f30 football insights: Scouting Insights wird präsentiert von Mats Beckmann und dem Scouting- und Analyseteam von 1530 Football Insights. F30 ist Sparringspartner für sportliche EntscheiderInnen in der Kaderplanung und er stellt datenbasierte Analysen zur Fußballberichterstattung für unter anderem Sky, ARD und das ZDF. Im Podcast steht alle zwei Wochen eine internationale Liga mit den größten Talenten im Weltfußball im Fokus. Und damit Ampfiff. für die heutige Episode. Wer wird Weltmeister? Diese Frage steht sich vor jeder WM, doch die wirklich spannenden Geschichten beginnen oft weit abseits der Favoriten. Welche Nationen überrascht alle? Wer bleibt hinter den Erwartungen zurück? Welche taktischen Entwicklungen prägen das Turnier? Und welche Spieler, die heute in Deutschland kaum jemand kennt, sorgen in wenigen Wochen weltweit für Schlagzeilen und den nächsten Millionentransfer? Genau darüber sprechen wir heute. Willkommen zu einer neuen Folge Scouting Insights. Starten wir rein mit einer Mannschaft, die auf ganzer Linie enttäuscht hat. Wir reden über Uruguay. Bei diesem Turnier doch eigentlich einer recht machbaren Gruppe gewesen mit Saudi-Arabien, Cap Verde und eben den Spaniern. Da wäre eigentlich klar mit Platz zwei zu rechnen gewesen in diesem Setup. Letztlich stand aber das aus nach der Gruppenphase und das nicht ohne Grund. Marcelo Bielser, der Trainer und seine Mannschaft, die haben sich entzweit während des Turniers. Es gab doch einige Unstimmigkeiten. rund ⁓ die Taktik der Uruguayer. Bielsa El Loco, seit Jahren dafür bekannt, dass seine Mannschaften mit enormer Intensität spielen, aggressiv gegen den Ball arbeiten und dann auch genauso aktiv wieder im Spiel nach vorne umschalten. Das kostet sehr viel Kraft und genau das haben die Spieler eben auch angemerkt, was selbst in den Trainingseinheiten schon zu enormer Belastung geführt hat und die Steuerung nicht ideal war. Hinzu kommt noch dass gerade die Uruguayern ihre goldene Generation nicht mehr mit am Start haben. Diego Gurdin, Luis Suarez, Ern Edinson Cavani, die sind alle Geschichten nicht mehr mit dabei und es gibt leider kaum Top-Talente, die nachrücken. In diesem Turnier war Manuel Ugarte mit seinen 25 Jahren der jüngste Spieler im gesamten Kader, alle anderen Spieler mindestens 26. Immerhin, ein Hoffnungsträger Alvaro Rodriguez ist gerade für 25 Millionen zum AFC Bournemouth gewechselt. Der könnte dann tatsächlich eine größere Rolle spielen, ansonsten doch sehr wenig, was bei Uruguay nachrückt. Immerhin, die Qualifikation für 2030 ist nicht in Gefahr, weil Uruguay als einer der Co-Gastgeber automatisch qualifiziert sein wird. Sprechen wir über die Socceroos, die nach 2022 zum zweiten Mal in Folge in die K.O.-Phase einer WM einzogen. Das Team von Toni Popovic überzeugte spielerisch zwar selten, war aber bei Kontern brandgefährlich und gut aufeinander abgestimmt. Sie kassiert nur drei Gegentore in vier Spielen, bauten konsequent auf junge Spieler, wo unter anderem im K.O.-Spiel gegen Ägypten sechs von den 11 Startelf-Spielern maximal 23 Jahre alt waren. Der fehlgeschlagene Kniff, den überragenden Torwart Beach, will das Elfmeterschießen durch den etwas überbewerteten Ryan zu ersetzen und den 18-jährigen Lucas Harrington unter die ersten Schützen zu nominieren. Das kostete letztlich das Weiterkommen, aber Mit Australien ist auch 2030 zu rechnen, zumal die WM-Bühne als Karrierebeschleuniger gelten kann. Und auf einige dieser Akteure blicken wir zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal genauer zurück und damit rein in die einzelnen Positionen. Die 62 eingesetzten Toileter waren bei dieser WM im Schnitt über 31 Jahre alt, was dem im Vergleich zu allen Feldspielerpositionen einzigartige Demografie noch mal unterstreicht. Folglich habe ich die Eiltersrange für diese Position etwas ausgedehnt und die fünf spannendsten Namen des Turniers zusammengetragen. Beginnen wir mit Bart Verbrüchen. Der 23-jährige ist unlängst Stammkraft in der Premier League für Brighton, besticht durch sein präzises und mutiges Kurzballspiel und nur zu gern überspielt er die erste Teilsgare, die zweite gegnerische Pressinglinie. Am Führungstor gegen Schweden als auch gegen Marokko war Verbrüchen beteiligt, Nur Jordan Pickford im gesamten Turnier an noch mehr Treffern seiner Mannschaft. Verrückten brillierte nicht nur technisch im Passspiel, sondern auch in der Fußabwehr, bei Flanken, Hereingaben und in Sachen Präsenz. Da kann der Holländer immer noch zulegen. Ein weiteres Jahr in Brighton täte gut. Anschließend dürfte sein Weg zu einem absoluten Top-Club führen, der Wert auf das Ballbesitzspiel liegt. Bei einer starken Saison könnte Paris Saint-Germain ein mögliches Transferziel darstellen, wovor ihr Zugang Chevalier nicht überzeugen konnte und Savo noch Schwächen mit Ball am Fuß besitzt. Weiter im Text mit heute ein kleiner WM Nation, die die Bühne extrem für sich nutzen konnten. Zum einen der Australier Patrick Beach. Der Mann von Melbourne City belohnte sich mit einem 1,7 Millionen Wechsel nach Frankreich zu Aufsteiger Troyes, brillierte bei der WM mit einer Safe-Quote von 82 % und war mit seinen 8 Paraden im Auftakt-Match ein Garant für das Weiterkommen in der extrem ausgeglichenen Gruppe D. Auch durch seine Leistung bei der WM stieg Japan's Sion Suzuki in den Kreis der zehn wertvollsten Keeper der Welt laut Transfermarkt auf. Der Torwart von Parma bestach in der Raumverteidigung, fing souverän viele Hereingaben ab und sorgte mit seiner Spieleröffnung unmittelbar für Torgefahr. Knapp 7 % seiner Beisequenzen führten zu Abschlüssen seines Teams. Auf ähnliche Werte kommen die beiden Topkeeper Mike Mignon und Unai Simon. Schon im Liga-Betrieb war Suzuki oft gefordert, zeigte 3,3 Paraden pro 90 und vereitete starke 55 % aller gegnerischen Großchancen. Auf der anderen Seite kassierte er jedoch auch acht Distanzschuss gegen Tore. Genau hier kann er sich weiter steigern. Ist für Teams mit Umschaltfokus definitiv von Interesse. Orlando Gill war vor dem Turnier nur Südamerika-Experten ein Begriff. Der Linksfuß misst knapp zwei Meter und spielt für San Lorenzo in Argentinien einer Mannschaft aus dem gehobenen Mittelfeld. giel nahm eine zentrale Rolle als souveräner Ruhepol in einer ansonsten sehr hitzigen Mannschaft ein und klammert man die 1 zu 4 Auftaktpleite gegen die USA aus, so kassierte er seit Spieltag 2 nur alle 195 Minuten ein Gegentor und das, obwohl die Gegner unter anderem Türkei, Deutschland und Frankreich hießen. Erst mit 24,5 Jahren avangierte der Paraguayer zur Stammkraft, legte seither einen kometenhaften Aufstieg hin. Transfergerüchten zufolge sind Vereine aus mehreren europäischen Ligen an ihm interessiert, unter anderem RB Leipzig, die nach einem Ersatz für Peter Bulacsi suchen. Der Grund? Neben seinen WM-Leistungen war schon die Liga-Phase 2026 unglaublich stark. Gil verhinderte über 11 Gegentore mit einer Self-Quote von 83%, hielt noch dazu 80 % aller Bälle fest. Mit Abstand! Der Bestwert der Argentinischen Liga vor Boccakeeper Monteiro, der wiederum 71 % festhalten konnte. Der Spielzünder ist definitiv überqualifiziert. Persönlich hoffe ich, dass er sich für einen Club entscheidet, wo er realistische Startaufchancen besitzt und nicht als Nummer 2 des Momentum verspielt. Aufgrund seiner limitierten Passqualität und Übersicht kommen für ihn Teams in Frage, die keinen Wert auf den flachen Spielaufbau legen bzw. über Ballmagneten im Defensivzentrum verfügen und oder qua Liga kaum aggressiv angelaufen werden. Abstiegskandidaten aus Spanien oder Italien wie Levante, Santander oder Frosinone erscheinen denkbar eine konkrete Spur, führt zum FC Torino. Ab ins Feld zu den Rechtsverteidigern. Diese Position macht derzeit selbst Top-Teams zu schaffen. Spieler werden zum Teil umgeschult, wie der ausgebildete rechte Mittelfeldspieler Alexander Arnaud oder der Innenverteidiger Jules Kunde. In München etwa spielte mit Konrad Leimer ein zentraler Mittelfeldspieler auf dieser Position und entsprechend rar sind auch die Breakout-Stars bei dieser WM. Hier stach mit US-Amerikaner Alex Freeman ein Spieler ganz besonders heraus. Der 21-Jährige war eine der WM-Entdeckungen schlechthin. bestritt alle fünf Partien glänzend vor dem Tor mit einem Treffer und einem Assist. Nach einer fantastischen Saison für Orlando in der MLS mit neun Torbeteiligungen in 29 Spielen knüpfte Freeman nahtlos an seiner Leistung im U-Bereich an, schaltet sich auch gern offensiv ein. Pochettino berief ihn im Sommer 25 Erstmöts für den Nationalelf, es folgten seither stolze 22 Einsätze für den Dauerbrenner. Nach seinem Winterwechsel zu den Submarinos nach Villareal Ist Freeman noch im Adaptionsprozess an die erhöhten Anforderungen, erhielt nur drei Startelf-Mandate. Schnell, groß und trotz seiner schlanken Statur mit guter Robustheit, Freeman überzeugte im Zweikampf bei dieser WM auf ganzer Linie gewonnen. Pro 90 Minuten mit neun, die drittmeisten aller Defensivspieler, bestarrt zudem mit einer Zweikampfquote von 70 Prozent. Und verglichen mit den zweikampfbetonten Spielern, da agiert Freeman besonders geschickt im Pressing-Verhalten, ist fair, leistet sich kaum faul, er war aufgrund seiner Größe und Sprungkraft auch in Kopfballduellen äußerst präsent. Mit rund einem Ballkontakt pro Minute war der Rechtsfuß auch am Ball einer gefragte Anspielstation, leistete progressiv und linienbrechend Angriffe ein und suchte auch in der Offensive das 1 gegen 1. Neben den beiden direkten Torbeteiligungen war Freeman an einem weiteren US-amerikanischen Tor indirekt beteiligt und somit bildet er ein unglaubliches Allround-Profil ab. Klar scheint, eine weitere Halbserie auf der Bank dürfte einen Wechselwunsch beschleunigen mit seinen Qualitäten. wäre Freeman für viele Clubs eine Bereicherung, da er auf eine Rolle festgelegt ist und verschiedenen taktischen Vorgaben entsprechen kann. Der 26-jährige Juan José Cáceres steht Freeman im Punto Zweikampfstärke in nichts nach. Ganz im Gegenteil. Der Mann von Dynamo Moscow gewann in 5 Begegnungen mit 45, mehr Zweikämpfer als etwa Opa Mecano oder Spence in 8 Begegnungen. Immer wieder forciert das Energiebünde Teclings, setzt bissig nach und ist stets unmittelbar an seinem Gegenspieler dran. Offensiv fand Caceres in Paraguays System so gut wie nie statt, er passt zur taktischen Marschroute, wenn es auf seiner rechten defensiven Seite darum geht, einen reinen Ball oberen Abwältspieler zu haben. Vorstellbar sind bei ihm Clubs aus dem unteren Mittelfeld der italienischen Serie A, der englischen Championship oder der Super League. Mindestens genauso unbekannt dürfte Ajub Al-Wi sein. Der 21-jährige Katari bestriff wie Karemov zwei der drei Spiele und war ob seines Alters eine Rarität im ansonsten eher betagten Kader. Nur vier WM-Nationen hatten einen noch höheren Altersschnitt als Katar. Herausstechen konnte der Youngster allerdings kaum in den Leistungsparametern abseits der vielen Klärungsaktionen nahe des eigenen 16ers. Er dürfte in Europa vorerst keinen Markt haben. Ganz im Gegenteil allerdings zu meiner Auswahl auf der linksverteidiger Position. Hier sprechen wir zunächst über einen alten Bekannten aus Deutschland, Sidney Lopez Cabral. War in aller Munde, als er die dritte Liga und Viktoria Köln verließ, ⁓ in der ersten portugiesischen Liga bei Estrella Amadora anzuheuern. Vom Start weg war der beidfüßig starke Außenbeinspieler gesetzt, lieferte 8 Scorer in 15 Spielen und wechselte schon nach einer Halbserie zum Spitzenclub Benfica nach Lissabon. Mit seiner enormen Polyvalenz, zuzüglich der Sprintstärke, ist das Cabral-Profil ein Traum für jeden Kaderplaner. In einem 4-2-3-1-System kann der Capverdi auf allen vier Außenpositionen agieren. Mit mutigen Carries trieb er sein Team Richtung letztes Drittel, sorgte mit vielen Flanken für den Übergang in den Strafraum und war zudem Mann für alle Standards. ein Tor in einem WMKO-Spiel ist längst nicht jedem Außenverteidiger vergönnt. In der kommenden Saison läuft der 1.76 Meter große Lopez Cabral für Trabzonspor auf. Bei weiterer Entwicklung dürfte danach der Schritt in eine Top-5-Liga anstehen. Während einige in Deutschland Lopez Cabral durch seine Vergangenheit bei Erfurt und in Köln schon mal gehört haben dürften, so dürfte der 24-jährige Elliot Stroud nur wenigen ein Begriff sein. Ähnlich wie Lopez Cabral kann auch der Schwede diverse Flügelpositionen bekleiden, wurde in 2025 sensationell Meister mit Mielby und bringt eine enorme Intensität und Sprintstärke mit aufs Feld. In seiner Galasaison war er einer der Unterschiedspieler, steuerte 15 Torbeteiligungen in 28 Spielen bei und torbte damit die erfolgreiche Vorsaison mit 13 Scorerpunkten nochmals. Auch in 2026 knüpfte Stroud vor der Saison nahtlos an seine Form an, die mit vier direkten Torbeteiligungen voll im Soll eben jene Formstärke verhalf ihm unter Jondai Thomason zu einsetzen in vier WM-Spielen, darunter die wichtigen Duelle mit Japan und Frankreich gar vom Start weg. Am stärksten performt der Schwede auf der linken Schienenspielerposition, kann hier Breite und Tiefe geben, mit Dribblings in Flankenpositionen kommen und bei Bedarf in die Box einrücken. Spätestens im Winter bzw. nach einem möglichen Aus in der Champions League Qualifikation dürfte Stroud der Aizvenzga an den Rücken kehren. Er würde geradezu perfekt in die Deutsche Bundesliga passen und ist mit seinem zum Jahresende auslaufenden Vertrag preiswert. High City scheint sich seine Dienste für rund dreieinhalb Millionen zu sichern, wo Stroud bei den Tigers wohl auf der linken Flügelspielerposition Einsatzchancen besitzt, denn ein Aufstiegsheld Ryan Gils und dem primärlich erfahrenen Matt Target dürfte kein Vorbeikommen sein. Und jetzt aufgepasst, denn der letzte Außenverteidiger dieser Auswahl ist 23 Jahre alt, stand in drei von drei möglichen Spielen in der Startformation und seit dem 1. Juli vereinslos. Die Rede ist von Mohannad Abou Taha, der für Jordanien 28 Länderspiele bestritt, kein jüngerer Spieler kommt auf mehr. Abou Taha lief zuletzt in der ersten hierarkischen Liga auf, präsentierte sich bei der WM auf der linken Schienenspielerposition aufmerksam, eroberte pro 90 Minuten 4,1 Bälle unmittelbar zurück und erzählte so den Bestwert aller Defensivspieler. Auch das Abfangen von Zuspielen gelang gut, offensiv hatte Abou Taha jedoch Probleme mit der Spielgeschwindigkeit, neigte zu unpräzisen Zuspielen, war allerdings engagiert in den Umschaltmomenten, bot dort immer wieder Läufe an, ⁓ für Entlastung zu sorgen. Ein Wechsel in Richtung der Golfstaaten erscheint denkbar, doch auch in Europa in Ländern mit niedriger Hürde für nicht-EU-Spieler könnte er gefragt sein. Ein Wechsel nach Rumänien etwa zu Universita Teja Krajowa, die mit Schienenspielern agieren, erscheint denkbar. Kommen wir zu den Innenverteidigern. Der klassische Innenverteidiger-Typus hat sich den letzten Jahren extrem gewandelt. Immer häufiger werden besonders athletische Spieler bevorzugt, ⁓ kein Tempolifizit auf dieser Position aufzubauen. Beginnen wir mit den heißesten Aktien auf dem Transfermarkt. und enden mit den exotischen Profilen. Zu Ersteren zählt in erster Linie der Ecuadorianer Joel Ordonez. Seine Leistungsstärke sorgte dafür, dass Piero Hincapié als Linksverteidiger aufgeboten wurde und Milan-Profi Pervis Estupinyan nur eine Nebenrolle spielte. Im Verein spielt der 22-jährige Ordonez für Club Brügge und zählt zu den gefragtesten Innenverteidigern in ganz Europa. Chelsea, Juve und Liverpool bekunden ihr Interesse. Im Gespräch sind Ablösesummen in Höhe von rund 43 Millionen Euro. Nicht ohne Grund, schließlich vereint Ordonez Attribute eines topmodernen Innenverteidigers, wurde wie so viele Ecuadorianer in der renommierten Akademie von Independiente del Valle ausgebildet. Brüge zahlte 1,4 Millionen für den 18-Jährigen. Ordonez setzt seine Gegenspieler mit dem richtigen Timing-Unterdruck, agiert enorm beisicher und leistet sich so gut wie nie folgenschwere Fehler. Ein Novum unter den jungen Innenverteidigern, die ihre Fehleranfälligkeit oft erst mit 25, 26 Jahren entscheidend minimieren. und der Hauptgrund für das immense Interesse an seiner Personalie. In vielen Facetten erinnert er an den deutschen Nationalspieler Jonathan Tah, der ein sehr ähnliches Profil bedient. Genau wie Ordonez sind bzw. waren weitere Innenverteidiger dieser Auflistung in Belgien aktiv. Zum einen Nathan Ngoy, der erst im März für die National-Fdebutierte und fortan zu den gesetzten Spielern zählte. Mit nur 1,83 Metern ist Mgoy ungewöhnlich klein und dürfte in der jüngeren Vergangenheit aus genau diesem Grund aus dem Raster so manch eines Bundesliga-Vereins gefallen sein. Für gerade einmal 3 Millionen schloss er sich im vergangenen Sommer nach einer soliden Saison für Standard Lütig, der OSC Lille, an, steigerte seinen Marktwerk seither auf 25 Millionen und dürfte durch die WM Stadif-Einsätze inzwischen sogar eher im Bereich der 30-35 Millionen liegen. Wie Ordonez besticht Mgoy durch Timing und Passgeschick. hält den Ball sicher in den eigenen Reihen und ist mit seiner Dynamik stets in der Lage, die erste Pressing-Linie per Antritt zu durchbrechen. Für die belgischen Red Devils waren Goy mehr gefordert als üblich, kam pro 90 Minuten auf 15 Defensivaktionen, darunter über 5 Ballgewinne, nur 4 Innenverteidiger, darunter Frank-Heiss Upamecano riefen höhere Werte auf. Sein Antribbeln und seine Risikoabwägung eröffneten Trainerteams einige taktische Möglichkeiten, ⁓ auf gegnerische Pressing- und Blockstrukturen zu reagieren. Mit einem kopfballstarken Nebenmann ergänzt sich ein Goy optimal. Die anstehende Champions League Saison mit Lille wird Aufschluss darüber geben, ob der Belgier mit einem Europapokal Dauergast oder einem Premier League Mittelfeld Club die nächste Liaison eingeht. Einen Schritt weiter ist der Australier Alessandro Cercadi. Der 22-jährige Mist mit 1,91 ⁓ Garde Maas meldete sich nach einem Kreuzbandriss 2024 eindrucksvoll zurück. Für Parma bestritt der Rechtsfuß 31 Spiele, führte sein Team gar viermal als Kapitän aufs Feld. Auch für die Socceroos ist Cercadi ein absoluter Fixpunkt, war bei dieser WM einer der besten Kopfballspieler unter allen Verteidigern und gewann direkte Duelle konsequent. Passend zur Spielweise agiert Cercadi im Pressing konservativ, löst viele Situationen über sein Stellungsspiel im tiefen oder mittleren Block, ist am Ball ein Stück weit limitiert, dafür aber bei Offensivstandards gefährlich und mit guter Passrange. Mangels Topspeed und Raffinesse im Passspiel ist das Zähling für Cechkadi begrenzt, denkbar, dass er noch einige Zeit in Palma bleibt oder einen kleinen Step Richtung der Römerklubs, Florenz oder Como folgen lässt. Wählen wir erneut den Ausgangspunkt Belgien, stoßen wir auf Redouan Halhal. Über ihn sprach ich mit Ayman Bouianzari in der letzten YouTube-Folge und das nicht ohne Grund. Halhal profitierte von der Verletzung von Platziers Zsajef Aguerre und avangierte zur Stammkraft neben Issa Diop beim WM Viertelfinalisten. sorgte für reichlich Ballgewinne und Sicherheit im Aufbauspiel. Nach nur einer Saison für Helmond Sport in der zweiten holländischen Liga sowie einer Folgesaison im belgischen Oberhaus für Mittelfeldclub Mechelen zur WM, das ist eine echte Cinderella-Story. Für den gebürtigen Montpellier Jarl könnte er der nächste Schritt Richtung Frankreich erfolgen. Aufgrund des Vertrags Ende 2027 wirkt Mechelen nur noch jetzt eine adäquate Ablösesumme. Aus Italien zeigt Absteiger Pisa-Interesse. Nächster Innenverteidiger und wieder eine Verbindung nach Belgien. Luc de Fougerolle war die Entdeckung Kanadas bei diesem Turnier, bestritt unerwartet alle fünf WM-Spiele. In der vergangenen Saison war der 20-Jährige in die Belgische Pro League zu Dender ausgeliehen, stieg dort jedoch sang und klanglos ab. Dramatischer noch, keines seiner 16 Startelf-Spiele konnte Dender gewinnen. Trotz der ansprechenden WM erscheint fraglich, ob Fulham mit ihm plant. Mit Bessé, Anderson und Cuenca stehen drei Innenverteidiger vor ihm, und mit Chip Buick, Nwaiwo soll ein weiterer Verteidiger verpflichtet werden. Hier ergibt sich für viele Vereine, darunter auch Bundesligisten, eine echte Marktchance. Zweikampfstark am Boden, unten in der Luft, dazu mit hoher Pressingintensität in den Duellen und am Ball auf linienbrechende Flachpässe bedacht. Kann de Fougé Royse an diesem Skillset auf einem höheren Level bestätigen, so kann er gutes Bundesliganiveau verkörpern. Vereine wie Gladbach oder der FC Augsburg sollten ein Auge auf ihn werfen, alternativ könnte eine Laie in die englische Championship einstehen, wo unter anderem Derby County Interesse zeigt. In einer ähnlichen Performance Range ist Finn Sermon einzusortieren. Der 22-jährige Neuseeländer bestritt alle drei WM-Spiele und konnte dabei gar einen Treffer markieren. Im Liga-Betrieb läuft Sermon in der MLS für Portland auf, sein Vertrag endet jedoch im Dezember, wenn gleich Portland per Option für ein Jahr verlängern kann. Für Portland ist der 1,90 Meter große Rechtsfuß ein absoluter Dauerbrenner, stand in jedem Ligaspiel in der Startelf und auch weil er bei der WM keinen leichten Stand hatte und nicht an sein Leistungsmaximum kam, hat Sermon bewiesen, dass er Vorzüge im Bodensweikampf besitzt und sich wenige Fehler in der Ballverarbeitung leistet. Als nächster Entwicklungsschritt könnte ein Verein aus Belgien oder der zweiten Bundesliga dienen, etwa der FC Nürnberg oder St. Pauli, die ablöserum stemmen können und weiteren Bedarf in der Innenverteidigung haben. Auf diese 6 Namen folgen jetzt 4 weitere Spieler im Schnelldurchlauf. José Ángel Córdoba aus Ciudad de Panamá. Der Linksfuß von Norwich City kam 2024 von Levski Sofia aus Bulgarien, spielte 2 Championship-Saisons als Stammkraft durch und hätte ohne die Muskelverletzung im Herbst wohl die 3000-Minuten-Marke geknackt. Er bestritt alle 3 WM-Spiele von Beginn an über die volle Distanz und war einer der besten Balloperatorer des gesamten Turniers, gewann pro 90 Minuten 5,7 Bälle. Beidfüßig stark und mit breiter Palette an Passwink hinaus gestattet, war er auch am Ball eine wichtige Anspielstation. Fand jedoch Mangels Qualität im Mittelfeld von Panama kaum geeigneter Abnehmer. Mit seiner Athletik und Proaktivität ist Cordoba ein spezieller Spieler, wird wahrscheinlich nie ins oberste Regal gehören, aber stellt für viele stärkere Teams als Nowitzsch eine gute Option dar. Denkbare Schritte sind vor allem die Premier League Absteiger wie Burnley oder Wolverhampton. Mbeke Selie Bukazi dürfte jedem ein Begriff sein, der unsere sozialen Kanäle auscheckt. Schon vor dem ersten Groupenspiel haben wir ihn als spannende Entdeckung des Turniers hervorgehoben, der den Schritt aus Südafrika, die MS Chicago problemlos gemeistert hat. In einer ansonsten recht biederen Bafana Bafana zeigte Bukazi aber meist seine Qualität, insbesondere mit punktgenauen Diagonalbellen. Bukazi ist immer ⁓ eine produktive Lösung bemüht, setzt zudem seinen Körper geschickt ein. Als Linksfuß mit gutem Tempo wäre er für viele europäische Clubs ein Gewinn, etwa auch für Vereine aus der unteren Tabellenhälfte der Bundesliga. Noch weitaus größer ist allerdings das Potential von Lucas Harrington einzuschätzen. Der Australier war die tragische Figur beim Ausscheiden gegen Ägypten. Verschoss er doch den entscheidenden Elfmeter. Doch nicht nur Branchenkenner, sondern auch international bekam der 18-jährige Fiersch Zuspruch dafür, dass er überhaupt antrat. Courage mit 1,93 Gademaß Bereits gesetzte Größe für Colorado in der MLS und auch die deutsche Staatsbürgerschaft sind für diverse Top-Clubs Grund genug, die Fühler nach Harrington auszustrecken. Verbrieft ist das Interesse von Bayern, Chelsea, den Manchester-Clubs Barca, Milan und Napoli. Sollte es einer dieser Clubs werden, so ist davon auszugehen, dass Harrington die Saisonen 26-27 bei einem Schwester- oder Leifverein verbringt, womöglich gar weiter in den Colorado. Die Ablöseforderung soll oberhalb vom MLS-Rekord für Innenverteidiger liegen, also mehr als die 7 Millionen Euro, die Nitsa 1 für Mois Bombito überwies. Sportlich gesehen ist Harrington kopfballstark, wird oft angespielt und beweist auch unter Gegnerdruck einen kühlen Kopf. Er treibt das Offensivspiel mit vielen Läufen am Ball voran, was ein klarer Indikator für ein beidiges Engagement bei einem Club mit viel Ballbesitz ist. Zum Abschluss der Abwehrfraktion noch eine der größten Cinderella-Stories im Turnier. Devalon von Will kickte 2024-25 noch für die WW Ayesel Mea Vogels in Sparkenburg, vierte Liga Holland am Amateurbereich. Der Defensiv-Arounder bestritt die meisten Einsätze als Linksverteidiger. Sein Verein stieg am Ende der Saison auf und für von Will ging es direkt zwei Ligen nach oben, denn der FC Dortrecht sicherte sich seine Dienste. Dort wurde von Will sofort zum Stammspieler und zog nach gerade einmal vier Spielen noch im selben Transferfenster weiter zum Neck-Nein-Märchen. Das System von Dick Schreuder sah jedoch keinen klassischen Linksverteidiger vor. Also wurde von Will zum linken Innenverteidiger umgeschult. Verdrängte in Erfolge ab ca. Dezember den über 100-fachen Eredivisie-Spieler Philipp Sandler auf die Bank. Wieder hatte von Will Glück mit seiner Vereinswahl, denn Neymarin sicherte sich völlig überraschend Platz 3, der zur Champions League Qualifikation berechtigt. Prompt wurde von Will zur Nationalmannschaft von Kurosawa berufen, bestritt unmittelbar vor der WM2 Freundschaftsspiele und stand daraufhin bei allen drei Gruppenspielen in der Startelf. Ähnlich wie Sörmann kam von Will, während der WM nicht an sein Maximum, was angesichts der Team und Gegner stärker auch ein Wunder gewesen wäre. Für Neymarin bewies er seine hohe Aktivität in der Defensive, sicherte zweite Bälle, überzeugt durch Aktivität im Pressing und hatte die neun meiste Ballaktionen aller Verteidiger. Er trug den Ball teils bis ins letzte Drittel und zeigt in der komplexen Metrik der Expected Procession Models seine Qualität, stellt dort nämlich sämtliche Innenverteidiger in den Schatten. Deweren von Will sollten sich also einige Bundesligas Chefscouts in ihren Notizbüchern mit einem Ausrufezeichen vermerken, denn da schlummert noch einiges an Potential. Im zentralen Mittelfeld war Jorn Mansambi einer der größten Gewinner der Weltmeisterschaft. Mit drei Toren und zwei Vorlagen in nur 200 Minuten unterstrich er seine starke Form aus der Bundesliga- und Europapokal-Saison für den Sportclub aus Freiburg. Mit seiner enormen Physik, Durchsetzung, Stärke, kreativen Momenten und eigener Torgefahr bildet der 20-Jährige ein Komplettpaket ab, kann auf allen Mittelfeldpositionen zum Einsatz kommen und passt ideal in die englische Premier League. Einzig seine Verletzungsanfälligkeit könnte dem Schweizer eine Top-Karriere verbauen, in vielen Anlagen erinnert er an Jude Bellingham. Während man Samui seinen nächsten Karriereschritt in Form des Wechsels zur ersten Villa bereits ging, so steht er bei manch einem anderen Akteur noch aus. Ayub Buadi zählte vor dem Turnier wie im Bocasi zu den Spielern, denen wir eine ganz große Bühne zugetraut haben. Und insbesondere im Gruppenspiel gegen Brasilien zeigte der 18-jährige seine Klasse. Kein Marokkaner war öfter am Ball als Teenager, der durch seine Vororientierung, Spielintelligenz und seine Handlungsschädigkeit herausstach. Die Top-Clubs stehen Schlange für das Jahrhunderttalent der US-Celil und Manchester City scheint im Rennen ganz vorn zu sein. Passend, so mein mit Ryan Cherki, Ryan Aitnouri und Omar Mahmoud bereits drei Spieler mit nordafrikanischen Wurzeln im Kader stehen. Für Lille bahnt sich unterdessen ein Mega Deal an. Denn die Franzosen verlangen eine dreistellige Millionenablöse und eine sofortige Rückleihe, ⁓ Boati noch eine Champions League Saison im Verein zu halten. Über 100 Millionen für einen Spieler, der erst ein Jahr später kommt, das wäre eine neue Dimension im Kampf ⁓ die Top-Talente und ein weiterer starker Beleg für den Wandel am Transfermarkt, wo große Summen zunehmend in Potenzial und nicht in aktuelle Leistungsfähigkeit investiert werden. Bleiben wir bei den afrikanischen Nationen. Hier traten gleich zwei Spieler einer Nation ins Rampenlicht und wieder ist ein Spieler aus Lille dabei. Die Rede ist von Gaeaïl Muko. Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Noah Saddiki vom FC Sunderland dürften die beiden Kongolesen über Jahre hinweg das Herzstück der Leoparden bilden, wenngleich sie bei diesem Turnier meist nur Job-Sharing betrieben. Erst im K.o.-Spiel gegen England liefen sie gemeinsam auf und es war zugleich der stärkste Auftritt des Teams von Sébastien Desapre, das gegen den WM-3. Stolz in 68 Minuten in Führung lag, ehe Harry Kane die Hoffnung auf den Sensationserfolg nahm. Moukou ist ein Umschaltspieler, erobert viele Bälle, leitet anschließend den Gegenangriff ein und agiert dabei clever in der Positionierung. Sadiki erinnert mit seinen 1.65 an Gouloun Kanté, ein überaus effizienter Spieler mit toller Passqualität und es ist fast schon aberwitzig, dass sein Verein die Black Cats Trotz Granitschaka und ihm in der Zentrale so wenig Ballbesitzer. Weiter geht's mit einem weiteren Mittelfeldspieler mit Toppotential. Kaleb Jerenki kann in der Abwehr und im Mittelfeld alle Positionen bekleiden. Ist enorm wandelbar, adaptionsfähig und überall in der Lage, dem Spiel etwas zu geben. Der Ganaer vom FC Nossièlhan besticht insbesondere mit seiner Pressingresistenz, findet unter Druck gute Lösungen und das ist der Blue-Co-Group ⁓ Chayce und Strasbourg nicht entgangen, die genau wie Real Madrid und Porto ⁓ den 20-jährigen buhen. North Jelland dürfte mit einem Transfer etwas warten, ehe die Qualifikation zur E-Fall-Conference-League geglückt bzw. misslungen ist. Jerenki ist definitiv ein Spieler für Beibesitzteams, steigerte seinen Marktwert auf 18 Millionen und könnte bei einer Ablöse dieser Höhe in die Top 10 der teuersten Abgänge der dänischen Superliga aufsteigen. Kommen wir zu den unbeschriebeneren Blättern der WM-Mittelfeldakteure. Sowohl in der Saison 2025-26 als auch im Turnier wurde kaum über den Ex-Lewakusiner Gustavo Puerta berichtet. Der 23-jährige Kolumbianer war integraler Bestandteil der Aufstiegself von Racing Santander, die nach drei Jahren Zweite Klassikkeit ihr Comeback in La Liga feiern. Bei der WM stand Puerta in 470 von 480 Minuten auf dem Feld, scheiterte erst im Elfmeterschießen knapp an der Schweiz. Puerta sorgt für Ballons und Kompaktheit im defensiven Mittelfeld, spielte und sorgte mit dafür, dass Kolumbiens Ketten nur äußerst selten überspielt wurden, besticht durch sein entschlossenes Pressing-Verhalten. Am Ball sucht er kurze Passabstände und sorgt für Ruhe und Souveränität. Seine Passquote von 93 % in der gegnerischen Hälfte spricht hierbei Bände und nicht nur das, denn auch offensiv ist Puerta an wichtigen Szenen beteiligt, genauer an 7,5 Schüssen pro 90 Minuten. Von den Mittelfeldspielern wird er nur von Zehnern sowie Petri, Paquetá und Oestakio überboten. Puerta ist links bereit für ein Club mit gehobenen Erstliga-Format aus den Top 5 Ligen. Santander soll ⁓ die 20 Millionen Euro fordern. Insbesondere der BVB sollte sich mit ihm beschäftigen, denn er könnte sich grandios mit Felix Metscher ergänzen und der Restverteidigungsstabilität verleihen. Aus Spanien werden Betis Sevilla und Villarreal denkbare Adressen. Bleiben wir in Südamerika und blicken in die Zentrale von Ecuador. Mit Moises Caicedo spielt hier einer der besten Ecuadorianer aller Zeiten. und stellt umso mehr seinen Nebenmann in den Schatten. Pedro Vite ist 24 Jahre alt, spielt in Mexiko für die UNAM Pumas und war in allen vier WM-Spielen über die volle Distanz im Einsatz. Der 1,72 Meter kleine Vite ist ein echtes Laufwunder, kann große und kleine Räume verteidigen und war in allen Ecuador-Spielen einer der besten Spieler auf dem gesamten Feld. Fast selbstverständlich, dass er, wie nahezu alle Ecuadorianischen Nationalspieler, bei Independencia del Valle ausgebildet wurde. Der Linksfuß hat in allen Spielphasen abseits des eigenen Torabschlusses einen Impact und sein Radar-Chart ist geradezu imposant. Aktuell gibt es so gut wie keinerlei Gerüchte ⁓ einen Abschied, dabei wäre Witte mit seinem Skillset für alle Mannschaften mit niedrigen Premier League Format eine Bereicherung, insbesondere jene Klubs, Laufstärke und Passqualität benötigen. Bei Atalanta Bergamo etwa könnte er eine gute Rolle einnehmen, selbiges gilt auch für Betis Sevilla, Brandford oder Crystal Palace. Der erste FC Köln hat beim Sohn des australischen Co-Trainer zugeschlagen. Gleich beide Söhne von Paul O'Conn-Engsler, der selbst Profi war und große Teile seiner Karriere in England und Italien verbrachte, sind im Fußball angekommen. Während Gianluca aktuell für die italienische U17-Nationalmannschaft aufläuft und in der kommenden Saison zum Profikader in Brügge zählt, so entschied sich Paul für die Socceroos und die Domstadt. Der zehnfache Nationalspieler ist linksfuß und überzeugt vor allem durch seine Laufstärke. Für gerade einmal 1 Million kommt der Australier zum FC und angesichts der vorherrschenden Marktmechanismen ist das eine absolut überschaubare Ablöse. Ocon Enxler trägt Box-to-Box-Elemente in sich, pendelt gern zwischen den Räumen und trägt mit enorm vertikaler Spielfortsetzung zu schnellen Umscheidmomenten bei. 39 % seiner Zuspiele waren bei dieser WM vorwärts gerichtet und noch dazu brachte er 1,4 Pässe in der Tiefe an pro 90 Minuten. Nur 15 der 161 Mittelfeldspieler mit mindestens 200 Minuten schneiden dabei besser ab. Köln erscheint als nächster Karriereschritt sehr passend, die Konkurrenz hält sich in Grenzen und der Spielstil passt. Ein unverhofft großer Gewinner des Turniers war der Kanadier Nathan Saliba. Der Namenswetter von dem Franzosen William profitierte von der schweren Verletzung von Isma Koné, kam so zu drei Einsätzen. Mit drei Torbeteiligungen rechtfertigte er das Vertrauen von Jesse Marsh, blieb am 0 zu 3 aus gegen Marokko allerdings 90 Minuten auf der Bank. Saliba vereint Technik und Spielverständnis, konnte seinen Marktwert seit seines Wechsels zur RSC Anderlecht fast verdreifachen. Mit einem Skillset und Mix aus Ballbesitz und Umschaltstärke würde er perfekt in die Bundesliga passen, wo der RSC Freiburg Interesse signalisiert haben soll. Anderlecht jedoch scheint aktuell auf einem Verbleib zu pochen, Ausgang offen. Nicht nur ein, sondern sogar zwei Schritte weiter ist Yassin Ayari von Brighton. Lange sah es danach aus, als würde sich der Jankster nach seinem 4 Millionen Wechsel im Januar 2023 nicht in der Premier League durchsetzen. Die Leihen nach Coventry und Blackburn brachten ein Mindestmaß an Spielpraxis, doch wirklichen Einfluss hatte der Schwede auch dort nicht. Erst die Ankunft von St. Pauli-Ausstiegs-Trainer Fabian Hürzeler endete sein Stellenwerk schlagartig. Auf 34 Liga-Spiele im 2024-25 folgten 29 weitere in 2025-2026. Ayari steigerte sein Marktwirt auf 40 Millionen, und ist nun auch für Schweden ein integraler Bestandteil. Hürzeler formte aus dem einstigen Spielgestalter einen modernen Achter, der Situation initiiert und gleichzeitig mit Positionstreue keine Lücken offenbart. In allen vier WM-Spielen startete Ayari, traf im Auftakt Matchgar doppelt und zeigt, wie wertvoll er mit seinen Distanzschüssen sein kann. Brighton dürfte dabei viel daran gelegen sein, den bis 2027 befristeten Kontrakt auszudehnen, ⁓ einen ablösefreien Abgang des dann 23-Jährigen zu vermeiden. Ein Spieler aus einer ganz anderen Kategorie, der mein Interesse geweckt hat, ist Livano Comenencia. Nicht nur aufgrund seines Tores zum zwischenzeitlichen 1 zu 1 gegen Deutschland, sondern ähnlich wie bei von Will aufgrund seiner Polyvalenz. Comenencia ist auf allen Außenpositionen und im zentralen Mittelfeld einsetzbar, verfügt dazu über ein gutes Tempo. Den Übergang vom zentralen zum offensiven Mittelfeld machen zwei Spieler der kroatischen Nationalmannschaft. Diese befinden sich aktuell im Umbruch, denn mit Luka Modrić, Ivan Peričić, Andrija Kramarić, Ante Budimir und gegebenenfalls auch Mateo Kovačić werden einige Leistungsträger bei der nächsten WM nicht mehr dabei sein. Da die Jahrgänge 1995 bis 2001 fast nur Durchschnittsniveau erreicht haben, ist Kroatien massiv auf die neue, junge Generation ⁓ Joschko Gwadijović, Igor Matanović und Luka Vusković angewiesen. Hierzu zählen auch Peter Sučić und Martin Baturina. Der Cousin Von Real Sociedad Profi Luka Sučić wechselte 2025 von Dinamo Zagreb zu Inter Mailand. Gemessen an seinem heutigen Marktwert eine fantastische Investition der Razzurri. Für Inter kam Sučić schon in seiner Premiere-Saison auf 54 Einsätze. Die Definition eines Transfers, der komplett eingeschlagen hat. Seine Stärken hat Sučić im Übergangsspiel. Es ist ein echtes Laufwunder, er agiert aber gern zielgerichtet und legt auch die ein oder andere Torschussvorlage auf. Für Kroatien agiert er etwas vorgezogen, war mehr Passempfänger denn Geber, was nur gegen Ghana so richtig aufging. Perspektivisch sollte Suchic eher Teil der Doppel-6 als Teil der Doppel-10 sein, für Inter Mailand wird er immer wichtiger. Martin Baturina blieb Dinamo Sager lange Zeit treu, wechselte erst im letzten Sommer zu Komo Kajco. Überraschend spät, denn sein nächster Karriereschritt erschien angesichts der starken Leistung seiner Heimat längst überfällig. 19, 13 und 14 Scorerpunkte steuerte er für Sager bei und knüpft den Italien sofort daran an. Für Como war Batorina torgefährlicher, erzählte 6 Serie A Tore und gab nur 3 Assists. Seine Leistungen unterlagen allerdings einigen Schwankungen, was auch der Grund für seinen späten Abschied in einer Top Liga gewesen sein dürfte. Von seinen 9 Scorer-Punkten entfielen 6 auf den Januar, zudem pendet er zwischen linker Außenbahn und dem offensiven Mittelfeld. Batorinas Geistet ist etwas altmodisch, er verfügt nicht über das allerhöchste Tempo, ist aber kaum von beid zu trennen, ein echtes Bewegungstalent. das selten die Ballons verliert und immer wieder Überraschungsmomente erzeugen kann. Man darf auf den weiteren Karriereverlauf gespannt sein, denn mit aktuell 45 Millionen Euro Marktwert ist er fast etwas zu hoch bewertet. Interessant ist, dass die weiteren sechs Spieler, die ich aus dem Offensiv-Mittelfeld notiert habe, gleich vier Spieler aus Afrika führen. Jahrelang wurde dem afrikanischen Kontinent nachgesagt, dass er kaum kreative Spielmacher hervorbringt, doch die veränderten Rollen im modernen Fußball erfordern neue Attribute. Die heutigen Spielmacher sind eher Halbraumzähner, die sich durch clevere Laufwege abseits des Balles sowie Überraschungsmomente auszeichnen. Und genau in dieses Raster fallen jene Spieler. Beginnen wir mit Ibo Massa, einem Spieler, der durch seine Zeit für Hertha und Leverkusen sowohl Zweit- als auch Erstligafans ein Begriff sein dürfte. Der 20-Jährige übertraf in seiner Bundesliga- und Champions League-Debütseason alle Erwartungen, sammelte 44 Saison-Einsätze und war nach seiner Galaforstellung bei 6-0 über den FC Heidenheim Anfang November gesetzter Teil der Startelf. Massa entschied sich trotz seiner deutschen Staatsbürgerschaft gegen den Bundesadler und für die Wüstenfüchse, war infolgedessen Stammkraft der Algerier, die in der Zwischenrunde an der Schweiz scheitern. Massa zeichnet sich national wie international durch sein ausgeprägtes Raumverständnis aus, ist permanent anspielbar und besitzt große Vorzüge im Tripling. Kann Massa seinen Scoring-Output steigern, so dürfen ihm jegliche Türen offenstehen. Er ist prädestiniert dafür, die algerische Offensive in den nächsten Jahren anzuführen, und das Zepter von Riyad Mahrez als bester Einzelkönner zu übernehmen. In die Kategorie Top Talent fallen auch Gilberto Mora und Lamin Camara. Der Mexikaner ist in seiner Heimat überaus beliebt, läuft für Club Tijuana auf und deutete sein enormes Potential an. Bei der WM stand er in drei Spielen gar in der Startelf und ist wie Massa Hoffnungsträger für die nächsten Jahre der Nationalelf. Da der Schritt von Tijuana zu einem Top-Club wie Liverpool oder Ben United beträchtlich ist, bleibt zu hoffen, dass sich Mora für einen gesunden Zwischenschritt entschließt, ⁓ sich in Europa zu akklimatisieren. Ein Wechsel mit anschließender Laie zu einem Mittelfeldverein ohne Abstiegssorgung täte gut. Vereine wie Cedavigo, Espanyol Barcelona oder Real Sociedad könnten da sehr gut passen. Lamin Camarra knüpfte nach seinem Wechsel zur AS Monaco Nados an seine Zeit für Metz an. War nun drei Jahre in Folge Stammkraft in der Ligue 1, zuletzt auch in der Champions League. Der 22-Jährige eroberte sich im Nationalteam des Senegals einen Stammplatz im hochkarätig besetzten Mittelfeld und allein diese Tatsache ist Grund genug für seine Erwähnung. Der Senegal enttäuschte vor allem in den Resultaten, war Frankreich und Belgien zeitweise bzw. vollkommen ebenbürtig und schied letztlich dennoch vorzeitig aus. Schnell, technisch gewandt und mit vielen Laufangeboten abseits des Balls agiert Kamara, trug zudem einige finale Pässe bei. Seine Stärken kann er besonders als offensiver Part eines Dreier-Mittelfelds ausspielen. Insofern dürfte die Falle 1-2 nach Monaco gar nicht so leicht fallen. Insbesondere, wenn die Premier League die nächste Karriere-Station sein soll. Mit Brighton und Newcastle zeigen zwei Vereine Interesse. Seine Ausstiegsklausel wird auf rund 40 Millionen taxiert. Als letzten Mittelfeldspieler noch einen Namen, der gerade einmal 66 Minuten WM-Spielzeit erhielt. Bosnians Ermin Marmic traf in jeden Einsatzminuten zwei Mal. spielt in der tschechischen Chance Liga für Mittelfeld-Club Slowan Ljubarek und steigerte mit Nationalmannschaftseinsätzen seinen Marktwert auf 7 Millionen. Er wird jetzt von der halben Bundesliga gejagt. Marmidsch wurde in Österreich ausgebildet, spricht daher perfektes Deutsch und ist mit 21 Jahren noch überaus entwicklungsfähig. Seine ansprechende Vereinsleistung mit neuen Torbeteiligungen hat ihn auch für den Radar von Barberis gebracht, wo Marmidsch lieferte. Für den Rechtsfuß werden rund 10 Millionen Euro gefordert, Denkbar ist ein Wechsel zu Mainz oder Hoffenheim oder auch ein Zwischenschritt zu Slavia-Prague. zur gefragtesten Position am globalen Fußballmarkt. Den Flügelspielern. Dritte starke 1 gegen 1 Kölner mit Torinstinkt und Tempo werden praktisch überall mit Kusshand genommen und entsprechend üppig bezahlt. Das beste Beispiel zeigt sich in Jan Diomande, der für Leipzig und die Elfenbeinküste konstant Spitzenleistung zeigte und nun zu den teuersten Transfers des Sommers sehen dürfte. Starten wir mit einem Spieler, der maßgeblich dafür sein könnte, dass die Humann D nicht zu Lieblingsclub PSG wechselt. Ibrahim Mbaie ist mit 18 einer der größten Hoffnungsträger Sehnegeiz und hatte in letzten Saison die Rolle des Edeljokers in der französischen Hauptstadt inne. Unlängst sind Vereine wie der FC Arsenal ihm interessiert, der mit seinen Bewegungen und seiner Technik Gegenspieler reihenweise stehen lässt. Noch fehlen Beständigkeit und Torbeteiligung und genau das macht ihn für viele interessierte Vereine so interessant. Temporeich und mit enormem Drang in den Strafraum befügelt er in den USA das Offensivspiel nur zwei Spielerdrang pro 90 Minuten noch öfter in die inneren Box ein. 2,9 kreierte Chancen und 1,7 Abflüsse pro 90 Minuten aus dem Strafraum sind Ausdruck seiner ausgesprochenen Torgefahr. In Bayern ist einer, wenn nicht sogar der, to Watch am Flügel für 26-27. Mit anders Scaleroop befindet sich ein anderer Spielertyp etwa ein bis anderthalb Regale darunter. Skellerup lief während des Turniers Antonio Nüsa den Rang ab, traf und bereitete drei Tore vor. Nach seinem Neumillionentransfer 2023 hat der Norweger einige Zeit gebraucht, ⁓ sich bei Benfica Lissabon zu etablieren. Der Durchbruch kam kurz vor der Weltmeisterschaft. Mit sieben Toren und sechs Vorlagen verhalte Skellerup zur Saison ohne Niederlage und fand in Jose Mourinho einen Förderer. Skellerups stärkste Rolle ist die des White Playmakers, der den Ball fordert, das Epizentrum jeglicher Offensivbemühungen darstellt. Und nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität ist beim Mann aus Buda hervorzuheben, das Expected Procession Value Modell weist ihn als überragend aus, was neben seiner Kreativität auch am ausgeprägten Defensivverhalten liegt. Denn hier erobert Scalderock 4,7 Bälle pro 90 im Gegenpressing, die zweitmeisten aller Offensivspieler dieser WM. Klar scheint, Scalderock ist ein Spieler für Ballbesitzteams, die den Ball sofort rückerobern wollen. Eine Backup-Rolle bei Größen wie Barca oder Bayern erscheint da gar nicht allzu abwegig. Wir nehmen Tempo auf und beleuchten zwei Flügelsang. Zum einen die Bosnische, bestehend aus Kerim Alabegovic und Esmin Barakarevic. Beide kamen zu einigen Einsätzen unter Barbares und Leverkusen aktivierte schon nach einem Jahr die Rückkaufoption und lotste den Unterschiedspieler nach starken Auftritten für RB Salzburg zurück unter das Bayerkreuz. Der Rechtsfuß, der gern explosiv von links vor das Tor zieht, Kein Dribbling schäult und den Abschluss sucht, der wird die Saison allerdings nicht in der Bundesliga verbringen. Juventus Turin macht das Rennen ⁓ seine Personaie, insofern dürfen sich die Serie A Fans schon mal auf den Bosnian freuen. Bei Raktarevic ist ebenfalls interessant, kommt er über die rechte Bahn, ⁓ wiederum mit links nach innen zu ziehen. Hat als Anschlussaktion sowohl Pässe als auch Abschlüsse in petto. 26-27 könnte für ihn zur Breakout Season in Eindhoven werden, wo er bislang stets als Joker in Erscheinung trat. Bei Südafrika war es Tapello Maseko als rechter Flügelspieler, der äußerst filigran und wendig in Erscheinung tragt und mit seinem Tor gegen Südkorea den Einzug ins 16. Finale perfekt machte. Doch, sowohl in Südafrika als auch auf seiner Laie auf Zypern blieb der 22-jährige den Beweis schuldig, für Torgefahr zu stehen. Mitgräge neun Tore in wettbewerbsübergreifend 94 Herrenspielen stehen in seiner Vita, was für einen Offensivspieler eine äußerst dürftige Bilanz ist. Vielleicht hilft seine WM Performance bei der Vereinssuche, denn bei dem Mamelonis Sundown scheint Maselko keine Zukunft zu haben. Ein Gämbel zu extrem guten Marktkonditionen kann sich hier anbaren. Sein Pendant auf der linken Seite, Rele Bohile Mofo Keng, ist diesen Schritt bereits gegangen. Royal Union aus Belgien schlug zu, deren Neuzugänger aufgrund ihres Eigentürm Thomas-Tony Blum und dessen ausgezeichneter Transferpolitik stets Beachtung geschenkt werden sollten. Mofo Keng ist 1,68m klein, besitzt einen tiefen Körperschwerpunkt sowohl in Südafrika als auch in der afrikanischen Schemmelslik nach, dass er für mächtige Scorer-Punkte gut ist. Nach 2x8, 1x13 und schließlich 18 Torbeteiligungen für die Orlando Pirates kommt er wechselt zum goldrichtigen Zeitpunkt. In Europa kann sich Mofo Keng für höhere Ziele beweisen, ist neben Ime Okon aus Hannover, Kabini aus Molde und Foster aus Börnli einer von nur vier südafrikanischen Nationalspielern, die ihr Geld in Europa verdienen. Bleiben wir noch kurz in Afrika. Vor der WM stach bei mir bei einem Flügelspieler-Scouting Brian Schipenga ans Auge. Der Mann aus Kinshasa wurde unter anderem mit Schalke 04 in Verbindung gebracht und sorgte mit 6 Toren und 9 Vorlagen in jedem zweiten Spiel für eine Torbeteiligung für Cedric Castellon in der Liga dos. Ablösefrei schloss sich der 28-jährige Ude Almeria an und das ist etwas schade, denn er hätte sicherlich einigen Bundesligisten gut zu Gesicht gestanden. Genau das dachte sich wohl auch der Nationalcoach der Demo Europäischen Republik Kongo und brachte den Flügelspieler gegen Uzbekistan und England von Beginn an. Gegen die Three Lions traf Chipengagat zum 1 zu 0. Haezam Hassan vom Ägypten bestritt bei der WM seine Länderspiele 5 und 6, fällt mit 24 Jahren so gerade noch unter die Bezeichnung Talent. Der Rechtsaußen definiert sich in aller erster Linie durch sein unfassbares Tempo und fiel so schon vor einigen Jahren bei einem Marktskönig zur Liga dos auf, wo er eins für die B-Mannschaft von Villarreal kickte. Für 1,5 Millionen schloss sich der Dibbelsstarke Linksfuß Rieai Oviedo an, war dort wie schon für Mirandez und Gironne Stammkraft in der Liga DOS, bestritt fast alle Spiele. Zeligis setzte sich auch in der Liga fort, wo Oviedo kaum Punkte, Hassan aber Minuten sammeln konnte. Immer wieder pendete er zwischen Startelf und Joker-Einsatz und am Ende standen 37 La-Liga-Einsätze zu Buche. Schlussendlich wären vermutlich die Aufsteiger aus La Coruña, Santander oder Malaga interessiert gewesen, wären dann nicht die 126 WM Minuten, in denen Hasan mächtig Werbung für sich machen konnte. Insbesondere gegen Argentinien wirkte er an diversen gefährlichen Kontern mit und steuerte gar eine Sys bei. Wie kein zweiter marschiert er mit Ball am Fuß durch die gegnerische Hälfte, sorgt so für mächtig Progression und bespielt die Box per Pass, per Flanke und setzt seine Waffe, das Tempo-Drippling, reihenweise ein. Mit 3,6 erfolgreichen Dribblings pro 90 stehen auf seiner Position nur Pulisic, Jamal, Doko und Kangin lief vor ihm. Das in Kombi mit seiner Markt- und Vertragssituation, Abstieg von Oviedo, endender Kontrakt im kommenden Sommer, machen ihn interessant, denn neben Sate Glasgow soll auch der FC Liverpool Interesse zeigen, was wiederum eher als ein Marketing-Transfer zu werden wäre, ⁓ den Reputationsverlust des Scheinens Salaz etwas abzufedern. Im Gespräch ist eine Ablöse rund ⁓ 7 Millionen, die fixe Klausel läuft sich berichtend zur Folge auf etwa 12 Millionen. Etwas günstiger war der Transfer von Elijah Just. Der 26-Jährige markierte drei der vier Treffer der Neuseeländer und heimste in der Folge einen Vertrag in Wales bei Swansea ein. Kostenpunkt waren rund 6 Millionen für den schmächtigen Linksfuß, den ich vor einigen Jahren beim AC Horsens in Dänemark beobachtet habe. Dass Just in der anstehenden Saison auf Nestorri Erank Kunder trifft, das ist derbei aber ziemlich ungewiss. Bayern München holte den dribbelstarken Winger 1 aus Adelaide Bei den Münchnern kam er allerdings nicht über Regionalliga-Einsätze hinaus. Watford schlug nach einer semi-erfolgreichen Leihhe zu Zürich zu den Grasshoppers zu und der Australier bestritt 40 Ligaspiele mit neun Torbeteiligungen. Nach verheißungsvollem Start baute Eran Kunder wie der Rest des Teams Saisonende eher ab. Watford verlor sechs der letzten sieben Spiele und bei der WM, da ließ Eran Kunder sein Können allerdings aufblitzen. Ein überragender Konterspieler, der mit seiner Athletik die meisten Spieler weltweit überflügelt. Die Hornets verlangen rund 15 Millionen für ihn und das ist eine Stange Geld für das 20-jährige Versprechen. einer Saison mit doppelt so vielen Scorer-Punkten wäre er allerdings auch das doppelte Wert. Sporting Lissabon und Celta Vigo haben da die Verhandlungen aufgenommen. Zu guter Letzt möchte ich über zwei absolute Nonims sprechen. Ali Yassim war mit Abstand der auffälligste Akteur seiner Nation, zeigte bei der WM gar einige Kabinettstückchen und war auf einem unverkennbar technisch viel besseren Niveau als der Rest seines Teams. Unlängst hat Komu Kaicho sein Talent erkannt, holte ihn 2024 nach 4 Toren in 5 asiatischen Champions League Spielen ablösefrei aus der Irakischen Liga und verlieh ihn seither an Almeyre und Al-Neymar. Wie schon bei der Nationalmannschaft, bei einem Turnier wie der WM, steckten beide Teams die Gesang über im erbitterten Abstiegskampf. Seine Qualitäten konnte Yassim nicht in Erfolge oder zählbares ummünzen und ich würde ihn unglaublich gerne in Deutschland sehen, bei einem Trainer, der jungen Spielern das Vertrauen schenkt und nicht nur auf zweite Bälle setzt. Ein Leittransfer etwa nach Kaiserslautern oder Hannover wäre enorm vielversprechend. Ab auf die Watchlist mit Yasim aus dem Irak. Odeh Fakuri sammelte derweil drei Einsätze für Jordanien, für den ägyptischen Vorzeigeklub Pyramids Epsi. Der 20-Jährige kann beide offensiven Flügel bekleiden, sorgt für Entlastung und war an jeder fünften jordanischen Chance beteiligt. Zum Schluss kommen wir zu den Angreifern. Auch hier hat sich das Anforderungsprofil massiv gewandelt. Während der klassische Strafraumstürmer Alamiro Close oder Luca Toni ein Stück weit auszusterben scheint, stehen pressingsstarke Spieler im Fokus. Spieler, die sich vorrangig in den Dienst der Mannschaft stellen, ⁓ den Gegner zu lenken und in Umschaltaktionen mit temporeichen Nadelstichen Akzente zu setzen. In genau diese Kategorie fallen gleich zwei Spieler. Zum einen der Usbeke Abusbek Fay Zulayev. Fay ist schneller Halbstürmer mit nur 1,67m Körpergröße, der von der Präsenz von Mannschaftskapitän Schumur Rodolf profitiert. Beide spielen auch im gleichen Verein, bei Basaksehir Istanbul. Der 22-Jährige kam im letzten Sommer für 7,5 Millionen von ZSKA Moskau in den Boss Bros. ist einer der temporeichsten Akteure der Super League und wird überwiegend als Schattenstürmer eingesetzt. In eine ähnliche Kategorie fällt auch Mohamed Touré. Geboren in Guinea läuft der 22-Jährige für Australien Norwich auf, traf nicht bei der WM, dafür aber satte 9 Mal in 11 Spielen für die Canaries, die ihn erst im Winter aus Randers aus Dänemark loseisen konnten. Behält Thoret diese Form bei, kann er zum absoluten Shootingstar der nächsten Championship-Saison werden. Als Tiefgänger, mit unglaublichem Gespür für Laufläge hinter die letzte Kette und der Positionierung vor dem Tor. Zum Abschluss der Stürmerfraktion noch ein paar Worte zu Hamza Mohammed Abd el-Karim Selim. Der 18-Jährige wechselte diesen Sommer nach einer Halbjahresleihe fest zu Bazaar B und gilt als größte Sturmhoffnung der Ägypter. Wenngleich er bei dieser WM nur zu Kurzeinsätzen kam und abgesehen vom Achtelfinale immer eine Viertelstunde Einsatzzeit erhielt, dürfte sich das bei normaler Entwicklung in 2030 gravierend ändern. Abdelkarim gilt als spielintelligent, hat ein gutes Timing bei seinen Laufwegen, kann Mitspieler einbinden und beidfüßig sauber abschließen. In einigen Facetten erinnert er dabei einen jungen Karim Benzema. Zum Abschluss dieses WM Roundups sollten wir noch kurz über die Trends sprechen. Werden der Klub-Transfer-Marktprofile bevorzugt, die besonders athletisch, explosiv, temporeich und variabel sind, haben bei der WM Spieler brilliert, die sich über ihr taktisches Verständnis, ihre Pressing-Resistenz und Sicherheit am Ball auszeichnen. Und genau das spiegelt sich auch in den Finalteilnahmen von Spanien und Argentinien wider. Die beiden Nationen, denen es am besten gelang, den Ball zu zirkulieren, bzw. den Gegner durch ihr Pressing-Verhalten darin gehen zu stressen, als dass sie nicht in turngefällige Zonen gelangen. Das Neben dem wiedererdeckten Dosenöffner, nämlich Distanzschusstoren, waren für mich die beiden prägnantesten Trends der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft. Schreibt mal in die Kommentare, welchen Spieler ihr seit der WM so richtig verfolgt oder welche Nation euch besonders begeistert hat. Bis zur nächsten Folge, Sportchen Grüße und Tschau!