Joe: Patrick, herzlich willkommen bei uns im Podcast. Patrick Schappert: Ja, mein Lieber, danke dir. Danke für die Einladung. Joe: Schön, dass du da bist. Ich freue mich auf ein sehr spannendes Gespräch. Unser Vorgespräch hat schon einiges versprochen, ich mal sagen. Nimm uns doch gleich mal zu Anfang an mit. Worum geht's bei GrobiTV? Patrick Schappert: Grobi bringt den Spaß in die eigenen vier Wände und zwar machen wir das mit wunderbarer Unterhaltungstechnik. Das heißt, wir bieten alles an zum großen Bild und zum tollen Ton. Und da wir ja mittlerweile alles in so einer kleinen Netzwerkssteckdose drin stecken haben, das heißt, ganze Hollywoodkino und viel Spaß mit Musik etc. ist mittlerweile für jeden sehr einfach zu erreichen, haben wir die Technik, mit der man das Ganze toll erleben kann. Joe: Sehr schön, das war mal ein Elevatorpitch aus dem Bilderbuch, würde ich sagen. Jetzt macht ihr das Ganze Patrick Schappert: Hahaha. Joe: nicht seit gestern, sondern seit 1999. Das ist relativ lange, das sind jetzt mittlerweile 27 Jahre. Magst du uns kurz mitnehmen in die Geschichte rein? Du hast mit deinem Bruder gegründet, ohne Bank, ohne Businessplan. Magst uns kurz mit reinnehmen? Wie kam es überhaupt dazu? Patrick Schappert: Das kam dazu, dass ich insgesamt eigentlich 36, 37 Jahre in einem Business drin bin. zwar ist das wie folgt passiert. Ich habe meine klassische mittlere Reife gemacht. Mit 16 bin ich in die Ausbildung gegangen. Wenn ich das erzähle, wo ich da gestartet habe, wird sich jeder sowieso die Augen reiben. Es war tatsächlich in einer Brauerei, da habe ich einen Industriekoffmann gemacht. Habe mich aber schon relativ früh für AV-Technik interessiert. Das ging ja los in den 80ern mit Videorekorder, Kamera und watnialmen. Da habe ich dann angefangen, bisschen zu filmen und so bisschen dabei auch damit gearbeitet. Na ja, und dann bin ich relativ schnell nach der Ausbildung noch ein Jahr dageblieben, aber dann bin ich in die AV-Branche geraten. Und die AV-Branche steht für audiovisuelle Technik, das heißt im wahrsten Sinne Konferenzpräsentationstechnik. Jeder kennt aus der Schule den Overhead-Projektor, wo noch eine Folie draufgelegt worden ist. Aber was passierte Anfang der 90er? Es gab plötzlich sogenannte Flüssig-Kristall-Displays. Das waren dann Scheiben, die man auf einen Overhead-Projektor gelegt hat und mit denen hat man dann die ersten Computerdaten an die Wand projiziert. Windows 3.0, 3.1, alles ging da langsam los. Und die bisherige Technik, die man nutzte, ein Bild irgendwie groß zu bekommen, der Röhrenfernseher war ja nun mal wirklich winzig, waren Röhrenbeamer, Geräte mit drei Röhren. Der eine oder andere wird sich dann noch dran erinnern. Rot, grün, blau, furchtbar große Kisten, alle laut, gar nicht einfach zu bedienen. Daher war diese Kombination an Overhead und Display eine Wahnsinnsgeschichte. Ja, und was passierte dann? Irgendwann, und ich weiß gar nicht mehr genau, welchem Jahr es war, habe ich dann ein Gerät in die Hände bekommen. In der Zwischenzeit hatte ich nochmal die Firma gewechselt und war dann dort Produktmanager für genau diese Produkte geworden. Die Firma war ein Hersteller von damals OVAID Projektoren und hat natürlich schnell erkannt, irgendwann wird das alles digital und somit brauchen wir jemanden, der sich damit beschäftigt. Ja, und dann kam also irgendwann zu diesem Display so ein kleines Kästchen, so ein Anschluss dran, wo man den tatsächlichen Videorecorder anschließen konnte. Dann habe ich da mit ein Gerät aus dem Zoll geholt, war ein Prototyp. Freitag Nachmittag werde ich nie vergessen und habe den abgeholt, bringe den da ins Lager, ihn auf den Overhead-Projektor drauf, schließe da den VHS-Recorder an, Pretty Woman lag da als Kassette noch. Und dann haben wir echt über diesen Overhead-Projektor ein Videobild auf die Wand projiziert. Ich glaube, das war so wie von schwarz-weiß auf Farbfernseher. Also das war schon echt eine beeindruckende Kiste. Und dann haben wir gemerkt, okay, das hat Zukunft. Und dann ging das schnell weiter, dass dann die Geräte immer kompakter wurden, Lichtquellen waren schon integriert. Man nannte das dann eben Projektor, Beamer kam natürlich als Begriff auf. Und als ich dann mal einen Händler, den wir als Partner hatten, mal besuchte, der sich in dem Bereich schon langsam so spezialisiert, habe ich gesagt, Decker kann ich auch. Und da ich da mittlerweile auch schon zehn Jahre bei dieser Firma war und ich eigentlich den nächsten Schritt mal gehen wollte, habe ich dann tatsächlich entschieden. Ich mache mich selbstständig und werde schauen, dass ich speziell Produkte ins Programm aufnehme, weil ich hatte sehr guten Rat zu meinen Lieferanten. Das waren dann mehr und mehr japanische Hersteller wie Sanyo, Sony, Hitachi, Mitsubishi, die üblichen Verdächtigen eben. Und dann haben wir da wirklich gemeinsam immer wieder gequatscht, dass man solche Geräte demnächst mal wohl auch in Wohnzimmern installieren würde, weil das war die bessere Alternative zu den klassischen Röhrenfernsehern. Die Flachbildfernseher waren kaum zu bezahlen, die waren ja auch nicht gerade riesig, waren zwar größer. Und all das war dann irgendwann der Punkt, ich dann freitags mir so eine Gewerbeanmeldung hatte, glaube ich, gemacht, damit ich auf einer Filmbörse in Köln erstmalig einen Beamer präsentieren konnte. Denn da war ja die Zielgruppe, da waren ja die Filmfans. Und somit habe ich denen mal gezeigt, wie man mit so einem Beamer ein Bild an die Wand projizierte. Und das war tatsächlich dann der Start. Das war im Dezember 99. Joe: Wow und dann, ich meine das war ja noch lange, noch lange vor den digitalen Zeiten, die wir jetzt heute haben. Dann, wie kann ich mir das vorstellen? Hast du da gesagt, so jetzt mache ich hier einen Shop auf, kündige meinen Job und verkaufe jetzt hier Bima im Keller oder wie war das? Patrick Schappert: Es war eigentlich genau so. Also die Keller hatte ich nicht, das war das Wohnzimmer. Es war tatsächlich so, dass ich meinem Chef dann damals gesagt habe, oder meinen beiden Chefs, also es ist alles toll gewesen, aber jetzt werde ich doch mal diesen nächsten Schritt gehen. Man hatte einmal ein Verständnis dafür und zum anderen mal fand man bisschen traurig. Ich habe dann hier noch ein bisschen begleitet parallel und ich hatte, das war ein großes Glück, ich war zu dem Zeitpunkt auch verantwortlich für den Shop meiner damaligen Firma. Das ging Ende 90er Jahre nun auch los mit dem Internet. Und dann habe ich mir ausgedacht ein System, was man heute als OpenCMS bezeichnet. Ich wollte damals nicht dauernd irgendwas zu Agenturen geben, die uns dann die Meldungen schreiben. Das war mir alles viel zu aufwändig. Und dann haben wir mit denen ein System entwickelt, mit der externen Agentur, wo wir selber die Seiten gestalten konnten. Nichts mit HTML befähigt, das hat man alles nicht drauf, sondern einfach nur den Text eingeben und zack, war es schon online. So und dieses Konstrukt durfte ich dann nach Absprache übernehmen für meine eigene Firma. Und dann habe ich relativ schnell eine eigene Homepage gehabt. Das war natürlich schon echt cool, dass ich aus dem kleinen Cast bei Düsseldorf mich plötzlich schon im Internet präsentieren konnte. Wenn man mal guckt, wer war denn alles im Jahre 2000 im Internet zu dem Thema, da waren das nicht sehr viele. Und dann habe ich das eben gemacht, habe dann da Produktinformationen präsentiert, etc. Und wenn dann jemand kam, das war schon vom ersten Tag an klar, bei mir gibt es nur einen Termin, wenn man sich für so etwas interessiert. Ich bin nicht ein Open House. Das Wohnzimmer war jetzt nicht komplett rund die Uhr geöffnet. Ich habe tatsächlich dann die ersten Termine im Wohnzimmer wahrgenommen und konnte den Leuten das, man würde sagen, unter realistischen Bedingungen präsentieren. Das war nun ganz normales, typisch deutsches Wohnzimmer. Und habe dann da mit einer Leinwand-Biemer gezeigt, so unter den Lichtbedingungen hast du schon so viel Spaß. Und das habe ich ein halbes Jahr tatsächlich dann aus dem Wohnzimmer heraus gemacht. Joe: Ja, Wahnsinn. das heißt also auf der einen Seite war es dann von Beginn an eigentlich der Online-Kanal dabei und du hast auf der einen Seite im Wohnzimmer verkauft, aber auch reine Online-Verkäufe gehabt, also von Sekunde eins an, nee. Okay. Patrick Schappert: Nein, nein. Also Onlineshop war klassisch damals noch nicht. Das war einfach nur, aus dem kleinen Cast heraus mich bekannt zu machen. Weißt du, das Joe: Okay. Patrick Schappert: Internet bietet dir ja nun mal die Möglichkeit, dass du mit irgendwas Verrückten plötzlich die ganze Welt erreichen kannst. Das wissen wir ja nun wirklich aus Tausenden von Beispielen. Und ich hatte eigentlich nichts anderes vor, als mein Wissen, was ich zu dem Zeitpunkt hatte nach zehn Jahren Produktmanagement, in diesem Bereich zu präsentieren. Ich bin dann auch in diverse Foren aktiv geworden. Das ist allerdings ein heikles Thema. wenn du als Fachhändler, als Gewerblicher in diesen Foren aktiv wirst. Und ich kann jedem nur empfehlen, wenn man es schon macht, dann sollte man es auch wirklich unter eigenem Namen machen und nicht unter irgendeinem Pseudonym oder was auch immer. Aber ist trotzdem eine ganz heikle Nummer. Ich war auf jeden Fall da in diversen Foren drin und habe dann mit einem oder anderem Rad natürlich zur Seite stehen können. Und dann kam dann automatisch der eine oder andere Rückfall. Du machst das ja gewerblich, kann man sich das mal anschauen. Also man sollte das, wenn man schon in so Foren drin ist, jetzt nicht mit der plumpesten Werbung machen. Da gesagt, Leute, ihr redet gerade über das Ding hier, ich habe gerade 30 % Aktion. Das ist jetzt nicht jedermanns Sache, das kommt nicht immer gut. Aber diese Foren waren insofern Fluch und Segen zugleich. haben auf der einen Seite viel Spaß gemacht. Ich habe dann auch diverse Treffen organisiert mit einem Forum, wo wir hier vor Ort mal so, wie nennt man das heute, weiß nicht, irgendwie Fentreffen machen konnten. Und dann haben wir da wirklich Projektoren nebeneinander in einem Hotelraum mal hingestellt. Und dann haben wir Shootouts gemacht. So nannte man das bei den gewerblichen Geräten. Da gab es auch Messen. Man schießt den Gewinner aus. Alle zeigen das gleiche Bild und dann kann dann jeder die 10 Leinwände im Vergleich sehen. ich habe eine Menge Basisarbeit gemacht. So würde man es vielleicht heute nennen. Mehr als nur zu sagen, ich habe den Projektor auch, sondern wir wollten wirklich diesen Markt entwickeln. Das war ja ein Markt, den gab es ja gar nicht. Was ist denn Heimkino? Kann für sich ja keiner mit etwas darunter vorstellen. Und wenn, dann wurde man so bisschen als Bekloppter so ein bisschen in die Ecke gestellt. Joe: Ja, okay, Wahnsinn. Krass, das heißt, du hast schon relativ früh verstanden auch, dass man jetzt gerade in dem Bereich, in dem ihr unterwegs seid, es geht ja jetzt nicht 20, 30 Euro Produkte, sondern wir reden hier ja schon, können wir vielleicht nachher noch mal drauf eingehen, über teurere Produkte. Das heißt, du hast schon relativ früh verstanden, dass man mit Informationsbereitstellung, sage ich jetzt mal, mit Bildung, mit den Leuten was zeigen, dass man damit für sich einen guten Marketingkanal erörtern kann, weit ab von bezahlter Werbung quasi. Patrick Schappert: Ja, ich glaube, dass wir eigentlich ganz gut das hinbekommen haben, immer authentisch zu bleiben. Das heißt, Joe: Mh. Patrick Schappert: wir wirklich Authentizität präsentierten, Realismus zeigten und dadurch auch eine hohe Glaubwürdigkeit gewonnen haben. Das ist ja auch im Verkaufsbereich nicht immer gegeben. Und man wird natürlich auch angreifbar, wenn du schon so öffentlich da bist. Also nochmal, es ist alles eine Sache. Fluch und Segen zugleich. Und ich sag's ganz ehrlich, ich hab's einfach probiert. Ich hab's nie gelernt. Ich hab nie gelernt, Leuten zu quatschen. Mittlerweile, über die Jahre hinweg, macht's mir einen Riesenspaß. Es hat funktioniert. am Ende des Tages, ja, es ist eine Mischung aus Produktinformation, ... wie sagen wir, Produktinformation, aus Beispielen, aus Emotionen, weniger nur über Technik reden. In unserer Branche wird manchmal nur über Technik geredet. Das ist natürlich für einen kleinen Fankreis ganz interessant. Und ja, am Ende des Tages muss der Markt erst mal entwickelt werden. Nochmal, es gibt da draußen relativ wenig Leute, die mich ganz gezielt jetzt nach einem Beemarks Ypson fragen. Die wissen ja auch gar nicht, dass es solche Sachen gibt. Gerade in diesen Monaten ist ja so viel passiert, kommen wir sicherlich später zu. Aber das ist so der rote Faden, der grundsätzlich in meinem Business war. dass wir gesagt haben, wir müssen die Leute begeistern, indem wir ihnen das erst mal demonstrieren. Indem wir erst mal eine Umgebung schaffen, wo sie sich auch wiedererkennen und wir nicht irgendwie zwischen Palettenplätzen irgendwo auf einer Palette das Gerät sehen. Da steht da noch ein Preis dran und dann sagt er, ist ja günstig, ist ja toll. Nee, das ist nicht das Verkaufsargument. Das Verkaufsargument ist erst mal die Anwendung, das Erleben. Ja, und da muss man eben machen. Und dann muss man da auch auf vielen Kanälen aktiv sein. Da, wo der Kunde ist, hat mein alter Chef immer gesagt. Du musst da sein, wo der Kunde ist. Joe: So, ist es. Patrick Schappert: Und deshalb sind wir mittlerweile breit aufgestellt, denke ich. Joe: Okay, ist natürlich nicht die einfachste Art von Marketing. Viel einfacher ist es, wenn du dich an einen Markt dranhängst, der sowieso schon funktioniert ... und dann spielst einfach die Botschaften, ... die alle anderen auch rausspielen. Patrick Schappert: Ja. Joe: Ist eigentlich die schwierigste Art, ... wenn man so wirklich die Pionierarbeit betreibt, weil man muss viel Fleißarbeit machen, ... steckt extrem viel Arbeit drin ... und muss extrem viel in Vorleistung gehen ... und gerade dann auch in so einem Bereich, kann ich mir vorstellen. Du warst Fan von erster Stunde an, ... ich, rauszuhören. Das heißt, du hattest wahrscheinlich auch keine Zweifel. Du hast gesagt, hey, ich mach das, weil ich sehe dort den Markt. Aber das muss man natürlich mitbringen, weil ansonsten ist es mitunter schwierig, da diese Pionierarbeit zu leisten und so vielen Vorleistungen zu gehen, weil du weißt es ja nicht, ob es funktioniert. Da kann im Endeffekt auch sein, dass du viel Arbeit investierst und der Markt entwickelt sich in eine andere Richtung. Patrick Schappert: Das ist 100 % richtig. Toi Toi Toi habe ich das große Glück, dass ich ein ganz gutes Bauchgefühl habe, mal mehr mal weniger auch sichtbar. Also das Thema Bauchgefühl hat mich eigentlich immer so durch diesen ganzen Markt bewegt und natürlich immer die Augen und Ohren auf und immer lernfähig sein. Also ich gehe nun auch auf die 60 zu und über die ganzen Jahre würde ich auch sagen, das hat sich auch nicht ansatzweise geändert. Wir sind nun mal in einem technologischen Markt, wir sind in einem Markt, komplett neue Anwendungen ermöglicht. Und das Grundinteresse ist einfach vorhanden. könnte mir auch nichts anderes vorstellen, muss ich auch ganz ehrlich sagen. Also mich kriegst du auch nirgendwo mehr hin. Also was ein ganz anderer Produktbereich wäre. Das ist das eine. Das andere ist, das hat man überhaupt nicht vergessen. Mittlerweile sind wir ein Team von 14 Leuten. Und ich sag mal, alle davon brennen für das Thema. Das ist ganz wichtig. Und was mir auch wichtig war am Anfang, Das kann ich auch jedem nur empfehlen. Man muss ja auch zu ehrlich zu sich sein und sagen, was kann ich was kann ich vielleicht weniger gut. Und deshalb war meine erste Mitarbeiterin auch eine Buchhalterin. Weil das Thema Rechnungswesen und Buchhaltung, da kann es mich heute noch mit jagen. Und wenn ich mich damit jetzt verzettelt hätte und da stundenlang alleine als One-Man-Show oder nachher mit zwei, drei Mitarbeitern dann noch selber über diesen Unterlagen sitzen müsste, dann wäre das Energie gewesen, die ich nicht mehr gehabt hätte für den Verkauf der Produkte und für Ideen. Also habe ich mir relativ schnell dort eine Mitarbeiterin gesucht, die sogar über ein Wiedereingliederungsverfahren sogar noch zur Hälfte bezahlt wurde vom Arbeitsamt. Super Projekte gab es da damals, die wirklich sehr hilfreich waren für so ein Start-up, so hätte man es heute bezeichnet. Und habe dann also da entschieden, das, was ich wirklich nicht gut kann, sofort auszulagern auf Leute, die dafür brennen, die das können. Und somit hat das also ganz gut funktioniert. Weil ja, am Ende des Tages war das auch kein 40-Stunden-Tag. Da gibt es überhaupt keine Frage. Aber wenn du dann die Ergebnisse gesehen hast, ja, dann war das wieder Futter fürs, oder Feuer fürs Nix oder Sprit fürs Nächste. was so als Ideen wieder gekommen ist. so hat sich das eigentlich wie ein roter Faden durchgezogen. Und durchherweise hat die Family auch mitgespielt. Das war auch nicht immer einfach. Joe: Ist oftmals auch ein wichtiger Punkt, ich würde sagen, ist eigentlich immer ein wichtiger Punkt, dass man da Rückendeckung hat in der eigenen Familie. Absolut, ja, total. Patrick Schappert: Mit der wichtigste. Also meine Frau habe ich kennengelernt, als sie sagte, die hat ein Rückpro Fernseher und Laserdiss Sammlung, wurde ich sehr aufmerksam. Und das ist kein Scherz. Sie hatte wirklich ein Rückpro Fernseher und eine große Laserdiss Sammlung. Joe: Und du hast gesagt, die ist meine, die muss ich mir kreilen. Patrick Schappert: Ja, also mit der muss ich mich mal näher unterhalten, ey. Joe: Sehr geil. Alles schön. Okay, Patrick Schappert: Hm? Joe: jetzt haben wir auf der einen Seite, habe ich so dieses Bild vor Augen. Du in deinem Wohnzimmer, 1999, noch vor der Jahrtausendwende, ist auch ein schönes, symbolisches Bild, finde ich. Und wenn Patrick Schappert: Ja. Ja. Ja. Ja. Joe: wir dann jetzt heute nach 2026 gehen, dann seid ihr Europas größter Anbieter von Projektoren. Da ist ein bisschen was passiert, So, dann sagst ihr seid 14 Leute mittlerweile. Diese ganze Story ist krass, also da ist extrem viel Wachstum passiert. Da war sicherlich nicht alles gut in dieser Zeit. War eine schöne Momente dabei, waren schwierige Momente dabei. Gab es gerade vielleicht auch am Anfang oder auch nicht am Anfang, gab es Momente, wo du gesagt hast, du als eine Person, total fasziniert ist von dem, was sie tut. Ach du liebe Zeit, ich schmeiße das Handtuch, das geht mir alles so auf den Keks hier oder weiß ich nicht, was waren so die härtesten Momente vielleicht für dich? Patrick Schappert: Ja, vielleicht eine kurze Richtigstellung. Wir haben mal gesagt, dass wir Europas größte Anbieter von vorführbereiten Geräten sind. Das ist ein kleiner Unterschied. Wir arbeiten daran, dass wir noch der größte sind, was den Verkaufern geht. Aber bei uns kannst du tatsächlich weit über 40 Geräte wirklich vorführbereit sehen. Ja, also wenn man uns auf die Seite geht, das sind keine KI-Bilder, das sind wirklich alles Geräte, die wir hier angeschlossen haben. Und zwar Geräte von 200 Euro bis 120.000 Euro. Das ist eine riesen Bandbreite, die wir hier zeigen können. Und das ist weiterhin extrem wichtig. Insgesamt muss ich sagen, natürlich gab es eine Menge Auf und Abs. Also sicherlich war einer meiner ersten Situationen, und wir haben vorhin über Rechnungswesen und Buchhaltung gesprochen, aber man muss ja auch über Steuern reden. Und wenn du so eine One-Man-Show bist, die da startet, wir haben damals, du hast es ja erwähnt, ich habe mit meinem Bruder ganz spontan 20.000 Mark in die Hand genommen und habe dann gesagt, alles klar, damit kaufen wir uns jetzt die ersten zwei, drei Geräte, damit wir was vorführen können. Ich hatte das Glück, dass mein Lieferant, in dem Fall war es mein alter Arbeitgeber, direkt bei mir die Ecke saß. Ich konnte die Ware dann direkt einzeln abholen. Das waren natürlich am Anfang ziemliche Hilfen. Heutzutage, würde ich sagen, ist das alles gar nicht so leicht, einen Laden neu aufzubauen. Da gibt es deutlich größere Hürden. Deshalb ist ja leider auch in unserer Branche dieses Thema Nachwuchs noch ein ganz spezielles Thema. Also, kommt da eigentlich mal nach? Nein, also das erste richtige Problem war tatsächlich das Finanzamt. Ja, also ich habe am Anfang einfach zu wenig zur Seite gelegt. Ich habe alles in die Firma reingeballert. Ich hatte Ersparnisse, damit kam ich erst mal über die nächsten Monate. Aber wenn du dann natürlich einen Laden hast, der ganz gut läuft, klopft dann doch mal das Finanzamt an und dadurch einfach nichts zur Seite gelegt. Das war dann auch der erste Moment, wo wir einen Kredit von der Bank nehmen mussten. Das hat dann ganz gut funktioniert, weil die Zahlen sahen mega aus. Die Bank war froh, dass sie neuen Kunden hat. Aber sie hat mich dann in der Hinsicht auch relativ schnell wieder verloren, weil wir ganz schnell geguckt haben, dass die Kohle sofort wieder zurückfließt. Und ich bin heute Was das angeht, arbeiten wir zwar gerne mit unserer Bank zusammen, aber wir haben von denen keine Kredite für das laufende Geschäft. Toi, toi, toi. Das ist hier selbst finanziert über die Jahre. Das war mir immer sehr wichtig, weil da wollte ich jetzt nicht noch jemanden im Rücken haben, mit mir jeden Monat zu welchen Reports mich auch immer wieder ruft. Da sind wir ganz gut gefahren. Also das war schon ein Thema. Das ist heute, glaube ich, genauso ein Problem wie damals. Da muss man einfach dran denken. Das Geld auf dem Konto ist nicht direkt eins. Da musst du schon schauen. So, also, und ich habe ja nun mal wirklich kein Studium gemacht, keine Betriebswirtschaft, nichts dergleichen hat. War alles basierend auf der Ausbildung. Also ansonsten, natürlich gab es gewisse Auf und Abs in der Art, dass es meistens, ich sage mal, Auswirkungen von außen waren. Also wirklich Auswirkungen von außen sind, wo man sagt, okay, wir haben damals eine Bankenkrise gehabt. Was passiert denn jetzt mit unserem Konsumklimaindex etc.? Wir haben heute so viele Krisen, dass man auch überlegen muss, wie geht es eigentlich da weiter? Und auf der anderen Seite gibt es dann wiederum, das ist ja fast schon zynisch, aber da ist ein ganzes Stück Wahrheit dran, das Verhalten der Menschen hat sich verändert, das Freizeitverhalten der Menschen verändert sich und irgendwie sind wir ja mit unseren Produkten ein Teil dieser Veränderung, weil der eine oder andere bleibt jetzt mal eher bisschen länger zu Hause, guckt sich den Film zu Hause an, lädt mal Freunde ein, macht einen Filmabend. Dieses Jahr war Public Viewing tatsächlich wieder mal ein echt starkes Thema. Man hat sich viel mit Freunden getroffen, dort mit den neuen Beamern, die es da ja mittlerweile gibt, klein, kompakt, wahnsinnig hell, hat man dann tatsächlich mal für eine kleine Markt eine Menge Spaß sich holen können. Und da, das müssen wir auch berücksichtigen, also diese gesellschaftlichen Entwicklungen. Aber ich bin froh, toi toi, wir hatten nicht wirklich so Momente, wo wir gesagt haben, was machen wir denn eigentlich morgen und wird es uns übermorgen noch geben? Das hatten wir definitiv nicht. Ich glaube, dass es aber auch dazu gehört, dass man schon einen Realismus bewahren muss mit dem, was wie gesagt gesellschaftlich politisch in so einem Business, weil wir sind ja da ein Glied in dieser ganzen Entwicklung. Und natürlich bin ich daran interessiert, dass die Leute jetzt das Geld nicht für einen Sprit ausgeben, sondern dass hier, wenn es geht, noch was übrig bleibt und dann sich einen Bima kaufen. Weil wenn das nicht mehr passiert, dann ist hier wirklich Schicht im Schacht und zwar im gesamten Handel und in vielen anderen Bereichen auch. Nicht wahr? Aber wir haben ein wunderbares Joe: Absolut. Patrick Schappert: Finanzierungsprogramm entwickelt, wo man also relativ günstig jetzt schon Bima erwerben kann. Joe: Sehr gut, okay, da kommt der Unternehmer dann wieder raus, der aus einem Problem oder beziehungsweise für ein Problem Patrick Schappert: Ja! Joe: die passende Lösung zurechtschneidet. Ja, okay. Patrick Schappert: Das Problem, was ich habe, manchmal eher, dass wir mit unseren Lieferanten, und jetzt weiß ich, manch einer unserer Lieferanten wird es auch gucken, aber vielleicht sieht das ja als Ansporn. Andererseits kennen die mich und da wissen die, dass wir sowas immer wieder thematisieren. Du hast vorhin gesagt, ich war aktiv. Das ist richtig. Wir haben nicht hinter der Theke gesessen und gewartet, dass irgendeiner jetzt in unseren Laden kommt, weil es da eine Werbekampagne von der Firma XYZ gab, wie das ja bei vielen anderen der Fall war. Da laufen dann die Fernsehspots und anderen Morgen rennen die alle in Laden und sagen, ich will das Produkt haben und der Händler muss nur sagen, ich hole es aus dem Regal. Nein, nein, das haben wir bei uns in der Branche nur bedingt bis gar nicht. Und darauf habe ich mich nie verlassen, weil wenn ich mich darauf verlassen würde, auch in der heutigen Zeit, gerade in heutigen Zeit, dann kann ich morgen den Laden zumachen, sage ich ganz ehrlich. Also wir müssen uns das alles schon selber ausdenken. Sicherlich manchmal nach mehrfache Nachfragen oder vielleicht manchmal von alleine kommt ein bisschen Unterstützung. Aber die Mehrzahl der Aktionismen, die wir machen, ist komplett auf eigene Idee gekommen, weil da ist nicht mehr viel. Das ist wirklich eine der Entwicklungen, die wirklich tragisch ist. Joe: Okay, ich nehme das mal als Stichwort, Ähm, Äh, Aktionismus. Wenn wir uns das mal anschauen, jetzt, was bei euch so in der Marketing-Richtung passiert, beziehungsweise in der Außenwirkung, dann sehe ich einen YouTube-Kanal, der 20 Jahre alt ist. Das ist wirklich auch erste Stunde. Dann habt ihr fast 100.000 Abonnenten, irgendwie 94.000 rum, habt knapp Patrick Schappert: Mhm. Mhm. Mhm. Joe: 1.800 Videos. Das ist wirklich massiv, was da passiert ist. Also, ihr habt ein Patrick Schappert: Mhm. Mhm. Joe: bisschen Arbeit geleistet, selbst über 20 Jahre, es ist einfach massiv. sowas aufzubauen, da auch dran zu bleiben. Magst uns vielleicht da auch mal mitnehmen? War dir das von vorne rein? Hast du das von vorne rein kalkuliert und gesagt, YouTube wird jetzt hier ein krasses Standbein von uns oder hast du jetzt einfach angefangen, weil du machst das ja privat auch selbst gerne? Magst uns da mal mitnehmen? Patrick Schappert: Ja, das Thema Video, das kam eben zum einen mit meiner Affinität zum Thema Filmen. ja, ich erinnere mich noch sehr, wie ich die ersten bewegten Bilder bei mir am Rechner gesehen habe und fand das schon ziemlich cool. Und dann gab es ja diese Grabber-Karten, mit denen man Video irgendwie digitalisieren konnte. Und ich musste nicht beim WDR arbeiten, das hinzukriegen, sondern man konnte das in den eigenen vier Wänden machen. Das war auch schon spannend. Und dann dachte ich mir im Zuge von, wie kriege ich ein Produkt erklärt? Mach doch mal mit einem Bewegtbild einfach mal ein paar Beispiele von einer Anwendung bei einem bestimmten Produkt. Das war, wie ich mich recht erinnere, war das damals ein Blu-ray-Player, der unfassbar schnell geladen hat. Erinnert sich der eine oder andere, man legte eine Blu-ray rein und konnte erstmal ein Bier zapfen, bis man dann mal ein Bild bekam Joe: Hahaha Patrick Schappert: oder Bier holen. Das war echt doof. Und dann gab es ein Gerät, das war unheimlich schnell und bevor die Leute das nicht glauben wollten, haben gesagt, mach mal einfach mal eine Standaufnahme-Ding rein und zack hast du ein Bild. Da gab es noch keinen YouTube. Da haben wir das damals schon bei uns in das Video, in die Seite so integrieren können, als so ein kleines Fensterchen. So, und als dann YouTube kam, habe ich verrückterweise, und ich habe das jetzt, wir hatten tatsächlich im Juli unser 20-jähriges, bin ich durch Zufall drüber gestolpert, dass wir jetzt 20 Jahre YouTube haben, und habe ich gesehen, dass das allererste Video, Gott, das behüte, aber es war so, war ein Privatvideo, wo ich mit meiner Frau, mit der Aida irgendwie die Kanaren besucht habe. So ein kleiner Clip fand ich ganz lustig, dachte ich mal, komm her, mach das irgendwie mal online, hab das für Freunde freigeschaltet gehabt, dass sie das mal sehen und so weiter. Und dann hat es ein Jahr noch mal gedauert und dann fing ich an, weitere dieser Beispieldinger ohne großartigen Kommentar zu zeigen, wie ein Produkt funktioniert und so weiter. Und dann aber, muss ich sagen, hat mich es irgendwie gepackt, weil ich merkte, die Resonanz ist ja da. Es gab noch bei weitem nicht diese Anzahl wie heute, wo mittlerweile ja fast jeder, eine Kamera hat, sofort der große YouTuber und Influencer wird. Und weil er einen Beamer schon mal ausgepackt hat, macht er auch schon ein Heimkino-Kanal da draus. sondern da waren wir schon relativ früh mit dem Thema visuell da. Und dann habe ich aber gedacht, wir müssen einfach auch mal Sachen machen wie, wie sieht es denn beim Nachbarn hinter der Tür aus? Wie macht denn der Herr Müller so ein Heimkino oder wie sieht denn das Heimkino bei Herrn Müller aus oder wie hat denn der Herr Müller da den Fernseher mit den Lautsprechern kombiniert? Und dann ging es tatsächlich los, dass ich anfing, Kunden zu besuchen und habe dann mal diese finalen Ergebnisse gezeigt. Bis dato gab es eigentlich nur Zeitungen, die dann mal das Kino des Monats präsentierten. Mit ein Bildern waren tolle Home-Stories, wie man das nennen würde. Aber ein Bewegtbild, und wenn es geht sogar noch authentisch der Kunde selber vor der Kamera, das war schon wichtig. Und da ich ja auch Spaß hatte, ich dann Grund mehr, mir mal eine richtig scheißdauerne Kamera zu kaufen. So eine Sony EX1R, das war ein mega Teil. Und dann habe ich gedacht, okay, dann benutzen wir das angenehm mit dem Nützlichen, weil gutes Bild ist wichtig, guter Ton ist auch wichtig. Und den Rest kriegen wir schon hin. Und dann hat ein Mitarbeiter das Ding auf die Schulter genommen und dann fingen wir an. Und dann habe ich das selber geschnitten. Und das ist bis heute so gewesen. Ich schneide alle Dinge selber. Da ist dann echt Lebenszeit draufgegangen. Das muss man schon sagen. Weil das war das zweite Thema. Das hat sich auch geändert. Damals habe ich ein Video gemacht, da habe gesagt, okay, lass laufen. Mittlerweile machen wir fast nur noch One-Shots. Ich liebe ja One-Shots in Hollywood. So an einem Stück gedreht, wenn es geht, anderthalb Stunden. Und ich mache sowas auch. Da flugt dann der eine oder andere Kameramann bei mir, weil die Dinger waren ziemlich schwer teilweise, Kameras, aber es hat Spaß gemacht. So, und es war authentisch, ja. Und wir haben eigentlich immer einen guten Flow gehabt, dass wir da so uns die Bälle zuwärfen. Und selbst den nervösesten Kunden, der irgendwie schon Lust hatte, da vor die Kamera zu gehen, aber der dann dachte, ich verhasse bei mich. Nö, das ging, das glückt. Der hat dann irgendwann auch gesagt, ich hab gar nicht gemerkt, dass sie filmen. Also toi toi toi, hat ganz gut geklappt. So, Ende vom Lied ist, also wir haben heute einen Kanal mit dem 1800 Videos, aber wir haben auch mittlerweile ... Wir müssen mittlerweile auch 20-Sekunden-Videos machen, weil irgendwann hat sich da draußen geändert. Nicht jeder guckt mehr eine halbe Stunde. Deshalb zerstückele ich dann so große Videos schon mal in so Kurzdinger, damit man mit dem Kurzding auf das große Ding aufmerksam wird. Weil die werde ich weiterhin machen. Das werde ich in der Anfang. Dafür haben genügend andere nur die Kurzdinger und die funktionieren einfach meiner Meinung nach nicht. Also bei uns kriegt man immer noch die kompletten Informationen. Aber das war eine Entwicklung, wie sie damals nicht vorhersehbar war. Gar keine Frage. Ist einfach gemacht worden. Wurde auch nie Geld in die Hand genommen, das zu pushen. Joe: Okay, das heißt auch dort, hast vorhin schon gesagt, Bauchgefühl spielt bei dir eine wichtige Rolle. Du hast dich da von deinem Interesse leiten lassen. Hast du gesagt, hey, macht mir irgendwie Patrick Schappert: Ja. Joe: Spaß. Ich kann mir vorstellen, es funktioniert gut und das war der Grund, warum du angefangen hast. Und klar, in der Zwischenzeit hast du gesehen, es funktioniert wahrscheinlich. Ich nehme an, relativ früh kamen dann wahrscheinlich auch auch Anfragen rein oder vielleicht magst uns da mal mitnehmen, wie lange es gedauert hat bzw. wie es vielleicht auch heute ist, welche Rolle YouTube als Marketingkanal spielt, kommen viele Leute auf euch zu und sagen, hey, pass mal auf, ich hab euch durch YouTube entdeckt oder hier, so welche Rolle spielt das ganze Thema heute? Patrick Schappert: Das spielt ein sehr wichtiges Thema, ich glaube, das liegt aber daran, dass es eben diese Authentizität hat und die Leute uns gar nicht so so schlecht finden. Wobei, ich bin ja meistens der Vertreter dort, aber mittlerweile haben wir es auch geschafft, dass auch andere Gesichter, nämlich meine, von meinen Mitarbeitern sich dort auch präsentieren. Und ich gebe denen da auch alle Möglichkeiten, dass da nicht nur da und meine Nase zu sehen ist, sondern auch die Kollegen dort. Das Schöne war, und da bin ich sehr dankbar auch meinen Zuschauern und eben dann später den Kunden, es war eigentlich nie der Fall, dass es hieß, Ja, wenn ich einen Termin mache, möchte ich aber mit den Typen da aus dem Video unbedingt den Termin machen. Also die Glaubwürdigkeit war beibehalten worden, dass meine Mitarbeiter da genauso gut sind. Ganz im Gegenteil, die sind teilweise sogar noch besser, weil ich bin nicht mehr der Spezialist nur für Subwoofer oder für das oder für dies oder für jenes. Also das war sehr wichtig, dass man das Team weiterhin in einer Art und Weise, wie es geht und wie es funktioniert, mit einbinden konnte. Also nochmal zu deiner Kernfrage. Ja, es ist ein wichtiges Instrumentarium, erstmal auf sich aufmerksam zu machen. Ich war sogar mal bei QVC, ich weiß, wie die da arbeiten, aber das haben wir nie gemacht. Also bei mir war nie das Thema, heute haben wir noch den Beamer und dann haben wir noch das da und du kannst den heute für 20 Prozent weniger haben. Das kommt ganz selten mal vor, dass wir mal wirklich explizit ein Produkt präsentieren, weil es tatsächlich mal für vier Wochen zu einem super Sonderpreis verfügbar ist oder ein Auslaufmodell. Es bleibt weiterhin erst mal die reine Information. Das ist übrigens Fluch und Segen zugleich auch wieder unter dem Gesichtspunkt des, wie heißt das heute schön? des Wissensklauen, also des Beratungsklau. Wenn du siehst, wir haben damals Fernseher auch ein Programm gehabt, die wir heute nicht mehr haben, aber Fernseher waren so eins der Produktlinien, die waren unfassbar gut in den Abrufzahlen, weil ich damit für indirekt für meine Marktbegleiter den Verkauf gemacht habe und da zahlte dann immer nur der günstigste und dann habe ich die Werbung gemacht, also wirklich das Produkt erklärt, wie geht was und wo und wir haben es aber nicht verkauft. Ganz im Gegenteil. Dann wurde dann schon mal unverschämt. haben dann irgendwann mal Videos, nicht Videos, Gottes Willen, wir haben dann mal E-Mails bekommen. Sagen Sie mal, Sie haben den Fernseher doch so toll da erklärt. Ich habe da eine Frage, den habe ich mir wegen Ihrer Beratung da im Video gekauft, aber ich komme da und da nicht klar. Also die Nummern gab es dann auch und die waren dann schon, da kriegst du dann schon ein bisschen Puls. Aber das war eben ein Nebeneffekt. Deshalb lasse ich aber das Videofilmen nicht, oder deshalb lasse ich den Kanal nicht. Damit muss man leben und im Extremfall gibt es auch mal eine nette Antwort. Da haben wir gesagt, dann gehen Sie doch bitte zu Ihrem Händler. Hahaha. der dann ihnen das Ding verkauft hat und fragen den mal. Also das ist einfach ein Nebeneffekt. Weißt du, was mich am meisten dann nochmal so richtig gepusht hat, war, dass ich mit diesem Kanal mir auch paar Sachen erlauben durfte, die man erst mal so einem Unternehmen wie es wir sind nicht zutraut. Nämlich wir haben auch Themen gemacht, damit habe ich überhaupt keinen Verkauf erreichen können in klassischer Art, weil es gar keine Produkte waren, die wir hatten. Stichwort, wir haben professionelle Kinos besucht und haben mal gezeigt, wie die großen Jungs so was machen. Und das hat mir einen Riesenspaß gemacht, Dokus zu machen, weil natürlich ein Kinogänger auf Sicht auch vielleicht ein Kunde für uns werden kann. Ist ja eine Zielgruppe. Und deshalb haben wir das gute, angenehme mit dem nützlichen verbunden und haben einigen Kinos mal gesagt, Jungs, ihr habt da so eine geile Technik in eurer Eigenvermarktung, seid ihr ein bisschen, sag's mal vorsichtig, schlecht, ja? Also ein Filmplakat hat jeder auf seiner Seite, aber dass ihr da so tolle Sitze habt oder dass ihr da einen mega Beamer habt oder Projekter, sagen die ja. darüber redet ihr nicht, das ist aber auch wichtig für manche, dann lass uns doch mal darüber berichten und dann hab ich damit angefangen. Also das würde ich jeden Tag am liebsten machen. Also das war eine tolle Reportage und solche Themen haben wir auch mit anderen Bereichen gemacht. Also es ist eine gute Mischung nachher geworden. Wir haben mehr als nur simpel ein Produkt präsentieren. Joe: Okay, hier wieder relativ... Patrick Schappert: Blick hinter die Kulissen. Joe: Blick hinter die Kulissen und weitsichtig gewesen. Du warst nicht immer nur beim Produkt, okay, wie kriege ich jetzt einfach dieses... einzelne Produkt an den Mann, sondern du hast relativ früh verstanden, dass du Leute irgendwie faszinieren musst, dass Leute Fragen haben da draußen wahrscheinlich, die wollen genauso wissen wie du, die treibt genauso an wie du. Wie funktioniert denn so ein Kino, was steckt denn da für eine Technik drin und die Leute, die sich dafür interessieren, die können natürlich dann oder da steckt natürlich auch potenzielle Kundschaft drin. Patrick Schappert: Ja, das waren einfach so Themen, wo ich sage, irgendwo ist ein roter Faden, mit unserem Produktbereich zu tun hat. Und das war, wie gesagt, die Kinowelt. Du, wir haben auch mal einen Tesla, einen der ersten Teslas, der in Deutschland rumfuhr, haben wir mal präsentiert. Weil ich fand das so geil, weil der so ein Riesendisplay drin hatte. Und ich denke, Grobi kommt ja von Großbild, dann wäre das Geheimnis auch geklärt. So, und dann haben wir mal so Tesla präsentiert. Was ist denn das Besondere an so einem Ding? Der fährt elektrisch. Aber warum ist da so Riesendisplay drin? Ach, und Netflix kannst du technisch gesehen auch gucken, ist ja interessant. Ja, und dann haben wir mal so einen Tesla präsentiert und so Sachen. Oder mal bei Lieferanten waren wir mal. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Lieferanten sind manchmal wirklich ja, etwas irgendwie ängstlich so in der Motto, ja, hinter der Wand da werden unsere Produkte gebaut. Da sag ich, weißt du, ihr nehmt einen ordentlichen Preis, das war ein Möbelhersteller, ihr nehmt einen ordentlichen Preis dafür. Und wenn ich dann sehe, mit welcher Liebe hier im Detail eure Produkte gebaut werden, dann lass uns das doch mal präsentieren. Das hat mich echt eine Stunde vor Ort damals gekostet. Wir waren eigentlich nur für eine Schulung da. Und dann haben sie mir diese Stahltür aufgemacht. Dann ging ich da in die Produktion rein, Kamera. Und dann haben wir echt spontan drauf gedreht und haben sogar Leute, die da mit einer Rasierklinge Farbreste weggemacht haben, interviewen dürfen. Das ist eins der besten Videos geworden und das hat der Hersteller sogar teilweise in Auszügen später verwendet und das lief dann in Möbelhäusern. Da habe ich mich selber im Möbelhaus gesehen. Das fand ich natürlich schon mega. Und da habe ich wieder gemerkt, okay, also mein Bauchgefühl funktioniert noch. Das sind Sachen, die interessieren Leute. Weißt du, einfach mal machen. Joe: Ja, okay. Einfach mal machen. Perfekt. Sehr gut. Das würde ich immer gerne an alle da draußen mitgeben. Einfach mal machen. Egal was, einfach mal machen. Nicht durchdenken, sondern einfach machen. Jetzt hattest du Patrick Schappert: Ja. Joe: vorhin gesagt, ihr pusht da auch nichts auf YouTube und so weiter. Generell so. Jetzt interessiert mich natürlich, wenn wir nochmal, ich habe nochmal das Bild. Ihr damals im Wohnzimmer, heute 14 Mitarbeiter, riesen YouTube-Kanal. Patrick Schappert: Mhm. Mhm. Mhm. Joe: Ihr seid hier ein Riesenanbieter geworden. Wie macht ihr euer Marketing? Wie kommen Kunden denn zu euch? Jetzt haben wir YouTube als einen Kanal. Macht ihr auch irgendwo bezahlte Werbung oder wie, aus welchen Quellen sozusagen laufen euch die Kunden zu? Patrick Schappert: Ja, das ist auch, ich habe das Wort Fluch und Segen schon mehrfach verwendet, aber das knet mir wirklich auf den Nerv. Diese ganze Thematik mit Google und Co, halte ich auch für eine sehr gefährliche Entwicklung, die wir über die Jahre da eingetreten sind. Also ich sage mal ein simples Beispiel. Da sind wir Marktführer bei einem Lieferanten von einem besonders hochwertigen Projektor, verkaufen nach seiner Information die meisten Geräte davon in Deutschland. Und wenn du dann nach dem Produkt gesucht hattest, waren wir nicht zu finden. Da waren wir auf Seite 7 oder 8. Und das ist mir so auf den... ...gegangen, dass ich überlegt habe, was können wir denn jetzt machen? Weißt du, also auf der einen Seite hast du hier echt was geleistet, kann es hier gut was bringen, aber das verdammte Google-Ding da draußen, das wertet das nicht, da sind wir nicht bei. Das wertet es nur, wenn ich jetzt Geld reinstecke und schaue, wie ich meine Seite a. besser optimiere, damit es Google noch besser gefällt, aber b. auch, weil es geht noch bestens Werbung buche, Banner-Werbung buche. oder irgendwelche Kästchen, Buche und was nicht alles. Und da muss ich auch fairerweise sagen, also du kommst noch dazu, also wenn du dich ja mit diesen ganzen Social Media Themen von Facebook, da sind wir auch, Instagram sind wir auch, TikTok sind wir mittlerweile auch, wenn du dich dann mit beschäftigst und sagst, okay, wie mache ich denn das mit dem Thema Werbung, wie buche ich das denn ja, also da muss ich ja sagen, ich halte mich ja nicht für blöd, aber wenn ich mir das anschaue, wie kompliziert das da teilweise aufgebaut ist, verstehe ich gar nicht das Geschäftskonzept dieser Firmen, dass die da so komplizierte Plattformen bieten, ich als Fachhändler oder wie ich als Werbetreibender da ihre Werbeplatform buchen kann. Also mussten wir uns externe Partner irgendwann mal dazu holen, die uns beraten haben, wie wir die Seiten besser gestalten, damit sie die Wertigkeit rüberbringen, die wir auch im praktischen Leben haben. Das habe ich dann zwischenzeitlich mal gemacht, dann habe ich mal wieder sein gelassen, weil das hat mich echt geärgert. Weil das ist ja ein Fass ohne Boden. Der eine bietet einen Euro pro, weiß nicht, was, Klick oder was auch immer. Der andere bietet zwei Euro und schon geht das nach oben. Und du lieferst dich ja da komplett dieser Maschinerie aus. Und dann haben wir versucht weiterhin mit YouTube und Co. über diese Plattform auf uns aufmerksam zu werden. ganz klar, am Anfang, als es losging, wo wir die ersten Videos gemacht haben, wurden wir in Suchmaschinen auch nicht gerade selten mit einem Video angezeigt. Auch das sind Sachen, die sich massiv über die Jahre geändert haben. Heute werden die Videos vielleicht nicht mehr direkt angezeigt, heute werden eben andere erst mal angezeigt. Und somit haben wir dann, ja, speziell in den letzten zwei Jahren, drei Jahren, weil der Druck ist wirklich sehr groß geworden, haben wir also jetzt einen bzw. zwei externe Partner uns dazu geholt. Ich habe hier einen festangestellten Mitarbeiter für Marketing. Wir mussten unseren Shop umändern, weil der Shop wäre jetzt da auf 7 Punkt oder 6 Punkt 0. bringen mussten, was ja auch echt eine Herausforderung gewesen ist. Aber im Zuge dieser ganzen Sachen haben wir massiv in den Bereich investieren müssen. Finde man Partner, der vertrauenswürdig ist. In dieser Branche ist das Thema Vertrauen leider extrem wichtig, aber wird auch häufig missbraucht. Das sind leider auch meine Erfahrungen über 20 Jahre. Den Leuten kannst du nur vom Kopf gucken. Da bin ich also auch sehr kritisch mit dieser Branche. Und am Ende des Tages sind wir jetzt da, wo wir sind. Wir haben unseren unsere Auffindbarkeit massiv verbessert, kostet mich aber mittlerweile echt eine Menge Geld. Da beißt der Maus keinen Faden ab, Aber damit wir mit dieser Wertigkeit, dieser Laden hat, auch entsprechend vernünftig präsentiert werden. Ich kenne auch Beispiele, das Gegenteil ist. Das ist ein Garagenladen, hat aber draußen einen Auftritt, mit viel Kohle, sich aufgebaut wurde, denkst das ist die Weltfirma. So, und bei uns war es überspitzt gesagt das Gegenteil. Und das hat mich wirklich geärgert, ja. Aber es ging nicht anders, wir mussten wirklich Geld in die Hand nehmen und mussten uns externe Leute holen. Und somit heißt das für mich, wenn du jetzt in der Heimkino-Szene oder wenn du dich für das Thema interessierst, dann sollte die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein, dass man wenigstens uns auf der ersten Seite zu dem jeweiligen Produkt findet. Und das ist nicht organisch gewachsen, das geht nur noch mit Geld. Organisch wächst es nur, weil ich viel Geld investiere jetzt in die Gestaltung meiner Seiten, das Thema SEO und so weiter. ganz anders berücksichtige, wir immer wieder nachbessern. Aber insgesamt musst du trotzdem sehr viel Geld in die Hand nehmen, damit wir überhaupt das gesamte Konstrukt zum Laufen bekommen. Nicht wahr? Und natürlich arbeiten wir auch mittlerweile mit KI im Hintergrund. Da müssen wir auch ran. Also wenn wir das nicht machen... Also KI bei uns nur, Gottes Willen Mitarbeiter zu entfernen, ganz im Gegenteil. Wir holen einfach mehr Effizienz raus. Wir kriegen mehr geleistet mit einer KI. wo wir dann sonst doch vielleicht mehr Zeit oder auch vielleicht mehr Mitarbeiter für die Zukunft hätten einstellen müssen. Und das ist ja nun auch ein Thema für uns, was ja auch sehr herausfordernd ist, Mitarbeiter überhaupt mal zu finden und dann am Ende des Tages alles zahlen zu können. Also ist die KI eindeutig bei uns mittlerweile der neue Mitarbeiter. Joe: Okay, komme ich gleich noch mal drauf zu sprechen. Das heißt also Patrick Schappert: Gerne. Joe: jetzt noch mal, auf die Kanäle das quasi in einen Topf zu packen, ihr habt einfach als Zubringer Kanäle, wenn man so möchte, die euch Traffic von außen bringen. Auf der einen Seite dann Google, auf der anderen Seite noch ein bisschen Meta und dann habt ihr YouTube als starken Channel. Aber YouTube macht ihr nicht bezahlt, sondern YouTube läuft wirklich rein organisch. Patrick Schappert: Genau, es ist organisch. gab mal vereinzelt die eine Sache, das ist aber keine Regelmäßigkeit, einfach nur mal vereinzelt Geschichten, wo wir mal gesagt haben, wir lassen uns mal überlegen, ob das bei uns was bringt. Und ich weiß nicht, wie es funktioniert, nehmen wir mal als Beispiel, du willst einfach, dass das Video eine hohe Abrufzahl hat oder es soll auf deine Seite liegen. Da haben wir das mal mit Shorts probiert. Shorts ist ja nun mal ein Thema, was sich in letzten zwei, drei Jahren bei YouTube entwickelt hat. Diese Shorts sind entweder wirkliche organische Shorts, wo von vorne rein... das Thema nur in 40 oder 50 oder maximal eben drei Minuten im Hochkartenformat einmal präsentiert wird, dann macht man mal eben so was. Oder was wir jetzt machen, wir nutzen eben manche langen Videos und nehmen uns selektiv einzelne Parts raus, das mal eben als, ich frage mich nicht nach den Fachbegriffen, wenn ich ja heute Marketingdeutsch lese, dann sind ja Begriffe dabei, ich denke, mein Gott, jetzt bin ich aber langsam raus aus der Welt. Nein, also wo wir einfach einen Teaser, also einen Anlocker haben, ein aufmerksamkeitssteigendes Motiv haben und dann sagen hey und wenn du mehr sehen willst ja dann geht doch mal hier eine etage tiefer da ist das komplette video dauert eine halbe stunde aber lohnt sich ist in 4k gedreht mittlerweile dreh ich sogar ein Dolby Vision ja kannst du demnächst vielleicht sogar noch Dolby Atmos erleben auf deiner Anlage weil das hat sich auch geändert die Leute gucken alle unsere Videos gar nicht mehr so sehr mit dem Handy oder dem Tablet sondern die gucken wirklich mit einem Fernseher die gucken wirklich auf den Beamer und dann willst du auch eine perfekte Qualität liefern dafür sind hier verwöhnt und dann darfst du kein verpixeltes und verrauschtes Bild haben Da muss das schon eine hohe Qualität haben. Und wir waren der erste Kanal, wenn ich das rückblickend sehe, die in 4K gedreht haben. Ja, also da hatten wir so eine schwere Kamera da für 14.000 Euro auf der Schulter und sind dann in die Heimkinos gelaufen und fingen da an zu drehen. Da musste ich mir erstmal noch einen Rechner kaufen. Der hat da überhaupt nicht gepackt. Seitdem bin ich in der Mac-Welt, das ist nur nebenbei. Ist aber nicht sponsored. Also das war ein soer Ausdauer, weil wir immer auch gesagt haben, wenn wir schon in dem Thema drin sind, dann müssen wir natürlich auch wirklich selber ein bisschen ... vorangehen mit neuen Technologien. Also wir könnten jetzt sogar ein 8K drehen, aber da habe ich keinen Bock drauf, das muss ich nun wirklich nicht, das hat sich nicht durchgesetzt. Aber das Dolby Vision ist schon cool. Unsere Videos Joe: Ja. Patrick Schappert: in diesem HDR Dolby Vision zu sehen, das macht schon echt mehr Wert. Joe: Ich sehe schon oder höre schon auch raus, du hast deinen eigenen Spielplatz gefunden mit dem ganzen Ding, mit dem ganzen Konstrukt, sag ich mal, und hast Patrick Schappert: Ja. Joe: dadurch einfach auch die Möglichkeit, selbst zu verwirklichen, dir die Spielzeuge sozusagen anzulegen, die auch... zu rechtfertigen. Das ist so, wie wenn man sich irgendwie, weiß nicht, eine fette Karre oder der Heimwerker sich irgendwie Werkzeug kauft. Patrick Schappert: Ja. Ja. Joe: Man braucht ja Argumente, seiner Frau dann auch zu erklären, warum man dieses Teil unbedingt braucht. Ich glaube, davon hast du genug. ich glaube, wie gesagt, du hast da eine perfekte Spielwiese gefunden. So kommt es mir zumindest vor. Patrick Schappert: Ja, das hat sich gut ergeben. Joe: Thema KI, gutes Stichwort, hattest du gerade eben gesagt. Wie war da die Entwicklung bei euch bisher? Bist du von erster Stunde dann auch da offen mit umgegangen und hast gesagt, deinen Mitarbeitern gegenüber, hey super, setzt es ein, lass uns da mal rumprobieren oder warst du da am Anfang, jetzt bist du ja jemand, der sehr technikaffin ist. Hattest du da eine Abwehrhaltung zu irgendeinem Zeitpunkt oder wie gehst du mit dem Thema insgesamt Patrick Schappert: Nein, da hatte ich keine Abwehrhaltung. Und das halte ich auch für falsch, von vornherein eine Abwehrhaltung zu haben. Die KI ist ein großes Risiko, sie ist Chance und Risiko zugleich. Wie ich das sehe, ich sehe ja auch, dass in unserem Markt Marktbegleiter das Thema nutzen und dadurch sich Wettbewerbsvorteile schaffen. Und du musst da mitspielen. Wenn du da nicht mitspielst, wirst du Probleme bekommen. Und wir haben es am Anfang erst mal genutzt, ganz simpel, für Übersetzungen. Also ich kriege viel Material in Englisch. Und ich habe nur mein Schulenglisch, komme aber relativ gut klar mit meinem Englisch mittlerweile, hat es ja auch über die Jahre gegeben. Nichtsdestotrotz ist es eine AKI. Wenn die mir was schnell übersetzt, natürlich eine riesen Zeitersparnis. Weil der Tag hat nun mal, wie man so schön sagt, oder mein alter Chef immer gesagt hat, 24 Stunden und die Nacht. Und dann habe ich das natürlich genutzt für Übersetzungen. Dann habe ich es genutzt, Texte vielleicht auch mal schnell zu übersetzen und dann selber online zu stellen. Du glaubst gar nicht, wie viel Material wir von Lieferanten teilweise in Englisch bekommen. Dann sagen die so sinngemäß, ja guckt mal, wie ihr das selber nutzt als Beispiel für eure nächste Meldung über unser Produkt. Ja, finde ich natürlich nicht gerade lustig. Aber dann haben wir es eben genutzt, bevor wir da dauernd gesagt haben, machen wir nicht mehr. Nee, wir haben es dann einfach gemacht. Mittlerweile nutzen wir die KI in verschiedenen Bereichen. Wir werden uns jetzt gerade eine eigene interne KI anlegen, denn ganz ehrlich, ich habe es am Anfang schon gesagt, ich bin nicht so der direkte Zahlenmensch und Betriebswirtschaft habe ich auch nicht studiert. Es war wirklich so bei mir ein bisschen so, das mag sich hemsenämlich anhören, aber immerhin hat es ja bis jetzt funktioniert. Solange ich genug Geld am Konto hatte und ich die Gelder zahlen konnte, ich zufrieden. Hat alles funktioniert. Und Pi mal Daumen weiß ich schon, dass ich an einem Produkt diese Summe X haben brauche, damit ich mit dem Laden hier klarkomme. So, aber jetzt, und wir haben ein wahren Wirtschaftssystem und ganz ehrlich, das hat auch irgendein Ingenieur programmiert. Also intuitiv ist anders. Ich bin froh, dass meine Mitarbeiter das perfekt beherrschen. Das ist wunderbar. Aber wenn der Schabber mal Informationen haben wollte, ist er da jedes Mal, ging nicht. Habe ich nicht hinbekommen. So, jetzt habe ich eine KI, da rede ich mit meinem Handy rein und sage, ich hätte gerne mal die Zahlen von das und das, was haben wir da verkauft, welche Marge haben wir erzielt und was denn alles. Und dann wird mir innerhalb von einer Minute das rausgespürt. Ich habe einen Mitarbeiter, der hat sich da sehr mit beschäftigt und hat mir jetzt das System integriert und wir warten jetzt nur noch auf einen neuen Rechner, damit das Ding komplett autark intern bei uns läuft. Und dann haben wir hier natürlich die Möglichkeit, so eine KI zu nutzen, schneller Bewertung zu machen, Auswertung zu machen, schneller zu sehen, wie hat sich denn das dies oder jenes geschäftlich entwickelt. Das mag der eine oder andere für nicht glauben wollender Motto, wie hat er das denn 26 Jahre hinbekommen? Ja, der hat natürlich dann beim Lager geguckt und er hat auch mal sich das ausdrucken lassen und der hat auch die Mitarbeiter angerufen und gesagt, hör mal, ich brauch mal die Liste. Aber das brauch ich in Zukunft nicht mehr, weil ich das mal eben schnell mit Sprache machen kann. Das ist ja Science Fiction, ja? Also mega, dass das geht. Und das klappt super. So, das ist ein Thema. Dann haben wir KI genutzt, gewisse Analysen zu machen. bin gerade dabei, meine ganzen Videos malen. Das ist ja ein Content. Da würden ja andere, die in dem Business nur sind, das ist ja ein gewaltiges Value, Ja klar, 1.800 Videos, da sind eine Menge bei, die kannst du auch noch in 10 Jahren gucken, weil die vom Thema immer noch passend sind. Und die wollen wir jetzt in Zukunft dank der KI auch noch ein bisschen besser auswerten, promoten, ins Marketing mit einbinden. Ich habe ja gesagt, eine KI ... Oder andersrum, Google nutzt unsere Inhalte nicht, was im Video besprochen wird. Das nutzt Google nicht. Vielleicht nutzt es die Überschrift. Aber wenn es Wissensvermittlung gibt, und wir haben da ganz tolle Sachen, wir machen ja auch Live-Chats, da kann ein Kunde uns fragen, live, wir haben dann 300 Leute da drin, und die fragen uns da Löcher im Bauch, das ist ja auch mit Risiken verbunden, aber das haben wir bis jetzt immer gut hinbekommen, fragen uns zu allen Sachen, die mit unseren Themen zu tun haben. Und dann haben wir da viel Wissen verbreitet und dieses Wissen können wir jetzt noch mal neu nutzen, dank der KI, noch mal neu benutzen und noch mal neu verwenden. Und da sind wir auch dran, das massiv auszubauen. Und jetzt geht es weiter, dass wir unseren Shop mittels KI auch teilweise anders gestalten und teilweise Module einbauen, die wir so nicht haben. Und dann sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema Vertrauen in die Branche. Wenn du Dienstleister hast, ja. Da haben wir leider in der Vergangenheit manche Bauchlandungen erlebt, nach Motto, da verbrauchen wir so viel Stunden oder das oder dies oder jenes. Dann kriegst du Rechnung oder denkst, Himmelarsch. Und dann guckst du, das war ja gar nicht so. Und jetzt kann ich mit mancher KI das selber machen. Ja, das ist dann leider eine Entwicklung aufgrund der Erfahrung. Da muss die Branche sich mal bisschen Gedanken machen, wie sie das Zukunft überleben will, das Thema. Aber da spricht natürlich auch dann der Geschäftsmann. ich bin gerne bereit, Leuten, die mit KI sich sehr gut auskennen, Geld zu geben. Und das machen wir auch teilweise. wenn die uns damit ein Mehrwert bringen. Aber wir haben eben auch entschieden, wir müssen manche Sachen wirklich selber machen. Joe: Ja, macht auch Sinn. glaube, gerade bei den großen Entwicklungen, sagen wir mal, wenn es spezialisierte Sachen sind, die kann man ja immer mal gerne rausgeben, aber bei den großen Entwicklungen sich komplett auf außen zu verlassen, ist schwierig, würde ich sagen. meine, euch zieht sich jetzt ja, zieht sich ja bei euch auch schön durch, wie ich sehe. Ich meine, ihr kauft als Händler Ware zu, trotzdem kümmert ihr euch komplett. mehr oder weniger eigenständig, ... auch sogar das Marketingmaterial, ... du sagst, ... ... das was ich da bekomme, ist einfach nicht genug ... und so zieht sich das ja bei euch ... scheinbar durch das ganze Ding durch. Ich habe gerade noch eine Frage ... zum Thema Marketing. Wir hatten kurz besprochen, was so von außen reinkommt, ... ... Google Meta und so weiter. Wie sieht es denn innen bei euch aus? Also gerade jetzt, ... ihr habt ja über die Jahre ... wahrscheinlich einen guten Kundenstamm aufgebaut. Das heißt, ich nehme an, auch das Thema E-Mail Marketing ... wird eine große Rolle spielen. Ihr habt teure Produkte, wenn jetzt da jemand einen ... Projektor für paar tausend Euro ... im Warenkorb liegen lässt, ... und aus Versehen vergisst, den zu kaufen. Da gibt es wahrscheinlich Flows, ... die getriggert werden bei euch, wie auch immer. Welche Rolle spielt E-Mail Marketing bei euch? Patrick Schappert: Eine geringe. Das hängt Joe: Ne Geringe. Patrick Schappert: damit zusammen, wie will ich das mal ausdrücken? Also ich bin selbst nicht der größte Freund von dauernd irgendwelche Mailings erhalten, nur weil ich mal ein Kabel da gekauft habe. Deshalb ist das ein sehr sensibles Thema, wie ich finde. Wir haben ab und an mal ein Newsletter, den haben wir gemacht. Der ist in der Funktionalität und im Ergebnis, muss ich sagen, überschaubar. Das ist jetzt nicht der Riesenrenner, so Newsletter rauszuschicken. Und man muss ja auch sagen, dank DSV.GO haben wir ja über Nacht alles verloren, was wir bis dato an Datenmaterial hatten. Das konnten wir ja nicht verwenden und das haben wir auch nicht verwendet. Also wir mussten ja bei Null wieder anfangen. Und das sind ja jetzt so Themen Bürokratie. Vielleicht hast du auch noch Lust, da über das Thema noch einmal ein bisschen zu quatschen, weil das ist ja eine riesige Herausforderung für uns geworden. Aber das Thema mit dem E-Mail-Marketing, da sind wir, glaube ich, noch ausbaufähig, aber es ist ein äußerst sensibles Thema. Also ich kann eher drei Videos am Tag bringen, wo sich keiner genervt fühlt. Aber drei E-Mails in der Woche zu schicken, das ist schon sensibles Thema. Das geht aber auch von mir aus. Also gehe bei vielen Sachen von mir aus, weil ich sage, das geht mir Nerven, das will ich nicht haben. Also machen wir nicht. Also ist das das Einzige. Wir haben allerdings eine andere Sache zum Thema Kundenbindung mal uns ausgedacht und das funktioniert ziemlich cool. Das kam durch eine verrückte Geschichte. haben Kunden, das ist komisch, aber die lesen alle ihr Handbuch nicht. Ja, also die rufen ja lieber mal bei uns an und wenn es sein muss, dreimal. Und habe extra deshalb auch eine Mitarbeiterin, Joe: Versteh ich. Patrick Schappert: die ist bei mir die an der Rezeption, so würde man das beschreiben. Also die macht bei mir das gesamte telefonische Empfangskomitee. Also man hat bei uns in der Zentralnummer tatsächlich eine Person, die dort erst mal die Kunden empfängt, mal fragt, was ist Sache, wenn die fragen, wann kommt denn mein Produkt, kann die das schon mal beantworten und die kann auch die Termine machen, etc. Naja, und am Ende des Tages Jetzt habe ich den Faden verloren, lass mich mal überlegen. Jetzt kommt es wieder. Da waren technische Fragen. Also technische Fragen, weil die das Handbook nicht lesen. Und dann hatten wir einen Verstärker auf den Markt gebracht. hat 15, da kannst du 13 Lautsprecher anschließen. Und wenn du einem Kunden am Telefon erklärst, wie viele Lautsprecher oder welcher Lautsprecher, an welchem Stecker. Und das musst du, in dem Fall war das zwei Mal am Tag bei diesem neuen Produkt, der war mit zwei verschiedenen Kunden. Und ich merkte, das ist echt anstrengend für meine Jungs, wenn die das jeden Tag jetzt dreimal machen müssen, danach bist du fertig. Das ist auch nicht böse gemeint. ist einfach so. Okay, lass uns doch mal Videos machen, wo wir das erklären. Aber ich werde die jetzt nicht mehr online stellen, dass Gott an die Welt sehen kann und es sich damit noch leichter macht, die Geräte wo auch immer zu kaufen. Und dann haben wir überlegt, wie kriegen wir das denn irgendwie hinter einer Wand, wo also dann tatsächlich jemand nur rein kann, der ein Kunde von uns ist. Okay, dann haben wir einen Weg gefunden, ein Portal zu bauen. wo du dich autorisierst, SMS-Autorisierungen kannst du auch nicht weitergeben, du kannst auch nicht den Link rauskopieren und so weiter. Und diese sogenannte GRUBi Premium Portal ist also ein Mehrwert, den ein Kunde bekommt, wenn er bei uns ein technisches Produkt kauft. Muss ich auch sagen, gab auch ein paar Schlaue oder Schlaumeier, die meinten, die kaufen jetzt bei mir ein Kabel und dann haben die den Zugriff auf das volle Know-How. Haben wir gesagt, nee ist es nicht, du musst schon bei uns irgendwas kaufen, wo auch mal richtig Strom durchfließt. Okay, wurde irgendwie dann zähneknirschen akzeptiert, aber da war ich bereit auszustehen, nicht wahr? So, also da weiß ich noch nicht komplett im Argument, ja, aber ich würde ja die nächsten Verstärker bei Ihnen kaufen. Also sorry Leute, über Kunden können wir auch manche Bücher schreiben. So, also am Ende des Tages haben wir dann gesagt, wir machen das so und das füttern wir dann auch schon mal ganz schnell mit einem Kurzvideo, weil einer nicht weiß, wie ein Softwareupdate funktioniert. Wie mache ich das denn bei dem Gerät, ja? Oder wie kriege ich ein Bild ausgerichtet? Oder wie mache ich eben eine Einmessung? Und somit findest du da schon einiges. Und wenn da so Video neu hochgeladen wird, dann gibt es unter anderem alle unsere Kunden sofort wieder zack eine E-Mail Hey, neues Video im Premium Portal hochgeladen. Oder wir nehmen auch schon mal ein Video raus und sagen, komm mal hier. Das ist so der Inhalt, die in unserem Premium Portal ist. Wenn du mehr sehen willst und du hast das Gerät gekauft, dann geht auch da mal gucken. Dann teasern wir auch mal das an. Das ist also das, was wir mal so als Ich finde, coole Marketingideen, so uns ausgedacht haben. kenne keinen Anbieter in unserer Branche, der so etwas ähnliches hat. Joe: Okay, klasse, klingt sehr gut. Perfekt. Ich möchte jetzt direkt die Brücke schlagen. hast es gerade schon gesagt, Bürokratie wird man noch gerne ein bisschen drüber sprechen. Wir hatten uns im Vorgespräch auch darüber unterhalten. Jetzt kommen wir selber auch aus dem Handel und haben das die letzten zwölf Jahre gemacht. Und ich weiß mittlerweile auch, dass einem da hin und wieder der ein oder andere Stein in den Weg gelegt wird und dann wieder irgendeine Meldung erscheint und man schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und denkt, ach du liebe Zeit, das darf ja wohl nicht wahr sein. Seit dem 10. August liefert ihr nur noch nach Deutschland, habe ich gesehen. Vielleicht magst du uns da mal mitnehmen. Patrick Schappert: Ja, also das Thema Bürokratie, bist ja, wie heißt das schön, man ist jung, man ist naiv, man hat ganz neue Ideen, will einen Laden aufbauen und ehe du dich versiehst, wirst du erstmal zugeschüttet mit zig Formularen von wem auch immer, die alle kommen. Ja, da gibt es Sachen, die hast du noch nie gehört, wenn du dich gerade selbstständig machst und dann musst du da erstmal durch und dann erfährst du aber dann Sachen und das ist ja das, was in den letzten Jahren massiv mehr geworden ist. Du kriegst dauernd zu hören, ja, aber das wollen wir ja eigentlich abbauen. Wir wollen ja weniger machen. Wir wollen das machen und das machen. Das ja nicht ein Tag, wo du das nicht irgendwo auffangen kannst. Aber du erlebst ja das komplette Gegenteil. Und zwar in einer massiven Art und Weise, wo irgendwann mal, und in manchen Punkten bin ich auch wirklich sehr geduldig, aber da war dann wirklich für mich die absolut rote Linie überschritten bei dieser Verpackungsverordnung. Weil sie auch nicht das macht, was sie ja machen soll. Also das läuft ja alles unter dem Thema Grün und Öko und Co. Und dann sagen die dir, mit der Verpackungsverordnung machst du weniger Müll. Das ist überhaupt nicht wahr. Du hast 124 Seiten voll mit Paragrafen und musst dann erklären, dass dieser Karton von Xingchengchong produziert worden ist und aus dem Material ist etc. Dann erkläre ich mal, warum ich deshalb weniger Müll mache. Zynisch gesehen mache ich weniger Müll jetzt, weil ich weniger verkaufe. Also das ist einzige Effekt und das ist ja auch auf passiert jetzt, wo man ja massiv dann in den sozialen Medien feststellen konnte. Und ich muss wirklich sagen, das hat mich dann doch überrascht, wie viele Kleinstfirmen es gibt mit zwei, drei, vier, fünf Mitarbeitern. die da tagtäglich eben mit innovativen, tollen Produkten und was auch immer aktiv waren und jetzt wirklich über Nacht die Flügel strecken, weil die sagen, das können wir nicht mehr. Das ist ja eine Business oder ein Teil der Industrie und des Handels, der mir gar nicht so präsent gewesen ist. reden ja über Mittelstand, aber gerade diese ganzen vielen, da sind ja dann viele Start-ups dabei gewesen. Und da war es mir wirklich, und da muss ich auch sagen, Das bin ich auf meinem Gewissen schuldig und bin ich auf jeden mit meinem Sohn und meinen Kindern schuldig. Also in dem Fall habe ich nur ein Kind, einen Sohn, und dann habe ich 22 Jahre Jungen, wo ich sage, ich muss ein bisschen was da schon mal öffentlich auch mal tun. In dem Fall nutze ich mal meine Plattform und weise mal darauf hin, was wir hier echt an Herausforderungen haben. Weil auch das ist ein Nebeneffekt der heutigen Zeit. Nicht selten, Christia natürlich auch schon mal zu hören, ja, warum seid ihr denn so teuer? Und warum ist das und dies? Und warum Joe: Hm. Patrick Schappert: ist das da viel günstiger, wenn ich in China direkt bestelle? Also denke ich manchmal, habt ihr überhaupt kein betriebswirtschaftliches Grundwissen mehr da draußen? Ja. Und wisst mal gar nicht mehr, wie hier was funktioniert. Wenn ich denen aber jetzt mal erzähle, dass ich da Mitarbeiter eine Woche für abstellen muss, dass ich da 300 Euro pro Land zahlen muss, dass ich zig Formulare ausfüllen muss und so weiter, dann könnte es vielleicht bei dem einen oder anderen mal klicken und sagen, das sind aber Sachen, die wusste ich ja gar nicht, dass man das ja auch noch in den Preis mit einkalkulieren müsste oder in die Dienstleistungen ähnliches. So, ich habe dieses Video gemacht, das war ganz spontan. Und wie war es? Ich hab's am Anfang gesagt, man kann mit manchen Videos die Welt erreichen. In dem Fall war es nicht die ganze Welt, aber da hab ich anscheinend die richtigen erreicht, die Medien nämlich, und die kamen dann auch direkt vorbei. Und somit hab ich da eine ziemliche Welle verursacht. Und einige andere haben das auch gemacht. Aber weißt du, ganz ehrlich, das Ergebnis daraus ist ja jetzt was. Das Ergebnis ist ja nicht, ganze Ding in Frage zu stellen, nein, jetzt müssen sie überlegen, wie sie mir das leichter machen können. Dass ich den Scheiß irgendwie mit einer Unterstützung realisieren kann und dass sie mir das erstmal aufschieben und so weiter. Und die nächsten Dinger sind ja schon in der Pipeline. Ich habe 17, 17 in Worten 17 Anforderungsprofile und Anforderungs, was auch immer, mit Nachweispflicht etc., die auf mich als Onlineanbieter und Fachhändler vor Ort noch kommen, wo du anfangen musst, Mitarbeiter abzustellen für eine Bürokratie, die auch überhaupt nicht in Sinn erkennbar macht. Und das bei dem dauernden Erunterbeten von Wir wollen weniger. Ja verdammte Hacke, da ist nicht ein Ding weniger. Okay, ich muss mein USB-Kabel nicht mehr testen in Zukunft und meinen Wasserkocher. Das wurde mir vor Monaten als Bürokratieabbau verkauft. Aber wo sind wir denn? Da Joe: Ja. Patrick Schappert: erwarte ich eigentlich mal mehr von der Vertretung, die wir da draußen haben, von IAK bis Co. Das ist leider nur bedingt der Fall. Und deshalb musste ich da mal als Unternehmer, und das war ich in meinem Gewissen schuldig, mal ein bisschen Öffentlichkeit machen. Und ich werde es wahrscheinlich auch wieder machen müssen, weil es gibt noch so viele Themen da draußen. Wir machen es platt hier. Wir machen es echt platt auf Sicht, wenn das nicht geändert wird. Joe: Finde ich gut und wichtig, dass du das machst, weil meiner Meinung nach ist da draußen einfach eine Riesen-Schere zwischen, sagen wir mal, den Leuten, die unternehmerisch aktiv sind und dem Otto-Normal-Verbraucher sozusagen. Dem Otto-Normal-Verbraucher, dem wird eine komplett andere Geige vorgespielt wie den Unternehmern. Dem Otto-Normal-Verbraucher, dem wird gesagt, hey, Unternehmen müssen jetzt mal mehr besteuert werden, dies, das, pi, pa, po. Der hat aber auf der anderen Seite überhaupt keinen Plan, der hat noch nicht mal eine Steuererklärung selber gemacht. Kein Plan von Tuten und Blasen, was da überhaupt funktioniert. Und dann auf der anderen Seite hast du uns Unternehmer, die tagtäglich mit Bürokratie konfrontiert werden, mit den Behörden etc. pp. Da kommt immer noch mehr drauf sozusagen in die Kalkulation. Die war früher mal so, weiß ich nicht, zehn Zeilen lang. Da kommt da immer noch mal eine Zeile, die man da die Cashflow-Planung irgendwo rein machen soll für Verpackungsverordnung, Garantie, Lieferkettengesetz, wat weiß ich was alles. Aber die Schere ist einfach so groß und dann am Ende des Tages, was passiert, dann ist der Verbraucher unzufrieden. mit dem Anbieter, mit dem Händler, obwohl der natürlich überhaupt gar nichts dafür kann, weil du hast es gerade schon gesagt, dass sich diese ganzen Sachen irgendwann im Preis widerspiegeln, ist halt normal, weil ich meine, du kannst die Marge nicht grenzenlos abrasieren. Patrick Schappert: Absolut. wie war das? Gestern Abend habe ich gelesen, dass die am Oktoberfest die ganzen Aussteller ziemlich sickig sind. Ich kann nachvollziehen, wenn der sein Truck da vollladen muss, hat er nicht mehr 200 Euro da als Diesel getankt, hat er jetzt 350 Euro getankt. Und das machst du mal mit fünf Trucks. Das ist ja mal richtig an Kosten. das sind so die simpelsten Sachen, die aber die Leute da draußen nicht verstehen. Aber weißt du, das liegt ja auch daran, dass wir hier politisch, wenn du guckst alleine die Wahlen und die Themen der Wahlen in den letzten Monaten, Wo kam denn das Thema Wirtschaft mal wirklich drin vor? Das war doch kaum ein Thema. Und das ist natürlich schon für einen Wirtschaftsstandort wie Deutschland, die nur davon leben, dass wir hier kreative Körper haben. Weil sonst haben wir eigentlich nichts gehabt in den letzten 100 Jahren. Das war Kreativität, das war Ingenieurswissen, das war noch eine Menge anderes. Aber es keine Bodenschätze, kein Gold, kein Diamanten und ähnliches, die uns hier zur Reichtum verholfen haben. So, und wenn wir dann merken, dass diese Themen irgendwie so als normal gegeben werden, was aber bei weit nicht ist, Pisa sei Dank, sehen wir es sogar schwarz auf weiß, dann mache ich mir schon mal in den ernsten Gedanken, wie wir das hier stemmen wollen, dass wir hier jeden Tag hier auch an Kohle ausgeben. So, und da hätte ich gerne schon etwas mehr Verständnis von manch einem da draußen, auch mal, dass er diese Themen mal mit Freunden und Bekannten thematisiert, da hat der Grobi ja mal so richtig den Frust rausgelassen, ist ja mal interessant. Kam auch gut an, muss ich echt sagen. Ich muss sagen, es waren ganz wenige, aber das waren, glaube ich, die Bürokraten aus Brüssel, die mein Video nicht gut fanden. Aber der Rest der Leute, die da Kommentare geschrieben haben, die waren wirklich vernünftig. Und ich habe da auch wirklich in irgendeinen Bienenest reingestochen, weil da waren auch Leute bei, die selber dann gesagt haben, ja, uns geht es genauso, wir haben es schon gestoppt und so weiter. Also da draußen ist schon eine Menge Unmut und wir müssen schauen, wohin das Schiff hier steuert, unter diesen Bedingungen zu haben. Und das ist auch neu, weißt du? Ich kann meinen Laden von vorne bis hinten gut oder schlecht führen. Ich bin für vieles selbst verantwortlich. Aber wenn du von außen so viele Dinge auf die Fresse kriegst, ich muss jetzt wirklich mal sagen, mach' nen Pieper drauf, dann musst du dann sagen, Leute, wie soll ich denn unter diesen Bedingungen noch einen Laden vernünftig führen? Also das ist Joe: Absolut. Patrick Schappert: einfach, es nimmt auch viel Energie weg, weil eigentlich würde ich zwölf Stunden oder diese berühmten 24 Stunden und die Nacht mich auf meinen... Geschäft mit all seinen Herausforderungen konsumieren. Da brauche ich nicht noch dauernd von euch noch diese Auflagen, die auch überhaupt keinen Sinn machen. Klar, brauche ich einen Rauchmelder hier. Überhaupt keine Frage. Aber drei Fluchttüren hier. Alles okay. Aber kommen wir doch nicht mit, ich muss jede Steckdose jedes Jahr zweimal prüfen lassen oder was denn hier alles. So und das ist ein Thema. Und ich bin froh, dass ich zwischendurch dann immer wieder sofort hier meinen Laden glückliche Kunden sehe und dann sage ich, alles klar, komm. Das ist wieder Motivation pur, macht Spaß und meine Mitarbeiter. Aber das sind auch Themen, die musst du mit Mitarbeitern angehen. Also da kann ich auch nicht sagen, ich bin jetzt hier, wir sind hier in so einer, wie heißt das, in so einer Bubble hier, das betrifft uns alle nicht. Ne, ne. Also die wissen schon hier, die Herausforderungen sind für alle da und wir wollen den Job hier auf Sicht behalten und toi toi toi machen wir das. Wir sind ja gut dabei. Aber das muss man auch realistisch immer wieder mal als Thema mal thematisieren. Joe: Absolut. Tatsächlich bei dem Thema schlage ich mir auch die Hände über den Kopf zusammen und ich weiß nicht so, kann es mir nicht erklären, woran es liegt, warum wir so eine Kultur zumindest etabliert haben, weil ich meine, ich kann es natürlich aus eigener Erfahrung nicht sagen, du vielleicht noch eher wie ich bei deiner Geschichte, du bist schon über eben diese 25 Jahre am Start, wir noch nicht, aber ich verstehe nicht, wie sich sowas... etablieren konnte und auch immer weiter etabliert. Weil gerade für junge Unternehmen, und es ist egal in welchem Bereich, wenn du an Start gehtst, hast du da jemand, der ist jung, ist, was weiß ich, Bootsbauer, egal was. Der ist motiviert, der kennt sich in seinem Bereich aus, aber der kennt sich in den Randbereichen nicht aus. Das ist ja schon eine Herausforderung, sich mit Themen wie Finanzamt, Buchhaltung usw. auseinanderzusetzen. Da eine gewisse Unterstützung zu haben, sicherlich förderlich der ganzen Sache, aber ich habe so dieses... Subjektive empfinden, dass man überhaupt gar nicht darauf aus ist. Auch so, fängt ja schon im Schulsystem an. Du wirst ja nicht, du wirst ja nicht dahin erzogen, dass du dein Leben selber in die Hand nimmst und dass du dich mit gewissen Themen auskennst. Eigentlich ja das Gegenteil. Du wirst halt zu so einem kleinen Rädchen erzogen, das dann halt im großen Uhrwerk funktioniert. Natürlich, wenn du dich dann selbstständig machst, ganz egal in welchem Bereich, dann werden dir eigentlich erstmal von allen Seiten Steine in den Weg gelegt. Und ich muss auch sagen, aus eigener Erfahrung, die größten Herausforderungen, das kann ich echt komplett unterschreiben, was so deine Erfahrung, die kann ich widerspiegeln. waren bei uns auch immer Faktoren von außen und eigentlich klar auf der einen Seite vielleicht marktbedingte Sachen die wirst du immer haben aber die akzeptiere ich auch als Unternehmer dass sich Märkte ändern dass sich Preise verwässern Wettbewerber machen markt kaputt whatsoever Patrick Schappert: Absolut. Joe: ganz normal das sind die Spielregeln das ist wenn man dieses Spiel anfängt zu spielen ist einem klar aber wenn man dann von Behördenseiten Sagen wir mal Stöcke in die Speichen gelegt bekommt die immer mit erheblichen Kosten verbunden sind frage ich mich schon warum wieso weshalb weil es ist teilweise echt so mutmaßliche Sachbeschädigung oder weiß nicht man es nennen möchte. Aber so kommt es einem natürlich subjektiv als Unternehmer immer vor und auch aus meinem Bekanntenkreis würde ich da hundertprozentige Rückendeckung bekommen. Patrick Schappert: Ja, ist, was kann das alles sein? Man kann da jetzt lange drüber reden. Das ist teilweise Böseitigkeit, muss ich echt sagen. Ich habe da manchmal wirklich das Gefühl, ist Böseitigkeit, so was zu machen. Weil man hat ja auch ein Bild in der Öffentlichkeit des Unternehmers vermittelt, was ja nicht unbedingt das Positivste ist. Man sieht es ja auch in den letzten Jahren und speziell in letzten Monaten jetzt. Der Unternehmer ist ja der, der weiterhin irgendwie, vielleicht sogar noch der klischeehafte, dicke, zigarettenpfeifende Unternehmer da ist, der dann die Sklaven da arbeiten lässt. Das ist ja wirklich skurril. Und wenn ich so manche Lehrbücher sehe, ich das Gefühl, da kommt das auch ansatzweise mal wieder drin vor. Und das ist einfach nicht in Ordnung. Es gab mal eine verrückte Studie, welche Berufsgruppe ist im Tateort der Killer über die letzten 40 Jahre gewesen? Und es war tatsächlich der Unternehmer. Joe: De! Patrick Schappert: Das gibt es doch gar nicht. Das kein Scherz. Musst du mal gucken. Joe: Wow! Ja krass! Patrick Schappert: So, und das sind so Sachen, wo ich denke, okay, penetrant immer diese Klischees über viele verschiedene Medien so transportieren, bleibt doch mal irgendwann was haften. So, dann siehst du die Karre da draußen, aber keiner sieht, dass der Kerl 24 Stunden und die Nacht dafür arbeitet und so weiter. Keiner sieht, sind da jetzt Schulden drauf, sind da keine Schulden drauf. Also insgesamt müsste man gesellschaftlich den Unternehmern mal wieder bisschen mehr schätzen wissen, weil ohne Unternehmer geht der ganze Salat hier nicht. Also kannst du die Party hier nicht feiern. Also unsere Stadt, machen wir es mal ganz klein, Mikrokosmos. Wir sind eine Stadt mit 45.000 Einwohnern und nächstes Jahr machen wir den Offenbarungseid. Warum? Weil unsere Ausgaben sind explodiert und die Einnahmen sind nicht mitgewachsen. Das heißt, wir sind an einer Haushaltssicherung. Das erste, was man hier lokal gemacht hat, war, die Grundsteuer rückwirkend, rückwirkend erhöht zu haben. Also ganz knallig gut. Und das sind Sachen, die fließen natürlich in meine Kalkulation ein. Und wir haben das Problem und ich muss das jetzt nochmal bisschen trennen. Nicht, dass ihr das Gefühl bekommt, Gott, der arme Schlapper, der ist jetzt hier. Nee, nee, aber man muss die Themen ansprechen, vielleicht doch noch eine Veränderung zu führen. Wir sind soweit alles fit, alles gut, alles okay. Aber unter den schwierigen Bedingungen sind wir auch hart am Arbeiten. Aber am Ende des Tages kommt ja irgendwann der Punkt und das kenne ich dann leider doch aus vielen Bekanntenkreisen und auch aus unserer Szene. Dass man als Unternehmer, wenn du, ich sag mal, er gesagt hat, deine 100.000 Euro Umsatz machen willst, fangen wir mal klein an, und hast nachher noch 1.000 Euro übrig nach Abzug aller Kosten, und da gehört nicht, dass der sich für 90.000 Euro in Gehalt gezahlt hat, dann hast du irgendwann mal keinen Sinn mehr da drin. Und dieser Punkt ist bei vielen erreicht. Und das sehen die da draußen nicht, weil der sagt, ich mach da ein bisschen was höher, okay, dann denkt der für sich, das ist doch in Ordnung, das kann ja doch schon stemmen. Wenn aber zehn Leute für ihren eigenen Bereich sagen, da machen wir was höher, da machen wir was das, dann ist in der Gesamtsumme so viel erreicht worden, dass man merkt, Leute, habt ihr das noch alle? Also das ist von euch alles, sind das jetzt von mir 200 Prozent mehr. Für dich waren es nur zehn. Aber in der Summe kommt das zustande. Und das ist das, was viel und manchmal fehlt, dieser Weitblick, diese, was passiert denn, wenn ich jetzt diese Entscheidung als Unternehmer treffe, dann denke ich nicht kurzfristig, ich muss immer langfristig denken. Man sagt ja, die Amis denken ja nur in Quartalen, mag ja sein. Ich denke da nicht in Quartalen, ich denke schon ein bisschen länger. Und ich weiß, wenn ich jetzt entscheide, diese Richtung zu entwickeln von der Produktgruppe, dann kann das in ein, zwei, drei Jahren genau das bringen. Und diese Entscheidung beispielsweise haben wir in den letzten drei Jahren mehrfach treffen müssen. Also bei uns fährst du keine Fernseher-Finden. Weil Fernseher ist das beschissenste Geschäft, was es gibt. Die Japaner sind plattgemacht worden, jetzt werden die Koreaner von den Chinesen plattgemacht, keiner verdient mehr Geld. Teilweise musst du vorfinanzieren, damit du die Produkte überhaupt verkaufen kannst. Dann kriegst du dann irgendwelche Rabatte oder so im Rückwirken nochmal etc. etc. Und wenn du dich den ganzen Tag mit diesem verdammten Thema da beschäftigst, dann kommst du gar nicht auf die Idee, andere Sachen zu machen. Und wir mussten mehrfach einen harten Cut machen und sagen, Leute, wir müssen stoppen. Wir werden nicht mit der Zeit, frei wird, Däumchen drehen. Wir werden uns da mit anderen Produkten beschäftigen. Und ich bin sicher, es wird funktionieren. Ja, und so ist es passiert. Wir hatten dann Zeit für Produktgruppen, die... deutlich besser wurden, die deutlich mehr Potenzial geboten haben. Jetzt mal ein Beispiel unsichtbare Lautsprecher. Lautsprecher ist ein Markt, der ist echt schwierig. Lautsprecher ist das Ding, was am längsten hält. Außer der Juniorhaut und Kugelschreiberreiten. Dann ist der im Platt, da muss er einen neuen haben. Passiert aber selten. Fernseher genauso. Wenn da der Blitz reinschlägt, brauchst du einen neuen. Ansonsten halten die Leute mittlerweile die Fernseher länger als sonst, weil es ja auch keine neuen Technologien im Wesentlichen. Aber bei Lautsprechern unsichtbar haben wir überlegt. Das ist ein Thema, da können wir Leute mit abholen, die bis heute sich nicht einen Lautsprecher ins Wohnzimmer reingestellt haben, weil die Dinge optisch da nicht reingehören. Wie können wir die aber trotzdem überzeugen, sich einen tollen Klang zu holen? Also habe ich Geld in die Hand genommen, einen Raum umgebaut, unsichtbare Lautsprecher sind da drin. Das ist der Lieblingsraum aller Menschen, die sich als weiblich bezeichnen. So will ich es mal bezeichnen. Die kommen da rein und sagen, wow, das ist ja ein Megaklang, aber wo kommt denn das her? Sofort Emotionen, da geht es auch überhaupt nicht die Frequenz oder was auch immer. Das Erlebnis. so. Und jetzt müssen wir es allerdings schaffen. Und dann schließt sich auch der Kreis zum Thema Marketing. Da draußen gibt es eben kaum Menschen, die sagen, ich suche einen unsichtbaren Lautsprecher. Aber es gibt eine Menge Menschen, sagen, mich nervt es, diesen Lautsprecher zu sehen oder die Kabel oder nee, ich will da keine haben. Deshalb sind da bis heute keine drin. Ja, so. Und jetzt wollen wir versuchen, dieses Thema genau zu pushen. Ja, jetzt haben wir glücklicherweise da auch einen sehr guten Partner als Lieferant. der organisiert mir auch das Material und den Rest mache ich dann aus dem Gesamt. Daraus mache ich dann ein Paket. Und das ist eine Vision, die wir jetzt haben. Und toi toi toi, es scheint zu funktionieren. Weil die Visionen haben bis jetzt relativ wenige anscheinend. Und mit 87 Millionen Joe: Hm. Patrick Schappert: Einwohner habe ich immer noch ein paar Leute, die vielleicht dem nächsten Kunde werden könnten. Und so gehen wir voran. Joe: Okay, auch da wieder. sehe es raus, du kannst wahrscheinlich mehr Marketing als du denkst. Patrick Schappert: Das weiß ich nicht, das kann sein, ja, im nächsten Leben. Joe: Dieses Thema, Problem und das Bedürfnis des Kunden ... in den Vordergrund zu stellen und da irgendwie auch ... nah dran zu sein. Was sind denn Sachen, die die Zielgruppe stören könnten? Wie jetzt zum Beispiel, hey, klar würde ich gerne einen geilen Sound ... bei mir zu Hause haben, aber stellen wir nicht so einen ... hässlichen 4 Meter Tower da irgendwie rein. Da scheinst du einiges richtig zu machen und zu verstehen und das dann wieder hintenrum in schöne Videos zu verpacken. Was sagst du denn so, jetzt haben wir über Sachen geredet, die funktionieren gut. Wir haben über Sachen geredet, die nicht gut funktionieren ... bzw. über, sagen wir mal, dieses ganze Thema Behörden und so weiter. die einem da hier und immer immer mal wieder Steine in den Weg legen. Wo siehst du euch in Zukunft beziehungsweise wo soll die Reise bei euch hingehen? Patrick Schappert: Die Reise soll dahingehend, dass wir eigentlich das Ganze noch bisschen skalieren möchten. Das heißt also, ich möchte einfach mit dem, was wir machen, mehr Leute erreichen. Ganz klar. Und zwar Leute aus Gruppen, die bis dato nicht ansatzweise mit uns kennen oder uns entsprechend. Das ist ja logisch. ist als Geschäftsmann ist das das Wichtigste, erstmal die Leute zu finden, die bis dato noch nicht ein Kunde sind. Weil wir wissen ja, es gibt ja verschiedene Kundengruppen. Wir haben Kunden, die haben wir regelmäßig hier im Laden, weil die sich alle paar Jahre was Neues gönnen. Okay, neue Technik ist da, also bin ich der Erste, der die neue Technik auch benutzt. kommen die in meinen Laden rein, weil die damals eine gute Erfahrung gehabt haben und dann kommen wir ins Gespräch und dann kommt man klar. dann haben wir aber... und dieser Kundenkreis, ich glaube, der wird sich in nächster Zeit ein bisschen rarm machen. Ja, weil wir die technologischen Entwicklungen so nicht haben und weil Papa jetzt auch bisschen sparen muss, weil er die ganzen... Also sonstigen Kosten, da auf ihn zukommen. Muss man einfach realistisch sein, ist so. Vielleicht kauft er sich das Ding demnächst mal auf Pump. Okay, kein Problem. Haben wir ein tolles Angebot, kann man machen. Nichtsdestotrotz gibt es dann wenige, die rüsten vielleicht noch was Neues nach. Aber ist auch nicht ganz so einfach. Also geht es. Und jetzt kommt ja der Punkt. In unserem Bereich, den wir machen, ist ja ein ganz großer Teil, ja Beamer-Projektoren. Passiert gerade ganz viel. Wir haben bis dato die Klassiker, man kann sie dahin ansatzweise erkennen, da ist ja einer, da vorne links ist so Sony, der wird seit 10 Jahren in der Form gebaut, wie er gebaut wird. Nix gegen die Firma Sony, alles wunderbar, tolle Produkte, alles gut. Aber das Ding ist immer noch ein Gerät, was an die Decke genagelt wird und damit ein Bild projiziert und der Raum muss abgedunkelt werden. Wir haben aber jetzt Geräte, das sind viereckige kleine Kästchen, die kannst du unterm Arm packen, da ist sogar Netflix schon integriert, machen einen mega Lichtmann, die sind leise. Und was passiert? Plötzlich gibt es einen Dreiebeinstativ, wo ein Beamer draufgestellt wird. Ja, mit dir den Kollegen da hinten links gibt es keinen Dreiebeinstativ. Den nagelst nur an die Decke oder stellst ihn ins Regal. Den nimmst auch nicht unterm Arm und gehst mit denen in Garten. Mit den kleinen vier kleinen Klötzchen da gehst du auch mal in den Garten und machst Fußball. Weil, brauchst ja nur eine WLAN-Verbindung. Kein Kabel, keine Lautsprecher, alles in dem Ding drin. Das weiß da draußen aber kaum einer. Der kennt immer nur die Dinger, die da hinten links stehen. Ja, hab ich mal gesehen. Wir haben auch noch eine Lampe. Lampe geht nach 2000 Stunden kaputt, kostet 500 Euro. Nee, ist heute alles Laser. 20.000 Stunden, das Ding kannst du laufen lassen rund die Uhr und der läuft immer noch in fünf Jahren. So. Und diese Botschaften müssen wir jetzt rüberbringen. Meine Kunden kennen die. Die kommen von alleine vielleicht und sagen, Schapper, du hast mich überzeugt, jetzt bin ich so weit. Aber da draußen sind ja viel mehr, die das noch gar nicht kennen. Ja. Und das ist jetzt die Herausforderung. Wie kriegste die erreicht? Wo muss ich hingehen, die zu überzeugen oder die auf uns aufmerksam zu machen? Ja. Das ist, das sagen viele andere, ja, das mache ich jeden Tag, Problem. Ja klar, aber wir haben jetzt neue Produkte, die jetzt wirklich echt so perfekt designt sind für genau die Leute, die bis dato gesagt haben, wir kennen das. Wir haben auch schon ein gewisses Grundinteresse, aber das war alles damals nichts für uns. Und jetzt muss ich an die Rande sagen, ey Leute, jetzt ist es da. so, wo kommt es her? Aus China. Muss man auch ganz klar sagen. Wir werden in China in so vielen Produktgruppen überrannt gerade mit innovativen, tollen Produkten. Ich bin ja auf der IFA lang gelaufen. Ich hab gedacht, ich hätte eine Zeitreise. Andersrum, wäre von Düsseldorf nicht nach Berlin, ich wäre nach Schanghai geflogen. Die IFA war ja komplett in asiatischer Hand. Und das soll Gottes Willen keine Kritik sein. Das ist einfach eine Feststellung. Ich kenne die IFA, da bin ich als Jugendlicher schon hingefahren. Dann war ich in den 90ern da. Dann bin ich in den 2000ern da mit meiner eigenen Firma als Besucher. Und jetzt will ich dahin. Keiner meiner bisherigen Lieferanten ist mehr da. Die sind alle weg. Meine Japaner sind weg. Die Hi-Fi-Abteilung ist weg. IFA heißt nicht mehr IFA für internationale Fungerausstellung. IFA heißt jetzt Innovation for All. Das war kein Witz. Das habe ich letztes Jahr noch fast als Witz wahrgenommen. Nee, das steht da wirklich als Headline. Das heißt also, die Messe ist wahnsinnig am Drehen. Der ganze Markt dreht sich. Nur leider ist das Ergebnis, ich werde auf der Bidina Messe in Zukunft nicht mehr sein, weil meine Produkte sind dort nicht mehr. Es ändert sich eben alles. Jetzt muss ich gucken, wo muss ich demnächst hin? Jetzt fahre ich nach Barcelona. Da gibt es eine mega Messe. Die kommt eigentlich aus dem professionellen Bereich, geht aber auch mehr in den Konsumerbereich rein. ist eine normale Entwicklung über die Jahre. Die Cebit gibt es auch nicht mehr so wie in den 90er Jahren. Und es wird dominiert von chinesischen Anbietern. Ja, mit tollen innovativen Produkten. Jetzt muss ich schauen, sind da Produkte für mich bei? Jawoll. Sind da Produkte, ich geil finde, aber die sind nichts für mich? Muss ich ja leider sagen, ist auch so. Aber ich nehme mal fest, dass sich die Märkte verändern. Okay? So, und da müssen wir mitmachen. Und das ist gar nicht einfach, weil die Chinesen machen das ganz anders, wie die bisherigen Lieferanten. Die Chinesen machen es nämlich aus China. Die kommen direkt in den Markt und sagen, hey, ich Joe: Hm. Patrick Schappert: bin hier aus China, ich habe ein tolles Produkt, liefer dir das nach Hause, kann sogar perfekt Deutschland KI, braucht keine deutsche Niederlassung, braucht keine deutschen Mitarbeiter. Dann machen wir mal eben alles so. Stichwort Bürokratie ist auch ganz spannend. Wie machen die eigentlich alles? So, und dann Joe: Ja. Patrick Schappert: sehen wir da und jetzt können wir vom Spielfeld ranzugucken und sind sauer und traurig und haben die Faust in der Tasche und beschweren uns oder so oder versuchen, mit den Jungs gemeinsam Geschichte zu schreiben bzw. gemeinsam irgendwie was zu profitieren oder uns überhaupt erst mal für die attraktiv zu machen. Hör Joe: Mhm. Patrick Schappert: doch mal, wer ist denn der Grobi? 15 Mitarbeiter, warum soll ich denn mit dem hier aus China zusammenarbeiten? Wir haben es hingekriegt. Irgendwie war ich mit meinen Argumenten nicht ganz so schlecht. Und dann haben wir tatsächlich jetzt drei, vier Partner aus China mit super geilen Produkten, die ich vor drei Jahren noch nicht hatte. Und meine Japaner, muss ich auch so hart sagen, Die sind gerade bisschen unglaublich am Gucken, obwohl wir denen seit drei Jahren sagen, Leute, ihr müsst echt aufpassen. Da kommt eine Menge auf euch zu. Im Fernsehbereich sehen wir das, schwarz auf weiß. Die Chinesen haben jetzt Anteile von Panasonic, von Sony und hatten ja alles übernommen. Da ändert sich das, betrifft mich nicht mehr, weil es nicht mehr mein Markt ist. Aber im Bereich der Beamer, der Projektoren ist das ein Riesenthema geworden. Und da sind wir jetzt dabei. Joe: Okay, das heißt, auch da in Zukunft, wirst oder ihr werdet vermehrt auf das Thema Bewegtbild, ... logischerweise also auch im Marketing setzen, ... euren Bildungsauftrag, ... wenn ich es jetzt mal einfach ... dort fortführen, ... die Message nach draußen bringen, die Probleme aufgreifen, ... die Bedürfnisse von ... den Kunden und versuchen, die Brücke zu schlagen, ... Zwischenhersteller, auch wenn die, ... sagen wir mal an einer oder anderen Stelle ... ... natürlich daran interessiert sind, ... euch als Händler, ... sagen wir mal, ... auszuschalten mehr oder weniger, ... siehst du euren Job dort, ... mehr oder weniger zu sagen, hey, Leute, wir sind nach wie vor wichtig. Wir haben ein großes Klientel. Wir können, was wir tun, seit 25 Jahren. Und wir haben die Kunden, die bereit sind, ... eure Produkte zu kaufen. Und wir sind ein wichtiges Glied in der Kette sozusagen. Patrick Schappert: Ja, jetzt muss ich eins korrigieren, auszuschalten. Dazu kam es ja gar nicht, weil wir ja gar keine Geschäftsbeziehungen hatten. Das heißt, die waren ja zuerst im Markt, haben sich ja präsentiert Joe: Hm. Verstanden. Patrick Schappert: und wir haben angeklopft und gesagt, ey Leute, wir sind da und wir sind Experte, wir haben 25 Jahre Erfahrung oder jetzt gehen wir ins 27 Jahre rein. Wir würden gerne eure Produkte mit reinnehmen. Wie können wir denn parallel zu eurem Direktvertrieb auch mit diesen Produkten arbeiten? Wir könnten das, das, das mitbringen. Wir können das machen, wir können jenes machen. Da gab es natürlich lange und intensive Gespräche. Und das ist auch eine Nummer, da ist das, ich glaube, in solchen Partnerschaften ist das Wort Stehaufmännchen entstanden. Also du kriegst auch mal wieder mal einen echt auf die Nase, wo du sagst, boah, jetzt musst du wieder von vorne anfangen. Und dann musst du aber machen und machen. Und am Ende des Tages haben wir es gesehen. Ja, es ist für beide Parteien eine erkennbare Partnerschaft da, die auch wirklich zu Erfolg führen kann. Nur es ist eben nicht die Nummer, wie man es früher gelebt hat. Du hast hier einen Laden und dann klopft einer an Tür und dann sagt er, hey, ich habe hier ein neues Produkt und ich sehe ja, dass sie ein toller Laden sind. Was halten Sie davon? Das war Kaltakquise, ja. Also das Wort Kaltakquise, das gibt es, glaube ich, nur noch im Duden, weil das gibt es überhaupt nicht mehr. Also ich kenne kaum Lieferanten, der heute noch bei uns anklopft und sagt, hör mal, ich habe deinen YouTube-Kanal gesehen und das und dies. Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, ich einen Ruf wie Donnal habe oder wie auch immer. Ich kann nur sagen, unsere Tür ist auf, ihr könnt vorbeikommen. Dann unterhalten wir uns offen und ehrlich und dann kann man überlegen, wie weit was geht. Und das ist selten bis gar nicht der Fall heutzutage, gibt es irgendwie gar nicht mehr. Und da sind so viele Komponenten, passieren, weil dann sagen die anderen wiederum, ja, von deinen Händlerart haben wir ja zu wenige, was sollen wir denn machen? Das sage ich dir auch ganz ehrlich, das ist echtes Problem. Also ich hätte gerne zehn Grubis hier in Deutschland, nicht ich als Filialum, jottes Willen, mit dem Thema, wie wir ihn hier beschäftigen. Das kann jemand anders übernehmen. Aber dass wir Händler haben, die auf ähnlichem Niveau hier deutschlandweit aktiv wären, das wäre cool. Wenn du das aber nicht hast. Dann kriegt er natürlich mein Lieferantenargument, sagt immer, von euch habe ich zu wenige. Ich muss jetzt mit denen arbeiten und mit denen und denen direkt vertiept starten und watten ja alles. Das kann mir auch nicht gefallen. Und da hatten wir auch Entwicklungen in den letzten Jahren, die genauso gelaufen sind. Dann haben wir natürlich gekämpft und gesagt, können wir denn nicht wenigstens noch eine Position X bei euch haben, dass wir wenigstens noch weiter mitspielen können? Ja, da muss man gucken, wie man das hinkriegt. Weil sonst stehst du da und sagst, super, der Erfolg war so geil. Andere machen nichts mehr. Und jetzt müssen sie doch noch irgendwie mehr Plattformen aufbauen. oder mit mehr Plattformen arbeiten, die aber anders arbeiten. Nicht mit so einem Aufwand, nicht mit so einem Idealismus, Einsatz mit so einer Präsentationsart, sondern einfach nur sagen, habe ich auch, habe ich auch, habe ich auch, bin gut, wenn du mich suchst, findest du mich immer. Wie heißt es so schön, der große Riese mit dem A, der ist ja keiner, der Kunden akquiriert. Das ist ja nur einer, der reagiert. Ja, also der reagiert darauf, dass ich gerade was suche und dann ist der jemand in erster Stelle. Ja, das kann er. Und wenn es geht, habe ich morgen auch noch das Produkt. Okay, super. Aber hat der was fürs Produkt getan? Nein, Null. nix nirnte. Joe: So ist es, greift halt hintenrum Patrick Schappert: So. Ja klar. Joe: ab. Vielen Dank für den Einblick. Das klingt auf jeden Fall für mich so, als wärst du da auch vorne dabei, musst du auch als Unternehmer sein. Und ich glaube, das hast du jetzt fast drei Jahrzehnte bald, glaube ich, paar Excellences bewiesen, dass ihr das könnt und dass ihr das auch in Zukunft kennen können werdet. Jetzt weiß Patrick Schappert: Ich hoffe. Joe: ich, dass du gleich Besuch im Haus hast aus China. Daher würde ich so langsam zum Schluss kommen, so ein kleines Frage-Antwort-Spiel. du Bock? Zwei Minuten, ich stelle dir zwei, drei Fragen und du gibst mir einfach impulsiv deine Bauchantwort raus. Patrick Schappert: Klar, probieren wir. Ich habe sowas noch nie gemacht, aber mal. Joe: Perfekt. Alright. Patrick, wenn du morgen noch mal bei Null anfangen müsstest, was würdest du zuerst tun? Patrick Schappert: Das würde ich zuerst tun. sage es ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich das nochmal machen würde. In der heutigen Zeit kann ich jeden verstehen, dass er es nicht macht. Ich würde es gerne nochmal neu machen und ich würde nicht viel anders machen. Es war alles okay. Es ist organisch gewachsen und ich würde es genauso machen vom Aufbau her. Also insoweit würde ich es genauso machen. Joe: Perfekt. Wo, an welcher Stelle habt ihr Geld ausgegeben, wo du im Nachhinein sagen würdest, hätten wir uns definitiv sparen können. Patrick Schappert: Ich habe eine LED-Wall hier stehen, die ich leider mit einem Geschäftspartner, der damals als Geschäftspartner in Frage kam, hier insistiert habe und das hat alles nicht mehr funktioniert und das waren 70.000 Euro, die wirklich in den Wind geschossen waren. Das hat mich sehr geärgert, weil ich wäre der Erste gewesen, der in unserem Business mit einer LED-Wall das Thema Privatkundenansprache gemacht hätte und war auch da relativ früh mit diesem Thema dabei. Weil bis dato waren LED-Wolze nur bekannt aus Stadien oder aus irgendwelchen Konferenzräumen und wir sehen ja, dass diese Dinger mittlerweile auch privat eingesetzt werden. Ist jetzt ein paar Jahre her, war eine Erfahrung, ja, habe ich draus gelernt. Joe: Okay, krasser Invest. Was würdest Patrick Schappert: Mhm. Joe: du sagen, im E-Commerce heute September 2026 komplett überbewertet? Patrick Schappert: Influencer. Joe: Du bist ja selber einer der größten Influencer, einer der ersten Stunde könnte man fast sagen. Ja, Patrick Schappert: Da können wir gerne separat drüber reden. bin kein Influencer. bin ein Fachhändler. Der Produkte sehe ich echt als riesen Unterschied. Und ich verstehe das auch nicht. Diese gesellschaftliche Kritiklosigkeit, da teilweise ist und Naivität. Damals in Zeitungen, als wir alle noch Zeitungen gelesen haben, da gab es dann die Argumentation, der Test muss ja so gut sein, weil der hat ja da vorne Seite mit Werbung gemacht. Das war so eine Assoziation, die war immer da. Heute weiß jeder, dass Influencer eigentlich nur gegen Kohle ein Produkt in die Kamera halten und ganz toll finden und trotzdem nimmt man das als die Wahrheit an und wat nie alles. Das ist für mich, das verstehe ich einfach nicht. Ich kapiere das nicht. Ich gucke mir selber manche Influencer an und ich weiß, der Kollege hat die DJI-Drohne oder was soll man wahrscheinlich geschenkt bekommen, weil ich bin selber Fan von diesen Produkten, ja. Aber ich bin froh, dass er erklärt mir wenigstens einigermaßen sachlich. Aber wenn ich dann andere sehe, die ihre Cremes und Matinad für'n Scheiß da in die Kamera sein, ich kapiere das nicht, weißt du? Und wir sind Fachhändler, wir sind greifbar, wir leben davon, dass wir das verkaufen, ja. Wer lebt ja nur davon, dass er das in die Kamera hält, der muss es nicht verkaufen, der kriegt die Kohle schon vorher. Da wäre ich nicht, wie man sieht, kriege ich gerade bisschen Puls bei dem Wort Influencer. das ist, Joe: Sehr gut auch, ja. Patrick Schappert: wenn ich schon hören würde, mein Sohn würde sagen, ich will Influencer werden, dann würde ich schon ein bisschen, da habe ich was falsch gemacht Joe: Schelle! Patrick Schappert: über die letzten 22 Jahre, aber das will er glücklicherweise nicht. Joe: Gibt es gleich mal auf die 12, kann ich absolut nachverstehen. Ich glaube, da läufst du auch nicht Gefahr, dass du aus Versehen als Influencer missverstanden wirst. denke, bei dir sieht man in ein paar Patrick Schappert: Nee, nee, glaub ich auch. Jaja. Joe: wenigen Sekunden, dass es bei dir wirklich Mehrwert geht, dass du Ahnung von der ganzen Materie hast. Und ich schätze auch mal in Zukunft. das ist einfach die größte Kompetenz, man, glaube ich, oder eine der größten Kompetenzen, die man in Zukunft als Mensch, als mündiger Konsument mitbringen muss, den Bullshit von dem echten und wahren zu unterscheiden. ja, da. Patrick Schappert: Ja, das ist nicht einfach. Joe: Hoffen wir einfach mal, dass... Patrick Schappert: Aber vielleicht doch nochmal ganz konkret. Wir haben mittlerweile auch bei den E-Commerce, allein im Internet, unseren Seitengestaltungen, überlegt man gerade das neue Garantielabel. Also ich habe keine Ahnung, wie viele Labels ich demnächst auf meine Seite ballern muss, bis man dann das eigentliche Produkt sieht. Also da sind wir einfach drüber. Das Garantielabel ist auch so ein Ding, wo ich sagen muss, sorry, das ist so an der Praxis weit entfernt. Das war nie ein Thema. Wir haben mit Kunden da keine Diskussion über Garantiezeiten und so weiter. Warum muss jetzt da so ein Logo in meinem Eingangsbereich hängen? Warum muss das jetzt da sein? Was soll der Schwachsinn? Kost mir auch nicht Schweine und Kohle, das zu integrieren, plus Abmahngefahr, weil ich was vergessen habe. Also das sind Dinge, ey, das, das... Wir haben allen gesagt, ihr sollt ins Internet, ihr sollt einen Shop machen und so weiter. Was war während Corona los? Ihr müsst einen Shop machen. Und ich hab noch gesagt, Leute, wenn du jetzt der 2000. bist, der jetzt Socken im Shop verkaufen will, vergiss es, das musst du schon anders machen. Da weiß ich noch, ich bei IRK-Workshops, hab ich da mitgespielt und so weiter. Aber das haben wir alle gesagt. Und jetzt machen sie mir die Shops kaputt mit Auflagen ohne Ende. Seid ihr eigentlich irre da draußen? Joe: Hm, ja, man kann's nicht verstehen. äh ... kann nichts hinzufügen. Letzte Frage an dich, Patrick. Was ist deine Message an die Welt? Patrick Schappert: Ich bin für Weltfrieden. Joe: Sehr schön. Sehr schön. Patrick Schappert: Also, leben und leben lassen bitte. Und bitte zieht euch mal aus unserem normalen Leben langsam mal wieder zurück. Wir brauchen ein gewisses Freiheitliches, Privates, aber auch gesellschaftliches. Da wäre ich sehr dankbar. Und als unternehmerisches. Weil da sehe ich, dass sich das über die letzten 20 Jahre doch massiv in vielen Bereichen verändert. Joe: Vielen Dank dafür, Patrick. Danke für dieses schöne Statement zum Schluss. Hätte Patrick Schappert: Na mal gerne. Joe: man nicht schöner abrunden können. Danke dir auch vielmals für deine Zeit. Es war mir eine Freude. Ich bin mir ganz sicher, wir hätten uns noch drei Stunden weiter unterhalten können. Das war mir schon beim Vorgespräch klar. Patrick Schappert: Wieder Zeit! Joe: Ich freue mich in Zukunft, euch weiter zu verfolgen, was bei euch passiert. Ich würde mich freuen, wenn wir uns in Zukunft auch vielleicht hier auf dem Kanal noch mal sehen. Es wird einiges Spannendes von euch wieder kommen. Und sage einfach besten Dank an dich, besten Dank an alle fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Patrick Schappert: Ich möchte mich auch für die Einladung bedanken und wünsche euch für euren Kanal echt weiterhin alles Gute. Ich bin dankbar, dass es Menschen wie euch gibt, die diese Themen in die Öffentlichkeit bringen. Ich hoffe, ihr habt viele Zuhörer und Zuhörerinnen und dass auch dann irgendwas bewirken wird. Joe: Vielen Dank, Patrick. Viel Erfolg euch weiterhin. Bis bald. Patrick Schappert: Danke, ciao.