Andreas Wiener: Viele Leute sagen gerne mal, so bin ich eben. Also, nach dem Motto, ich hab eine feste Persönlichkeit, ich hab einen festen Charakter, und damit musst du umgehen können. So bin ich eben. Das Interessante ist, eine Studie von 2013, wo so 19.000 Menschen gefragt worden sind, 18 und 68 Jahren, nach dem Motto, was hat sich bei dir im Leben verändert, wie bist du so? Die reden von ganz vielen Persönlichkeitsveränderungen und die sind nicht eben so, wie sie gerade in dem Moment sind, zu glauben. Wir glauben aber gerne, dass wir so festgefahrene Charaktereigenschaften hätten. Wir glauben gerne, so sind wir, weil wir biologisch so gebaut sind. Aber wir werden heute sehen, man kann sich krass verändern. Wir werden heute eigene Geschichten dafür haben. Und wir werden natürlich auch einfach paar Tipps für euch haben, wenn ihr euch verändern wollt, wie man sich am besten verändern kann. Was war denn bei dir, Patrick, vor 10 Jahren etwas, wo du gedacht hättest, nee, dahin verändere ich mich niemals, so bin ich eben, das werde ich definitiv nicht tun. Hast du da was? Henners: Ja, ich hätte nie gedacht, dass vor zehn Jahren, dass ich in zehn Jahren hier sitze und mit dir einen Podcast mache. Das ist jetzt unabhängig von deiner Person, aber tatsächlich so dieses nach außen gehen und da auch tatsächlich über diese Themen in der Tiefe zu sprechen, das wäre für mich damals, in der damaligen Situation, undenkbar gewesen, weil ich immer jemand war, der Dinge mit sich selbst gelöst hat, da gar nicht groß nach außen irgendwie weder was geteilt hat, noch irgendwie so groß Rat gefragt hat. Und das ist schon eine gravierende Veränderung, die da stattgefunden hat. Also von daher, hätte mir nie vorgestellt, dass ich mal hier einen Podcast hab. Und grade so auch über diese wichtigen Themen da sprech. Was war's denn bei dir? Andreas Wiener: Ja, also da hab ich ganz viele Geschichten. Ich habe meine Persönlichkeit über die letzten 45, 46 Jahre massivst oft geändert. Was, glaube ich, nicht damit zu tun hat, dass ich jemand bin, der neigt dazu, sich zu verändern, sondern einfach auf der Suche war nach sich selbst und es halt 45 Jahre gedauert. Und deswegen waren es krasse Veränderungen. Ich kann dir ein Beispiel geben. Ich habe so stark gegen eine Veränderung angekämpft. Ich habe mit 13 angefangen zu rauchen. Und das habe ich dann erst in meinen 40ern aufgegeben. Und für mich war es so, warum habe ich in meinen 30ern nicht aufgehört zu rauchen? Weil da war ich ja schon schlau genug. Also wir brauchen nicht drüber reden. Ich glaube, das müssen wir jetzt hier niemandem erzählen. wäre eine Platitude zu sagen. Das ist nicht gut. Das weiß auch jemand. Ist auch mittlerweile sozial geächtet. Also wenn du in einem gewissen Kreis bist, der jetzt vielleicht nicht völlig so auf Rauchen steht aus irgendeinem Grund, dann ist Rauchen geächtet. Das bedeutet, ich hab dann weiter geraucht, obwohl's so war, ich war dann alleine und so weiter. Ich hab Rauchen als meine Identität begriffen. Das bedeutet, weil ich das hier mit 13 angefangen habe, so bin ich eben. Also mein ganzes Leben war nicht mehr das eines Rauchers. Aber das war für mich so der Rettungsanker. So bin ich eben. Das ist das, was mich macht. Muss man überlegen. dass man seine Identität aus einer Zigarette gewonnen hat. Was natürlich im Rückblick relativ easy ist, weil ich ja gesagt hab, fünf Minuten für mich alleine gerade, nur ich da in der frischen Luft, was dann keine frische Luft ist, Ironie. Und das ist der Moment, wo ich heute merke, das war meine Identität. Und meine Identität, weil ich da bei mir selbst war, war ja nicht die Nikotinabhängigkeit. Und deswegen, da würd ich sagen, da hätt ich niemals gedacht ... dass das etwas ist, was ich heutzutage überhaupt nicht mehr brauche, keine Identitätsstiftende Sache ist oder wo ich heute auch weiß, es war ja nie ein Teil meiner Identität. Hätte ich dir aber vor zehn Jahren klar beantwortet, ich möchte nach außen hin auch, dass die Leute wissen, der fällt so ein selbstzerstörerisches Leben. der ist bestimmt hedonistisch veranlagt im Sinne von, lebe jetzt und nimm alle vollen Zügen, das passt ganz gut beim Rauchen, und gib richtig Gas. Ja, also insofern habe ich auch durchaus viele Beispiele dafür. Henners: Ja, glaube, ja sowas Veränderung begleitet uns ja ständig. Wir haben gar nicht die Möglichkeit allein, auchgrund der externen Umstände, die wir haben, mal groß still zu stehen. Und die Geschwindigkeit ist ja noch viel größer als früher. Und das ist ja nicht nur auf einen persönlich, sondern auch, wir uns herum schauen, unser Ökosystem, unsere Umwelt, die wir ja auch haben. Es ist alles viel, dynamischer geworden. KI verändert das Ganze ja auch nochmal massivst, wo wir das Thema Veränderung bespielen. Also, das kannst du ja endlos denken, sowohl nach innen als auch im Außen. du so viele Veränderungen, du ja angehen musst, akzeptieren musst und handeln musst. Andreas Wiener: Es ist erstaunlich, dass wenn ja so viel sich verändert in meinem Umfeld. Könnte ich erwarten, dass es mich selber zu verändern, mir leicht fällt. Sind wir wieder einem schönen Paradoxon? Alles ändert sich ständig, aber wir selber tun uns schwer, uns selbst zu ändern. Woher kommt das eigentlich? Mein Take dazu wäre, dass die Leute sehr sicherheitsbewusst sind oder eine Scheinssicherheit haben. Und das ist immer der größte Feind von jeder Veränderung. Also, ich hab jetzt angefangen, meinen Personal Trainer Sport zu machen. halt immer die letzten 15 Jahre, wo meine Priorität auf Arbeiten lag ... ... und nicht auf Essen, Ernährung, glücklich sein und so weiter. Da lag meine Priorität auf Arbeit. Und dann sind natürlich Sünden dort entstanden. Und die muss ich jetzt versuchen, wieder auszugleichen. Und da hab ich natürlich dann ein Personal Training. Und merke jetzt so selber an mir, wie schwer dann auch die Veränderung ist, ... wie weh das auch tut ... und was man auch machen muss. Und das ist jetzt so für mich gerade ... die große Herausforderung. So bin ich eben, ich weiß, ich brauche Hilfe. Ich kriege es nicht alleine hin. Deswegen gehe ich da in das Personal Training rein. Konsequent. Kostet mich auch irgendwie 500 Euro im Monat. Aber ist halt etwas, wo ich sage ... Das geh ich definitiv, weil ich sonst weiß, veränder mich gar nicht und dann sind die Kosten hinten raus viel, viel höher. Henners: Ja, und ich glaube, Veränderung ist immer so schwierig, mit jeder Veränderung wird ja der Status-Cohlen-Frage gestellt. Also irgendwas in dir muss ja sterben, damit irgendwas Neues entstehen kann, wenn wir es jetzt mal bildlich haben. Und wir neigen natürlich dazu, genau so was zu vermeiden. Also Dinge, die irgendwie unser aktuelles Bild von uns in Frage stellt, die wir ganz, selten oder nur ganz, ganz schwer bereit, dann auch irgendwo ... Erst mal einzugestehen und dann zweitens auch noch das in Handlung kommen, was du auch mit dem Personal Trainer beschreibst, der einzig und allein dabei hilft, so eine gewisse Verpflichtung einzugehen und zu sagen, geh mal einen kleinen Schritt, das andere kommt dann nach und nach. Da haben wir auch schon über das Thema Gewohnheiten in einer der vorherigen Folgen gesprochen. Das ist natürlich was, was auch extrem schwerfällt. Im Kopf denkt man schon öfter drüber nach, ich könnte mich in die Richtung verändern, dann würde das passieren. Aber es ist zu tun. zu erleben und wirklich in Handlung zu bringen, ist einfach für viele unfassbar schwer. Andreas Wiener: Ja, also Veränderung ist halt, wir hatten es in der Folge mit dem Status, dass man auch in seiner Peer Group, in seinem Umfeld oft gefangen ist. Also ich hatte das Beispiel gebracht, wenn man nach einem höheren Status stebt und sich zum Beispiel selbstständig macht, erfolgreich sein möchte und so weiter, und ein Risiko eingeht, dass dann viele Leute, die in der Sicherheit sind, dir das schlechtreden. Und hier ist es dann auch mit Veränderung so, du musst halt auch gucken, mit wem umgibst du dich. Weil das ist immer der stärkste Grad der Veränderung. ich bin früher mit Leuten zusammen gewesen, die haben sich sehr stark über Alkohol definiert. Also, wir saßen bis 4 Uhr abends in der Kneipe. Und wie gesagt, das noch in den 30ern. Wir haben sehr viel getrunken. Es war immer noch so dieses, haha, noch ein Bierchen und so. Man hat das auch sehr lustig genommen. Ey, wir können noch einen haben und so weiter. Und hat sich da so ein bisschen definiert drüber. Das hat natürlich super funktioniert, auch Sorgen zu verdrängen oder sich selber zu stellen und man konnte einfach arbeiten, aber gleichzeitig konnte man unheimlich viel trinken. Anderes Thema. Aber in dieser Gruppe wäre es unmöglich für mich gewesen, mit dem Trinken aufzuhören. Das hieß, ich konnte ja erst dem Alkohol abspülen, als ich auch mich in eine andere Gruppe von Menschen begeben habe, die entweder ganz wenig trinken oder gar nicht trinken. Und das ist relativ spannend zu sehen. wie leicht dann doch Veränderung dir fällt, wenn du das Umfeld wechselst. Es ist nur unheimlich schwer, abzuwägen, gefällt mir jetzt mein Umfeld, wo ich sicher bin, wo die Leute mich mögen, wo alles funktioniert, was mir angeblich ja gefällt, dann zu sagen, nee, ich geh da jetzt raus. Und dann auch Konsequenz, weil wenn du mit Leuten nicht mehr trinkst, ist meine Erfahrung, dann ist es auch sehr schwer, mit denen Kontakt zu halten, weil die sich ja auch schlecht fühlen, wenn du gegenüber sitzt und nichts trinkst. Das ist eine ganz schlimme Situation in dem Moment. Und Veränderung fällt dir schwer, wenn du dein Umfeld nicht änderst. Deswegen wäre das Erste, wenn ich selber spüren würde, ich möchte jetzt was ändern, würde ich immer das Umfeld ändern. Das heißt, ganz einfaches Beispiel, mir ist die große Stadt Hamburg zu laut, da muss ich halt raus, da steht ich heute schon aufs Land ziehen. Umgekehrt, hier erlebe ich nicht genug, ich kann mich nicht empfalten, ich habe nicht genug Kreativität, habe nicht genug Impulse. Da musst du wahrscheinlich nach Hamburg ziehen. Das heißt, da, wo du wohnst, auch schon stark, korreliert stark mit dem, wie du auch bist. Wenn du damit zufrieden und glücklich bist, dann musst du dich da ja auch nicht verändern. Dann hörst du aber wahrscheinlich keinen Podcast über Veränderung, würde ich jetzt einfach mal sagen, dann hier zu sitzen und sagen, was reden die denn? Ich total gut, ich will mich nicht verändern. Also, ich einfach mal an. Henners: Ja. Aber das Sicherheitsgefühl und diese Angst, die du ja gerade auch beschrieben hast, die ist natürlich da total präsent in jeder Veränderung. Weil, wechselt das Wohnort, sollen wir mal dabei bleiben. Du verlierst natürlich dein Umfeld, was du dir dort irgendwo ein Stück weit aufgebaut hast. Und dafür haben natürlich auch viele Angst und viele Respekt. Also ganz viele nehmen lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück. Aber du weißt es einfach ja Andreas Wiener: schöner Satz. Henners: nie. weil sie es nie erfahren haben. Dieses Streben nach Sicherheit. Da weiß ich ja, was mich erwartet. Ich bin vielleicht bereit, das eine oder andere zu verzichten. Das nimmt man bewusst in Kauf. Aber sag immer, unser Leben ist nicht konzipiert, sondern das lebt von der Veränderung, das lebt immer wieder davon, Erfahrungen zu machen. Dafür muss man halt leider Gottes auch was riskieren im Leben. Weil das größte Risiko ist, nichts zu riskieren. Das ist auch ein schöner Satz, der aber total wahr ist. ich ... Deswegen. Veränderung ist einfach ... ist für viele schwierig, aber es ist einfach notwendig und begleitet uns ständig und überall. Andreas Wiener: Das Schöne ist, wenn Leute sich verändern wollen, höre ich immer den Satz, mir fehlt aber gerade die Motivation. Und das Lustige ist, auf Motivation kannst du lange warten, sie wird nicht kommen. Leute denken immer, Motivation kommt von außen und es überkommt einen. es ein Gefühlszustand, der auf einmal da ist. Ist es nicht. Jetzt werdet ihr vielleicht sagen, ja doch, ich habe das ja schon gespürt, ich habe das ja schon gemacht. Ja, aber ihr hattet die Motivation bei Dingen, die ihr erst mal angefangen habt und habt es dann überlebt und habt es gemacht, weil ihr es als Kind gelernt habt. Zum Beispiel seid ihr euer Leben lang im Fußballverein. Dann habt ihr die Motivation, weil ihr das erste Mal dahin geschickt worden seid. Ihr habt aber nicht gewartet, ich hab jetzt die Motivation zu Fußball spielen, sondern ihr seid dahin ausprobiert und dann ist dabei die Motivation gekommen. Und viele Leute denken sich, ich stürz mich da von einem Tag auf den anderen Morgen rein und glauben dann, dann wird die Motivation schon kommen. Auch das passiert nicht. Es kann in seltenen Fällen, weil es gerade ein Treffer ist, ne, komplett ... Also, ich glaub, man darf sich das nicht vorstellen mit Hals über Kopf verliebt sein. So wird das nicht passieren, dass du dich in eine Sache reinverliebst. Und dann ist es das. Wenn's so ist, brauchst du auch diesen Podcast nicht hören. Wir reden ja eigentlich darüber, dir fällt es schwer, dich da reinzubegeben. In eine Selbstbeständigkeit, in, du möchtest morgen Content-Creator werden, du möchtest den Job wechseln, du was tun, du möchtest aus der Komfort-Zone raus. Ich will aus der Komfortzone raus. Da wird die Motivation halt euch niemals passiv ereilen. Ihr müsst da die erste Schritte gehen und gucken, kommt dann die Motivation und was ihr Motivation nennt, ist dann Disziplin, Gewohnheit und das gibt euch ein gutes Gefühl. Läufer werden wissen, wovon ich rede. Henners: Ja, genau, das Läuferbeispiel ist, glaube ich, auch das perfekte Beispiel, wenn wir darüber reden. Ich glaube, wenn du dir jetzt vornimmst und du sagst, du hast auch die Kapazitäten, dass du hier einen 10-Kilometer-Lauf machen kannst, sagst du, du 10 Kilometer joggen gehen, ist nicht das Schwerste an dem ganzen Teil, die 10 Kilometer zu laufen, sondern die Schuhe anzuziehen. Das ist der schwerste Moment. Das kostet dich Überwindung. Und danach hast du aber dieses Gefühl, ja, ich hab's auch wieder geschafft und ich weiß, ich hab mit dem Körper was Gutes getan. Und genau das ... baut sich aufeinander auf. Das ist die Motivation, sich aufbaut. Aber die kann nur erst mit der Handlung entstehen. Davor ist es für mich ... Ich würde immer den Begriff Überwindung mehr verwenden als Motivation. Weil aus meiner Sicht ist es das einfach. Ich muss mich auch, so gern ich Sport mache, dazu überwinden, anzufangen. Weil natürlich hat man tausend andere Dinge zu tun. Und muss auch mal gucken, passt das grad rein? Aber wenn du erst mal damit angefangen hast, ist es ein ganz anderes Game. Andreas Wiener: Ja, und das, was wir unter dem Begriff Zeit hier hatten, ist, die Frage ist nicht so sehr, was ist dein Ziel, das du jetzt erreichen möchtest mit der Veränderung, sondern die Frage, was ist dein Verzicht? Und wir hatten in der Zeitfolge, hört da gerne nochmal rein, ja, ein Tipps, wo ihr vielleicht Zeit in positive Dinge umleitet, die euch positiv verändern und selbst optimieren. Und ich glaube und bin fest in der Überzeugung, du musst erst mal sagen, auf was verzichtest du? damit dann etwas Positives eintritt. Und das ist ganz, ganz wichtig. wenn du dir die Frage stellst, willst du dein Leben verändern, müsstest du als Erstes erst mal sagen, was streichst du aus deinem momentanen Leben raus, was Platz schafft für was Neues? Beispiel. Wenn du zehn Stunden am Stück arbeitest, wirst du nicht mehr zum Fitnessstudio gehen können, wirst du nicht mehr laufen gehen können, etc. Angenommen, schaffst das auch noch, dann wirst du nicht genug Zeit für die Familie haben. Angenommen, das schaffst du auch noch, willst du nicht genug schlafen. Wenn du nicht genug schläfst, wirst du das auf Dauer nicht durchhalten. Und Leben passiert dir auch. Und dann auch Motivation zu hoffen, funktioniert nicht. Ich hab mal jemanden gekannt, der hatte ein Burnout, der war angestellt, und der hat Folgendes gemacht, der hat gemerkt, dass es ihm schlecht geht. Und ist dann jeden Morgen laufen gegangen. Als, als, als das versuche ich dagegen zu machen. Er hat aber nicht das eigentliche Burnout-Problem. gelöst als solches. Er hat nur durch das Laufen das Burnout erträglicher gemacht, weil er fühlte sich besser etc. Hat sich aber oben noch etwas drauf getan. Das heißt, du musst dich halt erst fragen, auf was verzichtest du, dann Platz zu haben für das Laufen beispielsweise. Oder wie ich jetzt in dem Personal Training zu sagen, ey ich will dahin gehen, der soll sagen, was ich machen soll. Der hat mir heute erzählt, er hat jetzt auch so eine Essens App, geht wohl ganz easy über Clot. Fotografierst du und kannst es ihm freigeben und er guckt, wie deine Ernährung ist. Das kannst du auch selber machen. Ich sage dir aber, wenn ich das konsequent mache, weil ich bin so ein Typ, ich zeige dem das dann auch, dem Motto, da müssen wir halt drüber reden. Ich versuche, den nicht zu manipulieren, weil ich will, dass es mir besser geht. Es ist wie zum A zu gehen und zu sagen, ich habe keine Schmerzen. dann zeigt man dem das und Dann gibt es Lösungswege. Woran liegt das, dass du wieder zu diesem Lebkuchenherz gegriffen hast? Ich wollte darauf hinaus, dass man sich selber dazu, wenn man sich selber kennt, zu Recht legen muss, sich externe Hilfe zu holen. Und Leute, die es können und darauf spezialisiert sind, die dir diesen Veränderungsprozess einfach erleichtern. Und Wenn du keine Kohle hast, musst du es selber tun, selber machen. Do it yourself ist dann angesagt. Das ist dann halt so, ist gar kein Problem. Dann musst du aber eine Eigenverantwortung Wenn du aber woanders schon viel Energie reingesteckt hast, vielleicht zu Geld geführt hat, das dann zu überführen und das Händen von Profis zu geben, die wissen ... Sorry, so einen 45-jährigen Mann wie dich hatte ich hier schon ein paar Mal beim Personal Training. Machen wir jetzt so, so, so, so, so. Wirst sehen, im halben Jahr, verspreche ich dir, geht's dir besser. So, jetzt war ich zwei Wochen krank. Erkältung, bla bla bla, et cetera. Bin das erste Mal wieder hin. Und er sagt, ja, cool, dass du sofort wieder da bist. Wir gehen's aber langsam an. Und der hilft mir natürlich jetzt, den Grad zu gehen. Wie komm ich nach zwei Wochen Schwerminfekt halt jetzt wieder sehr gut rein? So, meine Aufgabe ist, wie du sagtest, Termin ausmachen, anziehen, losgehen, hingehen. So. Und nicht die Stunde, die ich da heute gemacht hab. Das entlastet mich. Der entscheidet ja für mich. Der sagt ja, mach dies, mach das, tu das. Also insofern bin ich da ein großer Fan von Veränderung, Hilfe. Und du kannst dich halt nicht von Menschen verändern lassen, die schon in deinem Leben sind. Also die werden sich nicht verändern. Henners: Ja, also externe Hilfe ist auf jeden Fall nochmal ein sehr, guter Rat. da hilft ja alles, was mit einer Metabrille auf einen draufschaut, wo man auch mal Input von außen kriegt. Wie schätzt du das ja eigentlich ein? Das ist einfach was, was total wichtig ist, weil oftmals ist man selber so in seiner Bubble gefangen, dass das einfach ganz, ganz schwer ist. Man hat sich ja auch sehr, sehr stark mit gewissen Dingen identifiziert. Also Rauchen hattest du ja vorhin als Beispiel. Das kannst du ja... beliebig fortfahren mit einem Beruf, wo du sagst, ich kann ja sowieso keinen anderen Beruf machen, weil das mach ich ja schon immer, das ist das Einzige, was ich kann. Man wird ja bei dem Thema, so bin ich halt nun mal. Das ist einfach unheimlich schwer. ich glaube, Ende ist Juice your Pain, ist, glaub ich, was ganz Gutes. Weil wir brauchen Veränderungen auch nicht romantisieren. durch eine Veränderung wird kein Glück per se entstehen. Du wirst einfach nur mit neuen, mit anderen Dingen konfrontiert werden. Und beides ist irgendwo Schmerzhaft, sowohl den Status quo zu haben, dann auch die Veränderung zu gehen. Also du wählst ja eigentlich nur, welchen Weg gehst du, aber dass du den gehen musst, ist auch klar. Andreas Wiener: Also ich glaube, dass bei Veränderungen, wir haben gesagt, wir geben nochmal Tipps, was ich da geben kann, rauchen musst du konsequent aufhören. Das ist eine wegen Beispiele, die muss von 0 auf 100. Also du musst sofort sagen, es ist schlecht, weg etc. Das funktioniert nicht in kleinen Schritten. Sonst ist aber glaube ich, bis auf so Alkohol und solche Sachen, also Formen von Drogen, die schlecht sind für den Körper, jede Veränderung, die nicht sofort trackbar ist, muss immer in kleinen Schritten. von statten gehen. Und das macht es so schwer. viele Leute sagen zu dir, setz dich hin und visualisiere dein Ziel. Da bin ich ja überhaupt gar kein Fan von. Ich weiß nicht, wie du das siehst, so Manifestationen und solche Sachen. Ich glaube ja, du verschwendest mehr Zeit mit dem Bild, wie du sein könntest, was nachher sowieso nicht eintritt. Du sagst neue Probleme, andere, es passiert dann was. Du hast dann wieder irgendwelche anderen Themen. Aber du bist bewusst diese Veränderung gegangen. Deswegen nicht in diesem Tagtraum und nicht auf das Ziel hinarbeiten, sondern auf diese kleinen Veränderungen. Und für mich ist die kleine Veränderung, ich gehe da jetzt einmal die Woche hin und das weiß ich von meiner eigenen Erfahrungswelt, das kriege ich hin. Ich kriege es nicht hin, das mich komplett so alleine zu motivieren. Anderes Beispiel, ich möchte mehr Zeit für meine Videospielkonsole haben, weil Das hat mir immer Spaß gemacht, das war etwas, was mir total gut. Dann muss ich sehen, auf was verzichte ich denn dann anderes. Also im Sinne von, was ist es mir wert und wie ist mein Leben und wie ist es, damit ich damit mehr Zeit verbringe, was völlig legitim ist. Und dann fang ich erst mal an, dir vielleicht ein Spiel zu suchen, das eben nicht der Epos von 96 Stunden ist, sondern erst mal kleine Schritte, kleine Sachen und überprüfe erst mal, ist das die Veränderung, die du dir langfristig wünscht. Also geh nicht mit dem Hammer. Ich hab bewusst ein Beispiel genommen, wo wir auch sagen, das kannst du vielleicht auch streichen, selbst optimieren kann ja in alle Richtungen sein. Es kann ja auch sein, dass man überoptimiert ist und sagt, man sucht so was wieder. Aber umgekehrt, den meisten geht's ja so, die möchten eine Veränderung in irgendeiner Form haben. Sie möchten zum Beispiel mehr produzieren, mehr schaffen, mehr Dinge tun oder Sport machen. Und dann sind es halt die kleinen Schritte. Nicht erst die ganzen Schuhe kaufen, das kann jeder, die Schuhe aber rausstellen. morgens direkt rein und rausgehen und wenn du nur spazieren gehst, weil du dich gerade nicht fühlst zum Laufen. Das ist die Politik der kleinen Schritte, nicht mit dem 10 Kilometer Lauf anfangen und jedes Mal wieder diese Dinge zu machen. Und da gibt es dann Atomic Habits oder ein Prozentregel. Guckt euch das an, lest euch das gerne. Das ist wirklich approved. Also alles, was ich auch in der Firma verändern möchte, alles, was ich sonst so tue, mein Privatleben. Dann ist es immer diese 1-Prozent-Regel, das ist so bisschen Marketinggewäsch, aber am Ende des Tages geht es darum, kleine und dann werden die immer größer durch den Skalierungseffekt, dass das eine Prozent auf Dauer logischerweise immer mehr wird, weil man ja sich immer weiter verbessert in eine Veränderung hinein. Und da hat, glaube ich, fest dran und da können wir nochmal drüber reden, wie man das denn im Einzelnen macht und welche Beispiele es da so Henners: Ja, und da haben wir beide ja zum Beispiel auch schon in unserer Zusammenarbeit festgestellt, dass wir da grundunterschiedlich sind, auch so was das Thema vielleicht Struktur oder Visualisierung von Dingen auch angeht. Also für mich ist das schon immer auch wichtig, mein Ziel zu kennen, das wirklich auch einmal vielleicht sich wirklich mal hinzusetzen, mal aufzumalen. Von Manifestieren halte ich auch nichts, das halte ich für absolut dummes Geschwätz, kann ich gar nicht anders sagen. Ich glaube aber trotzdem, so dieses Ziel vor Augen zu haben und das vielleicht auch zu visualisieren, das ist dann wiederum eine Typfrage. Aber wo ich komplett dabei bin, ist einfach diese kleinen Schritte zu gehen. Ich glaube oftmals muss man das große Ziel kennen, damit man diese kleinen Schritte auch gehen kann. Aber dann ist immer so, ich glaube man sagt ja auch so, Sekunden ist so der Zeitraum, den sowas dauern soll. Also jede Tätigkeit, die eigentlich zwei Minuten hat, die ist ja für jeden auch immer machbar. Da ist Zeit dann auch keine Ausrede. Da braucht man auch gar nicht länger drüber nachdenken, sondern wenn man es genau diese zwei Minuten mal gemacht hat, dann wird sich das auf Dauer etablieren, dann wird es zu Gewohnheit werden und dann kann diese Veränderung auch sein. Weil viele nehmen sich viel zu viel vor, was Veränderungen angeht. Wir sehen das ja in Neujahresvorsätzen eigentlich immer wieder. Ein sehr schönes Beispiel dafür. Wie viel davon werden denn eingehalten? Also ich glaube, das ist marginal, was da passiert, weil es einfach oftmals zu groß gedacht ist. Und wenn ich mir das Ganze in wirklich kleine Portionen, kleine Schritte bereitstelle, dann sind die Erfolgsaussichten viel größer und man braucht nicht immer gleich das große Ganze betrachten. Und finde, selbst beim Rauchen, man das ganz aufhören sollte, da sind wir uns alle einig, glaube ich. Aber da auch sich erst mal sagen, okay, jetzt erst mal einen Tag nicht oder vielleicht mal zwei Tage nicht und dann eine Woche nicht, dass man das steigert, Schritt für Schritt, hilft einem schon in der kleineren Nachvollziehbarkeit. Andreas Wiener: Da merkt man, du hast nie geraucht. Henners: Ja, wahrscheinlich, ne? Aber für alles andere würde das wahrscheinlich gehen. Für Süchte gilt das wahrscheinlich dann weniger. Andreas Wiener: Also, genau, ja, da hilft dir eher der kalte Entzug und zu merken, was dein Körper Henners: Na, okay. Andreas Wiener: mit dir macht und dass du dann nachts aufwachst und gelbes T-Shirt hast, motiviert dich mehr, weil du gerade merkst, Gott, und fass es nie wieder an. Das meinte ich, das ist der Unterschied der Droge als solches, wenn deswegen dieses Ausschleichen funktioniert da nicht so gut, sonst ist das, glaube ich, bei allen möglichen Sachen genau das Richtige. Ein gutes Beispiel ist aufräumen zu Hause. Wenn du anfängst, kleine Sachen aufzuräumen, dann willst du auch die großen irgendwann meistern und das machen, weil du die Erfolge und das wertschätzt. Also Leute, die zum Beispiel auch beim Handwerk ihre Sachen immer wieder zurücklegen in die Werkzeugkiste, die werden produktiver werden. Das ist aber eine Form der Veränderung, die ich haben muss und diese kleinen Schritte muss ich gehen. Und das fängt halt jedes Mal wieder einzeln an und das ist natürlich dann Messbarkeit und Belohnung über die Zeit. Aber du wirst beim ersten Mal ja nur den Aufwand verspüren als solches. Und ich glaube sonst hast du halt langfristig definitiv überall Erfolge. Ich hatte auch mal, was auch ganz wichtig ist, glaube ich, der Gründe da mal zu überlegen, wenn du merkst, ich hatte eine Zeit lang, konnte ich mein ganzes Business für mich machen und konnte aber in meiner Junggesellenwohnung nicht aufräumen. Es ging nicht. Also, ich hab's einfach so weit runterpriorisiert, dass du zwar noch jemanden reinkommen lassen konntest. Also, weißt du, es war so grade an der Grenze, okay, wie sieht's denn hier aus? Und man konnte noch sagen, der ist halt irgendwie so bisschen chaotisch, der ist auch immer auf Reisen, dann sieht's da halt so aus. Aber es Henners: der Halt. Andreas Wiener: war noch ... Genau, es war grade noch so an der Grenze, weißt du? Und da war ich dann ... Ich lange mit jemandem gesprochen. Da hat sich rausgestellt, dass ich meine Mutter gehört hatte in meinem Kopf. Und die immer zu mir sagte, räum dein Zimmer auf. Ständig. Und es war so steril alles. Und ich hab tatsächlich dieses Gefühl, meine Mutter bestrafen zu müssen, obwohl ich schon ein erwachsener Mann war. Und auch schon, wie gesagt, komplett im Leben stand, wie man das so sagen kann. wollte ich, ohne dass meine Mutter es überweist, ich konnte sie gar nicht damit ärgern. Es war nicht mal so, als wäre die zu Besuch gekommen und man hätte gesagt, wie sieht's denn hier aus? eben, nicht mal das, also nicht mal eine Henners: keine bilder geschickt Andreas Wiener: bewusste, sondern nur imaginär für mich, ich bin ja jetzt erwachsen, ich bin ja jetzt frei, ich kann tunen lassen, wie will, und ich fühl mich gut, wenn ich diesem Zwang von außen nicht mehr gehe. Und da war dann auch die kleine Veränderung, fangen Sie mal an, und dann hab plötzlich gemerkt ... Ich hab nicht das Große gemacht, Identität, so bin ich eben. Sondern ich hab mich im Kleinen verändern, hab gemerkt, ich bin ja voll so ein ordentlicher Typ. Hab ich gar nicht gewusst. Selbe schlafen. Ich war immer verliebt in die Geschichte nachts der Künstler. Der rauchende Philosoph, der dann schreibt und Autor ist. Das war ja so meine Welt. So, und da dachte ich immer so, ach, ich bin ja so ein Nachteule. ... ja, hat sich jetzt mittlerweile auch ausgestellt, ... seitdem ich mein Leben geändert habe, etc. Ich bin totaler ... Frühmensch und kann da am Produktivsten arbeiten und nachts ist es total schlecht. So viel zu Selbstbild, so bin ich eben. Dann mal anders ausprobiert, ... Dinge gemacht und gemerkt, ... ist gar nicht schlimm am Wochenende mal, 7, 8 Uhr aufzustehen. Das war für mich damals undenkbar. Henners: Du hättest es nie denken können. Du hättest es ausprobieren müssen, es zu erleben und zu bewerten. Diese Veränderung hätte nie im Kopf stattfinden können. Da auch noch mal Referenz auf die Overthinking-Folge. Das kannst du nur rausfinden, wenn du es tust. Dann weißt du, was passiert. Und so ist es halt leider, das ist, ich, das Schwerste für ganz viele zu akzeptieren, es ist leider nur im Tun, dass du neue Erkenntnisse bekommst und weißt, wie es tatsächlich ist oder wie es tatsächlich sein kann. Dann sind wir wieder bei der Illusion, es ist ja auch nicht jede Veränderung gut. Das wird nicht automatisch gut werden. Andreas Wiener: Das ist ja auch eine Frage. Wir hatten das ja im Status mit dem Ziel. Zum Beispiel, du arbeitest auf dem Porsche hin, hört da gerne noch mal rein, wo ich gesagt hab, es kann auch positiv konnotiert sein, weil du dir was leisten möchtest, etc. Es kann aber auch negativ sein. Und da wären wir halt genauso, du hast dann plötzlich, wenn du es hast, merkst du, war eine Veränderung, die du gar nicht wolltest. Du wolltest gar nicht Status dazugehören, du wolltest gar nicht darein. Und das ist halt, glaube ich, auch das Trügerische an Veränderung, dass sich Werte-Maßstäbe einfach ändern und man halt sagen kann, ist es für mich, es war nie für mich ein Ziel, ein ordentlicher Mensch zu sein. Bin ich jetzt. Aber es war nie ein Ziel, weißt du, oder es war nie ein Ziel, Früheraussteher zu werden. Bin ich aber jetzt. Das heißt, Veränderung muss nicht immer mit dem Ziel da sein, sondern einfach mal durchaus probieren, offen für andere sein, wie machen die das? Und geht's denen vielleicht besser als mir? Und dann probier ich das einfach mal für eine Zeit lang aus. Und bitte nicht fünf Uhr morgens kalte Duschen und dann in den Tag reinstarten. Da haben wir bessere Geschichten. Wir machen ja auch mal eine Folge zu Schlaf. Werd ich das wahrscheinlich noch mal erzählen, aber das ist auch ein Riesenthema, ist eine Riesengeschichte. Und diese typische Veränderung beginnt im Kopf, glaub ich nicht. Ich glaube, Veränderung Henners: auch nicht. Andreas Wiener: beginnt im Körper, dann auszuführen, was man macht. Und nicht dann darüber nachzudenken. Sondern ich glaube, ehrlich, ähm ... Klassisches Beispiel, du willst besser zuhören, leg dein Handy weg. Das sind so einfache Sachen. Das musst du aber im Körper machen und dir nicht vorher überlegen, in der Stunde leg dein Handy weg. Und das musst du aktiv machen. Und Veränderung hat viel mit Ausprobieren zu tun. nicht zu viel auszuprobieren, das zu machen. Aber ich sag euch, auf dem Weg merkt ihr eigentlich erst, wer ihr seid, und dann lieber zehn Bälle jonglieren und dann mal fünf fallen lassen. Und diese fünf bleiben dann. Dann wisst ihr aber auf jeden Fall, was ihr seid oder was ihr nicht seid. Aber ihr müsst in alles einmal so reingegangen sein. Und glaubt nicht, so bin ich eben. Und das sagen gerne auch andere Leute über euch. Das solltet ihr gar nicht drauf geben. Henners: Ja, finde da ist der Spruch von Nike vielleicht immer Andreas Wiener: In jedem Sinne, Patrick, was haste noch? Henners: noch ganz gut. Just do it ist glaube ich einer der besten Claims, die es überhaupt so gibt. Es sagt viel mehr aus, als diese drei Worte eigentlich beschreiben. Von daher. Andreas Wiener: Wenn ihr euch verändern wollt, tut es. Bis dann, ciao. Henners: So dann, tschüss, ciao!