Mark Dörner: Vertrauen fängt Podcast mit einem ganz besonderen Gast, lieben Freund Markus Lächelt. Ich begrüße dich. Marcus Lechelt: Hi Marc, schön dabei zu sein. Mark Dörner: Richtig cool, dass du dir die Zeit dafür nimmst. Es ist tatsächlich schon späte Stunde. Wir sind nach 10 Uhr. Aber wir beide haben mehr als genug zu tun und die Nummer war auch bisschen spontan. Insofern freue ich mich umso mehr, dass es klappt. Marcus Lechelt: Auf jeden Fall richtig gut. Zumal wir jetzt ein paar technische Probleme hatten. Das hat uns bisschen nach hinten geworfen, aber wir sind auf jeden Fall noch voll am Start, würde ich sagen. Mark Dörner: Das Fall Compatri-Style, würde ich fast schon sagen. wollten 8 Uhr anfangen. Jetzt ist es Viertel nach 10. Marcus Lechelt: Normal, das ist der spanische Style. Mark Dörner: Aber Leute, so geht es auch gerade aktuell insgesamt mit dem Podcast. Da muss ich kurz mal einhaken. Ich würde den ja voll gern alle zwei Wochen bringen. Und habe ich das letzte Mal, als ich mir Max Egga aufgenommen habe, auch so announced. Aber in der Zwischenzeit war ich eine Woche zum Sommerfest, glaube ich, in Meppen. Dann kurz daheim, dann noch mal eine komplette Woche. Wirklich 24-7 in der Produktion zum Aushelfen. An der Stelle vielen, vielen Dank für das Interesse. Vielen Dank für die wachsende Kundenzahl, die immer größer werdenden Warenkörper. Wirklich, sind absolut dankbar für das, was passiert. Aber wir haben so bisschen Probleme hinterherzukommen und stolpern da ein bisschen über die eigenen Füße. Wir stocken gerade die Kapazitäten schon auf. Aber da musste ich eben aushelfen. Dann habe ich die Woche drauf den Launch der Selective Range, zu der wir sicherlich auch noch kommen werden im Laufe des Podcasts, vorbereitet. und schwuppdiwupp ... ... sind einfach schon wieder die Wochen ... so ins Land gezogen ... ... und ich kam einfach nicht dazu. Und ganz ehrlich, ... die Produktion geht vor, ... die Entwicklung geht vor ... ... und das Tagesgeschäft, ... Kommunikation mit den Kunden und so weiter geht vor ... ... und so gern ich den Podcast habe ... und so gern ich ihn mache ... und so wichtig es mir auch ist, ... den abzuliefern. Seid gewiss, ... ... wenn der Podcast nicht kommt, dann liegt das weder an mangelndem Engagement noch an fehlender Lust, sondern tatsächlich immer an der Priorität, in der der Podcast leider etwas weiter hinten ansteht als unser Tagesgeschäft bei Supreme Bates. das ist das Wort zum Sonntag und dann habe ich noch mal ein. Falls du den Podcast jetzt am Donnerstag siehst, heute ist der letzte Tag, an dem du vor unserem Urlaub noch einkaufen kannst. Wir sind ab Montag im Urlaub, aber morgen, Freitag, ist der letzte Versandtag. Das heißt, heute ist der letzte Bestelltag, damit wir wirklich garantieren können, dass du dein Zeug bekommst, bevor wir zwei Wochen im Urlaub sind. Und jetzt widmen wir uns aber voll und ganz Markus, denn der hat einiges zu erzählen. Ich glaube, das wird ein sehr, sehr interessanter Podcast. Markus, du warst mit Kai vor knappen zwei Monaten oder vielleicht sogar fast schon ein bisschen länger. Anfang Mai, denke ich, war das war dir am Ballerton. Du hast eigentlich mehr oder weniger auf Ansage eine absolute Big Fish Session hingelegt. Wie kommt's? Marcus Lechelt: Da muss man tatsächlich ein bisschen weiter ausholen. Auf Ansage hört sich natürlich immer bisschen weit aus dem Fenster gelehnt an. Mark Dörner: Im Nachhinein kann man es ja sagen, wenn so war. Marcus Lechelt: Ja, meine, am Ende hast du schon recht, ich wegen diesen Fischen dann ja auch mit Kai hingefahren bin. Und dementsprechend war das ja schon irgendwo diese Mission, so einen großen Fisch oder einen großen Fisch zu fangen. Mark Dörner: Du hast wortwörtlich zu mir gesagt, wir brauchen große Köder. Das ist essentiell für das, was wir vorhaben, weil wir wollen den ganzen kleinen Fischen vorbei und die Biggies fangen. Marcus Lechelt: Stimmt. Jetzt wo du es sagst, ich habe dir sogar auch so eine ganze Palette von Fotos geschickt von 30 Kilo Fischen, die ich mir in irgendwelchen Galerien zusammen gesammelt habe und die als Visualisierung dir auch geschickt hatte irgendwie irgendwie auch so dieses Ziel halt sich nochmal vor Augen zu halten, dass es diese Fische da gibt und Mark Dörner: Ja, stimmt. mich auch zu motivieren, dir große Köder zu liefern. Hier, guck mal. Marcus Lechelt: Ja, direkt davon. Genau das ist einer dieser Fische. Mark Dörner: Boah! Okay, lass einfach kurz den Podcast abbrechen und gleich dahin fahren, bitte. ist Wahnsinn, oder? Marcus Lechelt: Wenn man das sieht, auch jetzt, wenn ich das wieder sehe, das motiviert mich schon hart. Mark Dörner: Weil vor allem gibt es ja echt noch ein paar Spiegel da. Aber dann kommt ja als nächstes das hier und ich lang mir wirklich an den Kopf und denke mir, what the fuck, er hat es wieder gerichtet. Also, luge das bitte. Man fährt da hin, 60.000 Hektar und ihr zaubert da Fische raus. Komm, hol uns ab. Wie geht sowas? Marcus Lechelt: Genau, an die Gera. Es ist echt verrückt, ist so. 60.000 Hektar ist einfach ein gigantisches Meer. Ich habe mich da lange mit befasst mit diesem See und eben auch mit diesen großen Fischen und hatte erfahren, dass es 30 bekannte Fische über 30 Kilo gibt. Für diese Wasserfläche ist es einfach mal nichts. Es ist echt weniger als die Nadel im Heuhaufen. Mark Dörner: Okay, was jetzt aber halt auf 60.000 Hektar ... Marcus Lechelt: Wenn man sich überlegt, dass an diesen Pailakes, an kleinen Pailakes, keine Ahnung, fünf Hektar, gibt es genug, wo irgendwie 20 Fische über 30 Kilo rum schwimmen oder 40 Fische, ich weiß es nicht. Interessiert mich am Ende auch nicht. Spannend ist diese Fische, es gibt sie da im See und es sind uralte Fische, du hast es eben gezeigt, die mit natürlicher Nahrung da groß geworden sind, weil Mark Dörner: malen das sich nicht aus. Marcus Lechelt: der Eintrag an den Broilies auf diese Wasserfläche ist. Das kann man komplett vernachlässigen. Genau, dann mal weiter auszuholen. waren halt oder ich war als Kind vor der Schule schon jedes Jahr da. Ende der 70er Jahre sind meine Eltern zum ersten Mal mit uns da hingefahren und haben sich in dieses Land verliebt und sind dann jedes Jahr in den Sommerferien wieder unterwegs gewesen nach Ungarn. Wir waren damals schon angelheiß, allerdings jetzt nicht unbedingt auf Karpfen, sondern wir sind mit meinem Vater in erster Linie zum Aalangeln unterwegs gewesen. Wir dann aber auch gesehen, dass die Ungarn eben diese kleinen Karpfen gefangen haben. Was wir dann halt aufversucht haben, mein Bruder und ich, mit Pose halt, sodass ich da meinen allerersten Fisch gefangen habe. Also meinen allerersten Karpfen mit, keine Ahnung, 5 Pfund. Mit Pose und Dementsprechend auch diese Verbindung zu diesem großen See schon immer hatte. Und als wir dann Anfang der 90er Jahre uns auf das Kapfenangeln spezialisiert haben und dann auch so die ersten Touren zum Cassienn gemacht haben, sind wir dann auch wieder zurückgekehrt zum Ballerthorn und haben dann halt versucht mit Boilies, so wie man es eben auch damals gemacht hat und eben heute noch. auf Karpfen zu angeln, was zu der Zeit in Ungarn völlig unbekannt war. gab Boilies, gab es halt, also hier war das englische Karpfenfischen ja schon relativ weit entwickelt, aber in Ungarn gab es keine Boilies, es gab keine, diese ganzen Techniken, das Know-How war in Ungarn Mitte der 90er Jahre noch völlig unbekannt. Es gab dann irgendwann die ersten Boilies von Mosella, die einzeln verkauft wurden. weil die einfach so unendlich teuer waren für Ungarn. Genau, es gab so Glasschalen, dahinter war die Tüte und dann stand da irgendwie drin drei Forint und das war dann aber nicht die Glasschale, sondern der einzelne Boyley. Das war verrückt. Mark Dörner: wie einzeln als Stück. ein Boyli. Das vorhin war die ungarische Währung. erinnere ich mich dran, wir waren als Kinder auch öfter mal da mit den Eltern. Auch am Ballerton übrigens. Da habe ich auch schon geangelt und davon geträumt, Karpfen da zu fangen. Habe ich aber bis heute noch nicht gemacht. Marcus Lechelt: Muss man Nee, muss man tatsächlich mal gesehen haben. Mark Dörner: Definitiv. Also definitiv Bucket List mit ganz oben bei mir. Mal am Ballerton vernünftig Karpfen ameln. Marcus Lechelt: weil es ist schon echt ein sehr spezielles Angeln. Genau, und dementsprechend habe ich mich schon immer für diesen See interessiert, nochmal an diese 90er Jahre anzuknüpfen. Zu der Zeit war es tatsächlich ein Paradies auf Karpfen, weil kein Mensch eben auf Karpfen geangelt hat, nur auf diese kleinen für den Kochtopf. Und es gab aber schon riesengroße Karpfen, die dann aber leider relativ schnell von Mafiastrukturen rausgefangen worden sind mit riesengroßen Schleppnetzen. waren dann irgendwie, keine Ahnung, fünf Kilometer lang diese Netze, die sie dann halt vor den Schilfkanten lang gezogen haben und dann diese großen Fische verkauft haben an die damals schon aufkommenden Paylakes dann, also Euro-Aqualake oder eben auch nach Frankreich, sodass dieser Bestand extrem schnell gestrumpft ist und es eben dann halt kaum noch große Fische im Säger. Das hat sich dann geändert als dann, ich glaube Anfang, ich weiß es nicht, so um die 2010 oder 2015 glaube ich, gab es dann das erste Mal diese Karpfen-Competition und Das wurde halt von Jahr zu Jahr größer. Mittlerweile machen da 300 Teams mit. IBCC, ich kann das hier mal in parallel ja mal teilen. Mark Dörner: IBCC, Marcus Lechelt: Genau, ist hier diese offizielle Seite, das findet jedes Jahr im April statt. Und die haben halt alles, was sie da machen, wird dokumentiert und in Form von Statistiken festgehalten, sodass man den Plätzen zugeordnet dann eben die größten Fische sieht, die meisten Fische sieht. klicken hier Biggest 5 Fisch Mark Dörner: Ja ja. Marcus Lechelt: für die Sektoren gibt es, muss man sich mal durchklicken, hier sieht man zum Beispiel schon, dass dieses Jahr zwei Fische über 30 Kilo gefangen worden sind, was bei 300 Anglern ehrlich gesagt nicht besonders viel ist. So und dann die Fische über 25 Kilo sind hier zwei, vier, sechs, zehn Fische vielleicht. Also Mark Dörner: 300 Marcus Lechelt: Wenn man sich das anguckt, merkt man schon, es gibt große Fische, aber eben die sind schon sehr selten und verteilt. man kann sich eben auch diese Region angucken, wo überdurchschnittlich viele von diesen großen Fischen gefangen werden. Mark Dörner: Hand dieser Webseite auf. Marcus Lechelt: Genau, weil das eben den Plätzen zugeordnet ist. Dementsprechend habe ich mich da jetzt in den letzten Jahren schon bisschen mit auseinandergesetzt. Und lustigerweise werden die meisten großen Fische genau in dieser Region gefangen, da wo wir früher Urlaub gemacht haben, heiß an diesen Badestränden. Und eben nicht in diesen Schilfmeeren, die so super kapi aussehen. Mark Dörner: Mhm. Okay. Okay. Marcus Lechelt: Das war genau das, was wir in den 90er Jahren gemacht haben. haben versucht, da zu angeln, wenig Leute sind, wo diese Schilfmeere sind. Wir haben uns dann auf irgendwelche Plattformen gesetzt. Zwischen... In irgendwelche Regionen, Bauruinen waren, wo man dann irgendwie angeln konnte. Aber natürlich nicht auf die Badestrände. Aber genau diese Wadestrände sind es, wo diese großen Fische gefangen sind. Mark Dörner: Sind das dann diese Badestrände, wo man auch Eintritt zahlen muss, reinzukommen? Marcus Lechelt: Ne, das ist schon öffentlich. Mark Dörner: Weil ich erinnere mich als Kind, das war ja immer so ein bisschen wie Freibad. Das hat zwar auch so gut wie gar nichts gekostet, aber das war eingezäunt. Marcus Lechelt: Wobei es gibt auch Regionen, wo du Eintritt zahlen musst. Aber die meisten sind dann doch öffentlich. Dementsprechend ist es alles so Grauzone. Es gibt auch nicht wirklich Information. Es gibt jetzt keine Karte, wo genau drauf steht, da darfst du angeln, da darfst ein Zelt aufbauen, da darfst du Nachtangeln. Mark Dörner: Weil du hast ja grundsätzlich dort auch das Problem vom Hörenssagen, dass du halt so sauschwer ans Ufer rankommst und... Marcus Lechelt: Genau, ein großer Teil ist privat. Mark Dörner: Viele mieten sich dann Airbnb, dann irgendwie Zugang zum Wasser auch zu haben, von den Haut aus. Marcus Lechelt: Es gibt auch eine ungarische Seite, ein Netzwerk von privaten Leuten, die ihre Häuser an Angler vermieten. Das natürlich exorbitant teuer. Und ehrlich gesagt, jetzt irgendwie nicht mein Style, weil das sind dann auch die Plätze, dann irgendwie jeder angelt das ganze Jahr über. Oder eben von diesen Stegen auch, wo dann halt von Fox, Nash... Mark Dörner: Das kennt man ja so von den Videos und Bildern in letzter Zeit. Marcus Lechelt: etc. kennst du eben diese Videos, wo man sich diese Stege mieten kann und dann sitzt du da im Schilf und angelt da in diesen Bojen, wo das ganze Jahr gefüttert wird. Du kennst mich auch ein bisschen, ich muss immer alles selber erkunden und rausfinden und genau das habe ich da eben auch versucht und dementsprechend habe ich mir dann per Google Maps oder Google Earth eine Stelle rausgesucht, wo ich das Gefühl hätte, dass man da eventuell in Ruhe sitzen kann. Dementsprechend haben wir uns auch nur einen Scherm aufgebaut und kein Zelt, da jetzt nicht gleich schon wieder so ein Aufsehen zu erregen. Und am Ende hatten wir da, ich glaube wir waren fünf Tage am Real gefischt und hatten auch unsere Ruhe. Was mit Sicherheit auch daran lag, dass wir relativ unauffällig uns da verhalten haben, wie gesagt ohne Zelt und alles. Mark Dörner: überhaupt. Marcus Lechelt: Aber es war natürlich auch dadurch ein schön krasses Angeln heute. Nur unter dem Schirm, weil wir hatten da diese stürmischen Tage, wo wir auch nicht mal angeln konnten. Das war schon alles ein bisschen crazy. Kai hatte mir vorhin sogar die Bilder mal geschickt. kann da ja mal gucken, ich hier mal ein bisschen was zeigen kann, mal so den Vibe da so ein bisschen zu zeigen. Mark Dörner: Ja, such das mal raus, ich fasse nochmal zusammen. Du hast wirklich anhand der Karte und der Fänge von der IBCC rausgefunden oder gefiltert, wo die größten Einzelfische gefangen wurden, vor allem auch die 30 Kilo Fische und hast anhand dessen dann eine Schnittmenge gesucht zwischen den Regionen und begehbar am Ufer, beangelbar am Ufer. Marcus Lechelt: Genau das war auch die Schwierigkeit. Da wo du fischen wolltest eben auch einen Platz zu finden, wo du das Gefühl hattest, dass du in Ruhe angeln kannst. Das hat eben für diese kurze Zeit tatsächlich funktioniert. Ich das mal frei hier. Hier sieht man diese unendlich große Wasserfläche. Mark Dörner: kann das immer gar nicht so rüberbringen, aber selbst auf dem Foto sieht das viel Wasser aus. Marcus Lechelt: Am Ende sitzt du dann tatsächlich an einem Badestrand, hast dieses riesige Wasser vor dir, wo du dann irgendwie auf 300-400 Meter Entfernung deine Route rausbringst. Das ist dann echt schon crazy. Hier mit dem Wellensieb, man kann das mal ganz gut sehen. Mark Dörner: Das sieht wirklich aus wie ein Nerv. Marcus Lechelt: Wie hoch die Wellen sich da auch aufbauen, du einen Sturm hast, ist halt tatsächlich eher so ein bisschen wie ein Meerforellenangeln in der Ostsee. Schon verrückt. Mark Dörner: auch nicht ohne also dann mit dem Boot danach raus und so darf man überhaupt mit dem Boot raus wenn da so Welle ist Marcus Lechelt: Na, lass uns gehen. Es gibt alle 5 km eine Leuchttürme. Die geben ein Warnsignal ab. Die Frequenz der blinkenden Lichter ändert sich. Umso schneller die blinken, umso... oder wenn sie schnell blinken, darf es auf gar keinen Fall mehr raus. Also wir sind natürlich auch nur mit tatsächlich, du gehst auch tatsächlich nur mit Schwimmweste raus. Also nicht weil du es musst oder so, du machst es, weil es echt ein komisches Gefühl ist. ganz, du ziehst einfach eine Schwimmweste an und zusätzlich habe ich halt, was glaube ich auch viel wichtiger ist, ist die Verbindung zum Brot. Also kann ich nur jedem empfehlen. Mark Dörner: Ja, das ist ein Leben, das ein Marcus Lechelt: Schwimmweste Nummer 2, Nummer 1 Sicherungsleine ans Boot. Ich habe da die Leash vom Surfbrett immer, die ich mir tatsächlich auch Fuß wickel, weil du kannst dich dann frei bewegen. Das andere Ende klinge ich dann ins Boot ein und falls das Boot irgendwie einen Überschlag macht oder irgendwas passiert, du hast immer diese Verbindung zum Boot und dementsprechend kannst du dich dann am Boot festhalten und selbst auf einem großen See treibst du irgendwann ans Land. Also das ist nach meiner Auffassung tausendmal wichtiger als eine Schwimmweste, dass du diese Verbindung zum Boot nicht verlierst. Mark Dörner: in dem riesen Sonst bist du lost. In diesen Wellen siehst du wahrscheinlich keinen Ufer mehr und so und dann kriegst du wieder Panik. Okay, aber es ist natürlich sehr sehr extremes Angeln auch. Da muss man auch Bock drauf haben. Marcus Lechelt: Das ist definitiv extremes Angeln. Du brauchst schon fetten Motor. Ich hatte einen 80Lips-Ryno-Motor mit, der total gut funktioniert hat. Mark Dörner: daraus ein E-Motor dauert. Kein Verbrenner. Marcus Lechelt: Du brauchst den Außenborder verboten. Dementsprechend den fettesten E-Motor, du irgendwie findest. Wobei jetzt dieser 80Lips hat auch gereicht, weil bei den Wellen, wenn die Wellen jetzt noch größer sind, dann kannst du definitiv nicht rausgehen. Das ist ja auch die Kitesurfer hier, richtig Spaß hatten. Aber viel wichtiger ist auch oder genauso wichtig, der Motor. Du brauchst unbedingt zwei Lithium-Ionen-Akkus, also zwei, dass du immer einen Ersatz hast. Weil in dem Moment, wenn der eine aus irgendwelchen Gründen ausfällt, alle es oder ein Geist aufgibt, du treibst so schnell ab und wenn du dann keinen zweiten Akku hast, hast du echt verloren. Also dann bist du irgendwo auf der anderen Seite, dementsprechend logischerweise auch mal das Handy mitnehmen, falls dann doch irgendwas ist, dass du dann... Mark Dörner: Das schon heftig, Janis. Also es ist dann auch nicht eben mal zurückrudern, wenn dein Motor auffällt und so weiter. Marcus Lechelt: Nein, ist auch so, wenn du kennst das ja, wenn du deinen Rig ablegst, eine Boje setzt, dann, also die Boje setzt du eben, macht total Sinn, dass du dann die Position nicht verlierst, weil in dem Moment, du nur eine Sekunde irgendwie doch nochmal dem Boily richtest oder irgendwas ist verheddert, vertängelt, Mark Dörner: GPS, geht es hin, Boje raus. dass der Haken noch scharf ist und so weiter. Marcus Lechelt: Ja, irgendwas ist, du bist sofort irgendwie gefühlt 100, 200 Meter weit weg. Also es ist echt crazy. Mark Dörner: Okay, dann ankern beim Rute legen oder einfach schnell mal. Marcus Lechelt: Ja, also da brauchst du dann aber schon wieder so einen fetten Anker, weil dieser kleine hält dich nicht. Das heißt, dann brauchst du schon wieder so einen 3-5 Kilo und den dann wieder rein zu holen ist irgendwie auch Action. Also wenn du das halt so ein bisschen schon ein paar Mal gemacht hast, dann hast du auch den Move, dann fährst du halt gegen die Welle zur Boje. legst beim Fahren das Rig ab und holst dann halt gleichzeitig die Boje wieder rein, halt die Markierungsboje. Aber ja klar. Mark Dörner: Und dann soll noch einer sagen, dass Männer kein Multitasking können. Marcus Lechelt: Das solltest du dann schon ein bisschen drauf haben. klar, da wechselt ihr auch schnell rein. Mark Dörner: Hört sich auf jeden Fall mega spannend an. Aber was ist dann der Benefit für all den Aufwand? Also natürlich neben dem geilen Naturerlebnis und neben der Herausforderung. Für welche Fische betreibt man so einen Aufwand? Und vor allem ist dann auch die große Frage, warum will man gezielt an den kleinen Fischen vorbei? Weil da gibt es ja auch einige da. Marcus Lechelt: Das ist genau die andere Seite, auch bei der IBCC. Diese kleinen Fische, heißt unter 10 Kilo, gehen Fische nicht in die Wertung. Dementsprechend tauchen die auf keiner Statistik auf. Aber wenn du halt mit den Einheimischen sprichst, da geht es dann schon bei denen um zu gewinnen, musst du eben Masse an Fischen über 10 Kilo fangen. Aber die kleinen gehen, die tauchen längst wo auf. und teilweise fangen die dann einfach mal 20-30 Fische am Tag von diesen kleinen unter 10 Kilo. Völliger Aufwand. Mark Dörner: Aufwand. Das ja nicht so, dass du da mal irgendwie 20 Meter wirfst oder so oder 50, sondern du hast ja gerade geschildert, was das für ein Aufwand ist, deine Hute zu platzieren und da umsteigen. Marcus Lechelt: Genau. Und ganz im Ernst, das muss jeder für sich selber entscheiden. Aber für mich ist dann dieser Aufwand um halt, ja jetzt ein, sag mal ein 12 Kilo Fisch kann ein schöner Fisch sein. Aber dafür ist der Aufwand dann doch schon ganz schön krass heute. Weil die Fische kannst du ja am Ende kannst du die dann auch woanders fangen. Und diese großen Fische kannst du auch woanders fangen. Mark Dörner: Das muss man ja auch ganz klar sagen. Dafür macht man diesen Aufwand nicht. Marcus Lechelt: Genau, aber das ist einfach was Besonderes. Dafür fährst du dahin. Im Vorfeld hatte ich dir sogar, als es darum ging und wir über Boilies gesprochen haben und ich dich gefragt habe, ob das nicht möglich ist, große Boilies zu produzieren für diese Tour, hatte ich dir im Vorfeld ein paar Fische geschickt, über 30 Kilo. Und wenn du dir diese Bilder anguckst, dann weißt du schon, dafür fährst du dahin. So einen Fisch willst du einfach fangen. Das ist dann schon etwas ganz Besonderes. Mark Dörner: Ja, verrückt und verrückt, dass du das dann auch wieder in die Realität umsetzt. Jetzt in dem Fall gemeinsam mit Kai. Aber... Kai hatte natürlich das Glückslos am Ende, den ganz Dicken zu fangen. Aber muss ja auch ganz klar sagen, dass du dich da die Vorbereitung im weitesten Sinne gekümmert hast. die Platzwahl, die Taktik und so weiter und so fort. Du bist ja der Mann für diese Gewässer. Und letztendlich da auch verantwortlich bist für... diesen Fisch Marcus Lechelt: Ja, wobei, also dazu ganz im Ernst, am Ende machst du sowas tatsächlich im Team. Du angelst mit den gleichen Boilies, du angelst mit den gleichen Rigs, du angelst am Ende auf der gleichen Stelle, auf dem gleichen Futterplatz und wer dann den großen Fisch fängt, ist da tatsächlich dann einfach nur Glück, weil es einfach keinen Unterschied gibt in der Taktik, was du machst. Und dementsprechend zählt für mich, wenn man zusammen mit jemandem so was teilt, zählt für mich da auch tatsächlich das Gesamtergebnis. Also wenn du dann als Team dahin fährst, alles zusammen machst und dann irgendwie Neid entwickelst oder so, dann musst du es einfach nicht machen. Das ist für den Unfug. Mark Dörner: Ja, vor allem auch in der Situation. Also Kai, ich weiß ja wie die ganze Sache, also wir waren ja im Vorfeld im Austausch alle miteinander, deswegen kann man auch ganz offen drüber sprechen. Kai wollte halt ein geiles Video machen und du wolltest schon lange wieder an Ballaton und insofern warst du halt der Mann für die Details dort, Marcus Lechelt: Genau, insofern habe ich es ihnen auch doppelt gegönnt, weil dadurch das Video von Kai durch die Decke gegangen ist und etwas Besonderes war. Mark Dörner: Ja, total verrückt. Ich hab das hier auch. Ich könnte es auch vielleicht kurz mal teilen. Also für alle, es noch nicht gesehen haben, das Video heißt 30 Kilo am Ballerton. haben wir, das ist der Fisch. Absoluter Wahnsinn. Ich lasse es einfach mal hier so nebenher spielen, da können wir uns ein bisschen drüber unterhalten. Und dieses Video vermittelt ja wirklich, also er hat es wirklich gut gemacht auch. Also da kommt auch richtig was rüber. Es ist einfach verrückt. Marcus Lechelt: Ja, mega. Mark Dörner: Allein diese paar ersten Sekunden, man sieht, jetzt für die Zuhörer vielleicht auf Spotify und so weiter. Schaut auch echt mal rein, 30 Kilo am Ballaton. Kai Angelt ist der Kanal und der hat da schon echt ganz gut einen mitgenommen auf die Reise. Und es ist einfach verrückt, dass es dann wirklich auch so aufgeht, dass ihr da so einen Wahnsinnsfisch fangt. Also absolut gut. Marcus Lechelt: Am Ende ist es tatsächlich verrückt gewesen. Wir haben den Platz natürlich schon mit Augenmaß ausgesucht. Aber dass du dann so einen Fisch da tatsächlich fängst, schon eher Sinn. Das ist schon krass. Mark Dörner: Holst du mal rein in die Taktik. Es war ja jetzt mehr als nur einen Platz, wobei ich das schon gar nicht als nur abtun will. Ich finde das schon einen echt smarten Move, zu sagen, wir machen uns diese Competition zu Nutze. Für irgendwas muss er ja gut sein, so nach dem Motto. Und zumindest haben wir dann mal sondiert, wo sich die großen Fische aufhalten oder immer wieder auftauchen. Kontra intuitiv, nicht an den Spots, wo es Kapi aussieht, sondern... Für die Fische ist eher interessant, was unter Wasser ist, nicht wie es von außen aussieht. Und da scheint ja irgendwas anders zu sein. Was ist dort anders? Was war da vielleicht interessant? Und wie sah dann letztendlich auch die Futtertaktik aus, wo ihr dann auch gezielt selektive große Boilies eingesetzt habt? Marcus Lechelt: Das ist genau die große Frage. Was ist da anders in dieser Region? Warum sind da so besonders große Fische? Zu der Competition gab es dann auch mal ganz nette Filme. Interviews und Dokus und alle haben sich immer gefragt, warum kommen in dieser Region diese großen Fische? Und da hieß es so, man müsste da mal tauchen gehen und dies und das. Also am Ende weiß es keiner. Was mega spannend war, ich hatte halt während dieser gesamten Zeit mit den Hummingbird so 3D-Karten angelegt, dann eben auch die Spots per GPS genau auf die bestimmte Distanz zu markieren und auch zum rein und rausfahren. Das ist super hilfreich. Aber was du mit den Alten Helix 7 ist das glaube ich, so ein einfacher Summing Bird, nicht machen kannst. Du kannst nicht live das Härte-Profil in die Topographie eingeben. Das funktioniert nur mit diesem Programm, wo du halt diese 3D-Karten am PC machen kannst. Und da kannst du die Bodenhärte mit abbilden. Das war total mega augenöffnend, weil genau in dieser Region, wo wir gefischt haben, ganz viele Bereiche drin waren, wo es brachial hart war. Und dementsprechend 100 %ig sind das Muschelbänke gewesen, die in diesem eher schlammigen Gesamtbereich drin waren. Mark Dörner: Okay. Ist euch das beim Angeln auch aufgefallen, beim Ruten ablegen, dass ihr irgendwo mal voll hart gelandet seid? Oder hast du das dann im Rachen einbremsen? Marcus Lechelt: Ja, beim Ablegen, weil durch diese Wellen und so tastest du da ordentlich so lange rum. Aber was total spannend war, ich suche ja parallel mal eben das Foto. Mark Dörner: Also kam das wirklich im Nachhinein, hast du die Karte nochmal ausgewertet, 3D-Karte angelegt und dann konntest du sehen, hier sind total viele harte Flecken. Marcus Lechelt: Genau, im Nachhinein. Also wenn du jetzt richtig viel Zeit hättest und da wohnen würdest, würdest das natürlich über Wochen dann halt selber machen oder vorher machen, dann halt genau da zu angeln. Genau, da... Da ich jetzt im Vorfeld diese Informationen durch die IBCC hatte, haben wir einfach da geangelt, ohne zu wissen, was ist. So, und dann hat sich halt rausgestellt... Mark Dörner: auf den Muschelblech. Ich bin auch wurscht, was da ist, jeden große Fische sind da. Marcus Lechelt: Genau, einfach nur stumpf, da sind die großen Fische. Aber du willst natürlich auch wissen, warum sind sie da und das teile ich dir mal eben. das war eine Slinge, den einen Fisch hatten wir halt in der Slinge halt in Zeit und diese riesigen Schalen, sind keine Dreikantmuscheln, das ist das was da hinten rauskommt und da bin ich mir relativ sicher, sind diese Muscheln, die eben auch auf diesen harten Untergrund da irgendwie rumliegen. Mark Dörner: ja, also ja. Sind das so Teichmuscheln oder was ist das? Eine riesen Stücke. Marcus Lechelt: Es sind Schein-Teichmuscheln, dann sind da eben auch schon Dreikantmuscheln dazwischen. Aber es ist einfach schon krasse Nahrung. Mark Dörner: ein richtiges Sammelsorium an verschiedenen Muscheln. Und die haben die ausgeschissen in Sling. Marcus Lechelt: Genau. Mark Dörner: Heftig. Ja krass, ich würde sagen, alles richtig gemacht und dann vor allem auch im Nachhinein noch drangeblieben, ausgewertet und witzigerweise dann den Rückschluss geschlossen, den noch nicht mal die IBCC-Angler quasi so für sich rausgefunden haben. Weil du sagtest ja, den ganzen Interviews kam das irgendwie, also das war jetzt keine naheliegende Vermutung. Marcus Lechelt: Das war's Genau, das kam immer so als großes Fragezeichen ploppte das auf, aber nicht als Wissen, das ist da definitiv so und deswegen sind die großen Fische Wörn. Mark Dörner: Es muss ja irgendwas mit Nahrung zu tun haben. Warum sind die Fische da? Die dicken? Marcus Lechelt: Ich habe da auch mit einem Einheimischen gesprochen, der meinte, gibt in den gesamten See, gibt es halt so eine natürliche Strömung. Mark Dörner: Mhm. Das ist ja auf der Wasserfläche krass, ich glaub, der hat ja sogar durch den Mond Tidenhub oder so, Marcus Lechelt: Genau das. Es gibt halt eine so eine Sehenge quasi. Mark Dörner: Mhm. Marcus Lechelt: und ich ruf mal hier eben den Ballerton auf sieht man das mal Das ist der See. Südseite, Nordseite. Die Nordseite ist die tiefere, wo es Schilfmeere gibt. Auf der Südseite ist es deutlich flacher. Das ist auch viel touristischer. Und im zweiten Drittel Richtung Osten gibt es diese Halbinsel Tihán. Und da fährt eine Fähre von Nord nach Süd. Mark Dörner: Ja. Das ist ja crazy. Mir war ja nicht bewusst, dass das so eng ist im Gesamt. Marcus Lechelt: Das sind glaube ich drei Kilometer da einmal rüber. Ich glaube es sind drei Kilometer. Mark Dörner: Das sind immer noch drei Kilometer, die enge Stelle da. Das ist ja crazy, wie breit ist das dann sonst? Okay. Marcus Lechelt: Genau und hier hast du tatsächlich eine Gezeitenströmung, dass so alle sechs Stunden wechselt hier die Strömung. Und zwar so hart, wir haben hier in Tieren, so Mitte der 90er Jahre, mal geangelt vom Steg und am Ende haben wir Backsteine als Bleibeschwerung genommen, also als Gewichte und selbst die sind noch abgetrieben. Also am Ende kannst du da nicht angeln, weil es einfach so eine krasse Strömung ist. Deswegen werden da auch immer die ganzen Wälze gefangen, weil die halt unten in der Strömung liegen. Hinzu kommt, es gibt hier ein Loch, das ist 12 oder 11 Meter tief. Und dementsprechend hast du da extrem viel Wasser, was dann von rechts nach links hin und her geschoben wird. Das ist echt Wahnsinn. Mark Dörner: Das ist schon irgendwie Next Level, dieses Gewässer. Ich werde jetzt immer heißer da drauf. Marcus Lechelt: Definitiv, das ist tatsächlich Next Level. Wenn du die großen Seen bei uns Mecklenburg dir anguckst, die sind ja eben auch zwischen 2000 und 10.000 Hektar. Aber 60.000 ist halt nochmal eine andere Hausnummer. Mark Dörner: 60.000 ist crazy. Ich weiß nur, dass ich als Kind auch da war. Und da waren wir eben an so Badestränden auch. Die haben dann aber in dem Fall irgendwie Eintritt gekostet. So gut wie nix, aber man muss ja was zahlen. Und da gingen dann auch ewig diese Schilffelder raus. Und da hab ich dann auch schon immer davon geträumt, dachte ich mir, das muss doch voll gut auf Karpfen sein. Ich war ja immer schon auf Karpfen geprimed, von meiner fränkischen Heimat. Und ähm... Ich habe dann auch überlegt, wie kriege ich hier Angelzeug rein. Aber war dann noch zu jung. Das war 12, 13. Das war dann irgendwie zu viel Aufwand. Wer fährt mich da hin? Wer holt mich da ab? Bist du auch nicht der Herr der Lage, ich mal? Keine Angler als Eltern und so. Irgendwie ist das Projekt dann auch schnell gestorben. Dann kamen andere Sachen. Aber jetzt keimt das auf jeden Fall wieder auf. Marcus Lechelt: Das wird ... Mark Dörner: Aber wie war die Futtertaktik, jetzt endlich mal auf das allerwichtigste Thema für uns als Baithersteller zu kommen? Marcus Lechelt: Ich mache einen Teil dazu mal eben hier ein Bild. Die Futtertaktik ist tatsächlich basierte, genauso wie in Mecklenburg an diesen großen Seen, auf richtig massiv große Hardboilies. Mark Dörner: Der sieht gar nicht so groß aus neben dem Stein. Ist es ein Stein? Ja. Marcus Lechelt: Ja, weil der Stein auch einfach mal so ein Stein, so Kopfsteinpflaster groß, also faustgroß ist dieser Stein. Also die Steine, also es gibt wohl ein Bleiverbot, dementsprechend hatte ich halt Steine mit so Ösen versehen, Loch reingebohrt, mit Epoxidkleberneuse da reingeklebt, sodass man dann... Ja klar. Mark Dörner: Okay, das wird ein... Vorarbeit alle an Markus Lächelt. Marcus Lechelt: unauffälligen Steinen und die hatte ich vorher so gewogen, dass die so 300 Gramm schwer sind, 300, 400 Gramm. Dementsprechend erscheint der Boily jetzt nicht so riesengroß, ist aber trotzdem ein 30er Boily gewesen. Normalerweise, oder nee anders angefangen, fangen wir mal mit der Größe an. Wenn du dir vorstellst, du hast halt diese Tausenden von Hektaren, macht das natürlich jetzt keinen Sinn, einen normalen Futterplatz anzulegen, der jetzt irgendwie 30 Meter Durchmesser hat. Zumal wir ja auch mit vier Ruten gefischt haben. Also du darfst zwei Ruten fischen pro Person. Heißt, wenn du deine Ruten im Abstand von 150 Meter legen willst, bist du schon bei 100... 150 Meter Minimum oder eher 200 Meter bei 200 Meter bist du Genau aber sagen wir mal Wahrscheinlich haben wir sie nicht ganz 50 Meter gelegt. Ich denke mal so der Platz ist so 150 Meter groß gewesen so ein bisschen schon größer als ein Fußballfeld Mark Dörner: Ja, mit vier Routen. Marcus Lechelt: Das als Streifen, denke ich, dass man eben die Kante, von der Kante kann man eigentlich auch nicht richtig reden, aber da wo es tiefer wird, das haben wir dann halt so schräg einen Streifen von flacheren ins tiefere gefüttert und dann eben auf eine Länge von ungefähr 150 Metern. Mark Dörner: Wie breit habt ihr das gelegt? Marcus Lechelt: Ich denke mal so 30-40 Meter. Wenn du jetzt zweimal hin und her fährst, schmeißt du einmal 20 Meter rechts, einmal links so 40 Meter. Genau dementsprechend brauchst du da schon ein paar Bates, aber jetzt auch gar nicht so viele wie man sich das vielleicht vorstellt. Mark Dörner: Das würde wahrscheinlich ähnlich gelaufen sein wie damals in MacPom, oder? Marcus Lechelt: Genau wie hier mit den alten 2,5 PS, mit dieser Möhre. Mark Dörner: Fünf. vom Footer Style, oder? Weil kann ich das kurz mal einblenden. Also da sah das dann ungefähr so aus. Da hast du aus dem vollen geschöpft und das war wahrscheinlich eine ganz ähnliche Futtertaktik. Große selektive Boilies und dann halt Gibi, ne? Bei voller Fahrt. Marcus Lechelt: Genau, gib ihn aber eben auch mit Fahrt. Mark Dörner: Ja, dann guck mal, wenn das keine Freude macht. Marcus Lechelt: Also das ist jetzt schon eher so viel auf einen Punkt. Ich glaube, das war jetzt hier auch so ein Krautloch. Aber wenn ich jetzt so einen großen Futterplatz fütter, dann ist es tatsächlich eher so wie jetzt, dass man halt die extrem streut, die Bullies. So dass die Fische eben viel suchen müssen und sich dementsprechend... Genau. Mark Dörner: Hier und da über mal einen aufpicken. Marcus Lechelt: Zum einen bin ich davon überzeugt, dass du sie besser hakst, wenn sie so verstreut sind. Aber du hast natürlich auch eine viel größere Chance, dass die den Platz überhaupt finden, wenn er so extrem groß ist, aber eben auch nicht so viele Boydys da liegen. Mark Dörner: Das coole ist ja, dass du durch dieses Fächern die Attraktoren auch nochmal weitflächig verteilst. Jeder Boilie gibt dir auch Attraktoren ab und dann hast du überall so ein bisschen was hängen und animierst die Fische auch zu fressen. Marcus Lechelt: G'n'ol. Dementsprechend ist das eben auch eine extrem gute Kombi, wenn du halt zum einen diese extrem harten Solids, wie hießen sie früher, haben wir sie früher genannt, Selekte, genau, wenn du diese Selektiven hast, die eben nicht so voll sind mit Attraktoren. Mark Dörner: Selektiv heißen die jetzt, genau, Selektiven. Ja. Marcus Lechelt: Aber dafür sorgen, dass sie trotzdem immer suchen. Dazwischen hast du gerade am Anfang schon ein paar attraktive Boilies, die sie dann über weitere Entfernungen auch wahrnehmen. Mark Dörner: Deswegen mischen wir das auch gerne. Dann hast du einerseits die Boydys, richtig was abgeben, schneller wasserlöslich sind. Und auf der anderen Seite hast du die, die dann einfach auch liegen bleiben und lange halten und auch lange hart bleiben, selektiv zu sein. Marcus Lechelt: Genau, das ist halt extrem gute Kombi, also an diesen großen Seen besonders. Zumal diese harten Boilies, du hast es ja gesehen mit den Storben und so. du willst einfach den Köder so lange wie möglich draußen lassen, in der Hoffnung, dass kein kleiner Fisch beißt und wenn einer beißt oder wenn einer den Köder findet, dass der eben auch noch dran ist und dementsprechend spielt da die Härte halt immer auch die Funktion aus, dass die einfach länger am Haken oder am Haar halten. Das macht einfach total Sinn. Mark Dörner: Vor allem hattet ihr ja, glaube ich, auch eine Phase, wo ihr nichts machen konntet, weil zu starker Sturm war, wo die Routen einfach liegen geblieben sind. Marcus Lechelt: Genau das. Und da bist du einfach froh, wenn du weißt, da wird auf jeden Fall noch der Boylied dran sein. Mark Dörner: Genau, dafür sind jetzt die Selectives zum Beispiel auch ausgelegt. Die kommen erst nach 12 Stunden, fangen die erst so richtig an. Also die werden vorher auch schon was machen. Das sieht man im Wasserglas-Test, kann man zu Hause auch testen. Aber wenn du halt so normalen Supreme und dann in ein anderes Glas nochmal ein Sub-Zamber reinmachst, dann siehst du einfach, der Sub-Zamber gibt sofort Gas. Nach viertel Stunde, halbe Stunde ist das Glas schon total eingefärbt. Während der Supreme länger braucht, aber dann auch was macht und der... Selectiv, der dauert halt und auch wenn du dann immer wieder nachspürst, der ist erst so nach zwölf Stunden so, dass du das Gefühl hast, ah der wird jetzt weicher. Nach 24 Stunden hast du das Gefühl, ah, okay, jetzt können wir schon von weich sprechen, aber noch fest. Also dass man mal ein bisschen drücken kann, auch merkt, da bewegt sich mal alles. Und du kannst den locker 36 Stunden angeln, wenn nicht sogar 48, bleibt der wirklich auch wasserstabil. Bis dahin hat sich Marcus Lechelt: Ich bin da echt von überzeugt, dass wenn du halt diese am Anfang attraktive Boilies damit reinfütterst, sodass sie den Platz, also in dem Moment, wenn sie den Platz angenommen haben, große Fische, dann finden die halt auch diese Boilies, die nicht so viel Attraktoren ausschwemmen. Das reicht einfach aus. Ich meine, das... Ganz früher, was noch ganz früher, Kassienn haben wir halt mit Single Hook Baits geangelt und zwar auch in Golfballgröße, uns eben von den anderen Leuten abzugrenzen. Und wenn du einfach nur einen von diesen Boyleys da drin hast, der jetzt auch nicht attraktiv ist, aber trotzdem lockt er Fische ran. Guck dir jetzt eine Tigernuss an zum Beispiel. Wenn du die jetzt ins Wasserglas packst, da siehst du gar nichts. Und auch da funktioniert das bei dieser Fallenstellerei, was ich am Oriana ja viel mache. Einzelne Tigernuss irgendwo an die Kante legen, du das Gefühl hast, dass da ab und zu mal ein Fisch vorbeikommt. Die finden das einfach. Mark Dörner: Ja, bin ich auch absolut überzeugt davon. Und gerade die kleineren sind auch besser, mal zu einem Platz, aber oder die attraktiveren, weicheren, schnellere arbeiten, sind super, den Platz auch zu aktivieren. Wenn du aber da genug liegen hast in Summe. Die zahlenmäßig überlegenen kleinen Fische werden sich ja sicherlich erst mal auf das Zeug stürzen, was mehr arbeitet. Weil das eben schneller auffindbar ist. Vielleicht am anderen sogar vorbei rüsseln. Und wenn die größeren Fische aber mal da sind und das Gebiet für sich quasi so vereinnahmen, dann lassen die ja keinen Stein auf dem anderen. Also die drehen da einmal alles Und sind dann sozusagen auch diese Müllschlucker, von denen man gerne spricht, und die Kleinen sind dann auch weg. Also die verdrängen die ja dann auch in der Regel. Das habe ich schon sehr oft beobachtet. Marcus Lechelt: Wobei ich glaube wenn der Platz jetzt so riesengroß ist, dass du die die großen vielleicht nicht unbedingt die kleinen verdrängen. Aber ich kann mir vorstellen wenn du schon hauptsächlich mit großen und vor allem mit diesen harten Broilies angelst oder fütterst, die haben da keinen bock drauf. Auf diese harten Broilies die nehmen sie einfach nicht so. Mark Dörner: Mhm. Marcus Lechelt: die können sie nicht so gut knacken und die großen können sie natürlich auch nicht so gut fressen und das ist glaube ich dann schon der game changer einfach große harte broilies zu nehmen und die auf eine große fläche zu verteilen weil es gibt ja auch immer ganz viele leute sagen die sagen machen futterplatz und leg eine rute an rand abseits vom futterplatz für die großen Mark Dörner: Mh. Marcus Lechelt: In dem Moment, wenn du den Futterplatz aber so groß streust, dass alle, kann ich fünf Meter nur ein Beule liegt, dann bist du überall abseits vom Futterplatz sozusagen. Und hast den gleichen Effekt. Mark Dörner: Im Grunde ja, da stecken ja eigentlich zwei interessante Sachen drin. Ich arbeite zum Beispiel am Kanal oder an irgendwelchen Seen hier in der Gegend auch dann schon eher mit engeren Futterplätzen, wo Vielköder auf einem engeren Raum liegen. Wo ich dann schon gemerkt habe, dass durch das Umstellen auf die großen harten Boilies wirklich auch die Fische größer werden. Und sobald die größeren da waren, waren da auch keine kleineren mehr, waren da auch keine Weißfische, waren da auch keine Graser. und so weiter und so fort. dass da eine gewisse Hierarchie unter Wasser ist. Aber natürlich jetzt umgemünzt auf die Fläche auf die ihr angelt, hätte man ja da wahrscheinlich 150 Kilo auf einmal füttern müssen, so einen Effekt zu erzielen, so wie ich den jetzt im Kopf hatte. Marcus Lechelt: Und so viele große Fische musst du erstmal haben, dass die dann diese 150 Kilo wegfressen. Mark Dörner: Nämlich also ist es ein bisschen anders als jetzt zum beispiel bei mir heimisch aber daraus ergibt sich die nächste frage auf diese fläche von 30 40 mal 200 oder 150 meter wie viel beut ist habt ihr da initial gefüttert Marcus Lechelt: Also initial haben wir, also erstmal so von der Mischung, nee, also wir haben tatsächlich, lass mich überlegen, wir sind Freitag losgefahren, kamen Samstagmittags an, nachmittags, genau, Samstagnachmittags sind wir angekommen. Mark Dörner: Oder habt ihr überhaupt vorgefüttert oder habt ihr initial gefüttert und drauf geangelt? Marcus Lechelt: haben dann samstags im dunklen gefüttert, weil wir keinen Bock hatten, dass uns einer sieht und sieht, dass wir da einen Futterplatz anlegen, weil die Ungarn sich da auch gerne mal raufsetzen auf so Platz. Genau, dann haben wir den Sonntag abgewartet, auch nicht am Wochenende da zu angeln. Das hatte ich mir auch so überlegt, dass man Montag erst startet mit dem Fischen, damit... man eben auch nicht so gesehen wird und zum anderen dass der Putterplatz dann eben einen Tag ruhen konnte. Genau und dann haben wir am ersten, also diese Initialzündung waren ich glaube so drei Eimer auf 5 Kilo ungefähr. Mark Dörner: 15 Kilo auf diese Riesenfläche. Marcus Lechelt: 15 Kilo auf diese riesige Fläche, echt nicht viel ist. Mark Dörner: Ist nicht viel, aber es liegt was da, es arbeitet was da und die Fische können in aller Ruhe auch fressen, weil ihr vorgefüttert habt. Was natürlich auch, glaube ich, sauklever ist, weil wer nimmt sich denn die Zeit dafür, wenn ihr da hinfährt? Wahrscheinlich die wenigsten. Marcus Lechelt: Genau. Wahrscheinlich tatsächlich die wenigsten. Genau, ist dann halt auch eine Sache, die dann nicht jeder macht. Zumal du eigentlich auch nicht den Platz verlässt. Wenn du dich da jetzt irgendwo fütterst, dann hast du ja doch irgendwie Panik, dass du dich da noch einer hinsetzt und dementsprechend durch diese Nachtaktion, klar hätte es sein können, dass da jemand anders sitzt, aber hat man Glück gehabt. Genau, vielleicht nochmal aufs Futter zurückzukommen. Zum einen ist die Größe auf jeden Fall ein Faktor. Oder nee, zum anderen ist die Härte auf jeden Fall ein Faktor, aber eben auch die Größe. Und da macht es sie eben auch am Anfang ganz gerne, dass ich entweder Partikel fütter, die Fische an den Platz zu holen und zu aktivieren. Also gerade da, wenn die jetzt Boilies nicht unbedingt so kennen. teilweise in Mecklenburg. als wir da waren, zwei Wochen vorher, war die IBCC, also die Competition. Dementsprechend waren die ganzen Fische schon auf Futter und deswegen haben wir halt auch nur Boilies gefischt, schon extrem gefüttert, extrem harte. Mark Dörner: Ja. Haben wir denn damals in MacPom noch am Anfang paar Tickle dazu gefühlt? Marcus Lechelt: Ja, wir haben da richtig satt Partikel gefüttert. Genau, und da war dann eben am Ballerton jetzt die Strategie, Boilies zu fischen, eben aber, also zu füttern, aber eben auch kleine am Anfang. Also da haben wir dann halt auch 24er, eben die selektiven 30er und ich glaube auch ein paar 18er waren da glaube ich sogar auch dabei. Mark Dörner: Aber 18er war noch von den normalen, also von den Supreme, Dream Range. Marcus Lechelt: Genau, die dann eben durch die ... Mark Dörner: Also 18 haben wir eigentlich, also wenn ein 20er oder 14er. Marcus Lechelt: Ja, 20er wenn es dann gewesen wäre. Oder keine Ahnung, bunte Mischungen, man dann irgendwie... Mark Dörner: Genau, die 30er waren 28er wahrscheinlich. Die haben damals noch als 30er deklariert, aber haben dann herausgefunden, es im Detail tatsächlich 28er Also wir haben jetzt 28er und 35er, die hattet ihr noch nicht dabei. Marcus Lechelt: Die hätten wir leider nicht dabei, die hätte ich gerne dabei gehabt, aber die 28 Jahre am Ende hat es halt auch funktioniert. Wobei wir auch teil... Mark Dörner: Das ist aber auch krass, wenn du ein 24er und ein 28er vergleichst, ich habe jetzt leider hier keine da. Die sind unten. Das ist verrückt. Also das ist einfach so unfassbar viel größer. Das glaubst du gar nicht. Marcus Lechelt: ... Wir haben sogar dann aus dem Rambazama-Teig sogar noch welche geknetet, richtig große. Mark Dörner: Das ist natürlich auch clever, ja. Das geht mit dem Teig. Marcus Lechelt: und die vor Ort gekocht, so dass du die einfach auch mal so fertiger herstellen kannst. Mark Dörner: Genau wie der Original Boiliteig ist, da ist dementsprechend auch das Eggalbumin drin und das Vollalpulver im Herd. Marcus Lechelt: Ja, das ist richtig geil sogar. Du brauchst ja nicht viele. Du brauchst 10 Stück und hast auf jeden Fall genug Hakenköder. Guckt, ob ich ein Bild habe. Mark Dörner: Was mich jetzt mal da noch interessieren würde, weil ich das glaube ich auch nicht ganz unrichtig finde für die Gesamttaktik, mir ist aufgefallen, dort ist diesen Stein und da ist diesen faustgroßen Stein und da ist so dieser 28er-Boily, der fast schon wie normaler Boily aussah, neben diesem Riesenstein. Aber da war auch das Rick relativ lang, sah zumindest so aus. Marcus Lechelt: Ja, das ist tatsächlich so. aus dem Grunde, weil es Mark Dörner: ja, das will man so auch, dass der Köder eine gewisse Größe hat in der Hand. Marcus Lechelt: Genau, also lang aus dem Grunde, weil es teilweise schon, ja du wusstest halt nicht so genau, ist es schlammig, ist es nicht schlammig, da hattest du auch nicht in den Wellen so viel Zeit das abzutasten. Und in dem Moment, wenn der Stein jetzt so bisschen einsinkt, dann hast du da schon ein besseres Gefühl. Und vor allen Dingen, dass dann auch der Haken vom Stein ein bisschen weiter weg ist. Also das letzte Stück dann auch, oder auch wenn es hart ist, dass es einfach bisschen besser auf dem Boden liegt und nicht so dicht am Stein alles ist. Mark Dörner: Es ist ja auch tatsächlich immer noch mal so ein Big Fish Ding, das Rig einfach länger zu angeln. Gerade in solchen Situationen. Marcus Lechelt: Ja, genau, wir haben immer auch große Haken genommen, zwei Haken. Und man muss sich immer vorstellen, die Skalierung von so großen Fisch ist einfach unendlich viel größer. Der Abstand vom Auge zum Maul, vom das Maul selber ist viel größer. Die Abstände von den Flossen sind viel größer. Das heißt, wenn du da jetzt so ein langes Rig nimmst, ist das im Verhältnis genauso lang wie ein Rig, was du für einen 15 Kilo Fisch hast. Mark Dörner: Ich hab das auch mal als Reel auf Insta geteilt, sowas ist ja dann auch immer gleich wieder weg. Aber da hab ich die Diskussion auch aufgeworfen, ob wir grundsätzlich gerade auf große Karpfen oftmals vielleicht zu klein angeln. Weil wenn ich so einen Standard-Karpfen-Rig hab, mit meinetwegen 15 Zentimetern, und nimm 4er oder sogar 6er Haken, nimm 20er Boily oder kleiner, und fang dann Arland, Döbel, Brasse und Co., sind die immer perfekt. mittig in der Unterlippe gehakt, der Regel, obwohl die gerade so den Köder ins Maul kriegen. Das ist eigentlich auch immer das, was man so Lehrbuch mäßig sich vorstellt, dass der Fisch perfekt mittig in der Unterlippe gehakt ist. Währenddessen Karpfen dann oft irgendwie irgendwo gehakt sind mit dem gleichen Rig. Und vielleicht hast du dann wirklich auch, wenn du dir vorstellst, einen riesen Karpfen oder einen riesen Maul, Da muss ja irgendwas auch verkanten, greifen, funktionieren. Und da tust du dir, glaub ich, mit einem größeren Haken, einem größeren Boily, einem längeren Rig tendenziell sogar eher an Gefallen. Marcus Lechelt: Definitiv und vor allen Dingen schließt du dann eben auch kleine Karpfen. Das siehst du ja auch auf diesen 5000 Millionen Unterwasser Videos, wie oft Fische den Haken aufnehmen und wieder ausspucken ohne zu haken. Und das wird mit Sicherheit bei den kleinen Fischen viel öfter passieren, dass die am Haken oder am Beule rum nagen und sich aber am Ende nicht haken und der Boilie dann viel länger auf dem Platz ist. Also du hast viel größere Chancen aus dem Großen zu fangen. Mark Dörner: War das Rig weich oder war das ein ummanteltes Vorfach? Weil die eine Frage, mir dann stelle in so einer Situation, ob sich das Rig dann auch vernünftig resettet, wenn es vielleicht öfter mal von einem kleinen Fisch aufgepickt wird. Marcus Lechelt: Also Kai hatte dann teilweise eins gefischt, was nicht ummantelt war. Komplett weich, war das eben auch. Wobei... Also ich fischte dann doch immer dieses Kamo, das ummantelte und vom Haken zieht das runter, dass es da eben flexibler ist. ja, wobei dieses Resetten, ich weiß auch nicht... Mark Dörner: komplett weich, okay. Marcus Lechelt: Wenn du jetzt so einen Karpfen hast, das siehst du auch auf den Unterwasserkameras, wenn der den Haken jetzt aufnimmt, nicht hakt, der schwimmt ja irgendwie los und lässt das Ding, dann fällt es runter. So wenn das halt neben den Blei runterfällt, liegt es eigentlich total gut, weil er dann ja noch ein bisschen Spielraum hat oder von allen Seiten Spielraum hat, den Haken aufzunehmen. es in eine Richtung komplett lang ist und er zufällig von der Seite kommt, wo es hin streckt, dann ist es gar nicht mehr flexibel. Insofern, wenn du jetzt nicht diese Krebser hast oder kleine Weißfische, die dir das ganze Ding verknoten, sondern in erster Linie tatsächlich nur Karpfen, glaube ich, ist diese Nummer vom Reset nicht überbewertet. Mark Dörner: Hmm. Stimmt, das weiß ich nur von früher. Ja, zumindest, dass es jetzt nicht unter dem Stein landet. Das war immer so das Kopfkino, wenn man zu großen Steinen angelt, dass sie dann so halb auf dem Vorfach liegen oder auch ganz. Marcus Lechelt: Je nachdem, wenn du jetzt so einen steinigen Untergrund hast oder am Fluss fischst oder so, dann macht das total Sinn mit diesen Resetten, weil sich das dann auch schnell irgendwo vertängeln kann. Oder wenn jetzt Stöcker auf dem Grund hast oder irgendwas, dann Schilfhalme, weiß ich nicht, dann ist die Chance natürlich sehr groß, wenn Weißfische da rumspielen oder pflanzen, dass sich das vertängelt irgendwo. Mark Dörner: Ich weiß ja noch früher, das fällt mir jetzt gerade ein, wo du das verknoten gesagt hast, früher gab es ja dieses Merlin von Christian vielleicht immer noch. Kennst du das noch? Dieses ganz weiche... Marcus Lechelt: und dann gab es noch die steuerung das ghost kennst du das noch das war gar nicht Mark Dörner: Ja, aber war ja wirklich so, zu der Zeit gab es ja eigentlich noch keine wirklich umhandelten Vorfächer. Das kam ja dann erst so. Wie oft hat man früher wirklich einen Rick eingeholt, der einfach dann Knoten drin war? Marcus Lechelt: Also es gab erst die Saitenwohnung. Ja, war tatsächlich so. Aber das liegt natürlich auch daran, es alles, diese Entwicklung hat an diesen englischen Seen stattgefunden und wir dachten halt, man muss das hier auf unser Gewässer übertragen. Mark Dörner: Das bleibt crazy eigentlich, Die haben natürlich diese Probleme nicht. nicht, ich hab auch so das erste Mal überhaupt auf Karpfen am Kanal geangelt. Ich hab dann an beiden Routen am nächsten Morgen einfach nur so Knäule rausgeholt. Also es war wirklich alles einfach nur ums Blei rum gebunden und verknotet. Also das war für so, dass man unmöglich jemals hätte Karpfen damit fangen können. Also unmöglich. Marcus Lechelt: Aber das ist genau der Fehler, den der heutzutage immer noch oft gemacht wird, wenn man sich diese Unterwasservideos anguckt oder überhaupt diese Angelei, die sehr viel in England oder in kleinen Seen dokumentiert wird. stellt jetzt, wenige Leute stellen eine Unterwasserkamera bei Wellen und 300 Meter Entfernung auf. Mark Dörner: Ja, du gesehen, wie trüb der See war allein vom Wellengang? Die Milchige. Marcus Lechelt: Genau, du hast einfach völlig andere Bedingungen. Auch wenn weniger Karpfen in so einem See sind, die viel mehr durch die Gegend ziehen. Man muss sich vorstellen, so ein Fisch zieht bestimmt vielleicht 5 km am Tag durch die Gegend. Keine Ahnung. Das ist, glaube ich, nicht vergleichbar mit diesen kleineren Seen. Das ist einfach was völlig anderes. Mark Dörner: Nee, ich den Biggie an vom Oriana, der da im Frühjahr irgendwie am Einlauf gefangen wird, nahe der Stahlbrücke immer, ganz gerne in dieser einen Bucht. Und dann aber irgendwie ein halbes Jahr später oder ein paar Monate später auch mal da vorne am Restaurant, da die nächste Bucht von uns da vorne. Marcus Lechelt: Ich hatte ja auch mal Mecklenburg so ein... Mark Dörner: sind halt fast 40 km, so einen Fisch... So ein 30-Kilo-Fisch, der einfach mal so 40 kg durch den See tingelt, um hier und da zu fressen. Total irre. Marcus Lechelt: Das ist tatsächlich irre. In Mecklenburg hatte ich auch mal einen Fisch. Der wurde im Herbst vom Kollegen gefangen. Im Spätsommer wurde er vom Kollegen gefangen und im Herbst habe ich den gefangen. Dazwischen waren zwei verschiedene Seen, die verbunden waren und einfach mal eine Distanz von 35 Kilometern innerhalb von zwei Monaten. Mark Dörner: Das haben wir am Kanal auch oft. Wir haben sogar Fische, bei uns, diese Schleusen, die eigentlich echt unfreundlich sind für die Fische, durchkreuzen und dann auch mal easy 40-50 Kilometer zwei Schleusenabschnitte weitergefangen werden. Gerade jetzt da oben Mappen rum, dieser Dortmund Amps Kanal da. Da gehen die Schleusentore irgendwie so auf und das ist alles bisschen freundlicher für die Fische. Die können da teilweise einfach easy durchschwimmen. Und da ist es wirklich auch voll oft, dass die Fische etliche Schleusenabschnitte weitergefangen werden und nie genau weiß, wo die Fische eigentlich sind. Also das ist einfach ein anderes Angeln als in irgendwelchen englischen hart beangelten Pools, wo sie dann, wie du sagst, die Unterwasservideos drehen oder an irgendwelchen Pay Lakes, wo sie die Unterwasservideos drehen. weil die ja in der Regel schon da gedreht werden, wo man dann halt auch so ein Dreh halt machen kann. Ist ja irgendwo auch nachvollziehbar. Du brauchst ein klares Wasser und du brauchst irgendwie die Möglichkeit, da verlässlich irgendwie zum Beispiel einen Spot beanspruchen zu können und da auch deine Ruhe zu haben, ohne dass jetzt von allen Seiten irgendwer anders noch irgendwie kreuz und quer über den Platz zieht. Marcus Lechelt: Dann brauchst du natürlich auch viele Fische, dass da auch was passiert, weil deine Akkulaufzeit auch nicht unendlich lange ist. Klar, wie es auch überall in der Wissenschaft ist, dass man am Ende mit allem, was man tut, immer das Ergebnis beeinflusst. Dementsprechend kann man das einfach nicht unbedingt immer übertragen. Und ich glaube, da gerade so mit diesen ganzen Ricks und so, dass da, es einfach ist und alles ein bisschen derber ist, dass du am Ende da einfach größere Chancen auf einen großen Fisch hast und man sich da auch nicht so an den Kopf machen muss. Mark Dörner: Ich habe tatsächlich auch, wo ich jetzt einen Rig gesehen habe, einen übelsten Flashback bekommen. Weil wir... Was war das? Ich weiß nicht, ob das 2006, 2008 oder 2008, 2009 war. Da war ich mit einem Kumpel am Ebro. Auf jeden Fall 2008, einmal und noch mal. Das war ja davor oder danach. Und da haben wir auch genau solche Rigs geangelt. Wir haben auch dort mit Steinen geangelt, die wir dort am Ufer aber gesammelt haben. wo wir dann mit einem Fahrradschlauch eine Schlaufe drum gelegt haben, die wir dann in den Clip eingehängt haben. Und dementsprechend, halt auf Nummer sicher zu gehen, wir haben 30-35 cm Ricks geangelt. Quicksilver wahrscheinlich war das damals auf Robust. Und auch mit Marcus Lechelt: ... Mark Dörner: großen Boilies zu selektieren, haben dann aber festgestellt, dass zumindest damals noch der genetische Stamm der Fische, die da drin waren und dominiert haben, die hatten relativ kleine Mäuler. Also wir hatten 24 und 30er Boilies dabei und wirklich, wir haben dann Fische gefangen mit 19 Kilo und haben gesehen, dass wirklich ein 30er gerade so bei denen ins Maul gepasst hat, weil die relativ Wirklich kleine Mäule hatten und haben dann uns hingesetzt und haben nächtelang, weil wir auch immer gut abgeladen haben, steinharte 30-Millimeter-Pillen mit einem Brotmesser auseinandergeschnitten. Wir haben Schwielen an den Händen vom Boilis zerteilen. Was dann aber wieder voll geil war, weil wir haben in so eine Kante reingeangelt am anderen Ufer. Und ich glaube, durch dieses Zerteilen haben wir perfekt in die Kante reingefischt, sodass das auch schön liegen geblieben ist. Wir haben da einfach ein Wahnsinnssession hingelegt. Zu der Zeit schon ein Schnitt von die 15 Kilo auf wirklich viele, viele Fische. Und hatten auch einen mit knapp 22 und einen mit deutlich über 22 Kilo dabei. Was halt zu der Zeit auch wirklich absolute Ausnahmefische noch dort am See waren. Weil damals ist da keiner hingefahren, weil es immer hieß, da gibt es nur kleine Schuppis. Und wir hatten halt einen Schnitt von 15 Kilo mit Zwei Fischen über 20 Kilo und vielen, vielen Fischen mit 18 bis 19,5 oder so. Und damals haben wir schon die Finger gerieben und gedacht, in fünf bis zehn Jahren wird es hier nur noch 40er geben und größer. Was dann leider irgendwie nie passiert ist, weil irgendwie das dann genetisch halt irgendwie scheinbar nicht passt. Aber dennoch, im Endeffekt fast das gleiche Rig, nur dass wir flache Steine hatten, so keine runden Steine. Und auch cool zu sehen, dass das irgendwie heute immer noch genauso gut für große Fische an großen Gewässern funktioniert. Marcus Lechelt: Definitiv. Ich hatte kurz noch mal die Verbindung zum Cassien früher geschlagen, wo wir auch mit diesen einzelnen großen Broilies geangelt haben und dann ganz wenig gefüttert haben, ganz wenig bis nix. Aber ich weiß noch, das war sogar der größte Fisch, den ich damals gefangen habe. an meinen Geburtstag im September, wo ich auf einem Platou den einzelnen großen Boyley abgelegt habe und dazu dann aber so ein paar Hälften gefüttert habe. Was glaube ich auch teilweise clever ist, weil du zum einen Die Form von diesem großen Boil ist, wenn der jetzt mit der Hälfte oder mit der Schnittstelle auf dem Boden liegt, sieht er von oben genauso aus. Aber du öffnest natürlich die Oberfläche, sodass du mehr Duftstoffe halt ins Wasser setzt. Mark Dörner: Definitiv. Marcus Lechelt: Und vor allen Dingen genau das, was du eben gesagt hast, wenn du an der Kante fischst, dann bleiben die halt auch einfach besser liegen. Das macht eben auch teilweise tatsächlich Sinn, wenn du wenig fütterst, die einmal durchzuschneiden, gerade diese großen, da eben, dass die besser auf dem Grund liegen, mehr Duftstoff abgeben und du aber nicht so viel fütterst, dass du die nicht so schnell sättigst. Mark Dörner: Ja und besonders wenn die halt wirklich hart sind und hart bleiben, das muss ja über den Mix steuern. Die kannst du auch noch nachtrocknen, geht auch mit den Selectives super gut nachzutrocknen, da haben wir extra drauf geachtet bei der Entwicklung, dass die sich gut nachtrocknen lassen, nicht springen, nicht reißen und so weiter, weil die eben für so eine Angelay auch sind. Aber das bringt auch immer nur bedingt was, weil du musst über die Inhaltsstoffe gehen, wenn du wirklich willst, dass die lange unter Wasser auch hart bleiben. Also einfach das lösliche raus. kann man jetzt mal grob so sagen. Wenn die dann so sind, Boilies, dann kannst du die auch beruhigt halbieren, weil im Endeffekt der Durchmesser bleibt ja trotzdem. Also das ist ja trotzdem für kleine Fische schwer zu fressen. Und wie du sagst, holst du dann noch mal bisschen mehr raus aus den Lockstoffen oder den Attraktoren, die natürlich auch drin sind. Und du machst ja aus der gleichen Marcus Lechelt: Genau. Mark Dörner: machst du ja noch mal mehr Menge in dem Moment. Also plus der Bonus des Liegenbleibens in der Schräge oder im Fluss oder so. Also kann in gewissen Situationen schon echt voll was bringen. Ich weiß auch von einem Baggersee, wo das die absolute Killer-Taktik war, mit halbierten in der Kante zu fischen, was halt so keiner macht. Weil normalerweise alle Beulis immer runterrollen und dann auch keiner direkt in der Kante ablegt. Da gab es auch ein paar Jungs, den See komplett zerstört haben. Bei uns war es eben beim Ebro auch so, aber ein bisschen aus Versehen oder aus der Not heraus, weil wir Schiss hatten, dass die Fische die gar nicht runterbekommen. Manchmal macht man auch aus Versehen was genau richtig und kommt dann auf Umwegen zu einer Sternstunde, wenn man den nötigen Fleiß dann auch aufbringt. Marcus Lechelt: Am Ende ist es eben genau das, dass du richtige Taktik am richtigen Ort umsetzen musst. Das muss man ja auch einfach mal sagen, dass nicht überall große Boilies funktionieren. Wenn ich mir zum Beispiel den Oriana angucke. Ich habe das so oft ausprobiert mit großen Boilies zu angeln. Die haben da einfach keinen Bock drauf, die Fische. Also alles was über 24 mm ist oder auch 24 mm Boilies, nehmen die einfach nicht an. Das ist total seltsam. Obwohl die ja auch die Krebsalsgrundlage haben, Nahrungsgrundlage, die ja auch groß sind. Aber aus irgendwelchen Gründen haben die keinen Bock auf große Köder. Toll schräg. Mark Dörner: Ja, das habe ich auch schon von dem einen oder anderen Gewässer gehört. Gerade am Oriane hast du besonders mit sehr kleinen Ködern sehr große Fische gefangen. Marcus Lechelt: Genau, aber das ist irgendwie auch so ein Rätsel, warum die da keine großen Boilies fressen. Kann ich irgendwie nicht erklären. Gibt es für mich irgendwie keine sinnvolle Erklärung. zum einen die Riesen-Mäuler fressen Krebsle. Okay, es sind in erster Linie Schuppenkapfen, die eher kleinere Köder fressen, aber Mark Dörner: Die haben große Mäuler, die fressen Krebs. Marcus Lechelt: Jetzt im Ballertanz sind auch Shoppen kapfen und da hauen die sich auch diese riesen Teile rein. Mark Dörner: Ebro hatten wir dann auch mit den, also glaube 28er wäre da grad recht. Jetzt ist E, hat sich verändert, also sind es andere Fische drin, ein anderer genetischer Stamm irgendwie mit, die sehen eigentlich aus wie normale Schuppis. Es ist natürlich dann anders game und da tut sich jetzt auch mit großen Ködern gefallen. Also ich habe auch so ein altes Urvieh gefangen, das war komplett ausgeleichter mit, ich weiß nicht ob der 21 oder 22 Kilo hatte, aber der sah aus wie ein 70er. Ohne Scheiß. War auf jeden Fall ein stabiler Fuffi, wenn der jetzt nicht gerade direkt aus der Leiche kam wie der. Und da habe ich dann wirklich auch abseits in die Kante rein. Ein 24er von den Selectives. Damals hießen sie Solid, aber ist mehr oder weniger das gleiche. Zamba. Und habe dann nur eine Handvoll so blub blub blub blub außen rum geführt und das war der einzige Fisch, der in Nacht abgelaufen ist. Und war dann auch absolutes Urvieh. Da funktioniert es auch und es sind auch Schuppis. Marcus Lechelt: Aber am Ende ist das auch der Reiz beim Angeln, dass man am Ende auch einfach nicht alles versteht und nicht hintergründen kann. Man macht sich viele Gedanken, wie was sein könnte und in dem Moment, es plausibel ist, dann denkt man, ja so ist es, bis man nicht was anderes feststellt. Aber ganz viele Sachen weiß man nicht genau, warum was wie ist. Mark Dörner: Ja, oft im Nachhinein. es ist beim Angeln, ist dieses Reflektieren, dranbleiben, sich auch über Dinge unterhalten, nochmal drüber nachdenken. Oft kommt der Augenöffner nachher. So wie jetzt zum Beispiel halt bei dir auch mit der Stelle da, mit den Muschelbänken. Marcus Lechelt: Mit der Kartenauswertung. Mark Dörner: Also ist wirklich, ja, Kfangen ist und bleibt fast ohne Boden und ich glaube deswegen ist dann auch so ein Urgestein wie du es bist, was das schon so lange macht, es wird einfach nicht langweilig. Marcus Lechelt: Es wird einfach nicht langweilig und spannend, dass man immer wieder dann doch wieder neue Herausforderungen findet. Mark Dörner: Wenn man sie sucht. Wer halt immer in seinen gleichen Verein sei geht, sucht vielleicht was anderes. Aber das ja auch das Coole beim KfW angeln. Jeder kann da irgendwie auch so finden, was er sucht, weil es so facettenreich ist. Marcus Lechelt: Ja klar, das Gewässer muss es natürlich irgendwie auch hergeben. du so einen 10 Hektar Fahntsee hast, es dann auch relativ schnell komplett alles durchgeangelt und bekannt. Aber wenn du jetzt so einen riesen See hast, da kannst du dein ganzes Leben lang verbringen und findest immer wieder neue Zusammenhänge raus. Also jetzt als Extrembeispiel Ballerton. Als wir da früher in den 90er Jahren waren, haben wir ja auch gut gefangen. Aber du hättest niemals 400 Meter mit einem Boot den Köder rausgebracht. Weil man gar nicht so dieses Mindset hatte, dass so was gehen kann. Die Rollen waren nicht groß genug. Man hätte nicht gedacht, dass so was funktioniert. Du hattest auch nicht die richtigen Schlauchboote, gar keinen Elektromotor. Das war ganz abgesehen. Da muss man dann irgendwie auch reinwachsen. Mark Dörner: Da brauchst du eigentlich diese Drohnen, die sie beim Haifischangeln haben. Da gibt es doch irgendwie flingendriche in Florida oder so beim Haieangeln ihre Köderfische mit der Drohne heraus. Ich glaube schon. Marcus Lechelt: die fliegen da sogar richtig fette dinger raus, so zwei drei Kilo Teile Mark Dörner: Jaja, deswegen. Das wäre natürlich auch ein Next Level, Dann ist ja auch irgendwann der Sturm egal, wenn das Ding ordentlich windfest ist. Marcus Lechelt: Da brauchst du aber auch die Drohne, die bei 8 Windstärken auch noch fliegen kann. Mark Dörner: Da bin ich jetzt auch nicht so sicher. Ich weiß nicht, ob die das so krass im Winter betreiben. Aber an der Küste ist ja schon auch tendenziell immer ein Lüftchen. Marcus Lechelt: Aber du kannst das Ding auch sonst auch die Kitesurfer fragen, ob sie dir mal einen Köder mit rausnehmen oder die so einen Kitesurfer drachen wollen. Mark Dörner: Er das an Kumpel von mir gemacht, an dem Seemann man nicht füttern darf. Beziehungsweise kein Boot darf vor allem. Da hat er einfach eine Stand-up-Paddlerin angesprochen, ob sie nicht mal eben... hat einen Marker ausgeworfen, hat er keinen Bock mehr auf spotten. Dann hatte ich gefragt, ob sie nicht mal eben den Eimer da vorne umdrehen könnte, was sie dann auch gemacht hat. Marcus Lechelt: Bei so einer Aktion kannst du sogar noch paar nette Kontakte schließen. Mark Dörner: Ja, Kapferangeln bringt die Leute halt zusammen. Marcus Lechelt: Ja genau. Mark Dörner: So Markus, ich habe jetzt hier tatsächlich noch eine lange Liste an Fragen, die ich jetzt aber auch mal aufschieben würde. Dann habe ich eigentlich gleich mal einen guten Aufhänger für den nächsten Podcast und muss nicht lange einen Gast suchen, sondern den mache ich dann einfach alleine. Weil wir sind jetzt schon bei einer Stunde und 18 Minuten und es ist schon halb 12 und ich muss das Ding hier auch noch fertig machen und online stellen. Also es wird sowieso eine Nachtschicht. Insofern... wäre ich jetzt erstmal durch. Ich glaube, wir haben das jetzt hier einfach mal auf den Ballaton plus ein Off-Topics beschränkt. Ihr hattet jetzt letztendlich, kann man zusammenfassen, was ihr gefangen habt, das jetzt einfach nochmal so abzuschließen. Der größte Fisch war tatsächlich über 30 Kilo schwer. Marcus Lechelt: Ja, das kann ... Genau, insgesamt muss man natürlich auch mal auf die Zeit betrachten. Also wir haben glaube ich, fünf Tage da und haben aber nur drei Tage gefischt, weil zwei Tage, war unmöglich zu fischen und hatten elf Fische, wo man jetzt, viele jetzt vielleicht denken nur, aber... Mark Dörner: Das war auch das Ziel. Marcus Lechelt: Genau, also ohne Scheiß. Daran sieht man, dass es total gut geklappt hat, weil wir, glaube ich, nur so zwei kleine unter zehn Kilo hatten. Und definitiv hat total gut funktioniert. Und ganz im Ernst, bei den Storben willst du auch nicht nachts... Mark Dörner: selektives Ameln. Marcus Lechelt: irgendwie unnötig deine Routen herausfahren, wenn es nicht ein guter Fisch ist. Und dann hatten wir halt den großen über 30 Kilo, zwei gute über 20 Kilo und dann halt irgendwie noch ein paar 3, 4, so über 15 Kilo und dann halt um 12 Kilo halt. Aber alles gute Fische. Mark Dörner: Ist ja ein Wahnsinnsschnitt. Und dann auch noch mit diesem Topf Fisch. Und das, wo man von der Nadel im Heuhaufen spricht, auf einem 60.000 Hektar Gewässer. Also das ist irre. Marcus Lechelt: Ja, es ist mega. Also echt mega. Und das innerhalb von drei Tagen. Das ist schon krass. Hinzu kommt auch noch, als wir ankamen, hatte das Wasser einfach mal, ich weiß es nicht mehr genauer, war so unendlich warm, ich glaube 6 oder 27 Grad. Also völlig geistig. Mark Dörner: Stimmt, das nicht das zweite warme Frühjahr. Marcus Lechelt: Naja, es war so hot irgendwie nach der Competition, zwei Wochen und dann gab es eben diesen Sturm, wo wir dann auch nicht wirklich angeln konnten und dann hat sich das, ich glaube jetzt, dann war es eben so 20 Grad, hat sich das auf 20 Grad eingependelt. Und da haben Mark Dörner: ja, das sei natürlich wahrscheinlich auch dem Ganzen gut getan. Marcus Lechelt: Ja, definitiv. kam richtig Sauerstoff ins Wasser und die hatten richtig Bock dann halt. Aber es hat einfach richtig gut funktioniert, dass wir die Kleinen ausselektiert haben und einfach jetzt schöne Fische gefangen haben. Mark Dörner: Ja. Ja genau so würden sie haben. Also wenn du es dir richtig aussuchen hättest, hättest du wahrscheinlich am liebsten nur drei Fische gefangen in der Session. So und das jetzt mal überspitzt sozusagen. Und dahingehend ging ja die Taktik komplett auf. Cool, Markus, hast du noch was du gerne loswerden würdest? Marcus Lechelt: Keine Ahnung. wie gesagt, so, never stop exploring. jetzt steht er gerade auf dem T-Shirt. Mark Dörner: Hahaha! Der Spruch passt auf jeden Fall gut zu dir und deiner Journey. Vielleicht können wir ja auch noch mal den ein oder anderen Podcast hier machen, weil ich glaube, so wie wir das jetzt angegangen sind, wir haben uns jetzt eigentlich nur über eine Session an einem Gewässer unterhalten. Und ich glaube, da könnten wir noch ein paar wirklich interessante Sessions aufarbeiten. Du hast einiges zu erzählen aus den letzten Jahren und einfach verrückt, was du teilweise für tolle Fische mit kleinem Zeiteinsatz im Endeffekt schon ein Land gezaubert hast. Und da können wir glaube ich auch nochmal, ob es am Casien ist, am Oriana und so weiter und so fort, können wir glaube ich noch ein paar coole Geschichten aufrollen in der Zukunft, wenn du Bock hast. Marcus Lechelt: Definitiv, auf jeden Fall. Wobei das kann man vielleicht tatsächlich noch mal abschließend dazu sagen, weil für viele Angeln dann höre ich immer so diese Arbeit, so viel Arbeit, die Arbeit wird belohnt. Am Ende ist es dann doch nur ein Hobby und soll ein Freude bereiten. Was mir einfach richtig Spaß macht, ist diese Vorplanung. dass man dann am Wasser eben nicht so viel Arbeit hat und eben auch nicht wochenlang vorfüttern muss und diese ganzen Geschichten. Und das ist für mich immer so ein Reiz, wie kann man mit der Vorplanung, die jetzt so nebenbei passiert, seinen Traumfisch fangen, irgendwie ohne jetzt vor Ort. oder diesen Rieseneinsatz haben, der am Ende alles blockiert. Das ist schon ganz spannend, dass man diese Vorplanung, oder mit einer richtig guten Vorplanung, schon extrem viel in die richtige Richtung leiten kann. Mark Dörner: Das stellst du auf jeden Fall immer wieder unter Beweis. Wir kennen uns jetzt auch schon eine Weile und das fällt mir auch auf, dass du dich gut vorbereitest und dadurch vieles in die richtige Bahn lenkst und nicht erst am Wasser anfängst, dich mit der Situation zu beschäftigen. Und das kann ja auch eine gewisse Vorfreude schon bringen. Man stemmt sich ja schon bei dieser ganzen Vorbereitung auf die Session ein. Marcus Lechelt: Genau und das kannst du also locker nebenbei machen und macht eben auch extrem Spaß. Mark Dörner: Weil du machst das ja auch wirklich so. Du hast, oder zumindest in letzten Jahren, kann ich das mit ziemlicher Sicherheit behaupten, hattest du diese einige extreme Sessions oder besonders immer diese extremen Sessions, wie es vielleicht viele ansehen würden. Sei es am Oriana mit 5.000 Hektar, sei es Macpom mit mehreren 1.000 Hektar vom Kajutboot, sei es der Ballaton mit 60.000 Hektar. Aber dann so zu Hause hast du eigentlich keine so regelmäßige Angelroutine an irgendeinem Baggersee, Flüsschen oder Torfstück oder sonstigen. Das findet bei dir überhaupt nicht statt. Marcus Lechelt: Aber es hängt tatsächlich genau damit zusammen, dass ich zu Hause auch fast gar nicht mehr angel. Also zwischendurch irgendwie so in der Wochenendnacht. Weil ich die Zeit da einfach nicht finde und dann eben die Zeit nutze, dann halt so längere Touren halt vorzuplanen und... Mark Dörner: Deine Dosis Angeln holst du dir eigentlich über die Vorplanung auch dieser Sessions und damit holst du auch so ein bisschen dein Angelfeeling, dein Angelding und das mündet dann aber meistens in ziemlich krassen Ergebnissen an Gewässern, an denen andere wahrscheinlich zehn Jahre für ähnliche Ergebnisse brauchen. Marcus Lechelt: Oft ist das so. Mark Dörner: Also das ist schon ein spannender Weg, vielleicht könnten wir da auch noch mal bisschen reingehen in einem weiteren Podcast, weil das schon eine Sache ist, die dich schon auch sehr auszeichnet. Dann danke ich dir an dieser Stelle für einen wirklich aufschlussreichen Podcast, inspirierenden Podcast und freue mich auf jeden Fall auf weiteres an anderer Stelle. Vielen Dank an alle fürs Zuhören. Lasst uns gerne Feedback da und im nächsten Podcast widme ich mich euren Fragen. Dankeschön. Marcus Lechelt: Sehr gerne. Hasta pronto!