Oliver: Hallo allerseits, ich begrüße euch ganz ganz herzlich unserem neuesten Podcast. Wir sind immer noch bei Questions and Answers Q &A und wir machen Teil 2, weil beim letzten Mal ist der ganze Podcast so lang geworden, dass wir gesagt haben, wir teilen das in zwei Teile auf. Und ich freue mich natürlich wieder, dass Großmeister Thomas Schrön am anderen Ende der Leitung sitzt. Thomas: Grüße euch, ich freue mich auch. Vielen Dank für die vielen positiven Kommentare. Und wie gesagt, wenn ihr Fragen habt für irgendwas, scheut euch nicht, schreibt sie drunter. Wir werden die zu gegebener Zeit beantworten. Oliver: Und... Ja auch, also finde die Community, die hier diesen Podcast hört, wird immer größer. Das freut uns natürlich. Und was uns natürlich auch sehr freut, ist, dass sehr viele Kommentare reinkommen und dass viele Kommentare auch direkt von euch, von der Community, wieder beantwortet werden. Das freut mich auch sehr. Ja, da tut sich einiges. Und für die, die das erste Mal da sind, und sich fragen, wer sind die zwei komischen Typen da, die hier einen Podcast machen. Was ich schon erwähnt habe, der Thomas Schrön und ich selber, mein Name ist Oliver König, wir betreiben diesen Podcast, wir machen seit über 40 Jahren Wing Chun und andere Kampfkünste oder Kampfsportarten und im Podcast geht es natürlich um Wing Chun, um Kampfkunst, um Selbstverteidigung und Alles drumrum. Und wir steigen heute mit Q &A Teil 2 ein. Wer mehr Interesse hat, kann sich natürlich auch Teil 1 Podcast könnt ihr auf YouTube anschauen, ihr könnt ihn auf Spotify hören oder auf Apple Podcast und wir freuen uns natürlich wenn ihr ein Like hinterlasst oder den Podcast abonniert und bitte schreibt eure Kommentare rein, wir werden auch regelmäßig Q &A machen so wie jetzt, das heißt stellt ruhig eure Fragen oder Anregungen zu was für Themen ihr gerne weitere Podcasts hören wollt. Und wir fangen jetzt gleich mit den Fragen an. erste Frage. Erzählt doch mal, wie eure erste Stunde aussah, wann ihr das erste Mal auf Schloss Langen Zell wart und wie es dort war und wie war eueres erstes Treffen mit Großmeister Leung Ting. So, das sind ja gleich mehrere Fragen. Erste WT-Stunde, fangen wir mal mit der ersten WT-Stunde an, oder? Thomas: Ja, okay. Also, die erste WT-Stunde kann ich mich noch so gut erinnern. Das war, ich glaube November 1979 ungefähr. November 1979 in Zweibrücken in der Sporthalle der Reralschule. Da ging es dann so in den Keller runter und da war dann das Training in so einer kleinen Sporthalle. da bin ich dann reingekommen und der Ausbilder hat mich begrüßt da habe ich dann auch Hans-Peter Edelstuhl gesehen, den kannte ich damals natürlich noch nicht, der war dabei ja, der hat mir dann erklärt, was Wing Chung ist, dass Wing Chung von Broselli übertrieben wurde und den geschichtlichen Hintergrund. Und dann hat er eine kleine Vorführung bei mir gegeben, hat einen Inchpunch gemacht und bei dem Inchhand flog ich durch die Halle, weil ich war dann nicht mehr vorbereitet. das hat mich sehr beeindruckt und da habe ich einen Vertrag mitgenommen. Ich war damals erst 15 oder 16 und dann musste natürlich meine Eltern das unterschreiben. Und da hat es dann Diskussion gegeben, weil ich Fußball gespielt habe und ich habe gesagt, ich habe keinen Bock mehr auf Fußball und ich war gut im Fußball. dann hat es meine Oma übernommen, die hat mir dann den Monatsbeitrag bezahlt und ja, da bin ich dabei geblieben. Oliver: cool. Da haben wir ja ganz viele Gemeinsamkeiten. Also ich war, das war bei mir auch, ich war 15, 16, wo ich angefangen habe. Hab vorher ein paar Jahre Karate trainiert, wollte immer irgendwas machen, Bruce Lee Filme gesehen, auch wieder Gemeinsamkeit, oder? Wir haben die Bruce Lee Filme, ersten gesehen. Und dann habe ich Freunde gehabt, die haben schon Wing Chun gemacht und die haben immer gesagt, du bist zu jung, die nehmen wir nicht mit zum Wing Chun. Thomas: Ja. Oliver: Und irgendwann haben sie mich doch mitgenommen und die Stunde war erstmal langweilig, wir mussten nur standüben. Dann haben die angefangen mit Gleichzeitketten, also Tan, Tan, Gan, Gan, Pak, Pak, Gam, Gam, Bum, Bum, Bum, Bum. das war für mich als Karate-Mann diese Koordination mit den Gleichzeitketten in der Luft. Wir haben das ja nur in der Luft gemacht. Tan, so, Tan, so, Gan, so, Gan, so, Pak, so, Pak, so, Gam, so, Gam, so und Bam, Bam, Bam. Das war für einen Anfänger so viel auf einmal. War für mich koordinativ sehr schwierig, Kettenvorstöße haben wir gemacht. Na gut, dann war der Unterricht fertig. Ich war nicht so wahnsinnig beeindruckt. Es gab keine hohen Fußtritte. war nicht so spektakulär für mich. da waren drei, vier Leute, neu haben, haben gesagt, so jetzt zeigen wir euch noch bisschen was. Dann haben sie mich rausgepickt, weil sie gesagt haben, du hast schon mal Karate gemacht, super, komm gleich mal her. Und dann habe ich gleich mal Haul bekommen. Und dann haben sie an mir demonstriert, wie toll das funktioniert. Mein Sie hing hat damals vielleicht zwei, drei Monate erst wegen Chung gemacht. Und da war ich sehr beeindruckt, was der drauf gehabt hat. Dann haben sie an mir in Spanchen demonstriert. Und bei mir war das, also das war so ein Kellerlokal, alte Garage, Betonboden, also da war kein Luxus, da war gar nichts. haben ein altes Sofa in der Ecke stehen gehabt und dann haben sie das immer so gemacht, wenn einer neu kommen ist, Inchpunch, so dass er aufs Sofa fällt und fast hinten wieder runter. Ich war sehr beeindruckt und habe dann gleich angefangen mit Wing Chun und das war mein Ding. Aber wie gesagt, wir haben da sehr viele Gemeinsamkeiten, auch die Großmutter, die das dann bezahlt hat. Die Eltern haben gesagt, das ist ein Schlägersport, das bezahlen wir ja nicht. Das war meine erste Wing Chung-Stunde. Wie war denn das das erste Mal auf Schloss Langenzell bei dir? Thomas: uns zu der anderen Frage gehen, weil wir den Sifu zuerst getroffen haben. Den Sifu habe ich circa drei Monate später getroffen. Und zwar war er auf einem Lehrgang in Saarbrücken. Und das war auch in der Turnhalle. Ich weiß nicht mehr wie die Schule heißt. Roten ⁓ oder irgend sowas war es. Ich komme da rein. waren bestimmt 40, 50 Leute waren da. Oliver: Ja. Thomas: Und ein bärtiger Mann, 1,90 Meter breit. Da habe gedacht, oh Gott, das will ich nicht, was ist denn das? Und er war ganz nett und auch da war noch die Timo noch dabei, die hat die Anmeldung gemacht und der Lehrgang sollte, ich glaube, um 16 Uhr fertig sein. Um 18 Uhr sind wir dann raus. Weil ich habe die erste Schülergrad gemacht, da war erster Satz falsch, da musste ich mich hinstellen. Da habe ich hier auf dem Arm so mit so einem Edding eins, Satz eins, da musste ich mich hinstellen. habe ich dann, ich weiß gar nicht wie lange ich da geübt habe, hier in erster Satz. Dann hat er dann nochmal gekommen, hat das nochmal überprüft, hat gesagt, okay, jetzt passt das. danach, das war ganz lustig, ich wusste nicht, wie ich nach Hause komme, weil es war 16 Uhr, dann werden die Züge noch gefahren. Busse 18 Uhr, da bin ich an den Bahnhof gelaufen nach der Brücke und da musste ich, ich weiß gar mit dem Zug nach St. Ingbert fahren und von St. Ingbert mit dem Bus nach Zweibrücken, das war schon krass. Oliver: Ja, das war früher nicht so easy. Mir ging es auch so ähnlich, wir sind ewig lang da drin gewesen. Ich habe dann immer irgendwelche Kumpels gefragt, ob sie mitnehmen, weil zu der Zeit ja noch kein Auto gehabt. Und ich dann auch immer durchschlagen müssen ins Training oder zu Lehrgängen mit dem Zug oder mit irgendwelchen Trainingskollegen. Und manchmal habe ich dann auch Autostopp gemacht. Früher war das noch so gang und gäbe. War zwar nicht sehr erfolgreich, aber hast ewig lang gewartet, bis dir jemand mitgenommen hat. Aber die Frage war eigentlich, wann haben wir das erste Mal Großmeister Langting gesehen? Thomas: Das war glaube ich 1981 oder 1982, wo ich den das erste Mal gesehen habe. ⁓ war schon beeindruckend. Der kam da rein in seinem Anzug und hat sich sehr unerharrbar gegeben. Ja, dann hat er was gezeigt und es war sehr beeindruckend, muss ich echt sagen. Er ist richtig großmeisterlich rüber gekommen. Das muss man sagen. nächste Frage war ja, glaube ich, wann wir das erste Mal auf Schloss Langenzell waren. Das war genau der Zeitpunkt, zwölfter Schülergrad, mussten wir zwei Tage nach Schloss Langenzell. Da sind wir da reingekommen, in den Trainingsraum, dann hat uns das hier herumgeführt, hat uns eine Führung gegeben durch Schloss Langenthal. Das war echt beeindruckend. Das war erste Mal, ich so etwas gesehen habe. haben wir mit der Prüfung angefangen. Die Prüfung war, muss ich sagen, war sehr hart. Wir mussten uns durch Korridore kämpfen. Wir mussten alles vormachen, was wir bisher gelernt haben. Von eins bis zwölf und ja, von diesen ⁓ Ich schätze mal, waren so 20 Leute. Einer hat es bestanden auf Anhieb. Aber das war nicht ich, das andere. Und ja, dann musste ich halt nochmal eine Nachprüfung machen und dann hat es hingehauen. Das war der Zwölfstschüler gerade. Oliver: Und das war der 12. Schülergrad. Ich bin ja relativ frücher als Schüler nach Schloss Langenzell gekommen. Also nicht erst mit 12. Schülergrad. Ich habe das Glück gehabt, dass meine Sehings sozusagen die Tour organisiert haben. Und damals war es auf Schloss Langenzell so. Es war relativ neu. Die Organisation war relativ neu. Die Leute sehen ja heutzutage die EWTO mit einigen 10.000 Mitgliedern. Aber damals ... hat die EWTO vielleicht drei, vier Schulen gehabt und paar hundert Mitglieder oder so. Die war relativ klein. Und als wir auf Schloss Langenzelt gekommen sind, Freitagabend, da waren da vielleicht 10, 15 Leute maximal. Es war ein relativ kleiner Lehrgang. Samstag, Sonntag sind dann noch welche dazugekommen. Und ich kann mich noch gut erinnern, es war so dieses Elite-Denken. ich glaube es gab nur einen, der einen ersten Lehrer gerade gehabt hat. Und das war wie so ein Gott. Ziemlich unnahbar, ziemlich aus meiner Sicht arrogant. Und ich bin dann hin und dann haben die gesagt, hier diese Gesprächsrunde ist nur für Lehrer, weg mit dir. Also ganz arrogant. Und für uns war es halt etwas, es war elitär. Ich war ja sehr jung und habe damals gedacht, boah. Da muss ich auch hin. Ich möchte besser werden und möchte das erreichen. Da die Sachen ja auch geheim waren, wollte ich immer die nächste Stufe erreichen. Wir haben sowieso einen Plan, einen Podcast zu machen. ⁓ über Erlebnisse, Aufschlusslang und Zähl. Wie war das? Was haben wir da trainiert? Was gibt es da für Stories drüber? Das ist einer der nächsten Podcasts, die wir machen werden und da werden wir weiter ausholen. Meine Erlebnisse, das erste Mal Großmeister Langting, ich glaube es war auf Schloss Langenzell, Großmeister Langting ist von Sifu immer sehr, sozusagen, im Silbertablett präsentiert worden als der Star. Und er hat in jungen Jahren hat er es sehr, sehr dynamisch vorgeführt. Also wenn er was vorgezeigt hat, dann war das extrem dynamisch, war sehr beeindruckend. Wenn er unterrichtet hat, hat er meistens einen Flipchart gehabt und hat dann zum Beispiel die Form zerlegt und genau gezeigt, wie man die zählt oder konnte er es sehr systematisch machen. Wir waren damals sehr beeindruckt von ihm selber und auch vom Winkschungssystem. Nach wie vor, das Reizthema ist immer wieder Sparring. ⁓ Und vielleicht dort nochmal ein paar Punkte. hat gefragt, warum wurde früher kein Sparring gemacht, ⁓ das gleich mal zu beantworten. Wir haben früher sehr viel Sparring gemacht. Ich weiß nicht, ⁓ wie der Fragen, auf die Idee kommt. war Sparring gang und gäbe. Jeden Unterricht haben wir uns Boxhandschuhe angezogen und haben uns dann gekloppt hinterher. ⁓ Thomas: Es hat ja selbst ein Sparungsabzeichen gegeben. Oliver: für unsere Prüferin. Es ein Spargelabzeichen gegeben. Wir waren ganz stolz, das aufs T-Shirt nähen zu dürfen. Und ich kann mich erinnern, weil du vorher von deiner 12. Prüfung erzählt hast, als ich die 12. Prüfung gemacht habe, mussten wir mit voller Schutzhausrüstung, Helmen, Handschuhe, sonst was kämpfen. Und das werden wir auf dieser Episode über Schloss Langenzill, werde ich das nochmal genauer erzählen. Und wir haben als Vorbereitung für 12, haben wir eine ganze Woche lang ständig Sparring gemacht mit den verschiedensten Leuten. Da ging es den ganzen Tag Boxhandschuhe, wieder eine Runde Sparring, wieder eine Runde Kreisverteidigung. Also Sparring war früher Gang und Gebe. Es ist nicht so, dass man früher kein Sparring gemacht Gab es Kämpfe in den frühen Jahren? Berichte bitte von Beispielen. Wir haben beide sehr früh mit Wing Chung angefangen. Ich kürzester Zeit, vielleicht den fünften, sechsten Schülergrad gehabt. Damals war das so üblich, meine erste Wing Chung-Schule aufgemacht. Das Wing Chung war komplett unbekannt. habe fast jede Woche Leute vor der Tür stehen gehabt, die irgendwie geglaubt haben, sie müssen wir jetzt rausfordern. kann mich erinnern, habe Leute mit Ketten vorstößt und quer durch den Raum geprügelt, einmal sogar ⁓ die Schaufensterscheibe raus. Es gab immer wieder Leute, gesagt haben, ich will es wissen, oder die dann auch in komplett falschen Annahme reinkommen sind. Also wenn jemand Tequando gemacht hat oder Karate oder Judo, die haben alle immer gedacht, ich würde nach ihren Regeln kämpfen. Und dann haben die mir irgendwie angegriffen und Ich bin dann meistens mit Kettenvorstößen nach vorne. War damals ja auch dieser Überraschungseffekt und wir haben ja auch nichts anderes trainiert. Kettenvorstöße, also wir haben das extrem kompensiert. Ich habe bis zu 13 Kettenvorstöße pro Sekunde machen können und habe das drei bis fünf Minuten am Stück machen können. Also wir haben gegen Wandsack, gegen Sandsack in der Luft Mitschritten. Wir haben nichts anderes trainiert und das dann immer wieder gegen Gegner mit Schutzhausrüstung. Und so sind wir einfach vor und die meisten Leute, die reinkommen sind, haben mit sowas gar nicht gerechnet, weil Wing Chun war ja ein Stil, der gar nicht bekannt war und die haben geglaubt, würden jetzt wie im Dequando oder wie im Karate, wir würden da jetzt bisschen rumhopsen und dann einzelne Schläge Ich habe Leute gehabt, die wollten dann wirklich angreifen und haben sich gewundert, die sind dann... mit blutender Nase raus und gesagt, komm wieder, du schlägst ja richtig, ⁓ Gottes willen. Die waren richtig schockiert von den ganzen Dingen. Also ich habe früher sehr viele solche Kämpfe ausgetragen, später habe ich das sein lassen, später, wenn irgendwer gesagt hat, er glaubt nicht, dass das funktioniert, habe ich gesagt, dann geh wieder her, das interessiert mich nicht. Es kam dann eine Zeit, wo Leute angefangen haben, Polizei zu gehen. Die haben gesagt, ich bin verletzt, du hast mich geschlagen, Anzeige. Bis dahin gab es das immer wieder, dass Leute bei uns reinkommen sind oder wir woanders hingegangen sind. Ja, der hat schlecht über Wing Chun gesprochen, da gehen wir jetzt hin, da wird das der und so weiter. Und dann gab es plötzlich den Zeitpunkt, da gab es nur noch Anzeige, zack, da gab es dann auch Leute, die deswegen vor Gericht gekommen sind Heutzutage kannst du sowas nicht mehr machen, dann hast du sofort der Anzeiger im Hals. ich habe auch Herausforderungskämpfe gehabt mit Waffen. Italien einmal, da kam einer rein, der wollte es unbedingt wissen und wir haben uns dann mit Stöcken duelliert. dann gab es eine andere Story bei mir in Wien, wo mir einer herausgefordert hat, auch mit der Waffe, mit dem Stock. Der hat auch wie ein Verrückter angegriffen, hat vorher das Quatsch gespielt, ich. Und hat geglaubt, er muss jetzt... Ja, wir also wirklich volle Pulle durchgezogen. Ich habe einige Dinge bestritten. Das war halt früher einfach sehr oft vorkommen. Heutzutage bin ich in einem Alter, da bin ich ruhiger, ich muss mich nicht mehr so beweisen. Wenn jemand von mir lernen will, kann er von mir lernen. Und wenn er keine Lust hat oder das nicht glaubt, dann ist das sein Problem. Thomas: Ja, also bei mir war es so ähnlich. habe ja meine erste Schule war in Rammstein. Rammstein ist ja eine sehr viele Amerikaner sind, weil da die Airbase ist und aufgrund dieser Tatsache waren natürlich auch viele von den Soldaten, haben da mal vorbeigeguckt im Training und haben es natürlich auch mal wissen wollen. Wie du schon gesagt hast, das Einzige, was ich damals auch gemacht habe, war Fußtritt, Kennvorschlüssel, Vorwärtsschritt, das war's. Und das hat immer funktioniert. ja, wie du sagst, mit der Zeit wird Wird mal ruhiger und wie gesagt, ich bin auch in einem Stadium, ich mich, ich muss mich nicht mehr beweisen. Ich habe das genug gemacht. Oliver: Aber es hat dann, wie gesagt, von einem Tag auf den anderen aufgehört, weil Leute dann einfach angefangen haben, sofort zur Polizei zu gehen und zu sagen, hier, hat mich verletzt. Und da war dann Schluss mit solchen Spielchen. Wir haben hier einen, der schreibt in die Kommentare, Kampfsport ist Selbstverteidigung, es gibt keinen Unterschied. Von reiner Selbstverteidigung halte ich gar nichts, das geht zu oft an der Realität vorbei. Ich weiß nicht, was der Schreiber an Selbstverteidigung sich angeschaut hat. Es gibt ja nicht nur wegen Chung, es gibt ja auch andere Kampfstile. sich auf Selbstverteidigung spezialisiert haben, speziell in Polizei und Militär, Es gibt auch sehr wohl eine Spezialisierung, aber es gibt halt vielleicht auch unrealistische ⁓ Selbstverteidigungskurs. Ich habe ja auch oft schon Leute gehabt, da kommt eine Frau zu mir, sagt, ich war in einem Selbstverteidigungskurs und die haben gesagt, wenn jemand die festhalten, dann machen sie einen Sprungkick oder irgend so etwas. Also was komplett unrealistisch ist, die wollten dann die Hand irgendwie komisch rausdrehen und es hat einfach nicht funktioniert oder irgendwas anderes oder irgendwie Druckpunkte, solche DMAG-Punkte ansetzen, wo ich sage, sorry, drück mal bitte fest. Das wirkt. Bei mir überhaupt nicht. Dann sagen sie, vielleicht wirkt es bei dir nicht, aber bei allen anderen, nee, Quatsch. Es gibt viele Sachen, da ist das Image, Selbstverteidigungskurs, gehe da jetzt hin, als Frau machen Frauen Selbstverteidigungskurs, sowas wird sehr oft angeboten. Da ich dann 10 verschiedene Techniken, eine gegen Festhalten und eine gegen Würgen und eine gegen Haare greifen, die dann... zum Großteil gar nicht funktionieren und Kraft brauchen oder ähnliches. Das ist glaube ich so dieses Image von Selbstverteidigungskurs. Aber bei uns geht es eigentlich ⁓ etwas ganz anderes. Es geht ⁓ Reaktionsgruppen, die wir lernen. Also es geht darum, gewisse Sachen immer gleich zu reagieren, sich zu schützen, Ellbogen einsetzen, Knie einsetzen, gegen Hals schlagen, gegen Augen, gegen Knie treten und so weiter und so fort. Das ist hoch spezialisiert Selbstverteidigung, auf die Achtsamkeit, auf Sachen, ⁓ im Kampfsport gar nicht gemacht werden, mehrere Gegner gegen Waffen zu arbeiten. Situation richtig einzuschätzen, Szenariotraining zu machen. Was mache ich, wenn im Auto sitzt jemand, reißt die Tür auf und versucht reinzuschlagen. Solche Sachen, ja. Wo wird das im Kampfsport trainiert? Das ist also eine Spezialisierung. der anderen Seite dieses ständige, was wir auch in den Kommentaren immer sehen, diese Aggressivität aus dem Bereich Kampfsport, weil die uns quasi unterstellen, dass wir in unser Podcast Kampfsport schlecht hinstellen. Das wollen wir ja auch nicht. Wir haben selber auch verschiedene Kampfsportarten trainiert. Wir schauen auch über den Zaun. Wir halten Kampfsport nicht als schlecht oder irgendwas und wir glauben auch nicht, dass ein Boxer der jetzt angegriffen wird, sich gar nicht verteidigen kann. Das hat ja keiner gesagt, aber es ist halt einfach eine Spezialisierung. Genauso wie jemand sich im Militär anders spezialisiert zum Kämpfen, als jemand im Zivilbereich. muss mich einfach auf das spezialisieren, was ich mache. Wenn ich jetzt ausbilde, zum Beispiel es werden immer wieder Rettungskräfte angegriffen. ⁓ seltsames Phänomen heutzutage, ⁓ man die Feuerwehr oder die Rettung Hilfskräfte, die dann zum Einsatzort kommen, angreift. Aber die kann man zum Beispiel in der Selbstverteidigung nicht so ausbilden. Die dürfen jetzt nicht oder die wollen das nicht so. Die Behörden wollen das ja nicht so, dass die so aggressiv reingehen. Also die lernen dann eher erstmal rhetorisch zu deeskalieren oder irgendwelche Sachen zu machen, die nicht so einen Schaden anrichten. Da kann man auch nicht so, also die muss man wieder ein bisschen anders unterrichten. Und man muss sich an die Zielgruppe anpassen. Und Sport ist halt Sport. Aber das heißt nicht, dass ich sage oder dass wir hier in dem Podcast sagen, Jemand der Sport betreibt, kann sich nicht verteidigen. Nur ist er nicht darauf spezialisiert. Thomas: Also meine persönliche Meinung, ich liebe Budo und das umfasst jeden Stil, alles was man macht. es liegt fern, irgendjemanden da, er Karate macht, ich habe ja Karate gemacht, schlecht zu machen. Warum? Weshalb? Es geht ja darum, auf was die einzelnen Kampfsportarten oder Kampfkünste sich spezialisiert haben. mein Herz hier hängt auch am Winzungen. Aber desto trotz finde ich die anderen Dinge, ⁓ wir noch betreiben, genauso faszinierend. es immer das, worauf sich spezialisiert. die Boxer hinzustellen, dass er sich nicht selbst verteidigen kann. Das haben wir nie gemacht. Oliver: Nö. ich glaube auch, also bitte hört euch mal den Podcast an, Unterschied Kampfsport und Selbstverteidigung. Dafür haben wir einen kompletten Podcast gemacht. Ich glaube, dass viele sich einfach den Titel anschauen von unserem Podcast und dann drunter schreiben irgendwas, ohne dass sie den ganzen Podcast angehört haben. Das vermute ich jetzt mal so. Interessante Frage. Wir haben ja Wir haben ja letztendlich auch bisschen die Unterschiede zwischen Langting Wing Chung und unserem heutigen Wing Chung erzählt und haben dann auch erzählt, dass unser verstorbener Großmeister, Professor Dr. Kernspecht, dass der mehr als neun innere Stile studiert hat. Und hat einer geschrieben, warum braucht man denn 20 bis 30 Jahre, um Wing Chung zu lernen und in Wirklichkeit So ein Großmeister geht dann her und lernt dann auf die Schnelle schnell mal 10 neue Stiele. Ich glaube da ist bisschen was falsch verstanden worden. Also zum einen, man muss ganz klar sagen, um Selbstverteidigung zu lernen braucht man keine 20 Jahre zu trainieren. Überhaupt nicht. Wir versuchen... Unsere Devise in der EVTO ist, dass jeder, in einer EVTO-Schule kommt, jedes Training verteidigungsfähiger wird. Ich habe Leute gehabt, die beim ersten Training Kettenvorstöße gelernt haben und beim nächsten Training kommen sind und gesagt haben, ich habe draußen ein Problem gehabt auf der Straße, ich habe das angewendet, das hat funktioniert. Ich bin aus dieser Situation heil rausgekommen. Super, gratuliere er. Das ist unser Ziel. Für Selbstverteidigung braucht man nicht so lange zu trainieren. Und so wie unser Training aufgebaut ist, was die meisten Schulleiter so machen, ist jedes Training Schlagkrafttraining rein, jedes Training entsprechende Verteidigungsfähigkeit zu steigern. Da geht das ziemlich schnell, dass man das umsetzen kann und dass man sich verteidigen kann. Kann man so sagen, oder? Thomas: Absolut, absolut kann man so sagen, natürlich. Oliver: Ja, ja. Und wenn jetzt jemand sagt, möchte das ganze System lernen, weil das ist ein traditionelles System, das besteht halt aus den Schülergraden, aus den Lehrergraden, aus den Meistergraden, dann dauert das länger und da geht es ja dann auch in Bereich rein, dass man Lehrer werden will und dass man was unterrichten will und dann muss man das natürlich wesentlich tiefer lernen, wesentlich besser lernen und wesentlich mehr lernen und das dauert natürlich auch länger. Thomas: Und man darf nicht vergessen, eine durchschnittliche Person heutzutage hat nicht Zeit, täglich acht Stunden zu trainieren. Wenn ich natürlich täglich acht Stunden trainiere, brauche ich natürlich weniger Zeit, das System zu meistern, als jeder jemand, der täglich oder zwei Mal die Woche eineinhalb Stunden trainiert. Das ist doch normal, das ist doch logisch. Oliver: Ja, und man muss einfach eines sagen, also wir, irgendwer hat dann auch reingeschrieben, hey, wie könnt ihr euch Großmeister schimpfen oder so ähnlich und wie arrogant und keine Ahnung. Ich mein, wir haben über 40 Jahre Training auf dem Buckel, 44 glaube ich oder noch mehr, Und unser verstorbener Großmeister hat über 60 Jahre trainiert und zwar Der hat keinen Tag ausgelassen, wo er nicht unterrichtet hat und wo er nicht irgendwo selber unterrichtet hat oder sich selber weitergebildet hat. er hat nicht neuen, also das auch nochmal klarzustellen, hat nicht neue innere Stile in kürzester Zeit erlernt, sondern er hat über Jahre hinweg sich mit inneren Stilen beschäftigt und hat sich die angeschaut, aber er hat die jetzt nicht komplett erlernt. Und der hat Der hat das so gemacht, dass er sich dann phasenweise Lehrer eingeladen hat von diesen inneren Stilen und zwar nicht einmal hingehen und dann einen Tag lang bei dem machen oder Wochenende, sondern er hat die für Wochen eingeladen oder deren Meisterschüler und zwar immer wieder und hat dann jeden Tag acht Stunden Privatunterricht genommen. Und das über Jahrzehnte hinweg. der hat jetzt nicht neun Stile auf die Schnelle gelernt und gesagt, ich habe jetzt neun Stile. komplett erlernt innerhalb von einem Jahr oder so. ist komplett der Blödsinn. Also so haben wir das auch hier in dem Podcast glaube nie gesagt, aber irgendwer hat das, hat das glaube ich so aufgefasst. Also ihr müsst ⁓ Wing Chun zu lernen nicht jahrzehntelang trainieren. Wenn jemand Meister werden will und das ist überall so, dann braucht das eine entsprechende Ausbildung oder wenn jemand unterrichten will, dann dauert das natürlich länger, aber ⁓ sich zu verteidigen, verteidigen zu lernen oder ⁓ Wing Chun einfach als Hobby zu machen. braucht man nicht 20 Jahre zu trainieren, dass man was kann, auf keinen Fall. Thomas: Ja, so ist es. Übrigens das mit dem KSK würde ich rauslassen. Also ich würde vielleicht sagen Spezialeinheiten. Oliver: Ja, darum? Warum? Thomas: Ja, KSK ist immer so... Ich weiß nicht. Oliver: Warum? Was würde dich daran stören? Oder warum glaubst dass das negativ ist? Thomas: Von zu der Behörde hin, ich, da nicht, dass man da Probleme kriegen, wenn man da was Oliver: Nein, habe die Wortwahl sehr gut gewählt. Ich habe ja nur gesagt, wir haben das früher gemacht. es gibt in irgendeinem von Sifus Büchern ein Dankschreiben. Also wenn jetzt jemand hier reinschreibt, ja, habt ihr Beweise, habt ihr überhaupt dort unterrichtet, KSK macht das ja gar nicht, dann können wir das rausziehen und können das hier einblenden. Ja, ja, eben. das ist ja nichts, ich... also ich glaube, dass... Thomas: Okay. Ja, ich hab auch noch so Ding vom Hajo. Oliver: Da sind wir jetzt nicht weiter auf Glatteis. Ich schau mir das nachher nochmal an, aber ich glaube nicht, dass es so problematisch ist. mir das schon überlegt. Natürlich müssen wir schauen, wie weit wir uns auf das... Ich würde jetzt nichts behaupten, wo ich dann hinterher... Schauen wir mal. Thomas: Ja klar. Oliver: So, nächste Frage. Holzpuppentraining. Mokyung Chong. Warum sieht das Training in jeder Schule anders aus? weiß nicht warum das jeder Schule anders ausschaut. Es gibt eine einheitliche Holzpuppenform. Wahrscheinlich sind da... Thomas: Vielleicht tut der der Fragesteller, warum das in verschiedenen Windschirmen und Stilen anders aussieht. Wir haben jetzt eine Form, die besteht aus 116 Grundbewegungen und die haben wir so von unserem Großmeister übernommen und so bleibt es so. Oliver: Das könnte natürlich sein. Man muss eines sagen, Yip Man in Hongkong und diese Form, wir haben, oder die meisten Wing Chun Stile, die hier in Europa sind, gehen auf das Hongkong Wing Chun zurück, haben alle sehr ähnliche Holzpuppenform. Und Yip Man hat ja in seinem ganzen Leben die verschiedensten Schüler gehabt und viele davon haben die Holzpuppenform entweder gar nicht gelernt oder nur Teile daraus oder nur relativ kurz. Es gibt Es gibt ein Originalvideo von Ip Man, das er kurz vor seinem Tod gedreht hat. Das findet ihr sicher irgendwo auf YouTube inzwischen. Dort könnt ihr sehen, die Originalholzbuckenform ist oder wie Ip Man die gemacht hat. Man soll sich nicht daran stören, Ip Man, weil er wenige Tage vor seinem Tod diese Aufnahme gemacht hat, weil das vielleicht nicht so sauber aussieht, weil er schwer krank war. Aber de facto ist das die ursprüngliche Holzbuppenform, die er so überliefert hat und die halt dann manche vielleicht etwas verwässert haben oder verändert haben. Aber im Prinzip sollte die eigentlich überall so ähnlich sein wie man die auch gemacht hat, oder? Thomas: Richtig, Und zwar genau in derselben Geschwindigkeit. Oliver: Manche glauben, man muss die möglichst schnell machen. ist auch dieser Irrglaube bei allen Formen oder auch bei Drills, dass man die Techniken in der Anwendung dann genauso zusammensetzt. Aber es wird ja nie jemand genau in der gleichen Reihenfolge angreifen, wie ich sozusagen irgendwie eine Anwendung übe. Deswegen muss man die Techniken einzeln können und muss dann mit Partnern lernen, die in allen möglichen Kombinationen zu machen und nicht immer in einer Kombination auswendig zu lernen. Und deswegen macht es auch keinen Sinn. Thomas: Ja, das Problem an der ganzen Wingschungs-Szene ist, glaube ich, dass die nicht verstanden haben, dass jede Form, wir haben, bestimmte Konzepte gegen verschiedenste Sachen lehrt. Und wenn ich natürlich diese Konzepte nicht verstehe oder nicht habe, ich kann es nicht beurteilen, ob es jetzt in anderen Wing Chun Stilen diese Konzepte gibt. Das kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls bei uns gibt es solche Konzepte und da ist es klar, Sien ⁓ Tao hat das Konzept, Chumpty hat das Konzept, Fiuji hat das Konzept, Holzfuma hat das Konzept, Langstock hat das Konzept, für waffenlosen Kampf, Doppelmeser hat das Konzept, auch für waffenlosen Kampf. Das ist die Sache, wo ich da noch mitgeben möchte. Oliver: Ja. Was immer wieder als Argument kommt, Wing Chung wird als Selbstverteidigung trainiert und ich glaube da sehen wir auch wieder, dass viele Leute gar nicht sehen, wie wir überhaupt trainieren. Es wird immer so ein bisschen verallgemeinert und funktioniert nur gegen Laien. Also erstens einmal so, wir sagten, dass wir nur gegen... Oder, ich weiß nicht, wer auf die Idee kommt, dass wir nur gegen Laien trainieren oder dass Wing Chun nur gegen Laien funktioniert. Wenn man es richtig trainiert, dann sollte das in der Selbstverteidigung generell funktionieren. Aber was auch viele überschätzen ist, wie viele Leute wirklich Kampfsport machen in der Bevölkerung. Es kommt immer diese Annahme, dass sowieso jeder irgendeinen Kampfsport macht. Und die kommt wahrscheinlich deswegen, weil... Jeder lebt in seiner Bubble. Ich kenne viele Leute, die Kampfsport oder Kampfkunst betreiben, weil ich dieser Bubble drin bin. Aber wenn ich einer anderen Bubble drin bin, dann kenne ich nur wenige, Kampfsport machen. Ich habe aber das Gefühl, dass jeder, den ich kenne, irgendeinen Kampfsport macht. Statistisch, es gibt Statistiken, die kann man googeln, dass ca. 5 % der Menschen wirklich Kampfsport machen. Es gibt also ganz viele Hobbys, Leute heutzutage haben und manche machen halt Kampfsport. Also es ist nicht so, dass heutzutage jeder Kampfsport macht. Auch wenn man individuell dieses Gefühl vielleicht hat, wenn man in dieser Bubble drinnen ist. Aber es ist auch so, dass wir natürlich auch uns damit auseinandersitzen wie... andere Kampfstile arbeiten und wie ein Angäfer, der jetzt auf Grappling spezialisiert ist zum Beispiel oder auf MMA oder auf Boxen. wie der arbeitet. Wir arbeiten im Wing Chung nicht nur so, dass wir sagen, da kommt jetzt ein Laie und hält mich fest oder irgendwas. Das ist glaube ich dieses Denken, was ich vorher schon gesagt habe, dass jemand glaubt, Wing Chung ist sowieso ein Selbstverteidigungskurs, ich lerne jetzt 10 verschiedene Techniken gegen 10 verschiedene Angriffe. So arbeiten wir nicht. Thomas: Ja. Oliver: Was bringt Selbstverteidigung, wenn es theoretisch bleibt und kein Sparring gemacht wird? Wing Chung im ⁓ Vollkontakt Sparring sah wie schlecht das Kickboxen aus. kommt drauf an, wer es macht. Oder das Problem ist ja auch oft, und deswegen haben wir ja einen eigenen Podcast über Sparring gemacht, ich nenne das ja immer Sparring Übungen, weil wie kriege ich den Schüler dahin, dass er Thomas: Nix. Oliver: das was er technisch macht, dann auch anwenden kann und nicht, wenn es Sparring geht, plötzlich das gleiche macht wie jemand der Kickboxen macht. Das ist ja die Grundspiel der ganzen Sache. Und daran muss man sich ranbauen, oder das ist die Zielsetzung. Wie kann man mit dem Schüler so arbeiten, dass er Stück für Stück an Sparring rangführt wird und ⁓ diesem Sparring dann sein Wing Tsun auch ausleben kann und nicht... Sagt, da mach ich was ganz anderes, sonst kann er ja gleich Boxen machen oder Kickboxen oder was anderes. Thomas: Genau, Wie gesagt, kämpfen oder selbst verteilen, gelernt man nur durch kämpfen und nicht durch theoretisieren von irgendwelchen Sachen, die man gehört hat. Man muss das selber ausprobieren. Natürlich muss man es ausprobieren. Aber wie gesagt, bei uns im Verband gibt es so viele unterschiedliche Leute, die eine ganz andere Zielsetzung haben, warum sie Wingschungen machen. Und das ist ja auch gut so. Oliver: Also hier habe ich noch eine Frage. Warum war Grappling früher in der EWTO verpönt und gibt es im Wing Chun Mittel gegen Würfe und kann man mit Wing Chun am Boden kämpfen? Vielleicht mal den ersten Teil der Frage, warum Grappling oder war Grappling früher verpönt? Nein, die EWTO oder Großmeister Kernspecht hat immer Thomas: weitaus Teil in der EWTO, das sind die, Sparring machen und nicht der große Teil. Die große Mehrheit ist aus ganz anderen Gründen bei der EWTO. Oliver: das gefördert, dass man in allen fünf Phasen kämpft. Auch in dem Buch vom Zweikampf wird der Kampf beschrieben als Kampf in fünf Phasen. Das heißt, da gehört dazu die Trittdistance, die Faustdienstdistance, Elbow und Knie, Ringen, Reinenwerfen und Bodenkampf. Und es gab immer Leute, die dafür zuständig waren, oder auch das zu trainieren am Boden. Also ich kann mich erinnern, dass Ja, und man muss ja allen sagen, wir zwei sind, wie du vorher schon gesagt hast, ganz klar dafür, dass man auch Sparring und Sparringübungen macht und Training unter Druck und so weiter und so fort. Wir sind ja nicht dagegen. Manche haben hier schon gefragt, warum ist dieser Podcast Über einige Jahre hinweg, in Schloss Langenzell, der ganze Boden von dem Trainingsraum mit einer Matte bedeckt war. der Two Grandmasters und warum sind hier nicht drei Großmeister, weil es gibt ja in der EVTO noch mehr Großmeister. Es gibt Großmeister Giuseppe Scamber, gibt Großmeister Frank Schmalz, es gibt es Krima-Großmeister Thomas Dietrich. Das hat was damit zu tun. Zum einen muss man sagen, es ist was ganz einzigartiges, dass zwei Großmeister, wie wir, überhaupt so eng zusammenarbeiten und zusammen trainieren und uns gegenseitig die Meinung sagen, ohne dass wir beleidigt sind oder auch im technischen Bereich. Wir trainieren oft zusammen und wenn irgendwer, ich habe eine Idee, ich habe etwas rausgefunden, das geht so und so und dann geht das besser und dann können wir biomechanisch besser arbeiten und so weiter. da wurde regelmäßig am Boden trainiert. Also es war früher nicht verböhnt. Es ist einfach nur so, dass halt manche Schulleiter das vielleicht in ihren Schulen weniger machen und manche machen es zu dem Thema gibt es im Wing Chun Möglichkeiten gegen Würfe und Deckdowns und kann man Wing Chun auch am Boden einsetzen. Und dann sagt der Thomas vielleicht, das ist Blödsinn, lass uns das mal ausprobieren, wir ziehen uns mal Handschuhe an und kloppen uns auf den Kopf und probieren das aus. Und dann kann doch auch sein, dass ich dann sage, ok, du hast Recht, funktioniert doch nicht. Oder dass er sagt, naja, das war eine gute Idee, funktioniert, das müssen wir irgendwie verwenden. das gibt es im Großmeisterbereich ganz, ganz wenig, weil jeder ist ein Individualist, jeder gibt seine eigene Linie. ⁓ wir zwei diesen Podcast machen, ist, weil wir uns einfach gut verstehen. Thomas: sollte man vielleicht mal unterscheiden zwischen dem Fünf-Phasen-Kampf und der tatsächlichen Distanz des Windschungmannes. Viele denken, man, ich spreche jetzt mal ⁓ Boxer, dass wenn man Boxer abwehren will, muss man in der Boxer-Distanz sein. ist aber im Windschung nicht so. Windschung benutzt andere Distanzen, ⁓ zu kämpfen. Oliver: ob das jetzt Thema Sparling ist oder andere Sachen, die wir üben, weil wir da wirklich eine gemeinsame Linie haben, wo wir in vielen Punkten einig sind. Thomas: wir sind nicht in der Boxer-Distanz und wir sind auch nicht in der Ringer-Distanz oder in der Judokar-Distanz, weil es gibt so einen Spruch, never box a boxer and never rest a wrestler. Das heißt, wenn ich mich auf eine Distanz einlasse, wo der Boxer oder der Wrestler oder der Judomann Spezialist ist, dann habe ich auch als Wing Chun-Mann Oliver: Und wie gesagt, du wirst weltweit fast nirgends jemanden finden, wo zwei Großmeister so eng zusammenarbeiten, dass sie zusammen trainieren und dass sie sich austauschen und so weiter. Weil das halt auch eine Individualisierungsgeschichte ist, umso länger mal Kampfkunst trainiert, speziell wegen Chung. Es gibt ja Kampfkünste, da wird das sehr stark vereinheitlich, es gibt einen Stil, es gibt die einheitliche Form, es muss alles genau gleich sein. Aber gerade in den chinesischen Kampfkünsten und in den inneren Kampfkünsten ist es so, dass Thomas: wenig Chancen dagegen. Ich muss in der richtigen Distanz das Wing Chun einsetzen. Und dann funktioniert das auch, aber nicht in einer Distanz, wo wir nicht trainieren, sag ich mal. Und beim Bodenkampf ist für mich, das ist mein zweitliebster Kampfstil. Also Bodenkampf im Allgemeinen, ob das Chie-Chitsu ist oder Brazilian Chie-Chitsu oder... Nogi Chichitsu oder das Hayasthansystem. Warum mache ich das? Es fördert die Kondition, es fördert den Kampfgeist. Man lernt sich durchzusetzen. Das sind geile Sachen, die man da lernt. Natürlich kann man verschiedene Konzepte des Wing Chuns damit reinbringen, aber das ist sehr schwer, weil du bist unter Druck und Oliver: das auf Individualität abzielt, wenn man es auf Dauer macht. Und das bewirkt dann auch, dass jeder von uns, auch wir zwei, unterschiedlich unterrichten, unterschiedlich erklären, unterschiedliche Schwerpunkte vielleicht haben, was auch ganz normal ist, ist nichts Schlimmes. Es gibt ja auch genug Schüler, die dann mal bei ihm bisschen Unterricht nehmen, bei mir ein bisschen Unterricht nehmen, bei den anderen Großmeistern Unterricht nehmen und sich verschiedene Meinungen hören. Das bereichert die ganze Sache. Thomas: Man muss das halt üben. Das ist wie alles andere. Wenn du neues Konzept irgendwo einbringen willst, musst du das ausprobieren, ob es funktioniert. Und wenn es funktioniert, dann muss das aber auch unter Druck funktionieren. Ansonsten kann man es auch sein lassen. Oliver: Und deswegen sitzen wir zwei hier. Thomas: Genau so ist es. Und wir haben Spaß dabei. Oliver: Dann haben wir die Frage, Wing Tsun ist dafür gemacht gegen Leute zu funktionieren, die nicht kämpfen können. Die Welt hat sich gewandelt. Wie kann man im Wing Tsun gegen MMA, BJJ ringen und so weiter anstinken? Eine Frage, was nicht zum ersten Mal jetzt bei den Fragen auftaucht. Viele glauben, dass fast jeder irgendwo Kampfsport macht. Also um das nochmal zu ergänzen, ganz klassisch ist es so, dass eigentlich ganz, ganz wenig Boden- oder Antibodenkampf in Wing Chun drinnen sind. Traditionell, so wie wir es früher gelernt haben, behaupten zwar oft die chinesischen Lehrer, ja, da gibt es Geheimtechniken und wenn du lang genug dabei bist, dann lernst du die und so weiter. Das lässt sich relativ leicht eruieren, das könnt ihr googeln oder über die KI mal ermitteln. Es machen nur circa 5 % der Bevölkerung Kampfsport. Also es ist nicht so verbreitet und es kommt darauf an, in was für einer Bubble man sich bewegt. Wenn man in einer Bubble drinnen ist, so wie wir, dass man mit Lotta Kampfsportlern und Kampfkünstlern befreundet ist, dann hat man das Gefühl, dass jeder was macht. In meinem Freundeskreis ist das so. Wir sind jetzt wirklich lange dabei und haben von verschiedensten Lehrern gelernt. Die meisten haben die Devise, nicht am Boden. Im Wing Chun geht man nicht am Boden. Da wird nicht gekämpft. Man muss den Gegner im Stehen besiegen. Ist auch alles okay. sagen auch die meisten Selbstverteidigungsexperten. Würde genauso unterstreichen. Oder die meisten Kämpfer. Sie sagen, ich will nicht am Boden. Aber natürlich... Ich habe auch andere Freundeskreise oder Circles, denen ich bewege, gesellschaftliche Kreise. Ich bewege mich zum Beispiel in der CrossFit-Szene. Und wenn ich mir CrossFit anschaue, da komme ich wahrscheinlich auf diese 5 %-Verteilung. Da treffe ich ab und zu jemanden, der Kampfgrundstaffin ist, der sagt, ich mache Boxen oder ich dies oder jenes. Aber der Prozentsatz ist relativ gering. Das wird überschätzt. trainieren wir das. Wir trainieren natürlich alle Phasen. Wir trainieren die dritte Stanz oder wie man dritte abwehrt. Wir trainieren natürlich auch, wie man gegen Take-downs und gegen Würfe arbeitet. Und wir üben natürlich am Boden jetzt nicht nur reines Scrapling, sondern wir bauen dort Ellbogen ein, Knie ein. Wir setzen die biomechanischen Prinzipien aus dem Wing Chun ein und bauen das zusammen. das gehört natürlich zu unserem Unterrichtsreportoir. Hört doch mit rein, schreibt hier, Wing Chung ist dafür gemacht, gegen Leute zu funktionieren, die nicht kämpfen können. Selbstverständlich funktioniert richtiges Wing Chung auch gegen Leute, die kämpfen können. Ist das so, Thomas, du hast ja letztens in einer Seminar gemacht in einer MMA-Schule. Konntest du den Wing Chung verwenden oder hast auf MMA umgewechselt oder wie war das? Thomas: Genau. Oliver: Jo, jetzt haben wir wieder einen Haufen Fragen beantwortet und ich hoffe es hat euch gefallen. gesagt hinterlasst uns ein Like, kreist hier Abo an, schreibt eure Fragen und Kommentare rein. Wir begrüßen das, wir freuen uns drüber Thomas: Ja. so gemacht, wie ich es immer mache. Ich habe denen gezeigt, wie es funktioniert. Das war eine sehr gute Erfahrung für die, sehr gute Erfahrung für mich. Ich kenne ja die MMA-Szene, ich bewege mich ja da drin. Ich stehe halt auf MMA, ich stehe auf Kämpfen. ⁓ Das war Erfahrung. Oliver: Bis bald. zum nächsten Podcast. ⁓ Tschüss. ⁓ Thomas: Bis zum nächsten Punkt aus. Ciao, ciao, macht's gut! Oliver: Ich glaube auch, haben eine Trainingsmethodik, wo wir in der Selbstverteidigung nicht vom sportlichen Wettkampf In der Selbstverteidigung arbeiten wir etwas anders als im sportlichen Wettkampf. Aber wir haben eine Trainingsmethodik, wie wir Wing Chung auch gegen Leute in der optischen Distanz einsetzen. Kann man das so sagen? Optische Distanz? Thomas: Ja, der Distanz, wo wir nicht so zu Hause sind. ist zum Beispiel das, was du vorhin gesagt hast. Da gibt es Konzepte im Wing Tsun die sind halt in den höheren Sachen, also Formen drin. Und wenn man die nicht gelernt hat, dann hat man halt ein Problem, wenn man Sparring macht. Ganz klar. Oliver: Ich immer das Gefühl bei manchen Leuten, hier Kommentare reinschreiben, als ob wir die Hater sind, die gegen Kampfsport sind. Also wir haben viele Freunde in Kampfsport, wir haben auch selber schon öfters verschiedene Kampfsportarten ausprobiert und trainiert. Wir haben nichts gegen Kampfsport, das ist eine andere Spezialisierung. MMA im Speziellen ist ja kein einzelner Stil, sondern die Leute, wir kennen, die MMA trainieren, die trainieren eben im Stehen. Sehr oft Boxtechniken, Kickboxtechniken oder Thaiboxtechniken, die trainieren am Boden Grapplingtechniken. wie das Wort MMA, Mixed Martial Arts, das sagt ja schon, es sind gemischte Kampfkünste und wir kennen im MMA Leute, wie der Caro Parisian, die kommen aus dem Judo. habe in Los Angeles Leute kennengelernt, die aus dem Deckwand gekommen sind und ins MMA reingegangen sind, ist nicht so häufig, aber die kommen aus den verschiedensten Kampfsportarten und kombinieren die dann mit anderen Kampfsportarten. Und wir haben nichts dagegen, auch wie ein Junker reinzukombinieren. Typisches Beispiel ist Anderson Silva, der immer wieder mal mit Wing Chun kommt. Gibt es auch ein paar nette Interviews im Netz. In dem einen Interview, wo der Gegner sagt, was willst du mit deinem Scheiß Wing Tsun? Wo der Anderson Silva sich sehr bescheiden geistert hat und dann den Kampf gewonnen hat. Also auch nicht schlecht. Das ist nichts gegen MMA oder Ringen oder irgendwas. schreibt einer, was ich schade finde ist, dass dieses ist zu tödlich und deswegen kann man das nicht trainieren. Auf diesen Standpunkt zurück, ich habe letztens gehört, jemand gesagt, wir haben in unserem Stil die Mag und wenn du dann sagst, zeig mal wie das geht, dann sagt er, nee, da stirbst du sofort, wenn ich das anwende und deswegen wird das auch nicht im Training eingebaut. Und mit dem, dem geht man ja oft her mit der Begründung und sagt, wir machen kein Sparring, weil unser Stil ist komplett tödlich oder sowas. Und ich glaube, das meint der Schreiber hier. Es wäre klar, wäre kein Grund jetzt nicht Sparring zu machen. muss ja den anderen nicht gleich... Also gewisse Techniken wendest du natürlich im Sparring auch nicht an, ⁓ ihn nicht zu verletzen. Was sagst du dazu, Thomas? Thomas: Ja, das geheime Techniken und man kann das nicht trainieren. Da könnte ich jetzt auch wieder ewig drum rum reden und machen. Ich finde das absoluter Bullshit. Und dass im Sparring angewendet ⁓ das kann man ja nicht weil es geht ja ⁓ Handkantenschläge und Schläge gegen Hals und so was. Das macht man halt nicht. Aber das heißt nicht, dass man kein Sparring macht. ⁓ Oder dass man das ausprobiert Druck. Natürlich probiert man das aus unter Druck. Oliver: meine, man kann ja gewisse Sachen, es gibt zum Beispiel, wie wir haben ja weite lang so Halskrausen gebaut, wo wir dann gesagt haben, okay, dann kann man zumindest leicht gegen Hals schlagen oder wir haben beim Langstocktraining uns Eishockey-Handschuhe angezogen, ⁓ dann zu schauen, was ist realistisch, was geht. Also man kann immer sich annähern von verschiedenen Seiten, darum nenne ich das ja auch Sparringübung, man nähert sich irgendwo an. In der Technik, ja, Bruce Lee war ja auch sehr kreativ. Der hat dann Geräte erfunden, man Augenstiche üben kann, ohne dass man das gleich am Partner ausprobiert. Man muss sich aus verschiedenen Richtungen annähern und muss dann natürlich auch mit Vernunft trainieren, dass man sich nicht verletzt. Das ja ganz klar, aber das heißt nicht, dass man dann kein Sparring machen soll. Thomas: Ja, genau so ist es. Oliver: Dann schreibt einer, die Qualität ist massiv gesunken. Es gibt Techniker oder höhere Grafik, die sich nie im Sparien geprügelt haben. Eventuell ist in den letzten Jahren nicht gut repräsentiert worden. Thomas: Ja, wenn die Qualität sich mit dem Sprachring messen muss, dann ja. Ich habe aber vorhin schon gesagt, die Gründe, warum jemand mit Mischung anfängt, sind so vielfältig. Und die, wo sie sich wirklich prügeln wollen oder wo kämpfen lernen wollen, das ist ganz, ganz, ganz geringer Prozentsatz. Deshalb kann man das so nicht sagen wie der Kollege das reingeschrieben hat. Oliver: Es ist ja auch so, man muss eine Sache ganz klar sagen, ja früher, hat man unter Sparigen das verstanden, wir haben technisch ganz wenig gehabt, dann hat man Boxhandschuhe angezogen und weil man das Technische noch nicht umsetzen konnte, hat man sich dann einfach geprügelt. Das war dann einfach wilde Prügelei, wo man alles kompensiert hat mit mehr Kraft, mehr Schnelligkeit, mit mehr Einstecken, mit mehr Aggressivität etc. Heutzutage haben wir wahnsinnig gute Trainingsmethodik. ⁓ Leute besser zu machen, ohne dass sie sich im Sparring verletzen, ohne dass sie kompensieren müssen, wo wir wirklich die technische Grundlage haben und technische Sparring machen, wo sie dann echt gute Sachen lernen und wo sie sich lernen zu verteidigen. Und man muss nochmals dazu sagen, die, sowas schreiben, die glauben wahrscheinlich mal, dass unsere ganzen Leute sich nicht verteidigen können. Oder dass hier in der EWTN nur Flaschen sitzen, die nicht kämpfen können. Es ist natürlich Blödsinn, ja, weil... Wir haben jede Menge Schulen, wo wir wirklich sehr kampfstarke Leute drin haben. Und wir haben Schulen, die sich auf was anderes spezialisiert haben. Aber man kann das nicht über einen Kampf und die Qualität bestmöglich. Früher war einfach so. ⁓ Also ganz am Anfang, als wir angefangen haben, wir einen Haufen von Psychopathen gehabt, die sich gegenseitig in die Fresse kauten. Kann man so sagen. Und aus der Generation kommen wir. Und jetzt kennen wir einige Leute in der EWTO, die wirklich Thomas: Ja, so ist es. Oliver: kämpferisch sehr stark sind, aber auch technisch sehr stark sind. Und die Wing Chun sehr gut in der Selbstverteidigung und im Kampf umsetzen können. Und wir haben massenhaft Leute, die schon in brenzlige Situationen gekommen sind, die durch Wing Chun aus diesen Situationen rausgekommen sind. Und das ist halt so die Ansicht von vielen, die Kampfsport betreiben, dass wenn so eine Situation entsteht, wahrscheinlich weil sie zu viele Filme gesehen haben, dann steht da einer gegenüber, der hat 20 Jahre MMA trainiert. Der wiegt 120 Kilo, ist so ein Kanter, der kann alle Kampfsportarten und gegen den soll ich mich jetzt wehren. Das ist komplett ein Schwachsinn. Die meisten Leute, mit denen ich irgendwann mal auf der Straße oder irgendwo Ärger gehabt habe, da hat es gereicht, mich so bisschen aufzublasen und zu sagen, was willst du? Und dann habe ich gesagt, wenn du schlägst, dann zeige ich dir an. Ja, okay, das war es dann auch. Aber der Wille, sich zu verteidigen, steht schon mal ganz vorne. Und dann kommt die Technik und In den meisten Fällen, wo ich das verwendet habe, habe ich technisch gar nicht viel gebraucht. Und das Blitzprogramm, die ersten zwei Schülerprogramme, die vier Blitztechniken haben für mich meistens hundertmal ausgereicht, um so ein Ding zu stoppen, so ein Konflikt. Weil ich habe selten jemanden gegenüber gehabt, der das wirklich probiert hat. Und wenn so einer probiert hat, also ich habe Wir können ja mal paar Fälle hier aufzählen, wir zwei, in was für Situationen wir gekommen sind und wo wir das angewendet haben. Aber ich kann mich erinnern, ich habe einmal jemanden, wirklich ein schlechter Kickboxer war und dem habe ich, bevor ich überhaupt angefangen habe, voll in die Nüsse getreten und der ist in die Knie gegangen und das war's. Und der habe ich jetzt nicht, gut, der hat hinterher gesagt, das war kein Wing Chun. Wieso soll das kein Wing Chun gewesen sein? Ich übe das, was am Ökonomischen funktioniert in der Selbstverteidigung. Was glauben die Leute? Aber Wing Chun ist zu lernen, wie man möglichst ökonomisch in der Selbstverteidigungssituation arbeitet. Und wenn ich zufällig etwas in der Hand habe und nur so machen muss, Dann mach ich das.