Oliver: muss wissen, was passieren kann und man muss wissen, was man dagegen tun kann. Und man muss auch wissen, wie man vom Boden richtig aufsteht. Grappling ist ja nicht ein Stil. Das Grappling, was wir in Haiazstan gelernt haben, ist eine Mischung aus Kobutan, Judo, Catchwrestling, BGG und Sambo. Ich sehe da x Videos im Internet. Zum Teil muss ich kritisch sagen, sogar von eigenen Leuten im Verband, wo man sagt, ⁓ ja, wer üben jetzt? einen Ringer abzuwehren. Und dann greift jemand an, der gar nicht ringen kann. Wir haben in der EWTO eigentlich dieses Thema immer schon aufgegriffen, weil unser lieber Sifu hat ja von Anfang an den Kampf in fünf Phasen propagiert. Hallo und willkommen beim Podcast The Two Grandmasters. Und ich bin hier connected, verbunden mit Großmeister Thomas Schröhn. Hi, ich grüße euch, grüße dich Oliver. Und ich bin Oliver. Oliver König und wir sind zwei Wing Chun Lehrer und wir machen diesen Podcast unter den Namen der Two Grandmasters über Kampfkunst, Wing Chun, Selbstverteidigung, Leben und Führen. Und heute kommt das Thema Grappling und Wing Chun. Deswegen haben wir auch diese tollen T-Shirt an von Sensei Gokos Highest Grappling Academy, MMA Academy in Los Angeles, North Hollywood, da werden wir später noch drauf zurückkommen, was es so auf sich hat. Heutzutage ist überall das Thema in aller Munde. Grappling ist am aufsteigenden Arsch, immer mehr Leute machen das als Hobby und machen Wettbewerbe mit und MMA sowieso. Und dann fragt man sich natürlich, okay, was hat das mit Wing Chun zu tun? Warum machen wir sowas? Braucht man sowas überhaupt? Das wollen wir alles mal in diesem Podcast so bisschen aufarbeiten, oder? Absolut. Wir haben ja schon mal einen Podcast gemacht, wo es ⁓ Selbstverteidigung ging. Die Frage ist, braucht man für Selbstverteidigung Grappling oder muss man überhaupt am Boden kämpfen können, sollte man am Boden kämpfen können und so weiter. Das ist so die Frage. Und das wollen wir ein bisschen einordnen, würde ich sagen. Absolut. Meiner Meinung nach ist für einen Kämpfer, der sich verteidigen will, unerlässlich sich auch mit Bodenkampf zu befassen. Er muss wissen, wie man vom Boden aufsteht, er muss wissen, wie man nicht zu Boden geht, was relativ schwierig ist, wenn man es mit einem professionellen Bodenkämpfer zu tun hat. Man muss halt sehen, dass man lernt, sich auf dem Boden zu bewegen. Das ist ganz wichtig. Wir sind jetzt direkt zack in das Thema rein. So soll sie auch sein. Wir haben in der EWTO dieses Thema immer schon aufgegriffen von Anfang an, weil unser lieber Sifu, der im November vor einem Jahr leider verstorben ist, der die EWTO gegründet hat, hat ja von Anfang an den Kampf in fünf Phasen propagiert. Und gesagt, ist ein fixer Teil, also das Grappling, da gehört ja die Nadelstands dazu. Also wir müssen ja bisschen definieren. Spezialisiert ist Erwinkt schon eigentlich zwischen der Distanz, wo jemand boxt, da kommt dann das Chisao dazwischen drin und dann kommt die Grappling Distanz, wo man noch näher dran geht. Und das ist eigentlich diese diese Grappling Distanz, es ⁓ Werfen geht, ⁓ Hebeln, ⁓ Würgen und natürlich dann am Boden und Sprechen und Kämpfen. Sie vor immer diese ganzen fünf Kampf Distanzen, also Tritt Distanz, Faustdienst Distanz, Elbowen, Knie Distanz, Ringen, Reimen, Werfen hat er das genannt und Antiboden Kampf. Er hat gesagt, das gehört zur Selbstverteidigung. Da kann ich auch einfach nur mal empfehlen, das Buch vom Zweikampf, kann ich euch unten auch verlinken, in dem Buch. Das ist die Revisited Ausgabe. heißt, Buch ist schon, wann hat der Sifo das rausgebracht? Vor 20 Jahren oder so. Ich habe gar nicht das genaue Datum, Erstausgabe. Und damals hat er schon propagiert, diese fünf Phasen oder fünf Kampfdistanzen. Und das ist die Revisited Ausgabe, das heißt, er hat das Buch vor zwei, drei Jahren, oder wie lange ist das her, nochmal komplett überarbeitet nach den neuesten Erkenntnissen, die diesen vielen Jahren Erfahrung gehabt hat. hat hier originale Buch genommen und hat überall handschriftlich sozusagen Notizen dazu gemacht, wie er das jetzt sehen würde oder was er anders sehen würde. Also das ist sehr empfehlenswert, das Buch nach wie vor, auch wenn das schon damals veröffentlicht wurde. Und damals hat er schon die fünf Phasen. und hat das immer schon propagiert. ganz klassische, traditionelle Wing Chun der 80er Jahre, das wir in Hongkong gelernt haben, hat ganz, ganz wenig Boden oder Antiboden drin. Kann man das so sagen? Ja, also ganz wenig, ganz extrem wenig. Die sagen zwar alle, da gibt es diese Technik und jene, da gibt es ein paar Sachen, gibt es natürlich mit ... mit greifen und was man dagegen macht und so weiter und dann am Boden vielleicht bisschen treten und so. Aber das ist sehr rudimentär und viele glauben, dass das ausreicht, ⁓ wirklich am Boden umfassend zu kämpfen. Meiner Meinung nach nicht. Wir haben ja beide die Experience gemacht, dass wir mit richtigen Profis gearbeitet haben. Auch Leute, im Profibereich MME gekämpft haben und Ähnliches. Und dort kann man schnell mal sehen, was geht und was geht nicht und was braucht man dafür. Die Idee war immer die, also Sif hat immer wieder versucht, irgendwie ins Programm, in die Wing Chun Programme reinzunehmen. Und irgendwann hat er uns mal vor ein paar Jahren dann gesagt so, wir schauen jetzt wirklich, dass wir das optimalste rausholen. Man muss ja das Rad nicht neu erfinden. Vielleicht sollte man mal definieren, was man Grappling eigentlich versteht. Grappling ist ja nicht ein Stil. Wie würdest du definieren, Thomas? Also das Grappling, was wir in Hayastan gelernt haben, ist eine Mischung aus Kobutan, Judo, Catchwrestling, BGG und Sambo. Das ist das, was wir bei Nseko-Ko gelernt haben. Ich habe vorher schon angefangen mit BGG. Grundlage gehabt, aber das, was wir beim Sensei gelernt haben, ist noch mal was ganz anderes. Der hatte alles ineinander gemischt, eigentlich was er so gefunden hat, aus dem Judo, aus dem Sambo, aus den verschiedensten Grapplingsstilen, auch aus dem Ringen. Das sind alles Stile, die man mit Grappling subsummieren kann, meiner Meinung nach. Grappling ist jetzt so ein einzelner Stil, sondern bedient sich dieser verschiedenen Techniken. Unser Sifu war so vorausschauend, dass er gesagt hat, naja... Man braucht das Radio nicht neu zu erfinden, sondern wir schauen einmal, wer die besten Leute weltweit in diesem Bereich. Wir haben damals in Europa den Kai-Chou-John Blooming entdeckt. Der hat das Kyokushin Kai nach Europa gebracht und das Kyokushin All-Style Fighting, wo auch diese fünf Phasen drin waren. Den haben wir uns dann für Lehrgänge geholt. Der Mann ist natürlich in dem Gebiet absolut... Kapazität gewesen. Leider ist er verstorben vor, wie viele Jahre ist das wieder her? Auch wieder? 5 oder 6 Jahre? Wirklich sehr guter Mann, hat auch nie irgendwie einen Kampf verloren. Sehr guter Kämpfer, aber auch technisch sehr, gut. Mit dem haben wir einiges gemacht. Wir haben ihn dann gefragt, weil er doch in einem vorgeschrittenen Alter war, wir haben gesagt, wen würdest du uns dann verweisen? Und Sifu hat ihn dann gesagt, ja Was glaubst denn du, wer ist der beste weltweit außer dir jetzt? Und der hat uns dann gesagt, Jean LeBel und sein Meisterschüler Goko Cocevice. Und er sagt, sind wirklich das Ultimo. Und dann hat sie uns gesagt, na gut, ihr fahrt jetzt in meinem Auftrag dahin und ihr lernt das bei ihm. Und wir haben natürlich Grundlage gehabt. einen, was ja super geil war, dass der Thomas schon damals, glaube ich, schwarzgut im Bicete war. Dann war ich natürlich bisschen vorbelastet, weil wir haben in der EWTO immer bisschen Anti-Boden-Kampf gemacht. haben einmal einen Lehrer im Schloss gehabt, der hat dann ein bisschen mit Ringen was gemacht, sehr rudimentär, sehr einfach. Aber trotzdem haben wir uns halt an Boden gekloppt. bisschen haben wir immer gemacht, aber was Grappling betrifft, Sinne von BJJ und so, war ich recht unvorbelastet. habe bei Thomas ein paar Grundlagen gelernt. Dann sind wir zwei frisch und frei nach Amerika gefahren. Die ist in Nordhollywood. Da ist auch eine Gegend, heißt Little Armenia. Da sind in seiner Schule, er ist ja selber ursprünglich Armenier, Einwanderer, sehr viele Armenier, dort trainiert haben. Wir haben uns das angeschaut und haben gedacht, das Wird harte Partie, so wie man es bisschen wienerisch sagt. Da werden wir jetzt erstmal ums Überleben kämpfen und mal schauen, wie wir mit den Jungs klarkommen und so weiter. Und sind da mit gemischten Gefühlen hingefahren. Sind dann da abends hingefahren, war schon dunkel, auf den Parkplatz sind da reingekommen. Tolle Atmosphäre, auf der einen Seite hat der berühmte Benny Okides sein Kickbox Training gemacht, auf der anderen Seite Riesenmattenfläche. wo Leute sich aufgewärmt haben und so, da war richtig was los. Man muss sagen, wir sind sehr, sehr toll empfangen worden. Er hat uns gleich aufgenommen in seine Grappling-Familie. Das ist sein T-Shirt, ist normalerweise sein Logo oder das, der Thomas anhat. Deswegen haben wir das heute auch an. Wir sind dort eingestiegen und haben dort angefangen, Grappling zu lernen. Wir sind dann über Jahre hinweg mehrmals ein Jahre hingefahren, oft ein, zwei Wochen, jeden Tag. Vormittagstraining, Privatstunden, Abendstraining. Und es kein Urlaub. Die Leute haben immer gedacht, ihr fahrt nach Los Angeles, nach Amerika. Urlaub, toll. Nichts mit Urlaub. war hartes Training. Knochenhartes Training. Aber es war sehr gut. Und es hat uns natürlich sehr viele Erkenntnisse gebracht. Was haben wir gelernt, Thomas? Wir haben sehr viele Details in den Grundlagen gelernt, obwohl ich die schon ziemlich hochgraduiert im BJJ waren, komplett anders sind. Wobei ich ja sagen muss, in BJJ haben wir ja meistens einen Gian und dort haben wir uns halt darauf spezialisiert, ohne Ghi das Ganze zu machen. Man muss ja dazu sagen, der Thomas hat inzwischen im BJJ den dritten Dahn bei Großmeister Joe Moreira. Auch ein sehr, guter Großmeister, lebt auch in L.A. Spitzenmann, was BJJ betrifft. Thomas hat auch ein Schwarzgut bei Sensei Goko inzwischen. Ich selber habe mir bis zum Braungut hochgearbeitet und bin an dem Thomas sehr dankbar. tolle Erkenntnisse. Ich mache das auch gern, obwohl es nicht meine Hauptspezialisierung ist, aber als Ergänzung finde ich sehr gut. Auf jeden Fall. kann mich noch daran erinnern. Ganz früher habe ich gesagt, Bodenkampf brauche ich nicht. habe ich mal mit Kollegen. Der konnte Bodenkampf, der hat das schon gemacht. Mit dem habe ich mich dann morgens mal getroffen. Und dann hat er mich auf dem Boden verknodet und das hat mein Ego. Ich habe damals auch noch ein Ego gehabt, hat es nicht vertragen. Und dann habe ich angefangen, Bodenkampf zu machen. Hab das sehr intensiv gemacht. Hab das angefangen zu lieben. Bodenkampf. Aus zweierlei Gründen. Erstens mal, habe zu der Zeit, bin ich viel gelaufen, Jogging, Krafttraining. Das hat eine immense Zeit gekostet. Und das habe ich dann sein gelassen, weil ich durch das Bodenkampftraining alles drin gehabt habe. Kardio, Kraft, alles drin. Ja, das ist eine super Ergänzung, wo ich sage, okay, ich habe das Krafttraining, habe das Kardiotraining, ich habe Dehnungstraining, also rein für den Gesundheitsaspekt. Ist es schon mal eine geniale Ergänzung und auch Was Wing Chun betrifft, ganz körperliche Arbeiten. Sifu hat in den letzten Jahren immer mehr weggekommen von diesem klassischen 80er Jahre Wing Chun, wo man hauptsächlich mit den Armen arbeitet. Zu einem Wing Chun, die Kraft aus dem Körper kommt, dieses innere Wing Chun, wo der ganze Körper, Beine, Rumpf, Arme gemeinsam zusammenarbeiten und die Kräfte entsprechend freisetzen. Und da unterstützt natürlich Grappling gewaltig, diese Ketten anzusteuern und auch diese Gesamtkraft irgendwie auszubilden. Und vor allen Dingen, was es natürlich auch fördert, ist den Kampfgeist. Nach dem Technik-Training kämpfst du, ganz klar. Halt ohne Schlagen, sondern das ist halt Grappling, reines Grappling. Aber dort wird der Kampfgeist noch mal extrem, extrem geschmückt. Das stimmt. Das stimmt auf jeden Fall. Mir fragen dann die Leute immer, jetzt warst in USA, hast mit MMA-Profis gearbeitet oder hast mit Grappling-Profis gearbeitet oder nur ein paar Namen zu dropen. Der Karen Derabedian zum Beispiel, einer Kokos Meisterschüler, hat uns Grappling-mäßig sehr viel beigebracht, war aber vorher auch Box-Profi und hat uns einiges aus dem Boxen gezeigt. Wir haben bei Caro Parisien Unterricht genommen, der war im UFC, ist Judo. Champion, der hat so Wurftechnik und sowas von mühelos hingekriegt. Das war Wahnsinn. Wir haben jetzt alle den Leuten trainiert und natürlich mit Gokor Dziewicien selber. Gokor selber hat in seinem ganzen Leben über 500 Kämpfe gehabt und hat noch nie einen Kampf verloren. Bis er 60 war, ich, hat er seinen Schülern gesagt, wer das schafft, dass ich abklopfen muss, dem zahle ich 1000 Dollar. Das ist auch nicht passiert. Der Mann ist wirklich eine wahnsinnige Legende. Die Kämpfe, er bestritten hat im Judo, im Grappling selber, dann ist er in Bicicé reingegangen. hat sich in allen möglichen Kampfsportarten verdient gemacht. hat noch nie einen Kampf verloren. ganze Leben. Mit über 60 ist er noch mal dran. hat gesagt, jetzt will ich es noch mal wissen. und hat im BJJ und im Grappling, glaube ich, verschiedenen Disziplinen sich Goldmedaillen geholt. Ich glaube, hat in einem Jahr an drei, vier Wettbewerben und hat Weltmeisterschaften bitte teilgenommen und hat sich die Top-Platzierungen geholt. Und da war er wirklich super. Und dann fragen wir die Leute, ja, aber was ist jetzt besser? Konntest du diese Leute besiegen? Da sage ich, nee, ich wollte gar nicht besiegen, ich wollte von denen was lernen. Manigam Burian zum Beispiel, auch im UFC. Manigam Burian sagt, okay. Am Anfang habe ich mir gedacht, der Mann ist arrogant, weil er wollte nicht mit uns trainieren. Und dann später, wo wir zwei, drei Jahre dort trainiert haben, hat er mit uns trainiert und hat dann irgendwann mal gesagt, pass auf, ich trainiere nicht mit Anfängern, weil da kommen immer Verletzungen zustande, weil die haben ein Ego und ich kann mir das nicht leisten, Kampf verletzt zu werden, weil dann kann ich nicht antreten. Wenn ich Training verletzt werde, kann ich nicht antreten, dann verdiene ich kein Geld, ganz einfach. So ein MMA-Kämpfer, der kann höchstens im Jahr zwei bis vier Kämpfe bestreiten, wenn er die kriegt und wird dafür bezahlt. Und wenn so Kampf ausfällt, dann fehlt das Geld. Und damit durchzukommen, sehr, schwierig. Also die meisten, die wir kennengelernt haben, waren sehr knapp bei Kassa. Davon zu leben, ist schwierig. Es gibt ein paar weniger im UFC, die ganz oben sind, die so Millionäre sind und Und der Rest verdient relativ wenig. Und die müssen aufpassen im Training, dass sie sich nicht verletzen. Und daher haben wir ja auch diesen Hauptunterschied. Im Training habe ich Regeln. Und diese Regeln führen dazu. dass man sich nicht verletzt. der Selbstverteidigung, da will ich den anderen stoppen und dafür muss ich ihn oft verletzen. Das heißt, ich gehe sofort zum Keltkopf in die Augen, mache solche Sachen, das kann ich natürlich im Wettbewerb nicht machen. kann ja nicht hergehen, wenn einer mich greifen will, kurz mal rein und dann sofort ein Faxo gegen den Hals, dann ist der Kampf vorbei oder so ein Dritt zwischen die Beine, dann ist auch meistens Schluss. Und das ist dort ja überall verboten und mit Recht. Und das ist auch der Riesenunterschied. Und man muss sehen, Man trainiert auf zwei komplett verschiedene Zielsetzungen. Wie gesagt, das sind unterschiedliche Spezialisierungen. Ja, Aber nichtsdestotrotz braucht man im Menschung das Grappling. Man muss wissen, was passieren kann und man muss wissen, was man dagegen tun kann. Und man muss auch wissen, wie man vom Boden richtig aufsteht. also es gibt ein paar Sachen, die unsere Leute lernen müssen. Erstens glaube ich, dass ein Kampfkünstler nicht komplett oder was heißt ein Kampfkünstler, jemand der auf Selbstverteidigung spezialisiert ist, sagen wir es mal so, nicht komplett ist, wenn er nicht auch den Boden abdeckt, also wenn er nicht sagt, okay, was mache ich am Boden, weil man kann ausrutschen, rückwärts über die Gesteigkante fallen, man kann im Bett überfallen werden oder am Strand, wenn man schon liegt, dann kann man nicht sagen, Moment, ich habe nur im Stehen kämpfen gelernt. Selbstverständlich Regel Nummer eins ist nicht am Boden zu gehen. Wenn ich irgendwo Selbstverteidigung betreibe, will ich auf keinen Fall am Boden. Das Risiko am Boden ist viel zu groß, dass jemand, der dazukommt, Beispiel, dir irgendwo gegen den Kopf tritt von hinten, das siehst gar nicht. Du kämpfst mit einem, da kannst du der beste Kämpfer sein. Und der tritt dir den Kopf runter. Der macht irgendeinen Tiebox-Kick von hinten, so schräg hinten, dass du ihn gar nicht sehen kannst. Du hast überhaupt keine Chance. Das heißt, am Boden gehen und wenn man sich den Boden anschaut Und jeder, das nicht glaubt oder Wettkampfsport macht, soll doch einfach mal eine Partie, Crabbling draußen auf dem Asphalt machen, wo spitze Steine rumliegen, Hundescheiße rumliegen, Glasscherben rumliegen. Aber auch schon allein der Asphalt führt dazu. Du hast alles aufgeschürft, wenn du dort mal so arbeitest wie normal in der Schule, wo du Matten hast und alles. Wir reden jetzt gar nicht von Werfen oder Fallen oder ähnliches. Es also mehr oder weniger ⁓ auf keinen Fall am Boden kommen. Wenn man am Boden kommt, möglichst schnell wieder aufstehen. Und dann auch ein bisschen zu wissen, wenn jetzt jemand auf mir drauf sitzt beispielsweise. Ich habe das schon so oft gesehen und ich mache das oft bei Zwölferprüfungen. Ich sage so, jetzt sitzt einer drauf und der schlägt. Jetzt schauen wir mal, du den wieder loswirst. Oder wie du das machst, dass du die Schläge nicht abkriegst. Da gibt es viele, die verfallen in Panik, drehen sich dann auf den Bauch, was ja das Schlimmste überhaupt ist, weil sie ihre Position noch schlimmer machen, weil dann sitzt jemand auf meinem Rücken. Und haut mit, da sehe ich nicht mehr wo die Schläge kommen. Wie kriege ich den möglichst schnell runter? Was kann ich dann machen? Und das ist ein reines Handwerk. Es geht nicht darum, dass ich so trainiere, dass ich jetzt fünf Minuten mit einem Grappling-Wettkampf durchhalten kann oder den Gegner besiegen kann. Es geht ⁓ ein paar einfache Sachen. Schnell aufstehen, Boden sich so bewegen zu können, dass man aus den wichtigsten Sachen wieder rauskommt, wenn man mal drinnen ist. Und dass man so ein Grundhandwerkszeug hat als Betäler und also zum einen, ich weiß, wie kann der Gegner angreifen, weil wenn der werfen will oder hebeln will oder würgen will und ich weiß wie das geht, dann kann ich es auch im Ansatz kaputt machen, ganz wichtig. Und das zweite ist, wenn ich mal irgendwo drin bin, dass ich wieder rauskomme. Was sehr unrealistisch oft läuft, ich sehe da x Videos im Internet, zum Teil muss ich kritisch sagen, sogar von eigenen Leuten im Verband, wo man sagt, ⁓ ja, wir üben jetzt. einen Ringer abzuwehren. Und dann greift jemand an, der gar nicht ringen kann. Der greift so ungeschickt an und der andere geht dann her und macht bis ich so und sagt so jetzt, ⁓ juhu, ich kann jetzt einen Ringer abwehren. Das ist nicht realistisch, wenn man nicht weiß, wie der Angriff funktioniert. Das ist das Gleiche, was man kritisieren kann bei einem V-Stoß. Wenn ich übe einen unrealistischen V-Stoß und dann mache ich so einen V-Stoß und der andere macht dann irgendwie eine Abwehr und dann sagt man, juhu, jetzt habe ich gelernt, wie man einen V-Stoß abwehrt. Man muss lernen, richtig anzugreifen und das gilt genauso für einen Bodenkampf oder Anti-Bodenkampf. Ohne das geht es nicht. So ist es. genau. Dafür haben wir, also wir haben ja damals Sensei Gokor dann regelmäßig nach Europa eingeladen, auch Karen Derabedian, haben dann so Touren gemacht, hier in Wien, wie in Salzburg, München und so weiter, haben das mehrmals gemacht, über Jahre hinweg, dann kam Corona dazwischen, dann haben wir angefangen, Abteilung aufzubauen für Grappling. und haben die jetzt auch übergeben an den Patrick, der das jetzt erfolgreich weiterbetreibt. Der hat jetzt schon ein ganzes Team, die gehen auch regelmäßig auf Wettkämpfe, wo unsere Leute also wirklich sagen können, okay, wir wollen im Verband Rappling lernen und wir wollen es ordentlich lernen. Da haben wir die Anlaufstelle. Das können wir noch empfehlen. Ja, noch mal zur Kernaussage. Also man kann nicht alles planen im Kampf. Auch wenn manche Traditionenalisten glauben, mit Wing Chung kann man alles im Stehen erledigen. Kann es immer wieder passieren. Und wenn du zwei Wing Chun Menschen nimmst und der eine weiß, wie man in der Nahdistanze arbeitet, durch Grappling usw., dann arbeitet sich der mit Jisou einfach durch in die Distanz und dann kann er auch werfen. Und wenn du das nicht kannst, dann hast du ein Problem, weil er einfach eine Fähigkeit mehr hat als du sozusagen hast. Unsere Idee ist, Ganze zusammenzubringen, das heißt in der Selbstverteidigung dem Schüler beizubringen, sich richtig zu bewegen am Boden, aber dann auch seine Waffen wie V-Stöße, dritte, Ellbogen, Knie einzusetzen aus dem Wing Chun und auch natürlich die Prinzipien und die biomechanischen Prinzipien aus dem Wing Chun. Also das innere Wing Chun, was wir vom Großmeister Kernsprech gelernt haben, da sind sehr viel biomechanische Prinzipien drin. Die Biomechanik ist überall die gleiche, oder? siehst du das? Absolut. Das funktioniert sogar hervorragend im Bodenkampf. Ja, also Grappling kann eine Ergänzung sein. Man muss nicht unbedingt jetzt komplette Grappling-Klasse besuchen. Wir haben in unseren Programmen auch Anti-Boden-Kampf drin, ⁓ den Wing Chun Leuten das Wichtigste beizubringen. Und zumindest das sollte man machen, was soll es nicht ganz rauslassen. Ich habe ja auch mein Leben lang zum Beispiel Rückenprobleme gehabt. Wahrscheinlich genetisch oder weil ich zu einseitig in meiner Jugend trainiert habe. Ich habe ja gerade in meiner Jugend sehr viel Wing Chun kämpferisch trainiert und habe immer nur eine Seite trainiert. Vielleicht ist dadurch die Wirbelsäule schief geworden. und habe das erst richtig wieder in Griff gekriegt, indem ich intensiver trainiert habe. Also ich habe genau das Gegenteil gemacht. Die Ärzte haben zu mir gesagt, ⁓ Gottes Willen am besten gar nichts mehr trainieren. Da habe gesagt, das geht gar nicht. Das will ich nicht. Und habe gedacht, ich versuche jetzt mal das Gegenteil und habe dann mit dem Grappling und so weiter angefangen und habe den Körper extrem belastet. Dann sind die Rückenprobleme weggegangen. Also das ist jetzt kein ärztlicher Rat. Der Weg war nicht ganz so geradlinig. Aber ich habe es geschafft durch Training. auch mit Gewichtstraining und allem Möglichen und durch Grappling diese ganzen Rückenprobleme in den Griff zu kriegen. habe schon seit langer Zeit keine Rückenprobleme mehr. Ich habe gerade vor kurzem Kreuzheben mit 130 Kilo geschafft. Wo ich angefangen habe Kreuzheben zu üben vor circa zwei Jahren habe ich schon mit 30 Kilo, da habe ich jetzt immer die Wirbel irgendwie rausgesprungen. Also die Belastung, wenn sich jetzt jemand denkt, in meinem Alter will ich nicht mehr am Boden gehen, dann soll er es gerade extra machen. Ich habe auch schon Leuten die 70 waren beigebracht. Wie man systematisch fällt, ist auch gut, wenn man älter wird, dass man so fällt, dass man sich nicht wehtut. Absolut. Das sind die häufigsten Dinge, dass ältere Leute irgendwo ausrutschen, fallen und sich so wehtun, dass sie dann Oberschenkel, Halsbruch etc. ins Spital kommen und gar nicht mehr rauskommen. Das kann man alles lernen, nur natürlich immer angepasst an die jeweilige Person und schön langsam. Aber wir haben die wichtigen Sachen in unseren Programmen drin. Man sollte offen bleiben für verschiedene andere Sachen. auch mal über den Zaun schauen, was machen andere Stile, wie greifen die an, was machen die. Funktioniert mein Stil, das gilt ja für alle Stile irgendwo, zu sagen, funktioniert das, was ich mache. Habe ich das ausprobiert oder betreibe ich nur Inzucht, habe immer meinen Schüler vor mir, der mir ganz vorsichtig angreift, weil er Respekt hat. Wer mehr Lust hat, kann mehr machen, aber dass man zumindest ein Mindestmaß hat, weil es gehört einfach zur Selbstverteidigung dazu. natürlich ist rein Das haben wir heute bisschen aufgezeigt, dass Grappling in Wing Chung sollte mehr selbstverteidigungsbetont sein. Absolut. ich bin nach wie vor der Meinung, selbst wenn man im fortgeschrittenen Alter ist, so wie wir zwei jetzt, ist das immer eine sehr gute Ergänzung, dass man fit bleibt. Also ich kann das nicht missen. Ich möchte abschließend noch sagen, wenn wir jetzt über Grappling und Heiers dann Grappling geredet haben, wir wissen ja nach wie vor, dass der Meinung, dass Sensei Gokur, einer der besten, wenn nicht der beste Lehrer der Welt ist für sowas, der kommt auch dieses Jahr wieder nach Deutschland. Und zwar zu Sensei Alfred Gehlen in Bad Münder. Also ich glaube, es ist im Mai und ich werde unten das Datum einblenden. Wenn jemand Interesse hat, kann er sich gerne melden. Wird es gerne willkommen. Und wir haben natürlich weitere Folgen von diesem Podcast in Arbeit. Wenn er euch gefallen hat, hinterlasst uns ein Like und abonniert ihn, damit hilft er uns sehr. Schreibt in die Kommentare, wenn ihr Ideen habt für irgendwelche anderen Themen, wenn ihr irgendwas Spezielles zu dem Thema wissen wollt, was wir in unserem The Two Grandmasters Podcast abdecken können. Genau. In diesem Sinne. Macht's gut. Tschüss. Viel Spaß. Ciao, ciao.