Andreas Wiener: Hab ich die richtige Kamera? Sollte ich vielleicht noch mal zum Friseur gehen? Was ist, wenn das ganz viele Leute sehen? Was passiert, wenn die Leute das nicht gut finden, was wir machen? Willkommen im Overthinking. Das Problem, das wir heute lösen werden, ist Overthinking. Und ihr werdet merken, wenn ihr uns einigermaßen zuhört und so ein bisschen auch in euch hineinhört, ihr macht diesen Fehler des Oversinkings immer und immer und immer wieder. Aber dafür sind wir ja da. Wir glauben, wir haben Overthinking einigermaßen gelöst. sag einigermaßen, weil komplett wird man das wahrscheinlich nie lösen. Und was das genau ist und wie ihr das hinkriegt, das gucken wir uns heute mal an. Ich sag, Moin, Patrick, guten Tag, schön, dass du da bist. Und wann hast du denn das letzte Mal gemerkt bei dir selber, Mensch, das war ganz schön Overthinking, da hab ich ganz schön viel Zeit mit verschwendet. Henners: Moin, Andreas. Ich glaub, Overthinking ist was, was jeder kennt. Das passiert ja eigentlich auch immer wieder. mir ist es typischerweise, ist es noch der richtige Job für mich. war zuletzt auch was, wo ich drüber nachgedacht hab. Dann denkst du dir natürlich auch, dann malst du dir Szenarien aus. Da rattert's dann so richtig im Kopf. Und die ganzen Pfade und ganzen Wege, die möglich sind, machen sich dann auf. Das erlebt man im Kleinen wie im Großen. Ich hab's grad im Job beschrieben, ist natürlich auch tagtäglich. Geh ich jetzt ins Fitnessstudio, mach ich jetzt Sport, was passiert da hinten dran alles? Ist es noch der richtige Wohnort? Also, Fragen über Fragen. Und eigentlich, ja, das ganze Leben ... Versucht man, ganze Leben zu planen, zu kontrollieren und die ganzen Eventualitäten abzudecken. Andreas Wiener: Spannend ist, wo ist die Grenze? Wo ist das auf der einen Seite Planen und gut vorbereitet sein? Und das andere ist, wann fange ich an zu Overthinking und zu Overingenieren? Also nach dem Motto, die Stellschrauben so krass zu drehen, obwohl die Maschine schon längst laufen würde, als Schutzmechanismus. Ich kenne Overthinking immer dann, wenn ich etwas Unangenehmes machen will. Und dann denke ich mir, aha Jetzt muss ich mich gut vorbereiten. Jetzt muss ich mich besonders gut informieren. Jetzt, wenn irgendeine Frage kommt, ich will dieser Frage gerecht werden können, damit ich nicht irgendwie als Trottel da stehe. Und dann verliere ich mich als Schutzmechanismus halt extrem in diesem Overthinking. Weil mein Gehirn ja denkt, aha, ich tue ja was. Ich beschäftige mich mit dem Problem. Dabei schiebe ich das Problem immer weiter her und immer weiter sowieso ... Deswegen funktioniert Overthinking, und wir kommen hier oft in Stress, wenn Deadlines auf einmal da sind, dann müssen wir ja etwas machen. Und dann funktioniert Overthinking nicht mehr so gut, dann sind wir aufgeregt, dann geht das alles nicht, dann hätten wir viel mehr Vorbereitung gebraucht. Also Overthinking ist schon wirklich so der Feind. Henners: Alles, was Denken angeht, hält dich vom Handeln ab. ist auch ganz klar. Du versuchst, nachzudenken, neue Informationen zu sammeln, zu reflektieren, Dinge zu verstehen. Aber letztendlich, sind wir mal ehrlich, das Meiste erlebst du genau dann, wenn du es tust. Da kannst du so oft und so viel drüber nachdenken, wie du willst. glaub, eine gewisse Basis brauchst du, wie du gesagt hast, diese Schwelle zu erkennen. Wann ist es zu viel? Wann hab ich genug, starten zu können? Ich glaub, das ist wirklich ... wirklich die Herausforderung. eigentlich ist immer die Frage für mich, kommen jetzt eigentlich noch neue Erkenntnisse dazu oder fange ich an, denselben Gedanken wiederzuhaben, dann weiß ich eigentlich, okay, spätestens jetzt muss ich reingehen. Andreas Wiener: Ja, also ich hatte das ja eingeleitet hier mit diesem Podcast. Da kannst du natürlich hervorragend overthinken. Du kannst sagen, was ist, wenn das hier ein Welterfolg wird, wir auf großen Bühnen stehen und Autogrammstunden für unsere Bücher geben und viele Leute, was machen wir dann mit den Leuten, die sich bedanken? Hey, das hat mir weitergeholfen. Das war gut. Wie gehen wir dann mit denen So, wenn wir das alles machen würden. Dann wären wir unheimlich beschäftigt. könnten sogar noch zu zweit hervorragend oversinken. Das passiert in Firmen ganz, ganz oft. Das bedeutet, man muss irgendetwas tun, muss etwas lösen, und dann sagt man, jetzt stelle ich erst mal ein Meeting ein. Das Meeting hätte eine E-Mail sein können, aber Oversinken macht auch Spaß. Also unser Gehirn kriegt so eine gewisse Befriedigung. In dem Moment, wenn man sich alles ausmalt, was sein könnte. Du hast jetzt einmal gesagt, kann einmal Angst sein. Es kann einmal sein, dass man sich nur Negatives ausmalt. Es kann aber auch sein, dass man in den Positiven stecken bleibt, in diesen Tagträumen. Das heißt, immer wenn ich anfange zu denken, anstatt zu handeln, ist das immer so ein Mechanismus, wo ich sage, ey, lass den Podcast mal lieber nicht so machen. Ich hab doch jetzt eine Sony Alpha. Du nimmst ja jetzt gerade noch mit dem Handy auf. Sollten wir nicht warten, bis du auch eine Sony Alpha hast, weil dann ist das ja geiler, wenn das Bild gleich aussieht. Aber Moment, wir machen ja auch YouTube. Ja, das ist schon gut, wenn das hochprofessionell ist. Nee, dann lass mal lieber nicht den Podcast machen. Ach, wenn wir den Podcast nicht machen. Ach, da hab ich doch eine andere Frage. Wo ich dich gerade da habe, machen wir jetzt 30 Minuten, machen wir eine Stunde? Was wollen wir mal besprechen, wenn wir jetzt die 30 Minuten überschreiten? Wie lange wir dann, was wir dann in der Zeit machen? Brauchen wir immer am Ende eine Flowskill oder wie machen wir das? Und wir wollen doch auch, dass die Leute und muss man noch mal gelernt... Merkt ihr? Man kann alles zedenken und hab das schon so in mir, dass ich diese ganzen Beispiele jetzt direkt bringen kann. Und ich glaub, wichtig zu erkennen ist, selbst wenn es euch gefällt, zu overthinken, ganz viele YouTube-Videos dazu anzugucken zu eurem Thema, ganz viel Wissen, ganz viel Lesen, etc., es Spaß macht, selbst dann seid ihr in der overthinking-Falle. Es muss also nicht immer etwas mit Angst oder mit Unangenehm zu tun. Es kann auch sein, dass du dich darin verlierst. Jetzt bereite ich mich erst mal vor. Aber wo ist denn, Patrick, deiner Meinung nach, so ein bisschen der sweet spot zwischen ich bereite mich tatsächlich gut vor und ich komme ins Tun. Wo glaubst du, wo ist der? Henners: Na ja, es ist, glaub ich, auch immer sehr typabhängig. Der eine braucht mehr Informationen, zu starten. Der andere ja nicht. Nimm uns beide ja mal. Ich bin ein totaler Kopfmensch. Also, ich bin sehr viel im Kopf unterwegs. Ich hab sehr viele parallele Handlungsstränge, die ich auch hab. Ich hol mir auch sehr viele Informationen. Das tust du zwar auch, aber du bist jetzt allein durch deine Selbstständigkeit, durch deinen Background, bist natürlich viel schneller im Entscheidenden als ich zum Beispiel bin. Ich glaub, ich brauch zum Beispiel ein Stück weit mehr Informationen als du. Und ich hab's vorhin gesagt, so der Spot für mich ist eigentlich, wenn ich anfange, einen Gedanken noch mal zu haben, den ich eigentlich schon mal durchdacht hatte. Und was mir ganz oft hilft, ich versuch's dann mal aufzuschreiben. Weil im Kopf hört sich das alles superlogisch an. ist klar, das ist der Weg, den man gehen muss, das sind die Optionen, man hat. Aber wenn man versucht, das aufzuschreiben, dann ist es schon ein Schritt näher Richtung Handlung. Und dann erkennst du schon, wo weiß ich's, wo ist es sicher und wo vielleicht auch nicht. Und dann Es ist wirklich eins, ich glaub, du musst diese Erfahrung machen und es einfach ausprobieren und gucken, was passiert. Weil du hast das vorhin aus dem Firmenkontext beschrieben. Ist natürlich auch so. Du kannst natürlich sechs bis zehn Wochen ein Projekt durchplanen und durchsprechen und durchanalysieren. In der Zeit wäre das Prinzip fail-fast, aber viel erfolgreicher geworden, weil du schon dreimal ein Projekt hätte starten können und hättest gemerkt, läuft's, läuft's nicht. Also, ich glaub, dieses einfach ... Da muss man sich aber immer wieder bewusst machen, ich denke gerade viel zu lang, ich gehe jetzt einfach rein. Ich glaube aber eine gewisse Grundbasis ist notwendig, damit man das Thema grob umrissen hat. Aber mehr würde ich tatsächlich jetzt mit der Erfahrung, die ich gemacht habe, auch gar nicht mehr investieren, sondern dann rein da. Andreas Wiener: Du hast gesagt Aufschreiben. Wie sieht das genau aus? Was schreibst du da auf? Also wie habe ich mir das vorzustellen? Visualisierst du was im Sinne von ich manifestiere und da will ich hin und das sind die wesentlichen Schritte oder machst du eine To-do-Liste? Kannst du mal sagen, was du da an Ausschreiben macht? Weil das finde ich spannend. Das mache ich nämlich null. Kann ich gleich erzählen, wie ich mit den Sachen umgehe. Aber du sagst zum Beispiel Aufschreiben, wie strukturierst du das? Wie machst du das? Das ist als Tipp für die Hörer. Henners: Ja. Er ist ja bei uns beiden auch immer so derjenige, der was auf Papier mitbringt, bin ja meistens ich. Ich brauch so eine Vision, wo ich hin will. einen, dann mach ich's wirklich ganz kurz noch, was sind die Eckpunkte, ich hab, und dann kommt wirklich so ein Actionplan für mich, das Ding erst mal zu starten. Das brauch ich später nicht mehr, wenn das Ding läuft, aber das brauch ich, in Handlung zu kommen. Also mir hilft das total, einfach nur wirklich von oben, also wirklich hohe Flughöhe, dann immer eins tiefer zu gehen, bis ich meine erste Action hab, auf die ich gehe. Und dann ergibt sich ganz vieles daraus. Ab da kann ich nicht mehr planen. Ich finde, erste Handlung, die kann ich sehr gut planen. Und alles, danach passiert, hat so viele Variablen, dass ich das einfach erleben muss. Das ist für mich der Unterschied, wann es auch dann vorbei ist. Ich kann dann auch nichts mehr nachhalten oder weiterplanen. Sondern das ist mich wirklich dieser Startpunkt, so näher ich mich da an. Und das kann visuell Andreas Wiener: Also Tipp. Henners: sein, das kann textuell sein. Andreas Wiener: Tipp wäre jetzt für die Leute, die sich auch eher als analytisch Kopfmenschen, da können wir auch mal eine Folge drüber machen, was ist eigentlich was, wie sind da die Grenzen, wie fließen sind die, aber das könnte man bei uns beiden schon ausmachen, wäre Tipp, du malst dir oder zeichnest dir oder schreibst dir ein gewisses Gerüst halt erstmal aus, das gibt dir eine Form der Sicherheit. Also sprich, ich vergleiche das jetzt mal mit einer Landkarte. Du hast es in Google Maps schon mal eingegeben. Es gibt dir so eine Richtung. Du weißt noch nicht genau, was auf dem ganzen Weg auf der Autobahn passiert wird. Wer schert links aus, wer fährt rechts rein? Wie viele Lkws? Gibt es Stau? So tief gehst du nicht. Du gehst aber auf die E-Mail. Das ist die Marschrichtung. Da will ich hin. Das ist dafür nötig. Ich brauch ein Auto. Da ich was zu essen mitnehmen. Vielleicht muss ich Gepäck mitnehmen. Kann man das vergleichen, dass dir das ein Gefühl von Sicherheit eher gibt? Henners: Ja, genau, ist nur dieses Inhandlung kommen, das ist der Weg dazu. Da gibt's ja auch ganz viele Frameworks, man nutzen kann. Chef Bezos hat ja zum Beispiel dieses Ein-Türen, Zwei-Türen-Thema mit aufgemacht, du sagst, das eine Tür, durch die du auch ganz leicht wieder zurückgehen kannst? Oder ist das was, wo du einfach wirklich eine Entscheidung hast, die jetzt schon eine gewisse Tragweite hat, gewisse Konsequenzen und vielleicht schwerer wieder zurückzudrehen ist? Und wenn's da ist, dann brauchst du sowieso ... Super wenig, wenn du sagst, das kann ich auch schnell wieder Strichtung ändern, ich kann schnell die Entscheidung wieder rückgängig machen. Aber dieses Visualisieren, zumindest den ersten Step festzulegen, ist was, was ich für mich immer brauche. Andreas Wiener: Ja, also ich bin ja ein kompletter Bauchbensch, wenn man das so unterscheiden will. Wusste das aber mein Leben lang nicht. Weil ich immer seit dem Studium eher Ich hab ja ein geistwissenschaftliches Studium, Background hinter mir, da als so, sag ich mal, intellektuell galt, der auch mit Summer Cum Laude sein Studium abgescheitert hat. Und dann hatte ich so eine intellektuelle Schiene drauf, wo es auch bisschen war und hat man es auch selber gelebt. Und die war natürlich immer davon geprägt sehr sauber zu arbeiten. Das heißt, man hat Fußnoten, akademisch-wissenschaftliches Arbeiten, hat dann große Magisterarbeiten geschrieben, einmal Doktorarbeit und so weiter. Und das waren natürlich alles Themen, wo man gesagt hat, hey, da musst du sehr genau in größeren komplexen Dingen denken und hast du gemerkt, ey, das kann ich eigentlich ganz gut. Das heißt aber nicht, dadurch, dass ich das eigentlich ganz gut kann, dass ich ein Kopfmensch bin, sondern ein Bauchmensch. Mich motiviert nämlich das Gefühl. nicht die Richtigkeit von etwas. Das bedeutet, was ich dann erst lernen musste, das war danach im Studium, im Job habe ich mich immer gleich verhalten, aber wie du es angesprochen hast, Unternehmertum, Selbstständigkeit kam dazu und eine kleine Firma denkt halt anders als eine große Firma und muss wahrscheinlich auch anders denken. Wir machen das mittlerweile seit 14 Jahren und sind sehr erfolgreich auch mit. Das heißt, da mussten wir lernen, anders zu denken, wie wir das gewohnt waren aus dem Studium etc. Und da ist Overthinking etwas, was in den großen Kreisen, akademischen Kreisen sehr angenehm angenommen wird. Dieses typische, man sitzt abends zusammen, diskutiert Probleme, die ja gar nicht lösbar sind in dem Moment, aber die halt, wo man sich annähert. dieses Mindset trifft dann auf einmal, du willst was erreichen, du willst dich ausleben, du willst was machen. Und das ist überall, wo du mit dem Kopf arbeitest und das eigentlich gewohnt bist, unheimlich schwer in dieses Doing zu kommen. Künstler machen das zum Beispiel viel besser. Und wir reden darüber, dass sie irgendwann in so einen Flow kommen. Musiker sagen, du musst halt, wir jammen jetzt mal, und wenn da was bei rauskommt. Die haben diese Sachen. Aber alle Leute wie wir, wahrscheinlich viele unserer Hörer, die eher mit dem Kopf arbeiten, haben halt genau dieses Problem, dass es sich gut anfühlt, alle Eventualitäten, den noch mal zu fragen und so weiter, das noch mal zu machen, also Informationen zu sammeln. Und da habe ich gemerkt, irgendwann, bin Bauchmensch. Und da habe ich dann ein Buch gelesen. Ich weiß jetzt gerade gar nicht, wie sie heißt. Auf jeden Fall. Ihr neues Buch heißt Let Them. Das ist die Let Them Theorie, das man andere Leute lassen soll. Und die ist auch von bekannt geworden, dass sie selber bei sich immer Folgendes gemacht hat. Sie hat einen Countdown runtergezählt, ins Handeln zu kommen, unangenehme Aufgaben zu erledigen. Das funktioniert auch bei angenehmen Aufgaben. Das bedeutet, man zählt einfach runter fünf. 4, 3, 2, 1. Das kann man auch jeden Morgen machen, immer tun, wenn man was Unangenehmes. Das funktioniert aber auch bei was Angenehmes. Das heißt, ich habe mir jetzt vorgenommen, hier mit dir einen Podcast zu starten. Damit ich das mache und jedes Mal ins Handeln komme, könnte man runterzählen. Das funktioniert wie gesagt besser, wenn es mir schwer fällt oder ich merke, ich komme nicht ins Handeln. Und deswegen habe ich gemerkt, ich bin Bauchmensch und Emotionalität, das ich nämlich jetzt hier nicht bewerte. Wie gut kommt der Podcast an? Wie gut finden das Leute? Wie viele Kommentare kriegen wir? Ich bewerte es, emotional, für mich jetzt gerade auf der Reise, haben wir beide was davon. Läuft das? Haben wir Erkenntnisse? Gibt es vielleicht nur einen oder zwei, von denen wir wissen, da ist es dann doch noch mal? Aber nicht, müssen wir jetzt so viele erreichen? Welche Länge brauchen wir, der YouTube-Algorithmus? Also alles, was man analytisch irgendwann machen kann? hab ich komplett gelernt aufzugeben und erst mal das zu produzieren, was mir gut tut, was richtig ist und damit 5, 4, 3, 2, 1 rein. Einfach rein. So, und das hat mir sehr geholfen und das ist vielleicht auch noch mal neben dem Aufschreiben. Wenn ihr das seid, könnt ihr das machen. Das zweite ist innere Stimme. Einfach mal runterzählen und sagen, jetzt. Und wenn es der falsche ist, das falsche ist gerade die zwei Türen angesprochen. Damit muss man leben und diese Türen gehen schneller auf und zu. Je mehr du es gewohnt bist Fehler zu machen, umso schneller geht es halt und du kannst besser abwägen, was wichtig ist. Henners: Und die gehen auch immer schneller auf und zu, als man denkt. Das ist ja immer genau der Faktor. Und das muss man mal erlebt haben, das kannst du wieder nicht denken. Manche Dinge musst du einfach erleben. Und ich finde, ist es wirklich essentiell, zu wissen, wer bin ich eigentlich selber. Du hast es angesprochen, du Geisteswissenschaftliches Studium, ich hab Mathematik studiert. Ich komme aus einer ganz anderen Ecke, wo es ohne analytisch Probleme in Struktur bringen. gar nicht anders geht, dann bin ich Führungskraft in einem Konzern, wo du das natürlich auch sehr, sehr stark auch mit lernst. Also du musst wissen, von wo kommst du und dann kannst du dir deinen Weg machen und dann weißt du auch, wie viel brauche ich jetzt am Ende des Tages, auch starten zu können. Und dieses Runterzählen ist sehr charmant. Ich glaube, was auch noch ein Tipp ist, einfach mal gar nichts, einfach mal gar keine äußeren Reize zu haben. Das ist auch was, was mir hilft, einfach mal eine halbe Stunde hinsetzen. Weil du kannst gar nicht so lange über dieses Problem nachdenken, nachdenken, irgendwann löst dich's auf. Das muss man aushalten können und das ist ein Prozess. Da kann man auch mal mit fünf Minuten starten und man erhöht das dann immer wieder jeden Tag eine Minute. Aber das hilft extrem. Einfach mal den Kopf zur Ruhe kommen lassen, weil dann wird alles viel, klarer und man hat den ersten Step zumindest, dem man gut gehen kann. Andreas Wiener: Ja, ich glaube, was ich immer gut vergleichen kann, ich hatte nach dem Sweet Spot gefragt, wie viel Vorbereitung und wie viel ist dann Praxis. Ein gutes Beispiel war, ich habe als Kind Fußball gespielt. Und ich kann die Geschichte mal einem anderen Kontext erzählen, warum ich dann auch sehr große Probleme beim Fußball hatte. Darum soll es jetzt aber nicht gehen. Ich habe dort nämlich gelernt, schon damals, und es wurden schnell die wichtigsten Regeln erklärt. Aber ... Es wurde in demselben Tag bei meinem ersten Fußballtraining, beim Anfang, wurde schon gespielt. Dann sind alle gleichzeitig nach dem Ball gelaufen, es völliges Chaos, es gab keine taktischen Prinzipien. Es gab aber das Feld nach dem Motto, ihr dürft nicht hier rausspielen. ihr hier rausspielt, gibt es Einwurf für die gegnerische Mannschaft. Es gab schon die Tore, darauf versuchen wir zu spielen. Also nach dem Motto, es gab schon rudimentäre Spielregeln. Und ich glaube, wenn du das so begreifst ... Im Sinne von es gibt rudimentäre Spielregeln. Bleiben wir hier noch mal bei dem Podcastbeispiel. Zwei Mikrofone. Spielregeln. Macht Sinn. Jetzt sollte man, jetzt könnte man oversinken und sagen, welche Mikrofone. Völlig egal. Fangt an mit Mikrofonen. Weil es wird nicht, der Erfolg wird halt nicht daran gelassen. Das ist ähnlich wie beim Fußball. Tret ich jetzt mit Außenrist oder tret ich jetzt mit der Innenseite? Das wird sich dann irgendwann im Profitum, wird sich das dann quasi ... rauskristallisieren. So lange vorher ist es halt immer so, ihr müsst nur Spielregeln vorsetzen. Und das geht heute relativ schnell über zum Beispiel Shadjibiti. Was Shadjibiti nicht kann, ist das Profitum. Das kann ich gleich sagen, können wir auch mal eine Folge zumachen im Sinne von, sollte man das nutzen und wie weit Henners: ja. Andreas Wiener: und wie fern. Aber wenn ich jetzt einen Podcast machen möchte und sag, das Thema wird mir Shadjibiti nicht abnehmen, die Lebenserfahrung wird mir Shadjibiti nicht abnehmen, alles, was wir hier bereden, wird mir Shadjibiti nicht abnehmen. Aber alles das, wenn ich diesen Podcast starte, welches Tool nutze ich, welches wieder in die Spielregeln gedacht, rudimentär, damit ich starten kann, wie lade ich bei YouTube hoch, wie lade ich es bei Spotify hoch. Das sind nicht Sachen, die du erst oversinken musst, all die Sachen. Da kannst du einfach die Entscheidung an Chatjapt heute geben und sagen, so machst du's. Das Ding macht nichts anderes als die Information, die du Google hättest zusammensuchen müssen, dir etwas Kompromierte zu geben für deinen Anwendungsfall. So, und insofern glaub ich, wenn du mit Overthinking stoppen willst und sagst, jetzt ist der Moment der Overthinking. Wenn du noch nichts produziert hast, aber gleichzeitig dich schon in Spielregeln und in Feinheiten verlierst, dann weißt du, du musst erst produzieren. Das ist, ich, so da der Speedbox, die Kernaussage, und das ist so bisschen das, was du ja auch sagst, hey, aufgeschrieben ist noch okay, aber ... Und danach muss eine Handlung erfolgen. kannst nicht 27 Powerpoints machen. Du kannst nicht sagen, das betrage ich noch mal im Buch. Ich bin so der handschriftliche Typ. Ich muss das noch mal malen und sketchen, damit ich's mir besser vorstelle. Dann bist du wahrscheinlich im Obersinking. Henners: Da kannst alles machen, hilft halt nur nichts mehr. Das bringt dir halt 0,0. Ich find die Analogie zu den Spielregeln total gut. Aber dazu hat's halt eine Prämisse, leider. Und du musst das Ganze halt auch ein Stück weit das Spiel verstehen. Also, du darfst auch die Konsequenzen, wenn sie nicht ernst sind, auch nicht ernst nehmen. Ja? Also, das muss man einfach mit dieser gewissen spielerischen Leichtigkeit, muss man das sehen. Weil in einem Spiel können wir das alles. Ja, da ... Da überlegt jetzt keiner zehnmal durch, wie spiel ich als Mensch noch nicht, mit welcher Strategie geh ich daran. Das macht ja keiner, weil du das als Spiel siehst. Und ich glaub, das ist essentiell, dass du sagst, hey, wo sind's wirkliche Konsequenzen? Und wo denk ich nur, wo bin ich so angehaftet, dass es mir wie schwerwiegende Konsequenzen vorkommt? In Wahrheit ist es aber wirklich diese zwei Türen, und dann geh ich halt die andere Tür weiter. Andreas Wiener: Es nagt natürlich jetzt an mir, dass wir ausgerechnet Jeff Bezos zitiert haben Henners: Haha! Andreas Wiener: als so, sag ich mal, intellektuelle Elite, die es dann gibt, wenn wir jetzt auch noch mit der Pizzatherorie anfangen. Henners: sehr gut. Andreas Wiener: genau die Sachen sind halt so schön, weil sie einfach sind Henners: Ja. Andreas Wiener: und weil sie natürlich ihm dann immer zugeschrieben werden. Das sind auch viele Churchill-Zitate, wo man das auch immer oft gemacht hat, den Politiker, heute sind sie Kapitalisten, die man dann halt schön darstellt. Aber ich glaube, Kern, wo wir noch mal drüber reden müssen, zwei Themen, die ich hier noch mal hab bei Obersinking. Das eine ist die Aussage, ich bin so perfektionistisch. Die führt zu Obersinking. Also Perfektionismus ist aus meiner Sicht immer der Feind der Umsetzung. Es ist auch ein Schutzmechanismus. Bisschen alles gelagert, aber man ergibt sich dann sehr schnell dem Obersinking. Und das Zweite, was ich auch dann noch mal so hab, ist dass man sagt bei Overthinking die Bewertung anderer von außen. Da würde ich mit diesen beiden Themen reden. Das eine ist, man macht ja Perfektionismus, damit man die Bewertung von außen auch vermeiden kann. Angeblich. Also, man geht davon aus, ich überlege so viele Eventualitäten. Ich habe so viele verschiedene Dinge. bin, bleiben wir mal in so einer Marvel-Welt. Die künstliche KI von Iron Man, Jarvis. die halt auch alles Mögliche projizieren. Das wären wir ja gern. Und das sofort auf alles innerhalb von Millisekunden reagieren kann und so auch auf äußere Einflüsse. Und gerade die äußeren Einflüsse ist ja oft bei uns verwurzelt, dass wir sehr große Angst haben von Judgment anderer. Beispiel, das reden die beiden da, die haben ja kein Psychologiestudium. Als Beispiel. Was reden die beiden da? Das sind zwei Männer. Was können die Frauen und alle dazwischen jetzt hier erklären und erzählen und machen und tun? Das sind alles Fragen, die man sich durchaus stellen kann. Es sind aber Sachen, die uns ja nicht davon abhalten müssen, dass wir das hier jetzt tun. Also, wir müssen nicht oversinken und sagen, wenn ich das jetzt nicht habe, wird es anderen Leuten nicht gefallen. Weil ich kann euch genau das Beispiel andersrum nennen. Die ersten sagen, endlich sehe ich das vielleicht aus einer mehr männlichen Perspektive und das hilft mir jetzt auch in meiner Weiblichkeit, irgendetwas zu tun. Umgekehrt, endlich mal Leute, die versuchen, aus ihrem Erfahrungswert nah am Leben das, was sie machen, ohne der Wissenschaft abgeneigt zu sein, trotzdem zu sagen, hey, da gibt es noch Krautzonen, da sind Sachen, da können wir mal drüber reden, genau das habe ich gebraucht. Weil das andere war für mich so Versuchslabor-mäßig und da waren Gesetzmäßigkeiten, die für mich gar nicht gelten und ich brauchte eher Identifizierung. Merkt ihr, so kann man Overthinking auch argumentativ auflösen, wenn man Angst hat vor Judgement, versucht immer diese Urteile, die über euch kommen, in beide Richtungen zu lenken. Also einmal, was könnte der Negative sagen und was könnte der Positive entgegnen und schon geht es euch besser. dass sie was produzieren können. Die beiden Themen sind mir wichtig. Perfektionismus als Schutzmantel und noch mal äußere Ablehnung. Henners: Perfektionismus kommt ja auch immer ein Stück weit aus, weil vielleicht alte Muster eher Leistung belohnt haben, weil man natürlich auch Angst vor dieser gesellschaftlichen Ablehnung hat. Da ist das Internet natürlich auch gnadenlos. Das ist ja auch noch mal ein eigenes Thema für sich. Aber ich glaub, da ist wieder der Zweiklang für mich, zum einen zu wissen, wovor hab ich gerade wirklich Angst, warum hab ich einen gewissen Perfektionismus vielleicht ausgeprägt? Wurde der mir anerzogen, hab ich mir den angeeignet? gewisse Dinge zu vermeiden und sich auch davon wieder versuchen, Stück für Stück frei zu machen. Weil am Ende des Tages ist es völlig egal, was irgendjemand da draußen denkt, weil du machst das am Ende auch nur für dich. Wir machen diesen Podcast ja auch, weil wir Lust dazu haben, diesen Podcast zu machen. Weil wir denken, wir haben hier Erfahrungen gemacht, und wir werden die richtigen Leute finden, die dann sagen, ich hab genau diese Info gebraucht, hab diesen Tipp gebraucht, starten zu können. Und nicht, was jetzt in den Kommentaren steht, ob das gut war, schlecht, natürlich nimmt man Feedback da auf, aber das darf man nicht überbewerten. Und darf einen vor allem einen Schritt früher nicht in diese Schleife bringen. denk immer wieder drüber nach, damit's möglichst perfekt wird. Weil egal, wie perfekt du's am Ende machen willst und machen wirst, es wird immer jemanden geben, den ist es nicht gut genug. So, und damit musst du leben, und das im Vorfeld zu wissen, sich bewusst zu sein, unheimlich wichtig. Andreas Wiener: Ja, und das sagt sich natürlich immer so leicht als theoretisches Gerüst. Man muss natürlich dann versuchen, damit umzugehen. Ich glaube, je öfter man es macht, also der klassische Sprung ins kalte Wasser, je öfter man sich dem aussetzt, auch im Kleinen, Urteils anderer Leute, anderer Menschen, umso besser wird es halt auch mit der Zeit und man lernt da besser mit umzugehen. Ich habe damals als junger Mensch sehr viele Vorträge gehalten, meine Firma nach vorne zu kriegen, Kunden zu gewinnen. Da sind teilweise Leute kopfschüttelnd, sind rausgegangen, weil es denen so wehtat in ihrer Profession. So, das hätte ich jetzt als Ablehnung interpretieren können, was ich anfangs auch tat und wurde auch bisschen nervös und mir wurde auch schwarz vor Augen. Heute sagen die Leute zu mir, ja, die ist ja die Bühne gegeben. Nein, das war nie so, können wir uns auch mal drüber unterhalten. Aber damals sind Leute kopfstil rausgegangen, weil sich deren Arbeit fundamental infrage gestellt habe und sie halt das, was sie nicht hören wollten, mit neuen Ideen, das ist ja, die neue Firma muss ja neue Ideen haben, das dann sehr provokant, provokativ damals gemacht, wie das in Jugendjahren so ist. Und das hat zur Ablehnung geführt. Es hat aber auch absoluter Zustimmung geführt und die Aufträge kamen nur so rein. Hätte ich eine rein informative Geschichte dort erzählt, die nicht zu Urteilen geführt hätte, dann hätte ich wahrscheinlich auch die anderen, die begeistert waren, nicht gewonnen. Weil dann hätte ich ja geguckt, wie finde ich jetzt den Mittelweg? Also Patrick, sollen wir hier noch einen Psychologen einladen, der das irgendwie abgebrochen hat, studiert hat, aber immerhin können wir sagen, ist dabei. Sollen wir lieber, bevor wir jetzt hier reingehen ins Gespräch, die ganze Literaturliste mitgeben? dann noch mal bisschen seriöser zu wirken. Sollen wir. Und da wollten wir beide ja nicht hin. Unsere Spielregeln des Oversinkings waren ja durchbrocken, als wir gesagt haben, wir bereiten uns vor, wir definieren das, wir kommen von beiden Seiten, wir möchten das haben und wir möchten Lösungen, die wir weitergeben, entweder an jüngere Menschen als wir. Oder genauso Leute, die andere Lebensläufe haben, andere Dinge gemacht haben, die sagen, krass, das Thema Obersinking war mir grade gar nicht bewusst, jetzt hab ich den Einstieg, und jetzt möchte ich gerne weitermachen und weitergucken und so weiter. So ist das bei uns auch gedacht. Wir haben die Spielregeln festgelegt. Aber wir haben nicht festgelegt, was sagen wir, wie und warum und welche anderen Leute kommt das an oder nicht. Das werden wir sehen. Und wahrscheinlich werdet ihr auch merken, dass wir das eine oder andere mal bisschen mehr wissenschaftlicher werden, das andere mal bisschen mehr aus der Hüfte. Nur ich glaube, wenn wir Overthinking machen, das ist ein Riesenproblem. Und zu guter Letzt will ich euch noch mal mitgeben, dieses positive und negative Overthinking ist eine Riesenfalle. Ihr kennt es alle. Wenn ihr abends im Bett legt und eure Gedanken kreisen und ihr könnt nicht einschlafen, haben wir jetzt erst mal diesen Gedanken negativ assoziiert. Ihr habt irgendwelche Sorgen. So, das heißt, ihr zedenkt diese Sorgen. Deswegen könnt ihr nicht einschlafen. Das relativ einfach. Das kann man kompliziert ausdrücken. Noch einfacher ist es, ihr habt eine komplette Begeisterung für was. Es ist euch etwas eingefallen, was ihr unbedingt umsetzen wollt. Dann macht ihr genau den selber negativen Prozess, dass ihr euch in diesen Tag träumt, in diesen Sachen, man kann nicht schlafen. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten. Nummer eins ist, die Gedanken kreisen, da müsst ihr sehr lange an die Ursache ran. Wenn es schon so weit ist, dass abends die Gedanken kreisen, müsst ihr tagsüber die Sachen lösen. Damit das abend sich passiert, möchte ich gar nicht darauf eingehen. Wenn ihr aber positiv Gedanken habt, habt ihr nur, müsst ihr dann runterzählen und sagen, es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder ich schlaf jetzt oder ich steh auf und mach die Nacht durch. mit dem, dass ich ins Doing komme. Ich guck jetzt nicht YouTube-Videos zum Thema, ich hör nicht Podcast-Videos. Ich ruf jetzt nicht jemanden, der vielleicht auch nicht schlafen kann. Nein. Dann setzt euch hin, schreibt die Spielregeln auf, die Schritte, die Sachen. Oder fangt direkt an mit Cheche Petit als Sparrings-Partner. Das aber auch nicht zum Obersinken, sondern zu sagen, hey, die Kontretenhandlungsempfehlung, mit welchen kann ich starten? Ich bestelle jetzt das Mikrofon für den Podcast. So. Und das will ich euch mitgeben. Das Overthinking kann in beiden Sachen negativ wie auch positiv wirken. Es hat aber immer ein negatives Ergebnis. Es kostet euch eure Zeit, eure Kraft und es ist sehr, sehr anstrengend auf Dauer, Dinge zu zedenken. Da kommt ihr in eine Schleife rein, die ihr nie wieder aufhalten könnt. Henners: Du kannst es nur durch Handeln stoppen. Es funktioniert nichts anderes. Du kannst deinen Gedanken nicht durch einen anderen Gedanken lösen, sondern du kannst es nur stoppen, indem du anfängst zu handeln. Das ist ein Prozess. hatten vorhin die Kommentare. Natürlich spricht es sich leicht zu sagen, es muss euch prinzipiell erst mal egal sein, was die anderen über euch denken. Am Ende ist es das nicht. Das wissen wir selber. Aber das kriegst du nicht raus, indem du denkst, wenn der erste Kommentar kommt, dann kann ich so denken. Nein, das musst du erleben. Da steht der erste Kommentar. Man sagt Andreas, der Podcast war scheiße. dann trifft es dich wahrscheinlich erst mal. Und je mehr davon kommt, umso mehr weißt du es auch einzuschätzen. Weil das, was du beobachtest, ist nicht automatisch das, was du auch bewertest am Ende. Also du gibst dem Ganzen noch mal ein Etikett und sagst, das ist so wichtig, das so wichtig, das hab ich so und so weiter. Und ich glaub, diesen Pfad zu gehen, ist einfach wirklich nur durch Handeln in den Griff zu kriegen. Und da können wir uns jetzt hier auch drehen und diskutieren. Und das wäre auch so mein Rat. Egal, worüber ihr nachdenkt, geht einfach den nächsten Schritt und schaut, wie sich's anfühlt. Auch die Tipps, wir geben, sagen wir ja nicht, das ist das Patentrezept, das ihr wisst, wie gehen wir gegen Overthinking vor. Aber es führt euch zu eurem nächsten Schritt. glaub, genau darauf kommt's an. Andreas Wiener: Ja, und eine ganz wichtige Sache, zum Beispiel, ich frag dich jetzt gleich nochmal, was du heute mitgenommen hast, gelernt hast, was dir jetzt das Wichtigste aus der Folge war, Patrick. Bei mir war es definitiv nochmal, dass die Erkenntnis, auch wenn man selber über etwas redet, vergegenwärtigt man sich das ja selber auch nochmal und reflektiert sich selbst auch in der Vorbereitung für diesen Podcast zum Thema Overthinking. Habe ich ja auch mir über verschiedene Sachen gedacht, wo in meiner Geschichte war das, welche Parallelen, welche Allegorien und so weiter. Und da möchte ich hier nochmal ganz klar mitgeben, Du musst kein Experte sein, wenn du mit irgendetwas startest, was du dir wünscht. Das heißt, du musst dich gut vorbereiten. Du solltest die Grundvoraussetzung haben, solltest die Spielregeln kennen. Aber dann musst du loslegen. Weil man wünscht sich so, der absolute Experte zu sein, wenn man mit etwas startet. Ich kann euch jetzt aber schon sagen, in den nächsten fünf Jahren, die wir das hier Minimo machen werden ... Es ist halt so, dass ich sage, dann werden die Leute mich ja nicht mehr fragen, warum bist du Experte in dem Thema Overthinking? Warum bist du Experte in dem Thema Zeitmanagement? Warum bist du Experte so, weil du es unter Beweis gestellt hast, da jedes Mal wieder drüber zu sprechen. Dass Leute gesagt haben, ich wende das an. Dass Leute sagen, hey, das funktioniert was. Mir persönlich geht es dadurch besser. Das kann ich auch nachweisen. Das heißt, ihr dürft nicht darauf warten, Experte zu werden. Und ihr werdet Experte durch Zunahme von Büchern, wenn ihr handelt. Ihr werdet aber nicht Experte, das wusste Faust schon, wenn ihr einfach nur im stillen Kämmerlein sitzt. Ihr müsst dann auch notfalls mal mit Mephisto auf die Straße. Das muss auch mal wehtun. Das muss auch mal unangenehm sein. Weil ansonsten werdet ihr einfach nur stehen und warten. So, in dem Sinne, ich sag schon mal Tschüss, auf bald. Patrick, deine letzten Worte, was hast du gelernt? Was nimmst du mit? Wie kann man Overthinking lösen? Henners: ist natürlich immer eine sehr komplexe Frage. Für mich ist aber immer wichtig, ich versuch's mal auf mich zu beziehen. Ich will mein Denken auf keinen Fall loswerden. Das ist eine ganz große Stärke, Dinge wirklich auch in Struktur zu bringen. Es muss halt nur dazu führen, und das ist bei mir auch immer, dass ich's aufschreib, ist es für mich der Punkt, jetzt kann ich damit starten. Ich glaub, diese Klarheit ... Es braucht manchmal weniger Klarheit, als wir denken, dass es braucht, mit etwas starten zu können. Und am Ende wirst du nur Experte. Wir werden nur Experte für Podcasts, wenn wir ein Podcast machen. Bei den Sportarten hast du es ja auch gut beschrieben. Aber ich kann jetzt zig Bücher über Fußball durchlesen und wie die verschiedenen Techniken sind. Am Schluss muss ich spielen, dieses Spiel auch zu lernen. ist genau das immer ... Egal, worüber du grad nachdenkst, geh den nächsten Schritt. Das hab ich auch für mich mitgenommen, weil das ist immer ein Handlungsfeld, auch zu gucken, wo geht man als Nächstes hin. Dementsprechend freu ich mich den nächsten Schritt. in der nächsten Folge dieses Podcasts zu gehen. Andreas Wiener: Bis denn, ciao. Henners: Ciao!