ANN.ECK.DOTEN: Hallo, hier sind wir in der ersten richtigen Folge der Ann.Eck.Doten In der ersten inhaltlichen Folge, die über die Vorstellung hinausgeht. Und ich habe es in eben jener Vorstellung gesagt. Wir starten in jede Folge rein mit so einer Art Applauderecke. Das heißt, ich nehme euch so bisschen dorthin gehend mit, was habe ich in den letzten Tagen gelesen und mir angeguckt, ja, was, füllt mein Gehirn gerade, womit beschäftige ich mich gerade umfangreich. Hallo, hallo, hallo. Einen wunderschönen guten Tag oder guten Abend oder guten Morgen oder vielleicht bist du auch mitten in der Nacht. Egal wo du bist, wie viel Uhr es gerade ist. Ich sag Hi und du hoffe, hoffe du hast gerade eine gute Zeit. Wir starten rein. Es ist so aufregend. Es ist mein neuer Podcast und ich kann noch gar nicht fassen, dass es ja. Und wo driften meine Gedanken hin ab? Und die sind hier immer irgendwie on the fly. Und genau. Und wir starten vielleicht erst einmal so ein bisschen mit meiner kleinen Bücherecke. Ich gestehe, ich nehme diesen Take jetzt zum dritten Mal auf, weil für das Buch, was ich gerade zu Ende gelesen habe, mir so ein bisschen die Worte fehlen, das gut zu beschreiben, ohne zu tief reinzugehen, weil ich auch niemanden jetzt irgendwie triggern möchte oder so. Vielleicht. es jetzt so richtig losgeht. Das wird die erste inhaltlich richtige tiefgehende Folge nach meiner Vorstellungsfolge. Ich werde euch heute so bisschen erzählen, was ich denn gerade lese bzw. aktuell gelesen habe, welche Serie mich gerade umtreibt und warum das Thema Social Media gerade so viel Raum in meinem Kopf einnimmt. Außerdem sprechen wir über das Thema Scham. Ihr wisst vielleicht schon, ich habe es so in den Vorankündigungen immer wieder thematisiert. Scham ist für mich so ein riesengroßes Interessengebiet und es soll in diesem Podcast auch immer wieder exakt ⁓ dieses Thema gehen. Und damit wir da so alle die gleichen, ja vielleicht die gleiche Basis haben oder so eine gewisse Basis haben, versuche ich euch heute ein paar grundlegende Hintergrundinfos zu geben und schon mal so erste Einordnungen vorzunehmen. In aller Kürze habe gerade fertig gelesen von Manon Garcia "Mit Männern leben." Es geht ⁓ Einordnungen und Gedanken der Autorin sowohl aus philosophischer Sicht, auch aus persönlicher Sicht zum ⁓ Ich muss sagen, es ist ein sehr eindrückliches Buch. Ich mag die Ebene, die die Autorin findet, so zwischen man ist schon nah dran, sowohl an der Betroffenen, an Madame Pelicot, als auch an ihrem Umfeld, als auch Ja, ich hab's gesagt, das Schamthema treibt mich schon eine Weile ⁓ und ich glaube, dass wenn wir einen guten Umgang damit finden, dann kann sich ein Teil von der Last und der Erschöpfung, die wir vielleicht im Alltag spüren, auch zumindest ein Stück weit lösen. Deshalb legen wir da heute einen Schwerpunkt hin. Und am Ende dieser Folge gibt's dann den allerersten Mutausbruch meinerseits, was? in der Beobachtung des ganzen Prozessgeschehens, also auch der Verteidigung der aller juristisch involvierten Personen, auch der Angeklagten, aller Prozessbeobachtenden, der JournalistInnen und so. Also man bekommt das ganze Umfeld recht eindrücklich mit, ohne dass es aber in so einen Voyeurisms abdriftet. Und das hat mir sehr gut gefallen. Gleichzeitig musste ich das Buch ganz oft zur Seite legen und habe wirklich verhältnismäßig lange gebraucht, die, was sind's, weiß ich nicht, 190 Seiten zu lesen, weil das Thema natürlich sehr, nah an einen dran geht und man diese Art der Gewaltausübung oder ich für meinen Teil kann diese Art der Gewaltausübung, geschildert wird, auch wenn sie auf einer guten Ebene geschildert wird, immer nur häppchenweise ertragen, weil man sich natürlich immer die Frage stellt oder das ist so das, was in dem ganzen Buch mitschwingt, wie Was für mich eine ziemliche Nummer ist. Ich hab's gesagt, ich möchte immer in jeder Folge so ein bisschen einschambehaftetes Thema aus meiner persönlichen Biografie teilen. Etwas, wofür ich mich schäme und hey, ich verrate, glaub ich, nicht so viel, wenn ich sage, das ist einiges. Ich habe viele Schamthemen. Und da ich ja der großen Meinung bin oder der sicheren Meinung bin, das über Scham zu sprechen Wie können wir denn gut mit Männern leben, ohne dass das explizit beschrieben oder beantwortet wird? Aber das ist die Frage, die trotzdem immer unter allem liegt und die man so permanent am Kopf hat. Und wo man immer wieder an den Punkt kommt ⁓ wie kann es denn noch gut gelingen, wenn wir eigentlich ganz häufig in Bedrohungs- oder ⁓ Sehr spannendes Buch, sehr eindrückliches Buch, aber wie gesagt auch die Kraft und die Macht nehmen kann, versuche ich mit gutem Beispiel voranzugeben. Also allererster Mutausbruch. Vielleicht nochmal an dieser Stelle ganz wichtig zu sagen, bitte beachte, dass alle Inhalte, die ich zu allen Themen, insbesondere zu den Themen chronischer Krankheit, mentaler Gesundheit und Neurodivergenz teile vor allem auf meinen eigenen Erfahrungen beruhe. Das heißt, es sind keine ⁓ Aussagen und keine Handlungsempfehlungen. Ich glaube, man tut gut daran, wenn man immer wieder auch so bisschen Abstand zum Lesen gewinnt. In ganz anderen Richtung, also auch das habe ich in der Vorstellungsfolge schon gesagt, ich liebe Romances und lese sehr, sehr viele Romance-Bücher. Und das ist immer so ein krasses Gegengewicht zwischen, ich lese Sachliteratur, Fachliteratur und dann kommen die, sag ich mal, eher leichtfüßigen Romances. Ich mache das aber ganz bewusst so. Sie ersetzen keine fachmedizinische oder psychologische Beratung oder Diagnostik. In der heutigen Episode spreche ich unter anderem über Körperscham und Scham im Allgemeinen. Und ich bin immer darum bemüht, nicht zu tief und nicht zu anschaulich in die Themen reinzugehen. Aber bitte prüfe trotzdem, ob du gerade Kapazitäten hast, dich mit diesem speziellen Thema zu beschäftigen. Und jetzt gehen wir rein. Ich bin großer Fan von einem Genre und mag es, mich da immer so in so eine Art Eskapismus zu begeben und so ein bisschen Alltagsflucht zu betreiben. Und diese Woche oder ich lese gerade aktuell von Abby Jimenez, Life's Too Short. Das ist, glaube ich, relativ frisch rausgekommen. Ich glaube erst Anfang des Jahres. Ich finde es bislang ganz okay. Ja, finde die Charaktere auch okay. Ich glaube, okay trifft es ganz gut. Aber ich fand zum Beispiel Yours Story Truly oder Just for the Summer, die habe ich beide im Laufe letzten Jahres gelesen, haben mir beide noch besser gefallen, weil da war der Stil irgendwie so bisschen leichtfüßiger, die Charaktere waren bisschen kantiger, es war mehr Schlagfertigkeit drin, das ist mir noch bisschen besser reingegangen. Das hier liest sich auch super, das liest sich entspannt weg, ich mag es zum Beispiel total gern. Sonntagmorgen mich noch mal ins Bett zu muckeln und dann so was zu lesen. Und das geht dann auch ruckizucki. genau, dass es so ruckizucki geht, manchmal auch ein Hinweis bei mir darauf, bei meinem Leseverhalten darauf, so bisschen der Tiefgang fehlt. Genau, das ist, in dem Fall kommt es mir so ein bisschen so vor. Und dann habe ich kurz davor beendet von Kyra Groh alles, was ich in dir sehe. Ich mag Kyra Groh als Autorin extrem gern. Ich habe ganz viel gelesen von ihr und ich mag es auch, dass sie immer auch mal wieder plus-size-Charaktere skizziert, mal eher so im Haupthandlungsstrang, mal eher Tyrannfiguren. Das gefällt mir ganz gut. Ich mag auch ihre Art zu schreiben ganz gern. Ich mag ihren Humor ganz gern. Aber der erste Teil dieser Alles-Reihe, es gibt noch zwei weitere Folgeromane. ist er schon sehr im Bereich Young- bzw. New Adult. Denn die Protagonistin hat gerade erst ihr Abitur gemacht. Und das ist mir bisschen zu weit weg von meiner eigenen Lebensrealität. Ich wusste das vorher. Ich hab's trotzdem gelesen, weil ich die Autorien so mag. Ich hab das Buch auch sehr genossen. Aber hab gemerkt, dass ich mit der Protagonistin oder den Hauptfiguren nicht so ganz ... relaten kann, weil's so weit weg ist. Von mir ist es traurig, dass es so weit weg ist. Aber hey, so ist es. Genau, und ansonsten liegt auf meinem Stapel im Moment noch vor allen Dingen Fachliteratur. Die liegt dann meistens auch länger, weil ich da auch immer nur so episodenweise reinlese. Und das ist zum einen Will Storr, The Science of Storytelling. Das ist mir ganz oft empfohlen worden, so in der Bubble von LektorInnen und AutorInnen. Also es geht ⁓ das Thema Storytelling. Wie baut man eine Welt auf? Wie baut man eine Geschichte auf? Und zwar so, dass die Menschen dranbleiben wollen. Und ich glaube, das wird auch häufig in anderen Bereichen den Texten, Texte eine Rolle spielen herangezogen. Also das ist eher so Bereich Weiterbildung für mein eigenes Schreiben und für meine Arbeit als Lektorin. Und dann lese ich, habe ich jetzt gerade frisch angefangen zu lesen von Maren Lammers Scham und Schuld, Behandlungsmethoden für den Therapiealltag. Und das ist eher so eine Vertiefung des Schamthemas für meine Coachings und meine Workshops. Und mich da noch mal so ein bisschen auf noch fundiertere Beine zu stellen. ich habe es schon gesagt, ich habe mich da in den letzten Jahren intensiv damit beschäftigt mit dem Thema und möchte einfach dranbleiben, möchte das immer nochmal vertiefen und immer nochmal von verschiedenen Seiten draufblicken. Und ja, das finde ich bislang auch auch sehr spannend, weil es von verschiedenen Perspektiven nochmal draufguckt, also erstmal so auf die psychologischen Grundlagen guckt, ⁓ dann aber auch in konkrete Handlungsmöglichkeiten im Jahr, also hier im Therapiealltag zu gucken. Ich kann noch nicht sagen, ob ich tatsächlich für den Coachingalltag was rausholen kann, hoffe aber darauf. Genau und das war mein Lesestapel aktuell. Und was gucke ich denn gerade so? Ich bin ja auch so eine Serienmaus. Ich liebe eigentlich Serien gucken, wirklich sehr. Oder liebe Fernsehen gucken auch total. Ich sehe es auch gar nicht ein, dass ich das irgendwie verteufen lasse oder so. Ich mag das wirklich richtig, richtig gern. Und habe jahrelang immer wieder gesagt, mich ärgert so, dass Smallville nirgendwo verfügbar ist. Dass ich nirgendwo Smallville gucken kann. Ich weiß, dass ich das vor x Jahren angefangen habe zu... als es noch im Fernsehen kam und hab's gemocht und würde so gern mal rundum gucken und es gab's nirgendwo. Und jetzt ist es seit kurzem bei Netflix Online und mein Partner und ich kommen jeden Abend zusammen aufs Sofa, gucken ein, zwei Folgen Smallville und sind eingestiegen und ich hab so nach den ersten Folgen gesagt, hä? Wie kann denn das sein? Wie hab ich das denn gut finden können? Also mittlerweile guck ich's mit so einem sehr humorvollen Blick drauf. Ich finde es an manchen Stellen super absurd. fand auch, also das ist von Anfang der 2000er, man sieht in sehr vielen Darstellungsweisen, dass Spezialeffekte irgendwie sehr wild aussehen. Ständig fliegt auch irgendwas in die Luft, warum auch immer das sein muss. Und ich war relativ schnell an einem Punkt von, ich kann es glaube ich nicht so ganz ernsthaft gucken, aber ich genieße es trotzdem, weil es halt eine leichte Unterhaltung ist und weil ich die ganzen Comic-Verfilmungen Und Superheldengeschichten, Superheldinnengeschichten total gerne mag für... Ja, auch das ist halt eine Form von Eskapismus irgendwie. So, genau, da bin ich mittlerweile schon in Staffel 4. Also wir gucken das schon eine Weile und es wird ein bisschen besser zu gucken. Ich mag es, dass es mittlerweile eine übergeordnete Handlung gibt und nicht nur von Folge zu Folge gehandelt wird. Und nichtsdestotrotz sind mir die Dialoge ganz oft einfach zu platt und einfach zu... zu sehr an den Haaren herbeigezogen. wie gesagt, zu einer leichten Unterhaltung ist es irgendwie auch sehr, sehr schön. Und dann habe ich bei HBO Max jetzt in den letzten Tagen noch die ersten Folgen Heated Rivalry geguckt, weil das ja gerade auch in aller Munde ist und muss sagen, bei mir hat es noch nicht so ganz geklickt. Ich bin ja ein großer Fan von Romances. Ich sage es zum hundertsten Mal, ich werde es auch noch ganz oft sagen und mag auch den Spice in den Romances und Ich hab das Gefühl, bei Heated Rivalry ist es mir ein bisschen zu sehr im Fokus. Ich hätte gern noch mehr Romantik. Kann man's so runterbrechen? Ich glaube, so kann man's runterbrechen. Mir fehlt noch so ein bisschen ... ja, der romantischere, liebevollere Zugang. Vielleicht kommt das noch, da fehlen noch einige Folgen. Vielleicht kommt das noch, ich werd meine Meinung revidieren. Aber ich hätte gern noch mehr Verbundenheit gesehen. noch mehr Commitment und zueinander stehen. Ich hoffe, ich habe es geschafft, eine kurze Meinung zu beiden abzugeben, ohne was zu spoilern. Exakt sackt. So, jetzt mal abseits von den Unterhaltungsthemen. Das hat mich diese Woche noch beschäftigt oder in den letzten Tagen und Wochen noch so beschäftigt. Und gerade ist das tatsächlich das Thema Social Media bzw. insbesondere Instagram. Ich habe kaum Social Media Kanäle, ich benutze die kaum. Ich benutze keinen TikTok, ich benutze keinen X, ich benutze eigentlich nichts außer Instagram. Und trotzdem nimmt das sehr, viel Raum in meinem Kopf ein, denn Es macht mir tatsächlich total viel Druck, weil ich natürlich Menschen mit meinen Angeboten erreichen will. Aber ich habe auch gar keinen Bock, mich in dem zu verlieren, was ich für den Algorithmus auf irgendeine Weise präsentieren muss. ich habe keine Lust, mich da irgendwie zu verbiegen, mich in Social Media Marketing Strategien zu verlieren, weil das so viel Kapazität kostet. mit dem Resultat, dass ich mich am Ende unauthentisch fühle. Also ich habe natürlich immer Bock, irgendwie Kapazitäten aufzuwenden, wenn ich sehe, dass ich mich mit dem Resultat wohlfühle, aber das ist gerade nicht der Fall. Und ich glaube, wenn ich ehrlich zu mir bin, war das noch nie so richtig der Fall. Ja, also ich denke extrem viel darüber nach, was ich vor mir und wie ich es dort zeige, wer das alles lesen kann, wer das alles sehen kann, was die Personen sich dabei denken. Also auch hier natürlich kraft hier auch ein Schamthema. Und Ich tue mich super oft schwer mit diesen ganz kurzen, oft reißerischen Inhalten. Ich mag's nicht ... wenn's so kurz und knapp ist. Bei manchen Themen bietet sich das andere. Das ist vergleichsweise easy, dann ist ja auch alles gut, wenn's authentisch ist. Aber für meinen Geschmack ist es das häufig nicht. Oder mir fehlt einfach die Fähigkeit, mich ... kurz zu fassen. Ich kann mich nicht so gut kurz fassen. Das liegt im Kern darunter. Ja und ich finde es super unangenehm so eine Art Verkaufsdruck aufzubauen, weil ich will ja auch niemandem auf die Nerven gehen. Natürlich möchte ich meine Angebote mit euch teilen, ich, also ich entwickle ja keine Angebote von denen, ich denke sie nützen mich auch irgendwie und möchte natürlich diesen Nutzen auch teilen und sichtbar machen, aber halt nicht mit Druck oder nicht mit, ja mit so einem nervenden jetzt los, kauf schon, kauf schon, kauf schon. Ist ja so, ja. Das ist nicht so meine Kiste irgendwie. Ich habe jetzt mal beschlossen, vorerst noch dort zu bleiben, was natürlich auch eine Rolle spielt, ist der Umgang mit den ganzen Plattformen, die von den ganzen Tech-Pros, die die MAGA Bewegung unterstützen, bereitgestellt werden. Auch so eine politische oder gesellschaftliche Entscheidung fällt da auch mit rein. Es ist gerade echt nicht easy in meinem Kopf. Aber wie gesagt, ich habe beschlossen, vorerst noch dort zu bleiben. aber mich keinen Konvention und keine Erwartungen zu beugen, insbesondere nicht meine eigenen Erwartungen. Und das fühlt sich momentan noch okay an. Es fühlt sich okay an, Textausschnitte dort zu teilen, beziehungsweise vor allem textbasierte Inhalte. Aber eigentlich ist meine Absicht, euch eher in diesem Podcast und im Newsletter mit meinen Angeboten zu versorgen. Denn da kann ich euch immer auch so ein bisschen Kontext geben, kann ein bisschen weiter ausholen und euch auch bisschen tiefer mitnehmen und nicht nur plakativ mit irgendwelchen Headlines. Ich bin ja auch nicht die Bildzeitung, gell? Ist aber ein gutes Stichwort, also nicht Bildzeitung, sondern Newsletter. Abonniert den sehr, sehr gerne mal, denn der ist kostenlos. Der erscheint meist ein- bis zweimal im Monat, manchmal halt auch öfter, je nachdem, was es gerade zu berichten gibt oder was gerade so in der Pipeline ist. Genau, und da gibt's immer so Infos dazu, welche... welche Workshops gerade anstehen, was ich gerade so treibe. Es gibt aber auch immer so bisschen tiefer gehenden Inhalt. Und den Link zum Newsletter packe ich euch natürlich in die Show Notes. Und dann hat mich im Moment mal noch umgetrieben oder die ganze Zeit mal noch umgetrieben, wie ich einen guten Umgang mit dem Thema Sprachnachrichten finden kann. Ich weiß nicht, wie es euch da geht. könnt mir sehr gerne mal eine E-Mail schreiben oder bei Instagram eine DM. Oder seht ihr, dafür ist es auch noch schön, wenn man Kontakt bleiben kann, man DMs empfangen kann. Ihr könnt mir aber auch die Kommentare schreiben, wie ihr denn zu dem Thema Sprachnachrichten steht. Ja, also es treibt mich ⁓ Ich finde es einerseits total cool, dass ich so eine Möglichkeit habe, mit vielen Freundinnen, die weiter weg wohnen, in Kontakt zu sein. zu hören und zwar asynchron, weil natürlich unsere Alltage ja auch von Verantwortung und von Aufgaben geprägt sind und man nicht immer die Zeit halt oder vielleicht auch nicht den gleichen Lebensrhythmus hat, ⁓ Slots zu finden, wo man telefonieren kann, wo man zoomen kann, wo man sich besuchen kann. Und da ist natürlich Sprachnachrichten eine tolle Möglichkeit, sich mitzunehmen. Ich merke aber auch, dass ich dazu neige, riesenlange Sprachnachrichten aufzunehmen. riesenlange Sprachnachrichten mit Freundinnen auszutauschen und dass mir das ruckzuck einen Druck macht. So dass wenn von mehreren Menschen lange Sprachnachrichten in der Pipeline sind, dass ich mich dann einsetze und eine brav Notizen mache, damit ich auch auf alles eingehen kann. Weil ich möchte ja natürlich auch eine Rückmeldung auf das geben, was man mit mir teilt und darauf adäquat eingeben. Aber merke auch, dass mich das sehr, sehr umtreibt und ich dann noch keinen so richtig guten Umgang mitgefunden habe, denn Also lange Sprachnachrichten und diese Art von Austausch macht halt auch was mit meiner sozialen Batterie. Jetzt vielleicht nicht wie andere Formen, aber trotzdem merke ich, dass da so eine gewisse Druckhaltung mit einhergeht. Ich kann es, glaube ich, noch nicht besser in Worte fassen. Ihr seht, es ist noch im Arbeiten, in mir, Wirken. Und vielleicht habt ihr Tipps, wie ihr damit umgeht. Schreibt es mir gerne mal. Im Moment überlege ich für mich, dass ich so feste Slots vielleicht ein oder zwei Mal die Woche habe, wo ich mich nur diesem Nachrichten widme auch mit voller Konzentration dabei sein zu können und das nicht irgendwie nebenbei zu machen. Dann in Verbindung damit treibe ich mich ⁓ wie ich denn aktuell generell mit meiner sozialen Batterie umgehen kann. Ich weiß, dass mir soziale Kontakte Kraft kosten, so wie die meisten Menschen. Und ich weiß, der Akku, dass mein Energieakku durch soziale Kontakte häufig schnell leergezogen wird und ich auf Basis von chronischer Erkrankung, auf Basis von Neurodivergenz, dass mich, ja, also auch egal wie schön ein Familienfest ist oder egal wie schön es ist, mit Freundinnen zusammenzusitzen, was zu kochen, zu plaudern, sich auszutauschen, ich liebe das, wirklich, wirklich, wirklich. Das macht mir ganz, ganz große Freude. Und das kann passieren, dass ich da nach Hause komme und mindestens einen, meistens zwei Tage extrem wenig Energie habe. Und das äußert sich dann ein bisschen zu. Ja, bis hin zu massiven Muskelschmerzen. Das äußert sich in einer erhöhten Temperatur. auch, wie gesagt, das kommt alles von der chronischen Erkrankung. Aber ich merke auch, dass es so meine Denkweise beeinflusst im Sinne von wie gut bin ich mit mir verbunden? Wie gut kann ich mich konzentrieren? Wie gut kann ich mich erholen? Das heißt, die Gespräche wirken dann sehr, lange nach. Die Rumoren mir im Kopf herum, die drehen sich nochmal. Wiederhole Gesprächsfetzen im Kopf, ich denke noch mal darauf rum. Und das ist Kapazität, die blockiert ist dann in dem Fall. Und wie gesagt, ist alles passiert ja auch aus einem schönen Grund und mit einem schönen Zweck. Und gleichzeitig findet das aber auch statt. auch da denke ich im Moment viel drauf rum, wie es mir noch besser gelingen kann, vorher und nachher gute Erholungszeiten einzubauen oder wie diese Erholung denn aussehen kann. Genau. Und Basis dessen oder damit hängt auch zusammen, wie es mir gelingen kann, mehr freudvolle Bewegungen in den Alltag zu integrieren, weil ich ganz deutlich merke, dass Bewegung was ist, was tatsächlich meinen Kopf viel, viel freier macht und was sehr dafür sorgt, dass ich gut in Verbindung mit mir selbst bin und nicht so stark im Kopf bin. ist Bewegung auf die Eins. Aber ich bin ja ein Kind der Diet Culture. Ich bin eine dicke Frau. Bewegung findet bei mir nie ohne Druck statt. Das heißt, ich bin super oft dann in so einem Modus von, ich muss aber so und so lang, damit es überhaupt was bringt. Ich muss aber mindestens so lang schwitzen. Mein Puls muss in dem Bereich sein, ⁓ überhaupt, ja, ⁓ einen Effekt zu spüren. ich, fällt es nach wie vor auch nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema noch super schwer, in so eine leichte, freudvolle, intuitive Bewegung ohne Ziel und ohne Druck zu kommen. Und ohne dass da sofort so ein Ding aufgeht von, ja, ich mach das aber, ⁓ meinen Körper zu optimieren. So, und da möchte ich noch mal genauer hingucken und besseren Umgang mitfinden und versuche mich da so ganz langsam vorzutasten. Ich mache das mit so ganz, ganz mini, kleinen Einheiten, in denen ich mich einfach nur hin und her bewege und vielleicht ein bisschen dehnen, ein bisschen schütteln, bisschen tanzen. Und da merke ich aber auch schon, dass da super oft dann so in meinem Kopf aufgeht von, wie sieht das denn jetzt aus? Wie würde das jetzt von außen aussehen? Also auch Blick von außen auf mich selbst rauf, fährt immer mit. das ist ja, auch da steckt einfach Scham drin. Und da steckt jahrelange Erfahrung mit Bewertung von Körpern, mit Body Shaming drin. Und das ist gar nicht, gar nicht immer so easy. ⁓ aber mühsam und in kleinen Schrittchen ernährt sich das Eichhörnchen. Ich taste mich vor und weiß, wofür ich es mache, weil Bewegung ist tatsächlich was, was Was mir unwahrscheinlich hilft, ⁓ meine mentale Gesundheit ein bisschen auf festere Beine zu stellen. Und hinzu kommt, was limitierend hinzukommt, ist, ich kann nicht auf die Weise mich bewegen, wie ich mich früher bewegen konnte. Also dieses ganz krasse sportliche oder optimierte auf hohe Intensität funktioniert nicht mehr, weil mir der Körper dann sehr klar signalisiert, dass ich über meine Grenzen gegangen bin und dann... ein sogenannter Crash mit Symptomverschlechterung. Das heißt, wenn diese Optimierungsgedanken aufgehen, ich kann ihnen gerade ⁓ nicht Folge leisten, wenn ich mir nicht selbst schaden will. Auch das hilft dabei, ein bisschen eher in die Sanftheit zu kommen. So, und jetzt haben wir schon ganz lange geplaudert und ich habe euch schon ganz viel mit in meinen Kopf genommen und ganz viel mit euch geteilt. Ich glaube, es wird jetzt mal Zeit, dass wir nach dem Schwerpunktthema gucken. Nach dem Schwerpunktthema dieser Folge. Das da ja lautet Scham. Da stellt sich euch jetzt vielleicht erst einmal die Frage, woher hat denn die Anne eigentlich ihre Expertise in diesem Thema? Na ein Teil meiner Expertise beruht darauf, dass ich mich im Rahmen meines letzten Studiengangs der Systemischen Beratung intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, wie man den Scham in Beratungssituationen adressieren kann. Ich habe meine Masterthesis darüber geschrieben, wie man dann mit Scham in der Beratung von diskriminierungsbetroffenen Frauen beziehungsweise von belästigungsbetroffenen Frauen umgehen kann. genau, habe mich dort dem Thema intensiv gewidmet und festgestellt, also das Thema hat natürlich vorher schon an mir gewirkt. Man schreibt ja nicht eine Arbeit über ein Thema, mit dem man über irgendein Thema, sondern da macht man sich ja schon Gedanken drüber. Und... Ich bin im Laufe meiner Beratungstätigkeit tatsächlich dazu gekommen, dass Scham in meiner Wahrnehmung was ist, was unter ganz vielen Emotionen drunter liegt. Beziehungsweise Zugänge zu anderen Emotionen oder zu Verhaltensweisen überdeckt. Das heißt, ich habe zum Beispiel die Erfahrung gemacht, auch ein aggressives Verhalten oder ein Verhalten von, wir wehrten andere Menschen ab häufig. auf der eigenen Scham bzw. der eigenen Schamvermeidung basiert. Und das ist so ein bisschen das, was mir im Kopf rumgegangen ist. Und ich habe in den vergangenen Jahren häufig Personen bereiten, die Grenzüberschreitungen erfahren haben. Also zum Beispiel zum einen im Bereich Body Shaming, zum anderen aber auch durch sexualisierte Gewalt, durch sexualisierte Belästigung. Und habe natürlich gemerkt, dass in diesen beiden Themenbereichen extrem viel Scham drinsteckt. Und dass diese Scham häufig verhindert, zum einen, dass wir überhaupt über die Themen sprechen können und zum anderen, dass wir mit den Themen umgehen können, sie bearbeiten können und damit aber auch verhindert, dass wir an der einen oder anderen Stelle checken können, dass wir überhaupt keine Schuld tragen an einer Situation, sondern dass es ⁓ Situationen geht, die uns widerfahren und nicht, die wir aktiv herbeigeführt haben. Genau, und das ist so ein bisschen die Grundlage dafür gewesen, warum ich mich auch wissenschaftlich näher damit befassen wollte. Ich habe dann besagte Masterthesis geschrieben. Die verlinke ich euch auch nochmal in den Show Notes, damit ihr auch die ganzen Quellen nochmal habt, falls ihr da nachlesen wollt und falls ihr tiefer in das Thema einsteigen wollt. So weit jetzt erst einmal zu dem Hintergrund, wie ich überhaupt zu dem Thema gekommen bin. Aber jetzt zu der zentralen Frage, was ist denn diese Scham überhaupt? Und dann sind wir sehr schnell bei dem Thema, dass Scham eine Emotion ist und zwar einer von denen, die als negativ beschrieben werden und nicht nur als negativ beschrieben werden, sondern die häufig von Menschen vermieden werden wollen. Dabei ist im Grunde Die Scham ist erst einmal sehr, sehr funktional. Denn erst einmal ist sie eine sehr soziale Emotion. Sie trägt dazu bei, dass wir ein gutes, soziales Miteinander pflegen können. Und das Nachricht zum Beispiel an so was fest, wir uns, wenn wir in der Öffentlichkeit ohne Sichtschutz urinieren würden, würden wir uns schämen. Und ⁓ solche Situationen zu vermeiden, dazu ist die Scham da. ein Miteinander finden können, das auf bestimmten Vereinbarungen, auf bestimmten Normen basiert. Aber genau in diesen Normen liegt halt auch eine gewisse Krux. Also da gucken wir gleich nochmal hin, denn da kann die Scham auch sehr schnell sehr dysfunktional werden. Aber wenn man so ein bisschen weggeht von dem eigenen Empfinden und hin zu dem, was denn die Scham im Zwischenmenschlichen kann, ist erst einmal so ganz... Ganz grundlegend ist die Scham schon dazu da, regeln, dass wir achtsam miteinander umgehen, dass wir nacheinander gucken und andere Personen nicht in schambehaftete Situationen bringen, dadurch, dass wir uns zum Beispiel auf eine gewisse Art entblößen, was entblößen auch immer bedeuten mag. So, also ich meine es nicht nur im deutlichen Sinne, sondern auch im übertragenen Sinne. Und dann komme ich aber sehr schnell zu dem Punkt, dass das halt wirklich nur ein Aspekt ist, der zugegeben für mich auch sehr schwer im Alltag zu greifen ist. Also mir erschließt sich schon, dass das Konzept erst einmal positiv gemeint ist, ich. Also formuliere ich mal so. Aber faktisch äußert sich die Scham eher dysfunktional. Und hier... sieht man auch ganz, ganz stark, dass die Scham eine große Verbindung zu Diskriminierung im Allgemeinen hat. So, denn die Scham ist dazu da, umzusetzen, dass bestimmte Normen erfüllt werden. So. Und dann stellt sich aber sehr schnell die Frage, wer Wer legt denn fest, was Norm ist? Wer bestimmt denn, was hier normal ist und wie sich verhalten werden soll und wie so ein Verhalten auszusehen hat? Und das ist in unserer Gesellschaft faktisch so, wenn wir hingucken, dass nicht die Mehrheit bestimmt, was eine Norm ist. Und selbst das wäre fragwürdig so, sondern dass wir in patriarschalen Strukturen leben. Das heißt, die Normen sind maßgeblich, von denen bestimmt die weiß sind, die gesund sind, die männlich oder männlich gelesen sind und halbwegs gut finanziell situiert sind. Das ist so die Grundlage unserer Gesellschaft oder daran orientieren sich die Normen in unserer Gesellschaft. Das heißt, alle, die dieser Norm nicht entsprechen, für die ist erst einmal die Gesellschaft. nicht so richtig gemacht bzw. die müssen eine hohe Anpassungsleistung erbringen, ⁓ reinzupassen oder ⁓ nicht anzuecken, ⁓ nicht anzuecken oder ⁓ nicht exponiert zu werden. Wer diese Anpassungsleistung nicht erbringen kann, der wird ausgeschlossen und der wird ganz häufig dafür beschämt oder diskriminiert. Also an diesen Stellen gehen Beschämung und Diskriminierung ganz, ganz dicht beieinander. Also Diskriminierung mein ein Ausschluss oder eine Herabwürdigung oder ein Ausschluss von Teilhabe, ein Ausschluss von Ressourcen aufgrund eines bestimmten Merkmals. Zum Beispiel aufgrund des Geschlechts, aufgrund der Herkunft, aufgrund von Religion, aufgrund von soziokulturellen Status oder auch aufgrund von Körperform oder Gewicht. ist keine offizielle Diskriminierungskategorie im... Also Körperform und Gewicht sind keine offiziellen Diskriminierungskategorien in der rechtlichen Grundlage, aber erfüllen alle Kriterien dafür, was eine Diskriminierung meint. Da gucken wir vielleicht in einer anderen Folge noch mal genauer hin. Genau, und jetzt habe ich mich vergaloppiert. Sorry, ich versuche das noch mal ein bisschen fokussierter zu formulieren. Also, Diskriminierung meint einen Ausschluss aufgrund eines Merkmals und geht ganz häufig einher, nicht nur mit der Benennung dieses Merkmals oder mit der Benennung dieses Ausschluss, sondern auch mit einer Beschämung aufgrund von diesen Merkmalen. Also an dieser Stelle ist Scham und Diskriminierung sind ganz, ganz dicht. verwoben. könnte vielleicht so weit gehen, zu sagen, die Scham wird genutzt, Diskriminierung umzusetzen. Und es gibt aber Studien, belegen, dass je häufiger man sich schämt, zum Beispiel aufgrund von der Diskriminierung oder aufgrund von einer Exponierung wegen eines bestimmten Merkmals, dass umso häufiger das passiert, dass sich dieser Scham chronifizieren kann. Das heißt, wir schämen uns nicht, Nur mal kurz in einer Situation, dann würde man eher sagen, man ist peinlich berührt, das ist ja, also vielleicht peinlich, sondern das Ganze geht so weit, dass sich die Scham immer stärker auf das komplette Selbst bezieht, also auf das ganze Selbstkonzept und damit immer stärker auch den Selbstwert angreift. Also generell ist das, was Scham von Peinigkeit, aber auch Scham von Schuld unterscheidet. Peinigkeit ist eher so situativ bedingt. Schuld ist was, was eher verhaltensorientiert ist. Also wir haben irgendwas verbockt und dann sagen wir oder dann checken wir, dass wir die Schuld dafür tragen, dass etwas schiefgegangen ist oder dass wir eine andere Person verletzt haben, dass wir irgendeine Missetat begangen haben und wir können die Betroffenen ⁓ Verzeihung bitten. Bei der Scham ist das nicht so. Wir können keinen ⁓ Entschämung bitten, weil die Scham sich auf uns selbst, auf unsere ganze Person bezieht. Und je häufiger wir Beschämung und oder Diskriminierung oder Scham durch Diskriminierung erleben, umso stärker chronifiziert sich diese Scham. Das heißt, wir sind eigentlich in einem konstanten, latenten Scham-Modus. Und es ist nicht nur so, dass es in Anführungszeichen nur dieses Gefühl ist, sondern das kann so weit gehen, dass wir eine immer stärkere Erschöpfung fühlen, dass der Selbstwert massiv leidet. Also wir keine hohe Meinung von uns haben. Also nicht nur keine hohe Meinung, sondern eigentlich die ganze Zeit eine schlechte Meinung von uns haben, uns nichts zutrauen, uns Angst haben, in soziale Situationen zu begeben. Und das führt aber auch nachgewiesen zu einem höheren Risiko für z.B. Depressionen, Angsterkrankungen und Essstörungen. Also diese dauerhafte Beschämung. die sich insbesondere in Diskriminierungen manifestiert, die hat massive Auswirkungen. da wird dann auch sehr deutlich, also ich hab's eben schon gesagt, Scham soll zu einer größtmöglichen, wir werden beschämt, damit eine größtmögliche Anpassung an eine Norm erfolgen kann. Und da diese Normen aber von bestimmten Personengruppen quasi bestimmt und durchgesetzt werden, kann man sie auch als, kann man die Scham auch als Machtinstrument bezeichnen. Denn wer die Norm bestimmt, oder wer innerhalb der Norm ist, der braucht keine Anpassungsleistung zu erbringen, der ist aber in der Position, andere zu beschämen, damit sie sich anpassen können und kann somit Macht über sie ausüben. Zum Beispiel, indem sie nicht nur verbal herabgewürdigt werden, sondern indem man auch Teilhabe-Möglichkeiten reduziert, also zum Beispiel Wohnungen nicht vergeben oder zum Beispiel, wenn Ärztinnen über Patientinnen urteilen, ohne zu erfragen, was ihre Krankengeschichte eigentlich ist und nur auf Basis ihres äußeren Urteilen oder auf Basis ihres äußeren Tipps geben oder Behandlungsvorschläge machen, ohne die abzuklären. All das wirkt ja sehr, sehr beschämend und all das verhindert das Teilhabe, dass gerechte Zugänge gelegt werden können und entsprechend äußert sich die Scham auch als Machtinstrument. Und wenn wir merken, dass wir uns zwar anpassen sollen, aber diese Anpassung uns überhaupt nicht möglich ist, zum Beispiel weil wir aufgrund von Merkmalen beschämt werden, auf die wir überhaupt keinen Einfluss haben. Also zum Beispiel auf unsere mentale Gesundheit, auf Behinderungen, auf die wir nur ganz, ganz, ganz begrenzt Einfluss haben oder zumindest nicht. innerhalb der nächsten fünf Minuten, nur durch große Anstrengungen, zum Beispiel im Fall einer Körperform. Und auch da ist fraglich, müssen wir uns tatsächlich anpassen oder steht uns nicht eine gerechte Teilhabe zu, egal wie unsere Körperform ist? Also was passiert, wenn diese Anpassung nicht oder nur mit großem Aufwand möglich ist? Mal ganz abseits der Frage, ob sie überhaupt gerechtfertigt wäre. Dann merken wir sehr, schnell. von uns wird erwartet, dass wir uns anpassen. Es ist uns nicht möglich. Also arbeiten wir uns konstant daran ab, kommen in starke Erschöpfung und merken, dass es uns zunehmend schlechter geht. Bis hin zu, ja, kann bis zu Burnout-Symptomen führen oder wie ich eben schon gesagt habe, zu Depression und Angsterkrankung. Es kann sich auch auf somatischer Ebene äußern, das heißt Kopfschmerzen, Übelkeit. nervöse, unruhe Zustände Alterskanzul nehmen. Und was sich auch sehr stark bemerkbar macht, wir gehen jetzt auf eine neue Ebene. Wir gehen auf die Ebene der Schamreaktionen. Und da ist mir bei meinen Recherchen aufgefallen, dass Schamreaktionen ganz, ganz, ganz ähnlich zur Traumareaktion beschrieben werden. Das heißt, man geht davon aus, dass man auf die Scham, ähnlich wie auf jede andere Bedrohung oder ähnlich wie auf einen Trauma, mit verschiedenen Zuständen reagieren kann. Mit dem Fight, dem Flight, dem Freeze. Oder auch, da ist sich die neuere Literatur jetzt einig, mit dem Fawn-Modus reagieren kann. Also der Fight-Modus wäre so der klassische, wenn man kommt ins Kämpfen. Und das ist das, was ich eingangs schon meinte, wenn man in so einen Modus kommt von, merke, ich fühle mich unterlegen, ich fühle mich beschämt. ⁓ Ich fühle mich ausgeschlossen, also teile ich aus, beiße ⁓ mich und versuche mir selbst, also die Macht so bisschen zurückzunehmen, indem ich andere herabwürdige. indem ich aggressiv, indem ich wütend reagiere. Und das ist was, das habe ich jetzt gestern erst noch mal gelesen, das ist wohl so, wie Männer, wie männlich gelesene Personen häufig auf Scham reagieren, also die externalisieren die eher. Dann haben wir den Flight-Modus, also den Flucht-Modus. Das heißt, man zieht sich zurück, man spürt, dass man sich schämt und verlässt die Situation schnellstmöglich oder vermeidet die Situation. Dann gibt es noch den Freeze-Modus, also das eher so ein Einfrieren in der Situation verharren. Auch da kann der Wunsch sich drin verbergen, sich unsichtbar zu machen, sich möglichst unauffällig zu verhalten, dass man überhaupt gar nicht erst wahrgenommen wird oder einfach, dass man in so eine Starre verfällt, dass man gar nicht reagieren kann in dem Moment. Das ist eine Möglichkeit. Und dann ist als letztes der Fawn-Modus oder Fawning. Wie gesagt, taucht erst in der neueren Literatur auf, insbesondere bei Traumareaktionen, aber auch bei den Schamreaktionen. Und damit ist im Kern People-Pleasing gemeint. wir Fawning-Meinen so eine gewisse Unterwürfigkeit. Also wir erleben, dass wir beschämt werden, ordnen uns komplett unter, lenken die Anpassung quasi ⁓ versuchen zu erahnen, was das Umfeld von uns braucht, sagen nie nein, übernehmen alle möglichen Aufgaben und versuchen schon voraus zu ahnen, was denn jetzt nötig sein könnte und erfüllen das dann, ⁓ bloß nicht exponiert zu werden. So, ⁓ bloß gefällig zu sein, ⁓ die Verbindung über dieses Dienen, möchte ich fast sagen, herzustellen. und da so ein bisschen die Scham rauszunehmen. Und das ist was, also dieses internalisierte, also eher so ein Flight-Modus oder ein Freeze-Modus oder auch dieser Fawning-Modus, also dass man sich zurückzieht oder eher in eine unterwürfige Haltung kommt. Das ist was, was man eher bei Frauen oder weiblich gelesenen Personen identifiziert, also dass Schamreaktionen eher internalisiert ablaufen als externalisiert. Genau. Und jetzt stellt sich natürlich die Frage, wenn dann da so viel Scham ist, Wie können wir damit umgehen? Ich weiß nicht, vielleicht magst du erst mal mit dir selbst einchecken und gucken, wie dein Zugang zum Thema Scham aussieht. Spürst du, wann du dich schämst? Wie häufig kommt das im Alltag vor? Worin liegen denn so deine Schamthemen? Man unterscheidet zum Beispiel deine Körperscham oder auch deine Kompetenzscham. Schämst du dich eher dafür, wie du aussiehst oder wie dein Körper von außen bewertet wird? Oder schämst du dich eher Weil du denkst, du bist in bestimmten Kompetenzen oder in bestimmten Angelegenheiten nicht gut genug und vielleicht könnte jemand entdecken, du vielleicht gar nicht dazu geeignet bist, deinen Job zu machen oder eine gute Mutter zu sein oder, Da sind wir eher im Bereich der Kompetenzscham und schon so ein bisschen in dem, was wir auch als Impostor-Syndrom kennen. Ja, also vielleicht magst du da erst einmal so bisschen mit dir einchecken und mal gucken. wie dein Verhältnis zur Scham ist und wie häufig du damit in Kontakt bist und wie häufig du das spüren kannst. Und vielleicht hast du auch schon eine Ahnung, wie du denn damit umgehst, wenn du es spüren kannst und wenn du merkst, die Scham kriecht mir schon wieder den Nacken hoch. Und genau, wie ist es denn jetzt, wie kann man denn einen Umgang mit dieser Scham finden? Also ich möchte direkt vorab sagen, ihr wisst, ich mache keine Heilungsversprechen nie. Und es ist auch ungewiss, ob wir Scham jemals, also heilen, heilen, einen großen Anführungszeichen könnten. Denn sie ist ja auch im Grunde, wie ich eingangs erwähnt habe, was auch funktional ist. Also das dient ja auch. im Grunde erst einmal einem guten sozialen Miteinander. Das heißt, es wäre vielleicht gar nicht dienlich, die Scham wegzumachen, weil sich damit komplett neue Felder auftun würden, die uns vielleicht schaden würden. Aber wie können wir denn jetzt die Scham wieder zu dem machen, was sie eigentlich ist, also zu einer unserer Emotionen, erst einmal völlig wertfrei? Und wie können wir ihr vielleicht so bisschen von ihrer Kraft und von ihrer Intensität nehmen? Nun, das ist meine Erfahrung und das ist auch das, was die Literatur belegt. Ein wichtiger Bestandteil ist es, immer wieder über die Themen zu sprechen, die einen beschäftigen. So. Und das geht meines Erachtens und meiner Erfahrung nach nur, wenn wir uns in einem sicheren Kreis wissen. Wenn wir unter Menschen sind, von denen wir wissen, dass sie uns nicht verurteilen, bei denen wir alles sagen dürfen, bei denen wir alles laut aussprechen dürfen, egal wie schmerzhaft es sich für uns erstmal anfühlt, aber von denen wir wissen, dass sie uns sehen und verstanden fühlen lassen. Und vor allen Dingen, sie uns nicht verurteilen für das, was wir erlebt haben oder dafür, wie wir fühlen. Und das zu erfahren, also etwas laut auszusprechen, was wir vielleicht schon ewig lang mit uns rumschleppen, was uns schon ewig im Kopf rumgeht, und uns dann gesehen und verstanden zu fühlen. Vielleicht sogar zu merken, dass eine Person, mit der wir das teilen, sagt, Das geht mir auch so, wollte ich auch nie drüber sprechen, aber wie entlastend ist es, dass wir das jetzt miteinander teilen? Dieses Gefühl, kann das allerbeste Gefühl der Welt sein, einfach weil so viel Entlastung drinsteckt. Also irgendwas, was jetzt schon jahrelang mietfrei in unserem Kopf wohnt, darf endlich mal raus. Es darf im richtigen Rahmen geteilt werden und kann so, so, so befreiend sein, so ein bisschen. Also ich weiß, als ich das zum ersten Mal ausprobiert habe, über die ersten Schritte in dem Bereich gegangen bin, ⁓ die ersten Scham-Dinge zu teilen, schambehafteten Dinge zu teilen, dachte ich, es fühlt sich an, als würde mir jemand die schwerste Gewichtsdecke der Welt von meinen Schultern nehmen. Also das ist so ein tiefes Aufhalten, eine ganz tiefe Erleichterung, die ich persönlich spüren kann, wenn ich über meine Scham spreche. Und wenn ich es schaffe, über diese Angst davor, Peinliches zu teilen oder dass etwas Peinliches an mir entdeckt werden könnte, wenn ich diese Angst überwinden kann. Und noch mal, das geht aus meiner Sicht nur in einem sicheren Umfeld, wo man weiß, da findet keine Beurteilung, keine Verurteilung statt. Da wird man nicht ausgelacht, da wird man nicht noch zusätzlich dafür beschämt, dass man es überhaupt teilt. Das heißt, es geht nicht immer und überall. Ich will nicht dafür plädieren, man jede Scham-Situation in jeder Runde teilt. Das würde ich auch niemals können. Oder noch lange nicht. Aber ich plädiere dafür, sich sicherer Räume zu suchen, in denen man das teilen kann. Und dann zumindest ein kleines Stück von der Scham gehen zu lassen, ⁓ so ein ganz kleines bisschen freier Leben zu können. Ja, und das kann ... Das kann im Familienkreis sein, das kann unter den engsten Freundinnen sein. Also ich merke, dass mir das vor allen Dingen mit meinen Freundinnen gelingt. Das kann auch mit dem Partner, der Partnerin sein. also guck gern für dich, wer denn deine dir nahestehenden Personen sind und wo du vielleicht mal ausprobieren möchtest, so ein kleines Stück davon zu teilen und ja, vielleicht eine schambehaftete Situation zu teilen und vielleicht ... Spürst du, dass dein Gegenüber sich erleichtert fühlt, dass du darüber sprichst, weil die Person dir gegenüber damit auch den Raum bekommt, schambehaftete Themen zu besprechen und auch Entlastungen erfahren kann? Genau. ich weiß, wie befreiend dieses Teilen sein kann. Und das ist übrigens nur ein Aspekt davon, wie man mit der Scham umgehen kann. Also die Literatur plädiert zum Beispiel auch dafür, in die Selbstfürsorge zu kommen, ins Selbstmitgefühl zu kommen, also sich selbst so zu begegnen, wie man einer guten Freundin begegnen würde. Aber all das sind vielleicht Themen für weitere Podcastfolgen. an dieser Stelle würde ich es erst einmal so stehen lassen und würde, also für mein Empfinden und für das, was ich bislang erfahren habe, ist, darüber zu sprechen, die Scham zu teilen, das wirksamste Instrument. Genau. Und weil ich weiß, wie befreiend und wie wirksam dieses Teilen im sicheren Rahmen sein kann, möchte ich dieses Gefühl mit dir teilen und biete einmal im Monat eine sogenannte Share- und Care-Runde an. Und darin geht es immer ⁓ ein bestimmtes schambehaftetes Thema. In der Vergangenheit ging es zum Beispiel schon mal ⁓ Körperunscham. Und es wird ⁓ verschiedene Emotionenunscham gehen. Also zum Beispiel auch ⁓ das Thema Wut, was hier super oft ganz schamhaft sein kann. Genau. Und dieser Circle, diese Runde findet in der Regel einmal im Monat statt. Der Kreis soll klein bleiben. Das heißt pro Runde werde ich maximal den Raum für acht Personen öffnen. Einfach behalte ich eine möglichst vertrauensvolle Runde. schaffen möchte, in der jede Person, ... die zu Wort kommen, möchte auch zu Wort kommen kann. Und wir entschließen uns in jeder Runde ... gemeinsam am Anfang, mit welcher Methode ... wir arbeiten möchten. Es gibt immer drei Methoden zur Auswahl. Zum einen ist es einfach immer nur möglich, ... einen offenen Austausch zu führen. Also ich moderiere das dann und wir teilen ... einfach miteinander, was wir erlebt haben. Es gibt aber auch die Möglichkeit eines geführten ... Coachings, das heißt eine Person teilt einen eine Fragestellung oder eine Erfahrung und lässt sich von mir durch diesen Prozess begleiten und die anderen können zugucken und quasi die Erkenntnisse auf sich selbst übertragen. Oder wir können in einen moderierten und strukturierten Austausch kommen, der so ein bisschen eine kollegialen Fallberatung gleicht. Das heißt, eine Person würde auch hier ihre Frage oder ihre Herausforderung vortragen und die anderen können darauf mit Hypothesen und Handlungsvorschlägen reagieren. Und ich moderiere das Ganze. Alle Infos findest du bei Findery zu dem ganzen Konzept. Den Link dorthin pack ich dir auch nochmal in die Show Notes. Und da findest du ja alles zum Ablauf, die Termine, die Themen und alles, was du zu diesem Format wissen musst. Am zehnten April, am zehnten April, meine Güte. So ist das, wenn man länger spricht, gell? Dann fallen einem manchmal die Worte nur noch so aus dem Mund raus. Na ja, was ich eigentlich sagen wollte. Am 10. April gibt es außerdem einen Vortrag zum Thema Scham. Und dort drösel ich das Thema noch einmal tiefergehend auf. Also wir knüpfen nochmal an das an, was ich eben jetzt schon im Podcast geteilt habe. Wir gehen nochmal ein bisschen tiefer rein. Und im Anschluss an diesen Vortrag, der online stattfinden wird, hast du auch nochmal die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Genau, und das findet am 10. April statt. Los geht's ⁓ 19.30 Uhr. Und auch diesen Link packe ich natürlich unten in die Show Notes. Uff, jetzt sind wir schon ziemlich weit gekommen ... Podcast oder in der heutigen Podcast-Folge ... ... und haben schon über wirklich viel und tiefgehend gesprochen. Ich habe das Gefühl, ich habe dir auch schon ... ... so bisschen meine Seele ausgeschüttet. Und hoffe, du hast schon den einen oder anderen Punkt ... auch finden können, wo du anknüpfen konntest ... und wo du vielleicht gemerkt hast, ach krass, ... ja, ach das ist das, was gerade bei mir passiert. Und ja, genau. Und ⁓ das, dieses Anknüpfen vielleicht noch so ein bisschen zu vertiefen, kommt jetzt hier mein erster Mutausbruch. Es ist so weit. habe es jetzt, also die Aufnahme läuft irgendwie schon, weiß ich nicht, 50 Minuten oder so. Und die ganze Zeit bin ich wirklich schon nervös und aufgeregt, weil schambehaftete Themen zu teilen ist nicht easy. Nicht umsonst, wie gesagt, nach ich. Zum Beispiel diese Share-and-Care-Circle, weil ich weiß, wie herausfordernd es sein kann, das zu teilen. Und so geht es mir jetzt auch. Ich möchte über ein Thema mit dir sprechen, was mich wirklich schon seit einigen Jahren begleitet und wo unfassbar viel Scham drin steckt und wo ich ganz viel Aufwand auch betreibe, ⁓ das Thema möglichst wegzumachen und das Thema möglichst zu verstecken. Und es geht ⁓ Haare im Gesicht. Also so Haare an der Oberlippe, Haare am Kinn. Ich weiß nicht so genau, was die Ursache bei mir dafür ist, beziehungsweise habe ich, ja so, weiß ich gar nicht, so in meinen frühen 20ern, vielleicht noch ein bisschen früher sogar, gemerkt, dass ich vor allen Dingen im Kinn, also sind mir einfach Haare aufgefallen. Natürlich ist jeder Mensch behaart im Gesicht und natürlich ist es normal. Und das war aber nicht nur so ein heller Pflaum, sondern ich habe zwischendrin auch mal wieder längere Haare gefunden und das war mir unglaublich unangenehm. Und ich habe damit angefangen die Haare dann einzeln rauszuziehen mit der Pinzette immer mal wieder hin und wieder. Und je häufiger man das macht, umso stärker kommen sie ja nach. Und mittlerweile ist es so, ich glaube da korrelieren zwei Themen miteinander. Zum ersten das Thema Hormone, dem ich immer noch so ein bisschen auf den Grund gehen. muss und möchte, ich merke, dass im Gesicht meine Behaarung sich verändert hat und ich in den letzten Jahren starke Zyklusprobleme habe und glaube, dass da einen Zusammenhang bestehen könnte. Also da möchte ich näher hingucken. Und das ist aber nicht nur allein das. Ich habe es eben beschrieben, als ich die ersten Haare wahrgenommen habe, habe ich angefangen, die hin und wieder auszureißen. Die sind immer stärker nachgekommen und das Thema Skin Picking ist dann irgendwann dazu gekommen. Ich war dann irgendwann an einem Punkt, dass ich fast täglich einzelne Haare rausgerissen habe, immer wieder danach geguckt habe. So eine Verbindung zwischen Scham und wenn ich in diesem Skinpicking-Modus bin, also die Haare einzeln mit der Pinzette mir angucke, die Haare einzeln rausziehe, dann fühlt sich das ja auch nach Kontrolle an. Also dieses Skinpicking bringt ja, manche Leute kennen das. wenn sie an der Haut rumknibbeln oder insbesondere in der Gesichtshaut rumknibbeln oder Pickel ausdrücken müssen oder wegmachen müssen. Bei mir äußert sich das hauptsächlich durch dieses Ziehen von den Haaren. Je stärker ich dem nachgebe, umso mehr Kontrollempfinden habe ich auch. Es geht nicht nur darum, dass das eine große Lust macht. zu betreiben, sondern es gibt einem ja auch so bisschen Kontrolle zurück. Und gleichzeitig geht damit ja aber auch einher, dass die Haare immer wieder nachwachsen. dieser Mythos oder diese Mär von, wenn man Haare oft genug entfernt, wachsen sie nicht mehr nach, ist bei mir nicht der Fall. Also im Gegenteil, ich habe das Gefühl, sie kommt immer stärker nach. ⁓ also ich gehe da zum Teil mit oder meistens mit der Pinzette rein, habe aber auch wie so ein Das ist fast wie ein Schmirgelpapier, mit dem ich die Haut immer wieder bearbeite, ⁓ die Haare zu entfernen. Ich habe auch schon mit Epilien versucht. Ich habe schon alles Mögliche versucht, reagiere aber auf super viele Haarentfernungsmethoden auch einfach nicht so gut. Das heißt, meine Haut ist auch konstant entzündet oder weiß dann Pickelchen auf oder so. Das ist einfach nicht schön. Ich mag es nicht, dass da... immer irgendwas los ist. Ich kann aber auch nicht die Finger davon lassen und natürlich schäme ich mich unwahrscheinlich dafür, dass das irgendjemand sehen könnte, weil Haare im Gesicht sind natürlich auch ein Faktor, der mit Weiblichkeit zusammenhängt. es ist mir in meinem Leben schon super oft passiert, dass ich irgendwie als Bushikose oder nicht klassisch weiblich klassifiziert worden bin. Das macht immer wahnsinnig viel mit mir. Das tut mir immer sehr, sehr, sehr, weh und ich schäme mich in Grund und Boden. Und umso mehr Aufwand betreibe ich natürlich, dass diese Haare im Gesicht irgendwie unsichtbar werden. Es ist vielschichtig tatsächlich. Zum einen schäme ich mich dafür, für dieses Skinpicking, und dass ich da nicht so nachlasen kann. Und ich schäme mich aber auch wirklich für den Umstand, dass da Haare sind und dass da Haare sichtbar sind. Und zwar auf Basis dessen, dass ich mich damit nicht weiblich fühle oder nicht so weiblich, wie ich mich gerne fühlen würde. Und... Es geht nicht nur ⁓ Weiblichkeit, sondern geht auch noch grundlegender ⁓ das Thema Schönheit. Ich fühle mich damit nicht schön und nicht wohl. Das tut sehr weh und fühlt sich sehr unangenehm an. Ich glaube, dass es auch eine hormonelle Komponente hat. glaube auch, dass es vielleicht eine genetische Komponente haben kann, weil meine Oma, liebe Omi, zum Beispiel auch kaum Haare an den Achseln, an den Beinen. Auch ich habe kaum oder wenig Haare in den Achseln. Meine Haare an den Beinen sind von ganz hellem Wurz wachsen, ganz langsam nach. Aber im Gesicht kommen dafür die Haare. Und das war bei der Oma auch so. das ist irgendwie, also ich vermute, dass da mehrere Faktoren mit reinspielen, wie das ja meistens so ist. Ich schäme mich aber so sehr dafür, dass ich es noch nicht mal geschafft habe. das bei meiner Gynäkologin anzusprechen oder generell irgendwo ärztlich anzusprechen oder sogar in ein Kosmetikstudio damit zu gehen. Lieber doktor ich da selbst rum, bevor ich in ein Kosmetikstudio gehe und die denken, was kommt da für eine. Also es ist echt, es fühlt sich total unangenehm an. Ich glaube, ich habe noch nie so offen und so lange über dieses Thema gesprochen. Ich habe es mal in meinem engsten Vertrautenkreis so ganz kurz angesprochen. Ich aber immer sehr an der Oberfläche geblieben und habe es noch nie so ausführlich geteilt. Und wie gehe ich damit ⁓ Ich decke es zu. Auch das ist so eine klassische Scham-Ungangsstrategie. Es ist so gut wie es geht, irgendwie wegzumachen, überdecken. so ein bisschen, vielleicht so bisschen der Flight-Modus. Also ich entferne die Haare, ich überschminke die Stellen so oft es geht, zum Teil mehrfach am Tag. Wenn ich alleine zu Hause bin mit meinem Partner, mache ich das nicht. Oder nicht immer, nur selten. Aber sobald ich irgendwie auch nur einen Videocall habe, ist meine Haut immer abgedeckt. habe immer Make-up drauf und habe auch immer die Augen geschminkt, ⁓ weibliche Attribute zu betonen. Und ja, ich denke auch immer mal wieder über eine professionelle Entfernung nach. Aber wie gesagt, auch da steckt super viel Scham drin und ... Ich scheue ehrlich gesagt auch die Kosten und gehe da lieber lieber selbst dran. Ja, das nicht die beste Strategie vielleicht, aber es ist gerade meine Strategie. Und dann genau der letzte Teil der Strategie ist, dass ich mich noch tiefer mit dem Thema Hormone beschäftigen möchte und unbedingt herausfinden möchte, auch aus anderen Gründen, inwiefern da vielleicht einfach eine Dysbalance vorherrscht. Also ja, meine Meine Umgangsstrategie ist nicht die eine, sondern es ist eine Mischstrategie. Zum einen mache ich mir bewusst, dass ich mich schäme und wofür ich mich schäme. Ich versuche immer mal wieder und dort, wo es sich sicher anfühlt und das in dem Fall, fühlt es sich ganz selten gut an darüber zu sprechen oder das zu thematisieren, dazu zu stehen. Aber ganz oft wie gesagt, geht das einfach nicht. Ich versuche mich zu informieren und ich versuche es zu überdecken. Da wird ganz deutlich, es gibt nicht die eine Strategie, wie man mit einem Schamthema umgehen kann, sondern ganz häufig ist es eine Mischform und es ist immer auch so bisschen eine individuelle Kiste, was für einen selbst denn funktioniert und was nicht funktioniert. Das war der allererste Mutausbruch und das war direkt ein großer Mutausbruch. ist nämlich ein Thema, was mich wirklich schon sehr lange und sehr intensiv begleitet und was eigentlich jahrelang wirklich nur davon dominiert war, das möglichst zu verstecken und möglichst nicht zu teilen. Und deshalb fühlt sich das gerade sehr krass an, das so in den Äther zu geben und so frei zu teilen. Genau. So, wir sind am Ende dieser Podcast-Folge angekommen. Und ich danke dir, dass du die heutige Folge der Anektoten gehört hast. An dieser Stelle enden wir jetzt für heute. Und du weißt es schon, es gibt noch einen kleinen Bonus-Time mit einem Mini-Coaching. Dieses Inhalte oder dieses Mini-Coaching bleibt aber exklusiv meinen Steady-Membern vorbehalten. Wenn du auch eine Frage hast, die du mir schicken möchtest, die ich in der nächsten Podcast-Episode besprechen soll. Zum Beispiel irgendwas, was du in einem Coaching fragen würdest, irgendwas zum Thema Scham, zum eigenen Schamthema, das du gerne besprechen, ja besprochen wissen möchtest, wo du gerne eine Einordnung hättest, vielleicht auch noch Impulse oder Reflexionsfragen, dann freue ich mich sehr über deine Mitgliedschaft bei Steady Du findest mich, meine Packs und alle vollständigen Podcast-Episoden mit den Bonus-Episoden dort ebenfalls unter dem Titel an Echdoten. Und in diesen Mini-Coachings oder in diesen Bonus-Folgen ordne ich Fragen aus der Community ein, teile Impulse, Reflexionsfragen und mögliche Herangehensweisen. Und das kann ein sehr, guter Einstieg für dich sein, ... du ein Thema vertiefen möchtest oder wenn du gerade keine Zeit oder keine Kapazität hast, ⁓ in ein größeres, ein umfangreicheres Coaching einzusteigen, ... ... kann das trotzdem eine gute Möglichkeit sein, ⁓ einen Anfang zu finden, ⁓ in Themen einzutauchen und schon mal so bisschen Klarheit für sich selbst zu gewinnen. Den Link zu Steady, zu all meinen Steady-Abos und auch zu meiner Website, zu meinen Workshops und Coachings sowie zu meinem ersten Roman, Pages of Pearville, findest du alle in den Show Notes. Folgt mir gern auch bei Instagram unter at die unterstrich anne unterstrich müller und wir hören uns in 14 Tagen. mach's gut, du Liebe, bis ganz bald. Pass gut auf dich auf. Ciao.