Andreas Wiener: Napoleon fragte seine ganzen Generäle, Seid ihr eigentlich Leute, die Glück haben? Also, ihr Glück? Seid ihr so Leute, die sagen, ja, ich bin so ziemlich jemand, der hat sehr viel Glück? Und daraufhin, weil er so die Legende, ne, hat er nur die genommen, die gesagt haben, ja, ich hab so ein glückliches Händchen, ich bin jemand, der Glück hat. So, frag ich dich, Patrick, was sagst du denn so, bist du denn jemand, Glück hat? Henners: Natürlich, ich darf hier den Podcast mit dir machen. Natürlich hab ich Glück. Also, wenn das kein Glück ist ... Andreas Wiener: Das willst du als Glück bezeichnen? Henners: Ja, für dich schon, ja. Ja. Nein, ich glaub immer dran, wenn man positiv denkt, wenn man auch denkt, dass die Dinge gut werden, dann kommt dieses Glück auch von ganz alleine. Das ist ja auch mal was Subjektives, wie man's empfindet. Und gerade, wenn man sagt, man ist unglücklich, glaub, es sind ganz oft falsch angesetzte Erwartungen. Mit den richtigen Erwartungen kann man auch schnell glücklich werden. Deswegen würde ich mich schon als sehr glücklich bezeichnen. Andreas Wiener: Wie bemisst du das? Also für dich selbst, dass du sagen kannst, jetzt bin ich, also man muss ja einmal Glück haben und glücklich sein. Das ist so im Deutschen ein bisschen doof. Das ist also nicht relativ Henners: Ja. Andreas Wiener: gut gemacht. Das heißt, wenn ich viel Glück habe, bin ich wahrscheinlich auch glücklich, aber ich kann halt ja auch sehr glücklich sein. Obwohl ich kein Glück habe, bleiben wir erstmal bei dem Punkt so einfach glücklich sein. Also nach dem Motto, ein Ergebnis von vielen glücklichen Umständen wäre jetzt glücklich sein. Was sagst du da? Wie bemisst du das selber für dich? Wo würdest du sagen, bist du glücklich? Und wie würdest du sagen, ja, weil es ist immer gegen irgendetwas gemessen? Henners: Ja, es ist immer gegen etwas gemessen. Bei mir mach ich's wahrscheinlich an der Vergangenheit fest, wo es auch Zeiten gab, in denen ich nicht glücklich war. Ich glaub, Glück ist eigentlich immer eine Frage der Akzeptanz. Das heißt, kann ich grad das Leben, die Umstände, so wie sie sind, so annehmen? Das heißt nicht, dass sie so bleiben müssen. Aber kann ich sie erst mal so akzeptieren, sie sind? Weil wenn du in den Widerstand gehst, dann hat das immer so was von ... ich muss hier kämpfen, muss da was machen. Das führt automatisch zu ganz viel innerer Reibung, zu ganz viel Unglücklichsein, wenn wir das Wort mal weiter bemühen. Und ich glaub, diese Akzeptanz dessen, ist ... Ja, also das ist für mich eigentlich das, wo ich messbaren Unterschied mach zu der Vergangenheit, wo ich das Gefühl hatte, es gab schon mal Phasen, da war ich schon echt unglücklich. Das heißt nicht, dass es die jetzt auch nicht gibt. Wär ja auch schlimm, wenn du immer nur glücklich wärst, glaub ich. Du kannst das eine auch nur mit dem anderen erleben. Es gibt kein Glück ohne Unglück. Und deswegen glaub ich schon, für mich ist das so, ich kann sehr, sehr stark genießen, was ich grade tu. Ich kann sehr, sehr positiv auf die Dinge blicken, grade sind, auch wenn sie nicht immer positiv sind. Und das ist das, was mich am Ende glücklich macht. Andreas Wiener: Es hört sich bei mir ein bisschen so an, wenn ich dir zuhöre, dass wir noch nicht trennscharf sind zwischen zufrieden und glücklich sein oder Glück haben. Sinne, alles, du gesagt hast, glaube ich, könnte auch auf zufrieden zutreffen. Nach dem Motto, ja, ich überlege es für mich selber, ich war mal nicht zufrieden, jetzt bin ich zufrieden, Henners: Hmm? Andreas Wiener: ich akzeptiere das, es ist die Betrachtung, es ist zufrieden. Wir verstehen aber, glaube ich, im Sprachgebrauch ja dann noch immer so bisschen mehr. Ich glaub, Glück steht stark mit Euphorie zusammen. Wenn ich frage, bist du glücklich, wegen Unglück, das spüren zu können, sonst ist man dauerhaft glücklich. Denken wir an Donald Duck und Gustav Gans. Da ist Gustav Gans derjenige, der immer glücklich ist. Der wirkt arrogant, ist herablassend, meint, es steht ihm zu. Er freut sich gar nicht. Wenn Donald einmal nur Glück hat, dann ist er extrem glücklich in dem Moment. während Gustav ganz ja nie Pech hat. Das ist schön charakiert in der Stelle. Aber wo willst du das zu zufrieden abgrenzen? Wo machst du den Unterschied zwischen, ich bin jetzt grade glücklich oder ich bin zufrieden? Du bist ja grad bisschen später gekommen, weil du deine Kinder noch mal zur Kita gebracht hast. War alles stressig, hat es gedauert usw. Jetzt würd ich sagen, du bist ja zufrieden. Aber wahrscheinlich bist du jetzt grade nicht glücklich, dass das passiert ist, oder? Henners: Ja, genau, das ist auch genau der Unterschied. Dass Glück so ein Momentgefühl ist und Zufriedenheit ist so eine Gesamtbewertung. Also ich glaube, man kann so einen schlechten Tag haben und man kann trotzdem zufrieden sein. So, aber dieses pure Glück ist ja immer dann, wenn du deiner Berufung nachgehst, deine Talente ausleben kannst, das was dir Spaß macht, dein Hobby leben kannst. Das ist ja das, was wir, glaube ich, als Glück empfinden. Letztendlich, ja. Ich glaub, man darf dann auch nicht jeden Tag als gleiche Lebenskrise interpretieren. da gehört beides für mich so ein Stück weit zusammen. Aber wenn ich's abgrenzen müsste, wär's vielleicht eher Glück im Moment und zufriedenheim in der Gesamtbewertung. Deswegen ist aber trotzdem automatisch, wenn ich zufrieden bin, hab ich auch sehr viele glückliche Momente im Leben. Andreas Wiener: Ja, ich sehe das immer mit dem Glück so, dass, wenn du sagst, Klima und Wetter. Also bedeutet, du sagst so, das Klima gefällt mir. Sagen wir mal, also, wir gehen jetzt nicht in die Extreme, sondern wir sagen, sonnige Tage sind eher mit Glücksgefühlen verbunden. Macht Spaß, aufstehen, hell, alles cool. Man kann sich draußen viel bewegen. Das macht jetzt irgendwie Spaß. Also, frameen das jetzt mal so. Ich weiß, das ist nicht bei jedem so. Aber andersrum, gibt so dunkle Tage, da macht das alles nicht so viel Spaß. Und wenn ich sage, du hast mehr Sonnenseite, das sagt man ja aus die Sonnenseite des Lebens, dann ist wahrscheinlich bisschen mehr Glück. Und das in der Mitte ist so dieses, ja, ich bin zufrieden. Also mit Hamburger Wetter bist du wahrscheinlich zufrieden. Weil ist es nicht so schlimm, dass du wie in Oslo jetzt gar keine Sonne mehr hast oder es wird nur noch dunkel und so weiter. Nicht, dass die Leute nicht da zufrieden werden. Aber diese Glücksgefühle, will ich so sagen, Klima ist so eine Beschreibung wie Zufriedenheit oder überwiegend glücklich. So. Wo man so sagen kann, da ist man auf lange Zeit. Was du sagtest, der Moment ist, es gibt Tage, die sind besonders heiß. Da war ich im Schwimmbad, im Meer, da hab ich Urlaub gemacht. Das war total krass. Da hab ich so ein Glücksempfinden. Das aber natürlich, wenn man die Gesamtheit des Klimas nimmt, dann der Tag zählt da natürlich rein. Und dass man das so bewertet und abgrenzt, so sind nicht alle meine Tage. Ich glaub, wenn alle Tage so wären, würde man das ja als neues Klima also als neuen Mittelwert bezeichnet ... und dann ist man in so einem Dilemma. Henners: Ich glaube aber trotzdem, hat sich die Sprache im Deutschen so ein bisschen festgefahren. Ich würde ja trotzdem sagen, wenn man zufrieden ist, ist man zwangsläufig ja auch glücklich. Nicht in jedem Moment, aber so in der Gesamtbewertung auch da wieder ist Zufriedenheit und Glück geht ja einher. Also ich weiß gar nicht, ob die sprachliche Nuance so gewollt war oder ob das einfach so gesellschaftlich entstanden ist. Letztendlich ist natürlich beides wichtig, dass du zufrieden und glücklich bist. Und darum geht's. Andreas Wiener: Auf der anderen Seite saß ja auch keiner, der sich überlegt hat, wie ist die Sprache. Deswegen hat sich das so entwickelt, wo man sagen muss, Henners: Nein. Ja, genau. Andreas Wiener: die Leute setzen das vielleicht gleich. Es geht nicht darum, dass wir das genau auseinandersetzen. Aber so ist man sich's einmal mal überlegt. Viele Floskeln, die man so sagt. Dieses typische ... Ja, ich bin ja allem in allem zufrieden. Würde ich jetzt erst mal raushören, dieser Mensch ist wahrscheinlich nicht glücklich. So, deswegen ist wir, wir haben das schon so mit so einer anderen Geschichte, genauso mit diesem Glück haben, haben wir halt nochmal dieses, oder hatte ich Glück? Und das finde ich auch spannend. Henners: Ja, und mein, wenn du mal vom Wortsinn her kommst, dann kommt ja Glück von Gelingen am Ende des Tages. Andreas Wiener: okay. Henners: das ist ja genau das, was wir als diese Momentaufnahmen beschreiben. Mir ist da grad was gelungen, das macht mich stolz oder was auch immer. ja, damit fühl ich mich glücklich. Also, es ist Andreas Wiener: Das ist echt spannend, weil das meiste Zeit sagen wir ja, wenn Glück von außen kommt, dass wir jetzt nicht direkt, es ist nicht uns gelungen in dem Moment, sondern etwas von außen hat dazu geführt, sagen wir ein Lottogewinn, würden alle sagen, die glücklichen Gewinner. Würde ihr sagen, du hast Lotto gespielt, du hast die Möglichkeit, etc. Okay, verstehe ich, aber Es ist natürlich dieses glückliche Gewinner, etwas völlig unwahrscheinliches passiert. Deswegen ist es ganz spannend, dass wir, wenn der Wortstamm gelingen ist, dass wir das oft auch da verwechseln. ist also so bisschen so, die Kirsche auf der Torte ist da noch mal so ein drüber. Wenn es noch mal von außen, wenn alles zusammenkommt, dann ist man wahrscheinlich besonders glücklich und hat auch Glück in irgendeiner Form. Ich glaube, das ist da noch mal ein ganz spannender Punkt mit dem Gelingen. Das war mir aber gar nicht klar. Henners: Ja, auch da, wie du sagst, man hat ja was dafür getan, damit es überhaupt gelingen kann. Also das ist ja immer hier, wenn Können Gelegenheit trifft, du kannst diesen Lottoschein ausfüllen, dann kommt die Gelegenheit, sind jetzt zufällig die Zahlen, auch gezogen wurden, und dann führt das ja eben zu genau diesen glücklichen Umständen, sagt man auch. Also genau so ist es, aber es geht nur beides zusammen. Und dann sind wir wieder bei der Frage der Perspektive, der Betrachtung, wie sehe ich es denn eigentlich? sehe ich, ja, dem einen fällt das alles zu, der hat immer Glück im Leben oder tut er auch was dafür, diesen Zufall, dieses Schicksal auch herauszufordern. Ich glaube, das ist immer noch ein sehr spannender Aspekt. Andreas Wiener: Ich glaube, da haben wir ja das Napoleon-Beispiel von Anfang gehabt. Also Napoleon hat die Leute angeblich, so die Legende, ausgewählt, weil sie sich selber als glücklich bezeichnen. Also im Sinne von, es gibt auch Untersuchungen, gibt verschiedene Studien, zeigen, dass Menschen, die sich als glücklich bezeichnen, auch automatisch mit Glück haben. So, und das hängt wahrscheinlich damit zusammen, wie du gerade gesagt hast. Die nehmen das mehr wahr. Ach, da ist ein Moment, da könnte ich reingehen, dann werd ich schon Glück haben. Da ist noch mal etwas, ne Chance. Die sind dann open-minded und erkennen auch eher. Wenn ich immer mit gesenktem Kopf, da sieht man auch mal, wie der Körper reagiert, auf Sachen mit gesenktem Kopf und Glück, wenn ich durch die Gegend laufe, dann seh ich vielleicht nicht den Menschen, dem er gerade entgegenkommt. Dann seh ich vielleicht das Auto, das jetzt grade ... Ich mach alle Klischee-Kiste auf. Das Auto, das durch die Pfütze fährt. mich nass spritzt. Das heißt, ich glaube, da ist ganz viel auch in der Körpersprache. Also wenn ich dann schon open-minded bin, sag ich bin so ein glücklicher Mensch und ich bin so total zufrieden, dann kriegt man sich auch selber eher dazu, Glück von anderen Menschen, dass es gegenseitig sich anzieht, weil diese Leute wahrscheinlich eher nicht auf Leute zugehen würden, die diesen gesenkten Kopf haben. Und das machen wir natürlich oft mit Erfolg, setzen wir gleich und sagen ... Ja, das sind ja Menschen, haben immer so Glück. Und innerhalb gibt's ja diesen Satz, Glück muss man zwingen. So. Ich weiß nicht, was damit gemeint ist, aber ich glaub, man kann das ja auch nur zu einem gewissen Grad tun. Also, es hilft dir nichts, wenn ich morgen sage, ich bin jetzt glücklich. Es hilft schon mal, glaub ich, in die richtige Richtung. Aber dann muss man halt auch noch was für sein Glück tun. Na, also, wie du gerade gesagt hast, diese Vorbereitung trifft Möglichkeit. Und wenn ich mich aber erst mal gut vorbereitet fühle und dann ein positives Mindset, heißt das ja heutzutage, habe, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass mir was Glückliches, Gutes passiert, was ich nachher in der Bewertung als Glück formuliere. Gut, dass wir beide uns getroffen Henners: Ja, und am Ende ist es eine Frage der Perspektive. Worauf schau ich? Weil ich kann mich ganz schnell unglücklich machen und ganz schnell glücklich. Glücklich werd ich ganz schnell, indem ich auf die Dinge schau, die ich schon hab. So, da bin ich relativ ... Also, wenn ich so ein Reichtumsbewusstsein hab, also ich bin reich an Dingen, dann ist es relativ easy. Wenn ich aber auf die Dinge schau, da hat aber jemand noch mal mehr, und ach, die haben ja einen größeren Podcast als wir, und hier ist noch mal das, ne? Also, dieses Mangelbewusstsein, wenn ich da extrem, extrem drauf fokussiert bin. dann kann, glaub ich, auch der glücklichste Mensch superschnell unzufrieden werden. ja, Vergleich ist der Tod des Glückes. Andreas Wiener: Ja, ich bin immer noch bei dir, wenn du das so formulierst, ich immer so bei dieser Zufriedenheit. nach dem Motto, ich zufrieden bin, wenn ich mich vergleiche. Also ist mein Status da so gegenüber jemand anderem? Ich bin da eigentlich nicht bei mir in der Glücksbewertung. Also in der Glücksbewertung haben die anderen des anderen Podcasts erfolgreicher als wir, beispielsweise. So, jetzt kann ich da mit der Situation zufrieden sein. Glücklich wäre ich aber jetzt eher, wenn ich dieses Bewusstsein hätte, es wären die Followerzahlen, es die Klicks und so weiter, wäre ich angeblich glücklich in meiner Bewertung, wenn ich jetzt irgendwann rüber bin mit einer Folge oder mit mehreren Folgen. Und man hat die dann jetzt irgendwann eingeholt. Das würde man dann wahrscheinlich als, man ist glücklich bezeichnen, obwohl man gar kein Glück gehabt hat, sondern nur jemand anderes ausgestochen hat. Und das ist natürlich so ein falsches Glück, ne? Also im Sinne von ... Da hast du ja nichts von. Also ich glaube, Glück ist ... Wo der Unterschied ist, ist diese Euphorie, Gefühl und Ziel erreichen, gelingen, wie du gesagt hast, gehört immer Henners: Hm. Andreas Wiener: für mich so bisschen dazu. Das andere ist so eine Statusbewertung. Und wenn ich natürlich Zufriedenheit mit Glück gleichsetze, gebe ich vollkommen recht, kann man ja tun. Ich bin glücklicher Mensch, du hast die Frage beantwortet. Dann ist ja Zufriedenheit automatisch der Zustand ... des Glücks, da würde ich glaube ich jeder Zen-Mönch jetzt auch auf die Schulter klopfen und sagen, so muss es sein. Henners: Ja, ich glaube, es trifft aber beides. Da kannst du nicht trennen. Das mit den Vergleichen geht in beide Richtungen. Beispiel aus der Kindheit vielleicht, aus einer Schulsituation. Du warst zufrieden, du hast eine 2 geschrieben. Es war für dich ein Fach, wo du dich echt schwer getan hast. Vielleicht war es in Mathe nicht so gut. Dann kommst du daheim mit einer 2 ganz euphorisch und sagst, ich bin glücklich, weil ich die Note erreicht hab. Aber alle anderen Kinder haben eine 1 geschrieben. Das hast du vorher nicht gewusst. Das erfährst du jetzt, da ist das Glück ganz schnell weg. Da geht es nicht Zufriedenheit, sondern es gibt auch diese Glücksmomente, wo du genau das auch wieder durch einen Vergleich wegnehmen kannst. Immer. Andreas Wiener: Ja, genau. ... Genau, aber durch den Vergleich. Genau. das ist dann Da du das Glück als Vergleich genommen und nicht die Note der Zufriedenheit. Ich wäre zufriedengewesen, wenn ich eine 3 schreibe. Ist egal, was die anderen schreiben. Ich weiß ja, was du meinst. Ich will nur darauf hinaus. Ich stand damals auf einem Breitscheidplatz, als der Anschlag war. Und da bin ich Mit einer Arbeitskollegin bin ich durchgelaufen. Die sagte, sie möchte zu Starbucks. Dann sind wir in diesem Weihnachtsmarkt. sind wir links abgebogen zum Starbucks. Ich sah den Starbucks schon, hab den Weihnachtsmarkt verlassen. Und hinter mir gab es dieses massiven Einschlagsgeräusch. Und da war es dann so, dass es unheimlich laut wurde. Und dann ging die Panik da los, normaler Täter auf der Flucht, alles ganz schrecklich. Brauch ich gar nicht, ich will die Stimmung drücken. Das war interessant, am nächsten Tag bin ich in den Workshop gegangen. das schlau war, können wir in einer anderen Folge ... besprechen, warum mein Wert der Arbeit so hoch war, dass ich in einen Workshop am nächsten Tag gegangen bin, ob das schlau war oder nicht. Machen wir gerne mal für euch so Drucksituationen und so. Aber da wurde zu mir gesagt von einer Teilnehmerin in einem Workshop, da habt ihr ganz schön Glück gehabt. Und das ist ja dann auch nochmal mit diesem Framing, wann wir sagen Glück gehabt. Für mich war das eher, dass ich jetzt überhaupt in Berlin war, dass ich überhaupt auf dem Weihnachtsmarkt war. dass ich das ertragen musste, was da alles Schlimmes passiert ist. Da mir diese Menschen gestorben. Und nicht nur meinetwegen, sondern auch dieses Schicksal, ist. Ich musste ein Jahr später noch mal hin und noch mal irgendwie Trauer bekunden, das verarbeiten zu können, was da nicht passiert ist. Aber ich sag dir ganz ehrlich, da reden wir auch oft, wenn man solche Fälle hat, da habt ihr ja noch mal Glück gehabt. Da würde ja Zufriedenheit und so überhaupt nicht mit reingehen. Also da würde man ja diesen Maßstab ... Und da wird man Man vergleicht sich ja ... Also nur damit, dass man Du hättest ja auch sterben können. So. Aber dass ich überhaupt so in der Nähe hab, da sieht man mal, dass dieses Glück immer so bewertet wird anhand dessen, was am schlimmsten und was am besten hätte passieren können. Also im Sinne von, ich sitze hier nicht mehr, dann wäre ich ... Okay, Pech gehabt. Oder wäre es überhaupt Pech? Aber ... Wir bewerten immer ganz gerne darüber, was dann glücklich in der Position und diese Skala der Bewertung, die ziehen wir immer so wie eine Montharmonika auf und runter, wie wir sie gerade brauchen. Das heißt, sagen wir jetzt, ich habe eine Operation und da fehlt mir jetzt ein Arm. Also, wir haben überlegt, Glück gehabt. So, das ist, also das ist so diese, diese Geschichte überhaupt zu überleben, würde man dann wieder als Glück bezeichnen, weil man noch immer den Worst Case dagegen rechnet. Und da ist man ganz anders wieder mit dem Begriff. Da würde man eigentlich ja nicht ... Man meint ja nicht dasselbe wie. Jetzt hast du aber Glück gehabt, weil du so viele Möglichkeiten dir erzwungen hast. Das hat ja gar nichts mit zu tun. Wir benutzen das sehr inflationär und sehr unterschiedlich. Und das ist mir damals extrem aufgefallen, dass das nie mein Glücksbegriff war. Henners: Ja, und es ist eine subjektive Wahrnehmung. Was für den einen als Glück empfunden wird, muss es für den anderen noch gar nicht sein. Wenn jemand anders die Situation, wie dem Fall von dir, bewertet und sagt, hast du Glück gehabt, das kannst du ja auch total anders empfinden. sagen, ich hätte da gar nicht sein wollen. Andreas Wiener: Ja, also auch nicht müssen, weil es ist ja relativ unwahrscheinlich, als Hamburger in Berlin zu sein. Ist jetzt wieder nicht so unwahrscheinlich, als wäre ich jetzt morgen in Rio. Aber es ist halt genau das. Und es ist ja eigentlich eine Bauernwahlzeit, dass wir wissen, ja, die Leute bewerten Glück subjektiv. Ich glaube, viel spannender ist, dass wir Glück auch bei anderen Menschen und bei uns selber unterschiedlich oft bewerten. Also, dass wir das Glück des anderen eher schmälern, indem wir sagen, das ist bestimmt Glück und wenig können, während wir bei uns selber oft sagen, ja, ich hab aber auch so viel dafür getan, da war jetzt nicht mehr viel Glück dabei. So. Und ich glaube, da ist gerade in dieser Bewertung des Glücks unheimliche Probleme, die du hast als Mensch, wenn du dich selber halt unglücklich machen willst. dann bist du auch schon dabei, dir wiederum zu viel Glück zuzuschreiben, dann kannst du dich auch super unglücklich machen. Das das Motto, ich hab das ja alles nicht verdient. Also, ich bin es nicht, ich kann das gar nicht, und ich hab ja nur Glück gehabt. Das kann dir auch passieren. heißt, Glück ist immer ein zweischneidiges Schwert. Und dieses Ziel, ich versuche jetzt unbedingt glücklich zu sein, ist als solches eigentlich gar kein Ziel, wenn man ehrlich ist. Also ich schütte mir fünf Bier rein, bin ich wahrscheinlich einigermaßen glücklich. Dass das aber nicht Glück auf Dauer oder Zufriedenheit bringt, weiß wahrscheinlich jeder. Henners: geht's wieder die Vogelperspektive. Das war die schöne Abgrenzung von Anfang zwischen Glück und Zufriedenheit. glaub, wenn du zufrieden bist, das, was du ertreben kannst. Ich glaub, im Englischen gibt auch noch mal die Wörter, für Glück und Glücklichsein gibt, noch mal viel mehr als es jetzt Beispiel im Deutschen der Fall ist. Also heißt, die Differenzierung ist noch mal viel klarer. Deswegen tun wir uns auch so schwer in der Abgrenzung, weil Glück haben, glücklich sein sind ja schon mal zwei komplett unterschiedliche Dinge. Und das ist natürlich sehr eng bei Sammeln liegen. Aber in der Gesamtbewertung geht's mich immer darum, zufrieden zu sein und nie auf diese Momente hinzuarbeiten. Die sind superschön, aber ich will ja jetzt nicht ... Jeder Moment muss ja jetzt nicht maximal ... Glücksgefühle ausschütten. Das ist auch total unrealistisch. Ich glaub, am Ende geht's die Gesamtbewertung, die Zufriedenheit. Und das ist sehr stark an Erwartung und Wahrnehmung geknüpft. Andreas Wiener: Leute, die anfangen, Marathon zu laufen, reden immer davon… Ich kenne sehr viele Leute aus dem Freundeskreis, die haben dann irgendwann mal angefangen, Marathon zu laufen. Für mich völlig unverstellbar. Aber die reden nach jeder Trainingseinheit und reden darüber, ich bin glücklicher. Auch wenn sie zum Beispiel dann die ersten zehn Kilometer geschafft haben, dann ist so ein stolzes Glücksgefühl. Aber auch die schaffen beim nächsten Mal nur acht. sind sie trotzdem glücklich, weil der Körper das ausstößt und sagt, gut, dass du dich überhaupt bewegt hast. Damit aber nicht verglichen zu den Zehen, sondern ich mach es ja jeden Tag, oder ich mach's alle zwei Tage, drei Tage, aber ich hab einen Rhythmus und ich bin glücklich, weil ich mich als Marathonläufer identifiziere. Und da ist mein Ziel langfristig, ich möchte die, was ist das, 42,1453 Kilometer oder so, die ja von Marathon nach Athen da irgendwie gelaufen worden sind. Da muss man natürlich ganz ehrlicherweise sagen, dass Kontinuität ein völlig unterschätzter Glücksfaktor ist. wenn ich etwas kontinuierlich mache, kriege ich seltenst, also zum Beispiel hier der Podcast oder die Podcast, die wir sonst gemacht haben, bei anderen Sachen, da muss man sagen, dass über die Kontinuität schafft das Glück. Es kann mal sein, es ist eine Folge, die besonders gut gelingt, Glück schafft, aber es ist meistens die Kontinuität. Deswegen glaube ich dieses, man kann glücklich werden, wenn man sehr lange auf etwas hinarbeitet. Und dann diese Phrase, der Weg ist das Ziel, und das macht einen glücklich. Deswegen sprechen ja ganz viele Leute davon, wenn sie Ziele erreicht haben, dass sie super unglücklich werden, weil sie dann keins mehr haben. Auch wieder schlechte Einstellungen, aber Glück ist echt gefährlich. Henners: Ja, und so ist es auch der Weg ist. Ziel ist einfach total passend. Weil dieses Hinarbeiten auf etwas, das ist ja immer dieses Ziel, was man sich setzt, was ja auch total menschlich ist, was man auch braucht, diesen Antrieb zu haben, diese Motivation zu haben, die Disziplin auch mitzubringen, diese Dinge immer wieder zu tun, für den Marathon zu trainieren. Aber dieses Loch, in das man fällt, wenn man das Ziel dann erreicht hat, zeigt einem ja auch eigentlich, dass das Ergebnis eigentlich nur ein Mittel zum Zweck war. Und die reine Ergebnisbewertung und Ergebnissen hinterher zu jagen. ist es am Ende nicht. Das macht einen nicht dauerhaft zufrieden, nicht dauerhaft glücklich. Du hast diesen Glücksmoment, als du über die Ziellinie läufst, bei so einem Marathon, unfassbar groß, und der nächste Tag ein Riesenloch. Also, das gibt's ja im Sportbereich auch ganz oft. Boris Becker als das erste Mal Wimbledon gewonnen hat, Michael Schumacher als er seinen ersten Formel-1-Titel gewonnen hat. Die Ärzte haben auch erzählt am nächsten Tag, sie waren so leer, innerlich so leer ... Weil so, was sind eigentlich jetzt so die nächsten Ziele? Okay, jetzt bin ich die Nummer eins der Welt, was hab ich denn jetzt noch als Ziel? Also, ist ja genau diese Sinnhaftigkeit, die man durch dieses Ziel bekommen hat, ist extrem wichtig, auch glücklich zu sein. Andreas Wiener: Ja, das ist, ich, diese Bemessungsgrenzen sind die Falle für alles. Ich habe neulich mit jemanden zusammengesessen, der verdient 80.000 Euro im Jahr. So. Und der machte, wir saßen da sehr langer Abend zusammen, und der machte einen sehr unglücklichen Eindruck und hat das an dieser Zahl, dass wenn er Karriere macht und dann über die 100.000 Euro im Jahr ist, Brutto, dass er dann glücklich wäre. Das heißt Der ist schon auf dem Weg dahin nicht glücklich. Das bedeutet, dass dann tut er also etwas, wo er das dann in eine Zahl misst, wo er denkt, dann müsste ich ja persönlich glücklich sein. Das war kein Beratungsgespräch, sondern man saß da abends zusammen, hat gegessen und so weiter. Aber der machte das so auf. Jetzt konnte ich natürlich da gegenüber sitzen und bin ja bisschen älter und sag, also, das merkst du nicht, ob du 80, 100 oder noch was, 1.000 Euro verdienst. Du merkst es, wenn du Geldsorgen hast. dann merkst du sehr stark, dass du, wenn du erst mal was verdienst, dass dir das natürlich hilft und dass wir in so einer kapitalistischen Gesellschaft, dass es leider so ist, wie es ist, das ist, da musst du durch. Aber wenn es dann gewissen Grad hat, man sagt, da gibt es auch so ominöse Studien, da halte ich immer nichts von, aber aus der eigenen Erfahrung muss ich immer sagen, boah, na, also mit 60.000 oder jetzt dann mit 150.000 oder mit 200.000. Da musst du eher noch auf dein Glück aufpassen, dass du es nicht an materialistischen Dingen irgendwie festmachst. Weil die bringen auch wieder mehr Verantwortung. Du musst immer so weiter performen, musst immer so weiter machen, damit du das wieder haben kannst. Also, sehr viele Leute mit viel Geld sind halt auch sehr unglücklich, weil sie dieser Erwartungshaltung immer wieder gerecht werden. Ich rede jetzt nicht von Multimillionären, ich rede aber von Leuten, die so zu einem Prozent der Gesellschaft ... und die dann so in der Lage sind, zwischen 100, 200, 250.000 Euro im Jahr zu verdienen. Und die dann aber auch merken, ich kann morgen meine Arbeit nicht einstellen. Oder ich muss mich jeden Tag in dieses große Büro reinsetzen und mit Leuten reden. mag das gar nicht. Das heißt, selbst eine Zahl, an der du was gemessen hast, das Ziel, der Weg auch dahin, kann dich auch schon unglücklich machen. Und das ist oft in Korrelation mit Geld. Wenn aber Geld deine finanziellen Probleme erst mal löst und du wieder ruhig schlafen kannst. und du den Fokus darauf hattest. Sagen wir wieder bei 60.000, glaub ich, kannst du in Deutschland noch einigermaßen gut leben. So. Und kannst auch glücklich sein und so weiter. Oder halt auch mit 40, 50. Also je nachdem, wie so deine Anforderungen sind, Familie, Kinder und so weiter. Aber du weißt, was ich meine. Und das, glaub ich, ich will keinen Mitleid mit Leuten, die viel verdienen. ist nur, du hast dann eine falsche Priorität gesetzt, wenn du unglücklich bist, obwohl du schon 80.000 Euro im Jahr verdienst. dann ist das anderes faul, das Geld. Das Geld wird nicht dann die Lösung sein. Henners: Geld kann nie glücklich machen. Geld ist immer nur ein Hebel, potenziell neue Erfahrungen zu machen, Erlebnisse zu schaffen. Dafür ist Geld gut. Du brauchst ein gewisses Mindestmaß. Da brauchen wir uns auch nicht drüber unterhalten. Aber Geld macht nicht glücklich. Aber Geldprobleme im Umkehrschluss machen schon ziemlich unglücklich. das ist schon sehr einschränkend. Ich glaube, so kann man's machen. Du hast aber zwei wichtige Dinge noch gesagt, und zwar zwei Begriffe. Dieses Wenn, dann. Also wenn irgendwas passiert, dann bin ich glücklich. wenn du die Formulierung wählst, dann würde ich schon alle Alarmsignale anmachen, die es so gibt. das führt wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich zu nichts Guten, außer du hast vielleicht irgendwie ... Der Zufall hilft auf dem Weg, das Richtige zu finden. Also dieses Wenn, ganz gefährlich und auch dieses Ich mach das nur ... Ich bearbeit jetzt nur hier, damit ich dann später mal das tun kann. Vergiss es, es funktioniert auch nicht. Also das sind die beiden Dinge, die gehen gar nicht. Also wenn du die im Sprachgebrauch hast, dann solltest du dir auch mal Gedanken machen, bin ich gerade eigentlich richtig unterwegs? Ist es gerade das, ich wirklich tun will? Weil das sind schon die Dinge, die meistens dann eher eine Kaskade sind. Andreas Wiener: Ja, also es gibt noch, wenn man sich mit Glück beschäftigt, es immer dieses Gutes Glück, Schlechtes Glück. geht auf so eine asiatische Parabel, wird das immer oft veranschaulicht. Da gibt es, Henners: Hm. Andreas Wiener: da ist ein Bauer mit seinem Sohn und sein Sohn sagt immer, hey, wir haben jetzt gerade Pech oder wir haben jetzt gerade Glück. Und daraufhin läuft das Pferd weg und dann sagen sie, Gott, was sollen wir machen vor unserem einzigen Zugpferd? Und sagt er, gutes Glück, schlechtes Glück, wir wissen es nicht. Dann kommt das Pferd mit fünf Pferden wieder. Dann sagt der Sohn, wir sind gepriesen, wir haben das jetzt wieder fünf. Dann ist Reiter, auf dem Pferd fällt runter, bricht sich den Arm. Dann heißt es, jetzt kann ich der Landschaftsverzieher helfen. Militär kommt, zieht die Leute ein wie bei Mulan quasi im Don Disney Klassiker und sagt, komm mit. Und er hat den gebrochenen Arm, kann seinem Vater wenigstens mit einem Arm helfen. Plötzlich ist wieder Glück. So, und das fest ist eigentlich immer ganz gut zusammen. Jemand, der bisschen älter ist, der bisschen weiser ist, priorisiert Glück als solches auch nicht mehr so hart. Und bewertet es nicht mehr so hart. Das bedeutet, wir sind ganz oft so am absolutistischen Denken und sagen, wenn ich das jetzt nicht mehr mache, wenn ich das jetzt sein lasse, wo ich mal mit erfolgreich war und mal Glück verdient habe und ... Verdient habe ist schön. Glück verdient habe, das kann ich nicht mehr aufgeben, weil ... Dann, wenn ich das nicht loslasse, dann werde ich nie wieder dieses Glücksgefühl haben. Und die Leute unterschätzen massiv, dass auch Glücksgefühle bei anderen Dingen in irgendeiner Form wieder aufgehen, wenn ich etwas anderes lasse. Das heißt, ich kann sehr gut auch Glück einfach tauschen in der Betrachtung, weil der Mensch ist viel wandelbarer und viel mehr facettenreicher, als wir gemeinhin immer so sagen, dass wir meinen, nee, ich bin ja so. So. Nee, bist du nicht. Du bist halt auch sehr, sehr wandelbar. Und das Erste ist, was ich jetzt aus der Folge mitnehme, bevor du das vielleicht noch mal machst, ist für mich definitiv, die Bewertung des Glücks ist eindeutig. Die Begriffe sind im Deutschen und auch in anderen Sprachen, vielleicht zwar in anderen Sprachen besser, aber da ist auch so happy, lucky und so, ist halt auch alles bisschen schwierig. Glück ist sehr schwammig. Glück ist unheimlich individuell, ne? Also, es gibt auch einen Filmklassiker, das Leben ist schön. der schlimmsten Situation noch das Schöne zu sehen und noch irgendwelche Glücksmomente zu generieren. Auch sehr empfehlenswert, wenn man sich selber so fragt, bin ich glücklich oder nicht. Was nichts bringt, umkehrschluss, auch wieder, Gott, ja, aber immerhin bin ich jetzt nicht zutiefst behindert und sitze im Rollstuhl oder ich bin nicht tot, sagen wir's mal ganz extrem. Diese Vergleiche, macht dein Gehirn auch nicht. Du kannst dich also nicht immer ... Mütter immer gerne früher gemacht in 80er Jahren. Sei froh, dass ihr was zu essen habt. Dass ich das Essen aber Henners: Ist ja auch ein Vergleich. Andreas Wiener: trotzdem nicht verstragen habe, weil es meinem Bauch nicht gut getan hat und ich es trotzdem essen musste. Das hat man sich damals noch nicht so nachgedacht. das sind immer die Vergleiche, die man da reinstellt. Sei doch glücklich. halt auch die Sache, zu mir wurde immer gesagt, du hast doch viel Geld, jetzt sei doch glücklich. Als Kind war das immer sehr krass, wurde das immer krass zu mir gesagt. Natürlich ist es Form des Lücks gewesen. Aber ich war ja immer ein sehr unglückliches Kind. Ich fühl mich auch eine unglückliche Kindheit. Das heißt, Faktor, heute haben wir bisschen auf Geld abgehoben, weil die meisten das mit Glück heutzutage verbinden. Und nicht alle Leute, die Geld haben, sind unglücklich. Und nicht alle Leute, die kein Geld haben, sind unglücklich. Es ist völlig egal, was ihr habt, wie ihr es habt. Es wird nie die Bemessungsgrenze sein. Das ist das, was ich noch mal mitgenommen. habe und denk noch mal nach, Zufriedenheit kann man, wie der Patrick es hier auch aufgemacht hat, ja schon sehr oft als Glück als solches bezeichnen. Und man muss da gar nicht immer so nach dem nächsten Endorphinschub machen. Man kann überlegen, wie ehrgeizig man selber ist, aber das können wir ja mal in einer Ehrgeiz gelöst Folge zum Beispiel mal machen. Gut, aber jetzt deine letzten Worte. Was hast du mitgenommen? Was hast du gelernt? Henners: denke, diese Glücksmomente kannst du auch immer nur dann haben, wenn du dich selber mal aus der eigenen Komfortzone bewegst. Auch da geht's wieder drum. haben vorhin über den Marathon gesprochen, ist ja nichts Alltägliches, mal Marathon zu laufen. Also genau diese bewusste Überforderung oder auch diese Momente, wir die letzten Folgen auch viel über Angst gesprochen, da mal reinzugehen. Eine Überwindung der Angst ist zum Beispiel ein enormes Glücksgefühl. Weil du da extremen Stolz verspürst, du sagst, du hast die Situation gemeistert. Und ich glaub, diese Momente sich bewusst auch immer wieder zu suchen, wenn man so praktische Tipps noch mitgeben wollen, wirklich mal wieder einen Moment zu suchen, wo du genau hier raus aus der Komfortzone gehst, dieses Glück zu spüren. Und, das ist das Wichtige, sich dann auch bewusst zu sein, dass man in dem Moment glücklich ist. Weil die meisten Menschen können ja gleich, wegschieben, kommt gleich wieder das nächste und weiter und weiter und weiter. Ähm, nee, auch mal auf Pause drücken, auch mal diesen Glücksmoment bewusst wahrnehmen. Und insgesamt geht's nicht, das hab ich heute auch wieder mitgenommen, geht nicht darum, jeden Tag glücklich zu sein, aber du sollst prinzipiell ein Leben führen, zu dem du ganz stolz Ja sagen kannst, wo du zufrieden bist. Das ist das höhere Ziel, was man erreichen sollte. Und dabei kommen diese Glücksmomente ganz automatisch. Andreas Wiener: Ciao! Henners: Tschüss.