speaker-0: Willkommen bei Best Bark Date Ever, dem Podcast von Bark Date. Hier geht's ⁓ echte Begegnungen mit Tierschutzhundungen, berührende Geschichten und darum, was verantwortungsvoller Tierschutz wirklich bedeutet. Bereit fürs beste Date deines Lebens? Dann hör rein! speaker-1: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge eures Liebling-Podcasts. Beim Barkday-Podcast wollen wir über alles Mögliche sprechen, was uns im Tierschutz bewegt. Und dafür haben wir ganz, ganz, ganz tolle Gäste und Gästinnen eingeladen. Und heute sitzt mir gegenüber die Linie Janahoga. Schön, dass du da bist. Wir freuen uns ja einfach immer riesig, wenn wir ganz, ganz, ganz viel Expertise anzapfen können. speaker-0: Vielen Dank für die Einladung. speaker-1: ⁓ den Zuhörerinnen und Zuhörern ein bisschen Einblick in die Welt des Tierschutzes zu geben, denn das ist ganz schön komplex, was wir alles machen. Und hier und heute reden wir ja auch nur noch über den Hundetierschutz. Also das heißt, wir haben uns sogar nochmal auf eine Spezies hier eingeschossen und trotzdem ist das so unglaublich komplex. ja, du bist heute in deiner Rolle als Leiterin für ein Projekt rund ⁓ das Thema illegaler Welpenhandel. Darüber wollen wir heute sprechen, denn So wie man sich das früher mal vorstellt, dieses klassische vielleicht auf einem Markt oder irgendwo aus einem Kofferraum. Dieses Bild, das gibt es, glaube ich, auch noch. Aber das hat sich ein bisschen verändert. Und genau darüber wollen wir heute ein bisschen sprechen, ⁓ mal von dir einen Eindruck zu bekommen, was da eigentlich draußen los ist. speaker-0: Ich viel zu erzählen. Ich hoffe, uns reicht die Zeit. speaker-1: Wir reden einfach doppelt so schnell und dann geht's. Ja, genau. Magst du vielleicht mal erzählen, aktuell, ja, du machst bei der PETA und wie du zum Thema illegalen Welpenhandel gekommen bist? speaker-0: Ich bin bei PETA für den ganzen Haus- und Heimtierbereich zuständig und habe natürlich sehr viele Fokusthemen mittlerweile. Ich bin seit acht Jahren bei PETA am Arbeiten und habe auch relativ schnell gemerkt, mir liegt einfach der investigative Teil, auch viel Aufdeckungen, viel Aufklärungsarbeit, darauf aufmerksam zu machen auf die Themen, die einfach sehr relevant sind, die mitten in unserer Gesellschaft passieren. Ja, jeder Zweite hat einen tierischen Mitbewohner zu Hause, ein Haustier. Und wir sehen einfach, dass unfassbar viel schief läuft. Und gerade beim Thema Hund ist es einfach so, dass ich natürlich auch aus meiner Zeit noch in der Tierarztpraxis viel gesehen habe, einfach Welpen gesehen habe, die schwer krank uns auf den Tisch gesetzt worden sind. Und wo dann klar war, die Leute erreichen irgendwie die Verkäuferinnen und Verkäufer nicht mehr und die verschwinden da irgendwie komplett. im Nichts und wir haben da aber einen Welpen sitzen, der ⁓ sein Leben kämpft. Das waren eigentlich so die ersten Momente, wo mir klar wurde, wir haben hier riesengroßes Thema damit in Deutschland und jetzt ist es eins von meinen absoluten Fokusthemen. Wir haben eine große Recherche zum Thema Welpenhandel veröffentlicht, hängen da auch weiterhin dran, noch weitere Veröffentlichungen dazu zu machen. Ich könnte eigentlich jeden Tag einen illegalen Welpenhandel aufdecken. Ich war heute Morgen noch mit Johanna vom Netzwerk Adoptieren statt Produzieren unterwegs. Wir haben einen Welpenhändler hier in Köln hochgehen lassen. Und das sind natürlich Einzelfälle, aber ich finde es mega wichtig, die aufzudecken, den Händlerinnen und Händlern, meistens den Männern, zu zeigen, dass wir nicht aufgeben, dass wir überall sein können und dass die sich nicht in Sicherheit wägen können. speaker-1: Wie sieht denn eigentlich so ein illegaler Welpenhandel aus? Jetzt bin ich vielleicht jemand, der sagt, ich möchte mir zum ersten Mal einen Hund holen, ich schaue im Internet, gucke irgendwie, wo sind tolle Bilder, schöne Beschreibungen, ich schaue nach einem Hund, der irgendwie zu mir passt. Es kann ja sowohl aus dem Tierschutz in Anführungszeichen oder jetzt mal als Oberbegriff, aber auch ein Rassehund sein. Was ist eigentlich das Problem? Also, warum gibt es illegalen Handel? Was passiert da eigentlich? Kannst das so bisschen erklären? speaker-0: Den illegalen Handel macht es so aus, dass wir Welpen haben, die meistens in Osteuropa produziert werden, oftmals wirklich unter schlimmsten Bedingungen. Es war vor vielen, vielen Jahren noch so, dass die Hunde oftmals auf großen Vermehrerfarmen produziert wurden. Die gibt es auch heute noch. Wir haben auch in unserer Veröffentlichung jetzt einen Teil, wo wir eine Hunde-Produktionsanlage aus der Slowakei eben aufdecken konnten, wo wir Material bekommen haben von Hunden, die wirklich so ab Teil an ab Teil da eingefärcht sind, isoliert sind, nie nach draußen kommen, nie das Tageslicht sehen und wo Mutterhündinnen nur dafür benutzt werden, kleine Welpen zu produzieren. Und dann ist es oft mal so, dass diese Welpen jetzt beispielsweise aus dieser Zuchtanlage des Doa Kai teilweise nach Deutschland, aber eben auch durch Deutschland hindurch transportiert werden. sind 46.000 Welpen, die jeden Monat innerhalb der EU transportiert werden. Und die Dunkelziffer ist sicher... viel, viel höher. Und diese Hunde landen dann oftmals in Verkaufsstätten. Wir haben hier in Deutschland eine sehr, große legale Verkaufsstätte. Zum Glück sonst nicht mehr die großen Shops, aber in anderen Ländern ist es noch gang und gäbe, dass Welpen eben auch in Schaufenstern verkauft werden oder in sogenannten Pet-Shops verkauft werden, und da landen diese Hunde. speaker-1: Das heißt, diese Pet Shops kaufen die dann auch ein, wissentlich, dass das von Sofamera Farben kommen oder wird in ein anderes Bild ausgezählt? Also wenn wir jetzt mal auf der Ebene bleiben, jetzt quasi von einem Händler zu einem anderen Händler. speaker-0: Menschen wird suggeriert, dass die Hunde natürlich aus Kleinzuchten kommen, familiären Betrieben, wo man dann natürlich auch weiß, wer ist die Person, woher kommt das Tier und so weiter. Aber die Wirklichkeit sieht natürlich total anders aus. Also für die Masse an Hunden, die da produziert wird, nicht sprechwohin produziert, weil es einfach wirklich am laufenden Band da Welpen vermehrt werden. ⁓ Das ist alles andere als tierschutzgerecht. Das hat mit einer guten Hundezucht, wenn es sie aus Tierschutz nicht überhaupt gibt, nichts zu tun. Und die Hunde werden dann da verkauft. Es gibt aber jetzt auch, wir sehen so eine ganz große Veränderung auch im Welpenhandel, dass es sehr, sehr viele so kleine Familienclans gibt, die Hunde vermehren. Beispielsweise in Rumänien passiert mir, dass wenn ich vor Ort bin, dass wir in Dörfern unterwegs sind, dann sehe ich, ach, da sind ja... paar Malteser hier im Dorf, die da in einem Haus leben und da wird die Mutterhühnen dann jedes Mal gedeckt. Die Welpen, die 5, 6, die dann da geboren werden, werden relativ frühzeitig schon von der Mama getrennt. Einfach frühzeitig, weil je kleiner der Hund, umso niedlicher für viele, Menschen, die diese Hunde dann kaufen. Und dann haben wir es so, dass wir dann hier auf der Straße, also später noch auf der Straße, aber vorher dann Über Anzeigenportale diese Hunde finden, die inseriert werden und die kosten 1500, 2000 Euro, also ähnliche Preise wie bei einem Züchter. Und ich glaube, das ist viele Menschen auch deswegen so schwierig, rauszufinden, habe ich hier einen illegalen Handel oder nicht? Kann man eigentlich nicht als Laie, sondern man denkt, na gut, der Preis ist ja recht hoch, die Anzeige ist ganz gut gemacht. Und da hat man vielleicht eigentlich gar kein schlechtes Gefühl, wenn man sich dann für so einen Hund erstmal entscheidet. Dass man dann vielleicht vor Ort ist oder den Hund dann zu Hause hat und dem es plötzlich schlecht geht. speaker-1: Kannst du dazu bisschen mehr erzählen? Was heißt das? Dem geht's plötzlich schlecht und warum? speaker-0: Es ist ja häufig so, dass die Hunde weder medizinisch versorgt worden sind oder eben auch nicht nur medizinisch nicht versorgt wurden, sondern eben auch frühzeitig von der Mutter getrennt werden. Das heißt, oftmals haben die ein extrem schlechtes Immunsystem. Die haben natürlich auch durch die frühe Trennung von der Mutter, durch den langen Transport einen enormen Stress. Das heißt, deren Immunsystem ist natürlich auch unfassbar angegriffen. Und diese Hunde werden natürlich oder sind natürlich auch... viel anfälliger für jegliche Krankheiten auf den Transporten vielleicht noch zusammengefärcht mit anderen Hunden. Und wenn da einer beispielsweise eine Parvovirose in sich trägt, dann gibt sich diese Krankheit sehr schnell von einem Weltmacht in anderen weiter. Das heißt, wir haben dann sehr schnell sehr viele extrem kranke Hunde, die eine sehr geringe Überlebenschance haben und einen sehr schmerzhaften Tod sterben, wenn da nicht geholfen wird. Und das ist das Problem. speaker-1: Das habe ich auch immer wieder gesehen, dass Menschen da auch ganz verzweifelt sind, weil sie haben dann einen Hund und adoptiert und dem ging es noch ganz gut. Meistens, weil die auch irgendwie bisschen noch aufgepusht werden oder noch mal bisschen was bekommen. Aber die dann innerhalb von Stunden, vielleicht wenigen Tagen so richtig einbrechen und die Leute dann genau in die Kliniken fahren und dort in den Praxen vorgestellt werden und dann halt herauskommt, der Hund hat nur hochgradige Paar, wie Rose. oder so und kann es einfach nicht überleben. Und dann haben die Menschen im Zweifel schon 1000, 1500, 2000 Euro bezahlt, plus noch den Klinikaufenthalt. Und dann sind sie eigentlich schnell 3000 Euro für einen toten Welpen los. Das natürlich eine ziemlich krasse Geschichte. Und danach hat man dann wahrscheinlich auch weniger Lust auf die ganze Sache. Was meinst du oder weißt du so, wie groß der Markt ist? Also wie lukrativ ist das Geschäft für jemanden? meine, wenn ich jetzt jemanden, wenn ich mir jetzt überlege, man muss da Welpen produzieren, man muss sie transportieren, man muss Im Zweifel gibt es ja auch so was wie Scheinfamilien, dass das dann so aus dieser liebevollen Hobbyzucht zu Hause und so weiter passiert. Da wollen ja Menschen bezahlt werden dafür. Wie viel bleibt denn da hängen an einem? speaker-0: Das ist ein Multimillionen-Business. Wenn wir uns einmal vorstellen, wir haben in Deutschland 10 Millionen Hunde, die in Haushalten leben und davon, sagen wir mal, werden die Hunde jetzt im Schnitt zehn Jahre alt, vielleicht auch ein paar, ein bisschen älter, dann brauchen wir pro Jahr eine Million neue Hunde in Deutschland. Und das ist unfassbar schwierig, diese große Nachfrage hier zu decken. Also ich meine, natürlich wäre es möglich, wenn man sich einmal anschaut, die Leute könnten in Tierheime gehen, die sehr überfüllt sind, die sich nichts weiter... wünschen würden, als für all diese Hunde dort ein schönes Zuhause zu finden. Und die paar Züchter, die es hier in Deutschland gibt, können auch diese Nachfrage nach den vor allem auch Rassehunden einfach nicht decken. Das heißt, es hat sich mittlerweile ein hochgradig kriminelles System entwickelt, ein Multimillionen-Business, wo Hunde dann einfach produziert werden. Es gibt Menschen, die die Hunde dann hier nach Deutschland fahren. Es gibt teilweise, wenn wir jetzt gerade auch in den Großstädten gucken, wo natürlich auch größere Clans noch agieren. Menschen, die dann die Anzeigen schalten. Dann gibt es welche, die mit dir telefonieren, die erstmal gucken, wer bist du, weißt du noch, was der Hund gekostet hat. Die eben aus und ein bisschen abchecken, sind die auf der sicheren Seite oder haben sie es hier vielleicht mit einem Scheinkauf zu tun. Und dann gibt es natürlich auch noch die Menschen, die dich dann vor Ort treffen oder dir den Hund übergeben oder du kommst in eine Wohnung. Dir wird sogar noch vielleicht ein Muttertier präsentiert, wo man natürlich als Laie dann extrem große Probleme hat. Woher soll ich jetzt erkennen? Ist es die Mutterhündin oder ist der Welpe jetzt wirklich schon 15 Wochen alt oder ist der eher vielleicht fünf Wochen alt? viele Menschen sagen ja, ich hatte irgendwie ein komisches Gefühl, aber irgendwie hat mir der Hund ein Leid getan. Ich hatte ihn dann schon auf dem Arm und dann habe ich ihn doch mitgenommen. Ich glaube, das ist das große Problem. speaker-1: Ja, das höre ich auch immer wieder, dass dann irgendwie, das ist so eine emotional festgefahrene Situation, aus der man jetzt eigentlich nur noch rausgehen kann mit dem Hund, weil dann hat man jetzt irgendwie nicht in Streit, also man fängt irgendwie nicht in Streit an, man ist emotional befangen. Man hat sich jetzt schon ein bisschen an dieses Tier gehangen und das tut einem leid im Zweifel. Oder sogar man hat es halt vielleicht auch gar nicht gemerkt, dass da irgendwie so was passiert ist. Genau, weil die Machenschaften bzw. die Vorgehensweisen, die werden ja auch einfach immer besser. speaker-0: Also wenn ich mir einmal die Anzeigen anschaue, früher war es habe ruckizucki, hatte ich irgendwie ein paar Anzeigen, wo ich sage, okay, der ist illegal, der ist illegal, der ist illegal, 100 Prozent, der Preis war gering, die Anzeige ist furchtbar geschrieben, mit 94 Schreibfehlern mittlerweile, dank KI glaube ich. Es ist einfach so, dass wir Anzeigen haben, die perfekt sind. Da steht dann der süße, so war es heute morgen auch bei der Anzeige, steht dann drin, ja, unser süßes Vermehen. Mit Gläde sucht nun ein neues Zuhause, sie ist drei Monate alt und so weiter. Woher willst du da eine Anzeige erkennen, dass du dann irgendwie in wenigen Stunden auf zwei doch kriminelle junge Typen triffst, die mit ihrem Auto mal kurz vorbei fahren, den kleinen Welpen auf der Rückbank sitzen haben und die dann mal für 800 Euro einfach auf den McDonalds-Parkplatz verkaufen wollen. Und dass die Typen, die erscheinen dann vielleicht in dem Moment, sehr jung und vielleicht auch irgendwie bisschen angespannt oder so. Aber das so in der Situation natürlich auch kippen kann, dass es vielleicht dann auch gefährlich werden kann. Das heißt also, auch wenn ich mich aus so einem Treffen einlasse, es sein kann, dass die entweder den Hund mir aus den Armen reißen, wenn die merken irgendwas ist komisch, dass die ein Messer zücken, dass sie einen ins Gebüsch werfen. Also sie versuchen zu flüchten. Das kann ja alles passieren. Das heißt, man muss sich hier ganz klar machen, wir haben es hier nicht mit ungefährlichen Menschen zu tun, sondern die Situation kann einfach ganz, ganz schnell kippen. speaker-1: das eine Möglichkeit, irgendwo nachzufragen oder ⁓ Hilfe zu bitten, wenn ich vielleicht das Gefühl habe, hey, das ist ein Hund, den würde ich eigentlich gerne adoptieren, das sieht für mich eigentlich alles seriös aus, aber irgendwie bleibt da so ein Rest Zweifel. speaker-0: Also grundsätzlich kann man einfach nur davor warnen, sich Tiere über Internetportale zu kaufen oder sich dafür zu entscheiden oder die da auch rüber kennen zu lernen. Außer es sind jetzt Tierschutzvereine oder Tierheime, die ihre Hunde vielleicht auch inserieren. Der Rat immer, das Tier kennenzulernen, sich nie von heute auf morgen für einen Hund zu entscheiden. Das große Problem ist aber, was ich einfach sehr, häufig auch schon erlebt habe, man kann davor warnen, man kann irgendwie sagen, guck dir den Pass an, guck dir das Muttertier an. dass die Leute dann dranstehen, die sehen den Welpen, sind total schockverliebt und kaufen dann dieses Tier. Und du denkst so, und habt ihr jetzt irgendwie das Muttertier gesehen? Nee, aber der kleine Welpe und das Muttertier sitzt gerade in Frankfurt und jetzt haben wir halt doch mitgenommen. jeder, also man muss sich auch sagen, du machst dich ja auch so bisschen mitverantwortlich für dieses Geschäft, wenn du dafür auch noch bezahlst. Wenn du jetzt ein komisches Gefühl hast, wenn du merkst, ist irgendwas komisch oder vielleicht auch schon eine Anzeige entdeckt, zum einen kannst du so eine Anzeige uns von PETA melden, wir haben Meldepromular auf unserer Homepage, oder eben natürlich auch die Veterinärbehörde mit einzuschalten, die handeln müsste. Oftmals dauert das halt relativ lange und das große Problem ist, dass die Händler sehr, schnell die Welpen verkaufen oder halt eben natürlich auch in der Notsituation dann. Vielleicht auch vor Ort die Polizei einzuschalten, das heißt, mit ranzuholen. speaker-1: Mhm, okay, da habe ich also schon mal viele Möglichkeiten. Wenn jemand da vielleicht auch, oder was macht ihr für Erfahrungen? Wo wollen Käufer manchmal auch und Käuferinnen vielleicht auch manchmal nicht hingucken? wo habt ihr das Gefühl, also wenn man jetzt einfach sagt, okay, man hatte den jetzt schon auf dem Arm und dann sagt man so, ja, okay, ich bin ja eigentlich nicht Teil des Problems und den einen Welpen habe ich jetzt gerettet. Also das ist ja auch so ein kleiner moralischer Konflikt, weil klar, diese Individuen sind jetzt da, aber Also was passiert dann sonst mit denen? Was machen wir also? Wo ist die Lösung? Wie kann ich versuchen zu helfen, nicht auszublenden und vielleicht trotzdem sogar dem individuellen Tier helfen? Gibt es da eine Lösung? speaker-0: Das Thema, was passiert dann mit dem Tier, treibt mich auch in den Situationen tatsächlich dann an, bis es zur letzten Minute zu schaffen, das Tier natürlich dann auch zu sichern. Ich verstehe den Gedanken, dass man sich überlegt, was passiert damit, aber in der Situation heißt es einfach auf gar keinen Fall Geld dafür bezahlen, auf alle Fälle sich Hilfe holen, auf alle Fälle drauf bestehen, dass die Polizei kommt. Und natürlich müssen wir als Menschen hingucken. Ich glaube, es ist in unserer Gesellschaft einfach mittlerweile eine Sache, dass wir es gewohnt sind, wenn wir uns für was interessieren oder denken, ich hätte gerne zu Hause ein neues Paar Schuhe oder eine neue Lampe. Dann gehe ich ins Internet, suche mir eine neue Lampe aus und bestelle die und dann kommt die morgen. Und bei den Welpen ist es ja ganz genauso oder vielleicht sogar oftmals noch einfacher, weil die dann oftmals nicht mal erst morgen erscheinen, sondern dass ich die Möglichkeit habe, dass der Welpe dann noch an dem Abend bei mir zu Hause sitzt. Und ich glaube, da machen viele Menschen die Augen zu, dass sie nicht hinschauen, dass sie nicht gucken, was sie da vielleicht auch für ein kriminelles Geschäft unterstützen. Und deswegen finde ich so wichtig, dass wir darüber sprechen, dass wir auch heute darüber sprechen und darauf aufmerksam machen. speaker-1: Ja, absolut. Also wie immer, Aufklärung ist somit das Wichtigste. Du hast hier eben auch schon mal angesprochen, die Online-Plattform. Da ist ja auch in letzten Jahren schon mal viel passiert. Also kleine Schritte, wir würden uns alle mehr wünschen. Aber kannst du das vielleicht noch mal so bisschen beleuchten? Was ist denn das Problem? Also was passiert da auf den Online-Plattformen und wie versucht man es zu ändern? speaker-0: Also es gab ja schon politisch auch die Idee, das Thema Onlinehandel mal anzugehen oder auch den Onlinehandel vielleicht einfach auch deutlich einzuschränken. Und das ist ja was, was wir seit vielen, vielen Jahren wünschen und eben auch voranbringen und auch fordern, weil wir sagen, okay, solange dieser Handel noch so unreglementiert stattfinden kann, wird sich nichts verändern. Also die Händler werden immer Wege finden. Und deswegen ist für uns natürlich auch wichtig, weil wir wissen, die Politik lässt sich extrem viel Zeit zu schauen. Wie können wir es denn schaffen, vielleicht auch mit den Plattformen in den Austausch zu gehen? Und da hatten wir als ersten wichtigen Erfolg. Damals war es noch eBay-Kleinanzeigen, Situation, dass dort natürlich der größte Handel war. Also alle Menschen, die in Welpen aus dem illegalen Handel gekauft hatten, hatten den eigentlich dann von eBay-Kleinanzeigen. Und das war dann auch dann irgendwann ziemlich klar, dass das so nicht mehr funktionieren kann. Und dann gab es dort neue Richtlinien, die geschaffen worden sind. Wir in einem sehr engen Dialog und haben eben auch zusammengeschaut, was könnte denn dazu beitragen, dass wir vielleicht diese kriminellen Händler nicht mehr bei euch haben. Und dann wurden die Richtlinien so geschaffen, dass dann eben keine Privatleute mehr, welchen unter einem Jahr verkaufen dürfen, nur noch Züchter, also eingetragene Züchter und Tierschutzvereine und Tierheime anbieten dürfen. Und das hat dazu geführt, dass die ganzen Händler plötzlich von der Plattform, also ich muss sagen, größtenteils verschwunden sind. Das war auch deutlich an der Zahl zu sehen. Es hat funktioniert. Und das ist natürlich ein Punkt gewesen, dass wir gesagt haben, okay, die anderen Plattformen können jetzt ganz, ganz dringend nachziehen und eben auch solche einfachen Richtlinien auferlegen und ihren verkaufenden Menschen auferlegen. Und da ist jetzt E-Docs ist noch nachgezogen und das ist ein wichtiger Schritt gewesen. Natürlich liegt es einfach auch noch an den anderen Plattformen, dass wir sehen, es gibt noch unfassbar viele Plattformen, die eine sehr große Rolle spielen, einfach vielleicht teilweise dann gewacht wird, bei uns dürfen die Verkäufer die Hunde nicht anonym anbieten, das reicht aber nicht aus. Ob ich jetzt irgendwie angebe, bin Max-Mustermann, dann der Sache überhaupt. Es kontrolliert kein Mensch. Man kommt auch nicht hinterher und auf einer Plattform, wo Tausende Welpen angeboten werden. Wie soll man es kontrollieren? Wir haben in Deutschland pro Monat etwa 17.000 bis 20.000 Welpen, die angeboten werden. Wie soll da durchblickt werden von den Anzeigenplattformen? Welcher Hund ist denn aus einem kriminellen Handel? Wo steckt vielleicht irgendwie ein kriminelles Netzwerk dahinter? Das funktioniert nicht. Das heißt, der wichtigste Schritt wäre einfach und auch ein einfacher Schritt zu sagen, wir wollen diese Leute hier nicht mehr haben, raus damit und Wir lassen einfach einem Tierheim, Tierschutzverein noch die Möglichkeit, klar, aber eben nicht mehr diesen kriminellen Menschen. speaker-1: Ich habe da so viele Gedanken zu den Kopf, aber einer finde ich immer ganz wichtig. Thema ist ja, also Züchter auch im Inland ist ja leider ein sehr unkontrollierter Bereich. Das heißt, jeder kann sich auch als gewerblicher Züchter anmelden und leider aus eigenen Erfahrungen im Praktikum, im Veterinäramt und vielen Kolleginnen von mir und Freunden, die in Veterinärämtern sind. Also bis da mal einer vorbeifährt. sind aber auch schon wirklich fünf Generationen Hunde dadurch, einfach weil es so große Massen sind. hast gerade auch schon diese Zahlen erwähnt. Was waren das gerade? 17.000? Ja, das ist doch absurd. Also wenn ich jetzt überlege, dass wir bei Backdate nach einem Jahr statistisch, weil wir es am Anfang nicht so getrackt haben, aber über 2.000 Hunde vorgestellt haben in einem anderthalb Jahren. Also da ist natürlich nochmal so ein großer Schritt zu dieser Masse. Wo sind diese ganzen anderen Menschen unterwegs? Und das ist so mein einer Gedanke, dass man sich halt auch wirklich nicht einfach darauf verlassen kann, dass man dann sagt, das ist jetzt ein deutscher Züchter oder so. Auch da muss man sich dann wirklich dezidiert informieren. Es gibt große Verbände, die sind jetzt auch nicht unfehlbar leider. Auch das wird halt nicht wirklich kontrolliert, weil letztendlich jeder mit einem gebärfähigen Hund damit machen kann, was er will. Und dann heißt es liebevolle Privatzucht und Hobby und ein oder zwei Mal. Auch das muss nicht gut sein. Da muss es nicht mal gerade der illegale Handel sein. Da kann es nur einfach ein Handel ohne Sachverstand sein. speaker-0: oder mit Qualzuchten, Runden, die ihr Leben lang massiv leiden. Da wird ja auch von den Verbänden nicht durchgegriffen. Und nicht mal von den Plattformen, dass man denkt, ... Sag doch einfach wenigstens wirklich, die offensichtlichsten Rassen dürfen hier nicht mehr verkauft werden oder so. Aber nicht mal da irgendwie geht man voran. Und von dem her, glaube ich, ist es wichtig, dass wir extrem unangenehm sind und extrem darauf aufmerksam machen und extrem drauf schauen, alle zusammen und hier Druck machen. speaker-1: Ja, das wäre so einfach. Wie nimmst du wahr, dass Hunde mit Qualzuchtmerkmalen, das ist immer kurz bei dem Thema zu bleiben, dass die verstärkt im illegalen Handel vorkommen? Also ist das so ein Thema, was bei Vermehrern quasi viel läuft irgendwie oder ist das zahlenmäßig geht sich das, ist das egal, ob es jetzt ein Yorkshire Terrier, ein Golden Retriever oder eine französische Bulldogger ist? speaker-0: Ich glaube, es ist immer so, dass wir spezielle Trendhunderassen haben. Also gerade im illegalen Welpenhandel sind es einfach Hunde, die sehr klein sind oder auch kleinbleibend sind oder vielleicht nicht so viele Haare verlieren oder, Es gibt einfach so, sei es der Zwergpudel, der jetzt gerade angesagt ist oder der Malteser oder der Pomeranian oder so, die einfach gut verkauft werden, aber auch natürlich auch größere Hunde wie jetzt Gondritriwa, Huskys ganz viel, die wir vor Ort dann finden. Das heißt ja auch Qualzuchtstraßen, aber ich glaube auch da gibt es ja sehr, viele Kampagnen zum Thema Qualzucht, dass das Thema immer mehr in unsere Mitte der Gesellschaft rückt. Menschen merken, ich werde doch komisch angeguckt, wenn ich solche Hunde irgendwie draußen auf der Straße, mit denen irgendwie über die Straße laufe. Das heißt Thema französische Bulldoggen beispielsweise. wird zumindest mehr kritisiert. Wir finden es natürlich noch im illegalen Welthandler. Wir finden auch französische Bulldoggen noch bei den guten Züchtern in Anführungsstrichen. Und da muss man sich doch fragen, wie kann es denn sein, wenn Hund keine Luft bekommt, wenn Hund nicht alt werden darf, wenn Hund ein Leben mit extremen Leiden und Schmerzen verbringen muss. Warum ist so eine Zucht überhaupt noch hierzulande möglich oder der Verkauf überhaupt noch möglich, obwohl wir eigentlich ein Tierschutzgesetz haben? speaker-1: Da sind ja auch andere Länder weiter. Also sind andere Länder im europäischen Umland deutlich weiter. Die Haltung, die Zucht, den Kauf und so weiter. Also versuche ich jetzt strukturell zu verbieten. da kann jetzt immer noch mal kommen mit Verbotskultur und blablabla, aber immer wenn du Lücken lässt. Was für Diskussionen man sich teilweise anhören muss mit, ja, das ist ein Freiatmer. Ja, herzlichen Glückwunsch. Also ich hoffe, das ist kein verhandelbares Konzept, ob man halbwegs frei oder frei atmet. Also das ist bitte Grundvoraussetzung. ob man das dann auch Freiatmer bezeichnen kann oder nicht, das ist ja auch völlig undifferenziert und sehr enttäuschend ja auch, dass unser Gesetzgeber da tatsächlich ja nicht nachgezogen hat in der geplanten Novellierung unseres Tierschutzgesetzes, sondern da sehr in eine Einzelfallbetrachtung gehen wollte. Ja, und wir haben gleichzeitig so ganz kontroverse Vorgaben. Also irgendwie, es gibt Rassesschauungen, da sind diese Hunde ausgestellt. Dann gibt es aber eigentlich ein Ausstellungsverbot für diese Hunde. Auch wir beim Barg-Date haben diese Hunde natürlich auch da, weil sie kommen halt ja im Tierschutz vor, weil die Leute, ⁓ den Kreis da immer zu schließen, viele Leute kaufen sich eine französische Bulldog in einem Mops oder was auch immer, wissen oder unwissentlicherweise, wie es vielleicht mit großen Anführungszeichen sagen, aber... dann merken sie halt irgendwann, was das bedeutet, nämlich vor allen Dingen sehr hohe Tierarztkosten, weil die Tiere werden herzkrank, sie brauchen OPs, ⁓ ihre Nasennebenhöhlen wegzulöten, damit da überhaupt noch Luft reinkommt, die Nasenlöcher zu erweitern. Und das kostet eine ganze Menge Geld. viele Menschen sagen dann, ⁓ nee, das möchte ich gar nicht zahlen, geben den dann tatsächlich sogar im Tierheim ab. Aber er zahlt jetzt die Kosten, die Tierheime. Und das heißt, ist uns für Barclayt auch immer ein wichtiges Interesse, zu sagen, also Wenn es diese Hunde schon gibt und es dafür noch Liebhaber gibt, dann ist es tatsächlich lieber, jemand sagt, okay, ich kann mich nicht davon lösen, dieser Idee einen solchen Rassehund zu nehmen und ich brauche den unbedingt in meinem Leben, ich kann nicht anders glücklich werden. Dann sind wir ja froh, dass es noch solche Menschen gibt, die zumindest irgendwann mal hoffentlich Restbestände dieser Tiere noch aufnehmen und dafür finanziell aufkommen. Das ist ja schon eine große Sache, die man sich da anlacht und in dem illegalen Handel, da klärt ja auch keiner auf. Na, also du kriegst die dann in die Hand gedrückt. speaker-0: Nee, genau. Das fühlt sich auch keiner verantwortlich. speaker-1: Nee, genau, fühlt sich warum auch. Also warum sollte ich denn, wenn ich dafür 2000 Euro kassiere, jemanden noch sagen, na übrigens, würde ich aber nochmal 10, 15.000 Euro Antiharztkosten on top kosten, dann gibt man ja den Hund zurück, dann sagt man ihr Danke, aber das sagt einem ja keiner, ne? speaker-0: Ich glaube gerade bei den französischen Bulldoggen ist es so, dass ich die seltener sehe, einfach weil die Sache mit wir vermehren die Hunde mal funktioniert oft schwierig. Die brauchen ja oftmals seinen Kaiserschnitt, weil die Welpen mit ihrem Kopf nicht durch den Geburtskanal passen. Was ja völliger Wahnsinn ist, dass man solche Tiere produziert, die einfach völlig fehlgebildet sind. kann sein, dass deswegen vielleicht auch weniger dieser Tiere mittlerweile zu finden sind. speaker-1: Okay, ja, das ist ein wichtiger, also guter Punkt. Ich glaube, wie du schon sagst, das konzentriert sich dann teilweise auch einfach nochmal auf andere Rassen. Und ich glaube auch nochmal so klassisch dieses so bisschen auf dem Markt und aus dem Kofferraum und so weiter, da gibt es das dann schon noch ein bisschen. Und da kommen vielleicht auch nochmal Sumo-Hunde quasi nochmal mehr unter. Ein anderes Thema hat mich eben, ich habe es schon gesagt, ich habe gerade zwei Gedanken im Kopf, jetzt kommt der zweite. Wir haben bei Bugdate, zum Bugdate gehören aktuell ungefähr 200 Tierschutzvereine aus ganz Deutschland. Das sind Tierheime und Tierschutzvereine, die im Ausland Tierheime betreuen. Und wir nehmen auch wahr, dass es Tierheime gibt, nicht bei uns unbedingt, aber dass es Tierheime gibt auch im Ausland, die sehr häufig Rassehunde haben. Das ist sozusagen Schritt eins. Also die sitzen quasi in der Nähe von irgendwelchen Vermehrern. Und dann nehmen die die Hunde auf und vermitteln die wieder? Habt ihr da, das ist jetzt vielleicht meine erste Frage, schon das Gefühl, dass sich da Geschäftsmodelle entwickeln? Also zwischen quasi Tierschutzvereinen mit großen Anführungszeichen und Vermehrern? speaker-0: Gibt's auf alle Fälle. Also schon was, was wir auch beobachten, das ist einfach natürlich unter dem Deckmantel des Tierschutzes. Ich finde, es ist ja kein Tierschutz, aber dass natürlich unter dem Deckmantel Tiere verkauft werden, die besonders gut gehen, in Anführungsstränen. Das gibt's auf alle Fälle. Von dem her finde ich es auch wichtig, wenn ich mich jetzt dafür entscheide, dass ich mir einen Hund nach Hause holen will, dass ich einen Hund adoptieren will, mich wirklich extrem damit zu befassen, wo kommt der Hund her? Kann ich den in Ruhe kennenlernen, kann ich vielleicht auch was von der ganzen Geschichte erfahren. Gibt es eine Pflegestelle, wo ich den Hund besuchen kann? Erfahre ich da ein bisschen was über die Hintergründe? Erfahre ich vielleicht auch was über den Verein, wenn ich mir unsicher bin? Wo finde ich denn vielleicht auch die oder die Rasse? Kann ich nicht auch einmal in einem Tierheim bei mir ums Eck gucken oder einfach vielleicht auch suchen? Ich glaube, es gibt für jeden Menschen schon dann auch den passenden Hund irgendwo. Man muss einfach sich Zeit nehmen, sich Zeit auch lassen und dem Hund auch auf der anderen Seite die Chance geben, ins Leben dann zu treten und eben dafür zu sorgen, dass Hund und Mensch gut zueinander passen. Und es gibt natürlich einfach auch sehr, viele Rassehunde in Tierheimen. Von dem her einfach hier vielleicht mal nachfragen oder auch in Tierheimen nachzufragen, kennt ihr einen guten Verein? Ich will einen seriösen Tierschutzverein unterstützen. Wo kann ich hin? speaker-1: Ja, das ist auch nochmal ein ganz wichtiger Punkt. Habt ihr Sorgen, dass ich auch ⁓ Also meine Frage ist eigentlich, will darauf abziehen, was macht den Handel mit Welpen zu einem illegalen Handel? Bezieht es sich nur auf Welpen? Und gibt es quasi diese Form von illegalen Handel, in Klammern Welpen, auch mit Mischlingen, also mit Tierschutzhunden sozusagen? Also jetzt gar nicht nur vom Vermehrer die, sondern klassische Mischlinge. Gibt's da auch einen illegalen Hander? speaker-0: gibt tatsächlich einen illegalen Handel auch mit Mischlingen oder dass eben dann irgendwie Hunde angeboten werden, die jetzt nicht so der typische Trendhund sind. Das gibt es auf alle Fälle, aber natürlich ist die Nachfrage nach speziellen Rassen, Hunden extrem hoch und dem wird eben auch nachgegangen im illegalen Welpenhandel. Aber natürlich gibt es das. Beim Welpenhandel ist es dann illegal, wenn ich einen Welpen nach Deutschland bringe, ohne dass ich ein gewerblicher Händler bin. Das heißt, ich habe auch dann keine Traces-Dokumente, das sind quasi die Reisedokumente für den Hund. Wenn ich gewerblich bin, brauche ich die. Wenn ich jetzt als Privatperson den Hund hierher nach Deutschland bringe und den hier verkaufen, also den Hund hierher importiere, um ihn ja hier dann beispielsweise auf einem Internetportal anzubieten, dann ist es nicht erlaubt. Dann zudem ist es häufig so, dass wir beim illegalen Welpenhandel sehen, dass es Welpen sind, die unter 15 Wochen alt sind, die keinen gültigen Tollwutschutz haben. Die kriegen normalerweise in der zwölften Woche ihre Tollwutimpfung. Die braucht 21 Tage, zu wirken. heißt, der Wirkstoff ist auch ausgebildet. Die Hunde haben dann oftmals keinen EU-Heimtier-Ausweis, die haben keinen Mikrochip. Das sind so die Dinge, dann den Handel oftmals illegal machen. speaker-1: Das heißt, es hat viele Facetten, auf die man achten könnte. Du hast eben schon mal bisschen was anderes, wir haben eben schon mal ein bisschen über die Pavu gesprochen. Was birgt so ein illegal gehandelter Welpe oder was bringt er oft mit? Was birgt er für Gefahren? Also welche körperlichen, auch psychischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen nimmt ihr da oft? speaker-0: Das sind ja Hunde, die oftmals unter schlimmsten Bedingungen gezüchtet und großgezogen werden, oftmals frühzeitig von der Mutter weggenommen werden, die natürlich auch nicht ausreichend mit entsprechender Welpen-Nahrung versorgt werden. Das heißt, sind natürlich oftmals auch dann einfach Knochen- und Gelenkprobleme, die diese Hunde haben oder dann eben auch entwickeln oder wenn dann nicht darauf geachtet wird, dass sie dann ganz, ganz schnell entsprechende Nahrung bekommen. Sieht man das dann auch hinterher noch? Und es sind natürlich typische Krankheiten, gegen die normalerweise geimpft werden könnte. Aber eben auch die psychischen Themen, dass wir Hunde haben, die nicht ausreichend an Umwelteinflüsse gewöhnt wurden, die nie mit ihrer Mutter mal bisschen auf Entdeckungstour gehen konnten, die ein extrem traumatisches Erlebnis hatten in ihren ersten Lebenswochen. Plötzlich die Trennung von der Mutter, plötzlich in irgendeiner Box zu sitzen, über tausende Kilometer transportiert zu werden, nicht zu wissen, was passiert dann irgendwo, noch zwischengelagert zu werden, teils in der Gartenparzelle, in einem Keller, in einer Wohnung irgendwo sitzen, in einer kleinen Box sitzen, die natürlich nicht nur irgendwie für fünf Minuten, zehn Minuten irgendwie in einer unklaren Situation sind, sondern über einen langen Zeitraum. Und das sind natürlich Situationen, aus dem Hund natürlich auch was machen oder da vielleicht dann auch was mit sich bringen und den Hund vielleicht auch für ein Leben schädigen, dann kommt natürlich auch die große Frage, bei welchen Menschen landen diese Hunde oft? Und das sind natürlich auch oftmals Menschen, die sich nicht so viele Gedanken machen vor der Aufnahme des Tieres, die vielleicht gar nicht so genau wissen, was kommt da auf mich zu, die vielleicht den Hund dann auch nicht ausreichend sozialisieren und dann... entwickeln sich da einfach auch noch mehr und mehr mehr Probleme und irgendwann ist es so, ja, wir kommen mit dem Hund nicht mehr klar, der Hund wird ausgesetzt, der Hund landet im Tierheim oder wird weiterverkauft und das Problem bleibt. speaker-1: Ja, das nehmen wir auch immer wieder mehr wahr, dass in den Tierheimen auch immer mehr Hunde mit wirklich deutlichen Verhaltenstörungen auftauchen, die ja tatsächlich auch problematisch sind, dass sie dann auch zu zwei, drei, vier Familien durchwandern. Weil am Anfang süß und niedlich, aber nachher merkt man, okay, das mit der Trennungseinz kriegen wir hier gar nicht mehr in den Griff. Oder er schnappt immer nach den Besuchern oder nach Kindern oder nach dem Roller oder das Fahrrad, was vorbeifährt oder so. weil das ja ganz, ganz, ganz tief sitzende, traumatische Erlebnisse in der ganz frühen Prägungsphase eines Hundes sind. Du hast schon gesagt, dass die Sozialisierung dann fehlt, wo du auch teilweise auch im Nachhinein gar nicht mehr viel retten kannst. Weil da ist jetzt schon, da ist das Kind schon in den bunnen Gefallen leider und da kann man irgendwie nur noch versuchen zu schwimmen. Aber das wird halt nie ein ruhiger, entspannter, in sich ruhender Hund, weil da ja immer diese, irgendwo dieses Urvertrauen zu dem Menschen wahrscheinlich auch fehlt. speaker-0: Natürlich, absolut. Man muss sich dann auch mal die Frage stellen, welche Aufgabe haben dann die Tierheime? Was für ein Berg an Arbeit steht dann vor ihnen, wenn sie mit den Hunden dann trainieren oder die brauchen ja teilweise einen Hundetrainer, die dort vor Ort arbeiten mit den Hunden? sind ja oftmals dann nicht so schnell vermittelbare Vierbeiner, wobei auch die anderen gibt in Tierheimen. bin immer so in Sorge. Auf jeden Fall. Tierheime machen unfassbar wichtige Arbeit. Da gibt es auch total ganz easy vermittelbare Hunde oder auch für die Familie, den perfekten Familienhund, glaube ich, da wird jeder Mensch fündig, der einfach entsprechend guckt. Aber natürlich gibt es da auch die Hunde, einfach einen Trauma haben, die viel, Arbeit und Zeit brauchen. Und das ist nicht nur die Arbeit und die Zeit, sondern ist natürlich auch, wer finanziert das Ganze. Und Tierheime bekommen von den Städten oft extrem wenig Unterstützung. Wenn überhaupt. Das heißt auch hier wieder private Unterstützung von Menschen, die sagen, ich mag eure Arbeit und spende dafür. Das ist etwas, was sich natürlich auch hier in Deutschland verändern müsste. Einfach auch die Unterstützung für Tierheime, Tierschutzvereine müsste deutlich besser aufgestellt werden. Die machen alle wirklich eine wahnsinnig tolle Arbeit. speaker-1: Und wirklich auch systemisch und strukturell und nicht diese krasse Abhängigkeit von Spenden. Das erlebt ihr ja auch in eurer Arbeit, wie wahnsinnig abhängig man dann davon noch ist. Das schlägt aber einen schönen Bogen dazu, denn wir wollen ja eben genau das zeigen mit Barc Date, dass wir den Menschen zeigen wollen. Im Tierschutz gibt es für jeden Topf einen Deckel. Es gibt jeden Hund in klein, groß, alt, jung, struppigen Fell, glatten Fell und schwierig bis völlig einfach. alles mit dabei. ein bisschen natürlich häufen sich durch andere Probleme auch Probleme in den Tierheimen und dafür wird es auch langfristige Lösungen geben müssen für die Hunde, ja potenziell eher eine schwierige Chancen Aussicht auf ein wirkliches Zuhause haben. Aber mal so aus deiner Sicht, aus der Sicht einer großen Tierschutzorganisation mit Bugdelt setzen wir auf persönliche Treffen mit Pflegestellen, mit den Hunden, versuchen erstmal einen ersten Kontakt herzustellen. Wie wichtig, glaubt ihr, ist dieser direkte Kontakt aus einer Tierschutzsicht? speaker-0: Immens wichtig. Ich glaube, dass die Gesellschaft einfach damit eingebunden wird und natürlich also auch erster Kontakt mit dem Tier, mit die Möglichkeit, das kennenzulernen, zu spüren. Passt es, matcht es irgendwie, sich nicht auf was einzuschießen, völlig ins Blaue heraus oder so. Einfach, man dann sich, ich glaube, viele Menschen sind so gestrickt auch, dass man sagt, ich entscheide mich spontan für irgendwie. eine Sache. Da ist glaube ich das ganz Wichtige, dass wir einfach sagen, Tiere sind Lebewesen, empfindsame Lebewesen, die Angst empfinden, Freude, Glück, Trauer, wie wir. dass wir da einfach auch für die Tiere vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit schaffen und Sichtbarkeit. speaker-1: Ja, das ist uns auch ein unglaublich wichtiges Thema, wirklich Mensch und den Hund als Lebewesen, als Individuum näher zu bringen und nicht ein Tier, was ich bestellen kann, vielleicht auch vorbestellen kann bei einem Züchter, das noch nicht mal geboren ist. So ungefähr, und ich weiß, in Wurf Nummer drei bin ich dabei. speaker-0: Das Verrückte, dass man denkt, ich kaufe mir diese Rasse und dann wird der Hund genau so sein. speaker-1: Wo ich immer sage, der Hund hat das Lehrbuch vielleicht nicht gelesen, damit müsst ihr euch drauf einstellen. Ich sehe auch immer wieder Golden Retriever mit Maulkorb. Nehmen das immer als Beispiel und sag, das ist jetzt nicht weniger die Katze im Sack. Eine wichtige Frage, die uns natürlich auch total umtreibt, du oder habt ihr das Gefühl, dass so ein Modell wie BargDate langfristig auch dazu beitragen kann, so etwas wie illegalen Handel einzudämmen? Also, dass das ein Teil der Lösung sein kann? speaker-0: Das ist ein ganz wichtiger Teil der Lösung, glaube ich, gerade auch, weil ihr natürlich das Thema Tierschutz nochmal ganz anders in die Öffentlichkeit transportiert. Menschen sehen dann oder werden auch auf euch aufmerksam, die vielleicht sich davor gar noch nicht so beschäftigt haben. Also ich glaube, jeder einzelne Schritt ist extrem wichtig und natürlich wird auch, oder auch wird Barclay dazu beitragen, dass Menschen vielleicht dann sich eher für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden und dann irgendwie checken, hey. Ich brauch nie ins Internet zu gehen, da meinen coolen Familienbuddy zu finden. speaker-1: Hoffentlich gibt es im Internet auch bald gar nicht mehr so viele Möglichkeiten, die man anzutragen hat. Das wäre ja unser Traum. Liebe Jana, hast schon, ja, man könnte dir ewig zuhören, weil das so spannend ist, in dieses Thema reinzugucken. Und ich glaube, so viele Menschen haben bestimmt noch so viele Fragen. Vielleicht zum Abschluss, du hast eben schon ganz viele Sachen gesagt, aber was würdest du so vielleicht zum Abschluss nochmal den Menschen mitgeben, die gerade überlegen, einen Hund zu adoptieren? Was sollen sie unbedingt bedenken? Was sind so, ja, was sind die Schritte, die Jana Hoge empfiehlt? speaker-0: Zeit nehmen, wirklich Zeit nehmen, Zeit nehmen, Zeit nehmen. Guckt in Ruhe, lernt den Hund kennen, geht ins Tierheim, setzt euch da mal hin, geht spazieren, sprecht mit den Menschen dort oder geht auch zu einem Bargseht und sprecht einfach dort mit den Menschen, die diesen Hund kennen und lernt den in Ruhe kennen. Ja, es ist eine Entscheidung nicht für eine Woche, es ist nicht eine Entscheidung, wo ich ein paar Schuhe nehme und die wieder in Schrank stelle, sondern es ist eine Entscheidung. für ein Familienmitglied, was ja ganz, ganz schön ist. Also die Hunde in unserer Gesellschaft haben einen deutlich höheren Stellenwert auch als vor vielen, vielen Jahren noch. Das heißt, ich sehe eine schöne Entwicklung, aber auch einfach eine Entwicklung, mit der wir vorsichtig umgehen müssen, mit viel Fingerspitzengefühl umgehen müssen und die einfach nicht schnell getroffen werden darf, sondern die einfach sehr, sehr viele Gedanken benötigt und so man natürlich auch sich einfach... mit einem Hund auf eine Verbindung einlassen kann, die bis möglich viele, viele Jahre andauert und wunder, wunderschön ist. Also ich mache gern Menschen auch Mut. Ich lerne im Tierschutz so viele tolle Menschen, aber auch ganz viele tolle Tiere kennen und liebe diesen Job einfach auch deswegen, weil es ja für so viele Hunde einfach eine ganz wichtige Arbeit ist, die wir da draußen alle machen und wir dazu beitragen können, dass diese Vierbeiner einen Plätzchen finden. Und das macht mich dann auch ein bisschen glücklich. speaker-1: Wir können wahrscheinlich nicht jedem Hund helfen, aber jedem dem wir helfen ist schon mal ein großer, großer Gewinn. Und gleichzeitig arbeiten Organisationen wie auch ihr daran, diese Probleme auch wirklich einzudämmen und zu reduzieren. für euren Einsatz im illegalen Handel. Was eben auch gesagt, ihr riskiert da auch euren. Kopf. So, das ist natürlich eine gefährliche Arbeit, wenn man sich dagegen große Institutionen und Machenschaften entgegenstellt. Deswegen, ja, ich ziehe, wir und viele der Zuhörer bestimmt auch den Hut vor deiner Arbeit. Großen Respekt dafür. Vielen lieben Dank, dass du heute da warst. Es war richtig schön mit dir zu sprechen. wenn ihr mehr Folgen mit Jana haben wollt, dann müsst ihr uns das dringend in die Kommentare schreiben. Vielen Dank, dass du da warst. speaker-0: ⁓ Ich hab zu danken. speaker-1: It's a match! Ein Zuhause über Sparklate gefunden. Unsere Happy Ends. speaker-0: Hi, ich bin die Anne. Und ich bin der Chris. Und heute erzählen wir euch unsere Geschichte wie Aslan bei uns ein Ziehenduster. Ja, ich habe damals auf Instagram vom Bug Date gelesen. Wir haben schon länger nach einem Hund uns umgeschaut und dachten, wenn wir einen holen, dann auf jeden Fall aus dem Tierschutz. Und ja, dann habe ich mir die Anne geschnappt und wir sind zum Bug Date an den Brombachsee gefahren, nach Gunzenhausen. Und ja, haben uns dort die ganzen süßen Hunde mal angeschaut. Der Plan war prinzipiell, dass wir uns eher an kleineren Hund suchen, weil wir auch nur eine relativ bescheidenere kleine Wohnung haben und dachten, passt ein großer Hund gar nicht so gut rein. Haben wir viele Süße gesehen, waren da vielleicht zwei Stunden, paar nette Unterhaltungen geführt. Ich dachte, da war nichts dabei. Wir waren schon auf dem Rückweg und dann hat die Anne mich am Arm gepackt und hat gesagt, schau mal da hinten, da ist doch ein Süßer. Und ich habe sofort abgeblockt und hat gesagt, viel zu groß, viel zu groß, komm, geh weiter. Tja. Aber wie es meistens so ist im Leben, die Frau hat immer Recht und dann sind wir dort hingegangen. Ja und eigentlich wollte ich nur mal schnell Hallo sagen und mir den Hund angucken. Aber irgendwas an der Geschichte, wie ihr merkt, hat nicht so ganz hingehauen, dass Chris gesagt hat, es passt irgendwie nicht zu uns, es ist zu groß. Denn sobald wir da waren, hat sich der... Liebe Aslan sofort an uns gedrückt und hat in absoluter Aslan-Manier seinen ganzen Charme ausgepackt und hat uns gleich mal ⁓ den Finger gewickelt. Und ja, Christine und Laura haben uns noch ein paar Sachen dann über ihn erzählt und eigentlich war in dem Moment dann schon fast klar, als Chris mich angeguckt hat und ich ihn, ja, der ist es. Und kurz danach haben wir uns dann gleich mal auf ein Kennenlern-Treffen noch mal mit Christine und Aslan. verabredet, ⁓ zu gucken, ob der Vibe dann wirklich so passt. ja, wir haben noch ein paar Ausaufgaben bekommen von der Türschutzorganisation und allem drum und dran. Und dann hieß es für den Aslan auch relativ zügig, es ist Zeit zum Umziehen und der durfte einziehen bei uns. Und seitdem möchte ich ihn definitiv nicht mehr in meinem Leben messen. So viel ist sicher. Wir bereuen es keinen Tag. Wir könnten uns ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Und Es war die absolut richtige Entscheidung über das Barg-Date, uns einen kleinen Wunschhund oder nicht so kleinen Wunschhund nach Hause zu holen. ja, wir sind sehr glücklich über die Entscheidung, was aber persönlich sehr wichtig ist. Es muss eben jedem klar sein, man muss sich mit der Materie Tierschutzhund definitiv beschäftigen. Und wir waren ja vorher schon eine Weile auf der Suche nach einem Hund und haben uns auch einige Hunde in Tierheimen und Co. angeguckt. Ich muss aber sagen, das Konzept von dem Barg-Date fand ich extrem. positiv, weil man einfach die Tiere in einem ganz anderen Umfeld viel entspannter draußen freien, auch vielleicht in der Interaktion mit ihrer Pflegefamilie oder ihrer Pflegestelle oder auch mit anderen Hunden, mit Kindern, mit dem ganzen Trubel dort einfach auch viel besser kennenlernen kann und den Hund einfach viel entspannter und ruhiger auch kennenlernt. Und das hat bei uns definitiv auch den Ausschlag gegeben in dem Sinne. Danke BargDate, danke auch an die Christine und an die Laura und an die Tolle. Pflegestelle, er bei euch hatte. Ohne euch wäre das auch nicht möglich gewesen. Adopt. Don't. Shop. speaker-1: Das war Best Barkdate Ever, der Tierschutzpodcast von Barkdate. Vielen Dank fürs Reinhören und bis zum nächsten Mal.