Micha Hawich: Du solltest bitte diese nahestehende Person, seinen besten Freund, was antun, den eigenen Sohn töten. Erinnern uns an den Fingerabdruck, der gefunden wurde. Und irgendwann, kurzzeitig nach der Tat, auf irgendeine Art und Weise, man weiß es bis heute nicht, hat er einen Daumen verloren. Fakt ist, diese Art und Weise der Tötung des Jungen hat nie wieder in dieser Form stattgefunden. Ich bin einfach sprachlos. Ich muss das jetzt alles irgendwie sacken lassen und ich weiß gar nicht ehrlich gesagt, ich damit umgehen soll. Krasser Moment, das ist sie. Die erste Folge meines eigenen Podcasts Mord ist sein Hobby und natürlich spielt der Titel an einem meiner Lieblingsserien Anfang der 90er an Mord ist ihr Hobby mit Angela Lansbury. Das war Pflicht nach der Schule, jeden Nachmittag mit meiner Oma auf der Couch. Angela Lansbury, wer sie nicht kennt, war eine Rentnerin, die fleißig jeden Nachmittag Morde aufgeklärt hat und vielleicht wurde ich ja genau da. Somit 10-11 Jahren mit dem True Crime Virus infiziert. Ich bin allerdings kein Detektiv, ich bin auch kein Ermittler geworden, sondern ich bin beim Radio damals gelandet mit 16 und mit 25 zum Fernsehen gekommen und da habe ich relativ schnell damit begonnen True Crime Stoffe für die unterschiedlichsten Formate zu produzieren. Für ProSiebenTav, für die Sat1 Reportage, lange Stücke für ZDF Info, für die ZDF Reportage für RTL+. Ja und das hier, ist für mich so ein bisschen der nächste Step. ein eigener Kanal auf dem ich mit euch zusammen Vermissten und Mordfälle bespreche. Denn das hier soll keine One Man Show sein, das möchte ich dazu sagen. Mord ist ein Hobby, das ist eine interaktive Community. Aber so viel an dieser Stelle zu mir, jetzt zum ersten Fall. Und das mag einige verwundern, denn ich starte nicht mit dem Vermissten Fall Lars Mittank und auch nicht mit den gestohlenen Babys der DDR. Nein, ich starte mit einem Thema, das die Community auf TikTok an mich herangetragen hat. und das mich von diesem Moment an nicht loslässt, weil es einfach so ein abscheuliches Verbrechen an einem Kind ist und der Täter bis heute nicht gefasst wurde. Bis heute. Denn es gibt zwei Jungs, die heute meine Gäste sind, die haben wahnsinnig viel recherchiert in den letzten Jahren und sind kurz vor der Lösung, die mir während der Aufnahme 4 Stunden lang nonstop Gänsehaut beschert hat. Bevor wir sprechen, möchte ich aber für alle, die den Fall Tristan Brübach nicht kennen, die Geschichte nochmal kurz zusammenfassen. Es ist 1998. Tristan Brüberg ist 13 Jahre alt und lebt in der Nähe von Frankfurt am Main. Tristan hat echt viel Mist durchgemacht. Seine Mutter hat sich drei Jahre zuvor das Leben genommen, sein Vater arbeitet viel, ihm wird nachgesagt Alkoholiker zu sein. Tristan ist aber wahnsinnig kommunikativ und weltoffen und vertreibt sich die Zeit allein und zwar rund um den Bahnhof Frankfurt Höchst. Am 26. März 1998 wird ihm das vermutlich zum Verhängnis. Nach der Schule telefoniert Tristan mit seinem Papa von einer Telefonzelle im Bahnhof. Danach wird er von einer Frau im Park am Bahnhof gesehen. Er streichelt ihren Hund. Als sie weggeht, sieht sie plötzlich zwei Männer, die sich links und rechts neben Tristan gesetzt haben. Knapp zwei Stunden später finden Kinder Tristans Leiche in einem Tunnel unter dem Bahnhof. Und zwar so grauenvoll zugerichtet. dass bis heute kein vergleichbarer Fall weltweit bekannt ist. Eine 100-Mann-starke SoCo wird gegründet. Eine belastende Arbeit für alle. Der Ermittlungsleiter bricht nach drei Tagen in seinem Büro zusammen. Es gibt mehrere Phantom-Bilder, die dann in den Tagen, Monaten und tatsächlich Jahren in Umlauf gebracht werden. Ein blonder Mann mit Zopf und Lippen, Kiefer, Gaumenspalte ist das bekannteste. Manche meinen, der Typ hat Ähnlichkeit mit Christian B. dem Verdächtigen im Fall Maddie. Er wird allerdings von den Ermittlern ausgeschlossen. Der Typ auf dem Phantom-Wild wird allerdings, so sagen Zeugen später aus, öfter als Tristans Begleitung in den Tagen vor seinem Mord gesehen. Aber bis heute konnte er nicht identifiziert werden. Zwei, ich sag mal, True Crime Creator Kollegen sind jetzt vielleicht tatsächlich vor dem Durchbruch. Man muss sagen, auf Indizienbasis. Und ich verspreche euch, ihr werdet in diesem Podcast, genau wie ich, nicht nur einmal vor euch hin brabbeln. Das ist doch jetzt nicht deren Ernst. Das kann doch nicht wahr sein. Meine ersten Gäste sind der Betreiber des Kanals True Crime Hamburg, der True genannt werden möchte und Wuwei, der ebenfalls anonym bleiben will. Denn die Arbeit der Jungs ist noch nicht beendet. Aber sie haben meinen größten Respekt, denn aus einer zufälligen Begegnung im Rahmen der Ermittlung zum Fall Tristan ist eine richtig tiefe Freundschaft bei den beiden entstanden. Und damit geht's rein in die erste Folge. Mord ist sein Hobby. Und ich hab die beiden erst mal gebeten, sich vorzustellen, denn auch das ist wichtig für den Fall, denn wobei kannte Tristan als Teenager persönlich? Tristan war ein Freund von mir, 1998. Vor seiner Tötung bin ich mit ihm halt zusammen gewesen, sehr viel Zeit verbracht. Was war aber Tristan für ein Mensch? Er war ein herzensguter Mensch. Er war ein sehr lustiger Mensch. hat auch viel Unsinn, bunte Knete im Kopf gehabt. Er war sehr spendabel. Ja, und dann kam es zu so einem Schlüsselerlebnis. Hat er mich irgendwann mal, weil wir uns ja stetig und kontinuierlich getroffen haben, mich einfach im Prinzip gefragt, ob ich jemanden kennenlernen möchte aus seinem Umfeld, der viel Geld bei sich hat und an Zigaretten herankommt und ob ich Interesse hätte, ihn kennenzulernen. Ich hab das aus irgendwelchen nicht erklärbaren Gründen abgelehnt. Und? Im Nachgang, wenn man so über alles nachdenkt, stellt man sich dann halt aufgrund des ganzen Vorfalls, wie der Junge ums Leben gekommen ist, die Frage, was wäre gewesen, wenn ich zugesagt hätte? Was hätte ich gesehen? Oder was hätte man verhindert? Richtig. Oder hätte man was verhindern können? True Crime Hamburg, wie bist du denn an diese Geschichte gekommen? Bei mir war das rein spontan, sagen wir mal so. Mir war der Fall ja schon bekannt. Und dann dachte ich mir, gehe ich mit meinem Onkel mal an diesen Ort. Und haben dann viele Aufnahmen gemacht und Bilder und alles Mögliche, was dazugehört. sind auch in den Tunnel reingegangen. Und ich bin dann über Nacht total viral gegangen. dadurch bin ich mit verschiedenen Menschen in Kontakt getroffen, unter anderem meine bessere Hälfte Uwe. Aber krass. aus dieser schlimmen Geschichte eine Freundschaft entstanden ist und er ja nun auch dazu beitragt, dass dieser Fall nach so vielen Jahren vielleicht endlich gelöst wird. Ich möchte vielleicht mal ganz kurz zusammenfassen, Tristan, der war 13 Jahre alt damals, hat eine krasse Vergangenheit schon. Seine Mama hat sich das Leben genommen. Papa, der konnte auch nicht so richtig für ihn da sein. Also ich kann dir zumindest das sagen, er war berufstätig. Ja. war auch so in diesen 90er Jahren nicht unüblich, dass Eltern Vollzeit gearbeitet haben und Kinder sich so bisschen selbst überlassen waren, was jetzt überhaupt keine Legitimation ist dafür, was ihnen passiert ist. Aber ich kann dir sagen, Micha, dass der Vater ihn sehr geliebt hat und wirklich nach Kräften alles in seiner Macht getan hat, ihm ein gutes, adäquates Kinderpubertätsleben zu geben. Er war jetzt nicht so... dass er nicht die notwendige Liebe und Aufmerksamkeit bekommt. Trotzdem war Tristan damals oft sich selbst überlassen und hing am Bahnhof Höchst ab. Uwe erzählt mir, dass sich dort an diesem Ort viele Drogenabhängige getroffen haben, weil es eine Substitutionsstelle gab, an der Ersatzdrogen ausgeteilt wurden. Dann gab es da diesen einen Ort, der ein ganz anderes Klientel angezogen hat. Es gab damals noch eine Toilette, die ist jetzt ein Reisebüro. direkt an dieser Parkanlage. Das war die sogenannte 50-Fenich-Toilette. Okay. Und in dieser 50-Fenich-Toilette haben sich halt natürlich auch Personen und Gestalten aufgehalten mit gewissen Präferenzen. Also gegen Geld, gewisse Handlungen. Okay. Gewollt, eingefordert oder selber versucht durchzuführen. Also da gab es Männer, die für 50 Mark Geschlechtsteile sehen wollten, die sich dann halt in diesem Toilettenbereich aufgehalten haben. In diesem Umfeld sich halt auch Tristan bewegt. Ja, wir uns aufgehalten in der Packanlage und haben gechillt. Und es gibt so eine Szene, da hat er einen Heiermann aus der Tasche geholt. Also Heiermann, 5 Mark Stück. Und hat dann seinen damaligen besten Freund losgeschickt und hat ihm gesagt, hol mal drei Capri-Sonnen. So und... Der hat die geholt und sie uns gebracht. haben die verzerrt. Und dann hat der Tristan gesagt, was ist denn mit meinem Rückgeld? Und daraufhin hat dann sein bester Freund gesagt, was willst du überhaupt? Du hast die ganzen Taschen voll. Das war schon damals für mich so wow. Dieser angeblich beste Freund, wie in WoWi und True im Gespräch immer wieder nennen werden, soll noch eine ganz entscheidende Rolle in diesem Fall spielen. Kommen wir jetzt aber erstmal zum Tattag, dem 26. März 1998. Tristan ist eine Stunde zu spät in der Schule angekommen. Er hatte Schmerzen am Rücken, weil er sich mit seinem Kumpel mit Steinen beworfen hat. Was ich auch schon mit dem ganzen Wissen, was ich jetzt habe, irgendwie merkwürdig finde. Auf jeden Fall wollte er seinen Papa telefonisch überreden, dass er den Tag blau machen darf. Hat allerdings nicht geklappt. Ihr habt schon gehört, Tristans Vater war anders, als das oft im Netz behauptet wird. Er war sehr fürsorglich. Die beiden sollen ein freundschaftliches Verhältnis gehabt haben. Deshalb ist es 13.30 Uhr. Schulschluss für Tristan. Frankfurt Höchst Bahnhof gefallen. Und dann hat er nochmal mit seinem Vater telefoniert. Da gibt es ja diese Videoaufnahmen. Diese wunderbar schlechte Videoaufnahme, die aber auch gleichzeitig sehr interessant ist. wenn man sich das Video anschaut, dann sieht man wie Tristan in gebeugter Haltung mit seinem Rucksack zum Telefon geht. Es gab damals in Höchst am Bahnhof an dem Kiosk drei Wandtelefone. Er hat die Nummer 3 genommen. den anderen zwei Stück, die zum Kiosk nahe sind, also den äußersten. man sieht, wie auf dieser Videosequenz zwei Personen auf Augenhöhe zusammenlaufen. Die größere Person, nämlich, so kommt es mir rüber, aber ich kann es natürlich nicht beweisen, schwarze lange Haare, vielleicht Brillenträger und so Absatzschuhe. zu einer Jeans, der dreht sich, sobald er in den Kamerabereich kommt, wieder weg und geht aus dem Bild und bleibt hinter dieser Kioskwand. Wo? Da. Jeanshose, schwarze Schuhe und schwarze Absatzschuhe und schwarze Haare. meine, helles Oberteil. Helles Oberteil, Zopf zu sehen. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass er auch da eine Brille trägt. Ich wollte gerade sagen, also ich finde. Man sieht dort eine Brille auf jeden Fall. Stimmt, das ist wirklich furios, dass er sich so dreht. Was ich total krass finde, klar, 1998 gab es schon Videoüberwachung, aber bei weitem nicht so verbreitet wie heute. Und trotzdem scheint der Begleiter von Tristan alles zu tun, um nicht erkannt zu werden. Man sieht dann, wie Tristan nach dem fertigen Telefonat wieder zurückgeht und praktisch mit diesem Typ wieder auf Augenhöhe den Bahnhof verlässt. Und dann... Taucht er ja aber ohne diesen Mann offensichtlich in einer Parkanlage wieder auf, wo ihn eine Frau trifft mit einem Hund. Die kam dann so ein bisschen ins Gespräch und das war auch das letzte Mal, dass Tristan lebend gesehen wurde. Falls man das vielleicht im Hintergrund hört, ich habe einen Hund, einen Cockerspanier und der liegt hier anderthalb Meter neben mir und schnarcht wirklich wie Sau. Also falls ihr irgendwelche merkwürdigen Geräusche wahrnehmt. Sägt der Bäume, ja? Richtig. Ich möchte ihn jetzt aber auch nicht wecken. Es ist schön, dass er bei dieser düsteren Geschichte trotzdem schlafen kann. Manchmal möchte man auch einfach Hund sein, dann bekommt man vieles nicht mit. okay, wir sind in der Parkanlage, er hat den Hund gestreichelt. Die Dame geht dann weiter und macht eine Beobachtung. Sie sagt, dass sie zwei ältere südländisch aussehende Jungs gesehen hat, die sich zu ihm gesetzt haben. So. Rechtsuntersetz neben Ihnen. Genau, genau. Und bis heute gibt es keine Anhaltspunkte zu diesen zwei Personen. Aber kurz danach passiert ja die Tat. Also bei welcher Uhrzeit sind wir jetzt ungefähr? Ja, also so in dem Zeitfenster zwischen 15.30, 15.45 so. Knappe anderthalb Stunden später wird Tristan's Leiche gefunden. In einem Tunnel unter dem Bahnhof Höchst. Das ist eigentlich ein Versorgungstunnel mit Leitungen der Bahn, durch den auch ein kleiner Bach fließt. Und wobei der dort am Stadtteil aufgewachsen ist, weiß aber, wofür er damals von gleichaltrigen Kids benutzt wurde. Für uns relevant als Kinder war es ein Ort von Mutprobe. Abkürzung, weil man ja sonst ⁓ den gesamten Bahnhof herumlaufen muss oder durch den Bahnhof auf die andere Seite. Somit hat man so zwischen acht und viertel Stunde Minuten technisch gespart, wenn man auf die andere Seite wollte oder von der anderen Seite auf die höchste Bahnhofseite. Dann geht ⁓ 17.08 glaube ein Notruf bei der Polizei ein. Kinder, die diese Abkürzung auch gehen wollen, betreten diesen Tunnel, sehen plötzlich, weil das ist ja das, was man auch immer wieder liest. angeblich eine Gestalt, die sich über irgendetwas am Boden beugt. Also die sind erst eine Stunde später zu dem Betreuer gegangen und haben von dem grausigen Fund erzählt. Und der Betreuer hat natürlich erstmal nicht richtig reagiert, weil er das natürlich nicht glauben konnte. mein, ich würde oft denken, was erzählen die Kinder mir jetzt da, wenn die dahin kommen und sagen, hey, da liegt eine Leiche, da liegt eine Leiche. Deswegen ist der Notruf auch so spät abgesetzt worden. Was Tristan angetan wurde, das hat sich schnell weltweit unter Experten rumgesprochen. Und Achtung, ich möchte jetzt hier eine Triggerwarnung aussprechen. Das was jetzt kommt, das ist nichts für schwache Nerven. Es gab eine Zusammenkunft verschiedener Ermittlungsbehörden aus verschiedenen Polizeikreisen international in Quentico. Man hat mit dem FBI zusammen versucht herauszufinden, das für ein Modus operandi war. Also ich muss dazu auch sagen, nur weil wir jetzt hier so ein bisschen gefasst und rational wirken, also jedes Mal darüber zu reden, macht was mit uns. Kann ich mir vorstellen. Kannst du dir vorstellen. ich will natürlich auch jetzt nicht irgendwie eine gewisse Sprache an den Tag legen. Aber Fakt ist, diese Art und Weise der Tötung des Jungen hat nie wieder in dieser Form stattgefunden. Und dieses Overkill, was man dort gemacht hat mit der Entnahme auch von Muskelfleisch und allem drum und dran, hat es so in dieser Form nie wieder gegeben oder zumindest ist es nicht bekannt. Das ist, so schlimm es auch klingt, der brutalste Mord an einem Menschen in dieser Kriminalgeschichte in Deutschland. und dazu halt noch die Komponente an einem Kind. Es kam auf jeden Fall zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Diese körperliche Auseinandersetzung ist so weit fortgeschritten gewesen, dass es dort Schläge massiv gegeben hat gegen den Kopf. Die Verletzungen am Kopf mit den Frakturen und den blutunterlaufenden Ergüssen hätten gereicht, leibende Schäden zu hinterlassen. Das hat nicht ausgereicht. Daraufhin ... hat der Täter ihn in den Schwitzkasten genommen und hat ihn gewürgt bis zur Bewusstlosigkeit. Dann gab es die Schläge mit dem Kopf auf diese Betonplattform. Und schlussendlich hat er dann diesen Kielschnitt gesetzt, einem Ohrlippchen zum anderen. Und hat ihn kaskadenhaft ausbluten lassen. Kann man denn so sagen, bis zu welchem Zeitpunkt Tristan diese ganzen Qualen wirklich mitbekommen hat? Er hat sich ja aus diesem Schwitzkasten noch einmal befreit. Ach das kann man, das weiß man auch. Das weiß man auch, weil die Rechtsmedizin nämlich gesagt hat, anhand der Schuhe, die ja in Wasser gelegen haben müssen bei dem Kampf, die er verloren hat, also er hat sich kurzfristig wohl noch einmal befreit, wurde dann aber vom Täter eingeholt. und dann gewirkt bis zur Bewusstlosigkeit und anschließend dann diese gezielten Schnitte, also oberhalb des Schambeins ein Schnitt, die Öffnung des Genitalbereichs. Und er hatte sogar noch die Zeit, so ist das die Analyse der Profiler, dass er noch mal einen am Tatort verlorenen Schuh zurückholen konnte und diesen dann auf diesen unzähligen Stichverletzungen auf dem Körper platzieren konnte, wie ein sogenanntes Anduin. Unmenschlich ist vermutlich das Harmloseste, was man zu dem sagen kann, was Tristan da angetan wurde. Und man kann nur hoffen, dass er relativ schnell das Bewusstsein verloren hat und von diesen ganzen Qualen so wenig wie möglich mitbekommen hat. Nach dem Auffinden von Tristans Leiche wird natürlich umfangreich ermittelt. Doch auch für die Beamten ist das kein normaler Mordfall. Der Ermittlungsleiter der riesigen Soko, ich hast vorhin schon kurz erwähnt, bricht nach drei Tagen zusammen. Und das sagt, glaube ich, alles. Aber was definitiv nicht auszulassen ist, das möchte ich noch ergänzen in dieser Timeline, dass unmittelbar zum Tötungszeitpunkt kurz davor, währenddessen und danach, zeitlich nicht genau einzuordnen, ist ein junger Mann. aus dem Gebüsch gesprungen, damals schreckhaft sich vom Ort entfernt und ⁓ sein Leben gerannt an der höchster Bahnhofsseite und wäre fast von einem Taxifahrer überfahren worden damals. Und im Zusammenhang mit dieser Begegnung wurde ein erstes Phantombild erstellt. Ich habe heute schon paar Mal gesagt, ich habe absichtlich kein Vorgespräch mit den beiden geführt. Mir waren die Einzelheiten des Falls auch null vertraut. Und deshalb habe ich mehrere Male die Gänsehaut des Todes gehabt, weil es in diesem Fall so irre Wendungen gibt, die man sonst nur aus guten Thrillern kennt. Dieser Twist gehört auf jeden Fall dazu. Denn aus dem jungen Mann vom Phantombild, der als Täter gehandelt wird, wird später ein Zeuge gemacht. Denn eine Person aus Tristans Familie erkennt den Mann plötzlich. Die Großmutter von Tristan hatte anhand des Phantombildes, was erstellt worden ist, von der Person, die aus dem Gebüsch besprungen ist, identifiziert damals als den vermeintlich besten Freund von Tristan. Und darüber gibt es Aktenvermerke. Also fassen wir zusammen, Tristans bester Freund wird beobachtet, wie er so rund ⁓ den Tatzeitraum aus einem Gebüsch am Tatort springt und wegrennt. Ich habe Wuwei und True daraufhin gefragt, ob sie diesen besten Freund von Tristan ausfindig machen konnten. Aus gutem Grund ringen sie zu diesem Zeitpunkt mit einer Antwort. ist sehr schwieriges Thema. Man kann auch noch nicht so krass darauf eingehen. Ich weiß nicht, wie es beschreiben soll. Er möchte einfach nicht darüber reden. Egal in welcher Form, egal wie, egal wer. Er möchte einfach nicht darüber reden. Ich wollte noch was hinzufügen zu dieser Sache. zwar ist er aus dem Gebüsch rausgelaufen, bevor die anderen Kinder schlussendlich den Tristan dort liegen gesehen haben. So könnte es tatsächlich sein, dass er vielleicht sogar den Mord beobachtet hat. Was ich dir auf jeden Fall sagen kann ist, oder wir beide, durch unsere Arbeit mit diesen akribischen Recherchen und den Zeitzeugen und den eidesstaatlichen Versicherungen ist es zu etwas gekommen, was wir eigentlich gar nicht erwartet haben. Aber das würde den Rahmen hier sprengen des Podcasts. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was soll dieses ganze Rumgedruxe? Ich verspreche euch, am Ende dieses Podcasts werdet ihr es verstehen und gleichzeitig werdet ihr die Welt auch nicht mehr verstehen. Auf jeden Fall, so erzählen mir Wuwei und True, hat die Polizei wohl versucht, den angeblich besten Freund zu vernehmen. Da hat aber die Mutter, wenn ich das so sagen darf, einen Riegel davor geschoben. Die Mutter von dem Freund, ja klar. Ja, weil er war ja auch minderjährig und als zurechtgegter Person. Wie frustrierend. Da gibt es halt auch eine Information, und zwar ist er halt nach der Tat, zwei Wochen nach der Tat ist er komplett verschwunden gewesen. Bester Freund. Ja. Der ist unbekannt verzogen. Wahnsinn, ich hoffe ihr kommt noch mit. Es ist wirklich eine verworrene, wilde Geschichte und es wird immer schlimmer. Die Jungs machen nämlich im Lauf der Recherchen einen Mann aus, finde ich, der zum Zeitpunkt... der Ermordung von Tristan im gleichen Haus wie Tristans Papa gewohnt hat. Da sind Sachen vorgefallen, wo wir natürlich auch uns die Kinnlade runtergefallen ist oder so, wie du jetzt gerade geschaut hast. Denn unmittelbar nach Tristans Ermordung beobachtet der Nachbar Tristans besten Freund vor dem Haus der Familie. Und zwar ist irgendwann zeitlich danach, kam der beste Freund an diesem Haus an und hat dort das Fahrrad von Tristan hingebracht. Warum er das hingebracht hat und wie er an dieses Fahrrad kam, weiß auch leider Gottes niemand. Kurze Zeit später taucht die Polizei an diesem Haus auf. Zum einen, ⁓ Tristans Vater die schrecklichen Nachrichten zu überbringen und ⁓ eine Befragung durchzuführen. Und auch da passiert etwas Mysteriöses. Zu der Zeit sind 20 Pizzen dort hingeliefert worden. Also es waren 20 Menschen dort wohnhaft und genau 20 Pizzen wurden dort hingeliefert. Mitten bei der Befragung, als die Polizei da in voller Montur war. Ich habe wirklich gruselige Hänsehaut. Ja, es konnte sich natürlich keiner erklären, warum man diese Pizzen bestellte. Unsere Vermutung liegt halt darin, dass man per Glück hat, die Polizei natürlich abzulenken. Das ist jetzt erstmal das Realistische, was man sich da jetzt irgendwie zusammenbuseln kann. Klar, es kann auch sein, dass da jemand den Menschen etwas Gutes tun wollte. Aber merkwürdig ist diese Pizza-Lieferung an alle Nachbarn, die vernommen werden, schon. Die Befragung, die bringt auch gar nichts. Zunächst tappt die Polizei komplett im Dunkeln. Tatsächlich wird auch erst 10 Jahre später ein Phantombild an die Öffentlichkeit gegeben von einem Mann, blond, mit Pferdeschwanz und auffälliger Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Kurz nach der Tat, im Jahr 1998, betritt dieser Mann eine Anwaltskanzlei in Frankfurt. Und der kam in die Anwaltskanzlei mit den Worten, ich habe schon wieder Scheiße gebaut. Ich hab schon wieder Scheiße gebaut. Die Anwaltskanzlei war für solche Fälle leider nicht zuständig. Aber die Dame in der Anwaltskanzlei hat wohl gesagt, hier, wir sind nicht der richtige Ansprechpartner. Ich geb ihnen mal eine Adresse, wo sie sich hinwenden können. In dieser Zeit beim Raussuchen, in diesem Vorraum, muss dieser Typ wohl wieder weg gewesen sein. Okay, ach so. Okay, er hat nicht mal die Adresse bekommen, sondern hat sich dann wahrscheinlich anders überlegt. Am 7. Im April ruft dann jemand bei der Polizei an und meldet sich mit dem Namen Meier Dirk. Polizei? Jetzt gibt's ja einen Marder. Wieso? Jetzt gibt's einen Marder. Sind die? Ja. Und die wollen sich da überstellen oder was? Ja. Ja? Wo ist die Künfte denn jetzt? Ich kann's dir erzählen. Ich haufe mit weg. Ja und wo dort? Da ist das Bahnhof. Bahnhof? Ja. Hab ich umgebracht. Also es ruft da jemand an und gibt an, dass er der Mörder ist von Tristan. So und er sagt dann in dieser Sequenz, dass er ihn umgebracht hat. Also ich führe einfach mal kurz aus und dann werde ich das zerlegen in seine Einzelteile, dann wirst du verstehen, warum uns das so hellhörig gemacht hat. Und hat halt diesen Anruf gemacht und er sagt dann, dass er in Höchst am Bahnhof ist, 1,80, lange, schwarze Haare, nehmen Sie mich fest. Mit diesem hässlichen Akzent. Fertig. Polizei fährt dorthin, checkt das ab. Wir können sogar mittlerweile genau sagen, um welche Telefonzelle es sich handelt, weil ich habe ja in der Korrespondenz mit der Staatsanwaltschaft... auch eine Antwort bekommen. Es war die Telefonzelle genau gegenüber vom höchster Bahnhof, wo damals die Commerzbank war. Der Mann, der behauptet, der Mörder von Tristan zu sein, ist verschwunden. Aber jetzt kommt's. Die Tonaufnahme, die ihr gerade gehört habt, wurde damals verlangsamt und bei Aktenzeichen ausgestrahlt. Ein paar Jahre später sendet der hessische Rundfunk einen Beitrag, wo die Stimme unverfremdet ausgestrahlt wird. Nach umfangreichen Recherchen finden Wuwei und True heraus, ⁓ wen es sich handelt. Der Anrufer, damals dort angerufen hat, ist der Onkel von Tristan. Mütterlicherseits. Der Bruder von Tristans Mama. Genau. Hat bei der Polizei angerufen und gesagt, er ist der Mörder. Korrekt. Und hat er denn lange schwarze Haare oder? Zum damaligen Zeitpunkt ja. Ich hab sogar mal ein Interviewversuch mit ihm gestartet. Letztes Jahr, dem er zugesagt hatte. Und jetzt kommt noch ein paar Kuriosen an, noch ein paar kuriosen Details dazu. Es ist nicht nur der Bruder der verstorbenen Mutter, Tristans Onkel. Er war zum damaligen Zeitpunkt obdachlos. Ist am Bahnhof herumgefallen in Höchst. Und wurde auch zum Tatzeitpunkt am Tunnel, im Tunnel, ⁓ den Tunnel herum gesehen. Und unabhängig von dieser Erkenntnis, dass er der Anrufer ist, ist noch etwas anderes, ein merkwürdiges Detail. Der Onkel wohnt jetzt in dem Haus, in dem Tristan und Bernd gewohnt haben. Was für eine weirde Geschichte, oder? Fassen wir nochmal zusammen. Kurz nach Tristan's Tod meldet sich bei der Polizei ein Mann, der behauptet, der Täter zu sein. Kurz bevor die Polizei eintrifft, verschwindet er und trotzdem gelingt es der Polizei, ihn zu identifizieren. Laut Recherchen der Jungs handelt es sich ⁓ Tristans Onkel, der mittlerweile in Tristan's altem Haus wohnt. Aber kann er der Täter sein? Oder wollte er sich nur wichtig machen? Die Polizei konnte ihm nie etwas nachweisen. merkwürdig ist das alles schon oder? Man hat sogar eine zeit lang auch gesagt, dass das vermutlich wohl das perfekte Verbrechen war. Okay. Weil es gibt so viele ominöse Begebenheiten zu diesem Thema, so viele komische Charaktere und Persönlichkeiten und wir sind ja noch gar nicht zu dem gekommen, was dir jetzt noch der True Crime gleich in die Ohren knallen wird. Und dann wirst du das auch noch mal differenzierter sehen, weil das ist ja auch alles wieder schwarz auf weiß belegt mit eidesstaatlichen Versicherungen und Zeugen, die auch dazu was sagen können. Und was für ein Plottwist in dieser Geschichte drinne ist gleich, da wirst du auch sagen, das ist geisteskrank. Bevor wir zu diesem Plottwist kommen und wo Vi on True über den möglichen Täter sprechen, den sie identifiziert haben, müssen wir allerdings noch über einen weiteren mysteriösen Vorfall reden. Ein Jahr nach Tristans Tod versucht nämlich jemand seinen Leichnam auszugraben. 1999 gab es eine Grabschändung an Tristan seinem Grab. Es wurde torsoabwärts gegraben in 1,20 Meter Tiefe. Die Details zu dieser Grabschändung sind auch sehr interessant zu hören. Derjenige oder diejenigen, die das Grab geschändet haben, die haben auf jeden Fall was von ihrem Handwerk gewusst. weil es wurde der gute Boden vom schlechten Boden getrennt. Also der schlechte Lehmboden von der sauberen Erde. Es wurde eine riesengroße Plane mitgenommen, ⁓ die Erde darauf zu platzieren. Inklusive die Blumen, die wurden auch pein säuberlich da schön sauber hingelegt. Also entweder hat man versucht, dort irgendeine Ablenkung zu machen oder man hat wirklich versucht, das Grab zu kommen. Und keine Ahnung, was derjenige dann damit... machen wollte. Die wurden wahrscheinlich gestört, aber so genau kann man das halt auch nicht sagen. Man weiß halt nicht, ob es geplant war, wirklich den kompletten Sarg rauszuholen oder ob dies einfach zur Ablenkung dienen sollte. Denn darauf werden wir auf jeden Fall später kommen. Ich sage jetzt doch mal vorne rein für mich, der Fall stinkt von vorne bis hinten und alles, was wir noch besprechen werden, am Ende wirst du dir auch selber sagen, so ey, das stinkt hier von A bis Z. Das kann doch alles nicht wahr sein. Also man hat ja auf jeden Fall mit Ablenkungen zu kämpfen, definitiv. Einige Zeit später wird ein wichtiges Beweisstück im Mordfall entdeckt. Tristans Rucksack, und zwar 25 Kilometer entfernt vom Tatort. Es ist ein wichtiges Puzzleteil in diesem Fall, denn nach der Tötung des Jungen ist nicht nur dieser Rucksack verschwunden. Wir haben ja schon ausführlich darüber gesprochen, was Tristan angetan wurde. Ein wichtiges Detail haben wir aber bisher ausgelassen. Der Täter hat Muskelfleisch des Jungen. und seine Hoden damals mitgenommen. Ja, ist halt sehr merkwürdig, weil also was klar ist und das konnte auch Schlussendlich bewiesen werden, mit diesem Rucksack wurden die fehlenden Leichenteile transportiert. Das Hab und Gut von Tristan, seine Schulbücher, sind zum Zeitpunkt des Fundes nicht mehr im Rucksack. Die wurden nämlich kurz nach der Tat vor dem Tatort, dem Tunnel verteilt, sichergestellt. Darauf finden die Beamten auch den Teilabdruck eines Daumens, der nicht von Tristan stand. Und dieses Detail ist ganz wichtig, das müsst ihr euch merken, das ist später noch von entscheidender Bedeutung. Jetzt nehme ich erst nochmal zum Rucksack an sich. Dass Teile von Tristans Überresten damit transportiert wurden, das hat die Polizei sehr lange verschwiegen und nicht an die Öffentlichkeit gegeben. Und deshalb ist das was jetzt kommt, umso krasser. Wo die Oma von Tristan den sogenannten besten Freund identifiziert hat. Der beste Freund war ja vor den zwei Kindern, laut Erzählungen, und das wird auch eidesstattlich versichert, unten am Turnier gewesen. Und der beste Freund hat einer Person 1999 genau erzählt, ich habe den Rucksack gefunden und in diesem Rucksack waren Hoden drin und abgetrenntes Muskelfleisch. Wie ich ja vorhin erwähnt habe, kamen ja erst ein Jahre später die genaueren Details, was entfernt wurde und wie vorgegangen wurde, kamen ja erst ein Jahre später raus. Zu dem Zeitpunkt konnte niemand genau wissen, was abgetrennt wurde. In über 25 Jahren Fernsehen und ganz vielen True Crime Berichterstattungen habe ich natürlich schon eine ganze Menge gehört und leider auch gesehen. Aber das, die Jungs hier an Infos auspacken und in den nächsten Minuten noch auspacken werden, das übersteigt irgendwie alles, was ich bisher gehört habe. Hat Tristan's damals bester Freund etwas mit diesem Verbrechen zu tun? Wir haben natürlich aufgrund von diesen ganzen Sachen, ja, recherchetechnisch, ohne ihm was böses zu wollen, aber natürlich die Person, den sogenannten besten Freund unter die Lupe genommen. ⁓ halt einfach mal so ein paar Sachen, die gegeben sind. festzustellen. Er hat 2017 einen Verkehrsunfall verursacht. Mit fahren am Steuer, voll online, ohne Führerschein, in den Gürtelverkehr und hat zwei Menschen dabei tödlich verletzt. Diesen Menschen hat er beim Sterben zugeschaut und ist vom Tatort geflüchtet. anstelle Ärzte Hilfe zu leisten und wurde dann später mit einer Hundertschaft unter Polizei und Hubschrauber erst festgenommen. Die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Aber wir haben ein Teilaktenzeichen davon. Aber das ist erstmal auch nicht so wichtig, nur damit du verstehst, worauf es hinaus will. Bei der Beweisfindung hat er über seinen Anwalt oder Anwältin verlesen lassen. zur Urteilsfindung, damit das reduziert wird, dass er mit 13 Jahren ein traumatisches Erlebnis hatte. Damit meint Wuwei den Fund der Leichenteile von Tristan. Aber es wird noch krasser. Bevor das alles passiert ist, gibt es auch Beweise und auch Zeugenaussagen darüber, dass im Garten, der Ort ist ja auch erstmal nicht wichtig, im Vorfeld zu dieser Tat Experimente ausgeführt worden sind an Tieren durch den sogenannten besten Freund. wurden, so hart es jetzt auch klingt, Wellensittichen der Kopf umgedreht bei lebendigem Leib und Ratten bei lebendigem Leib verbrannt. Von dem besten Freund vor der Tat mit 13 Jahren, 1998. bin gespannt, was jetzt eure Schlussfolgerungen aus dieser ganzen furchtbaren Geschichte sind. Also, meine Schlussfolgerung ist auf jeden Fall, also das sage ich jetzt schon mal vorne rein, die stießen als Täter aus. Klar, man weiß nicht, es gibt Kinder, die für solche Taten, äh, ich würde jetzt nicht sagen, gemacht sind, aber die würden solche Taten einfach durchführen, aber man darf nicht vergessen, die Schnitte sind präzise gesetzt, die sind gesetzt von einem Profi. Jemand versteht sein Handwerk und das kann Egal was du getan hast, auch wenn du tiereziziert hast oder wähenzittig in den Kopf umgedreht hast, das kannst du als 14-Jähriger niemals tun. Also dafür brauchst du jahrelange Erfahrung. Das ist halt einfach schon sehr seltsam, wenn man seine Vita sich anguckt. Mehr als seltsam, wenn man sich seine Vita und seine Personality anguckt, was da alles zum Vorschein kommt. Und was mich halt nicht loslässt, ist diese Aussage vor Gericht, dass er ein traumatisches Erlebnis mit 13 Jahren hatte. Natürlich könnte man sagen, ja. Er hat irgendwie vermeintlich seinen Freund verloren. Aber wenn man jetzt dieses brisante Detail von True berücksichtigt, dass da 1999 etwas gedroppt worden ist, was so nicht vorher bekannt war und erst viel, viel, viel später bekannt geworden ist in der Öffentlichkeit, ja, schwierig. Mittlerweile ist es übrigens 23.30 als wir das Interview aufnehmen. Gestartet haben wir die Aufnahme 4 Stunden früher. Ihr hört eine verdichtete Version, aber wahrscheinlich geht es euch gerade genauso wie mir. Man fragt sich, was hat der, wie die Jungs ihn absichtlich bezeichnen, angeblich beste Freund mit dieser Tat zu tun. Er will sich bis heute nicht äußern. Oder was ist mit Tristans Onkel, der sogar bei der Polizei angerufen hat und sich stellen wollte, aber den die Ermittler ausschließen? Könnt ihr euch noch an den Mann erinnern, der kurz vor Tristans Ermordung von einer Überwachungskamera im Bahnhof aufgezeichnet wurde? In Begleitung von Tristan? Diesen Mann hat Wuwei Jahre nach der Tat beobachtet, wie er in den Tunnel, in dem der Mord stattgefunden hat, einbrechen wollte. Denn mittlerweile ist der Tunnel verschlossen. Und über die Zeit rückt dieser Mann in den Fokus der beiden. Durch die Erkenntnisse, die wir gesammelt haben, sind wir auf eine Ich habe zwar den Namen der Person, ich nenne ihn aus Datenschutzgründen jetzt aber nicht, weil diese Person ist mittlerweile auch verstorben. Aber wir stellen ihr das zur Verfügung. Wir stellen dir das trotzdem zur Verfügung und das ist auch wichtig zu erwähnen, weil die Details, jetzt zum Vorschein kommen, da haben wir gedacht, ey Leute, das ist doch eindeutig. Wir fangen an mit Indiz Nummer eins. Wir erinnern uns an den Fingerabdruck, gefunden wurde. Wir wissen, dass jeder Finger individuell ist. Also es heißt, gibst du mit deinem linken Finger, zeige Finger deinen Abdruck ab, ist der anders als der rechte. Und wir wissen auch, dass ein Daumenabdruck gefunden wurde. Diese Person, die aus dem nahen Umfeld der Familie Brühlbach kommt, hatte vor der Tat alle Finger, alle Zehnfinger gehabt und irgendwann kurzzeitig nach der Tat auf irgendeiner Art und Weise, man weiß es bis heute nicht, hat er einen Daumen verloren. Ach, jetzt nicht dein Ernst. Doch, das ist... Man weiß es nicht. Man weiß es nicht. Also, ja, diese Person wollte nie darüber sprechen, wie der Daumen weggekommen ist. Mal hat er erzählt, ja, es war ein Arbeitsunfall. Den anderen hat er erzählt, ja, das passiert, wenn man in manchen Kreisen hängt. Den beiden anderen wollte er nicht drüber reden. Also das war schon für uns so so auffällig. wie gesagt, diese Personen sind bereit, die es eidestaatlich zu versichern. Diese Personen standen auch mit der Person, die im nahen Umfeld der Familie Brühbach war, waren die in Kontakt. Haben viel gefeiert, viel Spaß gehabt und alles Mögliche was dazugehört. Und ich werde dir jetzt ein Detail nennen, weil die anderen Sachen, diese krassen Sachen lasse ich ihm. Also zu der Vita, zu dieser Person, ja? Er war, der nahestehend war zu der Familie Prübach und mit dem Vater, u in Frieden, gut befreundet war. Er war vom Beruf her Maler und Lackierer. Erstmal nicht schlimm, ne? Er war Kassierer. Er war Security. Und guess what? Der letzte Beruf, den er ausgeübt hat, bevor er gestorben ist, er war Sleephufsgärtner. Natürlich. Ich seh schon den Blick. Im Videopodcast könnt ihr es sehen. Ich muss an dieser Stelle lachen, weil es einfach so unglaublich ist, was die beiden da rausgefunden haben. Irgendwie liegt alles auf der Hand und es geht noch weiter. Indiz Nummer drei wäre, das liegt im Auge des Betrachters. Für mich und für Wufei kam das nämlich so über, dass der Bernd Rübach in einem Interview einen versteckten Hinweis gegeben hat. Er sagt ja, und wenn jemand etwas weiß... Ich weiß, das ist blöd, wenn man seinen Nachbarn irgendwie in Verruf bringt. Aber es geht ja hier nicht ⁓ R-Diebstahl. Warum ist das so wichtig? Die nahestehende Person war nicht nur benachbart mit Bernd, sondern die haben auch zusammen gelebt. Die haben zusammen gelebt, die waren benachbart, die waren 24-7 miteinander. Diese sogenannte nahestehende Person Ist der leibliche Vater vom besten Freund? Weißt du was ich vorhin fragen wollte? Wahrscheinlich war es der Vater von dem besten Freund. Also, diese nahestehende Person mit dem fehlenden Daumen ist der leibliche Vater des sogenannten besten Freundes und jetzt kommt's. Er hat ihn wiederum erst kennengelernt mit 16 Jahren, als er 16 Jahre alt geworden ist. Er wusste vorher nichts von seinem Vater. Der Vater wusste das natürlich die ganze Zeit. Nur die Mutter, also ich weiß nicht, was da zwischen dem Vater und der Mutter vorgefallen ist. Aber die haben sich wohl anscheinend so abgöttisch gehasst. Beziehungsweise die Mutter, den Vater hat sie so abgöttisch gehasst, dass sie gesagt hat, du wirst meinen Sohn nicht kennenlernen. Oder deinen Sohn wirst du nicht kennenlernen. Also wenn wir jetzt noch mal kurz zu dem Rucksack am Tunneleingang zurückkehren und der Junge guckt da rein, kann es auch sein, dass der Vater vielleicht irgendwie da gerade in der Höhle war. Der Junge hat ihn nicht gesehen, aber der Vater bringt natürlich nicht seinen eigenen Sohn und hat ihn da irgendwie einfach reingucken lassen und hat dann abgewartet. Das ist ja halt das Problem. Klar, die Indizien sind stark. Ich sag ja, man könnte sagen, es ist eindeutig. Man könnte sagen, es ist eindeutig, aber Ich hab mich natürlich auch mit vielen anderen Personen unterhalten. Ich hab mich auch, weil natürlich die Familie diesen nahen Angehörigen noch im Nachhinein kannte. Die kannten sich ja noch. Die konnten uns auch sagen, ich weiß, das ist stark und so. Ich weiß nicht. Wenn man realistisch denkt, warum sollte denn bitte diese nahestehende Person seinen besten Freund was antun? Also sowas antun, den eigenen Sohn töten. Das will ich damit sagen. Man weiß nicht, was vorgefallen ist. Natürlich, vielleicht haben sie sich gespritten oder was auch immer. Aber jetzt verstehst du, was ich gemeint hab, mit, dass es ein Westennest und eine Mauer des Schweigens... Also der Mann lebt nicht mehr. Genau. Das lässt mich auf jeden Fall ruhiger schlafen. Sein Sohn ist noch am Leben, möchte aber damit... Jetzt kann ich auch verstehen, warum er damit irgendwie nichts zu tun haben möchte und warum er schwer zum... zum Reden zu bringen ist und ich würde mir auch wünschen, dass er nicht in meiner näheren Umgebung ist. Das ist ja jetzt total unbefriedigend. Wir haben Micha alles, was in unserer Macht steht an Kompetenzen, an Ressourcen, an Fähigkeiten, Skills angewendet. Wir haben das jetzt bis zu diesem Punkt gebracht. Du bist jetzt genau an diesem Punkt, wo wir fertig sind. Es gibt noch Sachen, die jetzt gerade im Hintergrund laufen, die halt noch nicht spruchreif sind. Und wir haben halt wirklich dieses Bedürfnis, dann nur über Sachen zu sprechen, wenn sie so weit sind, dass man darüber reden kann. Und du musst dir vorstellen, wir sind mit diesen ganzen Sachen über das Jahr verteilt, die ganze Zeit schwanger gegangen und wollten eigentlich explodieren und konnten aber nichts sagen, bis dann nicht die notwendigen Sachen vorhanden waren. Es ist jetzt 23.49 Wir haben heute ⁓ 19.30 Uhr uns zum Telefonieren verabredet, zum allerersten Mal. Wir haben uns vorher nur für Sprachnachricht ganz kurz gehört. Und ich bin einfach sprachlos. Ich muss das jetzt alles irgendwie sacken lassen und ich weiß gar nicht ehrlich gesagt, wie ich damit umgehen soll, weil wenn man einfach nur diesen Fall Tristan jetzt so in so einem Spiegel-TV Beitrag meines Weges irgendwie sieht. Dann ist es langweilig, ne? Ja, also jetzt so rückblickend, muss ich das wirklich sagen, so schlimm wie Tristans Schicksal natürlich irgendwie auch ist. Aber das, jetzt im Nachhinein gekommen ist, das macht es natürlich, das hebt es auf eine ganz andere Ebene. Und man kann nur hoffen, dass ihr mit, also erstmal, ich ziehe meinen gerade nicht vorhandenen Hut für so starke Recherchen, die die Polizei mit einem hundertköpfigen Team leider nicht zustande gebracht haben. Warum auch immer. Ich wünsche mir irgendwie für Tristan, dass vielleicht auf diese Weise jetzt so die Wahrheit als Licht kommt und vielleicht noch die letzten fehlenden Pustelteile auch vielleicht auch mit Hilfe dieses Kanals hier und eure Arbeit belohnt wird. Ich danke euch ganz doll und wünsche euch eine gute Nacht. Danke schön. wünschen wir dir auch. Ja, ich glaube euch geht es jetzt wahrscheinlich genauso wie mir. nach diesem Interview. muss man erstmal sacken lassen. All diese Recherchen haben Wovaj und Schuh an die zuständigen Ermittlungsbehörden weiter gereicht, inklusive eidesstattlicher Versicherung von Zeugen. Ich wünsche mir jetzt, dass das Erfolg hat und Tristan nach 28 Jahren Gerechtigkeit erfährt. Und das war sie, die erste Folge meines Podcasts. Mord ist ein Hobby, entschuldigt die teilweise schlechte Tonqualität von den beiden zugeschalteten Kollegen. Die nächste Folge erscheint… In zwei Wochen abonniert mich gern.