Oliver: Willkommen zu unserem Podcast, The Two Grandmasters. Hier Großmeister Thomas Strön. Thomas: Hallo, ich grüße euch. Oliver: Und ich bin Oliver und wir zwei machen diesen Podcast, ⁓ unsere Eindrücke der letzten 40 oder mehr Jahre im Bereich Wing Chung, Kampfkunst, im Bereich Unterricht von Selbstverteidigung und so weiter an euch, an die die Lust haben hier zuzuhören, weiterzugeben. Und hier gleich am Anfang ein kleiner Disclaimer, wir zwei machen das. Das ist also kein offizieller Verbandspodcast der EWTO und wir machen das auch nicht kommerziell. Und wir wollen heute ⁓ mal eure Fragen beantworten. Das heißt, wir sind so happy, weil der Podcast wirklich gut durchgestartet haben. Wir haben es bisher geschafft, jede Woche einen neuen Podcast rauszubringen. Wir versuchen, dem Tempo weiterzuarbeiten und zum Thema nicht kommerziell. Also wir stecken da viel Arbeit rein. das sieht man nicht. Also jeder von euch, schon mal so einen Podcast gemacht hat, der wird das wahrscheinlich wissen, was da an Arbeit drinsteckt und an Ressourcen und an Technik im Hintergrund. Im Moment schaffen wir es auch jede Woche einen neuen zu machen, da sind wir ganz happy. Und wir werden damit belohnt, dass wir damit recht erfolgreich sind. kriegen sehr viele Likes. Bitte hinterlasst ein Abo, wenn es euch gefällt. Und wir kriegen auch sehr viele Kommentare rein. Und wir können die natürlich nicht alle jetzt mit fünf Seiten ⁓ oder so ausführlich wie wir wollen. Dafür sind es zu viele. Aber deswegen haben wir uns entschlossen, von Zeit zu Zeit so einen kleinen Podcast zu machen, wo wir Questions und Ansatz machen, wo wir also auf eure Fragen eingehen. Wir können nicht auf alle eingehen, aber auf sehr viele eurer Fragen. Und das ist so der Plan heute. Ja, ich fange vielleicht gleich mit einer Sache an. Jemand hat vorgeschlagen, dass ein Podcast länger als 35 Minuten sein soll. für den Vorschlag. Wir machen Podcast sehr spontan. Das heißt, wir haben jetzt nicht ein 100 % fertiges Drehbuch und alles ist vorher schon vorgeschrieben und alles, das wäre uns viel zu steif. Wir wollen so ein Podcast locker. unsere Meinung reinbringen, locker miteinander quatschen. Das ist so ähnlich, wie wenn wir gemeinsam Kaffee trinken gehen. Vielleicht mit ein paar Schülern oder in der Lehrgangspause ein Schüler uns fragen, wie war denn das in Zeit in Schloss Langenzell? Und dann erzählen wir denen einfach was. Das wirkt, glaube ich, viel, lockerer und kommt auch bei euch vermutlich jetzt mal besser an, wie wenn wir hier irgendwas ganz steif hier vorlesen Und dadurch ist auch nie klar, wie lange das läuft. Wir machen immer so lange, wie wir für ein Thema einfach so quatschen. ihr Fragen zu den Themen habt, und da sind wir auch wie gesagt sehr dankbar dafür, schreibt die Fragen einfach in die Kommentare. Wir werden das wieder dass wir Fragen beantworten. Und manche Fragen sind auch so super, dass wir sagen, okay, da machen wir einen komplett eigenen Podcast drüber. noch ein wenig das Thema, jemand hat geschrieben, wir sollen die Qualität verbessern. Also ganz am Anfang war, ich glaube der Ton nicht ganz so gut. ⁓ Wir versuchen bei Podcast so bisschen besser zu werden. Wir sind ja da komplette Neulinger, wir sind ja keine Studio-Profis, oder Thomas, oder bist du Studio-Profi? Thomas: Ich bin kein Studio-Probin, nee. Ich bin froh, wenn ich die Kamera ankriege. Oliver: Eben. Und wir haben es aber inzwischen geschafft. Ihr seht, wir haben diese komischen Kopfhörer. Hab übrigens auch schon gehört, ihr auch ohne diese TeneTabe Kopfhörer was machen. Können wir. Aber das trägt zur Verbesserung des Tons bei. Mit der Software, mit der wir arbeiten. Und der Podcast selber ist ja auf YouTube, auf Spotify und auf Apple. Und auf Spotify und Apple ist es zum Hören. Auf YouTube könnt ihr uns auch sehen. Und gerade die, die hören. Da macht der Ton sehr viel aus. Wenn ich selber nutze das sehr oft beim Autofahren, dass ich Podcasts höre, da kann man die Zeit nutzen, wenn man irgendwo von A nach B fährt Ist das ziemlich geil, wenn man coolen Podcast hören kann. dann will man natürlich auch eine Tonqualität. Wir arbeiten dran jetzt, und versuchen uns da jedes Mal so besser zu machen und dann werden irgendwann mal Vollprofis werden. mal die erste Frage, die schmeiße ich jetzt gleich mal zu dir Thomas. Jemand hat geschrieben, selbst ein Yebman oder Wong Shong Le hätte sich niemals selbst als Großmeister bezeichnet. Leute, die sich selbst als Großmeister nennen und so weiter und so fort. Also so bisschen Kritik dran, dass wir hier als The Two Grandmasters auftreten. Willst du was dazu sagen? Thomas: das ist heute darum gebe, dass ich jeder Großmeister nenne, der einen eigenen Verband hat. Jeder der eine eigene Schwule hat, zieht sich gelb an. Der einzige Unterschied, warum wir Großmeister sind, wir sind dazu ernannt worden und haben uns nicht selbst ernannt. Genauso wie unser Lehrer Großmeister Kernspecht. der ist als Großmeister ernannt worden und hat sich nicht selber dazu gemacht. Im Prinzip kann sich jeder, der einen eigenen Verband hat, Großmeister nennen. Ob da was dahinter ist oder nicht, das lässt man dahingestellt. Oliver: dem Thema muss man ja sagen, dieser Begriff Großmeister kommt aus China. In China war das so oder ist das so, dass jemand, der das Oberhaupt eines Stils ist, Großmeister ist, wird oft über Generationen weitergeben, innerhalb der Familie. Bei uns ist es so, wie der Thomas schon gesagt hat, wir machen beide seit über 40 Jahren Wing Tsun. es gibt ein Graduierungssystem, so wie in allen Kampfkünsten, das gibt es im Wing Tsun, das gibt es aber auch in japanischen Kampfkünsten, in koreanischen Kampfkünsten, in den verschiedensten Kampfkünsten. Was ist in den westlichen Systemen, so wie im Boxen oder MMA oder Ringern oder so gibt es kein Gradierungssystem. Aber in Asien, seit ich 12 oder 13 bin, mache ich Kampfsport. Früher habe ich Karate angefangen und da ging es immer darum, ok, du lernst das Programm und dann machst du eine Prüfung. Und da gab es eine Hierarchie und das ist etwas ganz Normales, Asiatisches. Das haben nicht wir erfunden und uns nicht selber gesagt, ah ja, wir müssen uns jetzt Großmeister nennen. sondern das gab es und das gibt es und das ist in allen diesen asiatischen Kampfsportarten oder Kampfkünschen gang und gäbe. Und bei uns war es so, dass wir, wir haben als Schüler angefangen, da gab es Schüler gerade und dieses Graduierungssystem gab es eigentlich in ganz traditionellen, nicht in China, aber es gab einfach Schülerlehrer und dann eben der, der, also das Oberhaupt des Stils war der Großmeister. Und bei uns war es so, das Großmeister Langding in seinem Buch Wing Tsun Kuen irgendwann diese Graduierungs-Hierarchie übernommen hat, weil er schon in die, waren es die 80er Jahre, 70er, 80er Jahre erkannt hat, dass die japanischen und koreanischen Stile weltweit sehr bekannt sind, weil sie Graduierungssysteme haben und dadurch sich ausgebreitet haben und die chinesischen Kampfkünste unbekannt noch waren, wo wir angefangen haben, gab es eigentlich sowas, was man heute Kung Fu nennt, so gut wie gar nicht, Vielleicht im Untergrund oder so, ja, geheim. Und dann meistens die meisten Leute, die bei uns Kung Fu unterrichtet haben, haben nur so getan als ob, die haben sich irgendwas aus den Fingern gesaugt und irgendwas, irgendwelche Fantasietechniken unterrichtet. Thomas: Hahaha. Oliver: Dann hat Großmeister Langting das in diesem Wing Chung Kühnenbuch festgeschrieben und hat gesagt, pass auf, in unserem System und das ist das, wir seit, also wir haben ja das Langting Wing Chung seit 1976, glaube ich, 1976 hat Großmeister Kernsprech das nach Europa gebracht und damals auch dieses Graduierungssystem übernommen. Auch wenn wir jetzt nicht mehr nach dem Langting-System arbeiten. Das kommt dann auch in einer anderen Frage noch vor, was da die Unterschiede sind und so weiter. Und in diesem System gab es dann zwölf Schüler gerade, zwölf Lehrer oder Meister bzw. Großmeister gerade. ersten vier gerade nannten die Chinesen Techniker gerade. Wir haben das dann auch anders benannt, weil wir der Meinung sind, dass man ja nicht nur Techniken übt. sondern auch Fähigkeiten und dass Techniker auch irgendwie so klingt wie Technikerkrankenkasser oder wie jemand der Ingenieur ist in irgendwas. So Textiltechniker oder Metallbautechniker oder Elektrotechniker. nicht du Elektrotechniker? Thomas: Doch, auch, Oliver: Na, siehst, dann passt ja die Bezeichnung. Und damals war es dann so, dass wir die Bezeichnung dann in höhere Grade bzw. Lehrergrade umgewandelt haben. Also die ersten vier nach den Schülergraden, nach den zwölf Schülergraden waren dann Lehrergrade. Dann kamen vier Meistergrade. 9, 10, 11, 12 waren dann die sogenannten Großmeistergrade und zwar eigentlich nur 9 und 10, weil Grad 11 war vorbestimmt für jemanden, der sich aus dem aktiven Unterricht zurückgezogen hat, und den Grad 12, wir ja dann unserem Sifu, der im November vor eineinhalb Jahren verstorben ist. wir haben unserem Sifu dann, nachdem er verstorben ist, den 12. Meistergrad verlieren, weil der wird nur posthum verlieren an Menschen, die sich extrem verdient gemacht haben um Wing Chung. er hat Wing Chung nach Europa gebracht, er hat es in ganz Europa verbreitet. Auch wenn es heutzutage Stimmen gibt, die... die was anderes behaupten. Aber ich glaube auch, man kann sagen, dass die meisten Menschen, hier Wing Tsun unterrichten, ursprünglich aus dieser Linie stammen. Selbst die, die jetzt behaupten, direkt von einem Ding gelernt zu haben, darf man das sagen. Die wahre Geschichte. Also ursprünglich der Sifu zwei Schüler gehabt, den Jugoslawien, den Slavko Truntić und den Miloš Bosenica, den dann Großmeister Langting entgegen der Tradition direkt übernommen hat, obwohl die Chinesen eigentlich immer sagen, der Lehrer darf, der Sifu darf nicht gewechselt werden. Und derjenige, der jetzt in Ungarn Wing Tsun macht und sich als Nachfolger von Großmeister Langting proklamiert oder den wahrscheinlich Großmeister Langting als Nachfolger ernannt hat, eigentlich indirekt der Schüler vom Schüler von unserem Sifu ist, wenn man es ganz genau betrachtet und diese chinesische Regel, dass man den Lehrer nicht wechseln darf. Und sehr viele Mitstreiter in Europa, die wir haben, die andere Verbände betreiben oder auch irgendwo in dieser Szene bekannt sind, waren ursprünglich Leute, von Großmeister Kernsprech gelernt haben. Ich würde sagen die meisten, oder? Kann man das so sagen? Thomas: meisten. Ja, das kann man so sagen. das... ⁓ hat als Erstes war er in London, hat da Wing Tsun gelernt, vom Josef Chen. Und dann ist er von dem Josef Chen zum Leon Ting gewechselt. Und zu der Zeit gab es ja, es gab in Deutschland, Europa, gab es nix. Es gab nur in London diesen Josef Chen. wo er gelernt hat. Also kann man schon sagen, die Wintchungen in Deutschland oder in Europa betreiben, die stammen irgendwo immer aus der Linie vom Sifo Kernspecht. Oliver: Josef war nicht sein Sifu, sondern der hat den ausnahmsweise im Unterricht so bisschen zuschauen lassen. Und Sifu hat sich dann an die Sihings ran gemacht, an die Schüler von Josef Cheng, dass die ihm bisschen was zeigen. Weil der Josef Cheng noch in dieser ganz alten Tradition, ⁓ dass man einem Europäer sowas gar nicht zeigt, weil früher Wing Tsun stammte aus diesen Geheimgesellschaften, die auch nationalistische Ziele gehabt haben und die gesagt haben, ist ja das einzige Kung Fu, mit dem wir uns gegen die ⁓ größeren stärkeren Europäer wehren können. Und das darf nicht weiter unterrichtet werden an Ausländern. ⁓ Und hat er anfangs in Brüssel in Amerika Schwierigkeiten bekommen und die haben ihm Herausforderer geschickt. die hätten ihn stoppen sollen, chinesischen Kampfkünste an die westlichen Menschen weiter zu unterrichten. So ähnlich war das. ⁓ Thomas: Ja, genau so ähnlich war das. Oliver: Das ist ja eigenes Thema, die Geschichte ist hochinteressant, die Windschunggeschichte. Hier schreibt jemand, und da sind wir ja auch schon wieder beim Thema, mich würde ein Vergleich zwischen Leng Ting Wing Chung und Ewe Teow Wing Chung interessieren. Können Sie mal ein Video über die Unterschiede machen? Das können wir sicher mal machen, ist alles mal angedacht. Das erste wäre natürlich auch, das Thema ist ja sehr, ausführlich, dass wir darüber einen kompletten Podcast machen, über diese Unterschiede. vielleicht mal hier so ganz kurz ein paar Sachen, wie sich das bei uns entwickelt hat und was wir anders machen und dafür würde das Wort an Thomas geben. Thomas: Also, ich fang mal ganz vorne an. Das traditionelle Wing Tsun, es in Hong Kong unterrichtet wird, umfasst Form, Chi Sao und Lat Sao. So ist es die Reihenfolge, wie es unterrichtet wird. Sifu hat aber gesagt, okay, hat sich gedacht, ⁓ die Kampffähigkeit und die Selbstverteidigungsfähigkeit muss etwas schneller gehen. Dann hat er ein sogenanntes Lat Sao Programm entwickelt. wo er dann seinen Schülern beigebracht hat. Danach kamen Innovationen, zum Beispiel Blitzdefense. Das gibt es ja in den chinesischen Traditionen, nicht, er hat alles in Frage gestellt, wie man seinen Körper bewegen kann, wie man seine Sachen bewegen kann, was muss man... zuerst lernen, welche Fähigkeiten braucht er und daraus hat er die großen Sieben entwickelt. Die, man trainieren soll mit verschiedenen Übungen. Aber dann noch nicht genug, dann ist es weitergegangen, dass er gesagt hat, okay, ich bin jetzt ein bisschen älter, ich muss was haben, wo ich auch gegen körperlich stärkeren was machen kann, weil er war ja, wer ihn kennt, der war ja früher sehr, sehr kräftig und sehr, sehr, sehr stark. Aber mit dem Alter, so wie wir jetzt auch wissen, wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten, brauchen wir eine Methode, ⁓ das zu kompensieren. Und da hat er sich in verschiedenen Kampfkünsten umgeguckt, hat gelernt, hat gemacht, hat geforscht und hat diese organische Biomechanik entwickelt, die wir in unserem heutigen Wing Tsun einfließen lassen. Und dadurch wird das Wing Tsun, wenn man es richtig macht, richtig trainiert, sehr, einfach für jemanden, sich selbst verteidigen muss. Das war jetzt mal ganz kurz, knapp, was er da gemacht hat, wie man das so unterscheiden kann. Oliver: Ja, da sind ja einige Schritte drinnen. Sifu hat glaube ich das ganze Leben immer wieder geschaut, wie kann man diese Kampfkunst möglichst so betreiben, dass man sich damit verteidigen kann. Er hat das, also unser Wing Tsun, wir nennen das ja auch Funktionales Wing Tsun. Wir sehen uns ja auch in der Tradition von Sifu, wir zwei, so wie wir unterrichten. Und wir nennen das Funktionales Wing Tsun. Funktional heißt, dass das auf die Biomechanik ausgerichtet ist. Und am Anfang, wo wir zwei mit Wing Chung angefangen haben, einfach angefangen, gesagt, okay, wir lernen jetzt die Form und dann von der Form her lernen wir Grundtechnik und dann ziehen wir uns Boxhandschuhe an und machen das funktionierend. Das war so die erste Idee, wie kann man das dahin bringen, dass es im Kampf auch funktioniert. Und dann ist diese Technologie sozusagen immer wieder verfeinert worden. es ist also wie gesagt ein Thema für einen komplett eigenen Podcast. wir glauben nach wie vor, das haben wir ja in einem anderen Podcast auch schon dargelegt, dass dieses ganz klassische Wing Tsun von den 80er Jahren sehr viel Verbesserung benötigt, ⁓ heute kämpfrisch zu bestehen. Damals war so, es war der Überraschungseffekt da. Das war die eine Sache. Einfach gradlinig vor Kettenvorstöße, wir haben das trainiert bis zum Umfallen und haben dann sehr stark kompensiert. Man sieht heutzutage auch noch einige, die das immer noch sehr stark im Netz bewerben und sagen hier, wir haben das Original Wing Tsun und das funktioniert. Dann sieht man meistens einen Lehrer, körperlich stärker ist als seine Schüler und der die einfach überfährt und kompensiert durch mehr Kraft, durch mehr Schnelligkeit, durch viel viel mehr Training. Man sieht dann meistens einen Profi, der acht Stunden am Tag nur das macht und hat Schüler, sind Amateure, die das dann schlucken und die diese Heilsbotschaft glauben. Aber stellt euch halt mal hin gegen jemand, der bisschen Boxen macht, ein bisschen MMA macht oder Grappling macht oder irgendwas und der dort bisschen Gas gibt. haben wir uns dann auseinandergesetzt und Cifo hat dann ständig verbessert, verbessert, verbessert und auch die Trainingsmethode verbessert. Also Wing Tsun ist eine wunderbare Sache. Und was man hier vielleicht auch nochmal sagen muss, Cifo hat sich ja nicht nur das Hongkong Wing Tsun ⁓ weil hier geht es ja auch jetzt darum und die Frage, was wir jetzt anders machen als das Lang Ting Wing Tsun. In Hongkong hat sich ein gewisser Wing Tsun Stil breit gemacht, der auf diesem Röhrenprinzip funktioniert. Auch ein interessantes Thema, wo man vielleicht auch mal einen Podcast machen muss, ich sofort mal ein Video darüber gemacht. Röhrenprinzip, das heißt der V-Stoß kommt immer in der Mitte, es wird die Zentrallinie besetzt, man geht davon aus, dass die Mitte der schnellere Weg ist und arbeitet quasi immer in dieser Mitte, wehrt alles in der Mitte ab und weil die meisten dann Mitte gegen Mitte arbeiten, funktioniert das ja auch ganz gut. Mit der Theorie, dass wenn jemand von außen kommt, dass er viel viel länger braucht mit so einem runden Angriff. Und das ist eine Theorie. Und dann gibt es die andere Theorie, die wird in Fazern auch verbreitet, weil Wing Tsun kam ja aus Fazern geschichtlich und die Mann kam ja aus Fazern und in Fazern betreiben sie dieses Vier-Ecken-Modell. Wie ein Box. Und da geht es immer Öffnen und Schließen. in alle vier Richtungen. Und wir kombinieren diese zwei Modelle. Also wenn uns Leute vorwerfen, dass das, was wir machen, nicht traditionell ist, dann könnte man sagen, ist eher traditioneller als das, was es vorher war. Weil beide Konzepte haben Vorteile in gewissen Situationen. Und Peng Chung ist deswegen nicht schlecht. Man muss nur wissen, wie man es entsprechend einsetzt. Weil manche Prinzipien und Konzepte stecken ganz oben drin, zum Beispiel in der Doppelmesser-Form. Und wenn man die nicht kennt, dann funktioniert es im Kampf nicht, weil es war so bisschen das chinesische Denken, alles möglichst lange heimzuhalten. Und deswegen die guten Sachen stecken immer weiter oben drin. Und sie fuhren ja damals auch schon für das Blitzprogramm beispielsweise Sachen aus der Holzpuppenform genommen oder gesagt, was brauche ich eigentlich, ⁓ mit vier Bewegungen mit zu verteidigen, ohne Rücksicht darauf, aus welchem Programm das kommt. Und so ähnlich machen wir das, glaube ich, momentan auch, dass wir Sachen nehmen, zum Beispiel Prinzipien und Schrittarbeit aus den Doppelmessern und die dann einbauen in alle Schülerprogramme. Warum soll man das irgendjemandem vorenthalten? Thomas: Genau. Und ja, das ist eigentlich so ganz knapp der Unterschied zwischen Leon Ting, was Hongkong unterrichtet wird, und das, was Sifu Kernspecht hier in Europa unterrichtet hat. Oliver: Frage Thomas, fragt jemand, können Sie, also jetzt frage ich dich mal, kannst du das erklären? Bin ich gespannt, ob du sowas warst. Was Werk Chung, 360 Grad Wing Chung und Blitzkombat und Blitzfightisch. Also das sind ja vier Begriffe, vielleicht fangen wir mit dem ersten Mal an. Derjenige, der hier fragt, möchte gern wissen, der hat diese Begriffe gehört bei uns oder Cifus Bücher gelesen und jetzt würde er gern wissen, was das überhaupt ist. Also fangen wir mal an mit ⁓ Thomas: Reaktion, was ist Reaktion? Reaktion ist eine Trainingsmethode. Das hat nichts mit dem Kampf zu tun. Das ist eine Trainingsmethode, ⁓ gewisse Fähigkeiten zu schulen und zu erlernen. Ganz banal. Oliver: Und was macht man da? Thomas: Man macht genau dasselbe, was man sonst macht, nur mit Ganzkörperbewegungen. Zum Beispiel einen Tanz-HRV-Stoß, da wird der Körper bewegt und Weich in Anführungszeichen nachgegeben. Das könnte man auch irgendwann in einem Podcast machen. Was ist überhaupt weich? Die meisten denken, die Weichheit kommt daher, dass ich mich schlecht ausreißen Oder dass ich meinen Körper zusammensacken muss. Das ist aber Bullshit. Weichheit ist was ganz anderes. Und 360°-Winchung ist ganz einfach. Ich muss mich ja rund um mich bewegen, wenn ich irgendwo in der Mitte gefangen bin. Oliver: D Thomas: Und dann muss ich mich ja verteidigen können. Das ist auch ein Konzept, eine Trainingsmethode einfach. Und das ist eigentlich Reaktion, das sagt er schon raus, ich muss lernen zu reagieren, muss bestimmte Angriffe abwehren können. Das ist eine Trainingsmethode. Und 360 Grad-Wing-Chung, das sagt der Name auch schon, da geht es darum, wenn ich umzingelt bin, wenn ich, ich muss ja Achtsamkeit in allen Richtungen haben. Oliver: Der Sifu hat ja eigentlich das Programme eingebaut. Bei uns ist ja so, dass alles sehr schön strukturiert ist. Das ist ja auch ganz wichtig für den Schüler, dass er einen stufenweisen Weg hat, wie er von Stück zu Stück, von Programm zu Programm kommt und wie er selber besser wird, so wie in allen Lebensbereichen. wie wenn man sagt, okay, man steht vor einer riesigen Felswand. Wenn da jemand Stiege raufbaut mit kleinen Stufen, dann kommt man überall rauf. Wenn ich vor so einer Wand stehe, dann werden viele sagen, hm, schwierig da raufzukommen. Und so bauen wir dem Schüler auch so Art Stiege, wo er Stück für Stück vorwärtskommt. Und beim Reaktion, das ist nicht ein Anfängerprogramm, sondern das Anfängerprogramm ist eigentlich Blitz. Das heißt, selber anzugreifen, was wesentlich einfacher ist und was wesentlich weniger können. bedeutet, Angreifen bevor der Gegner angreift, Witzdefense mit nur vier Techniken und beim Reaktion da übt man dann in den höheren Schülerprogrammen, dass der Partner oder Gegner angreift und dass man dann auf diese Angriffe reagiert, so wie das Wort Reaktion steckt hier auch drin. Bei 360 Grad ist auch so ein Stufenprogramm, wo Sifu gesagt hat, okay, wir teilen das in verschiedene gerade ein, also wir machen acht Sohle wie dort ein Stück. Und wenn ich einen Gegner habe, dann steht der eben vor mir. Wenn ich zwei habe, dann muss ich mich in dem Bereich verteidigen und dann gibt es drei und so weiter und so fort. Dass man das langsam steigert und dass man dann in dem Bereich ist, wenn man umzingelt ist, 360 Grad. Zum einen, wie du schon gesagt hast, die Achtsamkeit und zum anderen, was mache ich in solchen Situationen, wenn ich im Lift umzingelt bin beispielsweise. Dann gibt es Blitzkombat und Blitzfight, diese zwei Begriffe noch. Wir haben ja immer irgendwie so Abteilung gemacht für die, die ein Sparring machen. Sparring ist übrigens so ein wirklich ein Thema, was sehr viele Leute triggert. Viele Leute schreiben da Kommentare rein von ihr könnt nicht kämpfen oder ihr macht kein Sparring oder es wird alles so verallgemeinert. Es stimmt so nicht. Thomas: Ja. Oliver: Bei uns im Verband gibt es so viele Schulleiter und alle sind Individuen, jeder hat andere Ziele. Und im Verband kann sich jeder ausleben, wie er denn will. Das heißt, der eine unterrichtet der Wing Chung, wo er sagt, möchte Leute unterrichten, die so bisschen älter sind und die mehr Zhigong machen, die das mehr aus Gesundheitsgründen machen. ⁓ Und dann gibt es Leute, die sagen, Ich möchte das gerne sehr traditionell unterrichten. Kann man machen. Da haben wir gerade vorher über das 80er Jahre Wing Chung gesprochen. Es gibt nach wie vor bei uns auch Leute, sagen, möchte dieses Wing Chung unterrichten. Dann gibt es Leute, die sagen, ich möchte Wing Chung mehr für Kinder unterrichten, mehr für Erwachsene, mehr für Senioren, mehr für Frauen. Und dann gibt es natürlich auch welche, die sagen, ich möchte Wing Chung mit entsprechendem Sprachring unterrichten, dass es auch Druck, in Wettbewerbssituationen funktioniert und so weiter und so fort. Und wir haben solche Leute, die mit ihren Leuten dann auch die Grappling-Klassen haben, die Sparring-Klassen haben. Sifu Matthias hier in Wien hat gerade eine neue Schule aufgemacht. Der habe ich gerade vor kurzem veröffentlicht, hat direkt auf der, Fensterscheibe unter anderem Kids wegen Chung, Erwachsenen wegen Chung, Sparring. Die haben eine eigene Sparrenklasse und das haben unserer Wing Chung Schulen und wir haben irgendwann mal überlegt, wie können wir eigene Sparte schaffen oder den Schulleiter unterstützen, wenn er solche Klassen will. ⁓ Bestrebung war Blitz Combat. Wir haben einfach einen Namen gegeben. Später haben wir zwei, sie hat uns dann beauftragt, dann haben wir Blitz Fight, eigenes Konzept gebaut. dass wir ein paar Jahre auch unterrichtet haben, ⁓ genau die Schulleiter mit diesen Sachen eben fit zu machen. Thomas: Das Problem ist auch, wie soll ich sagen, wenn jemand uns vorwerft, dass man keinen Sparring macht oder dass manche nicht kämpfen können, ja, das ist so. Aber die Intention, wie du schon gesagt hast, Oliver, warum das so ist, ist ja eine ganz andere. Warum kommen die Leute zu uns? Warum gehen sie nicht ins MMA? Da gibt so viele verschiedene Gründe Oliver: Oder? Thomas: Das heißt aber, dass das Wingschirg schlecht ist, wenn man es richtig trainiert, wenn man auch Kampf trainiert. Natürlich. Aber das ist ein sehr, sehr geringer Teil, dass das in unserer Wingchirg-Community, die das trainieren, so, das ist ein ganz geringer Teil. Aber die können auch kämpfen. Oliver: Ja, also wir haben diese Leute, die das können oder die das üben und andere wollen es halt einfach nicht, Aber der Erfolg gibt uns Recht. Thomas: Ja, so ist es. Oliver: So, jetzt haben wir eine interessante Frage. Aus welchen Stilen wurde Hayastan zusammengesetzt? Meines Wissens ist Hayastan reines Kreppling. Und dazu muss ich ansagen, da war eine Frage auch drin, die kommt irgendwo später noch. Da hat jemand, glaube ich, dich falsch verstanden, Thomas. Und hat dann statt Kosen Judo, Kobutan Judo verstanden und hat sich gedacht, was hat der Kobut dann mit dem Judo zu tun oder mit dem Grappling. Deswegen hier nochmal. Thomas: Wahrscheinlich durch meinen Dialekt. Oliver: Ja, denn Saarland, das ist einfach, wir brauchen einen Dolmetscher oder Untertitel. Vielleicht sollte man Untertitel reinbringen. Wir haben ja... Thomas: Ja, genau. Oder ich versuch's mal in Hochdeutsch, wenn ich's schaffe. Oliver: Ja, nee, besser nicht. Das wirkt zu unauthentisch. Aber wir haben ja hier auch eine Software, die dann so Transcriptions macht. Und manchmal lasse ich die auch einblenden bei so Und dann sind Sachen falsch. Und manche weisen uns dann darauf hin, die sagen, hier, Wing Chung ist falsch geschrieben, oder ihr habt hier komische Ausdrucksweise. Das hat dann die KI gemacht. Und ich schaue zwar immer drüber, aber manchmal übersieht man auch was. Also sorry für Fehler, wir sind auch nur Menschen. Aber es geht halt immer auch darum, wie viel kann man in einer Woche schaffen. Und wir machen ja den Podcast nicht hauptberuflich. Wir machen ja andere Sachen auch noch. Wir unterrichten ständig, wir geben Lehrgänge, was unsere Hauptintention ist. Wir sind beide mit Herz und Zähle Wing Chung Lehrer. Wir wollen unsere Schüler weiterbringen. Für die machen wir eigentlich auch den Podcast. Wir freuen uns auch, wenn andere das anschauen. Aber was für Stile sind generell im Highest Ungrappling drin, Thomas? Thomas: Also, Hayastan ist ein Überbegriff für das, was unser Sensei-Kokoro in Los Angeles und Umgebung in seinen Schulen anbietet. Das Hayastan-Kräppchen-System besteht aus den verschiedensten Stilen. Zum ersten Sambo. aus dem Kosenjudo, Catchwrestling, das er von Sensei Chin und Labelle gelernt hat. Genau, das sind die Grundlagen seines Gripting-Steels. Oliver: Ja, das Kose in Judo vielleicht auch nochmal dort auszuholen, das war eines der Anfangs-Judo-Stile des Gründers, Chigoro Kano, der Judo gegründet hat, der aber auch später wieder dagegen war, weil es eigentlich nur Boden war. Viele wissen ja nicht, dass Judo ursprünglich so designt war, dass die auch geschlagen haben und getreten haben und alles Mögliche gemacht haben und das wurde dann irgendwann sportlichen Stil. Aber das Kosienjudo ist sozusagen der Vorgänger von dem heutigen Sportjudo, wenn man es ganz vereinfacht gesagt hat. Also ich habe es jetzt sehr stark zusammengekürzt. Bitte nicht die Judospezialisten und Geschichtsspezialisten geißelt. Wir könnten hier auch jetzt über die Geschichte des Judo ein Podcast machen, aber da sind wir bei weitem nicht die Experten. Also heuer ist dann Thomas: Kanal. Oliver: Setze aus den verschiedensten Highest-Un-Grabbling-Systemen oder Highest-Un-MMMA-Akademie, die von Sensei Gokor gegründet wurde. Der war ja der Meisterschüler von Jean LeBel, der bis zu seinem Tod auch noch in dieser Akademie zumindest einmal in der Woche unterrichtet hat, was wir live noch erleben durften. Und der leider mannisch verstorben vor drei, vier Jahren. Thomas: Vier Jahre, vier Jahre, glaube ich, sind schon her. Oliver: Ja, Unheimliche Persönlichkeit, Er ist ein toller Mensch, auch ein guter Lehrer, sehr vielseitiger Mensch. Er Stuntman, hat in über 400 Filmen als Schauspieler und Stuntman mitgespielt. Hat nicht nur Filme gedreht, hat dann Motorräder waren auch seine Leidenschaft, hat dann Motorrad-Stunts gemacht, hat auch Motorradhandel gehabt. in dem Kampfkunstbereich auch sehr berühmt. Sensei Gokor selber, ⁓ nochmal auf das zurückzukommen, hat ja ⁓ gelernt und hat dann dieses Highest-Dang-Grabbling-System zusammengebaut und baut da eigentlich alles ein, was irgendwie im Grabbling funktioniert. Nach dem Motto, das auch unser Sifu gehabt hat, das Bessere ist das gute Feind. Und wenn da irgendwer reinkommt und eine geile Technik hat, dann lässt er den gleich vor Ort unterrichten und dann wird das einfach ins System mit eingebaut. Und deswegen ist das System auch wirklich sehr, sehr gut, kann man sagen. Dann Kubo-Tan ist normal so ein kleiner Stock, den man dann für die Selbstverteidigung als Verstärker verwenden kann, der durch die kleine Fläche an der Stelle sehr viel Druck ausübt. Kann man als Schlüsselanhänger verwenden. Schaut euch mal unser Video über Behelfswaffen an. Wir haben einen eigenen Podcast gedreht. über Behelfswaffen, wo das Ding auch vorkommt. Dann haben wir eine Frage, wie viel Chongqing Tao, Ili Chuan ist in Magic Hands enthalten? Da muss man ein bisschen mehr ausholen, glaube ich. Thomas: Ja, da könnte wahrscheinlich die Nye viel mehr dazu sagen. Es ist so, dass nur in verschiedene Stile, innere Stile, der Sifu sich ausgesucht hat, Oliver: mit Hilfe von Professor Horst Diewald. Thomas: Genau. Hat er sich neun innere Stile ausgesucht, die er besucht hat und dort trainiert hat. Und aus jedem Stil hat er sich das Beste rausgenommen und hat das dann zu Magic Hands geformt. Das ist die kurze Aussage. Oliver: Sifus bestreben war immer, Forschung zu betreiben. Seit wir an der Uni waren, seit 1996, ist das Ganze immer mehr in die Richtung gelaufen, auch wissenschaftlich zu denken und zielgerecht zu denken. Was brauche ich in der Selbstverteidigung und nicht, was habe ich für Techniken und wie könnte ich die jetzt irgendwie anwenden oder wie finde ich jetzt eine Situation, wo ich die und die Technik einsetzen kann, sondern diese Rückwärtsplanung. auch zu untersuchen, was passiert in den Situationen. Und irgendwann ist Sifu auf Professor Dr. Horst Tiwald gestoßen, einen österreichischen Sportwissenschaftler, Ursprung glaube aus Krems, hat aber in Hamburg an der Uni gewirkt, soviel ich weiß. Und sehr interessanter Mensch, hat mit Sifu sehr viele Diskussionen geführt, Er hat ganz viele Publikationen gehabt, aber ein Buch war Psychotraining für Tai Chi oder für Kampfkunst. Er hat das dann umgeschrieben. Sie ford dann dieses Buch nochmal aufgelegt und Horst Tiewald hat das umgeschrieben auf Psychotraining für Tai Chi und Wing Tsun. Was sehr interessant ist, weil Horst Tiewald selber eigentlich nie Wing Tsun gemacht hat, aber er konnte aufgrund von Videos beurteilen. Thomas: Ja, für... Oliver: wie die Biomechanik funktioniert. Und hochinteressant das Buch. Sehr, schwierig zu lesen. Also ich bin mir sicher, dass viele, die nicht ganz tief in der Materie drinstehen, dem Buch verzweifeln. Ich habe das Buch früher schon mal gelesen und habe es dann später wieder gelesen und habe es früher eigentlich gar nicht verstanden. Weil ich gedacht habe, da schreibt jemand so kompliziert mit dem Ziel, dass es einfach keiner versteht und jeder denkt dann Das muss hochintelligent sein. irgendwie. Und der Horst Hewald hat sie vor dann auf diese Spur der inneren Stile gebracht. wir sind ja der Meinung, dass früher in Wing Tsun auch wesentlich mehr drin gesteckt ist, als Wing Tsun nach Hong Kong kam. Hong Kong ist eine sehr schnellebige Stadt, da wollte jeder schnell, schnell Selbstverteidigung lernen oder das Kämpfen lernen. Und dann haben die diese schwierigeren Teile einfach rausgenommen. Aber für jemand, der langfristig trainiert, der Thomas: Hehehehehe Oliver: Und wie gesagt, zwei sind ja über 40 Jahre am Unterrichten, aber auch am Lernen. Ist das hochinteressant, wie man das, was man so lange macht, noch verbessern kann, im Detail so ein Feintuning zu betreiben. Und ursprünglich hat der Sifu das nicht Magic Hands, sondern Shisao-Kun genannt und hat es als Programm für seine Meister eigentlich kreiert. Und dann hat er sich gedacht, naja, wenn wir es einem Anfänger beibringen, dann lernt er das schneller. Beides hat seine Vor- und Nachteile. und hat das als Magic Hands Programm reingebracht und hat dann den verschiedensten inneren Stilen studiert. Das Ganze war hochinteressant, weil wir hatten die Gelegenheit oft dabei zu sein, sich Lehrer eingeladen haben aus diesen verschiedenen Stilen. Der hat das nicht so gemacht, wie manche das vielleicht missverstehen oder jetzt nachvollziehen. sehe immer wieder Leute, die fahren dann zu verschiedenen Lehrern hin und fahren da mal einen Tag hin und machen ein kurzes Video und sagen, ich habe den Stil mir angeschaut. Sie fährt Leute oft wochenlang eingeladen, jeden Tag acht Privatstunden. Und wir durften auch dabei sein und hat einfach geschaut, ⁓ diesen vielen Sachen, die die üben, matcht sich mit Wing Tsun. Und ist interessant für uns. Und das war jahrzehntelange Arbeit. Also wir haben dort I-Chuan zum Beispiel gemacht oder später sind wir auf Chimmy Hawk stoßen, auch so auch zu den malaysischen Stilen gehört und der eigentlich viel weicheres und dem Wing Chung viel entsprechenderes, wie sagt man das, wie soll man das ausdrücken? Thomas: ... ein kompatibles System macht. Oliver: ja, wesentlich wengchung kompatibleres System gemacht hat das Illichuan. und auch sehr, interessant. Und mich war es meistens so, dass ich immer gesagt habe, wenn man sich die verschiedensten Stile anschaut, für mich waren immer nur sehr wenig, vielleicht ein Prozent oder drei Prozent interessant. Und ich habe den Sifu immer bewundert für die Geduld und für die Energie, die er da eingesetzt hat, aus so einem Stil irgendwas rauszuholen oder irgendwelche Details rauszuholen, die für uns interessant waren. Das war immer so hochinteressant, wie er das gesehen hat, wie er das gemacht hat. Und es gibt, glaube ich, wenig Menschen weltweit, die so eine Liebe zur Kampfkunst gehabt haben, ⁓ den eigenen Stil zu verbessern, indem sie sich so mit den anderen Stilen dann auch so tief damit auseinandergesetzt haben. Thomas: Ja, das ist ... Oliver: Es machen nur circa 5 % der Bevölkerung Kampfsport. Also es ist nicht so verbreitet und es kommt darauf an, in was für einer Bubble man sich bewegt. Thomas: Da gibt es Konzepte im Wing Tsun die sind in höheren Formen drin. Und wenn man die nicht gelernt hat, dann hat man halt ein Problem, wenn man Sparring macht. Ganz klar. Oliver: Ich das Gefühl bei manchen Leuten, hier Kommentare reinschreiben, als ob wir die Hater sind, die gegen Kampfsport sind. Anderson Silva, der immer wieder mal mit Wing Chun kommt. Gibt es auch ein paar nette Thomas: Wie sieht's denn Soll man den Podcast splitten? Oliver: Ja, das ist zu viel. Wir machen einen zweiten Teil mit Q &A. danke fürs Zuhören. Ich hoffe, ihr habt es nicht so sehr gelangweilt. Und ich hoffe, wir konnten die Fragen etwas ausführlicher beantworten. du hast das Wort. Das Schlusswort. Thomas: Ja, das Schlusswort, danke. Ja, stellt Fragen, wir sind gern bereit, zu beantworten. Es können auch gerne kritische Fragen sein, das ist überhaupt kein Thema. Wir sind da relativ entspannt. Ihr könnt natürlich auch, wenn ihr mal wissen wollt, wie das Wing Chun heute aussieht, könnt ihr gerne auf einen von unseren Lehrgängen kommen. Oliver: Ja und wenn jemand eine besondere Schule will, wo Sparring gemacht wird, dann schreibt uns das auch bitte. Wir schicken euch gerne Schulen in Nähe, die in die Richtung arbeiten. Wenn wir wissen, welcher Gegend ihr kommt, dann können wir sagen, in der Gegend gibt es den und den, der arbeitet in die Richtung. Thomas war super mit dir und bis zum nächsten Podcast in einer Woche. Ich wünsche euch was. Tschüss. Thomas: Vielen Dank, ich wünsche Euch auch was. Ciao, ciao!