speaker-1: Wir bei Best Bark Date Ever, dem Podcast von Bark Date. Hier geht's ⁓ echte Begegnungen mit Tierschutzhunden, berührende Geschichten und darum, was verantwortungsvoller Tierschutz wirklich bedeutet. Bereit fürs beste Date deines Lebens? Dann hör rein! speaker-2: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Best Barkdate Ever, dein Tierschutz-Podcast. Mein Name ist Lisa, ich bin Tierärztin und die Gründerin von Barkdate. Und mir gegenüber sitzen heute einmal die wunderbare Kamala aus meinem Team, die für andere auch gleich ist für die Eventorganisation, sowie ein weiterer ganz besonderer Mensch. Heute ist eine Folge, die sich für uns ganz besonders richtig anfühlt. Nicht nur, weil unser heutiger Gast seit vielen Jahren eine der wichtigsten Stimmen für den Tierschutz in Deutschland ist. sondern auch, weil sich unsere Wege schon vor langer Zeit und zu Beginn vom Dark Date gekreuzt haben. Vor inzwischen fast zwei Jahren durfte ich selbst bei Tiere suchen ein Zuhause im WDR zu Gast sein. Eine Sendung, die wahrscheinlich wie kaum eine andere den Tierschutz in Deutschland geprägt hat und schon sehr, sehr, sehr viele Jahre aus Sendung ist. Und moderiert wird sie von jemandem, der Menschen seit Jahren nicht nur Tiere näher bringt, sondern vor allen Dingen Verantwortung, Engagement und echtes Verständnis für Tierschutz. 10 Monats speaker-0: Okay, dann bis später! speaker-1: Bis dann, bis zum nächsten speaker-2: Simone hat außerdem zusammen mit Ursula Löckhenhorf das wunderbare Buch Lieblingshund, Tierschutzhund geschrieben. Ein Buch, in dem auch Bargtheit vorkommen durfte und das unglaublich ehrlich darüber spricht, was Tierschutz wirklich bedeutet. Eben nicht nur Mitleid, sondern Vorbereitung, Verantwortung und eine langfristige Entscheidung. Von der Liebe natürlich. Und noch viel schöner, diese Folge verbindet ganz viele kleine Geschichten, denn Simone ist auch die Patentante von der lieben Kamala, die seit zwei Jahren ehrenamtlich Teil unseres Teams ist. Und Simone ist sozusagen auf der Grund, warum Kamala und ich zueinander kommen. Weil Simoze hat nach seinem Besuch bei Tieresuchen ein Zuhause, Bagdelt besucht und Kamala gleich mitgebracht. speaker-0: Nein! speaker-1: Ja, genau. Und Nisa, weiß noch, ich weiß noch genau diesen Moment. Ich glaube, ist halt gerade das erste Barg-Date in Köln stattgefunden. Dann warst du zu Gast in der Sendung bei Tiere suchen ein Zuhause. Wir haben dann immer nicht so viel Zeit, aber wir haben kurz Telefonnummern ausgetauscht. Ich weiß noch, dass du so im Rausgehen gesagt hast, so ja, und wir brauchen immer Leute. Also wenn du jemanden kennst. Und dann habe ich sofort an den Telefonnummern gehabt. Und das ist so krass. wir zwei Jahre später sitzen wir hier. speaker-2: Ja, das stimmt. Das war wirklich ein ganz magischer Moment, weil irgendwie gab es eigentlich nur diese ersten zwei Parkdates, was heute rückblickend auf fast 200 Parkdates ja wirklich ganz, ganz, ganz am Anfang war. Und trotzdem durfte ich schon zu euch kommen, was ja ganz, ganz doll aufgeregt war. Aber heute, da möchten wir nochmal über ganz wichtige Themen sprechen. Denn ja, Parkdate hat sich weiterentwickelt. Auch du hast viele, viele Jahre im Tierschutz schon auf dem Buckel sozusagen. Ja, wir möchten heute mal ein bisschen darüber sprechen. wie denn eigentlich so moderner Tierschutz aussehen müsste und was du vor allen Dingen aus all den Jahren Tiere suchen ein Zuhause und dein privaten Engagement für den Tierschutz gelernt hast. Simone, wenn du heute auf all die Jahre Tiere suchen ein Zuhause zurückblickst, was hat sich aus deiner Sicht im Tierschutz am meisten verändert? speaker-1: Ich finde, dass du einfach merkst, dass der Tierschutz mittlerweile immer mehr in der Mitte der Gesellschaft ankommt. Früher war das, und das haben Ursula und ich ja auch in dem Buch geschrieben, früher waren das die Tierschutz-Uschis. Heute sind das Tierschutzhelden. Also das ist schon ein Unterschied. Also das wurde schon mal dieses Negative komplett abgelegt. Ich glaube, mehr Menschen interessieren sich dafür. Dank Social Media natürlich die ganzen Promis, die es nach außen tragen, einfach dem Tierschutz einfach eine Stimme, Gesicht geben. Eine Reichweite. Eine Reichweite geben. Natürlich, erreichst viel mehr Menschen und das ist gut. Aber es ist halt auch Fluch und Segen zugleich. Also das sagen wir ja auch immer wieder. Weil du unwahrscheinlich viele Menschen erreichst und speaker-2: Warum? speaker-1: Jeder möchte ja helfen und am liebsten möchte ja jeder retten. Aber nur retten, damit ist es ja nicht getan, wenn wir jetzt nur bei den Hunden bleiben. Wir sind ja bei BargDate. Du musst es auch leisten können. Weißt du, ein Tier ist schnell aus Mitleid adoptiert, da müssen wir nicht drüber reden. Aber kannst du dem auch wirklich gerecht werden, ein Leben lang im besten Fall? Wenn du überlegst, du nimmst einen jungen Hund. meine, Alba, deine ist jetzt... Einmal halb, ja. Aber nicht mal. Besten Fall, die Tiere werden immer älter, das weißt du als Tierärztin. Die können locker 18, 20 Jahre werden und kannst du das wirklich leisten? Und ich glaube, da machen sich halt dann viele nicht so die Gedanken drüber. Ja, halt ein Hundeleben lang verantwortlich und fragen mit allem, was kommt. speaker-2: Ich habe den Aktionismus, der verantwortungsvollen und vielleicht bewussten Entscheidungen entgegenstehen. Das Leute denken, der ist armer und hat schon ein schreckliches Schicksal. speaker-1: die dann immer mit verkauft würden. Das Leben war schon so schrecklich und jetzt hat er nur Liebe verdient und das reicht. Nein, das reicht nicht. das hat jedes Tier verdient. Und das ist ja auch immer so Mythos Dankbarkeit. die dankbar? Nein, Tier muss nicht dankbar sein. speaker-2: Und für uns Nee, dafür haben wir es auch. Ich wüsste nicht vorher, dass meine Hunde wissen sollten, dass dankbar seien. speaker-0: Aber sie gucken jetzt so süß, Einfach. speaker-2: Wir haben noch zwei Wochen entschieden, dass ich auf dem Bett oder auf dem Sofa lebe. Da gar nichts mehr mit rumänischer Straße. Ja, okay, aber das ist ja auch super interessant. Würdest du denn bei Augenformat, wenn die Hunde da kommen, da wird ja eigentlich schon viel über den Hintergrund und die Geschichte erzählt. Würdest du sagen, das ist relevant für die Adoption eines Hundes? speaker-1: Auf jeden Fall. Also auf jeden Fall, dass du manche Sachen einfach einordnen kannst, warum ein Hund einfach so reagiert, wie er reagiert. Ich meine, hast Hunde, die kommen an, die gucken sich zwei Tage an, wie das im neuen Zuhause läuft, die schütteln sich ein paar Mal und dann ist das alte Leben weg. Andere brauchen ein paar Wochen und manche legen halt manche Erfahrungen, die sie früher gemacht haben, gar nicht ab, weil sie es einfach nicht können, weil die so prägend waren. Und das ist schon wichtig und deswegen finde ich das schon wichtig. Aber wir versuchen ja auch gerade bei Tiere suchen ein Zuhause, das ist bei euren Bar-Dates ja auch nicht anders. Man hat ja immer so eine Mischung, du hast diese easy-peasy, diese easy-going Hunde, die du superschnell vermitteln kannst, die mit einem glücklich sind. Und dann hast du aber die, die so diese ganz besonderen Menschen brauchen. Wo du genau weißt, das wird schwierig. Das ist ja auch bei Tiere suchen ein Zuhause oder auch... Privat kümmere ich mich ja auch immer noch. Und mir persönlich geht es immer so, die, wenn sie so bisschen schwieriger sind, wenn die es dann geschaffen haben. Das freut mich. Ich freue mich für jedes Tier, aber für die freut mich das echt. Das habe ich auch. haben wir noch ein Team. Wir hatten einen Hund bei in Köln. Der war 6, 7 Bugdates dabei. Und dann kamen die Menschen. Ich denke heute noch an diesen Hund. Alle die Bugdates, wo der da war. Und dann hatte die passende Menschen gefunden. Und das klappt gut bei denen. speaker-2: darüber gesprochen. speaker-1: Weil die nehmen sich die Zeit und die Mühe und die Geduld, aber auch irgendwie sind einfach realistisch. Ja, das ist der Hund mit allen seinen Ecken und Kanten und wir machen das Beste, legen für uns alle draus. Das geht nur anders unter die Haut. Für jeden Hund schön, aber das ist noch mal was anderes. speaker-2: Möchtest du dir ein bisschen was berichten über deine Einsätze im Ausland? Was machst du da genau? Wie kommst du dazu? Und was ist dein Ziel vor allen Dingen dabei, wenn du da unterwegs bist? speaker-1: Das fing so richtig an, weil meine Schwiegereltern damals, die haben ja zehntelang in Andalusien gelebt. Und wenn wir dann öfter unten waren für ein paar Wochen, ich kann da nicht nur sitzen und ich sag immer, und gucken, dass das Meer nicht wegläuft. Nee. Und dann irgendwann, ach komm, fährst du mal ins Tierheim. Machst ja in Deutschland auch. Und dann war das früher halt noch so, ⁓ Gott, da kommt die bescheuerten Deutsche, die Urlaub hier macht und ins Tierheim geht. Und dann da Gassi gegangen. Und dann bist du aber ganz schnell drin. Und das war halt in Spanien auch damals. Das war damals schon schrecklich, ist auch jetzt immer noch schrecklich. Und ja, ich schaue mir halt auch viele Projekte selber auch privat an, sehr, sehr gerne, weil das ist auch immer noch mal was ganz, ganz anderes, als wenn du die Kamera direkt dabei hast. Und ich finde immer, wenn wir auch Projekte auch zeigen oder wenn man sie öffentlich macht, dann sollen es auch gute Projekte sein. Also dann sollen es nicht, ich sage jetzt mal, die schwarzen Schafe sein, sondern wirklich die Projekte, wo du weißt, Das sind tolle Menschen, die machen eine super Arbeit, die machen nachhaltigen Tierschutz. Also da ist nicht nur irgendwie das nach Deutschland bringen, sondern die versuchen vor Ort was zu ändern. machen Aufklärungsarbeit, Kastrationsaktionen, die sind politisch aktiv. Oder, was halt auch viele machen, ist für die Hunde, die halt nicht nach Deutschland können, die hier auch überhaupt nicht glücklich wären, einfach da wirklich so ein Refugium schaffen, wo die einfach sicher sind, dass die da bleiben können. Und sowas ist halt auch richtig. Und das ist teilweise irgendwie, finde ich die selber bei Instagram, dass ich mir das echt teilweise angucke. Und auch da irgendwie habe ich immer so ein Gefühl, wo ich mir denke, doch, das ist echt. Ich mag, ich mag, ich mag echte Menschen, die ehrlich sind. Und da brauche ich jetzt nicht irgendwie wild geschnittene Reals oder irgendwie was. Nein, ich will die Menschen sehen. will die Arbeit sehen. da bin ich echt immer gut mitgefahren. speaker-2: Ich finde, es hat so einen kleinen Geschmack, wenn so bisschen die Deutschen irgendwo hinfahren und dann den Menschen sagen, das ist nicht okay, was du tust. Ich finde, das ist auch schwierig. Da muss man auch den Weg finden, das mit der Bevölkerung, mit den Menschen gemeinsam zu tun und dann so ein bisschen in der Etta auf die Engel zu gucken. Aber wir haben es ja gerade auch mit dem Fall in Rumänien. Das ist ja auch die große Publicity aus Deutschland. auch dazu geführt hat, dass sich jetzt politisch Sport tatsächlich auch etwas bewegt und auch die Menschen vor Ort auf die Straße gehen. Und ich finde es irgendwie erstaunlich, dass es dafür irgendwie deutsche Influencer gebraucht hat, ⁓ das so weit loszutreten, dass diese Aufmerksamkeit dann mal irgendwie durchrutscht, weil sie sehen es ja eigentlich jeden Tag. Aber ja, was meinst du, wie kann man mit diesem Kon- oder dieser vielleicht möglichen Konfliktsituation umgehen, so auf einer menschlichen Ebene? speaker-1: Ursula und ich, wir haben da ganz oft drüber gesprochen und deswegen ist mir das auch so eine wertvolle Tierschutzfreundschaft, weil wir gleich ticken. Also wir verurteilen keine Menschen vor Ort, weil wie du gesagt hast, sind teilweise die Traditionen, ich sage immer fuck traditions nach wie vor, aber du musst sie nachvollziehen können erstmal. Du musst dich rein denken können und Tradition, das sind Sachen, die sind nicht von heute auf morgen entstanden und die werden auch nicht von heute auf morgen verschwinden. Deswegen ist es dann wieder so wichtig, dass die nächste Generation aufgeklärt wird, weil die machen es besser. Die lernen das ganz anders, dann wirklich Leute in die Schulen gehen und was in Rumänien ist, was in jedem anderen Land auch teilweise ist. Das ist halt auch ziemlich... speaker-2: Ja, muss man ja ehrlich sagen. Vielleicht sind wir bei Hunden und Katzen ein bisschen... Natürlich. ...sichtiger geworden. Aber spätestens, wenn man mal auf die Ziervögel, Reptilien oder halt die Mutztiere guckt, da sind wir auch nochmal ein ganz anderes Level. Da könnte auch mal einer kommen und sagen, was macht denn ihr hier? speaker-1: Ja, also das ist bei vielen, hört ja wirklich der Tierschutz dann nach den Haustieren auf. Also ist einfach so. Und das ist unwahrscheinlich wichtig, den Dialog auf Augenhöhe, also wirklich zu führen, sich das anzuschauen. Und deswegen bin ich halt auch gerne privat dann auch so im Ausland unterwegs, wenn du dann so eintauchst. Weil wenn ich dann da bin, dann Miete ich mir auch irgendwas, wo du mittendrin bist. Weißt du, nicht irgendwo, wo es touristisch ist, sondern mittendrin. Und dann merkst du schon, ⁓ okay, wie die Leute ticken, wieso, weshalb, warum, was da abgeht. Und ich glaube, dadurch entwickelst du dann auch ein bisschen mehr Verständnis für die Menschen. Das war, ich weiß, in Rumänien haben wir ja mehrmals gedreht, ich glaube, dreimal schon. Und ich weiß, dass wir damals auch bei einer Kastrationsaktion waren. Und ... Wir waren da auch wirklich auf dem Land, wo teilweise die Leute schon reich sind, wenn sie eine Pferdekutsche haben. Wirklich mit einer Pferdekutsche ankommen, wo die auch erstmal die Nackenhaare erstmal schon wieder so hochgehen, wenn du das Pferd siehst, aber du denkst so, hey, ne? Genau, aber sie tun eigentlich alles, was sie können. Und dann siehst du diese Menschen und ich hab die Sprache nicht verstanden. Also ich kann kein Rumänisch, aber dann stehst du so bisschen abseits, guckst dir die Menschen an. Und dann habe ich aber bei den älteren Menschen ganz oft gesehen, alleine durch die Mimik und die Gestik, wie sie mit ihrem Tier umgehen, die lieben ihre Tiere. Aber sie lieben ihre Tiere auf eine andere Art und Weise, als wir sie hier in Deutschland lieben. Und da sollten wir ein bisschen weniger werten, glaube ich. Also Gewalt und Misshandlung, keine Frage, das ist ein absolutes No-Go. Aber, und du hast auch gesehen, auch die Tiere haben sich gefreut. Die haben auch ihre Besitzerinnen geliebt. speaker-2: Das ist ja auch ein gigantisches Privileg, wie wir in Deutschland mit Haustieren leben und so weiter. Das muss man sich auch erstmal leisten. Wenn das Tier halt eben nicht ein Mittel zum Zweck ist, nicht eine Leistung erbringen muss. Also es darf, man darf es halten, man könnte Fleisch essen. Aber wir können ja ein ganz anderes Selbstverständnis mit dem Tier leben, wenn aber auf einmal der Lebensunterhalt davon abhängt. Die Vorbewegungsmöglichkeiten und so weiter. dann ist der Anspruch an das Tier auch ein anderer, wahrscheinlich. Und deswegen auch das Verhältnis ein anderes zum Tier. Genau, man das sicherlich auch liebt, aber auch unsere Liebe in Deutschland für ein Tier kann ja auch sehr fehlgeleitet sein. Also das kann ja auch überschwappen in zu viel oder in der krassen Vermenschlichung beispielsweise des Tieres oder in ein Überfüttern. Ich finde das auch immer einen schwierigen Dialog, weil man möchte ja auf keinen Fall irgendwie ein gesamtes Land irgendwie über einen Kamm scheren, weil es gibt genügend Menschen auch gerade vor Ort, sich hier einsetzen. Sonst gäbe es all die Tierreime, all die Rettungsaktionen, all die Transporte. Das sind Menschen, fahren da teilweise 36 Stunden wirklich auf einer Probacke ohne Pause durch. Hauptsache, die Hunde müssen nicht irgendwie viele Pausen ertragen. Hauptsache, die kriegen ein neues Leben und das machen die auch alles möglich für wenig Geld. speaker-1: Und mal ganz ehrlich, was machen wir denn hier schon? Also wir sitzen hier in Deutschland, okay, wir machen es öffentlich, aber ich sage immer, die Helden für mich, das sind die, die den Tierschutz vor Ort machen. Auch hier in dem Tierheim bei uns in Deutschland. Das sind die, die im Ausland in den einzelnen Projekten sind. Die haben das 24-7 jeden Tag im Jahr. Und das sind die wahren Helden. Wir machen es einfach nur sichtbar. Und das ist wichtig, diesen Menschen einfach eine Plattform zu bieten, den ich sag, ich find immer so den roten Teppich auswollen, damit ihre Arbeit gesehen wird, was die halt wirklich leisten. Der Überlegerts war letztes Jahr auf Zypern, weil er da lebt in diesem Bauwagen zwischen diesen, weiß ich nicht, wie viele Hunde da waren. waren ja gar nicht so viele. Aber er lebt halt da zwischen mit den Hunden. Da teilt sich das im Bauch mit den Hunden. Die Hunde sind verletzt, Hauptsache, den Hunden geht's gut. speaker-2: Ja, das war mein erstes Film. Ich wohl da. Es ist ja auch ein großes strukturelles Problem. Also grundsätzlich, dass der Tierschutz auf den Schultern von diesen Menschen getragen wird, von Ehrenamt, von extra Arbeit neben der eigenen Arbeit, von Aufopferung getragen wird. Was glaubst du denn und vielleicht auch auf die Perspektive von all den Jahren oder was du vielleicht in der Sendung siehst, wo ist gerade das strukturelle Problem am größten? Was müsste sich ändern eigentlich, damit es sich ändert? speaker-1: dass der Tierschutz müsste finanziell unterstützt werden und zwar auf jeden Fall von staatlicher Seite, egal in welchem Land. Jetzt wird einfach davon ausgegangen, ja, das machen die schon. Ich glaube, wird auch gar nicht die Notwendigkeit oft gesehen, weil muss man auch ganz klar sagen, das sind Menschen, die haben mit Tierschutz absolut keine Behungung und die sagen, warum läuft das? Ich meine, guck mal, wie viele, es war letztes Jahr, dass viele Tierheimen Alarm geschlagen haben und gesagt haben, ey, wir stehen nicht mehr mit dem Rücken zur Wand, wir gehen in die Knie. Das geht nicht. speaker-2: 49 % der Tierheime sind über Kapazität, siehst du. speaker-1: Du musst ja auch mal sehen, das ist ja noch nicht mal nur die Unterbringung der Tiere, da hängt ja viel mehr dran. Das ist ja die Arbeit, die Menschen leisten, die psychische Arbeit. Dann ist die Frage, was hast du für Tiere im Tierheim, wenn wir bei den Wunden bleiben? Nicht jeder hat die Ausbildung überhaupt mit gefährlichen Wunden zu arbeiten, weil da auch gar nicht die finanziellen Mittel da sind, ⁓ so eine Ausbildung oder solche Seminare zu zahlen. Aber solche Fälle haben wir einfach. speaker-2: Und auch nicht niedlich. Ja. speaker-1: Das ist einfach so und das muss ganz klar, muss da mehr wirklich vom Staat kommen. speaker-2: unsere Wahrnehmung mit fast 400 Vereinen, die wir uns mitmachen und vor allen Dingen auch unseren Umfragen, dass wir auch das Gefühl haben, dass es ein System, das eigentlich im Kollaps gerade ist. Man kann einen einzelnen retten, aber hinten kommt einfach immer nur mehr. Wir sind zwar viele Menschen und viele Vereine, aber irgendwie ist die Durchdrehung so begrenzt. den letzten Monaten viel mit den Zahlen versucht auseinanderzusetzen, um das mal so bisschen zu erheben. Und Jan Hoga hatte letztens noch mal die spannende Zahl, dass ungefähr 17.000 Inserate auf Online-Plattformen jeden Monat landen. 17.000 Bunde, welchen ältere wurden ja aus dem Tierschutz, von Zwister, der illegale Handel, der unkontrollierte Handel und der gebirgliche Handel, allesamt auf diesen Plattformen. sind nur die 100. So 17.000. Was macht diese Zahl mit? speaker-1: Der Handel muss gestoppt werden. Der dürfte überhaupt nicht. Ganz klar, absolut kein Handel. Also die Tierschutzvereine, klar, die müssen weiter sichtbar sein, auf jeden Fall. Aber ansonsten überhaupt kein Handel mehr. Und kein Handel mehr mit Tieren. Ich finde es viel, viel wichtiger und das ist immer so meine Wunschvorstellung. Das müsst ihr dann weitermachen, wenn ich mal nicht mehr bin. Das sage ich auch ganz oft. speaker-2: Was denkst du da? speaker-1: wirklich viel auch im Ausland unterwegs. Und bringen wir das doch mal alles zusammen. Ich sehe in jedem Land wirklich, es gibt für jeden Menschen den passenden Hund im Tierschutz. Davon bin ich 100 Prozent überzeugt. Du musst einfach nur deinen Suchradius vergrößern. Und der kann auch im Ausland sein. Und jetzt überleg doch einfach mal, was ich gerade meinte. Ich sehe in jedem Land, in dem ich unterwegs war, sehe ich Hunde, wo ich weiß, die würden super hier in den deutschen Alltag passen. Jetzt stellt euch doch mal vor, jedes Tierheim arbeitet in Deutschland, hier arbeitet mit einem ausländischen Verein zusammen. Auf Augenhöhe, dass die sagen, weißt du was, wir brauchen, bei uns werden einfach die Easy-Peasy-Hunde oft nachgefragt, haben wir, guck mal hier, die Beschreibungstimmen. Klar, das sind Momentaufnahmen, die du hast, aber Leute, die sich gut auskennen, können das einigermaßen einordnen. Und wenn die Menschen dann doch wissen, ach guck mal, wir suchen Hund. Und ich glaube, den gibt es sogar im Tierheim Duisburg. Lass uns doch erstmal dahin gehen. Und ich glaube, wenn dein Weg nicht so lang ist, dass wir dadurch dann, wenn die Menschen mehr in die Tierheime gehen, dass du dadurch wirklich den Onlinehandel, ich glaube leider nicht, dass wir ihn komplett abschaffen könnten, aber ich glaube, wir könnten ihn dadurch schwächen. Und das würde ich mir wünschen, dass sich da wirklich über die Grenzen hinweg einfach mehr Vereine und Tierheim mit Tierschutzvereinen Menschen einfach finden. speaker-2: Also es ist gerade so ein Zugänglichkeitsproblem eigentlich aus deiner Sicht. Ich glaube, dass der einfache Weg in den Tierschutz sozusagen fehlt. Und dass das jetzt für uns auch tatsächlich so der nächste Schritt für die Barg-Date-Mission. Jetzt haben wir es geschafft, 27 Standorten unsere wunderbaren Dates durchzuführen. Wir sehen aber, dass es nach dieser Zugänglichkeit, die du eben auch angesprochen hast, eben auch Transparenz im Vermittlungsprozess braucht. Die Leute müssen irgendwie ja wissen, wo sind die gerade, was passiert jetzt. Und genau da wollen wir hin. ⁓ einmal gucken, dass der richtige Hund auch so einen richtigen Menschen findet. Riesengroße, schwierige Aufgabe, weil dafür müssen sowohl der Mensch als auch der Mensch, den Hund betreut, ehrlich sein und irgendwie eine kompetente Selbseinschätzung geben. Und eben nicht zu sagen, ich suche einen Hund, soll so und so alt und so und so groß sein, sondern zu sagen, bin, du bist die Monate, du lebst, wie du lebst, wie alt bist du, was hast du für ein Tagesablauf? Und dann zu gucken, welcher Hund könnte in dieses System überhaupt erst mal reinpassen? Also viel. speaker-1: Danke. speaker-2: Datenbasierter zu matchen und dann aber auch, sobald eben ein Interesse besteht, diesen ganzen Prozess an einer Stelle zu bündeln. Nicht mit 1000 WhatsApp-Gruppen, nicht mit 1000 E-Mails, Anrufen, sondern irgendwie einen klaren, strukturierten, transparenten Prozess zu schaffen, damit die Menschen durch die Adoption auch durchgeleitet werden. Weil wir sehen gerade, dass, wie gesagt, diese angesprochenen 10 Stunden pro Hund Vermittlungsarbeit, die kommen halt durch. Hey, kannst du mal eben da hinfahren? Kannst du mal hier nochmal drauf gucken? irgendwelche WhatsApp Nachrichten nebenbei, Sprachnachrichten. Es ist super. Also es ist ein unfassbar großes Netz, was sich ja glaube ich so bisschen vor allen Dingen über Foren und Facebook so ein bisschen überhaupt mal auf... speaker-1: Also dein Facebook? Ja, aber ich glaube, das ist ein Riesenn. speaker-2: Wir haben ja mal bisschen recherchiert, wie viele Tierschutzvereine auch immer noch organisiert sind über Facebook, weil es eine gute Grundstruktur hergibt. Du kannst viele Leute einladen, den Nachrichten schreiben, irgendwie hier und da was hin und her schicken. Und mittlerweile durch WhatsApp und Co hast du natürlich nochmal andere Kanäle geschaffen und die sind einfach dazu gekommen. Unser Ziel ist wirklich, diesen Vermittlungsprozess einfach und transparenter zu machen, damit die Menschen drin bleiben und die Menschen am anderen Ende die den Huren vermitteln wollen weniger Arbeit haben. Wenn du jetzt noch mal so bisschen draufguckst, was glaubst du, was wäre für uns wichtig mitzunehmen? Hast du Ideen? speaker-1: Ich glaube, von Vorteil wäre es, wenn man schon so Erfolgsgeschichten hätte. Weißt du, dass du einfach so richtige Happy Ends trimmst? Dass am besten die Menschen so sagen, boah, das ist ein Bund, hätten wir uns nie irgendwie angeschafft. Aber wir haben den einfach mal vertraut und das passt. Weil du musst ja schon deine Vorstellung, was du ja meintest, so diese Optik, viele gehen nach Optik, die musst du ja ganz hinten anstellen. Weil ihr würdet das ja im Vorfeld alles irgendwie schon so ein bisschen lenken. dass du praktisch die Hunde zu sehen bekommst, die eigentlich für dich ja schon passend sind. Und gar nicht erst die, wo du sagst, ⁓ ja süß, ist ja einfach so. Ich glaube, es ist die Überzeugungsarbeit. ich glaube aber, wenn du solche Happy Ends, so Erfolgsgeschichten hast, dass die Menschen einfach sehen, die haben genauso gedacht wie wir vorher. Aber das klappt doch irgendwie, dass man sich drauf einlässt. speaker-2: Man glaubt, Menschen haben da schon ne Art von Misstauen, dass sie sich vielleicht auch belehrt fühlen können. speaker-1: Genau, ich lasse mir nicht vorschreiben, welcher Hund zu mir passt. Könnt ihr mir vorstellen, dass so was viel kommt. Kann ich mir auch speaker-2: Ich glaube, das ist auch ganz oft so eine Konfrontationssituation. Ich kenne das auch von vielen Freunden aus dem Umfeld, die tatsächlich von mehreren Tierheimen auch abgelehnt wurden. Und das waren zwei Menschen, guten Jobs, keine Kinder, im Haus und so. Und dann wurde denen halt auch von Tierheimen gesagt, nee, ihr arbeitet ja bald Vollzeit, wie soll das gehen? speaker-1: Du musst doch aber Geld gerade heute tanken. Ich glaub'n Hund war noch nie so teuer wie heute. Ja. speaker-2: Ja. Und wo, also fast alle. Von denen, haben es zwei, drei Mal versucht und nach dem dritten hatten die kein Lust mehr auf diese Absagen und haben sich am Ende doch einfach mal einen Züchter dann geholt, um auch einfach dieses, sie wollten ja was Gutes tun, sie wollten einem Hund helfen und eigentlich, dem wurde nicht der rote Teppich ausgerollt, mit dem Motto, danke, dass du hier bist, wir finden einen perfekten Hund, sondern die haben sich halt auch belehrt und ich meine, gut, in dem Fall war es ja sogar ein Nein, ne, also nicht... Der Hund würde nicht passen, sondern der hier, das wäre die beste Situation gewesen eigentlich. Aber es war nein sogar. Ich glaube, das ist auch gar nicht zielführend. Wir müssen irgendwie am Ende gucken, wie kriegen wir irgendeinen Hund dahin, der dazu speaker-1: Das sind die Leute, die wir auf dem Weg aktuell noch verlieren, obwohl sie sowieso pro Tierschutzhund sind. Schade ist, ja. Und da weiß ich auch, zum Beispiel bei Vereinen bei uns in der Sendung teilweise das... Nehmen wir jetzt mal den ganz klassischen... Nehmen wir den Schiefhund, der immer noch mit zu den beliebtesten Hunderassen Deutschlands ist. Ja, wirklich krass. speaker-2: Dann bis dann. speaker-1: Aber wenn wir Einschäfer in der Sendung hatten, der super war, dass so viele Anfragen kamen und dass dann aber die Vereine auch untereinander, die sich gut kannten, gesagt haben, also unser ist jetzt schon vermittelt, aber hier, wir geben ihnen die Adresse oder dürfen wir ihre Adresse weitergeben. Sowas ist halt auch wichtig. Wenn du weißt, boah, du hast da tolle Menschen, die super sind, halt so gegenseitig auch so bisschen mehr auf dem Schirm zu haben. Aber ich glaube, das ist einfach gerade bei dieser Masse an Tieren, die wir im Tierschutz haben und in dem Tierheim. Ich glaube, das ist nicht möglich. Und deswegen müssen die Tierheime, die Tierschutzvereine, sie müssen einfach entlastet werden. Eigentlich müsstest du Menschen haben, die nichts anderes machen, die irgendwie im Tierheim sitzen und nur diese Koordination übernehmen. speaker-2: Das ist eigentlich auch eine andere Ausbildung. speaker-1: Dieses untereinander vernetzen irgendwie, dass man weiß so, die Lisa, die hatte mir doch irgendwie vor ein paar Wochen, warte mal, ich hab keine Ahnung, wie sowas geht. Müssen wir danach denken, weißt du, irgendwie wir suchen das und das, wir haben ganz tolle Interessen. Und dann vielleicht nicht darauf beharren, ja, aber dann ist der Hund nicht von uns aus unserem Tierheim, sondern sich einfach zu freuen, dass das Tier aus dem Tierschutz ist. speaker-2: Genau. Genau, eigentlich müsste jeder Mensch, der bei uns dann ankommt auf unserer Plattform und sagt hier ich suche einen Hund und unsere Aufgabe ist eigentlich darin bestehen zu sagen wir finden den richtigen Hund für dich, weil wir machen das vernetzen eigentlich im Hintergrund und wir schaffen diese Möglichkeit und schaffen das dann eigentlich den richtigen Hund für diese Person zu finden. Eine kleine Auswahl zu geben, zu sagen hier die können passen. speaker-1: Es ist auch Vertrauen spielt eine große Rolle. Das Vertrauen dann auch in euch. Ihr sagt, wir haben Interessenten, die sind super. ihr eure 400 Vereine, mit denen ihr zusammenarbeitet, schreibt in eine Mail, guckt mal, das sind super Leute, die suchen das und das. Hat jemand von euch sowas? Dass man dann die Auswahl bekommt, das ist ja auch schon ein Schritt. speaker-2: Total. speaker-1: Das spart dem Verein ja auch schon super viel Arbeit. Ich meine, du kannst den Menschen immer nur vor den Kopf schauen. man hat auch schon, sagen wir es auf gut Deutsch, Pferdekotzen sehen, ⁓ Gottes Willen. Ja, ist ja einfach so. Aber da ist es dann auch wieder wichtig, diese Erfahrung von den Generationen. Dass man sagt, ja, ich weiß, was ihr meint, aber guckt mal da, irgendwie hatten wir schon mal irgendwie so einen Fall. Wieder das ineinandergreifen, raushoßen auch einfach. Wo denkst speaker-2: Ich relativ einfach ein Hamster, ein anderes Tier, ein Auto, was weiß ich was, eigentlich überall jederzeit irgendwie kaufen kann. Aber bei so einem Tier wird eine so große Hemmschwelle drauf gemacht. Also sehr, sehr, sehr groß. Wir wissen alle, woher das kommt. Aber wo, glaubt ihr, ist so die Balance dazwischen? Also zwischen keep it simple, weil am Ende die Leute werden sich ein Tier kaufen, wenn sie es haben wollen. Von daher müssen wir Lösungen finden, wie sie auch einfach einen Hund halten können. speaker-1: Einerseits ist es, das hast du mir schon die ganze Zeit gesagt, einfach diese transparente Kommunikation und Einschätzung eines Hundes. Aber auch die Leute, suchen irgendwie zu sagen, der Hund bringt das und das mit. Wir geben den Leuten von Anfang an irgendwie auch ein Netzwerk an die Hand, zu sagen, okay, wenn das auftritt, könnt ihr euch da halten. Wir haben irgendwie unser Netzwerk an TrainerInnen oder TierärztInnen, die da sind. Ich glaube, es braucht halt viel mehr Vernetzung untereinander. ⁓ auch einfach zu sagen, jeder Hund wird irgendwann einen Fass aufmachen. Und es ist ja, ob ich das dann irgendwie störend finde oder herausfordernd, kann ja sein, dass es für dich gar kein Ding ist. Weil es ist ja auch abhängig von dem Leben, was die Person mit ihm fühlt. Und ich glaube, ist so ein bisschen dieses, wir brauchen grundsätzlich einfach ein Netzwerk oder die Vereine brauchen das, was sie auch den AdoptantInnen mitgeben können. Hey, wenn das und das auftritt. X, Y, Z. Also viel mehr ein, wir trauen dem Menschen die Dinge aber auch zu. Also ich hatte jetzt gerade unsere erste Pflegung und es sind Freunde von mir gegangen. Absolute Hundeanfänger. Ja, die wuppen das so cool. Man muss denen einfach was zutrauen. Und ich glaube, es ist eine Mischung. Aber auch realistisch zu sagen, das kann halt passieren. Und kann halt kann werden. Kann halt herausfordert werden. Aber das kannst du dann tun. Weil glaube, wir Leute viel mehr abholen von Anfang an, unterstützen. Und es ist okay, wenn man auch überfordert ist. speaker-2: und dass speaker-1: Dann findet man halt, und es gibt halt die Lösung. Ja, und dann musst du halt auch als Verein ansprechbar sein. musst dann auch lösen. Seid so. Genau. Aber das machen ja auch schon viele Vereine, die Verantwortung zu bestimmen. Die arbeiten mit Tiertrainern, mit Hundetrainern dann zusammen. Die haben auch ein Netzwerk in ganz Deutschland sich aufgebaut und auch, ja, vielleicht aber auch wieder mal so bisschen aufs Bauchgefühl hören. Ja, anstatt. Und speaker-2: Lösung. Das ist ja auch unser Thema immer so. speaker-1: Wir hatten jetzt wirklich, und da habe ich mich so drüber gefreut, hatten in der Sendung einen Bund mal vorgestellt, das war ein Akita, als gefährlich eingestuft mit Maukorb. Super Familie mit kleinen Kindern hat sich dafür interessiert. Passt auf, der Verein Shotsu Four Seasons hat aber gesagt, die Leute sind so super, die kriegen das hin. Wir haben dann Happy End gedreht, ich habe geheult, als ich das gesehen habe. speaker-2: So. speaker-0: Ja, den Nusel! speaker-1: Ina Schweikart, die war jetzt vor kurzem in der Sendung und ich hab auch gesagt, so, Ina, ich danke dir von Herzen, dass ihr dieses Risiko, wo vier von vornherein nein gesagt hätten, irgendwie, dass ihr es eingegangen habt, es war so schön. Und du siehst, dieser Hund ist so mit den Kindern. Ja, wie toll. Das ist so... Genau, Genau, das braucht halt Vertrauen auf allen Seiten, weil Herausforderungen Leben kommen. Ob sie irgendwie mit Hund kommen, mit Pferden, mit Katze oder mit mir selbst. speaker-2: So, speaker-1: Ja, aber dann einfach auch sagen den Adoptanten dann, pass auf, wenn sowas passiert. Genau, wir sind da. Wir das nicht. Wirklich. muss dieses Netzwerk geben, das muss dann auch funktionieren. dass irgendwie auftreten könnte, dass irgendwie jemand da ist. Der einen Supporter und auch sagt, hey, ist okay, wir kriegen das speaker-2: für ja. Aber es ist auch ganz schön herausfordernd, weil man natürlich überlegen muss, dass dann durch einen Verein im Zweifel in einem Jahr 300, 600, wir haben Vereine, da gehen über 1000 Hunde im Jahr durch in die Erwicklung. Das heißt ja, dass sie hinten raus auch noch in meiner Verantwortung sind als Verein. Das muss man sich auch dann sehr bewusst machen, dass es dann eben nicht nur über die 6000 Hunde geht, die schon da oder die jedes Jahr in diesem Tierheim sitzen und irgendwie da durchgeschleust werden, sondern dass ich dahinter eigentlich schon wieder ein neuer Werk auf dem Höhler halt weiter. Eine sehr große Herausforderung. Aber du hast ja gemeinsam mit der Ursula auch ein wunderbares Buch geschrieben. speaker-1: Ursula und ich, haben uns auch im Inko-Tierschutz durch den Tierschutz kennengelernt und da ist eigentlich so eine schöne Freundschaft entstanden und Ursula hatte ja schon mehrere Bücher geschrieben für den Kosmosverlag und der Kosmosverlag wusste dann natürlich irgendwann auch, dass Ursula und ich irgendwie befreundet sind und wir haben uns auch immer ausgetauscht. Also so wie man das halt dann macht, so ⁓ Mensch, ich habe dieses Problem, da hat mich jemand das gefragt und ich sag ach krass irgendwie, scheint gerade rumzugehen, hat mich auch schon jemand gefragt. Dann haben wir natürlich auch beide die Erfahrung, sie auch im Ausland, ich auch dann natürlich im Ausland. Und dann hat der Kosmos-Vorlag irgendwann gefragt, ob wir unsere Erfahrung nicht mal einfach weitergeben wollten. Dann haben wir überlegt und gesagt, so all das, was wir uns auch gewünscht hätten, was man uns damals gesagt hätte, die Fragen, die man selber hatte früher. Und wir haben es dann Also auch sehr persönlich, finde ich, geschrieben. Also es kommen unsere eigenen Hunde vor, auch unsere Fails, also was wir auch falsch gemacht haben. Wo wir einfach vielleicht dran gescheitert sind, damit andere halt gar nicht erst die Fehler machen. Und ja, es war uns halt wichtig, irgendwie, dass die Menschen, sich ein Hund anschaffen, und zwar egal woher, erstmal wirklich mit dem Gedanken spielen, sich einen Hund anzuschaffen, dieses Buch lesen. Weil ich glaube, dass es dich schon hoffentlich gut an die Hand nimmt in deinen Vorbereitungen. Ich war ganz oft auch direkt voll verunsichert, ob es schlimm ist oder ob es normal Und einfach weil ihr so viele Themen angerissen habt, man hat ein echt gutes Grundwissen. Und das wäre ja in der idealen Welt das Beste, passieren kann, bevor die Leute sich nur einund anschaffen. gewisses Grundwissen. speaker-2: Das ist so viel. Also ja, Rundzüchter speaker-1: Genau, das ist das, dass die Leute sich einfach noch auseinandersetzen mit all den... speaker-2: Sachen, die es halt gibt. speaker-1: irgendwie keine Ahnung, auch das Thema Läufigkeit bei der Hündung oder so. Wenn du dich damit nicht auseinandersetzt, dann ist man ja erst mal kurz so... Ja, einfach viele Sachen, die du gar nicht wissen kannst, weil du auch gar nicht wissen, du gar nicht weißt, wonach muss ich denn fragen. Also solche Sachen zum Beispiel. So viele Sachen einfach, da kam so viel und deswegen wir hatten so viele Mitschreiberinnen ja auch, die einfach wirklich an der Ja, die im Tierschutz arbeiten, wo ich dann auch immer meine Rücksprache hole, die Heike Bergmann aus dem Tierheim Bergheim zum Beispiel über den Tierheim Alltag, warum funktioniert manches so, wie es funktioniert, den Menschen einfach auch erklären, wie funktioniert so ein Tierheim. Park Date habe ich noch nie gehört, deswegen war es so wichtig, dass Dass ihr dann drin auftaucht, einfach diese ganzen Möglichkeiten. Warum nicht übers Internet einfach ein Tier anschaffen? Woran erkenne ich einen seriösen Verein? Und, und, und. Wir haben uns da schon bisschen nackig gemacht, sag ich mal. Und das ist so, wir haben immer so beim gegenseitigen Lesen, Ursula und ich, wir haben ja auch immer so gegengelesen. Wir haben uns dann auch immer so sprechen können, für sie gesagt, ach ja, ich weiß genau, was du meinst, aber guck mal, wir gehen da noch mal ran. Genau so war es auch bei Ursula und Ursula. hat einfach eine unwahrscheinliche Erfahrung, weil sie ja selber damals den Verein Galgo Hilfe gegründet hat, schon immer Pflegestelle gemacht hat. mitten in Düsseldorf gewohnt mit 15 Hunden, Fluss irgendwie, von der Stadt, Dogwalker. Also es ist Wahnsinn. Also so viele Erfahrungen einfach und eben auch die Erfahrungen mit Interessenten. eben als Pflegestelle. auch Pflegestelle habe ich so das Gefühl, Das ist auch momentan so ein totaler Trend. Viele sagen, ich mache Pflegestelle, aber auch als Pflegestelle hast du Verantwortung. Natürlich, und als Pflegestelle musst du dir auch darüber im Klaren sein, dass es schnell ging, dass der Hund schnell zu Hause findet, aber worst case, kann noch sein, dass er sitzt oder aus irgendeinem Grund vielleicht gar nicht vermittelt wird. Das musst du halt aufsehen. speaker-2: Ja. Wir wollen unbedingt, das ist auch glaube ich ein ganz wichtiges Anliegen, damit eben man nicht direkt vielleicht unbedingt adoptieren muss aus dem Ausland, ohne eben die Müdigkeit haben den Hund kennenzulernen. Wir möchten aber sehr vereinstehen eben diese persönliche Begegnung vorzuziehen und auch ein Team wirklich kennenzulernen. Und wir sagen ja, das ist nur das erste Date, verabredet euch danach zum zweiten, zum dritten, lernt euch in Ruhe kennen und entscheidet dann. speaker-1: Ja, wirklich. Das war's speaker-2: Man hat meistens ein gutes Gespür schon beim ersten Treffen, aber es ist was anderes als eine direkte Adoption. Aber es braucht dafür eine riesengroße neue Struktur und das sind Pflegestellen. Weil wir haben jetzt bei uns, glaube ich, aktuell 1400 Registrierte auf unserer Plattform, was schon eine ganze Menge ist. Aber wenn man sich überlegt, dass jede Pflegestelle 1, 2, 3, wenn gut läuft, 4, 5, 6 Runde hat, sind das immer noch unter 10.000. Das ist nicht mal das, was in einem Monat auf den Online-Plattformen speaker-1: Ja. speaker-2: landet. heißt, diese Struktur muss, also das ist großartig, dass sie da ist, aber auch das muss ja auch erstmal geschaffen und gewachsen werden. Menschen müssen darauf vorbereitet werden, Bock drauf haben und natürlich auch nicht das Gefühl haben, puh, mache ich das jetzt oder habe ich dann auf einmal einen Mund, ich gar nicht haben wollte, sondern irgendwie da so ein Gesamtsystem schaffen. Jetzt sind wir, wir haben ein wunderbares Gespräch. können glaube ich noch ewig lang weiter reden. Ich versuche jetzt mal Richtung Ende zu kommen. ⁓ eine kleine, ach, zeichne uns mal eine schöne Reizimone. Du könntest dem Tierschutz heute komplett neu denken. Die würde mehr aussehen. speaker-1: Er würde politisch 100 Prozent ernst genommen werden. Wir hätten ein einheitliches europäisches Tierschutzgesetz, was nicht nur schwarz auf weiß geschrieben ist, sondern das auch wirklich greift bei Verstößen. Das wäre mein erster Wunsch, wirklich, egal in welchem Land. Tierschutz würde grenzübergreifend wunderbar funktionieren. Wir hätten keine Grenzen mehr, die wir im Kopf sehen. Wir wären alle wunderbar miteinander vernetzt. Und wir begegnen uns alle auf Augenhöhe. Und nicht wertend. Und nicht bewertend. nicht abwertend. Und krass ist, dass ich jetzt eigentlich, obwohl wir über Tierschutz reden, nur über die Menschen gesprochen habe. Und da siehst du wieder, Tierschutz funktioniert nicht ohne Menschen. speaker-2: Stimmt. Eigentlich ist genau für die Hunde da noch gar nichts passiert im Grunde, aber die Auswirkungen, die das haben würde für die Hunde, die werden halt gigantisch. das ist eine sehr schöne Welt und ich hoffe eine Welt für die wir ja auch alle sehr hart arbeiten und versuchen, diesen neu zu denken. Und ich glaube, das braucht es auch. Also auch unsere Sicht auch, dass es einfach ein System, das seine Berechtigung hat, warum es so ist. Es ist so gewachsen, es ist aber auch unglücklich weitergewachsen. Und jetzt braucht es neue Systeme und neue Denkweisen, neue Verbündete und neue Wege, die wir gehen müssen, ⁓ den Tierschutz wirklich auch einen Betragweg zu machen und damit wir nicht alle irgendwann mal ein Burnout sind oder Depressionen bekommen. Weil es auch wirklich ein unfassbar emotional aufweibender Job ist. Du hast eben auch gesagt, die Menschen, jeden Tag vor Ort sind, ziehe meinen Hut vor der. Ich kann diese Distanz nur wahren, weil ich da nicht jeden Tag dran bin. Und trotzdem versuchen wir natürlich in einer sehr großen Skala zu helfen. Aber die Menschen, die das jeden Tag nötig machen, das sind Menschen, die sich unendlich dafür aufopfern und ja, im besten Fall nicht oft lassen ihre eigenen Gesundheit. Und das sieht man leider auch, finde ich, viel, dass da Menschen viel geben. speaker-1: Ja, oder auch Menschen einfach oder wissen, dass sie auf Menschen zurückgreifen können, die im Worst Case halt auch helfen, die auch unterstützen. Also gerade wenn du vor Ort bist, einfach auch mal das Recht haben zu sagen, ich kann nicht mehr. Und das auch wirklich dann den Mut haben zu sagen, irgendwie, weil dann irgendwie, okay, wir organisieren welche, wir kriegen das hin, wir schicken welche runter zur Unterstützung. Das finde ich halt auch ganz, ganz wichtig. Ich weiß das selber, wenn ich im Ausland unterwegs bin und ob das jetzt Italien, Polen, Ukraine, Ungarn, wo ich überall war, ich funktioniere auch in dem Moment. Aber ich nehme da natürlich auch immer was mit. Aber ich nehme auch immer die Menschen mit. Also ich sehe halt auch immer die Menschen, vor Ort sind, wo ich mir denke, okay, wem kannst du jetzt miteinander, wen kannst du miteinander vernetzen, dass da wirklich Hilfe auch ankommt. Und das funktioniert echt ganz gut. Du merkst dann auch so, wenn du dann wieder zurückblickst irgendwie oder nach einer Zeit wieder dann hinschaust, irgendwie, hey guck mal, die Rätchen, genau da wächst was. Ganz langsam, aber es wächst was. Und ich glaube, was auch ganz wichtig ist, ist im Tierschutz, wir dürfen nicht zu viel Mitleid haben. musst so schlimme Sachen, musst du ertragen können, gerade wenn du im Tierschutz tätig bist. Ich glaube auch gerade im Ausland und du musst Tierschutz machen mit Herz und Verstand. Und das Herz darf dir den Verstand nicht ausheben. speaker-2: Aber das erlebt man auch viel, finde ich. Also, ⁓ auszuhören, dass man Menschen dahin kommt, die kommen dahin und man ist so überfordert mit der Situation vor Ort. Weil das ist so eine Konfrontation, die man vorher halt nicht so nah erlebt hat. Also hat man das Gefühl, muss Menschen irgendwo sagen, ja, die Empathie, aber du musst jetzt kurz ein bisschen... Wir müssen uns jetzt quasi aus einer sachlicheren Sicht angucken. Und ich glaube, für die Welt, für die du dich auch einsetzt, die du uns eben gezeichnet hast, speaker-1: Herzchen schützen? Genau. speaker-2: Wir kämen ja gar nicht in diese Überforderungssituation, weil wenn genügend Geld da ist, wenn Systeme geschaffen werden, politische Regularien da sind, dann ist das ein System, in dem es Straßenhunde gibt, die aufgefangen werden, die ein Zuhause suchen, in denen aber auch Kastrationen stattfinden, in dem Geld ist, in dem Menschen auf ihre Arbeit bezahlt werden und hoffentlich nicht zehn Jahrlinge nicht in den Urlaub fahren können, weil sie zwischen 70 Hunden leben, die sie alle gerettet haben, sondern eben ein System hat, dass das auch auffängt und vernünftig getragen wird. Es gehört halt dazu. Wir dürfen es nicht einfach verblenden und wegschieben und sagen, ja, das sollen mal Ehrenamtliche und die Spenden machen. Das kann eigentlich nicht sein. Wir zahlen alle unsere Steuern und die Tiere gehören halt bei uns mit dazu. Und wenn der Gesetzgeber sich dazu entscheidet, keinerlei Regularien auf das Thema Tierschutz zu schaffen, keinerlei Populationskontrolle in der Haustierhaltung zu schaffen, dann muss er auch das Geld aufwenden, ⁓ das alles aufzufangen. Oder man schafft halt ein System, das von vornherein beides denkt. Ich halte mich fest, Tierschutz mit Herzunverstand. Und wenn euch die Folge gefallen hat und ihr gerne wollt, dass wir weiter mit Simone quatschen, teilt die Folge, bewertet unseren Podcast und folgt uns auf Instagram und so weiter. Und folgt natürlich auch Simone und ihren spannenden Einblick in den Tierschutz. Vielen lieben Dank für die wunderbare Folge heute. speaker-1: Danke euch. Arbeit ist so wertvoll. Danke, dass es euch geht. speaker-2: Hi, wir sind Melissa. speaker-1: und Kevin und wir wollen euch kurz erzählen, wir zu unserem 4-Balling-Mitbewohner durch euch das Parkdate gekommen sind. speaker-2: Im Oktober letzten Jahres ist leider unser Hund Toffee gestorben und wir wollten eigentlich so schnell keinen neuen Hund haben. Doch wir haben echt schnell gemerkt, dass etwas fehlt. Ein kleiner vierbändiger Freund. Diesen Januar waren wir in Köln auf dem Barkdate und haben tatsächlich nur geguckt. Die Maus, die wir interessant fanden, da waren so viele Leute, da hat sich so eine krasse Traube gebildet, da wollten wir tatsächlich nicht auch noch stören und die Maus überfordern und sind dann speaker-1: Bye! speaker-2: Wir zu einigen anderen Pflegestellen gegangen, haben uns ein paar Informationen zu den Hunden und haben uns dann schlau gemacht, wann das nächste Parkdet in der Nähe stattfindet. So sind wir auf das Parkdet in Mönchengladbach aufmerksam geworden und haben die kleine Heramaus kennengelernt. Nach ein paar Tagen habe ich dann bei Instagram Kontakt aufgenommen zu der Pflegestelle und wir haben tatsächlich relativ schnell ein erstes Gassiedate ausgemacht. speaker-1: Vesidate haben wir uns dann ungefähr drei Stunden durch den Regen im Wald gekämpft und uns gut mit der Pflegestelle unterhalten. Als wir dann an einer Stelle mit etwas länger Halt gemacht haben, hat sich Heere dann direkt auf meine Füße gelegt, auf den Rücken gedreht und wollte sich dann erstmal grauen lassen. Spätestens da war es dann für mich sowieso klar, dass die Maus bei uns definitiv einziehen wird, weil spätestens da war ich Hals über Kopf verliebt. speaker-2: Hira ist so eine kleine Zuckermaus. Und das Tolle ist, wir hatten echt super viel Zeit, sie in Ruhe kennenzulernen, dank der besten Pflegestelle. Nochmal 1000 Dank an euch. Ich liebe geht raus. Am 9. Mai war es dann soweit. Die kleine Maus ist eingezogen und es war natürlich klar, die erste Nacht war unruhig. Aber sie hat sich echt schnell eingewöhnt. Neue Geräusche, neue Gerüche. Und wie finden sie es jetzt schon angekommen? Und das nach ein paar Tagen. Danke Park Date für eure geile Arbeit. speaker-1: Das war Best Barkdate Ever, der Tierschutzpodcast von Barkdate. Vielen Dank fürs Reinhören und bis zum nächsten Mal.