Samuel Kümmel: Hallo liebe Zuhörenden beim Plenum Podcast. Mittlerweile angekommen bei der dritten Folge. Heute wieder mit mir, Samuel Kümmel, integraler Coach und Sichtbarkeitsbegleiter. Und ich habe wieder meine beiden Gästinnen und Gäste bei mir, nämlich die Sylvia Prenzel von Plenum und den Alfred Spriegel von der Firma Plenum. Und wer die ersten beiden Folgen gehört hat, weiß ja schon so ein bisschen, womit wir uns beschäftigen. Aber heute haben wir eine ganz spannende Folge vor uns, die ich letztes Mal ja schon angekündigt halte. Heute geht es ein absolutes Tabuthema unserer Welt und Gesellschaft. Nein, es geht nicht Sex heute, es geht Geld. Ja und ich freue mich, dass wir heute mit dem Thema mal so ein bisschen einsteigen. Nicht in der vollen Tiefe, aber wir werden es heute mal so abdecken, dass wir am Ende der Folge hoffentlich eine Vorstellung haben oder eine Idee haben, was ist denn Geld eigentlich und was hat das alles mit der Arbeit von Alfred und Sylvia zu tun, die viel mit Geld und Geldarbeit zu tun haben. Alfred, Sylvia, ihr seid beide Geldforscher schon seit vielen Jahren. Ihr habt bei Peter König gelernt, habt ihr in den letzten Folgen schon erzählt und macht selber gerade auch schon Geldarbeit. Und heute möchte ich gerne mit einer kleinen Frage an euch beide einsteigen, zu der ihr eine kurze Antwort mal liefern dürft im Rahmen unseres Podcastes und zwar Was ist Geld für dich? Und vielleicht steigen wir heute mal mit dem Alfred ein, weil wir werden heute wieder eine Podcast Folge haben, wo wir den Podcast zwei teilen. Zuerst führe ich das Interview mit Sylvia und dann mit Alfred. Aber jetzt am Anfang würde ich gerne mal von euch beiden hören, was ist Geld für euch? Alfred, magst du mir eine Antwort geben? Alfred Strigl: Danke für die schöne Frage. Geld ist für mich Geist und zwar aktiver Geist. geronnener Geist, ein Geist der der will, ein Geist der ins ins Leben eingreift. Also Geld ist eine ins Leben eingreifende geistige Macht. Samuel Kümmel: Ein ins Leben eingreifende geistige Macht ist Geld. Vielen, Dank Alfred. Jetzt gerne auch von dir Sylvia. Was ist Geld denn für dich? In einem oder zwei Sätzen. Sylvia Brenzel: Ja, wenn ich es kurz sagen soll, dann ist Geld für mich eine Liebeserklärung an die Menschen und ein großes, großes Danke. Samuel Kümmel: Wow, eine Liebeserklärung an die Menschen und ein großes Danke. Zwei sehr spannende Sätze, auf die wir, glaube ich, im Rahmen der Podcast Folge noch zurückkommen werden. Und ja, jetzt beginnen wir mit einer kleinen Session mit dir, Sylvia, und schauen mal, wie ist dein Weg mit Geld gewesen im Leben? Wie hat sich das gestaltet und wo bist du heute? Und ich würde gerne ganz am Anfang beginnen mit deinem ersten Kontakt mit Geld. Wo bist du zum ersten Mal in deinem Leben mit Geld in Kontakt gekommen? Und vielleicht, was war das für eine Erfahrung für dich? Kannst uns da was teilen? Sylvia Brenzel: Eine kleine Reise in die Vergangenheit, spannende Frage. Ja, das erste Mal, also ich kann es jetzt nicht genau sagen, ob es ganz das erste Mal war, aber an eine Situation kann ich mich ganz eindrücklich erinnern, weil ich Münzen aus aller Welt gesammelt habe. Ich bin ja in Lateinamerika, in Venezuela geboren und aufgewachsen und mein Vater war beruflich sehr viel unterwegs in der Welt. Unsere familiären Wurzeln sind ja in Deutschland und in Europa zu Hause. Mich hat es immer fasziniert, auf diesen Münzen dieses Material und dass die so unterschiedlich ausschauen und unterschiedliche Symbole von den unterschiedlichen Ländern drauf waren. Ich kann mich erinnern, dass für mich waren die Münzen im Speziellen nicht so sehr die Scheine. Die Scheine sind dann später dazugekommen, wie ich gemerkt habe, die sind doch bisschen mehr wert. Aber die Münzen waren für mich das große Tor in die weite Welt. Zunächst in Venezuela, die ersten Münzen, die ich in der Hand hatte. Ich gemerkt, wenn ich eine Münze habe, nicht wem was gebe, bekomme ich was dafür. Das war ein erstes Faszinosum. Aber dann diese vielen Münzen, wo mein Vater begonnen hat, mir immer, wenn er auf Reisen war, vor allem Münzen und Geld mitzubringen. und ich dann begonnen habe wirklich ein Münzeilbum zusammenzustellen mit den verschiedenen Ländern und begonnen habe dann über die Länder zu recherchieren. Und dieses Münzeilbum habe ich heute noch, das ist liebevoll zusammengetragen von vielen vielen Ländern. Also ich glaube 30, 35 Länder habe ich die Münzen damals gesammelt. Und auch in Europa hat es damals noch verschiedene Münzen gegeben vor dem Euro natürlich. Ja, also da habe ich so eine kleine Schatztruhe für mich gebaut. mit Münzen und mit Scheinen. Samuel Kümmel: Also über Münzen und quasi ein Schatz bist du mit dem Thema Geld in der Büro schon sehr früh in deinem Heute bist du quasi Coaching-Trainerin und arbeitest mit Geld. Was war denn dazwischen? Was ist denn in deiner Biografie passiert, was dich so verleitet hat, in diese Richtung so zu gehen? Gab es in deiner Familie da irgendwas dazu oder in deiner Biografie, wo du sagst, Geld hat irgendwie eine Rolle gespielt und die Rolle war? auf eine gewisse Art und Weise. Gab es da eine Entwicklung bei dir? Sylvia Brenzel: Eine große Entwicklung, ein großer Bogen, großer Lernbogen, den ich da erlebt habe in meinem Leben. Also ursprünglich komme ich an sich aus einer recht unternehmerisch geprägten Familie. Mein Großvater ist in den 30er Jahren von Deutschland ausgewandert nach Venezuela und hat dort eben die Carl Zeiss Vertretung in Venezuela aufgebaut und mein Vater ist in den 50er Jahren ausgewandert und hat eben eine deutsche Fotofirma. Firma AGFA in Venezuela aufgebaut. Das heißt, ich bin durchaus recht geprägt von dem Unternehmerischen, dass Aktivität gut belohnt werden darf und werden soll. Und es hat aber doch ein Ereignis in meiner Familie gegeben, dass ich allerdings erst so richtig mir bewusst geworden ist oder aufgearbeitet habe, wie ich die Peterkönigarbeit kennengelernt habe, die Geldarbeit kennengelernt habe, weil mein Onkel hätte das Unternehmen meines Großvaters übernehmen sollen, wie ich noch recht klein war. Und da ist etwas vorgefallen, dass das Thema Spielsucht damit reingekommen ist durch meinen Onkel. Da hat es größere Zerschlagungen gegeben in der Familie. Ich habe es nur bemerkt, dass Geld in irgendeiner Form Beziehungen zerstört. Ich habe einfach gemerkt, Onkel darf das Haus meiner Großeltern von einem Tag auf den anderen nicht betreten. Warum weshalb, details habe ich natürlich damals in dem jungen Alter noch nicht verstanden. Ich habe nur in der Verbundenheit zu meinen Cousins und zu meiner Cousine mit denen ich wie Geschwister aufgewachsen bin, da war plötzlich wie ein Schleier zwischen uns. wie ich dann später Peter König und die Geldarbeit kennengelernt habe, habe ich bemerkt, dass meine Projektion auf Geld oder meine Konnotation, meine Assoziation auf Geld ganz stark mit diesem Erlebnis aus der Kindheit zu tun hat. Das war für mich äußerst augenöffnend, wie sehr mich das geprägt hat, dass Samuel Kümmel: Hm. Sylvia Brenzel: mir das bewusst war. Samuel Kümmel: Ja, spannend. da hast du jetzt schon ein spannendes Stichwort angesprochen, Projektionen auf Geld. Da werden wir gleich auch noch drauf kommen. Was mich jetzt vorher, bevor wir darüber sprechen, nochmal interessiert ist, gab es so einen Moment oder gab es diesen Moment vor Peter König, wo du gemerkt hast, ich will mich mit dem Thema beschäftigen? Oder kam das quasi, indem du Peter König irgendwo gefunden, getroffen, gesehen hast? Also kannst du von so Moment erzählen, wo du merkst, da hat sich in dir irgendwas geöffnet oder geschifft und du hast gemerkt, wow. Ich will irgendwie zu Geld was verstehen, was denken, was erleben, was verändern. Sylvia Brenzel: Ja, ich meine, habe Wirtschaft studiert, muss ich dazu sagen. Ich habe Betriebswirtschaft studiert. Und wenn ich ganz ehrlich und kritisch mit mir selber bin, würde ich sagen, mir ist nichts Besseres eingefallen mit 18 als Wirtschaft zu studieren. Und es war ja nicht ganz verkehrt, nachdem ich aus einer unternehmerischen Familie komme. Und gleichzeitig habe ich an der Uni immer wieder gemerkt, ist es das wirklich? Also eine Faszination kann ich mich noch erinnern. beim Fach Geld und Finanzwirtschaft, wo ich das erste Mal so bisschen hineingeschnuppert habe, wie Börsen Bei Nachfragen bei meinen Professoren habe ich das Gefühl gehabt, da hat mir niemand wirklich eine befriedigende Antwort geben können. Warum geht es rauf und runter mit den Börsen? Warum wirkt sich ein Ereignis in der Welt so stark auf die Börsenkurse aus? Das hat mich neugierig gemacht, aber nicht neugierig genug, dass ich mich da weiter vertieft habe. Aber wie ich dann später ins Österreichische Institut für Nachhaltigenentwicklung gekommen bin als Mitarbeiterin, das war so mein erster längerer Job, und dann auch bemerkt habe, Samuel Kümmel: Vielen Sylvia Brenzel: ich arbeite gern mit Social-Entrepreneuren, mit Aktivistinnen, Aktivisten, mit Nachhaltigkeitsakteurinnen und Akteuren. Da habe ich schon immer wieder gemerkt, das Thema Geldwirtschaft wird immer wieder gern ausgelassen oder der Fokus ist vor allem auf das Ökologische und das Soziale. Da hat mir immer wieder ein bisschen was gefehlt und das fand ich aber schön bei unserem Institut, dass wir da sehr nah dran waren. Also wie geht nachhaltiges Wirtschaften? Da haben wir einen Lehrgang entwickelt, ersten Lehrgang zum Nachhaltigkeitsmanagement, CSR-Lehrgang damals, also Corporate Social Responsibility. Samuel Kümmel: Mhm. Sylvia Brenzel: Und im Zuge dessen haben Martin Kirchner, Alfred und ich uns zusammengetan und sind dann 2010 mit dem ersten Lern- und Werdegang Pioneers of Change gestartet, wo wir eben junge Menschen, junge Entrepreneurinnen, junge Aktivisten und Aktivistinnen, Nachhaltigkeitsakteurinnen begleiten wollten, in einer ganz frühen Inkubationsphase sie zu bestärken mit ihrer ihr Projekt in die Welt zu bringen oder ihre Unternehmung oder ihre Initiative. Und ein Jahr davor haben wir Peter König kennengelernt und haben uns gedacht, wir wollen kein klassisches nur Businessplan machen, gehört vielleicht auch dazu, aber vielleicht wäre es doch spannend, mal mit der inneren Arbeit zu Geld zu beginnen. haben den Peter König das erste Mal eingeladen und ihn erlebt und ich war am Anfang nur irritiert und überrascht und erstaunt. Ich habe gar nicht gewusst, was da irgendwie mit uns passiert. Wir haben mit Geld gespielt. Er hat uns nach unserer Geldbiografie gefragt. Dann hat er einfach ein paar schöne provokante Thesen in den Raum gestellt. Also Phänomene zu Geld, die er erforscht hat, die ich bis dato noch gar nicht wirklich hinterfragt habe. dann zu erkennen, wie das war mit meiner Biografie, mit meiner Familiengeschichte, mit meinem Onkel damals und das zerrüttete Verhältnis, zumindest phasenweise, mit meinen Großeltern. Ja, da bin ich auf ganz was Wesentliches gestoßen. Und da ist mir so bewusst geworden, wenn wir über Geld sprechen, glauben wir, dass wir über dasselbe sprechen und gleichzeitig tun wir das gar nicht. Jeder erzählt von sich und von seiner Geschichte. Und das fasziniert mich total, dass Justament Geld unser Kommunikationsmedium ist, unser Verbindungsmedium, unser Austauschmedium und unser größtes Lernmedium. Und ich liebe es zu lernen. Ich bin eine neugierige Nase und insofern, ja, bin ich seitdem wirklich auf der Spur der Geldarbeit. Samuel Kümmel: Ja, hochspannend, was du gerade erzählt hast, dass wenn wir über Geld sprechen, dass wir über uns was erzählen und nicht so sehr über das, was es ist. Und du hast jetzt Geldarbeit, das ist jetzt auch schon mehrfach als Wort gefallen, auch ich habe das glaube ich vorhin schon erwähnt, dass ihr beide heute ja auch Geldarbeit macht, also Alfred und du. Warum heißt das überhaupt Geldarbeit? Also ich würde ja erst mal sagen, jetzt so als Naivling, wir können doch alle schon Geld. Wir haben alle Geld oder wir haben wenig Geld oder wir haben viel Geld. Wir haben vielleicht ein Konto. Wir zahlen irgendwo an der Supermarktkasse mit Geld. Manche Leute bauen Vermögen auf mit Geld. Warum heißt das Geldarbeit? Sylvia Brenzel: Ja, klingt nicht so sexy, Name muss ich schon ehrlich sagen. wir, und gleichzeitig geht es genau darum. Einstiegspforte ist das Geld. Was verbindest du mit Geld? Genau das, du uns gefragt hast. Was ist Geld für dich? Und damit beginnt ein Entwicklungsprozess, ein Bewusstwerdungsprozess. Und sich den eigenen Schatten, den eigenen Themen bewusst werden, ist für mich Arbeit. Es ist Arbeit an sich selber, innere Arbeit. Geld ist unser Medium. Geld ist das, was uns ein Stück weit darauf leitet und uns hinführt zu unangenehmen Themen. Ich habe es selber erlebt, dass ich es auch immer wieder unangenehm empfunden habe und gleichzeitig aber so liebevoll und neugierig und leicht durch den Peter da begleitet wurde in dieser Arbeit. Ich glaube, gelingt uns auch immer wieder. Alfred und ich machen das auch. unsere individuelle Art und Weise, aber für mich ist so dieses leichte Hineinführen in das Thema Geld und in das Thema innere Arbeit erkennen, welche Phänomene erkenne ich an mir, welche Verhaltensmuster kenne ich an mir durch Geld und was hat das mit mir zu tun? Also was will mir das zeigen? Was stecken da für Schätze drinnen? die Samuel Kümmel: Mmh. Sylvia Brenzel: meinen Handlungsspielraum einfach erweitern. Weil das ist das, was wir tun mit der Geldarbeit, dass wir den Gestaltungsfreiraum, den wir ja alle haben, aber den wir nicht immer nützen. Weil uns einfach Dinge einschränken, weil uns Prägungen zurückhalten, weil wir ängstlich sind, weil wir etwas ekelig finden. Ich höre das immer wieder. Geld ist ekelig, ist schmutzig, hat Dreck anstecken. Was will ich mich damit beschäftigen? Und gleichzeitig tun wir das jeden Tag. Samuel Kümmel: Ja, spannend. Ich hätte jetzt fast Lust, den Geldprozess einzusteigen, weil ich so viele eigene Gedanken dazu habe, zu dem, was du erzählst. Aber vielleicht kannst du das für die Zuhörenden noch mal bisschen plastischer machen, was das bedeutet. Also ich nehme jetzt mal mich als Beispiel. Also ich habe kein Problem mit Geld. Ich mag Geld. Ich liebe Geld. Ich finde Geld sehr angenehm. Und was ich an Geld unangenehm finde, ist, wenn ich zu wenig oder keins habe. Und das ist jetzt einfach mal so ein ganz plastisches Beispiel. Also im Moment habe ich vielleicht zu wenig Geld und dann fühle ich was unangenehmes. Vielleicht werde ich auch wütend oder traurig und so weiter. Wie würdest du dann mit jemandem wie mir arbeiten, wenn du Geldarbeit machst? Wo würdest du hinforschen? Wir müssen das jetzt nicht durchführen, aber ich würde gerne mal ein bisschen so ein Beispiel von dir hören. Wenn das jetzt mein Thema wäre und du machst Geldarbeit, wie würdest du dann mit jemandem umgehen, der so ein Thema hat? Sylvia Brenzel: Ich würde dich lustvoll fragen, was ist es denn, was es so unangenehm macht? Bist du verunsichert oder hast du das Gefühl, dass deine Existenz bedroht ist? Oder fühlst du dich da wertlos? Also ich würde lustvoll mit dir eintauchen in die Frage. Und lustvoll ist für dich selber vielleicht in dem ersten Moment mal nicht lustvoll, weil wenn es unangenehm ist, ist es erst mal noch nicht lustig und freudig. Samuel Kümmel: Ja. Sylvia Brenzel: Aber ich würde dich ermutigen, damit einen Anfängerblick, also einen Beginner's Mind, mal ganz neugierig vielleicht nicht gleich bewerten, sondern zu schauen, was will mir das denn zeigen? Was will Samuel Kümmel: Hm. Sylvia Brenzel: mir das zeigen? Und dass wir eine Abenteuerreise begehen. Und dann zu schauen, welchen Drachen, welchen, welchen Helfern, welchen Bösewichtern wir begegnen und Sehr viel mehr braucht es dann oft nicht, wenn die Menschen bereit sind, sich das anzuschauen und neugierig sind oder wirklich eine Frage haben. Eine tiefe brennende Frage zu Geld. Dann Samuel Kümmel: Hehe. Sylvia Brenzel: sind sie bei uns richtig. Samuel Kümmel: Ja, spannend. Also da kann man sich ja hunderte Fragen auch denken. Warum habe ich immer zu wenig Geld, obwohl ich vielleicht zu viel Geld habe oder umgekehrt? Also da gibt es ganz, ganz viele Fragen, glaube ich, die Menschen haben. Und ihr Zuhörerinnen, könnt ja jetzt für euch auch mal während wir hier sprechen überlegen, was ist Geld für euch und was wäre eine Frage, die ihr habt an Geld? Und vielleicht machen wir in der Zukunft meine Session, wo wir gesammelte Fragen von Zuhörerinnen auch mal hier im Podcast besprechen. Das können wir uns noch ausdenken. Aber jetzt würde ich gerne noch mal kurz zur Geldarbeit zurück. Du hast ganz am Anfang schon von Projektionen gesprochen oder von einer Projektion auf Geld. Was ist denn eine Projektion auf Geld, eine Geldprojektion und woran merke ich, dass ich eine habe? Sylvia Brenzel: Da zitiere ich eine schöne Geschichte von meinem lieben Mentor und Lehrer Peter König immer wieder gern. Der Menschen dabei begleitet hat, Visionen zu entwickeln, Ideen, Leitsterne für ihr Unternehmen. Und das hat er glaube ich auch sehr erfolgreich gemacht, auch mit seiner Partnerin Barbara Kunz damals. Und dann, es dann den Punkt, das Thema Geld ging, war so gefühlt von der Energie, sind die Visionen wie aus dem Fenster rausgeflogen. Also da war wie so das Träumerische, das Visionäre, das Mutige, das Weitdenkende, das Horizonterweiternde war plötzlich weg. da hat Peter König damals begonnen zu forschen und hat eben festgestellt, Geld ist eine Projektion von ungeklärten, unaufgearbeiteten Themen von uns Samuel Kümmel: Wow! Sylvia Brenzel: in unserer Biografie. zurück unserer Biografie zurückliegen, vielleicht können aktuell sein, aber eben auch weiter zurück in der Vergangenheit liegen. Und Projektionen, das bezieht sich auf die Schule von Carl Gustav Jung, der ja auch festgestellt hat oder sehr gut die Projektionsarbeit auch recht geprägt hat, nämlich auch in unseren Träumen oder in Beziehungen. Wir können gar nicht so schnell schauen und wir projizieren Dinge auf die Welt, die wir im Außen sehen, die ganz viel mit uns zu tun haben. Und Geld ist insofern nochmal ganz ein Star, eine starke Projektionsfläche, weil es eben auch ein Tabuthema ist in unserer Gesellschaft. Also wir beginnen gerade erst ganz zaghaft über Geld offen zu sprechen. Manche mehr, Samuel Kümmel: Mhm. Sylvia Brenzel: manche weniger, hängt auch ein bisschen vom Kontext ab. Geld als Tabu, als starkes Projektionsmittel, als starke Projektionsfläche, da ist ordentlich viel gebunkert an Möglichkeiten und an Potenzialen. Und wenn wir uns darüber trauen und uns das anschauen, was projizieren wir auf Geld, was projiziere ich auf meinen Chef, kann man auch, kannst du natürlich genauso auch projizieren, was projiziere ich auf die Politiker, Politikerinnen, was projiziere ich auf, ja. Alles Mögliche. Meine Eltern, meine Geschwister, meine Freundin, mit der ich es vielleicht gerade auch schwer habe oder es besonders schön habe. Es gibt ja positive und negative Projektionen. ja, wir arbeiten im Grunde mit der Projektionsarbeit, die wir als Synonym für die Geldarbeit auch verwenden, das Wort, mit den Themen, die reif sind bei dir. Die reif sind, angeschaut zu werden, wo du spürst ganz unbewusst, da ist etwas, was mir vielleicht bisher geholfen hat in meinem Leben, weil es mich vielleicht vor Dummheiten bewahrt hat. vielleicht ist es jetzt reif, wo ich erwachsen werde und Tag für Tag erwachsener werde und an mir wachse, am Außen wachse. Ist es reif, aufgelöst zu werden oder ins Bewusstsein geholt zu werden. Weil wenn Samuel Kümmel: Hm. Sylvia Brenzel: mir etwas bewusst ist, was meine Prägung ist, dann kann ich es auch einsetzen, weil ich ja dadurch auch was gelernt habe. Ich habe ganz viel gelernt, unbewussterweise durch diese schwierige Situation in meiner Familie, in meinen frühen Kindheitsjahren, wo ich damit konfrontiert wurde, dass Beziehungen zerstört werden können. Und wie können die zerstörten Beziehungen auch wieder heilen? Wie kann so Samuel Kümmel: Hm. Sylvia Brenzel: ein Friedensprozess gelingen. Samuel Kümmel: ein bisschen so ein Kontrast zu dem, was du auch erlebt hast. Also wenn ich Zerstörung höre, dann denke ich an Krieg und der Kontrast dazu oder das Gegenstück ist der Friede. Finde ich sehr, spannend. ich habe jetzt, was du gesagt hast mit Karl Gustav Jung, ich habe ihn immer so mehr im Therapeutischen eingeordnet, aber ich finde jetzt gerade diesen Zugang super spannend über das Geld so ein bisschen in einen inneren Raum von, ja, Mischung aus Coaching und Therapie einzutreten. den ihr ja in euren Seminaren und eurer Arbeit auch habt, oder? Sehe das richtig? Sylvia Brenzel: Ja, ich differenziere es gerne, dass wir nicht Therapeuten sind, weil wir arbeiten sehr zielorientiert, also das ist eher dem Coaching zugeordnet. Und wir arbeiten mit gesunden Menschen, also das ist uns schon wichtig. Und wir arbeiten auch nur mit Menschen, die bereit sind, sich da auch hineinzulassen. so, das ist immer wieder eine Frage am Anfang. Einfach einen sicheren Raum zu schaffen, wo dann ganz viel passieren kann, aber dieser sichere Raum darf sehr bewusst auch. betreten werden von den jeweiligen Menschen, denen wir dann auch arbeiten. Besonders kraftvoll ist die Arbeit auch in Gruppen. Also es ist total Samuel Kümmel: Mhm. Sylvia Brenzel: schön und berührend bezeugen zu dürfen, wenn andere Menschen durch so einen Geldprozess, den wir durch den Peter gelernt haben und auch selber immer wieder verfeinern, das bezeugen zu dürfen und nicht nur an den eigenen Themen zu arbeiten, sondern auch die Verbundenheit zu spüren, zu hören, zu erleben, welche Themen andere Menschen haben. Also von dem her arbeiten wir auch sehr, gerne in Gruppen und insofern seh ich es jetzt, differenzier ich gern, dass es keine Therapie ist, wirklich eher in den Coachingbereich zugeordnet wird. Samuel Kümmel: Ja, spannend. Und gleichzeitig kommt man aber in diesem Coaching- und Gruppensetting vielleicht auch an tiefere Themen dran. Das ist dann so. Da werden Sylvia Brenzel: Tuchus! Samuel Kümmel: Momente und Sachen berührt, die was mit dem Einzelnen zu tun haben. Und ja, ich habe ja quasi das Privileg oder den Vorteil, dass ich euch schon zwei, drei Mal erleben durfte mit dieser Geldarbeit und habe dadurch so bisschen Vorerfahrung und das auch erleben können. In der Gruppe mache ich die Prozesse selber, obwohl ich die Frage vielleicht gar nicht hatte oder das Thema, so ein bisschen auch mit. Also das habe ich so erlebt, wenn man so mit 15, 20, 18 Leuten da sitzt und ein Mensch macht einen Geldprozess mit euch. Ich erlebe den auch mitkörperlich ein bisschen. Ich kann mich da vielleicht mitfühlen, einfühlen und erlebe, aber so kann man über sich und Geld irgendwie auch anders fühlen und denken, wow, da gehen so Welten auf. Oder gingen bei mir so Welten auf in den... drei Seminaren, wo ich das erlebt habe. Ja, jetzt würde ich gerne noch mal den Bogen sozusagen schlagen zum Anfang. Du hast gesagt, Geld hatte in deiner Familie für dich eine, hat eine Erfahrung von Zerstörung irgendwie gehabt. Da ist was zerstört worden an Beziehungen. Und du hast da was, ich nehme mir das mal an unangenehmes erlebt mit Geld. Und wie hast du das für dich jetzt in der Geldarbeit? Du bist ja jetzt an einem anderen Punkt und machst ja diese Geldarbeit auch aus einer gewissen Erfahrenheit raus. Wie hast du das für dich jetzt integriert in dein Sein, in dein Leben als Silvia Prenzel oder vielleicht auch in deine berufliche Arbeit? Was denkst du da jetzt über Geld oder wie hast du das genommen, dass es irgendwie zerstörend ist? Sylvia Brenzel: Also für mich war eine große Erkenntnis zum Beispiel, dass ich nach meinem Studium, nach meinem Wirtschaftsstudium eher im NGO-Bereich tätig war, wo ich wirklich ganz wenig verdient habe und mich auch schwergetan habe mit Geld annehmen. Das heißt, also mir war sogar durchaus recht, da viel zu arbeiten, sehr engagiert zu sein und ganz wenig Geld zu haben und es einfach auszuprobieren, wie wie ich mich durchs Leben meistere mit wenig Geld. Dann habe ich eine Coaching-Ausbildung gemacht, eine sehr ausgedehnte, sehr tiefgehende. Dann ging es darum, was ich jetzt für meine Coaching-Stunde Da ist es mir schon so gegangen, Coaching, ich rede gern mit Menschen, frage gerne Menschen, höre gerne zu. Was soll ich dafür Geld verlangen? Das ist ja orgig. Ja, möglichst wenig und das Hauptsache, es geht den Menschen gut. Und dann habe ich schon gemerkt mit der Zeit, wo dann auch mehr Kutschis gekommen sind, dass da etwas in Imbalance kommt. Und das war witzigerweise genau in der Zeit, wo ich auch Peter König kennengelernt habe. Und ich dann für mich mich damit auseinandergesetzt habe, puh, ich bin ja nicht nur eine gute. guter Mensch, sondern ich kann auch ganz schön pointiert oder ich kann auch gut pieksen bei Coachings, wenn ich zum Beispiel Illusionen zerstöre oder wenn ich einfach dann merke, der Mensch, mir gegenüber sitzt, erzählt mir etwas, was ich überhaupt nicht spüren kann, was eine Geschichte ist, was vielleicht etwas überdeckt und da kann ich dann schon auch mit pointierten Coaching-Fragen auch ordentlich in die Tiefe reichen, Tiefe gehen, was auch nicht immer nur angenehm ist. Und Samuel Kümmel: Hm. Sylvia Brenzel: dann war es für mich ein Prozess, ich bin als Coach auch eine Zerstörerin, weil ich vielleicht schöne Geschichten, die bis dato funktioniert haben, zerstöre oder hinterfrage oder eben Illusionen zerstöre. Und das ist okay, das darf sein. Das ist vielleicht sogar mein Job, weil Samuel Kümmel: Wow! Sylvia Brenzel: Was soll ich die Menschen bestärken auf einem Weg, den ich überhaupt nicht für sie sehe? Und das darf ich ihnen spiegeln. Auf der einen Seite und auf der anderen Seite habe ich auch gemerkt, ich möchte wirklich auch heilend wirken und gut wirken, auch mit Geld. Nicht nur wenig Geld oder ohne Geld, sondern es darf auch Geld dafür fließen. Und das war ein unglaublich... berührende und bereichende Moment, der mir auch noch heute immer wieder sehr hilft, wenn ich etwas tue, was ich gerne tue und was liebe und auch dafür Geld bekomme. Mein Bedürfnis, mein Lebensauftrag, leben darf, meinen beruflichen Auftrag leben darf, auch mit Geld. Samuel Kümmel: Spannend. Ja, das Sylvia Brenzel: Ganz einfach. Samuel Kümmel: kriegt ja so bisschen Gänsehaut, weil du ja, wenn wir das von der Geschichte sehen, ja von einem Momentum kommst, wo Geld Beziehungen zerstört oder gestört oder zerstört hat und du jetzt sagst, jetzt bin ich eine Zerstörerin von Illusionen, von falschen oder komischen Geschichten, die Menschen sich selber erzählen, vielleicht über sich selber oder über ihre Beziehungen oder über Geld und gleichzeitig bin ich auch eine heilende Person, eine Heilerin. Beziehungen zu Geld oder zu sich selber oder zu anderen und das ist ja eine wahnsinnige Transformation von dieser Erfahrung, diesem Erlebnis hin zu dem, das über sich sagen zu können. Also das berührt mich gerade und da krieg ich noch bisschen Gänsehaut. Sylvia Brenzel: Danke Sam, dass du das so schön spiegelt. Das ist für mich auch immer wieder ein Geschenk, dass ich diese Erfahrung machen durfte und viele, viele Erfahrungen noch gefolgt sind im Zusammenhang mit Geld. Samuel Kümmel: Ja, sehr, schön. Vielen, Dank für deine Offenheit, Sylvia. Und ich leite jetzt zu unserem zweiten Interviewgast, Alfred, ein bisschen über, der jetzt im zweiten Teil mit mir sprechen will und darf. ja, würde gerne genau da weitermachen, wo ich mit Sylvia aufgehört habe. Alfred, wir haben gerade über Geldarbeit gesprochen. Wir haben zum ersten Mal auch das Wort Projektionen irgendwie hier im Podcast vielleicht ein bisschen beleuchtet. und das in einem Zusammenhang gebracht. Was ist denn dein Standpunkt an dieser Stelle? Wir haben das Jahr 2026. Brauchen wir Geldarbeit? Und wenn ja, warum? Alfred Strigl: Wir brauchen Geldarbeit. Wir haben sehr viel Geld in der Welt und bewegen dieses Geld beinahe kaum. Und irrationalerweise bewegen wir es high frequency trading-artig, exorbitant. Also wir haben so einen Geist aus der Flasche gelassen, der einerseits uns nicht gehört, wir wissen gar nicht, wo ist mein Geld, was tue ich damit? Das Tabugeld bedeutet, ich weiß weniger zum Thema Geld als zu meiner Sexualität, zu meinen Bedürfnissen, zu meinen Gefühlen. Und auf der anderen Seite ist dieser Geist, den wir aus der Flasche gelassen haben, in unseren Systemen schon so. Computersystemen virtuell und digital vorhanden, wir eine unglaublich große Geldmenge haben, Billiardenvermögen und wir können auf der anderen Seite den Hunger, der ein paar Milliarden pro Jahr bräuchte, nicht lösen. Wir können die nachhaltige Entwicklung nicht finanzieren, wir können den Klimawandel nicht finanzieren, der einbend... Bruchteil, ein paar Promille, ein paar Prozent maximal, ein paar Prozent vom Geldvermögen, das wir mittlerweile aufgebaut haben, nicht realisieren. Also wie verstockt müssen wir Menschen sein, kollektiv, wie individuell, wenn wir bei Milliarden, bei Billiarden Vermögen ein paar lächerliche Milliarden nicht aufbringen können. Also was muss da ein kollektiver Verstocktheit und Blindheit und Ängstlichkeit und Verletztheit da sein, dass wir die Bar-Peanuts nicht bewegen, also den Arsch nicht hochbekommen, Hunger und Artensterben zu gegenfinanzieren. Für mich ist das riesen Psychodrama, das wir gerade veranstalten. Samuel Kümmel: Wow, das war ein starker Einstieg, Alfred, auf meine Frage hin. Ich habe ganz viele Gedanken und Fragen dazu, was du jetzt gerade gesagt hast, weil das ist ja ein riesiges Spannungsfeld, was du da gerade aufmachst. Wir haben bei Sylvia begonnen mit dem Thema, was ist Geld eigentlich, und so bisschen persönlich, biografisch. Du hast das jetzt auch auf eine globale Ebene gerade so bisschen gehoben und auch auf eine globale Sichtweise, wo eine riesige Spannung aufgeht zwischen ... Wir haben Milliarden Geld in Vermögen auf der Welt und auf der anderen Seite können wir Wesentliches zum Überleben von Einzelnen oder zum Überleben der Menschheit oder des Klimawandels gerade nicht ausgeben. also wo vorortest du dich da in diesem ganzen Feld der Geldarbeit? Was ist deine Position dazu, wenn du das anschaust? Alfred Strigl: Ja. Also ich bin ganz klar einer, der den Systemen und den Strukturen nicht die Schuld zuweist. Schuld ist ein seltsames Konzept, also da möchte ich davon Abstand nehmen. Ich nehme ganz viel in meine Eigenverantwortung und ich sage, wenn ich selbst meine Beziehung zu Geld befriedet habe, im Frieden bin mit dem Geld, Fluss, der mich ist, mit dem Einnehmen von Geld, Anlegen von Geld, das ich habe und auch dem Wiederausgeben von Geld, wenn ich da in einer Balance bin, dann ist das gut. Und ich sehe diese Balance in 90 Prozent der Menschen, jetzt habe ich keine Forschungen dazu, aber nicht gegeben. Also ich sehe uns alle in tiefer In-Balance. Und zwar haben wir viel Armut und Armseligkeit und haben Nöte und Mangelerscheinungen zum Thema Geld. haben 800 Millionen Menschen, wirklich hungern auf diesem Planeten. Wir in Österreich und in Deutschland knapp ein Viertel der Menschen, die in Armut leben, wirklich arm sind und an der Armutsgrenze leben noch einmal weitere 20 Prozent. Das sind fast die Hälfte unserer Mitbürgerinnen hier in unseren Ländern, in diesen reichen Ländern, leben unter der Armutsgrenze oder an der Armutsgrenze. Das darf doch nicht sein. Und auf der anderen Seite haben wir exorbitante Vermögen angehäuft, seltsame Vermögen, Derivatvermögen, die 20-mal den ganzen Erdball Erde kaufen könnten. Alles. Alle, sämtliche griechischen Inseln und US-amerikanische Abfangjäger, sämtliche Waffen und auch sämtliche alles könnten wir kaufen. Also wir haben so viel Geld, Geld ähnlich oder derivatartig erschaffen und kriegen es nicht gebacken und kriegen keine Güte, keine Barmherzigkeit, keinen Reichmut zutage. Also wir haben viel Armut und keinerlei Reichmut in der Welt. Samuel Kümmel: Spannend, jetzt hast du zu dem Wort Armut das Wort Reichmut dazugesellt. habe ich, da ich in eurem Seminar war, schon mal gehört, aber unsere Zuhörerinnen vielleicht noch nie. Was ist denn das Reichmut und was hat das mit dieser ganzen Situation zu tun, die du gerade beschrieben hast? Alfred Strigl: Mut ist eine Tugend. Demut, Langmut, Edelmut, Heldenmut, Gleichmut. Das sind Tugenden, sind Kompetenzen, das sind Fähigkeiten. Und wow, Armmut ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit? Oder ist das nur eine Wortverunglückung? da haben wir im Deutschen irgendwie zu Armmut irgendwie dazugestellt, weil wir nicht besser wissen, wie wir das bezeichnen sollen. Nein. Nein, das ist für mich eine Kompetenz, eine Kompetenz in der Qualität, das fast, wie soll ich sagen, Tage Löhners einen Fluss von Geld, im Fluss von Geld zu sein, am Fluss zu sitzen, zu sehen, es kommt, es fließt durch mich hindurch und es geht auch wieder. Reichmut ist verlernt geworden in der deutschen Sprache. Wir hatten es schon mal im Althochdeutschen und jetzt geht aber diese Großzügigkeit, Großherzigkeit kaum mehr an den Menschen ran. Wir haben die Umverteilung von Reichtum ja dem Staat überlassen, der Steuern einhebt und deshalb für uns schützt mit der Exekutive, uns schult mit unseren Schulen, uns heilt mit den Hospitälern und der Staat soll das richten. Wenn wir das an den Staat auslagern, dann haben wir die Kompetenz der Großherzigkeit, der Großzügigkeit, der Barmherzigkeit, der Mildtätigkeit, der Güte ausgelagert. Also wir sind bar, im wahrsten Sinne des Wortes, sind los, wir sind bar aller Notwendigkeit jetzt etwas zu geben, etwas zu schenken, etwas zu erzeugen. warmherzig zu sein und so. Das soll der Staat ja machen, gefälligst mit seinen Steuern. Und ich plädiere für die Wiederentdeckung und die Wiedererarbeitung, Wiedererlangung von Reichmut als eigene Kompetenz. Und dazu brauche ich Geld. Und Geld ist ja was ganz Verseltsames. Mit Geld kann man zählen, mit Geld kann man rechnen. Mit Geld kann man kaufen, Waren tauschen und Kaufwerte dazu handeln und so weiter. Man kann Geld auch geben im Sinne von ich leie jemandem Geld und ich möchte Geld wieder zurückbekommen. Aber eine ganz edle Tugend des Geldes, die im Geld liegt, haben wir beinahe vollkommen verlernt. Wir können Geld schenken. Wir können Geld schenken. Wenn ich ein Leib Brot habe und jemand kommt und schaut verlumpt aus und ist hungrig, ich laufe in die Küche und schneide dem den halben Leib Brot runter und sage, schau da, nimm mein Brot und ich gebe dir vielleicht noch einen guten Käse und eine Wurst. Also wir teilen, wir schenken, ich schenke diesen Menschen das. Und Geld schenken, das haben wir total verlernt. Und was wir bräuchten, jetzt noch mal ganz zurück. Also Reichmut ist eine tugendhafte, mutige Geste, Geld und Vermögenswerte einfach zu stiften, einfach zu schenken. Und zwar alle. Nicht nur die Reichen, den Armen, sondern alle allen. Dann sind wir im Fluß. Samuel Kümmel: Wow, das finde ich ein krasses Bild. Es gibt ja gerade in linken Szenen immer so das Bild, wir müssen umverteilen, die ganz, ganz Reichen müssen ganz viel nach unten abgeben, damit das System überhaupt funktioniert und damit es gerecht ist. Du hast jetzt ein anderes Bild daneben gestellt. Eigentlich müssen wir alle mit dem Geben und Schenken und Großzügigsein in den Fluss kommen, also in das Reichmütigsein, in das Verschenken, in das Geben. Wie kommst du dazu, das so zu sehen? Was würdest du jemanden antworten, sagt, wir müssen alles umverteilen? Weil das ist ja klassische, kommunistische, Marxistische oder auch sozialistische Sicht. Eine bestimmte Person oder eine bestimmte Riege von Menschen hat alles angesammelt, deswegen sind alle anderen arm. Und die Lösung ist, wir müssen denen das quasi allen wegnehmen und müssen es denen, die wenig haben, geben und dann ist es gut. Und dein Bild habe ich jetzt anders irgendwie gerade empfangen. Wie ist das da für dich? Alfred Strigl: Naja, wenn ich keine innere Arbeit mache, wenn ich keine Bewusstseinsarbeit mache und eine Arbeit, dann nicht nur über das Bewusstsein quasi über einen geistigen Zustand auch hineinsickert in den emotionalen Leib, in das emotionale Gefühlsleben und auch in den somatischen, also dem körperlichen wirklich tätigen Austausch, also wirklich nur ins Intuitive, wenn ich das nicht mache, dann dann bin ich wie ein Kind noch nicht reif zu erkennen, was kann ich denn an Geld lernen und was kann ich mit dem Geldsystem lernen, ein Beispiel zu sagen. Bitcoin hat dieselben Schatten wie das große Geldsystem, ein regionales Geldsystem. Der Chiemgauer oder der Berliner, der eingeführt wurde, handelt sich dieselben Bewusstseinsdramen und und shutten ein wie das große Geldsystem. Also ich bin der Meinung, denn beim Menschen zu beginnen in seiner Tugendethik und in seinem Tugendhaftigkeit, ich glaube tatsächlich, dass wir gute Systeme haben, die Demokratie, das Geldsystem an sich. und als Menschen da noch nicht in unsere Größe hineingewachsen sind. Also es ist ganz was Verkehrs. Also wir viele in der linken Szene oder wie auch immer sagen, wir müssen die Systeme verbessern und da ist systemisch Gewalt drin und da ist das Patriarchat und das Toxische und so. Und ich erkenne das an und sage Ja, ja. Und? Und ich glaube an uns Menschen. die wir wandelbar sind, entwickelbar sind, die wir erwachen können, die wir erwachsen werden können, erwachsene Menschen. wenn wir das im Kleinen können, also wenn wir Geld zirkulieren können, Moneyflow generieren können, ich habe ja auch Übungsgruppen, nennen sich Moneyflow, wenn wir Geld schenken können, wenn wir das können als eine Tugend, eine Kompetenz. Ich kann jemandem 100 Euro schenken auf der Straße. Das ist nicht verboten, das ist erlaubt. Ich darf jemandem 500 Euro überweisen aufs Konto. Nach dem Motto, hey, gib mir deine Kontonummer, ich überweis dir mal 500 Euro. Ich mach das die ganze Zeit, verrückt, und übe mich selbst in diesem Geben von Geld. Und ich glaube, dass wir das brauchen, weil wir sind sehr verhärtet, eigentlich. Wir projizieren Sicherheit und Existenz auf Geld. Und wenn wir jetzt Geld weggeben, dann geben wir Sicherheit weg. Dann geben wir Existenz weg. Wenn ich aber diese Projektion dechiffriere, auflöse und sage, ich existiere, ich existiere mit dem Geld und auch ohne dem Geld. Und ich existiere mit diesem Geld und ich existiere ohne diesem Geld. Also kann ich das Geld auch wieder weitergeben und ich existiere immer noch. Also ich bin jetzt nicht plötzlich weg, weil ich kein Geld mehr habe. Und ich bin immer noch da. Ja, ich bin Samuel Kümmel: Puff! Alfred Strigl: immer noch da. Also dieses Lernen und ich bin so ein seltsamer Kerl. Ich traue der Welt immer nur das zu, was ich mir selbst zutraue. Ich bin Vegetarier geworden aus Überzeugung. Und ich traue der Welt zu, dass sie es können. dass Menschen Vegetarier werden können. Warum traue ich sie nicht zu? Ja weil sogar ein kleiner Bimpf wie der Alfred Striegel das geschafft hat. Ich traue dazu, dass die Menschen Geld teilen können. Nicht indem ich das verordne. sondern indem ich selbst mache, indem ich selbst die Tat bin, zu der ich mahne. Samuel Kümmel: Wow, auch da kramme ich jetzt wieder bisschen Gänsehaut und bin berührt, das so ganz anderer Ansatz ist, die Verantwortung bei sich zu sehen und die Verantwortung zu sich zu nehmen, zu ich kann an mir was ändern, ich kann an meiner Arbeit was machen, kann bewusster werden, erwachsen werden und mich dann anders verhalten oder handeln und damit ändere ich was, während eine zweite Sicht ja ist, die Verantwortung liegt im Außen. Die liegt bei den Politikern, die liegt im System, die liegt irgendwie bei... der fehlenden Umverteilung bei einem falschen ungerechten Steuersystem, die liegt bei Menschen, bei Überreichen, die nicht abgeben und die sind alle schuld oder die sind alle verantwortlich und ich kann eigentlich nichts machen, ich bin eigentlich hilflos hier unten in dieser kleinen Arbeiterklasse oder Dienstleisterklasse oder als Selbstständiger oder gerade auch von vielen mittelständischen Betrieben hört man sehr, sehr viel Schimpfen in bestimmte Richtungen und du sagst jetzt, ich kann Alfred Strigl: Ja, aber... Samuel Kümmel: das und deswegen traue ich es anderen zu. Das ist irgendwie so. Alfred Strigl: Samuel, ich erlebe ganz viel Unvermögen. Vor allem auch bei vermögenden Menschen. Diese vermögenden Menschen sind hinein geknechtet in ein System, wo sie ihren eigenen Werten verantwortlich sein müssen, weil wir kollektiv hier haben, wachsen, wachsen, vermehren, vermehren. Das ist eine kollektive Trance, in der wir stecken. Und das Individuum selbst, jetzt zwei Milliarden Euro erbt, das darf sich ja selbst nicht vermögen sein und sagen, naja, ich trag mal eine Milliarde einfach so ab und schenk mal die dem Staat, weil der braucht ja auch ein bisschen Geld, so ähnlich wie die Schenkungssteuer oder die Erbschaftssteuer in Südkorea 50 Prozent ausmacht. Und Südkorea fährt damit sehr gut und die Samsung erben. Wir vor ein paar Jahren sehr freudig, ich glaube 50 Milliarden Euro umgerechnet an den Staat übergeben, aber da waren es 100 Milliarden. Ich weiß es nicht. Also wirklich ein schöner Betrag. Das muss aber gekonnt sein. heißt, die Vermögenden vermögen nichts, der Mittelstand und die Armen vermögen auch nichts, außer dass wir sparen lernen, anhäufen lernen, ängstlich sind. Und jetzt sind diese Haufen sind so groß geworden und mein innerster Antrieb ist nachhaltige Entwicklung. Ich möchte die Welt nachhaltiger sehen. Und 20 Jahre lang ist mir gesagt worden, das können wir nicht finanzieren. Das Staat ist pleite, die Kommunen haben kein Geld. Und ich schaue auf die Statistiken und denke mir, wow, scheiße, so viel Kohle. Also irgendwie geht das in meinem Kopf und in meinem Herzen nicht zusammen. Was haben, was müssen wir hier für eine katastrophale kollektive Blockade haben, dass wir die einerseits die Billiardenvermögen von Vanguard und von Blackrock, die uns Deutschen und Österreichern auch mitgehören, nicht verbinden mit, ja wir haben Armut und und Arten sterben und wir sollten eigentlich irgendwie Nachhaltigkeit machen. Also wenn wir das nicht zusammen kriegen. Und ich bin dann über den Weg über mich gegangen und habe gesagt, ich mach das. Und so verrückt ich bin, ihr wisst es ja, wir haben ein großes Naturschutzprojekt in Kolumbien, schützen dort tausende Hektar Regenwald und ich mach das. Ich mach das einfach. Ich lass mich da nicht sagen, das geht nicht oder das kann man nicht oder das darf man nicht. Im Gegenteil, unsere Systeme sind so schön. Die sind so gut. Ich kann jederzeit jedem 500 Euro, 1000 Euro, 10.000 Euro Geld schenken. Ab 10.000 wird das finanzamtpflichtig, meldepflichtig. Aber nicht mal steuerpflichtig, sondern nur meldepflichtig. Ab 20.000 Euro wird es brenzlig oder so. Also wir können jederzeit jedem relativ viel großzügig Geld geben und unsere Systeme sind hier geldlich frei und offen. Aber haben wir die Kompetenz? Haben wir das Vermögen? Und Silvia und ich arbeiten auch immer wieder mit sehr vermögenden Menschen. Und die haben eine Riesenlast. Sie dürfen das Vermögen nicht veruntreuen. Sie haben ja eine Riesenverantwortung ihrer Familie gegenüber. Sie haben das ja selbst nur geerbt. Sie können das nicht weitergeben. Was würden denn die Kindeskinder sagen, wenn plötzlich aus zwei Milliarden nur noch eine Milliarde da sind? lieber den Planet verrecken lassen. Samuel Kümmel: Ich merke, ist bei dir auch eine große Emotionalität mit drin, Alfred, die ich ja auch in den Seminaren immer mal wieder zu spüren bekommen habe und gleichzeitig auch ein großes Herz, wo du sagst, ja, ich gehe dafür, ich mache die Dinge einfach. Du tust diese Geldarbeit, du tust mit Sylvia zusammen auch dieses Projekt in Kolumbien. Ihr habt eure Einstellung zu Geld anscheinend schon einigermaßen transformiert und seid auch noch weiter auf dem Weg. Ich würde es gerne jetzt von dieser großen Ebene von auf der Welt noch mal auf den einzelnen Zuhörenden zurückholen. Was kann man denn an eurer Geldarbeit, was kann man denn da erfahren, was kann man lernen, wenn man sich dafür interessiert, genau in diesem Feld was mit sich selber ändern zu wollen? Kannst du da noch mal so einen kleinen Einblick geben, was macht ihr in eurer Geldarbeit mit den Menschen? Alfred Strigl: Wie Silvia schon gesagt hat, gehen wir in die Projektionsarbeit. Wir schauen, welche Projektionen liegen denn bei dir in deiner Geldbiografie, in deiner Geldsozialisation auf Geld. Geld ist schmutzig oder Geld ist Freiheit. Und wir lernen und üben und trainieren den Menschen, Ressource, also diese Projektion als eine Ressource zu sehen, als eine eine Kraft, Möglichkeit, eine Spielart. Und sagen dann nicht, Geld ist schmutzig, weil das ist ja auf das Geld projiziert, auf das Geld projizierte Qualität, wie spürt sich das an, wenn du mal zu dir selber sagst, ich bin schmutzig, ich bin ein Dreck. Samuel Kümmel: Hm. Alfred Strigl: Und das wird somatisch und deine Zellen werden vielleicht sich dagegen mal sträuben und wehren und zu sagen, Also ich bin nicht schmutzig oder ich bin kein Dreck oder kein Abfall. Und irgendwann einmal, wenn du das tief in dich hineinsickern lässt, ich bin Dreck, dann kommt bei mir so ein Schmunzeln auf die Lippen und ich denke, ja genau, ich bin Materie, ich bin ganz materiell. Mein Körper ist ein erdiger, dreckiger Batzen, ein Haufen. Also ich bin Erde. Das ist ganz wahrhaftig. so erschließen wir die Möglichkeit, dass du erkennst, in deiner Projektion liegt eine Kraft, Ressource, die, wenn du sie zu dir zurücknimmst, also zurück integrierst, reclaiming projections, also die Rückgewindung von Projektionen. Wenn du die also zurücknimmst zu dir, dann hast du plötzlich eine Möglichkeit. Du kannst ganz elegant und sauber agieren, aber du kannst auch ein bisschen schnuddelig und dreckig agieren. Und das eine ist, ich nicht werden, besser und das andere, das eine ist vielleicht sogar sehr etepetete und schnöselig, das andere ist vielleicht sehr erdverbunden und richtig ja grundsolide. Verstehst du, dreck ist plötzlich Boden, Mata, Mutter und das andere ist vielleicht schnösel und Arroganz und auch immer sauber und benibel und also das hebt sich plötzlich auf und plötzlich kannst du dreckig sein und gerne im Schlamm mal spielen und du kannst dich auch wieder waschen und ganz clean sein und das ist auch gut. Also Projektionsarbeit, Schattenarbeit macht dich voll, gibt dir dich selbst zurück, er schafft Fülle, er schafft die Möglichkeit aller Spielarten, die du dir selbst erlauben kannst und willst, auch auszuüben. Ich kann das sein und ich weiß, dass ich es habe und ich weiß, dass ich bewusst bin. weil es mir jetzt gerade so einfällt und ich oft von Mater gesprochen habe, der Materialität Geld ordne ich ein in einen Reigen von Kapitalarten hier auf dieser Welt. Sieben Kapitalarten habe ich mal gesagt, kann ich mir ableiten, vielleicht gibt es noch etliche mehr. Und diese Materialität ist eine Kapitalart, nämlich das Naturkapital, Boden, Erde, Dreck, Sand, das ist Naturkapital. Und in der Literatur wird Naturkapital viel beschrieben. Da gibt es Nature Capitalism und so weiter. Und Finanzkapital, Geld, ist eine von sieben Kapitalarten. Wenn ich unten anfange, Bei der Natur, dann ist es der Naturkapital, dann ist es das Lebenskapital, Lebendigkeit, Biodiversität, Vitalität. Diese Lebendigkeit ist eine zweite Kapitalart, weil Schotter oder Boden, Naturkapital, ist ja noch nicht Leben. Leben ist ja eine lebendige Pflanze, lebendiges Tier, vital. Wenn ich das Tier geschossen habe, dann ist die Kapitalart Lebendigkeit aus dem Tier herausgeflossen. Dann ist es nicht mehr lebendig, dann ist es tot. Also diese Lebendigkeit. dann Humankapital, Sozialkapital, Realkapital, Finanzkapital und Ideenkapital. Ich sage das einfach nur so schnell dahin. Und ich erlaube mir das entlang der sieben Chakren zu denken, der Energiezentren im Körper und der asiatischen Weisheit. Von unten, Boden, Basalen, von der Natur, dann Naturkapital im Wurzelchakra bis hinauf über Das Stirnchakra, das ist das Finanzkapital, unsere geistigen Pläne, Visionen und so weiter. Und da ist ganz viel Versöhnungsarbeit notwendig und Aufklärungsarbeit in diesem sechsten Chakra, Stirnchakra, Finanzkapital, Chakra und noch höher Krone, Ideenkapital und die Anbindung an Geist und Spiritualität. Und so bin ich mit dem Finanzkapital in einem schönen, lebendigen Reigen von ja, großen Ordnungen und Konstellationen in der Welt, die ich mich kümmern darf. Mal ganz grob gesagt. Und eben Geld gehört da mitten hinein und voll dazu. Samuel Kümmel: Ja, super spannend. Ich merke, zum Thema Kapitalarten können wir sicherlich noch eine Deep Dive Folge in unserem Podcast einplanen in den nächsten Wochen. Darüber nochmal tiefer zu sprechen, weil es ist natürlich auch nochmal ein ganz spannendes eigenes Feld. Welche Kapitalarten gibt es? Was haben die mit mir zu tun? Wie kann man sie vielleicht auch spirituell und mit Chakren einordnen? Da hast jetzt nochmal ein ganzes Feld aufgemacht, worüber wir sicherlich auch nochmal sprechen können und werden. Ich würde gerne jetzt zum Abschluss nochmal kurz an Sylvia überleiten. Sylvia, du hast jetzt dem Alfred ja eine halbe Stunde wieder als Stageholder und Beobachterin gedient und ich wollte dich jetzt nochmal fragen, was ist bei dir jetzt von Alfred angekommen? Was würdest du gerne von dir dazu legen oder was hat dich besonders berührt? Sylvia Brenzel: Gerne, Samuel. Es ist immer wieder ein großes Aufatmen, wenn ich dem Alfred zuhör, weil ich merke, er tut wirklich die Dinge beim Namen nennen und sehr pointiert und sehr direkt und das tut gut. Ich finde das ist wichtig. Das ist einmal das eine, was ich gerne wertschätzen und würdigen möchte, jetzt auch von dem Part. Ich möchte zwei Sachen noch dazu legen. Alfred hat das Gleichgewicht erwähnt. Aus meiner Sicht ist unsere Welt nicht im Gleichgewicht. Wir dürfen von unseren indigenen Freunden in Kolumbien auch lernen, wo es ganz wichtig ist, dass es ums Gleichgewicht geht. Das ist eine ganz tiefe Lebensweisheit. Sie achten sehr darauf. ihr Gleichgewicht zu kultivieren. Und das fände ich einen schönen Auftrag an uns als Menschheit jetzt in der westlichen Welt, in der ganzen Welt, einfach Samuel Kümmel: Hm. Sylvia Brenzel: das Thema Gleichgewicht und Balance zu kultivieren. Und warum nicht auch mit Geld und ohne Geld? Samuel Kümmel: Ja. Sylvia Brenzel: Das das eine. Und das zweite, was ich noch gerne dazu legen möchte, wenn ich dem Alfred Lausch, der ja tief, tief eingetaucht ist, auch in den Kapitalismus, in die Finanzbranche, auch in vielen Nachhaltigkeitsbeiräten sitzt und da auch immer wieder eine wichtige Stimme einbringt. Ich selber habe mich auch vielen damit auseinandergesetzt mit der Genossenschaft für Gemeinwohl und und und, also Gemeinwohlwirtschaft und dergleichen. Und einerseits scheint das Thema Geld und Finanzen und Kapitalismus so komplex, so unendlich komplex, Samuel Kümmel: Das war's heute. Sylvia Brenzel: dass man es wie so fast nicht erfassen kann. Und auf der anderen Seite, und dazu möchte ich ermutigen, es ist ganz, ganz einfach. Ganz einfach, wenn wir bei uns beginnen, wenn wir mit unseren Fragen und Forschungen beginnen, wenn wir beginnen, darüber zu reden, uns auszutauschen und wenn wir es tun. So was Samuel Kümmel: Hm. Sylvia Brenzel: scheinbar so komplexes kann ganz, ganz einfach sein. Dazu möchte ich ermutigen. Auch Samuel Kümmel: Schön. Sylvia Brenzel: danke Alfred für deinen Impuls, seinen Inspirationen. Samuel Kümmel: Ja, vielen, vielen Dank, Silvia. Das ist schönes Schlusswort von deiner Seite. Das ganz Komplexe kann ganz einfach sein. Und wenn wir es tun und wenn wir uns damit beschäftigen. Sehr, spannend. Alfred, auch von dir nochmal einen Schlusssatz zu dem Thema Geld für unsere heutige Folge. Was würdest du unseren Zuhörenden noch mitgeben zum Thema Geld? Wie sie jetzt nach dem Hören dieser Folge mit dem Thema Geld vielleicht auch weiter forschen können? Alfred Strigl: Silvia hat unsere Ancestors, unsere indigenen Freunde zitiert. Wenn Sie in Balance treten mit der Welt, dann fragen Sie sich immer zuerst nach einem Ausgleich. Sie haben im Denken schon den Ausgleich und vollziehen dann tatsächlich an die Welt. Bevor sie in die Welt eingreifen, bevor sie einen Baum fällen, bevor sie ein Tier schlachten, bevor sie natürlich von der Erde leben. Ein Pagamento. Das ist doch interessant. Sie machen zuerst eine Zahlung an die Mutter Erde. Und dieses Pagamento habe ich am Anfang nie gescheit verstanden, weil ich bin ja nicht so gut im Spanischen und ich denke mir immer, hm, wem, wem zahlen die da jetzt? Was müssen die Ringwäsche? mit einer Mafia Schutzgeld bezahlen oder so? Ja, ja, die müssen der Mutter Erde, Bacca Mama einen Ausgleich zuerst bezahlen, weil sie dann ja etwas entnehmen. Das heißt, wenn wir in diese tiefe einfache Geben und Nehmen Logik wiederkommen, ich gebe dir und ich bekomme es dann auch. diese Reziprozität, dieses, ich gebe es in das System hinein, die Strukturen und die Systeme sind gut. Und ich möchte eines sagen, wir Menschen haben deswegen so viel Geld angehäuft, weil wir uns immer weniger vertrauen. Wir würden sehr wenig Geld brauchen. Vielleicht nur die Geldmenge vom BIP plus 10 Prozent noch mehr, damit er bisschen fließen kann. Aber das ist ein 20. Tell. der Geldmengen, die wir haben. Also für mich ist es so, die Größe der Geldmenge spiegelt die Angst der Menschen vor sich selber. Und ich möchte Angst lindern. Ich möchte Frieden schaffen unter uns und Vertrauen. Und das vor allem mit und durch Geld. Samuel Kümmel: Auch ein wundervoller Schlüssel als Alfred. Vielen, vielen Dank für diese abschließende Einsicht nochmal. ja, liebe Zuhörerinnen, ich hoffe, ihr seid inspiriert von dem, was wir heute gesprochen haben. Wir haben heute über Geld gesprochen und haben auch schon weitere Themen angeteasert, nämlich das Thema Projektionen und Projektionsarbeit und auch das Thema Schattenarbeit. Und nach der heutigen Folge haben wir zwei weitere Folgen geplant, nämlich die Folge 4, wo wir uns nochmal Tiefgehender mit dem Thema, wie geht eigentlich Projektionsarbeit mit und ohne Geld? Wie funktioniert die? Was kann ich dadurch lernen? Was kann ich dadurch vielleicht auch an innere Arbeit tun? Und in Folge 5 steigen wir auch noch mal eine Etage tiefer in die Schattenarbeit ein. Also Projektionen ist ja erst mal nur das, was ich selber wahrnehme und sehe im Anderen oder im Geld. Und in Folge 5 geht es dann eine Stufe tiefer was ist denn das Schlechte, das Böse, das Dunkle, was da auch irgendwie drin steckt? Und ich bin schon sehr gespannt, Gespräch mit euch beiden darüber dann zu führen, denn das kommt ja in eurer Geldarbeit und auch in euren Seminaren immer wieder vor. An dieser Stelle möchte ich euch erstmal aber Danke sagen. Danke für eure schönen und spannenden Antworten, die auch die Tür noch zu vielen weiteren Themen immer wieder aufmachen. Und ja, danke, dass wir heute so offen über das Tabuthema Geld sprechen konnten. Und ich hoffe und wünsche unseren Zuhörenden, dass sie davon was mitnehmen. Der Schlusssatz gehört heute für diese Folge euch beiden, bevor wir Tschüss sagen. Sylvia, was ist dein Schlusssatz für diese Folge? Sylvia Brenzel: Traut euch! Alfred hat das so vorhin so schön gesagt, das möchte ich einfach aufgreifen. Ich traue es uns zu, weil ich es selbst mache. Das mag ich unseren Zuhörerinnen und Zuhörern mitgeben. Traut euch! Traut euch drüber, übers Geld. Danke. Samuel Kümmel: Danke. Alfred, was ist dein Schlusssatz? Alfred Strigl: Die Lösung ist ganz einfach. Es ist so einfach, dass sie uns sogar überrascht. Gar nicht kompliziert. Wir können Geld schenken. Samuel Kümmel: Wow. Das lasse ich jetzt auch so stehen. Vielen, Dank, Alfred. Danke fürs Zuhören, für alle, die heute dabei waren und zugehört haben. Und ja, schaltet bei Folge 4 wieder ein, wenn es Projektionsarbeit geht. Zum Thema Geld auf Wir hören für heute.