Philipp: Herzlich willkommen zur mittlerweile vierten Folge von unserem Gutbaum Podcast. Der Sommer neigt sich langsam dem Ende. Es zieht so ein bisschen Herbststimmung ein, worauf wir im Laufe der Folge auch nochmal zurückkommen werden. Ich war am Wochenende ein bisschen draußen unterwegs. Wir haben Montag früh und starten quasi zusammen in die Woche. Hallo Dani! Danni: Ja, hallo Philipp, nämlich mir gegenüber sitzt wie immer der Mann, der Politik kann, Pixelperfekt schiebt und freiwillig Berge mit dem Rennrad hochfährt und der es geschafft hat, botanischer Ahnungslosigkeit ein perfektes Podcastkonzept zu machen. Hi Philipp! Muss mich ja endlich mal revanchieren so. Ja, kann losgehen. Philipp: Wow, was ein Wochenstart! Jetzt bin ich ja völlig aus dem Konzept nach so einem Intro. Ja, ich war am Wochenende draußen unterwegs, was gibt's bei dir so Neues? Danni: Mhm. Philipp: Gibt's irgendwas Spannendes? Danni: Was ist spannend? Ich bin jetzt wieder auf Vortragsreise. Das heißt, diese Woche bin ich in Wien. Im Herbst ist immer Vortragszeit. Philipp: Ja, wir haben uns schon lange vorgenommen, was heißt schon lange? Schon drei Folgen lang, dass wir auch so langsam mal die eine oder andere Kategorie einführen wollten, Danni: Hmm... Philipp: die uns hier regelmäßig begleiten sollte. Und unter anderem hatten wir da auf dem Schirm den Baum der Woche. Danni: Ja. Philipp: Ich treibe mich ja, wie der ein oder andere mitgekriegt hat, des Öfteren mal irgendwo draußen rum und habe mittlerweile ein Telefon voll Baumbilder, Bilder von richtig abgefahrenen Bäumen, von Bildern von gar nicht so abgefahrenen Bäumen, von gut bis schlecht, von klein bis groß, von fit bis tot, ist da alles dabei. Deswegen habe ich mir gedacht, ich bringe jetzt jede Folge einen Baum mit und wir schauen uns das zusammen an. Ihr werdet das auf jeden Fall dann irgendwie auch zu sehen kriegen, ob bei Instagram oder auf der Folgenbeschreibung auf der Homepage. Und ich dachte mir, also ich habe dir den Baum schon geschickt, siehst du den? Und Danni: Ja, ja, ich habe ihn mir angeguckt. Philipp: dieses Mal geht es mit nicht so dem positiven Beispiel los. Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht erst mal ich euch beschreibe, was ich sehe und dann dann kriegt man die vernünftige Variante und vielleicht eine Einschätzung dazu. Danni: Ja, mega spannend. Was siehst du bei dem Baum? Philipp: Also erstmal grob zur Rahmengeschichte. Der Baum steht in Holland. Ich war in Holland zum Radfahren wo zum sonst und der Baum steht mitten auf einem Gehweg und er ist gar nicht so klein. einen ziemlich massiven Stamm. Dann hört es schon auf an dem was massiv ist. Dann sind oben paar Äste dran mit irgendwelchen Knubbeln am Ende, die du mir hoffentlich gleich erklären wirst. Auf jeden Fall ist außer Stamm nicht mehr viel Baum übrig. ist auch, also ich glaube gar nichts Grünes. Doch es ist so ein ganz, ganz kleines mickriges Ästchen, glaube ich, wo vier Blätter dran sind. Und das war's. Er ist rundum mitten im G-Steig, G-Weg gefangen. Rundum ist auch... glaube ich alles zu betoniert mehr oder weniger für mich ist er rum also es ist eigentlich nur noch ein stück stück holz was was da auf der straße steht genau so jetzt du Danni: rumstehen. ich finde man sieht mehrere Sachen, die häufig tatsächlich vermischt werden. Erstmal denkt man ja, krasses Opfer, er steht da so und alles zugepflastert und so. Also erstmal Versiegelung ist gar nicht zwangsläufig schlecht für Bäume. Das heißt, man sieht ja auf dem Bild, wir haben einen Gehweg, haben nebendran eventuell einen Parkplatz. Wir haben eine Brücke, da existent ist. Das heißt, das ist eine alte Baumscheibe. Das heißt, die Baumscheibe ist nach unten offen. Der Baum kann seine Wurzeln Richtung Wasser unter der Brücke ausbreiten. So, und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum er an der Stelle zum sogenannten Kopfbaum gestaltet wurde. Das wurde ziemlich spät angefangen. Das heißt, ist keine ganz so sachgemäße Maßnahme, weil die Schnittflächen oben, die sind schon ziemlich groß. Aber das, du vorhin gesagt hast, der treibt da wieder ein bisschen aus. Ich gehe mal davon aus, dass da jetzt vor kurzem die Ritterate geschnitten wurden. Das heißt, wenn du so einen Baum schneidest oder kappst oder wie auch immer, dann ist es bei einer Platane so, die bildet ganz viele Neuaustriebe, weil der wurde ja die Krone genommen, so dann bekommt die Angst und denkt so, Gott, jetzt habe ich keine Krone mehr und dann schiebt die sogenannte Angsttriebe so. Und diese neuen Triebe, weil das ist ja nicht so ein festes Holz, wie jetzt an so einer alten Krone dran ist, die werden ja in einem sehr hohen Tempo gebildet vom Baum. Das heißt, diese Anbindungsstelle, die ist nicht fest. Das heißt, wir haben so einen Schnittkatalog, praktisch vorgibt, wenn du einem Baum solche Schnitte zufügst, dann musst du alle drei bis fünf Jahre da wieder ran. Das heißt, das ist so eine Art Nachbehandlung und die muss gemacht werden, weil die neuen Triebe, die sich sonst an diesem Baum bilden, ausbrechen könnten. So jetzt hast du dann hoch frequentierten Bereich, das heißt mitten in der Stadt auf dem Gehweg. Da halten sich viele Leute auf. Das heißt, du musst dann alle drei bis fünf Jahre wieder an diesen Baum ran. Jetzt hat da jemand versucht, so einen Kopf auszubilden. Das heißt, wenn du das richtig machst und den Baum von klein an so gestaltest, dann bildet sich da wirklich ein Kopf aus, wo wirklich sehr viele Triebe rauskommen und wo das gestalterisch vertretbar ist. Aber prinzipiell ist das ein Dauerpflegefall bis zum Ende seines Lebens. Ich steh dem ganzen kritisch gegenüber, wie man sich denken kann, weil ich für den Erhalt von Bäumen ihre Gänze bin. Aber an manchen Standorten geht das einfach nicht. hier auch, das heißt, eine Platane, die hat eine sehr starke Wurzelbewegung. Wenn du die jetzt mit der kompletten Krone am Standort belassen hättest, eine Platane wird sehr groß, sie kann 30 Meter hoch werden, die hat auch eine sehr ausladende Krone und deswegen wurde es wahrscheinlich an der Stelle auch gemacht, nimmst ja praktisch die Krone, auch das Wurzelwachstum ein bisschen einzudämmen. Das heißt, dass der Gehsteig nicht gehoben wird, dass der Baum nicht Richtung Gebäude wächst, dass eventuell, wenn so Bäume auf dem Damm stehen, dann hast du auch noch mal so Punkte, die du einhalten musst, dann kannst du den nicht einfach wachsen lassen, wie er will. So hier kenne ich jetzt die Gegebenheit vor Ort nicht. Das heißt, ich kann auch nur so ein bisschen raten, aber all diese Sachen, die ich gerade genannt habe, spielen damit rein. Das heißt, der Baum ist nicht tot wahrscheinlich. Der treibt jetzt halt einfach wieder aus und er ist jetzt bis zu seinem Lebensende einfach dieser Dauerpflegefall, weil er eben jedes alle drei bis fünf Jahre wieder geschnitten werden muss. Aber er steht da halt so, dass man denkt, ey Leute, Es muss auf gar keinen Fall sein. Es ist der falsche Baum an diesem Standort. Das heißt, da hätte man einfach eine andere Baumart pflanzen müssen und dann hätten wir ihm auch nicht all das zufügen müssen, sagen wir mal so. Philipp: bist schon der Meinung, da wird auch nochmal was grün da oben, außer diesem kleinen Mini-Aß, der da irgendwie so rauskommt. Danni: Ja, ja, der wird... Ja, leider. Also, was heißt leider? Also ja, leider. Also ich bin der Meinung, Kappungen oder unsachgemäße Baumpflege oder auch je nach dem Kopfbäume, wie man es sieht, eigentlich müssten so Bäume, es wäre schön, wenn die sofort absterben würden, weil die Leute dann endlich checken würden, ja, was mit so einem Baum passiert. So schleppste ihn halt einfach wahrscheinlich jetzt noch... etliche Jahrzehnte mit und hast halt alle drei bis fünf Jahre Kosten ohne Ende. ja, der kommt wieder leider. Das ist so unser Hassspruch in der Branche. Weil natürlich Laien, die werden natürlich mit dem Spruch bestätigt. Wenn du dann sagst, ja, wir gucken mal, oder wenn der Laie sagt, ja, guck mal, weil der kommt doch wieder. Dann hast du halt all die Begründungen, warum er sowas nicht machen sollte. Bei Platanen jetzt nicht so, aber bei vielen anderen Baumarten. Da ziehen halt Pathogene ein, also pilzliche Erreger. Das heißt, die führen dann zum schnelleren Absterben des Baumes. Der Baum hat sowieso Dauerstress, weil, du dir vorstellen, stell dir mal vor, dir wird irgendein Bein amputiert. Klar, kannst du lernen, dann mit irgendeiner Prothese oder mit irgendwas anderem weiter zu laufen. Aber du hast da halt immer ein Defizit. Und dem Baum wird das Defizit halt alle drei bis fünf Jahre wieder genommen. Und er hat dann wieder Stress die nächsten Jahre, weil er dann wieder Und dann kommt halt der Klimawandel noch dazu. Das heißt, don't do this. Also an der Stelle hätte einfach die richtige Baumart gepflanzt werden müssen. Aber er kommt wieder. Philipp: Okay, dann nehmen wir das mal als als Negativbeispiel mit für unseren ersten Baum der Woche und ich gebe mir Mühe, Danni: Mhm. Ja. Philipp: dass ich das nächste Mal was Positives finde. Danni: Wir sind gespannt! Philipp: Haken an Kategorie 1. Premiere quasi Danni: Genau. Philipp: für die Kategorie. Danni: Was, was? Philipp: Premiere für unsere erste Podcast-Kategorie. Danni: Ja, Es liebt die Kategorie jetzt schon, weil das wird noch ultra spannend, weil du halt ganz anders da drauf guckst als ich, beziehungsweise kriegst das ja auch immer von meinen Followern und Followerinnen gespiegelt. So, ja, was ist denn mit dem Baum? Oder hier, guck mal, da ist alles versiegelt. Und ich so, ja, nee, es ist gut, dass da alles versiegelt ist, weil Verdunstung bliblablupp. Also es gibt auf jeden Fall Gründe, warum wir manche Sachen im Stadtbaum so machen, wie wir so machen und deswegen die Kategorie ist großartig gewählt, Philipp. Ist jetzt schon mal geil. Philipp: Ja, okay, es wird, glaube ich, auch spannend für alle anderen, weil dann kriegen auch alle anderen die Bäume, die du sonst immer du nur von mir geschickt kriegst, jetzt zu sehen. Ab jetzt! Danni: Ja, aber du hast ja heute ein Thema gewünscht. Erzähl mal, wie bist du drauf gekommen? Philipp: Genau, ich habe in der Einleitung schon gesagt, der Sommer neigt sich dem Ende und jetzt geht eigentlich so langsam die Zeit los, wo draußen das Laub bisschen bunt wird und dann auch runterfällt. Ich sitze wieder hier vor meinem Fenster wie immer und die Kastanie gegenüber, die wird so langsam bisschen bräunlich und gelblich. Genau, und als ich die letzten Wochen und Monate so mit dem Rad unterwegs war, nicht nur im Wald, auch auf so bisschen abgelegenen Straßen und so, da ist mir aufgefallen, dass ich dieses Jahr schon durch überdurchschnittlich viel Laub gefahren bin, ohne dass das schon Herbst war und dass mir Ich so wirklich vor einigen Wochen wieder bewusst geworden und ich habe mir dann die Frage gestellt, ist es einfach das komplette Laub vom letzten Jahr, was da noch rumliegt, bzw. warum liegt das noch rum? Oder ist es das Laub von diesem Herbst, der noch gar nicht angefangen hat, weil eigentlich war auch noch genügend an den Bäumen dran? Also mich hat Danni: Hmm. Philipp: es bisschen verwirrt. Deswegen meine Frage, wo kommt das Laub her? Im Sommer, teilweise schon am Anfang vom Sommer sogar. Danni: Ja, also jetzt müssen wir, also es ist halt immer so beim Thema Stadtbaum generell, es gibt da keine einfache Antwort darauf. Allein diese Frage, wenn wir uns zum Beispiel deine Rosskastanie angucken, ich kenne die auch so, das heißt, die hat die Kastanie Miniermotte, das heißt, die hat schon vor Monaten angefangen, braune Stellen zu bilden. und die ist jetzt nur am Ende ihre Kraft. Das heißt, die schmeißt gerade ihre Blätter ab aufgrund der Globalisierung, weil diese Motte, also die heißt Tremper-Motte. Ich stelle mir dann immer, manchmal ist in meinem Hirn... Philipp: Sie trämmt gerade vorbei oder wie? Danni: Ja, genau, ich stelle mir dann im Hirn immer so Kartonfiguren vor. Und dann steht die Motte dann mit ihrem Koffer am Straßenrand. Also die kommt halt... Philipp: Und will zur nächsten Castagne, oder wie? Danni: Ja, genau. Weil die ist nämlich ursprünglich gar nicht aus Deutschland. Die ist so die 80er, also in den 80er Jahren. ist die praktisch im Zuge der Globalisierung mit der Schiene, mit LKWs, aber vorzugsweise, ist die halt in ganz Europa eingeschleppt worden. Also die kommt aus dem Balkanraum. Und mit dem Koffer dann bei uns eingezogen. Und hier hat die keine so richtigen Gegenspiele. Das heißt, so Meisen reduzieren die nur in einem ganz, ganz minimalen Prozentbereich. Es gibt Raubwanzen, die sind irgendwie bisschen stärker dabei. Also eigentlich hilft nur, das Laub konsequent wegzuräumen. Weil die frisst sich schon im frühen Sommer in das Blatt rein. Die macht da so Gänge rein. Und das lässt das Blatt so braun erscheinen. Das heißt, der Baum kann weniger Photosynthese betreiben. Überlebt aber so. Aber irgendwann macht er halt schlapp. Das heißt, der Punkt ist bei dir jetzt gerade erreicht. Da wirft der Baum einfach frühzeitig seine Blätter ab. Die behält er noch, wo das Blatt noch nicht ganz so schlimminiert worden ist. Und mit denen kehrt dann auch der Herbst ein. Aber diese frühe Braunfärbung oder dieser frühe Blattfall ist bei Roskasternen praktisch dieser Motte geschuldet. Philipp: Okay krass, weil es ist auch wirklich alles braun. der Baum ist nicht, oder das Laub ist nicht bunt geworden wie sonst. Das ist einfach, einfach nur braun. Also wie richtig vertrocknet, keine Ahnung. Danni: Ja, es ist auch hauptsächlich ein ästhetisches Problem. heißt, die Baumart an sich kann schon sehr lange einfach damit stehen bleiben. Ich habe ganz, ganz wenige Roskastanien, also fast eigentlich gar keine, die deswegen jemals gefällt werden musste oder so. der Baum hält das halt einfach aus. es ist eben nicht schön anzugucken. Gerade in Biergärten ist das auch ein Thema. Weil da willst du halt... unter einem schönen Roskastanienbaum sitzen. Das sind auch Baum, die wird nicht mehr gepflanzt bei uns, by the way. Roskastanie ist der Baum, wo du immer diese Kastanientierchen draus bastelst. Das heißt, Zukunft unsere Enkelkinder und die Enkelkinder von den Enkelkindern werden leider nicht mehr mit Kastanientierchen spielen, einfach weil der Baum nicht mehr gepflanzt wird, weil wir keinen Gegenmittel dagegen haben. So krass ist das. Und jetzt zu deiner anderen Frage. Der frühe Plattwurf, was meinest du so Juni-Juli, hängt, ja, ja genau, Philipp: Ja, es ist über den ganzen Sommer ja eigentlich schon gewesen. Wenn du irgendwo lang gefahren bist, bist du immer durch Laub gefahren. Danni: das hing tatsächlich mit dem Klimawandel zusammen, also wieder eine andere Ursache. Das heißt, wir hatten dieses Jahr, also ich glaube, das war der zweiteitsigste gemessenste Sommer, den es Zeit der Messung gab und für Unsere Bäume waren viel zu heiß und viel zu trocken. Dazu muss ich ein bisschen erklären. So ein Baum atmet tatsächlich so. Der hat so ein Blatt. Auf der Blattunterseite hat er so Öffnungen. Über die Öffnungen passiert ganz viel. Da passiert Gasaustausch, CO2, Sauerstoff, blablabla. Der Baum kann diese Öffnung aber auch steuern. Das heißt, wenn der wenig Wasser zur Verfügung hat und Wasser braucht er ja für all diese Prozesse, dann überlegt er sich so, jetzt mache ich hier mal meine Spaltöffnung, also die heißen Stomata, by the way, die mache ich jetzt mal zu und ja, spar mir das Wasser, das jetzt hier über die Verdunstung eventuell verloren geht. So und der Prozess ist dann einfach so, wenn der Baum merkt, so jetzt komme ich aber wirklich in die Prädulje oder ich Hab ich aber noch so viele Plätter, die ich versorgen muss, dann trennt er sich von ein paar. Das heißt, ist dieses Jahr ganz fatal bei mir hier in der Region. Ich wohne in einer super trocken heißen Region hier in Unterfranken. Bei sehr, sehr vielen Baumarten passiert. Auch bei vielen, wo man es jetzt vielleicht nicht so gedacht hätte. Das heißt, amerikanische Roteiche ist es passiert. Bei vielen Tulpenbäumen, die ich in der Kontrolle habe, es passiert. Aber bei vielen anderen Baumarten auch. Linde zum Beispiel, das heißt, dass die Bäume viel zu früh ihr Laub abgeworfen haben und damit ihre Assimilationsfläche reduziert haben. Und bei manchen von diesen Baumarten ist was ganz Spannendes passiert. Nämlich die haben dann, weil du musst dir vorstellen, so einen Baum im Frühjahr, da kommen ja dann irgendwann die Plätte. Und die Plätte, kommen aus Knospen, die der Baum schon im Sommer davor anlegt. der hat nicht nur die Blätter im Sommer, der muss aber auch arbeiten. Nämlich muss er die Knospen fürs nächste Frühjahr basteln. im Juni, Juli sind diese Knospen schon angelegt und da sitzen schon die neun Blätter für das nächste Frühjahr 2027 in diesen Knospen. Und dieses Jahr ist, wie gesagt, was komplett crazy passiert, nämlich der Baum, wenn der im Juni, Juli Es gab Bäume, die hatten komplett die Hälfte ihrer platten Masse verloren und sind natürlich in die Predulje gekommen, weil die hatten ja noch sehr viele Monate, wo die einfach noch überleben mussten. Also was haben diese Bäume gemacht? Sie haben aus diesen Knospen, die für 2027 schon angelegt waren, die die Plattenmasse schon ausgetrieben. Das heißt, die haben sich dafür entschieden, Ich habe ja noch ein paar Knospen übrig. Ich sehe erst mal zu, dass ich durch 2026 komme und habe praktisch diese Knospen schon ausgetrieben. wir haben aktuell noch sehr viele grüne Bäume. Das widerspricht dem Ganzen irgendwie so ein bisschen, weil du siehst, überall dieses Laub liegen, hast aber draußen tatsächlich noch grüne Bäume, die überhaupt noch nicht in den Herbst reingegangen sind. Wir haben jetzt Anfang September, weil diese Bäume eben im Juli angefangen haben. noch mal ein zweites Frühjahr zu basteln. Und das ist dieses Jahr tatsächlich an so vielen Bäumen passiert. Also es ist wirklich prägnant. Das heißt, haben aktuell noch überhaupt fast keine Anzeichen von Herbst, weil viele Bäume eben noch grün sind aufgrund dieses Effektes. Und das finde ich richtig bemerkenswert. Und dieser Effekt führt aber auch dazu, kannst du dir vorstellen, der Baum 227 hat dann überhaupt nicht mehr so viel Knospen zur Verfügung. Er hat sich dazu entschieden, und das machen Bäume offenbar ganz schlau, zu sagen, ja gut, aber ich kann ja nicht alle Knospen austreiben, weil sonst fehlt mir ja was im Frühling. Genau, er hat nicht alle Knospen Philipp: Also er hat was auf Reserve gelegt quasi für nächstes Jahr. Danni: ausgetrieben, ich habe es jetzt hier an zwei Monitoringbäumen beobachtet, so ungefähr die Hälfte der Knospen hat er ausgetrieben und die andere Hälfte der Knospen, mit denen geht er jetzt in 227 in den Frühling rein. Das bedeutet aber wahrscheinlich auch, dass er weniger Blattmasse hat oder jetzt noch mal versucht, Knospen nachzuschieben, aber dass die Blätter, die nächstes Jahr im Frühjahr austreiben, viel kleiner sind. Und das führt praktisch zu dieser Kleinplättrigkeit, die wir auch dieses Jahr oder die wir nach den Dürrejahren 2019, 2022 überall gesehen haben. Da haben Bäume jetzt noch Kleinplättrigkeit. Das heißt, die verschleppen dieses Problem immer, immer weiter. So und... Ja, genau. Philipp: Na, aber ist es ein Problem, was jetzt immer mitgenommen wird? Oder Danni: bis der Baum nicht mehr kann. Philipp: haben die eine Chance, das aufzuholen? Danni: Manche ja. ich habe eine Allee, die habe ich so im Monitoring, die besteht aber leider nur aus Sommerlinden und Winterlinden. für die zwei Baumarten habe ich ziemlich gute Ergebnisse. manche schaffen es. Wenn wir jetzt so von einem Prozentbereich reden, würde ich jetzt in der Allee sagen, zehn Prozent haben es geschafft. Aber ungefähr 15 Prozent sind entweder ganz abgestorben oder 5 Prozent stehen auch so da, dass sie es wahrscheinlich nicht schaffen werden. Und die anderen, krebsen halt so rum, da kann man noch keine Aussage treffen. Aber so ein Baum, stirbt nicht von heute auf morgen, sondern dadurch, dass es eben so ein langlebiges Lebewesen ist, stirbt er auf die Dauer der Zeit. Das ist so ein bisschen wie das Problem mit der Platane, wo du mich vorhin gefragt hast. Du siehst halt nicht, dass der Baum schwächelt oder dass der Stress hat. weil du halt immer nur den einen Moment betrachtest. Und wir in der Branche, haben ja durch unser Kataster, wir sehen ja je, wie ging es dem Baum 219 oder wie ging es dem 221 so. wir sehen ja den kompletten Prozess von so einem Baum über die Jahre, weil wir halt diese Gesundheitszustände auch aufschreiben müssen. Und wir können da sehr gut differenzieren, wann ein Baum praktisch nicht mehr kann. und wann wir den praktisch fällen müssen. Du kannst dir vorstellen, wenn so ein Baum fünf Jahre vor sich hinkränkelt, immer kränker wird, immer weniger Plattmasse hat. die Entsprechung in der Krone hat auch eine Entsprechung im Wurzelraum. Und dir kann so ein Baum auch umfallen, weil einfach die Wurzeln komplett in dem Bereich auch absterben, weil er eben die Entsprechung in der Krone auch nicht mehr hat. Philipp: Das also, wenn das jetzt ein Sommer so ist wie dieses Jahr, gibt es eine Wahrscheinlichkeit, dass der Baum das schafft, wieder aufzuholen und sein normales Level zu kommen. Wenn es aber nächstes Jahr direkt an der Stelle weitergeht, hat er theoretisch gar keine Chance, weil er keine Blätter mehr auf Halde hat für die nächsten Jahre. Danni: Ja, fast. kannst du so sagen. Genau, Also wenn wir nächstes Jahr wieder so ein krasses Jahr bekommen sollten, dann werden viele Bäume tatsächlich wirklich an die Grenze kommen. Aber ja, solche Kumulationen hast du selten, weil das sind meistens immer nur Einzeljahre. Und ja, dann schafft es einen Baum meistens, weil der eben diese, ja ... Peaks gewohnt ist. Wenn wir das jetzt mal wirklich dauerhaft hätten, dann würden wir wirklich draußen mehrere Ausfälle oder prägnante Ausfälle sehen. Also wir haben jetzt schon mehr Fällungen als früher, aber noch nicht so, dass wirklich der Knall in der Bevölkerung ankommt. Philipp: Aber tendenziell wird es ja jetzt nicht kälter, wenn wir mal auf die nächsten Jahre gucken. Danni: Nee, kälter wird es nicht. Aber wir haben dieses Jahr wieder so ein extremes Peakjahr gehabt. Klar, war außerhalb der Norm und jedes Jahr wird es außerhalb der Norm sein. Aber von der Trockenheit war es noch mal Stück härter, hatte ich das Gefühl, sonst. Das heißt, es regional sowieso immer ein bisschen unterschiedlich. Das heißt, der Norden ist immer noch mal ein bisschen besser als wir hier im Süden und du im Osten. Ihr habt noch mal andere Werte. in Zukunft wird es einfach darum gehen, auch wieder, wie bei der Platane aus von unserem Baum der Woche, wieder die richtige Baumart an den richtigen Standort zu setzen. Philipp: Ich bin gespannt, wir haben jetzt auch, können wir Kevin dann nochmal dazu befragen, wenn es soweit Danni: Hmm. Philipp: ist aus der letzten Folge. Es gibt gerade Planung für das Rathausumfeld bei uns und da wurden sich auch von den den Stadtrat- und Bauausschussmitgliedern so eine, wie sich das gehört, deutsches Rathaus eine deutsche Eiche gewünscht oder so. Und Danni: Hmm... Philipp: die wurde jetzt aber schon vom Bauamt zurückgerudert und Alternativvorschläge gemacht. Ich bin Danni: Nein. Nein. Philipp: gespannt auf was die Auswahl fällt. Danni: Ja, ich hoffe, die Grünflächenabteilung setzt sich durch, weil häufig hast du tatsächlich, das ist ein Riesenthema bei uns in Deutschland und auch in vielen Großstädten, dass die Naturschutzabteilung Listen vorgibt, wo irgendwelche Baumarten draufstehen von Anno Dazumal, irgendwelche Baumarten aus den 80er Jahren, die damals noch funktioniert haben und die sollst du dann hier pflanzen. Und die Grünflächenabteilung zurecht sagt ja, Leute, bei den Temperaturen, die wir bis 2100 erwarten, gehen eben die meisten heimischen Baumarten teilweise gar nicht mehr mit oder Eich ist ja auch so ein Thema. Das Tier, das den Klimawandel aktuell am kohlsten oder am sichtbarsten zeigt, ist ja der Eichenprozessionsspinner. Da habt ihr wahrscheinlich auch Themen damit gehabt. du kannst Eichen nicht einfach mehr so an einen prägnanten Platz pflanzen, weil du hast immer ein Management, weil du... mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit den Eichenprozessionsspindel da willkommen heißen, ist in Zukunft. Das heißt, du hast da Interessenskonflikte einfach. Die werden halt häufig dann überhaupt von der Naturschutzabteilung nicht mitbedacht, weil die überhaupt nicht dieses Know-how hat, all diese Aspekte mit einzubeziehen. Das traurig. Philipp: Ich bin gespannt. kann mich... Die Bauausschusssitzung war letzte Woche. Ich war da auch nur zu Gast dort. Es gab zwei Vorschläge. Ich kann mich auch nicht mehr genau erinnern. Ich glaube, chinesische Tralala-Birne und... Es war auf jeden Fall was Chinesisches, was auch im Bauausschuss dann für ein bisschen Schmunzeln gesorgt hat. Aber ich bringe das das nächste Mal mal mit, wenn es dann Entscheidungen gibt. bin... Danni: Ja, bringen wir mit. Philipp: Weil es wird genau vors Rathaus wirklich zwischen Rathaus und Danni: Mh. Philipp: Straße direkt... mal sehen Danni: Ja und dann, ja es gibt dann, es gibt noch einen Plattfall, der sorgt im Mai immer für ziemliches Fragezeichen, weil da heutzutage beginnt es ja tatsächlich schon im April, Mai, dass wir so die ersten Hitzeperioden haben. Dann siehst du ganz häufig schon die ersten Beiträge auf Facebook. Klimawandel ist schon so krass, dass die Bäume schon im Mai ihre Plätter verlieren. Das können wir auf jeden Fall auch noch beleuchten, weil das tritt tatsächlich auch an Platane auf. Also nur an Platane, an dem Baum, den du praktisch mitgebracht hattest. Das ist eine Plattkrankheit. das hat weder was mit dem Klimawandel noch was mit der Globalisierung zu tun. Jetzt fängt es halt an, wo ich Vorhin meinte sie, es ist immer komplex und nie schwarz-weiß. Und zwar ist es die Platanenantragnose. Da verlieren die Bäume einfach Plätter, weil die eine Plattkrankheit haben. Die werden dann auch nachgebildet. Das ist wieder eine andere Hausnummer. Philipp: Aber Platane ist jetzt schon ein Stadtbaum, der dort bewusst gepflanzt wurde. Das steht ja hier nirgends im Wald. Wenn Danni: Ja, auf jeden Fall. Philipp: ich jetzt lang fahre, irgendwo mit dem Fahrrad durch den Wald fahre, da steht da keine Platane. Die ist schon gezielt in die Stadt gepflanzt. Danni: Nein, Genau, bei uns allen, also in der Stadt, stehen immer Bäume, gepflanzt wurden. Also da hast du die Wahrscheinlichkeit, dass da ein Baum, außer mein geliebter Götterbaum, aber ansonsten die Wahrscheinlichkeit, dass du da auf einen Baum triffst, der nicht bewusst von uns Menschen gepflanzt wird, die ist fast null. Das heißt, du bringst Philipp: Okay. Danni: ja bewusst dort Bäume ein, pflanzt die in irgendwelche Baumscheiben, setzt die irgendwo hin, die kommen aus einer Baumschule, du musst die ein bisschen betütteln. so gut wie nie geht da einfach so ein Baum einfach mitten im Straßenraum auf. Philipp: Also wo kommt die Platane her? Die Danni: ursprünglich Philipp: wächst ja jetzt hier nicht so. Wenn die nicht hingepflanzt wird, die hat ja schon irgendjemand von irgendwo geholt und dahin gepflanzt, oder? Danni: Naja klar, aus Südeuropa. Also klar, du alle Bäume, in der Stadt stehen, die musst du aus der Baumschule holen, Sohn. die Baumschule hat ja ein riesengroßes Spektrum an Baumarten, die es gibt. Also die liefern dir ja alles, was du möchtest. Außer dem Götterbaum, weil der nicht gepflanzt werden darf. Aber ähm... Ansonsten kannst du in der Baumschule alles kaufen, was du willst. Und die braten ja auch. Also ich bin großer Fan einfach mal bei den Baumschulen anzuklopfen, zu sagen, ja ich habe jetzt hier den und den Standort. Was empfehlt ihr so? Weil die haben ja ein großes Know-how. klar, also alle Bäume, die in der Stadt stehen, kaufst dort. Philipp: Weil das Platanen-Ding ist schon was, was ich eher aus Südfrankreich kenne, oder? Danni: Genau, ja, das ist auch ein typischer Baum in Frankreich, ja, also mit einer der häufigsten, oder wenn nicht sogar die häufigste Baumarte in Frankreich. Also für Stadtstandarde natürlich. Wir unterscheiden ja immer Stadt und Wald, also das ist immer ganz wichtig. Philipp: Gut, die Plattgeschichte war jetzt etwas, was mir wirklich überall aufgefallen ist. Das war sowohl in der Stadt als auch jetzt irgendwie außerhalb. Danni: Ja, ja, das mit der Platane betrifft auch nur das Frühjahr. jetzt hier Platane verliert momentan gar nichts. Die ist richtig stabil im Klimawandel. Da hängen alle Blätter noch dran. Die ist komplett safe im Zuge des Klimawandels. Philipp: Ich guck grad nochmal hier zum Fenster raus. Ja, Danni: Ja, du hast ja nur noch eine Eiche. Du hast ja nur deine Roskastanie und deine Eiche. Philipp: aber die Kastanie, wenn du jetzt sagst, da ist hier die Motte, die ist jetzt fertig Danni: Mhm. Philipp: mit Fressen, die ganzen Blätter sind zerfressen, sind jetzt dunkel, braun, runter. Die ist aber in ihrem Rhythmus jetzt normal drinne für nächstes Jahr und bildet dann einfach ganz normal neue Blätter aus. Danni: Genau, die verkraftet das jetzt halt, die den Paaren diese Hand... Jaja, leider. Philipp: und die wartet dann auf die nächste Motte, die dann nächstes Jahr mit ihrem Koffer wieder vorbei getrempert kommt und dann... Danni: Jaja, also die überwintert halt leider da im Boden und in dem Lauch. Philipp: Ist halt auch ein schlechter Standort, weil der Standort von der Kastani ist halt auch direkt so hinter der Bushaltestelle. Da kannst du als Trepper-Motte auch gut rausgelassen werden. Das Bild, das kriege ich jetzt glaube ich nicht mal aus Kopf von der Motte mit ihrem scheiß Koffer, die da davor steht. Danni: Ja klar, da kannst du hier gleich einsteigen. Ja, ich glaube, da muss er auch noch was grafisch bezaubern für uns, Sehr gut. Philipp: Hier steht schon was auf dem Zettel. Ich komm da nicht drum rum. Die Motte hat mich jetzt. Aber das ist doch auf jeden Fall schon mal eine Erklärung für meine Frage gewesen, die ich jetzt wochenlang mit rumgeschleppt habe. Sprich zumindest ich habe wieder was gelernt und das Aufstehen hat sich selbst Montag früh gelohnt. Danni: Immer, Ja und was man auch sieht, es gibt momentan auch Baumarten, zum Beispiel Ahorn macht das ganz stark. Da siehst du auch jetzt noch die Blätter, die am Baum hängen, die sind auch komplett braun. Also Ahorn hat praktisch so eine Strategie anscheinend. Der wirft die Blätter nicht komplett ab, der hält die halt und außen wird praktisch alles weg und in der Mitte behält er sich so ein Ja, einen grünen Fleck mit dem er Photosynthese betreiben kann und da bin ich dieses Jahr mal gespannt, wann da der Plattabwurf folgt, beziehungsweise wie dann der Herbst jetzt generell dieses Jahr einzieht. Das wird halt noch ganz spannend, weil, wie gesagt, jede Baumart hat da so ihre eigenen Mechanismen. Philipp: Ja, ich habe gerade noch mal einen Blick aus dem Fenster geworfen und neben den beiden großen alten Bäumen auf der anderen Straßenseite steht da in meinem Vorgarten der von mir gepflanzte und aus dem Kern gezogene Pfirsichbaum. Und Danni: Ja, ist es. Philipp: der wird so langsam langsam rot am Blattwerk. Das ist jetzt aber die normale in Anführungsstrichen Vorgehensweise so, dass die Blätter jetzt im Herbst erst mal bunt werden, ehe sie runterfallen. Danni: Ja, genau. Genau, also das braune, das wollen wir ja sowieso nicht. das Blatt wird erstmal richtig schön bunt noch, also bei vielen Baumarten. da wird einfach das Chlorophyll abgebaut. Das weiß ja jeder noch aus dem Biounterricht. Das ist ja das Grüne, was in so einem Blatt existent ist. So und durch den Abbau dann sieht man eben schon das, was in dem Blatt sonst noch drin ist. Das sind zum Beispiel die Carotinoide. Die sind meistens so gelb-orange. Das ist ja das, was wir am Herbst immer so feiern. Oder bei manchen Arten ist eben auch noch dieses Rote. Das sind die Anthocyan. Das sind die roten Farbstoffe. Dann müssen wir ja auch noch erklären, wie das überhaupt abgeht. Weil der Baum, am Ende, das nennt sich Plattstiel, das Platt hängt ja irgendwo an so einem kleinen Ästchen dran. Und diese Zone von Platt, die zum Ast übergeht, die heißt Abzissionszone. Und da möchte ich nochmal auf unseren Podcast unseren allerersten mit dem Ginkgo verweisen. Da haben wir nämlich was vergessen zu erzählen. Das finde ich beim Ginkgo so fancy. Und zwar ist es, wenn du dem so einen bisschen einen menschlichen Charakter geben würdest, dann wäre der Ginkgo so derjenige, ja alles oder nichts so. Das heißt, bei dem ist diese Abzessionszone. Sobald der Frost bekommt gibt er praktisch das Signal an den ganzen Baum, also nicht nur irgendwie an ein paar Blätter, so jetzt verlieren wir die mal, sondern der sagt zum ganzen Baum, jetzt werden plötzlich alle Blätter abgeworfen. Das heißt, diese hast du vielleicht schon mal gesehen oder alle, jetzt zuhört, beim Ginko gibt es ja ganz häufig diese Bilder, wo dieser krass gelbe Übrigens auch so ein Ding vom Ginkgo, der sagt praktisch zu allen Blättern, ihr werdet jetzt alle gelb. Also da siehst du auch ganz selten so Mischformen, wo das Blatt noch grün ist und ein andere sind gelb. Nee, die werden ziemlich synchron häufig gelb und die fallen ziemlich synchron einfach alle komplett ab. diese Bilder, du im Internet siehst, da liegt meistens irgendwo außenrum Schnee und den kompletten Baum liegt dann so ein richtig krass gelber Teppich. Hast du bestimmt schon mal gesehen so. Das ist halt, weil der Ginkgo einfach so ein krasser Freak ist, der dann sagt, so jetzt ist aber soweit, endlich so. Philipp: Ich gucke auch gerade auf den Gingoh hinter dir auf dem Plakat. Der ist auch mega geil und sticht da so raus. Danni: Ja, der ist... Genau, ja, das haben wir deswegen so gemacht. Genau, weil das einfach so ein Charakteristiker von dem ist. Und diese Abszessionszone, normalerweise bei Baumarten, also die haben so Sensoren. Das ist auch immer ganz spannend. Also ich finde Bäume einfach so spannend. Weißt du, die können, die haben so Fotorezeptoren, damit können die die Tageslänge erkennen. Da kriegt der Baum schon mal gesagt, jetzt wird es aber echt früh dunkel oder die Tageslänge ist eben nicht mehr so lang. Und dann kann der schon mal den Impuls geben, so jetzt müssen wir aber hier unsere Abszessionszone vorbereiten. Und er hat nicht nur die Tageslänge, er hat halt auch diese Temperatur. wenn es schnell kalt wird, dann muss er halt zusehen, dass er da halt alles fertig bringt für den Herbst. Das sind halt meistens diese beiden Punkte. Dann hat ein Baum auch noch, da können wir mal eine eigene Folge draus machen, weil ich das richtig krass finde. Ein Baum, hat auch so Zellen, die die Schwerkraft erkennen. Das ist so, kannst du dir vorstellen, wie beim Handy. Wenn du das drehst, erkennt das Handy ja auch über die Rezeptoren, sodass der Bildschirm sich wieder ausrichtet. Und wenn zum Beispiel ein Baum zu schräg steht und mit seinen Zellen merkt, Gott, jetzt sind wir aber hier bei der Schwerkraft und es neigt sich irgendwie. Dann bildet er Gegenholz aus in die andere Richtung, einfach weil er das erkennen kann. Das sind richtig coole Skills, die Bäume. Philipp: Scheiß. Danni: Ja, aber das ist wahrscheinlich jetzt zu deep so, aber auf jeden Fall, Bäume können coole Sachen machen. Philipp: Okay, gehen wir mal einen Schritt weiter. Die Bäume, die ich jetzt hier aus dem Fenster alle sehe, die sind gerade alle noch ziemlich grün. Einer ist dazwischen, Danni: Hm. Ja. Philipp: hat ein bisschen leicht gelbe Flecken. Die checken jetzt irgendwie in nächsten Tagen. Der Tag ist ziemlich kurz. Und Sommer ist vorbei. Es wird kalt. Und sie fangen an, den ganzen Kram abzubauen, verfärben sich. Und dann bleibt aber das Laub noch dran, bis der erste Frost kommt oder wir fangen jetzt vorher schon ab. Danni: Ne, so peu à peu. mit den Fotorezeptoren und auch mit den Temperatursensoren entscheiden die halt irgendwann. Also das macht jede Baumart für sich. Die haben da irgendwie eine andere Zeit, wo das geschieht, genau wie ein Baum im Frühjahr anders, also jede Baumart im Frühjahr anders so ein bisschen austreibt. Da liegt es am Holz allerdings, da müssen wir auch noch mal irgendwann erklären. Jede Baumart entscheidet das für sich. Und das hängt natürlich auch mit dem Stress zusammen. Wenn ein Baum jetzt too much Stress hatte, kann es sein, dass er sagt, ja, nee, mach ich die Schotten mal dicht. Oder eine andere Baumart sagt zum Beispiel, ich brauche noch paar Nährstoffe, ich muss jetzt wirklich alles hier aus den Blättern rausziehen, damit ich gut über den Winter komme. das kannst du nicht so verpauschalisieren. Das macht jede Baumart anders und teilweise sogar noch mal jeder Baum als Individuum ein bisschen anders, je nachdem. Philipp: Also es wird dann schon versucht, Blätter dann komplett abgeworfen werden, alle Register zu ziehen und alles damit rauszuziehen und für den Winter, sag ich mal, mitzunehmen. Danni: Ja, genau. Philipp: Wenn das dann passiert ist, dann sagt er, okay, hier ist nichts mehr zu holen für mich mit den Plättern, also können die auch weg. Danni: Genau, also das sind so Hormonsignale, werden in dem Baum so Prozesse aktiviert. Das sind Enzyme und die bauen dann Zellverbindungen an diese Trennzone eben ab. Und die heißen auch Flau-Auxin und Ethylen, wobei nicht zu verwechseln mit Ethanol, also mit Alkohol hat es nichts mit Philipp: Hahahaha Danni: Tonsohn. Das heißt, Auxin hält die Blätter erst mal eine Weile fest und das Ethylen sorgt dann praktisch dafür, dass der Baum die irgendwann loslässt. Das sind die Prozesse, da so passieren. Philipp: geht es ganz schnell und Danni: Dann geht's los. Philipp: das Stückchen Herbst ist dann auch vorbei und die Danni: Dann ist irgendwann Philipp: Bäume sehen alles so aus wie das Bild vom Baum der Woche und es ist gar nichts mehr dran und Danni: Ja. Philipp: sie sind bereit, Winter zu machen oder Winter durchzustehen. Danni: Genau, das ist es. Philipp: Gut, haben wir das ganze Plattabwurf-Verfärbungsgedöns mal zusammengefasst, ja, Danni: Gerobbt, ja. Philipp: zusammengewrappt, dass auch ich mir was drunter vorstellen kann. Ich habe eine Erklärung für meine ganzen raschelnden Plätter unter den Reifen aus den letzten Wochen, obwohl noch gar kein Herbst war. Das werden jetzt in nächsten Wochen wahrscheinlich dann trotzdem nochmal ein paar mehr. Vielleicht gibt es dann auch für die Folgenbilder nochmal ein Laubbild von mir. Für diese Folge sind Danni: Und ja, und die Trampel kommt. Philipp: wir fertig, würde ich sagen. Wir rappen das hier mal zusammen an der Stelle. Das einzige, was ich für das nächste Mal versprechen kann, ist, dass es einen vernünftigen Baum der Woche geben wird, der ein bisschen gesünder aussieht. Ich habe schon was im Auge, aber das als Überraschung fürs nächste Mal. Ich sag schon mal Tschüss von meiner Seite und lasse die letzten Worte für die Folge übrig für Dani. Danni: Du bist lieb, aber vielleicht sollten wir dieben, weil wir haben jetzt die ersten vier Folgen bestimmt, was wir hier bringen. Vielleicht kommt der nächste Wunsch ja von euch. Also ich würde mir tatsächlich auch mal eine Folge wünschen, so Bäume in Film und vor allen Dingen Serien. Ich bin ja so ein Serienopfer. Da müssen wir noch mal drüber reden, weil ich glaube, da bist du nicht so stark, aber vielleicht gibt es jemanden, den wir einladen können, der auch ganz viele Serien und Filme guckt. Und ansonsten warten wir natürlich auf Vorschläge von euch, die könnt ihr uns auf der Webseite dalassen oder ihr schickt sie uns einfach bei Instagram, würden wir uns freuen. Philipp: In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal und gut bauben! Danni: Ja,