Fabienne & Chantal: Willkommen bei Teamworks, dem Podcast für Karriere, Leadership und Teamwork. Heute sprechen wir mit Antonella Di Iorio. Antonella ist eine selbstständige LinkedIn-Trainerin und Marketing-Coach aus Zürich. Seit über sechs Jahren unterstützt sie Fach- und Führungskräfte sowie Unternehmen dabei, LinkedIn sichtbar, professionell und authentisch aufzutreten. Als zertifizierte LinkedIn-Marketing-Insiderin entwickelt sie Marketing- und LinkedIn-Strategien für starke Personenmarken und Corporate Brands und schult Einzelpersonen und Teams beim Einsatz von LinkedIn. Ihr Motto? LinkedIn mit Persönlichkeit, Marketing mit Strategie. Antonella, schön bist du heute bei uns. Antonella Di Iorio: vielmals für die Einladung. Schön, euch wiederzusehen. ⁓ Fabienne & Chantal: du hast dich ja ganz spezifisch auf Plattform LinkedIn spezialisiert. Wir nehmen schon wahr, in den letzten Jahren die Relevanz von LinkedIn zugenommen hat, also für Austausch, für Sichtbarkeit, als Unternehmerin, Unternehmer, aber vielleicht auch als Mitarbeitende. Und es ist auch relevanter geworden für den Verkauf. Was fasziniert dich ganz persönlich an LinkedIn? Warum magst du dieses Tool und hast dich darauf spezialisiert? Antonella Di Iorio: sehe vor allem die Chancen in der Plattform und zwar LinkedIn ist das grösste Business-Netzwerk der Welt. Es ist extrem vielfältig einsetzbar, also für ⁓ Karrierezwecke für Unternehmen, für Selbstständige, aber auch, um auf dem laufenden zu bleiben, sich zu informieren, das Netzwerk zu pflegen. Und es ist die Plattform, die uns am besten die Möglichkeit gibt, Personal Branding und Corporate- sowie Employer Branding aufzubauen. Also bewusst zu entscheiden, was wirklich wahrgenommen wird. Und zwar nicht nur auf LinkedIn, sondern im digitalen Raum. Und zwar ist es so, dass es mittlerweile eine Topquelle ist für Suchmaschinen, KI und für Journalisten. Eine letzte Umfrage hat gezeigt, es ist die Plattform oder ist die Domain, die am häufigsten zitiert wird, nach Reddit, sogar vor Wikipedia. Also wenn wir auf LinkedIn unsere Präsenz aufbauen, aufbauen, strategisch die Plattform nutzen, bauen wir unsere Präsenz nicht nur auf LinkedIn, sondern überhaupt im digitalen Raum. Was ich aber persönlich super finde, ist, dass es gelingt mit Inhalten, die auch nicht laut sein müssen, eine Expertise ohne Personal Brand aufzubauen. Also es passt auch perfekt für Introvertierte. Obwohl wir den Eindruck haben, der der am lautesten schreit wird gesehen, das ist nicht so. Fabienne & Chantal: Finde ich sehr spannend auch. Ich habe auch den Eindruck, du hast vorhin auch KI schon genannt, worauf wir sicher auch nochmal zu sprechen kommen. Das ist ja auch eine Chance, sage ich für Menschen, die vielleicht schriftlich noch nicht so, ja vielleicht sich noch ein bisschen schwer tun, ihre Gedanken auszudrücken. Was würdest du aber vorweg vielleicht noch sagen, was sind so die Trends 2026? Also worauf Können wir uns freuen und worauf müssen wir uns vielleicht auch bisschen vorbereiten? Antonella Di Iorio: Ich habe mir Gedanken gemacht, was wären so drei Stichworte dazu? Und an erster Stelle wäre tatsächlich KI. Im Guten wie auch im Schlechten, leider. KI ist im Einsatz in der Plattform drin. Also wir sehen immer mehr KI-gesteuerte Funktionen, der Algorithmus ist KI-gesteuert. auch so Sicherheitsmechanismen sind sehr, sehr viel KI dabei. Es ja Microsoft im Hintergrund und deshalb testen die das auch und führen das ein aus Effizienz, aber auch Interessengründen. Andererseits auch in den Inhalten sehen wir immer mehr KI. ⁓ Es ist spannend, ich bin kritisch, also ich nutze KI auch, aber ich habe da so eine kritische Position, die ich einnehme. Das Positive hast du bereits erwähnt. Es ist wirklich auch so, dass Personen, die sich früher nicht getraut haben, als sie gesagt haben, mein Deutsch ist nicht perfekt, ich kann nicht schreiben, ich habe keine Bilder, die kommen auf die Plattform. Und die haben eine Stimme und das finde ich aus Inklusionsgründen ganz, ganz toll. Die Gefahr ist aber, und das ist das, was wir leider vermehrt sehen, ist, dass die Person einfach ChatGPT, ⁓ einfach eine KI nennen, fragen, Hey, machen wir einen Inhalt zu diesem Thema und das Copy-Paste reintun. Das finde ich schlecht, weil wir quasi keine Stimme mehr haben, weil wir alle gleich klingen und weil so kein Vertrauen aufgebaut werden kann. das wäre Punkt Nummer eins, wäre bei mir KI. Nummer zwei ist das, worüber alle sich Sorgen machen, hey, meine Reichweite ist im Keller. Und es ist tatsächlich so, dass wir weniger Reichweite haben, von Jahr zu Jahr immer weniger. Was aber viele nicht sehen, ist, dass wir eine gezieltere Ausspielung unserer Inhalte haben. Das heisst, die richtigeren Menschen, also die Treffgenauigkeit der Zustellung der Inhalte ist erhöht. Die richtigen Menschen sehen unsere Inhalte. Also ich sage weg von... Ja, genau. Genau. Fabienne & Chantal: Die Kommunikation ist effektiver und weniger Streuverlust in diesem Sinne. Antonella Di Iorio: genau. Früher ⁓ es hauptsächlich Netzwerk gesteuert und einfach so Giskannen Prinzip. Jeder hat das mal gesehen und heute ist es wirklich relevanzgesteuert und das wäre so, das führt mich zum dritten Begriff, dass wirklich die Richtigen das sehen. LinkedIn schaut weniger auf unser Netzwerk und mehr auf unsere Interessen und deshalb werden die besser ausgespielt. Und für alle die, die sagen, Oh, meine Impressions sind viel weniger geworden, dann sage ich immer, schau auf die Engagement Rate. Also schau, wie ist das der Person, ⁓ also wie ist das Verhältnis der Interaktion zu den Personen, das sehen. Weil wir können ein Stück weit nicht beeinflussen, wie viele Impressions es gibt. Impression heisst, wie oft wird unser Beitrag jemanden gezeigt im Feed, wenn wir aber gute Inhalte werden die Personen, die es sehen darauf reagieren. Und das ist die Engagement Rate, wie viele, also wenn ich von Interaktionen rede, liken, teilen, kommentieren. Und da ist das Verhältnis sehr schnell sichtbar. Okay, war das jetzt relevant oder war das weniger relevant? Fabienne & Chantal: Mhm. Okay, also sehr spannend für mich jetzt auch viel Neues, was ich wirklich auch noch nicht so gewusst habe. Ich glaube, wenn man sich da nicht täglich damit befasst, das ist ja für mich wie ein Tool einfach, eben unsere Inhalte anzubringen. Aber als ich, dass wir das wirklich von dir mal hören, eben es geht heute mehr darum, dass die richtigen Menschen das sehen. Oder ich fand auch ein spannender Aspekt, dass du gesagt hast, es geht nicht mehr so sehr das Netzwerk, das man hat, sondern mehr um die Interessen. Steuert du das dass du ganz bewusst Seiten folgst oder Dinge mit den Themen interagierst, die du in deinem Feed ziehen möchtest? Antonella Di Iorio: Also Punkt Nummer eins ist eigentlich eine klare Positionierung, das heisst du steuerst es durch allem was du tust. Der neue LinkedIn-Algorithmus heisst 360Brew, also holistisch 360 Grad analysierend, braut er uns quasi was zusammen, er analysiert, was steht in unserem Profil. Das heisst, ich bin Expertin, Experte oder Fachperson, Spezialist für was. Dann analysiert es, wer ist in unserem Netzwerk, mit wem interagieren wir, welche Inhalte publizieren wir und welche Kommentare teilen wir. Und anhand von dem alles macht es sich so ein Bild und sagt, okay, Antonella ist Expertin für ... Das heisst, wenn ich jetzt plötzlich anfange zu sagen, ich habe ein neues Hobby für mich entdeckt, ich mache jetzt eine spezifische Yoga-Art und voller Freude, dass auch teile, ist das nicht wirklich zielführend, weil LinkedIn sagt jetzt Moment, in deinem Profil steht jetzt Marketing und LinkedIn und jetzt fängst du an über Yoga zu reden. Eine klare Positionierung und ein professionelles Profil und überlegte Aktionen sind eigentlich der dazu. Für mich geht es gar nicht so um Algorithmus-Hacks. Also es ist wichtig, dass wir wissen, wie funktioniert das natürlich. Was ich sehe, dass auch früher, also das hat sich nicht verändert. Wenn ich weiss wer ich bin, wenn ich meine Botschaften kenne und wenn ich weiss wen ich erreichen will, dann werde ich Erfolg haben. Was der neue, dieser neue 360Brew macht, es ist viel intelligenter als frühere der früheren Algorithmen und zwar er hat ein semantisches Verständnis. Früher war es wirklich Keywords und jetzt kann es wirklich zwischen den Zeilen lesen und analysiert das nicht nur unsere Inhalte, sondern alles, auch unsere Kommentare, die werden immer wichtiger. Fabienne & Chantal: finde ich jetzt auch etwas sehr wichtiges, also im Sinne von man muss sich schon auch überlegen, wo gebe ich quasi meinen Kommentar hin, gebe ich meine Stimme hin, weil mir das dann auch mir angezeigt wird, bzw. der Algorithmus sich das auch merkt. Finde ich sehr spannend. Was du vorhin auch gesagt hast, es ist eher interessensabhängig, ein Stück, ⁓ interagiere ich selber auch mit den Menschen. Das heisst, es erinnert mich auch ein bisschen an Instagram. Ist das so bisschen eine Annäherung? Weil ja auch Videoformate mehr kommen, habe ich so das Gefühl, auf LinkedIn, was früher eher Textbild war, wie siehst du das? Antonella Di Iorio: sehe schon grossen Unterschied in der Tatsache, dass wir auf LinkedIn auch wirklich unsere Profile haben, denen unser Leben drin steht und Unternehmen drauf ist. LinkedIn schielt immer so bisschen zu TikTok rüber. Das klingt jetzt eigenartig, aber Video versucht neue Jüngere auf die Plattform zu bringen und diese Video-Feed oder diese Funktion, die wir im letzten Jahr gesehen haben, aktuell weniger, die werden jetzt getestet in anderen Ländern. Wir haben dieses Video-Feed nicht mehr. Man hat so bisschen gemerkt, man hat zu TikTok rüber geschielt. LinkedIn hat halt sehr viele verschiedene Interessen, sehr viele Gruppen, Einnahmequellen. Die Haupteinnahmequelle sind Recruiters. dem Recruiter Tool, also eine Plattform auf der Plattform, die die Profile analysiert und die Möglichkeit gibt, richtigen Kandidaten zu bringen, aber auch der Sales Navigator für Verkaufsgruppen oder auch die Premium-Profile. Da gibt es auch verschiedene. Es gibt Premium Career, Premium Business, neu Premium All-in-One seit ein paar Wochen für, spezifisch für Selbstständige. Also diese Einnahmequellen sind auch da und das wirkt wie Und für LinkedIn super wichtig ist, ist vertrauenswürdig zu bleiben, weil eine auch eine grosse Einnahmequellen sind, die Anzeigen die Ads, die von den Unternehmen kommen. Fabienne & Chantal: Okay, sehr spannend. Wenn du jetzt in diesem Jahr nochmal ganz von vorne anfangen würdest mit deinem Profil, worauf würdest du jetzt achten? Also wenn jetzt jemand zuhört und sagt, mein LinkedIn-Profil habe ich schon lange nicht mehr aktualisiert, was müsste diese Person im Blick haben, ⁓ da wirklich jetzt durchzustarten ein Stück weiter? Antonella Di Iorio: ist die Frage hat diese Person Recruiter oder hat diese Person Fokus Personal Branding, Kundenakquisition. Das ist dann unterschiedlich, was man da optimiert. ⁓ glaube, bevor ich starte, würde ich einen Schritt zurückgehen und das wäre das, was ich mit meinen Kunden auch mache und sage, ok, wofür stehst du? Was ist deine Expertise? Wen möchtest du ansprechen und wenn es dir gelingt: Was ist passiert? Was haben die denn tatsächlich gemacht? Dann, welche sind deine Themen? Welche sind deine Säulen? Und wo kannst du interagieren? Wenn ich das habe, weiss ich genau, wohin ich gehe und lasse mich nicht blenden, beeindrucken, verwirren, durch Trends die reinkommen. Und dann würde ich anfangen, dass Profil zu reviewen und das Profil aufzusetzen Schritt für Schritt gehen, also ein Bild, wirklich dich zeigt, so wie du halt im Arbeitsleben auch bist. Ich hatte mal einen Zahnarzt, der mit mir sein Profil optimiert hat und er hat mich gefragt: Soll ich einen Kittel anziehen? Und dann habe ich gesagt, Francesco, wann hast du das letzte Mal einen Kittel angezogen? Er sagte, Woah ich glaube, das war im Studium. Ich so, Hey wie bist du denn mit deinen Kunden? Dann sagte er, Ja ich habe da ein Poloshirt mit meinem Logo. so: Ja, dann dann würde ich damit gehen, dann würde ich so gehen. Also dieses authentische, natürlich professionell, ich würde Geld investieren und das bei einem professionellen machen lassen, dass man dich erkennt, dass du da wirklich wirkst als Mensch. Dann würde ich einen guten Hintergrundbild machen. Ich würde mir überlegen, wofür stehe ich und die Headline optimieren, natürlich denn die klassischen Bereiche, was habe ich bisher gemacht. Ich würde den Fokus auf den Infotext und da auch wirklich überlegen, was die Personen wissen. würde ich zum Beispiel Infocus nutzen. Das finde ich ganz toll, das ist Bereich, das ich anpinnen kann. Da kann ich interne, also LinkedIn-Beiträge, Artikel, aber auch externe da anpinnen und die leben dann wie länger. Ich glaube, das wäre es zum Start. Und mich einfach durchführen lassen. Habe ich spezielle Projekte gemacht? Gibt es Organisationen, in denen ich bin? Also es gibt ganz, ganz viel, was aktualisiert werden kann. Das würde ich machen und dann würde ich kontinuierlich mein Netzwerk festlegen. Also erweitern, festlegen mit wem ich mich. Dann eine Kadenz festlegen, wie oft möchte ich Beiträge publizieren. Ich würde, bevor ich starte, drei Beiträge in der Schublade haben, damit ich nicht unter Druck komme und sage, ich muss jetzt LinkedIn-Beiträge publizieren. Und vor allem, ich würde auch wie im Leben mit anderen reden. Das heisst mitwirken, in Dialog gehen, interagieren. Die Kommentarfelder und mich da so als Mensch auch zeigen. Fabienne & Chantal: spannend. Ich finde das authentisch sein. Ich glaube schon auch, dass ist sehr wichtig dass man nicht das Gefühl hat, muss irgendeine Rolle ausfüllen auf LinkedIn, dann Off Internet quasi nicht, der man nicht standhalten kann. Was hast du das Gefühl, was ist wichtiger? Ist wichtiger zu interagieren oder selber Beiträge zu publizieren? Was ist heute wichtiger? Antonella Di Iorio: Kein Ahn. Ja. Beides, also für mich tatsächlich beides. Meine Beiträge führen dazu, dass die Personen mein Wissen, dass ich meine Expertise teilen kann, dass sie mich sehen, dass sie mich spüren, dass sie wissen, dass ich ihnen was mitgeben kann, dass ich sie inspiriere, informiere, unterhalte und die Kommentare sind extrem wichtig für mein Netzwerk, weil die das sehen, aber auch fürs erweiterte Netzwerk. In den Kommentaren kann ich mich auch zu Themen äussern, die nicht zu meinem Fachgebiet gehören. Also ich bin auch Mutter, ich bin auch Fahrradfahrerin und da habe ich eine Meinung, das kann ich reinbringen. Ich kann meine Werte sehr stark reinbringen. Und es gibt ganz, ganz tolle Kollegen, die eine super Arbeit machen. Und auch da finde ich, muss nicht alles meine Inhalte sein. Wenn ich das kommentiere, landen diese Inhalte auch im Feed meiner Kontakte und Follower mit meinem Kommentar drunter. Und auch da ist es eben wie im Leben, sich zu unterstützen. Beides. Fabienne & Chantal: möchte da auch noch einmal einhaken bei der Authentizität und den Bogen noch einmal machen auch zur KI. Du hast es eben schon angesprochen, es ist wirklich eines dieser drei Begriffe, die du nennen würdest auch für 2026. Ich glaube dass, also erstens mal, wenn man das mal ja ein bisschen erkannt hat, was sind KI-generierte Texte und was nicht, dann kann man das fast nicht mehr übersehen, finde ich. Und es ist dann immer so, denkt man sich so, ja, hätte man auch mal noch so ein bisschen Mühe geben können zumindest. Antonella Di Iorio: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Fabienne & Chantal: ein paar Dinge anzupassen oder einfach auch noch die eigene Stimme da reinzugeben. Umgang empfiehlst denn du mit der KI? Ich meine, es ist ein Tool, das wir nutzen können, wie wir es gesagt haben, das auch vielen Menschen nutzen kann und ich finde das wirklich wertvoll. Aber was empfiehlst du im Umgang mit der KI, wenn man das nutzen möchte für LinkedIn? Antonella Di Iorio: Mhm. So. zuerst behalte deine Stimme, also lass nicht die KI für dich reden, weil das macht uns seelenlos, auswechselbar und baut kein Vertrauen auf. Und trotzdem, es ist ein wichtiges Tool, es wird immer weiterentwickelt und die KI, ich empfehle sie einzusetzen für Recherchen, also wenn es darum geht, was gibt es da, Pros und Cons, was gibt es ⁓ Ansichten, was könnte ich hinzufügen, für Strukturierung, wenn man merkt, okay, ich habe einen Beitrag mir aus dem Bauch geschrieben, aber der ist jetzt so ein bisschen, ⁓ könnte es ein bisschen hinbiegen und vielleicht ⁓ gewisse Formulierungen mal zu schleifen, so ein bisschen anzupassen. Was ich nicht tun würde, ist, die KI zu bitten mir einen Beitrag zu machen oder, was auch sehr gefährlich ist, ich nehme meinen Beitrag und das gebe ich in die KI rein und sage, optimiere mir das. Weil das Resultat ist ungefähr das Gleiche. Wofür ich es auch nutze, also meine Muttersprache ist italienisch und obwohl ich super viel auf Deutsch arbeite, habe ich halt so gewisse Dinge, bei denen ich mir unsicher bin und das mache ich auch. Ich frage aber ganz, ganz spezifisch, kannst du mir die grammatikalischen Fehler da, kannst du mich darauf hinweisen, kannst du mir auflisten und lass es mir nicht umschreiben. KI-Inhalte macht uns viel schneller, das stimmt und ist nicht mehr wegzudenken. Reine KI-Inhalte, kopierte Inhalte performen viel schlechter auf der Plattform. was ich... Ja, die gibt es. Es gibt tatsächlich Zahlen von Richard van der Blom gibt es Zahlen, wie Bilder und wie Inhalte performen. Fabienne & Chantal: Also gibt es Zahlen dazu, wirklich? Also ist das selber gemerkt oder gibt es auch Studien? Antonella Di Iorio: gibt's und ich glaube, dass sind so zwei verschiedene Punkte. Eineseits das, was du sagst, wir erkennen uns in einer Welt, in der... Oder wir haben da alle diese Emoticons am Anfang von einem Satz. Fabienne & Chantal: dann drei Stichworte nacheinander. Impuls, Impression und irgendwas noch dazu. Das würde kein Mensch machen. Antonella Di Iorio: Genau. genau, genau. Wir erkennen das. genau, erkennen wir und dann würden wir sagen so, hat sich die Person nicht mal, also nicht mal die Zeit genommen und einen Beitrag zu schreiben, soll ich das kommentieren? Und es gibt einen neuen Trend. Ihr habt vorhin zu Trends gefragt und den mag ich überhaupt nicht. Und zwar ist es ein Beitrag zu nehmen, in eine KI reinzukopieren und zu sagen, schreib mir einen Kommentar dazu. Das sind diese ellenlange Kommentare, bei denen die Person, oder die KI, die Personen kopieren es nur, die KI den Beitrag zusammenfasst, einen Punkt rausnimmt und sagt, das finde ich besonders wichtig und dann überschwinglich sagt, hey, du bist der Tollste oder die Tollste. Das baut auch Vertrauen ab und da hat LinkedIn vor zwei Wochen in einem Post gesagt, das werden wir bekämpfen, wir wollen echte Diskussion. Und sie haben wirklich bewusst gesagt, es wird drei Schritte geben und zwar diese Inhalte werden nicht mehr, also diese Kommentare, sollen diese KI-Kommentare nicht mehr in diesen Most Relevant drin sein. Schritt Nummer eins, Schritt Nummer zwei, also wenn sie entdeckt werden, da braucht natürlich 360Brew ein bisschen Zeit, aber es wird immer besser. Nummer zwei ist es so, dass nur unsere Kontakte Kommentare sehen. Das heisst, wenn ich kommentiere, weil ich entdeckt werden möchte, vielleicht im Netzwerk des Creators, ist das weg. Und Nummer drei, sagt LinkedIn, wenn ihr das vermehrt tut, dann werden wir das Profil einschränken. Was konkret, haben sie nicht gesagt, aber es gibt immer öfters Personen, deren Profil blockiert wird. Also man redet von einem sogenannten LinkedIn-Jail. Bei dem ich plötzlich nichts mehr machen kann für eine gewisse Anzahl Tage. Und das wird halt vermehrt kommen. Was sie auch bekämpfen sind, ist alles, was mit Automation zu tun hat. Auch irgendwelche uns diese LinkedIn-Reise schneller und effizienter machen sollen. Auch das hat LinkedIn nicht gerne. Es geht wirklich um Mensch zu Mensch-Interaktion, um Austausch. Find ich gut, übrigens. Fabienne & Chantal: Ja, ich auch. Ich bin froh, ehrlicherweise, weil ich schon auch, wenn ich auf LinkedIn bin, manchmal die Texte lese oder das so durchgehe und auch ganz viele Menschen sehe, die zuvor vielleicht gar nicht so viel gepostet haben und jetzt plötzlich wirklich täglich Dinge raushauen und dann auch inhaltlich sehr seicht werden, wo ich dann einfach finde, hey also für mich ist LinkedIn wirklich immer noch ein Ort, wo ich mich gerne über Antonella Di Iorio: Mhm. Genau. Fabienne & Chantal: Dinge unterhalte, die ein bisschen weitergehen, als einfach an der Oberfläche zu kratzen. Ich weiss nicht, wie du das siehst. Oder weisst du, wie tief sollte man da gehen, vielleicht auch, als Frage? Also wie viel Recherchearbeit soll man da reingeben? Kannst du da vielleicht auch so Zahlen nennen, weisst du, für einen Beitrag? Wie viel Zeit sollte man da mindestens? so. ⁓ Antonella Di Iorio: und so. Schwierig. du gibt Beiträge, ich habe zum Beispiel ein Training, da schreibe ich mir zwei Sätze, sobald es fertig ist, ich dahin und schreibe ich das. Das sind die guten, die aus dem Bauch kommen. Ich sage, Mensch das muss ich jetzt schreiben, weil das hier erleben auch viele. Es die Knurzigen, ⁓ wo ich das Gefühl habe. längere Bei Artikeln nehme ich mir auch viel mehr Zeit. Ich habe jetzt mit einem Newsletter gestartet und da ist mein Anspruch wirklich zu einem Thema vertieft Wissen zu teilen. Zahlen sind schwierig. Also alles zwischen viertel Stunde und eine Stunde für einen Beitrag. Also es ist unterschiedlich. Es kommt darauf an. Fabienne & Chantal: es Mythen, rund um LinkedIN, die du immer wieder musst? Oder sagen musst das stimmt gar nicht, aber das hält sich nach Hartnäckigkeit. Antonella Di Iorio: gibt es. Es gibt viele. Wenn man die alle so ein bisschen zusammenfasst, geht es darum, hauptsächlich, dass die Personen den Eindruck haben, ich muss da gar keine Zeit investieren, ich kann einfach da schnell durch. Also die werden dann alle bekämpft von LinkedIn. Also für mich, was ich wirklich nicht ausstehen kann, sind diese Engagement Pods. Ich weiss nicht, ob ihr von denen gehört habt. Das sind Personen, die sich zusammentun ursprünglich und sagen, ach komm, lass uns unterstützen, weil wir starten bei LinkedIn. Das geht aber weiter, dass es Geschäftsmodelle sind. Also das sind wirklich Systeme, die dein Profil übernehmen, Chantal und dann in deinem Namen bei irgendjemand anderes kommentieren. Fabienne & Chantal: habe ich noch nie gehört. Krass, okay. ⁓ Antonella Di Iorio: Und überlegt dir das mal, das heisst jetzt plötzlich ein potenzieller Kunde von dir sieht, dass du irgendetwas Seichtes, um dein Wort zu nehmen Fabienne, weil es ist wirklich so, weil es sind meistens KI generierte Inhalte, bei jemand anderem Genau, da hat LinkedIn auch gesagt, hey, Engagement Pods verboten. Dann geht es weiter und das ist ein neuer Trend, den ich auch nicht ausstehen kann. Leider machen das zum Teil auch gute Creators, weil sie gerne Reichweite hätten. Kommentiere X um Y zu kriegen. Kennt ihr das? Also, Fabienne & Chantal: genau, das habe ich auch schon mitgemacht und dann gemerkt, nein. Nein, das kenne ich nicht. Das musst du mir erklären. Antonella Di Iorio: Also du hast ein Problem zum Beispiel oder du sagst, ach, ich brauche zu viel Zeit, um LinkedIn-Inhalte zu kreieren. Und da sagt jemand, ich habe ein System, also meistens eine KI entwickelt, die einfach für dich, du gibst nur ein paar Themen rein und innerhalb von kurzer Zeit kreiert es dir super gute Beiträge und die postet es dann auch gleich noch für dich. Also ich mache jetzt einfach ein Video. Um das zu kriegen, musst du dich mit mir vernetzen. Also das gebe ich schon umsonst raus. zu kriegen, musst du dich eins mit mir vernetzen und zwei irgendein Keyword kommentieren. Checkliste, prompt, solution. Und das kommt leider immer mehr. Auch da hat LinkedIn gesagt, das wollen wir nicht, das werden wir tatsächlich bestrafen oder runterfahren und solche Dinge. Also Fabienne & Chantal: kenne es von Instagram natürlich. Wir machen teilweise einfach, ⁓ uns die Automation einfacher zu machen. Allem Menschen den Link automatisch rauszuschicken. Uns geht es da gar nicht darum, dass viele Menschen kommentieren, sondern mehr ⁓ für uns das zu automatisieren. Aber ich verstehe diesen Aspekt, dass das natürlich irgendwie die ⁓ Antonella Di Iorio: ⁓ Genau. Ja. Ja. Ja. Ja. Fabienne & Chantal: Relevanz von einem Beitrag ein bisschen wie verfälscht weil dann viele Kommentare da sind, die aber eigentlich inhaltlich leer sind. Antonella Di Iorio: Genau, und diese Beiträge landen dann bei uns und wir haben nicht viel davon. Übrigens, das ist auf LinkedIn verboten, also steht in den Richtlinien, jegliche Aktionen, die dazu führen, dass Interaktionen künstlich hochgefahren werden, sind verboten. Also Wettbewerbe sind auch verboten. Aber da wird LinkedIn bzw. 360Brew dann das Problem mit der Zeit lösen. Ich glaube, ⁓ wir denken, dass es eine Abkürzung gibt, dass wir nicht realisieren, dass es um Vertrauen geht. Fabienne & Chantal: siehst du LinkedIn-Agenturen, die für Menschen im öffentlichen Leben den Kanal übernehmen und dann auch Inhalte generieren, aber für diese Person im Namen dieser Person. Ich kenne das auch von ⁓ und Politikerinnen, die dann Kommunikationsassistentin haben oder eine Assistentin, die dann im Namen von ihnen ⁓ Antonella Di Iorio: Mhm. Fabienne & Chantal: Postings veröffentlicht auch auf LinkedIn. Wie stehst du dazu? Empfiehlst du das? Antonella Di Iorio: Also ich weiss dass es gewisse Personen gibt, bei denen es gar nicht möglich ist, dass sie diese Zeit investieren auf LinkedIn. Was ich hoffe, ist, dass die Assistenten oder die Kolleginnen und Kollegen irgendwelche Massnahmen haben, damit die Stimme der Person noch da ist. Das heisst zum Beispiel, dass diese in einer Pause einen Beitrag oder ihre Meinung in einem Voice-Mail oder so speichern und das daraus, dass das gemacht wird. ich bin natürlich für Persönlichkeit und Authentizität und ich finde, solange du es selber machen kannst, mach das. Aber es gibt natürlich Personen, die kaum Zeit haben. Dann hoffe ich aber, dass sie eine vertraute Person haben, die das für sie macht, sowie eine persönliche Assistentin Mailbox, Mails beantwortet. da, also dass sie nah dran sind, weil ich schon von Personen gehört habe, die gesagt haben, ich habe dieser C-Level-Personen was geschrieben und da kam eine Antwort, so, häh das ist er nicht. Da ist so bisschen eine Gefahr da, so ein Vertrauensverlust. Fabienne & Chantal: Auch wieder, das kann ich nachvollziehen. Aber ich finde es jetzt noch spannend, dass du sagst, ja, kann schon auch funktionieren, aber muss eben halt gut passen. Also dass die Stimme dann noch da ist oder auch die Meinung dann wirklich auch so entsprechend in der Person ist und es nicht einfach irgendwie, ja, irgendetwas ist am Ende des Tages. Also mit Voice, wenn ich eigentlich noch eine spannende Variante, oder? Dass man sagt, man nimmt das irgendwie auf und dann kann der Assistent oder die Assistentin dann daraus einen Beitrag machen. Antonella Di Iorio: Kanal. Ja. Hm. Fabienne & Chantal: Lass uns vielleicht noch kurz auf das Thema Monetarisierung und Business Impact eingehen. Gibt es denn so wirklich messbare KPI's und Dinge, die man messen kann, um zu sagen, hey, LinkedIn, das lohnt sich für mich oder vielleicht eben auch für mein Unternehmen? Antonella Di Iorio: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Fabienne & Chantal: Oder vielleicht auch gerade bei grösseren Unternehmen finde ich auch immer spannend, wenn man dann die Mitarbeitenden ja auch vielleicht wirklich dazu animiert auch über das Unternehmen zu schreiben. Kann man das messen, was das für einen Effekt hat auf das eigene Business? Antonella Di Iorio: Mhm. Ja, das heisst, was viele in der Vergangenheit genommen haben, also diese Gespräche habe ich auch mit Unternehmenskunden, die ich länger begleite, die mit Corporate Ambassadors arbeiten, die sagen, die Impressions gehen runter. Also die Qualität seiner Inhalte ist nicht mehr so gut. Also auf Impressions und auf Likes würde ich nicht mehr sehen. Ich würde erst mal gucken, was sind meine Ziele? es jetzt beim Unternehmen ⁓ Leads geht oder wenn es darum geht, dass sich mehr Personen bewerben, da wirklich diese konkreten Ziele anschauen. Wenn es Thema Karriere ist, wie oft spricht mich ein Recruiter an? Schlussendlich gibt es auch Faktoren, die für alle wirken. Wie wächst mein Netzwerk? Wie hoch ist Engagement Rate, wenn ich was publiziere? Für die Analyse wie meine Inhalte sind, hat uns LinkedIn neue Analysemöglichkeiten gegeben und zwar, wie viele speichern unsere Inhalte und wie viele leiten es weiter und wie viele schauen sich unser Profil an. Also diese Dinge. Ja, unterschiedlich. Unterschiedlich, was man da erreichen will für Unternehmen, wie viele Follower habe ich auf der Unternehmensseite. sind die Aktionen daraus? Wenn ich es strategisch mache, wenn ich mir Ziele setze, kann ich es messen. Aber ich würde wirklich sagen, verabschiedet euch von Viralität, von Impressions, sondern geht darauf Kontakte. Also Interviews zu Podcasts, Kontaktnamen von Journalisten, Podiumseinladungen, Kontaktanfragen. ⁓ Netzwerkeinladungen, das alles, je nachdem, was mein Ziel ist. Aber ich sage jaein, weil es vielleicht langfristig wirkt und ich nicht in diesem Moment das dann wirklich analysieren kann. Fabienne & Chantal: Mmh. Das finde ich spannend. Was empfiehst du zum Beispiel bei KMUs, die jetzt 50 bis 80 Mitarbeitende haben und die dann wirklich auch LinkedIn für sich nutzen wollen? Müssen sie da ein Reglement aufstellen für die Mitarbeitenden, was da gewünscht ist oder nicht? Oder kann da jeder Mitarbeiter machen, was er möchte? Antonella Di Iorio: Mhm. Mhm. Mhm. Das ist eine sehr gute Frage. Chantal ich habe alles gesehen. Ich habe Unternehmen gesehen, die drei Seiten Social-Media-Richtlinien haben, die dazu geführt haben, dass die Mitarbeiter sich totstellen. Mundtot sind und nichts mehr machen und nichts falsch machen. Ich hatte auch Unternehmen, die auf mich zugekommen sind. Da ein spezifischer Fall, die unsere Kollegin die hat Zeug gepostet Das einfach nur peinlich. Fabienne & Chantal: Ja, die Beforderung. Antonella Di Iorio: Ich glaube, das lässt sich lösen, indem man die Mitarbeiter schult und ihnen aufzeigt, wieso ist LinkedIn wichtig, wie sie ihre Personenmarken aufbauen wollen. Es gibt Unternehmen, die das gut machen und sagen, es ist einer Seite, wenn du mein Logo verwendest, gibt es diese Richtlinie. Oder wenn mein Logo drin ist, dann möchte die Kommunikationsabteilung das sehen. da gibt es Unterschiede. unterschiedliche Regeln. Ich würde nicht zu weit gehen, weil sonst schlussendlich ist es ihr Profil. Also schlussendlich können sie tun, was sie wollen, wenn sie sich aber bewusst sind, dass alle das sehen. hatte letztens jemand, die Person hat gesagt, woher weisst du, dass ich das kommentiert habe? Und ich so, hey, das ist öffentlich sichtbar. Ich kann auf die Aktivitäten einer Person gehen, mit der ich nicht vernetzt bin und ich sehe das. Und er so, ups, mir wo. Ich glaube, wenn ich weiss, was das für Folgen hat und wie das funktioniert, dann passiert das viel weniger. Und dann genügen irgendwie vielleicht fünf Regeln. Was erwarte ich? Keine Kundenbilder, ausser wir haben das abgemacht. Da muss jeder das für sich anders machen. Aber zu viele Regeln führen dazu, dass ich gar nichts mehr mache und zu wenig Regeln verunsichern vielleicht auch. Fabienne & Chantal: Ja, genau. Also dann eher einfach kurz und knapp die wichtigsten Regeln und dann vielleicht eben ein Training, ⁓ den Mitarbeitenden zu zeigen, wie können wir das anwenden oder wie agiert man da, damit sie so bisschen geschult und sensibilisiert auf das Thema sind. Antonella Di Iorio: Ja. Genau. Ja. Genau. Genau. Und auch Unterstützung geben, weil viele, also das Gefühl, dass ich am häufigsten antreffe in Gruppen-Trainings, ist Unsicherheit. Sie haben Angst, sie möchten nichts Falsches machen und zum Teil wird mir das erst in der Kaffeepause gesagt, hey, ich möchte mich da nicht blamieren, das ist etwas, mitkommt, weil alle sehen, das ist grösste Business-Netzwerk der Welt. Und da von der Kommunikationsabteilung, Social Media Verantwortung, wer auch immer, zu sagen, hey, kann sie jederzeit zu mir kommen? Fabienne & Chantal: Wichtiger Punkt. Antonella Di Iorio: Oder dieses Buddy-System, was ich wirklich schätze, zwar sich wirklich zu sagen, hey, du liest meinen Beitrag, ich liest deins und dann können wir so Reality-Check machen. Gibst du mir ehrlich Feedback dazu? Das hilft auch, dass die Personen mutiger sind und dann auch trauen, was zu Fabienne & Chantal: Ja. Antonella Di Iorio: schreiben. Fabienne & Chantal: total wichtiger Punkt, dass eben zum Beispiel die Kommunikationsabteilung oder Marketingabteilung die Türen öffnen und sagt, wenn etwas ist oder wenn du Feedback brauchst, dann kannst du jederzeit kommen. Ich denke mir schon auch, es ist ja erschreckend manchmal, wenn dann zum Beispiel plötzlich Hate-Kommentare kommen oder so. Ich hatte das auch mal bei einem Beitrag, wo plötzlich dann wirklich so ganz eine Gruppe Menschen auf das Profil kam und dann über diese halt immer mehr, die dann gar nicht einverstanden waren mit dem, was ich gesagt hatte damals. Antonella Di Iorio: Genau. Fabienne & Chantal: Das ist schon einschüchternd. Ich denke mir, ich bin für mich verantwortlich, auch mit meiner Schwester zusammen. Aber wenn man dann in einem Unternehmen ist, dann kann es plötzlich auch wirklich so, dann hat man vielleicht auch wirklich Respekt davor, dass dem Unternehmen dann mitzuteilen oder so. Dass man das schon präventiv, wie sagt, wir sind für dich da. Und wenn mal was ist, dann komm auf uns zu und wir lösen das gemeinsam. Wirklich ein ganz, ganz wichtiger Punkt. ⁓ Antonella Di Iorio: Mh. Hm. Unbedingt. Wenn du sowas hast, melden. Die Person blockieren, melden. Es gibt so eine Funktion, dass LinkedIn melden, Screenshot machen. Und ich hatte auch sowas ganz Eigenartiges, was nicht zum Thema ... Du kannst sie löschen. Du kannst die Kommentare unter deinem Beitrag löschen, über die drei Punkte löschen. Das würde ich auch tun. es einfach voll den Fokus, weil es einfach fehl am Platz ist. Ich würde es aber LinkedIn melden, auf jeden Fall, weil die dann blockiert werden. Fabienne & Chantal: Ja, finde ich auch wichtig, der Hinweis. Ich glaube manchmal kommt das dann so urplötzlich und es wird so schnell sehr persönlich dann auch. Und ich habe schon auch das Gefühl, dass die Stimme draussen im Internet schon ein bisschen rauer ist, als man sich im echten Leben begegnen würde. Und deswegen, ich glaube schon, dass das auch immer mitgedacht werden darf von Unternehmen, Antonella Di Iorio: Ja. Mhm. Fabienne & Chantal: Was passiert, wenn das passiert, was machen wir dann quasi auch um die Mitarbeitenden zu schützen. Antonella Di Iorio: Ja, unbedingt, Unbedingt ist Ich habe mal jemanden gehabt, eine Person, die ich überhaupt nicht kannte. Und ich habe da über die Chancen von LinkedIn geredet und der hat irgendwie drauf kommentiert, was für ein Scheiss, irgendwie so, was für ein Scheiss, wirst du eigentlich für LinkedIn bezahlt für so was? Und ich habe einen Beitrag daraus gemacht, weil ich fand, das ist so wichtig. Fabienne & Chantal: Ja, ach, Antonella Di Iorio: rauszugehen, natürlich die Person anonymisiert, obwohl er es verdient hätte, aber mache ich nicht, das ist Haltung. Ihm einfach so ein Clown-Bild da draufgetan, sein Name weggesteckt und da einen Beitrag darüber gemacht. Und die Rückmeldungen waren wirklich toll, weil viele Personen gesagt haben, hey, danke. Und ich habe aufgezeigt, was machst du, wenn dir sowas passiert? Weil es ist wirklich... Fabienne & Chantal: Mmh. Das können wir vielleicht auch noch verlinken in den Show notes, wenn dieser Beitrag noch da ist. Vielleicht ist es auch spannend für unsere Hörerinnen und Hörer, das dann auch mal anzusehen. Direkt bei dir finde ich jetzt, weil das schon sicher auch ein Thema ist, dass eine grosse Hemmschwelle sein kann, um sich zu zeigen. Antonella Di Iorio: Ja, ja, kann ich dir geben. Mhm. Ja, ja, ja, Machen wir gerne. Wobei ich sagen muss, Fabienne, ich bin wirklich schon sechs Jahre LinkedIn-Trainerin und das ist mir wirklich zweimal passiert. Einmal jemand, die Person, der ich kommentar hatte, nichts mit dem zu tun gehabt, die Person wollte, hat irgendwie LinkedIn mit, ach, keine Ahnung, mit einer Dating-Plattform und dann ist es wirklich, ganz doof. Das habe ich gelöscht und einmal diese Person. Also so häufig ist es wirklich zum Glück nicht. Wahrscheinlich kommt aber auch darauf an, welchem Bereich ich mich bewege und wenn ich so Sachen höre wie das, der Chantal passiert ist, finde ich, geht gar nicht. Geht gar nicht. Melden. Fabienne & Chantal: Aber wie du das sagst, es ist ja dann viel der kleinere Teil und dann vielleicht auch wieder so der Hinweis, hey, es gibt so viel positiven Austausch auf diesem Netzwerk und es lohnt sich wirklich und eben was da negatives passiert, ist so ein kleiner Teil. Bei mir ist es auch wirklich in den letzten jetzt sieben Jahren seit unserer Selbstständigkeit auch nur einmal passiert und daher wirklich und man hat ja dann trotzdem, wir kennen es ja, wir fokussieren uns dann immer auf darauf oder das läuft mir viel mehr nach als all die positiven Antonella Di Iorio: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Natürlich. Fabienne & Chantal: Rückmeldungen, kamen. Aber vielleicht wirklich da auch den Fokus wieder darauf zu legen, es lohnt sich wirklich und es ist ein schöner Austausch, normalerweise LinkedIN. ⁓ Antonella Di Iorio: Ja, ja. Und es ist wirklich so, wie du sagst, haben wir 20 super positive Rückmeldungen von Kunden. Ich denke, gut, und dann ist weiter. Und dann sagt jemand etwas kritischer, du hättest das ein bisschen. Dann denkst du, ⁓ leider. Fabienne & Chantal: Ja, Absolut. Vielleicht noch eine letzte Frage. Was sind deine Prognosen für 2027? Wir sind im Jahr 2026, aber das Jahr geht relativ schnell vorbei. LinkedIn ist wahrscheinlich schon in Planung für 2027. Was die da noch so Antonella Di Iorio: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Fabienne & Chantal: werden an Features, was wichtig wird, vielleicht weniger, magst du dich da ein bisschen aus dem Fenster lehnen? Antonella Di Iorio: Schwierige Frage, die dann Ende 2027 wieder rausgeholt wird. Ich versuche es. Jahr für Jahr haben wir sehr viele Veränderungen. In 2024 und 2025 gab es bis zu 200 grosse und kleine Veränderungen auf der Plattform. Das heisst, auch wir Trainer müssen vernetzt sein untereinander. Wir entdecken das zum Teil, weil LinkedIn kommuniziert nicht wirklich viel. Der Trend geht aber Richtung mehr KI. Also das glaube ich definitiv, dass KI-Unterstützend zum Beispiel für die Jobsuche kommen. Ich habe gehört, den angelsächsischen Raum werden da schon Sachen ausgerollt. Ich glaube, LinkedIn wird weiter versuchen, gegen diese Automationen zu kämpfen. Und ⁓ Eben zu diesen KI-Kommentaren, Engagement Pods, Fake-Profile. Wegen den Fake-Profilen glaube ich, dass wir etwas stärkeren Druck seitens LinkedIn erhalten für die Verifizierung. Die Verifizierung der persönlichen Profile, die Verifizierung der Unternehmensseite, ist leider, das finde ich keine gute Entscheidung, aber die ist leider nur mit dem Premium möglich aktuell. Es gibt Verifizierung der Profile, da wird mehr Druck kommen. Die Arbeitsgeber verifizieren, also ich glaube die Verifizierung wird mehr sein, weil LinkedIn Sicherheit auf die Plattform bringen will. glaube, Premium wird mehr gepusht. Da sehen wir tatsächlich, dass die coolen neuen Funktionen kommen den Premium-Pakete. Ich glaube, dass wir uns Gedanken darüber machen sollten, auch zur organischen Reichweite vermehrt mit in dieser Strategie Ads oder Boosts von unseren Profilen einzuführen, von Profilbeiträgen, ich glaube das wird auch kommen. Und Videoformat, was wir jetzt aktuell noch nicht so sehen, das wird in anderen Ländern dann getestet. Ich glaube Video kommt auch vermehrt drauf. Das ist so denke ich aber schwierig. Fabienne & Chantal: Ja. aber mega, ich glaube schon auch so, mit dem kann ich mitgehen, was du auch vorhin so erzählt hast. Ich glaube, das erscheint mir schon auch realistisch. Dass wir uns jetzt schon Gedanken machen, wie können wir unsere Profile verifizieren? Wollen wir vielleicht doch wirklich ⁓ Professionalität auch nach aussen bringen im Sinne von Abos lösen, Beiträge pushen durch Boosts und so? ⁓ Antonella Di Iorio: Mh. Mhm. Mhm. Fabienne & Chantal: und Videoformate entwickeln halt auch für die Plattform. Also vor allem, ich würde wahrscheinlich da schon auch vor allem Unternehmen halt da in Zukunft sehen, die dann vermehrt einfach auf LinkedIn auch Videos posten. ich spannend. Antonella Di Iorio: Was nutzt ihr hauptsächlich so an Formaten? Was habt ihr gerne? Fabienne & Chantal: mag eigentlich ganz gerne Bild und Text. Das ist so mein Liebstes bisher. Und da habe ich ja auch mal einen ganz wertvollen Tipp von dir erhalten, weil ich ja das Foto als Foto hochgeladen habe oder den Beitrag. ⁓ man so durchscrollen will, das besser als PDF macht, das fand ich auch so. Das sind so Kniffs, die man einfach nicht kennt. deswegen, also wir haben uns auch schon überlegt, mit dir zusammen unsere Profile nochmal Antonella Di Iorio: Ich auch. Mhm. Mhm. Mhm. Fabienne & Chantal: professionalisieren. glaube, das würde uns auch gut tun. Auch hier nochmal ein Aufruf. Also Antonella kann wirklich helfen bei all diesen Themen und ich glaube, die Zukunft zeigt in diese Richtung und deswegen ist das immer wieder relevanter für alle Menschen, die professionell unterwegs sind. Genau, Antonella, wo finden unsere Hörerinnen und Hörer dich denn, wenn sie dich suchen? Antonella Di Iorio: Say again? Vielen Dank für den Shout Out. Hauptsächlich auf LinkedIn. Und ich habe eine Website, das ist Marketingcoa.ch. Und für alle die, die sagen, wir möchten mehr LinkedIn wissen, Fabienne & Chantal: Mhm. Antonella Di Iorio: haben, lernen und vertiefen. Ich habe neu im Januar ein LinkedIn-Newsletter lanciert, LinkedIn Strategy Boost. Und da tue ich einmal im Monat ein Thema in die Tiefe behandeln. Im Januar war das 360Brew. Im Februar war ein Thema, was nicht so sexy ist aber super wichtig, Sicherheit auf LinkedIn. Und da habe ich immer auch ein Fokus, was können Privatpersonen machen oder die mit Anzenprofilen und was können Unternehmen machen. Und das habe ich mir vorgenommen. Das war ein Ziel 2025, was ich aus zeitlichen Gründen nicht geschafft habe. Das werde ich jetzt durchziehen und Monat pro Monat dann da etwas in die Tiefe gehen, ein LinkedIn-Thema oder auch Marketingstrategien-Thema aufgreifen. Fabienne & Chantal: schön, das werden wir auf jeden Fall alles verlinken noch in den Show Notes. Dann ganz vielen herzlichen Dank für deine Impulse, deine Zeit. Schön, du da warst, liebe Antonella. Es hat sehr viel Freude gemacht mit dir. ⁓ Antonella Di Iorio: Super. Danke. Ich danke euch herzlich. Alles Gute und viel Spass mit LinkedIn. Macht's gut. Ciao. Fabienne & Chantal: Dankeschön! Tschüss!