Mark: Los geht die wilde Fahrt. Herzlich willkommen zum Supreme Bates Podcast, hätte ich fast gesagt. Aber das wäre ja Werbung. Der heißt Vertrauen fängt der Podcast. Und mein Gast heute ist Pierre-Michel Lé. Mischel. Mischel. Mischel, meine ich ja. Pierre: Michel, Michel, nicht Michael, Michel. Alles gut, halt so wild. Ja, vielen Dank Mark für die Einladung. Mark: Sag mal, spricht man eigentlich Michel oder Michel? Wie sprichst du dich? Wie stellst du dich selber vor? Pierre: eigentlich nur mit Pierre oder Pierre Lea, aber Pierre Bichel nennt mich eigentlich nur meine Mama, wenn es Eger gibt. Mark: Ja, weil ich sage eigentlich Pedro zu dir. Pierre: Ja, das ist eigentlich auch so mein gängiger Spitzname. Mark: Das ist ja auch eigentlich endpeinlich, wenn ich meinen Podcastgast voll falsch vorstelle als Michael, statt als Michelle. Pierre: Das lassen wir drin, das finde ich nicht schlimm. Papa ist Michael, dann ist er mit dabei. Mark: Ja, deswegen hab ich das wahrscheinlich verpeilt. Du siehst ja aber auch immer ähnlicher im fortgeschrittenen Alter. Weil ich kenn ja noch von früher, als ich so, keine Ahnung, 20 war, der auch in Magazinen veröffentlicht, oder? Pierre: Jaaas Ja, tatsächlich öfters. Viele glauben auch, dass ich zum Karpfangeln komme, wegen meinem Papa. Tatsächlich war es aber genau andersrum. Papa war ein typischer Raubfischangler, der das Karpfangeln gehasst hat. Das waren für ihn völlige Idioten tatsächlich am Anfang. Und irgendwann bin ich ihm so auf den Senkel gegangen damit, dass wir irgendwann Karpfangeln waren. Und als er den ersten gefangen hat, zack, ist er der Karpfangler schlechthin geworden. Mark: Ach nein. Dann war er hockt. Pierre: Dann war der Hooked so wie viele danach. Mark: Also insofern würde ich vorschlagen, wir starten die Aufnahme nicht neu, sondern lassen das jetzt einfach so drin. Haters gonna hate, aber ich glaube sowas gehört dazu im Leben und die Frage ist, wie geht man damit ⁓ Und da gehören ja auch immer zwei Seiten dazu. Pierre: Nein, sehr gerne. Man sollte es nicht zu ernst sehen. Mark: Das Leben an sich. Und der ein oder andere einem gegebenen Namen. Wie kommt's denn eigentlich? Ja? Pierre: Genau. Tatsächlich muss ich sagen, dass du mich gerade echt bisschen quälst. Also nicht nur, dass wir gerade eine Stunde gebraucht haben, wir hier ready waren. Wir hatten ja bisschen Komplikation. Aber tatsächlich ist es auch so, dass aktuell draußen das Wetter richtig geil gerade wird zum Angeln gehen. Es hat sich zugezogen. Es kommt eine fette Gewitterfront, die den Luftdruck droppen wird. Mark: Stimmt. Pierre: Und ich sag dir was, die letzte Woche war auch so, immer wenn ich arbeiten war, war nieselregen und es war bewölkt und ich dachte mir, boah ey, die Fische, werden jetzt so runtergehen und snacken. Und jedes Mal, wenn ich frei hatte und am Wasser war, war es genau so, dass die Sonne geballert hat ohne Ende und die Fische einfach nur eine auf Zeppelin gemacht haben. Mark: Aber du siehst auch echt sonnengeküsst aus, kommst du grad vom Wasser. Pierre: Ich komme tatsächlich gerade vom Wasser. Wir haben die letzte Nacht geblänkt. Ich war verabredet mit einem jüngeren Carpfangler bei uns aus dem Verein, mit dem ich ab und zu mal eine Session mache. das war letzte Nacht so warm, es ist 11 Grad geblieben, ich. Spiegelglattes Wasser, so ein Pollenteppich drauf. Und es hat sich so bisschen angefühlt wie diese Stimmung, kennst das, wenn die Fische anfangen zu laichen? Das Wasser ist natürlich noch zu kalt jetzt aktuell. Aber du merkst diese drückende, stehende Wärme. Und da habe ich auch die Erfahrung gemacht, wenn die Fische ultraletarisch befinden sich nur in den oberen Wasserschichten, wo wir auch bei dem großen Problem an diesem Gewässer sind, wo wir eigentlich waren. Denn die flachste Möglichkeit, die du ablegen konntest, war so roundabout 3 Meter im Holz. Und der ganze Fischbestand stand da im Holz, unter anderem auch ein großer Fisch. den ich unbedingt noch fangen möchte, der mir fehlt in dem Gewässer. Den habe ich auf der Drohne vorher gesehen und Mark: Ich wollte gerade fragen, wie du den gespottet hast. Pierre: Tatsächlich bin ich aber der Meinung, dass die Fische wahrscheinlich nicht tiefer als 2 ⁓ gegangen sind. Und so flach konntest du dort gar nicht angeln. glaube einfach, du hast auf 300 ⁓ einen Kühlschrank, quasi im Gegensatz zu dem, was die oben haben. Und die werden Teufel tun, dort runterzugehen. Egal wie bunt und knallig der Pop-Up ist und noch so viel Reiz gesendet. Ich glaube, die haben einfach Bock, ihre Körpertemperatur zu erwärmen. Dann interessiert die das nicht. Mark: Wäre das so eine klassische Situation für einen Zyklik? Pierre: Das ist die absolut klassische Situation für einen Seagrig und ich glaube auch, dass das die einzige Möglichkeit ist, in die Nähe der Fische zu kommen, aber du hast zu viele Problematiken, die das Seagrig mit sich bringt. Und das ist vor allen Dingen, erstmal wenn du auf Distanz angelst, der Spot war knapp 200 Meter entfernt bis zum Holz. Und das andere ist die Stärke der Schnur. Wenn du vor so einem Holz angelst, wie willst du das machen? Du musst ja auch... Mark: Holz. Pierre: relativ feine Schnur benutzen. Und du brauchst eine gewisse Fischstichte, glaube ich, auch ⁓ Seagreeks zu benutzen. Das kann funktionieren. Ich habe jetzt auch echt die Erfahrung machen müssen an dem Pay Lake, dass das der absolute Gamechanger war, obwohl ich da noch gar nicht so die Erfahrung mit gehabt habe. Aber du musst es in der richtigen Situation benutzen. Und alleine, dass wir so viele Hindernisse und Holz im Wasser haben in unseren Vereinsgewässern hier. macht es fast unangelbar. Weil am Ende ist es so, dass du den Fisch wahrscheinlich ⁓ verlieren wirst, weil du kannst ihn nicht vom Holz weghalten. In der Regel angeltst du, ich angel da Subrate mit einem Snackleader vor, ein kleines Stück als Puffer, und dann prügelst du die da halt raus. Und das funktioniert ja mit dem Seakreak nicht. Und die tun auch den Teufel aus dem Holz rauszukommen, die bleiben die ganze Zeit halt immer auf Linie mit dem Holz. Das Wasser ist kristallklar. Ja, deswegen fällt die Option leider weg. Aber nicht desto trotz, jetzt sage ich dir was, mein Kollege wollte es tatsächlich noch bisschen aussitzen in den Mittag rein und ich habe zu ihm gesagt, das macht ⁓ keinen Sinn, wir beide fahren jetzt docken. Und eine gute Taktik, die sich dann anbietet, ist es erst mal das Gewässer zu wechseln, wenn man eine aussichtslose Situation hat. Und vor allen Dingen genau diese Gewässer anzufahren, wenn man schon merkt, die Bedingungen sind katastrophal. Dann suche ich mir die gleichen Gewässer wie im Winter. Das sind Gewässer mit hohem Fischbestand. Und wo die Fische eine viel größere Futterkonkurrenz haben. Dann habe ich 2, 3 Spots gefüttert auf Sicht. Dann haben wir einen Kollegen besucht, haben mit dem noch ein Getränk getrunken. 1,5 h später sind wir dahin und haben mit der Poolbrille die Spots abgecheckt. Und siehe da, auf einem Spot haben sie gesnackt und waren voll drauf. Mark: Stark. Pierre: Und dann haben wir tatsächlich noch einen gefangen. Mark: Da hat er dann kurz mal geangelt auf dem Spot, wo das Futter weg war und dann hat es auch geknallt. Pierre: war ich vor kurzem schon mal genau an der Stelle, wo ich gestalkt habe. Ich bin runtergekommen und habe direkt zwei Fische gesehen, die am Fressen waren. Die wollten auch nicht vom Platz weggehen. Ich dachte mir, was ich denn jetzt? Spuke ich die mit Futter oder warte ich, bis sie alles weggefressen haben? Ich habe sie verschreckt mit Futter. Habe mich für die Variante entschieden, habe meine Rute dazwischen gelegt. Die Fische sind nicht wiedergekommen. Mark: ⁓ okay. Pierre: für eine gute über eine halbe Stunde. Dann habe ich aufgegeben. Dann sah das aussichtslos aus. Diesmal habe ich es anders gemacht. Ich bin runtergegangen, habe keinen Fisch gesehen und habe nur einen Single, einen gelben kleinen Dumble auf das Futter, was ich eine halbe Stunde vorher gefüttert hatte, draufgelegt. Das ist das Geile, wenn du Anzeichen von Fisch hast und siehst, sie drauf sind, dann bekommst du schnellen Feedback. Ich glaube, die gute Lage ... drei bis fünf Minuten vielleicht und ich habe Mark: Aber hast du das mit Blyke an oder Freeline? Pierre: Ich habe es Blei geangelt, ganz einfach aus dem Grund, weil ich dort nicht eine optimale Möglichkeit habe mich zu verstecken. Die Fische sind mittlerweile ultra spooky, wenn du da so angelst und im ersten Fall musst du auf jeden Fall, was super wichtig ist, musst grüne oder helle Kleidung tragen. Das ist eine Sache, die ich früher gar nicht so auf dem Schirm hatte. Ich dachte immer, ja dunkel gekleidet ist gut. Nee, ein Fischrei ist nicht ohne Grund weiß. Es ist so, dass helle Farben tausendmal besser sind beim Storken als dunkle, weil du einen Kontrast bietest in der Natur. Deswegen meistens habe ich so eine grüne Drycore-Jacke einfach an, weil die natürlich hellgrün ist. Die bietet sich immer ganz gut an dafür. Aber ja, in diesem Fall war es einfach nur freie Fläche und deswegen... Cing! Corder-Werbung! Mark: Ich wollte noch mal kurz die Werbung markieren. Das ist auch noch für Fremdfilmen hier im Podcast. Aber gut, mach weiter. Pierre: Ja, ich hab das schon mitbekommen, das ist die Werbeklinge jetzt. Ich hab das ja gar nicht so auf den Schirm gehabt. Für die Hater, dass die jetzt mal kurz aufs Klo gehen können. Mark: Jaja, die müssen wir immer ab und zu mal drängeln. Nee, alles gut. Nee, einfach als Triggerwarnung auch. Man möchte die Leute heutzutage auch nicht überfordern, wenn sie einem zuhören. Pierre: Okay. In einem Podcast. Mark: Definitiv. Aber mach mal weiter mit deiner Drycore Jacke. Hellgrüne Drycore Jacke. Z.B. wenn du vor dem Busch stehst, oder? Dass du dich quasi dem Busch anpasst, von der Farbe. Pierre: Nee, auf jeden Fall. einfach dem Surrounding. Alles was sonst... Also es ist wirklich so, man muss sagen, der Otto-Angler schlechthin, der mit einem weißen Nike-Shirt ans Gewässer kommt, ist besser ausgestattet als du mit einem schwarzen Shirt. Das ist einfach so. Mark: Genau, Aber doch vor allem, wenn der Fisch jetzt relativ freie Sicht auf den Himmel hat, dann sind ja meistens helle Farben, zum Beispiel weiß oder blau, bieten ja weniger Kontrast. Wir sind eher eine Wolke. Pierre: Genau, glaube einfach hell ist wichtig. Das ist meine Erfahrung, ich gemacht habe. Mark: Ja, das hört man auch sehr oft von den Raubfischanglern. Deswegen sehen wir Beispiel Fische unten am Bauch auch weiß. Wenn die von unten von einem Raubfisch gesehen werden, dass sie nicht gleich weggesnackt werden. Das heißt, wenn du einen Kontrastköder haben willst oder selbst einen Fluor-Köder, einen Reizköder beim Raubfischangeln, dann sollte der am besten auch im Bauch schwarz sein oder knallig. Aber am besten nicht weiß oder blau oder hell. Pierre: Hmm? Hmm Ja, weil der Fisch einfach von unten den Kontrast sieht und dann besser den Köder anvisieren kann. Ja klar, verstehe ich. Bis! Mark: Wenn's dunkel ist, genau. Und das ist jetzt auch deine Theorie, Das ist ja genau das Gleiche jetzt im Endeffekt. Also du bist besser getarnt, aber jetzt, wenn du vor einem grünen Busch bist oder vor sehr dunklen Busch, ist ja vielleicht schwarz sogar besser als jetzt weiß. Pierre: Jaja, definitiv, das ist... Ja, könnte sein. Könnte sein, ja. Auf jeden Fall achte... Ich achte da auf jeden Fall mittlerweile penibel drauf. Ich weiß nicht, woran das liegt. hab das Gefühl, dass ich früher beim Stalken weniger Probleme damit hatte, weil die Fische da einfach noch nicht so scheu waren in manchen Fällen. Vielleicht hab ich dann zu viel gestalkt und die sind einfach vorsichtiger geworden. Aber du versuchst natürlich alle Einflüsse zu minimieren, damit du einfach auf Nummer sicher bist. Mark: Aber ich verstehe in der Theorie, was du meinst, ja. Ja. Hast du auch den Eindruck, dass das Angeldruck sich echt schneller auf die Fische auswirkt, als man es liebhaben will? Also ich habe diesen Eindruck schon öfter mal gehabt, dass selbst ich als einzelner Angler es schon geschafft habe, Angeldruck auszuüben. Weil du jetzt sagst, dass du zu viel da gestalkt hast, hat jetzt der ganze Verein da gestalkt, weil du da erfolgreich warst dadurch. Pierre: Kommt tatsächlich auch auf die Fischdichte an, bin ich mir ziemlich sicher. Mark: Aber wie war es denn jetzt in deinem Fall? Du sagst ja, ich weiß nicht, ob ich jetzt da zu viel gestalkt habe und deswegen die Fische vorsichtiger geworden sind. Stalken da viele Leute oder stalkst da wirklich nur du? Pierre: Hm. Also ich muss gestehen, dass es vereint sind, mal ganz wenige Leute gibt, die das ausprobieren. Aber in der Regel würde ich fast sagen, dass ich der Einzige bin. Mark: Also wenn die Fische jetzt mittlerweile dadurch scheu geworden sind, dann hat das ja mit dir als Angler zu tun. Oder? Pierre: Ich glaube, da viele Faktoren hinzukommen. Zum Beispiel, wenn du keine perfekten Bedingungen hast, wo die Fische ⁓ schon recht träge sind, schlecht aufs Futter lassen. Das ist zum Beispiel eine Situation vor ein paar Tagen, wo ich da war. Dann arbeite ich mit viel Pellets, Dosenmais, Liquids. Mark: Ja. Pierre: ⁓ einfach eine hohe Attraktivität am Platz zu haben, mit wenig Futter und die Fische mehr oder weniger zu überreden zu fressen, weil sie ⁓ keinen Bock haben. Das ist eine ganz andere Situation. Ich kann auf jeden Fall davon berichten, wenn man Fische mal im Rausch gesehen hat und sie übelst Bock haben. Ganz ehrlich, glaube, kannst du dich mit so... Kennst du diese Norwegen-Neoprenanzüge? Sicherheitsanzüge? Dann kannst du dich da... Mark: Diese orange-rote Dinger da, oder? Pierre: Kannste dich dahinstellen und das wird die wahrscheinlich trotzdem nicht interessieren, weil die quasi mit ihrem kompletten Maul und Kopf im Schlamm stecken und nur... Ja. Mark: Wenn du nur Fressen im Kopf hast, kannst du auch egal welches Rig angeln, egal wie scharf dein Haken ist. Pierre: Ich habe vor kurzem erst an einem Kristallklaren kleinen Kanal geangelt, wo ich auch immer wieder stalke, wo die Fische super sind. da hatte ich einen Abend, wo die Fische plötzlich angeknipst waren. Du wartest wirklich enorm auf so einen Tag, dass so etwas überhaupt passiert. Und tatsächlich ist es so, dass ich drei Läufe, ich hatte quasi einen Doppellauf und noch einen Lauf hinterher, nachdem ich die Rute schnell wieder neu gemacht habe. Und daran merkst du, wenn die Fische Switched On sind, dann interessiert es sie wahrscheinlich nicht mehr. Mark: Ich weiß genau, wovon du sprichst. hatte so eine Situation auch mal im Frühjahr. Da haben wir den ganzen Sebestand im Endeffekt auf kleinsten Wasserfläche gefunden. Also wirklich nur so in einem Flachwasserbereich. Da standen die gestapelt. Haben wir mit der Drohne entdeckt. Und dann haben wir die angeangelt und ich habe zu meinem Angelpartner gesagt, pass auf, wir müssen uns jetzt hier voll vorsichtig hinschleichen. Wir haben die halt auch so gestalkt im Endeffekt. Komplett in den Bereich geangelt, wo die Fische sind, nur mit kleinen Poppies. Pierre: Mmh. Mmh. Mhm. Mh. Mark: Ich hab gesagt, wenn wir jeder ein, zwei Bisse hier rauskitzeln, dann können wir echt froh sein. Weil auf diesem engen Bereich zu 100 % wird es die Fische scheu machen. Da hab ich wirklich alles drauf verwertet. Komplett. Und wir haben dann da 13 Fische rausgerupft. Und wirklich, ja, auf ... Ich meine, oder waren es acht oder sieben oder 13? Nein, doch, waren 13 Fische in dem engen Bereich. Ich glaube schon. Ich müsste noch mein Fangbuch nachschauen, dafür führt man ja so was auch. Pierre: OID Seine Hand schön ins Feuer gerichtet. Ja, okay. Ja, das ist natürlich krass. Mark: Aber es war auf jeden Fall, sagen wir mal, selbst wenn wir von der Hälfte sprechen, Also waren mindestens 7 oder 8. Kann auch sein, dass es auf 2 Tage verteilt war. Sagen wir mal 7 oder 8. Ich hätte es nie für möglich gehalten. Ich wäre mir sicher gewesen, nach 1 Spülsens, 2 Fischen muss der Spuk vorbei sein. das hat mehr oder weniger vorne und Füßen gebissen unter der Rutenspitze. Der ganze Drill hat sich in einem super kleinen Bereich ab... Pierre: Ja. Okay. Hm? Mhm. Mh. Mh. Mark: gespielt und das war der Bereich, dem die Fische halt auch einfach waren. Aber das war wirklich so, als ob die das überhaupt nicht juckt. Also die waren einfach so on fire. Pierre: Mh. Find ich super wichtig, einfach das mal zu sagen. Das ist meine Erfahrung. war früher ganz häufig so, dass, ich gemerkt habe, es läuft brutal und ich habe 2, 3 Fische hintereinander gefangen. Weißt du, was ich dann ganz häufig gemacht hab? Ich hab gesagt, wenn es am schönsten ist, sollst du aufhören, hab Futter nachgelegt und hab gesagt, nächsten Tag komm ich wieder und rock das gleiche Ding noch mal so. Ich kann wirklich nur an jeden appellieren, der in so einer Situation ist. Mach das Beste aus der Situation. Mach nicht den Fehler und geh woanders hin, leg Futter nach oder denkst dir, ey, ich hol mir morgen noch mal welche oder so. Die Fische werden zu 99 Prozent nicht mehr am Folgetag in diesem Modus sein und zweitens in vielen Fällen auch nicht mehr an der Stelle. Mark: musst mitnehmen, was geht in der Situation. Das ist ja auch so, du irgendwo mal einen Lauf hast und hast ein, zwei Fische, die du in kurzer Zeit fängst, an einem Gewässer, wo das vielleicht dann auch nicht so üblich ist, dann solltest du alles daran setzen, Erfahrung nach so schnell wie möglich deine Ruten wieder rauszukriegen. Und nicht da irgendwie rummachen mit den Fischen oder irgendwas. Weil dann sind die Fische da und dann musst du sie fangen und dann sind sie auf ... Pierre: Volle Kalle. Wenn du diese... Ja. Mhm. Mhm. Voll. Voll. Ja. Hmm? Mark: im Fressmodus sozusagen. Dieses Fenster musst du immer mitnehmen. Natürlich ist es eine andere Sache, wenn ich jetzt da... Man muss vielleicht Stück weit dahingehend differenzieren, ob ich jetzt zum Beispiel einen Futterplatz angel, den ich mir aufgebaut habe. Den würde ich halt nicht platt angeln. Das zeigt die Erfahrung ganz klar. Mehr füttern als fangen oder mehr füttern als angeln. Aber in dem Fall zum Beispiel auch war es ein Gewässer, wo wir nur ein Wochenende geangelt haben. Pierre: Voll, ja definitiv. Hmm? Ruhen lassen, ja, die Taktik kenne ich. Mhm. Mhm. Mark: Und da haben wir die Fische eben gefunden, nach Location machen, am zweiten Tag. Ja, und wollten uns da halt was rausstalken und dann lief das da so und dann haben wir natürlich geangelt bis zum geht nicht mehr, bis da nichts mehr gegangen ist. Pierre: Hmm? Hm? Eine gute Taktik, die auch in solchen Situationen funktioniert, ist tatsächlich, leichte Blei aufzuverwenden. Da trennen sich ja auch wirklich die Meinungen bei diesem Thema, glaube ich. Ja, es gibt ja viele Leute, die zum Beispiel sagen, schwere Bleie haken Fische deutlich besser und bringen mir auch mehr Fische. Gibt es viele. Mark: Ja? Echt? Okay. Das ist richtig. auch aufs an, das Ganze mit Rig aufzutun. Pierre: kommt aufs Rig drauf an und ich sag dir was, ich würde sagen so bis Mai, bis in den Mai, späten Mai rein, verwende ich fast nur Heli-Montagen. Mark: Also Shotrix. Pierre: Todd Rick's quasi und Mark: Dann auch mit einem... einem... also mit einem LED-Core oder Naked. Pierre: Ich habe es naked auch schon geangelt in kristallklaren Gewässern, weil du unsichtbar präsentieren kannst. Das große Problem, ich mit Naked Rigs habe, was meine persönliche Erfahrung ist, ist, ich habe Fische verletzt. Das bedeutet, Schnur, wenn die relativ dünn ist, sagen wir mal, du verwendest eine 35er Mono, dann kann die an der Seite vom Fischstuppen rausnehmen. Mark: ⁓ ok. Hast du damit schlechtere Erfahrungen als mit dem Letcore? Weil Letcore galt ja lange Zeit auch als verpönt, dass es fischunfreundlich sei. Pierre: Und dann fängst du... Ja. Ja voll, vielleicht hat es auch einfach mit der Situation viel mehr zu tun, die sich im Drill dann halt ergibt. Aber auf jeden Fall habe ich die Erfahrung gemacht und deswegen bin ich davon irgendwie so bisschen weggegangen. Ich glaube eher, dass es auch mit der Dicke des Materials zu tun hat. Mark: Aber worauf ich jetzt auch ein Stück weit hinaus wollte, ist auch dieser Hakeffekt, den du ja dann auch schon beim Aufnehmen des Pop-Ups hast. Ich habe jetzt einfach mal ein Pop-Up vorausgesetzt, dass sich der Fisch bei einem Chod-Rig oder Helirig ja auch schon quasi den Haken setzt durch den Widerstand der Schnur, da unten ist. Und dann erst durch das Flüchten sich den letzten Heap quasi dann noch verpasst gegen's Blei. Pierre: Ja. Definitiv genau das ist der Fall. Mark: Ich habe auch die Erfahrung, dass da ein leichtes Play funktioniert. Pierre: Ich glaube, dass es viele Leute gibt, wirklich glauben, dass der Karpfen sich nur durch das Blei hakt. Und das ist definitiv nicht der Fall. Glaub es mir, du kannst ein Absenkblei, 20 Gramm an dieses Helirig machen, du machst einen Pendelwurf rein und du wirst damit Fische fangen. Und nicht weniger und nicht mehr. Zu 100 Prozent. Weil ... Mark: So leicht angelt du dir noch, 20 Gramm Blei. Pierre: Tatsächlich habe ich in der Regel diese, ich weiß gar nicht was das sind, 47 Gramm Blei oder sowas. Roundabout 50 Gramm, weil ich muss natürlich auch ein Stückchen raus immer. Damit bin ich halt safe. Damit kannst du aber wirklich perfekt angeln und ich sag dir was, schmeiß mal 50 Gramm Blei ins Wasser, wenn du es vorsichtig rein pendelst und nimm mal 130 Gramm, dann weißt du was Phase ist. Mark: Ja. Absolut, absolut. Klar. Und dann, gerade wenn du vielleicht sogar bisschen auf Kraut, Bodenkraut oder Sediment, schlammigen Grund angelst, dann versinkt ja das Blei auch nochmal. Das greift ja nochmal ein bisschen anders auf dem Untergrund. Pierre: Vielen Dank. Hm? dann hat es noch mal mehr Schwere, definitiv. Und der Grund, weshalb ich diese Heli-Ricks hauptsächlich benutze, ist es, weil die Standorte und die Fressrouten, beziehungsweise sind es ja gar keine Fressrouten, du beangelst Fische, die in ihrem Wohlfühlatmosphäre, an ihren Wohlfühlplätzen sind. Die in erster Linie gar nicht Fressen im Kopf haben, wenn du, sag ich mal, so einen bunten Pop-Up anbietest als Single oder so. im Frühjahr dort, wo die Fische ihre Körpertemperatur erwärmen, versuchst du ja mit Reizen sie auf deinen Köder zu locken. Mark: Reizköder, so wie zum Beispiel beim Raubfisch angeln, wenn man jetzt dann den Firetiger da durchleiert, wenn nichts geht auf Naturdeko. Pierre: Genau und ich weiß nie wo dieser Platz ist wo die Fische sich aufhalten und das kann im krautigen abgestorbenen Bereichen sein, das kann in schlammigen Bereichen sein, das kann knüppelhart sein, keine Frage, sandige Plätze, aber ich weiß es vorher nicht und mit der Helimontage kann ich auf jedem Platz angeln. Ich schiebe da einfach das Beat hoch. Mark: Kannst einfach hinfeuern und ab geht's, auch wenn du Fisch vielleicht rollen siehst oder springen. Fischt auf jedem Untergrund. Pierre: Voll. Voll. Ja, und das Verrückte ist eigentlich, jetzt wenn ich in meinem Freundeskreis gucke, da sind schon ne Menge Leute, die das benutzen, weil wir uns natürlich auch gegenseitig austauschen und einfach die Erfahrung der anderen kennen. Aber wenn ich so sonst Leute treffe, super selten haben die Heli-Ricks dran. Ja, bei mir in der Gegend auf jeden Fall. Ganz viele Fischen inline und du weißt wie tödlich spiele. Mark: Ja, bei euch zwischen viele inline. Boah, das ist ja fast überall out. Also würde ich jetzt mal sagen, schreibt uns mal unten rein, ob jemand eher inline oder heli oder letdclip benutzt. Das würde mich auch echt mal interessieren. Pierre: Aber jetzt zeig ich dir was, in der richtigen Situation kann das Inline-Bly auch vorteilhaft sein und ein großer Vorteil. Mark: Ich liebe Inline, ich fische sehr viel Inline-Blei, sehr gern. Pierre: einen großen Vorteil den Inlandbleier haben können und da gehe ich auch mit dem normalen Angler völlig mit, ist es auf jeden Fall, dass du auch viel Blei sparst in der Regel. Du kannst den Inlandbleier Mark: Du hast den besten Hakeffekt, definitiv. Ja. Pierre: tausendfach wiederverwendet. Wenn ich jetzt in den Shop gehen würde, als normaler Angler, würde mir wahrscheinlich in ein Blei holen, weil ich weiß, dieses Blei, damit kann ich einfach 30 Fische fangen mit einem Blei. Das macht seinen Job voll, voll, definitiv. Mark: Definitiv. Wenn du ein freies Gewässer hast, wenn du nicht irgendwie hängen bleibst in Gesteinen, Holz, in Kraut und so weiter. Also wenn du frei fischen kannst und am besten noch einen sauberen Untergrund hast, dann ist für mich Inline zu 100 Prozent die erste Wahl. Pierre: Mhm. Du hast natürlich diesen Effekt, das muss einem klar sein. Der Fisch kann immer das Inline-Blei quasi benutzen, ⁓ sich den Haken rauszureißen. Da muss man auch wieder unterscheiden. Angeln du jetzt in Frankreich auf Fische, die fette Wulzlippen haben, die eigentlich Krebse knacken oder sind das Piki-Fische, die weiche Mäule haben? Da gibt es riesen Unterschiede. Mark: Ich persönlich fisch das immer leicht. Wenn ich auf Distanz muss und auf schwere Bleie setzen muss, dann fällt bei mir Inline auch wieder aus dem Konzept. Genau wegen diesem Effekt. Aber so bis 100 Gramm, am liebsten 85 tatsächlich, selbst auf sauberem Grund fisch ich Inline gerne. Und da hab ich immer einen sauberen Hakeffekt. Und hatte auch tatsächlich noch nie das Gefühl, dass der Fisch Pierre: Hm? Mmh. Mmh. Hmm... Mark: mit diesem Bleigewicht sich irgendwas rausschüttelt. Pierre: Tatsächlich angelt du das häufig auch mit Stiffwrecks, glaube ich. Mark: Jaja, ich angel sowieso super viel Steal Freak. Pierre: Da muss man ja auch immer, also auf sauberen Grund geht das, aber du weißt wo ich vorher drauf hinaus wollte ist dieser typische Inlandbleiangler, wenn der an einen sehr schlammigen Parksee kommt, der butterweichen Schlamm hat, wo das Blei gute fünf Zentimeter, wenn nicht sogar zehn Zentimeter nach einem Wurf, je nachdem wie weit du auch rausangelst, reinklatscht, dann weißt du ganz genau wie das da unten aussieht. Ich kann nur davon berichten und pass auf, das geht jetzt Mark: Mhm. Ja. Pierre: auch dahin ging, dass es gut ist, dass Stiffrig angelst. Damals haben wir sehr viel in meiner Jugend immer diese Kombi-Rigs geangelt, also quasi die mit der Umwandlung, wo du es abmachen kannst. Durchschnitt war immer so, würde ich sagen, 25 Zentimeter von so einem Rig in Limelight. War damals aber völlig normal. Wir haben immer längere Rigs damals geangelt. Ja. Mark: Das ist schon relativ lang für heutige Zeit. Ja, 20-25 cm waren Standardrig früher. Pierre: Und Inland-Blei, so ein Tube dran und das haben alle immer gefischt und ich werde das nie vergessen. Da bin ich auf die andere See Seite gelatscht mit der Taucherbrille. Mein Kollege hat da hingeworfen und ich bin mit der Taucherbrille rein und hab mir dann das Rig da unten angeguckt. Du kannst es dir nicht vorstellen, wie das aussieht. Ohne Scheiß. Also da muss der Fisch schon wirklich maximal. Ja, ja. Mark: Muss er schon wollen, meinst du? wie? Wie sah das denn aus? Erzähl mal. Pierre: Da muss ja richtig einer eine Pfanne haben. Also so ein Knubbel, der da auf einen sandigen Grund liegt. Das war auf Sand. Das war auf Sand. Im Endeffekt war es so, das war diese Torpedo-Form, dass das Blei so vorneweg im Sand steckte und der Tube dann nicht flach wegging, sondern hoch stand. Weißt du? Ja, ja, ja, ja, genau. Mark: Das war aber auf Sand, nicht auf Schlamm. Ja, weil die sich immer mit Luft füllen. Ich fische nur noch Dark Matter. Beziehungsweise sinkende Tubes, tungsten Tubes. Weil alles andere füllt sich nur mit Luft und steht da komisch weg. Ja, safe. Aber was man halt früher wahrscheinlich zu der Zeit auch noch nicht so richtig gemacht hat, das sind Klippwerfen oder so richtig sauber abstoppen vorher. Pierre: Mh. Mmh, mmh, ja. Hat man nicht gemacht, zeig ich dir, es ist. man nicht gemacht. Auch noch mal ein Riesenunterschied, weil du ja enorm viel Kraft rausnimmst aus dem Wurf auch. Mark: Wir haben das auf dem Schlamm ausprobiert. Wir haben an sehr schlammigen Gewässern, auch mit Inline-Blind, aber selbst mit einer Heli-Montage an einem sehr schlammigen Gewässer, wir haben da hingeworfen an den Platz und nach Augenmaß, wo du einfach einen Fingermann auf die Spule legst und das reinfeuerst. Dann haben wir das geklippt und ganz genau und präzise abgelegt. Wir haben nur auf solche Routen gefangen. Pierre: Mhm. Hm? Hm? Mark: weil alles andere schon mit zu viel Wucht zu tief in Schlamm gewandert ist. Und selbst das kann halt auch schon einen enormen Unterschied machen. Also das ist natürlich auch wieder so Thema für sich alles. Vielleicht kommen wir jetzt mal zurück zu dem Rig, das immer fischt, nämlich dem Haley Rig. Man muss ja aber auch sagen, ich weiß nicht, wo ich es aufgeschnappt habe. Pierre: Kotz! Okay. Ja, ja, ja, glaub ich dir. Hm? Mark: Aber ich meine aufgeschnappt zu haben, dass grundsätzlich das Helirig auch das Rig ist mit der eigentlich schlechtesten Hakeigenschaft. Pierre: Das ist tatsächlich so, das hat sich bei der Underwater herausgestellt. glaube der Tom Stokes hat das geangelt, weil das ja seine Standardmontage war. Der hat ja auch früher so einen Joddy Haken benutzt, das hat er als D-Rig benutzt. Immer an einer Heli-Montage. Und der ist ja komplett weggegangen von dieser Montage tatsächlich. Und auch von dieser Heli-Rig-Angelei, glaube ich, mit Grundködern. Mark: dann war es so. Mhm. Mhm. Mhm. Pierre: weil die Erfahrungswerte in der Underwater so schlecht gewesen sind. Mark: Aber war das dann spezifisch mit Grundköder oder meinst dass es Pop-up genauso ist? Pierre: Der Pop-Up ist ja ein leichter Köder und wird sich auch immer wegstrecken. Ich glaube es ging so ein bisschen auch ⁓ den Fall des Köders in dem Falle. Mark: Ah, okay. Ah ja, sehr gut. Aber auf der anderen Seite fischt das halt überall. Funktioniert halt überall und man muss sich keine große Platte machen. Das ist immer so bisschen die Frage, hat man jetzt das 100 % beste Rig für die Situation oder hat man halt immer eins dranhängen, das man überall hinfeuern kann und das dann vielleicht nur die Hälfte fängt, aber vielleicht immer noch mehr als die falsche Wahl in der Situation woanders hingehend. Pierre: Das denke ich. Hmm. Definitiv. Und ich kann dir was sagen, ich hab dieses Frühjahr einfach mal aus Instinkt an einem Gewässer, wo wir jedes Frühjahr immer nur Pop-Ups angeln. Alle angeln Pop-Ups, du fängst immer wieder Fische auf Pop-Ups, klar, wenn jeder damit angelt, ist das so. Aber dieses Gewässer hat butterweichen Grund. Und normalerweise ist es so, die Fische müssen mit dem Kopf in den Schlamm gehen. Sonst, das wird einfach so sein, wenn du fütterst. Und wir bieten immer einen Pop-Up und ich glaube es kommt so oft zu der Situation, dass einfach der Fisch an dem Pop-Up vorbei frisst oder der dagegen stößt oder so. Das können wir uns nicht vorstellen. Und aus Instinct habe ich da eine Heli-Montage mit so einem 50 Gramm Blei benutzt und habe einen... hol deine Klingeln. Diese Rambaz... hol deine Klingeln. Die Rambazamba-Huckers. Mark: Was hast du gesagt? Was hast du gesagt? Ach, kommt das jetzt erst? Ich dachte schon, ich was verpasst, okay? Nein! Aber nicht im Supreme-Bates-Podcast. Pierre: Ja! Die Rambazamba Hookers, die tatsächlich schwere Revolfter sind, den habe ich dort benutzt als Grundköder, ganz einfach an einem Multi-Kombi Rig mit einer Heli-Montage, wo ich die Perle 20 cm weit hatte. Und dort habe ich nachts tatsächlich einen richtig fetten Schuppi gefangen, einen großen. Und wir waren total baff, weil wir tatsächlich, glaube ich, zu dem Zeitpunkt auch fünf Guten in dem Bereich geangelt haben. war so eine Social Session. Das war die einzige Rute, die lief zu dem Zeitpunkt. Und das ist echt interessant so was. kannst du das auf jeden Fall... Weil was hast du davon, wenn du ein Inline-Bly benutzt, aber du weißt nicht, ob du richtig präsentierst? Das bringt nichts. Mark: Session. Das ist echt spannend. Also ich fische inline wirklich nur da, wo ich mir dann auch sicher bin, dass es gut fischt und dann ist es meine Absolute Nummer 1. Sobald ich schon alleine die Gefahr wittere, es irgendwie hängerträchtig sein könnte aufgrund der Bodenbeschaffenheit oder Krautwuchs oder sonstigen, dann fällt es bei mir schon raus auf jeden Fall. Was ich halt super spannend finde am Heli-Rig ist die Möglichkeit wirklich komplett im Kraut fischen zu können. Pierre: Hm? Mmh. Mh. Mark: was glaube ich auch sehr wenige Leute wirklich machen. Wo ich jetzt aber schon von ein paar echten Freaks gehört habe, dass die das effektiv betreiben und damit halt auch richtig abräumen. Besonders auch an schweren Gewässern mit viel Angeldruck. Pierre: Hmm? Mh. Ja, das liegt natürlich daran, weil die Fische es nie gewohnt sind, schlechte negative Erfahrungen auf diesen Plätzen zu machen. Das haben sie immer auf diesen Standard-Sandflecken, Sandbänken, die jeder Angler sich raussucht heutzutage. Sei es mit dem Echo, mit der Drohne, du siehst diese Sandflächen zwischen den Krautfeldern und da präsentiert jeder und die Fische wissen immer wieder, hier vorsichtig sein. Mark: Ganz genau. Pierre: Und wenn du auf so einem Untergrund präsentierst, die Fische nie gehakt werden und er schwimmt da einfach vorbei und sieht das leuchtende Ding über diesem Krautteppich stehen, dann schwimmt er in der Regel unter und schnappt sich dahin. Das ist der Vorteil. Mark: Halt ohne Ackwurm, Und dann ist das Heli-Rig halt tatsächlich noch das Rig, das man am weitesten schmeißen Laut den Infos, die ich habe, Und da nur kurzer Ausflug in die Gegend. Und da macht es wirklich schon einen gewaltigen Unterschied, ob du wirklich ein Wurfblei hast, was unten spitz ist. Also wirklich diese Wurfstromelien, die in Firmen gehören. Und selbst wenn da mir gibt es auch diese Wurfähnlichenblei, die unten aber eher so breit sind. Ich weiß nicht genau, wie die heißen. Pierre: Weil es einfach dynamisch ist beim werfen. Hm? Hm? Ja, ich weiß, was du meinst. Mark: die man vielleicht besser auf Schlamm angeln kann, damit die nicht wie ein Pfeil da rein sinken. Aber das macht schon richtige Meter Unterschied bei dem komplett gleichen Setup, ob du jetzt dieses oder jenes Blei angelst. Pierre: Nein. Mh. Und für Leute wie mich, die Schwierigkeiten damit haben, weit zu werfen. muss, ey, ohne Witz, muss wirklich sagen, gut, wenn man sich jetzt Philipp anguckt, so meinem Umkreis, Philipp ist natürlich alle zwei Tage im Fitnessstudio, der hat die Power, der sebelt das Ding halt durch. Aber ich kenne auch andere Leute, so wie Nico zum Beispiel, der ballert mal ebenso über 30 Raps, wo ich halt mich wirklich für anstrengen muss. Also, ich weiß nicht, woran das liegt. Weil ich bisschen kleiner bin, ⁓ so richtig durchzuziehen. hab keine Ahnung. Echt schwierig manchmal. Mark: Also es hat wirklich am allermeisten tatsächlich, ja die körperliche Fitness ist schon auch ein Faktor definitiv. Aber ich würde es jetzt ziemlich kaum in Prozent einzuordnen, ich muss ihn Stefan nochmal fragen. Ich mache mit Stefan Brachtler immer diesen Wurfworkshop und der wirft ja oft bis über 220 Meter ohne Montage. Fischt aber mit Montage, also der hat früher oft dann Competitions auch mitgemacht und so ein Fischtall der sagt Pierre: Ja, da bin ich raus. Ja. Gefahrenes Irr. Irr. Mark: konstant, waren sie 270 oder 180 Meter, konnten sie wirklich konstant das ganze Wochenende durchfischen mit Spomben, allem, unter allen Bedingungen, egal wie der Wind ist und auch die Bissfrequenz halten. Das Allerwichtigste, sagt er, Prozent würde ich jetzt mal, ich würde jetzt mal einfach 80-20 sagen, weil das wahrscheinlich immer passt, ist die Technik. Pierre: Hm? Das ist richtig Arbeit, Ja. Okay, Gut, ich hatte schon mal einen Workshop bei Terry Edmonds. Der war auch wirklich gut und die Skills, die er einem gezeigt hat, war echt geil. haben wir, ja, zu 100 Prozent. Mark: der weitergebracht? Dort vor Ort hast du wahrscheinlich weitergeworfen als früher, oder? Pierre: Danach meinst du? Mark: Ja, also während dem Workshop durch die Technik. Konntest du das beibehalten oder hat sich da wieder was Altes eingeschlichen? Pierre: Definitiv zu 100 Prozent. Das ist einfach genau der Punkt. Wenn du regelmäßig auf weite Distanz angelst, musst du diese Skills regelmäßig anwenden. Wenn du dann aber irgendwie mal mehrere Monate hast, wo du einfach viel mit Futterboot vielleicht angelst auf kurze Distanzen oder mit dem Boot ablegst, gehen diese Skills auch schnell wieder verloren. Also die musst du dir schon beibehalten oder regelmäßig ins Training gehen. Und sind wir mal ganz voll. Mark: Es ist auch eine echte Trainingssache, allein das Werfen an sich. über die Technik, die der Stefan bei mir auf dem Workshop vermittelt, kriegst du die Rute halt extrem gut aufgeladen. Da brechen dir auch keine Routen ab. Das hat auch ganz viel mit falscher Wurftechnik zu tun. Das Routen brechen, weil oben die Spitze einfach nur schnallt und dann völlige Überlast bekommt. Wenn du die sauber über den Griff auflädst, dass du die ganze Rute auflädst beim Werfen, dass sie sich sauber entladen kann, bricht keine Rute. Pierre: Mh. Mmh. Hm. Mhm. Mh. Mark: Diese Technik ist eine besondere Bewegung, die du im Alltag so in dem Bewegungsablauf niemals hast. Das hat auch mit dem Zusammenspiel der Muskeln zu tun, mit der Geschwindigkeit, wie du die Rute dann auflädst. Und auch mit einer Intuition, die sich dann bildet, dass du irgendwann nicht mehr drüber nachdenkst, wie werfe ich jetzt, sondern wo soll das hin. Das ging mir am Anfang so. Am Anfang, als ich die Technik angewendet habe, Pierre: Niemals, ne? Mh. Hmm. Hmm. Mark: weil ich mich dafür komplett anders ausrichten muss als so wie ich normal... Normal hätte ich immer so geworfen, so gerade über den Kopf. Und das ging dann aber so seitlich. Mit eindrehen. Pierre: Kopf. Auch wegen Ziel über Kopf? Hast du über Kopf instinktiv geworfen, weil du zielen wolltest besser? Mark: Ja, ja, ja, ja. Weil ich es so gelernt habe irgendwann mal wahrscheinlich auch und sich das dann so manifestiert hat. Das habe ich dann so weitergemacht. Und dann habe ich wirklich seine Technik angewendet und ich bin halt, ich glaube, bin sofort auf 20, 30 Meter mehr gekommen an Wurfdistance. Aber das Ding ist halt irgendwo in der Prärie gelandet und ich dachte mir, wie soll ich zur Hölle so jemals auf einen Spot treffen? Und das Witzige ist, am Ende des Wochenendes, da konnte ich irgendwie den Kopf von der Markerpose ab. Pierre: Mmh. Hmm? Mmh. Mmh. Vielen Mark: mit dem Blei so ungefähr. Weil sich das dann durch die Koordination, wenn du irgendwann nicht mehr über die Technik nachdenkst und über was du da genau machst, dann überlegst du wirklich nur noch, wo muss das hin, so wie es früher auch. Wenn ich jetzt so geworfen habe, ich auch nicht drüber nachgedacht, wie werfe ich eigentlich, sondern ich habe halt, da muss das hin. Und das ist echt stark. Ich hatte zum Beispiel einen Workshop-Teilnehmer, Pierre: Ja. Ja. Ja. Ja. Ja klar. Mark: Beim letzten, das war der zweite Wurfworkshop, letzten Sommer hatte ich einen dabei. Der war zum zweiten Mal dabei, weil er gesagt hat, er wollte jetzt nochmal überprüfen, ob sich keine Fehler eingeschlichen haben in die Technik. Und er hat durch diesen ersten Wurfworkshop sein Angeln aufs nächste Level gebracht, fängt viel mehr. Weil bei ihm am Vereinsgewässer halt alle so bis an die 100 Meter vielleicht werfen und er kann jetzt schön konstant auf 120, 130 Meter fischen sauber. Und das sagt jetzt einfach der Gamechanger. Pierre: Hm. Hm. Du also in vielen Fällen ist es ja wie immer im Leben, musst natürlich offen dafür sein, dass du dir diese Skills aneignest. Du hast natürlich ganz häufig, dass die Leute kommen und sagen, ey ich palte das Ding weg und guck mal ich mache das so und so. Nee, einfach mal klappe halten, zuhören, angucken. Mark: Viele Leute denken, sie werfen auf 100 Meter, aber sind tatsächlich relativ weit entfernt von 100 Metern. Das ist, glaube ich, gerade im Zeitalter von Distance Sticks, wenn man da wirklich angefangen hat, mal den Clip zu werfen. Da wurde einem selber auch mal klar, dass man halt nicht mal eben 120 Meter wirft. Pierre: Ja? Mh. Vielleicht sollten dann in Zukunft manche Leute auch beim Wien Distance Sticks benutzen. Mark: Ach ja, die kann man da noch mit reinlegen in Watesling. Für die paar extra Gramm. Pierre: Also ich hab schon so viele Gewässer geangelt, wo so viele 20 Kilo Fische drauf sein sollten, die ich dann gefangen habe mit 17, 18, die nie die 20 erreicht haben. Ja, es ist ein alter Hut, aber sind wir mal ganz ehrlich. Also ganz ehrlich, warum kann ich mich über einen 18 Kilo Fisch nicht genauso freuen wie über den 20 Kilo? Es bleibt der gleiche Fisch. Mark: Ja, das ist ein alter Hut, kennt man. Das ist halt die Markenfilm-Marke. Pierre: Und ich werde auch nicht besser dadurch. Das ist in meinen Augen wirklich, spricht einfach nur dafür, dass die Leute nicht ehrlich zu sich selber sein können. Und ganz ehrlich, man kann trotzdem stolz darauf sein, was man fängt. Es muss nicht immer messen. Mark: Vielleicht aber auch ein gewisser Leistungsdruck, der sich irgendwie da mit einschleicht. Also weißt du, diese magische Marke, man hört dann immer von 20 Kilo Fischen. Pierre: Mit Sicherheit! Aber meinst du nicht, da tragen wir alle zu bei? Ich denke schon. Mark: Ich habe es extrem versucht zu vermeiden. Ich habe die Waage schon vor vielen Jahren mal in die Ecke geworfen, weil ich bei mir selber gemerkt habe, dass es mir den Spaß raubt in manchen Situationen. Wenn ich halt am Kanal stehe, wo jeder 20-Kilo-Fisch halt wirklich immer noch Seltenheitswert hat auf der Strecke und dann ärgere ich mich, dass ich eine 19,8 gefangen habe, dann ... Pierre: Aber du weißt, was ich meine. Ja. Hm? Mark: Dann ärgere ich mich so über mich selber, dass ich mich ärgere. Also ich ärgere mich dann darüber, dass ich mich ärgere und denke, was bist du für ein Idiot, Alter, der Fisch ist krass. Und für den hast du hart gearbeitet. Und ob es jetzt 200 Gramm hat, mehr oder weniger, und ob die Waage jetzt perfekt geeicht ist, kann ich dir auch nicht sagen. Pierre: Voll, voll, klar. Jaja. Kennst du diese Situation? Ich hab die schon ein paar Mal erlebt, dass du einen Fisch gefangen hast mit Leuten zusammen. Du musst den nicht selber gefangen haben, kann auch wer anderes gefangen haben. Und alle haben gesagt, Alter, was ist das denn für ein Brecher? Junge, hat 25 Kilo, boah, was ist ein Teil? Dann wurde das Ding gewogen und die Waage war so bei 23 oder so. Und du siehst bei allen so... Okay. Ja, ey, aber trotzdem, Petri, so what the fuck? Hä? Mark: Ja, also 22,8 solche Dinge. Ey, tut mir voll leid für dich, Ey, ist einfach nicht dein Tag heute, Sorry, Bro. Pierre: Mein Bein leid. Mark: Wie viel Pech kann man eigentlich haben, Diggy? Denkst auch, hier ist so ein 46 Pfünder. Pierre: Aber es ist wirklich, eigentlich ja nicht zu lachen, es ist wirklich traurig. Also der Antrieb... Mark: Ja, sind ja natürlich alle, bei diesem Karpfenangeln sind wir natürlich auch alle immer auf der Jagd nach dem Besonderen, nach der Ausnahme. Das macht ja dieses Karpfenangeln auch irgendwo ein Stück weit aus. Dafür angeln wir ja auch mit Boilies, machen Futterplätze, nehmen sehr viel Arbeit auch in Kauf. Eben ⁓ was Besonderes zu fangen, was halt vielleicht nicht jeder fängt, der einfach mal so angeln geht. Pierre: ... Voll. Ja ja. Mmh. Mh. Hm, jaja klar. Mark: Klar ist es auch ein Antreiber und geht mir nach wie vor so und kann ich auch voll nachvollziehen. Aber dabei ist halt die Gefahr sehr groß. Pierre: Mh. Mark: Dass man halt dann vergisst, worum es eigentlich geht. Und dann halt nur noch auf das schielt. Pierre: Ja, dass man sich verliert da drin, das ist halt wirklich gefährlich. Also ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass ich mir auch gezielt außergewöhnliche Fische, vor allen Dingen für meine... Also ich unterscheide immer da so ein bisschen. habe halt... Ich beangele meine Hausgewässer, ich gehe mit Leuten zusammen, ich verbringe glaube ich fast 50 Prozent meiner Anglezeit mit anderen Anglern zusammen, weil ich diesen... Gemeinsam Social Vibe mittlerweile so genieße und auch so gerne hab beim Angeln. Also ich bin jemand, supergut sich anpassen kann, der auch mal einstecken kann, wenn er mit anderen neuen Angeln geht. Ich gönn vom Herzen jeden anderen seinen Fisch, den er sich erarbeitet. Mark: Aber Pierre, das kann ich dir sagen, dass das bei ambitionierten Anglern, wie du ja auch einer bist, also ich denke schon, dass du auch ein Angler mit Biss bist und der auch sehr viel Zeit und Mühe investiert, wenn er sich was vornimmt. Und dann diese Kombination beides zu können, sowohl seine Ziele verfolgen als auch sich für andere freuen und zurückstecken, die Kombination ist sehr selten. Ich war schon mit sehr vielen extrem heißen Anglern. Pierre: Mhm. Mh. Ja? Ja, ja. Nie wieder. Mark: unterwegs, wo ich mir danach gesagt habe, cooler Typ, gerne jederzeit im Austausch, aber angeln mag ich mit ihm nicht mehr gehen, weil bis du deine zwei Ruten gelegt hast, hat er eine links von dir, eine rechts von dir noch eine dazwischen gelegt. Pierre: Mhh. Ja, ja. Ja, nee, das geht nicht. So läuft das nicht. Typisches Beispiel ist auch dafür, das kennst du mit Sicherheit auch, Leute hangeln Lauf auf Lauf und plötzlich kommt der Dicke auf die Rute von dem Anderen und der andere fängt ihn und plötzlich sagt der Andere, ja eigentlich kam der... Also so... Nee, nee, die Story wird dann einfach so erzählt. Ja, ja, der hat ihn gefangen, aber auf meine Rute. Mark: Du hast ja auf meine Rute gefangen. dir die Rute legt, fängt dir eigentlich den Fisch. Aber auf meine Rute. Pierre: Der Digga, what the Fcu*k, du hättest ihn auch auf seine Rute fahren können. Darüber wird nicht gesprochen. Ihr habt zusammen geangelt, habt euch zusammen gleich Mühe gegeben und den Rest entscheidet das Schicksal. Und wenn du das nicht anerkennen kannst, dann hast du halt ein Problem mit deinem ⁓ dann solltest du solche Aktionen nicht machen. Das kannst du nur. Genau. Voll. Was ja auch legitim ⁓ Mark: Ja, mach doch mal. Ich angle mal nicht Lauf auf Lauf. angle halt auch... Den hatte ich ein bisschen neulich. Ich hatte den neulich, glaube ich, irgendwen im Podcast. Pierre: Hm? Mark: Ich weiß nicht mehr genau, wie es war, aber ich glaube, der war hier im Podcast. Der hat gesagt, er geht nur mit Leuten angeln, mit denen er Lauf auf Lauf angeln kann. Weil er einfach auf die Nummer keinen Bock hat. Er sagt, man geht zusammen, man macht sich gemeinsam Gedanken, man macht alles gemeinsam und dann soll nur einer den Fisch fangen. So hat er keinen Bock drauf. Kategorisch nicht. Das heißt, entweder geht er halt alleine oder mit Kumpels, wo sich zu 100 Prozent gegönnt wird und wo es dann auch nachher keine Gerede gibt oder irgendwelche solchen Themen. Und ... Pierre: Okay, mhm. Hm? Hm? Vielen Dank. Hm? Du spürst sowas ja schnell. Mark: Bei mir ist es von Berufswegen schon noch so mit Produktionen und dies, das, jenes. Und auf Durchreise mal mit Leuten, die man so semi kennt. Da angel ich dann immer nicht Lauf auf Lauf. Und dann ist für mich aber auch voll okay, wenn der abräumt und ich nicht. Fair enough. Aber wenn ich echt mit Kumpels gehe oder Touren mach, dann... Ich lieb's auch, Lauf auf Lauf zu angeln, weil's immer ausgeglichen ist. Und weil's immer fair ist und weil immer beide gleich viel Spaß haben. Pierre: Ja. Ja. Ja, okay. Ja, okay. Die Frage ist ja auch, was die Motivation ist, die dich antreibt, ans Wasser zu gehen. Ist es nur, weil du versuchst, dich selber immer das beste Stück Kuchen herauszupicken und dein Ego quasi zu füttern? Oder kannst du auch angeln gehen, weil du sagst, ey, ich liebe Kapferangeln an sich, ich liebe die Zeit am Wasser mit den Leuten zusammen, ich liebe es mal, nicht äußere Einflüsse ⁓ mich herum zu haben? wo ich abgelenkt werde, sondern mich mal wieder... Ich weiß nicht, du wirst das wahrscheinlich kennen, die besten Gespräche führst du einfach am Wasser. Weil du einfach mal nicht abgelenkt bist, ja? Mark: Die besten Gespräche führe ich oft bei einer langen Tour auf dem Weg zum Wasser im Auto. Pierre: Mhm. Ey, ja, voll. Und nach Hause, nach... Ey, ich sag dir das, früher unsere Trips ins Ausland, und du bist dann nach dieser Woche, du kannst dich auch tatsächlich sogar in dieser Woche gestritten haben, in ne Wolle gehabt haben oder sonst was. Sowas passiert ja, wenn man viel Zeit aufeinander verbracht hat. Ich schwöre dir, du bist aufm Rückweg und sitzt 10 Stunden mit dieser Person im Auto. Mark: Und am besten, wenn man keinen Empfang hat. Lagerkoller. Pierre: Und du lässt Revue passieren mit dem zusammen, was so die Woche passiert ist und so. Und du führst einfach sehr tiefe Gespräche. Das ist einfach so. Ich weiß gar nicht, woran das liegt, aber das ist wirklich tatsächlich so. Mark: Ja, weißt du was, was auch ein bisschen damit zu tun hat, ist, man muss sich ja dann auch vertragen, weißt du? Weil man muss ja, man muss ja dann auch wieder, wenn man zusammen dahingefahren ist, sollte man im medialen Fall auch wieder zusammen wegfahren. Pierre: Mmh. Ja voll, voll auf jeden Fall. Das wäre natürlich die Hölle, da sitzt du 10 Stunden und sprichst kein Wort miteinander. Das hat es schon gegeben, ja. Mark: Auch das wird es schon gegeben haben. Ich habe solche Stories auch schon von Leuten gehört, die einfach einen kompletten Heimweg, kein Wort mehr miteinander gesprochen haben und auch danach nie wieder. Weil halt einer einen dickeren Fisch gefangen hat. Pierre: Das Übel, das echt Übel. Aber du musst... Guck mal, ich denk mir immer ganz häufig so, der Klügere gibt nach. Ich hab ähnliche Situationen schon erlebt und hab mich dafür entschieden, dass ich dann einfach die Situation hab sein lassen, wie sie ist und einfach gute Mime zum bösen Spiel gemacht habe, weil es mir gar nicht wert ist. Du musst dir eine Sache immer... Mark: Aber wie geht das dann weiter? Hältst dann mit diesen Leuten auch noch Kontakt oder hat sich das dann danach erledigt? Pierre: Du musst deine Konsequenzen daraus ziehen. Meistens ist es so, dass ich mit den Leuten nicht mehr angeln gehe, aber trotzdem vernünftigen Kontakt mit ihnen pflege, also auf Augenhöhe begegne. Man macht seine Erfahrung und dann belässt man es einfach dabei, in besten Fällen. Weißt du, was ich meine? Mark: Und das habe ich eben auch mit einigen Leuten, wo ich sage, hey, wenn ich mit denen jetzt telefoniere oder wenn ich mit denen einen Podcast mache oder... Pierre: Hmm So wie mein Fall. Eigentlich hast du mich, aber der Podcast ist okay. Mark: Wir waren noch nie zusammen angeln. Ich hab's ein oder zwei Mal mit dir probiert. Zwei Mal. Du hast mich immer abgeblockt. Pierre: Ja, tatsächlich, aber weil ich ja wirklich nicht konnte. Aber ich hätte bock ab, auf jeden Fall. Ja. Mark: Ja, das kriegen wir schon noch hin. Nein, die Erfahrung kann man erst machen, wenn man angeln war. Ich höre eher oft, dass Leute sagen, ich hätte dich ganz anders eingeschätzt. Du bist ja voll chillig, dir angeln zu gehen. Ich hätte dich ganz anders eingeschätzt. Das habe ich tatsächlich schon paar Mal gehört. Pierre: Mhm. Mhm. Aber es ist ja voll... Bei dir. Sprich dann dafür, dass du wahrscheinlich nicht so verbissen bist. Mark: Ich gönn halt, ne? steht für gönnen. Und ich kann mich für andere freuen. kann mich über meine... Ich kann mich voll ausgelassen darüber freuen, wenn ich gut fange. Da nehm ich auch kein Blatt vorn Mund, das feier ich hart ab. Aber genauso feier ich und freu ich mich auch für die anderen mit. Oder wenn's dann bei mir mal krass gut läuft, oder keine Ahnung, sagen wir mal, wenn man fischt run of run, ich hatte zwei richtig gute Fische, dann sag ich halt schon... Pierre: Mhm. Voll. 1, 2, 1. Mh. Hmm Mark: Nicht immer, das sollte man jetzt vielleicht in so Podcast auch nicht breitreden, weil es nicht jeder bis jetzt Angebot mitbekommen hat. Aber bei der richtigen Person und dem richtigen Ambiente sage ich dann, Digi, du bist jetzt so lange dran, bis du auch eine Bombe hast. Und danach ist wieder Run of Run. Ja, weil dann wird es irgendwann ja auch blöd. Du gehst mit drei, man fischt Run of, dann wird es ja wieder blöd in sich, das System. So und ich hatte zum Beispiel auch schon, werden auch schon gemacht, Fotofisch auf Fotofisch. Das ist immer nur so lang. Pierre: Kommt auf die Person drauf an, ja? Kommandie. Ja, geil. Ja, aber das muss man auch können, so, Hmm? Mark: Einer dran ist sozusagen, gerade an Gewässern, wo du echt viele kleine Fische hast. Oder du sagst, jeder x-te Fisch ist ein guter, sonst hast echt viele Flöten. Dass man dann sagt, komm dann, weißt du, wie Weißfisch oder Brassen. Okay, das sind aber Satze. Oder sagst, Digi, dann fang ich drei, vier Satze, bis du einen vernünftigen hast fürs Foto, dann ist der nächste wieder dran. Weil was soll das dann auch? Pierre: Ja. Ich hab die Situation aber auch schon erlebt, dass mehrere Leute zusammen angeln gewesen sind und nur einer hat von den Leuten gefangen und hatte irgendwie den 6. und 7. Fisch, einen 10-Kilo-Fisch und alle stehen drumrum und dann kam so ein Spruch wie, boah ey, schon wieder so eine Kröte, jetzt wird es aber mal Zeit für einen Fetten für mich. Obwohl die andere noch gar nichts gefangen hat. Mark: Ja, aber das ist so bisschen das Prinzip auch mancher Kommentare, auf die ich vielleicht nachher noch eingehen werde. Pierre: Ja. Aber weißt du, was ich meine? Statt sich zu denken, ey, wie dankbar kann ich dafür sein, dass ich überhaupt so fange, die anderen fangen doch gar nichts, dann setz ich noch einen drauf. Weißt du, was ich meine? Mark: Ach so, du meinst, der, fängt, lässt dann so einen Spruch. Ich dachte schon, aus dem Off... Ich dachte, die, die gar nichts fangen. Pierre: Ja klar, ja voll. Du dachtest die Leute rumherum? Nein, Derjenige, der so viel gefangen hat. Mark: Ja aber ich hab's auch schon so erlebt, so nach dem Motto, ja brr, zum Glück beißt bei mir sowas nicht. Dann fang ich lieber gar nix, bevor ich so einfange. So nach dem Motto, weißt du. Pierre: Ja, ich habe schon einige Sachen von so was erlebt, also da bin ich auch. Mark: Aber im Endeffekt sprechen wir da, glaube ich, eine ähnliche Sprache, wenn man sagt, ich habe das für mich so definiert irgendwann. Ich war früher schon ziemlich harter Zielfisch- und Big-Fischangler. So in meiner Sturm- und Drangzeit. Ich würde mal sagen, das war so bis Mitte, Ende 20. Ich habe so mit einem Führerschein richtig ambitioniert angefangen mit dem Karpfenangeln. Da will es sich dann irgendwie auch beweisen. Das ist halt auch diese Zeit, wo man es überhaupt im Leben beweisen und positionieren will. Gen Z jetzt vielleicht nicht mehr so. Pierre: Ja. Ja, klar. Ja, ja, ja. Mark: Aber zu unserer Zeit war das zumindest so. Und dann hat man halt auch über die Stränge geschlagen, auch vielleicht nur das ein oder andere Wort zu viel gesagt über Sachverhalte, in denen man sich gar nicht auskennt oder bliblablob und sich vor allem... Pierre: Man lernt ja auch daraus, vielleicht impulsiv, einfach gewesen in jeweiligen Situationen, wo man dachte, boah, jetzt misch ich da einfach mit, wo es besser wäre, einfach die Klappe mal zu halten. Mark: Ja, genau. Und dann halt auch hardcore auf Blickfische und Zielfische geangelt. Und das hat auch geklappt. meine, Angeln ist am Ende vom Tag keine Raketenwissenschaft, vor allem ... Kapfenangeln ist vor allem eine Sache des Einsatzes. Und bis jetzt hat noch so gut wie ... Ja, aber das Timing kannst du auch erzwingen. Umso mehr du am Wasser bist, umso eher erzwingst du auch das Timing. Ich hatte zum Beispiel ganz früher in der Zeit, wo ich extrem viel draußen war, dass ich das Gefühl hatte ... Pierre: Ja. Ja ja, voll. Voll. und Timing. Mhm. Mark: Krass, irgendwie spielen sich, sag ich mal, 80 % meiner Saisonergebnisse in 20 % der Zeit ab. Und das hat natürlich auch mit mangelnder Erfahrung und mangelndem Timing und so weiter zu tun. Heute ist das definitiv nicht mehr so. Weil man die Gewässer anders kennt, weil man die Bedingungen anders einzuschätzen weiß und dies und das und jenes. Aber damals hab ich Timing auch oft erzwungen, in dem ich einfach viel draußen war. Und was ich damit sagen will, ist... Pierre: Hmm, okay. Ja, ja, ja. Mh. Mh. Mark: Es ist dahingehend keine Raketenwissenschaft. Wenn du halbwegs gut angelst und extrem viel Zeit am Wasser verbringst, dann wirst du auch ungefähr alles fangeln. Pierre: Nöööö Ja, aber die Leute müssen sich halt auch im Klaren sein, oder man muss sich selber im Klaren sein, dass diese Zeit, die du dort verbringst, auch einen gewissen Preis immer hat. Ich kann... Mark: die ist ja erstmal nichts wert in dem Alter. Wenn du jung bist, es ja, das merke ich jetzt im Alter erst gerade. ich jetzt so, wenn man irgendwo in einem Alter mal ist, wo man auch mal schaut, wie viel Zeit habe ich hinter mir, wie viel habe ich perspektivisch noch gute Zeit vor mir, dann finde ich fängt die Zeit erst an so richtig wertvoll zu wirken. In dem Alter denkst du über das nicht nach. Damals dachte ich mir, ich habe noch ewig Zeit für dies, ich habe noch ewig Zeit für das und alles trotzdem immer eilig. Und deswegen auch Big Fish angeln und... Pierre: Ja, weißt du. Mh. Mh. Hm. Mh. Mh. Mark: Niemanden so richtig was gegönnt und so weit und auch lieb am liebsten nur alleine angeln gewesen weil es kann ja nur einer richtig gut fallen Ist auch so einer sitzt immer schlechter deswegen ist run of run noch definitiv heutzutage die bessere wahl Bis ich dann halt irgendwann gemerkt habe ok ich habe jetzt was weiß ich das war vor 15 jahren schon oder so Wo ich dann meinen deutschen 30 kilo fisch halt hatte und so und dann irgendwie auch gemerkt habe am nächsten tag Pierre: Hm. Ja klar, ja. Ja. Ja. Mark: Die Welt ist immer noch die gleiche, die sie vorher war. Ich kann mir jetzt... Damals hast du ja noch... So. Pierre: Die Rechnung übrigens auch. Die Probleme bleiben dieselben. Mark: Alles bleibt das gleich und bloß du hast jetzt einen dicken Fisch auf der Hamseite und nicht mal veröffentlichst, weil du das Gewässer nicht verbrennen willst. Der ist bis heute noch irgendwo aufgetaucht. letztendlich war das auch so bisschen ein Switch in meiner Angelei. Vom Zielfischhunter zum Angler. Zu sagen, ich gehe nicht mehr angeln, weil ich das und das das Ergebnis brauche, sondern weil ich einfach so gerne angeln gehe. Pierre: Mh. Hmm. Hmm Mark: Das ist der Kern meines Angeln, angeln zu gehen. Und dann will ich aber, wenn ich am Wasser bin, mal mehr, mal weniger, aber schon dann immer das beste Ergebnis erzielen und das meiste rausholen, weil sonst kann ich auch gleich irgendwie die Angeln daheim lassen. Aber halt nicht mehr ⁓ mich zu beweisen, ⁓ mir was zu beweisen, ⁓ den nächsten Rekord zu jagen und so weiter und so fort. Pierre: Ja, sondern ⁓ die Zeit zu genießen, halt einfach vielleicht. Mark: Ja, ⁓ sich eine geile Zeit zu machen, ⁓ ein geiles Leben zu haben. Weil wenn du halt nur auf Big-Fisch-Jagd bist und niemandem was gönnst und nur verbittert bist und Streit entsteht aufgrund von Fischen, dann denkst du dir auch, ja Digi, dann kannst du das auch alles lassen. Du kannst einfach auf die Straße gehen und irgendwelche Leute angesteuern. Hast du das gleiche Ergebnis? Pierre: Hm. Vielen Dank. Ja, voll. Und das ist genau das, was ich sagen wollte. Auch wenn du am Ende vielleicht die dicksten Fische fängst und die meiste Zeit am Wasser verbracht hast. Ist es trotzdem so, dass diese Zeiten preisart. Z.B. war es bei mir früher so. Ich hab einfach immer das gemacht, worauf ich Bock hatte. Mir war das völlig egal. haben Familie, hat drunter gelitten manchmal auch, Beziehungen. Es war einfach so, dass ich immer gesagt habe... Meine Bedürfnisse stehen an erster Stelle. Ich möchte angeln gehen so viel wie ich kann und jeder drum herum muss sich anpassen. Dann musst du dich aber nicht wundern und ich fand das auch interessant. Ich hatte das bei Jan nämlich mitbekommen, wo er gesagt hat, wenn du irgendwann eines Tages nach Hause kommst, dann hast du vielleicht 10, 50er gefangen, aber dann brauchst dich auch nicht wundern, wenn der Schlüssel nicht mehr zu Hause passt. Mark: Das war ein geiler Spruch. Aber weißt du, was das geile... Ich weiß nicht, ob es ein Kommentar war. Ich glaube, einer hat mir eine DM dazu geschrieben. Auf die Story hat er mir geantwortet. Und der hat geschrieben... meiner Ex war es jeden Satzer wert. Pierre: Ja und... Hmm. Okay, die Situation soll es natürlich auch geben, aber... Mark: Ich hab mich gekugelt vor Lachen, Pierre: Ja, das ist natürlich stark. Mark: Es soll ja auch einen Bückfischangler gegeben haben, der einen deutschen Rekordkarpfen gefangen hat. Der war so ein Shootingstar, der war kurz da und wieder weg. Der hat sich wohl, also ziemlich bestätigten Gerüchten zufolge, hat er sich aufs Übelste zu Hause gestritten und ist nur angegangen, ⁓ von zu Hause weg zu sein, weil er die Schnauze voll hatte. Pierre: Ja. Mh. Mh. Okay. Mark: und hat dann den deutschen Rekordkarpfen gefangen. Sonst wäre er nicht angeln gegangen. Er hatte gar nicht geplant, irgendwie angeln zu gehen. Pierre: Ehrlich? Crazy! Also ich muss gestehen, dass wenn ich Streit hatte oder generell so negative Vibes, die ich mit ans Wasser genommen habe, war das meistens eher nicht von Erfolg gekrönt. Mark: Komisch, oder? Mir geht das genauso. Ich kann mich beim Angeln nicht mit Angeln von Problemen ablenken. Wenn ich beim Angeln sitze, dann kommt das bei mir alles hoch. Wenn ich dann zur Ruhe komm... Pierre: Nein, absolut Null, weil... Angeln zwingt dich ja auch so ein bisschen dazu, Zeit mit dir selber zu verbringen. Du musst dir ja mal vorstellen, so ein normaler Rhythmus von einem normalen Menschen, jetzt nicht angeln geht, der geht arbeiten, trifft sich vielleicht mit Freunden, guckt ein bisschen Netflix, kocht vielleicht hobbymäßig oder ist im Gym und hört Musik dabei. Da kommst du natürlich nie in diese Situation wie am Wasser, wo es einfach ruhig ist. Und du zum Teil gezwungen bist, mit dir und zumindest vor allem mit dir und deinen Gedanken auseinanderzusetzen. Und das ist natürlich etwas, was, glaube ich, viele Leute auch als belastend wahrnehmen. Das sind zum Beispiel die, die gar nicht alleine angeln gehen können. Oder vielleicht du kriegst das ja häufig mit, wenn mal es gibt entweder die Leute, kommen ans Wasser und sagen, boah, ist das geil hier. Und dann gibt es ja welche, die sagen, ja, wie und was machst du jetzt hier? Digga, einfach mal sein. Damit kommen viele nicht klar, weil du ja heutzutage auch durchs Handy, durch die digitale Zeit einfach zu 99 Prozent, wenn du hast nur eine Mikrosekunde Langeweile und zückst das Ding raus und dann hast du sowas wie TikTok und Swap, Swap, Swap. Da siehst du Prick, im nächsten Moment siehst du Blümchen, dann plötzlich Titten. Das ist völlig verrückt eigentlich. Mark: Ja. Ja, Dopamin-Trigger halt. Boom, boom, boom, boom. Pierre: Und das ist auch nicht, das ist nicht gesund, sowas. Ich möchte mich nicht davon freisprechen, dass ich sowas nicht auch nutze. Mark: Es ist ja auch nachgewiesen. Zumindest habe ich Reels darüber gesehen, dass es nachgewiesen sei. Ich habe jetzt nicht die Stute. Pierre: durch zwei Maschinen-Series, hab ich vorgesehen. Mark: Das Ding ist ja, dass das natürlich auch immer alles vom Algorithmus eine Bubble ist. Das heißt, der weiß eigentlich besser, was dich anspricht, als du es dir vielleicht eingestehen willst. Ich muss ehrlich sagen, dass mich halt so tiefergehende Themen sehr reizen. Und dahingehend kriege ich auch eher solche Inhalte ausgespielt. Das Krasse ist ja, Pierre: Weil der zeigt dir deine Realität quasi so bisschen, Mmh, mhm. Mhm. Ja klar, versteh ich, ja. Mark: dass dich das Social Media so richtig in so eine Bubble reinholt, in der du dann vielleicht ab einem gewissen Punkt auch denkst, dass ja eigentlich jeder das auf Social Media sieht, was du siehst. Aber zum Beispiel ein absoluter Autofanatiker, wäre wahrscheinlich nur krasse Autoinhalte die ganze Zeit gezeigt, mir nie. Und ich habe dann eher die Themen rund ⁓ Psychologie, Gesundheit usw. viel. So, das spricht mich halt an, damit... Pierre: Mmh. Mmh. Ja, voll. Ja, natürlich. Persönlichkeitsentwicklung, solche Sachen. Mark: Da bleib ich wirklich kleben, das hör ich von Anfang bis Ende durch. Und da war halt eine Studie oder eine Berichterstattung, dass tatsächlich durch dieses viele Kurzvideo es ein Phänomen gibt, das sich Brain-Rot nennt. Also, dass wirklich dein Gehirn verfault dadurch. Verfault. Du bist nicht mehr in der Lage, dich länger auf irgendwas zu konzentrieren. Pierre: Hmm Mh. Okay? abstunft. Ja. Ja, ja. Mark: Das merkt man ja auch irgendwie ein Stück weit bei den langformatigen Videos, wenn man die Watchtime anschaut oder so. Oder wenn man selber Videos produziert, so auch wie ich, dann merkt man, dass ein Video, das halt viel schneller geschnitten ist, obwohl es eigentlich dem Video nicht gerecht wird, weil du was ganz anderes damit transportieren willst, einen schönen Sonnenaufgang, Momente, denen die Vögel zwitschern, musst trotzdem hack hack hack hack hack, damit die Leute überhaupt am Ball bleiben, weil sonst klicken sie halt weg. Pierre: Ja. Mh. Mh. Hmm? Mark: Deswegen ist auch in diesem Podcast so, dass hier ständig mal sieht man den einen, mal den anderen, mal beide. Das wird halt auch so geschnitten, damit die Leute halt am Ball bleiben können, die Zuschauer. Das Gehirn braucht diese Trigger irgendwie, ⁓ am Ball zu bleiben. Und das ist aber wirklich alles andere als gesund und wird auch halt leider dazu führen, dass man halt in einer Gesellschaft lebt, in der halt letztendlich keiner mehr ein Buch lesen kann oder einen einen DIN A4 Artikel oder Sonstiges. Pierre: Mhm. Abwechslung, Einbaus. Dann. Mark: oder sich tiefgehende Gedanken machen kann oder sich mit sich selber auseinandersetzen kann, weil das Gehirn gar nicht mehr dazu fähig ist. Pierre: No. Vielleicht hast du ja auch mal schon mal davon gehört, dass es vielen Leuten auch so vorkommt, als wenn die Zeit schneller vergeht. Und ich glaube, dass das auch damit zu tun haben könnte, weil du... Mark: Ja, mal dein Handy weg und setz dich mal auf deine Couch in dein Wohnzimmer. Lass den Fernseher aus. Pierre: Mh. Mark: und schauen wir auf die Uhr und dann überlegen wir, wie schnell die Zeit eigentlich vergeht. Pierre: Ich glaube, das hat damit zu tun, weil wir ganz häufig gar nicht mehr wirklich präsent sind in den Momenten. Mark: Das ist der Punkt. wenn mal dein Akku leer ist, dann kommt dir auf einmal eine Stunde vor wie einen Tag. Wahrscheinlich. Aber durch dieses ganze Geballer dann im Social Media und ein Thema nach dem nächsten... Pierre: Hmm... Mark: Mich erschöpft das ja auch total. Also wenn ich dann aus Versehen mal abends, ich weiß auch nicht, was mich dann da reitet, so abends dann mal irgendwie noch mal denke, ach, die können doch mal kurz Insta-Nachrichten beantworten, dann bleibt es ja nicht dabei, sondern kommt vom Eins ins Nächste. Und dann war ich dann doch 10, 15 Minuten im Loop. Und danach denke ich mir so, Alter, ich war gerade eigentlich noch voll müde und wollte eigentlich schon ins Bett gehen. Pierre: Oi, ja. Hmm. Mmh. Ja voll, Das ist eigentlich... Das ist der Instinkt, also das ist quasi das, was dein Körper dir vorgibt. Ja, dass du zum Beispiel eigentlich runterfährst. Und du machst aber genau das Gegenteil. Du befütterst ihn wieder mit Informationen. Du kommst wieder... Ja. Mark: Und jetzt fühl ich mich, als wäre gerade ein Zug durch meinen Kopf gefahren. Oder als wäre ich gerade aus dem Zug ausgestiegen, so ungefähr. Naja klar, ist blaues Licht auch vom Bildschirm und man soll ja eigentlich halbe, am besten eine Stunde bevor man ins Bett geht, keinen Screen mehr anschauen. Tatsächlich. Weder Fernseher, aber das schaffe ich selber auch nicht, ⁓ ehrlich zu sein. Aber es wurde auch gemessen, dass es halt die Schlafqualität, selbst wenn du in acht Stunden schläfst, dass es eine andere Schlafqualität ist, als wenn du halt einfach wirklich eine Stunde vorher keinen Bildschirm anschaust. Pierre: Ich glaube echt, dass... Ja. produziert. Ich merke das häufig, zum Beispiel in solchen Situationen. Ist natürlich auch mal eine Frage, was man für ein Typ ist. Aber wenn du zum Beispiel auf so einer Angelmesse bist, da merke ich das häufig. Mein Alltag ist schon eher so gestrickt, dass er ... dass ich regelmäßig meine Ruhephasen zwischendurch habe. Das ist auf der Arbeit so. Ich meine, ist ja kein Geheimnis, ich arbeite im Rettungsdienst. hast du natürlich auch viel mit Situationen zu tun, wo viele Leute sind, wo es laut ist, wo einfach mal bisschen stressiger ist. Und dann gönnst du dir einfach Ruhe zwischendurch, weil du das einfach als Luxus irgendwann betrachtest, einfach Ruhe zu haben. Und für mich ist es zum Beispiel so, wenn ich auf so einer Angelmesse bin, da sind ja so viele Leute, die dort hinkommen. Und du führst an einem Tag so viele Gespräche und ich bin auch jemand, der sich gerne auf die Leute natürlich einlässt dann, dass ich einfach merke so wow, das zieht mir ganz schön Akku. Das ist ganz schön krass. Mark: auch. Alleine das Sprechen ist ja immer rausgeben, dummes Klingt. Du unterhältst dich mit den Leuten, du widmest dich den Leuten, du hörst ihnen aufmerksam zu. Auch so ein Podcast hier, ich weiß nicht, ob man sich das vorstellen kann, ich weiß nicht, es dir danach geht. Aber wenn du ein, zwei Podcasts auch für Korda als Moderator geführt hast, das fühlt sich an wie ein kompletter Arbeitstag. Pierre: Ja, ja, voll. Ja. Ja, ja, ja. Da bist du baff. Wenn du danach im Auto sitzt, lässt du die Musik aus. Da willst du einfach mal Ruhe. Das ist einfach so. Mark: Ist so. Ja, ich hatte es auch schon. Ich bin, glaube ich, auch vom Corda-Podcast heimgefahren, nachdem wir den damals recorded haben. Ich glaube, ich habe sechs Stunden das Radio ausgehabt und auch niemand angerufen. Ich habe einfach nur nach geradeaus geguckt, weil du dich halt auch extrem konzentrierst. Und so ist es ja auf einer Messe auch. Und da gibst du sehr viel Energie raus. Das ist definitiv so. Pierre: Ja. Ja. Ich glaube ... Ja. Ja. Ich glaube, dass so ist, dass es Leute gibt, deren Akku füllt das, weil die von Natur aus vielleicht sehr aktive Menschen sind. Und dann gibt es Menschen, aber auch einfach diesen Ruhepol brauchen, um zu funktionieren. Und die vielleicht auch in gewissen Situationen manchmal auch feinfühlig sind. Du kannst dir das gar nicht vorstellen. Wenn ich auf so eine Messe komme ... Das sind so viele Eindrücke, ich krieg die gar nicht auf einmal verarbeitet. Wenn wir auf der Captain Bosch z.B. treffen wir uns im Hotel, den Freitagabend vorher mit allen Leuten, gerne treffe ich an diesem Abend, sag ich mal, 60 Leute, die ich eine Ewigkeit nicht gesehen habe, mit denen ich irgendwie kurze Gespräche führe, dann willst du dich drauf einlassen und mit dem anderen vielleicht ein etwas tieferes Gespräch eingehen, dann kommt aber der nächste schon, den wolltest du auch Hallo sagen, ich sag dir was. Da bin ich Freitagabends, wenn ich ins Bett gehe, blatt vor der Messe, weil ich das alles erst mal verarbeiten muss, wen ich alles getroffen habe und über was ich mich unterhalten habe. Und ich glaube, es gibt Leute, die können mit solchen Situationen sehr gut umgehen. Und es gibt Leute, die überreizt das schnell. Und ich bin definitiv jemand, den das schnell überreizt. Was ich einfach bei mir selber beobachte. Mark: Also ich glaube nicht, dass das irgendwer easy wegsteckt. Und ich finde, das sieht man den Leuten auch am Ende der Messe an. Wenn du dir die Messevideos oder Fotos oder Stories von Sonntagnachmittag anguckst, egal von wem, du siehst, dass der eine Messe hinter sich hat. Das macht was mit dir. Dein Immunsystem hat dich auch beschäftigt. Du musst auch so viel abwehren. Du trinkst zu wenig. Du isst voll unregelmäßig oder gar nicht und keine guten Sachen. Pierre: Mmh, mmh. Ja, dann sind die gar gekocht. Ja, Und... ⁓ ja. Mark: Es ist richtig hart. Diese Messensaison war hart für mich. Es hat super Spaß gemacht, aber auch die Verantwortung dahinter steckt. Die Planung, die Vorbereitung, die Nachbereitung. war alleine einen vollen Monat, hab ich reflektiert, nur in Messehallen mit Auf- und Abbau und den Messen an sich. Also wirklich einen vollen Arbeitsmonat, nur in den Räumlichkeiten von Messen. Ohne Vorbereitung, Nachbereitung, Anreise, dies, das, jenes. Und hinterlässt auch seine Spuren. Also definitiv. Pierre: Glaub ich, glaub ich. Voll. Ja. Ja. Mark: Ich nehme also bei sowas dann immer zu, weil ich mich super schlecht ernähre. Ich vergesse das Essen und dann abends, wenn es ruhiger wird, esse ich zu viel. Pierre: Jaja, dann belohnst du dich für den Stress, den du hattest. Das ist so. Jaja, deswegen... Mark: So ungefähr, habe ich da schnell mal, nach so einer Mess-Saison habe ich schnell mal fünf Kilo mehr auf den Rippen. Pierre: Vielleicht auch für jeden, schon mal auf der Messe gedacht hat, was ist denn der da jetzt gerade so platt oder was weiß ich, das hat mit Sicherheit nichts mit dem Besucher zu tun, sondern das ist einfach so, dass der Akku irgendwann mal leer ist und dann kann man nicht mehr. Mark: Nee. Ich hab das dann auch manchmal, dass ich dann merke, ich unterhalte mich mit jemandem und... wollte dem gar nicht mehr richtig folgen. Dann sag ich auch zu meinen Jungs, nein, überhaupt nicht. Das ist ja genau deswegen, weil man sich den Leuten widmet. Irgendwann geht einfach der Strom weg. Die Powerbank ist Dann sag ich auch zu meinen Jungs, ich bin jetzt mal kurz hinterm Stand. Dann sitz ich da auf dem Karton hinterm Stand und ess eine Banane und trink mal Wasser. Und merk, dass ich heute noch gar nichts gegessen hab. Dann ess ich noch zwei Schokoreiswaffeln und dann geht es wieder für zwei Stunden. Pierre: Ja, ja, ja. Und das ist ja auch gar nicht böse gemein. Mmh, mmh. Mh. Mmh. Ja, definitiv. Das ist auf jeden Fall meine Erfahrung, ich so gemacht habe. Deswegen genieße ich das Angeln auch mittlerweile umso mehr. Ich weiß nicht, ich muss nicht immer diesen Trubel drum herum haben, sondern bin manchmal einfach glücklich damit, präsent in dem Moment sein zu können. Und das bietet Angeln einfach. Und Angeln ist ja auch eine gewisse Freiheit. Und Freiheit hat ihren Preis. du hast natürlich, wenn du so einen Lebensstil, zum Beispiel wie ich, führe, es ist natürlich so, dass ich einfach sehr gewohnt bin, immer das zu machen, worauf ich Bock habe. Das heißt, du umso weniger Kompromisse immer mehr eingehst. Und da muss man natürlich auch vorsichtig sein. Also wie gesagt, ich habe in meiner Vergangenheit schon oft die Erfahrung gemacht, dass ich immer meine Ziele an erster Stelle gesetzt habe und nicht immer gute Erfahrungen damit gemacht habe. Das soll bedeuten, auch wenn du vielleicht deine 50, 60 Nächte abrockst an dem Gewässer und am Ende deinen 30 Kilo Fisch gefangen hast, heißt es noch lange nicht, dass du die Zeit dadurch mehr genossen hast, dass du ein besserer Mensch bist, dass es dir geholfen hat. Verstehst du, was ich meine? Mark: Ja, die Zeit genießt du im Endeffekt nicht nur die Zeit genießt und nicht indem du dann den Wert der Zeit, die du investiert hast, nur an ein Ergebnis nüchst. Weil das kann halt auch verdammt nochmal nach hinten losgehen, ne? Pierre: korrekt. Dem ist korrekt. Ja, ja, voll, absolut. das sind, am Ende des Tages sage ich dir, wie das ist. Meine heutige Betrachtweise ist so, es sind Fische, Digga. Es sind Fische. Ja. Also, ähm, da sollten manche Leute wirklich überlegen, was das das Wert ist, ja. Also Mark: So. Die Fische sind Fische, aber das Außenrum ist natürlich viel mehr als das. Deswegen, wenn ich halt jetzt auch dann so für mich reflektiere, boah, ich investiere schon auch echt viel Zeit, obwohl ich eine Familie zu Hause habe und so und gehe auch mit viel mehr Enthusiasmus und nötigem Zeitaufwand in meine Projekte rein, als es vielleicht nötig wäre, als es erwartet wird auch von anderen, die da teilhaben oder so. Aber dann macht man das ja auch wieder gerne, weil es Pierre: Mmh, feuer. Und ... Ja. Ja, ja. Mark: eben diese Freiheit und diese Selbstentfaltung ist. Wie du sagst. Also es ist halt alles immer eine sehr persönliche, sehr persönliche Wahrnehmung. Aber ich glaube, was man am Ende vom Tag sich selber eingestehen sollte oder auch für sich reflektieren sollte, ist mein Learning zumindest nach all den Jahren, nach all den Jahren Leben. Nicht nur beim Angeln. Ist, ähm, ob das, was man da macht, eigentlich einem wirklich gut tut. Pierre: Ja, definitiv. Hmm? Mh. hast du eine gute Zeit, weil das ist ja das Ziel erstmal eigentlich. Mark: Ja, hast du gerade Freude an deinem Leben? Lebst du gerne dein Leben gerade? Oder läufst du nur irgendeinem Aspekt oder einer Vorstellung, die irgendwie von außen kommt hinterher, die dich eigentlich nur müde, unangenehm, unausgeglichen? Pierre: Ja. Mark: und eigentlich weder dir noch jemand anderem am Ende von Tag wirklich was bringt. Pierre: Der Preis, viele Leute für Geld heutzutage zahlen. Das muss man ja so sagen. Also wenn du irgendwann den Hals nicht voll kriegst. Du hast es ja zum Beispiel ganz häufig schon gesehen, dass die Leute, am meisten haben, tatsächlich ihr ganzes Leben damit verbracht haben, nicht für ihre Familie da zu sein. Das ist ja nichts Ungewöhnliches, weil diese Leute den Hals nicht voll kriegen. Und am Ende des Tages musst du dich fragen, welche Zeit ist dir am wertvollsten? Mark: Aber das ist halt auch, ohne jetzt da irgendwie was auszusprechen, was vielleicht für manche hart klingt, weil für mich ist das auch nicht so. Aber für manche ist die Familie vielleicht gar nicht so wichtig. sind dann sogar froh, wenn sie eben nicht Zeit mit der Familie verbringen müssen. Pierre: Mh. Mmh. Ja. Ja, aber ich glaube, dass du vielleicht irgendwann an den Punkt kommst, wenn du dann älter bist, wenn es dann vielleicht mal so weit ist, dass du dir denkst, war es das wert? Mark: So, und das muss man halt immer, sollte man am besten im Moment klären. Das ist halt das Wichtige. ich meine, das Menschsein besteht immer daraus, entweder zu wenig oder zu viel zu machen. Und dann irgendwie sich da einzupendeln. Das ist normal. Man kann nicht immer genau die richtige Mühe und die richtige Energie in der richtigen Dosis in das richtige Projekt oder Tätigkeit stecken. Pierre: Ja. Ja, ja voll. Hmm. Vielen Dank. Mmh. Mark: Das ist ja gerade das Besondere, gerade an den vielen Möglichkeiten, die wir haben. Das ist ja eine Herausforderung, da zu jonglieren. Aber da muss man sich halt oder sollte man sich auch mal die Zeit nehmen, zu reflektieren und für sich zu klären, was ist für mich jetzt eigentlich wichtig, wo will ich die Zeit investieren, was macht mich glücklich, was macht mich richtig unglücklich und was kann ich an den Situationen eventuell verändern, damit das irgendwie miteinander funktioniert. Und da muss ich sagen, habe ich halt für mich, das ist ein Pierre: Mh. Ja, ja, ja. Mark: Riesenaspekt für mich schon immer gewesen, warum ich gerne angeln gegangen bin, weil ich da die Zeit dafür habe meine Gedanken zu ordnen. war immer so. Beim Angeln war immer Zeit, nicht nur übers Angeln nachzudenken, sondern auch zu mir zu finden. Pierre: Mh. Ja voll, wie eine Therapie quasi mit sich selbst. Das ist ja wirklich so. Mark: Ja, definitiv. Aber auch da muss man halt irgendwie, das muss man halt auch wollen. Jemand anders will halt nur dicke Fische fangen und irgendwie einen Kasten Bier trinken. Pierre: Voll, der denkt sich, boah, was soll ich mit diesem komplizierten Scheiß, will mich gar nicht mit mich ausnehmen. Mark: Der muss ja auch nicht, ne? Das ist ne komplett persönliche Sicht auf die Dinge. Pierre: Das stimmt schon, aber ich glaube, ein wichtiger Punkt, man auch wirklich noch mal festhalten kann, es, weil du merkst ja auch häufiger, dass es Komplikationen und Probleme auch unter Leuten an Gewässern gibt, weil der eine dem anderen nichts gönnt oder weil er... Es ist ja einfach Fakt. Also Leute, die unzufrieden mit sich selber sind, werden auch eher in den Krieg ziehen. Das ist einfach so. Und die suchen diesen Krieg ja auch. Und diesen Leuten muss immer eines im Klaren sein. Mark: Das lenkt ja auch wunderbar von einem selbst ab, wenn immer die anderen schuld sind. Pierre: Ja, absolut. Und eine Sache muss dir immer anklaren sein. Auch wenn du derjenige bist, vielleicht, sagen wir mal jetzt, du schmerzt wen an oder du suchst Streit oder machst jemanden runter oder redest denen schlecht. Auch das sind negative Emotionen, die du durchlebst. Nur du, weil du im Feindbild bist. Mark: Nur du. Ja das ist ja so. Pierre: Und wenn du zum Beispiel einfach, wo wir vorhin drüber gesprochen haben, wenn du den Leuten den Erfolg gönnst. Und wenn du zum Beispiel, so wie ich das versuche, eher das Carpfangen als einen Gemeinschaftssport mittlerweile anzusehen und das auch versuchst zu fördern. Ich hab schon Leute gehabt, die untereinander sich gehasst haben. Ich kam aber mit beiden gut klar und hab beide quasi wieder zusammengefügt, sodass die wieder miteinander klar kamen. Weil ich denke mir einfach, Alter, wir haben das gleiche Hobby, wir haben die gleichen Ziele. Genieß doch die Zeit, die du am Wasser hast, von Herzen, dass du einfach anderen Leuten auch den Erfolg gönnst und wirst viel mehr Spaß erleben beim Angeln, als dass du nur fokussiert auf deine eigenen Ziele und Bedürfnisse bist, fette Fische zu fangen. Mark: Definitiv. Das witzige ist ja eigentlich bei der Sache, oder was viele Leute vielleicht gar nicht wissen oder ausblenden. Wenn du dich über wen anders aufregst... Pierre: Hmm. Mark: ist es in erster Linie im anderen erstmal egal. Die negativen Gefühle finden nur in dir statt und die schaden dir. Die verändern die Chemie in deinem Körper, die unterdrücken dein Immunsystem, die machen dich Pierre: Ja genau, die durchlebst du. Du bist derjenige, der sich ärgert. Voll. Ja. Ja. Selbst ein Hate-Kommentar nur, was irgendwie frei geschrieben wird auf YouTube oder was weiß ich. Wenn du dir die Mühe machst, jemanden dort so persönlich anzugreifen oder sonst was, dann zeigt das einfach, dass du in diesen negativen Dingen halt festsitzt. Wenn du zufrieden mit dir selber bist, dann wird es auf jeden Fall so sein, dass du eher Liebe geben kannst, statt Leute runterzumachen. Mark: Ich hab hier einen geilen Kommentar, weil du es gerade angesprochen hast und zwar aufs letzte YouTube-Video. Der ist echt witzig. Pass auf. Der sagt, ich muss selber über mich lachen, dass ich immer wieder mir dein Scheiß reinziehe, Und jedes Mal frage, ob du es ehrlich selbst glaubst, was du von dir gibst. Pierre: Ja? Okay, das ist natürlich schon eine harte Nuss. Wie gehst du damit ⁓ wenn du sowas liest? ja, es weiß, ist ja schon ein sehr persönlicher Angriff. Und wenn man ein feinfühliger Mensch ist, dann liest man sowas und man freut sich natürlich nicht darüber. Das ist ja vollkommen klar. Aber wie geht man dann im besten Fall mit sowas ⁓ wenn Leute ... Mark: Aber da wird es nicht... Ich würde voll gerne wissen, was er meint. Ich weiß überhaupt nicht, was er meint. Ich glaube, meine ehrliche Antwort ist ... Nein. Ich glaube, dass viele Leute das, was man sagt, viel ernster und mehr in Stein gemeißelt wahrnehmen und größer machen, als man es selbst gemeint hat. Pierre: Ja, okay. Mhm. Mhm. Mmh. Ja voll, jaja. Mark: Weil nur wenn ich jetzt etwas in einem Augenblick sage oder eine Annahme treffe ... Pierre: Mhh. Mark: Dann könnte mich jemand mit einem guten Argument jederzeit vom Gegenteil überzeugen oder meine Gedanken in eine andere Richtung steuern und ich würde darüber nachdenken und vielleicht einen anderen Schluss ziehen. Immer. Ich glaube, ich würde, egal wie viele Hate-Kommentare es gibt oder negative Kritik, ich kann dir mit Brief und Siegel sagen, auch wenn das vielleicht nach außen nicht so rüberkommt, Pierre: Mh. Das heißt, du bist offen dafür. Ja, was ja eine gute Eigenschaft ist. In dem Mark: Ich bin mit Abstand mein allergrößter Kritiker. Pierre: Okay, ja, ja. Mark: Manchmal denke ich mir auch, boah, was ist das denn da für ein Mist erzählt? Oder würde ich das jetzt nochmal so ausdrücken? Also ich kann dir sagen, dass einer, der so einen Kommentar schreibt, definitiv keinen Kritiker hat. Weil der würde sagen, Diggy, wenn du was zu kritisieren hast, dann schreibst doch dahin, hey Marc, denkst du wirklich das oder diese Aussage ist ja aber schon etwas weit hergeholt oder dies das jenes? Pierre: Ja, und viele haben vielleicht gar keinen Kritiker. Na? Nee. Ja. Ja. Der geht ja auch davon aus. Ja, er geht ja. Ja, ja. Mark: Aber hier, muss lachen, dass ich mir irgendwie deinen Scheiß reinziehe und mich jedes Mal frage, ob du ehrlich selbst glaubst, was du da von dir gibst. Ich meine, der Podcast dauert eineinhalb Stunden. Es sagt ja aus, dass jedes Wort, was ich spreche, Bullshit sei. Kann ja sein. Aber dann würde ich Pierre: Er ist ja gar nicht offen für einen Kompromiss halt. Also wird gar nicht differenziert gedacht. Ist ja so. Mark: Da ist ja die Frage, ob jemand, so einen Kommentarschreib differenziert, denken kann. Pierre: Nee, nee, nein, also das ist... Mark: Das ist mittlerweile die Perspektive, ich einnehme. Ich versuche mich immer in solche Kommentare reinzudenken. Und dann versuche ich, aus was für einer Intention wird so was geschrieben. Ich meine, muss sich hier die Zeit nehmen, sich dahinsetzen und das schreiben. Ich weiß noch gar nicht, ob das sogar lustig gemeint ist. Oder vielleicht ist das kein Hate-Kommentar. Vielleicht findet er es nur wahnsinnig lustig, was ich sage. Weil es sind auch zwei Smilies dahinter, zwei Lachsmilies. Pierre: Hmm. Ja! Hmm. Na ja, das ist Du musst aber auch bedenken, Marc, du musst ja auch bedenken, dass eine gewisse Position von Macht natürlich auch immer sehr attraktiv für viele Leute ist. Und wenn du quasi die freie Handhabung hast, zum Beispiel so ein Kommentar zu schreiben, dann ist es ja ganz einfach so, dass du in dem Moment dich selber aufwertest, weil du gehst erst mal davon aus, was ich sage ist Gesetz. Meine Meinung ist die einzig wahre und richtige. Und du versuchst, jemanden zu schaden dadurch oder anzugreifen. Und das sagt dir eigentlich schon alles aus. Das sagt dir eigentlich alles. Solange, das ist ja genau der Punkt, den ich vorhin gesagt habe, wenn du mit dir selber am Reinen bist und es dir gut geht, dann hast du es nicht nötig, anderen Leuten Schaden zuzufügen. Punkt. Dann nimmst du dir nicht die Zeit für so ein Kommentar. Mark: einfach ist. Ja, man kann sich natürlich immer die Zeit nehmen zu sagen, hey, pass auf, du hast dies und das gesagt, ich hab ne völlig andere Erfahrung gemacht. Oder, na ja, hast dir schon mal überlegt, dass du mit dieser Aussage vielleicht diesem oder jenen verletzen könntest, weil du nicht bedacht hast, dass es so und so bei ihm ankommen könnte? Und dann sag ich, ⁓ Gott, da hab ich wirklich nicht drüber nach. Das gab's auch schon, wo ich dann sag, ⁓ Gott, da hätte ich niemals dran gedacht, dass man das so auffassen könnte. Pierre: Ja, das wäre konstruktiv. Nein. Ja. Voll. Ja, ja. Mark: Solche Sachen, weißt du? Ich finde es super wichtig, immer Dinge anzusprechen. So direkt und persönlich. Weil dann kann man ja auch immer einen Nenner finden, weißt du? Oder man findet einen Nenner, dass man keinen Nenner findet. Aber dann hat man auch das geklärt. Pierre: sind davon ist ja auch nie Ja, wieder hervor. Ja, ja, ja, Ja, definitiv. Aber... Ja, es ist wirklich schwierig, sich hineinzuversetzen darin. Aber wie gesagt, man muss ja auch dazu sagen, keiner von uns ist fehlerfrei. Also keiner setzt sich dahin und sagt, was ich jetzt sage, ist Gesetz. Man kann sich dem annehmen oder kann konstruktiv Kritik ausüben. Aber einfach zu sagen, wenn du es maulauf machst, ist es Bullshit-Gelaber, das ist halt einfach nur... Mark: Hahaha Aber irgendwie ist es trotzdem cool, dass er sich einen Podcast von mir anhört. Mehr Zeit kannst du ja nicht investieren. Pierre: Schumpfgenast, Ja, definitiv. ist ein Kompliment. Als deine Lebenszeit. Wir haben vorhin noch darüber gesprochen, wie wichtig die ist. Mark: jemandem zuzuhören. Du hörst jemanden zu, der nur scheiße labert. What the fuck? Digga, es gibt so viele Möglichkeiten, dir Sachen anzuhören, anzulehnen. Ja, ist doch so, oder? Ich hab so viele Podcasts, die gefeiert sind, fünf Minuten angehört und hab in dem Moment dann z.B. für mich entschieden, das waren die ersten und letzten fünf Minuten, die ich dieser Zeit widme. Und krass, dass das so erfolgreich ist. Pierre: Ich dachte, man umgeht das dann eher. Ja, ja, das ist interessant. Mhm. Mhm. Mark: scheint vielen Leuten zu gefallen. Ich verstehe es nicht. Ciao. Und geht zum nächsten Mal. Ja, aber Geschmäcker hat auch verschiedenen Sinn. Deswegen gibt es ja auch verschiedene Sachen. Pierre: Ja, was ja auch völlig okay ist. Man muss ja auch nicht voll auch Meinung und auch Meinung. ist so. Aber du weißt ja, wie es heutzutage ist. Es gibt nur schwarz und weiß. Mark: Apropos, hast du eigentlich ein Licht da bei dir? Pierre: Ja genau darauf wollte ich gerade hinaus. Ich würde einmal das Lichtversuch anzumachen bevor ich komplett verschwinde und ich habe nur noch 10 % Akku. Ich muss hier irgendwie mal eine Option finden. Mark: Ja, mach doch mal kurz das Licht an. Ja, wir kommen sowieso zum Ende. Wir wollen ja eigentlich 90 Minuten Stopp machen. Pierre: Ja so, dann mach ich zum Ende nochmal Licht an. Mark: Ja, macht das Licht an. Wir sind jetzt schon bisschen abgeschweift, diese Gefahr ist immer gegeben bei uns im Duo. Finde ich aber jetzt nicht so schlimm. Pierre: Ja, wir kommen natürlich auch schnell vom Angeln manchmal weg. Aber man muss natürlich dazu sagen, weißt du, ich denke mir immer, wenn ich persönlich die Möglichkeit habe, die Welt da draußen ein Stück weit positiver machen zu können, auch in der Angelwelt, und den Leuten was an die Hand zu geben und ihnen zu erklären, dass sie keine Arschlöcher werden sollen und nicht sich gegenseitig bekriegen sollen am Wasser, dann habe ich was geschafft. Weil ich... möchte in erster Linie eine gute Zeit am Wasser verbringen, so wie du das gesagt hast. Und versuche natürlich alles zu ermöglichen. Dieses auch irgendwie ... Du weißt ja, wie es ist. Meistens, wenn du die Leute ansprichst auf ihre Fehler, wirst du nichts ändern. Aber wenn du mit einem guten Beispiel vorangehst, werden sie sich vielleicht von alleine fragen, das nicht der bessere Weg ist. Mark: Vielleicht. Ja, ich frage mich halt immer dann, man so einen Podcast, dann ist das jetzt keine Ahnung. Aber irgendwo sagst du es ja so, die Reichweite sei dann gut genutzt. Ich glaube, man muss immer die Balance auch finden, genug über anglerische Themen zu sprechen. Letztendlich, und das haben wir ja am Anfang jetzt vor allem auch gemacht. Ich würde es jetzt aber ganz gerne noch mal vielleicht zum Schluss dahin lenken und vielleicht knüpfen wir ja an den Podcast noch mal an. Pierre: Beleist. Mh. Mh. Hmm. Mh. Mark: dann wieder noch mal mehr ins anglerische rein, weil das Hauptthema, ich eigentlich mit dir besprechen wollte, zu dem kam ich jetzt noch gar nicht so richtig, weil letztendlich ist es ja tatsächlich so, dass du nicht nur jemand bist, der Wert darauf legt, eine gute Zeit zu haben und ein guter Mensch zu sein und mit gutem Beispiel am Wasser voranzugehen, sondern jemand, der auch gut fängt, weil es ist ja schon ziemlich heftig, wie du dieses Frühjahr abgeliefert hast. Pierre: Mhm. Hm. Mark: Also ich hab die ganze Zeit von dir irgendwelche coolen Bilder gesehen und du warst voll viel angeln und voll oft hab ich Stories gesehen mit Fischen im Cacher. Das heißt, du warst das ganze Frühjahr, aus meiner Perspektive zumindest, konstant erfolgreich. Und da wollte ich ganz gerne mal mehr darüber erfahren, woran das liegt. Pierre: Nein. Mh. Also es ist in erster Linie erst mal so, dass ich weiß, welche Gewässer ich mittlerweile beangeln muss. Das fängt im März ja so an, ungefähr das Frühjahr. Und zieht sich dann halt in den April jetzt hinein. Im Mai kannst du ja schon Waggerseen auch beangeln. Also dann gehe ich weg von diesen Parkseen. Im Endeffekt sind das Parkseen mit guten Fischbeständen, weil die einfach diese Wassertiefe mit sich bringen. Die liegt so zwischen ein und zwei Meter. Mark: flach sind. Pierre: Weil diese Gewässer, die Fische, dort drin leben, sind natürlich viel schneller aktiv als Fische, die in Gewässern sind, wo das Wasser ewig braucht warm zu werden. Das ist einfach so. Dann hast du der Fischbestand. Ist natürlich enorm wichtig. Du brauchst eine gewisse Anzahl an Fische. Du brauchst nicht Anfang März Lowstock-Gewässer zu beangeln. Und der andere Punkt ist, dass du im Endeffekt ... habe ich sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht, Beispiel Gewässer im März oder so anzufangen zu beangeln, die ich vorher noch nie beangelt habe. Das heißt, du musst einen gewissen Erfahrungsschatz an diesen Gewässern mitbringen, ⁓ zu verstehen, wie sie funktionieren. Mark: Das ist auch eine Sache, du davon abraten würdest, neues Gewässer im Frühjahr zu beginnen. Pierre: Neue Gewässer zu beagen Ende März. Dann Location is the key. Das ist einfach so. Man redet da so häufig drüber, aber ich erlebe es immer wieder. Mir fallen alleine drei Situationen ein, wo ich das dieses Frühjahr erlebt habe. Ich hab mitten im Fisch gesessen und ein Kollege kam zu Besuch und sagte, du glaubst nicht, am Ende des Kanals ist es auch ein Kaffewagen. Und ich wusste einfach, dass ich im gesamten Fischbestand dieses Kanals saß. Und ich dachte mir, es tut mir vom Herzen leid, aber wenn der wüsste, dass der da in einer komplett fischlosen Zone sitzt, muss man natürlich auch wieder sagen, und da bin ich auch absolut offen und fair, ich fliege fast mehr mit der Drohne im Frühjahr, als dass ich angle. Mark: Das wollen auch viele nicht hören, dieses Wort. Pierre: Das wollen viele nicht hören, aber wenn ich doch merke, dass mich etwas erfolgreicher macht und zielführender macht und ich kann das ethisch vereinbaren mit mir, dann wäre es doch komisch, wenn ich es nicht nutze. Also natürlich kannst du andere Aspekte nicht komplett auslassen. Also ich würde zum Beispiel sagen, du kannst trotzdem mit der Polenbrille ein Gewässer abgehen, du kannst trotzdem nach rollenden Fischen aushalten, du kannst trotzdem auf Bubbles Ausschau halten. Mark: Viel Sehnen, es macht Lärm. Pierre: die du auf deinem Futter findest, was du ausgelegt hast. Das sind ja alles so Sachen, die trotzdem mit hineinspielen. Aber du kannst ... die Drohne einfach zu 100 % super benutzen, ⁓ schnell erfolgreich zu sein. Und jetzt kommt der Punkt. Im Frühjahr ist es ja so, dass die Phasen, die Fressphasen, in denen die Fischer überhaupt aktiv Nahrung zu sich nehmen, unfassbar klein sind. Die werden ja mit der Zeit erst immer größer. Weil, ich sag dir was, nur weil du 100 % im Fisch liegst, heißt es noch lange nicht, dass du fängst. Ich habe das dieses Frühjahr mehrfach erlebt. mit Noah zusammen in den Parksee geangelt, wo wir auf einer Sandbank gefischt haben, wo der gesamte Fischbestand drauf stand. Und ich glaube, auf diesem Gewässer sind über 70 Fische. Also wir hatten wahrscheinlich 40, 50 Fische auf diesem Plateau. Wir haben drei Rücken in den Fischen verteilt. Einer ist mit der Drohne geflogen und hat die Fische gesehen, der andere hat sie überworfen mit einem 50 Gramm Blei und hat so lange rangekurbelt, bis der andere Stopp gesagt hat, du hast das Blei zwischen den Fischen so runtergehen sehen. Mark: Wow. Pierre: und wir haben trotzdem gebläckt. Und da musst du dir mal überlegen, du sitzt noch in einem falschen Bereich. Umso geringer wird deine Chance. Ich glaube, dass du, wenn die Fische aktiv werden und aktiv sind, sagen wir mal zu Mai hin, dann kannst du die Drohne auch wieder öfter weglassen und trotzdem erfolgreich sein. Aber in diesen Monaten, wo es so tricky ist, und das ist Februar, März bis Mitte April, ist das einfach ein Gamechanger. Das muss man einfach so sagen. Mark: Ja. Aber ist es nicht immer Fische finden ein Gamechanger? Pierre: Ja, absolut, definitiv. Aber du musst die Situation auch richtig einordnen. Nur weil sie eine Holldinge haben, wo sie an der Oberfläche pimmeln, heißt es noch lange nicht, dass sie dort auch fressen. Ich hab das selber in Holland erlebt an einem See, wo ich immer dort geangelt habe, wo die Fische tagsüber zu sehen waren, weil ich sie dort gefunden hab. Ich hab da einen Holländer kennengelernt, der hat zu mir gesagt, fängst du da? Und ich sag, nein. Und er so, ich wollt schon sagen. Und du denkst dir so, what the fuck? Und dann hat er gesagt, die Fische ziehen jeden Tag dort rein, ⁓ halt zu chillen, aber aktiv auf Nahrungsuche gehen sie im offenen See. Also das ist total interessant, sowas, verhaltensweisen. Mark: Definitiv. Ist auch das A und O und gehört auch zur Gewässerkenntnis. Pierre: Genau. Aber wenn du halt diese gewissen Sachen aussortieren kannst und halt, wie gesagt, auf Gewässer zurückkommst, die du kennst, die einen guten Fischbestand haben, die nicht zu tief sind und du die Fische aktiv finden kannst, also gut Location machen kannst, das ist die Lösung dafür, einfach im späten Winter und im Frühjahr erfolgreich zu sein. Und ich sehe immer wieder Leute an tiefen Baggerseen sitzen, wo das Wasser eiskalt ist. an Gewässern sitzen, vielleicht auf 10 Hektar 30 Fische rumschwimmen, wo ich mich schon schwer tun würde, Sommer zu beangeln, vielleicht wenn ich einen außergewöhnlichen Fisch fangen möchte. Aber das sind alles so Sachen, die die Entscheidheit darüber, ob du erfolgreich bist im Frühjahr oder nicht. Das ist auf jeden Fall so ein Punkt. Und das Thema Futter. Viele überfüttern die Fische auch. Das muss man einfach so sagen, immer wieder. Sie setzen zu viel Futter oder falsches Futter ein. Mark: Okay. Pierre: Du kannst Pellets benutzen, Liquids, was ich schon mal sagte, dass du eine attraktive Wolke machen kannst. Was ich zum Beispiel jetzt am Kanal beim Stalken benutzt habe. Wir hatten ja von Supreme diese Mikrodumpels, diese kleinen Dumpels. Winter Edition, die waren ja wie Pellets. Ding Ding! Die waren ja wie Pellets. Und weißt du, was ein geiler Vorteil an den Dingern ist, an so kleinen Ködern? Du spookst keine Fische. Mark: Winter Edition? Pierre: Du verschreckst die Fische nicht. Das ist minimales Geräusch, wenn du das reinstreuselst. Wie Pellets. Mark: Und wenn sie mal gefressen haben, lockt sie es ja eher an. Pierre: Voll, absolut. Und dann packst so ein rosa, washed-out, pinken Pop-Up oder so, ein Zamba-Pop-Up oben drauf, paar von den Dingern drüber. Das ist zum Stalken der Wahnsinn, Ding, ding, ding, ding. Von Persönlichkeitsentwicklung und tiefen Psychologie muss man ja auch wieder dahin führen. Mark: Du bist ja auch ganz mit Werbel lastig hier unterwegs heute wieder. Ja, ist auch so. Man muss die Leute erst verstören und dann Produkte präsentieren. Wo wird gekauft? Das ist Marktpsychologie. Nee, aber guter, guter Punkt. noch mal zusammenfassend, was jetzt bei mir hängen geblieben ist. Die richtigen Gewässer, bedeutet Gewässer, die sich im Frühjahr auch schnell erwärmen und einen Fischbestand haben, der groß genug ist, dass man auch eine gute Chance auf Fische hat. Pierre: Ja, ja. Hmm Mark: Und zweitens, Fische finden. Absoluter Key, weil selbst wenn du richtigen Gewässer sitzt, aber halt nicht im Fisch bist, stehen deine Chancen schlecht, weil die Fische sich wenig bewegen, nicht so auf Achse sind. Selbst wenn du mitten im Fisch bist, ist noch längst kein Fangahand zu der Jahreszeit. Und drittens, dosiert mit Futter umgehen. Ganz gezielt, extrem gutes Futter benutzen. Pierre: Hmm. Hm? dafür, du fängst und musst die Phasen abpassen. Absolut. Mhm. Mhm. Mark: weniger ist auf jeden Fall mehr. Pierre: Ja, definitiv, das ist so in diesem Fall. Und damit hat man schon eine gute Formel, ⁓ erfolgreich sein zu können. Mark: Ist es bei dir im Endeffekt eine reine Pop-Up-Angelei des Frühjahrsangeln? Pierre: Hast du ja vorhin mitbekommen, ich hab ja letztes Mal geswitcht und das hat mir einen Bonusfisch gebracht. ich würd's nicht... Wenn ich die Fische eher auf Futter habe und ich bemerke, dass ich auf Futter angeln kann und nicht singelt oder nicht minimal, dann angel ich sogar eher so einen Match-the-Hatch-Zammer-Wolfter oder was weiß ich. Weißt du, was ich meine? Ein Match-the-Hatch-Köder, der auf dem Grund ist. Mark: Ja. Pierre: Im Pop-Up versuche ich ja gezielt, die Reize anzusprechen. Was natürlich auch häufig funktioniert. Gar keine Frage. Aber du weißt, heutzutage 90 % der Leute angeln fast mit Pop-Ups. Es gibt immer wieder den einen oder anderen Bonusfisch, den man vielleicht dadurch kriegt, dass der Köder nicht wackelt, sondern still am Grund liegt. Weil das ist in stark behandelten Gewässern eigentlich so... Mark: Ja. Pierre: Eine der krassesten Erfahrungen, ich gemacht habe, und krassesten, ja, auch das mich in meinem persönlichen Angeln weitergebracht hat an diesen Gewässern, ist, dass diese wackelnden Köder zum Mitte des Jahres so krass von den Fischen gemieden werden, dass du mit liegenden Ködern, sowas kannst du natürlich nur beobachten, wenn du auf Sicht angeln. Das ist halt so. Mark: Hmm... Ja, das habe ich jetzt aber neulich auch schon gehört. glaube, Podcast mit Thomas war das. Der meinte, er angelt nur bis zur Leichtzeit Fluo-Pop-ups und danach gibt es nur noch Washed-out oder Originalfarben, natürliche Farben. Weil er einfach die Erfahrung gemacht hat, dass quasi über den Winter bei den Fischen so bisschen Reset stattfindet, weil die halt nicht mehr gehakt werden mit Fluo. Die grundsätzlich extrem gut auf Fluo ansprechen, aber halt die Scheuchewirkung auch relativ schnell. Pierre: Hm? Ja, guck mal. Ja, ja, ja. Ja. Ja. Vielen Dank. Ja, definitiv. Ja, absolut, definitiv, das ist auch so. Mark: Eintritt. Und du gehst dann komplett weg von Pop-Ups sozusagen. Gehst du dann komplett weg von Pop-Ups über die Saison? Pierre: Beep it up! Match the Hatch Schnee meine Hange ich ganz häufig. Einfach, ich Naturfarmende Köder benutze oder Pop-Ups halt, die ich dann auf... Nee, tatsächlich nicht. Hab ich schon ausprobiert. Mehrfach. Aber ich gehe dann wirklich auf diese Schneemänner, die aber wirklich sinken. Mark: Schneemann? Ja. Auch als Einzelpop-up dann? Match the Hatch noch? Nur als Schneemann. Deswegen haben wir es ja auch ins Programm jetzt mit aufgenommen, weil das ein extrem sinnvolles Werkzeug ist. Wird aber sehr unterschätzt von den Leuten. Also Match the Hatch verkauft sich auch richtig langsam. Im Gegensatz zu allen bunten Zeug, dass du x-fach mehr verkaufst als Original Pop-Ups, Match the Hatch Pop-Ups. Also Pop-Ups, die in der passenden Farbe sind, wie der Originalköder, ⁓ nicht weiter aufzufallen. Pierre: Ja genau. Ich hatte da mit Julia lange drüber gesprochen. Ja, ja. Und was du auch nicht unterschätzen darfst, sind halt so ausgewaschene helle Köder. Also so weiß zählt bei mir nicht unter fluro so richtig, weil erstmal wird es deutlich wenig benutzt mittlerweile und zweitens Mark: Ein weißen Pop-Up meinst du? Zum Beispiel wie der unser Fisch Pop-Up ist? Pierre: Ja, in erster Linie geht es darum, schmeißt mal einfach alle Boilies oder generell von allen Marken Boilies ins Wasser und beobachte, wie sie in zwei, drei Tagen aussehen. Die werden alle hell. Die werden alle hell beige meistens in der Regel, so washed out halt. Und ich glaube schon, dass das eine gute Herangehensweise ist, dann halt auch mit diesen Farben zu spielen, weil die Fische vielleicht denken, dass das Köder sind, die auch länger im Gewässer schon liegen könnten. die vielleicht safe sind. Ich hab in Holland ein Gewässer beangelt, wo jeden Tag über zehn Angler im Durchschnitt am Fischen waren, viel gefüttert haben. Und glaub es mir, da ist so viel Futter reingekommen, die Fische haben sich daran gewöhnt, das Futter, was lange liegen bleibt, sicherer zu fressen in diesem Fall. Und da bist du mit einem weißen Pop-Up. Beim weißen Pop-Up hast du natürlich den negativen Aspekt noch, dass er immer noch wackelt. Das darfst nicht vergessen. Das hast du bei einem liegenden Köder nicht. Mark: Das natürlich der absolute Bringer der Rambazamba-Wolfter. Pierre: Voll, bisschen Spray drauf. Alle 14 Tage und das Ding kann wirklich eine Macht sein. Ich hab tatsächlich vor kurzem erst am Kanal noch mit einem guten Kollegen darüber gesprochen, weil er kam mich besuchen und hat gesehen, wo ich meine Ruten gelegt hab. Und dann hab ich das Zammerspray genommen und hab meine Pop-up-Sammel eingesprüht. Und dann lass ich die meistens einfach so fünf Minuten noch stehen und dann schnick ich die Ruten rein. Genau. Mark: dass es bisschen einzieht. Ja, mache ich auch. Pierre: Und er sagte zu mir, das machst du aber auch nur fürs Business quasi so. Und da habe ich zu ihm gesagt, das kann ich dir gar nicht sagen. Weil ich habe Fische gefangen, wo ich das benutzt habe und fünf Minuten später habe ich einen Lauf bekommen, weil ich nicht weiß, woran es gelegen hat. Mark: Vertrauen fängt. Pierre: Patra und Feign. Und ich habe dir ja erst erzählt, ich hatte vor kurzem eine Kanal-Session, wo ich einen Doppellauf hatte, die Rute neu gelegt habe und direkt wieder einen Lauf bekommen habe, wo ich drei Fische gefangen habe. Übrigens an einem Kanal, der eine Strecke, die zwei Kilometer lang ist und nicht mehr als ich glaube, weiß ich gar nicht, 12, 13 Fische sind da drin. Mark: Aber halt so ein Frühjahrsphänomen, wenn du die Fische findest, ne? Pierre: Das ist Frühjahrsphänomen, wenn die Fische Wind ist. ja, das stimmt. Marc, jetzt wirst du schon leise. Jetzt hör ich dich fast gar nicht mehr. Der geht schon auf 3 % hier gerade oder so. Mark: Dann kannst du auch... ⁓ ja wir sind auch schon bei 1,40. Vielleicht setzen wir das an einer anderen Stelle nochmal fort. Pierre: Sehr, sehr gerne. Es macht echt Spaß, mit dir zu unterhalten. Ich finde das echt gut, weil wir natürlich auch mal andere Themen ansprechen. so hat man ja selber was auch davon so bisschen. Mark: Mach doch einfach Spaß so Gespräch. Ich hoffe auch, dem Zuschauer hat es so viel Spaß gemacht. Mir hat es genauso viel Spaß gemacht. Also ich fand es super. Ich würde es auch gerne an anderer Stelle nochmal fortsetzen. Du bist ja demnächst ziemlich lange unterwegs. Vielleicht machen wir einen vom Wasser. Pierre: Ja. Voll, super gerne. ich auf jeden Fall dabei. Nach Slowenien geht es jetzt erst mal am Montag. Ja, deswegen. Und von meiner Seite natürlich auch vielen Dank an die Leute, dass sie sich die Zeit genommen haben, uns beiden zuzuhören. Mark: Oh, geil! Sehr geil! Vielen, Dank an dich und an die Zuhörer. Ich hoffe, es euch gefallen, auch mit dem ein oder anderen Ausflug abseits vom Angeln. Auf jeden Fall Pierre, immer ein extrem interessanter Gesprächspartner und extrem kompetenter vor allem. Ich danke dir. Pierre: Danke dir, Macht's gut!