FehlerMACHER: Das war der Fehlermacher Podcast, euer Podcast für mehr mutige Macher und Macherinnen. Wenn euch die Episode gefallen hat und ihr echten Impact mitnehmen konntet, dann freuen wir uns natürlich über eine positive Bewertung von euch. Im Fehlermacher Podcast bei uns zu Gast ist heute Anxie Lenk. Mit 1800 vergebenden Mandaten ist sie die Expertin im Bereich Interimmanagement. Anxie hat im Jahr 2009 nicht nur ihr Agentur Bridge Imp in Grünwald aufgebaut, sondern den gesamten Wirtschaftszweig Interimmanagement für Unternehmen in Deutschland maßgeblich mitbestimmt. ermöglicht ihr uns, dass noch mehr Menschen Fehlermacher hören und sehen und damit selbst zum mutigen Macher und Macherin werden können. Und wenn ihr künftig keine Folge mehr verpassen wollt, dann abonniert ihr einfach unseren Podcast. Wir durften einige Wegbegleiterinnen von Anche kennenlernen und es ist bemerkenswert, wie enorm Anche Lenk sowohl von ihren Kollegen zu vermittelnden Kandidaten als auch von ihren Kunden und von Max und mir nach diesem Gespräch sowieso hoch geschätzt wird. Ihr erfahrt in dieser Folge, wie Danke, dass ihr heute dabei wart. Bis in drei Wochen zur nächsten Folge, eure Fehlermacher Max und Cindy. an die falschen Kandidaten gerät, warum Anche sich auf Kinderspielplätzen gelangweilt hat und dass sie keine klassische Ja-Sagrin ist. sondern lieber mal ein wohlüberlegtes Nein serviert. Und davon können uns doch wirklich alle eine Scheibe abschneiden, oder? Wir wünschen euch jetzt ganz viele Learnings mit dieser extremst wertvollen Folge in unserem Fehlermacher-Podcast. Max Maute: Zeit vor deinem Erfolg. Also heute ist ja quasi das Unternehmen, an dem man nicht vorbeikommt. Wie war denn dein Einstieg ⁓ in das Interim Management? Also war das geplant? das ein Zufall? Wie ist das damals gekommen? Antje Lenk: Ja, super Frage. Vielen Dank auch vorweg. Vielen Dank für die Einladung, Silj und Max. Freue mich sehr, dass wir heute über ein Thema sprechen, was eigentlich ja immer so tabu ist. Also Fehler redet man nicht drüber, drückt man weg. Insofern finde ich die Formulierung auch cool zu sagen, die Zeit vor deinem Erfolg. Wie kommt man eigentlich dazu und wie steigt man in ein Thema ein? Im Prinzip ist der Anlauf zum Interim Management bei mir tatsächlich etwas wild und andere könnten es auch als planlos begreifen. Ich habe ursprünglich Marketing und Kommunikation studiert, wollte die Werbung, war in der Werbung, war auch die Agentur, wo man sagt, da kann man das Handwerkszeug lernen, coole Kunden, MTV unter anderem. wo ich dann aber feststellte, das ist überhaupt nicht meine Welt, weil diese Welt, der ich begegnet bin, war eine Welt, sehr weit oben Luftschlösser baute und für mich zu wenig Bodenhaftung hatte. Und das bin ich dann schlussendlich auch. Und natürlich ist der Weg immer das Ziel. Man lernt sich ja dann auch über solche Stationen, es einmal beruflich nicht so gut geht, mit Besserkennen. Und ich habe gemerkt, ich brauche einfach Bodenverhaftung. So. Und dann kam für mich prinzipiell ein in meinem Leben. Also das eine ist, dass ich relativ früh schwanger geworden bin mit meinem ersten Sohn. Das war genau diese Zeit. Zum zweiten habe ich mich dann auch entschieden, es hat meinen Eltern riesige Freude gemacht, mein Studium, was relativ fortgeschritten war, abzubrechen. Weil ich sagte, das bringt mir doch nichts mehr, wenn ich Marketing, Kommunikationsstudie und nicht mehr in die Werbung will. Dann ist doch jetzt super, schwanger zu sein und die Zeit zu nutzen, ⁓ sich umzuorientieren. Max Maute: Der Traum aller Eltern. Abbruchstudium. Antje Lenk: Ja, aber auch das, man erinnert sich ja dann selbst auch dran, wenn man selber Kinder hat. Das ist auch so eine ganz coole, ganz guter Transfer in die Vergangenheit. Jedenfalls habe ich die Zeit damals tatsächlich genutzt. Das Kind war dann irgendwann da. Ich habe mich auf einsamen Spielplätzen gelangweilt, weil da war keiner, der neben mir, den ich kannte, noch irgendwie schon ein Kind hatte und habe dann auch gemerkt, so ein bisschen. Leicht ironisch, mein Sprachwortschatz bildete sich mehr und mehr zurück. Und ich sage, ich muss dringend was tun. Und das war für mich dann auch wirklich wichtig, dass ich loslege. Ich habe immer viel neben Studium gearbeitet. Ich war immer in der Dienstleistung unterwegs. Ich habe auch immer gerne gearbeitet. Mir hat das sehr gefehlt und bin dann wirklich total per Zufall bei einer Agentur für die Vermittlung von Interim-Malagern genannt. Es ist immer spannend, wie das Schicksal sozusagen seine Haken und seine Entscheidungen schlägt und trifft. Heute kann ich da total froh darüber sein. Es immer spannend zu fragen, was wäre gewesen, wenn du woanders gelandet wärst. Ich muss aber einfach sagen, dass mich dieses Interim Management von Anfang an sehr festgebunden hat. Einfach weil es immer mit Menschen zu tun hatte, im Gegenüber, Kunden wie Kandidaten. Und auf der anderen Seite aber mit irrespannenden wirtschaftlichen Themen, und da sind wir sehr beim heutigen Thema, letztlich ja darauf beruhen, dass nicht alles optimal läuft beim Auftraggeber und dass er auf Basis dieser Herausforderung und manchmal auch des Zugeständnisses Fehler gemacht zu haben, sich entscheidet jemanden von außen zu holen, der ihm dabei helfen soll, seine Ziele Max Maute: Sehr gut, sehr gut, danke, genau. Antje Lenk: wesentlich schneller und direkter zu erreichen als mit Bordmitteln, ja, mit internen Mitarbeitern. So, das ist die Kurzgeschichte dazu. Wir schreiben Anno Domini 2001, ⁓ das nochmal irgendwie mit einem Label zu vermarkern. Max Maute: Verrückt. was mich, also erstmal hallo, ich bin auch dabei, wir machen heute den ersten Abschluss. Jetzt kommt noch einmal so eine dritte Stimme dazu. Ich finde, dass diesen Gedanken, dass man in ein großes Unternehmen reingeholt wird, was sozusagen fast teilweise schon ein sinkendes Schiff ist oder Antje Lenk: Ich noch nicht so. Max Maute: Man könnte auch sagen, ist fast wie eine Transplantation, eine Organtransplantation an einem sterbenden Körper. Ein Interimsmanager manchmal. Hast du nicht extremen Respekt auch davor gehabt, Anfang den richtigen Manager auszuwählen für so kritische Posten? Ich Sie Ich bin Sie Ich Ich Arbeit Arbeit glücklich, Sie Sie Sie Arbeit Leuten Ich Ich dass Arbeit den Leuten Ich Antje Lenk: Super Frage. Also dein sprachliches Bild ist relativ krass formuliert, aber dennoch finde ich das Bild gut. Man muss einfach dazu sagen, dass der Auftraggeber als Patient oft gar nicht so komplett weiß, wie es ihm geht. Deswegen ist dieses dieses Bild auch, der Schmerz ist oft nicht groß genug, jetzt schon Entscheidungen zu treffen, die jetzt viel früher getroffen, helfen würden, viel schneller zum Ziel zu kommen, sondern es muss erstmal sehr viel anbrennen oder angebrannt sein. Und dazu kommt ja eben, wie gesagt, in der Patientengeschichte, in der Beschreibung. Max Maute: Paul, ja. Antje Lenk: des Anforderungsprofils oft eben auch, dass da erst mal nur die Spitze des Eisbergs beschrieben ist, also die Symptome, die man sehen kann, die Ursachen, die unter der Wasseroberfläche liegen, die sind dann in der eigenen Reflexion oft gar nicht ausreichend erforscht, weil man ja Teil der Gemengelage ist und sich dann natürlich umso schwerer tut, als jemand, von außen schaut. Max Maute: Ich Arbeit Ich mit Ich Ich bin zusammenfassen. Ich Arbeit mit Ich Ich Arbeit Ich Arbeit mit Ich Leuten Ich glücklich, Arbeit Ich bin Leuten zusammenfassen. Ich Antje Lenk: Ich muss dazu sagen, also das ist sicherlich auch das große Lebensglück, was ich da habe, mit diesem frühen Hinzukommen in die Branche. Die Branche war ja auch in den Kinderschuhen. Und das ist natürlich cool, wenn man sozusagen die Branche selbst auch erst mal erwachsen werden muss und man selbst daran wächst. Die Ausgangssituation und die Bedarfe damals waren inhaltlich thematisch sicherlich ähnlich zu den heutigen, aber Ich sage jetzt mal, von der Tragweite, der Rolle des Interim-Majors oft noch nicht in der Größenordnung. Das heißt, wir sind jeweils gewachsen. Ich mache ein Beispiel. Wir haben früher ganz oft, also wirklich mit ganz eher kleinen Mittelständlern zusammengearbeitet, also eher so Größenordnung 20 bis 30 Millionen Euro Umsatz, denen es nicht gut ging. Da kam dann oft die beteiligte Bank, die Fremdkapitalgeber war, also oft war es dann die örtliche Sparkasse. Max Maute: Ich Ich Antje Lenk: Und man hat sich dann gemeinsam diesem Thema genährt, mit dem Ziel, einen Interim Manager von außen zu holen, der quasi dann das gesamte Firmenkonstrukt versucht, besser zu machen. Und dann muss man eins sagen, auch das spielte rein. Die Zeiten damals waren einfacher. Das muss man wirklich sagen. Du hast mit bestimmten, ich sage jetzt mal, handwerklichen Max Maute: Ich Ich Arbeit Arbeit mit mit Arbeit mit Arbeit Menschen mit der mit den mit Arbeit Arbeit mit mit Arbeit mit Arbeit mit mit mit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit Menschen Arbeit mit mit mit Arbeit Arbeit mit Arbeit mit mit Arbeit mit mit mit Antje Lenk: mit einem Werkzeugkasten, den der externe Interim-Manager mitgebracht hat, wesentlich mehr erreichen können, wesentlich mehr Hebelwirkungen entfalten können, als heutzutage in dieser Komplexität, in der wir uns Prinzip, finde ich, seit ungefähr 2019 befinden. Damals waren die Dinge linearer, direktionaler. Hier ist der Impuls, da ist die Wirkung. Wir haben damals beispielsweise unglaublich viel Max Maute: Ich anrufen, Zeit Zeit Zeit Zeit mit mit Zeit Zeit Zeit Zeit Zeit mit Zeit mit Zeit Zeit Zeit Zeit mit Antje Lenk: unglaublich viele Anfragen im Produktionsbereich gehabt, wo es im Prinzip nur darum ging, die Wahrheit durcheinander, die war nicht strukturiert. Da ist ohne Quatsch der Produktionsleiter erst vorangegangen und hat die Bierflaschen aufgeräumt, da standen. Allein das war schon Wirkung. Max Maute: Wir sind Antje Lenk: Also ja, aber weißt du, das ist ja heute nicht mehr der Fall. Wenn du heute in Produktion gehst, dann sind die Linien, dann sind die aufgestellt, dann wird adäquat informiert. Jeder weiß, was er zu tun hat. Also lange Rede kurzer Sinn. Die Zeiten waren anderer und dementsprechend konnte ich in diese vermittelnde Rolle auch reinwachsen. Nicht dass, und trotz das riesengroße Respekt vor dem, was in Unternehmen Max Maute: Ja, ja. Antje Lenk: Interim Management bewegt werden muss, von mir aus da, weil ich sitze an der Seitenlinie. Ich versuche ja nur die richtigen Personen zueinander zu bringen. Die Arbeit machen andere und zwar mit weiten Anreisen, mit langen Arbeitstagen, wirklich Themen, denen die sich aussetzen, die sie ja nicht verursacht haben, die mannigfaltig, intensiv und sehr, sehr menschlich emotional sind. Aber die kurze Antwort ist, ich konnte rein wachsen, weil das Thema Interim Management ⁓ auch erst am etablieren war. Max Maute: Sehr schöner Umstand dann auch, da rein zu... Also gut, damals wusste man noch nicht, was es für Ausmaße nimmt dann jetzt in der heutigen Zeit und was da noch für Herausforderungen auf einen zu machen. Antje Lenk: Ja, das ist der Punkt. Und letztendlich heute sind die Fehler, die gemacht werden, auch nicht so einfach und klar zu benennen. Es ist ja immer ein System, was in Schwingung ist, was meistens schon schwer in Schwingung ist, ob externer Faktoren, die es ja auch nicht einfach machen, Firma zu managen. Max Maute: Ich Ich Ich dass ich Ich dass Ich Ich glücklich, Ich Ich glücklich, glücklich, der bin. Ich bin glücklich, dass ich Ich dass ich in Schule Antje Lenk: Dazu kommen natürlich dann auch menschliche Unzulänglichkeiten, mit denen wir natürlich immer wieder konfrontiert sind. Die damit zu tun haben, denn vor allem auf Unternehmensseite jeder in der richtigen Rolle unterwegs oder macht sich vielleicht auch jemand was vor. Wir haben unglaublich viele sozusagen anlassgebende Anfragen, die aus dem Burnout kommen. Und dann hat er sich jetzt krank gemeldet. Jetzt ist er weg. Max Maute: Wahnsinn, ja. Antje Lenk: Wir wissen nicht, wann die Person wiederkommt. Folgendes ist passiert. Jetzt müssen wir es angehen, weil es ist auch keiner mehr da. Aber eben was ich sagen will, sehr menschlich schwer belastete Situationen, eigentlich könnte man sie auch früher angeben, weil es gibt ja Warnzeichen. Aber dafür ist unsere Dienstleistung schlussendlich auch da und das macht natürlich dann auch die Geschichten aus, die wir erleben. Max Maute: Ja. Antje Lenk: auf Auftraggeberseite. Und was mich sehr freudig stimmt, tatsächlich, dass Interim Management mittlerweile ganz weit breit etabliert ist, auch auf Top-Level, also auch bei großen Mittelständlern, auch bei Konzernen, gerade bei Transformationsvorhaben. Wo man sagt, wir haben diese Art von Projekt noch nie angefasst. Es ist jetzt einfach Quatsch, das selber zu versuchen, statt sich jemanden zu holen, der uns als Navigator, weil er die Hürden gesehen hat, die Wegsteine, da kommen können, die Fehler schon gemacht hat, da kann uns jemand navigieren und zwar in der Umsetzung. Das ist ja heute in Drümelschneid. Max Maute: Du hattest gerade schon die Geschichten angesprochen, die ihr so erlebt habt. Das ist sicher brutal. 1800 vergebende Mandate, die ihr schon hattet. Unvorstellbar, was da schon alles dabei war. Ich mit der mit der Arbeit mit der Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit mit Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit mit Arbeit Arbeit mit Arbeit mit mit Arbeit Arbeit Arbeit mit Arbeit Arbeit mit mit Arbeit uns mal in einer dieser Geschichten vielleicht mal wirklich greifbar ab. Wahrscheinlich ist oft viel Diskussion dabei, vielleicht darfst du auch nicht alles in jedem Detail erzählen, aber es ist sicher spannend für unsere Zuhörer und auch für uns zu hören, wie läuft es was ab, wo brennt es, woran spüren die, dass sie jetzt tatsächlich jemand brauchen. Also klar, Burnout ist offensichtlich, würde ich jetzt auch gerne in der Lage des Teams Manager sein, der einen Posten füllt, der vorher quasi verbrannt wurde. Aber dennoch holen wir uns mal in so eine greifbare Geschichte ab, die dich geprägt hat, auch die dir im Kopf geblieben ist. Ja. Antje Lenk: Es bleiben einige hängen, die von der Ausgangssituation her recht eklatant sind. Und wo du merkst, wie sehr der menschliche Faktor, der Erfolgsfaktor schlechthin ist, ⁓ Dinge, die feststecken, dann doch zu bewegen. Eine meiner Lieblingsgeschichten ist die, dass es einen Kunden gab im Anlagenbaubereich, der auch schwer an der Krise war. wirklich so schwer an der Krise, dass die Banken alle etwas nervös waren, ob der weiteren Unternehmensentwicklung und man dort auch schon experimentiert hatte mit Interim Management und daraus ergaben sich leider wechselnde Führungen. Also das ist oft eine Situation, dass man merkt, die Frequenz der Max Maute: Ich Arbeit mit den Menschen mit Arbeit mit mit Arbeit mit Menschen mit Arbeit mit mit mit Arbeit mit Arbeit mit mit Arbeit Menschen Menschen mit Arbeit mit Menschen mit Menschen mit Arbeit Menschen mit mit mit Arbeit mit Arbeit mit mit Arbeit mit Antje Lenk: der Ablösung der bestehenden Führung und der Besetzung einer neuen Geschäftsführung, die wird immer größer. Es hieß dort, man hatte in fünf Jahren, glaube ich, sieben Geschäftsführer. So wie du reagierst, ist das eigentlich total krass, aber diese Fälle gibt es mega oft. Das ist der brennende Stuhl und es wird immer hektischer. Max Maute: Wirklich. der brennende Schwul. Antje Lenk: habe letztes versucht, zu zählen, einen Kunden hier in der Region, der hat meines Erachtens seit 2022 der vierte Geschäftsführer gekündigt. Auch so, es ist verrückt, wie das ein heißes Eisen ist, was da durchgereicht wird. Zurück zu diesem Kunden. Im Prinzip Max Maute: Ja. Ja. Antje Lenk: Da man gesagt, wir können das Unternehmen jetzt erst mal nur wirklich noch aus den Zahlen heraus stabilisieren, weil die Krise ist so weit fortgeschritten. Das ist keine strategische Krise mehr. Das ist eine Liquiditätskrise. Also da sind wir dann relativ bald bei der Insolvenz angekommen. Und das Spannende war, dass ich dort die Anfrage eben nach der Besetzung eines Interim CFO bekam. Und da, also das ist letztlich die Arbeit, wir machen als Agentur. Wir haben die Leute im Kopf. Also es ist nicht so, dass wir dann anfangen, irgendwie in der Datenbank rumzusuchen, irgendwelche Kriterien einzugeben und zu filtern und so weiter, sondern als Agentur haben wir unsere Kandidaten im Kopf. Also wirklich so, wer besetzt die Rolle ideal. So und da gab es einen, der war Gott sei Dank auch verfügbar, mit dem hatte ich bereits zusammengearbeitet, hatte ich auch schon kennengelernt mit seiner Art. Max Maute: Vielen Dank. Ich sehr glücklich, dass Arbeit Ich Ich sehr glücklich, Ich sehr glücklich, dass Ich bin Ich bin sehr Sie Ich sehr Sie Ich Ich Ich bin sehr glücklich, dass Leuten Ich Leuten zusammenfassen. bin Sie Leuten zusammenfassen. Ich Antje Lenk: Einfach kein typischer CFO. Das ist CFO mit dem Handwerkszeug. Aber was das Zusammenspiel mit Menschen angeht, eine ganz große Nummer. Also jemand, der zuhören kann, der Antennen hat, der aber das Gehörte auch wirklich in eine Analyse bringt. Also nicht nur eins zu eins das Gehörte versucht irgendwie umzusetzen, alles recht zu machen, sondern daraus seine Analyse macht. Was sind denn jetzt die Punkte, wie wir hier zur Umsetzung kommen? Und das Coole war, also die haben den genommen, es war dann die klassische Auswahl und er ist es geworden. Und im Prinzip ist er in den Jahren, das ist also ein sehr langes Interimsmandat, da erst mal sehr fest verwachsen und hat dafür Stabilität im Unternehmen gesorgt und zwar nicht nur in den Zahlen, sondern weit über das hinaus, was ein CFO macht, der ist im Prinzip zum Coaching des bestehenden CEOs gegangen, der Max Maute: Ich Arbeit Leuten zusammenfassen. Ich Ich Ich bin dass Ich bin Ich Sie glücklich, Sie Ich glücklich, Leuten Ich bin Leuten Ich Antje Lenk: fachlich super ist, natürlich auch, ich sage jetzt mal, menschlich die Rolle noch nicht ganz abbildete. Er ist ins Business Development gegangen, er sagte, wir sind so hochgradig abhängig von der Automobilindustrie, wir müssen mit unseren Produkten andere Industrien öffnen, andere Abnehmerschaften. Hat er auch geschafft. Und das ist für mich die Geschichte, die wir gerne schreiben wollen. Dass man sagt, es war Es hat einen riesen Unterschied gemacht, als die Person von Dritsch hinzukam. Das ist die Geschichte, die wir schreiben wollen. Dazu gehört natürlich eine sehr kritische Auswahl. Vor allem auch immer wieder mit dem Abgleich, was ist mein Bauchgefühl dazu? Glaub ich mir selber, dass er oder sie, die ich hier vorschlage, diese Geschichte wirklich schreiben kann? Oder gibt es da irgendwo ein leichtes Knirschen? Wollen wir das besser nicht machen und nochmal gucken, ob es eine bessere Alternative gibt. und da spielt natürlich auch rein, dass man in diesen Jahren ab 2021 zu heute, das sind ja doch 25 Jahre, schlau ich nicht auf Weise, natürlich auch einige, also ja ich glaube im Herbst ist soweit, aber ist eigentlich das Jahr. Ne im Juni jetzt aber ich so genau. Max Maute: Glückwunsch! Antje Lenk: Dass man natürlich auch in den 25 Jahren Erlebnisse hatte, wo was schief gegangen ist, wo man sagte, Fehlbesetzung. Und das waren dann richtige Fehlbesetzungen. Das willst du nie, nie, wieder haben. Und da lernst du natürlich auch draus und wendest es an. Deswegen alles sehr gnädig in dem Anlauf, mit dem Lernen dürfen. Max Maute: Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Aber große menschliche Komponente oder wenn nicht, also nicht nur fachlich, sondern auch menschlich. Antje Lenk: Ja, total. Weil das fachliche, das ist ja, ich sag mal, das ist schnell nicht nur behauptet, sondern auch in einem in werteitigen CV, Lebenslauf entsprechend unterlegt. Also dass das, dass jemand eine berufliche Karriere macht und auf Basis seiner Fachlichkeit dann auch weiter aufsteigt, das ist bewiesen. Das Problem ist das Thema Persönlichkeit bzw. Herausforderungen. Weil A, muss man einfach sagen, nicht jeder passt in jede Situation. B, hat nicht jeder eine sehr breite Bandbreite. Das muss man einfach eingestehen, dass es Personen gibt, die nur in ganz spezifische Ausgangssituationen passen und andere dann überhaupt nicht. Der Fall, den ich gerade beschrieben hatte, hat eine sehr weite Klaviatur, aber auch er hat Grenzen, passt auch nicht überall hin. Und dafür finde ich es auch, das ist genau... Max Maute: Ja. Ich Ich bin mit Ich mit den zusammenfassen. Ich Ich Ich Sie Leuten Ich glücklich, Arbeit Ich glücklich, Leuten Ich bin Arbeit mit den Leuten zusammenfassen. Ich Antje Lenk: die Werthaltigkeit unserer Dienstleistungen, dass man sagt, wir gucken uns die Leute wirklich lange wiederholt in vielen Mandaten immer kritisch an, ⁓ diese Verpackungsbeilage der Menschen zu schreiben, ⁓ letztendlich dem Kunden dann, bin ich wieder bei deinem Bild, Max, das richtige Medikament verschreiben zu können, was auch die Wirkung entfaltet, bezogen auf ihre Herausforderung. Max Maute: den richtigen Chirurg für die Operation. Okay, du hast ja gerade schon angesprochen, da gibt es ja auch einige Fehler, denen du gelernt hast, Fehlbesetzungen. Es soll ja heute auch ⁓ diese Fehler und die Learnings daraus gehen. Mit Sicherheit haben die zu der Exzellenz geführt, mit der ihr heute arbeitet. Antje Lenk: Ja. Max Maute: Teil doch mal so, also ich mein, bist ja wahrscheinlich mit der Gabe gesegnet, extrem gute Menschenkennens zu haben. Und dann tut es vielleicht sogar manchmal weh, wenn man doch sich täuscht irgendwie und sich verschätzt. Teil doch mal so einen Moment mit uns, wo das der Fall war. Also wo es wirklich richtig krachen gegangen ist. Antje Lenk: Ja, es gibt eine alte Geschichte, man, also das ist letztlich genau auch diese kritische Auswahl, die wir immer sozusagen dann auch nochmal mehr, an der wir mehr geschraubt haben. Wir schauen uns Kandidaten ja tatsächlich auch mit Referenzen an, also das heißt nicht mit Zeugnissen, sondern mit mündlichen Referenzen, dass wir sagen, Das Entree eines Kandidaten bei uns in unser Netzwerk ist, dass er oder sie schon selbstständig tätig ist. Aus dieser Selbstständigkeit in den letzten fünf Jahren mindestens zwei wirkliche Interimsmandate in der Selbstständigkeit nachweisen kann und wir auf jeden Fall drei mündliche Referenzen einholen zu der Person. Also idealerweise natürlich aus diesen Interimsmandaten. Die Frage ist, wie ernsthaft man das hinterfragt und letztlich dieses Verfahren auch nutzt. Und wir haben es früher einfach lockerer gelassen. Da gab es dann Kandidaten, die hatten nur zwei Referenzen. Dann gab es Kandidaten, die hatten zwar drei, aber die waren dann irgendwie von Kollegen. Der Kollege wird immer lieb über und freundlich über seinen Mitstreiter sprechen. Max Maute: Ich Ich Zeit Ich Zeit Antje Lenk: Dann gab es welche, die haben dann einfach nicht geliefert und dann war dann aber schon die erste Anfrage da, wo man sagte, naja, wollen wir jetzt wirklich so bürokratisch sein oder wollen wir die Person vermitteln? Also das sind ja all diese Dinge, die einem auch in den Bauch rumgehen. dann, wenn man dann aber mal in eine Vermittlung kommt, wo Jemand sich entpuppt tatsächlich nicht nur als nicht passend, sondern im Zweifel auch als persönlich, psychisch die absolut falsche Variante. Im Sinne, da entpuppt sich jemand als jemand, wirklich Kraft Persönlichkeit die Dinge nochmal so richtig kaputt macht und eigentlich schon psychotisch ist. Und man dann mit aller Kraft versucht, den Kunden von dieser Person zu befreien. Max Maute: Ich neuen Kultusen Kultusen Kultusen Kultusen neuen Kultusen neuen Kultusen neuen Kultusen den neuen den neuen Kultusen den neuen den Kultusen Kultusen neuen Kultusen Kultusen neuen Kultusen Antje Lenk: dann ist das ein unendliches Lehrgeld. Das wird mir nie, nie, nie wieder passieren. Das Ganze ist her elf Jahre. Hat uns auch sehr lange beschäftigt, aber man braucht diese Erlebnisse tatsächlich auch, ⁓ wirklich draus zu lernen und zu sagen, das liegt nicht an der Person. Man neigt ja dann immer ganz schnell dazu, sagen, wer konnte denn ahnen, dass diese Person so psycho... psychomäßig völlig abgedriftet ist und die Schuld immer in Richtung der externen Faktoren zu legen. Ich finde, adäquate Fehlerkultur ist immer mit sich selbst da ins Gericht zu gehen. da er überkritisch zu sein, also wirklich im Sinne was kannst du besser machen, was lernst du draus und jetzt spür auch bitte den Schmerz und negier ihn nicht schon wieder und drück ihn weg. Das ist ja sehr... Max Maute: Ich Antje Lenk: machen wir alle wahnsinnig gerne, das ignorieren und drübergehen und wiederholen. Aber eigentlich steht da drüber, du wirst erfolgreich sein und du hast übrigens auch einen Namen zu verlieren, wenn du dem Kunden gegenüber das Gegenteil behauptest und dann geht es so in die Hose. So dass wir den Prozess einfach wahnsinnig angezogen haben. es gibt bestimmte Don'ts, die finden sich heute in dem Prozess wieder. Und der ist wesentlich lückenloser als das, was wir da früher gemacht haben. Und das ist ein Teil unseres Erfolgs. Max Maute: Ja. Auf den Prozess wollen wir jeden Fall nochmal eingehen gleich und auf die Learnings daraus. Mich wird aber vorher nochmal interessieren, wie war das Gefühl, also holen wir uns mal in die konkrete Situation, wo ihr damals mit diesem Mandat wirklich knietief in der Scheiße gesteckt habt. Ja. Weil das ist glaube ich in den Situationen, jeder Unternehmer kennt es gibt wirklich Situationen, denkst du das ist jetzt, das kann doch jetzt nicht sein, das ist ausweglos, du bist wirklich schlafen, hast Nächte. Was konkret ist da passiert und wie hast du dich damit gefühlt damals? Antje Lenk: Ja. Ja, ja. Fürchterlich. Ja, genau. Naja, es ist A, natürlich du machst ja den Job auch, weil du die Persönlichkeit dafür hast. Und jetzt sage ich mal, ich bin wirklich Dienstleisterin. Also das Thema Dienstleistung ist mir enorm wichtig, das Vorausdenken, Mitdenken, in Lösungen denken, dass das so und damit verbunden natürlich auch im Perfektionismus. heißt, es ist ja, wenn, wenn, wenn. Max Maute: Ich Antje Lenk: Antje Lenk ein Angebot schickt, dann ist da auch irgendwo so ein Qualitätslabel schon drauf. Das ist nämlich mein Name. Und da geht jetzt schon grundsätzlich die große Frage los, wenn ein Angebot mal nicht durchgeht, Sinne wollen wir gerne kennenlernen. Da hast du ja schon gewisse Zweifel. auch, was ist denn los und wie kann denn das sein? Und arbeitest mit dir. Und dieser Fall, der Fehlbesetzung, ist natürlich viel, viel schlimmer. weil das ja nicht eine statische Situation ist, wo dann alle sagen, okay, also leider schiefgegangen und falsch gegangen, sondern passierende Reaktionen. Und die Reaktion damals war, wie gesagt, war psychotische Reaktion, dass in dem Moment, wo wir versucht haben, diesen Kandidaten, und übrigens, der war auch noch nicht drin, der war quasi in der Entscheidung und im Onboarding begriffen, wo das schon auffiel. Also der war noch nicht mal richtig im Unternehmen angekommen. Und wo wir den zurückzogen und sagten, hey, stopp so nicht und so machen wir das gar nicht weiter, fing der dann schon an. Das war letztlich eine deutsche Tochter einer größeren italienischen Unternehmung, hatte der sich dann im Internet bereits alle Ansprechpartner quasi weltweit organisiert, ⁓ über den deutschen Geschäftsführer herzuziehen und schrieb riesige E-Mail-Verteiler. Also wie gesagt, wenn psychotisch, dann richtig psychotisch. Also das ist ordentlich. So, und dann haben wir das, also das war natürlich übelst, weil das ist dein Kunde, der da in den Dreck gezogen wird. dann habe ich mit aller Kraft diese Kommunikation quasi auf mich umgelenkt und das Ergebnis war, dass er sich dann quasi über mich ergoß. in aller Form. Das Ergebnis war übrigens auch, das ist dann eine längere Geschichte gewesen in Form von Stalking und so weiter, wo du sagst, die Pille hast du dann selber auch noch geschluckt. Wo du sagst, das hat mich jahrelang begleitet, Thema. umso mehr, das ist ja... Also auch in heutigen Zeiten und heutigen Diskussionen immer die Frage, bist du Opfer? Und das bin ich nie gewesen, sondern die Frage war einfach, hätten, was haben wir falsch gemacht? Wie konnte das überhaupt passieren, dass so eine Person, also wirklich völlig vorgewillt, den Weg zu uns in den Pool schaffen kann? Und die Antwort war ganz klar, wir haben unseren Prozess nicht eingehalten. Wir waren bei den Referenzen zu locker. ⁓ die Geschichte noch zu Ende zu machen. Ich habe das dann nachgeholt. Ich habe ein gutes Netzwerk, gerade in München, gut sortiert. Da gab es schon Personen, die die Person auch kannten, die sich aber der Referenz verweigert hatten, aus gutem Grund, weil sie die Geschichte nämlich auch schon erlebt hatten. Und die sagen, will darüber nicht reden. Mit denen ich dann aber in den Jahren danach, weil es eben sehr vehement war, dazu ins Gespräch kam, nur dachte, du kannst ins Gespräch kommen. Du darfst nur nicht dich durch ein Nein sofort dahin bringen lassen, dass du sagst, na wenn jemand gar nichts sagen will, dann ist es eigentlich ein Ja. Wenn jemand nichts sagt, ist es ein Nein. Also das war das Lernen damals und seitdem nehmen wir das extrem ernst. Und das heißt tatsächlich, es kommt niemand in einen Kundenmandat. Es kommt niemand in fortgeschrittene Vertragsgespräche, wo wir nicht diese Referenzen geprüft haben. Max Maute: Aber da haben wir wieder die menschliche Komponente, die da jetzt viel härter eingeschlagen ist. Krass. Antje Lenk: Und die ist so. Ich meine, das ist ja regelmäßig so ein Aufwachen. Natürlich hast du tolle Zeiten, weil du vorhin fragtest, vor dem Erfolg, das ist ja nicht so, dass du sagst, jetzt ist alles super und alles ist cool und jeder Tag ist eine Freude. Max Maute: Eigentlich nicht. Antje Lenk: Momentan würde ich sagen ja, aber du hast natürlich Momente, wo du sagst, scheiße, warum? Du hast in diesen menschlichen Themen hast du gesundheitliche Themen drin. Du hast Themen drin, wird mal jemand krank oder die Frau von jemandem wird sehr schwer krank. Wo du sagst, du sie aktuell nicht einsetzen, musstest Mandat abbrechen. Max Maute: Ja. Antje Lenk: Du hast Fälle, jemand muss die Eltern plötzlich pflegen, weil Pflegenotstand kommt tatsächlich jetzt auch hier an. Wir haben in der letzten Zeit ganz viele Mandate gehabt, die nicht starten konnten, weil sich jemand ⁓ den schwer erkrankten Vater kümmern musste plötzlich und die Pflege einfach nicht vorhanden war. Ich muss jetzt raus, kann es nicht ändern. Und du hast natürlich auch die persönlichen Downsides, dass sagst, Menschen geht es nicht immer gut. Max Maute: Ich bin Arbeit Ich Ich bin mit Ich bin Ich Arbeit Ich Ich sehr Arbeit Arbeit Ich dass der zusammenfassen. Ich glücklich, Leuten glücklich, Sie Arbeit mit Leuten Ich Antje Lenk: Und Menschen sind manchmal in extremen Situationen und dann reagieren sie extrem, wo du sagst Herrschaftszeiten, warum verkaufen wir keine Maschinen, sondern vermitteln Menschen, weil du hast diese Unfallgleichbarkeiten drin. Das Risiko ist immer da. Und das sage ich schon, das musst du auch als Dienstleister dieser Form aushalten, dass du da sehr, sehr, sehr nah dran bist an den Menschen, sehr viel Persönliches auch erfährst, sehr viel berätst. Max Maute: Haha. Ja. Antje Lenk: Also auch, wie machen wir das jetzt, wie lösen wir das jetzt? Aber du hast natürlich auch menschliche Konfrontation, wo du sagst, machen wir nicht, gehen wir nicht weiter. Das wird nichts. Und das musst du dann auch den Gegenwind aushalten. Max Maute: Ja. Ja. Ja, ich meine, man kann jetzt sagen, Maschinen verkaufen wäre einfacher. Andererseits lebt das Business ja auch davon, dass nur Menschen diese Probleme mit Menschen lösen können. Und ich glaube, gerade in den Zeiten, wo man sich bei jeder Situation die Frage stellt, kann das jetzt KI lösen? Ja, in vielen Situationen oder in ganz vielen großen Problemen. Ich Ich Ich glaube, wir auf den Mensch bauen und nicht nur auf die Technik an sich. Antje Lenk: Der Mensch, seine ihm angelegten Stärken entfaltet, da bin ich total dabei, weil manchmal erwischt man sich ja, wie gesagt, tatsächlich dabei, sagen, also wenn jetzt hier eine maschinelle Instanz wäre, die würde das wesentlich konkreter, klarer, schneller, wie auch immer lösen. Ich glaube, wichtig ist, und dazu sind wir alle angehalten, dass wir unsere menschlichen Eigenschaften nutzen, eben in diese Problemlösungskultur zu kommen und das sind dann Eigenschaften wie eine Energie aufzuwenden. also rauszukommen aus dem ist mir wurscht, ist mir eigentlich auch egal. könnt ihr euch vorstellen, wir sind vielfach konfrontiert. Das ist ein Schmerzpunkt mit mittleren Management-Ebenen, wo man sagt, die sind halt einfach vom Max Maute: Ja. Antje Lenk: Also einerseits vielleicht sehr ausgebrannt, ja, auf der letzten Jahre. Das wollen wir auch sagen. letzten sechs, sieben Jahre waren ja wirklich kein Zuckerschlecken. Auf der anderen Seite gibt es da halt viele, die sagen, naja, wie viele Jahre habe ich denn noch bis zur Rente und überhaupt, muss ich denn, dann nehme ich lieber den Abschlag, mal nicht mehr bis 67 und gehe mit 60 in Vorruhestand und die drei Jahre sitze ich noch aus. Also es ist eine Wo ich sehr appelliere ist das ganze Thema Energie, Kreativität, Freude an Innovationen, Freude Dinge anders zu machen und nicht in diesem immer alles gleich und Verweis auf Rahmenbedingungen, auch juristische, sind mir die Hände gebunden. Damit bewegt man ja nichts und das finde ich ist oft schon bei den Kunden. die wir kennenlernen, oft eine sehr angelegte, hausgemachte Situation, dass man sagt, habt einfach in den letzten Jahren nichts gemacht, weil ihr alle, oder wir alle, das wir an der Stelle besser, alle zu verwöhnt waren. Wir waren alle Exportweltmeister ewig lang. So, und jetzt ändert sich was und dann kommt noch Corona und Corona macht aber eigentlich, bettet uns schon noch mal sehr in Watte, ja, also mit... Annehmlichkeiten wie Homeoffice und staatliche Hilfen und Aufschub und so weiter. Aber am Ende haben wir die Probleme damit nicht mit Anlauf gelöst, sondern sind erst danach so richtig fett in die Probleme reingetappt und jetzt fehlt uns die Kraft dafür oder die Kreativität, ⁓ uns damit zu beschäftigen. Und das ist eigentlich mein Appell. Und das ist für mich auch letztlich weil wir vorhin von Fachlichkeiten sprachen, das ist für mich das Setup an persönlichen Eigenschaften, die man als Interimmanager unbedingt mitbringen sollte, sonst wird man nicht erfolgreich sein. Max Maute: Na, spannender Einblick. Antje, uns jetzt, Stichwort Kreativität, einmal eine Runde in unser Spiel gehen, was wir vorbereitet haben. Wir haben uns im Vorfeld drei typische unternehmerische Fehler rausgepickt, wo du sagst, ah, da kann ich was zu erzählen. diese darfst du gerne einordnen in zwei Kategorien. Kategorie A ist Leergeld. Das bedeutet sozusagen Du hast draus gelernt, es hat geschmerzt, aber du kannst uns jetzt definitiv vom Learning berichten. Kategorie B ist noch mal eine Stufe weiter, tabu. Es ist sozusagen, hätte ich irgendwie von einem Jahr noch nicht drüber gesprochen. Vielleicht teilst du uns ja heute was zum ersten Mal mit, du vorher noch nie erzählt hast, wovon alle profitieren können. Bis bald! Antje Lenk: Ja, ich bin gespannt. Ihr auch. Ich bin bereit. Max Maute: Also der erste klassische Fehler, den kenne ich auch sehr gut. Ich wollte alles selbst machen. Antje Lenk: Ja, wollten wir das nicht alle. Das ist ja ein klassischer Managementfehler. Ach so, ich muss ja erstmal eine Antwort geben. Entschuldigung. Also Lehrgeld. Lehrgeld. ist Lehrgeld. Also übrigens klassisches Lehrgeld meines Erachtens, weil jeder von uns kommt ja irgendwann. Man wird ja nicht als Manager geboren und als Leader. Max Maute: Ja. Ja. Leergeld oder Tabu, genau. Aber wir freuen uns auf deine Antwort. Vielen Dank. Antje Lenk: Die wenigsten. Das ist Weg dahin. Der Weg geht meist über eine fachliche Anlaufkurve. In dieser fachlichen Anlaufkurve ist man irgendwo durchaus gut und vielleicht sogar der oder die Beste. Das ist dann wiederum genau das Thema des Abgeben-Könnens. Ich halte das fest, weil ich kann es ja viel besser als ihr. Ich mache es übrigens auch viel schneller. Bis ihr das überhaupt verstanden habt, bin ich schon fertig. Max Maute: Ich bin besser. Antje Lenk: Also das sind oder? Das sind diese klassischen... So, da erwischt man sich. Ich finde, hobbyhaft darf man sich dieser Thematik auch noch weiter hingeben, aber ich glaube, in der Rolle eines Geschäftsführers, eines Bereichsleiters, eines Vorstands hat das nichts verloren, sondern die Kompetenz ist... Max Maute: Klassiker total. Antje Lenk: Vor allem in Strategie zu denken, Strategie zu übersetzen, in Umsetzung und letztlich das dann so klein zu schneiden, dass es von den Bereichen und vor allem auch vernetzt erfolgreich umgesetzt werden kann. Aber das ist der Weg, den jeder nimmt und mancher kommt da auch nie raus. Dieses Bild ist ja immer das Beste, dass dein Mitarbeiter das ist oft eine Ausgangssituation. Die sitzen dann alle um diesen CFO herum und der ist im Hamsterrad und der hat Tage, Wahnsinn, 18 Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Die Frau droht mit Scheidung, die Kinder erkennen ihn nicht mehr, also wissen gar nicht, dass der Vater ist, weil so selten gesehen in den letzten Jahren. Und die Mitarbeiter sitzen aber alle fröhlich um die Person herum und schauen sich das an und haben irre viel Zeit, weil er gibt ja nichts ab. Max Maute: Das ist dann der klassische Bottleneck, wo es dann alles hängen bleibt. Antje Lenk: Also die machen dann Schwätzchen im Café, in der Kaffeeküche haben ausgedehnte Mittagessenszeiten und und und, aber können ja auch nichts abnehmen. Tolles Lehrgeld. Yes. Was dann oft, wenn dann neue Herausforderungen hinzukommen, man sagt, es geht eine ganze Zeit gut, solange sozusagen die außen, von außen bestimmten Bedingungen, Rahmenbedingungen, Determinanten gleich bleiben. kommt dann noch ein Addon hinzu. Also ich sag mal, schwierige Geschäftslage, schwierige Nachfrage, neuer Gesellschaft da, neues IT-System, dann macht's puff und dann sind wir oft in der Situation, ist immer meine Erzählung anhand der Geschichten, ich da draußen erlebe, dann oft das Thema Burnout. Weil dann macht's wirklich... Da wird das Ventil gezogen, dann ist die Luft raus, weil man weiß noch ein Ding drauf, das packe ich dann nicht mehr. Max Maute: Gab es so eine Situation auch bei dir persönlich, wo du das gespürt hast? Antje Lenk: Ja, klar, sonst hätte ich es ja nicht mit Lehrgeld beantwortet. Das hat sicherlich auch was damit zu tun, wenn man selber, ich bin relativ breit recht kompetent, ich bin IT-mäßig sehr recht begabt. Das bedeutet dann schon, wenn man meint im System, noch schnell den Bericht und die Auswertung selber zu stricken mit einer neuen Funktion oder mit einem neuen Feld. Max Maute: Ja, sorry. Antje Lenk: dann bleibt man da plötzlich hängen am Wochenende und sagt, was mache ich hier eigentlich gerade? Es scheint die Sonne. Ich habe eigentlich Mitarbeiter, die sich in diesem Bereich durchaus auch auskennen. Aber warum muss ich das jetzt gerade selber tun? Also das ist dieses kleine Alltagseinsprengsel und es gibt natürlich dann auch das große, wo man sagt, Firmen können nur wachsen, wenn sie letztlich auch in den Bereichen wachsen. Wenn alles sozusagen bottleneckmäßig bei einer Person hängt, dann sind sie werden sie vom Wachsen abgehalten. Max Maute: Ja, ihr seid ja auch, ich sag mal, in den Jahren 2012 bis 2015 extrem krass gewachsen. Da hattest du dir dann auch eine zweite Führungskraft eingestellt oder dazu geholt, ein CSO. War das auch aus der Erkenntnis raus, hey, ich kann hier nicht mehr alles selber machen sozusagen, ich muss irgendwie um den nächsten Schritt zu gehen auch Kontrolle abgeben? Antje Lenk: Ja, absolut, weil letztendlich muss man sich es ja so vorstellen, dass wenn man als Agentur Interim Manager vermittelt, dann vermittelt man auch als Geschäftsführerin selbst. Also das heißt aktuell, nur mal so bisschen Bilder zu geben, hängen an mir direkt 20, 25 Mandate. Das sind dann jeweils multipliziert, kundenseitig, oft. eher zwei und mehr Ansprechpartner und auf der anderen Seite ein Interim-Manager. Also, wenn man mal das ausmultipliziert, das zu betreuen. Und die Betreuung ist uns wichtig. Wir sagen ja nicht, okay, wunderbar, Verträge sind unterschrieben, dann viel Glück auf all euren Wegen und irgendwann hören wir uns wieder. Sondern wir nehmen die Betreuung sehr ernst, weil wir auch glauben, dass die Rückkopplungsmöglichkeit mit uns Max Maute: Ich habe es Ich es Ich Ich es Ich es Ich Ich Ich Ich Antje Lenk: Mehrwert bietet, weil wir eben sehr sehr viele jedes Jahr 100, 150 Mandate mal x Jahre gesehen haben. Da hat man natürlich auch irgendwo so ein Erfahrungsschatz, womit man gut reflektieren kann oder auch mal Hilfestellungen, Unterstützung bieten kann. Das bedeutet jetzt alleine, wenn man sich das ausrechnet, reden wir von mindestens 50 Personen, sind aber reell eher 60, 65 plus Anlaufende Themen, wo man sagt, da gibt es ja natürlich Themen in Verhandlungen, Themen im Angebot, Themen, wo man initial mal spricht. Man sagt, man ist in der Rolle permanent mit, ich sage es mal, wahrscheinlich so im Vier-Wochen-Modus mit 100 Personen konfrontiert, mit denen man regelmäßig spricht. Jetzt können wir also eine Kernkompetenz ist logischerweise in dem Job gut Memorie spielen zu können. Also hätten wir jetzt nicht Tabu gespielt, sondern Memorie, dann wären wir eigentlich schon fertig. Weil das ist natürlich eine Kompetenz, musst du die Sachen gut merken können, musst Details merken können, musst sehr schnell reingehen können, die Themen. Aber das heißt natürlich auch, irgendwas fällt runter. Und wenn du dann glaubst, du kannst parallel noch eine Organisation führen, die sich ja aufteilt in verschiedene einzelne Bereiche. Marketing, Executive Relations ist bei uns die Kandidatenbetreuung. Sales im Sinne von wie baust du eine Sales Organisation auf? Mit entsprechend vielen Mitarbeitern. Finance nicht ganz zu vergessen, Operations. Dann bist du irgendwo an einem Punkt, du sagst, also... Max Maute: Und ist das, was wir Antje Lenk: mag mir ja viel merken können. Auf der anderen Seite machst du dann nichts mehr richtig gut, sondern du machst alles irgendwie halb gut und machst übrigens auch Teile dessen nicht gerne. und übrigens mein, dann gab es natürlich auch immer eine Grenze und die gibt für mich schon auch sehr, zu sagen, wenn man dann parallel irgendwie drei Kinder großzieht, also jetzt sind sie groß, aber in der neandern Form waren sie es ja nicht. Max Maute: Vielen Antje Lenk: ⁓ Dann hast du hinten raus auch irgendwo so eine Zeitachse, wo du sagst, kannst ja nicht jetzt des Nachts und des Abends den Rest kompensieren. Also musst dich entscheiden. Und ich finde, das Schöne ist, und das vergessen viele, weil es geht ja ⁓ das eigene Leben, dass man also so theoretisch auch nur einmal lebt, dass man das für sich auch so nutzt und gestaltet, dass es Max Maute: . . Antje Lenk: einen erfüllt. Es geht ja nicht ⁓ reine Pflichterfüllung und man macht das jetzt, weil es einem jemand aufgetragen hat, man macht es, weil man selber Spaß daran hat. Ich finde das ein ganz wichtiger Punkt. insofern war das ein logischer Schluss. Max Maute: Ja. Ja. Schön. Wir sind ja eigentlich gerade beim Spiel, mir gerade auf. heißt, ich habe die zwei weiter ⁓ die Ohren. Und zwar, ihr ja gesagt, wir machen die in einem Rutsch. Zum einen, habe Erfolg mit Sinn verwechselt und ich mich nicht getraut, nein zu sagen. Wie gehört das für dich zusammen? Ja. Machen wir noch die zwei Fragen, dann wir noch fertig, Antje Lenk: Ja, ist eine coole Kombi, weil du könntest jetzt antworten Tabu, Tabu. Man könnte aber auch antworten zur ersten Frage Tabu, Erfolg mit Sinn verwechselt und zur zweiten Lehrgeld. und trotzdem irgendwie ein bisschen tabu. Jetzt wird es sehr spannend. Ja, genau. Also, das ist eine coole Fragenkombi, weil an und für sich, wenn ich mich vorstelle, persönlich würde ich relativ schnell sagen, ich kann sehr gut Nein sagen. Also, das war immer eine toppeigenschaft. Ich konnte immer gut Nein sagen. Ja, also ob das meinen Eltern gegenüber war, in Bezug auf tue dies oder jenes, dann... Max Maute: Na dann! Ich Ich Antje Lenk: tate ich gerne das Gegenteil. Ich sagte im Prinzip werden meine Ausbildung nein zu bestimmten Dingen, die man halt so macht. Also ich habe oft nein gesagt zu Dingen, die man halt so macht und dann muss man sie machen. war immer, das ging super easy, nein zu sagen und das hat mich eigentlich immer beschleunigt. Ja, also auch so im Sinne von Karriere aufsteigen, Möglichkeiten nutzen und und und. Das führte dazu, jetzt kommt die Geschichte, dass ich alle drei Kinder bekommen habe, bevor ich 30 war. Mein damaliger Chef, ich war ja bis zu neun Angestellte Geschäftsführerin von einem Vermittler in München, mein damaliger Chef hat im Prinzip jedes Kind dazu genutzt, mich mehr zu binden. Also schlaue Idee, kluge Idee. habe beim, das erste Kind hatte ich schon, das zweite Kind bekam ich Procura, beim dritten war ich Geschäftsführerin von dem Unternehmen. Das dritte Kind kam auf die Welt und ich war ja auch ehrgeizig. Also Elternzeit kenne ich nicht, das ich nie gemacht. nicht mein Ding, das ist auch wieder so ein Thema. Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Ich brauche irgendwie geistige Erfüllung und das gibt mir nicht nur das Kind, was ich zu Hause betreue und aufziehe. Also keine Elternzeit. Jetzt kam aber bei der Geburt des dritten Kindes eine Sache hinzu, dass es eine Veranstaltung gab, die im Prinzip nach meiner Erinnerung maximal vier Wochen nach der Geburt des Kindes lag, die im Münchner Rathaus stattfand. wo es ⁓ Interimmanagement ging und wo er mich gerne gewinnen wollte für einen Vortrag über Interimmanagement, was ja eine super Chance ist. Auf der anderen Seite, also wir haben nie viel über Kinder und Kinder haben und wie ist das eigentlich und so weiter gesprochen, auf der anderen Seite ist es nun mal einfach so, du hast zu Hause ein Kind und du hast natürlich irgendwie auch eine Geburt zu verarbeiten. Also wir reden von vier Wochen nach der Geburt. Das bedeutete, dass ich nach der Geburt mich widerfand, diesen Vortrag vorzubereiten. Weil ich habe ja natürlich angenommen, weil ich wusste, jetzt bin ich Geschäftsführerin und da gehört das ja auch irgendwie dieses Revetsentative mit dazu und da kann man jetzt auch nicht so eine lange Pause machen. das Bild, das teile ich jetzt, weil ich das auch für mich nie vergessen werde, Max Maute: Ich Antje Lenk: meine Tochter. Also ich saß vorm Laptop am Schreibtisch zu Hause und das Kind lag, also weil die schlafen ja dann auch das Öfteren, das lag dann in meinem Schoß und oben habe ich den Vortrag geschrieben und unten war das Baby und manchmal war es dann wach und ja dann hat man sich halt ⁓ das Baby gekümmert und dann natürlich auch ⁓ die anderen beiden. Aber es waren trotzdem nur vier Wochen. Max Maute: Ich Ich Ich bin Sie mit Ich bin Ich Sie Ich Ich Ich Sie bin glücklich, Sie Arbeit Leuten Ich Sie Arbeit mit Leuten Ich Antje Lenk: muss man dazu sagen, was ist passiert. Die Geschichte ist die. Der Vortrag war fertig. War der perfekt? Nee, war er natürlich nicht, weil er irgendwie in diesem Zustand geschrieben worden ist. Hab ich den perfekt gehalten? Nö, hab ich nicht. war natürlich auch, muss man sich vorstellen, Münchner Rathaus ist ja schon irgendwie eine Größe und eine Institution, war voll. Du stehst vorne, es gibt noch andere Dozenten, Vortragende. Ich bin dann dran, falle natürlich auch so ein Stück weit raus aus dem klassischen Muster. Der Rest war Männer, der Rest war ein ganzes Stückchen älter. Ich mit meinem Ehrgeiz, hab's natürlich verbazet. Also machst du dann auch einfach nicht perfekt. Und das Beste, das war dann eigentlich die Watschen hinten raus. Das Beste war... Dann gab es für die Teilnehmer eine Bewertung, Bewertungsbögen, Feedbackbögen für die Vortragenden. Du guckst von so heiß gelten, was er entgegen hat. Es war natürlich sehr wohlwollend, aber es war einfach ja, es war auch dann der Vergleich mit den anderen Vortragenden. Du sagst das super, so richtig schön rein. also ganz klar war das Ergebnis so, wie es also fairerweise den anderen gegenüber auch nur sein konnte. Max Maute: Ja. Der Klassiker. Man wurde auch noch verwertet, juhu. Ja, genau. Antje Lenk: Kein guter Vortrag. Max Maute: Aber siehst du es wirklich aus deiner Sicht so? Ich denke, du bist... Ja, die waren okay. Antje Lenk: Nee, also die Feedback-Sicht war dann auch so. Also es war dann mit Schulnoten und also wirklich so volle fette Kanne, wo du sagst, super, danke. So, furchtbar. Also wirklich so furchtbar, dass du tatsächlich sagst, diese Öffentlichkeit damals, die ich dazu hatte und natürlich, Cindy, kann man jetzt sagen, dich hat ja auch keiner gerettet. Hättest nicht deinen Chef sehen müssen. Max Maute: Wie furchtbar! Antje Lenk: Mein Mann war übrigens auch da. Das war auch super. Der kam dann auch zu mir. Das war eine Situation, wo du sagst, einfach bitte den Brot öffnen und mich einfach nur abholen. Das danach war Meet and Greet. Du wolltest ja da gar nicht mehr sein. Du fandest es fürchterlich. Und natürlich ist die erste Reaktion Max Maute: Ja. Antje Lenk: dass du dann, haben wir ja vorhin auch schon mal kurz drüber gesprochen, du reagierst und alle anderen dafür verantwortlich machst. Aber sorry, ganz ehrlich, ich hatte ja durchaus schon zwei Kinder, ich wusste wie das so ist. Ich habe es auf die leichte Schulter genommen, weil ich dachte ja zwei auf drei, das wird einfacher sein als eins auf zwei oder null auf eins, geht schon, passt schon, außer dem bin ja jetzt Geschäftsführerin, also der Ehrgeiz. Am Ende ist es was, was du dir selber anhängen musst und wo du dann tatsächlich, ha ha ha, ich kann so schnell nein sagen, ja, abrupt zu bestimmten Themen, die einfach sind, bestimmt, aber lass dir manchmal auch Zeit, bevor du zu schnell ja sagst. Das ist ja die Lernkurve. Und da, sage ich mal, war der Schmerz groß genug, dass ich ihn heute noch nachfühlen empfinden kann. Und das war... Das ist 20 Jahre her. Also das Kind ist jetzt 19 und wird 20. Max Maute: Okay. ⁓ je. Ja. Antje Lenk: Und wir haben eine gute Beziehung. Also ⁓ das nochmal kurz auch noch abzubeantworten. Ja, Und es studiert International Management. Also auch das ist jetzt nicht irgendwie weggeglitten oder so. da muss im Nachhinein muss man sich wirklich sagen, was hat dich eigentlich damals bloß geritten? Max Maute: Es wurde ja auch geschaukelt auf dem Schoß. Mhm. Aber es sind glaube ich immer diese Entscheidungen, wenn man so ganz viel ⁓ die Ohren hat und so ganz so wirklich, du bist ja auch eine richtige Macherin und dann ist man ja so im, okay, nächster Step und immer Blick voraus, dass man Dinge gar nicht so krass hinterfragt, manchmal wie man sie hinterfragen sollte. Mhm. Antje Lenk: So ist es. Das kennen wir auch von uns allen, dass man ja letztlich sich auch gut darin findet, wie viele Bälle man gleichzeitig jonglieren kann. auch, dass man es kann, dass man da ja auch durchaus, ich sage jetzt mal zumindest, schneller ist oder mehr jonglieren kann als viele andere. Max Maute: Ich der Arbeit in der Gesellschaft der Gesellschaft in der mit mit Menschen in der Gesellschaft in Gesellschaft mit den Menschen Gesellschaft mit in Gesellschaft mit Gesellschaft mit Menschen Menschen Gesellschaft mit Menschen den Menschen mit Menschen mit mit mit Menschen mit mit mit in in in in mit Antje Lenk: Ich finde tatsächlich, das ist ja die Frage immer, was nimmst du denn dann tatsächlich wirklich mit, weil es ist tabu sozusagen, jetzt bisher darüber gesprochen zu haben, aber natürlich ist da viel Lehrgeld drin, dass du sagst eben, was ich ganz wichtig finde, ist, dass man sich sehr viel Zeit für Reflexionen nimmt, ⁓ Dingen wirklich mal nachzuhängen und eben nicht zu einem sofort Ja sagt. Also das ist für mich Teil des Tages. Deswegen gibt es dieses Workaholic-Thema nicht. Also du bist abends immer weiter, weiter, weiter arbeiten. Das kann ich nicht, das will ich nicht, weil ich Zeit mit mir brauche. Ich brauche Zeit, ⁓ über Dinge nachzudenken, ⁓ da auch erst mal irgendwo zu einem Schluss zu kommen, zu einer Meinung zu kommen, die ist ja nicht immer ganz einfach zu finden. dass man die Dinge wirklich hin und her wendet. Max Maute: Ja. Antje Lenk: Und das ist sicherlich ein Vorteil, sag ich jetzt auch mal, des voranschreitenden Alters, dem ja jeder von uns ausgesetzt ist, dass man sagt, das kannst du dir jetzt auch erlauben. Man kommt nicht mehr so unter Druck, will ich sagen. Das ist ja immer so eine Drucksituation, der man ausgesetzt ist, entscheide jetzt, ich brauch jetzt die Antwort von dir. Und oft ist es ja gar nicht so, oft meint man den Druck nur zu haben und der andere meint es gar nicht so. Also das ist, ich, total wichtig. Max Maute: Wie heißt das hier schon? Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird? Ja. Antje Lenk: Ja. Max Maute: Antje, also es waren hervorragende Geschichten, tolle Learnings dabei. Vielen, vielen Dank dafür für den tiefen Einblick. Und meinen höchsten Respekt für dein bisheriges Lebenswerk, sowohl drei Kinder als auch das Business so der Art und Weise groß zu ziehen in so einer Vertrauensbranche. Super krass, sehr inspirierend. Ja, danke schön. Ja. Antje Lenk: Also ich bedanke mich umgekehrt, weil eure Fragen waren richtig gut. das finde ich, das Format verspricht natürlich schon viel im Sinne Tarhelles Reden und Klartext, aber die Fragen waren auch so gestellt, man da selbst, ja, ich glaube es schwingt bei mir noch den Tag nach. Das ist gut. Vielen Dank. Max Maute: Das ist schön, bei uns sicherlich auch. Danke dir. Ja. Ja, Antje, möchtest du denn noch oder unser Wunsch wäre es natürlich, du hast das letzte Wort als unser Gast oder unsere Gästin. Ich weiß nicht, sagt man das heute als Gästin? Antje Lenk: Also ich sage mal, also in Grünwald, wo sagen wir Gast? Also das ist übrigens das Rain On Special. Ich bin, also da bin ich auch offen genug. Ich bin froh, ich bin in einer Branche, da wird nicht gegendert, ganz ehrlich, weil das viel zu, das wäre viel zu viele Schleifen ⁓ Themen, da ist gar keine Zeit. Also einfach Worte sprengen. Max Maute: Was? ... Ja vor allem in Bayern gibt es doch viele Gasthäuser. Das wäre sehr lustig, wenn man das jetzt alles umändern müsste. Antje Lenk: Ja, das wollen wir heute nicht anschieben. Es gibt andere Probleme. ist ja immer die Frage, haben wir noch andere Probleme? Ich glaube, wir haben große wirtschaftliche Themen, denen wir uns hingeben müssen in nächsten Jahren. Ich bin total gespannt, was die nächsten zwei bis fünf Jahre mit uns machen und welche Chancen wir hoffentlich nutzen. Aber ihr wollt noch eine Frage stellen, die ich dann stelle, oder? Max Maute: Ne, das ist jetzt, es spielt dir in die Karten, weil du hast das letzte Wort. Wir haben uns bedankt. Es war wirklich mir auch eine totale Freude, uns eine Freude, dich dabei zu haben. Tolle Learnings, die ja, darfst du gerne nochmal teilen, was auch immer dein letztes Wort an unsere Gäste oder an unsere Zuhörer ist. Antje Lenk: Okay, die letzten Worte. Genau, da waren wir ja schläg geblieben. die letzten Worte, die ich da sprechen möchte, sollen Worte sein, die ein bisschen was anzünden, im Sinne, eure Energie, euch den Themen hinzugeben, die euch inspirieren, wo ihr Energie reingeben wollt, die euch Spaß machen, die tatsächlich, ich rede hier von Management, ich spreche von wirtschaftlichen Herausforderungen, die am Ende unser Land voranbringen. Das ist mir echt ein Anliegen. Und insofern freue ich mich auf das, passiert in nächsten Jahren. Max Maute: danke Antje. Danke dir, Antje. Antje Lenk: Dank an euch. Bis dann. Max Maute: Bis dann.