Samuel Kümmel: Willkommen zur zweiten Folge im Plenum Podcast. Wir sind hier wieder zusammen. Alfred Striegel, Silvia Prenzel und eine weitere Gästin, die Angela Broda. Und ja, wir haben uns heute zur zweiten Folge mit dem Thema Quellen Prinzipien im Plenum Podcast zusammengefunden. Ich freue mich ganz sehr, dass ihr heute alle dabei seid und auch, dass ihr da draußen alle zuhört, die jetzt zuhören. Und bin schon ganz gespannt, denn heute werden wir das, was wir in Folge eins angefangen haben, mit einem weiteren Thema ergänzen. auch heute wird es wieder so sein, dass wir zwei Stageholder haben. Diesmal sind es der Alfred Striegel und ich die Stageholder. Und die Sylvia wird interviewt von ihrer Freundin Angela. Und ich darf jetzt erstmal den Alfred herzlich willkommen heißen und hier begrüßen. Lieber Alfred, schön, dass du in der zweiten Folge mit dabei bist und Ja, auch heute als Stageholder und als Partner von Silvia wieder beiträgst. Herzlich willkommen. Alfred Strigl: Herzlich willkommen. Ja, vielen Dank, Samuel, Samuel Kümmel, der uns hier hinein begleitet in den Podcast und Samuel, es ist deine Idee gewesen, uns hier in den Podcast einzuladen und du bist die Quelle dieses Projekts, Initiative. Und deshalb wollte ich deinen Samuel Kümmel: Das stimmt. Alfred Strigl: Namen und dich ganz, ganz zu Beginn nennen. Du hast mich gebeten, Silvia Brenzel vorzustellen. Ich war ja beim Podcast Folge 1 gut dran und habe viel sagen dürfen. So ist es mir eine große Freude, Silvia Brenzel in ein paar Worten vorzustellen. Sie ist in den 70er Jahren in Venezuela, Caracas geboren und aufgewachsen, als junge Teenagerin nach Europa gekommen in Wien, hat dort maturiert und mittlerweile ist sie eine Österreicherin geworden. mit latinamerikanischem Herzen. Sie hat vieles schon erlebt, sowohl Wirtschaft als auch Psychologie studiert, nachhaltige Entwicklung mit mir, dann schon in den 2000er Jahren mit aufgebaut, am Österreichischen Institut für Nachhaltige Entwicklung und hat Plenum mit mir gemeinsam aus der Taufe gehoben. Und seit fast zwei Jahrzehnten sind wir jetzt unterwegs. Und eine Episode noch, sie kam noch damals am Österreichischen Institut mit der Idee, sie möchte eine Trainer-Trainings-Ausbildung machen, eine Core-Coaching-Ausbildung machen. Und ich war da ein wenig neidig, weil ich mir gedacht habe, wow, die Frau schaut gut auf sich. Ja, so weit meine Vorstellung. Und ich aber gebe jetzt an dich, liebe Silvia. sodass du auch dich kurz vielleicht noch erwähnst und Angela Bruder eine Kollegin, Trainerin und Mitinitiaturin vorzustellen. Bitte Silvia. Sylvia Brenzel: Danke, lieber Alfred. Ja, an dich auch ein Danke, Alfred. Du hast mich eingeladen oder hast die Idee, die du mit Samuel besprochen hast, Plenum-Podcast zu machen, hast du mich jetzt auch ganz aktiv dann eingeladen. Und insofern bin ich so die Nummer drei in diesem Gespann auch aus der Quellenbrille betrachtet und freue mich sehr. Und ich freue mich sehr, liebe Angela, dass du meiner Einladung gefolgt bist. Du bist so eine liebwertgeschätzte Weggefährtin geworden von uns in den letzten Jahren. Wir bieten gemeinsam Seminare an. Du bist selber eine Begleiterin für Menschen, die ihren Seelenweg finden möchten. Da durfte ich auch selber in den Genuss kommen. Ja, und du bietest Herzheilungsräume an. schon allein dieses Wort, finde ich, sehr inspirierend und öffnend. das vielleicht in klassischere Worte zu gießen. Du bist systemischer Coach, bist Beraterin, Seminaleiterin und begleitest eben viele Menschen auch in ihren Prozessen persönlich und beruflich und so auch mich und uns. ja, du bist in Freiburg zu Hause und arbeitest auch am Chiemsee und warst letztes Jahr auch Mondsee bei uns in Österreich. Also wir rücken immer wieder näher. zueinander. ist schön, so auch in diesem Rahmen. Liebe Angela, darf ich an dich das Wort übergeben? Angela: Vielen Dank, liebe Sylvia. Ich freue mich wirklich sehr, dass wir beide heute zusammen ein Gespräch führen zu einem Thema, das mir auch selbst sehr am Herzen liegt. Und das, wie ich glaube, auch für viele, die jetzt hier im Podcast zuhören und selbst initiatoren. von Projekten sind, UnternehmerInnen oder GründerInnen, dass das hochgradig spannend sein könnte, sich mit diesen Prinzipien auseinanderzusetzen und zwar den Quellenprinzipien von Peter König. Ich habe sie vor sieben Jahren kennengelernt. Von dir im Rahmen einer Winterauszeit in Bad Blumau in der Steiermark, die du mit Alfred angeboten hast. Inzwischen haben wir zu dritt und zu zweit verschiedene Seminarformate zum Thema Geld und Quelle angeboten. Aber irgendwie habe ich dich noch nie gefragt ... Wann dir eigentlich die Quellenprinzipien von Peter König zum ersten Mal begegnet sind, liebe Sevier? Vielleicht magst du das mal erzählen. Sylvia Brenzel: Ich kann mich sehr gut an den ersten Moment erinnern. Vielleicht müsste man kurz sagen, was wir unter Quelle verstehen. Es wird oft verwendet in großen spirituellen Zusammenhängen. Das meinen wir nicht. Wenn wir von der Quelle sprechen, sprechen wir von Gründerinnen, von Gründern, von Initiatoren, die etwas in die Welt bringen. Es kann ein Projekt sein, eine Initiative, ein Unternehmen, ein Verein. die auf jeden Fall durch einen riskanten Schritt, die haben ein Risiko, es kann ganz groß oder klein auch sein, und haben da etwas quasi Konkretes in die Welt gebracht. Und ich kann mich erinnern, wie ich das erste Mal mit den Quellenprinzipien in Kontakt gekommen bin, das war 2010, wie ich das erste Mal mit Peter König auch ihn einladen durfte zu einem Kurs, den wir angeboten haben. Ich habe ganz begeistert erzählt, das war nämlich kurz nachdem wir unsere Firma Plenum gegründet haben. 2008 haben wir zu sechst unsere Firma Plenum gegründet, wo wir ganz stolz gesagt haben, das ist eine Firma im Eigentum ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das heißt, wir waren auch alle Gesellschafter unserer eigenen Firma. Und das habe ich Peter ganz begeistert erzählt. Und er hat immer wieder nachgebohrt, wer ist denn der Gründer oder wer ist denn die Gründerin vom Plenum? Wer ist denn das? Und ich habe diese Frage einfach ganz lange nicht verstanden, bis er dann irgendwie dann pointiert gesagt hat, es gibt nur einen Gründer und nur eine Gründerin. Wer von euch sechs ist es denn? Und da kann ich mich noch erinnern, wie ich es schuffiert war, weil wir doch so stolz waren, dass wir zu sechs die Firma gegründet haben. mit einigen Forschungen sind wir dann sehr schnell und sehr klar draufgekommen, dass Alfred wirklich derjenige war, der diesen riskanten Schritt gewagt hat. Also für sich. und für uns und wo wir alle ganz ehrlich auch sagen durften, wir hätten ein Plenum ohne Alfred nicht gegründet. Also ich kann es von mir sagen jedenfalls. Und das war schon so erhellend und hat dann in Wahrheit sehr viel klärendes, liebevolles sogar nach sich gezogen. Also unser Miteinander hat sich wie auf einen Schlag gefühlt gut geklärt. Ich denke mal, hatten damals ein sehr gutes Verhältnis miteinander zu Sext und trotzdem ist da etwas Bereicherndes dazugekommen. Aber da kann ich dann später noch ein bisschen mehr dazu erzählen. Jedenfalls war das ein schöner Moment, der mir wirklich in Erinnerung bleibt und für mich wirklich ein großer Gamechanger war, weil ich ab dem Zeitpunkt wirklich meine Quellenbrille aufgesetzt habe und vieles Neues entdeckt habe, was ich vorher nicht gesehen habe. Angela: Also jetzt hast du ja, jetzt würde ich gerne tatsächlich mit dir zusammen diese Brille aufsetzen und wenn ich das richtig sehe, hast du schon zwei ganz wichtige Aspekte genannt, nämlich diese ganz verblüffende Aussage, dass es nur eine Quelle gibt. Und immer wenn ich das jemand erzähle, das immer der wichtigste Punkt, der auch sehr irritierend ist, weil es nämlich genau oft vorkommt, dass vier Leute glauben, sie haben zusammen etwas gegründet. Und vielleicht kannst du das noch ein bisschen ausführlicher was dazu sagen. Und ich habe auch noch ein zweites gehört, nämlich das mit dem Risiko, also wer ist Quelle, der einen Schritt macht und ins Risiko geht. Und ich glaube, das sind schon zwei extrem wichtige Punkte, an denen man das erkennen kann und es gibt aber auch noch andere und ich weiß nicht vielleicht kannst du die zwei punkte vertiefen und auch noch weiter darüber hinaus sprechen was noch quellen prinzipien sind und und was es eigentlich bedeutet das vielleicht noch vorab überhaupt die quellen brille aufzusetzen also was ist das denn Sylvia Brenzel: Ja, greife ich gerne auf deine Frage, Angela. Und vielleicht mache ich noch einen Schritt zurück, ein wenig zu erklären, mit welcher Haltung wir mit den Quellenprinzipien arbeiten. Weil manchmal kommt es so rüber oder es soll nicht missverstanden werden, dass wir das für die absolute Wahrheit verstehen. Denn die Quellenprinzipien hat unser lieber Freund, Mentor und Weggefährte Peter König. entwickelt, indem er viele Organisationen, viele Teams, Unternehmen beobachtet hat und festgestellt hat, wo der Hintergrund oftmals von Verwirrungen oder von Konfusionen Oder wenn Vereine plötzlich nicht mehr so gut laufen oder die Aktivitäten in einer Initiative nicht so gut laufen. Er hat das mehrere Jahre lang erforscht und hat natürliche Prinzipien entwickelt. Beobachtungen, die sich immer wieder wiederholen, bei Gründungen zum Beispiel oder bei Nachfolgeprozessen. Das sind ja oft ganz heikle Momente für Initiativen oder für Organisationen oder für Teams. wir gehen mit einer Haltung der Forscherinnen und Forscher ran. Das heißt, sagen, es ist keine absolute Wahrheit, aber soweit in den letzten 15 20 Jahren so weit gut erforscht, dass wir sagen können, wir haben eine gewisse Sicherheit und Überzeugung, dass die Prinzipien, und davon gibt es 26, es gibt 26 Quellenprinzipien, die zwei, du rausgeholt hast, sind zwei der wichtigsten und ich werde heute auch nicht auf alle 26 Prinzipien im Detail eingehen können, aber die allerwichtigsten möchte ich transportieren und unsere Zuhörerinnen und Zuhörer einladen. mir in dem Sinne nichts zu glauben, sondern das anhand der eigenen Erfahrungen zu überprüfen. Das heißt, die Einladung an uns alle ist jetzt wirklich die Forscherbrille und Forscherhaltung einzunehmen und das eben durch die eigenen praktischen Erfahrungen zu überprüfen. Ja, also so anhand unseres eigenen Beispieles von unserer Firma mit den Gründerinnen und Gründern Was wir damit meinen, wenn wir sagen, es gibt nur eine Quelle, die etwas initiiert, das kann so ein ganz feiner Moment sein. Weil es ist oftmals ja so, dass es ja auch einen gewissen Austausch, eine Kreativität unter uns Menschen braucht, dass wir uns auch mutig dann in etwas hineintrauen. Aber so dieser ganz kleine, klare Moment, wo eine Person ein Risiko übernimmt, das ist wie so messerscharf. ein messerscharfes Element, aber eine große Wirkung hat im Folgenden. Eine große Wirkung in dem Sinne, dass die Gründerperson eine besondere Beziehung hat zu dem, was sie da gestartet hat, oftmals mit einem ganz klaren Bedürfnis. Das heißt, wir hatten das Bedürfnis, uns aus unserem damaligen Verein weil das sehr träge geworden ist und wir einfach agiler sein wollten. das Thema Persönlichkeitsentwicklung noch viel stärker verbinden wollten mit dem Thema nachhaltige Entwicklung. dieses Bedürfnis hat uns zwar geeint, und doch war Alfred derjenige, der quasi die Bürgschaft übernommen hat. Wir haben einen Kredit aufgenommen. Also das war durchaus auch mit Geld in Verbindung. Und er hat mit unserem damaligen Chef, unserem damaligen Direktor des Vereins diesen Schritt verhandelt oder diesen Schritt wirklich auch in Gang gesetzt. Und das hat sich in vielerlei Hinsicht gezeigt, Beispiel wenn es ganz größere Entscheidungen gebraucht hat, die für unsere Ausrichtung, für unsere strategischen Schritte wichtig waren, die vielleicht auch emotional wichtig waren fürs Team, weil es war doch eine recht schwierige Umbruchszeit für uns damals. Da hat Alfred viel zugehört. Ich kann mich erinnern, er hat uns viel zugehört. Und dann oftmals hat er dann quasi die vielen Ideen und Meinungen und Impulse von uns zusammengebracht. Und wenn er dann sich zu Wort gemeldet hat, war das wie so ein Gefühl. Da fallen die Steine plötzlich an ihren richtigen Platz. Also da war wie so ein Gefühl der Ordnung da, ja, genau so machen wir es. Und das Schöne dabei war, dass wir uns alle gut mitgenommen gefühlt haben und trotzdem hat es diese letzte Stimme gebraucht, diese letzte Verfeinerung. Und anhand dessen hat sich dann oft ganz, ganz, ganz klar gezeigt, wer bei uns da die Quelle der Firma ist. Alfred hat auch den Namen ausgewählt. Das passt auch gut zu unserer letzten Podcastfolge, Plenum, da ist eine ganz starke Vision damit verbunden, mit der Vollversammlung, mit dem Miteinander. Und das schwingt in allen unseren Tätigkeiten mit und es ist so schön, diesen roten Faden auch immer wieder zu spüren. Also ich habe da wie so eine... einen klaren roten Faden, dem ich mich orientieren kann. Und gleichzeitig bin ich eine spezifische Quelle. Also mir war das Thema Bildung immer wieder sehr, sehr wichtig und lag mir ganz stark am Herzen und noch heute. Und ich repräsentiere das Thema Bildung in unserer Firma. Also ich liebe es, Workshops zu designen. Ich liebe es, Seminare vorzubereiten, durchzuführen, Trainings zu überlegen, Trainings zu entwickeln. Ja, also insofern darf ich als mit der Plenumakademie, wie wir es nennen, Quelle im größeren Feld von Alfred sein. Angela: Ja, das ist vielleicht überhaupt noch wichtig zu sagen, dass ich habe das ja schon oft erlebt bei euch, wie die eine eine spezifische Quelle für die an für den anderen ist und umgekehrt. Also dieses, dass es sehr wohl auch nicht nur die eine Quelle gibt, sondern eben auch weitere spezifische Quellen, die sich auch ganz eigene Themen darin haben können. Und trotzdem muss das stimmen für die ursprüngliche Quelle, wenn ich dich so richtig erlebe und verstanden habe. Vielleicht kannst du dazu noch was sagen über das Verhältnis von der Quelle und den spezifischen Quellen. Ich glaube, das ist ja spannend jetzt in diesem Zusammenhang. Sylvia Brenzel: Ja, sehr gern. Das passt ganz gut dazu. Ich übersetze ja gerade das Buch von Tom Nixon, der ein wunderbares Buch namens Work with Source auf Englisch geschrieben hat über die Quellenprinzipien. Das wird es bald auch in Deutsch geben. Und er hat die Quellenprinzipien und eben dieses Zusammenspielen von der globalen Quelle, also von der übergeordneten Quelle zu den spezifischen Quellen. als Schlüsselelement für eine gesunde Selbstorganisation genannt. Ein Schlüsselelement für gesunde Selbstorganisation. Das heißt, steckt durchaus ein ganz anderes Verständnis von Macht und Hierarchie zum Beispiel drinnen, was wir ja oftmals als Macht über oder einengend empfinden. Und was wir mit den Quellenprinzipien immer wieder erleben dürfen oder bezeugen dürfen, ist, dass wenn wir als Individuen mit unserer Vision verbunden, Dinge konkret umsetzen, weil es uns ein Bedürfnis ist, weil wir wieso nicht anders können und das mehrere Menschen tun, dann wird das unglaublich bereichernd und da braucht es oftmals nicht einmal so ein ständiges Abgleichen, wir dieselbe Vision. sprechen wir da von demselben, sondern es darf durchaus ein Stück weit divers sein. Also es ist eine Einladung an eine Diversität und trotzdem ist da wie ein Gleichklang drinnen. Also ich erlebe es immer wieder als erstaunliche Kohärenz des Miteinanders, wenn wir von einer quellenbewussten Organisation zum Beispiel sprechen, wo wenn Initiativen gesetzt werden, relativ schnell drauf geschaut wird, na wer ist denn eigentlich die Quelle von dieser Idee? Und wenn es nur eine Idee ist, dann ist es möglicherweise noch nicht realisiert. Vielleicht ist es dann ein Gehirngespinst, das ein sehr gutes sein kann, aber wenn niemand dafür in die Verantwortung geht, nämlich in die hundertprozentige Verantwortung, weil wir als Quellenmenschen, als Menschen, etwas initiieren, haben eine hundertprozentige Verantwortung auf einer Ebene, die wir nicht delegieren können, weil wir etwas initiiert haben. was wie so einen größeren Hintergrund hat. Einen Rückenwind, den viele Menschen, die nahe dran sind, schnell und gut verstehen können, aber trotzdem nicht diese Verbindung haben, weil es da eben eine gewisse Ordnung gibt. Also wir sprechen immer wieder gern bei den Quellenprinzipien von einer natürlichen Ordnung, ähnlich, vergleichbar in Familiensystemen, wo es einen Erstgeborenen, einen Zweitgeborenen, einen Trittgeborenen gibt. Das hat auch Auswirkungen auf gewisse Verhaltensweisen, ein Miteinander, auf eine Rangfolge. damit gut im Frieden zu sein und das zu würdigen und das anzuerkennen, ganz viel Entspannung für die eigenen Tätigkeiten auch bewirken. So erlebe ich das zum Beispiel. Ich merke, wenn es die große Vision von Plenum geht. Da bin ich unendlich dankbar, wenn ich dem Alfred lauschen kann, ihm gute Fragen stellen kann, die mir am Herzen liegen, aber die ich nicht beantworten kann zum Teil, weil ich es nicht spüre. Ich habe es nicht. Aber was ich sehr klar habe, ist meine Vision zur Plenumakademie und zu meinem Tätigkeitsbereich. Angela: sehr spannend und wenn ich da so zu höre, ich den Eindruck, eine der zentralsten Fragen ist doch auch zu klären, wo, in was bin ich Quelle und wo bin ich es eben gerade nicht. Und das kann ja eben so wie ich dich höre dann sehr entspannt sein, wenn ich merke, ach ich muss gar nicht diese, ich muss diese Inspiration gar nicht empfangen. Ich kann Alfred fragen. Ich habe aber die Inspiration bei der Plenumakademie. Dort empfange ich und merke das bei dir immer auch daran, dass du die Namen dann auch findest. Das scheint mir auch nicht unwichtig zu sein. Dieses, ich den Namen für das, was ich da tue, empfange ich irgendwie auch. Das habe ich bei dir schon ein paar Mal erlebt, dass du die empfängst. Und genauso eben, Alfred ganz klar hatte mit Plenum. Ganz klar und niemand anders, sondern das war klar. Ja, sehr spannend. Aber jetzt sind wir schon in die Tiefe gegangen und doch wäre es vielleicht ganz gut, mal ein paar Schritte weiter oder zurück zu den, was es noch für wichtige Quellenprinzipien hast gesagt, dass in 26, das schaffen wir jetzt nicht alles im Detail, aber dass vielleicht die paar wichtigsten, die handvoll wichtigsten, die wirklich zentral sind, du auch noch nennst und vielleicht ein bisschen erläuterst, was damit gemeint ist und vielleicht auch ein Beispiel dafür hast, woran man das merkt oder wie man das sehen kann. Sylvia Brenzel: Sehr gern, sehr gern. Weil du da vorhin vom Empfangen gesprochen hast, Angela, was ich sehr schön finde, ist, dass in meinem Verständnis in den Quellenprinzipien sowohl ein weibliches als auch ein männliches Prinzip drinnen steckt. Nämlich das Empfangen von dem Namen zum Beispiel oder von der Vision oder von den Werten, die mir wirklich wichtig sind, als öffnend und dann als manifestierend, okay, und jetzt mache ich das und ich gehe den Schritt. Und das ist eben, wie gesagt, der Moment, wo eine Person von der Ideengeberin vom Ideengeber zur Quelle wird, wenn sie ein Risiko einnimmt. Das kann zum Beispiel auch Geld in die Hand nehmen sein. Nicht nur, aber auch. Und sie verschreibt sich sozusagen der Materialisierung von einem Teil ihrer Vision. Das klingt jetzt ein bisschen abgehoben vielleicht oder nicht ganz verständlich, aber im Grunde sie verschreibt Was ich damit meine, sie verschreibt sich einer konkreten Aktivität, die quasi in ihren Lebensauftrag zahlt. Für mich zum Beispiel ist das Thema Liebe ganz, ganz wichtig. Und ich muss nicht darüber sprechen, sondern ich möchte es leben. Und ich möchte es auch in meinem Beruf leben können. Ich möchte es bei jedem Kunden, bei jeder Kundin, bei der ich hineinspaziere, leben können. Das zeigt sich aber jetzt nicht in Form von Liebeserklärung im Sinne von ich liebe dich, sondern es zeigt sich in Form von liebevorbereiteten Workshops oder empathisch geführten Coachings und Begleitungen. Was ich besonders schön und wertvoll finde oder was ich auch als Prinzip immer wieder ganz besonders betone, wenn wir ein Verständnis oder eine Ahnung haben von den Quellenordnungen in unseren Initiativen, in unseren Organisationen und das passiert oftmals durch Historienforschung, weil es gibt natürlich Organisationen, die es vielleicht schon viele Jahre gibt und denen war das Thema Quelle noch nicht so bewusst. Aber wenn sozusagen eine Klarheit ist, vor wer ist Quelle, wovon, und wir das verbinden mit einer Anerkennung. Das heißt, das Prinzip lautet, es gilt, die Quelle anzuerkennen. Und hier unterscheide ich gar nicht zwischen globaler Quelle oder spezifischer Quelle, also von der großen Quelle oder von einzelnen Teilquellenbereichen, sondern es gilt, immer die Quelle anzuerkennen. Das heißt, wenn du etwas initiiert, gilt es vor allem, dass du auch dich selber anerkennst als jemand, der etwas vorangetrieben hat, etwas konkret gemacht hat. Und wenn du dich als Quelle selber anerkennst, passiert die Anerkennung in der Regel auch im Team, auch im Kollektiv. Angela: Ja. Sylvia Brenzel: Und das finde ich insofern wichtig, weil ich merke, wenn ich in Teams hineingehe oder in Organisationen, wo zum Beispiel geklagt wird, boah, wir haben echt ein Wertschätzungsthema, es wird nie gewertschätzt, wir geben so viel und wir bemühen uns und und und. Aber es gibt keine Wertschätzung. Und da weiß ich dann relativ genau und schnell, wo ich ansetzen darf, nämlich nicht vielleicht beim frisch dazugekommenen Teammitglied, sondern bei der Quelle von dem Teilbereich oder von der Organisation. Es gilt, die Quelle anzuerkennen, vor allem von sich selbst. Und damit ist schon ganz viel getan. Und das ist total schön. Ein anderer wichtiger Punkt. Ich habe ja auch meine Diplomarbeit über Nachfolgeprozesse in Klein- und Mittelunternehmen geschrieben. Und da war dieser Nachfolgeprozess ganz, ganz essentiell. Weil der ist eine ganz heikle Phase, weil entweder es gelingt oder es gelingt auch ganz oft auch nicht. Angela: Ja. Sylvia Brenzel: Und wir kennen das vielleicht. Die Übergabe ist vielleicht schon passiert und trotzdem hat der alte Chef oder die alte Chefin noch voll das Sagen und das spüren natürlich auch alle. Und was passiert in diesem Nachfolgeprozess, wenn uns klar ist, wer die Quelle des Unternehmens zum Beispiel ist und wenn es da einen Prozess gegeben hat von Abgleichen mit einer möglichen Nachfolgeperson, dann braucht es ein unterstützen können zum Beispiel Rituale sein, aber es braucht einen ganz klaren Moment, wo die Quelle wirklich bereit ist. ihren Gründungsimpuls abzugeben und das zu übertragen an die andere Person, also von einer Person an die andere. Und wir haben das schon ganz oft erlebt, dass es wie so eine energetische Erfahrung, also wie so ein, ich kann es kaum beschreiben, wie so ein magischer Moment empfunden wurde, wo Wiesow aus einer Steckdose das Kabel gezogen wurde und in eine andere Steckdose hineingesteckt wurde. Und dass visuell elektrisierend dann auch ganz viele plötzlich schöne neue Ideen entstanden sind bei der Nachfolgerperson und die Vorgängerquelle, Quellenperson, wie so einen guten Schritt auch ganz ehrlich zurück machen konnte. Also das ist für mich auch eines der wichtigsten Quellenprinzipien, nämlich die Übergabe der Quelle. kann nur von einer Person an eine andere weitergegeben werden und nicht an zwei oder drei zum Beispiel. Und das ist auch nicht ganz so einfach, weil dann natürlich auch gewisse Widerstände aufkommen, wenn wir unser Machtverständnis oder unser hierarchisches Verständnis oder unser Egoverständnis nicht gut im Bewusstsein haben oder nicht gut aufgearbeitet haben oder vielleicht Verletzungen und Verwundungen mitbringen. schwierig zum Akzeptieren ist und gleichzeitig kann man ganz wunderbar damit arbeiten und dann solche Prozesse dann wirklich klärend für alle beteiligten Personen gestalten. Ja, das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt. Angela: Ich finde das sehr wichtig, weil wir denken das oft, bei bestehenden Organisationen denken wir oft vom Organigramm her, vom Aufbau, über Führung, wie das läuft. finde, diese Quellenbrille bringt eine ganz andere Ebene rein. Das ist nicht immer ganz leicht. zu verstehen. Vielleicht kannst du dazu auch noch was sagen, weil es ist nämlich nicht immer so einfach, wenn man jetzt nach der Quelle sucht bei einem bestehenden Verein oder bei einer bestehenden Organisation, wer da eigentlich die Quelle ist. Und dann liest man das Organigramm von oben bis unten und weiß nicht, wer die Quelle ist, aber vielleicht ist die da gar nicht. Vielleicht kannst du da was noch dazu erzählen, weil das finde ich ganz wichtigen Punkt, weil wir denken ja in anderen Kategorien normalerweise und die Quellen schauen ein bisschen anders. Sylvia Brenzel: Ja, schön, dass du das auch einbringst. Wir verstehen auch die Quellenforschung, wenn wir eingeladen werden oder wenn wir es einfach machen. Das passiert ja auch manchmal, dass wir dann munter drauf losforschen in Organisationen. Wir benennen es gerne als informelles Organigramm. Das heißt, wir müssen nicht notwendigerweise ganz oben starten, so okay, wer hat denn den allerersten Gründungsimpuls gelegt, sondern wir schauen einmal. Was zeigt sich denn schon? Zu welchen Menschen gehst du hin, wenn du merkst, du musst eine wichtige Entscheidung treffen und du bist dir nicht ganz sicher, wen du da fragen kannst? Gehst du da wirklich zu deinen unmittelbaren Vorgesetzten oder nicht sogar zu einer anderen Person? Und das macht uns schon neugierig, wenn wir dann diese Namen genannt bekommen. Und das ist oftmals dann schon ein Zeichen, da gibt es vielleicht eine Buchhalterin, die einfach schon lange in der Firma ist, die aber gar nicht so einen Karriereleiter raufgegangen, sondern einfach wirklich gute solide Arbeit liegt. Genau das ist die Person, an die wir uns wenden, interessanterweise. so beginnen unsere Forschungen. Wo zeigt sich oder wo spüren die Menschen selber auch ganz klar? Weil meine Erfahrung ist, dass wenn du Quelle von einer Initiative, von etwas bist, von einem Tätigkeitsfeld oder einer Initiative, dann weißt du das. Ganz tief im Inneren weißt du das. Und manchmal spielst du es runter, dich nicht über die anderen zu stellen oder so. Aber ganz im tiefen Inneren wissen wir, es gut ist, darüber zu sprechen. Das heißt, wir laden zu Gesprächen ein und dann beginnen wir uns von einer Person zur nächsten, die im Gefüge als wichtig erscheint, nach vorne in Gespräche zu gehen und dann wirklich zu schauen, was ist denn die Geschichte. Was ist denn so ein Bedarf, warum die Firma gegründet wurde, warum diese Initiative losgetreten wurde? Und das ist oftmals richtig spürbar. Das heißt, ich merke in meinen Forschungen, das geht nicht allein über den Kopf, über die Ratio, über den scharfen Sinn und Analyse, sondern es braucht zumindest ein Stück weit auch ein intuitives Gefühl, wo du merkst, ja, Das fühlt sich stimmig an oder das macht Sinn in meinem System. Angela: Und gibt es das auch, dass bei dieser Forschung herauskommt, dass die Person, die vielleicht möglicherweise mutmaßlich die Quelle ist, gar nicht mehr da ist in dieser Organisation? Was macht man da? Also wenn die zum Beispiel Sylvia Brenzel: ganz oft Angela: schon in Ruhestand ist oder irgendwie ein neues Unternehmen gegründet hat, was ist denn dann zu tun? Sylvia Brenzel: Das passiert ganz oft, das ist auch immer wieder, wo wir ganz berührende Erklärungsprozesse auch immer wieder erleben durften. Das passiert ganz oft, wenn die Quelle nicht sauber übergeben wurde oder vielleicht sogar es Missstimmungen gegeben hat, dass die Quelle ihre eigene Initiative verlassen hat. Und wir haben schon Beispiele, wo das zum Teil mehrere Jahre auch waren. Nur was fehlt ist wie so eine Art Spirit im Unternehmen. Spirit ist so schöner englischer Begriff. Ich weiß gar nicht, wie man das auf Deutsch sagen kann. Angela: Ja, so eine Art Geist und Begeisterung oder so. Sylvia Brenzel: Genau. Etwas, ja. Angela: Ich stelle mir vor, dass oder ich kenne das auch, dass das dann so bisschen erlamt. dass es tatsächlich sich auch nicht nur atmosphärisch, sondern auch in den Zahlen ausdrücken kann, dass es irgendwie bergab geht plötzlich. Und niemand weiß so recht warum. Sylvia Brenzel: Absolut. Auch wenn es zum Beispiel zu Burnout kommt, das kann auch Angela: Ja. Sylvia Brenzel: ein Zeichen sein. Und an der Stelle möchte ich noch ganz was Wichtiges sagen, was die Quellenprinzipien betrifft, weil von unserer Haltung her, wir sagen nicht, dass das die absolute Wahrheit ist. Das heißt, wir müssen jedes Mal von Fall zu Fall das Angela: Ja. Sylvia Brenzel: neu überprüfen. Und es ist auch wichtig zu sagen, die Quellenprinzipien sind nicht auf alles eine Antwort. Es braucht natürlich persönliche Arbeit, Angela: Ja. Sylvia Brenzel: persönliche Entwicklungsarbeit. Es gibt andere Systeme, die unterstützend sein können. Und trotzdem, wenn es zum Beispiel in einem Organismus, ich nenne es gerne Organismus, meine ich Angela: Ja. Sylvia Brenzel: Organisationen und Unternehmen oder Teams, ein Kollektiv, wenn es einfach da Schwierigkeiten gibt, wenn es vielleicht ständig auftauchende Konflikte gibt oder wenn es eine fehlende Ausrichtung einfach zu Verwirrungen führt. Das ist meistens ein Punkt, wo wir dann ganz gut auf die Quellenprinzipien zurückgreifen können, schauen können, wer ist diese Ursprungsquellenperson? Angela: Ja. Sylvia Brenzel: Wo ist die heute? Was ist da passiert? Und ich habe ein ganz konkretes Beispiel auch von Peter König mit bezeugen dürfen, wo es 20 oder 30 Jahre war die Quelle nicht in ihrer eigenen Initiative. Sie haben es irgendwie geschafft, über Wasser zu bleiben, hatten aber auch immer wieder finanzielle Schwierigkeiten, viel Fluktuation und so weiter. Es waren aber sich alle relativ klar, oder die Geschichte wurde auch weiter erzählt an Menschen, die auch ganz neu dabei waren. Da gab es eine Person, die ganz wichtig war. Und mit dieser Person hat Peter sich getroffen. und hat gar nicht viel gesagt, sondern nur den Satz, bist du die Quelle von der Organisation. Und er hat fast nichts von den Quellenprinzipien gewusst. Und er hat gesagt, ja, das bin ich. und diesen Menschen dann wieder zurückzubringen, eine gute Übergabe dann hin zu initiieren oder vielleicht das eine oder andere nochmal wirklich zurechtzurücken. Das hat dann alles gut funktioniert. Ich weiß gar nicht, ob es die Initiative heute noch gibt, aber im Grunde ist da was in Frieden gekommen. Es ist auch Friedensarbeit. Ich sehe es auch immer Angela: Ja. Sylvia Brenzel: wieder gerne als Friedensarbeit. Angela: Danke. Ich spüre da eine Erleichterung, wenn diese Verbindung hergestellt ist. Dann heißt es nicht, dass die Quelle zurück muss in die Organisation. Aber dass es diesen einen Schritt der Übergabe, falls der nicht gelungen ist, der tatsächlich noch gemacht wird. Rituell. Da habe ich vorher was rausgehört. möchte ich gerade noch mal fragen, was da genau übergeben wird. Vielleicht kannst du das auch noch mal ein bisschen erzählen, das klang so... Ja, sag doch mal, was wird übergeben? Sylvia Brenzel: Danke für die Frage, weil ich das auch sehr wichtig finde im Punkt. Ihr kennt das vielleicht auch oder du kennst das auch, Angela. gibt ja gerade so Gemeinschaftsprojekte oder auch in Organisationen machen wir gerne Visionsprozesse. Was ist so die Vision? Was ist so unser Leitstern? Und das wird interessanterweise nicht übergeben. Es kann durchaus sein, dass eine Nachfolgequellenperson eine ganz andere Vision oder eine ähnliche Version, aber vielleicht nicht ganz genau dieselbe Vision verfolgt. Das völlig in Ordnung. Aber das, was übergeben wird, sind die Werte. Das, was wertvoll ist in der Initiative. Grundwerte, die nicht nur formuliert sind, sondern wirklich auch geliebt werden. Ich finde es total schön, wenn es uns gelingt, diese Werte auch zu formulieren, zum Beispiel bei Nachfolgeprozessen, und die Werte vielleicht symbolisch auch dann übergeben werden. Da gibt es auch viele schöne Beispiele. Vielleicht wird der Alfred dann nachher noch erzählen. Aber so wirklich diese Werte formulieren. sich dessen bewusst sein. Und auch wenn es nur, es müssen ja nicht sechs, sieben oder acht Werte sein, es reicht, es die drei wichtigsten Werte und die übergibst du und du erzählst auch die Geschichte von der Gründung, was dein Impuls war. Übergibst diese Werthaltung und die neue Person kommt mit einer frischen Vision, trägt aber die Werte weiter, die dann im System, im Feld, Organismus weitergelebt werden können. ziehend sich dann auch durch viele Projekte. dieser Gründungsimpfung, also was meine Erfahrung ist, wenn dieser Nachfolgeprozess gut gelingt und die Nachfolgeperson auch die Ursprungsquelle auch immer wieder mal erwähnt, würdigend erwähnt, das ist durchaus sehr stärkend. Gerne auch die alte Vision erwähnen, aber auch vor allem jetzt die neue Vision dann leben. Da können wir uns wirklich wie Es ist wie so eine Aninnenreihe, auf die wir zurückblicken, die uns Rückenwind gibt, dass uns die Dinge eben heute gelingen und in der Zukunft gelingen mögen. Angela: Du hast vorher den Begriff des roten Fadens erwähnt. Den finde ich auch gut, dass man mitten drin, wo man gerade ist, diesen Faden suchen kann. was ging es denn da eigentlich und was ist eigentlich jetzt wirklich wichtig für gerade strategische Entscheidungen, für Weiterentwicklungsschritte und so weiter. Ja, vielen Sylvia Brenzel: Kommen wir. Angela: Dank. Hast du noch weitere Prinzipien, die du vorstellen möchtest? Oder an welcher Stelle? Stehen wir da. Sylvia Brenzel: Also gerne möchte ich noch eines erwähnen, weil das ist auch sehr untermaut durch meine eigene Erfahrung. Wenn du eine Quelle bist von einer Initiative, kann es durchaus sein, dass du selber die größte Zweiflerin oder der größte Zweifler bist. Die Person, die am meisten Fragen hat, die ständig Fragen bewegt und Fragen blubbert, sag ich mal, jetzt diese Metapher der Quelle auch herzunehmen. Und das ist völlig normal. Und mich hat das so entspannt, wie ich gehört habe, das gehört auch zu den Quellenprinzipien, dass du als Quelle die bedürftigste Person bist, weil du das größte Bedürfnis hast, weil du das drängendste Bedürfnis hast, deswegen hast du ja diese Initiative ins Leben gerufen. Und wie das aber dann konkret auch geht, wie das operativ umgesetzt werden kann, Da erlebe ich Quellen, und das ist auch ein Prinzip, höchst inkompetent. Mit Augenzwinkern möchte ich das sagen. Und aus meiner eigenen Erfahrung, wenn ich in anderen Quellfeldern tätig bin, bin ich total geschickt und ich kann gut Zeitmanagement und gutes Projektmanagement durchführen und bin sehr strukturiert. In meinen eigenen Quellenfeldern ist das Wieso ausgeschaltet, weil ich da eine andere Rolle, eine andere Aufgabe habe. Meine Aufgabe ist, Verbindung zu diesem Ursprungsimpuls zu halten, zu meiner Vision zu halten und dann immer wieder zu schauen, sind wir da am richtigen Weg? Entwickelt sich die Initiative, die dem auch dient? Und das braucht interessanterweise mehr Energie, Aufmerksamkeit und Zeit, als uns eigentlich bewusst ist. Diese Energie dafür aufzubringen, höchst empfehlenswert und lieber die ganz konkreten operativen Dinge zu delegieren. Andere Menschen dazu zu holen, können spezifische Quellen sein, die einen Teilbereich übernehmen und initiieren oder es können auch einfach angestellte Menschen sein, Helferinnen, Helfer, die dir zuarbeiten. Das kann alles sein, aber meine Empfehlung ist, wenn du etwas initiierst, schau, dass du die wirklich helfende Menschen dazuholt, die auch wirklich gerne mitmachen und ein kreatives Feld ja auch total bereichern. Und frage viel, frage viel als Quelle. Du musst nicht die Person sein, die ständig eine Antwort auf alles hat, sondern lass dich gerade nicht dazu hinreißen, schnelle Antworten zu geben, sondern hinein zu spüren, wo bist du klar und auch zu teilen. und zu forschen, wo du noch nicht klar bist. Und diese Spannung auszuhalten, diese Spannung auszuhalten, wo du nicht klar bist, aber weißt, dass du brauchst, das verursacht oft diese Zweifel. Aber das ist wichtig. Und was deine Aufgabe oder meine Empfehlung an dich ist oder an mich selber, wenn ich in so einer Situation bin, gute Fragen zu stellen, mir Begleiterinnen zu holen, mit Menschen in Austausch zu gehen, meine Fragen zu teilen. viele verschiedene Perspektiven zu lauschen. dann, wenn es darum geht, eine Klarheit reinzubringen und eine Entscheidung zu treffen, darf vielleicht sogar ganz egoistisch zu sein. Und egoistisch meine ich in diesem Kontext sogar durchaus als sehr positiv. So einen gesunden Egoismus, okay, jetzt habe ich wirklich vieles gehört und jetzt merke ich, das ist die Richtung. Angela: Danke, ich glaube, ist ein ganz wichtiger Punkt, denn die spezifischen Quellen sind ja manchmal sehr viel schneller und machen Druck, weil sie was entschieden haben wollen und umgesetzt haben wollen. Genau da die Ruhe zu bewahren und so lange zu zweifeln, wie zweifelnotwendig ist und dann auch eine Entscheidung zu treffen. Du hast es ja vorher auch anhand von Alfred, der dazuhörte, der einfach auch lange zuhörte und dann... etwas sagen konnte. glaube, ist total wichtig. gehört auch für das, was du vorher gesagt hast, das Prinzip der Quelle zu achten. Dass es wirklich wichtig ist, dass die Quelle, ihre Quellenfunktion, sich bewusst ist. Also dieses Wort möchte ich hier mal noch reinbringen, weil das, was ich hier höre, das ist ja was sehr, was auch sehr leises, was du eigentlich die ganze Zeit hier erzählst, etwas leises, was im Untergrund oder Hintergrund passiert. Und es geht aber hier einen Bewusstseinsprozess. Also ich muss ein Bewusstsein dafür haben, Quelle zu sein. Wenn ich mir darüber klar bin, bin ich mir auch darüber klar, was ich jetzt brauche, was ich machen muss und kann auch meinen Mitarbeitern oder eben spezifischen Quellen sagen, Moment, ich weiß das noch nicht. Ich weiß das gerade noch nicht. Ich brauche noch Zeit. Nein, wir machen das noch nicht, solange ich das noch nicht weiß. So etwas. Das finde ich sehr spannend. Was würdest du denn... Ich würde gerne einfach noch fragen, was ist für dich das Aller-spannendste an den ganzen Quellenprinzipien? Du beschäftigst dich ja da schon sehr lange und ich weiß, du hast einen großen Methodenkoffer. Du weißt ganz viel anderes auch. Und doch sehe ich, dass die Quellenprinzipien sehr wichtig sind. Und was würdest du sagen, ist das, was dich da am meisten fasziniert? Von allem, was du schon gesagt hast oder vielleicht auch noch nicht gesagt hast. Sylvia Brenzel: Danke, Angela, für die schöne Frage. Jetzt verrate ich euch etwas. Die Vision, die wir entwickelt haben und die Frau Alfred auch trägt, ist, wir begleiten Menschen und Organisationen ins Wesentliche. Und für mich ist dieses Wesentliche in den Quellenprinzipien ganz stark verankert. Das heißt, wir halten uns nicht auf mit großen Konflikten. Da gibt es viel bessere Begleitungskonzepte, wo ich sage, Konfliktklärung und und und, das braucht es, das ist hilfreich. Und doch löst das manchmal Konflikte nicht auf. Und Quellenprinzipien können da ein Stück weit dazu beitragen. Und ich erlebe es immer wieder sehr wesentlich. Gerade für Organisationen, die es etwas strudelt, dass die Quellenprinzipien ganz am Kern dran sind. Ganz am Kern dran sind und sich mit ... Dim. Wie kann ich das nennen? Ja, mit dem Wesen. Ich kann es, glaube ich, nicht besser benennen. Angela: Ja. Sylvia Brenzel: Wirklich mit dem Wesen einer Organisation auseinandersetzen, weil wenn sie ihre Aufgabe erledigt hat, dann braucht es die vielleicht auch nicht. Also wir müssen unsere Welt nicht immer mehr und mehr vollstopfen mit Dingen und Initiativen, die es vielleicht nicht mehr braucht, sondern es ist total gut, auch Dinge mal zu Ende zu bringen. dafür dann wieder Platz zu machen für ganz neue Dinge, die in dem Kontext in unserer Zeitepoche dann wiederum wesentlich werden. was mich fasziniert hat zum Beispiel, es gibt ja, also das ist noch eine offene Forschungsfrage, möchte ich gleich dazu sagen, eine offene Forschungsfrage ist, was passiert mit einem Organismus, einer Initiative, die weiterleben will, aber dessen Quelle zum Beispiel verstorben ist. Und da finde ich zum Beispiel die Kombination vom Wissen der Quellenprinzipien im Zusammenhang mit Aufstellungsarbeit, beispielsweise mit Organisationsaufstellung oder Familienaufstellungsarbeit. scheint ein Hinweis zu sein, wir können natürlich auch mit schon bereits verstorbenen Menschen da auch im Austausch gehen und da kann noch eine Quelle auch übergeben werden, auch wenn es nicht mehr zu Lebzeiten ist. Aber da wird etwas weitergetragen und ich bin gerade so berührt an den Punkt, weil ich habe von so wahnsinnig vielen wertvollen Menschen gelernt. Joanna Macy oder eine Jane Goodall oder oder oder. Also es gibt so wahnsinnig viele Menschen. dessen Werk ich ein Stück weit mittragen möchte. ist jetzt frei von der Organisation heraus, aber ich verbinde mich mit dem, was sie intendiert haben und ich freue mich dann, wenn es Organisationen gibt, die das auch noch hüten. Also Hütergruppen gibt, die das auch weitertragen und das erleben wir gerade speziell im Peter-König-System im Moment. so Peter König wird nächstes Jahr 80 Jahre alt, möchte Angela: Wow! Sylvia Brenzel: das übergeben, wird's. Seine Quellenprinzipien, seine Arbeit und die Geld- und Projektionsarbeit, zu der wir ja noch kommen werden hier im Podcast, das möchte er als Gesamtes übergeben, als Feld. Wird das an eine junge Belgierin, die Ilona de Haas, übergeben, die knapp über 30 ist. Und mit diesem Wissen, da wird etwas gehütet, was gehütet auch weitergibt. Ja, lässt mich einfach sehr demütig und dankbar sein, weil ich weiß, es lebt weiter und es ist eine 30, 40, 50 Jahre lange Forschung, weiterentwickelt, darf sich weiterentwickeln. Und sie hat Menschen, die das tun und es ist nicht ein Buch, nicht allein ein Buch oder nicht allein altes Material, sage ich mal, oder ein Archiv, sondern es sind Menschen, die das dann weitertragen. Und für mich ist das so ein das gute, wahre Schöne weitertragen. Und da kann ein Quellenverständnis, ein Quellenbewusstsein einfach ganz stark mithelfen. Angela: Danke, liebe Sylvia, auch gerade jetzt für diese sehr persönlichen Worte, auch für das, was dich da bewegt. Und ich möchte dich aber auch ganz praktisch fragen, wenn jetzt einer von unseren Zuhörerinnen oder Zuhörer das anspricht und möchte da irgendwie forschen und herausfinden, was hat das mit der eigenen Organisation zu tun, wie könnte das gehen? Was gibt es denn da für Möglichkeiten, wenn man sich da jetzt interessiert? Sylvia Brenzel: Die erste kleine Übung, die ich gerne mitgeben möchte, ist, dass jeder und jede einmal für sich erforscht, wo bist du Quelle, also wo bist du die Gesamtquelle oder globale Quelle, wie wir es nennen, und wo bist du spezifische Quelle. Unterscheide einmal, wo bist du Teil eines Kollektivs und wo hast du was initiiert. Und das kann bei ganz kleinen Dingen oder Kleines, kann bei kleineren Dingen auch anfangen. Wer ist die Quelle von deinem Zuhause, von deinem Haus, von deiner Wohnung? Wer ist die Quelle von deinem Auto? Wer ist die Quelle von deinen Freundschaften, von Beziehungen, von Partnerschaften? Es zeigt sich, nämlich die Quellenprinzipien durchaus auch im Beziehungskontext, also auch durchaus im familiären Kontext sich auch bestätigen. Ihr Ursprung ist zwar im organisationalen... im unternehmerischen Bereich, es gibt auch Quellen von Beziehungen zum Beispiel. Und da mal so auflisten, Alfred benennt das immer wieder mal, schau mal auf deinen Kalender, wo du wo tätig bist und dann schau mal, wo bist du Quelle, wo bist du vielleicht nur Helferinnen und Helfer und das ist wunderbar und wo bist du Teil eines Quellenbereiches und wo sprudeln deine Ideen, wo geht deine Aufmerksamkeit hin? Und geht sie wirklich dorthin, wo es wesentlich ist? Und bist du da Angela: sehr spannend. Sylvia Brenzel: die Nummer 1, Nummer 2, Nummer 3, Nummer 4? Und das meine ich nicht wertend im Sinne von die Nummer 2 ist schlechter als die Nummer 1, ganz im Gegenteil, aber so einfach wirklich gut analysieren und hineinspüren. Die wievielte Person bist du? Wir haben einen Coworking Space in St. Pölken hier in Niederösterreich gegründet. Und da haben wir ganz klar von Anfang an ein Quellenbewusstsein reingebracht. Wir sind zu viert, unter Anführungszeichen. Ich bin die Nummer drei, Alfred ist die Nummer vier, Martin ist die Nummer zwei und Gabriele ist die Nummer eins. Angela: Ja, das heißt... Sylvia Brenzel: Und allein wenn wir zum Beispiel einen Redekreis machen oder irgendwie etwas wichtiges benennen, es ist total toll, diese Reihenfolge, diese natürliche Ordnung einzuhalten. Und das, ja, das einfach nur das als Beispiel zu nennen. Angela: Also das erste, was du empfiehlst, ist Selbstforschung. Einfach mal drauf loslegen, Kalender rausholen, gucken und ein bisschen notieren und vielleicht, was ich ergänzen mag, auch mit den anderen darüber zu sprechen. Also wenn ich darüber spreche, wer ist die Quelle des Hauses, das wir hier bauen? Das wäre sicher sehr hilfreich für diesen Prozess, das zu klären. An wer ist am Ende den, den ich fragen muss, ob wir doch die Treppe etwas verschieben können. Sylvia Brenzel: Und es ist wirklich ein ganz schöner Prozess, Tuli, wenn ich dich da unterbreche. Angela: So, und was geht denn noch? Ja, nein, nein, das ist doch gut. Mach ruhig. Sylvia Brenzel: Es ist ein ganz schöner Prozess, an den verschiedenen Stellen zu schauen und wer hat diesen Impuls gesetzt? Wenn ich den Impuls gesetzt habe, was war denn eigentlich mein Bedürfnis? Was ist das Bedürfnis, das da quasi zu diesem Impuls geführt hat? Was hat dich zur Quelle werden lassen? Das sind wirklich kostbare Gespräche. Angela: Ja und auch interessant bei Freundschaften, wenn ich immer denke, wieso ruft denn meine Freundin nicht an? Ja aber wenn ich die Quelle der Beziehung bin, kann es sein, dass ich anrufen muss, könnte ich mir vorstellen. Weil ich dieses Bedürfnis habe, stärker und deswegen auch dafür verantwortlich bin. Sehr spannend, also das ist auf jeden Fall eine sehr gute Übung. Was empfiehlst du noch? Was kann man noch machen? Was gibt es für Möglichkeiten? Sylvia Brenzel: Wir begleiten immer wieder Teams in der Quellenforschung. Ich lande immer wieder dort, dass es gut ist, mit einzelnen Menschen die Quellenfrage zu klären. Also durchaus eine individuelle Begleitung sich zu gönnen. mit jemandem, der die Quellenprinzipien gut kennt, weil wir haben, glaube ich, ein gewisses Auge. was genau zum Erforschen ist oder wo genau die Klärungspunkte sein könnten. Und das dann als Bewusstsein einfach ins Kollektiv, in ein Team hineinzubringen. Und ich finde, es geht gar nicht so sehr darum, das Theoretische von den Quellenprinzipien immer wieder zu dozieren, sondern es geht vielmehr darum, schau dir die konkreten Beispiele an, schau dir dein Verein an, schau dir die Freundschaftsbeziehung an. Schau dir dein Team an, schau dir die Organisation an. Was ist deren Auftrag? Weil, so wie wir Menschen wie Individuen Lebensaufträge haben, haben auch Organisationen Lebensaufträge durch uns Menschen. Durch einzelne Menschen. Ich glaube, dass wir uns da ganz viele Umwege und sogar ganz viele Kosten auch sparen könnten, wir, also Begleitungskosten und und und, wenn wir da... in die Tiefe gehen, uns trauen. Und natürlich, was passiert ist, dass wir natürlich auch mit unseren eigenen Themen konfrontiert werden. Das heißt, die Quellenprinzipien per se sind nicht ganz unabhängig zu sehen von einer inneren Arbeit. Nämlich die innere Arbeit, wenn ich Schwierigkeiten habe mit dem Thema Geld, wenn ich Schwierigkeiten habe mit dem Wort Hierarchie, mit dem Thema Führung, mit dem Thema Macht, dann darf ich als Quelle meine innere Arbeit da machen, weil wenn ich das nicht tue, dann werde ich mein Feld nicht weiten können, dann werde ich es nur bis zu einem gewissen Punkt weiterentwickeln können. Und ich als Quellenperson bin umso mehr gefordert, innere Arbeit zu tun, viel mehr noch wie all meine anderen Mitstreiterinnen und Mitstreiter, weil meine Aufgabe ist immer wieder zu dehnen, wenn sich meine Initiative weiterentwickelt, weil weitere Ideen dazukommen. Wie kann ich das machen, wenn ich ängstlich und schüchtern und zurückhaltend bin? Dann geht es nur bis zu einem gewissen Punkt. Und da als Quellenmensch, als Initiatoren, exponierst du dich ein Stück weit. Du stehst auf, du hebst deine Stimme. Du machst dich sichtbar, so wie wir hier in unserem Podcast. Und das ist aufregend. und bereichern zugleich. Aber es führt einfach zur inneren Arbeit und das ist vielleicht schon eine schöne Überleitung, dann fördern weitere Podcasts rein. Angela: Vielen Dank. Ich würde an dieser Stelle mal innehalten, wenn dir das recht ist. Und dir sehr, sehr herzlich danken für diese wichtigen Punkte, die da berührt, beleuchtet und auch mit vielen wichtigen Hinweisen, die da drinstecken. Das kann man sich fünfmal anhören und dann hat man immer noch was zu finden. Ich möchte jetzt mal übergehen und dich, Alfred, fragen. Du hast uns jetzt zugehört fast eine ganze Stunde, wie wir über die Quellenprinzipien sprechen und du bist selber sehr versiert darin. Gibt es etwas, was dich darin besonders berührt, hart bewegt hat oder etwas, was du... unbedingt auch noch ergänzen möchtest, was noch nicht gesagt worden ist. Das würde mich sehr freuen. Alfred Strigl: Danke Angela und danke Sylvia für schon das schöne lange Gespräch. Ich wiederhole vielleicht ein paar Sachen, vielleicht wurde sie gesagt. Ich will jetzt nicht etwas sagen, wo Sylvia vielleicht das ja schon im Halbsatz gut angesprochen hat oder ganz groß. Die Quellen ehren. Sylvia hat Namen genannt, Jane Goodall oder den Peter König. Und die Peter-König-Arbeit selbst kommt aus dem Feld von Finthorn, von C.G. Jung und anderen Lehrern. Das heißt, da sind wir auch sattelfest in der Literatur und auch im guten Menschenbegleiten verankert. Mir wichtig ist zu sagen, es gibt nicht nur die Quelle und es ist nicht die spezifische Quelle. Vielerorts sind ganz viele Helferinnen und Helfer. Und das möchte ich, Silvia hat die Helferinnen und den Helfer immer wieder mal erwähnt. Ich möchte sagen, seit ich weiß, dass es Quellen gibt und spezifische Quellen, bin ich in ganz vielen Dingen einfach nur Helfer. Bitte sagt was zu tun ist, bitte sagt was soll ich machen, wo gehört gekocht, wo gehört gekehrt, bitte wie kann ich dienen. So gut. Also ich habe wirklich gelernt mich nicht mehr aufzupudeln und groß zu machen und unnötigerweise den Macho oder den Macher zu spielen, den Retter oder den Täter, weil ich es nicht bin. Ich bin weder Quelle noch spezifische Quelle. Wenn ich Quelle bin, dann habe ich im spezifischen Quellfeld nichts verloren. Punkt. Ich mische mich nicht ein im speziellen Quellfeld von Silvia. Wenn Silvia sagt, sie will in ihrer Akademie etwas machen, dann ich, aha, wow, cool. Natürlich möchte sie das mit mir als globale Quelle abstimmen und auch meinen Segen haben. Aber was sie genau macht und welches Seminar sie macht und ob sie jetzt mit dir, Angela, am Chiemsee ein Spezialseminar macht oder nicht, da freue ich mich. Da ist maximal meine Rolle die eines Helfers. Brauchst du was? Soll ich dich zum Zug bringen oder so? Also die spezifische Quelle hat ihr Quellfeld. Punkt. Die ist Quelle. Und die Quelle, die darüber ist, wird plötzlich zur Helferin degradiert. Also so viel zum Thema Hierarchie. Wir im deutschen Sprachraum haben oft mit Führung ein Problem. Ja, au Unsere nationalsozialistische Vergangenheit hat uns den Führer gebracht und Führung nennen wir im Deutschen ja lieber Leadership, also Englisch. Und wir haben da unsere Schatten. Und wenn wir nicht Schattenarbeit machen, die zweite ganz große Domäne von Peter König bei unserem Lehrer, dann geht es auch mit Sourcework nicht. Und wir machen das oft in einem liegenden Achter. Auf der einen Seite Sourcework, die Quelle. aber in dem anderen Feld des liegenden Achters, linken Feld, die Resource Work, also die Ressourcenarbeit, die Geldarbeit, die Schattenarbeit, die Projektionsarbeit. Hier geht es unsere Identität, diese innere Arbeit. Und Silvia, danke, dass du diese innere Arbeit angesprochen hast. Die ist wichtig. Da gibt es auch einen Podcast dazu. Und wenn ich innerlich integer bin, integriert und an meiner Identität gut arbeite, dann kann ich Außen als Quelle wirksam sein. Eine letzte vielleicht, eine letzte augenzwinkende Bemerkung. Ich spreche oft sehr über den von Quellen Pathologie. Also wir sind oft in Feldern von Quellen, wo ich das Dramulett und das Drama so richtig leibhaftig erlebe. Da ist eine Quelle, ignoriert sich selbst wertet sich ab, ist bescheiden, bescheiden, bescheiden. Nein, alle sind bescheiden. Und aufgrund der großen Bescheidenheit und der Selbstverachtung lächzen alle und dampfen alle aus dem letzten Loch. Es ist keine Wertschätzung da. Keiner sieht sich gesehen, keiner sieht sich gewürdigt. Naja, wenn die Quelle sich nicht würdigt. Also Quellenpathologie kann verwandelt werden schrittweise durch die innere Arbeit. und andere arbeiten in was Lustbares. Also ein Drama kann auch in eine Komödie verwandelt werden. Und wenn die Quelle die Hausaufgaben macht und wenn ich als Berater, ich bin ja hauptsächlich Unternehmensberater, in ein Feld komme und die spezifischen Quellen und die Helfer stöhnen und ich merke, ja wo ist denn die Quelle? Und die Quelle, die Eigentümerin, der Gründer, der feiert auf seiner Jacht gerade seinen 60. Geburtstag. Ich bin nach zehn Minuten weg aus dieser Versammlung, von diesem Meeting und fahre mit einem Mitarbeiter runter zum Hafen zur Jacht, weil ich arbeite mit der Quelle. Ich arbeite nicht mit den Menschen, die quasi im Dramolett einer Quelle Standarten sind oder so. Man merkt schon, ich muss mich ein bisschen einbremsen. Also die Quelle ist eine wichtige Person und seid euch bewusst, wo ihr Quelle seid, spezifische Quelle oder auch nur wunderbare Helferinnen und Helfer. Und das bin ich sehr gerne und sehr oft. Angela, an dich zurück, bitte. Angela: Danke, lieber Alfred, ich finde das sehr, sehr wichtige Punkte auch in dieser Zuspitzung des Dramas der Quelle. Ja, und ich möchte jetzt noch ganz zurückgeben an unsere Nummer eins, nämlich den Samuel, der und der ja auch hier zugehört hat die ganze Zeit, still und Vielleicht war auch für dich, der du dich ja auch schon da auskennst in der Sache und dich beschäftigst, aber was war für dich denn da jetzt auch noch sehr spannend oder neu oder wichtig und was hat dich da bewegt? Vielleicht magst du da auch noch was sagen. Samuel Kümmel: Ja, sehr gerne. Ich merke immer wieder, wenn ich Alfred oder vor allem auch Sylvia zum Thema Quelle zuhöre. Ich war ja jetzt schon drei Mal in einem Seminar zu diesem Thema und fühle mich immer noch wie ein blutiger Anfänger. Aber immer wenn ich dazuhöre, dann habe ich so das Gefühl, Tropfen von, oder kleine Tropfen von Weisheit, Tropfen auf mich herab und ich hänge an der Flasche und freue mich, dass ich irgendwie als junger Kerl mit meinen Anfangsvierzig hier teilhaben darf an so einem spannenden, großen und für meine Begriffe, nachdem ich jetzt, weil Sylvia immer sagt, glaub mir nicht und prüft es an der Erfahrung, an sehr, sehr vielen Erfahrungen der Vergangenheit und Beispielen, immer wieder gefühlt habe, wow, da bin ich anscheinend Quelle gewesen und da und da und da hab ich's verkackt und da hab ich's verkackt und auch andere haben ihre eigene Quelle nicht anerkannt und dann sind ganz, ganz große Prozesse immer wieder gescheitert. Also ich habe so ganz in meinem Kopf sind so ganze Welten beim Reden von Sylvia jetzt aufgegangen, wo so Beispiele in mir auftauchen, wo ich immer wieder darüber nachdenke, auch die letzten Monate und Jahre schon. Wie wie schaffen wir es in diese Welt, außergewöhnliche Prinzip, was ich auch sonst von nirgends kenne, einzubeben und zu verbinden und Menschen dafür zu begeistern und zu berühren? Und das ist vielleicht auch ein Grund, warum ich diesen Podcast hier ins Leben gerufen habe, weil ich denke, dass viel mehr Menschen das wissen müssen. Also erst mal dieses Wissen haben müssen, was ist denn da? Und dann, und das hat Silvia auch sehr schön ausgedrückt, das fand ich sehr spannend, es geht nicht die absolute Wahrheit, es geht höhere Prinzipien, die hinter Dingen stecken, die hinter Organisationen stecken, die hinter Teams stecken, die auch hinter Führung stecken. Ja, also eine ganz klassische hierarchische Führung wird von den Quellenprinzipien eigentlich gecrashed. Und Alfred hat das eben schön gesagt. Ja, dann wird die globale Quelle zum Helfer. Und das fühle ich so sehr. Also ich kann das gar nicht so sehr mit dem Kopf jetzt wiedergeben, aber ich fühle das in so vielen Situationen in meinem Leben, in den Initiativen, die ich selber schon gestartet habe oder in die ich jetzt gerade im Moment auch als Mensch und einer der Gründer zurückkehre. Da ist Wahrheit dahinter. Also da ist so eine tiefere Wahrheit dahinter, die ich auch nicht so ganz kognitiv nur begreife, sondern merke. Ich spüre das, ich merke das, ich erlebe das und ich kann das nicht anders als Teil einer größeren Wahrheit dahinter anerkennen. Und deswegen beschäftige ich mich wahnsinnig gern und höre einfach immer wieder in den Seminaren gerne zu oder habe auch das Gefühl, auch heute wieder, obwohl ich es schon dreimal gehört habe, wieder mehr verstanden zu haben. Und nicht nur mit dem Kopf verstanden, sondern mit dem Herz irgendwie verstanden. darum geht's. Darum geht es irgendwie. ich darf demütig werden. Immer besser zu wissen, worum es geht, heißt nicht, dass ich immer besser werde, sondern dass ich, glaube ich, immer demütiger werde. Wo bin ich Quelle gewesen? Wo bin ich spezifische Quelle gewesen? Wo bin ich Helfer gewesen? Und wo habe ich es auch ganz oft nicht verstanden oder bin diesen Prinzipien auch ganz krass nicht gefolgt, weil mein mein Ego, mein Führungs Ego innerlich gesagt habe, ich möchte das jetzt so und so so haben und alle anderen müssen, müssen das jetzt so machen, wie ich will. Und Quelle bedeutet halt was anderes. Und ich finde, das ist heute auch nochmal richtig deutlich geworden. Eine Quelle ist kein Führer. Eine Quelle ist eine Inspiration, ein Leuchtturm, ein Lichtpunkt, ein Mensch, an dem andere, ja, wie soll man sagen, sich anschließen können, in ihre eigene Leuchtkraft auch zu kommen. in ihre eigene, spezifische Quellkraft oder in ihre Leuchtkraft auch als Helfer, Helferin. Ja, also da, wie gesagt, ich könnte da jetzt noch lange weiter reden, aber erstmal vielleicht so viel. Ich bin sehr begeistert über euer Interview und freue mich sehr, dass ihr das als zwei Frauen auch hier geführt habt und wir als Männer Zeugen sein durften. Ja, das spüre ich auch noch mal eine große, große Dankbarkeit drin, dass ich das einfach miterleben darf und Ja, jetzt am Ende nochmal gefragt werde, ist voll nett. Vielen, Dank, Angela. Sehr schön. Angela: Vielen Dank, lieber Samuel. Ich möchte dir danken, als derjenige, der das Projekt-Podcast ins Leben gerufen hat, mit den beiden, dass ich hier Gast sein durfte. Ich möchte ganz an dich zurückgeben, ein rundes Ende dem zu geben, was wir hier gemeinsam gesprochen haben. Samuel Kümmel: Ja, Angela, ich danke dir sehr, herzlich für deine Moderation heute. Und ich merke, es tut mir richtig gut, dass ich als Quelle des Podcasts und als Moderator jetzt von der ersten Folge auch zurücktreten darf und erlebe, wie du, Angela, ein wunderbares Gespräch geführt hast mit der Sylvia. Große Anerkennung und Wertschätzung dafür, wie ihr beide das gemacht habt. Vielen, Dank. ja, mit diesem Dank möchte ich die heutige zweite Podcast Folge des Plenum Podcasts auch beenden. und unsere Zuhörerinnen und Zuhörer auch schon an teasern für das nächste Mal. in der nächsten Folge geht es auch wieder ein sehr spannendes Thema. Und wenn ihr dachtet Sex wäre das krasseste Thema, über das man sich austauschen kann, dann möchte ich euch sagen, wir reden über ein viel, krasseres Tabuthema. Wir reden nämlich nächstes Mal über Geld. Und wenn ihr da wissen wollt, was das bedeutet und warum Geld so ein krasses Thema ist. dann schaltet auch gerne in der dritten Folge wieder ein vom Plenum Podcast. Plenum Podcast mit Silvia Brenzel, Alfred Striegel und ja, vielleicht auch wieder der Angela und mir. Vielen, Dank, dass ihr heute dabei wart. Danke fürs Zuhören. Einen wunderbaren Morgen, Mittag, Abend, egal wann ihr diesen Podcast hört. ja, wir freuen uns, dass ihr dabei wart. Alles Gute. Bis zum nächsten Mal.