Oliver: Hallo? Willkommen beim Podcast der Two Grandmasters. Hier an meiner Seite Großmeister Thomas Schrön. Thomas: Und an meiner Seite Großmeister Oliver König. Oliver: Und in unserem Podcast geht es ⁓ Kampfkunst, Wing Chung, Philosophie, Leben führen und das heutige Thema. Thomas: ist Sparring im Wingshow. Ja oder nein? Oliver: Das ist immer so Frage, wo Leute sagen, wenn man Wing Chung sieht, erst einmal als Mittel zur Selbstverteidigung, dann ist die Frage, benötigt man überhaupt Sparring? Ist Sparring notwendig, wenn man Selbstverteidigung lernen will, muss man dann überhaupt Sparring machen? Vielleicht sollten wir am Anfang mal definieren, was man mit Sparring überhaupt meint. Ich habe oft Leute gehabt, Dann hat jemand gesagt, kann ich mit dir mal Sparring machen? Habe ich gesagt, ja, wie stellst du dir das vor? Naja, so Grappling. Aha, nach Grapplingregeln. Klar kann man dazu Sparring sagen. Oder oft sagen Sportler, das ist Sparring. Oder was für Definition, Thomas, wie würdest du das definieren, Sparring? Thomas: Also ich bin ja grundsätzlich ein Befürworter, das weißt du, ich stehe da drauf und Sparring ist in erster Linie für mich Eine Methode, ⁓ gewisse Fähigkeiten zu üben und aus mir hervorzubringen, das ist für mich eigentlich Eine Methode, ⁓ gewisse Fähigkeiten zu üben und aus mir hervorzubringen, das ist für mich eigentlich Sparring. Es ist also nicht so, dass man Handschuhe anzieht und los geht's. Sondern es ist eine kontrollierte Sache. Oliver: manche glauben ja, man sagt, macht ihr Sparring, okay, will kein Sparring, weil sie glauben, wie du gesagt hast, sie glauben, jetzt zieht man sich Handschuhe an und dann wird ohne Regeln losgeprügelt und ohne irgendwie linke und rechte Grenze und sonst Also ich nenne das eher Sparringübungen, weil egal wo du im Sportbereich tätig bist oder wo Sparring stattfindet, wird immer irgendwo eine Grenze gesetzt. Selbstverteidigung ist ja im Prinzip was anderes. Denn der Selbstverteidigung ist ja so, wenn ich auf der Straße überfallen wäre oder jemand versucht mir eine in die Fresse zu hauen oder was auch immer, dann gibt es ja nicht diese Begrenzung, was ich machen darf oder was ich nicht machen darf. Und der andere haltet sich auch nicht an irgendwelchen Regeln. Der bringt irgendwelche Waffen mit, der greift mit Messer an, der versucht, von hinten niederzuschlagen und so weiter. diese fehlende Begrenzung führt dazu, dass man, meine Devise ist ja immer zu deeskalieren, aber wenn das nicht funktioniert, dass man sehr oft Leute nur stoppen kann in der Selbstverteidigung, indem man die verletzt. Und im Sport ist das ja genau umgekehrt, da will man ja Regeln einführen. wo man sich nicht verletzt. Und wir haben im Internet immer wieder Leute, sagen, wir machen Sparring. Und dann sieht man, dass sie auch mit Regeln arbeiten, weil sie ziehen sich natürlich auch entweder Faustschützer an, sie Knieschützer an, sie Ellbogenschützer an, haben Schimmenschützer an, Tiefschützer an, Zahnschutz drin, keine Ahnung. dann, es gibt gewisse Regeln. sie sagen dann, wir machen Sparring ohne Regeln. Das ist kein Sparring ohne Regeln. dann sieht man, dass sie auch mit Regeln arbeiten, weil sie ziehen sich natürlich auch Faustschützer an, sie Knieschützer an, sie Ellbogenschützer an, haben Schimmenschützer an, Tiefschützer an, Zahnschutz drin, es gibt Regeln. Und sie sagen dann, wir machen Sparring ohne Regeln. Das ist kein Sparring ohne Regeln. Es gibt im Prinzip fast kein Sparring ohne Regeln oder sehr selten, weil das geht ja dann auch im Bereich der Illegalität rein. gesagt, ich nenne das Sparringübungen. Wir versuchen, für Schülerübungen zu kreieren, wo wir sie Stück für Stück zu diesem Thema hinführen und so nah wie möglich an die Realität. Oder wie siehst du das? Thomas: Das ist richtig, weil wir haben ja in unserem oder das, unser Mentor Großmeister Kernspecht rausgearbeitet hat, verschiedene Fähigkeiten, wir trainieren müssen. Und eines dieser Fähigkeiten ist der Kampfgeist. ich bin der Meinung, man lernt nur kämpfen, wenn man auch kämpft. Das heißt, man muss so nah wie möglich an die Realität, natürlich in einem Sparring, ⁓ man gewisse Regeln, es muss funktionieren gegen jemand, sich Da muss es funktionieren. Wenn das dann nicht funktioniert, dann brauch ich das nicht zu üben. Viele denken, ⁓ wenn sie ihre Übungen machen, damit können kämpfen und damit können sie gewinnen, aber ich halte das für aussichtslos. Oliver: Das ist im Prinzip wie trocken schwimmen, Immer trocken schwimmen, üben und nie schwimmen. Wie du sagst, wenn sich jemand wehrt oder wenn nicht das macht, du vorgibst und so weiter. Dass man solche Sachen, dass man solche Situationen kreiert. Wie du schon gesagt hast, Siefort damals die großen sieben Fähigkeiten eingeführt, beziehungsweise Thomas: Genau. Genau. Oliver: Durch dieses wissenschaftliche Arbeiten, das wir gemacht haben, haben wir dann immer mehr mit Unis zusammengearbeitet und haben auch gelernt, bisschen akademisch zu denken. Und da ging es auch darum, was für Fähigkeiten braucht man eigentlich in der Selbstverteidigung. Und sie hat dann diese sieben Fähigkeiten aufgestellt. Und eine davon, ich zähle die mal kurz aus für diejenigen, die das nicht kennen, an oberster Stelle steht Achtsamkeit. Ja, also das stimmt, ist ja klar, in der Selbstverteidigung, wenn ich nicht aufpass und jemand was für Fähigkeiten braucht man eigentlich in der Selbstverteidigung. Und sie hat dann diese sieben Fähigkeiten aufgestellt. haut mich plötzlich und dann ist es schon zu spät. Der hat mich irgendwie am Kielkopf getroffen und das war's. Da fehlt die Achtsamkeit. Man sieht sehr oft Videos im Netz, wo da kommt jemand, randaliert, schmeißt Mülltonnen ⁓ kommt immer näher und die Leute stehen dort und dann geht der her und haut dich ⁓ Dann fehlt die Achtsamkeit. Weil da siehst du ja schon auf drei Kilometer, dass was passiert. Wir haben jetzt letztens einen Podcast gemacht über Klingenwaffen, dass ich rechtzeitig sehe, wenn so was ins Spiel kommt. Dann kommt rein die Staffel der Sinne, also dass ich optisch lerne zu erkennen, Distanz abschätzen, in welcher Distanz reagiere ich wie, dann wenn er näher kommt und ich habe Kontakt, dass ich bisschen vom Schießortraining fühlen kann, was hier passiert. Oder auch im Grappling ist das ja auch eine Gefühlsgeschichte. ist sehr wichtig, ohne Balance kann ich keinen richtigen Schlag ausüben, richtigen Tritt, keinen Wurf. Koordination, Timing, ganz ganz wichtig. Und natürlich der Kampfkreist. ich glaube, Kampfkreist wird da am meisten geschult in diesem Sparring. Also wenn man Sparring betreibt, kann man extrem gut den Kampfkreist schulen. Die Resilienz, auch beim Grappling, wenn man Grappling-Sparring betreibt, also Grappling betreibt, ohne jetzt zu sagen, ich mach die oder die Technik, sondern jeder macht irgendwie bis zur Submission oder bis jemand abklopft Dort erkennt man ja auch, wenn ich am Boden liege und es liegt jemand oft mehr drauf und der ist vielleicht auch noch schwerer oder ich habe technisch nicht den Ding, dass ich da nicht aufgebe, ich kriege keine Luft mehr und so weiter. Dass man diese Resilienz hat zu sagen, na ich gebe jetzt nicht gleich auf, sondern ich kämpfe weiter und ich schaue, dass ich mich wieder in eine positive Situation rein arbeite. Was meiner Meinung nach auch ein Vorteil ist, ist dann das Ganze wieder im Leben auch umzusetzen. Weil im Leben haben wir ja auch und Tiefen und wenn man so in so Tiefen ist oder wenn es irgendwo mal schlecht geht, man auch lernt, sich da wieder durchzukämpfen oder in Situationen, wo man bisschen durchkämpfen muss, dass man nicht gleich aufgibt. Also der Kampfgeist wird gestärkt. Natürlich haben wir auch so gesundheitliche Vorteile. Mehr Kondition, ⁓ habe schon gesagt, ⁓ übt natürlich auch Kraft, Dehnung, alles Mögliche. Wenn man Grappling betreibt, haben wir das ja alles drin. Und es macht Spaß, wenn man es richtig macht. ⁓ ursprünglich Thomas: Absolut. Oliver: Wir haben ja immer schon der Egläde Sparring gemacht. Ich mich noch erinnern, ich bin nach Schloss Langenzell und musste irgendeine Prüfung machen. Der hat uns Boxhandschuhe angezogen und hat gesagt, wir machen drei Minuten Runden. Kreisverteidigung, einer steht in der Mitte, einer nach dem anderen greift an. Du musst schauen, wie du da drin überlebst und musst schauen, dass du möglichst so so viele Runden durchhabe. Schon der erste Lehrgang, wenn der Großmeister Kern spricht. Damals in Pregens gab es Kreisverteidigung, einer nach dem anderen greift an, konditionell sehr anspruchsvoll, kleine Handschuhe drauf und du musstest jeden einzelnen abwehren und Gegenangriffe machen und das war konditionell krass. Du musstest durchkämpfen und durchhalten, ⁓ die Prüfung zu bestehen. Vielleicht sollten wir Zukunft auch wieder so kleine Sparringprüfungen einbauen. Ich werde da früher. Wir haben früher, wie gesagt, wir immer schon in der EWTO, also wir zwei in den Anfangszeiten der EWTO, sehr viel Sparring gemacht, irgendwann, uns Sifo nach USA geschickt, ⁓ unser Grappling aufzupolieren. Thomas hat ja damals schon den ersten Down Cup, glaube im Bicete den ersten Schwarzgurt. ⁓ Thomas: Das wäre eine Idee. Ne, normal, nur in Schwarzquart. Oliver: Ich habe von Thomas bisschen davon gelernt und dann sind wir nach Amerika. Da gab es dann wirklich Sportsparing im Sinne von Boxen, Kickboxen, MMA und natürlich Grappling. Wir haben 90 Prozent Grappling gemacht, aber bei den anderen Sachen natürlich auch mitgemacht, hat ja auch Spaß gemacht. Wir haben am Anfang gedacht, das wird ziemlich krass, rein verletzungstechnisch, ziemlich hart, weil dort ja lauter Profis sind. Wir haben dann festgestellt, dass die alle ego-mäßig recht zurückstecken. Es war also so, dass die alle so Sparring gemacht haben. Und das ist das, was ich meine mit Sparringübungen, dass die sich nicht ständig gegenseitig mit 100 Prozent Härte, so wie im Wettkampf sozusagen, also wenn jemand im MME ins Oktagon steigt und einen Wettkampf hat, dann geht er natürlich mit voller Härte rein, aber im Training macht er das nicht, weil... Er will ja seine Fähigkeiten schulen. Und deswegen sagt er so, ich ziehe mir Boxhandschuhe an, ich mache mal nur im Stehen, dann mache ich vielleicht Stehen mit Werfen, dann mache ich nur Boden, dann kombiniere ich das Ganze wieder ein bisschen. Und die Leute haben aber alles so trainiert, dass es möglich keine Verletzungen Natürlich gibt es immer Verletzungen, aber es möglich keine Verletzungen, weil das sind Profis. Und wenn die eine Verletzung haben, können sie nicht antreten. Und wenn sie nicht antreten können, verdienen sie kein Geld. Ganz easy. Thomas: verdienen sie kein Geld. Oliver: waren ja dann oft in Amerika, wir waren sicher zehnmal ⁓ mehr, wir sind jedes Jahr zwei, drei Mal hingefahren zu Sensei Go-Ko und haben da die ganzen Klassen mitgemacht und haben das sehr genossen und haben unsere Fähigkeiten auch sehr gesteigert dort, was das betrifft. Und dann kamen aber auch die ersten wissenschaftlichen Berichte raus, dass immer mehr Spitzensportler im Bereich MMA, Boxen... und so weiter, nicht mehr im Training, nicht Vollgas geben, weil die alle festgestellt haben, dass es nicht nur verletzungsintensiv ist, sondern dass auch der Lernprozess nicht funktioniert unter diesem 100 Prozent Druck, sondern der Lernprozess funktioniert viel besser, wenn man spielerisch arbeitet, weil dann das Gehirn diese Sachen aufnimmt und auch sozusagen Zeit hat, die zu verarbeiten, statt dass es nur voll gestresst ist und du quasi... aus dem Sparring mit den gleichen Fähigkeiten wieder rausgehst, wie du reingegangen bist. Und dass es wesentlich mehr bringt, Sparringübungen in dem Sinn zu machen, dass die Verletzungsfrei ablaufen, dass man bisschen Spaß dabei hat und dass man dabei seine Fähigkeiten massiv steigern kann. Da gibt es also Berichte in einschlägigen auch MME-Magazinen und so weiter. Thomas: Aber nicht desto trotz ist das Sparring für mich in der Kampfkunst unerlässlich, ⁓ wie gesagt die Fähigkeiten zu trainieren, Durchhaltevermögen zu haben. Ja, das ist es. Oliver: Auch das Selbstvertrauen. Ich glaube, man das regelmäßig macht, dann weiß man auch, man kann austeilen, man kann auch vielleicht mal einstecken. Im Stress kann das immer passieren. Das ist ja nie dieses exakte, was die Leute glauben, ich lerne jetzt einen Kampfstil und dann mache ich genau die gleiche Technik im Kampf. Da kommt dann Stress dazu. Stress muss man ja auch üben. Das wäre ja auch so ein Ding, was Sifu dann eingeführt hat oder in seinen Ich glaube, man regelmäßig macht, dann weiß man auch, man kann austeilen, man kann auch vielleicht mal einstecken. Im Stress kann das immer passieren. Thomas: Genau. Genau. Oliver: oder in unseren Unterrichtsprogrammen reingebracht hat, dass man Stresstraining mit reinbringt, das natürlich in der Selbstverteidigung dazugehört. Das macht ja einen riesen Unterschied, ob ich da im Doshu stehe und irgendeine Technik abspule oder ob ich auf der Straße stehe Dann entsteht Stress. Dann entsteht plötzlich die Angst, das eigene Leben zu verlieren oder vor, was auch immer ihr. Und in dem Stress noch reaktionsfähig zu sein und zu arbeiten, da hilft natürlich Sparring auch, weil man einfach dieses Selbstverständnis hat. gerade im Grappling so, ich dann irgendwann auch selber, weil ich ja da nicht spezialisiert war, aber wo dann irgendwann auch gemerkt habe, okay, wenn der schwerer ist wie ich oder technisch besser das macht überhaupt nichts, wenn der das schafft, ⁓ auf mich, was wir in eine Mountain-Position zu kommen, in das und das zu kommen, weil ich weiß ganz genau, dass ich dann einfach weitermache und irgendwann habe ich wieder herunten. Und diese selbstverständlich zu schaffen, dass man Fähigkeiten hat und dass man die ausspielen kann, das kommt glaube ich auch durchs Sparring, ganz ganz sicher. Thomas: Du kannst im Sparring halt nicht unsere spezifischen Techniken einsetzen, wie Kekoptschlag, in die Augen gehen und so weiter. Aber das hat nichts mit den Fähigkeiten zu tun. Natürlich in der Selbstverteidigung, da macht man sowas, aber nicht im Sparring. Sparring ist für mich eine ganz andere Priorität. Dass man lernt, sich durchzusetzen, dass man lernt... einzustecken. Es ist ja nicht so, dass du keine abkriegst. Man lernt einzustecken, man lernt sich durchzusetzen, man lernt halt Kampfgeist. Oliver: mit dem Einstecken ist ja auch so ein Ding, dass dann Menschen, nie Spargen machen, und glauben, sie können kämpfen mit ihren Techniken und dann läuft das halt im Kampf nicht so ab, wie es vorher im Training gemacht hat, weil es es nie so ab, wie es trainiert, ja, in der Realität. Und wenn ich dann eine auf den Kopf kriege und dann das nie einer auf den Kopf kriegt habe, das habe ich schon oft gesehen bei Leuten, ich habe schon Leute gesehen, die haben eine an Kopf gekriegt und die haben dann ganz aufgehört zu trainieren, Weil das für sie ein kompletter Schock war. muss nicht unbedingt als jemand, Selbstverteidigung übt, jetzt an Sport betreiben, sagen, ich lerne jetzt komplett Grappling oder Kickboxen und gehe dann da regelmäßig auf den Wettbewerb. Das ist nicht notwendig, weil das ist eine andere Art von Sparring, die wir machen oder andere Übungen, Also gibt es viele Möglichkeiten, wie man üben kann für Selbstverteidigung. Aber faktisch auch, vielleicht sollte man das hier auch mal sagen, ⁓ oft habe auch Leute, mir schreiben, mach mal Sparring mit dem Boxweltmeister oder mit diesem oder jenem und dann... dann kann man sehen, ob du geeignet bist als Lehrer für Selbstverteidigung. meine, was der Lehrer kann oder ob der gut ist im Sparring spielt überhaupt keine Rolle für den Schüler. Ich meine, schau dir das mal an. Es gibt ja viele Boxtrainer zum Beispiel, die selber nicht im Ring stehen und boxen und trotzdem saugut sind. wenn irgend einer beruflich Profi, zehn Jahre Türsteher war, dann kann der wahrscheinlich kämpfen. Das heißt aber noch lange nicht, dass er das, was er kann, unterrichten kann. Dass der kämpfen kann, ist ja sowieso klar. Und das wird ja oft so bisschen verwechselt. Und spielt eigentlich in Ding keine Rolle. Das Sparling ist nicht als Vergleich gedacht, sondern da geht es wirklich darum, eigenen Fähigkeiten ⁓ steigern. Das ist eigentlich die Grundidee. sind ja bei uns, da gibt es X-Stories, Leute zur Tür reinkommen und sind bei mir in die Schule und mich echt rausgefordert haben. ⁓ Früher haben wir uns ja oft gebrügelt in der Das ist dann später abgestellt worden, ⁓ weil die Leute haben angefangen Anzeigen zu machen. Wenn irgendwen verletzt hast, war früher ein anderes Mindset da, oder? Kann man das so sagen? Du hast das sicher auch erlebt, dass dann Leute kommen und mein Stil ist besser als dein Stil. Das interessiert mich heutzutage nicht mehr. Wenn einer glaubt, sein Stil ist besser, dann soll er es doch machen. geht mir auch vorbei, wenn ein Stil besser ist oder sonst was. Thomas: Das kann man so sagen, Oliver: Heutzutage habe ich die Meinung, die mein lieber Sifo auch gesagt hat, der hat gesagt, wenn jemand wirklich wissen will, ob ich kämpfen kann, weil ich bin Experte für Selbstverteidigung, dann soll er mir bitte auf der Straße überfallen, wenn ich nach dem Training rausgehe und dann wird er schon sehen, was passiert. Weil ich kann ja nicht legal meine Waffen einsetzen. Meine Hände sind Waffen, ich sage es euch. ⁓ Spaß beiseite. Aber wie du vorher gesagt hast, erstes Ziel ist Hals, Kehlkopf, Genitalien, Kniescheiben und so weiter und sofort in der Selbstverteidigung. möchte mir, ich möchte beispielsweise Frauen beibringen, wie sie sich gegen größere, stärkere Gegner verteidigen können. Und das macht überhaupt keinen Sinn, denen jetzt zu sagen, jetzt ziehst du mal Boxhandschuhe an als 50 Kilo Frau und ich stell dir hier so einen 100 Kilo Mann hin. und dann kannst du gegen den mal ordentlich Sparring machen, der geht einmal her und macht diesen, dann ist sie weg. Aber wenn die hergeht und sofort das Richtige macht, kann die auch einen großen, größeren, stärkeren Gegner stoppen. Und da gehören alle möglichen Sachen dazu. Ja, gehört... Thomas: Das ist richtig. Das ist ja auch immer das Argument von Leuten, die kein Sparring machen wollen. Aber man muss sagen, selbst eine Frau, sagt, ich möchte Selbstverteidigung lernen, sollte gewisse Fähigkeiten sich anheignen, wenn es mal darum geht, dass der Gegner oder der Partner nicht kooperativ ist. Verstehst du? Und Übungen, ja. Oliver: Auf jeden Fall. Darum sage ich, sparing Übungen. Also wo man sagt, wir haben zum Beispiel den Redman, für diejenigen, die das nicht kennen, eine Komplettschutzausrüstung. Und dann kann Mann oder Frau beispielsweise auch ordentlich Genitalkicks üben und alles Mögliche machen. das kann man dann integrieren auch in ein Training, ⁓ bisschen Stress reinbringt oder wo man die Vorkampfphase integriert, wo man sagt, hey, will keinen Streit und so weiter. Und da gehört... Wie bei unserem Blitzprogramm, können sehr oft auch psychologische Überraschungsmomente dazu und ähnliches. Das hast du ja im Sparring nicht. Sparring ist ja alles schon gesettet. Du warst, dann findet es statt. So und so viel Uhr, das sind die Regeln, das ist der Gegner. Bumm, bumm, bumm, bumm. Ist okay, da ist nichts verkehrt dran. Wir sind ja auch kein Gegner von sportlichen Wettkämpfen oder irgendwas. Du, Thomas, wolltest du ja nach L.A. fahren. Thomas: Das Oliver: zum BJJ dort anzutreten, das ist ja nichts verkehrtes. Warum soll man nicht einen sportlichen Wettkampf machen oder Sparring machen? Und wie gesagt, das prägt ja jede Menge Fähigkeiten auch aus. was du schon gesagt hast, Wing Chung muss auch unter Druck funktionieren. Und das gilt nicht nur für Wing Chung, das gilt wahrscheinlich für alle anderen Stile auch. Wenn man irgendwo Selbstverteidigung betreibt, dann sollte das unter Druck funktionieren und dann muss man Szenarien schaffen, wo dieser Druck Thomas: Ja. Oliver: vorhanden ist, auf verschiedenster Art. Thomas: Richtig, genau. Weil wenn Leute kein Sparring machen oder Sparringsübungen tun, die kreieren für sich selbst eine falsche Sicherheit. Eine falsche Sicherheit, dass sie kämpfen können. Aber das wird nicht funktionieren. Ja, deshalb werden wir auch in Zukunft wieder mal so Tuftes anbieten oder sowas. Da sind wir dran. Oliver: ich auch vorhabe sind spezielle Lehrgänge anzubieten, wie man Sparring oder auch Grapplingübungen so umwandelt, dass man es in der Selbstverteidigung und mit den Chungtechniken entsprechend verwenden kann. die Übungen ⁓ zu modifizieren, dass sie für Selbstverteidigung geeignet sind. ⁓ glaube, das ist eine wichtige Sache, so wie wir es bei den Taftes auch gemacht haben. Thomas: Genau. Oliver: euch unser Podcast gefallen hat, dann hinterlasst bitte ein Like und klickt auf Abonnieren, das würde uns helfen. Ihr könnt diesen Podcast auf YouTube, Spotify und auf Apple Podcasts hören oder sehen. In diesem Sinne, bis zum nächsten! Thomas: Bis bald, ciao ciao.