtung Frust, weil bei mir ist es so, reine Story-Progression reicht im Regelfall nicht aus. Das heißt, ich hab beim vorvorletzten Boss bei Laxacia bei Lies of Pi hab ich ja auch einmal so vor Frustration geschrien, dass meine Freundin reinkam und meinte zu, kannst du die Uhrzeit wirklich, das geht nicht. In dem Moment war ich so, scheißegal. So, aber natürlich. speaker-0: Die Impulskontrolle. speaker-1: war da wenig gegeben. habe sie an dem gleichen Abend noch gelegt. speaker-0: geht von den Bossgegenen, nicht von den Nerven. speaker-1: Scheiß. Genau. Und natürlich war dann die Befriedigung sehr groß, wobei ich auch merke, leider hat alles ein Stück weit Abnutzungserscheinungen, sage ich mal, weil ich mittlerweile auch schon will, der Bossfalt muss sich auch richtig geil angefühlt haben und ich muss in so einen Soulslike Dingern das Gefühl haben, ich habe es so gut gelernt, ich habe diesen Boss so verstanden, das war jetzt nicht irgendwie Glück. Sondern sollte ich jetzt wieder auf den Boss treffen, habe ich eine sehr gute reelle Chance, die Patterns auch so zu, also Bewegungsmustern, Patterns, so zu kennen, dass ich das Ganze replizieren kann. Das heißt, es fühlt sich für mich auch weniger geil an, wenn ich das Gefühl habe, ich hab's ein Stück weit gelackt so. Oder jetzt zum Beispiel der erste Boss im Addon ist ein riesiges Krokodil, was an sich cool klingt, aber die Kamera ist dabei shit. So. Und ich hab's nach vier, fünf Tries hatte ich, das ging relativ entspannt, aber es hat sich nicht sehr befriedigend angefühlt. Weil es hätte sich so angefühlt, ein Stück weit, es könnte auch sein, wenn ich das jetzt 20 Mal hätte machen müssen und es hätte dann geklappt oder es hätte auch beim ersten Mal klappen können, es war so ein bisschen so in-between so. Und das ist ähnlich auch bei diesen Multiplayer-Shootern. Da hab ich bei Apex Legends sind zum Beispiel 60 Leute auf einer Map. So, und ich hab aber mehrfach schon geschafft im zweistelligen Bereich Kills zu haben, was schon relativ gut ist. Also weil du kannst, hast halt, bist in einem Dreier-Squad unterwegs, hast 57 Gegner, die auf der kompletten Karte sind, was immer kleiner wird. Du kannst halt so gar nicht so viele Leute kriegen und dann hast du ja auch noch deine Teammitglieder. Also selbst wenn du gewinnst, ist das nicht gegeben. Aber da habe ich dann auch so jetzt den Anspruch an mich, was mir selber dann so Sachen verleitet. Also wenn du diese Season nicht mindestens einmal zweistellig Kills auflegst und nicht bis mindestens in den Platinum-Rank reinkommst. Schwierig. So, ne? speaker-0: Ich finde, da sieht man auch, wie unterschiedlich sich das, obwohl wir ja beide ADHSler sind, ausgestalten kann. Weil wenn wir jetzt mal bei diesem Beispiel Soulslike bleiben, ich finde, da kann man das sehr schön differenzieren anhand von uns beiden, weil genau das, was dich so kickt, schreckt mich total ab. Weil ich hab da wirklich null Frustrationstoleranz. Ich hab so dieses typische ... Ich hab's nicht beim dritten Versuch geschafft, scheiße. Brauch ich nicht mehr, will ich nicht mehr, nimm's weg, brauch ich nicht mehr sehen. Wenn ich nicht sofort der Meister da drin bin, dann fick's einfach. Lauge, ja, sorry. Und, ganz kurz, und ... Mir wird das auch langweilig dann. Also, ich ... Ich hab dann A, ich kann mir nicht gönnen, davon wegzugehen und vielleicht was anderes zu machen, selbst wenn das Spiel mir das ermöglicht, ich hab das noch nicht geschafft. Aber es wird mir auch dann zu langweilig. Wenn ich das dritte, vierte, fünfte Mal den gleichen Bossraum sehe, den gleichen Bossgegner, dann kickt's nicht mehr und dann Wenn ich das nicht durchziehe, bis ich das Ding gelegt hab, und das passiert dann oft nicht, werd ich das Spiel beiseitelegen und mir sagen, ich mach das dann wannanders, und dann werd ich das die nächsten siebeneinhalb Jahre nicht mehr anfassen. Und es wird einfach da rumgammeln. Und wenn ich dann doch mal die Motivation hab, es wieder aufzunehmen, ich so frustriert davon, dass ich die Steuerung nicht mehr drin hab, dass ich's auch ranzulassen kann. speaker-1: Alles Sachen, die ich verstehe. Ich glaube, bei diesem Subgenres Soulslike machen wir vielleicht auch irgendwann mal noch mal eine Folge zu, weil gibt sehr, sehr viel her, gerade so mit ADHS-Spezifika. Weil ich glaube, da gibt's so ein Stück weit nur so Hop oder Top, also so den Georgi oder den Constiway. Und ich glaube, gerade ADHS-Lerinnen sind dafür in einem besonderen Maß anfällig. wenn sie über einen gewissen Punkt hinüber sind. Weil ich hab lustigerweise auch ... Also, wie gesagt, ich hatte es ja erzählt, ich hab viel immer ... Und das tue ich bis heute, Berichterstattung über Videospiele verfolgt, hab ja auch selber in dem Bereich auch schon gearbeitet. Also, it's kind of part of my job so. Deswegen, da bin ich halt drin und schon, würde ich sagen, verhältnismäßig informiert auch. Aber ich hab dann auch irgendwie ... 2010 rum muss das gewesen sein von Dark Souls, denn das erste Mal gehört. Demon's Souls ist dann damals noch an mir vorbeigegangen, so. Aber Dark Souls hab ich dann schon mitbekommen. Und auch, dass alle sagen, das ist ein Brocken von einem Spiel, sausch. Wär richtig, richtig gut, richtig genial, aber ultra, ultra schwer. Und ich weiß auch nicht, wie's gewesen wär, wenn ich's damals in die Griffel bekommen hätte. Aber da war ich so auch, ähnlich wie du, so in dieser Prähaltung, wo ich denk so, also, ich find's ja nicht ... persönlich, weil ich eben auch kompetitiv bin, so war es so nicht so, ja ich finde es ja jetzt nicht schlecht, wenn es schwer ist, aber da stand immer, ja ihr müsst eine... speaker-0: Das war schon unfährsch schwer im Vergleich zu allem, was es sonst gab. Weil du hast keine Einstellungsmöglichkeiten für Schwierigkeitsgrad. Das hast du zu der Zeit in literally jedem Spiel gab's, wo in irgendeiner Form skillbasierte Bewegung notwendig war. speaker-1: Das ist ja eigentlich auch ein ganz klares Statement-Spiel oder Spielereihe damals gewesen gegen die Casualisierung und dass alles einfach ist, weil ich würde bis heute überhaupt ... speaker-0: Keeping the game. speaker-1: ich sag mal so, Prince of Persia von 1989, wenn du das unter den damaligen Voraussetzungen spielst, ist es bis heute deutlich schwerer als jedes Dark Souls. Doch safe. Also du hast ein Zeitlimit von wie viel? Sind es 30 Minuten für alle Levels? speaker-0: Du hast jeden Fall gar nicht mal so breit gefähigend das Zeug. speaker-1: Das ist, dass wenn du nicht alle Levels in diesem... Also, es ist vielleicht ein Hot Take, wo ich glaube, der ist gar nicht so hot. Also Spiele waren einfach früher richtig viel schwieriger. Auch bei den ersten... speaker-0: hast auch nicht so viel Inhalt gehabt und man musste das Spiel quasi dadurch strecken, dass du es einfach an manchen Passagen schwieriger gemacht hast, damit man sich da dran aufhält einfach länger, weil durch verschiedene Möglichkeiten auch gar nicht so viel Platz auf den jeweiligen Medien war, so große Spiele zu machen. speaker-1: Nimm das erste Super Mario Land auf dem Game Boy und ich meine das zweite auch noch. Du hattest zum Start des Spiels, hast du drei Leben. Du kannst weitere Leben finden in so einem Run. Aber das ist nicht so, wenn du Level 1 geschafft hast, dass du dann immer in Level 2 starten kannst und dass du dann drei Leben hast, sondern wenn du nur noch mit einem Leben in Level 2 reinkommst, dann ist das dein Leben für dich. Also, ich würde schon behaupten, selbst ein Dark Souls 1 hat da schon Sachen, du kannst Sachen tun, aber da wollen wir jetzt gar nicht so super tief rein gehen. Nichtsdestotrotz, was ich gerade noch sagen wollte, wenn du... Und das hat bei mir auch nicht direkt beim ersten Moment Klick gemacht. Ich Dark Souls 2, hab ich mit angefangen. Und hab auch erst mal gedacht, das sieht scheiße aus von der Grafik her. Und ich raff hier nicht wirklich was, mir wird nichts erklärt, ist schon frustrierend. Ich bin da bisschen rangeblieben, und dann hat's schon so bisschen geklickt. Und dann irgendwann kam der Punkt, mein Gott, das ist so cool. So, dann, weil einfach, du das erste Mal was schaffst, du bei dem ersten Encounter denkst, das ist fucking unmöglich. Es ist unmöglich, ihr wollt mich verarschen, nur irgendwelche absoluten Oberfreaks spielen das, ja okay, ciao, so Nachmotto. Aber wenn du diesen Moment hast im Kopf, und dann überwindest du das. dann kickt das Dopamin aber mal so richtig. Und wenn du diesen Moment dann replizierst und, ne, und, ähm, weil du vorhin sagtest, unfair, würde ich als Souls-Kondiseur sagen, die Souls-Spiele sowieso nicht, also die Originalen, ähm, sowie auch gute Souls-Likes, sind, dürfen nie unfair sein. In dem Moment, wo sie unfair sind, sind sie schlecht. speaker-0: Schon, aber es hat sich damals so angefühlt für die meisten Leute, die es das erste Mal gespielt haben, so angefühlt, du einfach dachtest, da fuck, wo bin ich hier gelandet? Und die Gegner lebensbar, meine lebensbar. Es hat sich nicht ... Es hat sich anders angefühlt und es hat sich sehr unterschieden vom Spielkonzept zu den meisten Spielen, die man bis dahin irgendwie gespielt hat. Aber ich geb dir recht, wenn man so was geschafft hat ... und du bist über den Berg, das sind auch Spiele, wo du dann richtig Hände eng an den Körper, du sitzt ganz vorne auf der Kante, auf der Couchstuhl, wie auch immer, so kurz vorm Bildschirm, Wirklich mit den Augen fast dran. Und die Welt außen rum blendet einfach aus. Egal, du Probleme im richtigen Leben hast. In dem Moment gibt's nur das. Und das gaukelt dir schon sehr gut eine Welt vor, die dich sehr reinzieht. Und das kann dann natürlich auch auch bannen. Und dann hat man halt irgendwann auch mal schnell diesen Spielhalleneffekt, wo man sich denkt, komm, noch ein Level, komm, noch ein Gegner, komm, noch dieses Gebiet, und zack, geht die Sonne leider auf. Und der Wecker klingelt in zwei Stunden. Also, ich weiß nicht, ... Ich weiß, dass du diese Momente beim Lesen immer mal hast. Aber ich hatte diese Momente definitiv auch beim Spielen. Früher hat man ja auch unter der Decke mit dem Game Boy oder so, und der Taschenlampe bei den Dingern, noch keine Background-Beleuchtung speaker-1: Mittlerweile habe ich das gar nicht mehr so viel, weil wenn ich gerade zum Beispiel diese kompetitiven oder die Souls-Sachen, die fordern ja auch ein Stück weit Energie, da gibt mein aktuelles Leben das nicht her. Das ist spätestens eins im Regelfall, maximal mal zwei oder so, wenn ich so ach so, ne. Aber ansonsten habe ich da eine ganz gute Selbstkontrolle, die komischerweise ... bei... obwohl es bei Phanich perfekt ist, jetzt von Civilization 7 schon Stück weit wieder ausgehöbelt wurde, einfach dieses nur noch eine Runde. Es ist ein rundenbasiertes Spiel, du kannst es jederzeit perfekt posieren und abbrechen, ist es überhaupt... speaker-0: sind so wunderbar kurz in dem Sinne. Man kann sich einreden, dass hier bis Viertelnacht geht noch, oder ist es 16 nach und dann denkst du, ja, jetzt bis halb, komm, es muss noch drin sein. speaker-1: Vor allen Dingen, hast halt immer so, ne, da hast du ganz viele kleine Dopaminsachen. okay, das möchte ich dann noch irgendwie erobern und das möchte ich noch gebaut haben, okay, das mach ich noch. In der Zeit, wo du aber darauf hinarbeitest, ergeben sich wieder andere Sachen, die dein Hirn auch sagt, das will abgearbeitet werden. Du willst da jetzt noch mal dieses neben dem Dopaminsachen, also To-Do-Sachen, abhaken. speaker-0: finde vor allem im echten Leben To-Do-Sachen einfach nur purer Stress. Für mich ist das so ... Leute erzählen mir immer, ja, mach einen Kalender, mach eine Liste. Dann ist das so toll, weil du das abhaken kannst. Bei mir ist das stresspur. Alle Listen, alle Aufzählungen. Also A, wenn ich die Liste so führen müsste, wie sie in meinem Kopf aussieht, für die meisten Leute ist es dann so fünf Überpunkte. Der Rest ergibt sich schon von allein. Nein, nein, nein. Wenn ich eine Liste anlege, die ... Die Punkte, die bei anderen fünf sind, bei mir ... 55 Punkte, wenn ich alle Sachen aufschreibe. Und dann ist es nicht der Fall, dass mich das total mit Dopamin erfüllt und mich freut, wenn ich so einen Punkt abstreichen kann. Sondern aus meiner Sicht ist das so, Digga, ich hab hier von 55 Punkten hab ich grad einen abgehabert, willst du mich verarschen? Ich hab noch zwei Stunden Zeit, das zu erledigen. Witzig. Im Spielen hab ich das aber nicht. Beim Spielen denk ich mir, ja geil, ganzes Logbo voll, was soll ich zuerst machen? Da hab ich dann eher noch so Decision-Making-Probleme. Wo gehe ich zuerst hin? Aber halt in einer freudigen Art. speaker-1: bei mir ist es komplett, also ich habe nicht unbedingt immer eine Freundinart, aber Decision-Making-Probleme eher im Real Life als in Gaming Sachen. Aber speaker-0: Das habe ich auch. speaker-1: also To-Do-Listen kicken oder können zumindest auch im Real Life bei mir kicken, je nachdem wie viel ich von ihnen schaffe dann. Das ist halt so tagesabhängig, sage ich mal, wenn ich mir realistischen Amount an Sachen vorgenommen habe und sie dann auch schaffe. Dann bin ich ein fröhliches Menschlein. Also heute habe ich zum Beispiel echt einiges abgehakt. wo ich sagen muss, eine Sache kann ich den Haken noch nicht ganz setzen. Das ärgert mich auch ein Stück weit. Aber trotzdem bin ich so, ach ja, heute hast du dein Tagewerk vollbracht. So, gerade wenn wir dann diesen Podcast dann final aufgezeichnet haben werden. Aber Georgi, pass auf, wir haben ja jetzt schon mal festgestellt, ADAS-spezifikal ist allzum einen Dopaminausschüttung. speaker-0: Kurzfristig und sehr schnell und sehr viel. speaker-1: Natürlich sehr schnell, denn das ist auch ein Thema, da werden wir safe mal länger drüber sprechen, weil wir kommen jetzt hier schon, wie Disclaimer angesprochen, gewollt vom Hundertsten ins Tausendste, weil wir müssen ganz sicherlich mal über Achievement-Systeme und im Zweifel auch Lootboxen sprechen. Das ist aber definitiv nochmal ein anderes Thema, weil das kickt auch hart mit ADHS, Sachen, genau, aber nur kurz erwähnt eben so Freischalt-Systeme, Achievements, Erfolge, sonst was sind natürlich auch Spielharten. speaker-0: Hallenmechaniken. speaker-1: Ja, das klingt natürlich auch krass. Also wir haben den Dopaminaussch... Aussch... krieg ich gerade den Ausschuss, ne? Ja. Okay. Okay, gerade... Ich wollte Ausschuss speaker-0: Ausstoß je nachdem. speaker-1: sagen, aber es ist irgendwie, hat sich so falsch angehört in meinem Hören gerade. Na ja. Ausschüttung. speaker-0: Sache aus speaker-1: Ausschüttung, danke. Das ist auch das, was ich suchte. Dopaminausschüttung und vor allen Dingen kurzfristig. Wir haben... dieses Weltenflucht, dieses, ne, das ist ja auch was, was wir für andere Nerdtrooms natürlich auch haben, dass man sagen kann, okay, ich kann mich jetzt komplett dann da rein denken. Und als letztes, was natürlich krass ist und was auch, Spoiler, kommen wir gleich zu, therapeutische Sachen hat, dieser Hyperfokus, der wie gesagt bei mir dieses Ease of Mind, das ist so richtig geil, das sind so drei Sachen, die natürlich Bitte nicht falsch verstehen, auch neurotypische Menschen können das dabei empfinden. Aber es sind Sachen, die halt durch ADHS krass verstärkt werden. Und gerade diesen ADHS-bedingten Hyperfokus, den hat ein neurotypischer Mensch nicht. Das heißt nicht, dass ihr nicht einen Hyperfokus haben könnt, aber ihr könnt es halt nicht durch diese Stoffwechselstörungen haben. deswegen, ob es in der Stärke, weiß ich gar nicht, wie das da ist, ob man, wie man das messen kann, aber zumindest nicht in dieser Ausprägung, in dieser spezifischen. Genau diese drei Sachen haben wir. Und richtig geil, Georgi, was würdest du sagen, wenn ich, ich bin jetzt, bin ich nicht, aber ich bin jetzt Dr. Scholz, Dr. Matt Scholz, speaker-0: WT Dr. Metzscholz. speaker-1: Dr. Matt Scholz, genau. Ich verschreib dir jetzt mal Videospiele. Findest du gut, oder? Ja, geil. speaker-0: gib mir bitte dieses Rezept so vor. Besten noch mit wirksamer Entschuldigung für meine Arbeit geben. speaker-1: Denn das gibt es tatsächlich mittlerweile von, ich versuche es richtig auszusprechen, Akili Interactive aus den USA ist ein Vorreiter in digitaler Medizin. So und da ist jetzt Folgendes passiert, ich gucke hier zur Seite, euch da keinen Blödsinn zu erzählen. Da gab's ein Spiel, das auf klinischen Studien beruht und sonst was im Allgemeinen, Spielen so. Und da wurde gesagt, wir haben hier 600 Kinder als Probanden im Endeffekt. Logischerweise mit ADHS. Und die sollten 25 bis 30 Minuten, fünfmal die Woche spielen. Und natürlich haben die jetzt, Achille Interactive, auch spezifisch für ADHS ein Game entwickelt. Das heißt, wir haben die Statistiken jetzt für dieses spezifische Game, aber es zählt auch für viele andere Spiele. Und da haben die Ärztinnen gesagt, so, wenn ihr das so macht wie beschrieben, also fünfmal 25 bis 30 Minuten, ist ja auch nicht so viel Zeit, muss man vielleicht zur Einordnung auch noch mal sagen. Also es ist jetzt nicht die 5-Stunden-Zock-Session von 17 bis 22 Uhr. Aber wer am Ball bleibt, soll die eigene Aufmerksamkeitsfähigkeit märklich steigern können. Und 73 Prozent der Kinder und 68 Prozent der Eltern, also würde ich sagen, ist ein sehr marginaler Unterschied, bestätigen das nach einem zweimonatigen Testlauf. Und ich würde tatsächlich sogar eher sagen, auch klar, die Eltern haben noch mal diesen externalisierten Blick da drauf, aber wie ein Kind sich fühlt, was kann das Kind ja nur sagen. Also kann man sagen, rund Drei Viertel haben bestätigt, dass es sich tatsächlich besser auf die Aufmerksamkeitsfähigkeit auswirkt. Und ein Großteil der Eltern haben das auch so bestätigt. Und das ist schon echt faszinierend. Also, Georgi, nicht den Imposter machen. Fünfmal die Woche, 25 bis 30 Minuten verordne ich dir hiermit. speaker-0: Ich glaube, das Problem wäre in dem Fall nicht die Regelmäßigkeit des Spielens, sondern eher dieses Bitte nur für eine bestimmte und begrenzte Zeit, die weniger als eine Stunde ist. Ähm, das ... mal eine kurze Frage. Gibt es dieses Spiel irgendwo zu bekommen? Ich fände es durchaus interessant, da mal reinzugucken. jetzt entweder mit hier allen Versammelten oder ... speaker-1: warte mal kurz. Ich muss mal schauen, warte mal, heißt das Spiel? Es gibt hier einen Namen in meiner Quelle, der heißt Endeavor X. Endeavor X. Ich weiß noch nicht, ob das schon der Name des Spiels ist. Klingt nach einem Spiel natürlich. Ja, genau, deswegen check ich noch mal die Quelle. Habt ihr in den Show Notes, das könnt ihr da gerne auch noch mal checken. Also ich glaube, es heißt Endeavor X. Das ist hier bisschen dämlich formuliert, weil da steht... Wörtlich lese ich einfach mal vor, mit Endeavor X hat Akili Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler sowie Spiele-Designerinnen und Spieldesigner an einen Tisch gebracht. Das Ergebnis, ein Spiel, das sich speziell an Kinder im Alter von 8-12 Jahren mit ADHS-Diagnose richtet. Deswegen, wahrscheinlich ist es, könnte jetzt auch ein Projekt oder ein Programm sein, aber ich glaube Endeavor X ist der Name, auch das Spiel ist. Weil das Nach- speaker-0: Ich mich gerade, ob es explizit ADHS-Sachen füttert oder ob es sie explizit nicht füttert, weil hat das ganz viele blinkende Lichter, eine geile Story, competitive Spielemodi und Lootboxen? Oder hat das das alles explizit nicht? speaker-1: Also ich kann dir sagen, es fordert explizit zu Multitasking heraus. das sollst machen. Und soll deswegen, und das hast du ja in sehr, sehr vielen Spielen, also gerade in kompetitiven Shootern, also in Apex Legends muss ich auch entscheiden, nämlich jetzt hier irgendwie in der Bett. Gleichzeitig muss ich meinem Team sagen, ich mache gerade das, dort sind die Gegner. Als nächstes werde ich das tun. Also da hast du sau viel Multitasking, auch in grad so extrem schnellen Spielen. speaker-0: Ist aber auch sehr schön, weil es spielt ihr ja sehr oft eine relativ klare Rangfolge von, welche Aufgabe ist jetzt erstmal das Wichtigste geben und, ne? Laut dem Alltag speaker-1: Genau, ... ... Artikel sollen die jungen Patientinnen und Patienten so lernen, Ablenkung zu ignorieren. So, ne, also das soll das trainieren. Aber es ist explizit auch eine immersive Spielwelt, also was auf dem Punkt eins halt, über den wir ja sehr viel gesprochen haben. vielleicht gucken wir uns in einem Videospcial mal auf YouTube Endeavor X an oder auf meinem Streaming-Kanal. Haben wir auf jeden Fall einen Blick. Und ihr könnt es euch natürlich auch angucken, Quelle, gesagt, logischerweise. in den Show Notes. Also richtig krass. Gaming mittlerweile da auch in der ADHS Medizin, das finde ich heftig und gleichzeitig irgendwie logisch. ne, also hier ist es jetzt noch mal ein spezifisches Game dafür. Wir haben aber auch zig Studien, auch wieder in den Show Notes, die klar sagen, Hand-Auge-Koordination. Das ist schon so eines der ersten Dinger. Prioritätensetzungen. Du hast gesagt, bei dir hat jetzt die Transition nicht so ganz geklappt, von im Spiel-To-Do-Listen abhaken wollen und im echten Leben. Bei mir klappt das tatsächlich ziemlich gut oder hat das gut geklappt. Also wir haben gerade hier auch bei Action Videospiele verbessern, spezifische Aufmerksamkeitsfunktion kann man nochmal sagen. speaker-0: Intentionstoleranz trainieren auch ziemlich gut wahrscheinlich, weil man das oft dann halt mit einer gewissen Konsequenzlosigkeit trainieren kann. Das kannst du halt in Realität auch nicht so sehr. Und was in meinem Fall jetzt auch, glaub ich, gut wäre, das Trainieren von Feinmotorik einfach durch das Bedienen von, also sehr gezielt von Tasten und Triggern und Joysticks und sonst irgendwas. Das war zumindest was, was ich über ganz früher über Ergotherapie quasi verobacht speaker-1: auch lustigerweise. speaker-0: Und ich kann mir vorstellen, dass auch das Bedienen von Gaming-Elementen und Gaming-Hardware da nicht wenig gut hilft. speaker-1: Ja, hier glaube ich auch. Es wird auch noch mal über Medien-Multitasking hier berichtet, so dass das natürlich im Endeffekt die Performance der Hauptaufgabe positiv, aber auch negativ beeinträchtigen kann. Das hängt natürlich ein bisschen von dem Individuum dann selber auch ab. funktionieren die Trigger oder eben nicht. Und Gaming, und das ist so was, das ist halt bei ADHS-Lan extrem. Und da muss man halt schauen, auch da kann es ins Total Gute, ins... negativer und in der Mitte bleiben, es verändert halt strukturell dein Belohnungssystem. Also da sind wir wieder krass bei der Dopaminausschüttung. Und es kann natürlich, da kommen wir, entschuldigt, muss man ein Schlückchen Wasser gleich trinken, zum letzten Punkt von heute, weil natürlich kann diese Dopaminausschüttung auch zu einer Gaming-Sucht führen. Frag ich gleich mal dich, Georgi, hattest du das Gefühl, mal so gaming-süchtig zu sein oder da Suchterscheinungen zu haben? speaker-0: Ich ich bin rechtzeitig vorher ausgestiegen. Ich war definitiv mal sehr nah dran. War auch noch während der Schulzeit. Und zu der Zeit hatte ich mit einem Nachbarsjungen von mir angefangen, ein MMORPG zu spielen. Das nannte sich Silk Road. Ich weiß gar nicht, ob es das noch speaker-1: Sagt mir lustigerweise gar nichts, und das ist echt Normalität, dass mir das nichts sagt. speaker-0: Das war aus irgendeinem Grund in unserem Kreis, das war nicht nur mein Nachbarsjunge, aber mit dem hab ich mich dann immer schon verabredet für direkt nach der Schule. Und da hatte ich dann wirklich mal so eine kurze Phase, wären mehrere Wochen bis eins, zwei Monate, vielleicht auch drei gewesen sein, ich wirklich so ... aus der Schule ... Es war nicht, dass ich in der Schule nur daran denken musste, da gab's eher andere Spiele, das waren mehr, die ich für mich gespielt hab. Aber aus der Schule ... schon verabredet mit dem Nachbarsjungen für wir sehen uns im Game sozusagen. Irgendwie, weiß gar nicht, ob ich dann noch an Hausaufgaben gedacht hab oder ob das schon die Phase war, ich das Konzept Hausaufgaben für mich verworfen hatte. Und halt direkt drangesetzt und dann durchgezockt, bis irgendjemand von meinen Erziehungsberechtigten reinkam und gesagt hat, wenn du nicht aufhörst, ich den Stecker. Oder dieses typische, jetzt mach Pause, wir essen. ich sag, es dieser haltlose Versuch zu erklären, dass man ein Internetspiel nicht pausieren kann. Und da hab ich dann aber irgendwann für mich auch gemerkt, okay, ich hab schon in dem Moment, wo die Schule vorbei ist, schon immer sehr dringlich Bock, dieses Spiel zu spielen. Ich hab's erst mal nicht so schlimm wahrgenommen, und meine Eltern wussten auch, dass ich da auch mit dem Nachbarsjungen spiele, den mochten die auch und alles, und waren auch mit den Eltern fein, also irgendwie alle befreundet dort. Und dadurch, dass das so eine soziale Interaktion war, haben die das erst mal, glaub ich, noch als gar nicht so schlimm wahrgenommen. Aber halt in dem Moment, wo sie gemerkt haben, okay, der kommt aus der Schule, oder vielleicht, wenn wir nach Hause kommen, ist er schon seit zwei Stunden irgendwie am Spielen oder so. Hausaufgaben hab ich jetzt auch schon nicht mehr gesehen seit anderthalb Wochen. Und es war tatsächlich weniger so ... Also, die haben dann natürlich versucht zu intervenieren, das hat aber relativ wenig Effekt gehabt, aber ich hab an irgendeinem Punkt gemerkt, okay, vielleicht ... rauben wir das mal ein bisschen zurück. Und aus irgendeinem Grund, ich bin mir gar nicht sicher, hatte zum gleichen Zeitpunkt, ich glaub, bei ihm war das eher fremdinduzierter, der Nachtbassjunge auch nicht mehr so viel zocken können. durch eine glückliche Fügung sind wir dann zu zweit wieder irgendwo anders gelandet. Und ich glaube aber, wenn da nicht die Konstellation so gut für mich gestanden hätte, wie sie waren, wär ich da doch durchaus ... Ich hätte die Anlage gehabt, da irgendwie reinzurutschen in eine Gaming-Sucht. Die dann vielleicht, oder vielleicht war ich auch schon drin, aber sie wurde dann glücklicherweise in irgendeiner Form unterbrochen. Das ist aber, glaub ich, das einzige Mal, wo ich sagen muss, ... da war's gefährdend für ... dass ich mein Leben noch in irgendeiner Form normal ... führen kann. Ansonsten ... ich muss schon immer aktiv kämpfen. Ich muss auch heute noch, ich hab nie das Bedürfnis, den Controller wegzulegen, sondern ich weiß halt mittlerweile ... Okay, du spielst jetzt x Stunden, und morgen ist auch Arbeit. Also, ich komm dann nicht mehr an den Punkt. Ich stell mir dann auch manchmal schon vorher einen Wecker, wo ich weiß, den kann ich dreimal ignorieren, und dann muss ich aufhören. Aber es ist in keiner Form mehr gefährdend irgendwie für meinen Alltag. Aber halt natürlich auch, weil ich brauch so Check-Ups manchmal von außen. Ich bin dann froh, wenn meine Freundin sagt, hier, mal aus. Oder sie pennt schon und kommt dann aus dem Klo und sagt, hier bist du eigentlich noch ganz knusper. Aber es ist nicht mehr in einer Form gefährdend, wo ich sage, ich kann mich da gar nicht mehr kontrollieren. Also, ich habe verschiedene Mechanismen mittlerweile implementiert, das, dem vorzuhalten. Aber ich habe nie Bock, den Controller beiseite zu legen. Also, das kenn ich schon eher von Kumpels, die kein diagnostiziertes ADHS haben. Die sagen irgendwann jetzt, ja, gut, jetzt haben wir zwei, drei Stunden gespielt, lass mal was anderes machen oder wenigstens was anderes spielen oder irgendwas in dem Sinne. Und dieses Bedürfnis kommt von ... Inherent bei mir, tatsächlich eigentlich nie auf. Ich muss mich schon immer ein Stück zwingen, den Controller beiseite zu legen, mehr oder weniger, außer ich bin wirklich dein Komplettexor. speaker-1: Das ist bei mir tatsächlich nicht mehr, schon lang nicht mehr so, das krieg ich eigentlich gut. da, ja, da hab ich, achte ich, glaub ich, auf mich selber. So, da hab ich tatsächlich nicht so das Problem mit. Es sei denn, ich bin halt so komplett irgendwo hooked drin, ne, dass irgendwie irgendwas gerade kickt so komplett. Aber das hab ich halt einfach nicht mehr so viel. Aber noch bei dir jetzt noch mal nachgehakt, wie alt warst du denn ungefähr da, wo du sagst, du so an der Schwelle zu einer möglichen Sucht standest? Ja, also ja, wird. speaker-0: 13 vielleicht, plus, minus, so in dem Dreh, ich sagen. Weil man war schon noch in der Phase, wo man bisschen supervist war von seinen Eltern. Aber auch schon nicht mehr in der Phase, wo jetzt hier irgendwie nach Minuten mäßig geguckt wurde, okay, der hat jetzt seine PC-Zeit irgendwie. Das gab's bei mir natürlich auch. Ich durfte auch nicht einfach random, solange ich wollte, an den PC früher. Da wurde schon aber jetzt nicht mehr so krass nachgeguckt. Ich hab's rausgenutzt, weil meine Eltern irgendwann beide arbeiten waren, wenn ich aus der Schule kam. am Nachmittag erst kam. Also ich muss so 13 plus minus gewesen sein, denke ich. speaker-1: Ja. speaker-0: Wie ist das bei dir? Du hast ... Also, ich ... Es wundert mich ein bisschen, dass du das jetzt so komplett abwiegelst, weil ich hätte tatsächlich gedacht, dass du bei so Spielen, wie du jetzt gesagt hast, bei Lies of P, das schon ähnlich noch empfindest. Dass du, sag ich mal, dich auch eher bisschen selber nötigen musst, das aus der Hand zu legen. Oder was ist da der Faktor, ... das weglegen lässt dann? speaker-1: Ich glaube, dass ich einfach auch in den vergangenen Jahren so gelernt hab, so bisschen so mit Energie von mir selber so bisschen Haus zu halten. Und dadurch, dass ich halt viel Sachen spiele, die doch eine gewisse Anstrengung haben. so, ne, wenn du ... Ich hab auch schon mal drei, vier, fünf Stunden Apex Legends am Stück gespielt, dann bist du aber auch wirklich im Sack. du da ... du merkst halt nach irgendeinem Punkt, grade bei so ein Spiel, die so ein hohes Maß an Konzentration auch abfordern, da ja dieser Hyperfokus ... Irgendwann merke ich, kann ich nicht mehr. Irgendwann geht die Kurve halt so ein Stück weit runter. Und dann denke ich mir, gut, also dann ist es für mich auch durch. So, ne? Ich sag gerade ganz viel weil ich selber so viel am Überlegen bin. Sorry, Dad. Ja, also das ist einfach, ich kann's gar nicht so richtig greifen, aber da ist es nicht so, dass mich das weniger begeistert. Ich glaube auch, Stück weit künstliche Verknappung hat bei mir auch zu was geführt. Also... Als ich halt als junges Kind und als Teenie auch noch halt nicht unbegrenzt quasi Zugang dazu hatte und auch nicht so viel spielen konnte, wie ich wollte und auch noch nicht alles, was ich spielen wollte, weil natürlich haben mich auch mit zwölf schon Titel ab 16 waren begeistert. Das kam genau raus, das war 2003, da war ich zwölf, kam, wenn ich jetzt keinen totalen Bullshit erzähle. Star Wars Jedi Academy raus. Hammergeil fand ich das. So, Hammergeil, hab's bei Kumpels gespielt, war ab fucking 16. So, wer hat's nicht gehabt? Ich. Obwohl ich mit Abstand der größte Star Wars-Fan in meinem Freundlichkreis war und trotzdem hab ich nichts gehabt. So, ne? speaker-0: Ich noch sagen, das ist kein Spiel mit einer hyperrealistischen Darstellung von Gewalt. speaker-1: Egal, mein Vater hat hier sehen, stand am 16. speaker-0: dass man gar nicht gekommen ist. speaker-1: Egal. So, das war ab 16 und damit war die Nummer durch. Aber ja, also deswegen, so was konnte ich damals halt dann auch, es ging nicht nur die Menge, sondern auch das Was ein Stück weit. Und da, deswegen hatte ich so in der Teenie-Zeit, war das halt schwierig, da konnte ich gar nicht so eine richtige Sucht, sag ich mal, aufbauen. Da hätte ich das bestimmt getan. Und ich hab's dann als Erwachsener so ... war's bisschen lustig, als dann so mit 16, 17 und spätestens natürlich mit 18, aber auch schon davor war das nachher. als ich das immer mehr ausleben konnte, war dieser Reiz auch ein Mühe geringer, weil es war davor ja ein im Endeffekt künstlich verknapptes Gut und das triggert bei mir Sachen bis heute, mach irgendwas limitiert, so, dann ... speaker-0: Das ist mir dann. speaker-1: gibt es es mir. Ich kann hier für die Zuschauerinnen... Ich bin in der falschen Konsole. speaker-0: Aber es ist lustig, bei mir gab es auch eine Verknabbung. speaker-1: ...art künstlich verknappte Sachen... speaker-0: Für die Nur-Audio-Zuhörenden, wir diverse Statuen und eine Limited Edition von Elden Ring mit diversen, auch schon nicht mehr zu erhaltenen Spielen und auch Spielekonsolen auf dem Regalen über dem Kopf von Kunst, aufgehangen sind. speaker-1: Genau, unter anderem auch noch Diablo Collector's Edition. Also was so Sammelkram kriegste halt nicht mit. Und dadurch, dass das halt dann so weggefallen ist und mit 15, 16, 17, 18 nachher auch so Social-Themen halt einfach relevanter wurden, auch für mich, war das halt da nicht so der Punkt. Ich glaube, ich hab immer mal so, ich nenn's mal, Sucht Schübe vielleicht gehabt. Vor allen Dingen in Phasen, wo es mir irgendwie spezifisch selber nicht gut ging und diese Flucht dann halt noch mal war. Also ich weiß nach meiner Äh, Trennung meiner ersten, so richtig, richtigen Freundin im Studium. Ähm, da hab ich auch so, da hab ich grade mit Kumpels Saufi StarCraft II gespielt. So, und dann hab ich halt auch so, ja, okay, ich geh vielleicht hier noch mal zu einer Vorlesung, aber primär, weil die, ich weiß auch nicht, was die gemacht haben, aber die waren, gefühlt waren die immer noch mehr online als ich, aber auf jeden Fall so, ich hatte die Leute, und ich hab davor nie Strategiespiele kompetitiv gespielt, und wir haben trotzdem bis ... Gold oder was weiß ich nicht, ob da auch Platin darüber kam oder ich glaub, kam direkt Diamant bis da haben wir reingegrindet. So eine Schübe hatte ich dann. Wenn es war so ein bisschen so, grad im Social Life läuft vielleicht grade nicht so oder im Real Life ist irgendwas, was mich buzzert, so phasenweise, das war dann aber eigentlich nie länger als irgendwie ein paar Wochen. Und da kommt mir, glaub ich, ADHS lustigerweise auch zu Hilfe, weil ... Wenn ich, ich hab zum Beispiel, ich spiel auch gern, du hast es vorhin erwähnt, MMORPGs, also Multiplayer-Online-Rollenspiele, jetzt mal ganz dumm auf Deutsch übersetzt für Leute, die mit dem Begriff nichts anfangen können. Hat natürlich dann immer auch eine soziale Komponente und diese Spiele haben fast alle großen erfolgreichen Vertreter davon gemeint, dass du tendenziell unendlich Zeit da rein versenken kannst. Also sie versuchen zumindest so... speaker-0: auch, dass du möglichst viel Zeit da rein versenkst. Die sind so aufgebaut. speaker-1: Genau, das ist genau so aufgebaut. Und ich habe auch, zum Beispiel, mit dir Guild Wars 2 haben wir zusammengespielt, Guild Wars 1 habe ich aber auch schon damals mit Freunden gespielt, ich habe auch World of Warcraft gespielt. Und ich hab immer wieder auch bei neurotypischen Freunden sehen können, wie die viel mehr, wie die krass viel mehr da auch in Grade, auch zum Beispiel in WoW reingesuchtet haben. Und das hat mich schon auch gecatcht und ich fand das richtig geil und das Belohnungssystem hat auch krass funktioniert. sehr, sehr viele Checkboxen, krass große Welt zu erkunden. Aber irgendwann ist dann halt so mein Hirn, neu ist immer besser. ein Neujahr Impuls durch Game Star hat gesagt, ein neues Spiel, geil, geil, geil. Also irgendwas kommt und weswegen ich seltenst, also tatsächlich würde ich sagen, und das macht bestimmt auch ein Stück weit das Alter und entteilen sich ja auch die Pandemie, Apex Legends zum Beispiel ist 2019 rausgekommen. Und da hab ich auch immer mal Unterbrechungen. Jetzt hab ich's auch schon wieder einen knappen Monat, vielleicht sogar bisschen über einen Monat nicht mehr gespielt. hab zwischendurch mal Jahr nicht gespielt. Ist aber eines der Spiele, wo ich sagen würde, das ist jetzt über eine Zeit von über sechs Jahren, und ich spiel es immer wieder. Und das hab ich davor eigentlich nicht gehabt. Maximal noch mit eben den Guild Wars Teilen, wobei da ja Nachfolger kamen, deswegen kannst du's nicht so genau speaker-0: Es kamen immer wieder Add-ons, du hast neue Welten dazubekommen. Absolut. Aber ja, das kenn ich tatsächlich auch. speaker-1: Bei WoW hab ich's auch, dass ich mal so denke, da kommen ja auch ständig irgendwelche Add-ons raus. Und jedes zweite, dritte Add-on sag ich, weil ich da immer ein paar Leute drin hab, ja, dann mach ich jetzt mal die Levelphase für zwei, drei Wochen mit. dann und dann spiel ich mir vielleicht ein, zwei Raids damit, oder dann bin ich da auch raus. Also da tatsächlich diese Sucht, diese Abhängigkeit von einzelnen Sachen hab ich da, glaub ich, nicht. So wenn dann insgesamt bei mir eher so eine Mediensucht. tatsächlich Mediennutzungsdauer. ich es sehr gerne einfach mittlerweile auch diese Second-Screen-Sachen so. Ich lass gerne einfach irgendwo einen Videopodcast laufen oder halt mindestens mal einen Podcast oder so, so ne Sachen. Da ist es eher so da, wo man bei mir über Süchte sprechen kann. Ich würde aber vielleicht noch fix zum Outro ein, zwei Fakten bei der Computerspielsucht in Bezug auf ADHS droppen. Und da war's. speaker-0: Lass mich befolgen, das machst noch ganz kurz eine Sache sagen. Ich finde, anhand dessen sieht man aber auch sehr schön, dass ADHS keine Abwesenheit von aufmerksam ist. Also, das ist nicht so, und das finde ich bei Computerspielen so ersichtlich wie fast nirgendwo bei keinem anderen Hobby. Es ist nicht so, dass du dich auf gar nichts konzentrieren kannst, sondern es ist leider Gottes Interessens gebunden und diese Fixierung gebunden. Und Computerspiele tickeln da halt natürlich genau die richtigen Stellen einfach bei vielen Leuten, das gerade für ADHSler extrem interessant zu machen. Und man kann dann da auch stundenlang sehr konzentriert und sehr fokussiert und sehr zielgebunden an Dingen arbeiten. Nichts anderes ist es ja fürs Gehirn. Ohne dass man da irgendwie unterbrochen wird oder unterbrochen werden möchte. Und auch, wie du gerade sagst, ich hab das auch, Second Screening und so was. Ich hör auch oft bei Spielen, wo's viel Grind geht, also viel das simple Abarbeiten von einfachen Aufgaben. Dass ich nebenbei noch einen Podcast im Ohr hab, und dann unterhält man sich noch mit dem, wo das was nebenbei ... hat halt noch ein Video offen. Und auch da funktioniert Multitasking auf wundersame Art Weise auf einmal sehr, gut. Genau. Dann überlass ich dir das Feldleite über. speaker-1: Ich wollte gerade noch... Siehst du, da kickt gerade... Nein, nein, nein. Voll mein Ding. Da kickt gerade mal so richtig geil ADHS. Weil ich wollte auf eine der Sachen, die du gesagt hast eingehen. Ach genau, jetzt richtig schön von oben herab wollte ich mal droppen. einem Augenzwinkern ein bisschen, bitte, zu verstehen. Macht halt ordentlichen Unterricht. Dann hört auch jeder ADHSler in Hyperfocus Mode Ewigkeiten zu. Und da kurz nur anekdotisch. Also tatsächlich, hab zum Beispiel... Ist natürlich immer subjektiv, aber... sehr guten Geschichtsunterricht genossen, der halt auch, wo es immer irgendwelche spannenden Sachen gab und guck mal hier, zack, zack, zack, wo halt immer wieder irgendwas getriggert wurde. Und da war meine Aufmerksamkeit dann auch da. Und das hat sicherlich dafür gesorgt, dass ich auch dann eine Begeisterung für Geschichte entwickelt hab. So, weil einfach nur, weil die Lehrerin damals, die ich da die ganze Zeit über ab der fünften Klasse hatte, das einfach gut aufgebaut hat. Und zack, bumm, hatte ich halt auch Bock drauf. speaker-0: Das hab ich auch so empfunden, meine Mitschülerinnen und ich, fanden das alles scheißlangweilig. Aber weil's bei mir halt mein Trigger-Thema war irgendwie, also mein Flexierungsthema, ich fand das alles immer richtig gut gemacht. speaker-1: Und da muss ich tatsächlich noch mal ganz kurz off-tracken, bevor ich zu dem, ich jetzt eigentlich noch mal zur Computer spiele. speaker-0: sind die Leute doch eigentlich. speaker-1: Dafür sind die Leute da. Weil es hat auch damit natürlich absolut zu tun. Wir haben gerade ja Guild Wars auch schon mal angesprochen. Und das habe ich unter anderem mit zwei Klassenkameraden gespielt. Ich habe meinen... Das heißt sauber verdient, stimmt ja nicht. Ich hab mein Klassenfahrtsgeld anstatt für irgendwas, auf der Klassenfahrt mir Guild Wars Factions damals geholt. speaker-0: Auf der Klassenfahrt! speaker-1: Ja, es war gar nicht geplant. Ich hatte einfach so ein paar Taler von meinen Eltern halt für die Klassenfahrt mitbekommen. Vielleicht ja auch selber noch irgendwie zwei, drei Sparnestaler. speaker-0: sonst in Süßkram und Fertigtüten-Suppe investiert hat auf der Klassenfahrt. speaker-1: Ja, und irgendwie war es so, das war die erste, wo so so Alkohol, diese, wie heißen sie denn diese, äh, war früher als ganz, ganz schlimmes Wort Pussy Biere, ne, aber wurde damals einfach Zeitgenösschen so genannt. War so was wie, vielleicht wurde es auch nur bei uns so genannt. So Mischbierzeug Genau, diese Mischbiere, V plus X, weil da war das halt so, ne. speaker-0: Lecher x² und so ein Kram. speaker-1: Genau, aber bei uns war es dann immer V plus Kuhuma, haben wir uns da reingebechert wie, Naja, und irgendwie, ich weiß gar nicht warum, aber scheinbar musste ich davon wenig bezahlen, weil irgendwie hatte ich das Geld halt, und dann lag da in irgendeinem kleinen, local Game Store im fucking Harz, lag da halt Guild Wars Faction. Ich mir das geholt. Und zwei Schulkameraden, nicht in dem Urlaub dann, aber sind dann kurz darauf nachgezogen. Unter anderem Flo, ein sehr, guter Freund von mir, bin ich bis heute sehr, sehr gut befreundet. Letztes Jahr Trauzeuge da gewesen. Also immer noch einer meiner engsten Leute und der steht so gar nicht im Verdacht, irgendwas mit ADHS am Hut zu haben. Also ist da auch, ist da komplett, also ein sehr neurotypischer Mensch, könnte man sagen. Und es begab sich aber, dass er, noch ein anderer Schulkamerad, der Benni und ich, mussten zusammen, ich weiß gar nicht, könnte sogar Geschichte gewesen sein, ich weiß es nicht, mussten irgendwas vorbereiten, Referat und sonst was und mussten auch irgendein scheiß Plakat noch basteln oder so, was irgendwie schon wild war, weil wir da schon echt verhältnismäßig alt in An- Abführungen waren. Also wir müssen dann da ja 16 so. 16 müssen wir gewesen sein. Und, na dann waren wir halt alle drei bei mir zu Hause. Und Flohmer, er lockt sich hier nur mal ganz kurz bei Guild Wars ein, weil ich hatte ja entsprechend das, logischerweise, das Spiel auch. Und wir haben den Jungen, wir saßen im gleichen Raum mit ihm, aber wir haben den Ausnavis nicht mal so irgendwie, weil ... machst du ja eigentlich auch keine Ansagen, denn großartig. Benni und ich, also tatsächlich da irgendwie an dieser Schulaufgabe arbeitend. Und das war auch nicht so blöd, also wir hatten schon auch unseren Spaß. Aber Beste war, wir haben so mehrfach versucht mit Flo zu kommunizieren, der war komplett outgesont, der war weg, der Jungen. Und dann, Boante, auf einmal, er hatte auch getippt, er war irgendwie mit irgendwerem am Farm so, im Endgame so, auf einmal fängt Flo völlig aus, nichts mega anzulachen. Benni und ich gucken uns nur an und kriegen auch komplett den Lachflash, weil wir irgendwie ein paar Sekunden vor haben versucht, mit ihm irgendwie zu kommunizieren. Der war komplett weg, Jungen, und der hat auch definitiv deutlich in seiner Jugend deutlich mehr Computerspielzeit gehabt, also hat viel mehr gespielt. Und speaker-0: nicht sein erster speaker-1: war auch in Guild Wars. Auf jeden Fall hat er da auch noch mehr Zeit reingesteckt als ich und das als komplett... Neurotypischer, es hat nicht irgendwie, Gott, und da würde ich sagen, hat er schon so paar Suchterscheinungen gezeigt. Das war schon, ich, da gab's Phasen, da war's kein so geiler Tag für Flo, wenn er kein Guild Wars spielen konnte. Das nur mal am Rande, weil jetzt über Gelitthum zu ADAS und Computerspiele Sucht, da gibt's nämlich ... 23 Prozent der Computerspielsüchtigen leiden zusätzlich an ADHS. Also, ist ein knappes Viertel. ein signifikanter Anteil. Man muss aber, weil in der gleichen Studie wird auch gesagt, das ADHS-Risiko bei Computerspielsüchtigen ist viermal höher, respektive umgekehrt. Also du hast halt ein viermal, wenn du ADHSler bist, du halt eine viermal höhere Wahrscheinlichkeit an Computerspielsucht zu erkranken, ist es ja im Endeffekt, oder zu leiden. Das ist soweit alles auch richtig, sonst hätte ich es jetzt hier nicht erwähnt. Aber man muss dazu auch disclaimen, das ist gar nicht mal so spezifisch auf Computerspielsucht, sondern auf Süchte allgemein. Und das ist auch ein super Teaser auf einer weiteren Folge, die wir lustigerweise ja schon aufgenommen haben, aber nach dieser hier ausgestrahlt werden wird. wo wir über ADHS und Sucht und da natürlich auch Mediensucht und Computerspielsucht die Themen noch mal streifen. Und genau da ist es auch die Statistik, du bist einfach viermal suchtanfälliger Statistisch geschehen. Also, ähm, nach Studien. Also, du hast einfach eine viel höhere Wahrscheinlichkeit an Suchterkrankungen zu leiden. Das ist einfach ein Fakt. Das macht das hier nicht falsch. Ich will's nur mal eingeordnet wissen, ist nicht so, mein Kind hat ADHS, ich muss es von Computerspielen. Fernhalten, weil sonst wird es süchtig werden. Dann kannst du es auch fernhalten von sämtlichen Medien, von Süßigkeiten, von alles, was irgendwie Dopamin auslösen kann. Ist kacke, glaube ich gerade auch für Eltern natürlich zu sehen, irgendwie, okay, das macht meinem Kind Spaß, juhu, juhu, und gleichzeitig, fuck, da wird jetzt Dopamin ausgeschüttet, potenziell kann hier dann irgendwie eine Suchterkrankung dann irgendwie vorliegen, also kann sich draus entwickeln, nicht direkt vorliegen. speaker-0: Ich glaub, das wird auch noch mal interessant, weil wir jetzt in eine Generationsüberlappung, sag ich mal, reinrutschen, in der Eltern verstehen, was Videospielen ist. In einem deutlich größeren Ausmaß, als es in den Generationen vor uns, sag ich mal, der Fall war. Weil einfach Gaming mittlerweile einen ganz anderen Stellenwert hat und ganz anders angekommen ist in der Gesellschaft. speaker-1: Und na ja, und weil wir einfach, Georgi, ganz, also, sorry jetzt, Root Interruption hier, aber wir sind alte Säcke. Wir beide sind Mitte 30. Ich hab sehr viele Menschen in meinem Freundeskreis, die haben ... ... früher gespielt, speaker-0: Das meinte ich ja. Das meinte ich ja. Ich meinte jetzt quasi in den Generationen ab uns sozusagen. Weil wir halt in einer Generation leben, in der Gaming viel weiter verbreitet ist. Und auch jetzt die nach uns folgenden Generationen sozusagen. Aber vor uns war es halt schon noch eher so, dass die Elterngeneration vielleicht schon mal auch irgendwie was gespielt hat. Aber in einem ganz anderen Ausmaß als wir das getan haben und wir halt dann, sag ich mal, und alle nach uns folgenden Generationen einfach ein anderes Verständnis dafür auch mitbringen können, was ist Spielen? Und in welchem Maße ist es vielleicht gesund oder nicht? Das heißt, man kann da vielleicht auch viel besser, auch nicht alle natürlich, weil nicht jeder hat zocken als Hobby. Aber ich glaube, in der breiten Masse das Verständnis dafür, was ist Spielen und in welchem Maße wird es eventuell gefährlich, besser ist als in den Generationen vor uns. So meinte ich das. speaker-1: Absolut, genau. Deswegen, wir wollen jetzt hier auch gar nicht großartig auf der Sucht rumreiten. Hast du noch eine positive Note, auf dem wir das Ganze hier heute enden lassen können? speaker-0: Ja, also ich finde, wir enden einfach da, wo wir angefangen haben. Du hattest am Anfang Realitätsflucht angesprochen. Ich finde, das kann auch sehr, sehr positive Aspekte haben. klingt immer ... Also oftmals, wenn es angesprochen wird, ist es eher in einem negativen Tonus gar nicht, dass es bei dir so war. Aber meistens ist es ja so. Und ich finde, das ist eigentlich was ganz Tolles, weil es gibt dir einen Coping-Mechanismus an die Hand, mit dem du ... A, viel mehr Leben erleben kannst als dein eigenes. Ich glaub, es gibt einen von Umberto Eco, ein Zitat, was ich sehr zerbutschern werde, aber der hat so im übertragenen Sinne gesagt, ein Mensch, der nicht liest, lebt ein Leben, und ein Mensch, der liest, kann 99 Leben leben. Und das kann sich meiner Meinung nach auch genauso auf Gaming in dem Sinne übertragen. Ist mittlerweile ja auch als Kulturgut irgendwie angekommen. speaker-1: Das würdest du planen. speaker-0: Ich finde, so sollte man's auch behandeln. Es ist nicht nur einfach ein reines Zeit-Totschlagen, sondern es kann auch ein Leben einfach ganz, ganz toll bereichern und erfüllen. Und in dem Sinne ist das dann gar keine Flucht, sondern vielleicht man begibt sich sehr freiwillig da rein, und wenn es sein muss, hat man aber doch einen Ort, wo man weiß, der ist da, und der tut mir gut, auch wenn alles mich rum gerade vielleicht to shit geht. Und das finde ich eigentlich eine sehr schöne Sache. speaker-1: Absolut nicht, dass Umberto Eco Zitat, ob es jetzt eins zu eins war oder so, das finde ich kann man sehr, gut übertragen. Umberto Eco übrigens der Dude, der im Namen der Rose geschrieben hat, das könnte man auch als Film kennen, also Famous Author. Und ja, ich kann das zu 100 Prozent nur sagen, also diese Realitätsflucht kann natürlich irgendwann was Negatives haben, aber für mich persönlich gesprochen, save hätte ich ganz anders irgendwie krass auch mal depressive Phasen gehabt, wenn ich eben nicht diese Möglichkeit der Realitätsflucht über Bücher, Filme, Spiele und Spiele bindet deine, deine oder bei mir spezifisch bindet Spiele mich halt noch mehr im Kopf. Und das hat mir, so hab ich ja auch schon gesagt am Anfang, das ist halt auch für mich echt therapeutische Sachen erfüllt. So einfach ist das und ist ja mittlerweile, haben wir auch heute besprochen, im positiven Sinne in der Medizin und spezifisch in der ADHS-Therapie auch schon angekommen. Also richtig krass, was das auch an positiven Sachen hat. Nichtsdestotrotz wollen wir auch eben nicht potenzielle negative Sachen hier logischerweise verschweigen. Ja, ich kann auch noch auf einer für mich positiven, ganz ... Ja, es ist nicht subjektiv, persönlichen Note enden. Bezug auf Gaming ganz eventuell ... ... liefert dein ehemaliger Arbeitgeber ... mir morgen eine Switch 2 nach Hause. Das könnte passieren, wer weiß das schon. Dann hab ich hier mal wieder auch was Neues zum drauf rumspielen. Yes, yes, yes, das wird noch passieren. Jetzt geh ich aber erst mal ein paar Magic-Karten sliefen. Stichwort künstliche Verknappung. Meine Freundin hat mir da nämlich ein paar schöne Dino-Karten geschenkt. Die wollen behandelt werden. Und damit werd ich jetzt meinen Freitagabend ausklingen lassen. speaker-0: Sehr schön. Dann würde ich sagen, beenden wir die Folge an dieser Stelle. Passt auf euch auf, achtet auf euch und auf das, was ihr braucht und überschreitet eure Medienzeiten nicht. Medien? speaker-1: Nutzung feinden, mein Freund. speaker-0: Die Mediennutzungszeiten. speaker-1: Genau, dann geh du mal schön wieder in die Pflege der Lebensgefährtin hinein und trotz des Krankenstandes bei dir zu Hause natürlich auch schönes Wochenende, denn wir haben heute an einem Freitag aufgenommen. speaker-0: Macht's gut, Tschüssi!