Andreas Wiener: Vor ungefähr zehn bis 15 Jahren gab es eine Werbung mit Memetrol. Und da hieß es, das ist hier das Auto, das ist das Statussymbol für alle, kein Statussymbol brauchen. Und dafür wurde geworben. In diesem Paradox befinden wir uns da nämlich, dass man etwas zum Statussymbol macht, was eigentlich kein Statussymbol ist, und dann doch wieder ein Statussymbol. Hört sich kompliziert an, kommen wir aber heute hinter. Denn wir reden heute über ... Status der Patrick und ich. Und ich möchte dich mal fragen, wo leitest du denn in deinem Leben persönlich für dich Status ab? Wo hast du denn irgendwo Status? Henners: Ja, moin erst mal. Mein lieber Scholli, würd ich sagen, zum Einstieg, natürlich ... Die Autowerbung haben wir alle noch im Kopf. Status ist ja eigentlich überall da, wo du dich so ein Stück weit vergleichst. Du beschreibst ja immer so diesen sozialen Rang, man hat. Es geht Anerkennung, es geht Ansehen. Deswegen, ich versuch gar nicht, so viel Status aufzubauen, aber da kommst du ja nicht drum rum. Das fängt ja schon beim Jobtitel an. Das ist ja so, was es bei mir natürlich auch ist. Ich habe als Softwareentwickler angefangen und bin dann natürlich auch zur Führungskraft. Damit ist auch immer ein gewisser Status, gewisse Verantwortungsebene ja auch verknüpft. Ich würde sagen, das ist schon noch was, was man gerade in so einem eher hierarchisch geprägten Konzern auch noch sehr, sehr stark merkt. Und das ist, glaube ich, wo Status für mich noch am deutlichsten spürbar ist. Aber ja auch in unserem anderen Podcast, im Pokémon Podcast, ist natürlich Status und Kartenwerte. Und was sammelst du hat natürlich alles zu so einem gewissen Status Bezug. Deswegen glaube ich, das Thema ist eigentlich überall zu finden, gerade da, wo wir in Social Media unterwegs sind und uns immer wieder vergleichen. Andreas Wiener: Ich finde, das ist gar nicht unbedingt der Vergleich im Status, weil ich gebe dir gerne folgendes Beispiel. Ich war ja in einer sehr akademischen Welt zu Hause und habe mich ja jahrelang in den Geisteswissenschaften getummelt. Und dann haben die Leute, die mit mir zusammen angefangen haben, die Dessertation zu schreiben, die hätten dir zum Beispiel den Status, was du gerade erzählt hast, Softwareentwicklung und Führungskraft werden, komplett abgesprochen. Also für die hättest du in deren Welt ja gar keinen Status gehabt. Nach dem Motto, das ist ja jemand, der im Konzern ein Rädchen ist, der sich ja nicht mit den schönen Henners: Mhm. Andreas Wiener: Dingen des Lebens. Das heißt, ich glaube, es ist nicht unbedingt der Vergleich. Es ist auch gleichzeitig die Ablehnung. Und wir sind so bisschen in dem, wie es auch in Kommunikation ist, du kannst nicht nicht kommunizieren. Das heißt, selbst wenn du gesagt hast, ich leg nicht so viel Wert auf Status, hast du ja selber deinen Status bestimmt, indem du dich quasi die gängigen Status-Sachen, wir nennen sie mal, ein Rolex, dickes Auto, das wird erst mal unter Status viele Follower, Machtpositionen im Konzern, Politik, das würde man alles als Status bezeichnen. Wobei der Status ja erst mal nur die Beschaffenheit als solches grade sagt. Man verbindet aber das damit. das heißt, indem du ja nicht drauf Wert legst, ist das ganz spannend, dieser Dualismus, den du automatisch auslöst. Damit nimmst du anderen Status weg, nämlich für alle, die kein Statussymbol brauchen. Da wolltest du ja so bisschen hin. Henners: Ja, aber auch Nicht-Status ist ja ein Status. Man kann sich ja über so Nicht-Status genau so profilieren. Es geht ja immer diesen sozialen Rang, laut Definition. Wo ordne ich mich da ein? Da ist das natürlich sehr subjektiv in der Empfindung. Was der eine als Statussymbol empfindet, ist für den anderen überhaupt nichts. Nur weil jemand Porsche fährt, beeindruckt mich das jetzt relativ wenig. Ich hab so einen alten Opel, von daher ... Es ist einfach sehr, sehr unterschiedlich. wo da Aufmerksamkeit und Status auch wirklich rein definiert wird. Andreas Wiener: Ich nicht ganz spannend, warum lehnst du den Porsche ab? Henners: Tja, ja nicht, aber ich bewert den auch nicht höher als was anderes. Naja, Auto... Andreas Wiener: Du findest die Porsche nicht besser als deinen blauen Opel? Henners: Lass meinen blauen Opel in Ruhe. Nein, was heißt besser? Natürlich ist wahrscheinlich Motorleistung und sonstiges besser. Für mich ist es aber nicht das Statussymbol, was jemand irgendwo beschreibt. Also, kannst da in den Vergleich gehen und kannst sagen, es gibt mit Sicherheit objektive Kriterien, die natürlich sagen, Porsche ist wertiger als das Auto, das ich jetzt zum Beispiel fahre. Da würde ich gar nicht dagegen ankämpfen. Für mich wäre es aber jetzt nicht wichtig und würde nicht ... Also nicht viel über mich aussagen, ob ich jetzt Opel fahre oder ob Porsche fahre. Andreas Wiener: Find ich schon. Find ich eindeutig sogar. Henners: Was denn zum Beispiel? Andreas Wiener: Zum Beispiel, dass du Wert auf das Auto legst, dass es dir wichtig ist, mit welchem Auto du die Gegend fährst. Und das ist dann schon eine Sache, wo du sagst, Luxus, und das nehme ich für mich, ich bin auch erfolgreich, dass ich mir das leisten kann und fahre damit rum und fühle mich damit gut. Ich finde immer, was du jetzt auch gerade machst, ist, du nimmst demjenigen, der den Erfolg hat, finanzieller Natur sich an den Porsche erfreut, ein Autofan ist, mit dem Satz, ich brauche das nicht, diesen Status, den er ja vielleicht woanders hat. Das heißt, ich finde, bei dieser Status-Diskussion, das hört immer mehr dir auch raus, ist so ein negatives Mitschwingen. Du sagst gerade, du vergleichst nicht. Was wir aber oft machen, ist, wir vergleichen negativ nach oben. Das heißt, das hast du gerade auch gemacht, aber ich brauch das ja nicht. Das ist so ein typischer Reflex. von Leuten, die sich dann besser fühlen in ihrem eigenen Status, wenn sie höherem Status etwas absprechen. Der Porsche-Fahrer, bleiben wir bei dem Beispiel, wird dann immer sehr korreliert, als würden irgendwelche primären Geschlechtsteile nicht so ausgeprägt sein. Weil man ja automatisch sagt, der muss ja was kompensieren. Also, man versucht den Leuten, mit Status ... Wir können's darüber unterhalten, was die Motivation ist. Fahr ich jetzt einen Porsche, bewundert zu werden? Oder fahr ich jetzt an Porsche, weil ich's mir leisten kann, weil ich das mir erarbeitet habe, weil's schon immer mein Traum war. Bleiben wir bei deiner Pokémon-Karte. Ich glaub, ich darf das outcoinen. hast Pokémon-Karte, wo nur eine einzige an die 10.000 Euro kostet. Und das ist ja auch ein Statussymbol in der Szene. Da könnte ja auch jeder, genauso wie wir jetzt argumentieren ... Also, sorry, mir reicht aber auch mal eine Ü-Ei-Figur. Da hab ich genauso Freude dran. Damit spreche ich immer dem anderen ja eine Besonderheit, eine Seltenheit, etwas geschafft ab. Ich werde heute, das hört man, glaube ich, schon raus, sehr stark die Rolle einnehmen im Sinne von, was ist positiver Status und was ist negativer Status? Und aus welchen Beweggründen man das herausmacht. Ich kann dir Beispiel mitgeben. Ich habe mir damals ein nagelneues Auto gekauft. Ein ... M3 war das damals, weil ich viel zwischen Hamburg Köln hin und her gefahren bin. Nagelneut, top ausgestattet, viel zu teuer, bar bezahlt. Status. Dieser Status war nicht ... in der, wo ich war, nämlich beim Fußball, mit den Jungs, mit denen ich da zusammen war, haben die das überhaupt nicht wahrgenommen. Das war für die, wie kann man sich ein teures Auto kaufen. So. Status ist oft von Spießern auch. Wenn du dir was Teures leistest, sind Spießer immer sehr schnell dran und sagen immer so, brauche ja alles nicht. Und da ist dann so, man nimmt den Leuten den Status, den sie sich vielleicht verdient haben, den sie nach außen zeigen und spricht denen das so ab. Und dann habe ich immer das Gefühl, alles, was nicht im Mainstream-Status ist, auch unten und nach oben, wird negativ. Der Opel ist Mainstream-Status. Da kann sich jeder drauf einigen. Henners: Ja, es ist, glaub ich, das, was du vorhin gesagt hast. Was ist dir eigentlich Motivation dahinter? Würde ich auch einen Porsche, würdest du auch einen M3 fahren, wenn's keiner mitkriegen würde? Geht's dir das Fahrerlebnis oder geht's dir darum, zeigen, ich hab auch beruflich Erfolg, und das soll man schon auch sehen? Haben wir ja ganz oft auch in Richtung Außendienstvertriebler, die natürlich dann auch sagen, ich brauch ja schon so ein gewisses Auto, dass die Leute auch sehen, ja, das ist jetzt nix. 0815-mäßiges, aber auch nichts zu Premium. Also da wird ja so ganz bewusst mit Status auch gespielt. Für mich ist immer entscheidend die Motivation dahinter. Beim Porsche ist es Fahrerlebnis, es ist zeigen, dass ich erfolgreich bin. Noch bei der Pokémon-Karte ist es wirklich meine Leidenschaft, finde ich die Karte wirklich auch schön. Würde ich sie auch sammeln, wenn ich sie keinem zeigen könnte, dann bin ich nicht in dem Status-Game mit drin, sondern dann mache ich es wirklich, weil es mir gefällt. das finde ich ... ist nochmal eine ganz wichtige Differenzierung, wenn wir über Status sprechen. Andreas Wiener: finde ich nicht. Will ich komplett dagegen gehen? Was ist das Verwerfliche, anderen Leuten zu zeigen, dass man einen gewissen Status sich erlauben kann? Ich finde es total umgekehrt von Leuten, ich will nämlich auf eine andere Lehre hinaus. Ich möchte nicht sagen, du brauchst keinen Status. Ich finde Status und Selbstoptimierung ist etwas total Spannendes. Das wäre so ähnlich wie, es ist ja schön, dass der Top-Basketballer in der NBA, ne? so dermaßen viele Körbe wirft, aber brauch ich nicht. Mir reicht das auch, wenn ich das hinten auf den Platz mache. So. Und dass der so durchtrainiert ist und dass der so hoch springen kann. Mir reicht das auch, wenn ich hier ein springen kann. Ich möchte nicht das Plädoyer dafür bringen, kauf dir etwas, was du nicht leisten kannst. Ich möchte nicht, dass du das machst aus irgendwelchen Gründen. Ich möchte nur das Plädoyer dafür bringen, neide den anderen Leuten nicht den Status. Und ich finde, das ist die Diskussion. Henners: dabei. Andreas Wiener: Ja, da bist du nicht dabei. Weil du sagst ... Nein, bist du nicht, du sagst genau das Gegenteil. Du sagst nämlich, die Leute, wenn die Motivation ist, ich möchte anderen zeigen, ich hab's geschafft, dann hast du es grade als negativ betitelt. Ich würde das als positiv betiteln und überhaupt nicht differenzieren. Weil ich mir den Porsche kaufen kann, zu zeigen, ich hab was geschafft. Ich darf es genauso mir kaufen, weil ich Autos liebe. Oder weil's meiner Frau oder meinem Mann gut gefällt. Das ist, glaub ich, nicht in der Rechtfertigung dessen von dem anderen, der mich beurteilt. Meine Theorie wäre nämlich, wenn es Status geht, eine komplett andere. Ich versuch das kurz mal zu erklären. Ich versuch kurz zu sagen, das Problem ist ja, anderen Leuten Status abzuerkennen. Es ist ja relativ banal, wenn du irgendwie Status versuchst zu machen und zu erleben, was du nicht bist. Also sprich, du hast eine Fake Rolex. So, dann ... hast du wahrscheinlich das Thema, dass du in gewissen Kreisen ... wird das sofort auffallen. Selbst wenn du eine echte hast, gehörst du wahrscheinlich gar nicht zu diesem Kreis dazu, weil du vielleicht gar kein Rolex-Träger bist. Das ist auch überhaupt nicht schlimm. Umgekehrt kannst du aber der Rolex-Träger sein und der Porsche-Fahrer und trotzdem ein völlig normales, im Einklang mit dir Leben fahren. Also fahrst du mit den Sachen und hast deine Rolex und kannst ein völlig glücklicher Mensch sein, Und da schwingt immer so bisschen das mit, ne? Wir unterstellen den Leuten, die das machen, automatisch so bisschen, will ich nicht. Wenn man selber in der Position ist und sich das selber frei aussuchen kann, dann ist es ja was anderes, wenn es in eine finanzielle Natur liegt. ich kenne Leute, die fahren Porsche, die fahren nicht Porsche, irgendjemanden zu beeindrucken. 0,0. Die haben eher solche Überlegungen. schauen dann andere Menschen auf mich herab, wenn ich Porsche fahre. Das heißt, da kommst du in ein Paradox rein. Und das passiert. Weil viele Leute sagen, jetzt komme ich wieder zum Schluss, viele Leute sagen beispielsweise, hey, du fährst ja Porsche, dann bist du ja so, wie musst du denn was beweisen? Und das hält sogar Leute davon ab, das zu tun. Das finde ich ganz spannend. Deswegen würde ich sagen, in diese Differenzierungsfalle will ich auf gar keinen Fall laufen ... Weil wir uns dann so gemein machen mit Leuten, sagen, sie lehnen von vornherein Erfolg ab. Und wir reden ja oft davon, sagen, Statussymbole könnten ja auch, wenn es dir gefällt, Spaß macht, etc., Pokémon, etc., könnte ja auch eine Motivation sein, etwas zu tun. Also, sich dann da rein zu begeben. Und deswegen würde ich dir da, glaube ich, echt widersprechen und sagen, nee ... Da muss man vorsichtig in Differenzierung sein und das ist so, man fühlt sich nur gut, indem man sagt, ich brauch das ja nicht. Henners: Ja, und glaub, vielleicht muss man's noch mal bisschen differenzieren und vielleicht noch mal von der anderen Seite aufzäunen. Es ist ja immer die Frage, was leite ich daraus ab? Weil ich hab ja auch nichts dagegen zu sehen, dass jemand erfolgreich ist. ist ja für sich erst mal nichts Schlimmes. Es sei denn, wir können ja auch noch mal eine Folge über Neid machen. Das ist natürlich auch ein sehr, sehr großes Thema. Und warum, wieso, weshalb. Ich glaub, da gibt's ja auch unzählige Gründe. Mir ist nur wichtig, noch mal zu sagen, so diesen Selbstwert, darf den halt nicht von anderen abhängig machen. Mein Leben gehört schon mir. Dann bin ich wiederum bei dir, in dem Punkt zu sagen, wenn ich was hab und ich find das toll und ich will das auch repräsentieren, dann soll das auch erlaubt sein. Ich glaub nur immer dieser Grund, darfst dich nicht abhängig davon machen, bewundert zu werden. Wir reden über Follower auf Instagram. Also diese Abhängigkeit von anderen, dieses im Externen irgendwo dieses Glück, also hört euch da auch noch mal gern die Folge über Glück an. Das ist es für mich, was ich in der Differenzierung hab. Und gar nicht so, dass man es jemanden gönnt oder abwerten. Da bin ich schon dabei, dass man sagt, Status eines anderen abzuwerten, ist auch den eigenen Status zu heben. Das ist ganz oft, was ganz oft passiert. Mir geht's nur drum, der Selbstwert sollte auch wirklich bei mir liegen und nicht bei dem, wie es jemand anders bewertet und sagt, du bist erfolgreich, du in Porsche fährst. genau. Andreas Wiener: Haben wir oft hier schon besprochen? Ich nicht so. Also glaube ich auch nicht. Wiederum, weil ich kann meinen Selbstwert ja nicht ohne Vergleich bestimmen. Wie willst du das tun? Ich muss mich ja an irgendwelchen Messgrößen außerhalb quasi definieren, wie ich sein möchte und was mein Ideal bespricht. Und nur diese Abkehr von, ich will das alles nicht, ich mache das alles nur für mich und ich gucke nur auf mich. funktioniert aus meiner Sicht nicht, das hört sich immer supergut an, ist aber in der Realität nicht machbar, weil wir ja in einer Sozialgemeinschaft untereinander leben. So, ich bring dir gerne noch ein anderes Beispiel. was zum Beispiel positiver konnetiert ist, ist ein guter Familienvater zu sein. Hat einen sehr hohen gesellschaftlichen Status als solches. Hat es aber unter Singles beispielsweise nicht. Das ist dann etwas, wo es ein, ne, so Dead-Jokes-mäßig eher negativen Status hat. Das heißt, worauf ich hinaus möchte, ist, könntest du genauso mit dem Geld sehen, na? Man könnte genauso sagen, für sich selber, ja, aber mein Single-Leben ist ja so toll, jetzt werte ich dem anderen das Familienvatersein ab. Und umgekehrt machen das Familienväter sehr gerne, dass sie Singles wiederum abwerten. Und ich glaube, bei diesem Status ist es doch grade und auch bei der Folge von Glück der Vergleich zu anderen. Nämlich ... bin ich ein guter Vater nach den Maßstäben, die ich mir selber lege. Und die müssen ja irgendwoher entstehen. Da kann ich ja nur aus Referenzwerten was nehmen. Dass ich nicht sagen soll, ich soll so werden wie der, das ist ja sowieso klar. Aber ich glaube, diese Abkehr, von dem ich gucke nur noch auf mich und bin egoistisch und egozentrisch, würde ich dringend von abraten. Ich würde immer in die Breite gehen und meine Peer-Group quasi suchen und daraus mein Status ... beziehen und was ich sagen würde, Status ist immer sehr stark von der Peer Group, in der man sich bewegt, abhängig und dass man deswegen den Ratschlag nicht geben kann, fahr nicht in Porsche, werde nicht Familienvater, sei Single, mach so, weil man das immer aus den eigenen Werteverhältnissen, wir gehen nicht in den Konzern und werde BWL Kaspar, mach das so, das ist glaube ich immer aber mit anderen Leuten abhängig. Ich glaube, du kannst das nicht für dich alleine festlegen. Henners: Ich darf meinen Selbstwert davon nicht abhängig machen. Dieses Vergleichthema haben wir auch schon bespielt in den letzten Folgen. Es geht immer die Bewertung. Davon darfst du dich nicht abhängig machen. Du sollst dich generell nicht vergleichen. Das kommt dir immer falsch rüber. Nehmen wir mal Status als Beispiel. Andreas Wiener: Deswegen sage ich das immer. Henners: Das kann ja auch motivieren. Sport ist ja immer unser Vorzeigebeispiel. Wenn du dich da auch ein Stück weit vergleichst, dann erreichst du auch einen Status. keine Ahnung, willst Erster in der Weltrangliste werden, setzt dir gerne hohe Ziele an der Stelle. Dann ist dieser Status, den du mit dieser Nummer eins erreichst, Positives, weil du sagst, das motiviert dich auch, wenn das auch intrinsisch zu deinem Selbstwert passt und zu dem, was du ja auch vorhast. Also es gibt dir auch eine gewisse Orientierung. ja, von daher ist das für mich nicht nur negativ zu bewerten. Und dieser Vergleich kann ja auch immer was Anspornendes haben. Andreas Wiener: Deswegen sage ich, der Vergleich ist wichtig. Wir kommen immer wieder auf den Punkt, dass es angeblich nicht so ist und man nur auf sich selber hören sollte. Das würde ich nicht tun. Henners: Du darfst dich halt nicht abhängig davon machen. darfst dich nicht abhängig davon machen. Das ist für mich immer das Entscheidende. Du Andreas Wiener: Was heißt das? Henners: musst immer wissen... Ja, also... Andreas Wiener: Versteh ich nicht, weil abhängig... Wie? Was heißt das denn abhängig? Henners: Naja, wenn ich abhängig bin und wirklich nur drauf warte, ist mein Leben nichts, wenn ich diesen Weltranglisten Platz 1 dann nicht erreiche? Bin ich dann nichts am Ende des Tages, wenn das doch das war, Status, ich erreichen wollte? Andreas Wiener: wäre nicht abhängig davon. Das wäre ja aber… das heißt, ich kann Vergleiche nicht aushalten. Das wäre das, oder? Also ich würde… ich schaffe es nicht, einen Vergleich auszuhalten. Henners: Ja? Du kannst das auch formulieren. Andreas Wiener: Genau, ja, aber das wichtig. Das wäre ja nicht, vergleich dich nicht, sondern halte den Vergleich aus. So würde ich es nämlich formulieren. Ich würde nämlich sagen, du musst in der Lage sein, auch mit dir im Reinen zu sein, wenn du den Vergleich musst du aushalten. Nur zu sagen, ver- gleiche dich nicht, halte ich für völlig gefährlich und falsch. Das hat man auch in den letzten Folgen so. Ich würde immer sagen, ver- gleiche dich gerne, halte aber den Vergleich im Positiven wie im Negativen einfach für dich aus. Weil sonst ist es zu groß gegriffen. wenn ich sage, intrinsisch motiviert und ich höre nur auf mich, an was messe ich denn dann, wie ich gerne sinnvoll oder wie ich gerne mit Sachen, die ich erreichen möchte, Leben umgehe. wenn ich keine Parameter habe, an denen ich mich irgendwie orientieren kann. Das heißt, das Wichtige wäre doch, man verliert das Finalspiel beim Tennis jetzt und steht wieder auf und geht wieder auf den Platz. deswegen Henners: Beispiel. Andreas Wiener: ist dieser Vergleich ja so wichtig. Und deswegen ist die, glaube ich, gibt es auch keine Abhängigkeit davon als solches, sondern es ist einfach nur mit der Niederlage umgehen zu können. Und deswegen würde ich nicht immer diese Vermeidungstaktik und des Vergleichs, ich würde diesen Vergleich nicht scheuen. Ich würde immer sagen, ich gehe den Vergleich ständig. glaube, unser Gehirn macht es auch ständig. Ich würde mir gar nicht ausreden lassen von irgendjemandem, vergleich dich nicht. Weil erstens, es stimmt ja nicht. Also, niemand schafft es, sich nicht zu vergleichen ständig. Unser Gehirn macht immer andauernd irgendwelche Vergleiche. Damit wir auch bessere und schlechte Entscheidungen treffen können. Deswegen bin ich so ein starker Verteidiger davon, zu sagen, halte den Vergleich aus, und das halt auch bei Status. Das kannst du daraus ableiten, dass Status immer in einer Gruppe anders gewertet wird als solches. Zum Beispiel, wenn du der links alternativen Szene rumläufst, wirst du keine Rolex tragen. Wenn du es tust, wird das zu einer Diskrepanz führen. In irgendeiner Form. Du wirst da nicht besonders Status mit erreichen. Deswegen, glaube ich, ist es schon relativ wichtig, diesem Statusthema das positiv zu frameen. Und eben von diesen Statussymbolen, die wir so klassisch haben, einfach wegzukommen, weil man nicht negativ drauf schauen muss und nicht positiv. Wenn ich ein schwäbischer Sparfuchs bin, hab ich schon immer auf die Rolex negativ geguckt und habe meinen Status über das Sparfuchssein gemacht. Dass das vielen Spießern jetzt, sag ich mal, näher liegt, als viel Geld für Mode auszugeben, beispielsweise daran Spaß zu haben, sich zu erfreuen und so weiter. Da würde ich immer aufpassen, nicht dieses Feld in irgendeiner Form aufzumachen, bei mir selber im Kopf, weil dann führt das dazu, dass ich eigentlich wie eine gewisse Gruppe sein will, die wir hier in Deutschland sehr viel haben, die mit Status nicht umgehen kann. Henners: mit Shadows nicht umgehen kann im Sinne von Neid? Sind wir dann wieder bei dem Neid-Thema oder siehst du dann noch eine anderes? Andreas Wiener: Es muss ja nicht Neid sein, einfach anderen Leuten Status abzusprechen. Was wir am Anfang hatten mit dem Porsche. Henners: Auch das hat ja mal einen Grund. Genau. Andreas Wiener: Genau, aber es muss ja nicht immer Neid sein. Das kann ja zum Beispiel gesellschaftlich antrainiert sein oder aus welchem Hause ich komme. Das heißt, wie ich sozialisiert bin, dass wenn meine Eltern mir das schon so vorgelebt haben, wenn mein Freundeskreis mir das so vorgelebt hat, ist es unheimlich schwer. Also ich möchte das Beispiel bringen. Beruflich erfolgreich war ich mal eine Zeit lang. Und da hab ich einen Freundeskreis gehabt, der hat immer argumentiert, strebe nicht nach oben. Gib dir nicht mehr Mühe. Du willst doch nicht zu denen gehören. Du willst doch nicht viel Geld haben. Du willst doch keine Statussymbole. Für was brauchst du die denn? Die haben mich aber ja in meiner Selbstverwirklichung und dass ich einen gewissen Status erreiche, gehemmt. Wir können noch mal darüber reden, ob dieser Status wodurch dir getrieben war. Aber es war etwas zu einem Zeitpunkt, was ich wollte, wo ich dann so, sag ich mal, 80 Stunden in der Woche drauf geopfert habe, diesen zu erreichen. Und ich hatte ganz viele Leute mich rum, die mir diesen Status versucht haben, ihren eigenen Status zu retten, mich runterzuziehen, auf diese ... Runter ist falsch. einfach nur, weil sie nicht selber bewusst waren, so viel zu leisten, ich hab denen keinen Vorruf gemacht. Es war ja nicht so Du musst das auch erreichen, mit mir herumzuhängen. Aber man wurde quasi dran gehindert. Und deswegen hab ich immer dieses, wenn Leute erfolgreich werden wollen, selbst unternehmen, das geht vor allen Dingen Selbstständigen so, dann hörst du den ganzen Tag, den ganzen Tag wird dir dieser Status abgesprochen. Und am schlimmsten wird, wenn du erfolgreich wirst. Solange du es nicht hast, fühlen sich Angestellte oft, gucken runter auf Selbstständige. Im Sinne von, du musst zu viel arbeiten, du verdienst weniger Geld als ich, etc. Wenn das dann kippt und der Status plötzlich ist, der ist ja so ein bisschen Unternehmer oder der denkt ganz anders und hat ganz andere Freizeiten und der kann sich ganz anders unternehmen und der macht ganz andere Sachen, dann kippt es in dieses Negative hinein. Das muss aber nichts mit Neid zu tun haben, weil vorher hatte man kein Neid. Es passt nur nicht in den Status, den man sich selber wünscht. So würde ich das ausdrücken. Und das ist in Beziehungen, Freundeskreisen und so weiter. Das kannst du auch im Kleinhaben. Du bist jetzt zum Beispiel auch Podcast-Pokémon geworden. Status erlangen wir gerade damit, dass es eine finanzielle gute Entscheidung war. So. In einer breiteren Masse. Man verliert aber in der Pokémon-Szene auch ganz viel Status, weil man hier nur wegen des Geldes drin ist. Das heißt, je nachdem möchte man jetzt als echter Sammler oder als echter Investor gesehen werden, was gerade mein persönliches Ziel ist. Und da wäre immer meine Sache, nicht diese Geschichte, wenn du dich für eine der Sachen entscheidest, egal was im Leben, dann lerne lieber mit der Niederlage oder dass andere besser sind als du oder einen höheren Status, ein höheres Ziel, damit zu leben. Aber mach nicht die Scheutklappen zu und sag, ich möchte mich nicht vergleichen, das würde ich nie tun. Und nach dem Motto, unterstell anderen Leuten, dass sie neidisch auf sich sind, das sind sie nicht. Also Mit meinem komischen M3 damals, wie gesagt, konnte ich niemanden vom Ofen vorlocken. War auch gar nicht meine Intention als solches. Und da merkst du halt, glaube ich, ganz krass in diesem Status, Game, dass wir es immer verwechseln mit Geld. Das ist, ich, das. Oder Luxusprodukten. Und dann ist es immer so gerne, so einen Spießerstatus zu sagen, ich brauch ja keine Rolex. Henners: Ja, und Status ist ja auch immer so ein gewisser Erfolgsfaktor, wo du Erfolg ja auch bisschen greifbarer machen kannst, wo du es messen kannst. Ich nimm zum Beispiel mal den Pokémon-Podcast als Vergleich. Da bin ich ja eigentlich als Solo-YouTuber gestartet. Und das war schon so mein Ziel, ich hab schon auch geguckt, wie viele Follower kriegst du dann auch so mit dazu? Wann wirst du vielleicht auch Partner, wann wirst du monetarisiert? Und das war ja schon ein gewisser Status, den ich da auch erreichen wollte. Es hat mich aber auch angespornt, voranzukommen. So, jetzt heute sind wir in der Situation, dass wir eher in der School-Community unterwegs sind, also nochmal in der geschützteren Plattform. So, und jetzt hat sich mein Status verändert. Jetzt mache ich es nicht mehr, wie viele Leute sind da tatsächlich drin oder so, sondern welche Community haben wir, wie sind Events, die wir zusammen organisieren. Also da sieht man auch mal, sich Status, einerseits Motivation sein kann, aber mit der Zeit auch ganz, ganz stark verändert, weil es eben dann auch die eigenen Werte viel, viel stärker repräsentiert. Deswegen sehe ich es auch nicht nur negativ. sage nur immer, es muss auch zu einem selber passen. Und es hilft dir auch, Erfahrungen zu sammeln. Das ist vielleicht noch mal ganz, ganz wichtig, den eigenen Weg wirklich bewusster zu finden. Und so war es bei dir ja auch mit der Entscheidung Richtung Selbstständigkeit. Viele Leute, wenn du aus dem Angestelltenverhältnis rausgehst, sagen erst mal, den Status willst du verlieren. Also nicht so wortwörtlich, aber das ist natürlich das, was dahintersteckt. Weil Sicherheit ein Thema ist, weil natürlich auch das Thema Sinnhaftigkeit im eigenen Tun ein Thema ist. Also es ist ganz, ganz vielschichtig, aber kann eben auch sehr motivierend und sehr anspannend wirken. Andreas Wiener: Genau, deswegen glaube ich, was mir wichtig war herauszustellen, ich könnte die Abhängigkeit, die du genannt hast, zu Luxusgütern haben, die ich mir nicht leisten kann, wo ich nicht haben möchte, wo ich denke, ich fühle mich besser, Leute Henners: Hm. Andreas Wiener: zu beeindrucken, die ich nicht mag. Das ist falsch. Das, glaube ich, darf man nur nicht verwechseln mit Status. Also man darf ... Das Wort Status-Symbol schlägt, glaube ich, komplett fehl. Das heißt ... darauf wollte ich hinaus, dass du das nicht immer mit Geld, Reichtum, Porsche oder so, was wir gerne im Sprachgebrauch machen. Ich glaube, zum Beispiel ein Statussymbol ein sehr gutes ist, wenn du damals als ITler plötzlich in kurzer Hose und T-Shirt in die Firma gehen konntest. Das war für viele Leute ein Statussymbol. Nämlich, ich habe einen Job, wo ich nicht Anzug und Krawatte tragen musste. Da ist also der Statussymbol Anzug und Krawatte aus einer Welt, wo ich kam als Management Consultant, CEO von Bertelsmann beraten. Da hieß es, du nimmst 2000 Euro plus Tagessatz, dann musst du auch aussehen wie 2000 Euro plus Tagessatz. Was dazu geführt hat, dass ich teure Uhren hatte, Maßanzüge etc. Aber die Freiheit des Status der Attila, mit der ich zusammengearbeitet hab, war, kann ich in kurze Hose kommen, sonst machen die mich gündigen. Das war eine Form des Status. wo natürlich dann Welten aufeinandergeprallt sind. wo ich dann selber auch für mich gemerkt habe, ey, wenn ich heute irgendwo eingeladen bin, gutes Beispiel, und ich mache ab und zu noch mal so paar Talks und Sachen, es ist jetzt kein Status mehr, keine Krawatte zu tragen. Deswegen mach ich jetzt Folgendes, ich trag wieder Krawatte. Ich bin ordentlich angezogen, wenn ich zu so einem Panel gehe. Ich gebe dem eine gewisse Wertigkeit, den anderen mich herum zu zeigen, Mein Status, sollt ihr mich schon so wahrnehmen, dass ich das hier ernst nehme. Und wenn mittlerweile jeder ... Da rede ich wieder von dieser Spießigkeit. Dann kann man immer schön damit spielen. Früher war es cool, keine Krawatte zu tragen. Jetzt müsste man sich überlegen, warum lege ich die kategorisch ab? Das Hemd ist geschlossen, ich seh vernünftig aus, ich wirk vielleicht ein bisschen schlanker. Warum diese Kategorie im Kopf zu haben? Ich bin ja kein Krawattenträger. Das war so ein bisschen mein Plädoyer heute. den Status nicht daran zu messen, was angeblich irgendwie so ist, sondern den Status daran zu messen, hey, sag mal, was gefällt mir? Da bin ich mit dir wieder sehr krass dabei. Aber dann vergleich dich ruhig mit anderen, die irgendwo auf der Bühne stehen, die irgendetwas machen. Weil es gibt noch gesellschaftliche Konventionen. Also, sich auf eine Bühne zu stellen und nichts zu reden zu haben, ist eine schlechte Idee, finde ich. Immer. So, und dann ist der Status Speaker etwas, auf was man hinarbeiten kann. Mit Lampenfieber. Es ist schwierig. Und so weiter. Deswegen finde ich, ist Speaker auch wieder ein Status. Dann gibt's Leute, die sitzen im Publikum, die würdigen das herab in ihrer Beurteilung und sprechen dem Speaker den Status ab. Und da sind wir, glaub ich, eher, dass ich heute, glaub ich, darauf hin möchte, versucht mal bei euch selber, das wäre jetzt mein Ratschlag, meine Quintessenz ... nichts Negatives an dem Status anderer zu finden. Also einfach es an dir vorbeilaufen zu lassen, wenn du merkst, es ist negativ. Oder du überprüfst deine eigene Spießigkeit. Im Sinne von, was gewinne ich jetzt, wenn ich dem anderen den Status irgendwie abspreche? Oder irgendwas reininterpretiere, mich selber besser zu fühlen? Das ist bisschen Trash-TV nach oben oder nach unten. Das machen Menschen sehr gerne. Und wenn du natürlich so bist, dass du völlig frei davon bist, ist der Ideal zu spannend. Also, wenn du natürlich sagen kannst, ich bin sowohl nach oben und nach unten frei, dann geht es dir, glaube ich, sehr, sehr, sehr gut in diesem ganzen Status-Game. Dann musst du aber fragen, wo ziehst du vielleicht auch teilweise die Motivation her? Weil mit einem Buch Kunsthistorie zu lesen, gibt mir auch einen gewissen Status. Hat aber nichts mit Geld zu tun, kostet 20 Euro das Buch. Henners: Ja, ist ein schöner Vergleich. Also ich glaube, wir haben heute beide Seiten von Status so ein bisschen beleuchtet, sowohl die negative. Man tut es wahrscheinlich für jemand anderes. Davon würde ich immer ganz stark abraten, sondern eher Status als diesen Vergleich, diesen positiven Vergleich, den du auch beschrieben hast, der motivierend ist, der Orientierung gibt, der einem ermöglicht, neue Erfahrungen zu machen. So würde ich es immer sehen. Weil Status das Status willen ist aus meiner Sicht immer das falsche Ziel, aber Status wiederum was anderes zu bewirken, eine Veränderung herbeizuführen. also ganz oft ist ja auch das, was man als Status anerkennt, ja auch oftmals das, was man auch erreichen möchte. Also das ist ja wieder dieses Ziel, was man dann auch langfristig vor Augen hat. Und da finde ich Status sehr positiv besetzt, aber für mich ist immer wichtig, warum sehe ich das grad als Status, das bewusst zu treffen. Andreas Wiener: Ja, ... spannend finde ich in dieser Status-Situation, gerade wenn du über die Luxusgüter redest, dass du da oft so einen Wandel in irgendeiner Form siehst. Du siehst am Anfang, es können sich nur paar Reiche leisten. Dann gibt es schon wieder so Reiche, die sagen, so einen Schrott machen wir nicht. Sorry, da setzen wir auf das alte Geld, es dann ja gerne. Dann gibt es das, es wird millionenfach kopiert, jeder hat es, etc. Sowieso, es geht in die breite Masse. Und dann sind Leute wieder so reich und haben so einen hohen Status in dieser Modewelt, dass sie dann das trotzdem wieder nehmen, obwohl es in der breiten Masse ist, sagen können, ich kann das tragen, weil jeder weiß ja, wer ich bin. Das heißt, das Statussymbol, finde ich, gibt es noch ganz feine Ausliederungen innerhalb dieser Statussymbole. Da könnte man mal sagen, wir machen vielleicht mal eine Folge zu Statussymbolen, weil ich glaube, da kommen wir ganz anders raus. Also, da kommen wir ja nicht mit dem sportlichen Vergleich. Da würden wir ja sagen, was sind eigentlich Statusymbole? Und wie gesagt, ich setze mich in ein Café und lese ein Bild zur Kunsthistorie des 19. Jahrhunderts. Dann werde ich auch einen gewissen Status in diesem Moment repräsentieren, nämlich ich kann lesen, ich habe kein Handy, ich habe kein Handy dort und ich zeige das nach außen, was dann die Beweggründe wie auch immer sind, finde ich total spannend, das noch mal rauszuarbeiten. Aber in erster Linie, glaube ich, ist Status etwas wo man sich auch nicht den ganzen Tag mit beschäftigen sollte. Und wenn es dich, glaube ich, triggert nach unten und nach oben, dann wäre die Frage, kannst du es in positive Energie umwandeln? Also im Sinne von, ich will das auch. Was auch spannend ist, das werden viele Leute merken, wenn sie mal Geld verdient haben, dass sie dann, wenn man die Entscheidung hat, ob man Statussymbole kauft, ja oder nein. Das ist ganz, spannend. wie man sich fühlt, wenn man sagt, man macht es nicht. Das ist super spannend. Und dadurch erhöhst du deinen Status in deiner Peer Group wahrscheinlich wieder. Und das ist es halt so. Und ich glaube, was ich nur sagen wollte, ist, fahrt nicht euren blauen Opel, damit zu zeigen, mir ist alles egal, sondern fahrt ihn, weil ihr das Auto gut findet und sagt, ich hab's nicht so mit Autos, ist mir eigentlich egal, der war die Ecke, der war verfügbar. Den nehme ich, ich muss von A nach B kommen. Aber fühlt euch, glaube ich, in eurem blauen Opel nicht den Porsche-Fahrer überlegen. Und umgekehrt, der Porsche-Fahrer sollte sich generell nicht nur, weil er einen Porsche fährt, Opel-Fahrer überlegen fühlen. Weil der hat bestimmt keinen Podcast, wo sich hier Leute über Starter streiten. Gehe ich mal stark von aus, kenne ich zumindest nicht. Mal gucken, wenn du dann deinen Porsche fährst im Blau. Henners: Ich hab ja meinen, ich hab einen blauen Opel, vielleicht noch mal Zeit für, ich bin ja gerade am Zurückgeben, mir einen Granitland zu holen, also ich bin ja auch, ich steige ja im Status. Andreas Wiener: Ich weiß nicht mehr was das ist. Was ist das? Ist aber auch ein Opel oder was? Henners: Ja, also eins größer. Ja, wieder eins größer, eins ... Ist auch ein Opel, ja, ja, genau. Also, das ist bei Andreas Wiener: Ja. Henners: mir einfach ... Da komm ich nicht raus aus freundschaftlichen Gründen. Deswegen mach ich das sehr gerne. Weil ein Auto für mich von Andreas Wiener: Ich sag's! Henners: A nach B kommen ist, ne? Das ist ... Ich fahr auch nie gern Auto, weißt du, Andreas Wiener: Genau, ich sass. Henners: deswegen ... Andreas Wiener: Ja, ich gehe jetzt hier aus der Nummer raus, als würde ich mich für Autos interessieren. Vielleicht der kurze Satz. Ich habe überhaupt gar kein Interesse an Autos. Ich Henners: Nein! Andreas Wiener: persönlich, ich trage eine Casio-Uhr und nicht mehr eine Sache, auch wieder Status damit zu zeigen, dass ich halt als Unternehmensberater nicht Henners: Ja. Andreas Wiener: bereit bin, eine teure Uhr zu tragen. Das heißt, ja, ich mache diese Status-Game genauso mit und ich möchte ja auch was damit erreichen. Und ich will ja auch zeigen, durch meinen Hintergrund ... und meine Sache könnten wir auch ewig über Status reden. Ich zeige damit ja, ich kann mir im Unternehmen leisten, so aufzutreten. Ihr seht mich ja genauso wie im Unternehmenskontext. Und deswegen glaube ich, ist das eine ganz wichtige Geschichte, ... dass man auch Status durch Nicht-Status hinkriegt. Ja. Henners: Ja, und du siehst ja auch, Status ist ja auch total schwer in der Bewertung. Also ich, der noch nie eine Uhr getragen hat, ich könnte dir jetzt nicht sagen, ist das jetzt hoch im Status zu bewerten oder niedrig, und jemand, der sich vielleicht dafür auch gar nicht interessiert, gibt es vielleicht weniger als im Uhrenbereich, ist das ja auch so. Also du brauchst ja schon eine gewisse Kenntnis, eine gewisse Peer Group, wie du es vorhin genannt hast, das überhaupt einschätzen zu können und da eine eigene Meinung zuzuhaben. von daher, spannendes Thema. Andreas Wiener: Ich glaube, jetzt wirklich allerletzter Satz dazu. Wenn du natürlich Social Media als deine Peer Group siehst, wo, sag ich mal, so Trash-Status verkauft wird. Im Sinne von, das gilt es zu erreichen, das hat dein Traum zu sein. Also, dass du dann den Vergleich da reingehst und denkst, so muss ich auch werden. Das ist die Definition von Erfolg. Das ist so von Glück. Darum geht es ja eigentlich. Und dazu brauch ich auch diesen Status. Da will ich wieder so gönnen es den Leuten, die das da haben. Seh es nicht alles als Fake. Du weißt auch gar nicht, wie die dazu gekommen sind. Vielleicht haben die es verdient, müssen es auch zeigen, weil sie halt mit dem Hip-Hop aus ärmlichen Verhältnissen kommen und das bis heute aufarbeiten. Aber trotzdem wissen sie gehören nicht zur oberen Schicht, wo sie gerne vielleicht zugehören wollen. Da sind die Probleme tiefer und woanders. Und ich glaube, wenn du diesen Social-Media-Status, der ist nochmal sehr, sehr gefährlich, während der Status in deinem Umfeld oder beim Sport oder in deinem direkten beruflichen Umfeld schon ganz spannend sein kann, fair sein kann und dich motivieren kann. Aber wenn du dir immer wieder anguckst, was bin ich für ein Versager, da wolltest du ja mit dem Vergleich auf Social Media und vergleichst dich zu diesen Leuten, die sich über Statussymbole und Fotos definieren und dann im Ferrari, die sagen, ich heule lieber im Ferrari als im blauen Opel. Das Henners: Das ist schön. Andreas Wiener: ist natürlich ein Satz, das ist völliger Quatschatz, ob du da oder da heulst, das ist kein besseres Gefühl, im Ferrari zu heulen. Und deswegen glaube Henners: absolut. Andreas Wiener: ich, das fasst das ganz schön zusammen. noch mal zu sagen, dann überlege lieber, warum du heulst oder warum du lächelst. Es hat selten was mit deinem Ferrari oder mit deinem blauen Opel zu tun. So, in dem Sinne schade, dass wir kein Podcast sind, der seine, sag ich mal, so Witze-Laber-Podcast-mäßig seine Sachen anpasst, weil sonst hätten wir das Opel natürlich genannt. Jetzt werden wir sagen, es heißt Henners: Hehehehehe Andreas Wiener: Status. Ihr merkt, das Thema geht noch tiefer. Wir werden weitere Themen dazu machen. Insofern Bis denn, ciao. Henners: Ciao.