FehlerMACHER: Also ganz ehrlich, wir können es selbst nicht glauben, dass wir den Vordenker, Sinnstifter und einzigartigen Visionär Konstantin Gericke, Mitgründer von LinkedIn im Jahr 2002 als Gast in unserem Fehlermacher-Podcast begrüßen dürfen. Konstantin unterstützt derzeit junge Gründende und Studierende als Mentor an der Stanford University im Silicon Valley und findet darin gerade seine größte Leidenschaft und seinen Sinn. Das war der Fehlermacher Podcast, euer Podcast für mehr mutige Macher und Macherinnen. Wenn euch die Episode gefallen hat und ihr echten Impact mitnehmen konntet, dann freuen wir uns natürlich über eine positive Bewertung von euch. Max Maute: Herzlich Willkommen, lieber Konstantin, hier im Fehlermarkt Podcast. Konstantin: Ja, gerne Max. Bin gespannt auf unsere Unterhaltung. Vielleicht wird es zu peinlich. Max Maute: Ich glaube, genau das soll es nicht sein. Wir wollen ja, dass hier im Podcast erfolgreiche Menschen über ihre Fehler sprechen und nicht nur über ihre Erfolgsgeschichten, denn die Fehler sind oftmals ein großer Teil des Erfolges. Du schon eben verraten, dass es ein paar Ansichten gibt deiner Seite. FehlerMACHER: ermöglicht ihr uns, dass noch mehr Menschen Fehlermacher hören und sehen und damit selbst zum mutigen Macher und Macherin werden können. Und wenn ihr künftig keine Folge mehr verpassen wollt, dann abonniert ihr einfach unseren Podcast. Danke, dass ihr heute dabei wart. Bis in drei Wochen zur nächsten Folge, eure Fehlermacher Max und Cindy. Max Maute, unser empathischer Moderator und Co-Founder von Fehlermacher, hat mit Konstantin über spannende Perspektiven zu Fehlern und wer diese eigentlich definiert, gesprochen. Darüber, dass es Konstantin nicht wichtig ist, dass er selbst alles weiß, sondern eher wen er kennt, wenn es brennt. Und was das Ganze jetzt mit dem Thema Hausbau zu tun hat, das erfahrt ihr jetzt in einer neuen Folge im Fehlermacher Podcast. Wir wünschen euch Max Maute: die vielleicht einen Perspektivwechsel für viele Gründer bedeuten. Aber lass uns vielleicht zunächst damit starten, wo du jetzt gerade im Leben stehst. Ordne das mal für dich kurz ein. Wie fühlst du dich? Wo stehst du gerade? Konstantin: Ja, also, man die Gründung von LinkedIn ist jetzt schon einige Zeit, einige Zeit her und aber ich muss sagen, ich freue mich, dass das für mich war das Start-up. Die Motivation war irgendwie zum einen ein Problem zu lösen und irgendwie etwas zu schaffen. Also wenn ich manchmal so Interviews im Radio höre von Kreativen, die irgendwie ein Buch geschrieben haben oder eine Skulptur gemacht haben. FehlerMACHER: viel Inspiration und ganz viele Learnings. Konstantin: kann ich mich da sehr mit identifizieren. Häufig wird das ein bisschen als was ganz anderes als Technik gesehen, aber dieses Schaffende, etwas Neues zu schaffen und was mich halt freut, ist, dass LinkedIn weiter existiert, was bei vielen Techfirmen nach, weiß ich was, 25 Jahren nicht der Fall ist und auch von vielen Menschen genutzt wird und einem auch Berufstätigen und Firmen auch hilft. Also das ist für mich sozusagen eine Freude. Und ja, dass da was draus geworden ist, was man irgendwie von ganz klein angefangen hat. Das gibt mir Freude. Max Maute: Was beschäftigt dich gerade? Konstantin: Zur Zeit, also ich habe die Gelegenheit genutzt, also ich habe die Firma LinkedIn gegründet, als meine Tochter geboren wurde. ⁓ Ich mache also häufig so Mentoring mit Studenten hier. Ich bin ja direkt in der Nähe von der Stanford-Universität. Da gibt es viele, die sich für dieses Thema interessieren. Und eine Frage, die ich häufig bekomme, ist, wann ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Und ich sage so ein bisschen, ja... Das unbedingt zu machen, wenn man eine Familie gründet, ist vielleicht nicht das Idealste. Weil für mich war das immer sehr wichtig. Also Kinder zu haben und dann das Gefühl zu haben, man eigentlich nicht... Man kann nicht beides... Also egal, was man vernachlässigt, irgendwas anderes ist ein Problem. Also ich kann die Firma nicht vernachlässigen, ich kann meine Kinder nicht vernachlässigen. Und deswegen habe ich dann die Gelegenheit genutzt, mich ein bisschen mehr auf Familie zu konzentrieren. Meine Töchter sind aber jetzt gerade fertig mit dem, ja, also Highschool sozusagen, sind studieren oder haben auch angefangen als Grundschullehrerin zu arbeiten und habe jetzt ein bisschen kreatives Projekt, ein Bauunternehmen. Aber ich habe noch ein paar Pläne auch für die Zukunft, können wir vielleicht dann später drüber reden. wo es mehr so eine, ja in USA nicht mehr, wenn das mission driven Firma ist. wo es nicht so um den Profit geht, sondern mehr auf den Impact auf Society oder auf eine bestimmte Gruppe. Ich glaube sehr an das kapitalistische Modell. Also ich glaube diese ganzen Sachen, die man macht, wo man dauernd irgendwie auf Spenden angewiesen ist oder auf die Unterstützung der Regierung ist dann irgendwie wirklich nicht dauerhaft. Also man muss halt Einkommensquellen haben, aber Manche Projekte passen einfach nicht kommerziell, weil sie vielleicht keine großen Profite abwerfen, kommerziell, und auch diese Anfangsfinanzierung. Aber auf beides bin ich jetzt nicht mehr angewiesen. Also ich kann mir also ab an weitere Ideen, die ich machen kann, wo ich sozusagen selbst diese Anfangsfinanzierung übernehme, bis das sich selbst trägt. Und es ist halt auch nicht wichtig, dass irgendwelche Profite dabei rauskommen. Max Maute: Ja, das ist bestimmt eine völlig andere Perspektive, auch auf den Sinn der Tätigkeit, die man dann sozusagen ausübt. Du bist ja auch als Mentor für Studenten sehr intensiv unterwegs, richtig? Konstantin: Das gibt halt neue Möglichkeiten, die ich vor 25 Jahren nicht hatte. Ja, das mache ich gerne. Max Maute: Hat das auch so ein bisschen mit dem Alter deiner Kinder zu tun, dass du da jetzt auch nochmal mehr für brennst, dass Menschen in dem Alter passionierte Gründer sind und du da auch so bisschen den Bezug zu deinen Kindern hast? Konstantin: Ja, also manchmal geht es bei den Gesprächen, auch ob es überhaupt, weil gerade ist so die Phase hier in Silicon Valley seit den letzten, heißt schon bisschen länger her, fünf bis zehn Jahren, dass es sehr populär geworden ist, also Gründer zu sein und das, wie gesagt, als ich damals an der Uni war, war das eher so ein Außenseitergruppe, die das gemacht hat. Was populär war halt, in Investment Banking zu gehen oder Management Consulting oder solche Richtung. Und jetzt machen interessieren sich halt sehr viele dafür oder haben fast das Gefühl, das sollte man machen. Wenn man es nicht macht, man irgendwie bisschen dumm oder so etwas. manche, ja, also wir gehen meistens auf Wandern, unterhalte ich mich mit den Leuten und manchmal, also ich rate nicht jedem dazu, das zu machen und versuche auch zu hinterfragen. Und dann die zweite Sache, die halt sehr kommt, also die Es gab ja viele große Erfolge aus Stanford, wo viele VCs auch eine Menge Geld mit verdient haben. Die sind also alle jetzt sehr präsent auf dem Campus und versuchen halt, den nächsten Gründer von Instagram zu finden. Und dadurch viele Jungunternehmer hier gucken, weil es sozusagen, naja, es ist nicht einfach, es ist nie einfach, Geld zu bekommen, aber die sind halt alle da und ... sehen so ein bisschen als die Messlatte des Erfolgs an, kann ich jetzt den besten BC bekommen, der die beste Marke hat oder die Bewertung meiner Firma und solche Sachen. Und was ich ihm nahelege, dass Unternehmertum eine viel breitere Sache ist und dass die Venture Capitalists haben ein gewisses Business Modell, was zu gewissen Firmen passt. Aber für vieles Unternehmertum Es ist wirklich besser, sich von Kunden finanzieren zu lassen als durch so eine Venture Capital Geschichte. Die investieren nicht, weil sie dich irgendwie mögen oder irgendwie dir helfen wollen. Sie investieren, weil sie einen Job haben von ihren, die ihnen das Geld geben und das mit höherem Risiko, aber auch mit höherem Wie soll ich das sagen? Also mit mehr ... Ja, mit mehr finanzieller Rückzahlung als Bayern. Rendite, das war deutsche Wort, mir da fehlte. Max Maute: Ja, ihr seid ja auch nicht gestartet mit LinkedIn und habt direkt euch auf die Suche nach einem Investor gemacht, sondern ihr ja auch quasi Bootstrap gestartet, wenn ich das richtig verstehe. Hol uns mal kurz ab in die Zeit von damals. Ich meine, du hast ja schon Studiengang rausgesucht, wo man jetzt wenn man rückblickend drauf schaut, denkt, okay, hat er eine Glaspubel gehabt? Weil es ist genau das, was man jetzt gerade braucht an Skills, so gefühlt. Was war damals deine Vision, für die du gebrannt hast? Konstantin: Ja, ich habe einfach das studiert, was mich am meisten interessiert hat. Und ich denke, ja, rückblickend kann man vielleicht sagen, das passt gerade dazu. Aber ich glaube, das ist ganz natürlich. Wenn man das macht, was einen besonders interessiert, dann geht man einfach in diese Richtung. Erfolg ist nie garantiert. Und wie gesagt, vor LinkedIn war ich bei mehreren Startups. Ich war zwar nicht Gründer, aber ich bin relativ früher Mitarbeiter gewesen. viele dieser Firmen waren nicht so erfolgreich. Insofern. kann ich das einordnen und schätzen, dass es dann tatsächlich geklappt hat. Ich habe mich einfach dafür interessiert. Ich hatte das Gefühl, dass Technik alle Elemente unserer Welt sehr beeinflusst und verändern wird. Damals waren es halt noch irgendwie so ein kleiner PC, ein paar Leute benutzt haben, aber ich dachte, das kann man so viel damit machen. die werden immer billiger, immer besser und immer schneller und auf die Software kommt es vor allem drauf an. Ja, sofern ich möchte halt irgendwas machen, was wirklich die Welt verändert und da möchte man da dann direkt in dem Kernpunkt sozusagen anhebeln. Das Problem ist, dass manchmal Technik von Technikern entwickelt wird. Man muss natürlich gewisse Sachen wissen. Und die Techniker sind dann manchmal nicht so versiert, was Psychologie oder soziales Verhalten angeht, weil sie sich halt von Anfang an auf Technik konzentriert haben. Und deswegen hat mich diese Mischung, also ich habe zwar Ingenieurstudium gemacht, aber ich habe sehr viel Sozialwissenschaften und Psychologie auch studiert, weil für mich es kam auf die Anwendung der Technik an. Ich habe mich damals auf den Bereich Künstliche Intelligenz konzentriert, weil zum einen war mir dieses Programmieren in sehr detaillierten Sachen, fand ich irgendwie nicht so spannend, während ich hab halt Prologue war eine Programmiersprache der KI zu der Zeit. Da konnte man relativ schnell mit relativ wenig Zeilen was schreiben. Und für mich ist das wirklich was jetzt sehr spannend ist, ist das mit KI, dass es nicht nur die Techniker sind, die irgendwelche Ideen umsetzen können, die vielleicht aus der Technik geprägt sind, sondern dass mit dem Vibe Coding, das wirklich für jeden, der sich ein bisschen dafür interessiert, ein bisschen Motivation hat, die Möglichkeit, selbst seine Ideen umzusetzen und vielleicht näher an der Praxis ist oder näher an dem Problem als die Techniker, sich mehr eigentlich, die mehr die Technik kennen und die technischen Probleme, aber vielleicht nicht die Probleme in einer gewissen Industrie, in einer gewissen Funktion oder auch im gewissen persönlichen Bereich. Das ist, ich, sehr spannend, also Software. denke ich, wird jetzt anfangen, Goldene Zeitalter endlich zu erreichen, wo halt wesentlich mehr Software produziert werden kann als in den Jahren. Also ich glaube in den nächsten Fünf Jahren werden wir so viel Software produzieren wie 50 Jahre vorher. Nicht alle wird gut sein, aber wenn es von den Leuten erstellt werden kann, die das Problem kennen, ist es besser als wenn es praktisch über einen Übersetzer, ich will mal sagen Programmierer sind einfach Übersetzer, die Probleme... so übersetzt haben, dass der Computer sie verstehen kann. Ich habe damals Latein gelernt in Deutschland und das ist bisschen auch so eine Sprache, nicht für alle ist und wo man eigentlich auch einfach Sachen, die halt sehr präzise ist. Deswegen war es auch, ich habe das gemacht, weil ich dachte, eventuell mache ich mal Medizin zur Sicherheit. Habe ich da mein großes Latino. Aber so sehe ich sozusagen Programmiersprachen als Latein an und die sind einfach Die neue Programmiersprache ist halt Englisch oder Deutsch, ganz normales Sprechen. Max Maute: Ich freue mich jetzt schon mit dir nachher so bisschen über die Zukunft auszusprechen, weil ich da deine Ansichten und Einblicke auch sehr spannend finde. Lass uns aber noch mal kurz in die Vergangenheit reisen und uns anschauen. Ich meine, du hattest damals dann in dem Fall die Vision, du möchtest irgendwie die Welt verändern mit Technik, also wirklich Passion Driven sozusagen. Wusstest aber auch aus deinen Erfahrungen, deinen Jobs in den Start-ups, das kann auch schief gehen. Waren denn da dann auch Zweifel da, als du gestartet bist mit deinen Projekten oder gerade auch mit LinkedIn? Konstantin: Ja und nein. Zweifel kann sich so bisschen anhören, als ob man, ⁓ habe ich jetzt Angst, soll ich das jetzt machen oder nicht. Das war eigentlich weniger der Fall. Ich hatte eher Angst, das eine Idee zu haben und es irgendwie nie versucht haben, sie umzusetzen und dann vielleicht jemand anders setzt sie ⁓ das, das hätte mich einfach zu sehr geärgert, weil diese Idee von LinkedIn war nicht eine, die irgendwie auf einmal erschienen, sondern die ich zumindest mit ReED über vier, fünf Jahre vorher geredet habe, bevor wir die Firma gestartet haben. Und Kommilitonen von mir sagen mir, weiß nicht, also ich kann mich daran nicht erinnern, dass ich über das schon beim Studium geredet hätte. Ich selbst kann mich daran nicht erinnern, ich bezweifle das ein bisschen, es war also nicht irgendwas, das war für mich eher das. ich... Als Unternehmer muss man halt auch irgendwie real, also man muss zum einen eine Vision haben und Sachen überwältigen oder Gedankensprünge machen, die andere vielleicht eher daran zweifeln. Zum anderen muss man aber auch realistisch sein, ⁓ zu sehen, was sind die Hürden für Leute, etwas anzunehmen. Ich weiß noch, in der Frühphase von LinkedIn habe ich mal eine Liste aufgeschrieben. Die Überschrift, die ich handgeschrieben hatte, die damals noch. waren zehn Gründe, also auf Englisch natürlich zehn Gründe, warum LinkedIn nie funktionieren wird. Und habe sozusagen damals zehn Sachen aufgeschrieben. Einfach weil ich... dass ich bisschen Leitfaden haben wollte, worauf ich achten muss. Nicht, ⁓ später hinterher die Reste rauszuziehen, sondern einfach... Das sind diese Probleme, die wir irgendwie überwinden müssen. Das könnte man Zweifel nennen, aber es war nie so, soll ich's machen, soll ich's nicht machen, sondern einfach... Es gibt sehr viele Gründe, warum es nicht funktioniert, und die meisten Start-ups funktionieren nicht. Ich wollte sie einfach aufschreiben, ⁓ sie schwarz und weiß davor zu haben. Wir wollten aber möglichst wenig Geld ausgeben, weil wir wenig Geld hatten und wenn, wurde das in die Programmierer gesteckt. Wir deswegen immer das kleinste Büro gemietet, wo wir reinpassten. Das hat zur Folge, dass wir alle vier Monate umziehen mussten, weil wenn man einfach zwei, drei Leute mit zusetzt, die passen nicht und dann braucht man ein neues Büro. Und meine Liste ist dann leider irgendwann mal bei einem Umzug wahrscheinlich im Papierkram liegen geblieben. Ansonsten, also ich weiß gar nicht genau, was diese zehn Sachen sind. Ich glaube, ich kann mich ziemlich sicher an ein paar davon erinnern. Aber das war, ja ich erinnere mich, diese Liste zu machen und eine Zeit lang angeguckt und irgendwann war sie mal weg. Max Maute: du dich noch einen ganz prägnanten Punkt davon erinnern? Konstantin: Ja, die zwei, mir irgendwie erinnern, ist einfach die Idee zu der Zeit, ein Lebenslauf war eigentlich etwas sehr Privates, was man hatte. Und praktisch nur dann irgendwie übermittelt wurde, wenn man sich irgendwo mit einem Job bewirbt. Und jetzt auf einmal sozusagen für vielleicht nicht für alle, aber für viele, vielleicht Millionen von Leuten, diesen Lebenslauf zu publizieren, wann man genau gearbeitet hat und wo und was man erreicht hat und so weiter, einfach was, was Leute nie vorher gemacht haben und ob sie das machen würden, war halt nicht klar. Die zweite Sache war, ich weiß gar nicht, wie es in Deutschland... Man kriegt ja immer Visitenkarten oder hat damals früher immer Visitenkarten bekommen. Und dann in USA gab es so Ding, das heißt Roladex, wo man die so anheftet an so Karteikarten und dann kann man sie so rumdrehen. Und wenn man irgendwie einen Kontakt von A bis Z hat, sucht man sich irgendwie einen Kontakt aus. Und was ich als junger Mensch damals festgestellt habe, ist, dass so ein bisschen... Ja, eine der Kernwerte, die man mit der Zeit erwirbt, wenn man arbeitet, man, also dieses Rolodex wird immer mehr Leute kommen rein und immer mehr hochwertigere Leute mit der Zeit. Also diese Rolodex, dass von den Leuten, die 30 Jahre gearbeitet haben, ganz anderes Kaliber und Umfang haben als ich damals, der vielleicht fünf Jahre gearbeitet hat. Und die wurden halt immer sehr gehütet, weil das war sozusagen der Asset, die man hatte. Und da wurde manchmal, wenn ich jemandem etwas gefragt habe, hat er gesagt, du kannst mal mit der Person sprechen. Man hat dann rumgedreht in seiner Rollerdecks und mir die Karte gesagt, hier ist die Telefonnummer, ruft ihn mal an und kannst ihm einen schönen Gruß bestellen. Aber es war so ein Schatz, den die Leute auf ihrem Schreibtisch hatten. Und den mit LinkedIn in gewisser Weise auch publik zu machen, für viele Leute zugänglich zu machen, verliert man ja auch eine gewisse Kontrolle darüber. das war also auch ein großer Zweifel, können wir das nennen, oder das war einfach eine Unsicherheit, ob die Leute das annehmen würden. Also das sind so die zwei Punkte, glaube ich, sehr unklar waren. Viele andere Leute hatten große Zweifel an ein Business-Netzwerk. Es war zu der Zeit, gab es schon ein soziales Netzwerk, das hieß Friendster. Das war auch schon sehr populär. Das war schnell, sehr schnell gewachsen auf vier Millionen Mitglieder. Ob die Leute wirklich ein zweites Netzwerk noch haben wollen für den beruflichen Teil, wenn sie schon eigentlich eins haben und viele Leute haben gesagt, guckt mal zum Beispiel Golf, man verbindet ja auch das soziale, wir sind ja Menschen und das soziale mit dem beruflichen zu verbinden und es ist sehr einfach für diese Firma Friendster, die halt vier Millionen Mitglieder hat, dass die Leute auch eintragen, wann sie wo gearbeitet haben und dann gibt es keinen Grund zwei getrennte Netzwerke zu pflegen. Ich persönlich habe immer daran geglaubt, dass es schon zwei verschiedene Netzwerke sind. Das ist für die meisten Leute, vielleicht für fünf bis zehn Prozent. Die Leute, irgendwie sehr öffentlich sind, wie Blogger oder so, die wollen das vielleicht nicht so sehr trennen, aber für die meisten Leute, die wollen sich halt anders darstellen im sozialen Bereich als in der Firma sozusagen. Also ich persönlich hatte, aber das war ein Zweifel, ich sicher auch mit aufgeschrieben habe, weil ich habe es von so vielen Leuten gehört damals, gerade Investoren, dass wir auch selbst wenn unser Konzept erfolgreich ist, wir nicht davon profitieren werden, weil einfach diese Firma Friendster uns platt machen wird. Max Maute: Waren diese Zweifel, nenne ich es jetzt trotzdem mal, kamen die primär aus eurem Kopf oder kamen die von außen? Konstantin: Das kann man glaube ich nicht so gut trennen. Ich meine, die kommen schon aus unserem Verständnis, aber das eigene Verständnis wird natürlich geprägt, was man so allgemein hört. Ich persönlich lerne viel von individuellen Menschen. Also wenn ich irgendwie etwas lernen will, zurzeit habe ich halt ein Bauprojekt. Klar, man kann sich im Internet und über chat.gbt sehr viele Sachen lernen. Aber ich lerne gern von Menschen, weil ich dann genau einordnen kann, von wem das kommt und die Gesichtszüge, die Emotionen dahinter und so weiter. Und es macht auch Spaß, Menschen zu reden, nicht nur mit chat.gpt. Und was ich dann in der Regel mache, so gehe ich eigentlich viele Sachen an. Bei diesem Bauprojekt habe ich erst mal geguckt, wer meiner Kontakte hat in letzter Zeit mein Haus gebaut. Da steht wieder bei... bei Friendster oder Facebook oder LinkedIn mit drin. Da muss man manchmal bisschen rumfragen oder einfach überlegen, wer hat das mal irgendwie erwähnt und dann praktisch die Leute danach zu fragen. Und zum Beispiel bei Bauprojekten, was ich damals gelernt habe, das habe ich also auch schon vor zehn Jahren angefangen, war, es meistens gesagt haben, dass es meistens wird viel teurer als du denkst, selbst wenn du Kosten vor Anschläge bekommst, ist es wesentlich teurer. und es dauert meistens wesentlich länger, also häufig zweimal so lange wie erwartet wird. Also mach es nur, wenn du wirklich ein bisschen Geld hast und ein bisschen Zeit. Ansonsten kann es ziemlich stressig sein, wenn man das zusammen mit Beruf und Familie und so weiter kombinieren will und man kann es dann weniger genießen und davon habe ich zum Beispiel gelernt. Insofern diese, ich weiß nicht, ob wir das als Zweifel nennen, aber als als Dämpfer sozusagen. Ich denke, an was man denkt, man ist irgendwie geprägt worden. kommt zum Teil durch... Bei mir kommt es mehr durch Freunde und persönliche Kontakte als durch allgemein, was denkt die Gesellschaft, oder was denkt die Leute im Ort darüber. Das ist mir relativ unwichtig, oder was denkt das Internet. Aber was natürlich meine Freunde denken, ist mir schon sehr wichtig. Was meine Kinder denken, ist mir sehr wichtig. Und das... Ja, das fließt dann ineinander ein. Max Maute: Mhm. Du hast mir vorhin off the record gesagt, diese Fähigkeit als Gründer manchmal aber auch das komplett zu ignorieren, was alle anderen sagen und einfach an seine Idee weiter zu glauben, dass das ja aber auch total essentiell ist, aber gleichzeitig natürlich auch ein Risiko, dass man irgendwie zu, also mit dieser Eigenschaft dann zu lange verbissen an etwas festhält. Wie war das bei dir oder wie ist das bei deinen Ideen? Konstantin: Ja, glaube, die meisten Leute fallen, wenn man irgendwie da gibt, sicherlich irgendwelche Tests, man dafür entwickeln kann. Es gibt ja viele psychologische Tests, wo man dann irgendwie sehen kann, wo man ist. Und meistens wird man dann immer eingeordnet, entweder als rechts oder links. Politik auch so ein bisschen. Und auf dieser Spanne, die meisten Leute identifizieren sich. Und vielleicht, wenn man sagt, okay, du hast irgendwie so einen kleinen Hang dazu, ein bisschen größer zu denken und visionär zu sein, dann bekommt man das auch meistens von anderen Leuten gesagt. Du bist ja sehr visionärisch und dann wird dafür gelobt und dann macht man es noch mehr. Man konzentriert sich darauf, diese Stärken weiter auszubauen, weil man halt dafür positives Feedback bekommen hat. Das Problem ist also bei manchen dieser psychologischen Tests, dass je mehr man dann zu diesem Extrem geht, desto weniger hat man diese Fähigkeiten dann irgendwie zu gucken. Ja, die Realität, man kann dann Realität, realitätsfern sein und und für den Erfolg ist natürlich auch wichtig, zum Beispiel gerade Kunden zuzuhören und zu verstehen, was die sagen. Wenn man immer nur den Leuten rauspusauen will, was, warum diese Sache, an der man arbeitet, so wichtig ist, ja, dann kommt das andere, was halt auch ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Und ich glaube, was gute Unternehmer sind, die so ein bisschen Zum einen würde ich sagen, in der Mitte sind, aber ich würde fast sagen, die sowohl nach rechts als auch nach links gehen können. Teil auch ihre Visionen standhalten können und nicht so beeinflusst sind, wenn Leute irgendwie etwas sagen. Gleichzeitig in den richtigen Momenten aber auch wechseln können und sagen, was ich jetzt will oder woran ich geglaubt habe, ist nicht so wichtig. Ich möchte jetzt wirklich gut zuhören und verstehen. wie es bei dir funkt und warum du dieses Produkt nicht so viel nutzt. Also ich hatte sehr wenig Unterstützung bei meinen Freunden für dieses LinkedIn-Projekt, weil alle haben gesagt, das spart dir deine Zeit für was anderes. Aber da sie meine Freunde waren, als ich sie eingeladen habe, haben sie sich schon auch brav angemeldet und ihr Profil ein bisschen ausgefüllt und... Das war es dann meistens, dann habe ich sie halt hinterher nochmal, ich habe dann gesehen, dass sie niemand eingeladen hat, dann habe ich sie nochmal gefragt, doch mal ein paar Leute ein und dann sozusagen nur mir zu gefallen, haben sie dann noch andere Leute eingeladen, aber wenn ich mich dann später und ja ich treffe mich regelmäßig mit meinen Freunden, getroffen habe und dann habe ich halt immer gefragt, ja wofür hast du denn LinkedIn benutzt und dann meistens war die Antwort ja Ich war schon sehr lange nicht mehr da. Ich habe das eigentlich mehr dir zu gefallen gemacht und benutze es eigentlich nicht. Da war es zum einen wichtig, man könnte einfach sagen, ich muss dir jetzt erzählen, warum du es benutzen musst, aber auch Ich habe häufig versucht dann zu sagen, aus welchem Grund? Wenn du jetzt, du hast irgendwelche Sachen in deinem Business, die du erreichen willst, wie erreichst du die? Und warum denkst du nicht an LinkedIn? Oder wenn du an LinkedIn denkst, warum denkst du, das hilft dir nicht, diese Probleme zu lösen? Für mich war es ganz natürlich, dass ich Wenn ich ein Problem lösen will, es geht meistens zusammen mit anderen Menschen. Insofern bin ich häufig in der Situation gewesen, dass ich nach Menschen gesucht habe. Deswegen war für mich das ideal, etwas wie LinkedIn zu erstellen, weil ich zum ersten Mal richtig gezielt suchen kann. Aber auch nicht nur in reinen Datenbank, sondern sehen kann, was in meinem Kontakt im zweiten Grad ist. Es gibt ja dieses Wort, das geflügelte Wort, dass man sagt, es geht nicht darum, was man weiß, sondern wie man kennt. Das Problem ist, dass wem man kennt, sehr begrenzt ist. Richtig kennen kann man, würde ich sagen, maximal 150 Leute. Klar, können für manche Leute vielleicht 200 sein, für manche vielleicht eher 75, aber es ist halt sehr begrenzt und wenn man jemanden Spezielles sucht mit einer Expertise, ist sehr selten, dass sie unter den Leuten sind, die man kennt. Deswegen ist dieser zweite Grad sehr wichtig, weil wenn jeder 100 Kontakte hat, die er kennt, dann sind die Chancen, diese Person im zweiten Grad zu finden, hundertmal so groß. Und da ist man dann doch häufiger fündig. Und das war mir halt sehr wichtig, nicht nur die Profile zu haben, sondern auch zu sehen, wer ist in Kontakt zweiten Grad ist, über wen bin ich dieser Person verbunden. Weil das dann doch hilft, auch diese Leute zu praktisch erreichen zu können und mit ihnen eine Unterhaltung zu kommen und sich auszutauschen. Max Maute: Du hast ja LinkedIn verlassen, zu einem relativ frühen Zeitpunkt und bist als CEO in ein anderes Startup gegangen. Kannst du das mal ausführen, was da für dich die Beweggründe waren? Konstantin: Mhm. für mich ist, also ich habe nennendrin gesagt, ich interessiere mich für diese Mischung zwischen Technik, neuen technischen Möglichkeiten und Effizienz, daraus kommt, aber auch wie sie eingesetzt werden kann. Ich denke sozusagen. So wie wir Menschen sind, es ein Teil der Evolution, wo wir Sachen funktionieren einfach und viele Techniker gucken einfach sagen, das ist sehr ineffizient. Ist es auch vielleicht in gewisser Maßen, aber man... Aber viele Sachen versteht man einfach nicht, die sind effizient auf eine andere Weise. Also zum Beispiel bei uns bei LinkedIn. Wir waren davon überzeugt. Viele Techniker haben vielleicht gesagt, wir brauchen einfach eine Datenbank mit vielen Personen, die man vielleicht auch gar nicht, die einfach am einfachsten zu erstellen ist, weil viele Personen haben schon Informationen auf dem Internet und wir müssen die ganzen Sachen einfach organisieren in Profile. Man kann ja einfach... Es ist eine technische Möglichkeit mit so einem Crawler alle Namen zu gucken und welche Person, welche Informationen gehört dazu. sind ja auch häufig irgendwelche Firmennamen assoziiert mit Menschen und man erstellt praktisch für alle Menschen ein Profil und hat dadurch sehr schnell irgendwie Hunderte von Millionen von Profilen und man kann dann einfach die Person finden. Das wäre so ein bisschen ein technischer Ansatz über Crawling und ja, einfach zu checken, welche, weil es gibt manchmal die gleichen Leute mit dem gleichen Namen und dann zu wissen, welcher Paul Müller ist das und welcher ist der andere Paul Müller. Das sind also rein technische Probleme. Aber was fehlt, das Vertrauen, wenn man irgendjemanden kontaktiert, warum Warum würde eine Person darauf antworten? Oder wenn sie sich mit dir unterhält, warum würden sie eventuell Informationen preisgeben, die sie nicht allgemein preisgeben? Häufig passiert das zum Beispiel, wenn man jemanden einstellt. Ich frage auch damals... gefragt, gib mir deine Referenzen, wen kann ich da anrufen? Ich weiß nicht, in Deutschland hat so gemacht. damals Deutschland kriegt man noch so vorgedruckte Sachen, die die geschrieben haben, so eine Empfehlung oder so etwas. Da gab es dann auch so eine, ich weiß nicht, ob noch so eine Entschlüsselung dass man gesagt hat, der kam regelmäßig zur Arbeit, das bedeutet, das ist ein ganz schlechter Mitarbeiter, weil man nie was Negatives sagen durfte. Ich weiß nicht, ob das heute noch so ist, aber in den USA ist es halt immer so, dass man das nicht schriftlich macht, sondern gibt einfach die Leute von vier oder fünf Leuten mit Telefonnummern an und die man dann anrufen kann und dann befragen kann, wie war diese Person als Mitarbeiter und so weiter und so fort. Was ich gelernt habe, dass diese fünf Personen waren, immer sehr ausgesucht von denen die Leute in Job haben wollten. Und man hat halt nicht so viele gute Informationen oder neutrale Informationen bekommen, weil die Leute haben sich dazu bereit erklärt, weil sie die Person bei der Jobsuche unterstützen wollten. Und man kann natürlich versuchen, irgendwie besondere Fragen vielleicht ein bisschen herauszulocken, aber es war halt immer sehr schwierig. Und was ich dann in der Regel gemacht habe, weil das eine Menge Zeit gebraucht hat und nicht viel rausgebrochen sind, ich habe praktisch Diese fünf Leute, die mir eine Person gegeben hat, als Referenzen habe ich ignoriert. Ich einfach gesagt, das sind genau die Leute, die ich nicht anrufe, weil die geben mir die wenigsten interessanten Informationen. Ich suche jetzt andere Leute, die mit dieser Person zusammengearbeitet haben und rede mit denen, weil die wurden nicht als Referenz angegeben. Die haben vielleicht interessantere Sachen zu vermitteln. Warum sollen die Leute sich die Zeit nehmen, mit mir zu unterhalten? Und deswegen ist eine gemeinsame Bezugsversorgung und auch das Vertrauen, dass man die Informationen, die man bekommt, vertraulich behandelt, halt sehr wichtig. Und das ist halt diese Basis, uns, wir hatten auch ursprünglich den Namen von LinkedIn, einen Namen, für den wir uns interessierten, das hieß Trust Networks. Also weil es uns einfach ⁓ diese Vertrauensbasis sehr wichtig ist. Und wenn man zu technisch rangeht, dann muss man eine gute Mischung finden zwischen diesen beiden Sachen. Das war mir sehr wichtig und da hat mir, glaube ich, auch mein Studium geholfen und einfach meine, aber auch das Studium ist auch nur ein Zeichen meiner allgemeinen Interessenslage, diese beiden Sachen irgendwie zu kombinieren. Max Maute: Und diese Interessen gingen dann irgendwie von dir persönlich und ging dann ein bisschen auseinander oder warum haben sich die Wege irgendwann getrennt? war der Grund. Konstantin: Ja, für mich ist das halt, das ist der interessante Sache beim Startup, ist halt diesen, also hier in USA wird das wahrscheinlich auch im Deutschen inzwischen, irgendwie fit to market genannt, dass man also das Produkt, das ist dann auf, dass man gesagt hat, okay, das ist ein Produkt, was die Leute jetzt verstehen und annehmen. Das ist in der Regel in den ersten vier Jahren löst man das Problem oder wenn man es nicht löst, ist man weg vom Fenster. Ja, das ist also Das ist, würde ich sagen, die ersten eins bis vier Jahre ist es das Kernproblem, das man irgendwie lösen muss. Und das ist das, was mich besonders interessierte. Es gibt viele andere Probleme, dann passieren, nachdem man dieses Kernproblem gelöst hat. Zum Beispiel, wie kann man skalieren, die Vertriebskanäle, wie hält man eine Firma motiviert, die jetzt nicht... Als ich LinkedIn verlassen habe, waren wir 60 Leute. Heute sind es, ich weiß nicht, 10.000 von Leuten. Wie leitet man so eine Organisation? Das geht einfach um andere Sachen, die mich nicht besonders interessieren. innerhalb von ein paar Jahren sind auch fast alle 50 weggegangen. das einfach die Leute, die sich für dieses erste Stadium interessieren, sind häufig nicht, die sich für die späteren Probleme interessieren. Ich will nicht sagen, dass sie nicht wichtig sind. Sie sind einfach für mich persönlich weniger kreativ, weniger interessant. Vielleicht, wenn man ein Buch schreibt, kann man sich das vorstellen, ich schreibe ein Buch und habe das Buch geschrieben und vielleicht habe ich auch die erste Roadshow gemacht und ein bisschen Feedback bekommen. Aber jetzt dann unbedingt das noch zu übersetzen in 25 Sprachen und dann noch die zweite und dritte Serie daraus zu machen, irgendwie für mich irgendwie weniger interessant. Sondern die Möglichkeit gehabt zu haben, einen anderen Start-up zu gehen, der was Neues wiederum macht, wo ich... Also das war nicht meine eigene Gründung. Ich wurde reingeholt als Geschäftsführer und... dass man sich praktisch gesagt hat, wir wollen halt Telekommunikation mit sozialen Netzwerken verbinden. Wir kennen Telekommunikation, du kennst Netzwerke. Wäre das nicht was Interessantes? Und das war so, das Handy groß geworden ist zu der Zeit, wo ich gesagt habe, das ist für mich wesentlich interessanter, als irgendwie LinkedIn weiter zu skalieren. Die andere Sache, die auch mich interessiert hat, und so dass wir sagen, das war die Hauptsache, aber die zweite Sache war, Dadurch, dass ich immer sowohl Technik als auch die weicheren Sachen sozusagen studiert habe, ich habe mich dann sozusagen nie auf die Technik konzentriert, sondern ich war im Marketing tätig, was ich halt mehr so bisschen in der Mitte sehe. Ich sehe Marketing in Mitte zwischen Vertrieb und Entwicklung. Deswegen habe ich mich da auch am wohlsten gefühlt, aber es ist letztendlich die Technik war immer Ausglieder an jemand anderes und habe gesagt, okay. Ich war immer für Marketing zuständig. Jetzt habe ich mal die Gelegenheit, als Geschäftsführer eingestellt zu werden, ⁓ auch meine technische Seite mit unterzubringen. Und häufig kriegt man nicht die Gelegenheit, einfach zum ersten Mal als Geschäftsführer eingestellt zu haben. Natürlich, wenn man einen Geschäftsführer sucht, sucht man meistens jemanden, der schon Geschäftsführer-Erfahrungen hat. Und bei mir war die Gelegenheit, weil LinkedIn schon relativ gut lief, dass die Leute gesagt haben, naja, das... Das Risiko geben wir ein, der war noch nie vorher Geschäftsführer. Aber wie gesagt, er einen relativ guten Erfolg bei einer Firma war und auch ein größeres Team schon geleitet hat. Und ein paar geben wir dieses Risiko ein. für mich war das so ein Anderes. Ich mache nicht gerne Sachen einfach immer wieder das Gleiche sozusagen. Viele Unternehmer sind so Serial-Unternehmer. Die haben halt eine Firma gründen und dann gründen sie die nächste Firma. Ich hatte das Gefühl, ich möchte etwas anderes machen und sozusagen für die Gründer zu arbeiten. Aber als deren Chef sozusagen war eine andere Art Herausforderung. Man hat natürlich auch viel mehr mit dem Wort zu tun. Und nachdem die Zeit vorbei war, habe ich auch nicht wieder das Gleiche gemacht, sondern habe gesagt, ich interessiere mich jetzt. Ich bin jetzt mehr im Aufsichtsrat tätig, was mit denen ich vorher zu tun hatte. das ist das, was ich hatte zu sagen. Ich wusste schon, wie die vielleicht manchmal wo sie hilfreich sind, manchmal nicht hilfreich, Sam, aber dann wirklich tatsächlich diesen Job zu übernehmen. Und ich war dann auch später noch mal als VC tätig mit Investitionen das zu sehen. Also ich mache gerne immer neue Sachen, nicht immer das Gleiche nochmal. Das ist für mich macht einfach viel mehr Spaß. Max Maute: Das kann ich total nachvollziehen. Das geht mir ganz genauso, was vielleicht für andere, manchmal ein bisschen, also für viele wirkt es so, als ob du die ganze Zeit Fehler machst, weil du ja auch die ganze Zeit neue Sachen machst. So geht es zumindest mir. Als ich jetzt auch im Rahmen der Recherche über dich als Person geschaut habe, kam auch so als ersten Impuls diese Story, als du damals als CEO eingestiegen bist, nach zwei Jahren dort wieder gegangen bist. Das könnte vielleicht ein Fehler gewesen sein, dass du da nicht in der richtigen Rolle warst. Was man jetzt im Nachgang vielleicht sagen kann, weil du dich ja selbst als Visionary beschreibst, als eher Founder, der was anschubst. Und ich meine, jetzt im Nachgang würdest du vielleicht sagen, klar, als CEO habe ich andere Aufgaben als etwas anzuschubsen, da muss ich eher managen, koordinieren. Wie siehst du das? Also wie ist deine Perspektive auf Fehler, also so eine Situation als Fehler zu betrachten? Würdest du das grundlegend als falsch betrachten oder nimmst du das überhaupt gar nicht so wahr? Konstantin: Mhm. Ja, da gibt es ein paar verschiedene Ansätze, die ich denke. Also zum einen, was ich in Stanford außer KI studiert habe, das war mehr mein Fokus im Undergraduate, Bereich. Für meinen Masters habe ich, das war auch ein selbst zugestelltes, aber ich war im Prinzip unter ein Professor und habe auch viele Kurse mitunterrichtet im Bereich Entscheidungsanalyse. Das hat mich sehr interessiert. Die Entscheidungsanalyse war im Engineering-Bereich. Da gab es eine gewisse Methode, Entscheidungen korrekt zu treffen. Ich habe nebenbei aber auch immer Sozialwissenschaften studiert, wo so kognitive Prozesse untersucht wurden, die häufig dann zu Fehlentscheidungen führen oder auch die Entscheidung in Unternehmen getroffen werden, weil jeder entscheidet für sich selbst, aber dann auch für die Firma und manchmal passen die Sachen nicht zusammen. ich habe mich sowohl wiederum, obwohl ich das im Engineering Bereich und mein Degree ist halt auch im Engineering. habe ich mich immer auch für das Sozialwissenschaftliche und Psychologische dabei interessiert. Aber in diesem Ingenieurenprozess, Sachen, die mir sehr gut gefallen haben, also die nennen das Normativ, wie man eine Entscheidung fallen sollte, ist zu sagen, man muss die Entscheidung bewerten zu dem Informationsstand, man hat zu der Zeit. nicht hinterher, wenn man neue Informationen hat. Zu diesem Beispiel, die Firma, die du ansprichst, die hieß Jackster, die Entscheidung, dahin zu gehen, ist von dem Informationsstand. Zwei Jahre später, waren sehr hoch und runter, Firma, super erfolgreich, das erste Jahr, und das zweite Jahr eher weniger, könnte man sagen, das war eine Fehlentscheidung, dahin zu gehen. Und finanziell auf jeden Fall. Also ich hätte wesentlich mehr noch verdient, noch mehr Aktien von LinkedIn zu der Zeit. Aber man muss die Entscheidung bewerten, zu dem man hat ja nicht die Informationen der Zukunft. Man muss die bewerten zu den Informationen, die man hat. Wenn ich jetzt zum Beispiel würfe und ich sage, ich denke, ich setze auf die Nummer eins und du würfelst in den Nummer sechs kommt Raum. War das ein Fehler, dass ich die Nummer eins gewählt habe? Weil letztendlich kam Nummer sechs drauf. meisten Leute verstehen das. Das kannst du ja nicht wissen, was daraus wird. Und solange du dir den Würfel angeguckt hast und gesagt, die sind gleichmäßig, dann auf die eins zu setzen, war okay, es war kein Fehler, die eins zu setzen. Also das ist die eine Sache, die, glaube ich, sehr wichtig ist. Man kann natürlich vor einer Entscheidung muss man überlegen, kann ich noch mehr Informationen beschaffen für diese Entscheidung. Und da zum Beispiel in diesem Programm, was wir da propagiert haben, was glaube ich auch sehr wichtig ist als Prinzip, weil wir Leute schaffen dann einfach viele Informationen zusammen, weil sie nicht die falsche Entscheidung treffen wollen. Und da geht dann viel Zeit verloren und die Entscheidung wird gar nicht getroffen oder zu spät. Und was wichtig ist, was wir da praktisch kalkuliert haben, ist der Wert der Information. Und zum Beispiel Informationen zu beschaffen, die die Entscheidung nicht verändern, ist Null. Also nur Informationen zu schaffen, kann man vorher kalkulieren. Wenn ich jetzt so sagen A höre oder B höre, trotzdem wird sich meine Entscheidung nicht ändern, dann ist es ganz egal, ich keine Informationen bekomme. Aber man kann auch ausrechnen, wie viel Wert eine Information ist, je nachdem, wie es dann am Ende das Resultat rausbringt. Also das sind so ein paar Prinzipien, die, glaube ich, sehr wertvoll sind, wie man mit Informationen umgeht. Die andere Sache war einfach zu trennen bei einer Entscheidung. Eine Entscheidung ist, was ich selbst entscheiden kann. Das ist unter meiner Kontrolle. Aber es gibt immer Probabilities oder Unwegbarkeiten, man das auf Wahrscheinlichkeiten, wie man das auf Deutsch sagen würde, auf die man keinen Einfluss hat. Und das muss man auch realisieren und nicht versuchen, darauf zu entscheiden, sondern zu sagen, das weiß ich aber nicht, aber was ich machen kann, ich kann sagen, ich schätze einen wie zum Beispiel bei LinkedIn. Wir hätten darüber gesprochen, ob es ein getrenntes Business-Netzwerk gibt, vom persönlich im sozialen Netzwerk. Das kann ich nicht kontrollieren. ist eine Wahrscheinlichkeit. Die kommt nach meiner Entscheidung, die Firma zu starten. Aber ich kann mir überlegen, was ist die Wahrscheinlichkeit? Auch wenn ich daran glaube, die wollen getrenntes Netzwerk. Das ist immer trotzdem eine Wahrscheinlichkeit. Das ist nie 100 Prozent. Weil wenn 100 Prozent ist, es bereits ... Okay, du kannst mir eine Pistole an den Kopf setzen. Und die Hälfte der Patronen sind gefüllt, die Hälfte nicht. Also ich bin bereit dafür zu sterben, wenn ich falsch lege. Und wenn die Leute sich das überdenken, okay, dass du mich dann erschießen kannst, wenn es falsch ist, dann überlegt man sich jetzt doch, na vielleicht ist es doch eher eine Wahrscheinlichkeit. Ich bin zwar zu 90 Prozent davon überzeugt, dass sie es getrennt haben wollen, aber es gibt so viele Leute, sagen, die wollen es lieber anders. Ich schätze dann die Wahrscheinlichkeit 10 Prozent darauf ein. Das fließt halt in die Entscheidung ein. Aber ein anderer Fehler ist, also das eine ist diese Verwechslung von Entscheidungen und Wahrscheinlichkeiten. Das andere ist, dass wir dazu neigen, zu sagen A oder B. Meine Entscheidung ist, ich mache A oder ich mache B. Und was sehr wichtig ist, Alternativen zu entwickeln. C und D auch. An die man vielleicht nicht denkt. Das ist ein kreativer Prozess. Was könnten wir sonst machen? Also, wenn ich Autobauer bin, setze ich auf Elektroautos oder nicht? Ja, aber man kann halt auch Hybridautos bauen, zum Beispiel. Oder Wasserstoffautos. Oder vielleicht aus dem Autogeschäft raussteigen und Flugzeuge bauen oder Raketen bauen oder weiß ich was. Also es gibt halt immer viele Alternativen und wir neigen dazu zu früh uns für eine zu entscheiden. Und eine wichtige Entscheidung, häufig auch eine Alternative ist, einfach gar nichts zu tun. Alles bleibt so wie beim Alten. Das wird auch manchmal ignoriert. Also da habe ich halt viele Sachen in diesem Bereich gelernt und mich dafür interessiert. Und das andere ist, dass man auch nicht hinterher unbedingt weiß, was ein Fehler war. Also ich gebe mal als Beispiel bei LinkedIn, da wir diese Sorgen hatten mit dem Lebenslauf, über das wir gesprochen hatten und über diese Kontakte, die so bisschen preiszugeben, haben wir uns ein relativ ausgeklügelte System ausgesucht, wie die geschützt sind. Dass also nicht jeder einfach auf die Kontakte zugreifen kann, sondern nur die Kontakte die eigenen Kontakte auf die Kontakte zugreifen können, aber nicht andere Leute bei LinkedIn zum Beispiel. Und auch die Sichtbarkeit des Profils, wie man das steuert usw. fort. was je mehr man praktisch von diesen Sachen einbaut, desto komplizierter wird das System. Und das hat den Vorteil, dass man den Leuten mehr Kontrolle und Schutz gibt über die Privatsphäre. Aber was das häufig macht, ist, dass die Leute einfach anfangen, das System nicht mehr zu verstehen, weil sie es nicht intuitiv bedienen können. Aber es hemmt auch das Wachstum. Und wir haben uns zum Beispiel zu der Zeit, später kam Facebook auf, und wir haben halt relativ locker damit agiert. Keine Privatsphäre, ist egal, einfach mal so los. Und kannst halt das machen und das, was du postest, ist dann gleich öffentlich, usw. usf. Und dann die Strategie bei denen war okay. Wir versuchen es einfach. Und wenn es zu viele Probleme gibt, dann rudern wir ein bisschen zurück wieder. Also gehen also drei Schritte vorwärts und dann machen wir einen Schritt zurück. Letztendlich sind wir zwei Schritte vorangekommen. Bei LinkedIn haben wir halt immer sehr viele interne Diskussionen gehabt, weil wir hatten das Gefühl, wenn wir diese Vertrauensbasis verspielen, dann haben wir gar nichts und sind halt immer nur ein Dreiviertel Schritt gegangen und dann vielleicht noch einen halben Schritt und immer so ganz allmählich. War das ein Fehler oder war es kein Fehler? Ist schwer zu sagen. Evento wäre LinkedIn wesentlich einfacher zu bedienen und wesentlich schneller gewachsen, wenn wir es nicht gemacht hätten. Also was wir mit der Zeit festgestellt haben, haben halt immer manchmal gewisse Entscheidungen gemacht und gewisse Sachen zu lockern und haben dann gedacht, jetzt gibt es sicherlich eine Empörung unter den Nutzern und so und so viele Leute und wir Wir stellen uns darauf ein und haben häufig fast gar nichts gehört von irgendjemandem. Wir haben das gar nicht gemerkt überhaupt oder wenn wir es gemerkt haben, war es okay. Da hatte man das Gefühl, wir hätten eigentlich das schon früher machen können oder einen größeren Schritt machen können. Vielleicht ist das von Facebook die bessere Strategie, einfach drei Schritte vorwärtszugehen und einen zurück, als immer nur so ein Dreiviertelschritt zu machen. Aber letztendlich weiß man nicht. Also LinkedIn ist so gewachsen, wie es ist. Max Maute: Hmm. Konstantin: Man kann natürlich sagen, das habt ihr gut gemacht, ihr habt das Vertrauen der Mitglieder nicht verloren und so weiter und so fort. Ja, aber andererseits, vielleicht, wenn wir es anders gemacht hätten, wären wir noch schneller gewachsen und das System würde noch besser funktionieren und noch mehr Umsatz abwerfen heute. Das kann man nicht sagen, weil es gibt keine parallele Welt, wo die Alternative LinkedIn existiert. Insofern, das kommt so ein bisschen mehr auf die Bewertung an und auf die Sichtweise, ob es ein Fehler war oder nicht. Max Maute: Normalerweise spielen wir immer ein Spiel mit unseren Gästen und als ich dir vorher die klassischen Unternehmerfehler vorgelesen habe, haben wir uns aber dafür entschieden, dass wir uns zwei dieser Fehler anschauen und miteinander diskutieren oder besprechen, ob das denn überhaupt Fehler sind. Das fand ich total spannend, das hat noch keiner vorher gemacht. Und das würde ich jetzt gerne mit dir gemeinsam machen. zwar hieß der Fehler, ⁓ den es ging, zum einen, ich wollte alles selbst machen. Ich assoziiere damit nämlich tatsächlich einen Fehler, weil das oft bei mir als visionary das Problem ist, wenn die Dinge, die Ideen größer werden und ich müsste eigentlich delegieren und loslassen, dann habe ich ein Problem, weil ich... Konstantin: Ja. Max Maute: meistens noch alles selbst machen will. Da bin ich in der Vergangenheit schon aus die Nase gefallen. Ich fand es aber total spannend von dir zu hören, dass es gar nicht unbedingt immer ein Fehler sein muss. Konstantin: Ja, ich denke, es kommt drauf an, was benötigt wird. Also wir hatten ja so bisschen über diese Vision und Detail gesprochen. Das ist, ich, so eine Ähnliche, wo man, glaube ich, manche Leute können beides. Ja, die können zum einen sehr konkret Sachen selbst auch mit den eigenen Händen erreichen und auch konkrete Anleitungen geben und und Und es gibt viele Unternehmer, dafür bekannt sind. Steve Jobs und Bill Gates sind ja zum einen Visionäre bekannt dafür, aber zum anderen waren sie auch immer sehr hands-on, die die Produkte ganz genau im Detail geguckt haben. Ich erinnere mich zum Beispiel an, bei Bill Gates war es so, dass beim Anfang von LinkedIn in den ersten Jahren, ich war ja fürs Marketing zuständig, immer ab und zu mal jemanden gab, irgendwie gedacht hat, das wäre doch mal mehr als Witz, als gerne gesagt haben, ich stell jetzt einmal das Profil für Bill Gates. Weil Bill Gates war damals so der bekannteste Techniker, der von allen angehimmelt wurde und Also bei Friendster zum Beispiel, bei diesem sozialen Netzwerk, das wir redet hatten, haben die immer Profile angelegt, der hieß Gott. Ja, wollten alle das Gott-Profil anlegen und die mussten dann immer natürlich geloscht werden, weil Gott nicht erschienen ist bei Friendster. Genauso ging es bei mir. Das Bill Gates kam über neues Profil. Und aber ich musste dabei sichergehen, dass ich nicht, wenn der richtige Bill Gates sich tatsächlich anmeldet, dass ich nicht sein Profil lasche. Das wäre natürlich der Traum, dass Bill Gates in sich anmelden und dann sein Profil zu löschen wäre nicht so das Tolle. Und man kann das ja nicht unbedingt mal, was Bill Gates auf dem Profil hat, wann er gearbeitet und wo, ist alles, sein Foto, alles ist halt relativ leicht zu erkennen. Insofern war ich damit beschäftigt, häufig Bill Gates Profile zu löschen, aber ab jedes Mal immer genau geguckt. Wir hatten gewisse Informationen, wo wir aussehen konnten, sozusagen durch die IP-Adresse, wo das war und wenn das irgendwann war in, weiß ich was, in in Bulgarien, dann war es wahrscheinlich nicht Bill Gates. Und dann eines Tages fand ich halt ein neues Bill Gates Profil oder jemand hat mich darauf hingewiesen, vielleicht hatten auch die Ingenieure sogar eine Suchmaschine erstellt, jedes Mal, Bill Gates Profil erscheint, ich, ich weiß nicht mehr genau was die Nachrichten bekam und ich guckte danach und ich sah, das ist tatsächlich auf dem Campus von Redmond, wo wo Microsoft Sitz erstellt worden. dann, auf einmal wurde es ganz spannend. Ist das jetzt wirklich der richtige Bill Gates? Und dann sah ich das Profil und war fast nichts eingetragen. Ich dachte, vielleicht ist er das. Weil er wird sich nicht die Zeit nehmen, irgendwie alles Mögliche und sich selbst darzustellen. Das wäre natürlicher, dass der richtige Bill Gates ein relativ einfaches Profil erstellt. Und, ja, und ... Wenn ein Profil so ein Fake-Profil ist, häufig hat es auch keine Verbindung zu anderen Leuten. Aber sein Profil, also ich sah, er hat es nicht selbst erstellt, sondern er wurde eingeladen oder diese Person wurde eingeladen. Und wir konnten natürlich nachgucken, haben geguckt, wer hat sie eingeladen? Das waren andere Mitarbeiter von Microsoft. Haben wir geguckt, wie lange arbeitet diese Person bei Microsoft? Die war halt über 15 Jahre schon. Also schon jemand, die vielleicht eine, damals angefangen ist, als die Firma noch klein war und sie war im Bereich Education, was wir auch wussten für Bill Gates interessant war. Also das jetzt auf jeden Fall nicht löschen, vielleicht haben wir den echten Bill Gates da. Aber wie finden wir das jetzt raus, ob das der echte ist oder nicht? Aber ich sah, dass diese Person, die Bill Gates eingeladen hat, war drei Grad von mir entfernt. Also wir hatten keine gemeinsamen Besuchspersonen, aber wir hatten sozusagen zwei Besuchspersonen dazwischen. Dann habe ich einfach gesagt, ich mache das so, wie ich LinkedIn auch organisiert habe. Ich frage einfach bei der Person an, die die Person kennt, ob sie mich der mal vorstellen kann. Und diese Person hat dann auch mir gesagt, ja, diese Person kennt Bill Gates auch. Insofern habe ich aus dem Grund das Ding auch nicht gelöscht. Und dann waren wir natürlich irgendwie sehr froh. haben, glaube ich, auch angefragt, können wir das irgendwie publizieren und haben nie eine Antwort bekommen. dann, ein paar Monate später, bekam ich einen Anruf vom Chief of Staff of Microsoft und gesagt, der Bill Gates möchte gern sein Konto löschen. Und da war ich natürlich sehr traurig, habe aber gefragt, warum? Er hat er hat in seinem Spam-Folder so viele Einladungen von Microsoft-Kollegen bekommen und das ist ihm sehr unangenehm. Aber das war so Beispiel dazu, auf der einer Frage, dass Bill Gates guckt in seinen Spamfolder nach und es stört ihn, wenn, es ist schon im Spamfolder, es ist nicht in seiner Inbox, aber dass diese Nachrichten in seinen Spamfolder reingehen, hat ihn so geärgert, dass er gesagt hat, löscht das Ding jetzt. Oder er ruft halt seinen Chief of Staff an, der sagt, es muss gelöscht werden, hätte es ja auch selbst löschen können, aber das ist Beispiel für Bill Gates, der halt auch visionär ist und alle möglichen Malarien bekämpft und gleichzeitig auch in seinem Spam-Folder guckt und was in dem Spam-Folder gelandet ist. Also ich denke, es nicht unbedingt ein Fehler ist, detailliert zu sein. Es kommt auf einmal in den Kontext zu welchem Zeitpunkt. Und ich denke, so wie wir darüber gesprochen hatten, je größer eine Firma wird, bei, wenn man Max Maute: Ja. Konstantin: 50 Leute ist, ist es sehr wichtig, detailliert zu sein und Sachen anzupacken und zu erledigen und dass die Zeit eigentlich davonläuft, weil das ist das wichtigste Gut eigentlich. Aber dann, wenn man größer wird, dann braucht man mehr die Fähigkeiten zu delegieren und zu motivieren und so weiter. Und ich habe persönlich halt festgestellt bei dieser Firma Juxter, dass Als ich zusammen Geschäftsführer war, war ein bisschen unglücklich, weil ich nichts mehr selbst machen Entweder der VP Engineering musste das machen oder VP Marketing oder VP Sales oder Customer Service oder IT Director. Ich selbst durfte eigentlich gar nichts mehr machen. Das hat mir einfach nicht gefallen. Und wenn ich versucht habe ... Sachen selbst zu machen, dann habe ich sehr schnell den Feedback bekommen, dass sie das nicht mögen. ich dachte, okay, dann war ich auch in so einer Assoziation, häufig, ja, was für Vertrieb gut ist, ist nicht so gut für Entwicklung vielleicht und Marketing. Und so habe ich das Gefühl, ich musste irgendwie nur dauernd Streit schlichten zwischen verschiedenen Gruppen. Und das war also überhaupt nichts. macht überhaupt nicht so viel Spaß, wie ich das dachte. Und ich glaube, wenn es einem auch nicht Spaß macht, dann ist man auch nicht so gut da dran und habe also sowohl gelernt, das interessiert mich nicht so, aber ist auch nicht was meine idealen Fähigkeiten. Es gibt zum Beispiel das Peters Prinzip. Ich weiß nicht, ob du das kennst. Das Peters Prinzip besagt, dass alle befördert werden, bis sie inkompetent sind. Also die letzte Person, Position, die man erhält, ist die, wo man inkompetent ist, weil aus dem Grund wird man nicht weiter befördert. Und also letztendlich das Firmen Max Maute: Nein. Konstantin: überall inkompetente Leute haben in allen Positionen, weil sie halt darin befördert wurden und nie zurückgestuft wurden. Weil eigentlich was rational wichtig ist, wenn jemand nicht kompetent ist in einer Rolle, dass man sie zurückbringt auf die vorherige Rolle, wo sie kompetent waren. Deswegen wurden sie auch befördert. Nur aus... Aus menschlichen Gründen kommt das meistens nicht so gut an, auf einmal eine niedrige Rolle mit weniger Bezahlung zu bekommen. sagst, ja, du hast versucht, aber das hat nicht so gut geklappt, mach mal wieder das, was du vorher gemacht hast. Aber eigentlich sollte man das machen. Das heißt das Peters Prinzip. Max Maute: noch nie von gehört, aber macht total Sinn. Okay. Also ich finde es gut, dass du das noch mal aufgegriffen hast, Geschichte, auch wie du dich damals gefühlt hast, so bis hin in der falschen Rolle gewesen. Wie lange hast du schon gespürt, dass es nicht die Rolle ist, in der du bleiben möchtest? War das schon weit davor oder? Konstantin: Die letzten sechs Monate hatte ich das Gefühl, ich gehe nicht mit dem gleichen Elan zu der Arbeit. Es lief für die Firma nicht gut, war dann nicht sicher, liegt es an mir, liegt es an der Firma. Unser letzter Investor war Lehman Brothers, die damals untergegangen sind in dieser Pleite und einen Monat nach dem Investor und uns sind die auch dann untergegangen. Das war auch gerade noch eine Situation, wo der ganze Markt sehr, das hatten wir einen der größten Niedergänge des Nasdaqs zu der Zeit. kamen halt verschiedene Sachen an und ja, ich habe das halt so gespürt und ich bin aus dieser Rolle auch nicht freiwillig entschieden. der Ich musste Layoffs machen und weil wir einfach das Einkommen war halt nicht da, unsere Revenue Projections haben wir nicht erreicht. Wir haben uns entschieden, wo wir kürzen und dann ein paar Monate später wurde entschieden, dass auch ich gekürzt werden sollte. Ich war gar nicht so unglücklich darüber, ich das Gefühl hatte, ich hatte ein gewisses Verantwortungsbefühl, dass ich nicht nur da zu den guten Zeit bin und mich dann aus dem Staub mache, wenn es nicht so gut ist. Ich dachte, ich gehe nicht mehr mit so viel Elan rein. Aber es ist trotzdem für einen so, wenn es dann tatsächlich passiert, dann gesagt, ich glaube, wir können auch gut ohne dich auskommen. Es ist dann auch immer, muss man erst mal so bisschen, ja, auch wenn es eigentlich einem durchaus angenehm ohne die Lebensplanung passt. trotzdem dann doch irgendwie muss man damit bisschen fertig werden und sagen, okay, das ist... Max Maute: Ja klar, gerade nachdem auch vorher so dieses Erfolgserlebnis da war mit LinkedIn und man wahrscheinlich so auf einem einem hoch ist, da ist es wahrscheinlich umso härter, wenn man dann nicht freiwillig die Entscheidung trifft zu gehen. Konstantin: Ja, und selbst Jacksder selbst, das erste Jahr, wo ich da war, war phänomenal. wir hatten fast eine gewisse Sagen ⁓ warum eine Firma zurzeit, heute kennt sie halt keiner mehr, weil sie halt dann verschwunden ist. Also nachdem ich gegangen bin, sie noch vielleicht sechs Monate überlebt und dabei allgemein Schluss. Aber wir sind zu der Zeitpunkt schneller gewachsen als Facebook, schneller gewachsen als LinkedIn, schneller gewachsen als Skype. Also das war die schnellst wachsendste Firma zu dem Zeitpunkt aller Zeiten. Es kann doch gut sein, dass ich während dieser Zeit Fehler gemacht habe, aber man bemerkt diese Fehler dann vielleicht auch nicht so, weil wir alle irgendwie Erfolg haben und alle wachsen und alle stellen neue Leute ein und kommt neue Finanzierungen und jeden Tag sieht man wie viele Leute sich anmelden. Deswegen glaube ich, ich habe darauf auch auf meinem Profil stehen, dass man manchmal lernt, wenn man irgendwo bei einer Firma ist, die vielleicht nicht erfolgreich ist, weil man dann ja mehr vielleicht sich noch mal überlegt, okay, was war mein Anteil dazu? Es ist meistens nicht allein von einer Person die Schuld, wenn etwas nicht funktioniert. ist häufig so, dass bei Startups einfach man, wie sagt man? Man hat Würfel von 1 bis 6 und man setzt auf 1 und kommt 6 raus. Das ist halt so, man weiß nicht, was die Leute würden, was kommen. Aber manchmal kann man natürlich auch dazu beitragen und ich denke, wenn ich zum Beispiel an meine prägnanteste Sache denke, wo ich irgendwie einen Fehler, der mir noch so sehr vor Kopf ist, eine deutsche Firma, hieß Black Sun. Die war aber, ich war dafür zuständig, Büro, da war ich noch relativ jung in meinen 20ern, das Büro in San Francisco aufzubauen, war für Vertrieb und Marketing zuständig, war halt noch sehr jung zu der Zeit, schon sozusagen auf diese Position zu gelangen. Und wir wollten halt irgendwie beweisen, haben damals so 3D-Welten erstellt. War ja auch wieder mit Meta auch so ein... Das war so auch... Ich hab mich immer sehr früh für Sachen interessiert, die dann manchmal erst in der Zukunft kommen, wie VKI und dieses Metaverse. Also das war so eine Metaverse-Firma. Und damals gab's auch eine Menge Begeisterung dafür, für das Thema. Aber es gab sehr viel Konkurrenz. Netscape war ja eine der ersten Internetfirmen, hat damals einen Konkurrenten von uns noch gekauft. Man musste sich irgendwie... darstellen, dass man sehr solide ist und auch in der Zukunft ist. Wir hatten auch Geschäftskunden zum Beispiel. Und dann hat sich, ich musste schnell eine Menge Mitarbeiter einstellen. und bekam dann auch viele Lebensläufe. Wir waren halt eine sehr hot company zu der Zeit. Und die Leute, die ich letztendlich eingestellt habe, kamen von sehr namenhaften Firmen. Also von IBM, von Novell. Heute kennt keiner mehr Novell, aber das war eine große, bekannte Netzwerkingfirma. Also richtiges Computernetzwerking und auch noch ein paar andere. glaube, Freelance Packard und so weiter. alles so die bekanntesten Namen im Silicon Valley und... Ich glaube, bisschen instinktiv dachte ich, ich habe selbst keine Marke und wir sind dabei, diese Firma aufzubauen. Wenn wir jetzt sagen können, wir die Leute von HP und IBM und so weiter, kommen zu uns, ⁓ bei uns zu arbeiten und haben auch diese Erfahrung von diesen großen Firmen, sind wir irgendwie solider. das Problem hat sich dann mit der Zeit, das glaube ich, also das war eine Fehleinstellung, die ich gemacht habe und der auch, glaube ich, Max Maute: Vielen Dank. Konstantin: mit dazu beigetragen hat. weiß nicht, ob, wie gesagt, man weiß immer nicht, wenn ich andere Leute eingestellt hätte, hätte die Firma Erfolg gehabt. Vielleicht auch nicht. Aber auf jeden Fall war es, aus meiner Ansicht war es ein Fehler, weil diese Leute, aus so einer Umgebung kommen, einer großen Firma, was sich gezeigt hat mit der Zeit, wir mussten halt, als es nicht so lief, mussten wir häufig Sachen ändern. Wir mussten sozusagen das Zuhören und was Neues ausprobieren. Und die hatten das Gefühl, haben da gerade unseren Marketingplan fürs nächste Jahr verabschiedet. Und es ist jetzt wichtig, da auch durchzugehen und jetzt nicht sich schon wieder ⁓ zu positionieren und neues Segment anzugehen. Weil das passiert einfach bei HP nicht oder bei IBM nicht, weil die halt große Firmen sind und da werden nicht die Sachen so schnell überworfen. Aber ich denke beim Start-up ist es sehr wichtig, agil zu sein, gerade in der Frühphase und auch einen anderen Weg zu gehen manchmal. Max Maute: Na das heißt, hast quasi, eigentlich sieht man das ja immer wieder auch heute, wenn Start-ups, also große Start-ups, Mit viel Potenzial kaufen sich Leute aus großen Firmen ein, die schon Namen in ihrer Position in einer größeren Firma hatten, vielleicht so ex-Google noch im LinkedIn-Profil stehen haben oder so was. Und eigentlich sind die gar nicht fürs Start-up-Leben so richtig vorbereitet, wenn sie von so einem Konzern kommen. Konstantin: Genau. Man wird auch häufig unterstützt von den Investoren, weil die Investoren die wollen halt auch, wenn ihre Investition den Bach runtergeht und die dann sagen müssen, wir haben diese ganzen No-Name-Leute eingestellt, dann sagen vielleicht auch die Partner der VC-Firma, er ist schlecht eingestellt. Wenn du sagst, ich habe die Leute von Google und von Facebook und so weiter eingestellt, dann fühlt man sich irgendwie sicherer und kann sagen, die hatten noch sehr viel Erfolg vorher. ist nicht mein Fehler sozusagen, aber Investoren neigen auch dazu ein bisschen, sich auf diese Brands zu stützen, einfach ⁓ dieses Risiko zu vermeiden. Aber ich denke, das ist häufig ein Fehler. Und wir haben also bei LinkedIn hatten wir zum Beispiel auch, ja, so mehr oder weniger in den ersten vier Jahren die Regel, einzustellenden MBA hatte, weil wir das Gefühl hatten, dass die wie ein MBA haben einfach nicht mehr so hands-on sind und meinen sie müssten irgendwie alles wissen und können und da man das Gefühl, das passt nicht zu dieser Phase des Start-ups. Ob das jetzt, ich weiß nicht, ob wir einen eingestellt haben oder nicht, aber es war immer eher etwas Negatives in MBA zu haben, für uns damals in unserer Firmenkultur. War das richtig, war das nicht richtig? Schwer zu beantworten. Max Maute: . ist ja auch irgendwie hoch individuell, kommt ja dann auch wieder auf die Person an. Aber man muss sich ja irgendwelche Regeln und Konstrukte auch bauen, nachdem man dann die Entscheidungen trifft. Konstantin: Ja. Max Maute: Lass uns jetzt an der Stelle mal kurz wieder ins Jetzt und auch in die Zukunft blicken. hast vorhin schon angeteasert, dass du gerade ein Bauunternehmen hast, aber dass du auch ein Projekt hast, was ja bisschen mehr in Richtung in die Impact-Welt geht. Erzähl uns kurz mehr davon. Konstantin: Mhm. Ja, also ähnlich wie wir darüber gesprochen hatten, wo ich überlegt habe, okay, wo kann ich einen Impact machen? Da gesagt, okay, über Technik, weil Technik halt viele Bereiche beeinflusst, ob es, ja, persönlich, man das Entertainment und in die Medizin und ins Baugewerbe und in alle Bereiche, wie wir es jetzt ja auch sehen. Wenn ich mir überlege, wie kann ich einen Impact auf Menschen haben, habe ich einfach geguckt, welche Altersgruppe als erstes und habe gesagt, okay. Menschen unter 15 kann ich keinen großen Impact haben, weil die Eltern sind für die meisten Menschen unter 15 oder wer immer für die Kinder zuständig ist. Das ist halt der Impact. weil die hören halt auf die Eltern und andere Leute sind mir so erzählen und was. Und was ich auch festgestellt habe, dass Leute über 25 auch schwieriger ist, einen Impact zu haben, weil in dieser Zeit von 15 bis 25 wird man praktisch unabhängiger von den Eltern. Die meisten Leute gesagt, bei jedem ist der Prozess etwas anders. Manchmal wird ja heutzutage gesagt, das dauert bei jungen Menschen heutzutage länger als früher noch. Da gibt es auch gewisse, ja, Indizien, das richtig ist. Aber ich habe es einfach mal so vereinfacht. ich habe von vielen Leuten irgendwie gehört, von Eltern, als meine Kinder klein waren. als ich erzählt habe, man wird ja häufig gefragt, wie alt sind deine Kinder? Und ich gesagt zwei und fünf. Und das ist tolles Alter, ja, mit zwei und fünf und das und das. Und dann habe ich später mit, paar Jahre später jemand anders kennengelernt, wie alt sind deine Kinder? Und ich habe ja, sie sind sieben und zehn. Ja, tolles Alter, dies und das. Und ich hatte das Gefühl, die Leute immer nur Amerikaner sind ja manchmal sehr positiv und hoffnungsvoll eingestellt. Also das ist da nicht, also das wird immer die Antwort sein, egal welches Alter die Kinder sind, die bei Max Maute: Ich Ich Konstantin: sagen, tolles Alter. Bis meine Kinder 15 und 12 waren und auf einmal habe ich gesagt, wie alt sind deine Kinder? Ich 12 und 15 und dann haben gesagt, herzliches Beileid. Da war ich nicht darauf eingestellt, weil ich fand eigentlich das interessant, wie sie sich so loslösen und das Gefühl, dass die richtigen Kinder kommen jetzt erst so ein bisschen raus aus dieser Schale und so. Ich denke für viele Leute ist das eine schwierige Phase, weil die Kinder sich dann abnabeln und auch überlegen, was sind jetzt wirklich meine Werte, weil man konnte seine eigenen Werte nicht unterschätzen von denen der Eltern oder auch was die Eltern vielleicht für einen beruflich wollten. Man macht das mehr oder weniger, man nimmt das so unter Bewusstsein auf. Und für mich ist das eine und dann Nabeln sich auch Kinder häufig ab und was ich dann, wenn ich mit älteren Leuten gesprochen habe, wo die Kinder schon vielleicht 30 sind, da haben sie gesagt, warte bis sie 25 sind. Also als sie 25 sind, dann hat meine Tochter gesagt Du hast dich ja so verändert. warst früher so ein dummer Typ und jetzt hast du so viel Weisheit. Das belacht natürlich nicht, dass sich die Eltern verändert haben, sondern dass die Kinder sich verändert haben. Was sie früher als dumm angesehen haben und als peinlich, dass sie es vielleicht in ihrem Leben gesehen haben. Das ist tatsächlich sehr gut von den Eltern. Es gibt aber auch eine gefestigte Person. Wenn man etwas unternehmen will, auch die politischen... kennt ja jeder irgendwie von Facebook. Der eine sagt CDU ist toll, der andere sagt AfD ist toll, SPD ist toll. Ja, da ändert sich nichts. Man kann alle möglichen Argumente rausbringen. Die Leute bleiben bei dem, was sie wählen in der Regel. Insofern habe ich gesagt, okay, für mich interessiert diese Gruppe von 15 bis 25, weil das ist die Gruppe, wo man irgendwie beeinflussen kann. Und das ist so eine spannende Gruppe. Genau wie beim Start-up. wollte möglichst die Frühphase haben. Hier bei Menschen das. Und ich persönlich hatte die Erfahrung, diesem Zeitraum ins Ausland zu gehen, als Austauscher bei einer Gastfamilie in Pennsylvania zu leben. Und das war für mich doch sehr prägend. Auf einmal war Man hat ja, wenn man in der Schule ist und in seinem Heimatort, die Leute neben einem irgendwie waren. Ich bin Lehrerkinn, meine Eltern waren Lehrer im gleichen Gymnasium, meine älteren Schwestern waren schon dort, dann wurde man schon irgendwie eine Meinung. Ich war auch Sportler, ich wurde als Sportler wahrgenommen. Aber auf einmal war ich ganz neu in Pennsylvania, keiner kannte mich, keine Historie, keine Eltern, keine Freunde. Konnte man sozusagen alles irgendwie ... neu entscheiden und auch überdenken, wer man wirklich ist. Man passt sich ja mit der Zeit an. In Deutschland war ich sehr gut angepasst an mein Umfeld. Und wenn man sehr gut angepasst ist, erkennt man auch seine Kanten nicht, wenn man angepasst ist. Wenn man auf einmal in einen anderen Bereich kommt, also in Pennsylvania war ich in einem sehr ländlichen Raum auf einmal. Ich war zwar ländlich, aber mein Ort in Norddeutschland ist halt doch immer nur eine Stunde bis Bremen oder Hamburg. Dort ländlich bedeutet es, es gibt dreimal mehr Hirsche als Menschen in diesem Wahlkreis zum Beispiel. Und meistens geht es ums Jagen von Hirsch. Das ist halt das Hauptthema der Leute dort. Dann fühlt man, wie man wirklich ist, weil man nicht angepasst in diese neue Umgebung und man merkt dann seine Ecken und Kanten und muss sich dann entscheiden. Okay, versuche ich meine Umgebung zu verändern oder versuche ich in einen anderen Teil zu gehen, wo ich wieder reinpasse oder passe ich mich diesen neuen Umgebung an und verändere meine Ecken und Kanten. Und das kann man in dem Alter noch ganz gut machen, 15 bis 25 sich selbst zu verändern und neu anzupassen. Deswegen gibt es auch diese Austauschjahre nicht für 50-Jährige. 50-Jährige sich meistens nicht so anpassen können wie 15-Jährige. Ja, also das ist der Bereich, wo ich mich engagiere. Ich habe da verschiedene Sachen von Sommerfreizeiten, auch Bereich Erziehung in USA. Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist. Es ist zum Beispiel auch erlaubt, Eltern die Kinder aus der Schule zu nehmen und sie selbst zu erziehen, was aber auch eine Menge Arbeit ist. Aber das vielleicht zu unterstützen. Ich habe da verschiedene Ideen, habe mich noch nicht entschieden, aber so allgemein so gehe ich daran ran, weil ich wirklich irgendwie einen Impact haben will und Für mich ist die Altersgruppe ein entscheidendes Merkmal. Max Maute: Sehr interessant. Konstantin, ich danke dir von Herzen für das sehr spannende Gespräch, die Perspektiven aus Fehler machen. Zuletzt vielleicht noch die Frage, es ist ja immer bekannt, dass die Fehlerkultur in Amerika und in Deutschland, es ist ein himmelweiter Unterschied. Magst du das vielleicht mal in deinen Worten sagen, was du wirklich glaubst, was in Deutschland möglich ist, zu verändern an der Fehlerkultur? Es muss ja nicht sein, genau wie in Amerika, aber was wirklich wichtig ist, welche Schritte wir in Deutschland machen müssen. eine Fehlerkultur hinzubekommen, die Innovation und Wachstum ermöglicht. Konstantin: Ja, ich glaube, man muss es wichtig, gewisse Risiken einzugehen. Und das Wort Risiko selbst ist ja auch manchmal so bisschen negativ wie Fehler behaftet, weil ich will kein Risiko eingehen. Aber wenn man neue Wege gehen will, muss man auch. Das ist ein Risiko eingehen. Und das ist. Ja, also ein Ausspruch, ich habe damals, wie hieß die Dame, das war eine der bekanntesten Computerwissenschaftler, eine Frau damals, hat mir, das ist auch nicht ihr eigenes Zitat, aber sie hat es häufig verwendet und sie hat gesagt, ein Schiff im Hafen ist sicher, aber das ist nicht dafür, wofür Schiffe gebaut worden sind. Und das ist mir sehr hängen geblieben, weil ich konnte es verstehen. Ja, es ist tatsächlich so, das Schiff ist sicher im Hafen. Aber der Zweck eines Schiffes ist, irgendwo hin zu segeln. Und dann ist man bei Definitionen nicht mehr so sicher wie im Hafen. Und das ist sozusagen ein Risiko einzugehen. Und ich denke, das muss geschätzt werden und unterstützt werden von der Gesellschaft. Aber jemand, der gerne segelt und Risiken eingeht, kann das aber auch nicht als... Einfach so darstellen, ich wäre gerne Unternehmer, aber es wird von der Gesellschaft nicht unterstützt. sage, wer wirklich segeln will, irgendwie neues Land entdecken will, der segelt auch, ob die Gesellschaft es unterstützt oder nicht. Es gibt halt immer irgendwie, man sagt, es gibt keine Finanzierung in Deutschland oder dies oder das, das wird sich auf meinen Job schlecht auswirken. Ich denke, wie die, obwohl es gut wäre für die Gesellschaft, das mehr zu unterstützen, dass man Risiko eingegangen ist, ob es letztendlich ein Fehler war oder nicht, es kommt immer darauf an. also LinkedIn hätte auch nach wie, wie diese Firma Jackson nach zwei Jahren zumachen können. War es ein Fehler gewesen, LinkedIn zu gründen? Aus meiner Sicht nicht, weil ich wollte, ich hatte, ich kann zumindest sagen, ich habe es versucht und ich. Also ich hätte mich mehr geärgert, wenn ich es nie versucht hätte. Also aus meiner Sicht wäre es kein Fehler gewesen. Andere Leute hätten vielleicht gesagt, ja, jetzt hast du halt zwei Jahre weniger verdient und einen kleinen schwarzen Flecken und so weiter und so fort. Aber das ist die Ansicht von anderen Leuten. Unter den Freunden gibt es sicherlich auch manche, sagen, das habe ich dir damals schon gesagt, aber andere Leute haben gesagt, komm hier auf den Stuhl und ich helfe dir, ich finde dir jetzt einen neuen Kunden oder so etwas. Also ich glaube, es geht ⁓ mir, diese Risikokultur zu unterstützen, aber es darf keine Ausrede sein. Denn ich denke, wenn man etwas machen will, dann macht man es einfach. Man geht dieses Risiko ein, man macht sicherlich auch Fehler, aber entweder man hat Erfolg oder man lernt davon. Das sind eigentlich die zwei Alternativen. Max Maute: Yes. Dann hoffe ich, dass deine Worte erhöht, erhört werden von der deutschen Gesellschaft und dass die Macher sich motiviert werden, sich motiviert fühlen, ihre Idee noch umzusetzen, segeln zu gehen. Und in diesem Sinne danke ich dir nochmal sehr herzlich, dass du dir Zeit genommen hast. Für dich startet der Tag jetzt quasi in Silicon Valley, für mich endet er. Und damit wünsche ich dir ⁓ noch einen erfolgreichen Freitag. Konstantin: Danke, Max. War eine interessante Unterhaltung, weil meistens werde ich mehr zu Erfolgen gebracht als zu Fehlern. Max Maute: Das ist das Konzept.