Pia Anders: Lutz, du beschäftigst dich schon mit Longevity seit eigentlich bevor es das Wort gab, so wie ich das richtig verstehe. Und du bringst unglaublich viele Jahre an Expertise hier mit, deshalb freue ich mich total mit dir heute zu sprechen und ja, mal richtig in die Tiefen zu gehen, auch von meinem Protokoll. Erstmal willkommen! Mein heutiger Gast ist Dr. Lutz Graumann. Wer ihn nicht kennt, er ist einer der Dr. Lutz Graumann: hier. Guten Morgen. Pia Anders: Ja, was mir bei dir so gut gefällt, ist in der Tat, dass du selber Longevity richtig vorlebst. Also du probierst selber unglaublich viel aus, du bist selber dein eigener Proband, so ähnlich wie ich das ja jetzt auch gerade mache. Kannst du mal sagen, wie ist das Thema, ich sag mal Longevity zu deiner Passion geworden? Wie kam es dazu? heutiger Gast ist Dr. Lutz Graumann. ist Arzt für Sportmedizin, Ernährungsmedizin und manuelle Medizin. Er begann seine ärztliche Laufbahn im Umfeld der Bundeswehr und von 2015 bis 21 war er Mannschaftsarzt des Deutschen Eishockeybundes und hat so über viele Jahre Leistungssport auf höchstem Niveau begleitet. Heute arbeitet er in seiner Praxis in Rosenheim, eben mit den Schwerpunkten Sportmedizin, Dr. Lutz Graumann: Die Frage ist, was man unter Lundtjavit steht. Ich habe mir als Ziel gesetzt, lange wie möglich Spaß mit meinem eigenen Körper zu haben und so lange wie möglich sportlich mich auf einem hohen Niveau zu bewegen, weil ich daherkomme. Das ist Teil meines Selbstbildes und meiner Identität. In meinem ersten Leben war ich Basketballer und habe lange Zeit versucht, eine Profi-Karriere zu verfolgen, wenn man davon sprechen kann. Pia Anders: Okay, nochmal. Mein heutiger Gast ist Dr. Lutz Graumann. Er ist Arzt für Sportmedizin, Ernährungsmedizin und manuelle Medizin. Er begann seine ärztliche Laufbahn im Umfeld der Bundeswehr und von 2015 bis 2021 war er Mannschaftsarzt des Deutschen Eishockey Bundes und hat somit über viele Jahre Leistungssport auf höchstem Niveau begleitet. Heute arbeitet er in seiner Praxis in Rosenheim. Dr. Lutz Graumann: in der zweiten Liga eigentlich nur auf der Bank gesetzen, dann aber viele Jahre dritte Liga gespielt und spiele auch immer noch und versuche jetzt auch in diesem Jahr wieder mit meiner Mannschaft ⁓ die deutsche Meisterschaft zu kämpfen. Und das ist natürlich so, dass das der Antrieb ist, dass ich natürlich immer versuche, auch mit einem Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten, wie wahrscheinlich viele andere Sportler auch, die bereit sind für diese Leistungsfähigkeit, dieses Körpergefühl, das man gewohnt ist. Pia Anders: Mega! eben mit den Schwerpunkten Sportmedizin, Leistungsoptimierung, Regeneration, Ernährung und Prävention. Und genau das macht ihn zu einem so spannenden Interviewgast für mich. Er blickt eben auf Gesundheit als messbare Lebenszeitqualität. Er arbeitet sehr stark datenbasiert und nutzt individuelle Werte, ⁓ Leistungsfähigkeit und biologisches Alter besser zu verstehen und das Ganze zu beeinflussen. Dr. Lutz Graumann: auch Sachen zu investieren und auch mal Sachen ausprobieren, die vielleicht auf den ersten Blick erstmal komisch klingt. Und ich habe einfach da im Gegensatz zu dir, was ich einfach schon mal 20 Jahre Lebenserfahrung vorurteile, dass ich also viele Sachen einfach schon länger machen durfte oder länger ausprobieren durfte. ja, sind halt viele spannende Sachen passiert in diesen letzten 25 Jahren in der Medizin. Pia Anders: Deshalb habe ich mir gedacht, ist Lütz der beste Kandidat, ⁓ mein Protokoll einmal zu challangen. Wir gehen gemeinsam Stück für Stück über mein Protokoll und besprechen eben ganz genau, welche Werte sollten wir messen, wie häufig sollte man was messen, was ist sinnvoll, was macht weniger Sinn, wenn man eben für das Thema Longevity optimieren will. Wir sprechen eben auch dann darüber, zum Beispiel welche Referenzwerte standardmäßig okay aussehen, aber Okay. Und du hast ja auch deine eigene Praxis in Rosenheim. Kannst du da noch mal bisschen genauer drauf eingehen? was ist bei euch, ich sag mal anders, also euer Ansatz, also so wie ich das verstehe, der ist ja sehr stark auf Prävention eben ausgelegt auch. Was ist da jetzt anders als bei einer klassischen Praxis? nicht im Optimalbereich sind. Das heißt, wo wollen wir hier Anpassungen vornehmen und wo sollten wir Sachen anders bewerten? Und wir gehen hier wirklich Stück für Stück einmal durch, und wir gehen Dr. Lutz Graumann: Ja, unser Klientel ist erstmal schon mal anders. Das heißt, die Menschen, zu mir kommen, die haben verstanden, dass Gesundheit ein Asset ist. Die wollen nicht einfach irgendwie Krankheit hegen und pflegen, sondern Gesundheit bewahren. Und das ist wahrscheinlich auch der Einstieg in die Arbeit mit mir. Das heißt, bei mir gilt es darum, erst einmal Verantwortung zu übernehmen für den eigenen Körper. Ich bin ein Riesenfan von dieser veränderten Denkweise in der Medizin, dass vor allen Dingen 4 P's die Zukunft Pia Anders: Ich glaube, diese Folge ist super interessant für jeden, am Thema Longevity interessiert ist und das Ganze quantifizieren möchte oder vielleicht schon im Thema Selbstoptimierung ein bisschen drin ist. Wir gehen über Blutwerte, Körperzusammensetzung, Leistungsmarker, Erholungsmarker. Was genau sollte man messen? Was ist sinnvoll und was nicht? Nach dieser Folge weiß jeder, was man ganz genau bestimmen kann. Dr. Lutz Graumann: werden. Das erste ist einfach die Partizipation. Das heißt, wenn du nicht bereit bist, dein Gesundheitsverhalten zu verändern, dann bist du bei mir falsch. Das heißt, ich übertrage dir die Verantwortung für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Als zweites ist es dann, dass mein Job ist, herauszufinden, welche Diagnostik eignet sich für welches Altersband und welche Therapie resultiert heraus. Und das ist diese Personalisierung. Und erst dann können wir über Prävention überhaupt reden. Pia Anders: Nochmal. Mein heutiger Gast ist Dr. Lutz Graumann. Er ist Arzt für Sportmedizin, Ernährungsmedizin und manuelle Medizin. Er begann seine ärztliche Laufbahn im Umfeld der Bundeswehr, das heißt von 2000… Dr. Lutz Graumann: Bild uns machen, wer sitzt denn da vor uns und was sind die Endgegner für die? Das heißt, das ist eine aufwendige Erhebung der Krankheitsgeschichte und der Familienanamnese, wo man halt herausfindet, was ist denn in meinem Umfeld, in meiner Familie möglicherweise schon aufgetreten und wo will ich vor die Welle kommen? Weil dann reden wir über tatsächliche Vermeidung von Krankheit und nicht nur frühe Erkennung von Problemen, die wir dann bewältigen wollen. Pia Anders: Mein heutiger Gast ist Dr. Lutz Graumann. Er ist Arzt für Sportmedizin, Ernährungsmedizin und manuelle Medizin. Er begann seine ärztliche Laufbahn im Umfeld der Bundeswehr und von 2015 bis 2021 war er Mannschaftsarzt des Deutschen Eishockey-Bundes und hat über viele Jahre Leistungssport auf höchstem Niveau begleitet. Heute arbeitet er in seiner Praxis in Rosenheim mit den Schwerpunkten Sportmedizin, Dr. Lutz Graumann: Und natürlich das vierte P ist so der Heilige Gral, dass wir eine Hartvorhersage für dich ermöglichen wollen. Das heißt, es gibt ja wenige Marker, die das bisher zulassen. Du hast ja in deinem Protokoll auch schon die VO2 Max gemessen und wahrscheinlich die VO2 Max ist der Marker mit dem besten prädiktiven Wert, dass man also sieht, wenn du heute nicht eine VO2 Max von 35 hast, dann brauchst du in zehn Jahren wahrscheinlich keinen Urlaub mehr in Südtirol buchen, weil du keinen Spaß hast, weil der Kaiser Pia Anders: Leistungsoptimierung, Regeneration, Ernährung und Prävention. Und genau das macht ihn zu einem so spannenden Interviewgast für mich. Er blickt auf Gesundheit als messbare Lebenszeitqualität. Er arbeitet sehr stark datenbasiert und nutzt eben individuelle Werte, ⁓ Leistungsfähigkeit zu bestimmen und biologisches Altern besser zu verstehen und zu beeinflussen. Dr. Lutz Graumann: Schmarrn, ich schmeckt, weil du vor lauter Schweiß, Blut und Tränen halt die die Sonne in der Südtirol nicht erlebst oder nicht genießen kannst. Pia Anders: Genau und so habe ich mir Lutz heute eingeladen, ⁓ einmal über mein Protokoll zu gehen und mein Protokoll zu challangen. Wir gehen also Stück für Stück einmal da durch und besprechen, was ist sinnvoll zu messen, was macht weniger Sinn, wenn man eben für Longevity optimieren möchte. Wir gehen also auch das Thema an Referenzwerte zum Beispiel, also bei manchen Werten macht es standardmäßig Ja, okay, ja, da gehen wir gleich auf jeden Fall auch noch drauf an. Also super spannend, was du jetzt sagst. Und da würde ich sagen, das war auch mein Aha-Moment, was mich so, ja, ich sag mal, Thema Biohacking, kann man es jetzt nennen, getrieben hat oder ja, ganzheitliche Gesundheit, einfach dieses so, hey, ich hab ja nur einen Körper, das ist ja mein Körper. Das ist, wie du sagst, ein Asset. diesen, ja, weil davor, klar, geht man zum Arzt und sagt, der Arzt hat das gesagt, Scheinen die gut auszusehen, sind aber dann nicht im optimal Bereich und besprechen da, ok, worauf sollte man achten und welche Werte sollten anders bewertet werden. Und wir gehen dann wirklich Stück für Stück durch alle wichtigen Parameter, also Stück für Stück durch alle wichtigen Biomarker für Longevity. Wir schauen uns Blutwerte an, Körperzusammensetzung, Leistungsmarker, Erholungsmarker. Dr. Lutz Graumann: Ja. Pia Anders: was auch immer. Also man wählt das immer auf andere Leute ab, dass man selber letztendlich nichts tut oder es einem vielleicht nicht so gut geht, aber de facto, ja, du bist verantwortlich für dich selber und das finde ich toll, ja. Dr. Lutz Graumann: Nur die Hälfte der Bevölkerung hat dieses Minimalverantwortungsgefühl für den Körper. Die Krankheitsversicherungen, die Krankenversicherer bieten ja diese Präventionsuntersuchungen an. Das heißt, die sind nicht immer das Beste, was man machen kann, aber allein die Akzeptanz ist nicht da. Also die Hälfte der Bundesbevölkerung nimmt nur die präventiven Angebote wahr. Was natürlich traurig ist. Pia Anders: Und nach dieser Folge sollte jeder, der am Thema Longevity interessiert ist und das Ganze auch für sich mal quantifizieren möchte, wissen, welche Biomarker er für Longevity messen sollte. Mein heutiger Gast ist Dr. Lutz Graumann. Er ist Arzt für Sportmedizin, Ernährungsmedizin und manuelle Medizin. Er begann seine ärztliche Laufbahn im Umfeld der Bundeswehr und von 2015 bis 2021 war er Mannschaftsarzt des Deutschen Eishockeybund und hat über viele Jahre somit Leistungssport auf höchstem Niveau begleitet. Heute arbeitet er in seiner Praxis in Rosenheim mit den Schwerpunkten Sportmedizin, Ja, vor allen Dingen, ja, da wird ja wirklich vorgesorgt. Also das ist ja mal so der Schritt in die richtige Richtung. Krass. Okay. Magst du einmal berichten, also du sprichst ja auf vielen Konferenzen, auf vielen Podcasts, habe ich mir von dir natürlich auch schon angehört, und da kommt häufig die Graumann-Methode, sage ich mal, zum Vorschein. Kannst du mal ein bisschen beschreiben, weil du bist ja wirklich so drinne in dem ganzen Konzept, was du so machst? Dr. Lutz Graumann: Jajaja, genau. Pia Anders: Leistungsoptimierung, Regeneration, Ernährung und Prävention. Und genau das macht ihn für mich zu einem so spannenden Interviewgast. Er blickt auf Gesundheit als messbare Lebenszeitqualität. Das heißt, er arbeitet sehr stark datenbasiert, nutzt eben individuelle Werte, ⁓ Leistungsfähigkeit zu bestimmen und ⁓ biologisches Alter besser zu verstehen und zu beeinflussen. Also was ist diese Grauman-Methode, sag ich mal? Dr. Lutz Graumann: Im Kern geht es darum, biologische Zusammenhänge verständlich zu machen, dass also die Menschen, die vor mir sitzen, nachher einen Überblick haben, wo stehe ich und wo will ich hin. Und der erste Schritt ist einfach, zu überlegen, für das, was mir an Geld zur Verfügung steht, was sind denn die relevanten Biomarker für mein Geschlecht, für meinen Lebensabschnitt. Pia Anders: Und genau deshalb habe ich mir gedacht, Lutz ist der perfekte Kandidat, ⁓ einmal mein Protokoll zu challengen und genau das machen wir in dieser Folge. Wir gehen Stück für Stück durch alle Sachen, die ich messe, also meine Blutwerte, Körperzusammensetzung, Leistungsmarker, Erholungsmarker und sagen, hey, was ist hier sinnvoll zu messen, worauf sollte man achten und besprechen in dem Zuge zum Beispiel auch Referenzwerte, also Dr. Lutz Graumann: Und wir versuchen vor allem, uns auf diese Marke zu verständigen, die ich auch beeinflussen kann. Durch mein Verhalten, durch mein Training, meine Ernährung, Schlaf. Und die sollen lebensnah sein. Das soll nicht so kompliziert werden, aber immer mit der Möglichkeit, dass ich selber was verändern kann. Und wenn wir dann diesen ersten Teil der Diagnostik gemacht haben, dann geht es darum, ein Selbstbild zu entwickeln. Wer möchte ich denn zukünftig sein? Pia Anders: Manche sind ja standardmäßig dann okay, aber nicht im optimal Bereich und das heißt, da gibt er eben auch nochmal die nötige Nuance rein und sagt, hier ist es eben wichtig, die und den Referenzbereich zu achten. Alles in allem ist das also eine super spannende Folge für alle, die Longevity für sich quantifizieren wollen und eben auch anfangen wollen zu messen und da eben wissen, okay, was. Dr. Lutz Graumann: Denn daran orientiert sich ja, welche Tools und Strategien müssen wir zukünftig anwenden, damit ich dieses Selbstbild dann auch erreiche. Und dann muss man natürlich Feedback schlafen, einbauen. Woran kann ich denn jetzt erkennen, dass diese Verhaltensänderung, dieses Supplement, diese Trainingsmethode, dass die bei mir funktioniert und so Erwartungshorizonte Pia Anders: Genau, sind jetzt die Marker, für uns relevant sind, wenn wir für Longevity optimieren wollen. Dr. Lutz Graumann: Was sollte wann an Meilenstein erreicht sein, damit es Sinn macht, diesen Weg weiterzugehen? Und auch natürlich, was macht mir Spaß? Das heißt, beim Thema Sport und Bewegung geht es vor allem darum, nicht stumpf irgendwelche Trainingspläne zu erstellen und zu kopieren, sondern herauszufinden, woran habe ich denn wirklich Spaß? Pia Anders: Mein heutiger Gast ist Dr. Lutz Graumann. Er ist Arzt für Sportmedizin, Ernährungsmedizin und manuelle Medizin. Er begann seine ärztliche Laufbahn im Umfeld der Bundeswehr und von 2015 bis 2021 war er Mannschaftsarzt des Deutschen Eishockey-Bunds und hat über viele Jahre Leistungssport auf höchstem Niveau begleitet. Heute arbeitet er in seiner Praxis in Rosenheim und hat hier eben dann die Schwerpunkte Sportmedizin, Dr. Lutz Graumann: Und wenn ich so Mannschaftssportler habe, die dann bei Kollegen vorstellig werden, weil plötzlich das Knie wehtut oder sowas, dann sagen die ja, so hören Sie auf mit Fußballspielen und gehen Sie schwimmen, Radfahren, Laufen. Aber wenn man Mannschaftssportler ist und Ballsportler ist, dann hilft einem das gar nicht weiter. Schwimmen macht einfach für den ganz vielen einfach keinen Spaß, weil es einfach Kachelzählen ist. Pia Anders: Leistungsoptimierung, Regeneration, Ernährung und Prävention. Und genau das macht ihn zu einem so spannenden Interviewgast für mich. Er blickt auf Gesundheit als messbare Lebenszeitqualität. Dadurch, dass er so stark datenbasiert arbeitet, individuelle Werte nutzt, auf Leistungsfähigkeit schaut und eben auch auf das Thema biologisches Altern besser zu verstehen und zu beeinflussen, habe ich mir gedacht, Ja, total spannend. was, sag ich mal, rätst du dann jemandem in diesem Fall? Dr. Lutz Graumann: Wir versuchen halt wieder einen Weg zu finden, dass der wieder zurück in den Ballsport kommt. Das heißt, selbst mit kaputten Knien oder Meniskusoperationen versuchen wir, Wege zu finden, dass wir die Beschwerden so reduzieren, so stabilisieren, dass man trotzdem einmal die Woche, zweimal die Woche das machen kann, worauf man wirklich Bock Pia Anders: Lutz ist der perfekte Kandidat, ⁓ einmal mein Protokoll zu challangen. Und genau das machen wir in dieser Folge. Wir gehen gemeinsam über das Protokoll und besprechen eben erstmal, okay, was ist eigentlich sinnvoll zu messen, wie häufig sollte man was messen, wenn man jetzt für Longevity optimieren will. Ganz konkret gehen wir also durch Blutwerte, Körperzusammensetzung, Leistungsmarker und Erholungsmarker und besprechen dort, wenn man Ja, total cool. Also das wird wahrscheinlich jen Zuhörer, der irgendwie so ein BWchen hat, freuen und sagen, okay, ich will auf jeden Fall bei dir in die Praxis mal reinkommen. Dr. Lutz Graumann: Und zum Schluss entsteht dann immer diese Formel. Wir arbeiten ganz viel mit so Pseudoalgorithmen. Es gibt dann immer so auf jedem Vortrag, wenn jemand mich schon mal gesehen hat, irgendwo gibt es diese Grauman-Formel. Welches sind die Einflussgrößen, die den meisten Impact haben für mein zukünftiges Ich? Und dann gibt es ein paar Sachen, die sind einfach nicht verhandelbar. 7,5 Stunden erholsamer Schlaf. Pia Anders: Longevity oder welche Biomarker gibt es alles für Longevity, die man messen kann und sinnvoll sind und welche sind vielleicht nicht so sinnvoll. Und wir schauen uns eben auch auf, ja, Bereiche… und wir schauen uns eben auch Referenzwerte an. Zum Beispiel gibt es… und wir schauen uns eben auch Referenzwerte an. Wo gibt es da vielleicht Diskrepanzen, wenn man sagt, hey, ich will wirklich für Longevity optimieren? Dr. Lutz Graumann: Dann einfach Lichtexposition und körperliche Aktivität. Aber es geht auch ganz viel darum zu identifizieren. Stop doing stupid things. Was sind denn die Dummheiten im Alltag, die ich bewusst, unbewusst nach wie vor täglich, wöchentlich abziehe. Wobei ich eigentlich schon weiß, dass das nicht so sonderlich gesundheitsorientiert ist. Pia Anders: Da gibt er uns eben auch Hinweise zum Thema, ja, der Optimalbereich liegt dann vielleicht in einer anderen Region. Alles in allem ist das also eine Folge für jeden, der sagt, hey, ich bin an Longevity interessiert und ich möchte auch das Ganze für mich anfangen zu quantifizieren. Wie geht das? Was sollte ich messen? Diese Folge ist für dich. Okay, ich denke gerade, wir sind ja gerade schon am Thema Biomarker, das gerade eingeführt. Lass uns doch direkt erstmal mein Protokoll vielleicht anschauen. Das würde mich nämlich auch super interessieren, was du jetzt davon hältst. Auch jetzt gegeben natürlich mit dem Kontext, den ich jetzt auch nochmal geben kann. Ich teile mal gerade mein Screen, damit wir das sehen können. So. Perfekt. Hier hin. Du kannst das auch sehen. Dr. Lutz Graumann: Ich kann es sehen, ich habe es ja auch noch im parallelen Browser Fenster aufgemacht und das erste, was tatsächlich fehlt, natürlich bevor du in deine, man muss erstmal wissen, wie alt bist du und was bist du für ein Geschlecht. Das kommt ja hier, das ist ja der Einstieg. Pia Anders: Ja. Ja, genau, also ich habe hier in der Intro geschrieben, ich bin 34, ja, Geschlecht, genau, könnte ich vielleicht nochmal nennen, dass ich weiblich bin. Dr. Lutz Graumann: Genau. Und dann würde ich von der Reihenfolge her dann erst noch darauf eingehen, Körpergröße, Gewicht, BMI. Also die Anthropometrie ist für mich tatsächlich nach wie vor relevant. Und dann gibt es ja so zig Varianten, wie man sich der Körperzusammensetzung nähert. Und du hast es ja gemacht mit dem BMI. Und da sieht man einfach, dass bei den Frauen ... Pia Anders: Mhm. Okay. Mhm. Dr. Lutz Graumann: Bist du sogar eher in so Bereich, das steht zwar optimal, aber wir würden jetzt auch nicht viel, viel weniger Gewicht haben wollen. Denn wenn der BMI unter 18 ist, kann es immer sein, dass einfach tatsächlich die Produktion der Sexualhormone ein bisschen darunter leidet. Denn wenn wir sehr stark Kalorienrestriktionen machen, wenn der Körperfeldanteil sehr stark nach unten geht, dann ist oftmals das weibliche Geschlecht im Nachteil, weil dann einfach die Regel ausbleibt. Und das wollen wir auf gar keinen Fall haben. Deshalb ist immer so die Frage, die mit der Körperzusammensetzung bei Frauen auf jeden Fall einhergehen muss, wenn ich im unteren Bereich des BMI bis hin zu der Körperfettverteilung, was hat das denn für einen Einfluss auf meinen sexuellen Hormonenpanel? nicht nur die Hormone sagen, sondern auch fragen, hast du einen regelmäßigen Zyklus, der dir die Alltagssachen ermöglicht, auf die du Bock hast? Pia Anders: Ja, finde ich super gut, dass du das direkt ansprichst. ja, ich glaube, ist ein großes Thema für viele Frauen. Also tatsächlich ist mein, ich bin noch in Postpartum, also ich habe gerade noch keinen Zyklus. Davor war mein Zyklus regelmäßig, allerdings habe ich da viel Zeit für gebraucht. Also ich habe jahrelang die Pille genommen, dann habe ich zwei Jahre in der Tat nicht mein Zyklus danach bekommen. Musste unglaublich viel tun. ⁓ eben, ich sag mal, Mikron, Nährstoff und so weiter wieder aufzufüllen und, ich glaub, dem Körper zu zeigen, hey, hier ist gar nicht so viel Stress, du kannst wieder, ich sag mal, fruchtbar sein. genau, also ich denke, mit dem BMI bin ich in der Tat in Ordnung. Allerdings sieht man ja an meiner Knochenzusammensetzung meine Historie. Ich war immer sehr, sehr dünn, hab immer eher Ausdauersport gemacht und hab, glaub ich, grundsätzlich einfach nicht mein Potential an Knochendichte und Muskelmasse erreicht. Und da arbeite ich eben gerade stark dran. Also interessiert mich dann auch, was du da gleich sagst. Dr. Lutz Graumann: Die nächste Frage ist, wenn du Ausdauersport gemacht hast, war es dann Laufen oder Radfahren oder Pia Anders: Ja, laufen. Beides. Dr. Lutz Graumann: ist es verwunderlich, dass deine Knochendichte so schlecht ist. Da würden wir dann immer fragen, Essstörungen in der Vergangenheit, weil das ist so ein Klassiker des Mädels, die diesem Schlankheitswahn hinterherhecheln und auch mal biolämische Züge haben. Dann sehen wir diese Knochendichte, dass diese Entmineralisierung stattfindet. Weil eigentlich ist das, was wir den Frauen Richtung Menopause beibringen, ist, ihr müsst wieder Stoßbelastungen in den Alltag bringen. Pia Anders: Mhm. Ja, ja. Dr. Lutz Graumann: Nämlich der Knochen muss Impact-Reize kriegen, damit er animiert wird, weiterhin zu mineralisieren. Und das ist dann dieses Wechselspiel auch Stöße. Aber auch natürlich, dass genug Vitamin D, Vitamin K im Kreislauf ist, dass also nicht nur Kalzium aufgenommen wird durch das Vitamin D, sondern auch durch das Vitamin K entschieden wird, wo wird denn das Kalzium hingebracht? Und da gibt es sicherlich Sachen, die du irgendwie besser hättest machen können. Pia Anders: Mhm. 100 Prozent. Also ich hatte jetzt keine Bulimie oder sowas, aber ich habe definitiv zu wenig gegessen. ja, es ist so irgendwie dieses 90s, man will irgendwie skinny sein, so nach dem Motto. Man hat irgendwie, also ja, ich war sowohl Schwimmer als auch Läufer und habe einfach, glaube ich, viel zu wenig Kalorien zu mir genommen. Dr. Lutz Graumann: des Artes sehen wir regelmäßig bei bei emotionierten Nachwuchssportlerinnen. Auch auch was wir aus den Sportschulen sehen und hören ist oftmals besorgniserregend, weil da die sich die Mädels sich gegenseitig anstecken auch noch was diese Essstörung angeht. Pia Anders: Ja. Ja, also das ist krass. Also sagen wir erst mal, wenn wir da noch mal zurückgehen, du würdest erst sagen, okay, Geschlecht, Alter, dann Gewicht, Größe, BMI. Dr. Lutz Graumann: Genau. dann, also BMI ist natürlich immer noch so ein bisschen, gibt es immer wieder die Hater, die dann sagen so, äh, das ist aber langweilig und es gibt aber auch die Menschen, die einen hohen BMI haben, aber nicht zu dick sind, weil sie Muskelmasse haben. Das ist kein statistisches Gesamtproblem für die Bevölkerung, weil die fallen nicht rein. Das heißt, das sind ein Prozent in der Bevölkerung, die wissen das. Ja, die haben einen hohen BMI, aber das ist nicht das Problem. Pia Anders: Ja. Dr. Lutz Graumann: Wenn man da weiter geht, würden wir eher sagen, diese ganze Fettverteilung ist, wenn ich nicht tolle Wagen habe, oder so wie du einen Dexascan gemacht hast, oder irgendwelche Bot-Pot-Messungen da sind, dann... Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: ist diese Aufteilung, die du gemacht hast, tatsächlich nett, aber vergebene Lebensmüh, weil ich will ja nur herausfinden, ist mein Bauchumfang im Vergleich zu meiner Körperhöhe angemessen. Denn wenn ich nur einen dicken Hintern habe, ist das zwar kosmetisch vielleicht nicht so toll, aber es ist krankheitsmäßig kein Problem. Weil nur das viscerale Fett wirklich stoffwechselaktiv ist, Entzündungsstoffe produziert und ein Erkrankungsrisiko mit sich bringt. Pia Anders: Hm? Okay. Dr. Lutz Graumann: Und da wäre so der wünschenswerte Marker die Waste to Hide Ratio, weil dann haben wir eigentlich so die beste, nüchternste, praktikabelste Betrachtung für die Anthropometrie. Ich brauche eigentlich nur Alter, Größe, Gewicht, Geschlecht und dann das Waste to Hide Ratio. Pia Anders: Perfekt. Okay, das heißt, was ich jetzt gemacht habe, ist ein Nice-to-have, weil die meisten Leute machen jetzt auch unbedingt einen Dexascan. Das heißt, wer eine Stufe runterfahren will und nicht das so extrem machen möchte wie ich, für den reicht es Gewicht, Größe, BMI und diese Waist-to-Hip-Ratio. Okay. Dr. Lutz Graumann: Ja. Und diese Basal Metabolic Rate, die du mit beschreibst, was ist so dir der Grundumsatz oder Ruheumsatz, den finde ich total Quatsch. sondern ich bin noch gar kein Fan von Kalorienzählen, sondern wir versuchen irgendwie eine natürliche Herangehensweise an Ernährung und nicht Kalorienzählen. Weil einfach, sind so viele Messfehler, dann, du hast zwar irgendwie einen Startpunkt, der noch vielleicht einigermaßen genau ist, aber die ganze Essplanung ist totaler Quatsch. Weil einfach, es gibt ein völliges Overreporting, Underreporting, Überschätzen, Unterschätzen der einzelnen Tools und Pia Anders: Mhm. Okay. Dr. Lutz Graumann: sich wirklich immer das auf das Wiegen der einzelnen Nährstoffe zu beschränken, ist wirklich völliger Overkill. Das mache ich in keinem Fall. Pia Anders: Okay, das heißt, was... Okay, mega gut. Lass uns da auf jeden Fall gleich mal drauf eingehen beim Thema Ernährung. Weil tatsächlich, habe mir, sag ich mal, Rezepte zusammengewürfelt und habe das dann natürlich einmal gemacht, einfach mal um zu überlegen, ja, das müssten so dann 30 Gramm Proteine pro Mahlzeit ungefähr sein. Genau, können wir vielleicht gleich nochmal drauf zurückkommen. Vorab die Frage, wie rätst du das dann Leuten, wenn die sagen, okay, ich möchte... Dr. Lutz Graumann: Ja. Ja. Pia Anders: zum Beispiel meine Körperzusammensetzung jetzt verbessern, also waist-to-hip-Ratio, und dann sehen die ja gut, das ist noch nicht so ideal und wahrscheinlich möchte ich an der Ernährung auch ansetzen. Wie gehst du dann daran? Dr. Lutz Graumann: Dann gehe ich erst mal zu gucken, was ist für ein Stoffwechseltyp. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: Was tut in meinem Körper gut? Was will der? Was sind meine Belastungssituationen im Alltag? Den Ausdauersportlern zu sagen, jetzt mach mal nur noch Low Carb ist totaler Quatsch. Der Körper, der braucht ja die Kohlenhydrate, ⁓ die Speicher wieder aufzufüllen, wenn ich die im Ausdauersport verballere. Und den Eiweißtypen zu sagen, sie sollen jetzt mehr Kohlenhydrate essen, ist auch Quatsch. Dann sind sie einfach unglücklich. Und man kann diese Stoffwechseltypen rausfinden durch so Genomiktests, die mit Stärken und Schwächen einherkommen, aber ein ganz einfacher Praxistest wäre, bei mir führen meine Klienten einen Ernährungsprotokoll und drei Tage starten sie mal mit einem kohlenhydraten Frühstück, kohlenhydrat reichen Frühstück in den Tag, irgendwie so Porridge durch ihren Müsli. Und die anderen drei Tage starten sie mit drei Eiern. Pia Anders: Mhm. Mhm. Dr. Lutz Graumann: oder halt wenn es veganer sind, starten Sie mit Tofu, sodass wir einfach auf 30 Gramm Eiweiß in der Früh kommen mit ein bisschen Fett dazu. ⁓ zu sehen, fühle ich mich besser, wenn ich eher kohlendratlastig in den Tag starte oder eher eiweißfettlastig in den Tag starte. Aber wenn ich zu den extremen Polen der Stoffwechseltypen gehöre, dann werde ich einen Unterschied merken und dann orientieren wir an dem, was wir einfach mein Körper einfach lieber mag. Und dann natürlich müssen wir dann trotzdem zusehen, auf die Eiweißkomponente zu kommen. Wobei das tatsächlich für mich schwer nachvollziehbar ist. Auch diese neuen Richtlinien, die wir jetzt haben im Bereich Anti-Aging Longevity, wird jetzt auch postuliert bei den älteren Menschen, sollen auf 1,2 bis 1,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht kommen. Das schaffe ich an keinem Tag. Das heißt, ich beschäftige mich schon länger mit diesem Thema. Pia Anders: Okay. Okay. Dr. Lutz Graumann: Ich auch diese Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin. das ist schon aufwendig, wenn man nicht Berge am Fleisch futtern will, da auf diese Eiweißzahlen zu kommen. Man kommt dann meistens auch an irgendwelche Nahrungsergänzungen bzw. Eiweiß-Shakes gar nicht so richtig vorbei. Pia Anders: So. Dr. Lutz Graumann: Das habe ich irgendwie 15 Jahre lang gemacht, aber aktuell will ich es gerade irgendwie nicht, sondern versuche gerade kreative Lösungen zu finden, wie ich noch mehr Eiweiß im Essen und Trinken verstecken kann. Pia Anders: Okay, super, super interessant, weil genau diese Herausforderung hatte ich natürlich auch. Also wir müssen mal zur Ernährung gehen. ja, ich habe das, wie gesagt, da einmal so bisschen aufgelistet mit ungefähr, das Ziel ist vor allen Dingen, dass ich auf genügend Ballaststoffe komme und versuche, auf genügend Proteine zu kommen in einer Form. Aber ⁓ das zu schaffen, hast du recht, morgens habe ich Dr. Lutz Graumann: Jetzt zeig mal deinen nochmal und erzähl dir nochmal für deine für deine Audience, wie viel Gramm Ballaststoff hast du dich denn geeinigt? wenn man genau das ist natürlich schon mal eine ganz andere Liga als das, was in bundesdeutschen Haushalten gefuttert wird. In Deutschland wird derzeit irgendwie zwischen acht und 16 Gramm Ballaststoff gefuttert und die die. Pia Anders: 45 Gramm. Ja. Dr. Lutz Graumann: eigentlichen Richtlinien, was wir so sagen, sind so um 30 Gramm. Wenn du dahin kommst, dann bist du schon ziemlich gut aufgestellt und 45 ist schon großes Kino. Das heißt, also würde ich auch in Frage stellen, ob das so sein muss, weil am Anfang, wenn du 45 Gramm Ballaststoffe zufügst, kriegt die allermeisten erstmal Bauchweh. Pia Anders: ob das sein muss. Ja, also ich habe mich da über Jahre auf jeden Fall hochgesteigert. das tatsächlich habe ich einfach nur mal mit so einem Tracker, ich glaube Lifesum oder was, habe da einfach mal meine Nahrungs-, meine Rezepte eingegeben, die ich typischerweise esse und dann kam das einfach dabei raus. Dann dachte ich, ja gut, das finde ich, also scheint jetzt erstmal gut zu sein, scheint für mich zu funktionieren. Aber guter Hinweis, also ausreichend oder sehr gut wäre schon bei 30 Gramm. Dr. Lutz Graumann: Ja. Genau, also wenn du zwischen 20 und 30 Gramm bist, bin ich schon erstmal happy, weil die allermeisten liegen wirklich drunter. Pia Anders: Ja, also klar. Ich habe auch, also als mir das bewusst geworden ist mit dem ganzen Thema Ballaststoffe, echt dann drauf geachtet, okay, wie kann ich jetzt noch hier Chiasamen und mehr Pflanzenstoffe und viele Linsen angefangen einzubauen in meine Ernährung. Das habe ich davor gar nicht gemacht. ja, zum Beispiel so schaffe ich es dann eben auch. Also ich esse tatsächlich fast jeden Tag eben 100 Gramm in irgendeiner Form Linsen. ⁓ ⁓ eben auf der einen Seite meine Proteine zu bekommen, weil das eben pflanzliche Proteine sind. Und auf der anderen Seite sind da natürlich auch Ballaststoffe und so weiter drin, in so einer Mahlzeit. Dr. Lutz Graumann: Auf Wiedersehen! Ja. muss man immer sagen Vorsicht liebe Kinder beim Nachmachen. Denn wenn du wirklich von jetzt auf gleich diese Anzahl der Hülsenflüchte so weit nach oben schraubst macht das wirklich Blähungen Bauchweh und da muss der Körper ganz langsam dran gewöhnt werden. Und das war so ein Phänomen. Es gab eine Netflix Doku die heißt Game Changer die wirklich unterhaltsam aber miserabel recherchiert und eigentlicher Bullshit. Weil natürlich sind da viele viele Recherche Fehler drin. Pia Anders: Ja! Ja. Ja. Dr. Lutz Graumann: Und jemandem zu sagen, du musst von jetzt auf gleich irgendwie Veganer oder Vegetarier werden und deine Eiweiß, dein Eiweißbedarf so zuführen, das macht überhaupt keinen Sinn. Das macht so viel Bauchweh und Blähungen. Der da muss langsam dran gewöhnt werden. Pia Anders: Was würdest du jedem raten? wenn jetzt jemand sagt, ich esse schon sehr viel Fleisch und möchte das vielleicht ein bisschen diversifizieren, dann bräuchte ich in Quellen, was rätst du da? Dr. Lutz Graumann: Also immer Geldbeutel abhängig machen. Wir sagen, wenn du Allesfresser bist, be my guest. Aber dir muss klar sein, wenn du Eiweiß aus Fleisch zu dir nehmen willst, dann musst du bereit sein. Die Größe des Tieres spielt eine enorme Rolle, was den Kilopreis angeht. Je kleiner das Tier ist, was ich futtern will. desto mehr muss ich bereit sein, dafür Geld zu investieren, denn da ist die Haltung formbrutal relevant. Rinder sind super robust und Da wird wenig Unsinn getrieben, bei der konventionellen Tierhaltung. ist halt alles nicht schön. Aber wenn man wenig Kohle hatte, dann sollte man eher größere Tiere essen, weil da wenig Unsinn drin ist. Je kleiner das Tier, desto mehr wird irgendwie mit Antibiosen oder Wachstumshormonen und Kraftfutter gearbeitet. Und das kann man eigentlich auch mit keinem guten Gewissen für den Planeten empfehlen. Daher lieber da noch mal bewusst hinterfragen, was will ich zukünftig essen und was will ich mit meinem Geld unterstützen. Je größer der Geldbeutel, desto mehr Bio und entscheiden, was mir wirklich gut tut. Und wenn ich aus ethisch-moralischen Gründen mich von tierischen Eiweißen zurückziehe, ist das auch fein. Ich würde das langsam umsetzen und vielleicht immer auch mal Fisch oder Ei mit integrieren. Aber jetzt auch Fisch übermäßig zu bewerten ist natürlich auch schwer durch die Überfischung der Weltmeere. Und manchmal ist tatsächlich auch der Lachs aus einer sehr gut durchdachten Kultur mittlerweile besser in der Qualität als der Wildfanglachs. Pia Anders: Ja. Und hast du da irgendwie einen Tipp? Also zum Beispiel, das ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Ich würde sehr gerne mehr Fisch essen. Und obwohl ich in Portugal lebe, an der Küste, wo man ja denkt, frischer Fischfang, das ist halt gar nicht so. Du gehst ins Restaurant oder in den Supermarkt und dann fragst du, woher kommt der Fisch? Dr. Lutz Graumann: Ja. Pia Anders: Und da ist irgendeine Lieferkette hinter. Und das ist überhaupt gar keine Garantie, dass der Fisch jetzt, nur weil du in Portugal lebst, dann tatsächlich hier auch gefangen wurde. das ist... Ja. Dr. Lutz Graumann: Das ist in den Markthallen. Das heißt, wenn in Portugal bist, da gibt es überall noch Markthallen und diese Fischmärkte und da wird es ja oftmals auch gleich zubereitet. Aber dann wird er ja nicht schonend zubereitet, sondern wird er in der Regel fett frittiert. Aber es ist fein. Also trotzdem. Ja, es muss jeder für sich rausfinden, was ist er bereit zu investieren, was er bereit zu machen. für alle, jetzt im deutschsprachigen Raum leben, kannst du einfach nur die Pia Anders: Ja, das stimmt. Ja, ja, ja. Dr. Lutz Graumann: die Fische aus den Süßwasserquellen nehmen oder dann, wenn du am Meer bist, hoffen, dass das irgendwie einigermaßen regional gesourcet wurde. Pia Anders: Okay. Und das heißt, wenn jetzt jemand sagt, okay, ich esse zum Beispiel nicht gerne Fleisch, ich esse mal ein Ei und einen Fisch würde ich essen, aber ich lebe in München. Wie genau gehst du dann daran? Also wo kriegt man jetzt guten hochwertigen Fisch her? Okay. Dr. Lutz Graumann: Ja, Bio-Supermarkt. In Deutschland haben wir mittlerweile eine gute Dichte an Bio-Supermärkten. Oder auch im Discounter kriegst du mittlerweile eine OK-Lieferkette mit Bio. Und muss man sagen, dass die Zertifikate, die ausgestellt werden, die Discounter mittlerweile oftmals nicht ganz gut sind. Das wäre schon schön, wenn sich das viele leisten könnten. Pia Anders: Ja, okay. Ja. Ja, okay, das heißt also gerade bei Tierprodukten dann auf Bioqualität achten, wenn es der Geldbeutel erlaubt. du hast eben gesagt, langsam rantasten an Pflanzenprodukte. Also ich sag mal, okay, ich hab jetzt jemanden, der möchte Linsen einführen, merkt, ⁓ Gott, ich krieg totale Blegungen, ich hab das einmal ausprobiert, nie wieder. Wie lange dauert das dann, bis man daran gewöhnt ist? Dr. Lutz Graumann: Ja. In der Regel braucht es so sechs bis zwölf Wochen, bis er sich umgestellt hat. Das Mikrobiom wird sich verändern, allein auch durch die größere Menge der Ballaststoffe, dann anfallen, werden andere Bakterien sich drüber freuen, andere Keime sich drüber freuen und die werden sich dann niederlassen und hoffentlich wachsen und gedeihen und damit dann auch diese Stoffwechselarbeit übernehmen. ist halt nicht so viel, die Leihung und so. Pia Anders: Ja. Okay, wir waren gerade, warum sind wir aufs Thema Ernährung gekommen? Wegen dem Thema Proteine. da wollte ich gerade nämlich zeigen, wie ich das mache. der Tat, muss, damit ich auf mein Proteinziel von 105 Gramm komme, nehme ich eigentlich jeden Tag Proteinpulver zu mir. Also ich nehme eigentlich immer ein laktosefreies Whey, was dann eben auch Weiterhaltung ist zu mir. Und das ist immer in meinem Frühstück drin. Dr. Lutz Graumann: wegen den Proteinen genau. Pia Anders: Dann klar, viele, ich versuche viele pflanzliche Proteine einzubauen. Also gerade mein Mittagessen beinhaltet eigentlich gar kein Fleisch. Also es kann man Ei enthalten, aber Fleisch esse ich sehr wenig. Und wenn, dann ist es mal so, okay, sonntags, wir haben jetzt mal vier von Bauern ein Hähnchen geholt, wo ich weiß, das ist ja auf der, draußen auf der Wiese gelaufen und das hatte gute Haltung. Genau, also so ungefähr essen wir also schon sehr stark pflanzenbasiert. Okay, dann lass uns nochmal zurückgehen auf Thema Messungen oder? Wir waren ja bei meinem Blutwert. Genau. Dr. Lutz Graumann: Wir waren bei den Körperzusammensetzungen. Ich habe gesagt, bevor wir über Blutwerte reden, meine Reise immer erst mal, ich schaue mir erst mal den Menschen an und schaue mir an, was das für ein Stoffwechseltyp ist, ⁓ dann das Gewicht dahin zu schubsen, wo ich hin möchte mit meinen Klienten. Und dann ist dann auch relativ zügig bei mir die weitere Beratung abhängig von den Blutwerten. Pia Anders: Ja. Ja. Dr. Lutz Graumann: Und mein Cluster sieht so ein bisschen anders aus. Was bei dir fehlt am Anfang ist ja das Eigentliche, was beim Haushalts-Emerals-Ellererstes kommt, nämlich das Blutbild. Gibt es Störungen bei der Verteilung der Zellzahlen? Sind die roten Blutkörperchen ausreichend groß? Sind die ausreichend gefüllt mit dem ... Sauerstofftransporter, Hämoglobin. Und da ist natürlich wieder das weibliche Geschlecht deutlich benachteiligt. Das einfach durch die Menstruation und durch viele Veränderungen, die wir noch gar nicht so richtig verstehen, ja oftmals ein Eisenmangel bei den jungen Damen zu finden, der viel zu spät erkannt oder korrigiert wird. Weil einfach die Referenzwerte Quatsch sind. Daher Pia Anders: Mhm. Das interessiert mich jetzt natürlich direkt, weil ich bin ja im Stillen noch und ich habe auf jeden Fall das Gefühl, mein Eisen, also ich nehme gerade Eisen, supplementiere ich, weil ich das Gefühl hatte, ich brauche es auf jeden Fall mehr. Was sind da deine Referenzrate? Weil du hast gerade gesagt, die sind Quatsch. Was wären optimal wert? Dr. Lutz Graumann: Der optimale Wert für Ferritin ist eigentlich so über 45 bei den Frauen, mit denen wir arbeiten und dann immer abhängig. Wir würden ja gerne einen Abholpunkt haben, wo wir wissen, dass es den Frauen richtig gut geht. Natürlich auch den Männern. Das heißt, wir wollen ja eigentlich die Menschen zum Zeitpunkt von Gesundheit und Leistungsfähigkeit abholen, ⁓ zu sehen, wo stehen die denn, wo die sich gut fühlen. Pia Anders: Ja. Dr. Lutz Graumann: Und dann können wir natürlich sehen, wenn sie sich dann mal nicht so gut fühlen oder ein Energieloch haben oder einen Leistungsabfall haben, was sind denn dann Veränderungen, die da mit einhergehen? Und bei Frauen ist natürlich ganz viel Ferritin. Und das ist halt nicht nur das Eisen, was im Serum gemessen wird und der rote Blutfarbstoff, Hämoglobin, sondern natürlich das Ferritin als Eisenspeicher, Transferin, Sättigung und ... dann diese totale Eisenbindungskapazität, die du auch mit in deinem Eisenstatus aufführst. du bist jetzt mit 61, bist du erstmal in einem guten Bereich. Die Frage ist, woher warst du vorher? Es gibt Frauen, die fühlen sich besser mit 90 oder 100. Und dann würde man jetzt ein bisschen rum experimentieren. Macht eine zusätzliche Gabe von Eisenquellen Sinn? Manchmal ist es nur den Pia Anders: Ja. Ja. Dr. Lutz Graumann: Transporterlactoferin erhöhen. Manchmal ist es Kräuterblut, also dieses Floradix geben. Und manchmal ist es halt tatsächlich nach wie vor ⁓ das Ferrosanol aus der Apotheke. Und es gibt ja mittlerweile auch ganz viele Supplementehersteller, die das erkannt haben, dass das relevant ist. Und es gibt mehrere Möglichkeiten, halt Eisen in den Körper reinzukriegen und hoffen. Pia Anders: Mmh. Dr. Lutz Graumann: dass das funktioniert. Wenn aber Leistungsmangel, Abfall, Müdigkeit besteht und der Ferritinwert irgendwie unter 20 ist, dann fangen wir nicht mehr an mit oraler Supplementegabe, sondern dann empfehlen wir relativ zeitnah auch die Eiseninjektion, Transfusion genau, dieses Ferri-Injekt. dann ist es ja so krass, dass die Frauen berichten sind am nächsten Tag ein anderer Mensch. Das ist wirklich... Pia Anders: Fusion. Ja, ja. Also man muss sagen, genau, meine Werte, sind jetzt natürlich, die habe ich jetzt schon übersetzt, also das sind jetzt noch meine Altmerte. Ich warte jetzt noch auf die aktuellen Resultate, deswegen bin ich gespannt, was da bei mir jetzt rauskommt. Also deswegen super, dass du das nochmal die Referenzwerte gerade genannt hast. Ja, aber ich habe das Gefühl, die sind nicht mehr in diesem Optimum. Okay. Dr. Lutz Graumann: Wenn das der Auslöser war. Mhm. Und das, was ich nicht hoch genug bewerten kann, ist tatsächlich dieser HSCAP, den du dann auch bei den Entzündungen mit aufträgst. Das ist tatsächlich eine der relevantesten Marken, weil viele Menschen rumlaufen mit nicht erkannten, niedrigschwelligen chronischen Entzündungen, wo wir auch ganz viel sehen, dass Zahnhygiene da groß reinspielt. Dass also Zahnfleisch, Blutungen und nicht-senierte Zähne einer der Haupttreibstoffe Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: sind, weshalb so ein CRP mal in diesen grau Bereich zwischen eins und drei hochgeht. Pia Anders: Krass, super interessant, dass du das sagst. Ich habe auch gerade schon eine Folge tatsächlich mit meinem Zahnarzt aufgenommen, wo genau dieses Thema eben vorkam, tote Zähne im Mund und wie das eben stille Entzündungen auslöst. Dr. Lutz Graumann: Ja. mittlerweile gehen wir davon aus, dass wahrscheinlich die Hälfte der Schlaganfälle und Herzinfarkte als Eintrittsforte für die Keime, die dann die Arteriosperose produziert haben, nicht sanierte Zahnfleiden sind. Das ist wirklich deutlich unterbewertet in der Bevölkerung. Und ich würde auch auf jeden Fall in jedes Präventionsscreening den Sulkusblutungsindex, SBI, mit aufnehmen. Pia Anders: Wow! Mhm. S-B-E, okay. Dr. Lutz Graumann: SBI, Sulkusblutungsindex, ist der einfachste Präventionsindex der Zahnmedizin. Nämlich der Zahnarzt fährt mit einer Metallsonde ⁓ jeden Zahn drum herum und schaut, wie oft das Zahnfleisch blutet. Es darf gar nicht bluten. Man kann das auch zu Hause machen, mit der Zahnbürste einfach mal richtig festputzen und dann gucken, ob es punktuelle Blutungen gibt an der Zahnfleisch- oder Mundschleimhaut. Darf nicht bluten. Das heißt, dann haben wir gesunde Zähne. Pia Anders: Mhm. Okay. Super, okay. Den nehmen wir auf jeden Fall noch mit auf. Finde ich super. Also du hast gerade gesagt, bei mir fehlen jetzt hier erstmal das typische Blutbild, was ich noch nicht hatte und was jetzt in Produktion ist, sage ich mal. Wie sieht es aus beim Thema Lipide und Fettsäuren? Genau, was soll da rein? Sind da irgendwelche Sachen unnötig? Vielleicht können wir da mal weitermachen. Dr. Lutz Graumann: Ja. Ja, also das, du sensationell gemacht hast, ist einfach ein Risikoprofil erstellen, nämlich einmal im Leben das Lipoprotein-A zu machen, ⁓ zu sehen, habe ich denn familiär bedingt ein erhöhtes Arterioskleroserisiko, ja oder nein. Pia Anders: Ja. Dr. Lutz Graumann: Denn ganz viele Menschen dürfen mit hohen Cholesterinwerten rumlaufen und müssen nicht das Medikamentös korrigiert bekommen. So wie bei dir, dein Gesamtcholesterin ist über 200. Aber da werden wir nichts tun, weil dein Lipopatin-A ist völlig normal. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: Und das Verhältnis zwischen HDL und LDL, dieser Quotient ist auch normal und die Triglyceride zum Vergleich zum HDL, diesen Quotient hast du ja aufgeführt, der ist bei dir auch optimal. Daher sind wir da ziemlich sicher total entspannt. Pia Anders: Können wir da noch mal Referenzwerte vielleicht nennen für jemanden, jetzt zuhört zu sagen, okay, Lipoprotein A. Wann sollte ich mir vielleicht Sorgen machen oder da mehr in das Thema mal reinschauen, ob ich das ich ein größeres Risiko vielleicht habe. Dr. Lutz Graumann: Ich glaube, der Referenzwert ist 50 und drüber. wir werden immer hektisch, wenn der über 50 ist und Lipoprotein-A über 100. Das sind so die Marke, wo wir dann schon tätig werden. Und die Leitlinien der Internisten und Kardiologen sagt, wenn du ein LDL über 200 hast, dann bist du eigentlich ein Kandidat für einen Stativ. Pia Anders: Mhm. Okay, gut, das sind ja schon mal super Richtwerte. ja, weil ich glaube, häufig ist es ja echt so, du machst einfach so ein Blutbild und dann stehen da irgendwelche Zahlen, du guckst die eigentlich richtig an und es ist ja auch spannend, das zu sehen, wie sich das über die Zeit entwickelt. Also das Fettprofil vielleicht oder deine Triglyceride und so weiter oder dein Verhältnis, zum Beispiel, wenn man jetzt seine Ernährung umstellt, mal zu schauen, hey, geh meine Triglyceride da runter. Dr. Lutz Graumann: Mhm. Ja, also diese Triglyceride sind tatsächlich ein super Marker und da müssen wir auch noch mal drüber reden, weil da würde ich dir ins Gewissen reden wollen, dass du mit deiner Ernährungsform aktuell dich so ein bisschen ins Abseits schießt. Wir glauben immer, dass es den Menschen am besten geht, wenn du irgendwo so zwischen 60 und 100 bist mit dem Triglyceriden. Die werden gebildet, wenn du Pia Anders: Mhm. Okay. Dr. Lutz Graumann: ausreichend Kohlenhydrate futterst, sodass dann auch die Möglichkeit besteht aus Kohlenhydraten Neutralfette zu bauen. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: Und so wie dein Bild sieht nach einer sehr stark low carb getriebenen Ernährung aus, da würden wir sagen, wenn es dich dann doch mal erwischt mit einem banalen Infekt, wo du dann halt einfach keinen Bock hast zu essen, dann verzögerst du deine Rekonvaleszenz. Das heißt, deine Wiederherstellung im Rahmen einer Erkrankung. Pia Anders: Ja. Dr. Lutz Graumann: Und da würde man immer so sagen, ich fühle mich super damit mit diesem Fasten hoch und so was. Aber wir warnen immer davor, lieber ein bisschen Energie im Blut haben als Reserve, als dann jammern, wenn wir krank geworden sind. Pia Anders: super spannend. Ja, das finde ich total interessant, weil in der Tat jetzt gerade habe ich das Gefühl, ich bin weniger resilient und ich kriege also mein Kind, das ist zwar noch unter einem Jahr, aber das fängt schon an mit Rottsnase und dann hat es irgendwie ein Fieber und was auch immer. Und ja, mein Mann wird nicht krank, aber ich werde ständig habe ich das Gefühl, ja, so ein bisschen kitzelt da. Und natürlich möchte ich das absolut nicht. Dr. Lutz Graumann: ... Genau. Pia Anders: dass das so weitergeht, weil de facto möchte ich ja mein Sportprotokoll weitermachen und so weiter. Das geht halt nur, wenn ich mich gut fühle. Dr. Lutz Graumann: Genau, also wir würden dann sagen, wenn du schon in Portugal bist, dann isst du einfach mal bisschen Weißbrot mit Fettolivenöl. Dann ist es so eine Blutzuckerschwankung, aber du kriegst auf jeden Fall eine Erhöhung der Triglyceride. Man muss ja sagen, für den Normalteil der Bevölkerung sieht es ja genau andersrum aus. Da ist es leider so, dass der Referenzwert nach wie vor bei 150 ist. Und wir aber sagen, also hör mal Leute, wenn du alles, was Triglyceride über 100 oder 110 Milligramm ist pro Deziliter, dann betreibt ihr eine Kohlenhydratmaske. Ihr futtert mehr Kohlenhydrate, als ihr Energie verbraucht. Und das ist auch doof. Pia Anders: Ja. Ja. Ja, ja. Mhm. Okay. Dr. Lutz Graumann: Deshalb sagen wir, wir wollen irgendwo so zwischen 60 und 110 sein und natürlich abhängig von unserem Wohlfühlgewicht. Pia Anders: Perfekt, okay, das ist super hilfreich und super interessant. Okay, gibt es also beim Thema Lipide und Fettsoren, ich denke, das haben wir ganz gut abgedeckt, das Entzündung... Ach, hier stimmt, den haben wir noch nicht benannt. Ja. Dr. Lutz Graumann: Nee, da kommt noch die Omega-3-Index. Den haben wir nicht gemacht. Auch unsere Handgänseweise hat sich geändert. Ich habe 20 Jahre lang Omega-3-Indizes im Blut bestimmt und sehr viel Geld dafür ausgegeben. Und die Wahrscheinlichkeit, dass du dazu gehörst, einen vernünftigen Omega-3-Index zu haben, ohne zu supplementieren, ist unter 2%. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: Das heißt, wenn du selber nicht Supplemente nimmst, brauchst du ihn auch gar nicht messen, weil du wirst nicht in einem Normalbereich sein. Und erst hinten raus, wenn du so 40 plus bist, würde man dann sagen, nimm doch mal auf jeden Fall diese zwei Gramm Omegas und schau mal, ob das bei dir dann schon dazu führt, dass dieser Index normaler wird. Pia Anders: Okay. Ja. Ja. Dr. Lutz Graumann: Und dieser Omega-3-Index ist kein klassischer Referenzwert, wo man eine Normalpopulation hernimmt und guckt, wie ist die Normalverteilung der Bevölkerung, sondern das ist tatsächlich ein statistischer Ausreißer, diese Werte, da als Zielgröße angegeben werden. Das sind Beobachtungen von Menschen, die weniger anfällig sind für Herzinfarkt und Schlaganfälle. Also das ist eine Population, das ist so eine Wunschvorstellung und das heißt nicht, dass ich da unbedingt reinkommen muss. Pia Anders: Mhm. Okay. Okay, also wenn ich jetzt, also ich nehme schon seit Jahren Omega-3, das heißt für mich ist das schon sinnvoll, da ich jetzt auch, ich sag mal, alles testen möchte, was sinnvoll und möglich ist. Also wenn es jetzt nicht ein Wert ist, der weiß nicht, 1000 Euro kostet, dann würde ich den wahrscheinlich messen. Und genau, für mich sinnvoll, weil ich das eben supplementiere. Allerdings supplementiere ich nur ungefähr einen Gramm pro Tag. Du hast gerade zwei Gramm genannt. Dr. Lutz Graumann: Das ist so, wir würden sagen, es gibt die Tirol-Aktivstudie aus Tirol, die nehmen auch nur einen Gramm und können einen Überlebensvorteil zeigen, das reicht aber oftmals nicht aus, ⁓ diesen Omega-3-Index in diesem Wunschbereich zwischen 4 und 8 Prozent zu senken. Pia Anders: Okay. Dr. Lutz Graumann: Wenn man da rein will, liegt man irgendwo zwischen zwei und drei Gramm Omega-3, je natürlich auch nach Körpergewicht und Masse. Daher muss das jeder für sich selber entscheiden. Auch wo kommt die Quelle her? Ist es jetzt ein Fischöl oder ist es ein Algenöl? Wenn man für unseren Planeten argumentiert, dann muss man auf Algenöl setzen. Und das ist alles machbar. Pia Anders: Nö. Okay, was machst du? Dr. Lutz Graumann: Das ist das, wo ich am meisten schludere, weil ich oftmals nicht dran denke. Ich muss es zu einer Mahlzeit einnehmen, sonst stoße ich fischig auf. Ich habe die bei mir in der Praxis stehen. Aber ich denke dazu selten dran, weil ich manchmal doch fischig aufstoße und dann hasse ich das die nächsten drei Stunden. Pia Anders: Ja. Okay. Also das heißt, isst dann eher, versuchst das dann eher über die Nahrung abzudecken. Dr. Lutz Graumann: Ja, und ich habe im Moment kein Entzündungsthema. Das heißt, Omega-3 ist ja vor allem irgendwie, wenn du Entzündungsthema hast oder irgendwie Atherosklerose-Risiko hast und so was, habe ich zum Glück nicht. Daher bin ich da noch entspannter. Deshalb ist mein Leidensdruck das zu ändern nicht so groß. Pia Anders: Okay. nicht so hoch. dann Thema Stoffwechsel und vielleicht ja mal also Leber, Niere, Mineralien, also Eisen haben wir eben schon gemacht. Wie sinnvoll ist das? Was würdest du da messen? Dr. Lutz Graumann: Also Stoffwechsel ist ja erstmal die metabolische Gesundheit ist für mich tatsächlich die Mischung aus dem Fettsstoffwechsel und Zuckerstoffwechsel und Hb1c ist der Standardmarker für mich und auch mit einem anderen Referenzwert. Wir sagen bei gesunden Menschen unter 5,3. Also die Sportler sind meistens so bei 5,3, weil die natürlich viele fruchtzuckerhaltige Nahrungsergänzungen und Gels und Getränke nehmen. Und deshalb gibt es natürlich auch Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: auch Zuckerschwankungen, dazu führen, dass der HbNc bis hier nach oben getrieben wird. Wenn der HbNc in diesen grau Bereichen ist 5,5,5,6,5,7, dann muss man immer auch schauen, wie Sie das mit dem Stress erleben. Wir haben ganz viele Stressprädiabetiker, die machen gar nicht so viele Probleme mit den Essensreaktionen, dass sie Dummheiten machen beim Essen und Trinken, sondern der Zuckerspiegel wird hoch reguliert durch das Stresshormon Adrenalin und Cortisol. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: Und dann muss man genauso viel auf Stressreduktion setzen im Rahmen Longevity als auch auf die Kontrolle des Blutzuckerspiegels durch anderes Essen oder vielleicht sogar Medikamentosenunterstützung. Der Homer Index ist ja die Paarung nochmal von dem nüchternen Blutzucker mit dem nüchternen Insulin. Kann man alles machen. Nüchtern Blutzucker ist ein lustiges Abfallprodukt. Pia Anders: Okay, interessant. Dr. Lutz Graumann: für mich jetzt keinen großen diagnostischen Wert, weil ich einfach vor allen Dingen einfach auf die Langzeitregulation achte und wenn ich Menschen habe, die halt einfach ein bisschen dicker sind, dann mache ich halt auch diese Insulin- und Homarnummer. Pia Anders: Okay, würdest du das bei mir jetzt dann machen oder würdest du sagen, nee? Dr. Lutz Graumann: Nein, es gibt keinen Grund. das ist einfach dein HbNc-Wert ist tippitoppi, der Insulinwert ist supi. Also ich hätte nicht meinen Insulinwert bei dir gemacht. Pia Anders: Okay, das heißt, das kann ich mir jetzt, wenn ich jetzt sage, ich möchte ein Protokoll und ich muss jetzt nicht einfach unnötig Geld aus dem Fenster werfen, dann muss ich das nicht messen. Okay, sehr gut. Dr. Lutz Graumann: Nein, also würde ich, ich versuche immer im ersten Schritt ein bisschen weniger Geld auszugeben und da mache ich das, wenn du nicht einen Bauchempfang von über 102 hast als Mann oder Frau von 89 Zentimetern und mehr, dann mache ich das nicht. Pia Anders: Okay, super interessant. Perfekt. Dr. Lutz Graumann: Leberwerte sind relevant, weil da sind man doch immer mal bisschen überrascht, dass Menschen doch mehr Alkohol trinken, als sie zugeben oder irgendwelche lustigen Ergänzungen oder Medikamente off-level use, die dann die Leber doch zerstören. Man darf es jetzt nicht verrückt machen wie bei dir. Du hast jetzt mit dem dem ALT oder GPT bist du einmal drüber aus der normalen Referenz. Aber da sind ganz viele Menschen drüber. Und wenn man Leberschäden hat, ist dieser Wert zehnmal so hoch. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: Deshalb muss man nicht hektisch werden, wenn du am Rand bist und dich als suboptimal eingestuft fühlst, sondern die Leberwerte sind, wenn die wirklich die Leber einen Schaden hat, dann sehen die ganz anders aus. Pia Anders: Okay. Okay, kannst du noch mal sagen, also das wäre dann bei über 90 oder der Alte. Dr. Lutz Graumann: Also über 100 und die richtigen akuten Phasen einfach dann hast du 300. Pia Anders: Ach krass, okay. Okay, das heißt, da würde man nichts machen, aber man würde AST, ALT und GGT messen. Dr. Lutz Graumann: Gönnt ganz normal dazu. Bei mir ist sogar auch die alkalische Phosphatase noch mit dabei. Bei einem Standardroutinenlabor. sind billig. das heißt, diese Leberwerte kosten ⁓ die zwei Euro. Das ist irgendwie überhaupt nicht teuer. Dann hast du den Nierenstoffwechsel. ist das Kreatinin geht immer mehr in den Hintergrund. Da die allermeisten Menschen, die mit uns arbeiten, tatsächlich Kreatin supplementieren. Und dann ist dieser Wert nicht mehr aussagekräftig. Du scheinst kein Kreatin zu supplementieren. Pia Anders: Ja. Okay, perfekt. Also das war an meiner Schwangerschaft. Ich habe es jetzt wieder angefangen. Dr. Lutz Graumann: Dann musst du wechseln auf den anderen Wert, nämlich Zystatin C. Ich würde eher die Harnsäure bestimmen als den Harnstoff. Pia Anders: Okay. Okay. Dr. Lutz Graumann: Leute sehen die Entzündungsthematikkriegen aufgrund der Harnsäure, das einfach einen Rückstau von Eiweißmetapoliten dazu führt. Aber auch natürlich Fruchtzuckerstoffwechsel ist damit vergesellschaftet. Und wir sehen auch viele, die erhöhte Harnsäurewerte haben, nicht weil sie zu viel saufen oder Protein essen, sondern weil sie zu viel Fruchtzucker konsumieren. Pia Anders: Interessant. Also Handstoff würdest du austauschen oder sagen nicht so relevant, den könnte ich vielleicht weglassen? Okay. Dr. Lutz Graumann: Genau, die meisten sind noch so jung, dass sie keine Nierenthematik haben. Auch diese Mineralstoffe, das was so üblich dabei ist, Kalium, Kalzium, Chlorid, mache ich auch regelmäßig eigentlich nicht, das hat keine Relevanz, weil die allermeisten sind ausreichend versorgt. Pia Anders: Okay, perfekt. Mhm. Dr. Lutz Graumann: Auch Chromangan, Selen, Zink, Magnesium. Strategie ist, ganz viele Menschen nehmen sowieso Magnesium als Supplement. Brauche ich nicht messen, ich versuche mich hoch zu zertrieren auf den Sweet Spot. Selen. kann man nehmen, muss man nicht. Zink ist auch kein Dauersupplement, sondern in Phasen von Anfälligkeit. Wenn du jetzt immer sagst, du hast so bisschen Probleme mit Infektionsthematiken, dass du immer so bisschen angeschlagen bist, dann würde man einfach mal für ein paar Wochen mehr zwischen 15 bis 50 Milligramm. Pia Anders: Ja, Zink einnehmen. Dr. Lutz Graumann: Zink ausprobieren, hat es einen Mehrwert, ja oder nein? Gerade wenn ich hier so Menschen habe, die mir gegenübersitzen und röcheln, dann schmeiße ich mir auch immer mal gerne so bisschen Zink ein. Das ist bei mir auch eine der Sachen, die ich immer mal wieder, wenn ich als Stack einnehme. Pia Anders: Was ist der Grund, dass du eher so, ich sag mal, punktuell einnimmst, dann eher in Dr. Lutz Graumann: Es gibt keine Literaturquelle, sagt, dass eine dauerhafte Zick-Supplementierung irgendwie ein Vorteil ist. Falls jemand eine andere Meinung hat, kann er mir gerne eine Literaturquelle schicken. Meines Erachtens ist es kein dauerhaftes Supplement. Pia Anders: Okay. Gut, das heißt eher zu Hause haben und einen Infekt vorbeweugen, wenn ich merke, okay, mein Kind hat eine Rotznase, dann haue ich mir Zink rein und wenn die Rotznase weg ist und ich mich immer noch gut fühle, dann stoppe ich das Ganze. Okay. Und was ist der Grund, dass du die Mineralien nicht misst? Also du sagst, sie haben einfach keine Relevanz oder gibt es jemanden, wo das relevant wäre? Dr. Lutz Graumann: Nein. Ja. wieder weglassen. Das ist nur bei Menschen, wirklich Herzrhythmusstörungen haben, irgendwie wissen, dass da was ist. Oftmals ist ja so, dass Kalium, was bei dir fehlt, ist oftmals einfach nur erhöht, weil wir zu hart gestaut haben bei der Blutabnahme oder zu lange gewartet haben, bis alle Räuchen voll sind. Das ist häufig einfach ein Messfehler, Artefakt, hat null Relevanz. Pia Anders: Mhm. Interessant. Gut, das heißt, da kann man sich auch, kann ich mir mein Budget sparen, weil es geht ja darum, was messe ich wirklich regelmäßig alle sechs Monate. Genau, dann Thema Hormone, wie siehst du das? Dr. Lutz Graumann: Hormone ist vor allem wichtig, mal zu bestimmen zum Zeitpunkt, wo es mir gut geht. Und jetzt gibt es ja zig Philosophien, wann man das macht. Bei den Frauen ist ja klassischerweise im Mittezyklus. Und dann muss man also auch Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: genau rechnen, wann ist denn bei mir Mitte Zyklus, jetzt wo du noch kein Zyklus hast, es ist halt ratend, try and error und da muss man den Kontext dazu liefern und dann würde man, je älter man wird, das irgendwann schon die Wechseljahre vor der Haustür, dann muss man halt auch FSH und LH noch viel besser bewerten, weil die gehen dann irgendwann durch die Decke. weil der Körper halt keine eigene Hormonproduktion mehr hat. würde das jetzt langsam, genau das langsam jetzt die Perimenopause losgeht. Cortisol kann man machen, Einzelwert im Blut. Pia Anders: Okay, das heißt daran kann ich dann schon früh sehen. Ich gehe gerade in Penny mehr rüber. Dr. Lutz Graumann: finde ich eher Quatsch, ich so ein Tagesprofil machen mit bereicht mit dem Speichel, das aber dann halt mehrere Abholpunkte am Tag, ⁓ zu sehen, wie ist denn meine Stressreaktion am Tag. Auch vor allen Dingen, wenn ich Sexualhormone mache, auch das Sexualhormon Bindeglobulin mitmachen und bei den Männern halt das freie Testosteron und die Vorstufe DHEA noch mit dazu nehmen. Pia Anders: Mhm. Mhm. Dr. Lutz Graumann: Dann hast du die Schilddrüsenfunktion. Wieso auch? Du hast tatsächlich TSH-FT3-FT4. Und wenn die Gefahr besteht, dass ich irgendwelche Autoimmunerkrankungen habe, dann würde es halt darum gehen, diese Antikörper auch im Rahmen Hashimoto mit abzuklären. Die hast du bei dir drin. Aber deine Schilddrüsenwerte sehen nicht so aus, als ob du irgendwie in den Hashimoto kommst. Pia Anders: Okay, das heißt, das ist auch für mich nicht sinnvoll, diese Antikörper zu bestimmen. Super. Dr. Lutz Graumann: Wenn du keinen Leidensdruck hast, würde ich mir die Kohle erstmal sparen. Pia Anders: Perfekt, finde ich sehr gut. I love it. Alle Sachen, die du bis jetzt gesagt hast, sind die Trimme, mein Protokoll, das finde ich auf jeden Fall gut. Ich will natürlich relevant auf die Sachen schauen, aber man muss ja jetzt auch nicht alles messen, nur weil man es messen kann. Dr. Lutz Graumann: Dann haben wir den Vitaminstoffwechsel, da machen wir B12, Folsäure, Vitamin D. Wenn du jetzt nicht hardcore vegan bist oder vegetarisch bist, kannst du dir dann irgendwann Folsäure und Vitamin B12 sparen. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: Vitamin D brauchen wir nicht zweimal im Jahr machen. Der ideale Zeitpunkt für Vitamin D ist Oktober, November, Dezember. Dann sehen wir, wie gut war dein Sommer, wie viel warst du an der frischen Luft und wie viel hast du selber produziert. Um dann zu sehen, ab wann muss ich denn supplementieren, muss ich überhaupt supplementieren. Das machen wir einmal im Jahr. Nur im Spitzensport machen wir es. Pia Anders: Mhm. Okay, perfekt. Dr. Lutz Graumann: Dann auch nochmal zwischendrin, weil wir doch manchmal überrascht sind, obwohl die Athleten draußen sind, dass die es gar nicht so effektiv bilden, weil sie einfach ein dunklerer Hauttyp sind oder aber zu viel Sonnenmilch verwenden. Pia Anders: Okay. Das heißt, diese ganzen Vitamin A, B, 1, 2, 3, also alles nicht unbedingt relevant. Vitamin E auch nicht. Vitamin K, CoQ10 und Jod würdest du auch nicht missen. Okay, perfekt. Superspannend. Genau, dann Urinmarker. Würdest du da noch, würdest du das machen? Dr. Lutz Graumann: Vielen Ja, Urin ist natürlich für Frauen immer mal relevant. Habe ich irgendwelche stummen Harnwechsinfekte, die ich mit mir rumtrage. Dann würde man ja immer Urin, da sind ja normalerweise zehn Werte, die wir ausspucken. Ob Eiweiß drin ist, ob du rote Blutgäppchen ausschüttest, du vermehrt Harnstoff, den pH-Wert, spezifisches Gewicht und so weiter. gibt sich Sachen, die damit noch aufpoppen. Auch Video-Rubin wird damit getestet. Urin ist ein bisschen unsexy als Biomarker, ist bei den Frauen eher für die Identifikation von stummen Harnwegsinfekten relevant. Bei den Männern wird es immer weniger gemacht. Es ist dann eher so was für die Diabetiker hinten raus. Und früher haben wir es ja gemacht, ⁓ zu sehen, ob die ausreichend trinken, nämlich das spezifische Gewicht bewertet. Das würden wir jetzt eher dokumentieren über den Phasenwinkel bei der Bioimpedanzmessung. Oder aber wir haben neue Messgeräte, wo wir den Speichel analysieren. der wassertankvoll ist oder nicht. Pia Anders: Okay, sehr interessant. Wollen wir noch die Messungen fertig machen, also Körpertusammensetzung, Leistung und Erholung? Perfekt. Genau. Dr. Lutz Graumann: Also Körperzusammensetzung hatten wir schon darüber gesprochen. Körpergröße, Gewicht, das fehlt der Bauchempfang bei dir. Das würde mir eigentlich reichen, weil dann kriege ich Ways to Hide Ratio und diese einzelnen Fettmessungen sind... Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: ist es noch, das ist halt nett, aber ist ja für dich, für die Alltagstauglichkeit nicht so gut. Ich würde eher mit einer Bioimpedanz-Wage arbeiten, weil das ist einfach reproduzierbar. Und dann hast du diese motivationalen Effekte, dass wenn ich mit meinem Körper nicht unzufrieden bin, geht denn das jetzt in die richtige Richtung. Pia Anders: Die sind halt drinnen im Dexter. Ja. Ja. Ja, empfiehlst du da irgendeine Waage? Also hast du gerade ein Favorite? Dr. Lutz Graumann: die funktionieren also ehrlich gesagt beurer we think die funktionieren alle irgendwie gleich gut garmin hat alles ist also die gehen alle irgendwie haben gleich ich wenn man sich das leisten kann würde ich auf ein produkt gehen was auch griffe hat Pia Anders: Okay. Dr. Lutz Graumann: dass der ganze Körper gemessen wird. Weil ansonsten, wenn ich einen dicken Bauch habe, kriegen die Bio-Impotenzwagen das nicht mit, weil das Tor von Bein zu Bein geht und der Bauch ausgespart ist. Und daher würde ich, wenn man sich das leisten kann und will, würde ich auf eine Waage gehen, die auch die Hände mit rein nimmt. Pia Anders: Ja. Okay, cool. Ich hab tatsächlich eine zu Hause, hat jetzt keine Griffe, aber ich glaube, das wäre jetzt auch so was. Genau, einfach ⁓ die Trends zu beobachten. Und diesen Dexter-Scan, findest du das sinnvoll, dann zu sagen, alle 12 Monate, auch wenn, also meine Knochendichte ist ja gerade schlecht und das ist mein Top-Focus. Also du hast ja eben schon gesagt, was sind deine Killer, von denen du nichts weißt. Also da denke ich so, okay, das ist, glaube ich, mein schlechtester Wert, den ich habe. Demnach ist das mein absoluter Fokus gerade. Also würdest du dann trotzdem sagen, 12 Monate messen oder sollte ich das häufiger dann messen? Dr. Lutz Graumann: Ehrlich gesagt ist wahrscheinlich alle zwei Jahre. Pia Anders: Ach echt? Krass. So langsam geht das dann voran, dass man Vorschritte macht. Ja. Dr. Lutz Graumann: Ja, du machst ja jetzt was, Das heißt, ich würde mich auch nicht verrückt machen lassen. Pia Anders: Okay, gut, das ist super interessant. Also alle zwei Jahre ein Dexa und diese Körperfettsamen, das könnte man eben mit einer Bioimpedanzwaage messen, wenn man das möchte, ⁓ den Trend anzuschauen. Okay. Dr. Lutz Graumann: Dann hast du die Leistungstest, V2 Max ist total fein. Das würde man immer schauen, woher kommen diese Daten? Bist du mal schnelle Läufe gelaufen oder schnelle Kilometer geradelt, dann sind die einigermaßen aussagekräftig. Ansonsten würde man Menschen einmal im Jahr quälen und irgendwie so einen Cooper-Test laufen lassen, wo man einfach das gut umrechnen kann. Bringst du wirklich die Leistung, die deine V2 Max dir verspricht? Pia Anders: Ah ja, den hab ich auch gemacht, ja. Dr. Lutz Graumann: Grifffraft bist du jetzt ein bisschen unter den Erwartungen geblieben. Das geht ein bisschen besser, aber das ist halt einfach deiner wenigen Masse geschuldet und deinem kleinen Körpergewicht. Da gibt es auch so ein paar andere Referenzwerte, die auch die Körpergröße noch mit einfließen lassen. Damit schaue ich mal. Ja, da hat so eine Ergotherapeutin so eine Riesenliste in den Umkreis gemacht. Ich schaue mal schnell, ob ich die finde. Pia Anders: Ja. Okay, wo kann ich die finden? Dr. Lutz Graumann: Begriffkraft bei Frauen. Pia Anders: Ja, das Interessante ist, ich messe diese Griffkraft mit so einem, wie heißt dieses Ding, was muss ich genau, Dynamometer. Aber ich finde, wenn ich zum Beispiel, also ich hänge jetzt viel und hab auch das Gefühl, jetzt durch das Gewichteheben einfach, weil ich weiß nicht, dann 50 Kilo mein Deadlift mache oder sowas, da merkt man ja schon, das wird stärker. Dr. Lutz Graumann: In einem Meter. Pia Anders: Ja, so vom Gefühl her hab ich das, ich bin noch gar nicht so schlecht, aber wenn ich das mit diesem Dynamometer mache, ist es nicht so gut. Dr. Lutz Graumann: Ja, wenn ihr schaut, Griffkraft-Referenztabellen, da werdet ihr im Internet sicherlich schnell fündig werden. Es gibt eine von so einer Ergotherapeutin, die sollte man relativ zügig finden können im Netz. Da ist auch die Referenz mit Körpergröße noch mit dabei. Also Alter und Körpergröße, die ist noch bisschen differenzierter als das, was du da aufgeschlüsselt hast. Pia Anders: Okay. Perfekt. Also ja, super, dass du das nochmal sagst. Dann bin ich vielleicht gar nicht so schlecht, aber möchte mich natürlich weiterhin verbessern. Du hast ja eben schon gesagt, Vio2Max ist so einer der Main-Marker auch zum Thema Longevity. Sollte ich da, also ich bin da jetzt für die Population wahrscheinlich in einem guten Bereich und das ist natürlich auch postpartum. Das heißt, da habe ich jetzt keine Hit-Sessions tatsächlich gemacht. Also ich habe mich auf Krafttraining fokussiert in der Schwangerschaft. Dr. Lutz Graumann: Ja. Pia Anders: Die ist jetzt, würdest du den versuchen zu steigern? Dr. Lutz Graumann: Ich würde hier einfach überlegen, was will ich zukünftig tun? heißt, und Dead Hang ist so der Klassiker, und wenn ich einfach mal ein, zwei Jahre Dead Hang optimiert habe oder PharmaSwork optimiert habe, dann wird die Griffkraft auch nach oben gehen und sich so stabilisieren, dass du da gut bist. Also Punkt. Pia Anders: Ja, okay. Gut, das heißt, das mache ich mit der Griffkraft und beim Viu2Max würdest du da, also weil, ich sag mal, wenn man jetzt so Peter Atier oder so was anhört im englischsprachigen Raum, der sagt ja so, okay, du willst quasi deine Reserven aufnehmen, in den Top 1 % sein deiner Altersklasse. Ich bin jetzt aber in den Top 5. Also ⁓ jetzt wirklich auf die Top 1 % zu kommen, müsste ich natürlich wirklich spezifisch dafür trainieren. Dr. Lutz Graumann: Ich würde ganz entspannt herangehen, nämlich wenn alle versuchen in die Top 1 % reinzukommen, das heißt dann verschiebt sich ja die Referenz wieder. Also ich würde jetzt erstmal ganz entspannt sein und nicht auf einem Datenpunkt irgendwie hektisch werden. Was soll man tun? Das ist so eine der Punkte, wo ich Peter Atier widerspreche. Der sagt ja alles irgendwie so ein To-Training und einfach ich wandere mit ein bisschen Gewicht. Das ist total nett. Pia Anders: Nun hab ich... Ja. Ja, ja. Okay. Dr. Lutz Graumann: Aber bei uns ist einmal die Woche eigentlich nicht verhandelbar ein intensives Training, hochintensives Intervalltraining. Und wir wollen halt Blutdruck und Puls maximal gegen die Decke schießen, damit einfach diese Anpassungsprozesse und die elastischen Fasern in die Blutgefäße eingebaut werden. Pia Anders: Okay. Dr. Lutz Graumann: Und es reicht auf deinem Niveau, reicht einfach, wenn du es halten willst, sind es 4 mal 30 Sekunden irgendwelche schnellen Bewegungen machen, Sprinden, Radfahren, Treppe steigen, Schwimmen, was auch immer. Es muss halt einfach maximal sein und danach dem Körper immer eine Pause geben zum Regenerieren, dass einfach der Puls 30, 40 Schläge wieder runtergehen kann, bevor man den nächsten Sprint macht. Pia Anders: Also das ist ja sau wenig, 4 mal 30 Sekunden. Dr. Lutz Graumann: Das wenig. Wenn man damit Geld verdienen will, dann reicht das nicht aus. Dann gibt es so dieses klassische Protokoll Norwegian 4x4. Das macht keiner. Das heißt, wenn ich mal so schaue von allen Menschen, hier zu mir zu diesen Checkups kommen. Pia Anders: Ja. Ja, genau, das habe ich nämlich auch schon probiert und das ist sauhart und der absolute Killer. Okay. Dr. Lutz Graumann: würde ich sagen, traue ich das dreien zu im Jahr, die diese Norwegian 4x4 machen, weil das so gehirntote Triathleten sind, die einfach alles umsetzen, was man denen sagt. Die haben diese Leidensfähigkeit, dass sie das wirklich machen. Aber die allermeisten Menschen, die können das gar nicht. Also bin ich auch meilenweit von entfernt. Also alle die, irgendwie aus dem Mannschaftssport kommen, die sagen, es ist total nett, dass wir das empfehlen. Aber will ich auf keinen Fall machen. Pia Anders: Ja. Ja. Ja, das ist echt eine Erleichterung, dass du das sagst. Also ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich gesagt habe, das ist nicht, die Studien sagen ja, Norwegian 4x4, ist so the thing, das muss man machen. Okay, dann mach ich das jetzt alle zwei Wochen mal. Aber es ist immer noch extrem hart. Und ja, wenn es einfacher geht, ⁓ jetzt zu sagen, also auch wo ist mein Fokus? Weil gerade würde ich sagen, okay, ich bin ja schon in einem sehr guten Bereich. Das, was wirklich mein Problem ist, ist meine Dr. Lutz Graumann: Ja. Pia Anders: Knochendichte, deswegen fokussiere ich mich gerade hardcore auf Heavy-Strength-Training, Sachen schleppen, also Impact, ne? Dr. Lutz Graumann: Ja, Seilspringen. Meine Frauen müssen alle Seilspringen lernen. Pia Anders: Okay, okay. Das ist ja auch easy. Kann man sich für 5 Euro holen und dann jeden Tag umsetzen. Dr. Lutz Graumann: Dann hast du Intervalltraining und knochendichte Training in einem. Pia Anders: Perfekt. finde ich sehr gut. Fehlt bei diesen Markern jetzt noch irgendetwas? Ich glaube, du hattest nämlich mal gesagt, du machst so irgendwas mit Stand und Augen zu. Dr. Lutz Graumann: Vielen Wir machen einen Longevity Decathlon, wo wir versuchen, so zehn impactvolle Biomarker zu identifizieren, die sich auch vergleichen lassen mit anderen Menschen. Und das ist der Einbeinstand mit geschlossenen Augen für die Balance. Und dann gibt es noch ein Stand-to-Sit-to-Stand-Test. Schaffe ich es, mich ohne viel Hilfe und Abstützpunkte aus dem Stand dann hinzusetzen in den Schneidersitz und wieder hochzukommen? Pia Anders: Okay. Mhm. Dr. Lutz Graumann: Und das ist so ein Koordinationstest. Und dann haben wir halt Griffkraft V2 Max auch mit dabei, aber halt auch so Blutmarker wie Hb1c und HscAP. Und das ist ja ein witziges Event. auch was bei dir fehlt ist, ist die Herzratenregeneration. Da setzen wir auch drauf, nämlich bin ich in der Lage, nach einer submaximalen Belastung auch meinen Puls wieder runterzubringen. Das ist so ein Resilienzmarker. Pia Anders: Mhm. Okay. Dr. Lutz Graumann: und ein guter Wert wäre nach einer submaximalen Belastung in der ersten Minute 30 Schläge reduzieren können. Pia Anders: Okay, das heißt, den würde ich bei Erholung mit reinpacken oder bei Leistung? Dr. Lutz Graumann: Das ist eigentlich ein Leistungsmarker. Pia Anders: Okay, top, gut, den nehmen wir auf jeden Fall mit auf. Ja, und dann, das heißt, dieser einbeinige Stand und dieses, ich leg mich quasi hin, also man legt sich ja dann so dahin und dann, genau, versucht man ohne Hände aufzustehen letztendlich und sich wieder hinzusetzen. perfekt. Thema Erholung, letzter Punkt. Dr. Lutz Graumann: Deine Erholungswerte ist, das ist für jeden, sieht das anders aus. Du kannst Schlafwerte nehmen von Aura, Whoop, was auch immer. Du kannst aber auch einballende subjektive Skala machen von 0 bis 100. Wie voll würde ich oder wie zufrieden bin ich mit meinem Schlaf? Dann, was bei dir fehlt, ist die Konsistenz. Wie gut bist du da drin, gleichen Zeitpunkt ins Bett zu gehen und wieder aufzustehen? Das kriegst du aus Aura raus. Da gibt es immer diesen Seasonal Report, wo man dann sieht, wie gut war ich denn, was waren die Pia Anders: Ja. Mhm. Katastrophe natürlich gerade mit meinem Baby. Dr. Lutz Graumann: besten zu Bett gehts, Zeit für den Aufstehen. Das dauert auch noch. Der Ruhepuls eignet sich nicht als Marker, ⁓ sich zu ranken mit anderen, weil der einfach sehr stark individuell schwankt und vergleist dich nur mit dir selbst. Pia Anders: Okay. Mhm, das heißt, da würde ich einfach das rausnehmen, zu sagen, top, irgendwas, sondern das ist mein Ruhepuls und den gucke ich für mich über Zeit. Dr. Lutz Graumann: Das ist dein Urpuls, das schaust du dir an und die Frage ist ja, wir nehmen auch gar nicht diesen Puls, sondern wir nehmen den niedrigsten Puls, du als nächstes aufzeichnest, weil das ist das, wo wir dann erkennen, wenn es deinem Körper nicht gut geht, ist der verschoben. Wir nehmen den als als Plateauwert und wir würden auch immer argumentieren über Verschiebungen zu deiner Baseline. und würden damit auch die Trainingsplanung gestalten. Wenn der nach oben ist, 17 Schläge, dann würden wir jetzt kein Intervalltraining machen an dem Tag. Sondern sagen, nicht stumpf Trainingspläne abfrühstücken, sondern einfach gucken, personalisiert nachjustieren und nicht einfach unreflektiert Sachen machen. Pia Anders: Okay. Okay. Dr. Lutz Graumann: Die HRV an sich ist auch hier wieder, gab es eine schöne Studie von Whoop, analysiert hat und die gezeigt hat, dass dieser einzelne HRV-Wert gar nicht so super relevant ist, sondern auch hier die Schwankungen von der Baseline. Und die Pulswellengeschwindigkeit ist kein Erholungswert, sondern das ist ein Kardiorisikomarker für Arteriosklerose. Kannst du zu kardioraskulieren? Herz-Kreislauf-Risiken, da würde also theoretisch irgendwie Pia Anders: Ja, okay. Gut, wo würde ich den reinpacken? Das stimmt. Ja, macht eigene Kategorie auf. alles klar. Dr. Lutz Graumann: Eine Kategorie, genau, da sind eine Lipoprotein, ein kleiner A und so was. Pia Anders: Okay, perfekt. Super. Also erstmal vielen Dank, dass wir da jetzt einfach so durchgegangen sind. Ich glaube, das ist bestimmt für viele auch interessant, einfach mal so bisschen einzuordnen. Und genau, vielleicht, ich sehe jetzt, wir haben schon echt viel Zeit darauf bewertet oder verbracht und du Dr. Lutz Graumann: Ja. Ja. Pia Anders: Genau, unsere Zeit ist damit ein bisschen ausgelaufen. Vielleicht kannst du einfach zum Abschluss noch mal sagen, was machst du, was ist deine Non-negotiables, was ist dein Longevity-Protokoll? Du hast ja, wie du gesagt hast, 20 Jahre mehr Erfahrung. Ich bin jetzt am Anfang meines Projektes. Was würdest du mir raten? Was sind auf jeden Fall die Must-haves? Und kannst einfach mal sagen, was du so machst und wie deine Routine aussieht. Dr. Lutz Graumann: Also meine Routine ist nicht verhandelbar, diese sieben halbe Stunde. Bei mir sind es fast neun, weil ich oftmals nachts eine Stunde wach liege, weil irgendwie Sachen in meinem Kopf passieren und ich habe dann aber keine schlechte Laune, sondern ich weiß, dass es so ist und ich arbeite, ich lese was und das stresst mich nicht. Dann stehe ich morgens, ich werde das mit ein, ich gehe meistens ⁓ halb zehn ins Bett und ⁓ sechs Uhr dreißig. Pia Anders: Mhm. Das heißt, du planst das einfach mit ein, dass du... Okay. Dr. Lutz Graumann: Schicke ich meine Kinds in den Tag, dann stehe ich auf, hole mir noch eine Kuschel-Einheit mit irgendeinem der Kinder ab, jeder muss noch mal gedrückt oder geherzt werden, gut für die Oxytocin-Produktion. Dann stehe ich auf, mache die Kaffeemaschine an, während die warm läuft, gehe ich raus bei uns auf die Terrasse, mache ein Bewegungsritual, wie so Art Sonnengruß, der Körper muss einmal Fingerspitzen zum Boden bringen, dann muss er sich einmal ganz nach hinten strecken, damit die Hüfte einmal am Tag wenigstens gestreckt wird. Dann beuge ich mich zu jeder Seite, ⁓ die Flanken aufzudehnen. Dann gibt es noch Rotationsbewegungen und dann so die so Best of Tai Chi. Dauert keine fünf Minuten. Dann haben wir noch so ein Kinderreck im Garten stehen. Da mache ich immer noch ein paar Klimmzüge dran. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: könnte ich mehr machen. Das haben wir in der Covid-Zeit so als Family Battle gemacht. Wer kann die meisten Klimmzüge? Das wird jetzt wieder kommen, weil meine Frau einer Influencerin Ada Granada folgt und die macht mit ihrem Mann, Freund immer lustige Battles. Und jetzt wird auch bei uns im Hause Graumann wieder mehr Klimmzüge gemacht. Dann trinke ich wieder besten Wissens die erste Tasse Kaffee. Vorher trinke ich noch so meinen Grünzeugs. so eine wie Art AG1. Wir machen mittlerweile ein eigenes Produkt. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: Da ist drin Kreatin, ist Taurin drin, da ist Nr drin als NAD Vorstufe. Dann noch ein Mineralstoffe, ein Pflanzenstoffe. Ich wollte unbedingt die Montmorenzi Kirsche haben, weil da gibt es ein paar Ideen, dass das ein bisschen entzündungslindernd sein könnte. Deshalb ist es die Montmorenzi Kirsche geworden. Und das ist so mein Tagesgetränk. Pia Anders: Okay. Dr. Lutz Graumann: Dann gibt es die erste Tasse Kaffee, dann gehe ich arbeiten. In der Mittagspause versuche ich regelmäßig ein Powernap zu machen. Man kann aber auch ein Non-Sleep-Deep-Rest-Protokoll machen. ist genauso powerful. Dann geht es die zweite Tageshälfte, dann abends versuche ich noch ein bisschen Sport zu machen. Ich liebe auch Sauna. Wir haben halt hier die perfekten Möglichkeiten bei uns an der Location, dass ich auch noch bisschen Sauna mache. Ein, zwei Mal die Woche. Ein, zwei Mal die Woche, genau. Ich gehe vor dem Arbeiten regelmäßig laufen. Das heißt, ich habe Pia Anders: Wie oft machst du das? ⁓ ja. Mhm. Dr. Lutz Graumann: meistens schon diese ersten 3000 Schritte bevor ich überhaupt in die Praxis gehe. Ich versuche eine Stunde Sonnenlicht abzukriegen, ich versuche eine Stunde draußen zu sein, was gar nicht so einfach ist. Manchmal ist es auch nur eine halbe Stunde, aber damit bin ich immer noch besser als ein Großteil der Bevölkerung. Am Ende des Tages nicht verhandelbar sind 5.649 Schritte. Das kommt aus dem Buch The Joy of Movement von Kelly McGonigal. Die Zahl posiere ich auch überall raus. Das, was schwerfällt, tatsächlich, Alkohol komplett zu verzichten. Alle wissen, dass irgendwie Alkohol nicht gut ist, aber so ein kalter Schluck... Bier nach dem Arbeiten ist wirklich ein ganz hervorragendes Geschmackserlebnis. Aber ich bin guter drin, so eine Flasche Bier auf zwei oder drei Tage zu verteilen und bin deshalb nüchtern, wenn ich ins Bett gehe. Das ist also auch ein Ziel an so vielen Tagen wie möglich, nüchtern ins Bett zu gehen. Und das sieht man daran, dass der Puls schon auf einem niedrigen Niveau ist, wenn du ins Bett gehst, wenn du zu spät isst oder zu spät irgendwie alkoholische Getränke trinkst. Dann hast du noch eine Erhöhung des Ruhepulses bei dir. Pia Anders: Mhm. Dr. Lutz Graumann: Das wollen wir nicht haben und ich trinke keinen Koffein mehr nach 14 Uhr. Das sind so die digitalen Sonnenuntergangs, das einfach die Geräte in den Flugmodus stellen und wir schauen auch noch mit meiner Frau irgendwelche leichten Serien an, die auf keinen Fall irgendwelche Horror-Schocker-Krimi-Szenarien beinhalten, sondern leichte Sachen. Aktuell Pia Anders: Ja, interessant. Okay, cool. Das habe ich auch tatsächlich jetzt erst eingeführt und gemerkt, das macht so einen krassen Unterschied, du dir so eine, weiß ich nicht, selbst wenn du dir einen Tatort anguckst, das ist ja irgendwie, du bist ja trotzdem irgendwie in so einer, sage ich mal, Trance drinnen und irgendwie habe ich echt das Gefühl, mein Cortisol geht hoch. ja, also jetzt lieber so irgendwelche Seichten, was auch immer, Liebeskomödien, whatever. Ja, genau so was. Dr. Lutz Graumann: Ja. Genau. Down Abbey ist es gerade. Down Abbey, so eine Big City Doku ist einfach super. Da gibt es aber 28.000 Folgen. Da man das ganze Jahr Spaß dran und man weiß, was kommt und dann geht es Licht aus und dann schlafen wir. Pia Anders: Ja. Okay, mega. Lutz, vielen Dank, dass du dir heute Zeit genommen hast, dass du dir einmal detailliert durch dieses Protokoll durchgegangen sind. Also ich nehme auf jeden Fall sehr viel mit, ich denke interessant für jeden, sagt, hey, ich möchte auch optimieren, bin auch selbst Tester, was soll da jetzt drin sein, worauf sollte ich achten und auch ein paar ja so Optimumwerte hast du ja auch angesprochen. Also ja, fand das wirklich super aufschlussreich und auch toll. zu hören, wie du das Ganze umsetzt. Also das finde ich ja immer so inspirierend, dass man sagt, man findet etwas, was alltagstauglich ist, weil es gibt ja so viel, was man machen kann. Und dann zu sehen, wie macht jetzt jemand, der das 20 Jahre schon macht, fand ich total interessant. Gibt zum Abschluss noch eine Sache, die ich dich hätte fragen sollen, die jetzt relevant wäre. Dr. Lutz Graumann: Super! Also nicht verrückt machen lassen von irgendwelchen wearable Daten. Du bist der Chef. Wenn du dich gut fühlst, lass dir niemals einreden von der Smartwatch, dass du schlecht geschlafen hast. Vielen Dank. Bis wann. Ciao, Pia Anders: Perfekt. Okay, vielen Dank Lutz und bis bald.