Andreas Wiener: Wenn du über 40 bist, hast du meistens ein Problem nicht mehr, das wir trotzdem mal beleuchten wollen. Viele von uns haben das nicht mehr. Nämlich Selbstbewusstsein. Dass du sagst, ich hab Zweifel, ich weiß nicht, wer ich bin, was ich mache. Nach Carl Jung ist es so, dass wir 40 Jahre lang, also die 40 Jahre lang, das führt öfter mal zu Midlife-Crisis und so, dass wir die 40 Jahre lang nur geübt haben, wer wir sind, uns selbst bewusst zu machen. wer wir sind, was wir eigentlich so den ganzen Tag uns ausmachen, unsere Stärken, unsere Schwecken sind. Und es ist so viel Lebenszeit, dass einige Sachen auch nicht mehr erreichbar sind, was automatisch zu einem guten Gefühl der Selbstbewusstseins führt. So, Carl Jung, unbedingt mal lesen. Für alle Leute, notfalls, wenn ihr nicht so selbstbewusst seid, einfach durchhalten, das gilt für viele Themen. Die lösen sich ab einem gewissen Alter, da kommen dann andere dazu. Wie man es aber auch lösen kann, wenn man älter ist, jünger ist, was auch immer, wenn man meint, man ist nicht besonders selbstbewusst, das versuchen wir doch heute einfach mal in diesen knackig 30 Minuten. Was würdest du sagen, Patrick? Sagen andere Leute über dich? Das ist vielleicht heute mal die Frage. Andere von außen, dass du besonders selbstbewusst bist. Henners: Ja. Ja, sag ich schon. Ich komm wieder vom Wortsinn her. Selbstbewusstsein, sich seiner Selbstbewusstsein. Ich glaub, das ist das, worum es geht. hast es grad gesagt, so bis 40 ist man eigentlich am Probieren. Und danach stellt man langsam fest, wer man wirklich ist. Und genau das macht's ja eigentlich aus. Führe ich ein Leben meiner Talente entsprechend? Tu ich die richtigen Dinge? Tu ich sie, weil ich sie tun möchte? Und all das hab ich auch schmerzhaft lernen müssen, aber tu ich jetzt. Und deswegen merk das auch das Umfeld und würde mich definitiv als selbstbewusst beschreiben. Früher ging's auch ein bisschen in die arrogante Schiene. Da muss man aufpassen, wenn man dieses Selbstbewusstsein versucht, spielen, dann kann's auch sehr schnell arrogant wirken. Ich glaub, heute ist es Gott sei nicht mehr so. Andreas Wiener: Spannend. Hast das schon immer selbstbewusst? Würdest du sagen, war ... dir Gott gegeben? Henners: Nee, ich glaub, ich hab mich schon immer selbstbewusst verhalten. Und das ist ein Unterschied. Heute hab ich auch aus einer inneren Haltung raus dieses Selbstbewusstsein. Das, was ich früher vielleicht eher geglaubt habe zu haben. Das war eher so dieses, ja, ich ... spiel hier die Rolle, ich bin in der Rolle, ich identifizier mich da ganz stark. Und dadurch kommt so ein Fake-Selbstbewusstsein, wenn du willst. Und das bröckelt. Das bröckelt immer mehr. Das bröckelt irgendwann, bis es dann gar nicht mehr geht. Es gab da bei mir auch genau diese Momente mit Trennung, et cetera, Lebensveränderung, neuer Job, wo genau diese Dinge dann auch zusammengekommen sind, wo wir gesagt haben, ich fühl hier einfach komplett falsches Leben. Und dann kommt so ein neues Selbstbewusstsein, was vielleicht von außen gar nicht so anders wirkt, was aus einer ganz anderen inneren Haltung, aus einer ganz anderen Überzeugung kommt. Leider muss man das immer sehr schmerzhaft lernen. Andreas Wiener: Ja, also Selbstbewusstsein ist ähnlich, wie wir es auch mit dem Glück hatten im Sinne von Selbstbewusstsein ist etwas, was wieder positiv konnotiert ist, aber eigentlich noch gar nichts sagt. Also erstmal, wie wir sagten, Selbstbewusstsein bedeutet, wie man es genau auch so spricht, ist es erstmal relativ neutral. Es kann ja sein, dass ich mir selbstbewusst sind, dass ich nicht gerne auf einer Bühne stehe. Die meisten Leute würden sagen, Du hast aber ein krasses Selbstbewusstsein, du gehst auf eine Bühne. Das heißt, da wird das Wort halt wieder positiv konnotiert. Wenn man eine Bühne jetzt positiv konnotiert, dass es jemand kann und das auch wertschätzt, sagt man dann Selbstbewusstsein. So, und da kann ich dir nur beipflichten, bei mir war es mein Leben lang so, ich war überhaupt nicht selbstbewusst im Sinne von, ich wusste selber, was ich kann, was ich mache, sondern die Rolle des Selbstbewussten. ist man selbstbewusst? Die habe ich perfekt erfüllt. Das heißt, mein Umfeld hätte mich immer als selbstbewusst absolut wahrgenommen, weil diese Rolle wie klischee-mäßig jemand selbstbewusst ist. Die habe ich komplett auswendig gelernt, gemacht, getan. Dass mir das leicht fiel, war, dass ich wahrscheinlich relativ selbstbewusst bin, indem was ich tue, was ich mache, und das ist auch bisschen antrainiert als solches. Aber es war früher eher ein Ziel, dass ich unbedingt selbstbewusst wirken wollte nach außen und alles dafür getan habe. Das hat wahrscheinlich auch bisschen geholfen, sagen, man ist es. Aber ich glaube, es gibt auch viele Menschen, die dann irgendwann diese Rolle komplett ablegen und sagen, ich war nie selbstbewusst, wie man das so gemeinhamt sieht, und das hab ich auch nicht mehr nötig. Bei mir ist es ein gutes Beispiel. Bühne. Ich stand bisher immer mein Leben lang auf der Bühne. So. Und seitdem ich sage, ich habe diesen Schritt der letzten sechs Jahre gegangen im Sinne von, jetzt bin ich beinahe selbstbewusst, muss ich nicht mehr auf Bühnen stehen. Das bedeutet nicht, dass ich nicht noch auf einer Bühne stehen kann oder etwas machen kann. Aber zu meinem Selbstwertgefühl, Luxgefühl gehört es nicht mehr dazu, auf einer Bühne zu stehen. Ich kann es einfach lassen. Also, es wird mir nichts fehlen in meinem Leben. Und dann haben viele gesagt, du gehörst auf die Bühne. Und das hab ich gewollt, dass die Leute das sagen. Und Wirklichkeit muss ich sagen, ich brauche diese Bühne nicht. Ich muss nicht ... Ich rede von Bühne vor Menschen sprechen. Jetzt hier nicht Podcast in so Mikrofonen, sondern wirklich dieses extrovertierte, eins zu eins, 100 bis 1000, ich glaube, weißt du, was ich hier gehabt hab, war 2000 Leute. Wo die dir zuhören bei einem Vortrag, das habe ich gedacht, dass ich das brauche und dass das ein Teil meiner Persönlichkeit wäre, kann ich morgen darauf verzichten. Wenn ich es machen muss, kann ich es Henners: Das tun wir ganz viel, unsere Etiketten draufkleben, die gesellschaftlich positiv konnotiert sind, auf einer Bühne stehen. ist erst mal was, was total hoch angesehen ist. Da kann jemand frei sprechen vor Leuten, da hält jemand einfach einen geilen Vortrag. Das was, was wieder ganz viel im Außen wirkt. Aber zu sagen, ey, bin ich das eigentlich selber? Ich glaub, trotzdem, jeder sollte diese Erfahrung mal wieder gemacht haben. Weil du musst erst Dinge machen, die Erfahrung zu sammeln, dann Selbstvertrauen aufzubauen. sich selbstbewusst zu sein, ist das was für mich oder nichts? Ich glaub, wie du sagst, du kannst ein Leben lang auf der Bühne stehen und stellst fest, eigentlich war's das nicht, was mir wirklich Spaß gemacht hat. was eigentlich ... Ich hätte der Zeit lieber was anderes gemacht. Aber dieser Schritt ist einfach mal auszuprobieren, Dinge auch zu machen. Also, kann ja noch mal in den Pokémon-Podcast gehen. Ich hatte ja auch einen YouTube-Channel, den ich früher hatte, war komplett faceless. Das war natürlich auch eine Frage des Selbstbewusstseins. Ich war nicht so mutig, zu sagen, ich geh da gleich raus, ich hab da keine Angst vor einer äußeren Bewertung. Sondern nee, mach erst mal hier Nummer sicher, geh einfach raus, mach hier nur, zeig nur ein paar Karten in die Kamera, erzähl ein paar Geschichten. Gut, meine Stimme, wird man mich nicht identifizieren können, alles gut. Aber das war natürlich auch ... Das war keine selbstbewusste Handlung, dem Sinne diesen Kanal aufzubauen. Und das Spannende war ... Als ich dann gegangen bin, und da hast du mich auch sehr stark dazu ermutigt, zu sagen, hey, geh doch mal mit dem Gesicht vor die Kamera, zeig dich doch mal voll, steh doch mal zu 100 Prozent dahinter. Danach machst du die Erfahrungen, ja, und dann ist ganz, ganz viel Positives passiert, ist in Community entstanden und so weiter. Brauchen wir gar nicht näher drauf eingehen. Worauf ich eigentlich raus will, dieses, den Mut haben, wieder Dinge zu tun, dann zu sagen, ist das was für mich am Ende des Tages oder nicht? Also kann ich sagen, ja, es hat extrem viel Spaß gemacht in der Zeit. Hätte ich aber nie wenn ich diesen Schritt nicht gegangen wäre. Andreas Wiener: Du sagst es gerade, also für die Leute, die das nicht wissen, wir haben auch einen Pokémon-Podcast zusammen. Jetzt könnte man sagen, erwachsene Männer unterhalten sich über Karten, wo Pokémon drauf sind. Das ist natürlich gesellschaftlich, wenn du jetzt sagen, Selbstbewusstsein, ich, dieser Business-Guy gewesen, diese Sachen etc. Auf einer Bühne stehend, im Mars-Anzug und so weiter. Wo man halt auch sagt, ja, der hat schon so bisschen geschafft. Das war so bisschen so. Henners: Hm. Andreas Wiener: in der allgemeinen Buchautor mehrere Bücher und solche Sachen. Man merkt, ja viel Selbstbewusstsein, rauszugeben. Und auf einmal macht man Pokémon-Karten. Das ging ja so ziemlich einher mit dem, wo ich auch über 40 wurde und sagte, ja, okay, ich kann auch über Pokémon-Karten reden. Dann gibt es die Hintertür, die sind ja so teuer geworden. Deswegen unterhalten sie sich darüber. Und dann haben wir angefangen, nee, wir haben Freude dran, am Tauschen, der Gemeinsamkeit mit Leuten, die halt auch anders sind als die Leute, die wir aus unserem Berufsleben kennen, die wir auch im privaten Umfeld haben. Das heißt, glaube, da brauchst du eine Menge Selbstbewusstsein, das bei mir, glaube ich, über Jahre jetzt schon antrainiert war, weil ich ja immer so diese Attitude auch aus dem Hip-Hop-Bereich hatte, so aus meiner Jugend heraus. Du musst Selbstbewusstsein, sonst gehst du unter. So. Das war also so typisch erlerntes Verhalten auch für mich. Und das hab ich dann Als ich ein bisschen ordentlicher Mensch mit 18 wurde, ich dann gemerkt, Selbstbewusstsein kannst du aber auch in diesen Sachen spielen. Du musst halt nicht nur einfach Gewaltaustrahlen oder so. Ähm, und deswegen war es bei Pokémon ja so spannend, dass das gesellschaftlich jetzt eher nasenrümpfend gesehen wird. Ist witzig, dass man so alte Worte benutzt, man über solche Themen redet. Aber die treffen wir halt gut, ja, Henners: Das machst nur du. Andreas Wiener: die treffen wir halt gut. Und dass man so bewertet wird. Und das ist halt das, wie du sagtest, man braucht eine Menge Selbstvertrauen. Also erst mal brauch ich das Bewusstsein, ich mag Pokémon. Das Zweite ist, ich brauch das Selbstvertrauen, ich mach dazu was. Dann das Dritte ist, ich zeig mich da auch und dann ich lass mich auch noch bewerten als solches. Das sind natürlich Schritte, wenn man erst mal die Rolle spielt, das hilft. Also ich würde jetzt nicht sagen ... Lass das zu sein und spiel keine Rolle. soll das auch sein? Du musst erst mal die Rollen spielen und vielleicht verschiedene ausprobieren, Henners: Ja. Andreas Wiener: selber zu merken, wer du eigentlich selbst bist. Das ist so, ich mach's gerne schon liere, zwölf verschiedene Sachen, wenn du jung bist. Und wenn dann merkst, eins fällt runter, tu's nicht ganz weg. Schmeiß es nicht weg, sondern sag einfach, das ist jetzt kein Teil, die anderen Rollen fallen mir vielleicht leichter, weil Lebensumstände, Geld verdienen, Häuser bauen, was weiß ich, was die Leute alles für einen Quatsch machen. Und da ist es dann so, ich sag, weißt du, das ist halt echt eine gute Sache, erst die Rolle zu spielen. Deswegen hab ich ja damals gesagt, für mich war das ja selbstverständlich, zeig doch dein Gesicht, über was reden wir denn? Aber das ist auch, wie du sagtest, Selbstbewusstsein ist oft gepaart mit Arroganz, dass man selber, wenn man selbstbewusst ist oder in dieser Rolle ist, oft nicht mehr nachvollziehen kann, dass andere Leute selbst Zweifel haben. Und dann sagt man immer so ein bisschen, wieso, muss ich einfach nur überwinden, geh doch mal aus der Komfortzone raus. Dann geht das schon. Aber der Weg dahin ist halt unheimlich schwierig in ganz, ganz vielen Sachen, wenn du es nie erlernt hast. Henners: Ja, und wir verbinden auch dieses Selbstbewusstsein ja auch immer ganz viel mit sicherem Auftreten. Und ich glaub, das Sicherste, was du machen kannst in deinem Gefühl, ist ja einfach Vermeidung. Also zu sagen, du machst es jetzt, ich lass es einfach sein, dann passt ja alles, Also, dann kommst du ja gar nicht da raus. Aber du brauchst ja zuerst mal diesen Mut, damit du überhaupt Selbstbewusstsein aufbauen kannst, diese Dinge auch zu tun. Also, du musst immer was tun. damit diese Selbstbewusstsein sich auch Stück für Stück aufbaut, damit du weißt, ist das was, ist das nichts für mich. Und dann geht Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein einher. Also, es ist für mich immer eine Frage des Handelns. Andreas Wiener: Ja. Und ich glaube, Selbstbewusstsein ist halt etwas, ähm, wir Männer wurden ja so bisschen darauf konditioniert, als hätten wir keine Gefühle, als müssten wir es anders irgendwie machen. Und da war dann so etwas, wenn du deinen Gefühlen und deine Personalität irgendwie zeigen willst, dann war das mit Selbstbewusstsein. Und Selbstbewusstsein wurde dann sehr schnell zu Stärke in irgendeiner Form gemacht. Das heißt ... wenn du versuchst, das deine Gefühle auszudrücken, dann ja selbstbewusst. Also im Sinne von, ich weine oft am Sonntag, ja, sag es dann ganz doll selbstbewusst, weil dann bist du wieder ein richtiger Mann. Das war dann so die Zeit, wo wir so bisschen reingeboren sind. Dieses, du müsstest quasi mit deinen Schwächen sehr selbstbewusst umgehen. Also, kannst es dir nicht zulassen. Es war nur ein selbstbewusster, offensiver Umgang damit. Damit du dann vielleicht auch, wenn du jung bist, wieder attraktiv aufs andere Geschlecht oder auf dasselbe Geschlecht Da würd ich keine Unterscheidung machen. Aber dass du dann halt, ne? Dieses Selbstbewusstsein hat so bisschen ... Wenn du im Schulhof das gerauffert hattest, so wie wir männlich zusammengesteckt wurden und mussten raufen quasi, war dann die nächste Stufe, wer ist von denen der Selbstbewusste? Da gab es verschiedene Abstufungen. Da gab es diese Emo's, denen war alles egal, galten als sehr selbstbewusst. Obwohl sie in der tiefen Traurigkeit angeblich waren. Dann gab's diese Hip-Hop-Jungs, kannst du erzählen, wie's bei dir war, in den verschiedenen Klischee-Tüten, wir hatten. Da haben wir natürlich super diese Rolle. Wenn du Hip-Hop gehört hast, hat sich das halt nicht sehr gut in irgendeiner Form vertragen, wenn du nicht übertrieben Selbstbewusstsein warst, was auch wieder, was du am Anfang sagtest, in Arroganz und auch Gewalt umschlägt, weil du anderen Leuten den Raum nimmst und das nicht mehr machst und sich mit tust. Und das ist auch ganz großer Gefall bei Selbstbewusstsein. Und das merkst du bei Leuten, die auf einmal selbstbewusst werden, gerne so Anfang 30-jährige Männer, die dann völlig übersteuern. Und das kennt ihr alle. Das ist total unangenehm. sind oft so, Frauen können das Problem auch haben. Aber Männer haben es sehr oft, aus meiner persönlichen Beobachtung, im Job, wenn die jetzt gerade anfangen aus dem Studio kommen, maßlos selbstbewusst, können aber eigentlich noch gar nichts. Also null demütig. Dann auf ... völlig übersteuert, unreflektiert, mit wenig Wissen, sehr bestimmt, sehr selbstbewusst Dinge vortragen, die man aber vielleicht auch anders sehen kann. Aber es gilt in unserer Gesellschaft, höre ich jetzt auch auf, halt sehr erfolgreich, so müssen Männer sein, das ist es und so weiter. Da sind auch viele Frauen dann in diese Falle getappt, trotz der Sozialisierung. Und man fängt leider an, dieses meine, was meine ich leider ... Selbstbewusstsein zu so Leistungssport zu machen, den Frauen und Männer gleichermaßen immer erreichen müssen, damit du was gildest. Und deswegen ist es für mich ganz oft auch so, ist es überhaupt nett gemeint, wenn jemand zu dir sagt, du bist eigentlich, du bist hier ganz schön selbstbewusst, oder ist damit gemeint, du nimmst hier ganz schön viel Platz ein, den du anderen nicht mehr einräumst, wo ein viel besseres Ergebnis ist. Sorry für die lange Ausführung, aber Herzensthema. Henners: Ja, aber das, was wir mit Selbstbewusstsein mittlerweile verbinden, ja eher so, da ist jemand laut, da ist jemand präsent. Das ist ja das, was wir mittlerweile mit Selbstbewusstsein verbinden. Das hat ja auch eigentlich nichts mit dem Wort an und für sich zu tun. Weil da kann auch jemand komplett still, auch vielleicht in so einem Meeting oder auf einem Event, kann jemand acht Stunden nichts sagen, er kann trotzdem selbstbewusst sein. Ja, also das ist ja nicht automatisch nur der Lauteste im Raum oder die Lauteste im Raum. ist tatsächlich auch selbstbewusst. Das ist eher wieder, welches Etikett wir von außen draufkleben auf das Ganze. Wie wir das gesellschaftlich bewerten, was selbstbewusst ist und was es nicht ist. Ich glaub, es geht nie darum, da diese äußeren Erwartungen zu erfüllen. Niemand ist hier, irgendeine Erwartung von irgendwas zu erfüllen. Ich glaub, es geht immer wieder darum, was machst du selber gerne, was tust du da selber, und dann bist du deiner selbst auch bewusst und trittst auch entsprechend auf. Die sind über den Schubs, wir auch gesprochen, dass du mal links und rechts was probieren musst, dich selbst zu finden. Meistens kommt das halt mit 40, weil man dann genug Erlebnisse hatte, die einen in die eine oder andere Richtung gebracht haben. Und da ist noch mal für mich ein ganz wichtiger Aspekt dieser Umgang mit Niederlagen. Ja, die ja auch immer so negativ konnotiert sind, dieses Scheitern, was ja auch gerade in Deutschland ein extremer Begriff ist, was wir ja nicht gerne tun, die letzten Jahre ein bisschen positiver. Aber dieses Failfast, einfach Dinge auszuprobieren, zu scheitern, aus der Niederlage wirklich, auch wieder ganz platt, aber so stärker hervorzukommen, als du da reingegangen bist und dass so eine Niederlage auch was Positives sein kann, was wieder so ein Ehrgeiz triggert, was einen wieder nochmal in andere Richtungen bringt, reden wir noch viel zu wenig drüber. Andreas Wiener: Ja, ich glaube, wir haben jetzt sehr viel über diese negative Selbstbewusstseinsgeschichte geredet. Und ich hab das ja auch dann bewusst so geframed im Sinne von, das ist auch immer nicht gut aus der eigenen Erfahrung heraus, ich war's nicht. Jetzt, was du grade ansprichst, find ich noch mal superwichtig. Weil Selbstbewusstsein, komm jetzt mal wieder aus dem Hip-Hop, hat halt ... Der Moses Pellham hat eine Liedzeile, die heißt, ähm Wir gehen nur zum Grund, uns wieder abzustoßen. Das bedeutet also dieses Nicht-Aufgeben im Sinne von ich mache mir meiner selbst bewusst, ich bin kein Mensch, der aufgibt. Ich bin ein Stehaufmännchen. Ich kann noch so oft fallen. Ich gehe automatisch wieder nach vorne. Das sind immer so Platituden. Das ist ja auch hier so bisschen die Geschichte in diesem Podcast, dass man sagt, ja, ihr seid ja dann auch sehr schnell bei so Instagram-Bilder, die dann irgendwie solche Sprüche rezitieren, ne? Das Problem ist auch da wieder, dass sehr viele Sachen davon ja nicht unwahr sind, auch wenn sie einigermaßen platt wirken im ersten Moment, wenn man sich aber bisschen mehr damit beschäftigt. Da meine ich jetzt hier unsere halbe Stunde, die bewusst schon kurz ist, dass so viele folgen, viele facetten und dass du auch sagst, hey, habe ich was mitgenommen und jetzt gehe ich tiefer rein, jetzt habe ich den Anschluss über die beiden. Das ist hier so bisschen das Ziel der gesamten Veranstaltung, dass man sagt, ja, komm, da will ich jetzt mal rein. Deswegen würde ich diese Motivationssprüche auch gar nicht so lächerlich darstellen. Das sind immer sehr viele Leute, die gar kein Selbstbewusstsein haben, die alles immer so schlechtreden. Also, die ziehen ihre Kraft daraus, andere Dinge negativ zu reden. Wenn es dir jeden Morgen hilft, Selbstbewusstseinsprüche zu lesen, du solltest nicht jeden Morgen auf dein Handy gucken, aber es hilft dir in irgendeiner Form. Es hat einen Grund, warum einige Menschen Bilder an der Wand haben, wo Motivationssprüche draufstehen. Es gibt den Abreißkalender schon seit und je. Es gibt da weise Worte motivieren. Aber es zielt immer darauf ab, jeden Tag die so bisschen positive Vibes und Selbstbewusstsein kann halt sehr viel, wir hatten das in letzten Folge, Glück auslösen. Es kann sehr viel Möglichkeiten einfach geben, weil gesellschaftlich, wir hier so aufgebaut sind ... dass Selbstbewusstsein sehr krass in allen Lebenslagen honoriert wird. Also, es muss gar nicht richtig sein. Der selbstbewusste Arzt wird eher Karriere machen als der, nicht selbstbewusst ist. Es sei denn, er ist irgendwo in einer Riege, wo Selbstbewusstsein ausgedrückt wird im Sinne von ruhig sein, gelassen sein und so weiter. Das ist ganz schwer zu differenzieren, aber ihr wisst ja schon, wen man so hat als Bild. Und wäre es auch so, uns das Fernsehen, das Internet als jemanden verkauft, der unheimlich selbstbewusst ist. und auch die negativ Selbstbewussten. Und auch diese Anforderung ist, du musst so selbstbewusst sein, dass du jede Form des Hasses und alles, gibt, musst du über dich ergehen lassen. Sonst bist du wirklich selbstbewusst. Das heißt, unsere Gesellschaft ist so aufgebaut, dass wir versuchen, so zu triggern, dem Motto, wo kriege ich dich, dich zu erwischen, dass du nicht mehr selbstbewusst bist. Und darum geht's ja am Ende des Tages. Gar nicht. Du bist einer selbstbewusst, wenn du dich jederzeit, glaub ich, bisschen aus der Situation herausnehmen kannst. Also sagen kannst, ich bin so selbstbewusst, ich muss das jetzt nicht machen, was der Chef sagt. Ich muss jetzt nicht machen, was der Kunde sagt. Ich kann auch morgen was anderes machen. Und wenn meine Partnerinnen und Partner das von mir verlangen und ich will es, Patu, nicht, kann ich auch selbstbewusst sagen, nein, Grenze und ich kann auch mit den Konsequenzen leben. Und ich glaube, das ist etwas, was bei Selbstbewusstsein ganz selten gesagt wird. Ich kann mit den Konsequenzen leben. Das ist das Entscheidende. Nein zu sagen wie Ja zu sagen, ich kann damit zu leben, einer Bühne ausgeboot zu werden. Ich kann aber auch damit leben, nicht mehr auf jeder Bühne zu stehen. Henners: Ja, also Meinung sagen, Nein sagen, nicht alles rechtfertigen und wirklich zu sagen, ich vertraue darauf, dass der weitere Weg dann auch gut wird. Also dieses hatten wir ja auch schon bei Overthinking, dieses Überschätzen der Konsequenzen, dass dieses Ausmaß, was aus meiner für mich einstehende, was daraus entstehen könnte, überschätzen wir maßlos. Maßlos. Und das kriegst du eigentlich immer erst dann mit, wenn du es tatsächlich mal ausprobiert hast. Auch diese Kalendersprüche hat es dir auch angesprochen. Natürlich, da ist so viel Wahres dran. Aber ohne die passende Handlung dazu ist auch das wieder einfach ... Du kannst dir auch jeden Podcast anhören. Also jeden Podcast übers Glücklichsein, du wirst nicht glücklich. Oder jeden Podcast über Selbstbewusstsein. Davon wirst du nicht selbstbewusst. Das wirst du nur, wenn du Dinge tust. Und das ist auch immer die große Falle, wir haben, gerade heute, wo es unendlich viel Informationen, unendlich viel Podcasts gibt. sich das einfach nur zu konsumieren, ohne tatsächlich was selbst für sich draus zu machen. Ja, und ich glaube, das ist einfach ganz relevant zu sagen, ich nehme mir dann auch mal bewusst was, oder wie du es gesagt hast, ich kann hier eine Grenze setzen, ich stehe für mich ein und ich weiß, was ich will. Andreas Wiener: Und ich glaube auch nochmal ein anderes Thema, gerade wenn du sagst, ich werde hier nicht selbstbewusst sein. Das glaube ich auch. Wir sind ja, wir verstehen uns ja eher wie so Buddies, die hier so bisschen personal coachen, wie im Fitnessstudio und sagen, hey, mach mal, mach mal, mach mal. Und wir versuchen, dich zu motivieren. Wir sind eigentlich der Kalendersprache auf Instagram zu 30 Minuten zu hören. So, kannst du jetzt positiv und negativ sehen. Kannst du wieder abwerten und sagen, die gehen aber nicht tief in die neueste Forschung ein. Du kannst aber genauso sagen, hey, nee, das hilft mir selber, nach vorne zu kommen, ist genau das Beat, brauche, und die lassen mich, aber die geben mir schon immer so bisschen den Push am Ende des Tages. So, und dass das Feld komplex ist und dass es nicht alles die Wahrheiten sind, geschenkt. Aber du kannst halt den Grad des Selbstbewusstseins wie bei vielen anderen Dingen, also viel, viel besser erreichen, weil es viel leichter ist. Weil so kann es selbstbewusst sein, Darüber, wenn du eine eigene Stufe wählst und sagst, ich spreche jeden Tag einen Menschen an. Henners: Ja, gutes Beispiel. Andreas Wiener: Das ist eine Hürde. Da würde ich jetzt einfach mal aus der Bewertung, seht es mir nach, wenn jetzt krankhaftes Verhalten etc. ansteht. Aber ihr macht das jeden Tag oder ihr achtet auf Kleinigkeiten. Also ihr haltet die Tür auf, ihr bleibt da stehen, wenn ihr beim Einkaufen seid, ihr lächelt mal jemandem. Meine Frau ist da hervorragend drin, die lächelt jeden, der vorbeigeht. Dann kriegst du immer positive Stimmung, Feedback. Das macht dich selber selbstbewusster als solches in der Ausstrahlung, weil viel lächelnd zurückkommt. Das heißt, hast das Gefühl, ist eine Person, positiv wahrgenommen wird. Und so kann man, glaub ich, selbstbewusst sein. Extrem trainieren. Und ich glaube, so wie das dann halt Männern oft ... eingeredet wurde, du hast Selbstbewusstsein zu sein, wurde es Frauen oft aberkannt, die gesagt wurden, du musst auf andere Hinweise, bla bla bla, etc. Das ganze Quatsch. Und da ist es dann auch so, du übersteigere nicht das Selbstbewusstsein, sondern geh in diese kleinen Interaktionen rein. Wir hatten mit Folge mit dem Glück auch gesprochen. So forcierst du halt auch, wenn du Selbstbewusstsein trainierst, wirst du automatisch glücklicher. Du fühlst dich besser und das Glück gegenüber. wird halt auch eher wahrgenommen und gesehen, was wieder Leute, die genauso sind, anzieht, was wieder neue Möglichkeiten gibt. Also, Augen auf bei der Partner-Geschäfts-Social-Wahl, das macht total Sinn, dass, wenn ihr schon so wirkt, werden nicht die Leute auf euch zukommen, die das total doof finden, dass sie gerade angelächelt wurden. Das heißt, da Interaktion low-levelig, und das kann man immer weiter steigern. Dass wir über Grenzen hier nicht reden müssen, brauchen wir nicht. Ihr sollt die Leute nicht so ein Sozialprojekt vor euch machen und denen die Energie saugen, indem ihr sie in der 5 Minuten voll labert. Aber schon da wieder Konturität schafft Selbstbewusstsein, jeden Tag sich zu Gewohnheit zu machen. Ich mach eine selbstbewusste Sache. Das hilft extrem. Henners: Ja, also eine Sache, die einfach Überwindung kostet. Und das kann ja wirklich Das können ja wirklich Kleinigkeiten sein. Einfach vielleicht auch Dinge, die man ... bisher einfach vermieden hat. Wie du sagst, jemanden ansprechen, ist was ... Gutes. Letztens hab ich gesehen, selbstbewusst bist du eigentlich dann, wenn du mit hochgerissenen Händen und Singen durch die Fußgängerzone läufst. Das ist natürlich ein Extrembeispiel. Da brauchen wir nicht drüber reden, aber da wird dir sehr schnell egal, was die Leute dich rummachen, weil du dich dran gewöhnst. Kein Aufruf zum Nachmachen, aber ich find's ... wirst so ... Das wär ein Umzug, ja. Andreas Wiener: Ne, Rolle wäre das, ne? Rolle. Das heißt, das können wir super mit der Rolle machen. Henners: Ja, genau. Also, wär halt einfach mal temporär zu sagen, wenn ich vielleicht da ... mich überwinden muss und vielleicht noch einen Hebel dazu brauche, dann wär das vielleicht was. Aber es geht natürlich auch ganz viel kleiner, das reicht auch mal, irgendwo die eigene Meinung zu sagen. generell mal einmal mehr nein zu sagen. Das kann ja auch im Familienkontext zum Beispiel der Fall sein. So, nee, ich fühl mich heute nicht. Ich gehe heute nicht mit zu irgendeiner Familienfeier von von Opa Gerd. Und ja, dieses dazu stehen, was man selber hat, was die eigenen Werte sind, wie man sich vielleicht auch gerade fühlt. Da jeden Tag sich eine Sache vorzunehmen, ich eine sehr gute Challenge. Andreas Wiener: Ja, und andersrum, haben wir wieder ganz low-levelig. werden hier paar Hörer und Hörerinnen haben, die auch schon high-leveliger im Thema Selbstbewusstsein sind und wahrscheinlich auch selber als selbstbewusst und sagen, ja, das kann ich überall haken dran machen. Da ist dann für mich der nächste Schritt. Dann solltest du vielleicht Content produzieren. Also, das bedeutet, du bist so selbstbewusst, dass du ein Hobby hast, das dir sehr gut gefällt, dass du gerne machst. dann teile es, weil es wird dazu führen, dass mehrere Leute auf dich zukommen, mit denen du dann wahrscheinlich Glück verspürst und so weiter. Dazu gehört aber riesen Selbstbewusstsein dazu. Das bedeutet, diese Opportunity zu haben, ich habe ja schon Content gemacht, aus, hätten wir beide uns ja gar nicht kennengelernt über die letzten Jahre. Das bedeutet, das schafft wieder Opportunities, dass wir jetzt so einen Podcast zusammen machen, weil wir sagen, Hey, in unserer Entwicklungsstufe müssen wir jetzt auch mal irgendwie was von unserem Leben zurückgeben. Uns macht Content selber glücklich, uns macht Lernen vergegenwärtigend glücklich und dann tun wir das jetzt hier gerade. Das heißt, wenn du selber irgendwie feststeckst und sagst, ja, aber ich bin ja, also ich kann schon vor zehn Leuten in einem Workshop in der Arbeit was reden. Ich kann schon, dann wäre der nächste Schritt Social Media. Da können wir nochmal über die Grenzen und über Social Media allgemein reden, wie man sich da präsentiert etc. Können wir uns gerne viel Erfahrung mit geben und teilen und was das auch für negative und positive Konsequenzen hat. Aber da würde ich sagen, dann wäre nicht mehr täglich mit einer Person reden. Dann wäre das nächste, jetzt zeig mal was nach außen. Also Beispiel, du bist jetzt Künstler und malst und zeichnest gerne. Dann sollten diese Bilder vielleicht auch irgendwann mal nach außen gehen. Es ist sehr schön, dass wenn du selbstbewusst sind, aber dann teile, also du sagst, es reicht mir, dann sei aber nicht egoistisch, teile das mit anderen, die da vielleicht auch wieder was rausziehen können. Deswegen, da gibt es eigentlich nie eine Ausrede. Wenn du Marathonläufer bist, mach es. Wenn du abnehmen möchtest, finde ich, ist ziemlich heftig, die Leute, die ihre Abnehm-Challenge quasi mit zeigen und das selber machen und auch bereit sind zu scheitern, das macht dich, glaube ich, unheimlich. Selbstbewusst habe ich immer tiefsten Respekt vor diesen Menschen. Rauchen aufhören. So, und alles Mögliche. Da kannst du viel machen. Dein Ziel sollte nicht sein, selbstbewusst sein, als Anerkennung. Viele Leute sehen es. Aber Selbstbewusstsein als, ich nutze das selber aus der Komfortzone heraus als Hebel, da sind wir in einer wunderbaren Zeit gerade, dass man unheimlich viel Entwicklung, die man selber geht, dokumentieren kann. Und du hast das Problem selber nicht, weil du den Zuspruch der anderen auch hast oder die Kritik, so, von der Hassablehnung muss man nicht reden, aber die dich dann weiter nach vorne pushen und etwas machen. Und dann kannst du auch selber sehen, Hey, das hab ich alles geschafft, andere Leute interessiert es auch. Und ich laufe jetzt morgen nicht mehr gegen mein Gewicht alleine. Ich sitz nicht alleine mit meinen Pokémon-Karten und ich hab jetzt jemanden regelmäßig in Hintertupfingen, mit dem ich Paddelspiegeln gehen kann, weil ich ihn darüber kennengelernt habe oder sie, mit denen ich das jetzt machen kann. Und das gilt für liebe Beziehung alle. So. Und wenn ihr einigermaßen schon habt, gibt es da verschiedene Stufen, die können wir nicht alle durchgehen. Aber Social Media wird dir immer mehr bringen als das nicht. Und wenn du selbstbewusst seid, weißt du auch, jetzt lösche ich den Account, ich brauch ihn nicht mehr. Also gutes Beispiel sind immer diese Tinder-Accounts beispielsweise. Solltest du vielleicht löschen, wenn du eine Beziehung hast. Macht halt vielleicht Sinn, das dann nicht mehr selbstbewusst in irgendeiner Form zu tun. Und da müsst ihr immer, so gibt es Differenzen, ich will immer sagen, nutzt diese Energie, wendet sie auf. Sie macht euch glücklicher. Kriieren macht selbstbewusst. Kriieren macht glücklich. Und Kriieren schafft was. Und ihr werdet mehr davon erleben, machen, tun als jemals Geld auf den Gehaltscheck. Definitiv. Und es kann sogar beides noch einhergehen. So, da überspringe ich mal, das war so mein Fazit, was man aus der heutigen Folge gelernt hat, dass Selbstbewusstsein viele Fazetten hat, dass wir da unterschiedlich sind. Aber gebe es dir natürlich, was hast du gelernt, Patrick? Henners: Selbstbewusstsein ist ein sehr spannendes Thema. Für mich ist das immer die Summe der Erfahrungen, die man gemacht hat und den Umgang damit. Ich glaube, das probiert Dinge aus. Wir haben es immer wieder gesagt, Content Creation ist eigentlich eines der besten Beispiele, weil da einfach auch mit irgendwas rauszugehen, was nicht perfekt ist. Und das wird so sein. Ich glaube, wir können auch auf unsere YouTube-Channels, auf unsere alten mal gehen. Die ersten Folgen anschauen, da werden wir uns auch denken, was war das eigentlich? Aber es hat uns genau zu dem gemacht, was wir heute sind und diese Erfahrungen, du unterwegs sammelst, diese Ablehnung, die du auch mal bekommst. Aber auch dieses Bestärken von außen, was es vielleicht auch ein Stück weit wieder braucht. Man sollte sich nicht abhängig davon machen. Aber es ist natürlich trotzdem schön, wenn dann jemand sagt, hey, ich bin auch grad in der Challenge, wo ich mit dem Rauchen aufhören möchte. Das schafft auch wieder so einen gemeinschaftlichen Community-Aspekt, den man dann auch mit hat. den man anders nie bekommen hatte. auch das, Menschen können einem viel Energie ziehen, können aber auch viel Energie geben. Und das ist dann auch eine Frage des Selbstbewusstseins. Umgebe ich mich mit den richtigen Menschen, und das kann ich nur tun, wenn ich mich ein Stück weit in der Öffentlichkeit bewege. Das muss ja nicht im Internet sein, kann ja auch in real life sein. Aber genau diese Challenge mal mitzumachen. Dann kannst du am Ende auch relativ easy runterschreiben. Das find ich immer noch mal so einen ganz guten Vergleich. Welche Dinge kann ich gut, welche weniger. Das krieg ich erst raus, wenn ich genau solche ... solche Erfahrungen gemacht habe. Und abschließend, was ich immer wieder noch mal einen spannenden Aspekt finde, ist so die Sprache. Ich glaub, selbstbewusste Menschen erkennt man an der Sprache. Wie viel Weichmacher sind in der Sprache. Und das kann man bei dieser Content Creation super, super gut beobachten, wie du am Anfang gesprochen hast und wie du dann vielleicht nach einem halben Jahr, nach einem Jahr unterwegs bist. Da liegen meistens Welten dazwischen. Und das ist eigentlich das schönste Ergebnis, was man dann sehen kann, wenn es das Thema Selbstbewussterwerden geht. Andreas Wiener: Tschüss! Henners: In dem Sinne tschüss.