Janna: Herzlich willkommen zur ersten Folge vom Schmökercast. Wer sich jetzt fragt, was das soll, was wir hier eigentlich wollen und was dieser Podcast eigentlich beabsichtigt, verzweifeln Sie nicht. Es gibt eine Folge Null, die zeitgleich mit dieser Folge erscheinen müsste. Und da gibt es eigentlich alle Informationen, was wir hier eigentlich wollen, wer wir sind, warum wir hier reden und so weiter. Also wenn jemand diese quälenden Fragen beantwortet haben möchte, erst mal Folge Null hören. Wenn jemand keinerlei Interesse daran hat, dann jetzt einfach weiterhören, denn jetzt stellen wir uns kurz vor und sagen, was wir heute machen. Ich bin Jana Krone und ich bin heute hier mit Kerstin Heberer. Hallo Kerstin! Kerstin: Hallo Jana, auch von meiner Seite herzlich willkommen zu dieser ersten Folge dieses für mich total spannenden neuen Projekts und ich bin mal sehr gespannt. Janna: Oh, es wird so aufregend. Wir reden heute auch direkt über ein sehr aufregendes Buch mit Raumfahrt, gesellschaftlichen Vorurteilen, Beziehungsstresse und so weiter. Also es geht heute direkt in die Vollen. Wir reden über Atmosphäre von Taylor Jenkins-Reed. Das ist ein Roman, der im Juni 2025 erschienen ist, wie ich eben schon sagte, geschrieben von der Autorin Taylor Jenkins-Reed, die schon relativ bekannt ist oder sogar sehr bekannt ist eigentlich. durch ihre früheren Romane, zum Beispiel Daisy Jones and the Sixth. Das ist wahrscheinlich der bekannteste Roman, der auch in Form einer Serie verarbeitet wurde. Sie hat noch weitere geschrieben wie The Seven Husbands of Evelyn Hugo und so weiter. Ich denke, Taylor Jenkins Reid ist so eine Autorin, die im Moment einfach konstant auf dem Schirm irgendwo ist, wenn ein neues Buch von ihr erscheint, kaufen die Leute es, lesen es. Und viele Leute scheinen ihre Bücher auch sehr zu schätzen. Und Ja, jetzt reden wir erst mal darüber. Schätzen wir Ihre Bücher, Kerstin. Kerstin: Das ist eine gute Frage. Ich habe jetzt nicht alle Bücher von ihr gelesen. Ich habe tatsächlich The Seven Husbands of Evelyn Hugo gelesen, als es damals rauskam. Ich mochte das durchaus sehr. Ich habe das auch in meinem früheren Leben als Buchhändlerin durchaus gerne empfohlen. Genau, mit Atmosphere habe ich mich tatsächlich ein bisschen schwerer getan, muss ich gestehen. Janna: Okay, ich habe von ihr bisher nur Daisy Jones and the Six gelesen. Mochte es damals, als ich es gelesen habe, glaube ich ganz gerne. Da geht es ja ⁓ eine Rockband in den 70er Jahren, die so entfernt an Fleetwood Mac, glaube ich, angelehnt ist. Ich bin kein großer Musikfan. Ich mag die ganze Atmosphäre drum herum eigentlich ganz gerne. Aber ich fand das Buch damals nett. Die Serie habe ich mir da nicht angeschaut, weil ich in der Phase, als es rauskam, glaube ich auch bisschen die Nase voll hatte von diesen Geschichten über sehr junge, sehr begabte, sehr hübsche junge Frauen, die aber innerlich irgendwie gebrochen sind. Da hatte ich in der Zeit so bisschen Widerstand gegen und ich denke, es war eher ein Ich-Problem als ein Problem der Serie möglicherweise. Aber bisher hat Taylor Jenkins Read eher so Bücher über sehr glamouröse Figuren geschrieben. Das ist zumindest so mein Eindruck gewesen, als ich ihre Bibliografie angeschaut habe. Da geht es immer ums Showbusiness, ⁓ Leute, die sehr begabt sind, die so ein öffentlichkeitswirksames Image haben und so weiter. Und das ist bei Atmosphere jetzt überhaupt nicht so. Da kommen wir eher so in den Nerdbereich, denke ich, des Glamors. Kerstin, erzähl doch mal, worum es in dem Buch überhaupt geht. Als Buchhändlerin hast du die herausragende Fähigkeit, Bücher einfach knapp zusammenzufassen, was ich überhaupt nicht kann. Ich komme dann immer ins Labern. Also Kerstin, bitte. Fass mal zusammen. Kerstin: Geheimnis aus dem Buchhandel. Das wird immer besser, wenn man es je öfter man es macht, weil einfach natürlich durch die Wiederholung lernt man selber. Atmosphere ist die Geschichte von Joan Goodwin, einer Astrophysikerin, die in den frühen 80er Jahren als eine der ersten Frauen am Space Shuttle Programm der NASA teilnimmt. Der Leser trifft Joan eigentlich als schon fertige Astronautin, als sie als Teil der Bodencrew quasi im Kontrollzentrum eine Space Shuttle Mission teilnimmt, bei der es zu einer Explosion kommt. Das ist wirklich der Einstieg in die Geschichte, diese Explosion am Space Shuttle, die sofort Fragen aufwirft, was ist da passiert? Gibt es Verletzte? Gibt es irgendwie Tote? Ist das Schiff beschädigt? Kriegen wir die irgendwie wieder auf die Erde zurück? Das sind so die Fragen, die dann im Laufe dieser Rahmenhandlung versucht werden zu beantworten. Und dann bekommt man als Leser im Rückblicken die Geschichte von Joan erzählt. Wer sie eigentlich ist, wo sie herkommt, wer ihre Familie ist und wie sie die Entscheidung getroffen hat, Astronautin zu werden und im Zuge dieses Space Shuttle Programms ausgebildet wurde. Das ist im Kern die Geschichte dieses Buches. Janna: Genau, danke schön. Ich sag mal kurz was zum Thema Spoiler. Das wäre vielleicht an dieser Stelle noch ganz gut. Ja, also wir werden die Prämisse spoilern, so wie Kerstin es eben schon gemacht hat. Wir werden gleich über einzelne Themen, einzelne Figuren und so weiter reden. Wir werden wahrscheinlich auch anreißen, was so für Entwicklungslinien sich abzeichnen im Laufe der Geschichte. Aber wir werden nicht das Ende spoilern. Wir werden nicht spoilern, wie irgendwas ausgeht. Wir werden nicht die größeren Konfliktthemen im späteren Verlauf des Textes spoilern. Das heißt, und jede, die jetzt hier zuhört, kann das Buch immer noch durchaus gewinnbringend lesen und wird jetzt hier nicht irgendwie alles wichtige verraten bekommen. Andererseits, wir müssen natürlich ein bisschen über Prämissen und über Details Redenden, ansonsten macht es eigentlich überhaupt keinen Sinn, dass wir hier sitzen. Dann könnten wir jetzt auch einfach Daumen hoch, Daumen runter sagen und das wär's dann. Also wenn jemand vollkommen ungespoilert sein will dieser Podcast, ist es nicht. Aber wir werden auch nichts verderben, dass man das Buch nicht mehr mit Freude und mit Spannung lesen könnte. Ich glaube, das ist so unser Vorgehen. Kerstin: oder Vorsatz Janna: Ja, falls wir jetzt doch unabsichtlich irgendwie große Spoiler raushauen, werden wir das als Warnung irgendwie in die Show Notes schreiben. Aber ich denke, das werden wir nicht machen. Wir sind Profis. Ja, das ist immerhin schon unsere zweite Aufzeichnung. ⁓ okay, stimmt, die, wir versaut haben. Ja. Okay, wollen wir vielleicht so thematisch einfach erst mal mit dem Kapitel Raumfahrt anfangen? Weil das Buch heißt Atmosphäre. Kerstin: Cool. Dritte Aufzeichnung. Voll die Profis. Janna: Das fängt in einem Kontrollraum und in einem Space Shuttle an. Vielleicht sollten wir mal kurz über den Schauplatz NASA Raumfahrt, Astronauten und so weiter reden. Oder? Joa. Kerstin: Okay, dann rede mal. Ich bin mich gerade so bisschen thematisch da nicht drauf vorbereitet, aber dann... Nee, alles, alles gut. Ich höre dir auch gerne zu. Vielleicht finde ich ja einen Anschluss, wenn du anfängst, darüber zu reden. Alles, alles gut. Ich hätte jetzt so bisschen so einen grundsätzlichen Leseeindruck gegeben, aber das ist... Janna: ⁓ Worüber wolltest du als erstes noch mal reden? Sorry. ⁓ stimmt, den habe ich total übersprungen. Wie gesagt, wir sind Profis. Das zeigt sich daran, dass wir hier gerade eine Kehrt-Wendung machen und den Tanker einfach nochmal ⁓ 90 Grad wenden, bevor wir zum Thema Raumfahrt kommen. Kerstin, was war dein Leseeindruck? Kerstin: Lese eins, wichtig, immer der erste Punkt der generelle Leseeindruck. Es ist tatsächlich so, das ist ein Buch, dem ich unglaublich froh bin, dass ich das Vorwort gelesen habe. Normalerweise lese ich keine Vorworte, weil die oft viel zu sehr was vom Plot spoilern und weil es mich ganz ehrlich auch selten interessiert, was so die Motivation des Autors war. Ich will die Geschichte lesen. In dem Fall habe ich das Vorwort gelesen und da sagt Taylor Jenkins-Weeds grundsätzlich, sie erzählt, wie sie auf die Idee kam. dieses Buch zu schreiben und sie erzählt, wie sie mit ihrer Tochter Sternbilder geguckt hat und dann fällt so sinngemäß der Satz, ich habe nach einem Setting für meinen neuen Liebesroman gesucht. Das war der Punkt, wo ich mir dachte, ⁓ okay, das ist ein Liebesroman, das ist jetzt kein Roman über Frauen in der Wissenschaft, das ist kein Roman über die großen Konflikte einer Frau in einem Männerdomain, das ist ein Liebesroman und als solcher liest er sich auch gut lesen. Ich glaube, hätte ich diese Info nicht gehabt. Hätte ich das Buch anders gelesen und wäre sehr, enttäuscht gewesen. Spannenderweise habe ich mittlerweile festgestellt, ich habe es auf Deutsch gelesen. Im Englischen heißt es ja Atmosphere Love Story. Zu diesem Deutschen einfach nicht. Im Deutschen heißt es einfach Atmosphere Roman. Genau, als Liebesroman oder das klingt ja auch gleich immer so abwertend, wenn man sagt als Liebesroman. Also als das, das Buch sein will, hat es für mich funktioniert. Ich finde es sprachlich total eingängig. Ich habe das, glaube ich, an zwei Nachmittagen runtergelesen. Taylor Jenkins Reid kann eine Geschichte erzählen, die kann irgendwie von einem Schauplatz zum anderen wechseln, ohne dass man irgendwie da jetzt groß verwirrt zurück bleibt. Geschichte hat es funktioniert. Ich blieb so ein bisschen ratlos am Ende zurück, muss ich gestehen, aber da kommen wir bestimmt Janna: Ja, das Vorwort habe ich auch gelesen und mich dann schon darauf eingestellt, dass es möglicherweise kein wirkliches Buch für mich wird. Ich bin kein großer Freund von Liebesromanen. Das ist normalerweise kein Thema, was mich groß interessieren würde, weil ich finde, dass es so viele andere, so viele spannende Geschichten gibt, die man erzählen könnte. Ich meine, wenn man Space Shuttles hat oder theoretisch Drachen, also jetzt nicht hier, aber in jedem Buch könnten Drachen vorkommen, Morde und so weiter, dann denke ich mir immer, ja, so eine... So eine Liebesgeschichte zwischen zwei Personen kann in jedem anderen Setting ja auch vorkommen, aber Geschichten, die sich nur darauf konzentrieren, interessieren mich normalerweise weniger. Ich habe das Buch mit Freude gelesen, also es wies sich gut lesen. Ich saß jetzt nie so da und dachte, ⁓ je, jetzt muss ich noch weiter Atmosphäre lesen oder so was. Also ich hatte viel Freude damit. Ich fand das Setting interessant. Ich fand die Liebesgeschichte interessant erzählt, vor allem deswegen, weil es ja auch eine lesbische Liebesgeschichte in einer Zeit ist, in der das einfach gesellschaftlich noch weniger akzeptiert ist als heute und wo einfach den beiden Figuren gigantische Steine in den Weg gelegt werden, wo man aus heutiger Sicht nur denkt, wieso war das so, warum musste das so sein, wie gemein ist das und so weiter. Das fand ich sehr schön, auch weil es nie in so einem Misery-Porn Abgrund gestürzt ist. Also es war jetzt nie so, dass ich das Gefühl hatte, dass ich hier gerade manipuliert werden soll, ⁓ in Mitleid zu versinken, wie schwer diese Figuren es haben und so weiter. Andererseits muss ich sagen, das Buch mich emotional ein bisschen kalt gelassen hat. Ich bin jetzt nicht so der hyper emotionale Leser. Es kommt selten vor, dass ich bei einem Buch große Gefühle habe und irgendwie weine oder sehr betroffen bin oder ähnliches. Und Kerstin: Mhm. Janna: Dieses Buch war für mich auf einer intellektuellen Ebene gut lesbar. Ich muss aber sagen, ich habe es nicht so gefühlt, was da so passierte. Es gab einzelne Stellen, die mich ärgerlich gemacht haben, die mich wütend gemacht haben über die Art und Weise, wie Figuren sich im Buch verhalten haben. Es kam aber selten vor, dass ich da jetzt unglaublich mitgenommen oder emotional berührt gewesen wäre, was diese Liebesgeschichte angeht. Es mag vielleicht auch daran liegen, dass sich die beiden Figuren, Joan und Vanessa, nicht so besonders überzeugend in ihrer Charakterzeichnung fand. Das führt natürlich dazu, dass man vielleicht da emotional weniger mitgeht. Ansonsten, wie gesagt, ich fand man kann es gut lesen. Über die Details, wie Einzelnes behandelt wird, reden wir ja gleich noch. Dann wird vielleicht auch noch deutlicher, wo da vielleicht die Schwierigkeiten sind oder die Chancen oder für wen das vielleicht mehr ist. Ja. Willst du noch was ergänzen? du geweint beim Lesen oder warst du sehr mitgenommen? Kerstin: Hmhm. Nee, nee und ich finde du hast das sehr gut beschrieben, warum, weil auch an mich diese Figuren nicht rangegangen sind. hab noch, können wir vielleicht später drüber reden, wenn wir über Joan reden, was wir bestimmt machen werden, hab dann auch irgendwann rausgefunden, warum mich Joan als Figur so relativ kalt lässt. Aber mir ging es tatsächlich ähnlich. Das war auf emotionaler Ebene ganz weit weg von mir, dieses Buch. Janna: Genau, dann soll ich den Tanker jetzt wieder in Richtung Weltraum drehen oder haben wir noch was zu ergänzen? Kerstin: Reh den Tanker in Richtung Weltraum und sag, was du zum Thema Weltraum sagen willst. Ich häng mich einfach mal dran. Genau. Janna: Okay, ja endlich. So, dann können wir jetzt mal über die Space Shuttle und über den NASA als Schauplatz und darüber, wie das Buch eigentlich mit dem Thema Astronautinnen und Raumfahrt und so umgeht, reden. Ich habe so eine kleine Pet Theory über Raumfahrtgeschichten. Ich denke nämlich, dass es bei Raumfahrtgeschichten oder bei Science Fiction mit Erdbezug und Weltraumfahrtbezug so drei Hebel gibt, an denen man arbeiten kann oder drei Stellschrauben, die man so verstellen kann. Da gibt es nämlich einmal den Abenteueraspekt. Wie hoch drehen wir den Teil des Raumfahrt als Abenteuer? Den Teil mit Technik. Wie viele technische Details erwähnen wir eigentlich? Wie viel gehen wir ins Detail über irgendwelche Aufbauten von Space Shuttles, über die Menge an Treibstoff, die man braucht, die physikalischen Schwierigkeiten und so weiter? Und dann gibt es den dritten Aspekt, die dritte Schraube, und das sind die Emotionen. So wie viel reden wir darüber, wie sich die Leute dabei fühlen, in so einem Space Shuttle in den Weltraum geschossen zu werden? Wie geht es einem, wenn man die Erde aus dem Weltraum betrachtet und so weiter? Und jedes Buch, was über dieses Thema schreibt, wird irgendeine dieser Schraube höher drehen als andere. Manche sind mehr Abenteuer, manche sind mehr Technik, manche sind mehr Emotionen. Und Taylor Jenkins Reid dreht das Emotionsrad halt sehr hoch und das Technik- und leider auch das Abenteuerrad relativ weit runter, muss ich sagen. Wie siehst du das? Kerstin: finde es vor allem jetzt mal auf einer Metaebene total spannend, dass ich jetzt mal sehe, wie du an sowas rangehst. Und ich glaube, man merkt hier gerade so ein bisschen auch die Art, wie ein Lehrer ein Buch liest und über ein Buch spricht. Weil so habe ich mir die Gedanken gar nicht darüber gemacht. Aber es stimmt. was sie... Man merkt, dass sie sich mit dem Thema beschäftigt hat. Dummerweise, und das haben viele Autoren, glaube ich, wenn sie sich mit einem Thema für ein Buch beschäftigen, ist... Janna: Mhm. Hm? Kerstin: dass sie dann auch das Bedürfnis haben, alles was sie gelernt haben, irgendwo loszuwerden. also sie macht schon solche Infodumps immer mal wieder, wo es gerade relevant ist. Sie arbeitet das aber nicht in die Story ein. Das ist so ein bisschen das Problem. Dann hat man halt immer mal wieder Szenen, wo eine Figur zwei, drei, vier Seiten lang irgendwelche technischen Details ist oder wo irgendwelche Trainingsmissionen im Zuge der Astronautenausbildung sehr detailliert beschrieben werden, die aber für den Plot und für die Figuren gerade nichts zuluhen. Janna: Mmh. Kerstin: beitragen, wo man merkt, das hat sie in Erfahrung gebracht, das findet sie eine wichtige Info und das möchte sie jetzt einfach loswerden. Also das ist so bisschen, da hat mir die Balance gefehlt, dieses Info-Anteil in die Geschichte einzubauen, weil das auch nochmal so eine Kunst ist, finde ich. Janna: Ja, ich bin ja immer ganz froh, wenn man zusätzliche Informationen bekommt, weil ich schockierend wenig Ahnung von Raumschiffen und Raumfahrt habe. Ich bin immer ganz fasziniert, wenn Leute, die sich mehr damit beschäftigen, plötzlich Fachbegriffe kennen, von denen ich noch nie gehört habe, obwohl sie selber ja auch noch nie in den Weltraum geflogen sind. Also ich bin immer ganz froh, wenn mir Dinge erklärt werden. Aber hier habe ich mich teilweise gefragt... Ist es eigentlich notwendig, dass dieser Roman bei der NASA spielt? Dass diese Figuren Raumfahrt machen? Man braucht es natürlich für diesen Ausgangskonflikt, den du beschrieben hast, dass es ⁓ Lebensgefahr im Weltraum geht, weil ein Unfall passiert ist. Aber ich dachte teilweise, es könnte auch irgendwie auf einem Kriegsschiff spielen oder ... in der normalen Luftfahrt oder in irgendeiner anderen Situation. Also Vanessa könnte theoretisch auch in einem U-Boot sitzen und da ein Problem haben. Dieser Aspekt des Weltraums spielt für mich eine zu untergeordnete Rolle. Kerstin: Ja, vielleicht sollten wir irgendwie den Bogen mal schlagen und über Joan reden, weil gerade so dieser Aspekt des Weltraums ist, glaube ich, relevant für Joan als Figur, weil sie ja auch immer mal wieder diese philosophisch-religiöse Sinnsuche da reinstreut. Ich glaube, den hast du weniger, wenn du jetzt irgendwie zur See fährst, als wenn du ins Weltall fährst und nach Gott suchst. Insofern war das vielleicht mit einer Motivation. Und jetzt ist natürlich das Space Shuttle Programm gerade Janna: Mmh. Kerstin: in den 80er Jahren ist so eine dieser Männerdomänen gewesen, wo Frauen ganz ganz offen da reingebrochen sind und auch ganz vielen Sexismus erfahren haben. Deshalb ist es, glaube ich, guter Aufhänger für so eine Geschichte. Sie erzählt mir diese Geschichte halt nicht wirklich, weil der Sexismus und die Misogynie, da drin vorkommt, halt auch allem anderen untergeordnet sind. Also einfach alles ist dieser Liebesgeschichte untergeordnet und verblasst deshalb so ein bisschen. Janna: Ja, das war auch mein Eindruck. Also ich glaube nicht, dass Taylor Jenkins Read sich wirklich dafür interessiert, Geschichte über Raumfahrt zu erzählen. Und ja, also ich fand es ein bisschen schade, weil ich das Gefühl habe, gerade in den letzten Jahren ganz viel auch über dieses Thema an Romanen geschrieben wurde oder wir auch Serien wie For All Mankind und so was haben. Und sie greift da teilweise halt auf diese Tropes zurück, die mittlerweile so bekannt sind. Also gerade das erste Kapitel, wenn Joan diesen Kontrollraum der NASA betritt und das beschrieben wird, das kennen wir alle. Das hat jeder von uns Lesern schon hundertmal gesehen, wie dieser Kontrollraum bei der NASA aussieht, wie die Leute an ihren kleinen Terminals sitzen, wie immer jemand weiter im Mittelpunkt steht, wie der Chef der Mission dazwischen rumläuft und immer mal aufsteht und was sagt und so. Und dieser riesige Monitor. Also das sind alles so Trobes, die uns so vertraut sind und die dann auch nicht groß weiter ausgeführt werden, weil halt auch darauf vertraut wird, dass wir sie kennen. Und in diesem Setting bewegt sich Joan dann als Figur. Und ich hab den Eindruck, dass auch bei Joan einfach von uns verlangt wird, dass wir selber viel ergänzen, wie sie als Figur eigentlich ist, anstatt dass uns das im Detail nahe gebracht wird. Kerstin: Joan lässt ja total viel Interpretationsspielraum, weil Joan hat wie ganz viel in diesem Roman, und das ist echt mein größter Kritikpunkt, sie hat keine Ecken und Kanten. Also Joan ist so eine Leinwand, ist, und sie ist so eine tolle Leinwand, also sie ist Astrophysikerin, sie ist Astronautin, auch wenn sie sehr naiv an die ganze Sache rangeht. Sie ist eine unglaublich gute Künstlerin, sie kann wunderbar zeichnen, sie ist Janna: Mmh. Mmh. Kerstin: Pianistin. Also es gibt diesen einen Satz im Buch, wo sie irgendwie sagt, dass sie irgendwann entschieden hat, keine Konzertpianistin zu werden. Also Joan ist niemand, genau, ja, also Joan ist niemand, die irgendwas mittelmäßig macht. Joan ist eine wunderbare Mutterfigur für ihre Nichte. Also alles, was Joan macht, macht sie toll. Sie ist im Gegenzug am Anfang der Geschichte dafür aber auch unglaublich rein. Janna: Das habe ich auch entschieden, doch bevor ich angefangen habe Klavier zu lernen, denn ich habe nie Klavier gelernt, aber... Kerstin: Also sie ist Jungfrau, ist eigentlich ungeküsst, das eine Mal, das zählt nicht wirklich. Sie hat noch nie Alkohol getrunken. Sie ist so ein unbeschriebenes Blatt, mit dem man ganz viel machen kann. Also jeder Leser kann da reinfügen, wenn er möchte. irgendwie, habe halt verzweifelt die Ecken gesucht tatsächlich. Janna: Ja, und auch ihre Laufbahn, warum sie so Astrophysikerin werden wollte, ist so sehr klischeehaft, so weil sie als Kind von Sternbildern fasziniert war. Ja. Kerstin: Ich habe, das muss ich an der Stelle mal sagen, eine Sache, ich eigentlich nicht mache. Aber ich habe so in Vorbereitung auf diesen Podcast, und weil ich so das Gefühl habe, ich kriege mein Problem mit Joan nicht so wirklich gefasst, habe ich mal angefangen, Goodreads Rezension zu dem Buch zu lesen. Ich war auch überrascht, dass ganz, ganz viele Rezensionen so völlig anders von meinem Leseempfinden waren. Und ich bin dann irgendwann über den Review einer Frau gestoßen, die von sich selber behauptet Astrophysikerin zu sein. Jetzt ist es das Internet. Wir wissen nicht, ob die Leute die Wahrheit sagen. Es kann auch ein 80-jähriger Mechaniker im Ruhestand aus Ohio sein. Man weiß es nicht. Die aber auf jeden Fall gesagt hat, also das erste, was man bei der Bewerbung für den Uni-Studienplatz für Astrophysik gesagt kriegt, ist in deinem Essay schreibt bitte nicht, dass deine Faszination für die Sterne dadurch kam, dass du als Kind im Garten gelegen hast und Sternbilder geguckt hast, weil das macht jeder. Die aber, und das fand ich wirklich für meinen Blick auf Joan gut, hat, man merkt, dass Taylor Jenkins-Reed am Anfang nicht wirklich Ahnung von der Thematik hatte, was völlig okay ist, dass sie sich Hilfe geholt hat, dass sie sich von irgendwelchen Fachleuten die Sachen erklären hat lassen und dass sie dann gemerkt hat, wie spannend und faszinierend das ist. Was ja oft so ist, wenn man irgendwie eine neue Thematik aufgearbeitet bekommt, es macht Klick im Kopf und man merkt auf einmal, ⁓ deshalb finden Leute das so super. Das Problem ist, dass sie das dann auf Joan als Figur übertragen hat und dass Joan so eine Naivität und kindliche Begeisterung für ihr Feld in den Tag trägt, die überhaupt nicht zu dieser etablierten Wissenschaftlerin und Astronautin passen. Das war wirklich so ein Widerspruch, mit dem ich in der Figur nicht klarkam. Sie fühlt sich an keiner Stelle irgendwie wie so ein Profi an, wie jemand, selbstsicher ist und sagt, ich kann das. Janna: Ja. Kerstin: Ich habe ein Recht hier zu sein, auch wenn ich irgendwelche Widersprüche höre, weil ich eine Frau bin. Ich bin einfach gut in dem, was ich tue. Sie war so, das ist alles so spannend. Das hat mich sehr gestört. Janna: Ja, sie wird ja im ersten Kapitel schon als Nerd eingeführt. Da gibt es so einen kleinen Exkurs, dass Raumfahrtmissionen was für Nerds sind und nicht für Cowboys. Was ich so als Aussage schon mal ganz gut fand, weil es ist ja ein hochtechnisches Unterfangen, aber sie soll damit quasi so dargestellt werden, als jemand, der für diese wissenschaftliche Seite der Raumfahrt lebt. Und das habe ich in der Figur selten gesehen, weil ich bin da vielleicht naiv, aber ich gehe davon aus, wenn jemand zu den Besten der Besten gehört in seinem Feld. Denn es gibt so wenig Plätze in der Raumfahrt, werden wahrscheinlich nur die Leute hochgeschickt, die extrem gut sind in dem, sie machen. Oder es ist Katy Perry, wenn halt Raumfahrt leider mittlerweile privatisiert wird. Aber ich gehe jetzt mal wohlwollend davon aus, dass man einfach fachlich sehr gut sein muss, ⁓ diese Plätze zu bekommen. Aber wir sehen selten, wie sie dafür arbeitet. Sie verbringt auch ihre Zeit zu Hause, zu malen und Klavier zu spielen und so weiter. Was ja auch schön ist, wenn man eine Work-Life-Balance haben will. Aber für mich wurde das eher von der wissenschaftlich-arbeitsmäßigen Seite so auf dem Level, ja, sie ist halt im Physikleistungskurs hingestellt. Ich hatte jetzt nie das Gefühl, dass sie da wirklich bahnbrechend forscht oder arbeitet oder in dieser Materie dermaßen aufgeht und sich das dann auch in ihrem Lebenswandel und in ihrer Arbeit niederschlägt. Weil sie auch so viel Zeit, wie gesagt, mit anderen Dingen verbringt. Mit ihrer Nichte, mit ihrer Schwester, mit ihrer Freundin, mit ihren Hobbys und so weiter. Und ich kenne niemanden, der in seinem Bereich extrem gut ist, der so unglaublich viele andere Dinge noch nebenher machen kann. Und das fand ich sehr unüberzeugend. Es macht für einen Roman Sinn, weil es natürlich sehr langweilig ist, wenn es immer nur heißt, dass die Person abends über ihren Physikbüchern sitzt oder über ihren Astrophysikbüchern. Aber extremes Nördtum, extreme fachwissenschaftliche Kompetenz ist halt oft auch langweilig. Kerstin: Das überträgt sich ja auch so ein bisschen auf die NASA. Also die NASA schickt ja auch Leute nicht im Space Shuttle Programm ins All, einfach weil sie es können. Also natürlich schon, aber das sind ja Forschungsmissionen. Also das hat ja dann immer einen Grund. Es gibt Experimente und Fragestellungen und Zielsetzungen und die Leute, die werden ja auch gezielt ausgesucht, weil sie einen bestimmten, einen bestimmten Themenschwerpunkt haben und in bestimmten Bereichen gezielt forschen. Und da kann man ja meiner Meinung nach relativ einfach. Janna: Mhm. Kerstin: was draus machen und einfach jemandem ein Spezialgebiet geben, das für die nächste Mission relevant ist und da Infos einstreuen. Aber das passiert nicht. Also alles, was sie macht, das stimme ich dir schon zu, ist sehr unspezifisch. Sie ist halt Astrophysiker. Janna: Ja, es ist eine Figur, sich viel dadurch auszeichnet, was sie angeblich ist, aber wenig durch das, was sie tut. Ja, also es findet einfach wenig Arbeit statt an dem, was sie eigentlich sein soll. dazu kommt dann halt, wir können ja mal ein bisschen über ihre Beziehung zu anderen Figuren reden, ich muss unbedingt über ihre Schwester und über ihre Nichte reden. Dazu kommt, ich glaube, das hat mich an Joan auch ein bisschen abgeschreckt oder hat dazu geführt, dass ich mich mit dieser Figur weniger emotional verbinden konnte, war einfach, ich nenne es mal, extreme Waschlappigkeit. zur Erklärung, Joan hat eine jüngere Schwester, Barbara. Und Barbas größtes Talent ist es offensichtlich, sich selbst in dumme Situationen zu begeben und dann von anderen Leuten zu erwarten, dass sie ihr da raushelfen und sie auch durchaus mit Stress, Manipulationen endlosen Rumgemecker und Vorwürfen dazu zu bringen, ihr zu helfen. Barbara hat eine Tochter, sie ist alleinerziehend und arbeitet als Sekretärin. Joan war eigentlich schon immer, seitdem diese Nichte geboren wurde, so eine Erziehmutter oder sehr involviert als Tante. Barbara ist einfach selber nicht groß in der Lage, sich ⁓ dieses Kind im Detail zu kümmern und auch selber wenig Interesse daran zeigt, das zu machen. Ich fand diese Beziehung so unglaublich missbräuchlich und gemein, weil Barbara wirklich manipulativ und fies mit Joan umgeht. Was ja legitim ist, das in einem Roman zu zeigen. Solche Figuren gibt's ja und so weiter. Aber ich fand, Barbara wurde dadurch fast schon cartoonisch böse an manchen Stellen und Joan ist einfach zu sehr darauf eingegangen. Und dann wurde dieses Kind noch so unglaublich freundlich und Engelsgleich dargestellt. dass man automatisch denkt, was ist Barbara für eine Rabenbutter? Wie kann sie dieses süße liebe Kind, was aus einem kitschigen Kinderroman des 19. Jahrhunderts entkommen sein könnte, so gemein behandeln und nicht wertschätzen, was für ein Goldkind sie da hat? Und gut, dass die Joan sich so drum kümmert, aber warum widerspricht sie eigentlich nie ihrer gräßlichen Schwester? Zur Illustration ganz kurz, wie sich das äußert, lese ich mal kurz ein Zitat vor. Da geht es nämlich darum, dass Das ist auf Seite 30, also relativ früh. Da geht es darum, dass Joan jetzt ihre Stelle bei der NASA bekommen hat und Barbara erzählt, dass sie jetzt umziehen wird, um näher an der Arbeit mit dem Space Shuttle und dem Raumfahrtprogramm zu sein. Und ich habe es auf Englisch gelesen, deswegen lese ich jetzt auf Englisch vor mit meinem schlimmen deutschen Akzent. Achtung! Ich saß so und dachte, wenn irgendjemand erzählt, dass er einen Job bei der NASA bekommen hat. Die erste Reaktion ist, am Wochenende musst du auf mein Kind aufpassen, denn ich habe kein Geld für einen Babysitter und offensichtlich will ich ja abends dann am Wochenende andere Sachen machen oder muss anderes Zeug erledigen. Wieso lässt Joan das mit sich machen? Sie gibt noch nicht mal gelegentlich ein Widerwort und sagt, jetzt mal halblang, sei mal dankbar, was ich hier mache und so. Das passiert nie. Und ich fand das so unüberzeugend und nervtötend. Kerstin: Ich werfe mal als These in den Raum, dass es daran liegt, dass Taylor Jenkins Reid sich sonst für was hätte entscheiden müssen. Das ist so mein großes Problem, dass sie sich in ganz vielen Aspekten dieses Romans nicht entscheidet für irgendwas. Deshalb hat sie auch Barbara so als den wie du schon sagst eigentlich dieses Cartoon-Bösewicht. Die... Ich hätte total gut damit leben können, wenn Joan eine Schwester hat, die aus irgendeinem Grund überfordert ist mit ihrer Tochter oder die... Janna: Mhm. Mmh. Kerstin: die die Tochter eigentlich gar nicht wollte, die eine Depression hat. Also gibt mir irgendeinen Grund. Aber Barbara ist einfach manipulativ. Aus Spaß an der Freud und weil sie irgendwie mit ihrem Leben unzufrieden ist. Das hat sie drinnen, ⁓ irgendwie ein Konfliktpotenzial im Roman zu haben. Das arbeitet sie aber nicht wirklich aus. Also das wird so angerissen, wie ganz vieles in diesem Buch angerissen wird. Was dann dazu führt, dass man von ganz vielen Sachen ein bisschen was drinnen hat, aber eigentlich Kein wirklichen Konflikt, keinen wirklichen Antagonisten, sondern nur nette Menschen und weniger nette Menschen. Barbara ist da, finde ich, ganz exemplarisch dafür. Mit der Figur hätte man total viel machen können. Dann hätte man vielleicht aber auch andere Sachen rausnehmen können, weil man kann nicht alles in einem Buch haben. Du kannst kein Buch über Sexismus und Frauen in der Wissenschaft und das Space-Programm und lesbische Beziehungen in den 80ern und schlimme Familienbeziehungen schreiben. Also dann bist du irgendwie wahrscheinlich bei Janna: Mmh. Kerstin: Tausend Seiten oder so, dann entscheid dich für einen Konflikt, aber mach was draus. Janna: Ja, ich finde es ja eigentlich ganz schön, das ist wiederum die Stärke an dem Buch, finde ich. Ich finde es ja gut, wenn Liebesgeschichten in so einem sozialen Kontext eingeblendet werden. Das ist oft ein Problem, was ich mit Liebesromanen habe, dass dann halt nur diese Zweierbeziehung im Zentrum steht, dass halt alles andere dahinter zurückstecken muss, dass diese unglaublich große Liebe zwischen zwei Personen dass dem ein Stellenwert zugebilligt wird, der eigentlich für Außenstehende gar nicht so nachvollziehbar ist. Und ich finde es schön, dass in diesem Buch natürlich versucht wird, die Beziehung zwischen Joan und Vanessa in einen sozialen Kontext einzubetten. Also dass Joan soziale Verpflichtungen hat, denen sie nachkommen muss. Dass sie nicht einfach sagen kann, okay, ich lasse jetzt alle stehen und liegen und brenne mit meiner Freundin durch oder so. Sondern dass natürlich immer eine Beziehung, auch eine Abwägung zwischen dem, wie egoistisch bin ich, meine persönliche Liebe hier umzusetzen und wie sehr räume ich auch anderen Leuten und anderen Verpflichtungen da noch Raum ein. Das ist eigentlich eine schöne Sache zu versuchen, in einem Roman in sozialem Kontext einzubetten. Aber wie du schon sagtest, hätten Figuren wie Barbara und so weiter eigentlich auch mehr nuanciert dargestellt werden müssen. So ist sie einfach lächerlich böse und Joan wirkt dadurch lächerlich hilflos. Kerstin: Ja, und das Spannende ist, dass sie ja mit dem einen großen, quasi eingebauten Konflikt dieser Beziehung, mit dem sie was hätte machen können, nämlich dass es eine Beziehung zwischen zwei Frauen ist, einer Regierungsorganisation in den 80er Jahren, ist irgendwie Reagan America, das ist jetzt nicht irgendwie das Progressivste gewesen, damit macht sie ja gar nichts. Also ich fand es auch sehr, spannend. Ich glaube, das ganze Buch über, zumindest in der deutschen Ausgabe, kommt das Wort lesbisch nicht vor. Janna: Mmh. Mhm. Nee, ich glaub nicht. Kerstin: was ich irgendwie sehr, sehr spannend fand, weil ich zumindest erwartet hatte, und das klingt jetzt auch furchtbar, das vielleicht mal so im negativen Kontext zu hören. Weil es gibt ja schon Situationen im Buch, wo Figuren ahnen oder wo du als Leser denkst, ⁓ da weiß jemand was, und auch nicht alle Figuren sind dem Ganzen so positiv gesonnen. Aber selbst da wird ja auch nichts wirklich draus gemacht richtig. Also das fand ich total überraschend, weil da hätte ich eigentlich so den Kernkonflikt des Buches erwartet, dass ihnen da riesige Steine in den Weg gelegt werden und sie sich vielleicht irgendwann entscheiden müssen zwischen Karriere und Liebe. Also das wäre ja so der Gedanke, man bei so was als erstes hat. Janna: Ja. Ich kann mir vorstellen, dass es vielleicht auch mit Absicht ist, weil es ja schon relativ viele Romane gibt, die genau diese Diskriminierungserfahrungen und diese extreme Gewalt der Homosexuelle ja ausgesetzt waren und teilweise auch immer noch sind, wo die thematisiert werden sollen. Und vielleicht war auch der Ansatz, okay, wir schreiben Buch, wo das eben vielleicht auch bisschen kathartischer und bisschen freundlicher ist, wo man vielleicht nicht in diese Abgründe einsteigen muss. Und es gibt ja auch durchaus Diskriminierung, beziehungsweise an manchen Stellen wird Joan ja auch unter Druck gesetzt. Ich will jetzt nicht spoilern, aber es gibt ja schon Momente, sie dann eine Entscheidung vertreffen müssen. ⁓ okay. Wird es jetzt besser? Ich rede einfach mal weiter. Kerstin: Hör dich gerade ganz ganz abgehackt, muss ich gestehen. Janna: Ähm, wir waren bei... Kerstin: Ich sehe dich als Standbild und höre dich jetzt. Janna: Ich rede einfach mal weiter. Ich glaube, meine Internetverbindung hakt. Ich kann jetzt auch gerade nichts machen. Ich rede einfach mal weiter. So, ich rede wie gesagt einfach weiter und hoffe, dass es besser wird. Mal gucken. Ich schreibe mir gerade mal auf, wo das war. So, mal sehen. Es ist besser. Hört man mich jetzt wieder? Kerstin: Es ist besser, es ist noch nicht wieder richtig... Jetzt hört man dich wieder, Janna: Okay, ich weiß nicht, was hier los ist. Irgendwie hakt das Internet manchmal. Das war gestern Abend auch schon so. Ich habe Jörn gebeten, jetzt nicht im Internet zu sein, während wir hier sind, aber mal gucken, dann müssen wir das irgendwie rausschneiden oder so. ⁓ je. Ja. Kerstin: Ja, das dürfte sich ja irgendwie machen lassen. Sobald wir rausgefunden haben, wäre von uns der technisch Verantwortliche. Also... Janna: Du! Okay, wollen wir einfach mal weitermachen. Soll ich noch mal kurz was über die Darstellung der homosexuellen Beziehung sagen? Kerstin: Dann Ja. Janna: Ich habe mir die Minuten so grob notiert. Ich kann mir ja vorstellen, es teilweise Absicht ist, dass Diskriminierung nicht so drastisch dargestellt wird. Es gibt ja schon Stellen, wo sich Joan entscheiden muss oder wo ganz deutlich wird, wie viel sie auch verheimlichen muss in ihrer Beziehung mit Vanessa. Aber diese Diskriminierung von außen wird halt nie auf dem Level an Gewalttätigkeit, also an offener Gewalttätigkeit dargestellt, wie sie vielleicht in der Realität stattgefunden hätte. Ich kann mir aber vorstellen, dass es auch Absicht ist, weil Taylor Jenkins Reid vielleicht nicht so einen abgründigen Roman schreiben wollte. Das gibt's doch nicht. Ach man. Kerstin: Du bist jetzt auch wieder ganz, ganz weg. Ja. Das ... Janna: ich höre dich gut. Steht jetzt auch nichts? Ich mache mal meine Kamera aus. Vielleicht hilft es schon, wenn ich nicht zu sehen bin. Warte mal, dann muss ja auch weniger gestreamt werden. Warte. hört man mich jetzt besser? Kerstin: Ja, also auch das Bild ist irgendwie ganz verpixelt, jetzt ist es mal wieder irgendwie besser. Ja. Dreht mal ein bisschen vor dich hin. Janna: Ich rede einfach mal weiter. Wir müssen dann nachher irgendwie gucken, dass wir die fünf Minuten oder so rausgeschnitten bekommen. Wie läuft es jetzt? Ist es besser geworden? Kerstin: Jetzt hat es noch so bisschen so ein metallisches Echo, aber es ist besser. Janna: Ja gut, das kann das Programm dann hoffentlich irgendwie ausgleichen. Ist es jetzt wieder okay? Kerstin: Wenn nicht passt es zum Space-Thema. Jetzt ist es wieder okay. Janna: Okay, schreibt mir nochmal, jetzt sind wir bei Minute 37, ich schreib's nochmal auf. Okay, soll ich nochmal wieder einsteigen? Okay, also ich kann mir vorstellen, dass es vielleicht auch Absicht war, nicht so die Abgründe der Gewalttätigkeit im Detail zu zeigen, die vielleicht lesbische Paare in den 80er Jahren erfahren hätten. Es wird ja durchaus teilweise Druck auf Joan und so weiter ausgeübt. Kerstin: Ja. Janna: Aber es wird halt nie physisch gewalttätig, es wird nie wirklich bedrohlich für Vanessa und Joan im Hinblick auf Leib und Leben und Ähnliches. Es sind halt eher diese subtilen Formen von Diskriminierung, da stattfinden. Also vielleicht ist das auch Absicht. Kerstin: Ja, also das mag gut sein, das kann ich mir gut vorstellen. Ich habe jetzt auch gar nicht so sehr von physischer Gewalt gesprochen, aber was mir halt sehr aufgefallen ist, ist, dass in diesem ja wirklich eigentlich absoluten Konkurrenzdruck, den die da in ihrer Ausbildung durchlaufen, dass da zum Beispiel niemand diese Information, die irgendwann ja relativ offensichtlich war, benutzt hat. Also das war so ein Punkt, wo ich dachte, ist das realistisch? Sind die wirklich alle so gute Freunde? Die wollen ja alle ins All. Die wollen ja alle quasi den Job des anderen, was ja auch gerade an der Figur der Lydia recht deutlich wird eigentlich. Da fand ich so ein bisschen, ich weiß nicht, das hat mich so bisschen rausgerissen, dass wirklich keine Figur da in irgendeiner Form mal der Information, die sie haben, benutzt. Aber das ist jetzt gut, es ist einfach auch eine Thematik, in der ich nicht so hundertprozentig drin bin. Deshalb es fiel mir nur einfach auf, dass mir das sehr sehr smooth sailing war. Janna: Hm. Kerstin: an fehlenden Stellen, wo ich es nicht erwartet hätte. Janna: Zumal auch andere Figuren, du hast Lydia, eine Mitastronautin, eben schon angesprochen, durchaus mit Argusaugen betrachtet werden von allen. Und bei Lydia steht immer im Raum, dass sie nicht sozial kompetent genug ist, ⁓ an der Weltraummission teilzunehmen. sie wirkt auch so bisschen sozial holprig. Heute würde man vielleicht sagen, vielleicht hat sie irgendeine Neurodivergenz oder irgendeine... eine Problematik, sich an soziale Situationen anzupassen. Und das wird ihr ja durchaus die ganze Zeit negativ ausgelegt. Und da wird sie ja schon sehr verurteilt. Und das wird auch von den anderen potentiellen Astronauten durchaus als Grund gesehen, warum sie nicht teilnehmen wird können an Missionen. Aber auf Joan wird es halt überhaupt nicht übertragen. Also die ist außerhalb dieser Beobachtungsphäre, zumindest durch die meisten anderen. Kerstin: Mmh. Ja. Janna: Ich fand schon, dass das Buch natürlich die Schwierigkeiten, die Joan und Vanessa in ihrer Beziehung haben, teilweise ganz gut darstellt. Also das waren auch die Momente, die mir dann emotional ein bisschen näher gingen. Wenn sie zum Beispiel auf einer Hochzeit sind und beiden klar ist, okay, wir werden hier nie heiraten können. Wir werden nie in der Kirche oder beim Standesamt unsere Ehe offiziell schließen können. Wir werden nie einen Öffnungstanz bei unserer Hochzeit haben und so. Das fand ich eigentlich ganz schön, weil das eben Ja, genau, diese Dinge sind, wo ich mir immer denke, wo Leute drum betrogen wurden. Nur weil heute die Ehe für alle und so was Teile von Diskriminierung abgebaut hat und theoretisch heute Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen heiraten können und das haben können, heißt es ja nicht, dass es früher oder dass wir keine Probleme mehr haben. Und es radiert ja auch nicht aus, wie viele Menschen letztendlich ⁓ ganz wichtige zentrale gesellschaftliche und soziale Erfahrungen betrogen wurden, weil sie eben nicht diese Erfahrung machen konnten. Und es ist schön, wenn Leute heute, die jetzt vielleicht seit 40 Jahren in einer Gleichgeschlechtlichen Beziehung leben, heute dann endlich heiraten können. Aber ich hätte ihnen so gegönnt, dass sie das vielleicht mit 25 hätten machen können und nicht jetzt mit 70 machen müssen, weil es endlich erlaubt wurde. Und das fand ich ganz schön, dass das noch mal rausgearbeitet wurde, wie sehr Kerstin: Mh. Janna: eigentlich Menschen aufgrund von lächerlichen gesellschaftlichen Vorurteilen und Restriktionen Lebenszeit geraubt wurde. Kerstin: Da habe ich mich tatsächlich gefragt, inwiefern Sally Wright ein bisschen Vorbild für Joan als Figur war, weil Sally Wright ja ist ja die erste Amerikanerin im Weltall gewesen im Zuge dieses Space Shuttle Programms, die auch verheiratet war mit einem Astronauten, eine Zeit lang sich dann hat scheiden lassen und erst als sie 2010, 12, 15, so was, also noch gar nicht so lange her ist sie recht überraschend an Krebs verstorben und erst in ihrer Janna: Mmh. Kerstin: Fraueraanzeige wurde quasi bekannt gegeben, dass sie über 20 Jahre mit einer Frau zusammen gelebt hat. Es ist ja quasi ein Faust-aufs-Auge-Beispiel, wie das läuft. Und wahrscheinlich so bisschen wie, wie sich die fiktive Zukunft von Joan und Vanessa gestalten würde. Janna: Mmh. Ja, das heißt, diese Liebesgeschichte kann Erfolg haben. Wir spoilern ja jetzt nicht. Also es ist theoretisch möglich, dass die beiden ein Happy End haben, vielleicht aber auch nicht. Aber selbst wenn sie ein Happy End hätten, wäre es ein privates. Es wäre etwas, was sie nie öffentlich zeigen könnten und weiterhin ihrem Lebenstraum folgen. Kerstin: Ja, wenn man da jetzt in den 80er Jahren in einem Setting mit der großen schwulen und lesbischen Enthüllungsparty käme, wäre das, glaube ich, auch einfach nicht realistisch. Es wäre ein schöner Wunschdraum, aber es wäre einfach nicht realistisch. Janna: Ja. Ja, wollen wir noch mal kurz über Vanessa sprechen, weil wir haben jetzt schon ein paar Mal angesprochen, wir haben jetzt über die Schwester geredet. Wie überzeugend fandest du denn diese Liebesgeschichte zwischen Joan und Vanessa? Kerstin: Mh. Also wir kriegen Vanessa ja durchaus auch eigentlich nur über Jones Beschreibungen mit, das müssen wir uns ja auch mal so ein bisschen vor, es gibt ja keinen objektiven Point of View auf Vanessa. Ich mochte es tatsächlich, dass man als Leser immer so das Gefühl hatte, man weiß so bisschen mehr als Joan da schon weiß, weil ich finde relativ früh klar war, woher diese Faszination, die Joan mit Vanessa hat, kommt, dass das einfach irgendwie, dass sie sich zu ihr hingezogen fühlt, da aber einfach keinen Janna: Mmh. Kerstin: keine Begrifflichkeit für hat. Das fand ich schon wirklich gut dargestellt. Ich fand Vanessa als Figur relativ flach. Also da war einfach nicht viel, wo ich mir nach dem Lesen gedacht hätte, daran mache ich sie fest. Also sie hat eine Vaterfigur, also ein Vater, nicht eine Vaterfigur, dem sie sehr nacheifert. Aber ansonsten blieb sie für mich so ein bisschen flach leider. Janna: Ja, das sehe ich ähnlich. Also ich finde, sie wurde so bisschen klischeehaft als das Bad Girl einfach definiert. Also einige der Buchausgaben haben ja auf dem Titelbild auch so eine Frau mit Locken und so einer Fliegerbrille auf, die so in den Himmel schaut. Ich denke, das soll auch Vanessa sein, weil es wird immer wieder beschrieben, dass sie halt diese Brille auf hat, diese Pilotenbrille, diese verspiegelte, hässliche Sonnenbrille und so. und dass sie vom militärischen Hintergrund her kommt und dass ihre Faszination eigentlich vor allem darin besteht, dass sie so einen Spaceshuttle selber fliegen möchte. Also für sie ist ganz klar dieser Pilotenaspekt im Zentrum und weniger das Wissenschaftliche. Aber es kommt dann immer wieder auch so, sie wird dann immer wieder so als die Erfahrene, aber auch die Rebellische dargestellt. Sie hat früher Drogen genommen. auch härtere Drogen, wo ich mir nicht ganz sicher bin, ob das vor so einem militärischen Hintergrund realistisch ist. Andererseits weiß ich auch nicht, wie stark da die Drogenkontrolle in den späten 70ern im Militär war, aber vielleicht hätten sie ansonsten gar nichts mehr auf die Reihe gekriegt, wenn sie da zu viel nach Substanzen gesucht hätten. Wer weiß, vielleicht waren die ganzen 70er und 80er ein endloser Rausch auch im US-Militär. Kann ja sein. hat schon wesentlich mehr Erfahrung mit Beziehungen als Joan. Ja, also für mich hatte sie zu viel von so einer Folie. Also so die rebellische, wilde Frau, aber gleichzeitig, wenn man drüber nachdenkt, schockierend wenig Eigenleben hat. Abgesehen davon halten Spiegel für die Hauptfigur zu sein. Kerstin: wollte gerade sagen, ist halt genau, ich hätte jetzt gesagt, das Gegenstück, aber Spiegel passt auch. Einfach, sie ist so der Katalysator, der Joan dazu bringt, bestimmten Aspekten ihres Lebens Erkenntnisse zu haben und aus sich rauszukommen. Aber so als eigenständige Figur funktioniert sie nicht so wirklich. Janna: Ich hätte die Beziehung fast interessanter gefunden, wenn die geliebte Person von Joan halt auch so ein Nerd gewesen wäre. So zwei schüchternen Physik-Nerds, die gemeinsam irgendwie ihre Beziehung kleben, ich auch vor dem Hintergrund der Nase auch interessant gefunden. So war mir das ein bisschen zu sehr und dann schwingen wir uns auf unser Motorrad und fahren in den Sonnenuntergang. Klischee. Ja. Kerstin: Hm. xD Hm. Janna: Ja, viel mehr kann man zu Vanessa auch gar nicht sagen, finde ich. Und das zeigt schon so bisschen, wo die Probleme mit dieser Liebesgeschichte sind für mich. Kerstin: zu. Ich finde, das lässt sich auch nahtlos so auf die anderen Figuren übertragen. Das war so bisschen mein Problem. habe tatsächlich am Anfang, als ich angefangen habe zu lesen, angefangen mir eine Charakterliste zu machen. Und dann habe ich irgendwann festgestellt, dass ich da nichts eintrage. Und dass es auch nicht wichtig ist, da was einzutragen. Also ich glaube, ich kann Hank und Griff bis heute nicht unterscheiden. Das ändert jetzt an meinem Verständnis dieses Buchs nicht allzu viel. Janna: Mhm. Mmh. Kerstin: ganzen anderen Figuren sind leider alle so bisschen, die haben eine Funktion, eine kleine in Bezug auf Jones Figur, aber sonst sind die einfach da. Janna: Ja. Sie greift da, ich, auch wieder auf unsere Vorkenntnisse und Astronauten-Klischees zurück. Also wenn man so was wie vor All-Man-Kind gesehen hat, so die erste Staffel oder so, dann könnten diese Figuren da irgendwo im Hintergrund rumlaufen und man kann die relativ einfach zuordnen. Und viel mehr wird über die aber auch nicht gesagt. Es wird eigentlich darauf vertraut, dass wir schon wissen, was Hank für ein Typ ist und was Griff für ein Typ ist, weil die einfach in so vielen dieser Geschichten vorkommen. Kerstin: Hm. Mh. Janna: wo ich mir aber auch denke, okay, Taylor Jenkins Reid, es ist schon auch ein bisschen deine Verantwortung, das für uns zum Leben zu erwecken, anstatt nur darauf zu vertrauen, dass wir das halt schon irgendwo kennen. Ja. Kerstin: Sie kann es ja. Das ist der Punkt, der mich so geärgert hat. Also ich kenne ja wie gesagt nicht ihr ganzes Werk, aber ich weiß, dass ich diese Probleme bei den Seven Husbands of Evelyn Hugo nicht hatte. Also da waren die Figuren Figuren und das Buch ist sicherlich nicht fernab von jeder Kritik, aber da hatte ich definitiv weniger Probleme damit, dass die Figuren mir alle zu flach waren. Janna: Ja, ja. Ich meine, man braucht es vielleicht auch nicht, weil wie gesagt, soll ja eine Liebesgeschichte sein. Aber es wäre halt schöner gewesen. Also wir machen hier ja gerade sehr viel Kritik an Details. Und ich denke, man kann das Buch ja schon mit Freude lesen. Ich denke aber, für mich wären das halt die Unterschiede gewesen, die aus einem Buch, was Spaß gemacht hat zu lesen, eine Leserfahrung gemacht hätten, die mich wirklich mitgenommen und mehr. Kerstin: Hm? Janna: angesprochen hätte. Weil so flutscht es alles, aber es ist halt wenig Fleisch auf dem Knochen, den man gerade abnag. Kerstin: Mh, gib ma... Mein großer Kritikpunkt an dem Buch, und jetzt kommt hier Frau Heberer kritisiert Autoren, irgendwie wahrscheinlich Millionen damit verdienen, was sie tun, aber für mich hat diese Struktur überhaupt nicht funktioniert. Das war mein großes Problem. dieses, es ist ja wirklich so, binnen der ersten 30, 40 Seiten trifft man zum einen alle Figuren, also während Joan in dieses Space Center kommt, ich habe nachgeguckt, es ist ein bisschen mehr als eine Seite, auf der zehn Figuren eingeführt werden. Janna: Mmh. Kerstin: Das ist wirklich einfach eine Aufzählung. Man weiß als Leser irgendwann nicht mehr, wer ist wer, wer ist jetzt an Bord des Space Shuttles, wer ist jetzt irgendwie im Kommandozentrum. Manche Figuren werden über ihre Funktion eingeführt. Das war mein ehemaliger Ausbilder in dem und dem Bereich. Man hat diese ganzen militärischen Begriffe. Es ist ein total verwirrendes Szenario am Anfang. Und dann gibt es diese Explosion. Und ich verstehe, warum diese Explosion der große emotionale Aufhänger soll. Der funktioniert halt an der Stelle nicht, weil mir die Figuren alle unbekannt sind. Ich bin komplett orientierungslos als Leser. Ich weiß gerade nicht, wer ist da eigentlich wo, wer ist von dieser Explosion betroffen und warum, außer über die generelle menschliche Empathie hinausgehend, sollte mich das jetzt betroffen machen, weil ich nicht weiß, was diese Figuren für meine Hauptfigur bedeuten. Diese Explosion einfach später ins Buch einzubauen, hätte, glaube ich, wesentlich mehr mehr emotionalen Impact gehabt für mich beim Lesen. Janna: Ja, das ist genau das, was ich auch denke. Ich fand die Explosion am Anfang spannend, weil es natürlich so eine High-Stakes-Situation ist. Explosion im Raumschiff, ist ein Leck, das Leck muss gefunden und gestopft werden, sonst sterben alle sofort. Das ist natürlich spannend, weil direkt so ein technisches Problem aufgemacht wird, das jetzt gelöst werden muss und so. Aber das Buch interessiert sich ja eigentlich nicht für das technische Problem. Das Buch interessiert sich für unser emotionales Mitgehen mit dieser Liebesgeschichte. Und die kennen wir halt am Anfang noch nicht wirklich. Kerstin: Mhm. Janna: Also ich habe am Anfang nicht mit Vanessa und Joan gelitten, weil ich ihre Beziehung noch nicht kannte. Mir einfach zwei Leute hinzustellen und zu sagen, diese beiden Leute mögen sich ganz doll, deswegen musst du jetzt mitfiebern, falls einer von beiden was passiert. Das reicht nicht. Das muss sich halt erarbeitet werden. Kerstin: Mmh. Das ist ja eigentlich auch so dieser klassische Aufbau, den du bei jedem Katastrophenfilm hast. Ich musste, und das datet mich jetzt total als 80er-Jahre-Kind, musste beim Lesen mehrfach an... Kennst du Starflight One, Ihr Flug ins Weltall? Das ist ein ganz fantastischer 80er-Jahre-Katastrophenfilm mit Lee Majors, den man kennt aus Ein Kolt für alle Fälle. Janna: Hm? Nein, du bist besser vertraut mit 80er-Jahre-Filme als ich. Kerstin: Da geht es ganz kurz zusammengefasst ⁓ ein super neues Überschallflugzeug, das eingeführt werden soll, so als Passagierflug für die Reichen und Elitären. Dann gibt es natürlich beim ersten Flug Probleme. Ich glaube, die fliegen in irgendwelche Satellitentrümmer oder so was. Und dann gerät das außer Kontrolle und driftet so in die Stratosphäre ab. Also in Bereiche, wo kein Flugzeug fliegen sollte. Und dann ist so die Frage, wie kriegen wir die da wieder runter? Also im Kern ein ähnliches Problem wie in diesem Buch. Aber da passiert diese Explosion halt so zu nach einem guten Drittel des Films, nachdem du nach und nach die Figuren kennengelernt hast, schon Sympathien und Antipathien entwickelt hast, gemerkt hast, wie so das Beziehungsgeflecht untereinander ist. Und dann hast du als Leser oder in dem Fall als Zuschauer halt einfach auch so ein, du hast so einen Einsatz. Du willst ja irgendwas davon. Janna: Und trotzdem sagt der Titel, also Irrflug ins Weltall, sagt ja schon, wo es ungefähr hingehen wird. meine, Titanic fängt ja auch nicht damit an, dass Rose und Jack irgendwie auf der Tür im Meer treiben und sich entscheiden müssen, ob sie jetzt da beide Platz haben oder nicht. Sondern das passiert ja auch erst am Ende. Wir wissen halt durch den Titel, okay, Titanic wird vermutlich irgendwann untergehen und dann werden schlimme Dinge passieren. Aber Titanic, so schwierig der Film in mancher Hinsicht ist oder Kerstin: Ja. Ja. Ja. Janna: Der Film, den du eben erwähnt hast, die erarbeiten sich halt, dass wir emotional mit den Leuten mitgehen. Und dann kommt die Katastrophe. Wir wissen die ganze Zeit, dass die Katastrophe kommen wird und deswegen gucken wir das ja ein Stück weit auch. Aber es wird halt dahin aufgebaut und das macht dieser Roman halt gar nicht. Kerstin: Hm? Ja, das ist so, wie gesagt, ich glaube auch, wenn man mich jetzt so reden hört, klinge ich furchtbar negativ und das soll es nicht sein, weil ich ja trotzdem irgendwie durchaus Spaß am Lesen hatte. Also, dieses Buch kann man wunderbar durchlesen. Das ist halt kein Buch, das glaube ich Tage, Wochen, bei einem bleibt, wo man immer wieder irgendwie einen Gedanken findet, an dem man sich festhängen kann. Zumindest mir ging es nicht so, wenn es jemand anderem so geht, ich das auch niemandem abstreiten. Genau, aber ich glaube, mich hat Janna: Hm? Kerstin: geärgert, dass es so viele Möglichkeiten gegeben hätte und ich glaube auch Taylor Jenkins-Reed einfach total fähig gewesen wäre diese Möglichkeiten auszuschöpfen ⁓ es zu noch mehr zu machen. Janna: Ja, also ich finde dieses Buch ist wie ein Burger. So den kann man mit Gewinn essen, dann ist man hinterher satt, das macht auch Spaß, der schmeckt gut. Aber man denkt sich so, okay, für einen richtig exzellenten Burger hätte vielleicht noch eine Extrascheibe Käse gefehlt oder man hätte vielleicht noch ein paar rote Zwiebeln drauf machen können oder ein paar Sesamkörner oben aufs Brötchen. Also das Prinzip ist im Großen und Ganzen komplett da und es ist auch ein völlig Okayes Mittagessen und ich würde es mir auch in einem Lokal bestellen, selbst wenn ich wüsste, dass da eigentlich noch eine Scheibe Käse und ein paar Zwiebeln extra schön drauf wären. Aber es ist halt nicht etwas, wo ich dann halbes Jahr später noch davon schwärme, wie großartig das war und wie viel Begeisterung es hervorgerufen hat. Kerstin: Hm, ich glaube, das trifft sehr gut, ja. Janna: Ich glaube, es gibt viele Leute, die das Buch mit sehr viel emotionalem Gewinn gelesen haben. Also das muss man natürlich vielleicht auch noch als Kaviat dazu sagen, wenn ein Buch so stark auf Gefühle eingeht und von uns Lesern auch so viel verlangt an Eigenleistung, Rein... Also wir haben das ja ein paar Mal erwähnt, dass man... ein Stück weit die Leerstellen der Figuren mitfüllen muss, weil sie ansonsten einfach sehr farblos und schwach sind. Und ich glaube, wenn Leute das hinkriegen, wenn sich Leute da mehr drin wiederfinden, dann wird das Buch sie emotional auch sehr ansprechen. Ich glaube, es ist halt auch ein Buch, was von der subjektiven Herangehensweise der Leserinnen und Leser halt mitlebt. Und ich kann das halt nicht. Kerstin: Aber ich glaube, das ist genau das, was wir in unserer grandiosen Episode 0 gesagt haben, wir eben deshalb Bücher ja nicht als gut oder schlecht bewerten wollen, sondern irgendwie gucken wollen, was hat da für uns funktioniert und was hat da für uns nicht funktioniert und dem Ganzen dann trotzdem nicht absprechen wollen, für einen anderen Leser dieses Buch komplett anders ist. Wie gesagt, mein Erlebnis beim Lesen der Goodreads-Rezensionen war auch Janna: Mmh. Kerstin: total überraschend, weil offensichtlich sehr, sehr viele Menschen das Buch komplett anders gelesen haben als ich. Janna: Ja, also für mich war es nichts, auch wenn ich was im Setting im Weltraum, ja nicht im Weltraum, bei der NASA lesen wollte. Gibt es, ich, andere Romane, die mir da näher liegen würden. Es erscheinen ja im Moment erstaunlich viele Bücher oder es gibt im Moment, glaube ich, auch viele Texte, die sich so mit der Geschichte der Raumfahrt beschäftigen. Ich glaube, meine Theorie ist auch so bisschen aus Nostalgie heraus. Je mehr Raumfahrt im Moment zu so einem Privatunterfangen von widerlichen Milliardären wird, umso mehr sehnt man sich vielleicht auch nach einer Zeit zurück, wo die NASA halt die große Regierungsorganisation war, die das vielleicht natürlich auch gegen die Russen und gegen die Sowjetunion, aber irgendwie auch ein Stück weit für die Menschheit gemacht hat und nicht dieser Eindruck, weil das halt Profitinteressen und Narzissmus von Einzelpersonen so im Zentrum steht. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum momentan auch wieder so ein Interesse an der Geschichte der NASA und der Raumfahrt da ist. Kerstin: Ja, gerade ist es nicht meint momentan, das allerbeste Beispiel ist ja wirklich Project Hail Mary und einfach auch die Resonanz und den Erfolg, den sowohl das Buch als auch der Film haben, weil das ja genau das macht. irgendwie jetzt nicht die NASA als spezielle Organisation, aber so die Raumfahrt als Problemlöser und dieses Wir kommen alle zusammen, ⁓ ein wirklich wichtiges Problem zu lösen und dann ist uns der ganze Rest erstmal auch egal. Janna: Mmh. Kerstin: Also es ist ja so dieser tief menschliche Aspekt. Man könnte damit eigentlich unglaublich viel Gutes tun, der ist ja ganz tief darin verankert. Janna: Ja, und auch dieses kollektive Unterfangen. Niemand kann alleine einen Space Shuttle bauen oder auch nur erfinden oder so. ist etwas, wo alle Menschen zusammenarbeiten müssen, wo die klügsten Menschen in ihren Bereichen, sehr hochspezialisierte Fachwissenschaftler, trotzdem alleine nichts reißen können, sondern zusammen quasi daran arbeiten müssen. Und ich glaube, das ist mit auch die Faszination. Das ist nicht dieser 19. Jahrhundert, verrückter Erfinder, Narzissmus, Kapitän Nemo sein U-Boot baut oder was auch immer, sondern es ist halt, was nur im Kollektiv funktioniert und nur durch Zusammenarbeit funktioniert. Und das fehlt uns heute, glaube ich, auch teilweise, dieser utopische Gedanke. Wenn wir mit der Besprechung von Atmosphäre so weit fertig sind, würde ich noch ein ähnliches Buch ansprechen oder zumindest kurz empfehlen. Und zwar Kerstin: Mh. Mhm. Janna: gibt es den Roman The Calculating Stars, auf Deutsch die Berechnung der Sterne von 2018 von Mary Robinette Kovall, wird sie, glaube ich, gesprochen, die das ein bisschen in diese Richtung geht. Es ist der erste Band einer Reihe, man kann ihn aber, glaube ich, auch abgeschlossen lesen. Und der macht einiges, was mir bei Atmosphere ein bisschen gefehlt hat. Manches ein bisschen zu viel, weil es da doch sehr stark dann in die wissenschaftliche Richtung geht. Aber da spielt in einer alternativen Timeline wo in den 50er Jahren ein Asteroid auf die Erde stürzt und damit große Teile der Erde unbewohnbar macht, viele Menschen tötet und so weiter. Und auch sehr schnell klar wird, dass die Erde in absehbarer Zeit generell nicht mehr bewohnbar sein wird. Und die einzige Zukunft der Menschheit quasi ist, in den Weltraum zu expandieren. Und da geht es halt ⁓ eine Mathematikerin, ich, eine Frau, die daraufhin dann auch Astronautin werden möchte. Und dann gibt es so eine schöne Mischung aus durchaus realistischen oder an der Realwelt orientierten Darstellungen von Diskriminierung und von 50er-Jahre-Ressentiments gegenüber Frauen. Also die Reihe heißt auch The Lady Astronauts. Also ich sage danke, dass Frauen im Weltraum nichts zu tun haben. Aber verbunden mit dieser Dringlichkeit, also dass der Kalte Krieg plötzlich keine große Rolle mehr spielt, weil halt klar ist, okay, wir brauchen uns gar nicht mehr, ⁓ die Erde zu streiten, weil die hat jetzt ⁓ ein relativ kurzes Verfallsdatum. Und ich finde, ist ein wesentlich mehr in Richtung Hard Sci-Fi gehendes Buch. Also es geht viel mehr ⁓ die wissenschaftlichen Aspekte der Raumfahrt. Aber es spricht trotzdem einiges an, was auch in Atmosphäre eine Rolle spielt. Also wenn jemand sagt, okay, nach Atmosphäre möchte ich vielleicht was lesen, was ein bisschen mehr in die Technik geht, dann würde ich The Calculating Stars oder die Berechnung der Sterne empfehlen. Genau. Kerstin: Ja, das mache ich. Janna: Wir hatten ja eigentlich mal gesagt, wir schließen Folgen noch mit einer Buchempfehlung. Ich hab ein paar eine gemacht. Hast du noch irgendwas, was du sagen möchtest, oder? Kerstin: Ich hätte tatsächlich zwei kleine Buchempfehlungen, die thematisch so bisschen in die Richtung passen. Astronautinnen hatte ich nicht im Repertoire, also weibliche Astronautinnen. Aber ich habe mich Zulesen von Atmosphere an ein Buch erinnert, das ich vor 10, 12 Jahren mal gelesen habe von Maggie Shipstead. Auf Deutsch heißt es Kreise ziehen. Das Original heißt The Great Circle. Das ist ein Janna: Ja, sehr gut. Kerstin: Roman, auch wie Atmosphäre auf zwei Zeitebenen erzählt wird, ist so in den Jahr 20er-, 30er-, 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts, wo die Hauptfigur eine junge Frau, die nach dem Tod der Eltern irgendwo in Montana bei dem sehr unkonventionellen Onkel aufwächst, eines Tages als so eine Gruppe Fliegerpioniere, also diese Flugshow-Leute mit diesen ganz frühen Flugzeugen durch die Stadt ziehen. Janna: Hm? Kerstin: ihre Begeisterung fürs Fliegen entdeckt. Sie sieht diese Menschen mit ihren Maschinen fliegen und sagt sich, das will ich auch. Das ist jetzt für eine Frau in 40er Jahren nicht unbedingt die Karriere gewesen, die man einschlagen kann. Und dann wird die Geschichte erzählt, wie sie ihr komplettes Leben diesem Traum fliegen zu können unterordnet, weil ihr großer Traum ist, die Erde im Flugzeug zu umrunden. Das ist der eine Handlungsstrang, was diese Frau für diesen Traum aufgeben muss. was dadurch aber auch ihrem Leben gewinnt. Und der zweite Handlungssprang spielt in der Jetzt-Zeit und erzählt die Geschichte einer Schauspielerin, die eigentlich an der Karriere an einem Punkt ist, wo sie... Sie fühlt sich so festgefahren, sie war so der Lied in so einer romantischen Filmreihe und irgendwie kommt sie aus dieser Klischee-Ecke nicht raus. Und sie hat jetzt das Angebot, eben diese Pilotin in einem Film zu spielen und fängt an, sich mit deren Leben auseinanderzusetzen. Und das... fand ich damals ein total beeindruckendes Buch einfach über zwei Frauen, so ihren Platz im Leben suchen, die eine in einer absoluten Männerdomäne und die andere, die sich nicht mehr vorschreiben lassen will, wer sie zu sein hat. Und dann gibt es noch ein tolles Sachbuch, was ich gelesen habe zum Thema Weltall, das heißt auch einfach Ins All, ist von Stephen Walker geschrieben und das erzählt die Geschichte des ersten bemannten Flugs in den Weltall, als so ein bisschen als Ping-Pong-Spiel immer zwischen der zwischen der amerikanischen und der sowjetischen Perspektive. Also es erzählt auch die Geschichte des Kalten Kriegs nach. Und da fand ich total großartig, dass es ja eigentlich eine Geschichte ist, die man kennt. Man weiß, wie das ausgeht. Man weiß, die Russen waren da ewig voraus und Yuri Gagarin war der erste Mann im Weltall. Aber wenn man diese Geschichte trotzdem so spannend erzählen kann, dass man immer weiter lesen will, ist das gerade für ein Sachbuch, finde ich, eine große Leistung. Und das habe ich wirklich sehr, sehr gerne gelesen. Das kann ich auch nur empfehlen, wer so ein bisschen die Geschichte der Raumfahrt noch mal näher lesen möchte. Janna: Das klingt echt spannend. glaube, da schaue ich mal, höre Sachbücher mittlerweile. Häufiger ist das, dass das lese als Hörbuch, aber das klingt nach was, was man gut auch so als Hörbuch vielleicht auf der Fahrt zur Arbeit irgendwie hören kann und noch was lernt. Kerstin: Also es war für ein Sachbuch sehr belletristisch erzählt einfach. Also das fand ich wirklich gut. Janna: ⁓ da bin ich gespannt. So, wollen wir Schluss machen. Kerstin: Ich finde das ist ein schönes Ende. Eine Stunde und ist auch wirklich eine schöne Laufzeit. Janna: Ja, ich verrate jetzt mal, wir werden ein bisschen was rausschneiden müssen, hoffe ich. Also falls ihr euch jetzt zwischendrin gewundert habt, was da für komische Haxer, ⁓ Gott, wie nennt man das, Probleme drin waren. Ja, wir hatten zwischendurch Probleme. Anscheinend zieht sich das wie ein roter Faden durch unsere Podcastaufnahmen. Aber wir tun unser Bestes, ⁓ das lückenlos rauszuschneiden. Aber vielleicht wird es auch ganz entsetzlich. Also ich hoffe, es hören uns noch Leute zu. Kerstin: Aber stimmt. Technische Schwierigkeiten. Janna: Genau, wir sollten vielleicht noch so bisschen über das Drumherum reden. Ich glaube, wir sind jetzt bei Instagram Casting, oder? Wenn das erscheint. Kerstin: Wir sind jetzt bei Instagram wenn das erscheint, also da muss noch Inhalt rein, aber die Seite existiert. Janna: Genau, also wer da irgendwas Nettes schreiben möchte, bitte nett, bitte keine Haaskommentare. Wir haben beide einen Vollzeitjob und haben keine Zeit da ständig zu moderieren und zu löschen. Genau, also wer uns Feedback geben möchte, gerne auf Instagram. Wer Instagram zu Recht ablehnt wegen Meta und bösen Menschen im Hintergrund und so. Mich kann man auch auf Blue Sky finden. Vielleicht sollten wir dafür den Schmückerkast auch irgendwie nochmal was Kerstin: Nach der Sinn, so einen Spiegel-Account Janna: einrichten. Ja, wir sollten uns nicht auf Instagram verlassen. Genau, also irgendwie sind wir schon erreichbar, falls jemand ein Feedback geben möchte. Genau, unsere nächste Folge wissen wir noch nicht genau, wann sie erscheint. Wir müssen noch mal so ein bisschen austarieren, wie hoch unsere Veröffentlichungsfrequenz werden wird. Aber wir haben schon geplant, welches Buch wir als nächstes lesen. Willst du das noch mal kurz sagen, welches das ist, Kerstin? Kerstin: Als nächstes werden wir uns in ein anderes Genre begeben. werden einen Krimi lesen und zwar von Simon Mason, A Killing in November, den ersten aus der D.I. Wilkins Reihe. Janna: hast ihn schon gelesen? Ich noch nicht. Ich bin sehr gespannt. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, den zu lesen und ich bin schon sehr gespannt auf die Aufnahme. Okay. Kerstin: Alles klar, dann vielen Dank fürs Zuhören. Ich hoffe ihr hattet ein bisschen Spaß und hoffentlich bis zum nächsten Mal. Janna: Gut? Bis dann!