Elisa: Tipp der Woche! Amelie Hansel: Fokustopic. Elisa: Wrap up! Schön, dass ihr eingeschaltet habt zur dritten Folge von Pace Please. Wir sprechen heute über das Thema der perfekte Moment zum Gründen und Gründen in Vollzeit versus nebenher. Aber zuerst starten wir mit einem kurzen Rückblick, was diese Woche so passiert ist. Amelie, was war bei dir so los? Amelie Hansel: Ja, vielen lieben Dank für das viele positive Feedback zu unserem Podcast. Wirklich. Das freut mich bzw. uns sehr. Haben wir nicht damit gerechnet und tun natürlich gut zu hören, dass es euch interessiert, dass ihr euch das gerne anhört, egal ob beim Putzen oder wirklich ganz fokussiert. Das ist wirklich total schön und spannend war auch, wir haben, ich sag mal, Verbesserungsvorschläge zu unserem Titelbild bekommen oder zu unserem Cover. Ich dachte ja, dass man total deutlich sieht, dass es so eine Art Cartoon von uns ist. Aber scheinbar dachten manche Leute, wir haben uns ein bisschen hübscher, jünger gemacht, einen schicken Filter draufgelegt. Ja. Elisa: Wird doch Zeit, wird doch Zeit, dass wir uns... Also ich zumindest mit fast 40, der eine oder andere Filter. Nein, glaube Filter ist total 2020 oder so. Amelie Hansel: Ja, so die Hundenase. Nee, Spaß. Aber wir möchten natürlich nicht den Eindruck erwecken, würden wir uns da irgendwie faltenfrei und optimiert darstellen wollen. Deswegen haben wir ein kleines Rebranding vorbereitet. Da werden wir auch mal die Tage jetzt auf meinem Kanal, auf Instagram, teilen, wie ihr das so findet. Ob ihr das besser findet, ist, so viel kann ich schon mal spoilern, ein schwarz-weiß-Bild, weil einfach nur unsere normalen finden wir nicht so spannend. Deswegen sind wir gespannt, was ihr sagt, Elisa: Mh! Amelie Hansel: das erste Rebranding geben, weil wir sind ja, wir möchten natürlich auch umsetzen, wenn ihr da Feedback an uns habt. Genau, aber was war sonst los? Ja. So, aber sonst, was war los bei mir? Viel und auch gleichzeitig irgendwie super wenig, weil es war ja Ostern, das Wochenende. Und ich muss sagen, ⁓ ehrlich zu sein, habe ich in letzter Zeit so bisschen schwer eine Balance gefunden zwischen Arbeit und ja, Freizeit. Elisa: Jung, flexibel und agil. Amelie Hansel: Was ich einerseits ziemlich feier oft weil mir denke, meine Arbeit fühlt sich nicht nach Arbeit an. Aber gleichzeitig tendiere ich dann auch, dazu durchgehend zu arbeiten. Passt gut zu unserer Folge mit nebenher und Vollzeit. Wenn man es Vollzeit macht, hat man die Chance, immer dran zu arbeiten. Jetzt habe ich mir an Ostern bewusst zwei, drei Tage mich rausgenommen und mir vorgenommen, dass ich nicht im Drang nachgehe, diesen Tagen zu arbeiten. Einfach mal, ⁓ auch abzuschalten. und hab die Arbeitszeit durch Sport ersetzt. Hab deswegen super viel Sport gemacht. Und das tat so gut. Das tat so gut, Elisa, sag's dir. Also echt, ich hab verschiedenste Sportarten gemacht und ich hab vor allem auch Lagree ausprobiert. Hast du schon mal Lagree gemacht? Elisa: Und wie lief das? Nein, ich hab nur davon gehört und die interessantesten Reels gesehen, erzähle. Amelie Hansel: Also, Lagree ist ähnlich wie Reformer Pilates, würde ich sagen. Die Reformer Girlies werden mich wahrscheinlich dafür steinigen. Nee, Spaß. Aber es ist auch auf so einem Schlitten, ich weiß nicht, wie man das Gerät nennt, aber so ein Schlitten, wo sich quasi ein Teil bewegt wie ein Rollbrett. Und ... ja, das ist super intense. Weil du machst die Bewegungen in Zeitlupe. Du hast acht Sekunden Zeit für eine Bewegung. Du machst zum Beispiel eine Plank, wo deine Füße ... auf diesen fahrbaren Untersatz stehen und ziehst innerhalb von acht Sekunden die Füße an. Und da hast du wieder acht Sekunden Zeit, ⁓ die zurückzubringen. Und das sind halt diese langsamen kontrodierten Bewegungen mit fahrbaren Untersatz. Heftig! Also ich spüre es heute noch. Aber ich muss sagen, nach den Tagen so viel Sport, ich ja generell viel Sport, aber da komme ich halt richtig runter vom Kopf her. Ähm, ja. Elisa: Ja. Schön. Wow. Also das klappt gut, Kopf schaltet sich aus bei dir, wenn du Sport machst. Amelie Hansel: Komplett, komplett. das ist wirklich ... Ich lieb's und ich fühl mich auch generell vom Mindset oder vom Kopf her stärker, wenn ich das Gefühl hab, mein Körper ist stärker. Ist bei dir auch so? Elisa: Ja. Ja, total. Ja. Amelie Hansel: Ja, also wirklich, das genieße ich jetzt die Tage. Und ja, versuch da aber jetzt für mich trotzdem ein bisschen wieder eine gesündere Balance zu finden zwischen Arbeit und, ja, mal ein bisschen Erholungszeit. Und ansonsten auch businessmäßig ging viel voran. Also ich hab ja nicht nur, nicht nur Ostern und Pause gemacht, sondern wir sind ja, ich hatte es in letzten Folge erzählt, auch an Herstellersuche für weitere Produkte. Wir sind ja auch ein Business-Podcast und da kann man ja auch ganz ehrlich sagen, wir wollen natürlich auch unseren Umsatz steigern und ⁓ uns nicht nur abhängig von den Socken zu machen und von den Lieferanten dort, suchen wir jetzt auch Möglichkeiten für weitere Produkte, kriegen auch immer wieder Feedback, dass Leute gerne unseren Sweater hätten. Und da bin ich ja gerade fleißig am Hersteller ausfindig machen und wir möchten ja in der EU produzieren. Das ist ja die Challenge bei der Sache. Und hatte ich positive und negative News dazu, spannend fand ich, hatte ich zwei Herstellern die Rückmeldung, ⁓ arbeiten super gern mit uns zusammen, aber nur wenn wir garantieren können, dass wir einen Umsatz von 100.000 Euro bei Ihnen machen im ersten Jahr. Wo ich sage, Wahrscheinlich knapp vorbei. Muss man einmal ganz ehrlich sagen, das sind wir noch nicht. Aber ich habe jetzt auch einen super wertvollen Kontakt gefunden, ehrlich gesagt über chat.gbt. So, ehrlich kann ich sein. Ja, also da hoffe ich, kann ich in den nächsten Wochen nochmal tolle Updates geben. Elisa: Easy. Interessant, ja. Amelie Hansel: und vermute, dass wir da jetzt die ersten Samples anfragen können, dass wir auch einfach coole andere Produkte in unserer Portfolio aufnehmen können, damit wir alle coole RCKTCRW Teile tragen. Elisa: Ja? Super gespannt, vor allem auch dann ersten Hoodies zu sehen oder Sweaters, was da dann rauskommt. Ja, los los los, Samples, Prototypen. Amelie Hansel: Yes, das macht halt einfach Spaß da vorwärts zu kommen. Elisa: Ja, total. Amelie Hansel: Ja, das war's von meiner Woche. Was war bei dir los, Elisa? Elisa: Ja, Ostern war auch bei uns los. Ostern in den Niederlanden merkt man immer nicht so wirklich, weil hier eigentlich alles weitergeht wie bisher. Wir haben auch keinen Karfreitag. Also wir haben Karfreitag, aber wir haben keinen Feiertag am Karfreitag. Also wir arbeiten. Ostermontag ist frei, aber alle Geschäfte sind weiterhin sowohl Sonntag als auch montags offen. Das heißt, eigentlich geht das Leben weiter, nur dass man nicht arbeiten muss. das, Das eigentlich ganz schön mit den Kids. Klar, ist Ostern immer eine ganz andere Sache und plötzlich dann Eier verstecken, anstatt sie zu suchen, ist auch echt eine tolle Sache. Das hat mich mega gefeiert. Ansonsten ist unglaublich viel passiert auf dem Gebiet der Herstellersuche, was mega schön ist. Da merkt man wirklich, dass die Saat, die Samen, die man sieht, langsam kleine Pflänzchen wachsen. Ich habe ein paar positive Rückmeldungen bekommen zum Thema Prototypen, ein paar positive Rückmeldungen zum Thema vielleicht auch wirklich Richtung erster Launch Konkret ist es noch nicht und ich bin jetzt in der Phase, dass ich da auch gerne möchte, dass die Produzenten ein NDA unterschreiben zu meinem Thema, wo es ja auch alle wirklich Non-Disclosure Agreement, also das ist meine Technologie sozusagen, die ich in den Bold Heart Hipster Amelie Hansel: Ganz kurz, was ist ein NDA? Elisa: entwickle, dass sie geschützt ist oder dass sie da nicht drüber reden dürfen. Ich habe das ganze Thema nicht patentiert, weil eine Patentanfrage erstens sehr, sehr kostspielig ist, mehrere tausende Euro und zwei bis vier Jahre soll es ungefähr dauern, ⁓ etwas zu patentieren. Da bin ich einfach noch nicht. Daher frage ich jeden Hersteller, bevor ich meinen Tech Deck, also alle Spezifikationen teile, eine Geheimhaltungsvereinbarung zu unterschreiben. Genau. Amelie Hansel: Ja. Elisa: Da bin ich momentan. Dann hatte ich auch eine ganz interessante Sache. Und zwar habe ich einen technischen Stoff gesucht für den Hipster, der dann die Flüssigkeit, also die Inkontinenz, den Urinverlust speichern kann. Und den habe ich tatsächlich auch in Europa gefunden, in den UK. Und dann hat die auch einen Sample-Hersteller in den UK gefunden. ich dachte, perfekt, super, Leute, ich schicke es von A nach B. Ich brauche dann keine Zölle. Das passt perfekt. Amelie Hansel: Das ist cool. Elisa: Nur leider ich keine Rückmeldung vom Produzenten bekommen. dachte ich, shoot, was mach ich jetzt? Ähm, warte ich und, na ja, du kennst mich ein bisschen. Ich warte ein bisschen. Und dann ... Nee, dann sitz ich auf heißen Kohlen und denke, jetzt, jetzt, jetzt. Und dann hab ich die Entscheidung getroffen, okay, ich organisier den Versand der Samples. Amelie Hansel: Hmm. Du wartest nicht lang. Elisa: in die Niederlande, von den UK, hab alles mit Abholung und Los schicken und alles organisiert. Die werden auch heute heute abgeholt und heute heute verschifft. Ich hoffe, der Woche hab ich sie und kann sie vielleicht auch schon zeigen. Und dann den Tag drauf. Ja, leider war deine E-Mail im Spam gelandet. Hab ich dann vom Produzenten bekommen, wir samplen super gerne für dich. Und dann dachte ich mir so, nein, nein, mein Sample ist gerade auf dem Weg zu mir in die Niederlande. Amelie Hansel: Mhm. Elisa: Hat was Positives, hat was Negatives. Wahrscheinlich werde ich einfach hier zu Hause selbst mit dem Sample testen und schauen, wie viel Flüssigkeit kann er denn absorbieren. Und bestelle ich nochmal ein Sample von den UK in die UK, ⁓ dann zu schauen, ob die mir vielleicht tatsächlich den ersten Prototypen produzieren können. Also da bin ich gerade im Gespräch super spannend und ich freue mich extrem drauf. Amelie Hansel: Ja. Ja, cool. Aber freut mich mega, dass da so viel vorangeht. Geht ja doch, finde ich, relativ flott, wenn man überlegt, was du letzte Woche erzählt hast zur Herstellersuche, dass es einfach zäh ist. Und das klingt ja nach einem Megafortschritt. Deswegen bin gespannt, wie es weitergeht. Elisa: Bei mir ist immer Achterbahn. Ja, bei mir ist immer entweder Hopp oder Top. hab so diese Graustufen, fänd ich doch so schwierig zu finden. ist immer entweder Hopp oder Top. hab so diese Graustufen, fänd ich doch so schwierig zu finden. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber das ist dann auch schon so ein zweites Topic bei mir. Ich fühl mich dann häufig wie so ein Tiger in den vier Wänden und ich probier dann immer, die Tür zu finden zum nächsten Mal. Ich denke immer, ist immer eine Tür da, durch die ich gehen kann. ist immer eine Tür da. Und letzte Woche war es dann wirklich so, dass ich diese verdammte ... Amelie Hansel: Mhm. Elisa: gefunden habe, dass ich meine Aufgaben abgearbeitet hatte, dass ich die Hersteller konstaktiert hatte, dass ich meinen Pitch Deck perfektionalisiert hatte, nochmal den Business Case überarbeitet und ich dachte, aber wo ist die Tür, dass es weitergeht? Und da bin ich wirklich dann teilweise so unglaublich unruhig und unzufrieden, dass das nicht so angenehm ist. Amelie Hansel: Mhm. Aber glaube, braucht's. Also behalt dir das bei, weil ich glaube, ist genau das Wertvolle, dass du dann eben dranbleibst, auch wenn es gerade nicht so smooth durchläuft. Manchmal tendiere ich dazu, mir dann eben die Aufgaben zu suchen, wo ich sage, ⁓ da geht es gerade nicht weiter, aber ich muss ja noch XY machen, dann mache ich doch das schnell. Und das ist natürlich gefährlich, weil dann kommst du oft nicht weiter, weil du dich eher so in diese vermeintlich einfacheren Aufgaben begibst. Und so, wenn du einfach hartnäckig an den An den Themen dran, bleibst genauso, kommst du voran, wie du siehst. Das ist genau richtig, das ist perfekt. Elisa: Mal schauen, es kostet auch jede Menge Energie. Amelie Hansel: Das glaube ich. Aber das ist Story of Gründung, würde ich sagen. Elisa: Ja, ja, es ist vielleicht auch eine ganz gute Überleitung zu unserem Thema Wann wäre der perfekte Moment zu gründen und wie sieht er aus? Amelie Hansel: Ja, sehr wertvolle Frage, weil ich glaube, auf den perfekten Moment zu warten ist schwierig. Wie so oft im Leben. Ja, vielleicht mal so, was war bei mir der perfekte Moment? Wir hatten es ja schon mal, wie wir beide generell zum Gründen gekommen sind. Da hatte ich auch schon mal erklärt, dass es bei mir eher so eine Entwicklung war, dass ich nicht mehr so happy war mit meinem angestellten Job. Ich konnte zwar nicht so richtig definieren, was das Problem ist, aber hab für mich dann einfach mal gesagt, gut, jetzt ist mal Schluss. komme hier nicht weiter, ich werde hier nicht mehr glücklich. Ich ziehe die Reißleine und habe gekündigt. Das war für mich der perfekte Moment zum Gründen. Einfach weil ich gesagt habe, ich habe jetzt Zeit, habe die Flexibilität. Muss man ja so sagen. habe Zeit, habe die Flexibilität. Und finanziell muss man auch sagen, hat es dem Moment gepasst. ich einfach ... Ja, nichts gegen Kinder. Aber ich hatte keine Kinder, keine Baufinanzierung. Also sprich, ich Elisa: Ja, total. Amelie Hansel: konnte mir jetzt für mich einfach mal die Zeit rausnehmen und sagen, ich probiere mich da aus. Elisa: Andere machen die Weltreise, du fängst an, Business zu gründen. Amelie Hansel: Genau, ich hatte am Anfang auch, war ganz witzig, bei der Kündigung auch kommuniziert, dass ich jetzt mir eine Auszeit nehme. Das ist dann relativ schnell ungeschwappt zu, gründe in Vollzeit, weil das dann einfach sich passend für mich angefühlt hatte. Weil ich dachte mir, ich möchte ja nichts machen und ich auch gar nicht den Drang, eine Weltreise zu machen oder so was. Und dachte dann, ich versuche das jetzt mal alles 100 Prozent da reinzugeben. Und das war dann tatsächlich der ausschlaggebende Punkt. wie es zu mir, ja, wie dein Moment zu mir kam. Wie war's bei dir? Elisa: Ja, bei mir ist tatsächlich, ich hab die Baufinanzierung, ich hab die Kinder, ich hab den Vollzeitjob. Nichts gegen Kinder. Aber ich muss halt sagen, ist das Gründen für Amelie Hansel: Hahaha! I'm sorry! Also ich mag jeden Eiland. Elisa: kleines bisschen auch zu mir zurückfinden. Amelie Hansel: Hmm. Elisa: Wenn man dann Mama wird, dann ... Es sind ganz viele Sachen, die man loslässt. Ob man jetzt will oder nicht. Der Freundeskreis ändert sich. Die Beziehung zu seinen Eltern ändert sich. Die Beziehung zu seinen Geschwistern ändert sich. Die Beziehung auf der Arbeit ändert sich. Man geht zu wenig drügens, nicht mehr ins Kino. Zumindest ich lebe im Ausland. Mein Pater ist auch deutsch, der lebt auch im Ausland. Wir haben keine Familie um die Ecke, wo wir sagen können, ich brauch mal eine Stunde. Hier bitte die Kinder oder heute Abend ich mit mir ins Theater. auf die Kids aufpassen. Es hängt wirklich alles an uns und dann, das dachte ich gar nicht so, aber es ist wirklich so. Kinder verändern dein Leben oder mein Leben komplett zu einer positiven Art und Weise und doch hat man immer so den Punkt, ich bin auch ich und ich brauche auch irgendwas, was mich in mein eigenes Gleichgewicht bringt und Kinderthemen und die Welt durch Kinderaugen sehen ist Unglaublich toll, unglaublich anstrengend, faszinierend. Und nebenher es doch, braucht mein Gehirn doch ab und zu auch dieses Was für mich. Und ich dachte am Anfang, das kann ich komplett mit Sport abdecken. Ich gehe laufen oder ich gehe ins Fitnessstudio oder ich mache meinen Sport, der mir unglaublich viel Spaß macht. Und das hat mir aber nicht gereicht. Und dann dachte ich mir so, hey, ich habe nichts zu verlieren. Ich sehe das Ganze gründen als Passion und Hobby. Amelie Hansel: Mmh. Elisa: und probiere sozusagen mir das als Hobby aufzubauen und im Endeffekt war das Produkt, brauche ich. Ich brauch den Inkontinenz-Sport-Hipster. Also probiere ich den jetzt mal zu bauen und das war so der Moment dann, dass ich mir dachte, ich probiere das Gründen nebenher. Amelie Hansel: Ja, versteh ich, das war für dich ein guter Zeitpunkt, dann wirklich anzufangen. Grad wenn du so hinter deinem Produkt stehst, dass du auch sagst, du brauchst es, du willst es dich da auch selbst finden. Und ich glaube auch wirklich, so dieses Thema mit Kinder zu zumindest wird es mir auch immer wieder so gespiegelt, dass sich die Frauen, die Mütter, dann auch oft nicht nur ebenso als Mutter sehen wollen. Jetzt ist bei dir natürlich der Unterschied, dass du trotzdem in Vollzeit arbeitest. Da hab ich super krassen Respekt davor. Was du da alles parallel schaukelst. Aber ich glaube, diese Selbsterfüllung ist trotzdem ein starker Punkt, der da mitschwingt, der dich dazu treibt, das so zu gründen. Elisa: Ja, total. Und was ich auch merke ist, dadurch, dass ich jetzt zwei kleine Kinder habe, auf der Arbeit tagsüber ist es einfach so, ich, ich habe früher immer meine 150 Prozent gegeben und jetzt sind es noch die 120 und ich merke aber auch, dass junges Talent da ist, die noch weiterhin ihre 150 Prozent geben können und ich das teilweise einfach tagsüber nicht immer kann und dann runtersacke auf meine 120 Prozent, die immer noch meiner Meinung nach sehr hochwertig sind und extrem gut. Aber nicht gut genug, ⁓ jetzt zu sagen, hey, die nächsten Schritte überspringe ich einfach in meiner Karriereleiter und ich bin da in der Selbstverwirklichung. Ich kann an meinem heutigen Job, in meiner heutigen Position auch noch jede Menge lernen. Also ich bin wirklich noch nicht an dem Punkt, dass ich sag, hey, das ist jetzt der nächste Schritt in der Karriereleiter. Und ⁓ diese drei, vier, fünf Jahre, wer weiß, zu überbrücken, finde ich es halt auch einfach schön, diese Selbstverwirklichung irgendwo in einem anderen Thema verfolgen zu können. Anstatt dann zu sitzen und zu warten und vielleicht zu sagen, ⁓ ja, Amelie Hansel: Hmm. Elisa: Dieses absolviere auf der Arbeit noch oder hier verbesser ich mich noch. Natürlich, das probiere ich auch nebenher zu machen, aber das ist ja meistens doch eher so eine, exponentielle Kurve nach oben zum nächsten Schritt, sondern doch eher ein großkonzern langsamer Weg. Amelie Hansel: Und halt nicht so selbstverwirklichend. Du machst es halt quasi, dass es auf dem Papier steht. Das wird sicherlich auch interessant sein und dir was bringen. Aber es ist jetzt vielleicht nicht unbedingt deine intrinsische Motivation, dieses Training auf dem Papier zu machen. verstehe ich. Würdest du dann sagen, es gibt diesen perfekten Moment, dass man sagt, hey, jetzt fühlt sich's richtig an, ich gründe? Oder würdest du sagen, mach einfach, obwohl sie es nicht richtig anfühlt im Moment vielleicht? Elisa: Genau, ja. Schwierige Frage, interessante Frage. Das erste Gefühl, ich habe, ist, gründet so früh wie möglich, dann habt ihr die Energie, dann habt ihr keine Abhängigkeiten, dann habt ihr vielleicht noch keine Baufinanzierung, keine Kinder, alles, was dazu kommt. Plus, je älter man wird, desto schneller wird man müde, habt noch viel mehr Energie, macht es so schnell wie möglich. Auf der anderen Seite denke ich mir auch, wenn man ein Stückchen älter ist und vielleicht dann doch, die Baufinanzierung, die die Verantwortung auf den Schultern trägt und das gewohnt ist. Dann schaut man vielleicht zum Thema Risikos und schaut man da vielleicht bisschen anders drauf, auf wie man das ganze Thema angeht. ist man vielleicht ein bisschen durchdachter, aber es ist alles nur Annahmen. Kann natürlich jemand, der mit 18, der genauso viel Verantwortung tragen kann und das genauso durchdacht machen kann, wie jemand, der 50 ist. Ich glaube, ist von Person zu Person wieder total unterschiedlich. Ich persönlich, wenn ich es nochmal machen könnte, würde ich es früher machen. Würde ich es tatsächlich früher machen, probieren weniger Angst zu haben vor dem, was da auf einen zukommt und Schritt für Schritt loszulaufen. Wie ist das bei dir, Amelie? Amelie Hansel: Ja, verstehe. Ja, ich finde, ich teile da deine Meinung. Ich würde auch sagen, theoretisch so früh wie möglich. Weil ich merke einfach, dass du Schritt für Schritt so viel dazulernst. Also ich bin ja auch Team, auch wenn man große Gründer irgendwo anguckt. Wie viele haben zuerst irgendwas anderes gegründet? Und ich glaube, Amazon war es ja. Die waren ja eigentlich auch einfach nur ein Buchhandel online. Da hätte vielleicht auch niemand gedacht, dass das so groß wird. Also viele, obwohl es immer noch in die Richtung geht, aber viele haben ja schon mal was anderes gegründet, das, mit dem sie dann groß geworden sind. Einfach, weil das ja dieses Learning ist auf dem Weg dahin. Zum Gründen gehört ja viel mehr als das reine Produkt, sondern auch so dieses ganze Unternehmensaufbauen. Einfach ganz viele verschiedene Themen und die lernt man halt wirklich einfach on the go, auf dem Weg, aktiv. Ich da kann man sich noch so viele Theorien irgendwo reinziehen, Bücher lesen, wie auch immer, hilft sicherlich zusätzlich auch. Elisa: Zeit. Amelie Hansel: Aber ja, die Praxis macht da die Erfahrung. Deswegen früh starten. Gleichzeitig muss man, glaube ich, realistisch schon dazu sagen, es muss auch ins Leben passen. Also Thema Vollzeit, Teilzeit haben wir dann ja auch noch. Aber schon auch zu sagen, kann ich das stemmen gerade zeitlich, finanziell? Ich würde sagen, zeitlich, wenn man da für irgendwas brennt, dann bekommt man das immer irgendwo unter. Oder was heißt immer, aber meistens. dann nimmt man sich die Zeit, weil man Bock drauf hat. Das fühlt sich nicht an wie arbeiten, dass man sagt, ich muss mich zusätzlich 20 Stunden die Woche da hinsetzen. Sondern es pusht einen ja auch, das voranzutreiben. Aber gleichzeitig, denke ich, gibt es schon auch Lebensphasen, es einfach ein bisschen schwierig ist, wo man ehrlich zu sich selbst sein muss und sagen muss, kann ich das stemmen? Auch wenn es superhohe Entwicklungskosten sind, dann schau lieber frühzeitig drauf und schätz ab, ob das machbar ist oder nicht. Und start nicht einfach und renn dann irgendwie ins offene Messer. Das ist natürlich ganz wichtig. Elisa: Absolut. Ja, und was ich auch mitgeben möchte, ist einfach das Thema, was du gerade auch schon angesprochen hast. Investitionen am Anfang einfach so gering wie möglich halten und schauen, was habe ich mir gespart? Bin ich bereit, mein Gespartes hierfür, in Anführungszeichen, aufzuopfern mit der Annahme? Das ist alles weg. Das finde ich ganz wichtig. Das ist für mich einfach so der Punkt. Alles, was ich jetzt in dieses Hobby, in meine Liebe zum Produkt stecke. Amelie Hansel: Mhm. Elisa: Davon gehe ich momentan aus. Okay, das sehe ich vielleicht nie wieder. Und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Annahme, die ich mitgeben möchte. Amelie Hansel: Das ist einfach Risikokapital. Aber noch so zum Thema Risiko. glaube, viele Leute, gerade auch Frauen, sind ja sehr sicherheitsbedacht. Und das ist schon der Punkt, der für mich hier auch ausschlaggebend ist. Man sollte nicht auf den Zeitpunkt warten, wo man sagt, jetzt kann nichts schiefgehen. Jetzt passt der Markt perfekt, meine Finanzen passen perfekt, mein Wissen. So dieser Zeitpunkt, wo wirklich alles perfekt Jetzt passt der Markt perfekt, meine Finanzen passen perfekt, mein Wissen. So dieser Zeitpunkt, wo wirklich alles perfekt passt, der wird nicht kommen. Man muss schon irgendwann mal ins kalte Wasser springen. Da gibt's ja auch so einen schönen ... Ich glaube, ähnlich wie das Wasser wird nicht wärmer, wenn man wartet zu springen. Dann ist es besser, man springt eher und hat den Schritt gemacht und tastet sich voran, als dass man ewig irgendwie wartet. Vielleicht hat sich der Markt dann schon geändert. Vielleicht gibt es das Produkt dann drei Jahre später schon von der Konkurrenz, wie auch immer. Von dem her, da einfach schon zeitnah machen und nicht zu risikoscheu sein. Elisa: Ja, genau. Und im Endeffekt ist der Markt auch riesig. Also nur weil es euer Produkt vielleicht schon mal in der einen oder anderen Form gibt, heißt das natürlich nicht, dass er kein Platz mehr für euer Produkt ist. Amelie Hansel: Genau. und wir hatten es ja gerade am Anfang schon. Wir haben ja heute eine Art Doppelfolge. Wir wollen ja auch über das Thema Vollzeit versus Teilzeitgründung sprechen, weil die Frage ist natürlich, wann ist der perfekte Moment? Aber dann ist ja auch die Frage, muss ich dafür dann gleich meinen Job kündigen? Muss ich all in gehen? Macht das überhaupt Sinn? Vielleicht kannst du mal kurz die Zuhörerinnen und Zuhörer abholen, wie du das machst. Du bist ja auch berufstätig und hast Kiddies. Von dem her beschreib doch gern mal, Lisa, wie dein ... Elisa: Ja. Amelie Hansel: Tag so aussieht oder deine Woche, wie du das alles unter einen Hut bekommst. Elisa: Super interessante Frage und ich möchte eigentlich, also ich möchte vor allem da keinen Druck auf jemanden anders legen. Meine Tage sind wirklich sehr voll und ich glaube ich bin da gar kein Maßstab. Ich bin gerade intrinsisch so unglaublich motiviert, dass das für mich läuft und dass ich da unglaublich viel Energie bekomme. Vor allem weil ich es als Hobby sehe. Ich sehe das gründend für mich als Hobby und nicht als Beruf oder Vielleicht dann doch als Berufung, aber ja, nicht als Beruf. Mein Tag sieht tatsächlich so aus, ich, naja, ich steh auf, bevor, bevor, da passiert noch gar nichts, wenn es ums Gründen oder ⁓ die Arbeit oder irgendwas geht. Dann werden die Kids fertig gemacht, die kommen in den Kindergarten oder bei mir kommen die leider, da kommen die noch in die Kita, glaube ich. Ja, in den Niederlanden, gehen Kinder grundsätzlich ab sechs Monate bis vier Jahre in die Kita und dann gehen sie zur Schule. Also wir sind noch voll in der Kita-Phase und dann fange ich an zu arbeiten an meiner Product Lead Stelle. Entweder fahre ich ins Büro oder ich arbeite von zu Hause aus. Meistens nutze ich meine Lunch-Pausen, zu schauen, gab es eine E-Mail von zu meiner Firma, zu Bold Heart, gab es eine E-Mail, die ich gerne beantworten möchte und möchte ich noch mal meine To Do's drunter schreiben, falls ich das morgens vor der Arbeit nicht geschafft habe. Das brauche ich, ⁓ meinen Kopf klar strukturiert zu halten und damit ich am Ende des Tages auch das Gefühl habe, ich habe was gemacht. Oder wenn ich totmüde ins Bett falle, das sind die Dudes, die ich jetzt noch abarbeiten möchte. Tatsächlich ist es dann so, dass ich dann die Kinder von der Kita abhole, so 5, halb 5, 5. Jetzt kommt bestimmt die Mama Polizei. Kinder morgens wegbringen und abends abholen. ⁓ liebe meine Kinder und ich habe damit tatsächlich im Anfang unglaubliche Schwierigkeiten gehabt. Amelie Hansel: Hahaha! Elisa: Aber zu sehen, dass mein Kind das so gut tut, dass sie so unglaublich viel lernen und dass sie da so viel Spaß haben, bestätigt mich darin, dass das für mich der richtige Weg ist, die Kinder in dieser Gesellschaft hier in Niederlanden so groß zu ziehen. Auf jeden Fall hole ich sie dann ab und dann ist Mama Zeit. Also bis dahin habe ich noch gar nichts gemacht für meine Firma. Dann ist Mama Zeit und dann probiere ich wirklich 100 Prozent für die Kinder da zu sein und die Stunden, die wir noch haben, bis es dann ins Bett geht, zusammen zu verbringen, zum Kneten, basteln, was auch gerade einfällt oder mit meiner Tochter, die probiert gerade aufstehen zu lernen. Also das üben wir dann. Und wenn es dann Zeit ist zum Schlafengehen, bringe ich die Kids ins Bett und dann fängt bei mir tatsächlich mein Arbeitstag an, wenn es ⁓ Brothard geht. Und dann habe ich ja meine To-do-Liste und habe mittags schon mal gecheckt, sind E-Mails reingekommen, auf die ich gerne antworten möchte. Nebenbei nutze ich dann tatsächlich auch AI, zu dokumentieren. Wo sind To-dos? Was sind die nächsten Sachen? Und ab und zu wenig vergessen, aber frage einfach nach, was muss ich heute noch machen? Und zum Glück ist das dann alles gespeichert. Ja, das ist super praktisch. Das ist mein Assistent. Ich hab da Claude angebunden. Und Claude ... Nee, das nicht. Nee, das nicht. Aber wenn ich dann halt eine Mail reinbekomme, dann schick ich ihm die Information, ich hab eine Mail. Das dektiere ich schon oder sag ich schon. Und ich sag ihm, er soll das alles in seinem Memory speichern. Und in dem Projekt, das ich dann erstellt hab, hat er sozusagen mein ... Amelie Hansel: Krass! Wie machst du das? Was hast du da eingebunden? Also Claude an deinem Mailpostfach quasi und dann fragst du Claude, Mhm. Mhm. Elisa: Mein Gantt-Shirt. Also dann sagt er genau, wann ist was dran, wo muss ein Follow-up kommen, wo habe ich eine E-Mail bekommen, wo ich noch nicht direkt darauf reagiert habe oder wo ich gerade schon mal reagiert habe, aber jetzt in der Warteschleife sitze. Also da habe ich dann tatsächlich Claude als Assistent für mich gefunden, der mir hilft, das zu strukturieren und abends im Bett, wenn die Kids schlafen, lege ich mich meistens daneben und arbeite dann erstens, weil es mir unglaublich viel Ruhe gibt, die Kinder neben mir schlafen zu haben. Das genieße ich extrem. Amelie Hansel: Infos. Hm? Elisa: Und ja, dann kann ich gut Sachen abarbeiten. Meistens sind es dann E-Mails, Social Media. Bin ich totaler Newbie. Also da probiere ich dann Reels zu schneiden. Den Content den produziere ich am Wochenende. Und ganz ehrlich, ich probiere auch immer das zu benutzen, was ich irgendwie schon auf der Kamera roll habe. Wenn wir dann mal spazieren gehen mittags, dann filme ich einfach irgendwas und das nehme ich dann mit. Also es ist wirklich nicht so, dass ich dann absichtlich nach draußen gehe und sage, ⁓ ja, jetzt machen wir aber Content jede Woche. Amelie Hansel: Mhm. Ja. Elisa: Das ist einfach nicht drin. Da muss man dann Abstriche machen und sagen, mein Tag hat so und so viele Stunden, die sind relativ eingeschränkt, die Stunden, ich habe hierfür. Das bedeutet, ich muss auch damit leben, dass mein Content nicht der Content ist von jemandem, der hier wirklich den ganzen Tag Zeit für hat. Fand ich am Anfang schwer und jetzt inzwischen geht es. Bin immer noch Continue B, da müssen wir auch mal eine Folge drüber aufnehmen mit ganz schlimmen Social Media. Amelie Hansel: würde ich es jetzt nicht betiteln. Nee, aber wirklich, was ich sagen will, ich habe krassen Respekt vor allen Moms und das sage ich jetzt nicht, weil ich hier einfach nur bisschen supporten will, sondern ich habe wirklich das Gefühl, wenn man Mutter wird, weiß nicht, ob es bei allen so ist, aber dass ihr krass effizient arbeitet. Also wir hatten es ja so und so auch bei der Erstellung unseres Podcasts jetzt, weil wir super effizient das alles geplant hatten, wie wir das machen wollen. Und gleichzeitig aber auch, wenn ich deine Fortschritte höre, wo ich mir denke, ⁓ Du hast massiv weniger Zeit dafür als ich und kommst trotzdem in so großen Schritten voran. Einfach weil du deine Zeit so hart gut einteilst. Also da hab ich echt größten Respekt. Und das ist irgendwie bei Müttern, was man da alles gleichzeitig schaukelt und wie gut das oft gewuppt wird, find ich schon echt großen Respekt dafür. Elisa: Danke schön. Ich glaube, hat auch viel damit zu tun, einem Fallmoment, nachdem man wieder anfängt zu arbeiten nach der Schwangerschaft. Und zwar hat man dann noch das Pregnancy Brain oder das Still Brain. Das heißt, dein Gehirn funktioniert nicht mehr auf der Kapazität, auf der du es gewohnt bist. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Dein Reptilien Brain ist dann aktiv und grundsätzlich geht es nur ums Überleben. Das heißt, du vergisst alles Mögliche, wirklich. Das ist unglaublich. Du erkennst dich selber nicht mehr wieder, nachdem du dein Kind geboren hast. Und für mich war das shocking. Ich habe mich so erschrocken von mir selber. Ich dachte, ich werde nie wieder performen können auf meiner Arbeit, auf der Art und Weise, wie ich es konnte vorher. Und das ist so der Moment, in dem du realisierst, okay, hiermit muss ich es jetzt machen. Und dadurch glaube ich in dem Moment ... fängst du an unglaublich effizient zu werden und deine To-Do's dir anders zu organisieren, alles aufzuschreiben und zu akzeptieren. Momentan komme ich nicht auf das Niveau, dem ich war, weil ich habe auch noch nebenbei jetzt einen neuen Beruf. Ich bin jetzt nebenbei noch Mama. ⁓ Amelie Hansel: zeitintensiver Beruf, ist ja keine Kleinigkeit. ⁓ Elisa: Ja. Nein. Und dann möchte man halt dann schauen, wie schaffe ich es mit der Zeit, die ich noch habe, auf ein Niveau zu kommen, was für mich akzeptabel und gut ist. Und wenn man vorher perfektionistisch war, haut es noch mal mehr rein. Und dadurch habe ich gelernt, sehr effizient zu arbeiten und auch mit 80 Prozent zufrieden zu sein. Damit wäre ich früher nie zufrieden gewesen. Amelie Hansel: Mhm. Mhm. Oh, spannend. Weil dieser Selbstanspruch, den hab ich auch immer sehr stark. Dass ich sag, ich bin oft nicht mit mir zufrieden, weil immer noch irgendwie mehr gegangen wäre. Aber krass, dass sagst, dass deine Schwangerschaft was verändert hat. Es klingt ja eigentlich auch sehr danach ... Klar, du hattest keine andere Wahl. Aber es klingt ja eigentlich auch nach einer positiven Entwicklung, dass du sagst ... Eben dieses, ja, 80 Prozent ist auch fein. Grad so für Generalisten, ne? Ich mein, wenn du immer die 100 Prozent erreichen willst, brauchst du deutlich mehr Zeitaufwand. Und oft ist es auch gar nicht nötig, diese Iterationen beim Entwicklungsprozess und Co. Aber das heißt ja eigentlich, das klingt nach einer positiven Entwicklung, vor allem was die Effizienz angeht, weil wirklich Hut ab, also ... Ich versteh manchmal nicht so ganz, wie das schaffbar ist. Elisa: glaube auch, dass es eine positive Entwicklung ist. Aber zusätzlich möchte ich sagen, der Fall dahin nach der Geburt meiner Kinder war auch extrem. Und da möchte ich auch nochmal allen Mamas da draußen Mut zusprechen, die sich vielleicht gerade angesprochen fühlen und die vielleicht das Gefühl kennen, von dem ich rede. Das ändert sich wieder. Probiert positiv zu bleiben. Ihr habt euch nicht verloren. Ihr findet euch zurück. Amelie Hansel: Hmm. Elisa: Das kommt alles wieder, auch wenn das jetzt vielleicht so einfach klingt. Das war für mich ganz sicher nicht einfach. ja, das kommt langsam Stück für Stück. wie gesagt, 80 Prozent in den meisten Fällen ist auch top. Natürlich sind auch Themen da, wie zum Beispiel ein Business Case. Der muss für mich, kriegt für mich ein hoher, höhere Prozentzahl. Dafür kriegen dann meine Reals vielleicht nur 60 Prozent. So. Da schaut man dann halt immer, Ja. Wie ist das bei ... Amelie Hansel: die richtige Priorisierung. Und man lernt ja dadurch dann quasi, Elisa: Ja, das ist es tatsächlich. Amelie Hansel: ja einen Skill durch diese Effizienz. ist ja, ja aber dass du die Message da mitgibst. Wirklich schön. Ja, bei mir ist ja... ⁓ Elisa: Ja, fahrt runter, Mamas. Fahrt runter. Nicht zu hoher Wartung an euch, Mamas. Fahrt runter. Ihr macht das super. Und auch wenn ihr müde seid, ihr dürft müde sein. Ihr dürft auch mal schlechte Laune haben. Auch das ist alles vollkommen normal. Und ganz wichtig, auch für dich, dass wir das unseren Kindern mitgeben, dass wir müde sind und dass wir das einfach kommunizieren dürfen. Mein Sohn kriegt auch zu hören, du, ich bin grad einfach müde. Lass uns zusammen schauen, was wir machen können. Vielleicht wollen wir puzzeln. So kann er selber auch lernen, seine Emotionen und seine Gefühle auszudrücken und kann auch wissen, es ist okay, wenn wir müde sind, ist okay, wenn wir schlechte Laune haben. Wir sind alle Menschen. Wie ist es bei dir, Amelie? Amelie Hansel: Mhm. Ja, weil wir können nicht können ja jeden Tag 100 Prozent immer Vollgas geben. Und ja, das merk ich persönlich auch, um ehrlich zu sein. Also, ich hatte's im Intro ja schon mal kurz angesprochen. Bei mir ist ja so das Thema, ich hab ja komplett in Vollzeit gegründet, die Kündigung, und dann eben 100 Prozent auf RCKTCRW weil ich mir dachte, alles oder nichts, ich probier mich da aus. Und entweder es fliegt oder ich ja, finde dann wieder einen anderen Weg, der mich dann irgendwo weiterbringt und anlacht. Und ich bin eigentlich sehr happy mit der Entscheidung. Eigentlich kommt daher, weil vor, ja, ich sag mal drei Wochen, ich hab tatsächlich auch noch ein Reel in meinen Entwürfen, finde ich eigentlich ganz witzig. In dem Reel sag ich, dass ich 100 Prozent überzeugt davon bin, dass man Vollzeit gründen sollte. Innerhalb dieser drei Wochen hat sich irgendwie viel verändert in meinem Kopf, so schnell geht's. Ich bin immer noch ... Elisa: Mhm. Amelie Hansel: pro Vollzeitgründung, einfach weil ich hab so viele Themen auf meinem Tisch, wo ich mich frage, wie man die sonst irgendwo unterbekommt. Klar, vielleicht muss man perfektionistisch mal Abstriche machen, dass man sagt, dann gehen halt, weiß ich nicht, macht man nicht alles parallel oder nicht alles in der Detailtiefe. Aber gleichzeitig ist natürlich die Frage, muss das alles so sein? Und man hat natürlich deutlich mehr Druck durch diese Vollzeitgründung. Ich bin jetzt Elisa: Ja. Amelie Hansel: 1,5 Jahre raus aus dem Job. Im Sommer werden es zwei. Das bedeutet natürlich auch, ich verdiene seit zwei Jahren kein Geld mehr, zumindest kein aktives Gehalt, wie es davor war monatlich. Ich habe so bisschen Nebeneinnahmen durch Social Media. Das macht mir auch Spaß. Ich würde es aber nicht so als Hauptjob und Haupteinnahmequelle haben wollen in Zukunft. Das ist einfach schön nebenher. Und ich kann mir auch vorstellen, meine Einkommensquellen wirklich breit aufzustellen. Das muss nicht einfach nur aus einem Thema sein, dass ich sage, muss jetzt hier ein Gehalt bekommen, das von dem ich immer leben will. Es ist okay, wenn sie es ein bisschen aufteilt, aber Stand jetzt verdiene ich natürlich gar nichts. Und das muss man auch wollen, sage ich mal so positiv ausgedrückt. Und ich denke, der Druck ist eine Zeit lang ganz gut, weil man wirklich einfach mal ranklotzen muss. Weil man nicht die Zeit hat, ⁓ abzuwarten, ob es läuft oder nicht. Elisa: Ja. Amelie Hansel: sondern du weißt, ich muss da dran bleiben, weil es muss einfach irgendwie laufen nach einer Zeit. Elisa: Und wie gehst du da mental mit Also ich für mich fühle ich schon viel Druck ab und zu, dass ich denke, jetzt muss ich was bewegen, jetzt muss das laufen, es muss langsam anfangen. Wie ist das bei dir? Du hast natürlich einen ganz anderen Druck dahinter. Amelie Hansel: Hm. Ja, der ist auf jeden Fall da. Bisher, ich setze mir immer wieder Ziele. Dass ich sage, aktuell ist es eher so Mitte des Jahres. Dass ich sage, da wird drauf geguckt. Und da möchte ich auch ehrlich zu mir selber sein und mich nicht belügen, sondern wirklich realistisch drauf schauen. Geht es in richtige Richtung, kommen wir so voran wie geplant. Spoiler, es ist immer Verzug, weil wir hatten es auch in der letzten Folge mit den Samples. Ich hätte nie gedacht, dass diese ganze Sampling-Hersteller-Geschichte so lange dauert. Das hat direkt meinen Zeitplan überall in Haufen geworfen. Aber ich hab diese Fristen und danach geh ich. Wenn ich die nicht einhalte, würd ich schon sagen, dann muss vielleicht ein Nebenjob oder vielleicht irgendwann wieder ein Hauptjob her, falls das nicht funktionieren würde. Soll jetzt gar nicht pessimistisch klingen, weil ich bin immer noch superguter Dinge. Wir haben viele Pläne, und es geht auch in die richtige Richtung, dass das zielführend ist. Aber gleichzeitig ist der Druck natürlich da, dass es das auch sein muss. Da so bisschen nebenan wie mit Social Media. Ich erzähle manchmal auch, dass ich überlege, ⁓ in Sportbranche einen Sidehustle zu suchen, weil es mir viel Spaß macht und Energie gibt. Das tut dann schon gut. Ich habe auch so Money-Mindset, dass ich im Monat nicht mehr ausgeben will, als ich einnehme. Was ja recht gesund ist, eigentlich, dieses Mindset. Lebe ⁓ ich nicht, weil ... Ja, natürlich gebe ich mehr aus, ich nehme kaum was ein. Das ist schon was, wo man sagen muss, ich glaube, das muss man wollen. Und wenn man sagt, das möchte man nicht, dann ist so eine Nebenbeigründung natürlich irgendwo der bessere Weg, weil man sich mehr Zeit lassen kann. Elisa: Ja, wie sieht das bei dir aus in eurem Business Case? Was ist so eure Idee, wenn du sagst, hey, ab dem Jahr möchten wir irgendwie auch was auszahlen können oder habt ihr die Ideen nicht so konkret? Amelie Hansel: Wir hatten das konkret berechnet, Anfang auch mit Business Case und so. Ich hatte ja auch den Gründerzuschuss beantragt für sechs Monate. Da musste man auch schon ganz klar angeben, wann könnt ihr davon leben. Deswegen, wir hatten die Zahlen sehr konkret. Am Anfang fand ich es nur superschwierig, ja, da weißt du ja noch gar nicht, wie viel kostet denn mein Produkt im Einkauf, wie viel setzen wir denn ⁓ Wenn du live gehst, ist dann natürlich viel klarer, was verkaufen wir wirklich, wie viel kostet's, wie ist die Marge, was kommt vielleicht noch dazu, was ich am Anfang gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich spreche jetzt nicht von den eindeutigen Kosten wie Stückkosten für das Produkt oder Verpackung, sondern am Anfang zum Beispiel so was wie Musiklizenzrechte für Social Media, hatte ich jetzt nicht mit eingepreist. Und solche Sachen kommen schon immer mal wieder dazu. Und deswegen passen wir da auch unsere Kalkulation immer wieder an. Gleichzeitig versuchen wir aber unser Geld auch immer wieder zu reinvestieren. Weil wir möchten ja natürlich auch wieder neue Produkte kaufen, einfach unseren Shop aufstocken und Da muss man natürlich schon hart kalkulieren, dass man sich dann noch was auszahlen kann und nicht alles komplett reinvestiert. Aber mein Gedanke ist schon, dass ich mir das Gehalt über einen anderen Weg suche, zum Beispiel eben so side hustles wie Sport, damit ich mir diese Vollzeitgründung weiterhin, ich sag mal, gönnen kann. Ich finde, es ist schon Luxus. Und ich möchte auch unsere Umsätze reinvestieren. Also eigentlich würde ich gerne 100 Prozent unserer Umsätze reinvestieren. finde ich eigentlich gerade in der Phase auch wichtig. Elisa: Total. Ja. Wie sieht dein echter Arbeitstag aus? Hast du da so ein Standard oder ändert sich das von Tag zu Tag? Amelie Hansel: Das ist eine gute Frage, weil auch das ist ja so bisschen, wo ich im Intro herkam, mit die Struktur, die ich manchmal habe und manchmal weniger. das fällt mir nach wie vor immer wieder schwer. Ich bin ein Abendmensch. ⁓ fällt mir schwer, früh aufzustehen. Ich hätte auch gern die Struktur, dass ich sage, ich stehe in der Früh ⁓ das ist der 5 am Club sein, ich weiß nicht, wer das Buch kennt. Früh aufstehen. Elisa: Ja, bin auch nicht drin. Amelie Hansel: Direkt los, Hustle! Das bin ich nicht. Ich arbeite gerne abends, arbeite gerne nachts, ich mach gerne vormittags Sport, geh vielleicht einen Kaffee trinken und dann geht's richtig los. Das führt aber gleichzeitig irgendwie dazu, dass ich jetzt gerade auch die letzten Wochen dazu geneigt hab, wirklich rund ⁓ die Uhr zu arbeiten. Bei mir läuft auch alles aufs Handy. haben zum Beispiel auch grad viel zu tun mit Kooperationen, auch Leute, die für uns werben möchten. Freu ich mich total, ich lieb's, mich da auszutauschen. Aber das läuft dann alles mein privates Handy, auch auf die privaten Kanäle. Was ich cool finde, weil es fühlt sich nicht an wie Arbeit, ich mag das auch, dass es so vermischt Das aber auch, dass mein Alltag ⁓ auch sehr vermischt hat. Deswegen gibt es gar keine Tagesstruktur, wo ich sagen kann, so schaut es immer aus. Ich versuche generell nicht unbedingt nach halb neun ungefähr aufzustehen. ⁓ Dann erst mal schön frühstücken, ist so mein Ritual, das brauch ich einfach. Ja, und dann kann eigentlich alles passieren. Heut früh war ich zum Beispiel beim Sport mit einer Freundin, bei Reformer Pilates, dann haben wir noch einen Kaffee getrunken und danach hab ich angefangen, hab mich hier unten ins Kaffee gesetzt zu arbeiten. Und ja, so sieht aber jeder Tag aus. Also es bei mir auch egal, ob es unter der Woche oder am Wochenende ist, weil ich hab eigentlich gar keine Lust, Wochenende frei zu machen. Außer ich hab wirklich mal den Bedarf, dass ich sag, hey, ich bin platt, ich muss mal ein bisschen Reset machen und nehm' mir da frei. das genieße ich einerseits. Andererseits ist es natürlich schon schwer, da eine Struktur zu finden. Und das ist auch einer der Hauptpunkte, wo ich sag, vielleicht ist nebenhergründen gar nicht so schlecht. Man kann zwar vielleicht nicht ganz so viel in der Kürze der Zeit schaffen, aber vielleicht strukturiert man sich es ein bisschen besser. Und dadurch schafft man trotzdem einen Haufen. und ist vielleicht einfach bisschen fester von seiner Struktur, weil jeden Tag völlig frei überlegen zu können, ja, was mache ich jetzt? Jetzt habe ich, ich könnte entweder, doof gesagt, drei Stunden Radfahren gehen oder setze ich mich schon mal hin und acke richtig los. Das ist halt schon jeden Tag komplett die freie Verfügung. Elisa: Mhm. Ja. jeden Tag arbeiten ist auch heftig zu hören, dass du sagst, okay, das sind bei dir dann auch sieben Tage in der Woche. Dein Wochenende ist im Endeffekt auch, ja, wenn da was reinkommt, dann machst du auch was. Das ist natürlich auch eine Sache, wo ich sagen würde, wow, Respekt an deine mentale Fähigkeit, dann doch abends irgendwo abschalten zu können. Ich muss sagen, das könnte ich glaube ich nicht. Ich brauche wirklich meine klaren Blöcke. Ansonsten kann ich nicht mehr schlafen, sonst wird mein Kopf nur noch rattern. Ich habe wirklich die drei Blöcke. Entweder meine Arbeit oder meine Gründung oder meine Kinder. das ist wirklich tatsächlich diese Blöcke, das ist so ein AUS-Schalter in meinem Kopf. Ja, ja, da kommt gar nichts anderes zwischen. Amelie Hansel: Hmm. Ja, ich glaube, da muss ich vielleicht aber, da auch fair zu sein, noch meinen Weg finden. Weil wirklich dauerhaft das Gefühl haben zu arbeiten, natürlich auch nicht gesund. Es macht mir Spaß und ich merke auch, wie viel ich dann voranbringe. Aber gleichzeitig merke ich natürlich auch, also ich glaube, deine Struktur ist halt sehr effizient, wir hatten es schon. Und auch gesund, dass du wirklich einfach mal sagst, hey, jetzt ist mal Auszeit. Und wenn auch die Auszeit ist, dass du dich deine Kinder kümmerst, was natürlich keine ... Auszeit für dich ist, aber einfach für den Kopf dieser Themenwechsel ist, denke ich, oft ganz gesund. Und da muss man natürlich schon irgendwo den Abstand finden. Wenngleich ich auch schätze, dass ich natürlich richtig Vollgas geben kann, was dann die Gründung angeht, weil ich einfach die Zeit dafür habe. Das ist dann natürlich schon Fakt. Elisa: Ja. Amelie Hansel: Ein Punkt zum Thema Vollzeitgründung ist für mich auch noch das Thema, was ist, wenn's scheitert. Ich bin kein pessimistischer Mensch, Elisa du kennst mich da schon ganz gut. Aber man auch realistisch ⁓ an den Worst Case denken, dass man sagt, das Unternehmen fliegt nach einiger nicht. Und dann ist natürlich die Überlegung Vollzeit, Teilzeit ... Teilzeit, ich mein, du könntest, also, ja, hast ja ⁓ deinen Hauptjob, dann machst du den einfach ganz normal weiter. In Vollzeitgründung muss man halt schon sagen, dann muss man sich neu orientieren. Das ist schon auch ein Punkt, wo ich sag, darf man dann scheitern? Natürlich darf man scheitern, auch so bisschen diese Failfast-Kultur. Aber da tut Scheitern vielleicht noch mal bisschen mehr weh. Elisa: Oder man muss es von einer anderen Perspektive sich anschauen und sagen, schau mal, wie voll ich meinen Rucksack in den letzten Monaten, Jahren gepackt habe und welche Erfahrungen ich jetzt mitbringe für meinen nächsten Schritt. Der nächste Schritt kann ja dann sein, ich gehe wieder in ein Ghosts Corporate, aber der Schritt kann ja auch sein, ich finde einen Co-Founder mit einer total tollen Idee und wir beide zusammen probieren es jetzt nochmal mit einem ganz anderen Thema, mit einem ganz anderen Background. Oder eben bei einer Firma das Thema dann vorantreiben mit dem, was man im Gepäck hat. Also ich glaube tatsächlich, dass man so viel lernt und so viel extra mitbringt, dass man viel mehr wert wird für jede Firma, für jede Business-Idee. Sodass ich sagen würde, ob man jetzt Teilzeit oder Vollzeit failt, scheitert. Im Endeffekt fängt man dann nach einem neuen Abschnitt an. Und wenn ich jetzt in Teilzeit scheitere, weiß ich tatsächlich auch nicht, ob ich nicht auch eine andere, einen anderen Beruf oder eine andere Position in meinem Job suchen würde, einfach weil ich einen Cut bräuchte und einfach neu anfangen möchte mit neuer Energie, mit neuer, ja, Emotionen. Also kann man, denke ich, von verschiedenen Seiten sehen. Amelie Hansel: Hmm. Ja. einfach viel mit einem, würde ich sagen. Deswegen ⁓ Frage zu dem Thema, weil wir es gerade mit scheitern haben. Denkst du aktiv nach, dass es scheitern könnte? Elisa: Das ist tatsächlich bei mir von Tag zu Tag extrem unterschiedlich. Und selbst von Stunde zu Stunde kann sich das ändern. Ich muss wirklich sagen, diese Achterbahn, die ich am Anfang des Podcasts erwähnt habe, die geht bei mir momentan extrem schnell. Und die muss ein bisschen langsamer fahren, weil ab und zu bin ich so beflügelt von Themen, die super laufen. Amelie Hansel: Von Mail zum Mail. Mhm. Elisa: Ich merke aber auch Themen, die dann nicht laufen, können mich extrem runterziehen. Ich muss da noch mein Gleichgewicht finden. Aber wie gesagt, ich bin auch noch nicht so lange dabei. Ich denke, dass sich das auch alles einpendelt. Momentan ist es noch neu. Ich merke, dass ich unglaublich viel Energie bekomme. Und es kostet mich viel Energie. Ja, so genau kann ich das nicht sagen. Also ja, ich denke schon ab und zu, das kann scheitern. Aus diversen Gründen. Da gibt es keinen einen Kerngrund, an dem ich immer festhalte, sondern es kommen immer wieder neue Ideen, Inputs, warum es scheitern könnte. Und genauso gut denke ich immer, ich werde erfolgreich aus wieder diversesten Ideen. Das sind schon ein paar Kernannahmen, warum ich glaube, ja, das wird erfolgreich und die ändern sich auch nicht. Also die Basis ist stabil und ich glaube, das ist auch ganz gut. Aber da kommt auch immer wieder neuer Input, warum ich denke, ja, deswegen wird es erfolgreich. Wie ist das bei dir? Amelie Hansel: Mhm. Ich find's ganz witzig, wir haben mehr übers Scheitern gesprochen, als überhaupt war. Und ehrlich gesagt, ich denke da gar nicht so sehr dran. Was heißt gar nicht so sehr? Nee, ich identifizier mich damit nicht, muss ich wirklich sagen. Ich bin sehr reflektiert und hinterfrag sehr oft, was und wie ich das mache. Also, ich geh da 0,0 naiv ran. Aber ich merk jetzt in der Zeit, in der ich gründe, dass sich dadurch immer wieder so viele Türen öffnen, wo ich sag, das Das ist ja kein Scheitern. Das ist ein Weiterkommen. Vielleicht entwickelt sich der Weg anders, das ist eher, wie du es auch sagst. Der Weg entwickelt sich vielleicht anders, als es ursprünglich geplant war. Aber da ich ohnehin weiß, dass ich meinen Weg nicht 100 Prozent vorausplanen kann, es macht keinen Sinn zu sagen, wo sind wir in fünf Jahren? Das stand jetzt gar keinen Sinn. Deswegen sehe ich uns auch 0,0 scheitern, sondern eher lernen. Und es ist ja auch sehr viel beeinflussbar. Deswegen Nee, auch wenn das jetzt vielleicht in letzten Minuten anders klang. Aber tatsächlich hab ich da gar keine Bedenken und geh da super optimistisch ran, was unsere nächsten Monate angeht. In dem Sinne hoffe ich, wir konnten da jetzt ganz viele positive und auch kritische Aspekte zum Thema Vollzeit, Teilzeit und auch richtigen Moment mitgeben. geben jetzt noch unsere Tipps. der Woche mit an die Zuhörerinnen und Zuhörer. was ist da dein Tipp? Elisa: Mein Tipp der Woche ist etwas, das mich letzte Woche doch sehr begleitet hat und unglaublich geholfen hat und das ist, mach einfach diese eine Sache. Und zwar hat man ja häufig im Kopf, das musste ich noch machen und dann schiebt man es wieder und dann macht man es nicht. Und das ist nur ganz kleine Sache und die poppt immer wieder auf im Kopf, ach, ich musste ja noch. Mach sie, mach diese eine Sache. Mach sie heute Abend, mach sie nach dem Abendessen, nach dem Meeting. Die 10 Minuten reichen. Häufig sind das diese kleinen Sachen, die sich im Kopf festsetzen, die ganz viel Energie kosten, aber unglaublich schnell abgearbeitet sind. Schreib dir eine Mail, öffne das eine Dokument, mach den einen Post, dann ist es weg. Dann kann sich dein Gehirn wieder beruhigen. Momentum kommt nicht von einem Start, sondern es kommt durch den Start. Also anfangen und diese eine Sache einfach abarbeiten. Amelie Hansel: Das ist deine eine Sache heute. Elisa: Podcast. Amelie Hansel: Du bist ja schon gut dabei. Ja, top, ja, Fokus ist wichtig. Bei mir ist es halt, ja, mein Tipp ist Lackree. Vielleicht nicht Lackree per se, weil ich glaube nicht, jeder hat auch ein Lackree-Studio ⁓ die Ecke und es ist ja auch immer sehr pricey, muss man auch sagen. Aber ich habe einfach gemerkt, als mein Kopf jetzt einfach sehr voll war die Tage, wirklich der Sport, und ich bin kein Krafttraining-Fan, aber einfach, wenn man so diese ... Elisa: Bin gut dabei, ja. Amelie Hansel: Ich innere Stärke spürt, weil man sich einfach kräftig fühlt. diese Körperspannung irgendwie auch, die vielleicht einfach nur draus resultiert, dass man jetzt Muskelkater hat, weil man diese Übungen sonst nicht macht. Habe ich einfach das Gefühl, das hat auch irgendwie meinen Kopf gekräftigt. Und jetzt habe ich das Gefühl so, ich bin stark. Auch, ja, wenn es irgendwie einfach nur einmal Lagree war. ist mein Tipp entweder Lagree oder einfach irgendwie eine Sportart eurer Wahl, die euch einfach mal wieder irgendwie auch im Kopf bestärkt. Elisa: Das war's mit unserer dritten Folge von Pace Please. Wir hoffen, es hat euch gefallen. Amelie Hansel: Hinterlasst uns gerne eine Bewertung und Feedback. Und nächsten Donnerstag heißt es wieder Pace, please.