Pia Anders: So, guten Morgen, Marie-Louise. Freut mich total, dass wir geschafft haben, miteinander zu sprechen. Du aus den USA, ich in Portugal. Genau, im Vorgespräch haben wir schon echt so viele interessante Themen angesprochen. Deswegen freue ich mich ganz besonders heute auf das Gespräch mit dir, Thema Blutzucker, Hormone und da eben auch die weibliche Perspektive mit reinzubringen. Also ich denke, das wird ein sehr interessantes Gespräch. Mein heutiger Gast ist Marie-Louise Huber. Sie ist Head of Nutrition bei Hello Insight und bringt ein tiefes wissenschaftliches Fundament mit aus der Diätologie und den Ernährungswissenschaften und hat einen Master of Public Health in den USA absolviert. Marie-Louise ist Expertin für metabolische Gesundheit und die Nutzung von CGMs, also sogenannten Blutzuckersensoren, bei gesunden Menschen. Das heißt, wir sprechen heute darüber, warum der Blutzucker so ein entscheidender Hebel für das Thema Longevity ist und wie wir die Daten richtig interpretieren, ohne uns jetzt von vielleicht Fehlinterpretationen oder Fehlalarm stressen zu lassen. Sie hat bereits über 1000 Menschen begleitet und weiß deshalb eben genau, wie man Daten richtig misst und versteht es auch, wie kaum ein anderer das Ganze dann im Alltag umsetzen zu können. Aber jetzt erstmal ja willkommen zum Podcast. Marie-Luise Huber: Vielen Dank für die Einladung, Pia. Pia Anders: Vielleicht können wir direkt erst mal starten, dass du dich vorstellst und uns berichtest, wie bist du zu dem Thema Hormone und Blutzucker eigentlich gekommen? Du bist da ja eine echte Expertin drin. Du hast schon über 1000 Frauen auch begleitet und gecoacht. Wie ist es dazu gekommen? Marie-Luise Huber: Genau, ganz kurz, mein Name ist Marie-Louise. Ich glaube, man hört es auch an meinem Dialekt, selbst wenn ich versuche schön zu sprechen. Ich komme ursprünglich aus Österreich und lebe aber jetzt wieder aus den USA im wunderschönen Colorado. Und das Thema Blutzucker begleitet mich schon wirklich sehr, lange. Es fängt tatsächlich so an, dass ich frühe Leistungssportlerin war, dementsprechend schon mich sehr früh mit dem Thema Ernährung und der Bedeutung von Ernährung im Zusammenhang mit dem Körper in Kontakt kam und Pia Anders: Wir klären in der heutigen Folge, okay, wie liest man jetzt ein CGM wirklich richtig? Was sind die Werte, die man kennen sollte? Worauf sollte man wirklich achten? Ist das jetzt diese bekannte flache Kurve? Ist es was anderes? Was ist wichtig zu wissen, auch eben als zum Beispiel Sportler? Also wieder im Kontext auf die einzelnen... Was ist... Marie-Luise Huber: Zusätzlich wurde kurz daraufhin, als ich zwölf war, meine Mama auch mit Diabetes diagnostiziert. Das war dann natürlich auch noch mal spannend zu sehen, was passiert da. Vor allem bei ihr war es nicht so dieser klassische Typ-2-Diabetes und auch nicht Typ-1, sondern so mittendrin, wo man sich nicht wirklich ausgekannt hat, was da jetzt los war, weil sie nicht übergewichtig war oder sonst etwas. Dementsprechend habe ich dann einfach mein Wissen später mit Ernährungswissenschaften und Diätologie. Pia Anders: Dann gehen wir eben spezifisch auf das Thema der weiblichen Biologie ein, weil das etwas ist, was mich natürlich jetzt gerade extrem interessiert. Wir gehen darauf ein, wie beeinflusst der Zyklus erst einmal, die Insulinsensitivität und dann unsere Blutzuckerkurven? Wie verändert sich das Ganze in der Schwangerschaft? Was sollte man postpartum wissen und beachten? Also wir... Mhm. Marie-Luise Huber: wie das in Österreich heißt, vertieft bin, aber dann in die USA gegangen und hab dann dort noch mal Public Health studiert. Und wie du auch schon sagst, den letzten vier, fünf Jahren mittlerweile habe ich dann sehr, sehr intensiv auf das Thema Blutzuckerhormone und das Wohlbefinden auf Frauen spezialisiert. dann durch meine Erfahrung als Mama hat das Ganze dann noch mal eine persönliche Ebene dazu bekommen. Pia Anders: gehen eine gesamte Strategie durch. Wie sieht das Ganze denn für Frauen angewandt aus, die in einem gebärfähigen Alter sind? Und wir gehen natürlich auch auf das Thema Longevity und Diagnostik ein. Das heißt, welche Hebel sind jetzt die wichtigsten, wenn wir den Blutzucker beeinflussen wollen? Welche Laborwerte sollten wir im Kontext mit so einem CGM vielleicht auch noch anschauen? Ja, Stichpunkt Nüchterninsulin HbA1c zum Beispiel. Mhm. Marie-Luise Huber: Dann gibt es natürlich noch ganz viele andere Momente, wie zum Beispiel den Zeitpunkt, als eine Freundin von mir in der Schule ihre Periode bekommen hat und ich mir gedacht habe, wie cool ist das? Und dann habe ich halt mit einem Sportarzt darüber gesprochen, weil ich regelmäßige sportärztliche Untersuchungen hatte. Und der hat mir dann gesagt, ja bei dir wird das noch dauern. Und das war dann irgendwie, warum? Das eine Mädel war zehn und ich war damals schon zwölf und war halt immer noch keine Periode in Sicht. Und so ist das Ganze dann irgendwie so. Pia Anders: Wie oft sollte man messen und was macht Sinn? so eine was ein praktische? Am Ende fassen wir die wichtigsten Hebel noch einmal klar und praktisch zusammen. Und am Ende nennen wir, nennt sie eben noch mal die drei wichtigsten Hebel, auf die man sich fokussieren sollte beim Thema Blutzucker. Ich fand die Folge war super aufschlussreich. Ja, ja. Marie-Luise Huber: mehrere Wege dazu gekommen, warum ich das Blutzuckerernährung und vor allem Frauengesundheit zuspannend finde. Pia Anders: Die Folge ist für jeden etwas, der verstehen will, wie man seine Daten richtig nutzt, wie man seine Daten... wie man seine Daten... Okay, mega cool. ja, wie gesagt, wir haben im Vorgespräch schon ein bisschen gesprochen und ich freue mich sehr mit dir, tief in das Thema einzusteigen. Aus deiner Sicht erstmal, warum ist Blutzucker eigentlich so ein wichtiger Biomarker für das Thema Longevity? richtig nutzt und was es unbedingt zu wissen gilt, bevor man vielleicht so ein CGM selber testet. Marie-Luise Huber: Super gute Frage und ich versuche mich kurz zu halten. Also, man nennt Blutzucker ja auch Glucose, also für diejenigen, da ein bisschen weiter eintauchen wollen. Glucose ist im Prinzip die wissenschaftliche Bezeichnung für Blutzucker. Und ich sage auch gerne, Blutzucker sollte man am besten nicht nur als einzelnen Mager betrachten, sondern halt wirklich so im Pia Anders: Okay, nochmal von vorne. Mein heutiger Gast ist Marie-Louise Huber. Sie ist Head of Nutrition bei Hello Insight und bringt ein tiefes wissenschaftliches Fundament mit aus der Diätologie und den Ernährungswissenschaften. Sie hat außerdem einen Master of Public Health in den USA absolviert. Sie ist also eine Expertin für metabolische Gesundheit und die Nutzung von CGMs, also sogenannten Blutzuckersensoren, bei gesunden Menschen. Mhm. Marie-Luise Huber: breiteren Langlebigkeit, also neben den Blutfettwerten, den Blutdruck und Mieren und Leberwerten und anderen Markern im Körper ist Blutzucker ein ganz ein relevanter Marker, wenn es ⁓ die Langlebigkeit geht. Aber meiner Meinung nach sticht die Glucose hervor, da sie im Laufe des Lebens Pia Anders: Das heißt, wir sprechen heute darüber, warum der Blutzucker ein so entscheidender Hebel für das Thema Longevity ist und wie wir unsere Daten eigentlich richtig interpretieren, ohne jetzt in Stress zu verfallen, weil wir eben vielleicht nicht genau wissen, wie wir das Ganze angehen sollen oder was die wichtigen Dinge sind, auf die wir achten sollen. Marie-Luise Huber: sowohl durch den Lebensstil, auch durch z.B. pharmakologische Maßnahmen erheblich beeinflusst werden kann. Es gibt halt zwei Wege, wie man den Blutzucker da herausstechen kann. Was beim Blutzucker auch noch mal sehr spannend ist, da werden wir später noch mal drauf eingehen, wenn man kontinuierlichen Blutzucker mag. Pia Anders: Mhm. Marie-Louise hat bereits über 1000 Menschen begleitet und weiß deshalb eben genau, wie man Daten nicht nur misst, sondern sie dann auch richtig versteht und im Alltag für sich nutzen kann. In der heutigen Folge klären wir deshalb, wie liest man jetzt einen CGM wirklich richtig? Was ist es, worauf man sich fokussieren sollte? Ist es jetzt die flache Kurve? Ist es der Durchschnittswert? Wir schauen uns das Ganze eben auch im Kontext an, zum Beispiel, wenn man eben viel Sport macht. Was gibt es da zu wissen? Marie-Luise Huber: Blutzuckersensor trägt. Man sieht sofort, wie er sich verändert, aufgrund der Tatsache, dass man sich anders ernährt oder wirklich innerhalb von einem Tag. Das ist eine Besonderheit des Blutzuckers, dass man wirklich diese 24-Stunden-Schwankungen sehen kann. Und wenn man wirklich auf das Thema Langlebigkeit eingeht, würde ich auch sagen, ist der Blutzucker Pia Anders: Und dann mein großes Highlight, auf jeden Fall der Folge, ist das ganze Thema aus der weiblichen Linse einmal anzuschauen. Das heißt, was passiert während unserem Zyklus mit der Insulinsensitivität und wie spiegelt sich das zum Beispiel in der Glucosekurve wieder? Was verändert sich in der Schwangerschaft? Was sollten wir postpartum wissen und beachten? Also wir gehen einmal durch die ganzen Phasen einer Frau durch. Marie-Luise Huber: wirklich ein zentraler Biomarker für das gesunde Altern, weil erhöhte Blutzuckerwerte korrelieren mit einem schnelleren biologischen Alterungsprozess und auch mit einem höheren Risiko für chronische Erkrankungen. Dementsprechend ist wirklich ein stabiler Blutzucker, optimierter Glucosestoffwechsel ein wirklicher Schlussgutfaktor für Langlebigkeit. Pia Anders: Okay, super. Du hast es gerade schon angesprochen, das Thema CGMs oder eben Continuous Glucose Monitors oder Sensoren. Und ja, genau das habe ich selber eben auch am eigenen Lapt gespürt. Also ich habe das jetzt schon mehrere Male selbst getestet. Und was wirklich interessant ist, ist alleine das Testen. im gebärfähigen Alter. das ist meiner Meinung nach eben eine super wichtige Nuance, die viel zu selten besprochen wird. Und zu guter Letzt gehen wir natürlich auch auf mein Protokoll ein und nochmal insgesamt auf das Thema Longevity und Diagnostik. Das heißt, welche Hebel beeinflussen den Blutzucker wirklich? Welche Laborwerte sind vielleicht noch wichtig im Kontext mit einem CGM? Also Stichpunkt Lüchterninsulin oder HbA1c zum Beispiel. Und wir klären eben Und dass man eben ständig drauf guckt, ich das Gefühl, ernährt man sich schon so viel besser. was mir aufgefallen ist, ich höre dann echt auf zu snacken, weil ich mecke, ⁓ nee, dann kommt da schon wieder so ein Spike und so weiter. du achtest dann wirklich auf deine Mahlzeiten. Okay, habe ich jetzt hier mein Protein? Habe ich jetzt hier meine Belaststoffe drin? Also für mich war das echt ein total interessantes Selbstexperiment. Lass uns einmal da nochmal drauf eingehen aus deiner Sicht. Also erst einmal, was ganz genau misst. welche Analysen machen Sinn und wie häufig machen die Sinn. Wenn du also verstehen willst, wie nutze ich meine Daten richtig, dann ist das absolut die Folge. Sie war für mich super aufschlussreich und ich bin mir sicher, dass hier jeder eine ganze Menge mitnehmen kann. dieser CGM oder diese Sensoren, was können die und was können die vielleicht nicht. Okay, noch einmal, just in case. Take two. Marie-Luise Huber: Genau, also sein Blutzuckermonitor misst nicht das Blut, also nicht den Zucker im Blut, also das ist ein bisschen eine fälschliche Bezeichnung, sondern er misst quasi den Zucker in oder die Glukosekonzentration in der Zwischenzellflüssigkeit, man nennt diese auch interstitielle Gewebsflüssigkeit. Pia Anders: Mein heutiger Gast ist Marie-Louise Huber. Sie ist Head of Nutrition bei Hello Insight und bringt ein tiefes wissenschaftliches Fundament aus der Diätologie und den Ernährungswissenschaften mit. Und sie hat außerdem einen Master of Public Health in den USA absolviert. Sie ist eine absolute Expertin für metabolische Gesundheit und die Nutzung von CGMs bei gesunden Menschen, also CGMs für alle, die das nicht wissen. Das sind Blutzuckersensoren. Mhm. Marie-Luise Huber: Dementsprechend ist es oftmals auch so, wenn man zum Beispiel einen Sensor trägt und gleichzeitig auch diesen Fingerstichtest macht, den man zum Beispiel von Personen mit Diabetes kennt, dass es da Abweichungen gibt. Aber das liegt einfach daran, weil unterschiedliche Messmethoden verwendet werden, also einmal Blutzucker im Finger quasi und das andere ist quasi in der Gewebsflüssigkeit. Und dann zusätzlich kommt dabei auch noch, dass es dadurch zu einer Pia Anders: Wir sprechen heute nämlich darüber, warum der Blutzucker ein so entscheidender Hebel für das Thema Longevity ist und wie wir unsere Daten richtig interpretieren, ohne uns davon stressen zu lassen. Sie hat bereits über 1000 Menschen begleitet und weiß deshalb eben genau, wie kann ich jetzt Daten nicht nur messen, sondern richtig verstehen und in meinem Alltag übersetzen. Marie-Luise Huber: Zeitverzögerung kommt, weil der Zucker schneller im Blut ist und dann erst in die Gewebsflüssigkeit eintritt. Dementsprechend steigt der Blutzucker in der Gewebsflüssigkeit später an. Deswegen auch oftmals so, ja, aber das stimmt ja überhaupt nicht zusammen. Wenn man dann über diesen Zeitraum sehen würde, dann merkt man, dass es sehr wohl auch zusammenpasst, aber halt eben mit einer Zeitverzögerung. Pia Anders: In der heutigen Folge fokussieren wir uns deshalb darauf, wie lese ich jetzt meinen CGM wirklich richtig? Worauf gilt es eigentlich zu achten? Was ist hier das große Ziel? Ist es jetzt wirklich die flache Kurve? Wie flach soll die sein? Was sind so die Richtwerte, an denen man sich orientieren kann? Und eben das Ganze auch im Kontext gesetzt wieder mit Lifestyle. Ja, zum Beispiel, wenn man viel Sport macht, was bedeutet das vielleicht? Ja. Okay, was ist so die Zeitverzögerung? Ganz grob. Marie-Luise Huber: Es kommt so zwischen 15 Minuten. Aber wie gesagt, Pi mal Daumen, kann man darauf ganz gut eingehen. Man muss ja fairerweise auch sagen, vor allem Personen, die einen halbwegs, ich sage es deswegen, halbwegs gesunden Stoffwechsel haben, bei denen ist es nicht so dramatisch, ob der Blutzucker um 15 Minuten nach dem Essen auf 140 ist oder um 5 Minuten nach dem Essen schon auf 140. Also das ist so... Pia Anders: Dann mein absolutes Highlight. Wir sind natürlich auf die weibliche Physiologie eingegangen. Das heißt, wir sind einmal durch die verschiedenen Phasen einer Frau im gebärfähigen Alter durchgegangen. Wie verändert sich das Ganze im Zyklus? Was sollte man da wissen? Dann wie ist es mit der Schwangerschaft? Wie verhält es sich dort? Und natürlich auch für mich total relevant, gerade postpartum. Was gilt es da zu wissen und zu beachten eben im Zusammenhang mit dem Blutzucker? Okay. Marie-Luise Huber: Nur kleines Beispiel. Pia Anders: Und dann sind wir zu guter Letzt auf das Thema Longevity und Diagnostik eingegangen und auf mein Protokoll. Das bedeutet, welche Hebel sind jetzt die großen Hebel? Und wir nennen da eben die drei Top-Dinge aus ihrer Sicht am Ende, die jeder auf dem Schirm haben sollte und die man auch easy umsetzen kann für das Thema Blutzucker. Wir gehen eben auch darauf ein, welche Laborwerte vielleicht nicht nur jetzt... Okay, das heißt, wir haben ja diese verschiedenen Modelle auch. ich habe das mit dem Freestyle Libre gemacht und ich glaube es gibt auch Dexcom. Gibt es zwischen diesen, ich sag mal, Marken, gibt es da große Unterschiede? Ist das alles ungefähr das gleiche? Also ist eigentlich egal, was man da jetzt benutzt? Marie-Luise Huber: Mhm. Gena. Genau, es ist ziemlich gleich. Beide sind meiner Meinung nach hochpräzise und haben eine minimale Abweichungsrate. Soweit ich weiß, ich muss fairerweise sagen, ich mit Dexcom jetzt nicht so gut auseinandergesetzt, aber soweit ich weiß, ist diese sogenannte Aufwärm- Kalibrierungsphase bei Dexcom etwas reduziert. Damit meine ich, wenn man einen Sensor anbringt, Pia Anders: Mhm. Beginn. Bye! Mein heutiger Gast ist Marie-Louise Huber. Sie ist Head of Nutrition bei Hello Insight und bringt ein tiefes wissenschaftliches Fundament aus der Diätologie und den Ernährungswissenschaften. Sie hat außerdem einen Master of Public Health in den USA absolviert und ist eine absolute Expertin im Thema metabolische Gesundheit und eben die Nutzung von CGMs. Für diejenigen, die nicht wissen, was ein CGM sind, das sind sogenannte Blutzuckersensoren und Mhm. Marie-Luise Huber: wird nicht sofort gemessen, zum Beispiel beim Freestyle Libre dauert es bis 60 Minuten, bis sich das Sensor kalibriert hat, dass man den ersten Wert sieht. Bei Dexcom sind das meines Wissens noch nur 30 Minuten. Aber da kann ich auch falsch liegen. Und das andere ist auch Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: worauf ich auch immer wieder darauf aufmerksam mache, die ersten 24 Stunden des Sensortragens, und das ist aber eigentlich egal, ob das Dexcom oder Freestyle ist, sind nicht 100 % akkurat. Also wenn jemand das erste Mal einen Sensor tragt und dann gleich einen Sensor draufgibt, würde ich mich jetzt nicht unbedingt auf die Ergebnisse der ersten 24 Stunden sofort irgendwie Alarm schlagen, weil der Sensor ihm auch Zeit braucht, quasi deinen Körper kennenzulernen. Und wenn man sich die Studien Pia Anders: Die kann man eben auch als gesunder Mensch verwenden, nicht nur für jemanden, Diabetes hat. Wir sprechen nämlich heute darüber, wieso ist der Blutzucker so ein entscheidender Hebel für das Thema Longevity und wie können wir jetzt unsere Daten richtig interpretieren, ohne uns von den Daten stressen zu lassen oder auch vor allen Dingen unnötig stressen zu lassen. Marie-Louise hat bereits über 1000 Menschen begleitet und weiß deshalb eben genau, okay, wie kann ich jetzt meine Daten messen? Nein. Marie-Luise Huber: an sieht, tatsächlich zumindest die ersten 24, manchmal sogar die ersten 48 Stunden und die letzten 24 Stunden von der Messperiode quasi ausgenommen, um die besten Ergebnisse zu liefern. Aber das ist wirklich Studiengrundlage und nicht quasi das, was wir im Alltag verwenden. Pia Anders: richtig verstehen und dann im Alltag umsetzen. In der heutigen Folge klären wir, wie liest man jetzt einen CGM wirklich richtig? Ist es jetzt die flache Kurve? Ist es etwas anderes? Also was ist mein Ziel hier, wenn ich einen CGM trage? Wir setzen das Ganze auch im Kontext zum Lifestyle. Zum Beispiel, wenn man jetzt viel Sport macht, was bedeutet das? Was sollte man darüber wissen? Okay, super. wenn wir uns jetzt, sagen wir mal jemand misst, nutzt so ein CGM, typischerweise ist das ja für zwei Wochen so ein Sensor, ich weiß nicht, ob das bei Dexcom genauso ist. Genau, perfekt. Und wie genau weiß ich jetzt, okay, bin ich gerade normal, abnormal, also als, ich sage mal, gesunder Mensch ausgehend, ich möchte jetzt meinen Blutzucker einmal testen und möchte mal so einen Versuch starten. Marie-Luise Huber: Genau, 14, 15 Tage, genau. Pia Anders: Und mein absolutes Highlight, wir gehen auf den weiblichen Stoffwechsel ein und vor allen Dingen eben, ja, wie spiegelt sich das Ganze in dem Zyklus einer Frau wider, die im gebärfähigen Alter ist. Also von Präkonzeption, sag ich mal, Schwangerschaft zu Postpartum. Was gilt es da eben zu wissen zum Thema Insulinsensitivität, wie sich die Glukosekurve verändert und auch eben der Bedarf. Marie-Luise Huber: Mhm. Pia Anders: Was ist da quasi diese Grenze? Also können wir die mal bisschen definieren. Marie-Luise Huber: Genau, klar, es gibt klinische Werte, eben zum Beispiel Diabetes oder Prädiabetes oder gesund ⁓ Pia Anders: Und dann gehen wir natürlich zu guter Letzt auch auf mein Longevity-Protokoll ein, das heißt, was ich gerade mache, und klären, was sind denn jetzt die drei großen Hebel, wenn wir unseren Blutzucker beeinflussen wollen. Was sind da die wichtigsten Sachen, die jeder umsetzen kann? Und wir klären im Kontext von so einem CGM, was gilt es noch zu messen? Stichwort Laborwerte wie Nüchterninsulin oder HbA1c. Genau. Marie-Luise Huber: diagnostizieren und da ist es so, dass der normale Nüchternwert, also optimaler Nüchternwert, sollte zwischen 80 und 94 Milligramm pro Deziliter liegen. Ich verwende jetzt diese Einheit, weil es für mich am gebräuchlichsten ist. Es gibt auch einige, die Millimol verwenden. Da bitte selber nochmal nachschauen, weil ich verwechsel das immer wieder. Aber wenn wir uns mit Milligramm pro Deziliter beschäftigen, dann sind es 80 bis 94 Milligramm pro Deziliter, ist quasi optimaler Nüchternwert. Pia Anders: Mhm. Was sollte man zusätzlich kennen? Was ist sinnvoll? All diese Dinge klären wir heute in dieser Folge. Wenn du also verstehen möchtest, wie du deine Daten richtig nutzt und ein mit Nuance auf das Thema Blutzucker draufschauen möchtest, dann ist das die richtige Folge. Marie-Luise Huber: Und nüchtern wert heißt hier wirklich noch einer mindestens acht Stunden Fastenperiode. Also idealerweise über Nacht Blutzucker in der Früh oder kurz nach dem Aufstehen. Und wenn er dann quasi über 100 ist, dann spricht man von Prädiabetes. Und was ich eben wie gesagt bei diesem CGM so spannend finde, ist, dass es eben nicht nur diese eine Momentaufnahme ist, die siehst halt in der Früh, was ein Blutzucker ist, sondern man sieht halt wirklich, wie sich der Blutzucker im Verlaufe des Tages Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: verhält und da ist es dann so, dass unsere, also ich sag jetzt mal so, dass was der aktuellste Wissensstand ist, da gibt es leider eben tatsächlich auch noch weniger Studien dazu, aber so der Uni-Konsensus ist idealerweise steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit. nicht mehr als 60 mg in 60 Minuten an und nicht höher als 140 mg. Also das ist so der ideale Wert. Jetzt ist es aber natürlich schon so, dass wir, wenn wir jetzt eine Handvoll Gummibärli essen, dass es wahrscheinlich sein kann, dass der Blutzucker mehr als 140 ansteigt. Auch das ist dann quasi unter anderem Zeichen völlig normal. Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: Aber es kommt halt darauf an, wie oft passiert es, dass dieser Blutzucker so hoch oben ist und wie schnell fällt er dann wieder ab. Also da ist es so, mit absoluten Werten tut man sich dann schon ein bisschen schwieriger, weil es einfach sehr auf die individuelle Gesundheit drauf ankommt. Was hat man denn vorher gemacht? Was hat man nachher gemacht? Ich sage aber so mal die optimale Blutzuckerkurve. Nach einem Essen ist so diese Gauscheklockenkurve, wirklich sehr symmetrisch höchster Punkt, so zwischen 45 und die 45 Minuten nach dem Essen und dann fällt er wieder ab und idealerweise fällt er nicht weiter ab als der Ausgangswert. Also das sind so die Bereiche von denen man sprechen kann, aber wenn man sich auf Zahlen fokussiert ist mal so der optimale Nüchternblutglucosewert zwischen 80 und 94. Pia Anders: Okay, perfekt. Das heißt, wir wollen darauf achten, dass wir eine relativ flache Kurve haben. Wir wollen keine krassen Spitzen sehen. Wir wollen nicht häufig diese Spitzen sehen und vor allen Dingen nach der Spitze, dass der Wert nicht unter den Ausgangswert geht. Das sind diese Blutzuckercrashes. Das heißt, das könnten wir jetzt damit sehen, wie sich unser Stoffwechsel letztendlich verhält. Marie-Luise Huber: Korrekt. Genau. Absolut. Und eine Sache, mir auch ganz wichtig ist, zu betonen, wir wollen, dass unser Blutzucker auf unserer Mahlzeit reagiert. Und wir wollen auch Schwankungen im Blutzucker sehen. Weil, und das ist jetzt etwas überspitzt formuliert, aber wir könnten uns nur von Ei und Butter ernähren, dann würde unser Blutzucker flach bleiben, weil das sind keine Kohlenhydrate und Kohlenhydrate sind der Hauptgrund, warum unser Blutzucker ansteigt. ist es dann eine gesunde Ernährung, würde ich jetzt nicht unterschreiben. Und dementsprechend bitte, bitte nicht auf Kohlenhydrate verzichten, sondern eben, und gehen wir dann ⁓ nachher nochmal auf ein Tipps, wie man das Ganze lösen kann, ein. Aber wir wollen, dass unser Blutzucker auf die Ernährung reagiert und wir wollen, dass unser Körper braucht, indem sie nach Kohlenhydrate, damit wir diese Energie bekommen. Pia Anders: Perfekt. Ja, ich glaube, das hast du gerade sehr gut angerissen, das Thema, ich sag mal, welche Schwächen gibt es vielleicht? Und gibt es auch Leute, für die ist keine gute Idee, so etwas als Laie mal auszuprobieren? Marie-Luise Huber: Genau. ich will mal sagen, dieser, unter anderem sage ich Schwächen, ist tatsächlich diese Zeitverzögerung, was ein bisschen verwirrend sein kann. Dann das andere ist auch, es bei manchen, vor allem bei gesunden Menschen, oftmals zu diesen, man nennt das, compression lows kommen kann. Also zum Beispiel falsch niedrige Werte, wenn man auf dem Sensor schläft. Das ist zum Beispiel ein anderes. Und dann oftmals besteht meiner Meinung nach auch, also kann die Gefahr bestehen, dass Pia Anders: Mhm. Ja. Mhm, okay. Marie-Luise Huber: dass harmlose Schwankungen entweder überinterpretiert werden oder dass man sich unnötig stresst und sein Ernährungsverhalten komplett verändert und dass sich dadurch dann zum Beispiel ein Nährstoffmangel ergibt. Und das, du auch angesprochen hast, für Venus ist jetzt nicht unbedingt geeignet. Eigentlich die perfekte Überleitung dazu, Personen, die Tendenzen haben, sich... zwanghaft quasi ein sozusagenhaftes Kontrollverhalten haben oder auch jemand, der mit Essstörungen in der Vergangenheit zu kämpfen hatte, da würde ich bitte sagen, unbedingt mit fachlicher Betreuung oder unter therapeutischer Begleitung nutzen, weil wir wollen natürlich nicht, dass so ein Blutzucker Monitor, wenn er da ist, genau das Gegenteil bewirkt und zwar eine Essstörung wieder hervorruft. Und dann das andere und ich glaube, wir haben da auch ganz kurz im Vorgespräch darüber gesprochen, ich bin auch immer bei Frauen Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: Die Schwanger sind etwas vorsichtig, wenn sie einen Blutzuckermonitor verwenden, ohne dass sie ein Vorwissen haben oder eine Betreuung dazu haben. Weil während der Schwangerschaft sollte unser Fokus auf das Wohl des Kindes liegen. Klar kann man durch einen Blutzuckermonitor auch ganz gut kontrollieren, welche Nährstoffe man zu sich nimmt. Aber wenn man weiß, man neigt dazu, zu wenig zu essen, ist das in der Schwangerschaft ein falscher Platz. Pia Anders: Ja, ja. Marie-Luise Huber: Oder unter fachlicher Betreuung, zum Beispiel auch wenn Gestationsthiabetes möglicherweise vorhanden Pia Anders: Ja, vielleicht dazu ganz kurz. Also ich persönlich habe das in der Schwangerschaft dann im dritten Trimester halt ausprobiert. Also ich habe halt nicht diesen Glucosetest gemacht, weil ich dachte, okay, das ist halt wie gesagt nur einmal ein Wert und vielleicht habe ich die Nacht davor vier Stunden geschlafen, wie auch immer. Also wie aussagekräftig ist dann, sage ich mal, dieser Screenshot, den man dann da macht. Dementsprechend habe ich gesagt, okay, ich prüfe das einfach mit so einem CGM. Und auch da, ist ein sehr guter Hinweis, was du gesagt hast, da sollte man sich selber am besten kennen. Also wenn man jetzt weiß, man fängt an zu stressen mit mehr Daten, dann ist das wahrscheinlich nicht der richtige Zeitpunkt. Mir hat das extrem tatsächlich geholfen, weil ich gemerkt habe, hey, ich esse viel zu wenig Kohlenhydrate. Also ich habe, glaube ich, zu gesund, sage ich mal, oder ich habe eben einen DNA-Test gemacht, habe eben gemerkt, mein ... meine Kohlenhydrate oder ich reagiere sehr stark auf Kohlenhydrate, davor, ich schwanger war, eben auch den CGM getragen gesehen. Krass. Also weiß nicht, ich esse Curry oder also Reis, Brot, Sauerteig, alles Mögliche ausprobiert und jetzt denke wow, also meine Blutzuckerspitzen, die sind echt krass und habe stark meine Kohlenhydratzufuhr reduziert und bin eben vielmehr auf pflanzliche, also Linsen, Bohnen, also auf ganz viele Sachen mit eben mehr Marie-Luise Huber: Mhm. Mhm. Pia Anders: Ballaststoffen umgestiegen und habe dann aber in der Schwangerschaft gemerkt, ⁓ krass, nachts habe ich echt immer diese Lose. Ich bin immer aufgewacht und habe gedacht, boah, ich kann einfach nicht schlafen in der Schwangerschaft, das ist so horrible. Und dann hat irgendwann gemerkt, so nee, ich habe wahrscheinlich einfach viel zu wenig Kohlenhydrate tatsächlich gegessen, vor allen Dingen am Ende, wo das Kind ja einfach wächst und Energie benötigt. Marie-Luise Huber: Absolut. Pia Anders: Genau. Okay, das heißt, die Schwächen haben wir jetzt gerade schon gesagt und für wen das oder wie man das abwägen sollte. Was mich jetzt noch interessieren würde, wenn das jemand ausprobieren möchte, der sagt, ich bin unsicher, ich habe nicht so viel Wissen. An wen wendet man sich da? Also wie finden jetzt, sag ich mal, einen Coach oder jemand, der mich halt betreuen kann? Weil ganz ehrlich, die Ärzte zum Beispiel hier. Marie-Luise Huber: Das ist sehr gute Frage. Pia Anders: kann ich schon sagen, während der Schwangerschaft hätte ich keinen einzigen Arzt dazu fragen können. Die hatten mir alle gesagt, keine Ahnung, bitte einfach diesen Glucositest. Marie-Luise Huber: Voll. Also ich muss fairerweise sagen, es gibt mittlerweile vor allem in Deutschland immer mehr Choryphäen auf diesem Gebiet. Man kann sich natürlich auch immer wieder bei mir melden. Wie gesagt, ich bin keine Ärztin. Aber mit dem Thema Blutzucker fühle ich mich doch sehr vertraut. Dann gibt es zum Beispiel in Deutsch Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: sprachigen Raum auch eine Firma, nennt sich Hello Insight. Für die habe ich lange Zeit als Head of Nutrition gearbeitet. Also ich gebe es zu, dass ich ein Supporter dieser Familie, dieser Company bin. Aber ich finde immer auch großartige Sachen, nicht nur weil ich da in den frühen Jahren dabei involviert war, sondern einfach auch, wie sie sich dem Thema Frauengesundheit annähern. Da kann man zum Beispiel einfach auf helloinsight.com schauen, was da einem zu sagt. Dann eine ehemalige Kollegin von mir, die Dr. Anne Latz, ist da auch eine Pia Anders: Ich Ja, ja. Marie-Luise Huber: bewandte Ärztin, mit der man sich auch immer wieder unterhalten kann. Ich würde sagen, es wird immer dominanter und prominenter, das Thema Blutzucker. Es gibt tatsächlich auch so ein eigenes Biohacking-Netzwerk in Deutschland, wo man sich auch ganz gut damit identifizieren kann. Aber du hast natürlich schon recht, also sagen wir so der allgemeine Mediziner, und ich hoffe, ich steige jetzt niemanden auf die Zehen, aber Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: Oftmals ist es so, dass ein Allgemeinmediziner so viele Sachen am Kopf und so viele Patienten sehen dass das Thema Blutzucker für eine stoffwechselgesunde Person eher nur am Rand wichtig ist. Endokrinologen können da noch mal eine andere Perspektive dazu geben, aber die sind vor allem auch auf Personen mit Diabetes spezialisiert. Und noch gibt es einige, die der Meinung sind, Blutzucker sollte erst Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: relevant werden für Personen mit Diabetes, dann schaut man sich das genauer an. Das Thema Prävention ist noch nicht für jeden so sexy, ich mal. Und dementsprechend würde ich da empfehlen, wie gesagt, entweder direkt mir schreiben helloinsight.com oder eben der Dr. Annelaz oder die Dr. Simone Koch, ist da auch sehr bewandt. Also da gibt es sehr viele mittlerweile, die sich sehr gut mit dem Thema auseinandersetzen und die immer ein offenes Ohr haben und, wenn man sich hier da findet, war eine gute Lösung. Pia Anders: Ja. Okay, super. Ja, glaube ich einfach nur ein paar Stichpunkte nennen, wo man vielleicht dann anfangen kann zu schauen. Ich glaube das ist schon super hilfreich. Okay, wenn ich das jetzt, sage ich mal, als Person ausprobieren möchte, wie kann ich Fehlinterpretationen vermeiden? Also wo bestehen da Gefahren? Marie-Luise Huber: Vielen Dank. Also es gibt natürlich schon so, es gibt mir mal die technischen Komponente, es kann natürlich immer mal wieder passieren, dass ein Sensor tatsächlich auch, wo es ein medizinisches Gerät ist, Abweichungen hat. Da ist es dann tatsächlich auch so, dass ich sage, Das hast du zuerst auch schon mal erwähnt, auch auf den eigenen Körper ein bisschen achten. Natürlich wollen wir, dass der Sensor uns dabei unterstützt, unseren Körper besser kennenzulernen. Aber wenn man so das Gefühl hat, der Blutzucker macht so ganz arge Zacken, also das ist wirklich so das Technische, so auf und ab, oder dann fehlt mal wieder ein Teil, also das ist dann mal, ich sagen würde, bitte den Sensor abnehmen und einen neuen drauf geben. Dann das andere, und das ist vielleicht auch tatsächlich schon eine Möglichkeit, Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: Thema weiterzugehen, abhängig davon, wo sich halt auch eine Frau im Zyklus befindet, ist der Blutzucker anders. Dementsprechend ist da das Thema, okay, Fehlinterpretation, weiß nicht ob es das richtige Wort ist, aber... Unser weiblicher Körper reagiert anders drauf. Dementsprechend ist es schon so, dass ich sagen kann, wenn ich eine Banane in der ersten Hälfte des Zyklus esse und eine Banane kurz vor meiner Periode, wird der Blutzucker anders ausschauen. Das ist jetzt keine Fehlinterpretation, sondern das ist einfach, je öfter ich einen Sensor trage, umso mehr lerne ich verstehen, wie mein Körper darauf reagiert. Das ist das andere und das ist auch gleichzeitig meine Empfehlung. Pia Anders: Mhm, ja. Marie-Luise Huber: nicht nur einen Sensor zu tragen, sondern zumindest zwei oder drei, ⁓ wirklich diese Fehlinterpretation zu vermeiden, weil unser Körper, und das finde ich einfach so mega spannend an Blutzucker, er reagiert einfach so krass individuell. Als Beispiel, mein Körper verträgt relativ gut Pasta. Wenn ich Reis esse, dann schaut es schon ein bisschen anders aus. Sobald ich Kartoffeln esse, steigt mein Blutzucker ab durch die Decke. Macht mir aber nichts, weil ich kein großer Kartoffelfan Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: Aber was ich auch noch spannend finde, ist, wenn ich Pasta mit Gemüse esse, auch noch super, sobald ich Pasta mit Gemüse und Tomatensauce esse, selbst wenn ich die Tomatensauce aus eigenen Tomaten im Garten mache, geht mein Blutzucker auch wieder ab durch die Decke, weil mein Körper einfach so individuell auf die Tomatensauce reagiert. Und ich merke zum Beispiel auch, und das ist auch nochmal wieder auf diese individuelle Komponente einzusteigen, Viele Personen reagieren, und das ist, wie gesagt, viele, nicht für alle, bei mir ist es anders, wenn der Blutzucker sehr stark abfällt oder wenn er eben unter so diesem Ausgangswert ist oder unter, sagen wir mal, so 80, dann merken viele Personen schon, dass sie müde werden. Bei mir ist es aber so, wenn mein Blutzucker krass nach oben ansteigt, dass ich müde werde. Also dieses Low ist bei mir komplett egal. Bei mir ist es wirklich so, wenn er so ganz stark nach oben steigt, dann kann ich hundertprozentig sagen, okay, wenn ich zum Beispiel Pia Anders: Ja. total interessant. Marie-Luise Huber: Kohlenhydratreicheres eine Mahlzeit gegessen habe und dann vielleicht noch einen Oat Milk Cappuccino 15 Minuten später, bin hundemüde, weil mein Blutzucker aber voll abrast. Das ist einfach so meine individuelle Reaktion. Dementsprechend, lange Antwort auf Fehlinterpretation ist so. Nur von einem Sensor würde ich nie absolute Aussagen treffen. Pia Anders: Mmh. Perfekt, okay. heißt, gerade, ich sag mal, als Frau, einen ganzen Zyklus auf jeden Fall tracken und eben da auch sehen von Woche zu Woche, wie verändert sich das und da dann nicht in Panik ausbrechen und sagen, ⁓ mein Gott, mein Körper, was macht der jetzt? Sondern hey, ist das ganz normal, dass in der Lutealfase der Körper sich anders verhält. Vielleicht können wir da noch mal bisschen genauer drauf eingehen. Genau, einfach nur ganz grob, ich sag mal... Marie-Luise Huber: Korrekt. Genan. Mhm. Pia Anders: Bis zum Eisprung ja die Follikelphase und dann vielleicht von Eisprung bis zur Periode die Lutealfase. Wie genau ist das anders? Warum vielleicht ist das anders und gibt es da dann andere Verhaltensstrategien oder nicht wichtig? genau, was ist das Resultat daraus? Marie-Luise Huber: Mhm. Da muss ich ganz kurz einen kleinen Bio-Einblick geben und zwar müssen wir uns da die Hormone anschauen. Fangen wir mal an, weil haben es kurz schon angesprochen, Insulin ist das Hormon, unseren Blutzucker reduziert. Wir brauchen das alle. kennen das vielleicht von Personen mit Diabetes. Manche Personen mit Diabetes müssen Insulin spritzen, das ist das Hormon, den Blutzucker noch unten bringt. Wir haben jetzt in unserer ersten Zyklushälfte steigt unser Östrogen an. Das Östrogen ist das Hormon, das quasi uns auf den Eisprung vorbereiten kann. Und das Östrogen kommt mit dem positiven Nebeneffekt daher, dass wir eine bessere Insulinsensitivität haben. Also unser Körper reagiert besser auf das Insulin, ⁓ unseren Blutzucker wieder zu senken. Ich beschreibe Insulin auch gerne so, das ist das Hormonen wie ein Schlüssel, das unsere Zellen ausspielt, dass der Blutzucker in die Zelle kann. Also mehr Östrogen, erste Zyklushälfte, bessere Insulinsensitivität, vereinfacht formuliert, niedrigere Blutzuckerspiegel. Zweite Zyklushälfte, es ist andersherum, zwar steigt er des Progesteron an und das Progesteron bereitet uns auf eine eventuelle Schwangerschaft vor. wenn man das weiß, versteht man auch, dass Und das Progesteron bereitet uns auf die Schwangerschaft vor und möchte, dass das Umfeld für das Baby, den Fötus im Bauch perfekt ist. Dementsprechend speichert das die Energiereserven, macht uns auch eher bisschen träge, bedeutet aber eben auch, dass die Insulinsensitivität reduziert ist. Heißt, unser Körper reagiert nicht so gut auf Kohlenhydrate oder der Blutzucker ist etwas höher. weil die Insulinsensitivität reduziert ist. Das ersten Zyklushälfte verstoffen die Kohlenhydrate leichter, in der zweiten Zyklushälfte verstoffen die Kohlenhydrate etwas schwieriger. Das, was man dabei machen kann, sind die Lebensstilmaßnahmen, wie Beispiel bewusst auf Belaststoffe achten, hast es auch schon gesagt, gesunde Proteine und Fette dazu, ausreichend Bewegung. Das ist egal, in welcher Zyklushälfte. Das trifft immer zu. Das ist immer hilfreich. Aber wenn man versteht, es auch bedeutet, wenn wir quasi eine reduziertere Insulinsensitivität haben, passiert es leider oftmals auch, dass unser Blutzucker, also dass Körper Insulin ausschüttet und vielleicht sogar mehr ausschüttet als eigentlich notwendig und unser Blutzucker niedriger fällt als er zuerst war. Also der Ausgangswert dann unterboten wird. Pia Anders: Hilfreich. Marie-Luise Huber: Und was ist dann die logische Reaktion unseres Körpers, wenn der Blutzucker niedrig ist? Er möchte schnell wieder Energie. Das heißt, dieser typische Heißhunger kann dann dabei entstehen. Dementsprechend empfehle ich gerade in der zweiten Zyklushälfte, wenn ich weiß, ich neige dazu, diese Heißhunger-Attacken zu haben oder diese Cravings, bewusster auf die Kohlenhydratzufuhr zu achten als in der ersten Zyklushälfte, eben diese, ich nenne sie auch gerne Blutzucker-Achterbahn von Blutzucker oben, Insulin rausgeschüttet, Blutzucker sehr weit unten, wieder rauf, ⁓ das Ganze durchbrechen zu können. von dem her bewusstere Kohlenhydratzufuhr und dann zusätzlich auch mein Lieblingsherkiss, einfach mehr Bewegung, auch wenn man sich vielleicht müder fühlt, hilft dabei, den Blutzucker in der zweiten Zyklushälfte besser zu kontrollieren. Pia Anders: Ja. Okay. Und würdest du da irgendwer, also wenn jetzt jemand wie ich, wenn ich demnächst einmal wieder mein Zyklus habe, das absolut optimieren möchte, würdest du dann auch empfehlen, zum Beispiel zu sagen, okay, ich steige zum Beispiel, ich sag mal, Fett und reduziere meine Kohlenhydrate ein bisschen. Ich sag mal, Richtung mehr fettehaltiger gehen, weil ja, das ist ja eben hilfreich, wie wir eben schon gesagt haben für die Blut. Marie-Luise Huber: Mhm. ⁓ Pia Anders: oder sagst du, nee, du bleibst bei den gleichen Makro-Kompositionen und du gehst einfach nur nach jedem Malstatt wirklich bewusst spazieren, zum Beispiel, weil das senkt halt die Kurve am besten. Marie-Luise Huber: Das ist eine sehr gute Frage. tatsächlich sagen, ist sehr individuell. Wenn es einem leichter fällt, seine Ernährung anzupassen, dann so be it. Prinzipiell ist aber meiner Meinung nach schwieriger, die Makrokomposition auf Tagesebene anzupassen, als dass man tatsächlich jeden Tag eine Spezialgabe macht oder nach jeder Mahlzeit. Wenn das die Gewohnheit ist, dass man jeden Tag nach einer Mahlzeit vor allem Mittag und Abend essen, Wenn es halt Kohlenhydrat reicher ist, für 10 bis 15 Minuten spazieren gehen, dann hat man da einen wunderschönen Habit und dann kann man das quasi weitermachen. würde sagen, sagen, ok, ein bisschen mehr Protein und Fett. Ich würde tatsächlich eher nicht die Hauptmahlzeiten angreifen, sondern die Snacks, weil das halt bei vielen dann das Thema ist, ⁓ zu sagen, ok, ich habe diesen Heißhunger und man braucht tatsächlich auch in der zweiten Zyklushälfte etwas mehr Energie. Also ja, man kann diese mehr Energie mit gesunden Fetten und Proteinen Pia Anders: Mhm. Ja. Marie-Luise Huber: anheben. Aber meiner Meinung nach würde ich da eher auf die Snacks zielen und sagen, wie kann ich meine Snacks da optimieren. Ich bin auch ein großer Fan davon zu sagen, bitte nicht auf Lebensmittel komplett zu verzichten, solange sie nicht medizinisch notwendig sind, man darauf verzichtet, sondern eher bewusst damit umzugehen. Weil sobald man diesen Verzicht hat, es bei vielen, und da geht es wirklich von der Standardpopulation aus, dass sie dann das umso mehr haben wollen. Pia Anders: Ja. Ja, ja. Marie-Luise Huber: Ich bin ein großer Fan von Lebensstilgewohnheiten anpassen oder wenn man merkt, man schläft in der zweiten Zyklushälfte schlechter, seine Abendroutine anzupassen, weil Schlaf einen sehr hohen Einfluss auf unseren Blutzucker hat. Pia Anders: Ja, das ist vielleicht auch nochmal gut anzureißen. Also was hat alles einen, ich sag mal, negativen Effekt jetzt auf dem Blutzuckerspiegel? Also wir haben jetzt gerade gesagt, okay, was ist positiv? Spazieren gehen danach, senkt die Blutzuckerkurve, uns ein sehr einfacher Hack de facto, weil du musst jetzt nicht ein Hittraining machen oder sowas. Und ja, also wir haben jetzt viele positive Sachen genannt. Was sind vielleicht die Negativen, die wir jetzt noch nicht Marie-Luise Huber: Genau. Pia Anders: besprochen haben, die man auf dem Schirm haben sollte, die eben den Blutzucker-Spiegel auch beeinflussen. da Stichwort Schlaf wahrscheinlich eins der größten. Marie-Luise Huber: Genau. Schlaf ist zum Beispiel eines. Also es ist tatsächlich so, dass wir Studien haben, dass wir sehen, selbst eine Nacht schlecht geschlafen hat sich einen, kann keine absoluten Prozent, also kann keine Prozentzahlen sein, aber hat einen massiven Einfluss auf unseren Blutzucker am nächsten Tag. Einfach weil wir nicht so erholt sind, dementsprechend verlangt unser Körper quasi mehr, unter Anfehlungszeichen, Energie. Und dann ist es eben so dieses, okay, wir haben schnelle Energie, kommt von Zucker, Blutzucker steigt schneller an. Also Schlaf, massiver Einfluss. Das andere ist Stress. Wir merken das oftmals auch gar nicht, dass wir gestresst sind. Aber Stress hat einen massiven Einfluss auf unseren Blutzucker. Kommt auch wieder kleine Bioeinheit. Cortisol ist unser Stresshormon und Cortisol und Insulin sind so bisschen die Gegenspieler. Also Insulin senkt unseren Blutzucker, Cortisol lässt unseren Blutzucker ansteigen und es ist auch gut so. Also auch da sage ich bitte nicht auf Stress verzichten, weil wir wollen. Dieser Urmechanismus von unserer Zeit, dass wir sagen können, wir können schnell von einem Tiger davonlaufen. Der Kortisol, der Hormon hat den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen oder Blutzucker aus der Reserve freigemacht und dementsprechend haben wir von einem Tiger davonlaufen können und überleben. Was meine ich jetzt damit, bitte nicht auf Stress zu verzichten? Stress, Sport kann Stress sein und dementsprechend wir brauchen Sport. Es gibt auch schöne Stressmomente. erzähle gerne von einer Kundin von mir, die eine Langzeitbeziehung hatte und jedes Mal, wenn sie ihren Partner gesehen hat, ist der Blutzucker kurz angestiegen, weil sie sich einfach wahnsinnig gefreut hat. Und das ist wunderschön und das wollen wir tatsächlich auch sehen. Wir wollen auf diese schönen Momente nicht verzichten. Aber was wir vermeiden wollen, ist dieser kontinuierliche Dauerstress, den viele von uns erleben und denen einfach nicht bewusst ist. Und was man dabei halt machen kann, und das geht dann gleich wieder so in die nächste Bewegung. Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: Also wenn wir uns nicht bewegen, ist es genauso schlecht, als wenn wir immer gestresst sind. Wir brauchen Bewegung, brauchen Krafttraining, weil Muskeln sind ein sogenanntes stoffwechselaktives Gewebe. bedeutet auch, auch wie das sehr vereinfacht formuliert, aber je mehr Muskeln wir haben, umso mehr Kohlenhydrate können wir essen, weil die Muskeln die Kohlenhydrate brauchen. und eben auch eine Speicherform sind. Also wie gesagt sehr vereinfacht formuliert, aber bitte, bitte, für jemanden der noch zögert und vor allem Frauen, wenn sie noch zögert Krafttraining zu machen, bitte macht Krafttraining. Euer Körper braucht es, euer Blutzucker braucht es und nicht nur dieses Hittraining zu machen, diese 15 Minuten, weil das ist tatsächlich so, okay es lässt halt kurz den Blutzuckerspiegel ansteigen, aber es hat keinen Langzeiteffekt auf uns, auf unseren Körper, auf unser Cardiovasculäres System auf lange Sicht gesehen. von dem her, es ist genauso schlecht sich nicht zu bewegen, wie wenn man ständig gestresst ist. Pia Anders: Okay, perfekt. heißt, Schlaf und Stress, sind so die wichtigsten Faktoren, die das Ganze negativ beeinflussen können. Das heißt, wenn ich jetzt jemand bin, ich mache zum Beispiel so einen CGM und ich merke, okay, irgendwie ist das höher. Also das steigt, sage ich mal, mehr als diese 40 Milligramm-Polyzidometer an. Ich habe vielleicht mehr Spitzen, aber ich habe das Gefühl, ich ernähre mich eigentlich ziemlich gut. Dann ist quasi die erste Distanz, okay, ich gucke mal auf meinen Schlaf, schlafe ich meine sieben bis acht Stunden und die zweite Instanz ist dann, okay, anscheinend ... Marie-Luise Huber: Mhm. Pia Anders: Bin ich vielleicht mehr gestresst oder gibt es noch andere Faktoren, ich anschauen sollte dann? Marie-Luise Huber: Es gibt natürlich noch andere medizinische Faktoren. dass ich sage, man sollte sich dann vielleicht auch mal die Leberwerte oder die Stoffe die Schildröse zum Beispiel anschauen. Das gibt dann natürlich so diese medizinischen. Aber wenn das alles, unter Anführungszeichen, normal ist, dann würde ich tatsächlich, das ist es dann in den seltensten Fällen, weil selbst wenn man halt immer gestresst ist, wird sich das irgendwo in unserem System auswirken. Aber deswegen ist eben der Blutzucker so ein spannender Parameter. Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: weil man da wirklich so hineinsehen kann. ist ein kleiner Spiegel in einem selber und ich nenne es auch gerne so bisschen Detektivarbeit. Aber ja prinzipiell, wenn ich sage mal, wenn eine Frau zu mir in die Erstberatung kommt und sagt, boah, mein Blutzucker, ich weiß nicht, was ich damit machen soll, würde ich hundertprozentig mal fragen, wie schaut es mit dem Schlaf aus und zwar nicht nur die letzten Nachts, sondern zu den letzten 30 Nachtnächten. Pia Anders: Ja, ja. Marie-Luise Huber: wie kontinuierlich ist er. Nicht nur, man 7-8 Stunden schläft, sondern dass es auch wirklich eine Konsistenz gibt im Sinne von, man geht immer zur gleichen Zeit schlafen, man wacht ungefähr zur gleichen Zeit auf. Wie erholt fühlt man sich, wie oft wacht man dazwischen auf. Das sind so lauter Kleinigkeiten, ein Schlaf hat einen großen Einfluss und dann natürlich auch das Thema Stress. Auch da, ich kann es mir sagen, wenn ich einen Sensor getragen habe und ich hatte vielleicht ein unangenehmes Meeting, ein Blutzug ist kurz davor nach oben gegangen oder auch währenddessen. Also das sind halt so Dinge, die man gar nicht so sehr spürt oder schon, wenn man halt längere Zeit sich mit seinem Körper, mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Pia Anders: Was ich jetzt eben interessant fand, ja Thema, ich sag mal Sport oder als Stressor. Was ist, wenn ich jetzt jemand bin, der wirklich sehr viel Sport macht? Also mein Plan jetzt, auch mit meinem Protokoll ist eben schon, ich sag mal, ich hab meine Hitteinheit mindestens alle zwei Wochen. Ich mach mein Sonntu, ich mach meinen Strength Training und all das sind ja, ich sag mal, Stressoren in diesem Fall. Ja, also ich sag mal. Wie intensiv muss der Sport sein? Und würde sich dann meine Strategie in irgendeiner Form verändern? ich sag mal, wann ändert sich da überhaupt irgendwas, wenn ich jetzt jemand bin, wirklich sehr viel Sport macht? Marie-Luise Huber: Eine meiner Lieblingsfragen. zwar, also bei Sport bin ich immer so abwechslungsreich. Also wir brauchen so und so, wir brauchen hochintensives Intervalltraining, wir brauchen Krafttraining, wir brauchen von allem etwas. Aber ich würde nie sagen nur so und so oder nur Krafttraining oder nur Hit. Also wir brauchen wie gesagt von allem etwas, weil das unseren Körper, ganz gesamten Körper am wichtigsten ist. Was ich aber immer wieder tone ist, vor allem Frauen, die versuchen schwanger zu werden, bitte kein nüchtern Training. Weil es ist einfach zu starker Stressor für unseren Körper, der unser ganzes Hormonsystem über den Haufen schmeißt. muss ich ganz kurz nochmal, Cortisol ist das Hormon, unseren Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Cortisol steigt aber in der Regel bei den meisten von uns auch in der Früh nochmal an, ⁓ uns überhaupt wach werden zu lassen. Das bedeutet, wenn wir jetzt in der Früh aufwachen, steigt unser Cortisol an, steigt der Blutzuckerspiegel an und dann hauen wir noch eine Bombe bei 30 Minuten Hip-Training drauf. Da geht der Blutzucker massiv nach oben und wir haben aber im Endeffekt unserem Körper nichts Gutes getan, weil er nur gestresst ist und eigentlich nichts hat, wovon er die Energie zerren kann. Er nimmt einfach nur das von den Reserven, aber nicht von den guten Reserven, dass wir Fett abbauen, sondern geht halt sofort auf die Glykogienreserven rein. Und das ist quasi ein zusätzlicher Stress. Quartisolen und Insulinen sind Gegenspieler und gleichzeitig nennen sie auch gerne die Bullyhormone, weil sie am lautesten schreien. Das bedeutet, wenn unser Körper nur mit Quartisolen und Insulinen beschäftigt ist, mit dem Blutzucker auszugleichen, kann er sich gar nicht auf die anderen Hormone wie Oestrogen, Oesteroin oder die anderen Hormone, die in dieser Pyramide, umgedrehte Pyramide, die dann unten kommen, kann er sich gar nicht konzentrieren. Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: Und was wir dann oft sehen, ist, dass Frauen einen unregelmäßigen Zyklus haben, vielleicht auch der Zyklus ausbleibt, dass der Eisprung ausbleibt. Also von dem her bitte Frauen, die schwanger werden wollen oder halt generell auf ihre Hormongesundheit achten, bitte kein Nüchterntraining. Vor allem nicht, wenn es hochintensiv ist. Wenn ihr jetzt sagt, ich stehe auf und gehe dann eine lockere Runde spazieren und meine Heartrate geht nicht mal groß nach oben, da spricht überhaupt nichts dagegen. Aber kein hochintensives Training und... Man merkt es auch tatsächlich, wenn man das mal etabliert hat, man zumindest, ich sage mal, selbst wenn eine halbe Banane ist, aber irgendwie dem Körper das Signal gibt, hey, da kommt Energie und dann machst du Sport. Die Performance wird umso viel besser sein. Man merkt es, egal ob das jetzt Krafttraining ist oder eben hochintensives Training, bitte, bitte gibts auch dem Körper etwas. Und auch das andere ist, Flipside, wenn du vor allem einen hochintensiven Sport... gegen Abend hinmachst, dein System ist dann oftmals noch so aufgeladen, dass es mit dem Schlafen wieder schwerer fällt. von dem her, ist einer meiner Lieblingsfragen, ist aber sehr sehr individuell und dann das andere auch, und das ist halt nur einfach nur so ⁓ ein Wissenstipp bitte rein zu meisen, was ich spannend finde, oftmals sieht man auch bei gerade, die eine Studie sind leider, Leidermänner, wo man sieht Hochleistungsradfahrer haben einen erhöhten Pia Anders: Ja. Mhm. Marie-Luise Huber: HbA1c liegt aber an zwei Gründen. Das eine ist, weil der Blutzucker lange Zeit oftmals erhöht ist und andererseits auch aufgrund der Sporternährung. Wenn man sich aber deren Insulin und Nüchternblutzucker und sonst anschaut, sind die tipptopp gesund. Also der HbA1c ist da tatsächlich nur, also dieser Langzeitblutzucker ist nur ein Augenmerk. Und wo ich immer sage, auch bei jemanden, der semi-professionellen Sport macht, lasst euch nicht von einem unter anderem etwas erhöhten HbA1c verunsichern. Pia Anders: Mhm. Ja. Perfekt, okay, das ist super hilfreich. Und ja, ich denke, für Männer und für Frauen gleichermaßen relevant. Okay, super. Jetzt haben wir das Thema Zyklus angesprochen und was mich natürlich jetzt interessiert, ich bin eben gerade nicht in dem normalen Zyklus, sondern bin gerade meine Schwangerschaft durchlaufen, bin noch am Stillen und Postpartum. Marie-Luise Huber: Mhm. Mhm. Pia Anders: Vielleicht können wir da nochmal drauf eingehen, wie verändert sich das ganze Thema Glucosebedarf, Insulinsensitivität in der Schwangerschaft und dann eben auch Postpartum. Marie-Luise Huber: Genau. in der Schwangerschaft ist es so, dass unser Progesteronspiegel quasi immer wieder weiter ansteigt. erinnert euch vielleicht noch, Progesterone ist das Hormon, was unsere Insulinsensitivität reduziert. Dementsprechend wird ja auch dieser Schwangerschaftsglucosetest, oder der Glucosetest während der Schwangerschaft eher gegen Ende der Schwangerschaft gemacht. Einfach ⁓ zu schauen, okay, wo steht man denn da? Eben weil das Hormonprogesteron immer mehr ansteigt. hat aber wie gesagt auch den schützenden Effekt, dass quasi die Versorgung des Kindes gesichert wird. Das Stillen hat oftmals dann hingegen eine Flips-Seite, weil einerseits unsere Antihormone verändern sich wieder und zusätzlich ist es so, dass unsere Insulinsensitivität dabei wieder kurz oder langfristig tatsächlich verbessert werden kann und stillende Frauen, es gibt tatsächlich auch Studien, sagen so stillende Frauen benötigen weniger Insulin. und haben aber tatsächlich oftmals einen stabileren Glucosehaushalt, wenn sie sich kontinuierlich ernähren. das ist so, also du hast bei dir gemerkt, aber beim Stillen, da geht halt schon extrem viel Energie auch verloren. Und man craved dann tatsächlich auch irgendwie so salty, carb-rich Snacks oder irgendwie sowas, weil dann der Körper halt einfach alles irgendwie aufsaugen kann. Also von dem her, Stillen hat dann einen positiven Effekt auf unsere Insulinsensitivität. Pia Anders: total. Ja. Marie-Luise Huber: Wie viel ist aber wieder schwerer zu sagen, weil es eben vom Schlaf abhängt, ist es exklusive stillen oder nicht, wie viel Bewegung hat die Frau, auch wie bei der Stoffwechsel vor der Schwangerschaft. Also da gibt es einige Parameter, die einen Einfluss darauf haben, wie sich der Insulinhaushalt oder Blutzuckerhaushalt während des Stillens verändert und vor allem auch, wo man sich in der Schwangerschaft befindet und in der Postpartum-Time und auch Wie gesagt, wie weit ist der Stillen schon vorangeschnitten, wie nah ist das oder wie gut ist die Heilung nach der Geburt verlaufen? Also da gibt es ein paar Parameter. Aber prinzipiell hat Stillen quasi einen protektiveren Effekt auf dem Glucosa-Aushalt. Pia Anders: Ja, also bei mir habe ich auf jeden Fall festgestellt, dass wenn ich zum Beispiel jetzt auch meine Banane, wo ich weiß bei mir, wenn ich eine Banane ohne alles esse, dann steigt mein Blutzucker extrem an. Also ist bei mir irgendwie, ich reagiere total krass darauf. Und wenn ich allerdings danach direkt stille, ist das halt nicht der Fall. Also dann bleibt meine Kurve fast flach und auch bei vielen Marie-Luise Huber: Mmh. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Pia Anders: Ernährungsform, also wie zum Beispiel gesagt, ich reagiere irgendwie auf Reis sehr stark, ich reagiere auf Brot und habe das jetzt dann eben auch mit dem CGM getestet und gemerkt so krass, also wenn ich die Mahlzeit esse und danach direkt stille, dann bleibt meine Kurve eigentlich komplett flach. Also das ist irgendwie wie so ein Spazierenglück. Marie-Luise Huber: Es ist im Endeffekt, ja genau, wollte gerade sagen, es ist halt die Bewegung. Dein Körper ist halt einfach für jeden, der es noch nicht gemacht hat. Also süßes Stille ist einfach krass. Das kann man halt irgendwie auch gar nicht so wirklich in Worte befassen, es gibt auch deswegen einen Grund, warum sich Frauen oftmals gerade nach dem Stillen dann vielleicht wieder müder fühlen. Weil es wird einfach so... Pia Anders: Ja, ja. Marie-Luise Huber: sehr überspitzt formuliert, aber das Kind saugt diese Energie aus dem Tier heraus. Und das ja auch gut so, weil das Kind braucht ja die Energie, dass es wachsen kann. Aber das ist halt einfach irre und dementsprechend auch wieder wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. das ist halt so, stillen ist nochmal eine andere Nummer, gerade was den Blutzucker betrifft, aber auch da bitte Frauen, stillen und uns zuhören, verzichtet jetzt nicht auf die Kohlenhydrate, nur weil ihr unter anderem vielleicht Schwangerschaftstherapie gehabt habt, euer Körper braucht sie. Pia Anders: Ja, ja, ja. Ja. Marie-Luise Huber: Da bitte ausreichend mit Kohlenhydraten arbeiten. Komplexen Kohlenhydraten, idealerweise, man merkt das dann ⁓ selber. Pia Anders: Ja, das ist vielleicht auch nochmal echt interessant mit dem Thema Kohlenhydrate. Ich kann mir vorstellen, häufig ist ja auch dieser Druck, ich will wieder mein altes Gewicht zurück haben und so weiter und dann anzufangen. Ich denke, ich hätte niemals eine Diät jetzt machen können, weil ich bin ja so schon, ich brauche so viel mehr Kohlenhydrate und Energie, ⁓ überhaupt, ich sag mal, funktionsfähig zu sein. Marie-Luise Huber: Absolut. Pia Anders: Und ja, also ich glaube, das Schlimmste, was man dann in der Tat machen kann, ist, dem Körper auch noch restriktiv zu begegnen und dann eben mit Nürnkohlenhydrate zu essen. Marie-Luise Huber: Absolut. Weil dann ist es eben genau wieder das Gleiche. Unser Körper fühlt sich gestresst und dann schüttet das Quartisul heraus. man dann tatsächlich auch merkt ist, dadurch wird die Milchproduktion reduziert. Also von dem her, bitte, die Postpartum genug essen und es geht nicht darum, irgendeiner speziellen Diät zu folgen, sofern sie nicht medizinisch notwendig ist, aber wirklich auf euer Wohl und auf das Wohl des Kindes zu achten. Und die Diät könnt ihr dann machen, wenn sie aufgestellt hat. Pia Anders: Ja. Genug essen! Ja. Und vielleicht nochmal ⁓ zum Thema Schwangerschaft jetzt da nochmal drauf einzugehen. Also du hast ja gesagt, typischerweise würden wir dann erwarten, dass wir ein bisschen höhere Werte vielleicht sehen. Also wenn ich jetzt zum Beispiel schon mal ein CGM getragen habe und dann werde ich schwanger und ich teste das jetzt, weil ich das möchte oder bin in Betreuung, wie du es empfohlen hast. Genau, aber was kann ich quasi erwarten für eine Range? Marie-Luise Huber: Mhm. Pia Anders: Ja, also wie viel höher sieht die dann aus, dass man sagt, okay, das ist zu erwarten? wo, ja, also wissen wir da irgendwie was? Oder hast du da Formzwerte? Marie-Luise Huber: Ich kann da leider gar nichts dazu sagen, einfach dazu mit Schwangeren Studien zu machen ist halt immer ethisch fraglich. Von nebenher, da kann ich keine absoluten Zahlen sagen, aber, und das hängt natürlich auch sehr individuell von einer Frau ab, wenn sie vorher, also da gibt es einfach so viele Faktoren, die darauf Einfluss haben, dass man es nicht betiteln kann. Aber wie gesagt, es kann sein, dass es höher ist, aber auch hier wieder bewusst auf komplexe Belaststoffe achten, ausreichend Bewegung zu machen. Pia Anders: Ja, genau. Ja. Marie-Luise Huber: hat alles einen positiven Effekt auf unseren Blutzucker, das Wachstum unseres Kindes, auf unser Wohlbefinden. Bewegung kann man immer machen, es sei denn, man muss quasi während der Schwangerschaft am Bett sein. Aber solange man irgendwie nur spazieren gehen kann, bitte macht es das. Man muss jetzt nicht laufen, wenn es einem nicht taugt. Wenn man mag, kann man es sehr wohl auch machen. Aber bitte vergiss es nicht, nur weil sie schwanger sind. Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: Nur weil man schwanger ist, das nicht, dass man sich nicht bewegen kann. da bin ich ein ganz großer Verfechter davon, Schwangerschaft auch Bewegung zu machen und das zu machen, was einem gut tut, sofern es ärztlich okay ist. Pia Anders: Ja, ja, ja. Ja. Okay, dann lass uns einmal in das ganze Thema Diagnostik und Messung nochmal ein bisschen genauer einsteigen. Du hast ja echt viele Frauen auch schon beraten, spezifisch Frauen in der Tat, was ich total cool finde. Worauf genau achtest du, wenn jetzt jemand einen CGM zum Beispiel trägt und du dir die Blutzuckerwerte anschaust? Also was ist dann quasi gut und was ist schlecht? Marie-Luise Huber: Mhm. Pia Anders: Wie wichtig ist jetzt, die Kurve flach zu halten versus, ich sag mal, dieser Durchschnittswert von Blukose in den letzten 14 oder 30 Tagen? Also was sind da so die Dinge, die du anschaust? Marie-Luise Huber: Mhm. Mhm. Also ich schaue mir natürlich am Anfang immer mal einfach so die Nüchternglucose an. Einfach nochmal zu schauen, wie verändert sich der Blutzucker oder wie ist es in der Früh, wenn eine Person aufsteht oder kurz danach eigentlich. Und dann ist es schon so, dass ich mir anschaue, wie viele Blutzuckerspitzen gibt es, also wirklich so über den Tag gesehen und wie verhält sich quasi die Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: Blutzuckerkurve nach einer Mahlzeit. Ist es wirklich so spitz oder es eher flach? Oder das andere, was man auch oftmals sieht, es gibt zwei Sachen. Der Blutzucker steigt an und bleibt dann lange Zeit erhöht. Er steigt doch gar nicht so hoch an. Er lange Zeit erhöht und dann fällt er irgendwann einmal wieder ab. Wie gesagt, idealerweise wollen wir, dass der höchste Wert so nach 45 maximal 60 Minuten erreicht ist. Abhängig davon, was man gegessen hat. Dieses lange Zeit erhöht ist oftmals der Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: würde ich wahrscheinlich mit der Mahlzeit genauer hinschauen. Und dann würde ich da schauen, was waren die Kohlenhydrate, was waren die Fette und was waren die Proteine. Das andere, was auch sehr spannend ist, ist eine sogenannte M-förmige Kurve. Also man sieht, Blutzucker spackt an, fällt dann wieder ab und dann steigt er noch mal an. Und das ist oftmals ein bisschen irritierend, gerade wenn man sagt, okay, eigentlich der idealer Blutzuckerwert, der höchste Blutzuckerwert ist 45 Minuten danach. Wir sehen aber diese M-förmige Kurve oftmals bei Personen. die einen zum Beispiel Salat davor gegessen haben, eben ⁓ Belaststoffe zu essen, damit der Blutzucker nicht zu stark ansteigt, dann fällt der Blutzucker wieder ab. Aber ich beschreibe es dann gerne so, es wurde noch nicht ausreichend Insulin ausgeschüttet, weil der Körper sich nur auf diesen Salat fokussiert hat und dementsprechend steigt er dann noch einmal an und dann kommt quasi so der wirkliche Insulinausschuss. Also das ist so, wenn jemand eine m-förmige Kurve hat, schaue ich dann noch einmal genauer hin und schaue, Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: hatten diese Mahlzeit ausgesehen und vor allem auch wie oft passiert das. Aber wie gesagt, idealerweise steigt eine Blutzuckerkurve nicht mehr als 60 Milligramm pro Deziliter in 60 Minuten an und idealerweise auch nicht höher als 140. Aber wie gesagt, auch da kommt es darauf an, was hat die Person gemacht. Bei Sport sehen wir zum Beispiel eben oft, wenn jemand höher intensiver Sport macht oder In der Warttraining sieht man tatsächlich wunderschön diese Kurven. Sport ist quasi ein Grund, ich immer auslasse oder mir schon anschaue, zu schauen, wie viel hat die Person Sport gemacht. Das Coole bei Sport ist auch, ich bin immer ein großer Fan von dem Refuel, also bitte füllt es eurer Speicher nach dem Sport. Relativ zügig wieder auf und damit meine ich innerhalb von 30 bis 45 Minuten, weil es auch ein bisschen ein Freifahrtschein ist, mehr Kohlenhydrate zu essen, weil unsere Muskeln eben noch so aktiv sind. Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: Also da bitte ausreichend wieder mit Energie zuführen. Aber das sind so die Dinge, die ich schaue mir weniger die absoluten Zahlen an, sondern halt wirklich so die Tendenzen der Kurven. Und das andere, was wir noch gar nicht angesprochen hatten, ist auch unser Blutzucker in der Nacht. Idealerweise ist unser Blutzucker in der Nacht niedriger als untertags. Hat halt vor allem den Vorteil, dass wir in der Nacht oder wenn wir in der Nacht nichts essen. Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: Was ich aber auch schon oftmals gesehen habe, und das ist auch super, super spannend, wenn man sieht, so abhängig vom Abendessen auch, wie sich der Blutzucker dann über Nacht verhält und auch, man Alkohol getrunken hat. Also das sieht man auch oft dann so, okay, was passiert. Aber oftmals sieht man auch, dass quasi zwischen zwei und vier in der Früh, und das ist nur so, ich kenne mich mit der traditionellen chinesischen Medizin zu wenig aus, aber da ist, glaube ich, der Leber am Stoffwechsel aktiv. Pia Anders: Ja. Ja, ja. Marie-Luise Huber: Und wenn man versteht, Insulin kommt quasi aus dem Pankreas, der quasi neben der Leber ist, dementsprechend kann es sein, dass zwischen zwei und viermal der Blutzucker extrem abfallen, weil mehr Insulin ausgeschüttet wird. Das ist oftmals so, wenn wir ein relativ kohlenhydratreiches Abendessen hatten. Oder dass der Blutzucker auf einmal ansteigt, weil nicht ausreichend Energie zur Verfügung ist und die Hauptenergie oder der Haupt... Abnehmer vom Blutzucker in der Nacht ist ja das Gehirn. Das bedeutet, wenn unser Gehirn auf einmal sagt, uhu, ich habe nicht mehr ausreichend Energie, dann signalisiert er, dass quasi ein Glykogen, also etwas aus dem Glucosespeicher, frei gemacht wird und der Blutzucker steigt wieder an. wenn man sieht, dass der Blutzucker sich verändert zwischen zwei und vier, dann empfehle ich immer mal auf das Abendessen davor zu schauen. Wenn es öfter vorkommt, dass der Blutzucker so niedrig ist und dann wieder angehoben werden muss, dann ist es tatsächlich meine Empfehlung, Wenn man zum Beispiel ein frühes Abendessen hat, dem Schlaf und gehen nochmal hier einen Protein mit einem Protein reichen Snack mit wenigen Kohlenhydraten zu sich zu nehmen, ⁓ den Körper zu signalisieren, hey, du bekommst ⁓ ausreichend Energie, du kannst gut bis 6, 7 Minuten früh weiterschlafen, du musst dich nicht stressen, ⁓ etwas aus den Reserven zu machen. Pia Anders: Mhm. Was sind also deine go-to-Snacks, die du empfehlen würdest? Marie-Luise Huber: Ich bin ein großer Fan von Joghurt, kriege ich Joghurt mit ein Beeren dazu. Oder man mag, einfach ein paar Scheiben Käse. Oder Cottage Cheese oder so. Nüsse, ja, würde eher auf Proteinquelle nachzuhalten. Aber Nüsse gehen sehr wohl auch. Einfach aus dem Grund, weil Protein etwas leichter zu verstoffwechseln ist oder zu verdauen ist als Fette. Pia Anders: Nusser! Okay. Marie-Luise Huber: Und wenn man sich dann vor dem Schlaf noch mal eine Handvoll Nüsse reinhaut und die vielleicht schwere im Magen liegen, dann schläft man eben auch wieder nicht so gut. Pia Anders: Okay, und ich sag mal, wenn ich jetzt Laktoseintoleranz habe, was ist dann mein Go-To-Snack? Marie-Luise Huber: Mhm. Mhm. Laktosefreies Joghurt. Joghurt, Cottage Cheese, also irgendein Milchprodukt. wie gesagt, Nüsse gehen sehr wohl auf, wenn du sagst, du verträgst das ganz gut. Aber sonst bin ich da prinzipiell eher ein Fan von Buttermilch oder so was. bin tatsächlich auch laktoseintolerant, also von dem her I feel you. Aber genau, das sind so die Snacks, die ich empfehlen kann. Pia Anders: Also auch Joghurt, also immer Joghurt eigentlich aus deiner Sicht. Okay. Okay, und wir haben jetzt gesagt, okay, das soll nicht mehr als 60 Milligramm per Deziliter ansteigen, idealerweise, und auch nicht über 140. Wir haben aber noch nicht gesagt, sag ich, ist es ein Problem bei einer gesunden Person, wenn es jetzt unter zum Beispiel 70 Milligramm per Deziliter, ne? Also wenn du in diese Freestyle-App gehst, da sind ja diese Ranges angegeben und ich denke, das ist eben klar für Diabetiker eher. Wenn ich jetzt als gesunde Person da reingehe, sollte ich diese Ranges Marie-Luise Huber: Mhm. Mhm. Mhm. innen. Pia Anders: in irgendeiner Form anpassen und ich sag mal nach unten hin ist irgendwo ein Problem letztendlich oder achtest du da nicht so stark? Marie-Luise Huber: Mhm. Ich achte schon drauf, aber es ist tatsächlich eher so, dass dieser untere Wert seltener vorkommt. Zumindest in dem, was ich den Personen zusammenarbeite. Wenn dem so ist, dann frage ich immer, wie geht es dir dabei? Ich habe zum Beispiel eine ehemalige Kollegin von mir, die war sehr dünn. Die hatte schnell einmal ihren Unterzucker gehabt, die hat halt wirklich ... Pia Anders: Mhm. Ja. Marie-Luise Huber: keine Fettfalte gehabt. Da kann es tatsächlich auch sein, dass der Sensor nicht mehr so ideal misst, weil da ist halt kaum etwas zu messen. Aber natürlich dann auch die weiß es selber, sie muss halt öfter was essen. Sie kann nicht große Portionen essen und die muss halt ständig, also öfter ihren Blutzucker, also ihren Mahlzeit zu sich nehmen. Weil sonst quasi der Blutzucker zu niedrig ist und dementsprechend sie dann halt eben unrund wird. Aber ansonsten ist es so, dass Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: Personen mit einem niedrigeren Blutzucker oftmals ihren Körper ganz gut kennen und da eher Stoffwechsel aktiver sind und da eher ihren Blutzucker oder ihren Körper ständig mit Energie befüllen müssen. Wenn es hin und wieder dazu kommt, also muss fairerweise auch sagen, mir ist auch mein Blutzucker oftmals, vor allem in der ersten Zyklussehälfte eher an der unteren Grenze, mir geht es aber gut dabei. Also das ist wirklich so, wie geht es einem und ist jetzt nicht so Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: oder nicht so dramatisch wie bei Personen mit Diabetes. Pia Anders: Okay, das noch mal gut. Also erst Körpergefühl und dann auf die Daten schauen. Also sagen, Daten, oh mein Gott, ich bin bei, weiß ich nicht was, 70 Milligramm per Liziliter, ich muss jetzt unbedingt was essen. Marie-Luise Huber: Correct. Genau. Genau, und das ist auch so ganz kurz zu dem, wir wollen ja auch wie gesagt, dass unser Blutzucker in der Nacht etwas niedriger ist. Also wenn der Blutzucker in der Nacht zwischen 70 und 100 ist, ist das ideal. Untertags zwischen 80 und 100 super. In der Nacht gerne etwas niedriger. Pia Anders: Ja. Ja, was ist mit so, ich weiß nicht, zum Beispiel, wie gesagt, in der Schwangerschaft hatte ich so Werte in den 50ern dann eben nachts. Ist das etwas, wo man, ich sag mal, sich Sorgen machen müsste als gesunde Person? wenn man jetzt nicht schwanger ist und man sieht, okay, da geht jetzt wirklich ständig niedrig, ist das bedenkenswert oder das ist dann einfach bioindividuell? Marie-Luise Huber: Mhm. Ich würde sagen, ist individuell, aber nichtsdestotrotz würde ich das mit dem Arzt abklären lassen. Einfach ⁓ zu schauen, vielleicht gibt es irgendwelche Auslöser, warum der Blutzucker noch so weit runterfällt, wenn man ausschließen kann, dass man auf dem Sensor liegt. Das ist so diese technische Komplanete. Pia Anders: Ne. Okay, das ist nochmal ein guter Hinweis. Okay, perfekt. Für das Thema jetzt Longevity, also jetzt haben wir viel über den CGM geredet, was er uns sagen kann. Und du hast ja eben am Anfang auch schon gesagt, das ist halt ein sehr wichtiger Marker, aber nicht der einzige in diesem ganzen Realm of Blutzucker. Gibt es ja noch andere Werte, wie wir eben schon angesprochen haben HbA1, Dann C, dann eben den Nüchterninsulin. Marie-Luise Huber: Mhm. Mhm. Pia Anders: Es gibt auch den HOMA-Index. Vielleicht können wir noch mal auf diese Werte eingehen. Für wen sind die sinnvoll? Zum Beispiel jetzt in meinem Fall, okay, ich möchte ein Longevity-Protokoll ja verfolgen. Sollte ich alle diese Werte messen oder würdest du die erst zu einem bestimmten Zeitpunkt messen? Genau. Und auch vielleicht in welcher Reihenfolge. Könnte sowas sinnvoll sein oder nicht? Marie-Luise Huber: Genau, ich würde mal sagen, Nüchternglucose ist etwas, was immer relativ leicht geht. Hb1c beschreibt, wenn es genannt wird, das Blutzuckergedächtnis und zwar beschreibt es den Blutzucker der letzten 90 Tage. Aber auch da, ich habe schon anfangs erwähnt, dass zum Beispiel Sportler, die sehr viel Hochleistungssport machen und sich zusätzlich noch Kohlenhydrat reich ernähren, die haben einen etwas höheren Hb1c, weil halt einfach mehr Blutzucker Zucker quasi im Blut in den 90 Tagen war. Dann gibt es noch dieses, was du auch schon angesprochen hast, der Nüchterninsulin beziehungsweise der Homaindex. Und der Homaindex berechnet das Verhältnis von Nüchterninsulin zu Nüchternglucose. Also man kann diesen Homaindex als Maß für eine Insulinresistenz bezeichnen. Und diese beginnende Insulinresistenz kann man dadurch halt frühzeitig erkennen. Es gibt sogar Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: Studien, die sagen, du kannst es in den nächsten zehn Jahren vorhersehen. Andere Studien an Meusen sagen, die nächsten zwei Jahre kann der Homaindex bestimmen. Da ist es aber so, sage, wenn man sich das Nüchterninsulin und den Homaindex anschaut, würde, dass das ein Wert ebenso wie der Blutzucker, also die Nüchternglucose, nicht nur einmalig ist, sondern schon mehrmals angeschaut werden sollte, weil wie gesagt, Schlaf hat einen Einfluss Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: Mahlzeit davor hat einen Einfluss. Also da gibt es ein paar Einflussfaktoren und dementsprechend würde ich sagen, ist es immer so bisschen mit Vorsicht zu betrachten, wenn man sich nur einen Wert anschaut. Offenbar würde ich aber sagen, ist so ein Wert unter zwei beim HOMA-Index. Die beginnende Insulinresistenz ist dann so zwischen zwei und zweieinhalb und dann die manifestierte Insulinresistenz ist dann tatsächlich schon bei, ich glaube erst 6,5 oder so. Also das ist halt wirklich so. Pia Anders: Mhm. Ach krass, okay. Marie-Luise Huber: Da würde er einfach sagen, mehrmals anschauen zu lassen. Und auch hier muss ich fairerweise sagen ... Pia Anders: vielleicht ganz kurz, was heißt mehrmals? Also was ist das dann für ein Intervall? Ich messe das jetzt einmal und dann ist das zum Beispiel eine beginnende Insulinresistanz, das heißt, ich das... Okay. Marie-Luise Huber: Ich würde sagen, Also wenn man ... Dann würde ich nach drei Monaten noch mal gehen. Dann würde ich nach drei Monaten noch mal gehen. Und auch hier wieder dann, unter anderem, ähnliche ... Bedingungen zu haben, wie halt davor. Also, wenn man vielleicht gestillt hat und dann abgestillt, ist es wieder ein Einflussfaktor. Da bin ich halt, deswegen sage ich immer, nur einen Wert im Zusammenhang mit dem Blutzucker. Pia Anders: Bedingungen. Okay, ja. Ja, ja. Marie-Luise Huber: kann mal ein Indikator sein, aber ich würde dann immer nur weiter unter die Haube schauen, um zu schauen, was denn da so los ist. wie gesagt, also erstmal so noch drei Werte. Wenn wir sagen, das ist immer ein ähnliches, ein ähnlicher Wert, dann kann man das besser manifestieren. Pia Anders: Mhm. Okay, und jetzt für jemanden wie mich, was würdest du da empfehlen? Was sollte Teil meines Protokolls sein? Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, okay, ich bin gesund und ich habe einen gesunden Stoffwechsel, würdest du da diese Werte mit reinnehmen oder sagst du jetzt erstmal, vielleicht ist ein CGM, also ich sag mal eine Insulinresistenz, bis sich das manifestiert in einem CGM und man da dann wirklich Veränderungen sieht, das genau, können ja Jahre sein. Marie-Luise Huber: Mhm. Mhm, das war weit viel Pia Anders: Das heißt, was wäre da deine Empfehlung? Marie-Luise Huber: Genau, wenn man sagt, man möchte wirklich auf Longevity und vor allem tatsächlich auch, wenn es vielleicht in der Familie Diabetes Typ 2 gibt, würde ich die Zufall mit reinnehmen. Aber wie gesagt, braucht halt einen Arzt, der das macht und dich dabei unterstützt. Aber im würde ich sagen, Humor Index hat sehr wohl einen Platz im Longevity-Protokoll. Aber ja, das ist so mein Take. Pia Anders: Mmh. Ja, Marie-Luise Huber: nur ein Blutzucker wert, egal ob es jetzt Nüchternglucose H1C oder nach einer Mahlzeit oder Nüchterninsulin oder Homaindex, gibt halt zu wenig Aufschluss über das, was wirklich mit Langlebigkeit passiert. Pia Anders: Okay, das heißt, wenn ich das mit aufnehme, was für ein Intervall würdest du dann sagen, ⁓ dann, sag ich mal, einen Trend anzuschauen? Marie-Luise Huber: Ich würde sagen, so alle drei Monate. Also genauso wie den H1C. Pia Anders: Okay, all den Werten, okay, perfekt. Okay, super interessant. Dann vielleicht noch zum Abschluss. Unsere Zeit neigt sich ja langsam dem Ende zu. Das heißt, du hast ja mein Protokoll angeschaut. Du weißt auch, welcher Lebensphase ich gerade bin. Also ich bin mein Dreißiger. Ich habe ein Baby, was eben noch teilweise gestillt wird. Ich habe weiteren Kinderwunsch. Das heißt, ich werde wahrscheinlich noch mal durch diese Marie-Luise Huber: Mh. Mhm. Pia Anders: Phasen gehen, die wir jetzt gerade alle besprochen haben. Das heißt, irgendwann werde ich wahrscheinlich nochmal schwanger werden. Dann wieder ab Postpartum, dann eine Pause dazwischen. In, sag ich mal, für Frauen, die in dieser Lebensphase sind. Was ist aus deiner Sicht eine gute Strategie? Also, welche Strategie würdest du mir jetzt empfehlen? Worauf sollte ich mich fokussieren beim Thema Blutzucker? Marie-Luise Huber: Mhm. Ich werde da... Als ich das Protokoll anschaue, finde ich mega, ich finde es richtig cool. Ein paar Sachen sind mir dabei auch aufgefallen. Die Strategie, die ich empfehlen würde, ist so metabolische Flexibilität ohne Stress. Damit meine ich halt wirklich so, was ist in deinem Alltag möglich, gerade mit einem Kleinkind, das vielleicht danach wieder mal krank wird oder dann wieder durch irgendeinen Growth Spirit durchgeht oder da halt irgendwelche... Also wenn man anfängt, sich da in Stress zu machen, wird es halt immer schwieriger. Eben auch wieder, wie gesagt, Cortisol. Pia Anders: Mhm. Marie-Luise Huber: hat einen Einfluss auf unsere weiteren Hormone. Das ist das, was wir vermeiden wollen. Meine andere Empfehlung, gerade auf das Thema Mahlzeiten oder Blutzucker, ist wirklich darauf achten, jeder Mahlzeit ausreichend Proteine und Fette mit reinzunehmen. Gesunde Fette, abwechslungsreiche Fette, ⁓ diese Blutzuckerspitzen zu vermeiden. In einem Protokoll gesehen, du für jede Mahlzeit ungefähr 30 Gramm Protein... an Ames und das ist super. Für jemanden die Frage, was sind 30 Gramm Protein, das ist ungefähr ein Handtellerringfleisch. Oder auch beim Fisch würde ich ist wirklich eine ganze Handvoll. Also wirklich mit den Händen, also mit den Fingern dazu, weil es einfach eine lockere Struktur hat. Oder wenn man sagt Linsen oder Bohnen, dann sind es ungefähr zwei geballte Fäuste. Oder bei Eier sind es tatsächlich so vier Eier, da muss man schon ordentlich drauf achten, also vier Eier bei einer Mahlzeit. sehr viel sein. Aber da würde ich wirklich sagen, dass das 30 Gramm Protein einfach auch ⁓ die Regeneration, gerade in der Postpartum-Time, zu unterstützen und den Heilungsprozess voranzutreiben, zu schauen, dass du ausreichend Muskulatur hast, finde ich super und hat eben wie gesagt auch einen positiven Effekt auf unseren Blutzucker. Und dann was ich auch mega spannend gefunden habe, das ist etwas etwas viel zu wenig im Thema longevity, glaube ich, angesprochen wird. Aber du hast auch so gesagt, Thema Beziehungen, also dass du dich halt mit Freunden zum Abendessen triffst oder ihr als Familie gemeinsam Abendessen. Und das ist ganz, ganz wichtig, denn oftmals vergessen wir, wie wichtig diese Beziehungen für unsere Langlebigkeit sind. Aber gleichzeitig auch, wir haben tatsächlich überlegt, gerade wann es war, ich weiß es nicht mehr genau, aber Ich hatte mal ein Gespräch mit einer Klientin und die hat tatsächlich gesagt, sie hat gemerkt, wenn sie abends mit ihrer Familie isst, dass ihr Blutzucker, und sie keine kleinen Kinder gehabt, sondern so 14, 15, also jetzt nicht der Stress, es fällt was unter den Tisch, dass ihr Blutzucker viel niedriger war, obwohl sie genau das Gleiche gegessen hat. Und wir haben dann ein paar Mal hingeschaut und sie dann gesagt, sie fühlt sich halt auch so viel entspannter. Und diese soziale Komponente und man isst langsamer. Pia Anders: Ja, Ja, ja. Marie-Luise Huber: Man hat vielleicht mehrere Mahlzeitenkomponenten auf einem Tisch. Man hat dieses soziale Umfeld und das fühlt sich einfach so gut an, dass dadurch halt auch ein positiver Effekt auf unseren Blutzucker ist. Und dann eben wie gesagt auch auf unsere Langlebigkeit. Wenn wir dieses Support-System haben mit Freunden, Familie, Verwandten, geht es einem einfach ⁓ so viel besser. Also das ist so tatsächlich das, was ich sagen würde. dass man oftmals vergisst, aber du sehr schön in deinem Longevity-Protokoll mit reingenommen hast. Und gerade auch wenn man sagt, du bist jetzt gerade in postpartum, versucht vielleicht wieder schwanger zu werden, Hilfe anzunehmen. Also halt zu sagen, okay, ich muss das als Mutter, ich muss als Frau nicht alles alleine stemmen, weil das ist ein Stress für unseren Körper, sondern halt wirklich zu sagen. Pia Anders: Ja. Marie-Luise Huber: Hey, mein Partner und ich, gönnen uns mal eine Date-Night. Wir essen dann vielleicht langsamer und genießen den Abend. Wir haben jetzt niemanden, versucht, Terror am Teller zu machen oder eben auch nicht, was auch immer, oder aufstehen mag. Also da finde ich es ganz wunderschön und ist eben auch für das Thema Blutzucker und dann eben Versuch, wieder schwanger zu werden. Eine wichtige Komponente, die oftmals nicht so klar definiert ist, weil es keine ... Pia Anders: Ja, ja. Marie-Luise Huber: Parameter in dem Sinne gibt es oder irgendwelche klinischen Werte. Pia Anders: Ja, das effektet dann letztendlich alles auf eine positive Art und Weise und das können wir jetzt vielleicht nicht mit diesem Wert perfekt so sehen sofort. das heißt, gut, meine langfristige Strategie sollte sein, Muskeln für einen Glucositank, meine Mahlzeiten zu beachten und meinen Stress letztendlich zu reduzieren und das vor allen Dingen mit, ich sag mal, Connection. Marie-Luise Huber: Absolut. Absolut. Pia Anders: eben darauf den Fokus auch zu setzen. Okay, das finde ich hört sich super an. Gibt es jetzt zum Abschluss noch irgendeine Frage, die ich dir hätte stellen sollen, die wir jetzt heute nicht besprochen? Marie-Luise Huber: Kenna. Kenna. Nein, wir haben so viel schon eingethermt. Im Vorfeld haben wir nur darüber gesprochen gehabt. Aber wir haben das Thema Schlaf ausgehend angesprochen. Schlafmangel auch durch das Kind. Es wirkt sich auch auf den Blutzucker an. Auch hier oftmals, ich hoffe, trete niemanden auf die Zehen, aber oftmals haben wir das Gefühl, unser Kind hat schlecht geschlafen, kann heute nichts machen, ich keinen Einfluss auf mein Leben. Pia Anders: Ja. Ja. Marie-Luise Huber: It's not true. wir haben immer, in irgendeiner Weise haben wir bis zu einem gewissen Grad Kontrolle. Wir haben Kontrolle darüber, was wir uns selber als Frühstück richten. Und wenn wir merken, die letzte Nacht war etwas schlechter, dann haben wir die Kontrolle darüber, mehr Proteine zu uns zu nehmen. Oder eben vielleicht, wenn das Kind krank ist und es ist zu Hause und man hat noch einen Kinderwagen, dann geht man bitte mit dem Kind im Kinderwagen ein bisschen raus an die frische Luft. weil dann hat man bisschen Bewegung, reguliert auch wieder unser zentrales Nervensystem, reduziert auch wieder den Stress. Also wir haben viel mehr in unserer Hand als wir oftmals glauben und von dem her gibt es eigentlich keine Frage, du mir nicht gestellt hast. Pia Anders: Okay, perfekt. Ja, das war nochmal, glaube ich, ein guter Hinweis. Dieser Mindset-Shift ist so wichtig. Ich habe auch das Gefühl, man muss einfach jetzt viel mehr kreativ sein in dieser Postpart im Era, weil man ist gewöhnt, ja, davor hatte ich jede Zeit der Welt. Ich hätte theoretisch meine zwei Stunden Morgenroutine machen können, weil hat mich ja wirklich keiner davon abgehalten, war ja wirklich einfach nur auf mich selber gestellt. Und jetzt ist halt so, ja, du hast halt dieses kleine Wesen und das braucht halt Marie-Luise Huber: absolut. Absolut. Pia Anders: Das saugt deine ganze Energie auf, das kannst du nicht kontrollieren, wie viel das schläft oder nicht. Da muss man einfach ganz anders seinen Tag strukturieren. Meine Morgenroutine, die ich im Protokoll nenne, dann halt so, das versuche ich zu machen, aber das kann sein, dass ich in ihrem ersten Mittagsschlaf irgendwie schaffe, mich zu stretchen und dann der zweite Mittagsschlaf, der ist dann eine Stunde. Dann schaffe ich da irgendwie mehr Sachen. Und am anderen Tag ist es komplett anders. Da schaffe ich es um 37 aufzustehen und sie steht erst später auf. Und dann habe ich vielleicht vorher schon 30 Minuten für mich gehabt und konnte da tatsächlich meine Routine durchziehen, sage ich mal. Also, und diese Flexibilität zu trainieren und sich da nicht selber schlecht zu fühlen, sagen, oh, jetzt hat das nicht geklappt. Das ist in der Tat, glaube ich, ganz wichtiger Punkt. wieder Stressor im Kopf oder ja, was für ein Mindset man da mit an den Tag legt. Marie-Luise Huber: Mhm. Absolut. Ich jetzt sagen, dass nicht mehr geflüstert Pia Anders: Ja, total gut. Also, ja, wir hätten, glaube ich, noch Stunden weitersprechen können. wir belassen es, sage ich mal, dabei heute. Das heißt erst mal dir vielen, vielen Dank für all dein Wissen und diesen Deep Dive ins Thema Blutzucker. Dann wünsche ich dir auf jeden Fall heute einen super Tag. Bei dir ist ja erst irgendwie neun Uhr morgens oder so was. genau, perfekt. Marie-Luise Huber: Fast zehn jetzt, ja. Pia Anders: Das heißt, ich wünsche dir einen super schönen restlichen Tag und vielen, Dank, dass du zum Podcast gekommen bist. Marie-Luise Huber: Ich