speaker-0: Meine größte Angst ist wahr geworden. speaker-1: Was hast du gefühlt? speaker-0: Da hat mir irgendwie einer, glaube ich, einen Schlag ins Gesicht gegeben. Ich wusste in dem Moment gar nicht, wie ich reagieren sollte oder so. Also ich habe sofort Angst und hab halt sofort gedacht, das gibt es doch gar nicht. weil immer Angst hatte, warum auch immer, ganz unbegründet. Ich hatte immer Angst davor, irgendwann mal Brustkrebs zu kriegen. speaker-1: Hallo und herzlich willkommen zu Marco Meets Kurz vor Weihnachten 2017 sitzt mein heutiger Gast in einem Sprechzimmer. Eine Routineuntersuchung, sagt sie. Bis die Ärztin diesen einen Satz sagt, der alles ändert. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich ein Mammakatzinrum. Was danach kam, war ihr Weg. Und sie ist ihnen anders gegangen, als das Standard Schema es vorsieht. Dieser Hinweis vorweg, daher mir wichtig ist. In dieser Folge erzählt mein Gast ihre persönliche Geschichte und den Weg, den sie für sich gewählt hat. Das ist ihre Erfahrung, es ist nicht meine Empfehlung. Was für sie gepasst hat, muss nicht für jeden von uns passen. Wenn du selbst betroffen bist oder wenn du jemanden begleitest, betroffen ist, sprecht bitte mit einem Arzt, holt euch eine Meinung ein, holt euch eine zweite und eine dritte Meinung ein und dann trefft eine Entscheidung. Trefft eure Entscheidung aber bitte nicht auf der Basis einer Podcast-Folge. Ich stelle heute Fragen, die viele Menschen bewegen. Und was du dann daraus machst, das liegt an dir. Danke, Lüßenhop Schön, dass du da bist. speaker-0: Danke, dass ich kommen durfte. speaker-1: Ich es gerne. Anke, wenn dich jemand vor deiner Diagnose gefragt hätte, was du für ein Mensch bist vor dieser Diagnose, was würdest du antworten? speaker-0: Ich würde sagen, ich war ein Mensch wie jede Frau, die gut funktioniert hat, die alles für ihre Familie getan hat und schlussendlich ihre ganze Energie für andere aufgebraucht hat und relativ wenig an sich selbst gedacht hat. speaker-1: Wie sah dann Leben, sah dann eine Freizeit aus? speaker-0: Also mein Leben war halt so, ich selbstständig war immer. Ich bin halt vom Ursprung her Grafikdesignerin. Hab ich halt immer schon auch, als die Kinder noch klein waren, wieder gearbeitet. trotzdem eben, wir haben halt ein Haus gebaut. Ich habe halt da trotzdem viel gemanagt, sag ich mal. Ich habe zusätzlich mich hoffentlich ausreichend die Kinder gekümmert. Ich habe geguckt, dass sie nicht die ganze Zeit immer in irgendwelchen Tagesstädten oder so sind. Ich habe viel Sport gemacht, trotzdem, auch wenn ich wenig Zeit hatte, weil ich immer gedacht habe, okay, der Körper muss einigermaßen gesund sein. Manchmal habe ich es dann trotzdem vielleicht auch bisschen übertrieben. natürlich sich die Eltern gekümmert. also ziemlich viel Zeit aufgebraucht für Arbeit, Familie. Das war so mein Leben, würde ich sagen. Und dann zusätzlich habe ich irgendwann mal noch eine Weiterbildung gemacht zur holistischen Gesundheitsberaterin, weil mich die Themen da halt interessiert haben, so Thema Gesundheit. Und dann war das natürlich auch noch ein relativ hoher Stressfaktor, weil ich möglichst gut sein wollte. Ich bin recht ehrgeizig und habe da versucht, so das Beste rauszuholen und habe dann natürlich auch noch mal so jegliche Freizeit dann für diese Weiterbildung aufgebraucht in den letzten Jahren. Also das war so 2016, 2017. speaker-1: Du hast dort ein ganzes Leben immer sehr, sehr gesund gelebt. Du hast dich immer sehr gesund ernährt. Du hast gerade schon gesagt, dass du auch Sport getrieben hast. Was macht das dann mit einem, wenn man dann, obwohl man so sehr auf sich achtet, dann eine solche Diagnose bekommt? speaker-0: Also man fragt sich natürlich sofort, warum bin ich es jetzt und warum nicht jemand anderes. Wobei dieser Gedanke jetzt gar nicht so schlimm aufgekommen ist, wie man immer denkt. Also ich habe jetzt nicht anderen Leuten gewünscht, dass sie das kriegen und ich nicht, sondern ich habe halt immer gedacht, ich habe meiner Meinung nach eigentlich alles richtig gemacht. Ich verstehe nicht, was da falsch gelaufen ist und warum ich jetzt wirklich dann Krebs kriegen sollte oder musste. Also ich habe es halt einfach nicht verstanden. Also ich hab wirklich geguckt, wenig Fleisch gegessen, viel Gemüse für meine Kinder habe ich natürlich auch drauf geachtet. Mir hat damals der Kinderarzt gesagt, jedes Kind sollte mindestens immer eine Handvoll Gemüse zu sich nehmen. Das habe ich halt auch immer, also am Tag, das habe ich halt versucht einzuhalten. Also wie gesagt immer viel bewegt, immer viel Sport gemacht. Also ich habe es nicht verstanden, was da schief gelaufen ist, muss ich sagen. speaker-1: Ich möchte gleich tief an dieses Thema eintauchen, vorher nochmal zurück. Du sagtest ja auch seit 1997 Grafikdesignerin. Was hat dich ausgerechnet an diesem Beruf gereizt? Was hat dich ausgerechnet dort hingeführt beruflich? Gerade auch, weil es ja vielleicht ganz ganz anders ist als die holistische Gesundheitsberaterin, die du dann noch gemacht hast und auch die anderen Themen, die dich dann später umgetrieben haben. speaker-0: Also ich bin halt von Kindheit an, ich bin immer kreativ gewesen. Also ich habe sehr viel immer früher gemalt oder auch immer irgendwie Ideen gehabt, was ich machen kann. Viel, keine Ahnung, als Kind, also viele kreative Sachen halt, irgendwas gebastelt oder keine Ahnung. Und irgendwann nach Schule, also ich habe halt von der Schulaufbahn her bin ich ein bisschen anderen Weg gegangen. Ich bin halt, als ich aus der Grundschule, als es dann so ging zu diesem Gespräch mit wo meine Eltern dann hinmuss und es gesagt wurde, zu Schule man gehen sollte. Da hieß es dann, ich sollte zur Hauptschule gehen. Da bin ich dann kurz gewesen, dann die Lehrer festgestellt haben, passt irgendwie nicht so ganz. Da bin ich auf die Realschule direkt gegangen, irgendwie in der siebten Klasse war es dann. Und da hatte ich halt wirklich auch einen Kunstlehrer, der dann auch gesehen hat, dass ich halt recht kreativ bin und hat halt gesagt, du musst irgendwie was mit Grafik machen oder so. Und dann habe ich gedacht, okay, aber dann muss ich natürlich dafür studieren. Aber mir hat das halt wirklich so viel Spaß gemacht, dass ich dann gesagt habe, okay, bin dann eben nach der Realschule aufs Gymnasium gegangen und habe dann wirklich Grafikdesign studiert. Es hat mir halt schon Spaß gemacht. Eigentlich wäre ich gerne lieber in die Buchsequenz, also in die freie Illustration gegangen. Das war eigentlich so das, was ich machen wollte, aber es war sehr schwer da unterzukommen. Und auch das Grafik war halt einfacher. Und ich habe halt dann in dem Zuge, habe ich immer davon geträumt, selbstständig zu sein. Und ich habe halt wirklich relativ kurz nur in Agenturen gearbeitet, weil das Leben in der Agentur ist auch speaker-1: komplett anders. speaker-0: ganz anders. Also es ist halt wirklich kein 9-5-Job, sondern 9-22-Job oder so. Also wenn man da mal 21 Uhr nach Hause gegangen ist, dann hieß es schon, mach's heute mal früher, Feierabend. Und man war dann halt neun und halb zehn da. Da hatte man halt gar kein Leben mehr runterrum und dann habe ich halt mich selbstständig gemacht irgendwann. Ein bisschen aus der Not heraus, aber... hat gut funktioniert, habe auch immer gut davon leben können. Ich denke immer, warum soll man nur einen Beruf haben? Ich habe halt andere Sachen auch interessiert. Ich bin halt sehr umtriebig, ich mal. Mir machen halt viele Dinge Spaß und wenn ich mich für andere Dinge interessiere, dann hänge ich mich da auch immer ziemlich rein. Das ist, ich, so mein Vorteil dann auch bei meiner Diagnose geworden, dass ich immer sehr penetrant bin und mich in alles sehr tief einarbeiten kann. speaker-1: Du hast dann auch schon sehr früh dein erstes Buch geschrieben, Vegan mit Familie. Was hat dich da so gepackt, dass du es in einem Buch niederschreiben musstest? speaker-0: gepackt hat mich in erster Linie meine Tochter, die irgendwann gesagt hat, du machst ja so viele Rezepte, du könntest ja schon ein Buch schreiben. Weil ich hab halt angefangen irgendwie, also ich hab mir, sagen sie mal so, ich hab meine Kinder ja immer versucht, gesund zu ernähren. Das Problem ist nur, wenn die Kinder da nicht mitspielen, hat man irgendwie ein Problem. Weil wenn die sich dann weigern, Gemüse zu essen, dann wird es langsam ein bisschen schwierig mit der gesunden Ernährung. Und meine Tochter war insbesondere extrem schwieriger Esser und hat eigentlich immer alles verweigert, was ich ihr anbieten wollte, gesunden Sachen zumindest. Und dann habe ich halt angefangen, habe mich halt ein bisschen umgetan, habe dann eben so vegane Küche, also ein Bücher gesehen, auch von Attila Hilbarn, den Namen darf man ja heute kaum noch nennen, aber damals fand ich seine Rezepte halt ganz gut und habe dann eben mal ausprobiert, ein bisschen was danach zu kochen und siehe da, die Sachen waren ein bisschen anders aufbereitet, es waren mal andere Zutaten dabei und schon hat meine Tochter das dann gegessen. Aber die Rezepte, die waren so kompliziert, das kriegt man im Alltag nicht unter. Also da habe ich echt gedacht, ich kann hier nicht drei Stunden kochen. Wie gesagt, ich habe eigentlich immer vormittags gearbeitet, die Kinder dann aus dem Kindergarten geholt und morgens früh habe ich dann angefangen, irgendwas fürs Essen schon vorzubereiten, damit das dann alles zeitlich passte. Musste das auch ein strikter Zeitrahmen sein, es musste praktikabel sein und trotzdem halt gesund. Und so, dass sie es auch gegessen haben. Und dann habe ich halt angefangen, selbst Rezepte auszudenken, habe manche andere Rezepte eben umgeändert. Und dann hat meine Tochter irgendwann gesagt, warum schreibst du nicht eigentlich einfach ein Buch dazu? Könntest doch machen? Und dann habe ich gedacht, eigentlich gar nicht so dumm, weil ich bin Grafikdesignerin. Das Design kann ich selber machen. Die Rezeptideen habe ich und dann habe ich das halt gemacht. Ein bisschen mit Fotografie habe ich einen Freund gehabt, der mir da so bisschen noch geholfen hat, mir ein bisschen was erklärt hat. Und dann habe ich halt das Buch rausgebracht. speaker-1: Also viel, Tempo in deinem Leben. speaker-0: kann man so sagen, soll ja nicht langweilig sein. speaker-1: Den Eindruck habe ich. Du hast dich selber damals beschrieben als eine Person, die fanatisch trainiert hat und die wirklich viel Stress in ihrem Leben hatte. Das hast du ja grad letztendlich auch ein Stück weit geschildert. Wie hätte die damalige Anke reagiert, wenn man ihr einen Tag Ruhe verordnet hätte? Du darfst nichts machen. Du musst den ganzen Tag einfach nur ruhig und entspannt sein. speaker-0: wäre wahrscheinlich schwierig geworden. Ich habe dann irgendwann auch Stück weit verlernt, wie man ruhig sein kann. Das fängt eigentlich auch heute, habe ich das teilweise schon noch, wenn ich mir Buch in die Hand nehme und lese, dann fängt dann sofort das Gehirn an zu überlegen. Das kann ja jetzt nicht sein, dass du jetzt wirklich die Zeit hast, dir ein Buch zu lesen. Du musst doch jetzt irgendwie was machen. Das war schon bisschen krank, muss ich ganz ehrlich sagen. Also ich habe halt wirklich, glaube ich, verlernt, mich zu achten und auch mal ein bisschen, mir ein bisschen Ruhe zu gönnen. Also wenn ich Zeit hatte, oder Zeit gehabt hätte, mal ein bisschen Ruhe zu finden, dann habe ich nicht im Garten gesessen, sondern im Garten gearbeitet zum Beispiel. irgendwas gemacht. Oder irgendwas anderen Müttern geholfen, wenn die Kinder abgeholt werden mussten. Oder es hieß ja, ich habe jetzt keine Zeit, meine Kinder aufzupassen, können die bei dir nachmittags spielen, dann sind die Kinder halt zu uns gekommen. Also wir hatten auch immer volles Haus. Deswegen war das mit der Ruhe, wo die klein waren, auch etwas schwieriger. speaker-1: kann ich gut nachvollziehen. Deine Mutter ist sehr früh gestorben und du schreibst ja auch in deinem Buch, dass du vom Prinzip erst viel später verstanden hast, was so in ihrem Körper auch vor sich gegangen ist. Wie sehr hat all das dein Verständnis zum Thema Gesundheit geprägt? speaker-0: Also zunächst einmal ist es so, dass mir auch nie aufgefallen ist, dass meine Mutter wirklich so krank war. Das hat mir dann auch schon zu denken gegeben, dass ich es nicht bemerkt habe oder es gar keiner bemerkt hat, weil letztendlich habe ich gemerkt, dass ich das auch nicht viel besser mache in meinem Leben. also sie hat halt eine Herzmuskelschwäche gehabt, hat wahrscheinlich als Kind war eine Krankheit gehabt, ist halt noch ein Kriegskind gewesen. dass da wahrscheinlich die Herzmuskelschwäche durch eine Erkrankung zustande gekommen ist, dann hat sie natürlich zusätzlich auch immer ihr ganze Zeit alles für ihre Familie geopfert. speaker-1: ist immer untergeordnet. speaker-0: Genau, das war halt damals natürlich auch bisschen so. Dann zuhört sich noch nebenher bisschen gearbeitet. ja, mit Gesundheit hat sie sich auch, glaube ich, nie beschäftigt. Also mit gesunder Ernährung. hat sich halt, ja, man hat halt so gekocht, wie es früher war und dann Sie hatte auch Übergewicht, Bluthochdruck dann irgendwann. Da habe ich natürlich dann auch drüber nachgedacht, dass ich so etwas auf gar keinen Fall will. Mich hat es schon irgendwo getriggert, dass ich das nicht bemerkt habe, dass ich ihr nicht hätte helfen, dass ich ihr nicht helfen konnte. Vielleicht hätte ich ihr helfen können, das war immer so der Gedanke. Ich kam auch lange nicht damit zurecht. Aber ich glaube, selbst wenn ich jetzt versucht hätte, ihr zu helfen, wenn du selber nicht erkennst, dass da irgendwas falsch läuft in deinem Leben, dann macht das auch keinen Sinn, wenn dir von außen das jemand sagt. Also das hat mich dann so bisschen beruhigt, weil ich kenne meine Mutter oder kannte sie. Sie hätte sich nichts von mir vorschreiben lassen. Auf jeden Fall hätte sie weitergemacht wie vorher. speaker-1: Diese Erkenntnis muss man selber haben. speaker-0: Zumindest habe ich für mich dann so gelernt, das will ich halt niemals und auch nicht für meine Familie. speaker-1: Mhm. Wenn du dieser Frau, die du selber 2017 warst, ständig unter Strom, immer für alle da, Vollgas geben, Family Business, wenn du dieser Frau heute einen Tipp oder einen Ratschlag geben dürftest oder solltest, wie würde der lauten? Und würdest du ihn annehmen? speaker-0: Schwierige Frage. Also der Ratschlag wäre ganz klar. Du musst einfach auch mal entschleunigen und an dich denken. Freunde treffen, einfach mal ins Kino gehen, wirklich mal ein Buch in die Hand nehmen, lesen und sich die Freizeit auch mal nehmen. Ja, den Rat würde ich geben. Nach heutigen Stand würde ich ihn wahrscheinlich annehmen. Damals hätte ich halt wahrscheinlich gesagt, das kann ich nicht, das geht nicht, das kriege ich nicht hin. Aber ich glaube halt, man kriegt alles hin, was man hinkriegen möchte. Also man muss es halt so organisieren und man muss halt andere mit einbinden und man muss sich halt nicht aufopfern für die Familie, sondern man kann die Familie auch mit einbeziehen, was ich dann später halt auch getan habe. Nachdem ich dann die Diagnose hatte, habe ich dann halt auch gesagt, okay, also ich muss jetzt irgendwas ändern. Dann habe ich die Kinder waren halt 14 und 16. Das heißt also, die konnten auch mal ruhig ein bisschen mit anpacken und mein Mann war es halt gewöhnt. Ich habe ihm halt das... Er war es halt gewöhnt, dass ich ihm alles abnehme. Nicht, weil er es wollte, sondern ich habe es halt einfach gemacht. Er hat es nicht eingefordert. Aber es war für ihn dann kein Problem mehr zu tun. Er hat es dann gemacht. Das würde ich eigentlich auch jedem raten. nicht immer diese Ausrede haben, das kriege ich nicht hin, das passt nicht, ich muss das so machen. Nein, das muss keiner machen. speaker-1: Dinge dann auch in Frage stellen. Und dann kam dieser Termin Ende 2017, der eigentlich nur ein Routinetermin sein sollte, wo du dann in der Weihnachtszeit 2017, Ende 2017 bei deiner Frauenärztin saßst. Kannst uns mit in die Praxis nehmen? Kannst uns mit in diesen Raum nehmen und uns erzählen, was dann passiert ist oder was sich da zugetragen hat? speaker-0: Ja, also erstmal war es halt wirklich so, was ich nie wieder machen würde, kurz vor den Schulferien. Also es war irgendwie noch ein oder zwei Tage bis zu den Schulferien. Und ich habe halt gedacht, muss, ich hatte vorher die ganze Zeit keine Möglichkeit gehabt, noch zum Frauenarzt zu gehen. gedacht, den Termin musst du jetzt aber noch wahrnehmen, dann hast es hinter dir. Das sind ja immer so leidige Themen, die man irgendwie nochmal erledigen möchte vor Ende des Jahres. Und komischerweise, als ich dann zu der Ärztin hingefahren bin, Ich habe nie Probleme mit einem Frauenarzttermin gehabt. Man macht es nicht gerne, aber ich habe keine Angst gehabt. Aber komischerweise hatte ich ein ganz ungutes Gefühl. Ich weiß nicht, was da war, aber ich war nervös, ich war kribbelig und ich habe irgendwie aufsteigende Ängste gehabt. speaker-1: ohne dass es jetzt einen konkreten Grund dafür gegeben hätte. Genau. Wie so eine Art Eingebung oder Intuition. speaker-0: Genau. ich weiß es nicht, warum es war. Also es gab wirklich keinen Grund. Ich habe nicht irgendwas ertastet oder sonst irgendwas. Ich habe keine Veränderung gemerkt an mir. Gar nichts. Und dann bin ich halt hin, habe die ganz normale Untersuchung gemacht und als sie dann den Brustultraschall gemacht hatte, habe ich es schon gesehen. Weil in dem Arztzimmer beispielsweise, also in dem Warteraum eher gesagt, da hängen auch immer so schöne Bilder, wie so ein Karsinom halt aussieht oder wie eine Zyste aussieht und so. Man guckt sich das halt an, wenn man wartet. ich hab's also sofort anhand des Bildes hab ich's erkannt. Es war halt keine glatte Struktur, sondern es war halt so auskragend. Und dann hab ich gedacht, das sieht irgendwie nicht so aus wie sonst. Weil ich hab also immer schon so die Problematik gehabt, dass ich relativ häufig Zysten in der Brust hatte. Das haben halt manche Leute oder manche Leute, manche Frauen, ist halt nichts Schlimmes. Die waren halt immer mal dann da und dann wieder weg. Aber in dem Falle hab ich's dann gesehen und dann hat sie auch sehr lange geguckt. Sonst hat sie eigentlich, wir haben immer nette Gespräche gehabt während der Behandlung. Aber diesmal war sie halt ganz still und hat sehr lange geguckt. Und dann hat sie halt dann irgendwann zu mir gesagt, dass es eben so aussieht, als wäre das was nichts Gutes. Sie würde das gerne noch genauer unter die Lupe nehmen lassen. speaker-1: Was ging dir in Was ging Dir in der Situation durch den Kopf? Kopf? Was hast du gefühlt? speaker-0: Ja, keine Ahnung. es war irgendwie... Da hat mir irgendwie einer, glaube ich, einen Schlag ins Gesicht gegeben. Ich wusste in dem Moment gar nicht, wie ich reagieren sollte oder so. Also ich habe sofort Angst bekommen und hab halt sofort gedacht, das gibt es doch gar nicht. Meine größte Angst ist wahr geworden. geworden, weil ich immer Angst hatte, warum auch immer, ganz unbegründet. Ich hatte immer Angst davor, irgendwann mal Brustkrebs zu kriegen. Auch da wieder so eine komische Ahnung. Ich weiß es nicht warum. Also wir haben in der Familie das nicht gehabt; meine Mutter hat das nicht gehabt, ich hab das bei meiner Tante mal erlebt, aber ansonsten haben wir da jetzt keine Disposition, genau, also nichts gehabt, was irgendwie darauf schließen lassen würde. Ja, also mir ist wirklich heiß, kalt, alles geworden und ich wusste halt auch nicht, was ich dazu sagen sollte. speaker-1: Du sagtest ja dann auch interessanterweise, konntest du in dieser Situation nicht mal weinen, in der andere Menschen komplett zusammenbrechen. Was geht da in einem vor? Ich stelle mir das ganz, schwierig vor. speaker-0: Ja, aber ich bin glaube ich vielleicht, was das angeht, bisschen anders. bin eher jemand, also ich fahre dann sofort den Schalter und gehe dann so in diese Position, ich muss was tun, ich muss irgendwie reagieren darauf, das geht so jetzt nicht. Ich muss das immer erst verstehen und da ich so in diese Kampfstellung gehe sozusagen, kommt mein komme gar nicht dazu. Ich kam gar nicht dazu, irgendwie Tränen zu vergießen oder so. Sondern ich habe halt gedacht, jetzt erstmal abwarten, vielleicht ist es das ja gar nicht. Und ansonsten muss ich mir was überlegen. Also ich bin halt immer jemand, dann einfach irgendwas sich überlegt und wird schon irgendwie eine Lösung geben. Und dadurch hatte ich da gar keine Gelegenheit dazu. weiß nicht, ich bin auch nicht so der Mensch, der dann sofort losrollt, sondern ja. speaker-1: und speaker-0: Manchmal auch nicht gut, wenn man so Gefühle nicht unbedingt immer rauslassen kann. Aber so im stillen Kälmerlein kann ich das schon, aber in der Situation nicht. Da war das nicht passend für mich. speaker-1: In der Nacht darauf schreibst du ja auch in deinem Buch zu diesem Thema Krebs, kam dann ein anderer Gedanke in dir auf oder eine andere Frage in dir auf, nämlich nicht die Frage, warum ausgerechnet ich, sondern diese andere Frage. Diese Frage, okay, warum ist jetzt meine größte Angst wahr geworden? Genau. Wie bist du damit umgegangen? speaker-0: Ja, wie bin ich damit umgegangen? Also letztendlich habe ich mich halt wirklich immer wieder gefragt. Man fragt sich halt wirklich, ob man irgendwie das hervorgerufen hat durch diese ständigen Gedanken. das war eigentlich so das erste, was ich gedacht habe. Habe ich das jetzt hervorgerufen? Habe ich das heraufbeschworen, dass ich das jetzt kriege? Vielmehr habe ich eigentlich jetzt in dem Moment nicht gedacht, sondern außer diese Situation muss ich jetzt irgendwie in den Griff bekommen. Weil für meine Kinder, für meine Familie, für meinen Mann wusste ich, wollte ich weiter da sein. Ich bin ja immer die Starke gewesen und das wusste ich halt jetzt irgendwie weiter sein. In dem Fall war es dann auch ganz gut, glaube speaker-1: Wie ist deine Familie mit der Diagnose umgegangen? Wie haben deine Kinder? Wie hat dein Mann darauf reagiert? speaker-0: Die konnten nicht wirklich gut damit umgehen, glaube ich. Also mein Mann, mein Mann hat mich dann, als ich vom Frauenarzt kam und dann das gesagt habe, hat er mich dann in die Arm genommen, weil das war ja so, dass ich bei der Ärztin war und die hat ja dann gesagt, sie würde sofort vorschlagen, dass ich eben eine Mammografie mache, dass ich halt danach eine Biopsie mache, weil nach der Mammografie habe ich direkt eine Biopsie machen lassen und dann war eigentlich schon klar, dass das wahrscheinlich wirklich Brustkrebs sein würde. Mein Mann hatte vorher noch gesagt, als ich ihn angerufen habe und gesagt habe, ja, sieht so und so aus, hat er schon gesagt, ach, wird schon nicht sein. Du bist ja immer gesund gewesen, wird schon okay sein. Also ich glaube, er hat das nicht wahrhaben wollen für sich. Und als ich dann das sagte, da konnte er damit nicht wirklich umgehen. Also er hat mich, wie gesagt, in Arm genommen, aber dann gesagt, komm, wird schon irgendwie sein, wird schon irgendwie klargehen. Also ich glaube, der hat die Tragweite dessen gar nicht verstanden. Und ... Meine Kinder, für die bin ich halt immer so die Taffe gewesen. speaker-1: super speaker-0: habe halt auch nie was gehabt. Ich bin wirklich nie krank. Also heute auch nicht. Ich bin damals nie krank gewesen. Für die war das, das haben die gar nicht verstanden. Also die konnten da nicht mit umgehen. Für die war das klar, ich musste das irgendwie lösen und ich werde schon wieder irgendwie gesund werden. Die konnten erst gar nicht reagieren und haben auch mich nicht wirklich darauf angesprochen, auf dieses Thema. speaker-1: Brustkrebs ist immer deine größte Angst gewesen, sagtest du. Hast du irgendeine Idee woher diese Angst kommt oder kam? speaker-0: Nee, hab ich tatsächlich gar nicht. Ich weiß es nicht, woher es kam. Also, ich hab auch immer drüber nachgedacht. Also es ist egal, welche anderen Krebsorten oder so. Ich hab nur davor Angst gehabt. Weiß ich nicht. Kann ich nicht beantworten. speaker-1: Das alles hat sich ja irgendwo zwischen Weihnachten und Neujahr zugetragen. Irgendwo zwischen Diagnose, Mammografie, Biopsie. Wie hast du das geschafft in dieser Zeit noch zu funktionieren? Das sind ja dann auch so die Festtage, wo man eingeladen ist, wo Familie im Mittelpunkt steht. Und du bist ja halt immer auch diese starke Frau gewesen, die die Familie gestützt und zusammengehalten hat. Wie hat das noch funktioniert in dieser Zeit für dich? speaker-0: Das frage ich mich manchmal wirklich auch. Ich habe keine Ahnung, wie ich das hingekriegt habe. Also es war halt so, ich wusste, nach Weihnachten sollte halt das Gespräch mit dem Arzt stattfinden, wo ich dann noch mal das Schlussendliche Ergebnis der Biopsie bekommen sollte. Genau, zwischen speaker-1: Also zwischen Weihnachten und speaker-0: Weihnachten, na ja. Aber der hatte mir vorher schon, als er die Stanze dann genommen hat, hat er mir schon gesagt, also es sieht sehr danach aus. Und für mich war das in dem Moment ja dann klar, aber meiner Familie habe ich es so natürlich noch nicht gesagt. immer offen gelassen noch. speaker-1: Das heißt, der Phase hast du vom Prinzip für dich diese Diagnose schon anerkannt und hast jetzt nicht insgeheim noch das, wie soll ich das sagen, weggeschoben von dir, sondern du hast halt eher schon in diesen Aktionsmodus umgeschaltet, dass du für dich überlegst, was habe ich jetzt für Optionen, wie gehe ich jetzt damit wie handle ich jetzt an der Stelle. speaker-0: Genau, also für mich war es klar. Und das einzige, was mich wirklich aufrecht gehalten hat, ich hatte einen sehr guten Bekannten, der sehr auf alternativen Wegen unterwegs war. Sehr, alternativ, also viele andere würden sagen, Gott, aber der hat mir wirklich geholfen und hat mir sofort viele Tipps gegeben. Und ich habe halt von da an, habe ich halt sofort reagiert und ich bin in den Verteidigungsmodus gegangen sozusagen. und hab meine Ernährung direkt umgestellt, hab geguckt. Ich wusste halt, ich muss jetzt meinen Körper irgendwie basisch bekommen. Ich hatte einen Vitamin-D-Spiegel, der war bei 14. Das war viel zu wenig. Also wirklich, das hab ich gesehen, dass das hochkam. Ich hab halt versucht schon mit Nahrungsergänzungen, mit veganer, rohveganer Ernährung dagegen zu arbeiten, dass ich wirklich den Körper resettet habe. ohne Ende also wirklich richtig abgenommen. Das war natürlich dann in der Weihnachtszeit schwierig. man dann, wir haben so immer klassisch normalerweise Fondue, das haben wir natürlich dann trotzdem gemacht, Heiligabend. Und ich habe versucht dann gute Minu zu bösem Spiel zu machen. Ich glaube, man hat es mir jetzt nicht so angemerkt. Aber das war schon, das war schon schwierig. Also tagsüber habe ich funktioniert. Aber abends, wenn ich dann schlafen gegangen bin, dann ging wirklich das Gedankenkarussell los und da war ich. war ich wirklich fertig, muss ich sagen. Also schlimmste Zeit ever. Also muss ich echt nicht noch mal machen. Weil es war auch blöd, dass ich mich nicht anvertrauen wollte. Ich wollte halt keinem Sorge bereiten. wollte halt, dass die Kinder einfach ein gutes Weihnachtsfest haben, dass mein Mann sich nicht zu viele Sorgen macht. Ja, das war das. speaker-1: Obwohl sich diese Tiefe, Finsternis und Dunkelheit irgendwie über alles liegt. Hast du dann trotzdem noch versucht alles aufrecht zu erhalten? speaker-0: Genau. Aber was mir dann hier und da passiert ist, ist, dass ich aus dem Licht so Panikattacken bekommen habe. das war wirklich richtig, das hab ich vorher nie gehabt. Also richtig so mit Luftnot, Schnappatmung, dass ich so gemerkt habe, Gott, was kommt da jetzt hoch? Also war wirklich so, das kam dann geballt hier und da mal vor, wo ich dann mich möglichst immer bewegt habe, versucht habe, sofort mit meinem Mann zu reden oder so gesagt habe, mir geht's gerade nicht so gut. Also das waren so die Momente, wo ich das dann doch mal preisgeben musste. Aber das war wirklich, das war echt schlimm. speaker-1: Also wie Hilfe ruft der Seele irgendwo, wo es dann einfach zu viel wird in dem Moment. speaker-0: Genau, da hat der Körper anscheinend dann doch reagiert dann immer in geballter Form sozusagen. speaker-1: Du beschreibst auch diesen Moment, wo du dich vom Arzt extrem abgefertigt gefühlt hast. Was ist da passiert und wie bist du damit umgegangen? speaker-0: Also von dem Arzt im Krankenhaus, der die Biopsie gemacht hat. Da habe ich das Biopsieergebnis bekommen. Nach Weihnachten bin ich mit meinem Mann auch ins Krankenhaus gegangen. Da hat er uns dann das Ergebnis gesagt. Er hat gesagt, wir müssten sofort ins Regelwerk aufgenommen werden. Das und das wird dann immer klassisch gemacht, der müsste sofort operiert werden. Ist wahrscheinlich auf jeden Fall schon ein etwas größerer Tumor, konnte man halt noch nicht ganz genau sagen. Also wurde auf jeden Fall sehr dringend gemacht und man fühlte sich halt sofort unter Druck gesetzt. das hat mir schon irgendwie zu denken gegeben bzw. ich wusste auch nicht, wie ich damit umgehen sollte. Man war in dieser Maschinerie und wusste nicht... wusste einfach nur, man muss jetzt das machen, was der Arzt sagt. Und das fand ich eben nicht gut. speaker-1: Bist du in der Situation eher beraten worden und an die Hand genommen worden? Oder hat man dir eher einen relativ konkreten Weg vorgezeichnet? Hat man dir Alternativen oder Optionen angeboten? Und wie sehr kommt sowas dann auch im Kopf wirklich an, wenn man emotional so extrem stark halt dann auch in der Situation ... blockiert ist oder natürlich auch von Ängsten mit Sicherheit beherrscht wird. speaker-0: Also es werden eigentlich seltenst, glaube ich, also was ich so von anderen auch gehört habe, Alternativen angeboten. Also mir wurden keine Alternativen angeboten, es gab die alternative Operation oder Operation und Chemo wollte man halt später entscheiden. Bestrahlung war auch schon klar und Tamoxifie war auch eigentlich schon klar. Das wurde mir auch schon alles direkt gesagt bei den ersten Gesprächen. Und als ich das Gespräch mit dem Arzt hatte, er mir das Ergebnis sagen wollte, meinem Mann zusammen, da hatte ich mich schon eine Woche lang extrem eingelesen und hab ihm auch folgende Frage gestellt, was er dann davon halten würde. wenn ich mich zusätzlich rein basisch ernähren würde, wenn ich meinen Körper wirklich resette und damit quasi dem Krebs die Lebensgrundlage nehme. Und dann hat er mir fast wirklich geantwortet, Frau Lüssenop, ich weiß, wovon Sie reden, ich bin groß geworden mit Homöopathie. Mein Großvater war Homöpart, aber ich bin jetzt Angestellte eines großen Krankenhauses. Hier gibt es drei bis vier Koryphäen, die mir sagen, was ich weitergeben darf und was nicht, ich darf Ihnen dazu nichts sagen. Und ich bin froh, dass mein Mann dabei war, weil ich glaube, das würde einem eigentlich keiner glauben, dass einem der Arzt dann sowas sagt. Und ich habe dann halt geantwortet, okay, das reicht mir schon, Sie können mir sagen, was Sie wollen, ich mach's Und dann hat er halt gesagt, ja, machen Sie das. Dann hat er mir quasi die Alternative freigegeben. Aber sagen durfte er es mir halt nicht oder anbieten. Und das fand ich halt erschütternd, weil ich habe gedacht, Ich bin halt jetzt mal jemand, der der Unterdruck halt ganz anders reagiert, also dann eher so versucht selber tätig zu werden, aber andere, die Unterdruck eben sich so in die Enge gedrängt fühlen, für die wäre das, ja, die hätten einfach alles gemacht, wie das Krankenhaus vorgegeben hat. Und so habe ich mir halt selber Alternativen gesucht und ich glaube dadurch auch für mich einfach bessere Wege gefunden. Weil für mich war ganz klar, dass dieser klassische Weg mit Nachhemo oder so, das habe ich ihm auch von vornherein gesagt, das kommt für mich überhaupt nicht in Frage, das werde ich niemals machen. speaker-1: Und dann kam diese Phase nach diesem Gespräch, wo dann die Operation erst mal stand. Du hast dich dann sehr schnell und sehr entschlossen für diese Operation entschieden und das dann auch direkt machen lassen. Wie ging es dir in dieser Situation? speaker-0: Also erstmal habe ich mich gar nicht entschieden, sondern es wurde ja aufdiktiert. Ich habe dann nur gesagt, wenn, dann muss das schnell sein, weil ich hatte gerade wichtige Kundenaufträge. Das war mein Gedankengang? speaker-1: Gedanken. speaker-0: Das war mein Gedankengang tatsächlich. Ich hatte so eine Webseite in Arbeit und noch paar andere Sachen und ich wusste, ich kann es keinem anderen geben. habe dann gesagt, wenn, dann muss die Operation aber möglichst schnell stattfinden. Und der Arzt hat eben auch gesagt, je schneller, desto besser. Dann habe ich das halt, also direkt in der ersten Januarwoche habe ich das dann noch machen lassen, wirklich nach Neujahr direkt. Ja, im Endeffekt war das so das, ich dann machen wollte. Also die Operation ist dann eben recht schnell und sehr gut verlaufen. speaker-1: der heutigen Sicht zurückblickend, zurückschauend, hätte es, also jetzt aus meiner leihenhaften Sicht heraus, gefragt, hätte es alternativen, also überhaupt theoretische Alternativen zu der Operation gegeben oder ist das dann auch für dich heute die richtige Entscheidung und auch der richtige Weg gewesen? speaker-0: Ich habe im Nachgang mit vielen Frauen dann auch gesprochen, die es halt auch ohne Operation gemacht haben und auch geschafft haben, den Krebs halt mit Fasten und verschiedensten und wirklich komplett basisch und den Körper noch mehr auf Null setzen und Und andere Nahrungsergänzungen, was weiß ich, was sie alles gemacht haben, haben Leute auch geschafft. Aber diesen Mut habe ich in dem Moment halt nicht gehabt, weil ich habe schon gedacht, da ist jetzt was in mir, was ich da nicht haben möchte und deswegen war ich bin ich damit auch konform gegangen, dass ich das gemacht habe mit der Operation. speaker-1: Was bedeutet auf Null setzen? Den Körper auf Null setzen, was du gerade gesagt hast. speaker-0: Also wirklich möglichst runter reduzieren, dass der wirklich komplett basisch wird, dass er eben keine Schadstoffe mehr im Körper sind, dass da nichts mehr ist, was den Krebs nähren könnte. Also das war mir wichtig und dass der extrem mit Antioxidantien aufgefüllt ist, dass das Immunsystem wirklich richtig high-end nach oben gefahren wird. speaker-1: Was sagen die Kritiker einer solchen Herangehensweise dazu? Und würde man erfahren, wenn jemand sich jetzt für diesen Weg entschieden hat und das dann nicht schafft auf diesem Weg, bekommt man das mit? Also gibt es irgendwelche Statistiken darüber oder wird das irgendwo nachvollzogen? speaker-0: Also es gibt immer, ja natürlich, es Statistiken, aber es ist halt immer die Frage, Statistiken müssen halt auch finanziert werden und ich glaube halt natürlich, so ganzer, so Statistiken zur alternativen Medizin nicht so das Interesse so groß ist, sondern oftmals werden eben Medikamente getestet in ihrer Wirksamkeit, Chemo in ihrer Wirksamkeit, Bestrahlung in Wirksamkeit und so weiter und das dann dagegen gehalten. Ich muss aber sagen, es gibt schon viele Statistiken, wo man wirklich auch erkennen kann, dass die Erfolgsrate jetzt nicht so hoch ist, so viel höher ist, dass jetzt so viel mehr Frauen überleben oder kein Rezidiv bekommen, wenn sie diese Behandlungswege gegangen sind. speaker-1: Was bedeutet rezediv? speaker-0: Das bedeutet halt, dass nach ein paar Jahren, ein paar Monaten, ein paar Jahren oder so dann der Krebs noch mal auftauchen kann. Dass vielleicht doch noch Krebszellen im Körper sind und dadurch eben wieder was entsteht. Die Gefahr ist natürlich, je jünger, das ist in den ersten zwei Jahren besonders hoch, sagt man. Also insofern muss man ganz klar sagen, wenn man einen anderen Weg geht, ist es halt wichtig. Das ist kein Weg, den man jetzt nur für ein paar Wochen oder ein paar Monate geht. sondern dass es halt Weg, der dauerhaft sein muss. Also da muss man halt wirklich dauerhaft drauf achten. speaker-1: Dauert das den Rest seines Lebens? speaker-0: Ja, sollte man meiner Meinung nach sowieso, dass man immer auf seine Gesundheit achtet. Aber wenn man eben so einen Krebs hatte, muss man halt wirklich da ständig darauf achten. Also ich gehe auch regelmäßig zum Frauenarzt, lasse mich da natürlich weiterhin untersuchen und nehme auch Tumormarker und so und schaue halt, dass da wirklich alles in Ordnung ist. Wobei ich persönlich, diese, sagen wir mal so, diese Angst, die ich hatte, den Krebs zu bekommen, genauso sicher bin ich mir jetzt dass ich diesen Krebs nie wieder bekommen werde. speaker-1: Du hast dich dann damals schnell und entschlossen für diese Operation entschieden. Wie ging es dir in der Nacht davor? Du hast dich ja sehr viel informiert und du hast dir viele Gedanken dazu gemacht. Wie geht es dir oder wie ging es dir, als du dann da in diesem Krankenhausbett lagst in der Vorbereitung und wusstest, okay, das geht jetzt bald los? speaker-0: Also ich bin sowieso generell jemand, dann in keinster Weise ruhig bleiben kann bei solchen Sachen und ich hasse Krankenhäuser. Also mir ging es gar nicht gut, Tage vorher schon, also die ganze Woche eigentlich, habe ich mich kaum zusammenreißen können. Also ich war wirklich extrem nervös. Also das einzige, wie ich Nervosität dann in dem Moment loswerde, ist, dass ich mich bewege. Also in der Nacht ging das schlecht. Also ich habe eigentlich nicht geschlafen und an dem Tag selber war ich natürlich mega nervös. Ja, so eine Operation. Und ich wusste halt, das war natürlich dann schon wieder diese anderen Gedanken, ich hatte. Da wahrscheinlich alle lachen, wenn sie es hören. Aber es war wirklich so, ich bin ja sehr im Sportfokus gewesen und ich habe halt damals schon, also damals habe ich noch Kickboxen gemacht, jetzt nur noch Boxen mittlerweile. Und ich habe halt so gedacht, dass ich dann längere Zeit ausfalle, was Sport angeht, wenn ich dann diese Operation hinter mich gebracht habe. Das war dein Gedankengang? Das war auch mein Gedankengang. Weil also ich Ich muss sagen, ich war mir zu der Zeit sicher, dass ich das anders auch in den Griff kriegen würde. Also ich hatte jetzt gar keine Angst davor, ich hatte jetzt keine Todesängste oder so. Also das hatte ich vorher. Also bevor ich sicher war, wie ich den Weg gehen würde, hatte ich natürlich so Endzeitgedanken. Also habe ich halt gedacht, okay, das war's dann jetzt. Also war einfach so der Gedanke, okay, das scheint jetzt meinem Leben aus zu sein, das war's anscheinend. Und dann kamen wieder so diese anderen Gedankensprünge. geht aber nicht. Also die Kinder sind echt noch nicht so weit. Also 14 und 16 damals, da habe ich gesagt, die kannst du jetzt nicht alleine auf meinen Mann loslassen, das funktioniert nicht. Da musst du irgendwas machen. Also das war, ich habe so ganz komische Gedankensprünge gehabt. Das ging so hin und her zwischen Angst und Positivität und dann dieser Sportgedanke, Gott, dann fällt es erstmal aus. Also ganz seltsam. Ich war froh, ich den Tag, als ich die Operation dann hinter mich gebracht habe. speaker-1: Wie hast du die Zeit davor ausgehalten? Du hast gerade beschrieben, wie diese innere Spannung dann da war und dass du einerseits zeitweise mit deinem Leben abgeschlossen hast und dich schon mehr oder weniger gedanklich verabschiedet hast. Auf der anderen Seite dann der Gedanke, ich muss für meine Kinder da sein. Das geht jetzt nicht. Ich kann jetzt nicht gehen. Ich habe jetzt noch diese Mission zu erfüllen. Wie hält man das aus? speaker-0: Tja, ich weiß es auch wirklich nicht. Also mein Adrenalinspiegel war, glaube ich, immer on top. Ich weiß es nicht. Also das Einzige, was mir wirklich geholfen hat, war, ich bin viel mal mit Freundinnen spazieren gegangen. Ich habe viel geredet, also mich haben ja viele darauf angesprochen. speaker-1: Okay, also du hast jetzt kein Geheimnis daraus gemacht, du bist sehr offensiv damit umgegangen und hast dann im Freundes- und Bekanntenkreis das auch angesprochen. speaker-0: Genau, ja. Ich hab darüber geredet und das hilft mir halt immer. Also ich muss die Dinge halt wegreden. Und dann funktioniert das. Ich meine, vielen bin ich auf Unverständnis gestoßen im Freundeskreis. Also manche haben es unterstützt. eine sehr gute Freundin von mir hat gesagt, du hast sie nicht mehr alle. Also dann hat sie mir natürlich das Beispiel von ihrer Freundin genannt, die dann eben gestorben ist. Die hat das angeblich genauso gemacht. Da habe ich gesagt... kannst es halt nicht vergleichen. Du kannst nicht sagen, die hat es genauso gemacht, weil du weißt ja gar nicht, was ich alles mache. Vielleicht hat sie nicht alles so eingehalten, vielleicht hat sie nur einen Teil gemacht. Oder vielleicht war ihr Krebs einfach anders, weiter, wie auch immer. Aber es war dann teilweise schon so, dass ich gedacht habe, okay, das hilft mir jetzt nicht weiter, dass du mir sagst, dass deine Freundin gestorben ist. Das war schon schwierig, aber meistens hat es mir geholfen, wenn ich mit Freunden darüber geredet habe. speaker-1: dass du Menschen damit überforderst? speaker-0: Ja, da können viele nicht mit umgehen. Also es ist schon erstaunlich, aber man sieht das an den Gesichtern. Wenn man dann so in den Raum kommt, wir haben uns halt so nach Weihnachten klassisch auch mit Freunden dann auch immer mal getroffen, sind dann halt eingeladen gewesen nach Weihnachten. Und also da hat man teilweise in so betroffene Gesichter geschaut. Gut, ich sah jetzt auch nicht unbedingt best of aus. Also man muss sagen, also Ich habe, glaube ich, fünf Kilo oder so was abgenommen und so, bin sowieso nicht die Kräftigste. Also wenn man so mit knapp über 50 Kilo dann da sitzt, hat man vielleicht nicht mal so die beste Optik und dann war so die Betroffenheit da und ja, dann... speaker-1: Mitleidsblicke. speaker-0: Ja, auch. Weil so das Wort Krebs ist immer gleich damit verbunden. Krebs, Chemo, Tod eventuell. Also diese Endzeitgedanken, das haben die Leute dann und die wissen gar nicht, die können dich nicht unterstützen, die wissen nicht, die sagen nicht... Also mir hat eigentlich keiner gesagt, ach das kriegst du schon hin und wird schon wieder oder so, sondern es war einfach, die haben sich das dann angehört, aber konnten glaube ich nicht so wirklich damit umgehen. speaker-1: Du hast dann kurz vor deiner Entlassung die ersehnte Diagnose bekommen, dass der Krebs nicht gestreut hat. in nächsten Gespräch lag dann der Fahrplan, Nachbehandlungsfahrplan auf dem Tisch. Bestrahlung, Chemo, Tamoxy, Phen. Wie ging es dir damit? speaker-0: Ja, also da ich meine Entscheidung ja schon vorher gefällt habe, bevor die Ärzte mir das gesagt haben, dass ich halt nichts weiter mehr machen wollte, weil ich mich halt schon sehr informiert habe, war das schon sehr schwierig für die Ärzte. Also es war halt so, man, also erstmal habe ich direkt nach der, als ich aus dem Krankenhaus gekommen bin, mal abgesehen davon, als ich im Krankenhaus war, was ich also schon sehr schwierig fand es, nachdem ich dann gehört habe, dass nichts gestreut ist und so, kam halt kein Arzt mehr zu mir oder so, sondern kam so ein Pfleger, der mir dann so eine Stapel von Broschüren mitgegeben hat, so zur Ernährung, was man eben beachten sollte, das fand ich ja schon mal ganz gut. Und dann hat er mir noch gesagt, ja, er dürfte mir das jetzt eigentlich nicht sagen. Aber er hat mir so ein, zwei Heilpraktiker genannt, die sich auch mit alternativen Heilmethoden auskennen. Und dann habe ich auch zu ihm gesagt, ja, ich bin da eigentlich auch schon ziemlich gut informiert, danke. Also das war wirklich der Einzige, der dann tatsächlich auch mal was gesagt hat und hat mir aber gleich gesagt, bitte aber keinem von den Ärzten sagen, dass ich ihnen da jetzt das so gesagt habe und Adressen weitergegeben hat. Er hat mir jetzt ein, zwei Visitenkarten in die Hand gedrückt. speaker-1: Im Grunde genommen zwei Personen, dieser Pfleger und auch der Arzt in dem ersten Gespräch, die dir mehr oder weniger direkt gespiegelt haben, es gewisse Ansätze gibt oder dass es gewisse Wege gibt, die man gehen möchte, aber dass es dann darüber hinaus noch andere Dinge gibt, aber dass es nicht sehr erwünscht ist, dass darüber gesprochen wird. speaker-0: Genau, weil man muss natürlich sagen, Krankenhaus ist nichts anderes als ein Wirtschaftsunternehmen mittlerweile. Die müssen halt ihre Geräte aktiv halten. die müssen, die sind halt wirklich teuer, diese Geräte, und sie müssen halt gucken, dass die gut in Nutzung sind, sag ich mal. Und mit Sachen wie Nachhemo oder so verdient man natürlich auch viel Geld. Das heißt jetzt nicht, dass ich sage, dass jetzt alle Ärzte so sind, dass die einem Behandlungsmethoden aufs Auge drücken, die man nicht machen sollte, aber schlussendlich gibt es halt Leitlinien und an diesen Leitlinien müssen die Ärzte sich orientieren. Da können die machen, was sie wollen. Und das ist schon sehr schwierig. Aber wie gesagt, mir sind ja auch andere Ärzte eben begegnet, also solche und solche. Aber in den Krankenhäusern war es schwierig. Und als ich das Nachgespräch hatte, nachdem ich aus dem Krankenhaus zurück war, hatte mir halt eine Ärztin gesagt, dass eben Bestrahlung angedacht ist und eben auch Tamoxifen zu nehmen. Und Tamoxifen sorgt dafür, dass die Rezeptoren des Östrogens blockiert werden, sodass da eben nichts mehr andocken kann, also keine Krebszellen mehr andocken können, sodass da eben kein, weil ich einen östrogenabhängigen Krebs hatte, sodass da eben nichts mehr entstehen kann. speaker-1: Amoxifen hat eine Nebenwirkung, die dann vom Prinzip dein Zögern ausgelöst hat. speaker-0: Genau. das Tamoxifen sorgt einmal dafür, dass man von jetzt auf gleich in die Wechseljahre katapultiert wird. Und man muss dazu sagen, Wechseljahre passieren ja normalerweise schleichend und nicht von heute auf morgen. Da kann man sich vorstellen, was das für ein Stress ist. Das fand ich schon mal nicht so gut. Mal abgesehen davon, also dass ich von vielen Frauen gehört habe, die dann wirklich Depressionen bekommen haben, nicht mehr aktiv genug waren, also wirklich müde waren und so weiter. Also viele Nebenwirkungen. Und die andere Nebenwirkung ist halt dass an der Gebärmutter Schleimhaut Krebs entstehen kann nach einigen Jahren, wenn man das Tamoxifen über einen längeren Zeitraum nimmt. Und damals habe ich halt der damaligen Ärztin gesagt, ich Angst habe vor diesem weiteren Krebs. Und wie das denn ist, wenn ich das jetzt fünf Jahre genommen habe. Weil dann kriege ich dann wieder Krebs, habe ich gefragt. Und dann hat sie mir halt gesagt, Dann könnte ich es halt sieben Jahre nehmen. Und dann habe gesagt, gut sieben Jahre sind ja auch irgendwann Kriege ich dann nach sieben Jahren wieder Krebs? Sie meinte, ja, habe Patienten, es zehn Jahre nehmen. Da sage ich, ist doch keine Lösung, wenn ich es jetzt zehn Jahre lang nehme und dann trotz die Wahrscheinlichkeit, dass ich dann diesen anderen Krebs bekommen könnte, na, Gebärmutter ist doch trotzdem noch da. ja, aber sie meinte, für sie wäre das halt die Lösung und laut Statistik würden die Frauen halt dann länger überleben. Und dann habe ich ihr halt irgendwie beim rausgehen gesagt, okay, dann werde ich die Statistiken einfach mal ein bisschen ändern. speaker-1: Wie ist sie mit deiner Sorge umgegangen? Also hattest du den Eindruck, dass sie deine Bedenken oder deine Ängste da wirklich angemessen ernst nimmt? speaker-0: Also diese Frau tatsächlich nicht, die war sehr nett. Sie hat auch gesagt, dass sie regelmäßig Vorträge hält über Statistiken in diesem Bereich. Und sie meinte halt, anhand der Statistiken könnte man halt sehen, dass das auf jeden Fall besser wäre. Also es ist halt so, dass dann ja tatsächlich, ich solange ich das Medikament nehme, die Gefahr eines Rezidivs halt geringer ist. Aber die Nebenwirkungen halt waren für mich halt so viel höher, dass ich gesagt habe, da stimmt für mich das Verhältnis nicht. Und sie hat es dann irgendwann akzeptiert, aber sie hat sehr vehement versucht, mich einzureden. speaker-1: Du sagtest dann auch dazu, dass diese Art über deinen Körper zu sprechen dich dann schlicht sprachlos gemacht hat. speaker-0: Ja, war diese Szene, ich zu meiner damaligen Frauenärztin gegangen bin, weil ich musste eine Nachuntersuchung machen. Und dann habe ich ihr auch meine Bedenken zu dem Tamoxifen nochmal berichtet. Und dann hat sie mir halt gesagt, ja, das wäre gar nicht so schlimm, weil wenn dann eben da ein Krebs entstehen würde an der Gebärmutterschleimhaut, dann nimmt man die Gebärmutter halt raus oder man schneidet halt das Stückchen raus. Das wäre aber gar keine große Operation. Und dann habe ich halt gesagt, gut, aber Ich möchte es aber nicht, dass da noch mal was ist und ich will nicht noch einen zweiten Krebs bekommen. Aber das wäre gar kein Problem. Das hat mich schon sprachlos gemacht, weil ich das etwas seltsam fand, wie man dann davon redet, ja, okay, dann wird halt noch mal ein anderes Stück aus deinem Körper rausgeschnitten, so ungefähr. speaker-1: Was hat das in dir verändert? speaker-0: Also ich habe halt ein bisschen an der Glaubwürdigkeit der Ärzte gezweifelt. da ist auch bei manchen Ärzten einfach keine Empathie. Und das fand ich halt schlimm. Und noch schlimmer fand ich halt, dass die Frauenärztin mich halt irgendwann rausgeschmissen hat, weil ich dann eben gesagt habe, speaker-1: hat dich rausgeschmissen? speaker-0: sie hat mich wirklich rausgeschmissen. Ja, sie hat mich nicht rausgeschmissen in dem Sinne, aber sie hat halt gesagt, sie möchte, dass ich gehe und mir eine andere Ärztin suche, weil Sie hat mich halt mehrmals versucht zu überreden, dass ich eben Bestrahlung mache oder zumindest die Gespräche mit ihrem passenden Arzt machen sollte. wäre auch ein Bekannter von ihr und er wäre eine Chorifee. Und ich habe halt gesagt, nee, Bestrahlung möchte ich nicht, weil die mögen ja jetzt schon ganz gut das machen können. Im Endeffekt wird ja im Nachgang eine Bestrahlung gemacht, damit halt Krebszellen, rund die Brust ... noch eventuell da sein könnten, damit die auch noch eliminiert werden. Das macht man eigentlich auch heutzutage ganz gut. Früher war das noch mit wesentlich mehr Nebenwirkung verbunden. zum Beispiel habe ich über meine Gesundheitsberatung damals eine Frau kennengelernt, die hat halt verklebte Lungenflügel gehabt nach so einer Bestrahlung. Meine Schwiegermutter selbst hatte sowas auch. Die hat halt auch mit der Luft seitdem extreme Probleme. Da muss halt auch an der Lunge irgendwas passiert sein. Und eben was man dann auch unterschreiben muss, wenn man so eine Bestrahlung macht, ist halt, in der anderen Brust Jahre später eben auch ein Krebs entstehen kann aufgrund dieser Bestrahlung. Das unterscheid man halt auch. Und dann habe ich halt gesagt, da ist für mich einfach der Nutzen nicht da, weil ich meiner Meinung nach mit meinen anderen Sachen so gut aufgestellt bin, dass ich da nichts mehr kriegen werde. Ich werde die Krebszellen anders eliminieren. Und dann hat sie gesagt, das kann sie mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren. Ich meine, sie war zumindest ehrlich. Ich war 30 Jahre bei ihr. Wir haben uns eigentlich immer gut verstanden und sie hat halt gesagt, also ich glaube, sie konnte wirklich damit nicht umgehen. Und bevor sie mich dann weiter behandelt hätte, hat sie dann gesagt, suchen sie sich einfach jemand anderen. Was ich schade fand, ist, dass sie mich an dem Tag nicht mal mehr untersucht hat, sondern sie hat halt gesagt, genau, sie hat halt einfach gesagt, ich möchte, sie gehen. Dann bin ich aufgestanden, hab erstmal gedacht, okay, ich würde jetzt schon gerne schnell noch eine Untersuchung haben, weil Ich wusste ja nicht, ob da nicht doch irgendwo noch was ist. Also das wollte ich jetzt schon gesichert wissen. Sie hat mir auch keine Alternativen genannt oder so und ich habe dann eine Freundin gefragt, ob sie eine Idee hat und dann hat sie mir eine Frauenärztin genannt und ich bin heilfroh, dass ich die gefunden habe. Ich bin dann zu ihr hin. Ich habe relativ kurzfristig auch einen Termin bekommen und ich habe, ich glaube, ich habe noch nie so schnell gesprochen bei einem Arzttermin, weil Ich habe dann gedacht, meine Güte, ich bin doch schon so lange hier, ich rede und rede. Die hat sich mir einfach meine Sachen angehört und hat mir noch Ideen geliefert. Hat halt gesagt, versuchen sie noch mal eine Misteltherapie, machen sie noch dies und das. Ach ja, das mit dem Vitamin D, das habe ich auch gehört, das rate ich auch Patientinnen und so. Also die hat so lange und so beruhigend auf mich eingeredet. wir sind halt privatversichert und dann kriege ich ja hinterher, sehe ich ja die Rechnung. Und ich habe halt gedacht, das muss ja eine immens hohe Rechnung sein. Und am Ende hat sie eine ganz normale Vorsorgeuntersuchung berechnet, die normalerweise ja nur wenige Minuten kostet und ich bin eine Stunde bei ihr gewesen. ja, speaker-1: für speaker-0: also deswegen muss ich ganz klar sagen, es gibt immer solche und solche Ärzte auch. speaker-1: In all dieser Zeit hast du natürlich auch sehr, sehr viel recherchiert. Du hast sehr viel an diesen Themen gearbeitet für dich und hast dich dann auch intensiv mit deinem Mann zu diesen Themen besprochen. Wie ist er damit umgegangen? Wie waren diese Gespräche für dich und für ihn? speaker-0: Also er hat auf jeden Fall viel auch selber gelesen. Also ich hab ihm halt oftmals Berichte geschickt. Nicht zu lange Artikel, weil das war dann auch bisschen zu viel für ihn, glaube ich. ich hab also ich hab schon die Dinge mit ihm durchgesprochen und er fand es schon gut, was ich gemacht habe. Er hat das immer unterstützt und hat halt auch mit vielen Leuten dann darüber geredet und man merkte so einen gewissen Stolz, dass ich das jetzt so durchziehe. Und ich glaube, hat auch nie daran gezweifelt, dass das funktioniert. speaker-1: Das ist echt stark. Ich kann mir vorstellen, dass das etwas ist oder dass diese Erkrankung auch das Potenzial dazu hat, eine Beziehung zu sprengen, was ja dann noch mal eine viel höhere Last auf die betroffene Person, auf die betroffene Frau ablädt, wenn der Partner dann halt nicht mitträgt und unterstützt und reflektiert und trägt, mitträgt. speaker-0: Ja, das stimmt. Aber da habe ich mir eigentlich nie Sorgen gemacht. auch als ich im Krankenhaus war, das waren ja nur wenige Tage, aber ich habe im Krankenhaus dann gesagt, dass ich veganer bin und dass ich glutenfrei mich ernähre. Ich wusste ja schon, dass das schwierig wird. Aber als dann die erste Gurke und Möhre ohne alles auf dem Teller lag und ich dann so eine Brühe bekommen habe als Süppchen. ohne alles. Also da habe ich gedacht, okay, das Krankenhaus kommt nicht wirklich damit zurecht, was ich jetzt da gesagt habe. Und ich hatte jetzt nicht Lust, noch mehr Gewicht zu verlieren, ehrlich gesagt. Da ist mein Mann wirklich, der hat also Brot selber gebacken und mir vorbei gebracht. Und also das muss ich schon sagen, der hat sich da echt gekümmert und hat geguckt, dass ich da nicht komplett vom Fleisch falle. speaker-1: Du hast einen sehr prägnanten Satz gesagt bzw. auch in deinem Buch geschrieben. Du möchtest geheilt werden und nicht repariert. Was speaker-0: Genau. speaker-1: meinst du damit? Was bedeutet das? speaker-0: Also ich finde die neue oder moderne Schulmedizin wirklich grandios, was die machen können. Also Operationen am offenen Herzen und irgendwelche Gelenke zusammen basteln und also dass Menschen, eigentlich, wo man denkt, die müssten an einen Rollstuhl gefesselt sein, können wieder gehen dank der modernen Schulmedizin. Ich finde das wirklich grandios, was da heute gemacht wird. Muss man echt sagen. Hut ab vor den Ärzten. Aber dieses Ich bin der Meinung, sie können Dinge reparieren, aus einem heraus schneiden, aber diese richtige Heilung, findet halt wirklich in Dir selbst statt. Und dazu gehört einfach auch viel mehr, als einfach nur 'nen Tumor rauszuschneiden. Und das finde ich halt schade, dass da die Ärzte nicht ein bisschen affiner sind, was das angeht. Also, dass die da nicht einfach mehr weitergeben. Weil, wenn es eine Kombination geben würde zwischen der Schulmedizin und der Alternativenmedizin, So wie früher, wo dann man zu einem Arzt gegangen ist und der hat einem in die Augen geschaut und hat gesagt, ja ja, weil man ihm dann gesagt hat, man wollte gerade loslegen und sagen, ja ich habe da so im Bauchbereich irgendwie Probleme und dann hat er gesagt, ja ja, sehe schon, die Leberwerte sind nicht in Ordnung oder sonst irgendwas. Also das konnte man halt früher. Und heute können die Ärzte das halt nicht mehr, sie lernen es halt nicht. speaker-1: Du hast dann in dieser Phase, wo du der schulmedizinischen Seite eher die Ablehnung erfahren hast für deine Ideen, hast du dich hingesetzt und ganz, ganz viel gelesen, nächtelang Bücher studiert, dich im Internet schlau gemacht, mit deinen Bekannten gesprochen. Du findest ja unglaublich viele Informationen und dazwischen ist ja auch eine Menge Nonsens. Wie hast du für dich bewertet oder herausgefunden, was davon seriös ist und was davon hokus pokus ist? Das ist ja bei dir auch mit einem extrem hohen Risiko verbunden gewesen, dann eine falsche Entscheidung zu treffen, die dich dann womöglich in dieser Nachbehandlung dein Leben kosten kann. speaker-0: Ja, schon, aber ich glaube, ich bin da schon sehr wagemutig unterwegs gewesen. Ich habe schon manche Sachen ausprobiert, wo es nicht ganz sicher war, ob das funktionieren kann oder nicht. Ein bisschen Risiko bin ich schon eingegangen, glaube ich. ich habe viele Leute gefragt. Ich habe einen sehr guten Arzt kennengelernt. Den habe ich häufiger interviewt und gefragt. was er von diesen Dingen hält. habe bei der Recherche schon geschaut, ob ich viele verschiedene Infos darüber gefunden habe oder nur ein oder zwei Quellen, die dann bisschen sehr nach Hokus Bokus aussahen. Also da muss man halt schon gucken, wenn man häufig findet, ja, der und der hat da positive Ergebnisse mit gehabt, dann habe ich das heute auch teilweise ausprobiert. speaker-1: Woher hast du überhaupt diesen Mut genommen, dich von diesem per Studienlage fundierten medizinischen Themen zu entziehen und dann zu sagen, ich gehe da komplett meinen eigenen Weg? Du ja gerade gesagt, da warst schon so bisschen wagemutig. Aber woher hast du am Ende den Mut genommen, dann einfach zu sagen, nein, das ist nicht mein Weg, ich gehe einen anderen Weg. Da gehört ja wie gesagt einfach auch eine Menge Risikobereitschaft dazu. Manche Leute, manche Kritiker würden jetzt bestimmt auch sagen, okay, das ist total verrückt, sich gegen die Schulmedizin zu wenden. Und trotzdem hast du für dich gesagt, das ist mir egal, auch dieser Gegenwind ist mir egal, ich gehe da meinen eigenen Weg. speaker-0: Ja, also ich frage mich manchmal auch, woher ich den Mut genommen habe. Ich glaube, ich habe das Glück gehabt, dass mir immer zur richtigen Zeit die richtigen Menschen auch geschickt wurden, die mich dann unterstützt haben. Das war einmal diese Bekannte, mit der ich sehr gut reden konnte. Dann, dadurch, dass ich viel gelesen habe, habe ich halt auch andere Menschen kennengelernt, unter anderem eben auch diesen einen Arzt, den Hormonspezialist, den Dr. Armbrüster, der Da bin ich auch extra hingefahren. Der hat mich dann nochmal wirklich unterstützt. Dann habe ich halt, wie ich den kennengelernt habe, ich habe ein Buch gelesen zum Thema die Hormonrevolution von Dr. Platt. Sehr interessantes und gutes Buch, weil ich halt für mich festgestellt habe, okay, ich habe jetzt einen hormonbedingten Krebs gehabt und die Ärzte haben ja halt nie, oder hormonabhängiger Krebs heißt es ja, und die Ärzte haben ja nie gesagt, ja, wie das denn zustande gekommen ist. Ich habe halt auch danach gefragt, aber es kam irgendwie nie so schlussendlich die Antwort, ja, das ist da und da durch zustande gekommen. Und dann habe ich halt dieses Buch gelesen, habe dann gelesen, ja, okay, solche Dinge wie jahrelange Einnahme der Pille und können halt sowas begünstigen. Und dann habe ich halt einen Termin mit diesem Dr. Ambuster gemacht, der das Buch von diesem Dr. Platt halt übersetzt hat ins Deutsche. Der ist halt in Darmstadt gewesen und der hat mir dann eben auch noch mal einige Dinge erklärt. Unter anderem hat er mich gefragt, ob ich das Tamoxifen nehmen und dann hat er gesagt, ja super, dass ich es nicht nehme. Dann hat er mir gezeigt, dass das auf der Liste der WHO als krebserregendes Medikament beispielsweise steht. Ich sowas hat mich natürlich dann unterstützt. Und dann hat er mir eben noch einige andere Tipps gegeben, wie Einnahme von Jod beispielsweise, Einnahme von Vitamin D hatte ich ja schon. Er hat mich in vielen Sachen unterstützt. Ich habe ihm so gesagt, was ich mache und er hat mir eben noch einige andere Tipps gegeben. Und dadurch Dass ich diesen Menschen begegnet bin, war ich halt nie allein und hab gemerkt, okay, es greift jetzt alles wie so ein Zahnrad ineinander und das scheint ja doch irgendwie alles ganz gut zu funktionieren und vor allen Dingen, ich hab halt einfach gemerkt, wie ich aufgeblüht bin nach der Operation. War für mich das Thema erstmal durch und ich wusste, okay, jetzt muss ich halt gucken, dass da nichts weiter entsteht und hab mich halt aufgefüllt mit positiver Energie, einmal mental und eben einmal auch durch Ernährung. Das heißt also, ich hab dafür gesorgt, dass immer viel Sauerstoff im Körper ist. nicht nur durch Sport, sondern auch durch die Ernährung. Also viel Chlorophyll beispielsweise, also ganz viele pflanzliche Sachen gegessen. Und durch dieses viele Grünzeug, was ich gegessen habe, habe ich halt gemerkt, erstmal mein Körper brauchte das richtig und ich habe gemerkt, ich bin voller Lebensenergie. kam wieder alles zurück, alles, was diese Wochen davor irgendwie da nieder war, kam langsam wieder. Ich habe wieder mit Sport angefangen, ein bisschen zumindestens. Also da würden wahrscheinlich auch die meisten sagen, bist du verrückt, aber ich wollte halt möglichst schnell wieder ins Training kommen. Da wir einen Hund haben, musste ich raus. Also habe ich dann immer so angefangen, so kleine Läufe wieder einzubauen. Zwei Minuten gelaufen, dann wieder gegangen, wieder gelaufen. Das ging natürlich nicht wirklich gut, weil die Operation noch nicht lange her Zwei Wochen später habe ich dann wieder so bisschen mit Sport angefangen. Ja, speaker-1: Hast du akut Schmerzen gehabt? speaker-0: also das ist schon sehr unangenehm. Es ist halt so, dass man so einen speziellen BH bekommt. der dann alles so bisschen komprimiert. Aber wenn man sich dann dreht und bewegt, ist das schon schmerzhaft. Das Problem ist, auch beim Laufen habe ich es schon gemerkt, es ja... Man muss sich vorstellen, dass bei der Operation wird einmal die Brust nach oben geklappt. Es wird wirklich in kleiner Schnittung gemacht, aber wird einmal komplett aufgeklappt, das dann rausgeschnitten, wieder zugenäht. Und die gehen ja auch an die Lymphknoten. Was ich heute auch nicht mehr machen würde, weil das so sehr in Frage steht, ob das vernünftig ist, dass man es macht, weil über die Lymphknoten können ja Krebszellen komplett, das Lymphsystem befindet sich ja im ganzen Körper. darüber können halt Krebszellen in ganzen Körper gelangen und deswegen nimmt man halt die Lymphknoten direkt die Krebsregion halt raus. Also mir wurden halt vier Lymphknoten entfernt und halt auch der Wächter-Lymphknoten, der eben eine sehr hohe Immunfunktion hat. Und das hat mich dann im Nachgang gestört. Nach heutigem Wissen würde ich das glaube ich nicht mehr tun. Aber gut, damals habe ich es gemacht. Und dadurch kommen natürlich auch Schmerzen zustande. Das heißt also dieser Bereich, das ist halt alles unterm Arm irgendwann dick geschwollen. da tun natürlich auch die Bewegungen weh. Und da muss man natürlich gucken, dass dieser Lymphfluss erst wieder in Gang kommt, dass das System wieder normal funktioniert und dieses Fehlen der anderen Lymphknoten irgendwie ausgeglichen wird. Das war schon bisschen Arbeit und war auch schmerzhaft, muss man sagen. speaker-1: Das heißt dann sammelt sich irgendwie Wasser im Körper an, wenn da die Lymphknoten entfernt worden sind oder wie muss man sich das dann vorstellen? speaker-0: Genau, diesem Bereich zumindest. Ich hatte wirklich so eine richtige Beule unterm Arm. Ich habe es gemerkt, ich konnte den Arm nicht richtig runter machen. speaker-1: Und zum Entfernen der Lymphknoten gibt es dazu dann jetzt eine neuere Studienlage oder woher hast du diese Informationen? speaker-0: Also Studien in dem Sinne nicht, es wird halt, also es gibt zumindest auch in der Schulmedizin immer mehr, die das in Frage stellen, dass das nicht unbedingt bei allen Krebssorten wichtig ist oder richtig ist, dass man das macht. dass man das vorher wirklich erstmal abcheckt, ob das wirklich anzuraten ist oder nicht. speaker-1: Das heißt auch die klassische Schulmedizin ist sich jetzt an diesem Punkt nicht mehr ganz einig. speaker-0: Genau, da liest man jetzt immer mehr, dass das oftmals nicht gemacht wird. speaker-1: was er einen Spezialist oder was hat er für eine Profession genau? speaker-0: Also er hatte, weil er lebt tatsächlich nicht mehr, er war damals schon etwas älter. Er ist Endokrinologe gewesen und hat jahrelang in einer Klinik in einem Brustzentrum gearbeitet als Oberarzt und hat sehr viele Brust-OPs gehabt. Damals hat man noch die Brüste einfach komplett amputiert, wenn irgendwie ein Krebs da war. speaker-1: Stell ich mal schrecklich vor. speaker-0: Ja, das wäre für mich auch heftig gewesen, muss ich sagen. Seine Frau hatte selber Brustkrebs. Ich weiß nicht, ob er die Operation gemacht hat, das weiß ich gar nicht. Aber da wurde auch eine Brust entfernt. Aber er hat alles andere bei ihr auch auf alternativen Weg gemacht. Und damals, als ich mit ihm Kontakt hatte, da war seine Frau schon 15 Jahre krebsfrei. speaker-1: muss er aber auch dann entsprechend viel Gegenwind bekommen haben, wenn er da jetzt Oberarzt in der Klinik ist und sich dann gegen einen klassischen Weg entschieden hat. speaker-0: Ja, er ist dann auch irgendwann aus der Klinik raus und hat sich eben selbstständig gemacht. speaker-1: Was bedeutet für dich der Begriff Milieu, die entgleisten Zellen? speaker-0: Ja, also die entgleisten Zellen, da würde ich sagen, es ist halt so, dass wir in unserem Alltag so viel Stress haben und oftmals uns einfach aufgrund mangelnder Zeit falsch ernähren mit vielen industriellen Nahrungsmitteln, dass dann halt das ganze Milieu im Körper halt im Ungleichgewicht ist. Das heißt also, dass wir wirklich oftmals übersäuert sind. Wenn der Körper wirklich zu viel Säuren im Körper enthält, dann haben wir meistens das Problem, dass wir den Krebszellen eine gute Lebensgrundlage liefern. Weil Krebszellen sich gerade in so sauren Milieu sehr gut vermehren können. speaker-1: Okay, und deshalb dann auch die einleitenden Worte, dass du versucht hast, basisches Milieu zu erzeugen. speaker-0: Genau, das ist für mich, also ist das so die Maßgabe, dass man wirklich guckt, ist auch egal, ob man jetzt eine Krankheit hat oder nicht, dass man halt wirklich versucht, dass der Körper immer im Gleichgewicht ist. Also Säuren und Basen sollten einfach im Gleichgewicht sein. speaker-1: hast dann deinen Weg zur Ruhe gesucht und hast festgestellt, dass Yoga und Psychokineseologie sich rausgestellt haben. Was hat dir am Ende Ruhe gebracht? Was hat dich da Ende getragen? Was hat funktioniert für dich? speaker-0: Also genau diese ganz ruhigen Sachen mit Yoga und so, das war wirklich nicht meins. Wobei ich schon dieses Ashwagandha Yoga, Ashwastanga, irgendwie so ähnlich hieß das Yoga gemacht habe. Also das ist halt ein Yoga, wo man ein bisschen aktiver sein kann. Aber das war halt wirklich nichts für mich. Und diese Psychokinesologie, das ist halt auch nicht so meins, weil da hat man so eine Reise in den Körper gemacht und dann zu entdecken, wie dann dieser Krebs überhaupt erst entstiegen konnte und warum mich der eraltert, ob irgendwo in der Kindheit irgendwas vielleicht vergraben sein könnte, was dann dazu geführt hat, dass ich diesen Krebs bekommen habe. Da habe ich gedacht, na gut, forsche doch mal. Das waren wirklich so Sachen, das ging nicht. im Endeffekt, was für mich immer so das Beste ist, ich habe den Alltag tatsächlich weitergelebt, habe halt versucht, aber mehr Zeit für mich zu finden. mich wirklich mal wieder mehr verabredet, wirklich mal wieder ein Buch in die Hand genommen. speaker-1: Dinge für dich getan. speaker-0: Genau, der Familie mal bisschen mehr an Aufgaben übertragen und mein Sport. Also ich muss sagen, ich lebe halt einfach für den Sport. Ich habe halt da wirklich wieder langsam angefangen. Also ich durfte zwar erst einen dritten Monat wieder zum Boxen gehen. Also damals, wie gesagt, noch Kickboxen, weil der Trainer dann gesagt hat, ne, vorher will ich dich hier nicht sehen. Aber ich habe vorher wieder Fitnessstudie gemacht und das hat mir sehr gut getan. speaker-1: Dahinter steht dann die Achtsamkeit und du hast ja dann auch in deinem randomisierte Studien zum Thema Brustkrebs herangezogen. Was sagen die zum Thema Achtsamkeit? speaker-0: Also zum Thema Achtsamkeit ist halt, ich denke mal du meinst wahrscheinlich, dass wenn man wieder lernt, eine gewisse Ruhe hinzubekommen und achtsamer durchs Leben geht, einfach mal, dass man dadurch einfach dem Krebs weniger Grundlagen bietet. Weil auch da ist es dann wieder so, wenn du die Ruhe findest, dass der Körper halt weniger Säuren enthält. Also im Endeffekt läuft immer alles zusammen in diesem Säurebasenhaushalt, meine Meinung. speaker-1: Heute trainierst du nicht mehr gegen deinen Körper, sondern mit deinem Körper. Das heißt, da gab es dann auch so einen Switch von der fanatischen Sportlerin zur kooperativen Sportlerin. Was hat denn Ausschlag gegeben? speaker-0: Also der Ausschlag war halt wirklich, dass ich gemerkt habe, dass man dann doch schon irgendwo Kräfte lässt. Und auch da, wenn man fanatisch Sport macht, ist der Körper immer übersäuert. Und das kriegt man kaum hin, dass man sich da einigermaßen reguliert. Also ich habe halt teilweise sechsmal die Woche Sport gemacht. Manchmal auch zweimal am Tag, weil ich dann irgendwie wenn man das als Sport sieht, mit dem Fahrrad die Kinder irgendwo hingebracht habe oder sonst irgendwie. Und das war einfach zu viel. Man muss dem Körper auch eine Möglichkeit geben, zu regenerieren. Und bei mir ist es jetzt so, dass ich schon viermal zum Boxen gehe und dann einmal auch irgendwie joggen gehe. Aber wenn ich jetzt halt zum Beispiel, unser Hund ist auch ein bisschen älter mittlerweile, wenn ich mit der spazieren gehe, dann sind das halt ganz gechillte und entspannte Spaziergänge. versuche ich dann eben auch mal einfach stehen zu bleiben, besagte Achtsamkeit zu üben, einfach mal in mich hinein zu heuchen und rundherum alles wahrzunehmen und einfach damit zu entspannen. Und das funktioniert mittlerweile ganz gut. speaker-1: In diesem Zuge hast du dann das Hotel Mama, was es seinerzeit gab, vom All-Inclusive-Modell auf Partizipation umgestellt. Das heißt, du hast dann, gerade auch schon mal beschrieben, einiges an Aufgaben abgegeben. Was konntest du gut abgeben und wo ist es dir extrem schwergefallen, Dinge loszulassen? speaker-0: Also ich konnte meine Haushaltsarbeiten sehr gut abgeben. Dann hatte ich überhaupt kein Problem damit, dass mein Mann vielleicht auch mal einen Staubsauger in die Hand genommen hat oder mal die Wäsche abhängt. Das war dann auch wirklich kein Problem. Und die Kinder konnten das genauso, meine Spülmaschine ausräumen, einräumen und eben auch mal eine Maschinenwäsche anmachen. Also tatsächlich diese rausfreulichen Sachen habe ich dann abgegeben. Es ist trotzdem noch so, dass ich ... Ja, vielleicht aufgrund meines Charakters immer derjenige bin, der viele Sachen regeln muss. Wenn irgendwo Probleme auftauchen oder so, dann heißt es Mama, kannst du mal? Weißt du? Aber jetzt sind die Kinder ja wirklich erwachsen und das heißt, in dieser ganzen Zeit, die sind dann auch, glaube ich, so bisschen mehr Eigenverantwortung hineingewachsen. Damals, wie gesagt, meine Tochter 14 und irgendwann hat man dann schon gemerkt, dass sie auch das glaube ich ganz gut fanden, dass sie gewisse Verantwortung übernehmen mussten und Dinge einfach alleine regeln mussten, auch schulische Sachen oder so. speaker-1: In deinem Buch schreibst du, dass es gewisse Dinge gibt, wie zum Beispiel Lithium, wo über die Jahre hinweg deine Gewissheit kleiner geworden ist. Was hat dich dazu geführt, zu dieser Erkenntnis? speaker-0: Ja, es gibt halt einfach Sachen, die man ausprobiert, macht, feststellt. Es gibt noch nicht so viele Erkenntnisse, selbst wenn ich die für mich als gut befunden habe. Also ich nehme halt weiterhin regelmäßig Lithium, weil ich, wie gesagt, der Meinung bin, dass es meinem Körper gut tut für Gehirn und ja auch so im Zuge des älterwerdens als Vorsorge für Alzheimer und so. Benutze ich es und nehme es weiterhin. Aber es gibt halt nicht so viele Erkenntnisse in Sachen Wirksamkeit. Und dann proklamiere ich das natürlich nicht mehr so nach außen. speaker-1: andere Bausteine, du früher als testenswert erachtet hast oder wo du dachtest, Mensch, das funktioniert irgendwie oder das ist spannend, das mal auszuprobieren, wo du heute sagst oder wo du heute eine etwas andere Distanz dazu hast? speaker-0: Also definitiv ist das beim Vitamin B17 der Fall. Das ist ja Amygdalin, also Blausäure im Endeffekt. Da gibt es halt sehr viele Erkenntnisse, dass dies wirklich sehr gut gewirkt hat bei Menschen mit bestimmten Krebserkrankungen, die ihr Krebs eliminieren konnten damit. Aber es gibt halt auch viele Gegenstimmen, die sagen, dass wenn man das zu viel einnimmt, dass man sich vergiften kann. Ich nehme es trotzdem weiterhin und bin der Meinung, dass es mir gut tut, weil Amygdalin soll wie eine natürliche Chemo wirken. heißt also, gesunde Zellen in Ruhe lassen und Krebszellen eliminieren. speaker-1: Die Deutsche Krebsgesellschaft rät explizit ab von Vitamin B17 und beschreibt die hohe Toxizität, die auch schon zu Todesfällen geführt hat. speaker-0: Genau, da kann man halt relativ schnell einfach eine Überdosierung machen. Das heißt also, ich nehme seitdem halt Kapseln, die in einer Apotheke halt hergestellt werden. Also ich kaufe auch nicht irgendwas aus dem Internet, weil man da natürlich auch nie weiß, wie dann die Reinheit ist. Und bekomme das halt auch vom Arzt verschrieben, von meiner Frauenärztin. Und nehme das halt in einer Dosis, die auf jeden Fall für mich einen Nutzen hat. So hoffe ich zumindest, kann ich ja nicht mit Bestimmtheit sagen, aber eben nicht so hoch, dass ich mich damit wirklich vergiften würde. speaker-1: Das ist dann ein Ansatz oder eine Empfehlung, aus dem alternativen Spektrum der Medizin kommt, wo aber die Schulmedizin, die deutsche Krebsgesellschaft eine sehr klare Position bezieht und sagt auf keinen Fall, wie gehst du mit der Kritik speaker-0: Ja, also ich kann halt immer nur betonen, dass ich es halt selber für mich mache und seit Jahren einnehme und noch niemals irgendwo Vergiftungserscheinungen hatte. Also muss die Dosis ja stimmen. sage ich ganz klar, wenn man die richtige Dosierung wählt, ist das okay. Die Frage ist halt, ich kann natürlich jetzt nie mit Bestimmtheit sagen, was von diesen Dingen, die ich mache, hat jetzt wirklich eine Krebszelle getötet. Das kann keiner. Das kann man aber auch im Umkursschluss bei Schuhmedizin nicht sagen. speaker-1: weil die Anzahl an Variablen viel zu hoch ist. speaker-0: Genau. Und deswegen kann ich da nur jedem raten, man kann die Dinge, wo man selber ein gutes Gefühl hat, ausprobieren. Aber ich kann natürlich keine Garantie geben und ich kann natürlich die Schummedizin verstehen, weil die sich natürlich sonst sehr weit aus dem Fenster lehnen würden, wenn sie etwas nach außen tragen, wo sie jetzt keine gesicherten Erkenntnisse haben. Dann sieht das bei der Schummedizin natürlich anders aus, als wenn ich das als Privater dann mal ausprobiere. Aber wenn das so offen weitergegeben wird und dann irgendwelche Fälle, Todesfälle oder was auch immer passiert, weil die etwas weitergegeben haben, was nicht gesichert ist, dann bekommen die natürlich andere Probleme als ich. Deswegen kann ich das nachvollziehen und habe da auch kein Problem mit. speaker-1: Das heißt, du hast letztendlich bei diesem Ding auch durchaus kontroverse Aussagen bekommen. Du sagst, die Frauenärztin verschreibt es dir. Auf der anderen Seite ist dir davon abgeraten worden und du hast dann für dich diese Entscheidung getroffen, nur für dich persönlich, auch zum Teil gegen ärztlichen Rat. Und gehst diesen Weg mit dem Wissen die möglichen Konsequenzen. speaker-0: So ist das ja. Bisher lebe ich da ganz gut mit. speaker-1: Wie ist es mit Tamoxifen? Wie ist da deine Entscheidung gewesen? Wir haben ja eigentlich auch schon darüber gesprochen, dass das halt ein klassischer Behandlungsansatz ist der Schulmedizin, wo du dann für dich gesagt hast, aufgrund der Möglichkeit des Gebärmutterschleimkrebses, dass du dich dagegen entscheidest und diesen alternativen Weg gehst. Die Studienlage sagt, mit der Behandlung von Tamoxifen sei halt das Folgeerkrankungsrisiko, ich glaube, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ein Drittel niedriger als ohne. Wie hast du da deine Informationen gesammelt und wie hast du da für dich diese Entscheidung getroffen? speaker-0: Also da ist die Entscheidung noch mal sehr stark unterstützt worden durch den Doktor Armbruster, der mir das ja gezeigt hat, dass es da bei der WHO auf der Liste der krebserregenden Medikamente steht und dann habe ich halt einfach für mich abgewogen. den einen Krebs eventuell nicht bekommen, dafür aber den anderen eventuell in einigen Jahren bekommen. Das war für mich dann ganz klar mit den Nebenwirkungen zusammen, dass ich das nicht nehmen wollte und Ich wusste ja, dass ich es anders hinkriege. habe zum Beispiel versucht, meinen Hormonhaushalt anders in den Griff zu bekommen. Ich benutze zum regelmäßig eine bioidentische Hormoncreme. Bioidentisch deswegen, weil es dem körpereigenen Hormon sehr ähnlich ist. Es ist kein synthetisch hergestelltes Medikament oder Creme. Damit halte ich mein Hormonstarthaus immer auf dem richtigen Stand. habe ich auch keine Bedenken, dass dann dieser Krebs wieder aufkommen wird. speaker-1: Als du damals mit deiner Frauenärztin zusammengesessen hast, beziehungsweise auch im Krankenhaus, als dann die Diagnose, die gute Diagnose kam, dass der Krebs nicht gestreut hat und die Nachbehandlung auf dem Tisch lag, hat man dir in dem Kontext gesagt, dass Tamoxifen bei der WHO auf der Liste der krebserregenden Stoffe steht? speaker-0: Nein, das habe ich tatsächlich dann erst durch den Dr. Ambruster erfahren. Und der hat es mir dann auch gezeigt. Also nicht nur gesagt, sondern auch die Liste gezeigt, wo es stand. speaker-1: Dann gab es noch diesen Punkt Angst in ganzen lebensbedrohlichen Umfeld. Du hast diese Angst am Anfang mit dir selbst ausgemacht und hast es erst mal mit dir selbst getragen und braucht es dann erst mal eine gewisse Zeit, bis du dich dann auch geöffnet hast und darüber gesprochen hast. Was hat das mit dir auf der einen Seite gemacht, diese Angst in dir zu tragen, ohne sie zu teilen? Und wie hat sich die Situation für dich dann verändert, als du die Menschen dich herum ins Vertrauen gezogen hast und dann auch über deine Angst gesprochen hast? speaker-0: Also, erstmal für mich, kein Mensch hat gerne Angst. Also es ist halt wirklich doppelt und dreifach schlimm, wenn man seine Ängste mit sich trägt. Wie gesagt, meine einzige Lösung, mit Angst klarzukommen, war Bewegung, weil ich dann damit das Adrenalin wieder runtergebracht habe, Cortisorspiegel wieder runtergebracht habe und dadurch einigermaßen ruhig sein konnte und wenn ich laufen war oder so, dann habe ich halt andere Gedanken gehabt. Insbesondere als ich wieder mit dem Boxen angefangen habe, dann war das mit den Ängsten. Da muss man sich auf ganz andere Dinge konzentrieren. hat man halt keine Angst. Aber es kam halt wirklich sehr häufig immer wieder auf. Und das ist schon wirklich schwierig. Und da sollte eigentlich auch wirklich keiner alleine durchgehen, ist meine Meinung. nachdem ich dann angefangen habe, auch darüber zu reden, ist es halt viel leichter geworden. bis heute Das ist immer noch mal, dass man trotzdem Ängste hat. habe auch die ersten fünf Jahre, wenn ich zum Frauenarzt gegangen bin, dann war ich immer unruhig und ich hatte immer Angst und war immer schweißgebadet, wenn ich ankam und war froh, wenn ich wieder zurück war. Dann hatte man immer Angst, dass dann wieder doch was da ist. Ich habe halt angefangen, wenn irgendwie so was aufkommt, dann, dass man Ängste hat, ich rede halt darüber. Und dann sage ich auch ganz klar, egal, wer gerade da ist, zu meinen Kindern, zu meinem Mann, wer auch immer muss dran glauben, dann sag ich auch, ja, irgendwie heute nicht so gut, ich hab irgendwie aufkommende Ängste und muss da mal drüber reden. Und die haben auch Verständnis dafür, hören sich das an. Und es macht sich auch keiner lustig darüber. Am Anfang hat man immer so das Gefühl, dass man sowas nicht aussprechen darf, warum? speaker-1: was mir in diesem Kontext jetzt noch einmal wichtig ist zu erwähnen, wir sprechen heute über deine Geschichte, über deine Entscheidung. Wir sprechen nicht darüber, was mit den Frauen ist, die vielleicht ähnliche Entscheidungen getroffen haben und heute nicht mehr unter uns sind, sondern es ist nur dein Weg und es ist eine autobiografische Schilderung und keine medizinische Empfehlung, die wir heute geben. speaker-0: So ist das ja. Weil man muss auch immer sagen, es gibt verschiedene Krebsstadien, es gibt verschiedene Krebsarten. Jeder Mensch ist anders. Man kann das nicht über einen Gramm schämen. Ich glaube, dass jeder viel machen kann. Also eine Freundin von mir zum Beispiel, die hat einen schulmedizinischen Weg gewählt, hat aber alternative Heilmethoden dazu gewählt. Flankierend rum. Genau. Und ist auch sehr glücklich mit gewesen. Allerdings muss man sagen, durch die Chemo noch jahrelang später wirklich Nebenwirkungen. Aber sie hat es halt in Kauf genommen, weil sie sagte, sie hatte den Mut, gehabt, anderes zu machen. Und insofern muss das wirklich jeder für sich entscheiden. speaker-1: Du hast noch über Selbstbestimmung gesprochen bzw. auch geschrieben, dass Selbstbestimmung nicht bedeutet, medizinisch empfohlene Behandlung abzulehnen, sondern dass es bedeutet, seine informierte Wahl zu treffen und letztendlich überhaupt Alternativen zu kennen, zu bewerten und dann auch zu entscheiden. speaker-0: Ja, das ist so. Das Problem ist halt, wenn, das ist halt das, was mich wirklich stört, dass man so sehr unter Druck gesetzt wird. Wenn man im Krankenhaus einmal ist, man hat, wenn man sich überlegt, ich hatte also eine knappe Woche Zeit, mir dann im Endeffekt, dann einer Operation zuzustimmen und weitere Behandlungsmöglichkeiten auch noch, dann sagen wir in Summe zwei Wochen. Aber in dieser Zeit, da kann man sich ja nicht wirklich einlesen oder Informationen sammeln. Und aufgrund dessen habe ich das ja dann damals auch in einem Buch zusammengefasst, weil ich auch gesagt habe, das, was ich dann in diesen 14 Tagen dann da gemacht habe, das kriegt man halt nicht hin. Gerade wenn man unter Druck ist, Angst hat, das funktioniert nicht. Und das ist aber, finde ich, wichtig. Man muss einfach auch wissen, dass es andere Möglichkeiten gibt. Und dann muss man in der Lage sein, abzuwägen. Und ich finde auch, Es sollte legitim sein, man einen Arzt findet, mit dem man sich darüber unterhalten kann und der einfach nicht nur leitliniengerecht arbeitet, sondern auch wirklich sagt, okay, ich höre mir das jetzt an, ich wege das wirklich ab, wie das in deiner Situation ist, ob eine andere Behandlungsmöglichkeit vielleicht doch auch besser ist oder vielleicht begleitend anzuraten ist. Und ich finde diese Möglichkeit, die gibt es halt zu wenig. speaker-1: findet man denn überhaupt valide Informationen dazu? Da gibt es Mediziner, die diesen Schulmedizinischen und den Alternativmedizinischen Ansatz wählen. Du hast ja vorhin auch deine Freundin erwähnt, die sich Schulmedizinisch hat behandeln lassen und dann alternativmedizinisch das Ganze unterstützt hat. speaker-0: Ja, es gibt tatsächlich immer mehr Ärzte, die das auch machen. Also oftmals machen sie sich dann selbstständig mit eigenen Praxen, weil ich gehe davon aus, dass das in einem Krankenhaus einfach wirklich schwierig ist, beide Wege zu gehen. Das, glaube ich, könnte ich mir jetzt nicht vorstellen, dass das möglich ist, aber ich will es auch nicht ausschließen. Aber es gibt genügend Ärzte, die beide Wege eigentlich gehen. speaker-1: Zurück zu dem Moment, der dir damals auch die Kraft gegeben hat, diesen Weg überhaupt zu gehen. Dein Sohn und das Gespräch mit deinem Sohn. Genau. Kannst uns so ein bisschen was darüber erzählen? speaker-0: Ja, also es ist halt so, dass mein Sohn damals sehr große Schwierigkeiten hatte mit dieser Situation und damit nicht wirklich klar kam. Und er hat auch mit mir eigentlich über das Thema nie geredet und irgendwann, weiß ich nicht, bin ich halt in sein Zimmer gegangen und dann hat er halt damals zu mir nur gesagt, ich will, dass alles wieder so ist wie vorher, ich will, dass alles wieder normal ist. Und dann habe ich ihm halt gesagt, dass das wieder so sein wird und dass ich alles gebe, ich das hinbekomme. Und er müsste sich halt keine Sorgen machen. speaker-1: Du beschreibst es in diesem Moment irgendwo, was in dir gekippt ist, als dein Sohn diesen Satz gesagt hat. Was hat das in dir ausgelöst? Was hat das mit dir gemacht, dass dein Sohn vom Prinzip in diesem einen Satz, der ja wie eine Bombe vom Prinzip war, all seine Ängste auch entladen hat? speaker-0: Ja, ich hab das halt auch so gar nicht wahrgenommen. Also ich hab das gar nicht gemerkt, dass das so tief in ihm nagte. speaker-1: vorher nicht wirklich detailliert darüber gesprochen. speaker-0: Genau, ich habe versucht, die vor allem zu beschützen. Aber letztendlich, wenn ich von vornherein mit beiden Kindern intensiv darüber geredet hätte, wäre es besser gewesen. Dadurch haben sich bei ihm auch Ängste aufgestaut, von denen ich nichts wusste. Das kam dann mit einem mal raus und das hat mich erschüttert. Da habe ich in dem Moment auch nur gedacht Gut, jetzt musst du halt für ihn allein schon, also für die Kinder muss das einfach jetzt klappen. Du kannst sie hier so nicht alleine lassen. speaker-1: deine Aufgabe. Du hast vom Prinzip gesagt bzw. geschrieben, dass du an deiner Erkrankung nichts ändern kannst, aber dass du entscheiden kannst oder ändern kannst, wohin du deine Energie längst. Wann war dir das das erste Mal so richtig klar oder wann bist du dir dessen das erste Mal so richtig bewusst geworden? Dass du eine Möglichkeit hast, aktiv eine Entscheidung zu treffen in der Situation, nämlich deine Energie zu steuern oder deinen Energiefluss zu steuern, deine Konzentration zu setzen. speaker-0: ist mir eigentlich relativ früh schon klar geworden, muss ich sagen. Also als ich das Gespräch mit dem Arzt im Krankenhaus hatte, da habe ich mich ja schon ziemlich gut eingelesen. Und ich würde sagen, zu dem Zeitpunkt habe ich schon gemerkt, dass man da viele Möglichkeiten hat, die er mir ja quasi auch freigegeben hat durch seinen Satz. dass ich halt einfach auf dem Weg weitermachen wollte, dass das auch möglich ist. Also das ist eigentlich schon sehr früh passiert, ja. speaker-1: Was hast du deinem Sohn eigentlich genau geantwortet in der Situation, als er dir das gesagt hat? Oder hast du ihm Versprechen gegeben? speaker-0: Ich habe ihm das Versprechen gegeben, dass ich wieder gesund werde. speaker-1: Wie hat er reagiert? speaker-0: glaube ziemlich erleichtert. speaker-1: Wie hat diese ganze Situation deine Beziehung beeinflusst? Beziehungsweise welche Momente waren für euch als Paar extrem anspruchsvoll? Und in welchen Situationen habt ihr besonders gut funktioniert als Team? speaker-0: Also ich muss sagen, dass ich eigentlich so die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass das so als Team gut funktioniert hat mit meinem Mann. da wüsste ich jetzt nicht, dass es irgendwie Situationen gab. Also am Anfang war es halt schwierig, weil ich auch da immer gedacht habe, ich müsste ihn so ein bisschen außen vorhalten und dass er sich halt nicht unnötig Sorgen macht. Aber eigentlich hat er mich sehr gut unterstützt und ich konnte ihm eigentlich alles erzählen. Von daher war eigentlich alles so die ganze Zeit, also in dieser Geschichte, in dieser Krebszeit sehr gut. speaker-1: Gibt es etwas Bestimmtes, was er getan hat als dein Partner, was dich besonders entlastet oder erleichtert hat oder wofür du ihm ganz besonders dankbar bist? speaker-0: Also dankbar bin ich ihm auf jeden Fall dafür, dass er mich die ganze Zeit, also alles, was ich ihm geschickt habe, hat er sich durchgelesen. Also den? speaker-1: jede alternative Idee. speaker-0: Genau, er hat eigentlich alles mit angeschaut und mitgetragen. Und er hat mir halt nie gesagt, du bist verrückt oder so, mach das nicht, sondern er hat eigentlich alles unterstützt und mitgetragen. speaker-1: Also diese Unterstützung ist das, was du dir gewünscht und auch bekommst. Wie ist heute, acht Jahre später, euer Verhältnis als Familie und hat sich das Verhältnis durch diese Krebserkrankung von dir und durch die Zeit danach irgendwie verändert? speaker-0: Ich glaube, wir reden wirklich offener miteinander. Viele Dinge werden wirklich angesprochen und ich würde jetzt mal meinen, dass die Kinder, insbesondere mein Sohn, der war eigentlich eher nicht so, dass er über Dinge geredet hat, dass er halt jetzt auch in der Lage ist, mal über Gefühle, Ängste oder so Dinge, die ihn beschäftigen, halt zu reden. Ich meine, man merkt es ja als Mutter sowieso meistens, wenn irgendwas nicht in Ordnung ist. gut, meine Tochter ... hat schon immer eher mal geredet, wie Mädchen dann so sind. Jungs sind ja etwas verstockter, aber ich würde sagen, dass das eher funktioniert. Und bei meinem Mann ist es im Endeffekt genauso. Der hat auch von mehrererseits das, glaube ich, nicht so gelernt, mal über Gedanken und Gefühle zu reden. Und ich glaube, dass das in Summe leichter geworden ist und wir auch miteinander häufiger reden und auch mal ernste Gespräche als zu viert führen. Das hat sich auf jeden Fall geändert. speaker-1: Gibt es andere Momente, vielleicht auch ganz triviale Dinge, wenn du beim Kaffee trinken zusammensitzt, wo du merkst, dass dieses Kapitel, Lebensabschnitt, euch als Familie insgesamt für immer verändert hat? speaker-0: Also ich kenne keine bestimmten Momente, wo ich sagen würde, dass das jetzt uns verändert hat, sondern ich würde einfach sagen, in Summe merkt man es halt. Weil wir reden ja auch jetzt immer nochmal darüber. es kommt halt gerade, weil ich bisschen das auf Instagram natürlich dann teilweise auch nenne und dadurch ja mit dem Buch und reden wir natürlich über diese Themen dann halt häufiger mal. speaker-1: Lebt ihr euer Leben heute anders nach dieser Erkrankung? speaker-0: Ich glaube, dass sich jetzt für meine Familie, für meine Kinder und meinen Mann nicht so viel da geändert hat. Aber ich lebe mein Leben anders. Also es hat sich da schon einiges geändert vom Gefühl her, wie ich manche Dinge angehe. Ich lasse mich auch nicht so schnell aus der Ruhe bringen wie früher. Ich rech mich nicht mehr so schnell auf. Das ist auch mal gut. Und ja, ich gehe die Dinge ... Ich die Dinge in Summe anders an. Wenn ich merke, irgendwas tut mir nicht gut, irgendwas ist toxisch für mich, sei es auch berufliche Beziehungen, dann cancele ich das. Dann streiche ich das aus meinem Leben, weil denke, das tut mir nicht gut, das wirft Stress auf, das möchte ich nicht. Und dann ist mir auch egal, wie die Folgen sind, dann eliminiere ich das einfach weg. speaker-1: Wenn wir jetzt zurückschauen auf diese Zeit, auch auf die letzten acht Jahre, du musstest eine Emotionen aushalten, du musstest viele Entscheidungen treffen. Was war für dich die schwerste Entscheidung, die du treffen musstest? Was war die richtigste Entscheidung, die du treffen musstest? Und was hat für dich den größten Zweifel gesät? Wo hattest du die meisten schlaflosen Nächte? speaker-0: Also ich hab mir natürlich von Anfang an immer wieder die Gedanken gemacht, ob ich den Weg jetzt auch richtig gehe. ich hab halt immer gedacht, hoffentlich kommt da jetzt nicht nochmal ein Krebs. Also irgendwann kam halt meine Tochter auch zu mir und hat mich dann gefragt, Mama, du machst doch nichts Gefährliches, oder? Und dann hab ich auch erstmal ein Kloß im Hals gehabt und hab gedacht, du meine Güte, ja, die hat... Die hatte halt wirklich Angst mich. hat mir auch im Nachgang, also Jahre später hat sie mir halt gesagt, dass sie eine Freundin hatte, mit der sie sich dann darüber unterhalten hat und sie hat halt Angst gehabt, dass ich sterbe. Also das war für sie die größte Angst, dass ich irgendwann nicht mehr da bin. Und sie hat mir das halt auch nie so gesagt, weil sie mich wiederum schützen wollte. Ich wollte sie schützen, sie mich. Insofern, ja, das war schon so, dass ich da immer im Zweifel war. Aber nichtsdestotrotz Im Nachgang, dass diese Entscheidungen richtig waren. Ich würde auch nichts mehr anders machen. würde ich sagen, die Entscheidung, wovor ich Angst hatte, auch gleichzeitig die ist, ich sage, das war die beste Entscheidung, die ich wählen konnte. speaker-1: Übrigens eine sehr schöne Liebeserklärung deiner Tochter an dich, ich, mit dem, was sie da gesagt hat. speaker-0: Ja, das stimmt. Wir haben auch weiterhin ein sehr gutes Verhältnis. speaker-1: was du in dieser Zeit über dich selber gelernt oder vielleicht auch in dir selbst entdeckt, was dir vorher noch gar nicht so richtig klar gewesen ist, was nur durch diese Erkrankung zutage getreten ist oder dessen du dir nur durch diese Erkrankung gewahr geworden bist. speaker-0: Also ich wusste eigentlich immer schon, dass ich eine recht starke Persönlichkeit bin. Aber dass ich so viel Mut beweisen würde, hätte ich jetzt tatsächlich nicht gedacht. Und mich dann auflehne gegen wirklich die Schulmedizin in Summe muss man ja schon fast sagen, gegen viele Ärzte, gegen Windmühlen. Also das war ja wirklich ein Kampf. Da wird gegen Goliath, zumal ich auch von einigen Ärzten nicht ernst genommen wurde. Ich hatte mal eine Geschichte, wo ich im Nachgang ein MRT noch gemacht habe. Ich hatte immer Angst vor diesen geschlossenen MRTs, deswegen habe ich ein offenes MRT gemacht. Und dann bin ich da in diese Privatpraxis gekommen und dann wurde dann halt gefragt, was ich denn jetzt so gemacht habe als Medizin, ob ich jetzt irgendwie Chemo gemacht habe, Tamoxifen oder sonst was, dann habe ich gesagt, nee, ich habe gar nichts gemacht, keine Tamoxifenbestrahlung oder sonstige Dinge. Und dann, ja, der hat mich dann in dem Moment nicht ernst genommen. Ich muss ja dazu sagen, ich bin halt kein Mediziner, also ich kann nicht mit medizinischen Fachbegriffen mich werfen. Ich bin auch nicht der Meinung, dass ich das muss. Wenn ich so eine Entscheidung fälle, muss ich jetzt nicht mit medizinischen Begriffen mich werfen. Und dann habe ich ihm halt gesagt, nee, also ich habe das halt nicht gemacht, weil ich aus den Gründen das Tamoxifen kurz erklärt und Ja, warum denn keine Bestrahlung? Ja, wollte ich halt auch nicht. Und dann er dann irgendwann gesagt, aha, das und das haben sie dann auch nicht gemacht, weil sie das nicht wollten. hat sich ein bisschen lustig über mich gemacht. speaker-1: bisschen in so eine Alu-Träger-Ecke geschoben. speaker-0: Genau, ja. Und das fand ich halt schon komisch und der war auch hinterher sehr seltsam mir gegenüber, dass ich dann irgendwann auch gesagt habe, also hier gehe ich jetzt nicht mehr hin. Das fand ich halt schon nicht in Ordnung, weil ich finde, wenn jemand eine andere Entscheidung trifft und das vielleicht jetzt medizinisch nicht so mit den exakten Worten begründen kann, sondern einfach nur mit seinen Worten erklärt, kann man ihn trotzdem ernst nehmen. Es kann ja trotzdem eine richtige Entscheidung sein. speaker-1: Am Ende ist es ja deine Entscheidung für dich und dein Leben oder über dich und dein Leben. Du musst ja auch mit den Konsequenzen leben. In jeglicher Art und Weise. Das muss man ja auch sagen. speaker-0: Genau, ja, und das, finde ich, hätte er respektieren können. speaker-1: Erst ist es schade, dass du nicht wirklich ernst genommen wirst. Das stelle ich mir so einer Situation schwer vor, wenn du sowieso mit deinen Ängsten mit all diesen Dingen umgehen musst und du dann auf jemanden triffst, dich dann eher belächelt, als dich ernst zu nehmen. Es ist ihm dann auch frei, dich anhand von Studien oder von schlüssigen Argumentationen letztendlich von anderen Dingen zu überzeugen. speaker-0: Ja, aber das hat er gar nicht versucht, weil er hat schon gemerkt, ich da ziemlich feste Meinung habe. Aber er hat auch nichts hinterfragt oder hat auch nicht gefragt, wie ich denn zu diesen Entscheidungen gekommen bin oder so. Das hat ihn auch dann irgendwann nicht interessiert. Also er hatte mich in diese eine Ecke geschoben, hat mich dann eben einmal untersucht und hat mir dann noch so lapidar gesagt, ja Ich kann sowieso jetzt nicht so genau was sagen, weil sie haben sich ja bewegt. Er hat mich gesagt, okay, Entschuldigung, ich hab halt geatmet. Wenn man so einen Brust-MRT macht, kann man ja schlecht minutenlang die Luft anhalten. Aufgrund dessen, er hat mich halt nicht mehr wirklich ernst genommen. Das fand ich schon echt bisschen enttäuschend. Er kam etwas arrogant rüber. speaker-1: Wenn du heute Nachuntersuchungen hast, wie geht es dir an diesen Tagen? Wie nimmst dich selber wahr? Was macht das mit dir? speaker-0: Inzwischen gar nichts mehr tatsächlich. Also ich habe auch gar keine Angst. Die Frauenärztin entlässt mich eigentlich immer mit den Worten. Ich bin sehr zufrieden mit ihr. Wir unterhalten uns nett. Wirklich eine sehr nette Ärztin und ich habe da gar keine Ängste. Deswegen heute ist das gar kein Problem mehr. speaker-1: Du bist Autorin, schreibst auch sehr offen über dieses Thema. Korrigier mich bitte, geh mir nicht auf den Keks Krebs. Wo verläuft dort für dich die Grenze zwischen Erzählen deiner eigenen Geschichte und Empfehlen von Dingen? speaker-0: Also tatsächlich würde ich sagen, dass ich wirklich nur meine eigene Geschichte erzähle. Was ich empfehlen kann und was ich auch da sehr vehement mache, ist einfach, dass man auf seine Ernährung achtet. Solche Dinge wie Vitamin D, basischen Haushalt, bestimmte Nahrungsergänzungen, Magnesium, Cousinen, was auch immer ich da alles empfehle, Astaxantin und drumherum, das sind einfach Sachen, die kann ich wärmstens empfehlen, weil die sind einfach gut für den Gesundheitsstatus. Ich gebe damit aber keine Heilversprechen, kann ich halt nicht. Aber ich glaube, dass man sich damit schon ein Stück weit sehr gut erhalten kann, sag ich mal. speaker-1: Sind diese Dinge, die du gerade beschrieben hast, medizinisch belegt? Gibt es eine Studienlage dazu oder ist das beruht das eher auf Erfahrung? speaker-0: Zu vielen Dingen gibt es mittlerweile auch Studien und die nenne ich dann auch im Buch. speaker-1: Du sagst in deinem Buch, ich lese das mal hier ab, ausdrücklich, ich möchte nicht, dass eine Frau aus deinem Buch den Satz mitnimmt, Anke hat es ohne geschafft, also kann ich es auch. Kannst du uns das nochmal erläutern bzw. uns erklären, warum du das so explizit in dem Buch dann auch benennst und beschreibst? speaker-0: weil jeder Mensch individuell ist und man nie weiß, was bei wem am besten funktioniert. Also es kann halt sein, dass drei oder vier Sachen, die ich genommen habe, bei jemandem gar nicht anschlagen, während bei anderen dann Dinge, die bei mir nicht so funktioniert haben, dann besser funktionieren. Deswegen zähle ich auch relativ viele Sachen auf, die gesundheitlich sehr hohen Nutzen haben, auch erwiesenermaßen oftmals einen sehr guten Nutzen. Wenn es denn nicht so ist, dann schreibe ich natürlich auch dabei, dass es da noch keine invaliden Informationen gibt. nur Erfahrungswerte. Insofern muss man sich da bisschen dran entlanghangeln. Aber ich glaube, dass man aus dem Buch noch sehr wichtige Erkenntnisse mitnehmen kann. Und man kann die Dinge auch problemlos testen und ausprobieren, ohne dass dann irgendwas passiert. Also ich habe jetzt keine gefährlichen Sachen da genannt oder so, sondern nur bei dem Vitamin B17, sage ich halt, mit Vorsicht genießen. Aber das muss halt jeder für sich entscheiden. speaker-1: Was würdest du heute einer 45-jährigen Frau sagen, die jetzt gerade eine Krebsdiagnose, eine Brustkrebsdiagnose bekommen hat? Nicht als Therapieempfehlung, sondern als Frau, die auch auf diesem Stuhl gesessen hat und die auch diese Empfehlung oder diese diese Diagnose bekommen hat. speaker-0: Also so schwer es auch ist, das Wichtigste ist, Ruhe zu bewahren, sich nicht in die Ecke drängen zu lassen, sich auch mal eine zweite oder dritte Meinung einzuholen, weil manchmal hilft das auch. Sich mit Betroffenen unterhalten auf jeden Fall, versuchen eben, sich zu informieren. Durch Lektüren, Internet bietet sicherlich auch einiges, aber natürlich auch Erfahrungswerte von Betroffenen. Und das Wichtigste ist halt wirklich, erstmal einen kühlen Kopf bewahren, so schwer es auch ist und sich nicht in irgendwas hineindrängen lassen, wo man kein gutes Gefühl hat. Und ich bin auch der Meinung, dass das Bauchgefühl halt weiterhin auch ein wichtiges Gefühl ist. Das heißt nicht umsonst das Bauchhirn. Weil man, ja, wenn man sich nicht gut fühlt mit einer Entscheidung, ist das oft auch keine gute Entscheidung. speaker-1: empfehlen, auch vom Start weg sehr offen damit umzugehen, also auch zu reden, das Umfeld dann auch sofort ins Vertrauen zu ziehen, dass man halt gar nicht erst versucht diese Last alleine zu tragen, sondern einfach sich selber dadurch erleichtert, dass man redet, dass man spricht. speaker-0: Ja, bedingt kann man das tun oder sollte man das auch tun. Aber es ist natürlich auch da schwierig. wenn das so ist, wenn man jetzt von dieser Freundin, die ich hatte, nicht eine, sondern vier oder fünf hat, die alle das Gleiche sagen. Ich kenne aber den und den, gestorben ist und der und der. Es hat halt auch jeder irgendwie Geschichten zu erzählen. Und manchmal kann das natürlich auch schwierig sein. Von daher finde ich, so im Umkreis muss man auch ein bisschen aufpassen. Aber ich finde so dieses sich... sich umzuschauen, wie das anderen Leuten in ähnlicher Situation gegangen ist, das finde ich halt schon wichtig. Also generell und mit der Familie darüber reden ist sicherlich auch wichtig. speaker-1: Also deine Erfahrungen reden aber mit Bedacht. Was würdest du heute einer Frau sagen, die deine Diagnose hatte und sich dann für den Schulmedizinischen Weg, Operationen hast du ja auch, dann aber Bestrahlung, Chemotherapie und Tamoxifen entschieden hat? Was würdest du ihr sagen oder wie würdest du ihr antworten, wenn sie dir ihren Weg beschreibt? speaker-0: Das habe ich tatsächlich schon häufiger gehabt. Über den Instagram-Account haben mir viele solche Fragen gestellt und haben versucht zu erklären, ja, aber ich habe das jetzt so und so gemacht. Weil, dann sage ich mir, ja, es ist absolut in Ordnung, wenn du dich damit sicherer und besser fühlst, ist das für dich sicherlich der bessere Weg gewesen. Aber manche erzählen natürlich auch, dass sie zum Beispiel mit Dystermoxyphäen einfach unheimliche Schwierigkeiten über Jahre hatten und die haben sich trotzdem dadurch gequält, wirklich gequält. und haben es dann nach Jahren teilweise erst abgesetzt, ohne dass der Arzt dem zugestimmt hatte. Und ich würde trotzdem sagen, dass man gewisse alternative Sachen einfach weiterhin verfolgen sollte. Also egal, welchen schuhmedizinischen Weg man gegangen ist, man mag jetzt die Krebszellen eliminiert haben, aber wir sind in unserem Alltag durch Stress, Ernährung, durch Umwelteinflüsse, wir sind halt immer mit Krebszellen konfrontiert. Jeder von uns hat immer auch Krebszellen im Körper. Da bin ich mir ziemlich sicher. Und entweder wir geben ihnen die Möglichkeit, sich zu entwickeln und entfalten, oder wir eliminieren das und ersticken das Ganze im Keim. Und das sollte jeder tun, wenn er den schulmedizinischen Weg gegangen ist. Und vor allen Dingen, wenn man jetzt nicht Chemo oder so gemacht hat, muss man natürlich auch insbesondere gucken, dass man das Immunsystem erstmal wieder pusht. Das hat man auf jeden Fall ziemlich nach unten gefahren. speaker-1: Wenn du in fünf Jahren diese Folge nochmal hörst, unseren Podcast nochmal hörst, was wünscht du dir, was sich in dieser Zeit verändert hat? speaker-0: Was ich mir wünschen würde, auf jeden Fall, dass die Schulmedizin wieder ein bisschen mehr den Weg Richtung alternativer Medizin findet. Dass die Menschen nicht mehr ganz so nur auf die Schulmedizin vertrauen, sondern auch wieder die Erkenntnis haben, dass was da über viele Jahre, Jahrtausende, nennen wir nur mal die traditionelle chinesische Medizin, funktioniert hat, dass man das ruhig auch wieder in den Fokus bringen kann. Und wenn das wieder ein bisschen mehr miteinander werden würde, fände ich das schon gut, wenn das in fünf Jahren so weit wäre. speaker-1: Danke speaker-0: Vielen Dank. speaker-1: Anka, danke für dieses Gespräch, deine Offenheit, für diese tiefen Einblicke, dafür, dass du deinen Weg mit uns geteilt hast. Und ein Satz, der bei mir bleibt, ist Selbstbestimmung bedeutet, genügend zu verstehen, welche Konsequenzen das eigene Ja oder Nein haben kann. Ja. Vielen Dank dafür. speaker-0: ist so. Danke. speaker-1: Und das war Marco Meets speaker-0: Danke dir! speaker-1: Und jetzt noch einmal für alle, weil es sehr wichtig ist, was ihr heute gehört habt hier in diesem Podcast, ist Ankes Geschichte gewesen. Es ist kein Ratschlag, es ist kein Behandlungsvorschlag, es ist keine medizinische Aussage. Anke sagt selbst in ihrem Buch, sie wolle nicht, dass eine Frau daraus den Satz mitnimmt. Sie hat es ohne geschafft, also kann ich es auch. Sie wolle stattdessen, dass Frauen hartnäckiger hinterfragen, als sie das damals getan hat. Das ist ihr Weg. Und wenn dich das Thema betrifft, bitte sprich mit Ärzten. Informier dich umfassend aus verschiedenen Quellen und triff dann darauf auf dieser Basis eine Entscheidung. Dankeschön. MarcoMeets: Danke, dass du dabei warst. Wenn dich diese Folge gepackt hat, abonnieren, liken und teilen hilft sehr. Wir hören uns nächste Woche.