Andreas Wiener: Die meiste Zeit hat man eigentlich kein Zeitproblem, dass man irgendwas nicht schafft. Wir haben doch keine Zeit, sondern man hat ein Prioritäten- und Konsumproblem. Bei uns beiden ist es so, wir machen ganz viele fantastische Sachen. Wir haben Kinder, wir haben einen anstrengenden Beruf, würde man so gesellschaftlich wahrscheinlich sagen. Und trotzdem würde ich sagen, ich habe extrem viel Zeit, weil ich richtige Prioritäten habe und ein gutes Konsumverhalten habe. Dass das jetzt nicht für jeden hier gilt, das ist mir auch klar. wenn du zum Beispiel alleinerziehende Mutter oder Vater bist, dass du und von einem kleinen Kind, dass du dann keine Zeit hast, brauchen wir hier nicht diskutieren. Dass wenn du zum Beispiel eine Angehörigen pflegst, dass du keine Zeit hast, brauchen wir nicht diskutieren. Wenn du Unternehmensberater bist und fünf Tage die Woche beim Kunden im Hotel, dass du dann wahrscheinlich wenig Zeit hast, viele Dinge zu tun, brauchen wir nicht diskutieren. Es geht darum, für alle Leute, die also einen ... normales deutsches Durchschnittsleben führen, einen einigermaßen guten Job haben, die halt 35 bis 42 Stunden die Woche arbeiten oder als Selbstständige, kommen wir drauf, 60 Stunden. Darüber wollen wir reden. Wie geht es, wie schaffen wir es, so viel Zeit zu haben, dass wir Zeit für unsere Familie haben, Zeit für unsere Hobbys, Zeit für unser Business, Zeit für unsere Beziehung und Zeit für Freundschaft und auch noch Zeit für Unsinn und Schwachsinn. Also ... Insofern, Patrick, ich freue mich sehr, dass wir hier heute loslegen. Und sag mal, wo musstest du dir das letzte Mal aktiv Zeit frei räumen, etwas zu tun, was du machen wolltest? Henners: Moin, Andreas. Wir sprechen heute über die wichtigste Ressource, wir im Leben nur haben, nämlich Zeit. Das das Einzige, wovon wir nicht wissen, wie viel wir noch haben. Deswegen sollte man die möglichst gut nutzen. Es gibt so viele Zeitfresser, auf die man schauen kann, die man auch persönlich kennt. Bevor wir mit ganzen Podcasting angefangen haben, war's für mich auch Social Media, wo man ganz klar sagt, wie viel Bildschirmzeit hab ich am Tag. Da muss man immer unterscheiden, wo konsumier ich tatsächlich nur. Aus Langeweile, aus Frust, was auch immer, gibt es da ganz viele Anlässe dazu. Oder wo bin ich dann auch kreativ auf meinem Handy unterwegs? Wo nutze ich Social Media tatsächlich auch zur Recherche? Da ist schon immer noch eine Differenzierung, aber war der Klassiker, diese Handyzeit auch immer wieder bewusst zu steuern, bewusst auch weniger zu machen, Zeit für anderes zu haben. Das ist ganz klar auch mein Thema. Andreas Wiener: Du hast den Elefanten im Raum angesprochen, der meist schuldig gemacht wird, das ist Social Media. Ich hab ganz viele Punkte dabei, außerhalb von Social Media, die Zeitfresse sind, was einigen Leuten vielleicht gar nicht klar ist. Aber fangen wir mit dem Elefanten im Raum an. Fangen wir mit Social Media an. Die Leute gehen bei mir davon aus, dass ich extrem viel Social Media konsumiere, weil sie sehen, ich bin auf LinkedIn aktiv. Ich bin ... Auf Instagram sind wir beide aktiv. Wir beide haben ja auch noch einen TCG, das sind diese kleinen Sammelkarten, Pokémon und auch noch Lokana haben wir auch noch ein Hobby, das wir ausüben. Das bedeutet, dort sind wir auch mit beschäftigt und da sieht man uns da auch. Also das heißt, wir sind unheimlich präsent im Internet und Social Media. Dadurch machen die Leute oft den Rückschluss. Das sind Leute, die sich viel mit Social Media auseinandersetzen. Ich sag dir ganz ehrlich, Patrick, ich bin überhaupt nicht, gar nicht mehr im Social Media unterwegs. Eine Aufsame, können wir darüber sprechen, ist bei mir YouTube, wo ich mich ab und zu selbst betrüge. Ansonsten ist es so, dass ich tatsächlich auf Instagram, Facebook, Twitter, X, was weiß ich ... gar nicht aktiv bin und es komplett meide. Das heißt, ich nutze kein Social Media, wenn man so sagen kann, zu vielleicht 5 Prozent. Wenn 100 Prozent der ganze Tag wäre, also nicht der ganze Tag, sondern die Nutzung von jemand anderes, der sehr viel Social Media nutzt, nutze ich von dem wahrscheinlich 5 Prozent. So würde ich das jetzt einmal versuchen, schwammig auszudrücken. Henners: Ja. Ja, und ich glaub, es ist auch wirklich die Frage, man nutzt das bewusst oder unbewusst. Passiert's einfach, weil du vielleicht grad am Handy warst, hast was nachgeschaut, zack, bist du vielleicht draufgekommen. Man ist ja schneller drin, als man schauen kann. Das ist ja genau diese Social-Media-Falle, wie sie auch heutzutage genannt wird. Und dann da rauszukommen, ist natürlich immer was Schwieriges. bin ich auch immer Ich hab ganz bewusste Social-Media-Zeiten, ich mir nehme. Ich versuch das auch zu begrenzen auf ... fünf bis zehn Minuten pro Tag. Und das im Optimalfall auch nicht am Abend, weil es ist nicht nur die Zeit, du in Social Media verbringst, sondern es ist ja auch noch was, es deinem Gehirn danach macht. können wir glaube ich auch stundenlang drüber reden, was da noch alles passiert. Aber es beschäftigt dich halt dann auch danach noch und du fühlst dich danach auch oft total matschig und es zieht dir ja noch mal mehr Zeit als die reine Bildschirmzeit, du da hast. Deswegen auch bei mir ganz, ganz bewusster Einsatz. Und wenn, dann versuche ich es wirklich auch zu nutzen, in unserem Kosmos jetzt auch zum Beispiel bei den Sammelkarten einfach neue Informationen zu kriegen. Weil dafür kann es ja auch sehr, gut sein. Also ganz, ganz viele tolle Creator, die echt coole Informationen aufbereiten, das wirklich auch ein bisschen Entertainment verknüpfen. Also da kann man es auch sehr bewusst und auch gut nutzen. Es ist nur halt dieses Doomscrolling, was ich tatsächlich komplett eliminiert habe. Andreas Wiener: Ja, also ... ich war, glaub ich, jetzt seit, boah ... eineinhalb Jahren garantiert nicht in TikTok drin, auf dem ... Doomscrolling. Gesamt dadurch, dass das auch bei Instagram ... da war, also ich nutze auch dort nicht den Reals Feed. Wenn ich mal drin bin, guck ich mir tatsächlich nur, versuch ich nur, die Feed anzugucken. Indem man dann halt Nachrichten von Leuten kriegt, die da in dem Hobby sind. Und es ist klare Hobbyzeit, und es passiert bei mir auch längst nicht täglich. So, das bedeutet, ich habe alles eliminiert, was ist. Und wenn du das tust, merkst du auf einmal, dass du nicht mehr in diese Fallen gerätst. Das bedeutet, Leute haben Social Media in ihrem Kopf gelernt als Entspannung. Also nach dem Motto, ich hab hart gearbeitet und jetzt Entspannung. Oder ich brauch schnell eine Entspannung, dann schnell Social Media in der Pause angeguckt. Es war jetzt anstrengend, Aufgabe heimlich noch mal während der Arbeitszeit Social Media angeguckt. Das heißt, man kann das mit der Bildschirmzeit sehr gut tracken, aber man kann es auch an sich feststellen. Man weiß, dass man es tut. Das ist ähnlich wie beim Rauchen. Man tut das ganz bewusst. Und es gibt jetzt, so wie mich, schon Leute, die gar nicht gerne sich mit Leuten über Social Media unterhalten. Das bedeutet, wenn jemand zu mir sagt, kennst du dieses Real? Hast du das gesehen? Ist das das? Es ist für mich ein sehr gutes Gefühl, das nicht gesehen zu haben. Das bedeutet, ich habe mich so weit emanzipiert, vielleicht werde ich auch einfach alt. Obwohl es nicht alter ist, gerade schlimm für Social Media, merkt man eigentlich immer wieder, dass eine gewisse Schicht von älteren Menschen da mehr vorhängt. Auf jeden Fall ist Social Media für mich brechend, langweilig. Und ich merke halt, wie das an mir zieht. Deswegen kann ich da gar nicht so groß den Ratgeber machen. Weil das auch nichts Diskutierbares ist aus meiner Sicht. Der Gewinn von Social Media ist so dermaßen gering. So gering. Er ist ja nur gut, wenn Leute sich miteinander vernetzen. Das bedeutet, wenn du wirklich aktiv diskutierst ... dich vernetzt, dich triffst über Sachen hinaus, dass du ein gleiches Hobby teilst und so weiter. Aber wer Social Media konsumiert? Nee. Wer Social Media kreiert? Ja. Und deswegen habe ich gesagt, bei den YouTube-Videos betrüge ich mich selbst, weil ich dort auch den Vorschlagsalgorithmus von YouTube einen Raum gebe, damit ich neue Dinge entdecke, die ich vorher halt nicht kenne. Das heißt, da ist bei mir die Grenze und die Aufnahme. Aber auch YouTube-Zeit ist für mich ganz klar ... Ich guck mir kaum was an, was unter zehn Minuten ist, weil ich halt schon mal sag, dann brauch ich's mir nicht angucken. Und wenn's länger ist, dann achte ich da drauf, dass ich nicht mehr als ein, zwei davon nacheinander angucke. Oder halt ganz bewusst, weil ich den Creator, die Creatorin unheimlich mag und sag, das ist jetzt mein Ersatz. für einen Film oder für etwas anderes. Während der Arbeitszeit konsumiere ich das überhaupt nicht. Henners: Ja, aber du hast ja eine Sache angesprochen. Dieses sich bewusst werden, dass man da ist. Es ist ja bewusst, dass man Instagram, TikTok aufruft. Das, glaub ich, ist bei vielen nicht der Fall. Das war's bei mir am Anfang auch nicht. Sich dessen bewusst zu werden, ist der eigentliche Schlüssel. Das ist wie zu wissen, wo geh ich denn jetzt zum Rauchen? Ganz oft ist es einfach nur Gewohnheit geworden. Das heißt, es passiert ganz automatisch, wie du gesagt hast. In der Mittagspause, Zack, Handy raus. Erst mal Instagram. Wenn ich im Fahrstuhl stehe, das erste, was ich mache, Handy raus, Instagram. Das sind so ganz, ganz viele Routinen, die sich da eingeschlichen haben und die alle zu identifizieren und sich das mal bewusst zu werden. Und bewusst zu fragen, ist das was, was ich beibehalten möchte? Ja oder nein? Das ist, glaube ich, der entscheidende Schlüssel zu wissen. Ich tu das aktiv und wirklich vollen Wissens, dass ich jetzt da reingehe, dass ich mir jetzt Informationen hole, was auch immer, dass ich YouTube schaue, Instagram mache. Ich glaub, das ist wirklich der Schlüssel, zu gucken, möchte ich das weitermachen oder nicht. Weil wenn ich eine Stunde am Tag in Instagram unterwegs bin, kann ich mal aufs Jahr hochrechnen, ich bei 365 Stunden. Ich glaub, niemand würde planen, nächste Jahr 365 Stunden in Social Media zu verbringen. Das klingt auch nach einer guten Idee. Andreas Wiener: Oder umgekehrt, spiel mal 365 Stunden ein Instrument. Was für Fortschritte du in der Zeit machen würdest. Oder hab 365 Stunden Social-Media-Content produziert. Was du, wie erfolgreich du werden würdest. Also, wenn du den Konsum durch die Produktion Weil es wird immer Leute geben, konsumieren. Das ist ja auch an sich jetzt erst mal nicht falsch. Wir wollen auch Tipps geben, wie löst man das? Ich finde, ist relativ einfach. Es wird zu groß was gemacht mit Bildschirmzeit und mit so Sachen wie, ja, mach dir so einen Blocker, dann erinnert dich das da und so weiter. Dann bist du schon ganz schön lost. Also, wenn du das brauchst, wie so ein Elternteil, das dir sagt, jetzt darfst du nicht mehr weiter konsumieren, dann musst du schon merken, du bist tief in einer Sucht drin. Da musst du radikaler dagegen vorgehen. Also, jetzt so bisschen Kinderhacks würde ich jetzt hier nicht machen. Vielleicht einen davon, der gut funktioniert, wenn du aufhören willst mit Social Media. Nimm von deiner Startseite die Apps runter, alle, du hast. Alle. Du machst dein Handy an und dann siehst du nur das Bild von dir, deiner Familie oder was du da auch immer hast, motivierende Sprüche oder was auch immer. Und das siehst du als erstes. Dann wirst du merken, es gibt noch mal, was du gerade sagst, Unbewusstes im Fahrstuhl. Es gibt noch mal die Hürde, ich muss jetzt zur Seite stripen und so. Dann fühlt sich das so bisschen an wie Verlust. Also nach dem Motto, ich hab verloren grade. Ich verlier grade den Kampf. Das ist noch eine kurze Moment der Bewusstmachung. Wie gesagt, das ist für mich ein Kindertrick, ohne respektierlich gegen Kinder zu sein. Aber da merkst du noch mal kurz selber, wie so ein Pieks jedes Mal, was bin ich für Loser. Deswegen, das funktioniert. Wenn du natürlich sowieso noch in dem Mechanismus bist ... Du möchtest jetzt Social Media verteidigen, das lass ich mir nicht nehmen. es kommt gleich der Punkt, wieso, die beiden sind ja auch Social Media. Die mal auch Social Media. So, dann bist du ja in einem Rechtfertigungsverteidigungsmodus und versuchst das dir gerade auszureden. Und das ist ähnlich wie bei Rauchern, ja, ich bin so ein Genussmensch. Sorry, das ist kein Genuss. Ich bin so gesellschaftsfähig und blablabla. Jetzt bist du in Social Media auch nicht. Geh auf die Straße und geh zu Leuten, da bist du gesellschaftsfähiger. Und du streitest dich übrigens auch weniger. Also, insofern ... War das so mein Take? Das ist relativ schnell. Aber ich wollte halt auch von dem Thema weg, weil ganz ehrlich, find's mörderlangweilig, wenn ich ehrlich bin. das ist tatsächlich so ähnlich wie Punkt zwei, den ich hier dabei hab, Trash-TV gucken. Nicht tun! Einfach nicht tun. Trash-TV ist genauso wie Social Media, sich die Empörung anderer Leute, die konstruiert ist, die irgendwas an dir ... auslösen sollen und irgendeinen Reiz verspüren sollen, ist es darauf angelegt, dass du dich darüber erhebst, dass du dich besser fühlst und denkst, die armen Schweine, geht es ja noch schlechter als mir und das gucke ich mir jetzt an. So und das sind die größten Zeitfresser. Nicht nur, dass du deiner Seele was Schlechtes tust, wenn du andere Menschen leiden siehst und die Probleme haben und die sich teilweise, dürfen wir echt nicht vergessen, ihr guckt euch Leute an, die sich wie Daniel Kübelböck umbringen. Also das müsst ihr euch vorstellen. Ihr habt euch an jemanden ergötzt, der dich nachher umgebracht hat. Das ist halt alles vielschichtig, kann man wieder diskutieren. Ich will nur darüber sagen, einfach so, man kann es einfach lassen. Also wenn ihr ein glücklicheres Leben haben wollt, reduziert Social Media auf jeden Fall und so was wie TrashTV. Guckt niemals an, da ist für mich auch eine Nulltoleranz, wo ich sage bei allem anderen, na, gläschen Wein am Abend, kann man diskutieren, das Bierchen im Biergarten. Alles okay. TrashTV. gibt es keinen einzigen Punkt, wo ich sage, das ist deine Zeit wert, die du lebst auf Erden, das anzugucken. Das musst du eliminieren. Und da kannst du dir noch so einreden, dass es Spaß macht. Es verbrennt nur Zeit und es tut dir schlecht. gibt nichts. Und damit aufzuhören ist total einfach, was Anständiges zu machen, was Kreatives zu schaffen. Und merkst ich krieg richtig Emotionen hier. Henners: Ja, ja. Du bist wieder zurück im alten Fahrwasser. Nein, ist bei mir ja ähnlich. Die Leute fragen mich auch immer, wie kriegst du das hin? Du hast einen Job, hast Familie, hast zwei Kinder, du hast die Projekte. Dann hast du jetzt zwei, Podcasts, die du machst. Da bist du noch in einem Business mit unterwegs. Und die Antwort ist immer ganz einfach. Für mich war der Turning Point neben Social Media, ich schaue kein Fernsehen mehr. Ich habe einen Laster noch, wo ich tatsächlich den Fernsehen noch mal anschalte. Und das, ich am Wochenende Fußball guck, weil ich da einfach leidenschaftlicher Fußballfan bin. Das lass ich mir auch nicht nehmen, das möchte ich auch, das ist für mich auch so ein Stück weit, wo ich auch herkomme aus dem Fußballbereich, lange Zeit selber gespielt. Das mag ich einfach gerne, aber ansonsten schau ich wirklich, bis auf wenige Ausnahmen, gar kein Fernsehen mehr. Das Einzige, was es dann ist, mal bewusst einen Film mit den Kindern zu schauen. Aber das ist auch wieder dieses Erlebnis, gemeinsam mit den Kindern dann auch drüber zu reden. Es ist nicht nur das reine Anschauen, sondern auch eine Nachbesprechung. Oder man gemeinsame Erinnerungen geschaffen. Es hat auch einen Mehrwert am Ende des Tages. Weil ansonsten schaffst du die ganzen anderen Projekte, die ich jetzt hab, die würd ich nie unterkriegen, wenn ich jetzt sag, jeden Abend nach der Arbeit guck ich erst mal eine Stunde Fernsehen, runterzukommen. Bin ich erst mal eine Stunde bei Social Media drin. Sind schon zwei Stunden meines Abends weg. In der Zeit hab ich schon zwei, drei Podcastfolgen aufgenommen, wo ich danach mit deutlich mehr Energie rausgehe als davor. Also ich glaub, Fernseh ist auch ganz, ganz großes Thema. Andreas Wiener: Ja, also definitiv sofort streichen. Und wie du gesagt hast, filmen. Weil Film ist für mich auch Zeit mit der Familie. Und dann kann man das zusammen mit der Familie angucken. Das heißt, da kann man den Kindern was beibringen, kann man was machen. Es kann einfach nur Spaß machen, völlig okay. Und das zweite sehe ich genauso wie du, ich nehme mir Zeit für mein Fentum. Das ist aber ja etwas, was mich glücklich macht. Das heißt, ich gucke gerne Fußball, gucke gerne Basketball in meinem Fall. Oder ich höre gerne lange Musik oder guck gerne Musikvideos. Das soll man ja gar nicht wegen der Produktivität opfern. Das ist etwas, wo man sich bewusst für Zeit nimmt. Eben nicht abends, ich mach es an, mich berieseln zu lassen. Nee, ich mach es bewusst, das schneide ich mir aus anderen Sachen raus. Ein Beispiel für mich ist, ich könnte ja immer arbeiten, rund die Uhr durch meinen Job. Mach ich ja nicht, ich mach ja bewusst das lieber, weil mir meine Zeit wichtiger ist als die Arbeit. Ich entscheide mich nicht zwischen faulenzen und jetzt mal einen Film gucken und jetzt Arbeit. Nein, ich unterscheide mich nur zwischen Arbeiten und privat jetzt einen Film gucken, Urlaub gehen etc. Das heißt, da ist eine bewusste Entscheidung und dann auch da bewusst nichts zu tun, macht komplett Sinn. Das heißt, wir wollen ja hier überhaupt nicht, dass Leute jetzt anfangen und Produktivitätsmaschinen werden. So irgendwie Hasselbros, hier irgendwie erzählen, so machst du ein Business auf. Gar nicht. Nur, dass du nicht mehr unbewusst Zeit wegschenkst. Weil wir beide, wenn wir immer gefragt werden, wie schafft ihr das ganze Tempo, da kommen jetzt noch ein Faktoren dazu, die können wir euch gleich erzählen, dass ihr das hinkriegt und so viel Output produziert, so viele Leute trefft, so viel trotzdem und trotzdem eure Kinder seht. Oder zum Beispiel, ich hab mir angewöhnt, dass wenn ich was konsumiere, Ich jetzt automatisch mit etwas anderem verbinde. Das bedeutet, Familie hab ich grad gesagt, man guckt einen Disney-Film zusammen. Das ist ja mit etwas anderem kombiniert. Man hat Zeit mit der Familie. Die kann man auch wieder anders aussetzen und in Park gehen. es ist diese Zeit. Dann koche ich abends, weil ich versuche mich gesund zu ernähren. Funktioniert leider nicht immer, aber ... Da hör ich Podcast. Das heißt, da sag ich meiner Frau, klasse Beispiel, man kommt von der Arbeit nach Hause, fängt dann an zu kochen. Da habe ich die Wahl, gucke ich jetzt Netflix und bestelle eine Pizza oder koche ich und konsumiere dann entweder vielleicht im Idealfall einen Podcast wie unseren, der dich jetzt irgendwie vielleicht bisschen weiterbringt, im Nicht-Idealfall irgendwas Lustiges. Also ich höre auch auf meinen MBA Podcast dort, mein Sport Podcast. Und dann habe ich entweder mit dem Handy da stehen oder auf dem Fernseher oder wie auch immer. Nur wichtig ist, du ergibst dich nicht dem Social Media und nicht diesem Netflix. Und Netflix, seid ehrlich, ihr habt jede einzelne Serie schon mal gesehen. Das heißt, wenn ihr da jetzt Fan seid von Marvel, dann guckt euch Marvel an. Wenn ihr Fan seid von Pokémon, guckt euch Pokémon an. Das will ich gar nicht sagen. will nur sagen, alles, was euch vorgeschlagen wird, alles als neue Franchise, was nicht irgendwie schon etabliert ist, guckt es euch nicht an. Ich würde euch trotzdem empfehlen, Herr der Ringe und Game of Thrones zu gucken. Weil ... Das ist eine gute Geschichte, aber dann wieder in der bewussten Zeit. Ihr opfert dann was anderes dafür, wo ihr eure Freizeit sonst habt und überlegt dann, geh ich lieber Minigolf in meiner Frau spielen oder guck ich Game of Thrones? Da kann auch Game of Thrones gewinnen, weil Minigolf ist echt langweilig. Aber ja, ihr wisst, was ich meine. Riesentipp. Ja. Henners: Hab ich nicht gesehen. Game of Thrones hab ich nicht gesehen. Muss ich mich outen hier an der Stelle? Ist aber so. Andreas Wiener: Hätte ich auch nie gesehen. Henners: Ja. Und vieles über das du jetzt auch grad gesprochen hast, ist für mich immer wieder auf die Routinen zurückzuführen. Überprüft eure Routinen, die ihr habt. Na, sind das gute, sind das schlechte? Perfektes Beispiel, du grad gebracht hast. Pizza und Netflix sind natürlich zwei ... In meiner Wahrnehmung wesentlich schlechtere Dinge, als wenn ich jetzt koche und Podcast höre. Man muss nicht perfekt sein. Niemand wird da frei von Lastern sein. Aber grad das, was sich unterbewusst eingeschliffen hat, das muss erst mal raus. Und mir hilft es da auch, wieder bewusst auf den Tag zu schauen, auch noch mal zu reflektieren, was hatte ich jetzt drin? Und manches wird einem dann erst mal bewusst, wie viel Zeit das in Anspruch nimmt. Es ist teilweise Wahnsinn. Und die Routine, keine überlegt, zum Zähneputzen zu gehen. Also diese Macht von Gewohnheiten. die sich nach rund zwei, drei Wochen einschleift. Die ist so mächtig. Und wenn man da die richtigen Routinen hinkriegt, dann braucht man das Ganze andere nicht mehr. Und man vermisst es am Ende des Tages auch nicht. Ich hab früher wirklich sehr, sehr viel Fernsehen geschaut. hatte als Kind einen eigenen Fernseher in meinem Zimmer stehen. Der lief eigentlich Tag und Nacht nach der Schule angemacht, parallel Hausaufgaben gemacht, aber immer Fernsehen geguckt. Heutzutage, ich vermiss es nicht, weil ich so viel anderes hab, was sich in neuen Routinen ausgebildet hat. Das ist eigentlich ... was früher undenkbar gewesen wäre. Deswegen sag ich, überprüft eure Routinen, setzt euch am Abend hin, guckt einfach mal, und wenn's ganz schlimm ist am Anfang, trackt eure Zeit, wie viel hab ich grad wo verwendet. Das mag am Anfang total blöd klingen und auch total anstrengend sein, das zu dokumentieren. Aber es hilft, einen Blick drauf zu kriegen, was tu ich eigentlich den ganzen Tag. Und das Zweite, was ich auch noch mal hab, zählt mal, oft ihr sagt, ich hab keine Zeit dafür. Das alleine mal zu zählen, schon so ein Alarmsignal. hab ich die Prioritäten tatsächlich richtig, dass ich jetzt wirklich keine Zeit mehr für das hab? Grad wenn meine Kinder mich fragen, Papa, du Zeit hier für? Wie oft man da ist, geneigt zu sagen, nee, ich muss grad das und das tun. Ist es wirklich wichtiger, wenn du die Frage mit Ja beantwortest, ist es völlig okay, Nein zu sagen? Aber ... ich glaub, es gibt genug Fälle, wo das vielleicht nur ein vorgeschobenes Nein ist. Andreas Wiener: Vor allen Dingen, bringst deinen Kindern bei durch dieses Nein. Dass, wenn du sie fragst, ob sie gerade Zeit haben, auch Nein sagen. Die spiegeln Henners: Na klar. Andreas Wiener: ja dein Verhalten. Und du setzt deine Kinder unter Stress, den sie ja noch gar nicht haben. Der ist ja angelernt von uns. Dieses typische Reflex, ich habe ja keine Zeit. Meistens ist es ja die Prioritäten und dass wir unsere Zeit mit Dingen verbringen, die uns nicht weiterbringen. Deswegen ist eine Kombinatorik total sinnvoll, wenn du gerne Sport machst. Hör dabei, Podcast. Guck dann mal, wenn es sein muss, auch wenn ich mich dagegen ausgesprochen hab. Dann da dein Trash-TV als Belohnung. es unbedingt sein muss, steh wenigstens auf dem Laufband. Wenigstens. Auch dann würd ich dir sagen, Henners: Hahaha! Andreas Wiener: guck was anderes an. Aber Kombinatorik ist auch eine sehr gute Sache, wenn du ein produktiver, erfüllter Mensch sein willst. Ist Kombinatorik eine sehr gute Geschichte. Das Zweite, was Ja? Henners: Komm. Ja. Vorbereitung genauso, das wäre was, was mir genauso einfällt. Wenn du sagst, ich will mehr Sport machen, stell dir am Abend die Fitnessstudietasche bereit und stell sie vor die Tür. Es ist wesentlich schwerer, diese Tasche dann zu ignorieren und zu sagen, gut, jetzt steht sie da, jetzt ist zumindest eine Hemmschwelle weg. Jetzt kann ich da reingehen. Vorbereitung ist neben dieser Kombinatorik was, was auch extrem hilfreich ist. Essensvorbereitung zum Beispiel, wenn du dich gesund ernähren willst. Da ist Vorbereitung wirklich das A und O. Andreas Wiener: Und dieses Keine-Zeit-Haben ist auch ein Versagen. Das bedeutet, ich zeige ja anderen Menschen, dass ich mein Leben nicht unter Kontrolle habe. Das heißt, jedes Mal, wenn ich sage, ich habe keine Zeit, habe ich nicht genug Ressourcen. Ich komme jetzt sehr aus so einer, sage ich mal, unternehmerischen Gedankenweise. Wenn ich meinen Kunden sage, ich habe keine Zeit, ist das eine Bankrotterklärung. Ich muss ja so viel Zeit vorhalten, damit es geht, damit der Laden läuft und so weiter und so fort. Das heißt, Ich sage, mein Standesatz ist immer, ich habe immer Zeit. Es wird aber, da eigentlich erwartet dadurch, dass ich Unternehmer bin, wird eigentlich gesagt, der hat ja keine Zeit. Der hat ja Arbeit in seiner Lebensranking sehr weit oben. Denkt man immer so. Dabei ist es bei mir genau andersrum. Ich bin ja Unternehmer, extrem viel Zeit zu haben. Das bedeutet, ich mache es ja genau anders. Ich ergebe mich ja nicht dem Arbeitsvertrag im Angestelltenverhältnis. wo mir gesagt wird, wie viel Zeit ich aufwende. Wobei ich noch immer finde, du hast extrem viel Zeit, wenn du 40 Stunden arbeitest, hast du noch immer sehr viel Zeit. Du musst dir halt nur selber überlegen, wie du das optimierst. Sprich, wo arbeitest du, wie arbeitest du, was sind die Wege dahin, wie lange brauchen die, nehme ich sehr viel in Kauf, nehme das meine Zeit, meine Stimmung geht hier runter, dass ich dann nicht genug Laune hab auf meine Kinder, wenn ich dann am Wochenende mehr Zeit hab usw. Das muss ich mir als eine Frage, andere Folge. Was mir noch mal hilft, ist, wenn ich mich frage, Identifikation. Bin ich ein produktiver Mensch, ja oder nein? Also im Sinne von, ich ... Möchte ich das gerne sein? Wenn ich das mit Ja beantworte, muss ich mir jedes Mal die Frage stellen, ist das jetzt etwas Produktives, was ich mache? Funktioniert übrigens mit Essen und bin ich ein gesunder Mensch? Und bin ich ein ... Sowieso. kannst nicht zu viele an dich selber stellen. Weil das eine das andere aufhebt mit der Zeit. Du kannst nicht produktiv sein und super gesund sein. Wenn du das beide schaffst, dann bist du schon ein ganz oberes Regal. Und wenn noch was der Dritte dazukommt, ein toller Ehemann, eine tolle Ehefrau oder was auch immer, dann wird es schon langsam sehr, schwer. Weil du kannst nicht immer alles miteinander verbinden. Man muss sich selber auch verzeihen. Aber die Idee für Integration, ich binde keine Person, die seine Zeit verschwendet. Und das sage ich nicht faul. Weil faul darfst du sein. Wenn du jetzt sagst, ich buche mir eine Woche Urlaub. Sitz in Dänemark im Ferienhaus und mach gar nichts. Dann hat das nichts mit faul zu tun. Das ist etwas, wo du sagst, das gönn ich mir, ich setze meine Zeit sinnvoll ein, mal faul zu sein. Also, musst nicht durchweg produktiv sein. Aber in den Zeiten machst du dir nicht diese kleine eine Stunde, zwei Stunden, die dann spät in die Nacht reinführt, weil Netflix so gebaut ist mit Cliffhängern. Ach, eine Folge können wir noch. Das ermüdet dich dann ... Beim nächsten Tag aufstehen fällt dir schwerer, du trinkst mehr Kaffee. Ich trinke auch grad Kaffee, darum geht es nicht. Aber ihr wisst, ich meine. Und diese kleinen Gewohnheiten, die ihr dann habt, die Folge noch, die Folge noch, ach, das ging beim letzten Mal, jetzt mach ich das noch mal. Und dann gibt es sogar diesen Austritt, Binge-Watching. Wenn ihr merkt, dass das der Fall ist, sofort aufhören. Sofort. Es ist ... geht gegen euren Schlaf. Und Schlaf ist für mich Zeit haben. Das heißt, du musst schlafen. Und du musst dir die Zeit für Schlaf nehmen, ohne dass es dich stresst. Wenn du anfängst, gegen deinen Schlafrhythmus zu arbeiten und zu sagen, ich brauch zwar neun Stunden Schlaf, aber das krieg ich nicht immer hin, dann musst du hart daran arbeiten, dass du es wenigstens auf acht kriegst und dich nicht völlig ergibst und sagst, sieben reichen auch. Also wenn du schon das Defizit hast, dann wenigstens nur auf eine Stunde und dann Kinder morgens rausbringen, Schule und so weiter, geht halt nicht immer. Aber dann achte darauf, dass du wenigstens nahe rankommst und dass nicht die Netflix-Serie dir noch mal eine halbe Stunde Cloud bestunde. Henners: Und das sind absolute Hygienefaktoren. Schlaf, Ernährung, Sport. Das sind die absoluten Basics. Und wir sprechen jetzt nicht darüber, Produktivität zu maximieren. Das wäre nämlich auch der falsche Ansatz. Es geht nur darum, Zeit bewusst einzusetzen für deine verschiedenen Lebensfelder, nenne ich sie jetzt einfach mal. Dass du wirklich in den Bereichen, die dir auch wichtig sind, gut unterwegs bist und dass der größte Zeitfresser überhaupt der Beruf sein kann. Das ist, ich, nochmal eine eigene Folge für sich. Aber auch da ist es Wenn man überlegt, 40 Stunden für irgendwas, was man jetzt vielleicht nicht gern macht, ist natürlich auch was, was man sehr, sehr stark hinterfragen sollte. Aber mir geht es immer dieses bewusste Steuern. Ich setze Zeit hier für ein, ich setze Zeit dafür ein. Und irgendwann verschiebt sich das ja auch mal wieder. Je nach Lebensphase gehen die Zeiten ja auch woanders hin und sind woanders sinnvoll eingesetzt nach einem persönlichen Empfinden. Und ich glaube, das immer wieder zu reflektieren und auch anzupassen, ist essentiell wichtig. Andreas Wiener: Und da, was Zeitverschwendung auch ist, hört gerne nochmal in die letzte Folge rein, nämlich das Thema Oversinking. Sich über Gedanken machen und nicht zu handeln verbrennt unheimlich viel Zeit. Sich zu informieren anstatt etwas zu tun verbrennt unheimlich Zeit und macht dich echt nicht glücklicher. Sonst noch zwei Sachen, du hast es gerade angebrochen. Der Job, wir können auch mal eine eigene Folge machen nach dem Motto, ist mein Job der richtige, ob wir das lösen können. Sinne von, bin ich glücklich in meinem Job, mache ich das gerne, ja, nein, oder mache ich das nur für Geld und kein anderes. Da gibt es so viele Varianten. Aber zum Beispiel, da gibt es Anwesenheitstheater. Das ist für mich so ein Riesenthema. Alle sind so lange da. Jetzt bleibe ich auch so lange da, weil ich in der Gruppe dazugehörig bin. Wenn du dieses Signal hast, machen wir ganz kurz, können wir mal aus Für die Tue sprechen. Das, wenn du lange bei der Arbeit sitzt, nur den anderen zu gefallen, aber deine Arbeit schon längst fertig ist, dann bist du in einem Job überqualifiziert. Das heißt, du hast in kürzerer Zeit das gemacht, was die anderen nicht geschafft haben, dann musst du dringend die nächste Stufe als Job gehen. Dann gibt es wieder Sicherheit und so reden wir drüber. Das zweite, was ich noch habe, ist gerade als Selbstständiger, das wollen wir hier auch mal ein bisschen mit abbilden, gerade wenn du den Sprichpunkt schon gegangen bist, viele Sorgen angeblich hast und so weiter, was ich alles nicht habe, zielnoses Let Working. Das kannst du auch bei Konzernen oft bitten. Leute, die sich untereinander abstimmen über Dinge, die völlig unwichtig sind, die dich nicht weiterbringen, die nicht dein Vorhaben bringen. Das klar zu trennen zwischen Freunde, mit denen rede ich über meine privaten Themen und Business, dass ich das beides überschneiden kann, kann ich. Aber auch da sind wir wieder beim Thema Bewusstwerdung. Das heißt, ich muss nicht mit jedem, mit dem ich Business mache, befreundet sein. Wenn sich das ergibt, okay, dann kann ich auch private Dinge besprechen, die außer ach wie wahr der Urlaub ist. Aber fällt nicht in die Falle des zielnosen Networkings. Das ist so bisschen das Social Media vom früher. Ich stehe zwei Stunden an der Kaffeemaschine, unterhalte mich mit den Leuten. Eine halbe Stunde ist wichtig für Socialisen. Völlig okay. Wenn du es zwei Stunden machst, ist es ein Flee-Effekt. Heute nehmen die Leute aber ihr Handy. Und gucken drauf. Früher haben sich mit den Kollegen wenigstens noch gequatscht. Fand ich besser. Auch nicht gut. Aber da ist für mich genau der Punkt, wo du immersiv und glücklich wirst, wenn du dir noch die Probleme, die Sachen und Inputs von anderen Leuten, was wieder zu Oversinking führt, anderen Themen, wenn du lieber deine Zeit einsetzt und den Marvel-Film sehen möchtest. Das Basketballspiel ist Fußballspiel. Opfere es nicht dort, mach es dann noch zusätzlich und nimm dann wieder Schlaf. Nee, Leute. Das funktioniert nicht. Also für mich dieses ganze Berufsfeld, können wir gerne mal reden, im Sinne von was sind Anzeichen, dass du deinen Job verkundigen solltest. Das gehört massiv dazu. Henners: Ja, und Networking ist, glaub ich, auch noch mal ein sehr spannender Aspekt. Dem einen tut's gut, unter Leuten zu sein, dem anderen zieht so bisschen Energie. Ich glaub, das ist auch wieder eine Typfrage. Und am Ende muss immer stehen, krieg ich einen Mehrwert davon. Kann ich von der Person irgendwas mitnehmen, was ich für mich weiter gebrauchen kann, wo ich selber wieder Handlungen draus ableiten kann? Weil ansonsten ist es auch ganz oft ... ein, ja, okay, du nimmst mir meine Langeweile, ich nehm dir deine Langeweile, dann können wir uns doch zwei Stunden hier treffen. Ja? Also, das soll's genau nicht sein, weil dann sind wir genau in diesem Netflix-Fernseh, in dieser Schiene, die wir gerade schon ganz ausführlich besprochen haben. Andreas Wiener: Ja, und vielleicht noch echt, wir beziehen mal ein Stück noch, sind zwei Punkte aber noch extrem wichtig, dass wir sie wenigstens angesprochen haben. Alkohol zieht dir massiv Zeit. Das bedeutet nicht nur, dass du mit Leuten abends Alkohol trinkst, das kostet schon Zeit. Du merkst auch, dass die Qualität der Gespräche, wenn du viel trinkst, extrem ab... und dich dann auch nicht weitergebracht hat, weil du am nächsten Morgen nach der Kneipe nur noch dieses Gefühl hast von, war ja ein geiler Abend, wir haben ja Probleme besprochen, aber ihr habt nichts gelöst. Gar nichts! Kann ich euch ... Also ich habe in meinem Leben sehr viel getrunken, ich saß sehr viel in Kneipen abends, ich habe einen großen Freundeskreis gehabt, mit dem das ging. Da möchte ich euch sagen, das ist einer der größten Zeitfresser, weil er gesundheitlich auch für den nächsten Tag dich beeinträchtigt, wenn du bisschen älter wirst für die nächsten zwei Tage. Du brauchst als Entspannung. Wir machen kurz das Gehirn aus. Gerade bei Menschen, die sehr aktiv sind, die produzieren wollen, müssen das künstlicher beiführen. Es ist aber eine Spirale und der größte Zeitfresser. Wenn du wöchentlich trinkst, verbrennst du Massen an Zeit. Weil das gesellschaftliche Ereignis, ich gebe dir Brief und Siegel, wenn du nicht trinkst und es funktioniert, dann mach es halt ohne ... Dann ist es gut, aber wenn man sich nur trifft zum Trinken, ist es der größte Zeitfresser, den du haben kannst. Also Alkohol ist Zeitfresser, ich würde fast sagen bei Leuten, regelmäßig konsumieren, Nummer eins. Weil das führt zu der Pizza, das führt zu Netflix, das führt zu Social Media, das führt zu Antriebslosigkeit. Sehr gefährlich und auch schon in geringen Mengen. Ich rede nicht 40 Grad Biergarten nach einer Ratlertour. mal ein Bier trinken oder zwei, weil es gute Stimmung ist. Ich rede wöchentlich, irgendwo hinzusetzen und unter Vorwänden zu sagen, trinken wir die zwei Flaschen Wein jetzt mal, trinken wir noch mal sechs Bier, ach, ist Fußball, machen wir noch mal. Das meine ich damit. Henners: Ja, genau. Ja, und es geht auch hier wieder Gewohnheiten. Sich mal bewusst zu entscheiden, wir feiern mal was. Projektabschluss zum Beispiel, ja, ist ja völlig legitim, völlig erlaubt. Und kann ja total viel Spaß machen, kann einem total viel Energie wiedergeben. Aber nicht dieses, ja, wir treffen uns jeden Freitag und gehen hier was trinken oder gehen hier vielleicht noch in eine Bar, in einen Club, was auch immer. Das ist wieder eine Gewohnheit, sich dann ja auch wieder wieder eingeschliffen hat. am Ende des Tages komme ich immer wieder bei den Gewohnheiten raus. Andreas Wiener: Ja, es ist auch. Bei letzten Gewohnheit könnt ihr auch sofort abschaffen, konsumiert keine Nachrichten mehr. Henners: Mhm. Andreas Wiener: Funktioniert hervorragend. Alle Nachrichten, nicht direkt euer Leben beeinflussen. Angenommen, seid Raucher, dann hat euer Leben beeinflusst, dass ihr nicht mehr rauchen durftet im Lokal. Ja, man durfte im Lokal mehr rauchen. Ihr seid Autofahrer, ihr durftet euch anschnallen. Henners: So alt sind wir. Andreas Wiener: Ihr seid homosexuell, ihr dürft heiraten. Das sind die wenigen Themen. die meistens, wenn du politische Nachrichten konsumierst, tatsächlich einen direkten Einfluss hast, dass du jetzt plötzlich zum Standesamt gehen darfst und darfst deinen Lebenspartner heiraten oder Lebenspartnerin. Das ist eine heiße Geschichte. Das ist cool. Konsumieren. Davon rede ich nicht. Ich rede aber davon, wenn du durchgängig Nachrichten konsumierst jeden Tag über die politische Lage. Egal nach links, nach rechts, ist mir völlig Banane. Konsumier es nicht. Es hilft dir nicht. Auch wenn du dich, egal, auf der richtigen Seite fühlst. Es bringt dich nicht weiter. Da wieder, wenn du ein politisch interessierter Mensch bist, bewusst ab und zu sich die Zeit nehmen. Guck ich jetzt ein Basketballspiel, ein Fußballspiel oder eine Polit-Sendung? Das würde ich aber gegeneinander aufwiegen, weil es deine Produktivität hängt, weil es deine Laune fertig macht, weil es sich zu Oversinking bringt, weil Ungewissheit bringt, weil Horrorszenarien kommen, die aber nichts mit deinem direkten Leben eins zu eins, unmittelbar zu tun haben. werden gesellschaftlich große Dinge in Konstrukten auf dich losgelassen, die im Regelfall nichts mit dir zu tun haben. Das passiert nicht. Und deswegen möchte ich dich da auch anhalten, wenn alles normal ist und wir nicht in irgendwelchen Krisensituationen stecken und du Nachrichten als ein Mechanismus, damit was passiert, damit du etwas tust, konsumiere sie einfach nicht. konsumiere keinerlei Nachrichten. Und wenn du das machst als Hobby, also da musst du es klar wieder, was du immer sagst, differenzieren und Gewohnheit, das ist meine Gewohnheit, die mir wichtig ist und die hat auch nichts Negatives für mich, sondern ich möchte gerne informiert sein, ich bin politisch interessiert, ich bin selber politisch, dann tut es. Das will ich damit nicht sagen. Ich will nur sagen, konsumiert es nicht, wenn ihr eigentlich das gar nicht Also was ihr gelernt habt früher, dürft nach der Tagesschau ins Bett gehen, Nachrichten sind wichtig. Ich behaupte, dass das 0,0 im Zeitalter des Handys wichtig ist und im Vernetzung, wir kriegen es ja mit. Wir müssen dort nicht mehr vorsitzen und uns das alles anhören. Heute geht es direkt, was für uns relevant ist. Henners: Vor allem kriegst du kaum neutrale Nachrichten. Nachrichten sind ja immer auf Angst ausgerichtet. Soll dir irgendwie Angst machen. Das ist gefühlte Kontrolle, die man auch immer hat. Wie viel kannst du direkt beeinflussen? Ich bin der Meinung, auch das Allerwenigste. Deswegen ist es bei mir auf ein Minimum reduziert, damit ich weiß, was links und rechts los ist. Aber gar nicht tiefer reingehen. Wo ich immer gar kein Fan bin, ich bin am Dorf großgeworden. Und da natürlich auch immer die Geschichten über Person X, über Person Y. Was hat der Hubert jetzt schon wieder gemacht? Was ist bei der Helga schon wieder letztens passiert? Es ist einfach nicht relevant. Und die meisten Nachrichten zählen leider auch in diese Kategorie. Die Ereignisse, genannt hast, total wichtig. Da macht's dann auch Sinn, sich zu informieren. es ist doch so viel Müll und so viel Waste dabei. Dann kann man, glaub ich, auch einen großen, großen Teil seiner Zeit dafür auch gerne ... sinnvolle Einsätze. Andreas Wiener: Und wo wir wieder sind, wenn du sagst, Freunde treffen, dann würdest du es ja spätestens da erfahren. Das heißt, es gibt dir keinen Grund für den Wissensvorsprung, weil wenn man sich da mit denen unterhält, kann man das ja auch annehmen und dann hast du ja wahrscheinlich noch eine, du musst dir ja da, auch kannst du auch immer deine eigene Meinung bilden und du erfährst es dann von denen und kannst es direkt mit denen einordnen, alles besser als Social-Media-Kommentare zu lesen. Alles besser als diese Nachrichten zu ... Und deswegen sagte ich zu dir am Anfang, ich finde diese Social-Media-Sache eigentlich so langweilig, weil das ja bekannt ist und jeder, der Social-Media-Sucht leugnet im Sinne von ich bin nicht süchtig, der weiß es besser. Und das ist so, jeder Raucher weiß es auch am Ende des Tages. Und da musst du die Leute auch nicht nerven und nicht umziehen. Also wir können es ja nur ansprechen und sagen aus unserer Erfahrung heraus, wenn uns die Leute immer wieder fragen, warum habt ihr so viel Zeit? Kombinatorik ist meine Geschichte, wo ich dann ganz, ganz stark was mache, kochen, lesen, Hobby mit Pokémon nachgehe, die auch meine Tochter gut findet, wo man dann auch Filme mit Disney zusammen gucken kann, wieder. Heißt ganz viel Kombinatorik, so dass man dem gerecht werden kann. Das heißt, da kriegst du viel überein und dann sich lieber hinzusetzen und sagen, hey, wie kriege ich das unter einen Hut? Find ich sehr gut. Multitasking find ich in diesem Fall auch nicht schlecht, wenn es Freizeit ist. Weil die meisten Sachen, die du konsumierst, brauchen nicht deine komplette Aufmerksamkeit. Da kannst du nebenbei auch was anderes machen. Also wie viele Leute, wie viele Omas stricken und gucken dabei ihre Lieblingsserie. Das ist effektiv. Aber dann hast du wenigstens was gestrickt und die Kinder freuen sich. Anstatt nur die Serie und Social Media parallel konsumiert zu haben. Deswegen ist mein Take, den ich hier mit rausnehme, definitiv, hack, Zeit zu lösen, ist Kombinatorik. Und dann alles das, was ihr schon kennt, aber jetzt noch mal gehört habt, streicht konsequent. Alkohol, Nachrichten, Serien, die euch nicht interessieren, trefft eine Auswahl und macht nur das, was euch Spaß macht. Und nicht, was läuft heute im Fernsehen, und lasst bloß nicht dem Algorithmus euer Leben bestimmen. Das war so das, was ich mitgenommen hab. Jetzt ist schon die zweite Folge. alte Tradition. Patrick, Hau raus, was hast du mitgenommen, was hast du gelernt und wie können die Leute mit der Zeit das vielleicht noch mal lösen? Henners: Ja, glaub, Wichtigste ist, hab keine Angst. Und alles, wir tun, äh, warum bin ich in Social Media? Ja, es ist ein Stück weit FOMO. Ja, also ich hab Angst, was zu verpassen. Warum schau ich Nachrichten? Ich hab Angst, was weiter passiert, mich herum. Ich glaub, wenn man diese Angst nicht mehr hat, wenn man sich bewusst wird, was sind tatsächlich wieder die Folgen, dann sind wir wieder bei der Operthinking-Folge vom letzten Mal, dann hast du ganz, ganz viele dieser Gewohnheiten schon aufgelöst. Und ich glaube, so dieses zweite, wir haben ganz viel über Produktivität und man könnte das tun und Kombinatorik gesprochen. Aber ein essenzieller Teil meines Alltags ist zum Beispiel, sich früh 15 Minuten mit einem Kaffee zum Beispiel rauszusetzen, völlige Ruhe erst mal ankommen im Tag und nicht gleich mit voller Produktivitätskeule zu starten, sondern wirklich erst mal reset für mich auch bewusst mal eine Zeit zu haben, wo es nichts ist. Und das ist keine verschwendete Zeit, das ist keine Faulheit. Die Zeit ist sehr, sehr gut investiert, weil danach... alles weitere viel produktiver ist, ich bin viel ausgeglichener. Also da auch wirklich diese, neben diesen Zeiten der Aktivität, die natürlich den Großteil des Tages einnehmen, auch immer wieder diese Pausenzeiten für sich zu nehmen, einfach nur mal 10 Minuten für sich in Ruhe, kann ich nur jedem empfehlen und habe ich nur einmal mehr auch aus dieser Folge wieder mitgenommen. Andreas Wiener: Nicht das Handy in die Hand nehmen. Das Henners: Nein, nein, gar nichts. Jaja, genau. Andreas Wiener: ist genau der Hack, den du jetzt noch mal mitgibst. Nur da genau darauf achten. Nicht das Handy mit rausnehmen, wenn du die Luxus hast, draußen sitzen zu können. Nicht das Handy. Das ist der Feind. Das ist wirklich Henners: Konsumfrei. Andreas Wiener: der Feind. Das hat hier schon was meditatives. Da wir auch mal drüber reden. Cool, wollte ich nur mal rein. Da darf man genau den Fehler nicht. Jetzt fällt noch ein Mini-Hack ein. Ich habe mir ganz viele kleine Casio-Uren gekauft. Ich hatte eine große Bonzenuhr immer am Handgelenk, auch wegen Business und so weiter. Die ist dann kaputt gegangen und ich bin zu geizig, reparieren zu lassen. Da habe mir ganz viele Casios aus den 90er Jahren geholt und folgender Effekt hat eingestellt. Man guckt ja aufs Handy auch wegen der Uhrzeit. Dann sieht man die Nachrichten und die Sachen. Seitdem ich diese Kasi-Uhr habe, auf die ich auch positiv von meinem Umfeld angesprochen würde, die sagen, hey, voll oldschool und du hast die auch, ja ich früher auch und so weiter, positive Effekt. Ich gucke nicht mehr dann aufs Handy, die Uhrzeit abzulesen. Noch mal so ein Kinderhack, wo ich gesagt habe, Social Media wollen wir eigentlich nicht geben. Aber überlegt euch eine, die kostet 25 Euro, einfach nur eine coole Uhr, lohnt sich, dann eben nicht jedes Mal in diese Falle zu laufen, wenn das Kind neben dir steht. Du willst auf die Uhr gucken. Und dann sagt sie, Papa, ich rede aber gerade mit dir. Seitdem ich die Uhr habe, weiß ich halt, wann muss ich wo sein, ohne das zu machen. Kinderhack, ich weiß, aber wir sind ja alle so Best-Practice-Sammler. Insofern, sag Tschüss. Henners: Tschüss!