speaker-0: Willkommen bei Best Bark Date Ever, dem Podcast von Bark Date. Hier geht es ⁓ echte Begegnungen mit Tierschutzhundchen, berührende Geschichten und darum, was verantwortungsvoller Tierschutz wirklich bedeutet. Bereit fürs beste Date deines Lebens? Dann hör rein. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von eurem neuen Lieblingspodcast. Das beste Date ever geht heute in die nächste Runde und ich bin heute mal ohne Larissa unterwegs, dafür aber mit ganz tatkräftiger Unterstützung von zwei wunderbaren Gästinnen, die heute beim Podcast mit dabei sind. Und das sind einmal die Johanna von dem Türschutzprojekt Adoptieren statt Produzieren und einmal die liebe Jana von der PETA. Und genau, sag erstmal Hallo und herzlich willkommen. speaker-1: Nein, nicht eine Einladung. speaker-0: Schön, dass ihr da seid. Wir sitzen uns hier tatsächlich heute gegenüber in Köln. Das ist ganz toll, dass das funktioniert hat. Und ich freue mich riesig, dass ihr auch Lust habt, bei diesem Podcast mitzumachen. Denn ihr zwei, ja, ihr seid ganz schön tatkräftig im Einsatz und euch verbindet auch eine gewisse gemeinsame Arbeit, über die wir auch heute ganz, ganz viel sprechen wollen. Bevor wir aber einsteigen und natürlich von diesem Projekt und von eurer gemeinsamen Arbeit hören wollen, ist vielleicht erstmal die wichtige Frage, wie kam es eigentlich dazu? dass ihr euch so als Menschen selber im Auslandstierschutz einsetzen wolltet und auch speziell vielleicht jetzt in Richtung Rumänien. Aber erzählt doch mal gerne eure Geschichte und stellt euch gerne dabei auch noch mal vor. Ich fange mal an. Ich bin ja schon relativ lange bei PETA, mache bei uns den Bereich tierische Mitbewohner, das heißt den ganzen Bereich vom Hamster übers Meerschwein hin zur Katze bis zum Hund. Und wir haben dann relativ schnell, als ich angefangen habe bei PETA, uns entschieden, ein karitatives Projekt auf die Beine zu stellen. war es schon so bisschen, die Anfänge wurden schon gesteckt und ich bin dann quasi mit eingestiegen, als es zur Eröffnung von unserem Projekt kam. Wir haben vor Ort einen Partner, mit dem wir vor Ort arbeiten. Wir haben ein Projekt aufgebaut, was aus drei Säulen besteht. Das ist zum einen die Kastration von Hunden und Katzen. Wir machen ganz viel Bildungsarbeit, weil wir einfach auch gesagt haben, okay, Mitgefühl und Empathie ist einfach unfassbar wichtig. Da sollten wir bei den jüngeren Generationen anfangen, dass die einfach auch dazu beitragen, dass sich die Welt verändert und machen ganz viel politische Arbeit, weil wir einfach auch merken, klar, es ist wichtig, den Menschen vor Ort im Aushalt zu sein, aber eigentlich muss sich doch auch auf politischer Ebene ganz, ganz viel verändern, dass den Tieren vor Ort geholfen wird. das war so mein Einstieg in den Auslandstierschutz natürlich. verfolge ich das Thema Auslandstierschutz schon sehr, lange. habe ja, bevor ich bei Peter angefangen habe, auch in der Tierarztpraxis gearbeitet und habe da natürlich dann auch viele Hunde und Katzen erlebt, die irgendwo gerettet worden sind und fand einfach die Geschichten, die diese Tiere begleiten, unfassbar interessant und spannend. Und jetzt ist das Projekt in Rumänien mein absolutes Herzensprojekt. Ich versuche immer so oft wie möglich vor Ort zu sein und brenne da einfach unfassbar viel. Bist du dann auch privat noch mal über deine eigene Rolle hinaus noch mal zusätzlich engagiert? Tatsächlich überschneidet sich mein Arbeitsleben mit dem Privatleben. Das heißt, es ist natürlich so, wenn wir vor Ort sind, dass wir eigentlich nicht den Fokus haben auf der Adoption von Hunden oder der Rettung von Tieren. es geht einfach immer mit eins, dass man natürlich dann auch mal Welpen auf der Straße findet, dem geholfen werden muss oder ein verletztes Tier, das natürlich mitgenommen werden muss. Und wir haben eine ganz kleine Auffangstation, wo eben genau die Tiere dann auch versorgt werden, arbeiten vor Ort auch mit einigen Pflegestellen zusammen. Und da ist dann einfach für uns total wichtig, natürlich auch für diese paar geretteten Seelen. ein schönes Zuhause zu finden. Und das ist natürlich das, was ich dann noch am Abend oder am Wochenende mache, weil natürlich dann, wenn die Transporte gehen nach Deutschland, wir arbeiten hier mit einigen Partnertierheimen dann muss das natürlich alles funktionieren und irgendwie ist man da natürlich morgens vom Start des Transports mit im Bilde, bis dann wirklich auch der Transport am nächsten Tag ankommt. Oder auch jetzt, wir hatten eine Rettung aus der Tötungsstation. von Hunden und das ist einfach natürlich was. Man verfolgt ja auch die Entwicklung und das hört ja nicht auf nur weil der Tag endet, sondern es trägt einen durchs Leben dieses Projekt und es ist einfach unfassbar schön auch zu sehen, was wir verändern können. Das klingt schon nach ganz schön viel Initiative und ganz schön viel Arbeit. Liebe Johanna, wie sieht das bei dir aus? Wie war dein Weg zum Auslandstierschutz? speaker-1: Ich glaube bei uns, also jetzt für adoptieren statt produzieren gesprochen, da war es eher ein bisschen anders, weil wir ja kein so proaktiver handelnder Akteur sind, wie zum Beispiel Peter oder speziell auch Jana. Wir sind ja eher auch begleitend tätig und versuchen eben darin zu unterstützen, noch mehr Aufmerksamkeit auf die Arbeit der anderen zu legen. ja, so war eigentlich der Auslandstierschutz für uns. immer Teil des Tierschutzes. Also wir haben da jetzt gar nicht so heftig unterschieden. Inlands-Tierschutz, Auslands-Tierschutz gehört irgendwie bei uns so gleichwertig in einen Topf. Und so war natürlich auch klar, als wir dann ein bisschen die Arbeit bei Adoptionsschatt produzieren noch mal neu oder noch mehr erweitert haben. Es war ja sehr stark fokussiert auf illegalen Welpenhandel, ist es auch immer noch. Heute ja wieder. Gerade heute hatten wir noch mal. So ein Fall ist eigentlich ein ganz gutes Beispiel, so ein Thema, was uns total am Herzen liegt und Martin total am Herzen liegt. Und dann suchen wir uns Leute, die sich da richtig gut auskennen und aktiv sind und versuchen, ja da einen Einblick zu gewähren in die Arbeit. Das war heute Diana, die hat mich dann heute morgen mal mitgenommen bei so einem Einsatz. Und so zieht sich das eigentlich durch alle Bereiche des Tierschutzes. Es ist jetzt wie gesagt Inlandstierschutz mit der Arbeit von Tierheimen, coolen Projekten, es hier gibt's, habe ich ja auch die Lisa kennengelernt, die wir irgendwie versuchen mit unseren Kontakten oder irgendwie mit Pressearbeit, was auch immer, zu unterstützen oder halt eben auch Außernstehschutzverein und so war das ja, ehrlicherweise diese Vermischung zwischen Privatem, Engagement, Leidenschaft, die ich irgendwie auch schon immer in mir habe mit Arbeit, die ist auch dann Ja, auch zuträglich für so eine Arbeit, weil wenn es so in einem brennt, ist man schnell dabei, mal mitzufahren nach Rumänien und öfter mal mitzufahren und Pflegehunde auch mal aufzunehmen und und und und alles, was, ihr kennt es ja, was da so noch dranhängt, genau. speaker-0: Ich würde gerne am Ende noch mal vielleicht zum mittleren Teil noch mal bisschen darüber sprechen, was das mit euch persönlich macht, weil gerade dieses Nichtarbeit von Beruf trennen ist natürlich auch ein Thema, was uns auch umtreibt und glaube ich auch miteinander alle so verbindet. Aber bevor wir da schon ganz tief reingehen, würde ich gerne vielleicht noch mal so bisschen unsere Zuhörerinnen und Zuhörer abholen, weil viele Menschen die wissen eigentlich gar nicht so richtig wie die Lage auf den Straßen in Europa so ist. Also was heißt das eigentlich, wenn wir von Auslandstier schon sprechen? Was machen wir da eigentlich? Und weil wir heute konkret über das Projekt in Rumänien sprechen wollen, deswegen vielleicht noch mal so bisschen fokussiert auf Rumänien, könnt ihr da vielleicht mal so ein Bild zeichnen, das ich jetzt auch schon zweimal vor Ort heute im Hintergrund aktiv ist auch Jasmin, die ist dieses Jahr auch zum ersten Mal in Rumänien. ich glaube, es ist für viele spannend, mal so zu erfahren, wie kann ich mir das eigentlich vorstellen. Wie sieht da die Straße sozusagen aus, auf der diese Hunde sind, die wir so vielen nach Deutschland auch holen? Genau, was begegnet euch da vor Ort? Was ist euer Eindruck? Ich glaube, die Städte, wenn man sich die großen Städte einmal anschaut, dann merkt man gar nicht, dass die Länder so ein riesengroß, gerade auch Rumänien jetzt, dass da ein riesengroßes Thema mit heimatlosen Hunden vor Ort herrscht. Es leben ja in Rumänien 600.000 heimatlose Hunde auf den Straßen. Und das ist eine riesengroße Zahl. Und wenn man sich einmal anschaut, gibt ja sehr, sehr viele Vereine, die vor Ort aktiv sind, Tiere kastrieren, da wirklich auch wahnsinnig gegen diese Zahl arbeiten. Und trotzdem ist es sehr, schwierig, da eine Veränderung im Land hinzukriegen. Und wenn man dann mal anschaut, man geht so ein bisschen ländlicher, man muss eigentlich die Städte nur mal so bisschen verlassen, an die Stadtrandlage zu kommen oder dann eben auch in die Dörfer. Unser Projekt beispielsweise ist anderthalb Stunden von Bucharest entfernt. sieht man sehr, schnell unfassbar viele heimatlose Hunde. Und natürlich auch viele Hunde, die dann vielleicht schon eine Ohrmarke im Ohr haben, die dann schon kastriert sind. Aber dann wird einem plötzlich ganz, schnell dieses Problem bewusst. Also auch dieser Kampf, den die Tiere haben auf der Straße zum Überleben zum einen, aber natürlich auch den Kampf, den Hundefängern da vor Ort zu entkommen. Und ich glaube, das ist natürlich auch was, was einen antreibt oder was was einen auch nicht mehr loslässt, das ganze Thema. Das heißt, zum einen die Straßenhunde, die man sieht, aber natürlich auch gerade in den Dörfern und sehr ländlichen Gebieten die Hunde, an schweren Ketten draußen leben, die ohne Schutz vor den Wetterbedingungen angekettet sind, teilweise wirklich an extrem kurzen Leinen da draußen, Tag und Nacht sind, teilweise ohne Wasser, ohne Nahrung. Das ist dann schon was, was mich auch jedes Mal total beeindruckt und auch überwältigt, oder, Johanne? speaker-1: Ja, ich glaube, das sind so die Bilder, die sich natürlich einbrennen irgendwie. ja, ich finde das irgendwie erstaunlich. Also irgendwie, hat, also als ich die erste Male dann nach Rumänien jetzt gefahren bin, hatte ich irgendwie Erwartungen, aber irgendwie auch keine Erwartungen komischerweise. Man kennt die Bilder von Social Media, aber die können gar nicht transportieren, wie es ist, wenn man dann irgendwie auch vor Ort ist, weil wir... einfach eine Hundehaltung so gewöhnt sind. Jetzt liegen hier ⁓ uns herum friedlich einige Hunde rum, die ein tolles Leben führen. ja, damit einfach konfrontiert zu werden, dass andere Leute das mit ihren Haustieren eben nicht so machen und einfach ein anderes Lebenskonzept haben und Verhältnis zu ihren Tieren, ist schon herausfordernd, finde ich irgendwie. Und irgendwie gleichzeitig diese absolute Nichtigkeit von Hundeexistenzen dort auf der Straße zu erleben. Aber auf der anderen Seite auch zu erleben, dass es trotzdem auch ein Riesengeschäft ist. Also natürlich nicht der einzelne Hund, aber irgendwie in der Masse schon. Dass es eben diese mafiosen Hundelfängerstrukturen gibt, die sich dann daran bereichern an extremer Grausamkeit. Das fand ich irgendwie einfach ein krasses Bild. Das braucht ein bisschen, bis ich das verstanden habe. Und das habe ich auch erst wirklich verstanden, als Jana uns das jetzt bei unserem letzten Trip dann nochmal so richtig gezeigt hat. wir dann mal in so einer Tötungsstation waren und so bisschen die Machenschaften dann auch mal so mitgekriegt haben. Im Ansatz zumindest. Also es war ja auch dann mit uns vor Ort, weil es natürlich ja auch ein bisschen quasi nicht ganz authentisch war, weil wir ja mit da waren und die das wussten und so. ja, auch wie viel politische Arbeit auch da dran hängt, wie strukturell verwoben einfach diese Tierschutzlage ist. Und ja, dass das wirklich ein hartes Stück Arbeit ist. das zu verändern und viel mehr Arbeit ist, als Hunde zu vermitteln. Sondern mit so vielen nachhaltigen Projekten bearbeitet werden muss, auch Bildungsprojekten gerade, ⁓ auch dieses Mindset zu ändern. Dass man sagt, okay, es ist vielleicht nicht normal, den Hund 24-7 an der Kette zu halten. Es gibt vielleicht auch andere Wege und sehr bereichernde Wege, das Haustier zu halten. speaker-0: Ihr schon mal mit den Menschen gesprochen, die so Hund an der Kette halten, was die so sagen, was deren Gründe sind? Also warum machen die Das passiert ja quasi tagtäglich, wenn wir vor Ort sind. Wir sind ja auch mit einer mobilen Klinik im Einsatz. Wir haben einmal diese Kastrationskampagne, wo wir quasi eine kleine mobile Tierarztpraxis machen. Da sind wir dann beispielsweise in einer Räumlichkeit von einem Rathaus oder vom Tourismuszentrum oder irgendein leer stehendes Haus, was wir dann für 10 bis 14 Tage zur Verfügung gestellt bekommen. Man kann dann dort kastrieren, das heißt, die Leute aus dem Dorf kommen dann mit ihren Tieren in diese mobile Tierarztpraxis. Aber wir haben auch noch die mobile Klinik. Das ist wie so ein umgebaute Rettungswagen, so kann man sich das vielleicht vorstellen, wo dann ein Tisch drin steht, auf dem dann eben auch Tiere kastriert werden. im Rahmen dieser mobilen Klinik erreicht man natürlich Orte. bei denen man mit extrem viel Tierleid auch konfrontiert ist, sind vielen, vielen Hunden natürlich auch hier an Ketten leben. Und die Gründe sind, glaube ich, oft war es den Menschen überhaupt nicht so klar. Also eigentlich, weil irgendwie jeder hat einen Hund an der Kette, also hast du auch einen Hund an der Kette. Teilweise sollen die dann vielleicht als lebende Alarmanlagen funktionieren oder irgendwie die Hühner im Stall schützen. Aber wenn man sich einmal anschaut, wie kurz dieser Lebensraum von dem Hund ist mit einer Einmeterkette, dass der überhaupt gar keine Möglichkeit hat, da in die Nähe von den anderen Tieren zu kommen und die vielleicht auch zu beschützen und auch die Menschen zu beschützen. Ich glaube, da macht sich dann gar keiner so richtig Gedanken drüber. Was ich auch mal beobachtet hatte, was fand ich irgendwie, also in den Regionen, wo ich war, war, irgendwie auch immer so, man da rausgefahren ist vom Flughafen und irgendwie so zwei Stunden über Land, dass sich irgendwie immer die Orte immer so an einer Hauptstraße orientiert haben. Dadurch hat man irgendwie mal schon so einmal den ganzen Ort gesehen, das war immer sehr lang gezogen. Und ich habe immer viel wahrgenommen, immer so viel, also quasi, es ist ein ummauertes Grundstück, wo ein kleines Häuschen drauf steht und es ist ein Vorgarten. Und nachts sind diese Tore zu, aber tagsüber sind diese Tore offen. quasi, man hat dann so die Hunde quasi aus dem Haus rauskommen sehen und so die Straße so langtraben und dann kam der nächste so aus der nächsten Tür sozusagen raus. Und die sind dann einfach alle untereinander. Du hast ja auch gerade gesagt so ein... Schutz, ein bisschen. Also man will ja auch dann Hunde haben, die ein bisschen scharf sind, die halt ja auch anschlagen. Und ich glaube, das ist ja auch mal so bisschen das, was wir ja viele auch im Tierschutz beobachten, dass wir eben sehr stark territoriale Hunde haben, weil die sich halt eben auch vermehren, weil die nicht kastriert werden. Die sollen ja nicht dick und faul und kastriert sein, als ⁓ das genau nicht mehr bellen und keine Lust mehr haben und noch Zweifel noch dem Einbrecher Hallo sagen, so ungefähr, also nett. sondern die sollen ja scharf sein, sozusagen. Aber wenn da halt eine läufige Hündin auf ihrem kleinen Spaziergang ist, sozusagen, weil dieses, wie wir spazieren gehen, das ist da etwas, was nicht so wirklich stattfindet. Also die gehen zum Supermarkt vielleicht und dann läuft man halt in der Straße lang und der Hund läuft halt entweder mit oder nicht, so ungefähr. Also das war das, was ich da immer auch stark beobachtet hatte, dass so ein bisschen zu bestimmten Uhrzeiten einfach alle Tore offen waren und diese Hunde quasi... zu zwei, drei reinging, zu fünf draus kamen, irgendwie dann zu acht in den nächsten rein sind und so weiter und sich da so alle untereinander verwandelt haben, was natürlich auch einfach eine wahnsinnige Weitervermehrung verursacht hat. Total. Ich meine, das ist natürlich die Luxusversion des Hundes mit Zuhause in Rumänien. Muss man schon sagen, wenn die dann mal loskommen und irgendwie sich frei bewegen können, dann muss man auch sagen oder auch vielleicht den heimatlosen Hund, ich würde nicht sagen, den geht es allen total schlecht. Ja, Ich denke auch nicht, dass jeder gerettete Hund von der Straße in Deutschland auf der Couch unbedingt glücklicher ist. Man muss einfach auch schauen, was haben die für eine Geschichte. Aber natürlich muss man dann auch schauen, wo sind die gefahren. Natürlich einmal, dass die unfassbar viel Nachwuchs erzeugen, dass sich kein Mensch für diesen Nachwuchs verantwortlich fühlt, dass diese kleinen Welten dann wiederum in Fluss geworfen werden, auf die Straße ausgesetzt werden, was auch immer. Und wenn die nicht gerettet werden, entweder sie haben das Glück und kommen irgendwie durch oder sterben da eben auf schlimmste Art und Weise. die andere Situation natürlich Tötungsstationen eingefangen werden, was eine Katastrophe für die Tiere ist oder eben dann doch das Leben an der Kette zu verbringen. Ja, eine sehr schwierige Situation. Wir haben dann auch noch ja auch Rudel, die sich ja bilden in der Wildnis sozusagen, wo man dann irgendwie auch sagt, okay, soll man die jetzt einfangen gehen oder nicht? Will man die eigentlich ins Shelter holen? Was passiert dann? Hat man wirklich alle? Vermehren die sich einfach nur wieder? ich fand das auch immer recht... Ich nehme immer dieses Bild, irgendwie man hatte immer das Gefühl, man steht mit so einem Wassereimer unter so einem Wasserfall und versucht den irgendwie einzufangen. Und letztendlich müssen wir halt Dämme bauen, damit wir irgendwie diesen Wasserfall zum Stoppen bringen, weil das ist einfach für jeden Hund, den wir irgendwie retten und große Aktionen machen, kommen halt so unendlich viele immer noch nach. Jetzt habt ihr oder hast ihr eben immer wieder schon mal euer Projekt angerissen. Vielleicht nochmal so ein bisschen, genau, vielleicht nochmal, du hast die Säulen eben gerade schon erwähnt. Vielleicht kannst du nochmal ein bisschen näher auf das Projekt eingehen und vielleicht auch nochmal gerne, Johanna, auch wie du da quasi mit unterwegs warst bzw. was deine Sicht war. Also genau, vielleicht, Jana, start mal und Johanna, geh rein. Ja, für uns war relativ von Anfang an klar, dass wir es nicht schaffen werden, natürlich ein Tierschutzprojekt auf die Beine zu stellen. Oder dass wir es auch nicht wollen, ein Tierschutzprojekt auf die Beine zu stellen, wo es darum geht, Hunde massenhaft hierher zu bringen und hier zu vermitteln. Zum einen brauchst du einfach unfassbar viele Ressourcen vor Ort, ⁓ ein Tierheim zu bauen. Von denen gibt es sehr, sehr viele schon in Rumänien, auch von privaten Organisationen, die total wichtig sind natürlich, aber die das Problem nicht lösen. Und für uns war die Frage, wie können wir irgendwie nachhaltigen Tierschutz vor Ort leisten. deswegen war dann klar, okay, gut, wir brauchen hier diese drei Säulen, eben die Kastration von Hunden und Katzen. Wir brauchen ganz, ganz dringend das Bildungsprojekt. Wir haben ja hier in Deutschland auch von Peter Tierschutzlehrerinnen und Lehrer, die an Schulen Tierschutzunterricht machen. Und das haben wir so ein bisschen auf Rumänien angepasst, weil natürlich da die Bedingungen einfach anders sind und haben vor Ort eben diesen Tierschutzunterricht und der ganz, ganz auf total süße Art und Weise eben auch das Thema, wie möchte ein Hund vielleicht leben oder worauf muss ich achten? Was ist wichtig? Was braucht der im Sommer? Wie empfindet der oder ist der vielleicht traurig oder was? Wie geht es dem, wenn der ausgesetzt wird auf der Straße und wenn du dann kriegst, die Kinder da so unfassbar mitfühlen und ich bin ja jedes Mal total ergriffen und finde es einfach wahnsinnig schön, weil man merkt, das macht einfach was und es bringt auch eine Veränderung und natürlich wäre es einfach wichtig, diese Veränderung noch an viele, viele weitere Orte zu tragen. Ich da nochmal kurz reingehen. Ich finde das auch immer ganz spannend, weil die... Ich habe auch mal einen Zeitlang Tierschutzunterricht gemacht hier in Deutschland und ich finde immer, Kinder haben so eine natürliche Empathie für die Tiere. Und wenn man ihnen quasi einfach nochmal zeigt, hey, guck mal der Hund, der hat übrigens genau die gleichen Knochen im Körper wie du, der hat die gleichen Organe im Körper wie du, der ist gar nicht so anders. Und wenn man dann quasi über die Ebene so, hey, was braucht denn der eigentlich und so kommt. Ich war so gerührt immer davon, was Erstfessler schon für Ideen hatten, so für das Wohlbefinden von Tieren. Was könnte man denn alles tun? Und wir sind nicht nur über Hunde, sondern auch Katzen und Heintiere und so. haben wir gesprochen. Und das ist ja so krass, dass so strukturell Kindern das so aberzogen wird. Dieses wahnsinnige Mitgefühl und die Empathie für Tiere zu haben. deswegen glaube ich auch unglaublich daran, dass das so wichtig ist, genau da auch anzusetzen. Die jungen Menschen, die nächste Generation. für eine ganz andere Art und Weise, für den Umgang zu sensibilisieren. Extrem wichtig total. auch hier in Deutschland, in jedem Land wäre das wichtig, weil wir sehen ja, es läuft ja nicht nur in Rumänien sehr, sehr viel schief, sondern hier ja auch hierzulande. Wir haben unfassbar große Tierschutzthemen, die uns alle ja sehr, sehr umtreiben und wo es ganz dringend notwendig wäre, einfach auch hierzulande eine Veränderung zu schaffen. Neben das Eltern da auch gerne wahr. In Rumänien habt ihr da so gutes Feedback von denen? Also wir kriegen immer mal wieder mit, dass dann doch irgendwie die Kinder auch erzählen, wie es angekommen ist oder erzählen dann von ihrem Hund zu Hause oder haben dann Ideen, was sie irgendwie anders machen können. Wir hatten auch schon, wenn auch nicht viele, weil es gibt nicht so viele Rumänen, die dann einen Hund aus einem Tierheim oder aus unserer Auffangstation retten, aber wir hatten wenige seltene Fälle. wo tatsächlich dann auch eine Familie dann kam und einen Hund von uns adoptiert hat. Und das ist natürlich dann, wo man merkt, wow, irgendwie, ist richtig was eingeschlagen und wir konnten da was verändern. Woher hatten dann andere rumänische Familien oder Menschen ihre Hunde? Die gehen auch einfach auf die Straße und sammeln sich da einfach einen Hund ein. Oder natürlich, was man ganz, ganz viel sieht, die Menschen, die mit Hunden spazieren gehen. Das sind Rassehunde, das heißt, natürlich gibt es auch in Rumänien Shops, wo Hunde verkauft werden und dann sieht man das tatsächlich einfach, entweder kleine Hunderassen, Malteser ganz viel, so kleine Zwergchen oder eben auch dann der Husky an der Leine oder der Mali oder so, ne? Also das sieht man. Den Eindruck hatte ich nämlich auch bei dem ersten Einsatz in Rumänien. Da war eine Tierärztin in dem Tierhallen, die jeden Tag dort war. Ich war dort damals in meinem praktischen Jahr, also hab quasi in meiner Qualifikation zur Tierärztin, war dort fünf Wochen vor Ort. Und sie hat mir, glaube ich, im dritten Satz erzählt, ganz stolz, ein Bild von einem, weiß nicht mehr, einem Kampfhunden-Weißer, der aber schon Tumor schrie und gezeigt und gesagt, das ist ein deutscher Rassehund und sie würde mit dem züchten. Und wir standen halt in so einem Tierheim mit 600 Welpen und ich bin einfach fast hintenüber gekippt, weil ich so dachte, was? Hä? Wie kann das sein? Und ich hab irgendwie da Ja, so irgendwie den Eindruck gehabt, das ist irgendwie, das ist so, ich nicht, wie jetzt bei uns so Füchse, in Berlin sind. Das ist halt irgendwie so. Da beschäftigt sich jetzt aber auch keiner mit und alle holen sich halt Hund und keinen Fuchs. ungefähr. Also, obwohl wir doch die Füchse da haben. Das ist ein Unterschied auch alle Fälle, da... Und die dritte Säule, springe ich da nochmal zurück. Da ist auch eine extrem wichtige Säule, nämlich die politische Arbeit. Das heißt zum einen der Austausch mit den Bürgermeistern in den Orten und Gemeinden. in denen wir aktiv sind, einfach ⁓ da sicherzustellen, wenn wir hier kastrieren, kommt nicht nächste Woche die Hundefängerfirma und sammelt alle Hunde ein. Also wir wollen sicherstellen, wenn wir hier vor Ort sind, heimatlose Hunde kastrieren oder auch im Ort die Hunde kastrieren, dann sollen die auch dort leben. Und das lassen wir uns auch unterschreiben. Dann ganz wichtig, den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen Kontakt aufzunehmen, die ein Problem haben in ihrem Dorf, in ihrer Gemeinde. war auch Johanna mit dabei bei einem Meeting beim letzten Mal, weil es einfach wahnsinnig viele Gemeinden gibt in Rumänien, die sagen, wissen nicht wohin mit den Hunden, wir haben keine Unterbringungsmöglichkeit und die dann plötzlich irgendwelche Verträge auf den Tisch gelegt bekommen, die auf den ersten Blick eigentlich so erscheinen, als wären es Tierschutzvereine, die dann sagen, wir lösen euer Problemen und die haben dann so ein schönes Logo mit einem Hund, mit einer Katze, die dann so Herzsyndrom rum und so. Und diese Verträge sind aber von illegalen und sehr, sehr hochkriminellen Firmen, die dann auf ganz, ganz schlimme Weise die Hunde auf den Straßen einfangen, die über hunderte Kilometer hinweg transportieren, was illegal ist, und die Hunde dann in Tötungsstationen bringen, die dann da auch wirklich ganz, ganz schlimm, auf schlimmste Weise sterben. Das ist ein Teil, aber natürlich auch mit Ministern Kontakt aufzunehmen, also auch auf höherer Ebene einfach zu schauen, wo gibt es Tierschutzverstöße? Wir sind mit Veterinärämtern, mit der Veterinärbehörde in Kontakt. Gucken einfach auch, die kann man vielleicht auch darauf aufmerksam machen, solche Verträge abzuschließen, ist illegal. Da kann man jetzt einen Rund schreiben an alle Städte und Gemeinden, dass da einfach davor gewarnt wurde und so. Das sind alles wichtige Punkte und ich glaube, dass gemeinsame Dinge kann einfach auch dazu beitragen, das Problem deutlich zu machen und eben dann auch irgendwann zu stoppen. das ist ja auch immer wieder das Wort Korruption im Raum, wenn wir über Rumänien sprechen. Johanna, kannst du das irgendwie bisschen erläutern, was da mit gemeint ist? Also gerade für Menschen, die da vielleicht noch nie von gehört haben oder vielleicht Sorge haben, wenn sie einen Hund aus Rumänien bekommen, aus dem Tierschutz, dass sie da irgendeine Form von Korruption unterstützen. Vielleicht kannst du dieses korrupte System Kannst du das? speaker-1: Ich habe im Zweifel auch Diana die beste Radschweinfahrtnachrin. Aber ich meine, gerade auch was diese Hundefänger-Thematik angeht und diese Firmen, die die Hunde wirklich in Massen fangen und dann irgendwo hinbringen und so was, finde, das ist eigentlich ja in diesem ganzen Rumänienbereich das, was ich so krass verwerflich finde. Weil es ist vielleicht nochmal jetzt einen Sprung zurück, weil wir jetzt auch über die Kettenhaltung ganz am Anfang mal gesprochen haben oder die Hunde, die irgendwo in den Höfen leben und so. Vielleicht für sich genommen wirklich auch alle schlimm, total schlimm. Aber ich finde, dass gerade so Tierschutzarbeit mit Menschen irgendwo auch viel mit Empathie zu tun hat und den Versuch, sich da mal reinzuversetzen in die Lage und wenn man schon Gründe erörtert, warum die vielleicht diese Hunde halten, eben aus Schutz und häufig auch, weil sie es gar nicht anders kennen, weil sie selbst so aufgewachsen sind, weil die jetzt auch nicht auf jemanden gewartet haben, der sagt, du machst alles schlecht irgendwie so. Und ja, die kennen das einfach so. Die sind so mit diesen Mythen aufgewachsen, anderen tiermedizinischen Standards. Und das ist irgendwie ja vielleicht dann auch manchmal sehr kritisch und sehr traurig für die Hunde, aber so dieses große kriminelle System hinter diesen Hundefängern, das hat mich halt wirklich schier umgehauen, weil das ist halt ja wirklich, das sind ja Menschen, mit dem Leid halt noch Profit machen und das im ganz großen Stil. dann vielleicht kommt da dann auch eher die Korruption zu tragen. Gibt's bestimmt dann auch Bürgermeister, die da empfänglicher sind für solche Lösungen, damit schnell Ordnung zu schaffen auch in Dörfern. Und jetzt hatten wir ja eine Tonne Bürgermeister, die sehr jung war, sehr engagiert war und da auch nicht anfällig war und sehr klar im Kopf, klare Haltung hatte. Ja, aber irgendwie habe ich sie aufverstanden, weil sie meinte, okay, aber die Leute beschweren sich bei mir. Die haben irgendwie Angst, kennen das irgendwie oder wollen diese Hunde nicht da haben. Und dann gibt es natürlich auch noch irgendwelche Gossip, dass die Hunde dann irgendwie gebissen hätten oder vielleicht doch nicht so lieb sind. Und dann kommen die natürlich alle zu ihr und dann muss sie irgendwas machen. Und wenn dann einer eine schnelle Lösung bietet und das Thema ist schnell vom Tisch, dann... könnte ich mir vorstellen, dass es dann auch viele Bürgermeister gibt oder BürgermeisterInnen, die da irgendwie auch empfänglicher sind dann für solche Lösungen. ja, glaube, das war mir noch wichtig, noch einmal zu betonen, dass man da auch ein bisschen mit Empathie an die Sache gehen muss, aber dann auch ganz klar sieht, wenn dann solche mafiosen Kriminalinstrukturen dahinterstecken, dass das irgendwie noch mal ganz anderes Level ist auch. Genau. speaker-0: gefährlich. Also wenn man sich vorstellt, Menschen, da versuchen, dahinter zu steigen oder da auch Dinge aufzudecken oder so, das ist schon ein sehr, sehr hochkriminelles Geschäft, bei dem sehr, sehr viel Geld verdient wird. Und wo natürlich auch keiner dahinter ist, der da drin steckt, dass dieses Geschäft gestoppt wird. Und das ist ja tatsächlich, wir sagen eigentlich ein Systemhund. Also es ist die Hunde. Die Einfangaktionen gehören zum sogenannten Straßenmanagement. Das heißt, fließen auch von den Gemeinden dann Gelder in das Straßenmanagement. Und da gehört es dann eben nicht nur dazu, dass neue Straßen gebaut werden, sondern dass diese Straßen dann auch frei bleiben von Hunden. dann wird eben bezahlt. Dann wird bezahlt fürs Einfangen der Hunde, für die Unterbringung der Hunde, die, wenn man sich es einmal vor Augen führt, so ist, dass sie in irgendwelche rostigen, furchtbarsten Zwinger gesteckt werden, meistens sehr, überfüllt mit anderen Hunden drin sitzen, keine Rückzugmöglichkeit haben, natürlich da auch den Aggressionen. Klar, die Situation ist einfach hochgradig stressig für die Tiere ausgesetzt sind, die dort auch nicht versorgt werden. Eigentlich gibt es Gelder auch für die Versorgung der Tiere, für die medizinische Versorgung wird Geld abgerechnet, für die Kastration wird Geld abgerechnet, in Tötungsstationen sind die Tiere. größtenteils nicht kastriert. Das heißt, die vermehren sich dort dann im schlimmsten Fall noch weiter. Und für die Tötung wird auch noch Geld abkastriert. Das heißt, es ist ein sehr, sehr lohnendes Geschäft. Was für Zahlen sprechen wir da? Also wenn man jetzt mal so hochrechnet auf einen Hund, der da quasi gefangen wird, was nimmt jemand da ein, der als Hundefänger da dort aktiv ist? Es ist ein Millionenbusiness. haben ja mal... mal geschaut, wie sind die Zahlen von den Tötungsstationen und wir haben geguckt, so in den letzten drei Jahren wurden über 110.000 Hunde eingefangen und etwa 36 Millionen Euro da ausgegeben und das ist natürlich schon spannend und dann ist es auch klar, dass vielleicht der Bürgermeister dann sagt, ach, ich kenn doch schon jemand, der eine Firma betreibt, zufälligerweise ist es mein Cousin. Und der bekommt jetzt irgendwie durch ganz große Zufälle hier den Vertrag mit mir und kümmert sich dann hier ⁓ das ganze Thema. Der fängt dann die Hunde ein, kriegt dafür bisschen Geld und ich kriege auch ein bisschen Geld dafür. Und dann ist es natürlich klar, warum soll ich dann dieses Thema stoppen, wenn das doch ein Familienbetrieb ist quasi. Das heißt, da hat letztendlich wenig Leute haben. ein ganz ernsthaftes Interesse daran, das Problem zu lösen, die in der Lage sind, das Problem lösen zu können, sozusagen. Also die Bevölkerung hätte das Problem gerne gelöst irgendwie, die möchten das auch, aber quasi andere gewinnen dadurch. Vielen ist es auch einfach egal. Hauptsache, die Hunde gehen weg. So wie Hanna gerade sagt, die beschweren sich, haben vielleicht dann eben oftmals noch total Angst, dass ihnen irgendwas passieren könnte auf der Straße oder natürlich. gibt es einfach unfassbar viele Hunde, die vermehren sich weiter. Und wenn da nichts dagegen getan wird, vermehrt sich natürlich das Thema auf der Straße. Und die sind dann eigentlich oftmals froh, wenn die Hunde einfach weg sind. Aber es gibt natürlich auch viele Tierfreunde und Tierfreundinnen, die dagegen ankämpfen und die Tiere natürlich auch auf der Straße versorgen. Und wenn dann solche Dinge passieren, auf die Barrikaden gehen. ist auch wichtig, dass sich so viele Menschen einsetzen, aber halt eben auch sehr, sehr frustrierend. Nehmt ihr viel? Was nehmt ihr so emotional wahr bei euch und bei den anderen Menschen, die vor Ort aktiv sind? speaker-1: Es ist schon zermürbend, glaube ich, natürlich, weil das ist jetzt gerade das Thema, was wir jetzt auch zuletzt besprochen haben, ist ja natürlich ein Fass ohne Boden und wie soll man ein System bekämpfen, an dem eigentlich bisher alle profitiert haben außer die Hunde und die können sich nur schwer äußern. Das ist natürlich sehr schwierig dagegen anzukämpfen. Natürlich macht man es ja trotzdem, aber man muss, glaube ich, sehr willensstark sein und sehr viel Ausdauer haben. ⁓ das so über Jahre hinweg zu betreiben. Und ich glaube schon, dass man da natürlich dann so sein Päckchen mit rumträgt. Und ich glaube, das ist halt auch wichtig, dass man dann auch so ein gutes Team hat mit Jajana und ihren ganzen Kolleginnen, auch in Rumänien, die sich dann gegenseitig Mut weiter zusprechen und sich da auch unterstützen. Ich meine, kleine Teilerfolge gibt es ja immer mal. ist ja auch in Rumänien gibt es eine neue Generation, junge Generation, die auch anders auf Tierschutz. schaut oder auf die Haustiere und die heimatlosen Hunde dort. ich glaube, auch da gibt es dann immer mehr fruchtbare Gespräche. Und ich glaube, das hat dann wieder Vorbildeffekte für andere Kommunen oder Städte. Aber natürlich ist das auf jeden Fall ein sehr zermürbender Kampf, den man da führt. Das nimmt man auch bei den Leuten so wahr. Also dort auch, aber ich glaube, das ist dem Tierschutz inhärent. Also ich glaube, das haben wir bei vielen Themen. im In- Ausland, dass du da echt dir ganz schön manchmal die Zähne ausbeißen musst. Aber zum Glück gibt es sehr viele Leute, die trotzdem dranbleiben. speaker-0: Ja, Ich frag mich auch, wie das Team, wir sind ja in regelmäßigen Abständen vor Ort und dann aber auch wieder zu Hause. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Ich nehme ja eh sehr, sehr viel mit und beschäftige mich viel mit und so. ich frag mich auch, wie unser Team das packt tatsächlich, die Tag für Tag da im Einsatz sind. 365 Tage die Notfälle bekommen. Man muss nein sagen, man muss Sachen irgendwie. nach links oder rechts schieben. muss gucken, kann da vielleicht hier in dem Landkreis jemand einspringen, kann hier in der Tötungsstation jemand gucken gehen oder so. Es ist einfach nicht schaffbar und machbar, das als Varein in dem ganzen Land abzudecken. Oder ich verstehe es auch, wenn wir vor Ort sind, jetzt in der Tötungsstation zum Beispiel, dass meine rumänischen Kolleginnen und Kollegen nicht mit reingehen. Also die, wir waren jetzt auch, wir haben viel dokumentiert. Wir haben einen ganz, ganz tollen Tierarzt-Helfer vor Ort, der unfassbar klasse arbeitet, der Hunde auf der Straße betäubt mit einem Blasbau und so. Also der ist mega toll, mega engagierter, toller Mann, aber mit einem riesen Herz und der schützt sich einfach. Und ich glaube, jedes Mal, wenn wir vor Ort was dokumentieren, wenn wir drin sind, vielleicht auch ein paar Hunde rausholen, wenn er mit drin wäre, manchmal muss er mit rein, weil er dann irgendwie noch was abklären muss oder was wegen einer Impfung oder irgendwie ein Mikrochip oder so was abklären muss, dann sagt er immer, ja, dann guck mal, können wir den Hund noch mitnehmen? Ich verstehe es auch und natürlich machen wir das dann. Kriege ich eins auf den Deckel. speaker-1: Aber ich glaube, jeder hat auch so bisschen seine Coping-Mechanismen, weil was bei Rassmann ja auch total auffällig ist, ist ein super lustiger Typ. Total. Und auch der Trip, es klingt ein bisschen seltsam, aber wir haben auch super viel gelacht mit einem Total, ja. haben auch laut Musik im Auto gehört und abends noch ein Aperol zusammengetrunken und gelacht. Ich glaube, das braucht man auch so. ja, bei Rassmann ist das das Gleiche. Also, er ist auch immer für ihren Quatsch zu haben irgendwie. speaker-0: Ja, es ist ja auch wichtig, dass man eben, weil man könnte auch einfach den Kopf in Sand stecken und sagen, die Situation ist eigentlich fast auswechslos und das zermürbt einen und macht einen nur traurig und das ist nur die Frage, was gewinnt man dadurch. Also ich glaube, je mehr man lernt, das auch so einfach von sich als Person so ein bisschen zu lösen, von der eigenen emotionalen Nähe und so weiter, sich nicht an die einzelnen Schicksale der Hunde zu hängen, sondern eben zu gucken, was kann man so ganzheitlich machen und Ja, wir setzen uns ja an unterschiedlichen Stellen auch alle und auch ja gemeinsam neuerdings nochmal vermehrt dafür ein, ja zusammen für einen modernen Tierschutz zu arbeiten, der aber auch nachhaltig ist. Das ist quasi meine erste Frage. Was heißt Nachhaltigkeit für euch? Also wo ist, wann wird Tierschutz nachhaltig? Und gerade bei dem Projekt, dem du gerade erzählt hast, Jana, was ihr von der PETA macht. Wie messt ihr das? Also messt ihr euren Erfolg? Könnt ihr den messen? Klar, haben unsere Zahlen an Hunden und Katzen, die wir kastrieren konnten, oder wie viele Kinder hatten Tierschutzunterricht und so. Daran lässt es sich messen, auf alle Fälle. Aber ich glaube, für mich macht es den Tierschutz vor Ort schon nachhaltig, dass ich einfach sehe, wie viel wir geben, wie viel wir auch erreichen und auch jede einzelne Seele, der man irgendwie dazu helfen kann, sei es auch nur mit einer Hundehütte oder dass wir regelmäßig vor Ort sind, Futter spenden vor Ort, springen oder Hunde auch vielleicht nur impfen, dass sie eben nicht an irgendeiner ganz eklichen Krankheit sterben. Das macht es für mich schon nachhaltig und ich merke einfach auch, sind diese kleinen Schritte und die total wichtig sind, die einen irgendwie dann auch irgendwie mal durchatmen lassen wieder und irgendwie auch so nach vorne blicken lassen. Ich sage zwar auch immer, ich weiß nicht, ob ich es noch miterlebe, dass sich da vor Ort irgendwie richtig viel verändert, aber die Hoffnung, glaube ich, nicht zu verlieren, dass wir nachhaltig was verändern können. Und das funktioniert aus meiner Sicht nur in so einer gemeinsamen Sache. Tierschutz geht einfach nur Hand in Hand. Und das finde ich wichtig, dass sich da noch viel, viel verändert in den nächsten Jahren. Weil ich finde auch, sei es hier in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, ist es oft so, dass man sieht, dass Tierschützerinnen und Tierschützer für sich arbeiten und jeder so bisschen an seinem Strang zieht. Das finde ich auch total schade, weil man ja merkt, je mehr sich für eine Sache einsetzen oder sich vielleicht auch auf ein Ziel einigen können, umso mehr kriegt man erreicht. Das ist ja auch bisschen euer Netzwerk, was ihr jetzt geschafft habt. speaker-1: Ja, ich finde, man muss sich halt auch immer dann gerade als Verein oder Akteur, der von außen irgendwie dazu kommt, fragen, was bleibt, wenn man nicht da ist? Weil wir können auch alle nur ab und zu mal hinfahren oder häufiger mal hinfahren. Aber ja, irgendwas muss ja, irgendeine Veränderung muss man anstoßen, die auch stattfinden kann, wenn man vielleicht nicht mehr da sein kann oder vielleicht auch andere Projekte weiterführt. Und deswegen fand ich bei euch so toll, dass ihr damals dann ja euch rumänisches Team schon vor Ort gesucht habe. Weil ich finde das zum Beispiel auch total nachhaltig, dass man dann guckt, wie können wir denn die Leute unterstützen, die da schon eine super wertvolle Arbeit machen, was total hilfreich ist, weil die kamen, kennt sich super aus, Expertin und die Sprachbarriere ist nicht da und und und viele Themen. Und das finde ich zum Beispiel auch viel effektiver, als wenn man komplett versucht, von außen irgendwie da was überzustülpen, was vielleicht verpufft, sobald man weg ist. speaker-0: Ja, macht absolut Sinn. Jetzt sind natürlich viele Menschen, die gar nicht so viel Berührung haben mit dem Tierschutz, beziehungsweise mit diesem operativen Tierschutz, was ihr da so macht vor Ort, die vielleicht einfach sagen, hey, ich wollte eigentlich einen Hund aufnehmen und wollte einem Hund was Gutes tun, jetzt klingt das ganz schön krass. Wie geht ihr denn? Also es gibt ja auch Leute, auch durchaus in unseren Expertenkreisen, die ja sehr kritisch sind gegenüber dem Thema Auslandstierschutz. Und ja, und dass da auch viele sagen, ja Mensch, da werden die Hunde einfach nur hergeholt und importiert und unsere Tierarme sind doch sowieso voll und so weiter. Ja, was sind eure Gedanken zu dem Thema? Wie geht ihr mit dieser Kritik ⁓ Was sind so eure Argumente? Ja, vielleicht auch wieder dran denken, dass viele Menschen uns auch zuhören, die halt einfach sagen, hey, ich möchte mich informieren. hab da vielleicht, also ich hab Interesse, Hund aufzunehmen, aber ich möchte jetzt auch kein korruptes System unterstützen. Also was kann ich jetzt tun? Was ist das Richtige zu tun? Ja, so bisschen wie geht ihr mit der Kritik ⁓ und wie können die Menschen da draußen mit dieser, ja, mit dieser zweischneidigen, mit diesem zweischneidigen Schwert umgehen. speaker-1: Ja, es ist echt ein schwieriges Thema. Ich finde das gar nicht so einfach irgendwie, weil ich kann es manchmal auch ein Stück weit verstehen, weil es gibt natürlich auch in der Branche Tierschutz, Auslandtierschutz auch, schwarze Schafe, es ist leider nun mal so. Und die Zahl der Akteure und Vereine, die hat ja so enorm zugenommen, zum Glück finde ich. Also sehr schön, dass es so viele engagierte Menschen gibt. Aber ich kann auch echt die Ratlosigkeit verstehen, wenn einer sagt, hätte gern einen Hund aus dem Tierschutz und ich google mal kurz eben und dann wird man erschlagen. Wirklich von super vielen Fotosvereinen und Menschen und Orten und traurigen Geschichten. Wir setzen da einfach ehrlicherweise auch voll auf Aufklärung. Sagen, hey, sucht euch einen Verein, der mit Pflegestellen arbeitet, schaut, dass die Hunde in Deutschland sind, geht zu einem Parkdate, lernt die Hunde erstmal kennen. Weil trotzdem muss der Hund ja auch, trotz der Geschichte und all dem, was dazu gehört, muss der Hund eben auch passen. Aber nichtsdestotrotz, ich rate jedem einfach mal in Berührung zu geraten mit Hunden aus dem Ausland, Auslandstierschutz. Oder es gibt ja auch die gleichen Vorurteile gibt es auch zum Inlandstierschutz, Hunde aus dem Tierheim, keine Ahnung was. Fahrt einfach mal in Tierheimen. Also es gibt, ich glaube die wenigsten Auslandstierschutzvereine verweigern sich auch davor, wenn man sagt, hey, wir wollen einfach mal einen Hund kennenlernen, der irgendwie aus Rumänien kommt, wieder so drauf ist, geht das. Also es gibt so viele tolle Pflegestellen, die so was ermöglichen können. Oder in Parkdates. ich glaube, das ist so der erste Schritt und irgendwie, muss, finde ich, nicht direkt immer voll mit Kopfsprung in das Thema einsteigen und sich die schlimmsten Videos anschauen und keine Ahnung, ich kann das verstehen, dass das einfach zu viel ist. Aber ich glaube, so ein bisschen muss jeder sich einmal darüber Gedanken machen, wenn Hundehaltung in Frage kommt. da kann man ja auf verschiedenen Ebenen ein Angebot bieten, mal sanfte Videos dazu zu dem Thema oder halt, wenn man dann schon Experte ist oder weiter reintauchen will, dann auch die härteren Videos oder die härteren Aufklärungssachen dazu. speaker-0: muss ja auch nicht unbedingt jeder, der einen Hund adoptieren möchte, muss sich ja auch eigentlich nicht damit beschäftigen. Also, solange man quasi weiß, wo man seriösen Tierschutz unterstützt und da einen Hund herbekommt. Genau das ist bei uns bei Barclayt auch die Prämisse, dass wir jeden Tierschutzverein vorab prüfen, damit eben jeder auch kommen kann und das Ganze auch in einer schönen Atmosphäre kennenlernen kann. Wie du es gerade schon sagst, da geht es dann auch schon schnell in die Hardcore-Videos und die krassen Sachen und so. Und ich sage jetzt mal, das ist vielleicht auch nicht unbedingt für jeden was. Und es muss auch nicht zwangsweise jemand sich damit beschäftigen, wenn man halt sagt, okay, pass auf, aber ich spende, weil es gibt ja Menschen wie ihr, die dann vor Ort sind und mit Expertise dort sind, mit Sachverstand und die sich dafür einsetzen. Aber es gibt halt auch viele Menschen, die bedrückt das so sehr, dass sie dann auch nicht mehr da rauskommen und dann am Ende Vielleicht so ganz das Handtuch werfen und sagen, komm, nee, dann. Also dann lieber gar keinen Hund, bevor ich mir das Ganze angucken muss. speaker-1: Also ich finde, mein Hauptziel bei der Sache ist eigentlich, dass man eine Basis schafft oder eine Grundlage schafft, die es ermöglicht, dass Leute einfach eine gute Wahl treffen können. Und dann ist das auch schon, also die richtige Entscheidung zu treffen, ist auch ein Stück Tierschutzarbeit. Also gerade heute zum Beispiel haben wir einen Fall vom illegalen Weppenhandel aufgedeckt und auch da, wenn man da die Informationen schafft und die Expertise von Jana nutzt, die einem wirklich innerhalb von einer Minute erklären kann, wenn du diese Anzeige im Internet, also erstmal, kauf dir einfach keinen Hund im Internet, so einfach, ne? Aber wenn du schon diese Message verbreitest und Leute dann schon mal die Wahl treffen, okay, dann kauf ich mal keinen Hund, dann ist das für mich schon ein Stück Tierschutzarbeit, so, ne? Und das ist jetzt ja wirklich ganz niedrigschwellig und nicht, ich fahr jetzt drei Wochen nach Rumänien und helf da irgendwie aus. Aber ich glaube, das sollte auch ein großes Ziel von Tierschutzvereinen sein, auch so eine Wissensweitergabe zu vermitteln. Und eben nochmal zu diesen krassen Bildern, ich glaube, ist auch ein Thema, womit wir uns auch viel beschäftigt haben und auch diese Darstellung von Tierleid als Druckmittel zu verwenden, um Hunde zu vermitteln oder irgendwie zu schwenden. im wahrsten Sinne des Wortes zu erpressen. Ich glaube, müssen sich manche Tierschutzvereine auch ein bisschen selbst mal an die eigene Nase packen und auch lernen, dass das eben auch nicht in Ordnung ist. Und dass das gerade auch Leute, die sowas vielleicht einfach nicht gut ertragen können oder für die das einfach vielleicht emotional ein bisschen zu viel ist, auch nicht unbedingt dann die richtige Entscheidung treffen lässt, wenn man sagt, hey, wir haben jetzt 20 Welpen, wenn die bis morgen nicht adoptiert sind, werden die getötet Horror. Dann... Genau, dann schießen wir uns alle als Tierschutzvereine dann auch selbst ins eigene Knie, weil das sind dann zweifelbecher Herzen. speaker-0: Dann sehen wir sie in den Monaten wieder im Tierheim. Weil dann sind sie groß und passen da doch nicht so sehr. speaker-1: Genau, ist genau das Thema. ich glaube, wir da, ja, dass einfach unser Ziel ist, dass wir eine Community fördern können oder zusammenstellen können an Vereinen, die das einfach auch genauso sehen und die uns einfach helfen, dieses Wissen und so diese Grundlage möglichst weit zu verbreiten. speaker-0: Ja, ich glaube auch gerade, diese Situation mit, ich sehe einen Hund im Internet, auch von der Tierschutzorganisation vielleicht, lese die Beschreibung zu dem Hund, der sieht total süß aus und irgendwie denkt dann, Mensch, der Hund könnte gut zu mir passen. Ich entscheide mich dann einfach auch aufgrund des Bildes und der netten Beschreibung für den Hund, habe aber nicht bedacht, dass der Hund sich dann erst mal in meinem häuslichen Umfeld noch mal total entwickelt, dass der ankommt, dass der... sich auch über Monate hinweg noch mal verändert, dass das vielleicht auch ein Hund ist, der vielleicht überhaupt nicht zu dem Leben, das ich führe, passt oder dass ich vielleicht sogar schon nach der ersten Minute feststelle. Irgendwie matcht das bei uns nicht. Ihr Lieben, wir können ganz ewig weiter reden. Ich befürchte aber, dass unsere Zeit ein bisschen langsam ausreizt. Deswegen ist es eine kleine Abschlussfrage. Ja, welche Veränderungen habt ihr über die Jahre gesehen? Was bewegt sich? Was gibt euch Hoffnung? Meine große Hoffnung ist, dass ich einfach beobachte, sehr sich das Thema Tierschutz in unserer Gesellschaft entwickelt, wie viele Menschen darüber sprechen, wie viele Menschen sich einsetzen wollen, irgendwie nachhaltig was zu verändern. Und das finde ich ganz arg schön, also dass ich einfach merke, Menschen sind nicht mehr total abgeschreckt irgendwie vor dem Thema Tierheim oder der Hund muss nicht mehr vom Züchter kommen, sondern ich kann sagen, ich habe einen Hund gerettet, ich schenke dem jetzt ein schönes Zuhause. Das finde ich... Unfassbar schön und es gibt mir total viel Kraft. speaker-1: Ja, auf jeden Fall. wie selbstverständlich Tiere aus dem Auslandstierschutz in unser Bild, Gesellschaftsbild hier so sich einfügen, finde ich super. Und wenn das so weitergeht, ich finde, ein bisschen merkt man es auch beim Thema Qualzucht so langsam. Ich glaube, so einfach ist das gar nicht mehr, so eine französische Bulldogge sich zu kaufen irgendwo und dann keinen Spruch zu kassieren. Und das finde ich zum Beispiel auch schon sehr gut. speaker-0: Es erhält immer mehr Einzug in die Gesellschaft und das, was so viele Menschen jeden Tag machen, das kommt auch immer mehr an. So bisschen aus den Facebook-Gruppen und den alten Foren heraus irgendwie mehr. Und das ist ja auch die große Kraft von Social Media, die Geschichten nochmal mehr zu erzählen, anders zu erzählen und eine breitere Masse damit zu erreichen. Ihr Lieben, es war ein ganz, ganz schönes Gespräch. Ich danke euch sehr für eure Zeit. Und ja, freue mich, dass wir heute über ein ganz, ganz spannendes Thema, ein sehr komplexes Thema zusammenreden konnten. Und ich glaube, für jeden, der sagt, ich möchte mich da weiter einlesen, gibt es auf jeden Fall zwei weitere Ansprechpartnerinnen beziehungsweise Websites, auf denen man sich informieren kann, die wir natürlich auch verlinken. Vielen lieben Dank, dass ihr da wart. Vielen, Dank. Spaß gemacht. It's a match. Ein Zuhause über Sparklight gefunden. Unsere Happy Ends. Mein Name ist Carina. Und ich bin Vanessa. Wir sind Zwillingsschwestern und wir dürfen heute die Geschichte von Diego erzählen. Eine ganz besondere Bar date Happy End Story. Ja, wie wurden wir denn überhaupt auf Diego aufmerksam? Uns wurde damals auf Instagram ein Reel ausgespielt und seine Geschichte hat uns direkt total berührt. Diego wurde nämlich im Alter von etwa acht Wochen nachts über den Zaun eines Tierheims geworfen und vorher wurde ihm ganz offensichtlich mutwillig eine Pfote abgehackt. Er war ziemlich schwer verletzt und brauchte dringend die medizinische Versorgung, weshalb nach einer Pflegestelle in Deutschland gesucht wurde und Diego letztlich zu uns kam. Unsere erste Begegnung war dann letztendlich im Juli 2024 hier in Deutschland. Wir haben ihn dann nach seiner langen Reise von Mazedonien am Transportstopp abgeholt in Mannheim. Und die erste Begegnung war auf jeden Fall wild, stürmisch und viel temperamentvoller und wilder, als wir es überhaupt erwartet haben. Diego hatte unglaublich viel Energie. Er war voller Leben und gleichzeitig aber auch geprägt von all dem, was er ebenso jung schon erlebt hat. Ja, dann haben wir einige Bargdates mit ihm besucht. Unter anderem das allererste Bargdate war damals in Köln in Kooperation mit Stern TV. Und danach folgten noch viele weitere Bargdates, zum Beispiel in Stuttgart, Sponnen und Frankfurt. Wir haben immer wieder verschiedene Vermittlungsversuche über den Verein auch gestartet. Und Diego war tatsächlich sogar mal für zwei Tage vermittelt, kam dann aber wieder zu uns zurück. Ja, weil die Menschen entweder abgeschreckt waren von seinem Temperament oder natürlich von seinem Handicap. Genau, und das Temperamentthema war auch oft ein großer Punkt, denn als Balkanpracke bringt er natürlich auch ein wahnsinnig hohes Energielevel und einen ausgeprägten Jagdtrieb mit. Ich meine, es war ungefähr Februar 2024, als wir ein weiteres Parkdate in Köln absagen mussten, da es Diego dann zu diesem Zeitpunkt gesundheitlich sehr schlecht ging und wir haben uns dann bewusst entschieden, erstmal die Vermittlung für eine ganze Weile zu pausieren, damit wir uns in aller Ruhe auf seine Gesundheit konzentrieren können. Ich erinnere mich auch noch richtig gut, dass wir in der Zeit super oft einfach bei Tierärzten in einer orthopädischen Spezialklinik und bei einfach verschiedenen Spezialisten waren, weil Tego durch das Handicap einfach viele Herausforderungen hatte, die auch uns am Ende wirklich extrem emotional gefordert haben. Ja, und eigentlich war genau das der Wendepunkt für uns, als es ihm so schlecht ging. haben wir gesagt, wir entscheiden uns, ihn diesen Weg nicht alleine gehen zu lassen, sondern möchten für immer an seiner Seite sein. Und nach neun Monaten, die er zu dem Zeitpunkt dann bei uns auf Pflege war, haben wir gesagt, er bleibt und Diego bleibt ein festes Familienmitglied bei uns. Heute können wir Gott sei Dank sagen, dass es uns, aber auch Diego, sehr, sehr, sehr gut geht. Und wir haben zum Glück einen ganz, ganz wunderbaren Orthopädietechniker an unserer Seite. Diego ist mit seiner Prothese hervorragend eingestellt. Er kommt wahnsinnig gut damit zurecht. Und dadurch hat er natürlich auch extrem an Lebensqualität gewonnen. Ja, ich denke, man kann auch echt noch mal sagen, dass wir in Diego so viel mehr sehen als das, was viele Bewerber damals vermutlich gesehen haben. Denn es gab natürlich Bewerber, aber die haben oftmals sein Handicap gesehen, sein Temperament, seinen Jagdtrieb gesehen. Und ja, wir sahen seine sanfte Seite. Und das ist eben eine Seite, die er ganz oft eben uns gegenüber zeigt und anderen gegenüber vielleicht weniger zeigt. Heute können wir uns auf jeden Fall ein Leben ohne Tiego überhaupt nicht mehr vorstellen. Für uns ist er nicht nur ein Hund, für uns ist er einfach Familie und er hat unser Leben auf jeden Fall einmal komplett auf den Kopf gestellt. Ja, uns sogar dafür gesorgt, dass wir künftig auch beruflich kranke Tiere auf ihrem Weg begleiten dürfen. Und genau das ist unsere ganz persönliche Happy End Story. Das war Best Barkdate Ever, der Tierschutzpodcast von Barkdate. Vielen Dank fürs Reinhören und bis zum nächsten Mal.