Yannick: Alright, hinein ins Vergnügen und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge Passion Club. Louis, wie geht's dir? Luis: Ja, servus Janik, oder eher Grüezi Janik immer noch, wie es der Schweizer Pfleg zu sagen. Yannick: Du darfst doch nicht so auf Schweizerdeutsch sagen. Luis: Ja, da gab es einen Kommentar. Nee, das werde ich weiterhin sagen und ich werde es auch noch umso mehr sagen, je mehr Kommentare zu dem Ganzen kommen. Also, Grüezi, Salü, Samme. Ich hoffe, euch geht es gut. Keine Ahnung, ich lasse es lieber. Yannick: Also wir verkacken uns direkt, weil die gesamte Schweizer Community das läuft, das finde ich gut. Und demnach ist Ricola auch raus als neuer Werbpartner. Luis: Ja, vielleicht noch Overmaltine oder so, ist hier auch ganz beliebt. Yannick: Hahahaha Luis: Nee, Spaß beiseite. Ich glaube, die Frage, wie geht's mir, muss ich heute ein bisschen tiefer und breiter gefächert beantworten. Da sprechen wir auf jeden Fall nachher noch drüber. Ich will mir Zeit dafür nehmen, ihr mich auf den sozialen Medien verfolgt. Ich hatte so ein bisschen oder hab immer noch so einen kleinen Mental Breakdown, was dazugehört. Da wollen wir heute auf jeden Fall noch mal bisschen intensiver drüber sprechen, aber wollen erst mal ein kleines Recap machen, was bei uns beiden so die letzten Tage passiert ist. Bei mir war es die Woche mit On gemeinsam im Trainingslager hier in St. Moritz. Bei Janik war es der Aalberg Giro, wenn mich nicht alles täuscht, oder? Yannick: Ganz genau, bei mir war es der Albert Schiro. Aber jetzt mach mal einen kurzen Abriss. Was lief bei dir? Wie waren die letzten Tage und wo bist du jetzt? Luis: Ich bin jetzt immer noch in St. Moritz, bin aber jetzt umgezogen. Ihr seht hier meine glamouröse Bude. Ich habe hier einfach mal Airbnb genommen und habe so das günstigste Apartment rausgesucht, was noch zur Verfügung war. Und günstig ist hier wirklich in Anführungsstrichen, denn das Ganze kostet für zwei Wochen immer noch knapp 2000 Euro und ist halt wirklich ein Einzimmerapartment. Ganz, ganz einfach. Wieder down to earth, bisschen das Downgrade von dem Hotel, ich gemeinsam mit on war. Aber es ist trotzdem schön. Ich hab mich jetzt ja auch schon eingerichtet, schön eingelebt. Und ja, dann kommen wir gleich mal zu dem Thema oder beziehungsweise Hotel, wo ich mit on war. Denn ich war eine Woche im Laudinella Hotel hier in St. Moritz. Ist wirklich mega, mega cool. Das ist direkt neben dem Track quasi da, wo du jeden Tag Profiatleten wie Gustav Iden, Christian Blumenfeld, Robert Faken et cetera siehst. crazy wer da alles unterwegs ist. Dort haben wir gemeinsam einen Trainingscamp gemacht. Ich habe ja letzte Folge schon bisschen drüber erzählt. Bei mir war damals ja glaube ich gerade noch der erste Lauftest angestanden. Ich weiß gar nicht mehr, ich, als wir letztens geredet haben, war ich da schon gelaufen oder war ich da immer noch kurz davor? Yannick: Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, weil du hast mir dann auf jeden Fall davon erzählt, ich bin mir nicht sicher, ob es im Podcast war. Also würde ich sagen, auf die Gefahr, das doppelt zu erzählen. Haus nochmal raus. Luis: Okay, so machen wir es. genau in dem Trainingslager mit On hatten wir jeden Fall einen Physiotherapeuten dabei. der hat mich jeden Tag behandelt und betreut und mir dann auch irgendwann endlich das Go gegeben, mit meinen Shin Splints oder noch nicht ganz Shin Splints zu laufen. Sprich, die ersten Lauf-G-Einheiten zu machen. Das heißt, ich bin dann immer so 100, 200 Meter gelaufen, dann wieder gegangen, hab mal angetestet, hey, wie fühlt sich das Ganze an? Es hat sich überraschend gut angefühlt, was natürlich die Laune im ersten Moment mal wieder richtig gesteigert hat. Endlich wieder laufen zu können. war zwar alles noch sehr wackelig, aber es ging voran. Dementsprechend konnte ich dann am Tag danach auch wieder meine ersten fünf Kilometer laufen und dann noch mal sieben Kilometer. Jetzt hatte ich zwei Tage wieder Laufpause und morgen steht dann nächste vielleicht sogar zehn Kilometer Lauf an. Mal schauen, wahrscheinlich nicht ganz. Yannick: Wie fühlt es sich jetzt an? Luis: Jetzt aktuell spüre ich nichts. Ich habe in der Ruhe keinen Schmerz. Also hatte ich eigentlich auch nie wirklich, hatte immer nur leichtes Ziehen. Aber jetzt ist es eigentlich fast komplett weg. Klar, man spürt immer mal noch wieder so ein bisschen was. Aber es ist halb so wild. Da aber auch noch mal zum Background dazu. das jetzt Leute hören, die selber Shinsplints haben oder hatten. Nur weil das jetzt bei mir verhältnismäßig schnell ging, also so zweieinhalb, drei Wochen, heißt es nicht, dass es bei allen so läuft. Denn bei mir war es kurz vor den Shinsplints, hat der Physio bestätigt. Er hätte eigentlich gedacht, dass es schlimmer wäre, aber im Endeffekt meinte er dann, es ist knapp dran vorbei gewesen und ich habe die Laufpause direkt im rechten Moment noch mal eingelegt. Das heißt, wenn ich da noch ein, zwei Mal reingelaufen wäre, dann würde ich jetzt wahrscheinlich irgendwie anders dastehen. Yannick: Bestelle ich aber auch nochmal, sobald sich irgendwas kacke anfühlt, nicht erstmal 3 Wochen 2x am Tag antesten, ob es irgendwie geht und ob es noch wehtut, sondern halt, wenn was kacke ist, direkt rausnehmen, weil man macht es nur schlimmer, es wird davon ja nicht besser und Pause ist erstmal das einzige, was man meistens regeln kann. Luis: Ja, auf jeden Fall. Und vor allem, ich war auch echt schockiert, wie viele Geschichten ich gehört hab, dass mir Leute geschrieben haben, hey, Teil, bitte deine Story über das Thema. hab das seit, also die kürzesten Fälle waren so drei Monate und die schlimmsten Fälle waren so eineinhalb Jahre. Weil ich glaube, halt tendenziell die meisten Ärder zu tendieren, halt einfach viel zu früh loszulaufen, ist immer wieder zu probieren. Und das Trügerische daran ist halt Du läufst, am Anfang tut es kurz weh, aber wenn du ein, zwei Kilometer unterwegs bist, läuft sich der Schmerz wieder raus. Das ist das Problem. Dann läuft jeder in den Schmerz rein, macht es damit schlimmer, hat während dem Laufen keine Probleme mehr, nur leichte, danach kommt die Klatsche. Und so schleppt man es immer mit sich rum. Es ist eine Entzündung, da hilft an allererster Stelle nur Ruhe. Yannick: Ja, hoffen wir, dass es jetzt auch wirklich bei dir war. Du wirst ja sicherlich mit deiner Trainerin dann jetzt ganz langsam Volumen wieder aufbauen und nicht morgen 20x200 all out laufen, sondern irgendwas anderes und dann... Perfekt. Hoffentlich mit Luis: Nee, es sind 10 mal 400 tatsächlich morgen. Yannick: Spikes, dem Schienenball zu zeigen, hier der Boss ist. Luis: Ja, Ja, voll. Ich häng mich da bei Robert Farken hinten rein und dann Abfahrt. Nee, Spaß beiseite. Yannick: Perfekt, nimmst die Schuhe von Blummi und dann läuft der Hase. Luis: Das wird wirklich ganz, ganz step by step gemacht. war jetzt auch mega gut. Also meine Trainerin hat sich da auch voll auf den Physio verlassen. Da übrigens auch Shoutout an Markus. Keine Ahnung, ob der das hier hört. Kommt auch aus Bad Tölz, eher aus der Nähe von mir. Sprich, das wird auch in Zukunft mein Physio sein, weil ich mich mit ihm mega gut verstehe und wir da, glaube ich, jetzt gemeinsam generell auch an meinen Schwachstellen arbeiten. Sprich, ja. Schade an Markus, der hat das Ganze gut behandelt, hat da immer Rücksprache mit mir gehalten. Ich habe es an meine Trainerin weitergeleitet und wir gehen das jetzt ja Step by Step an, dass ich da wieder schön in eine gute unsolide Laufform reinkomme. Yannick: Sehr schön, wunderbar. Dann positive Good News erstmal, was das Thema angeht von deiner Seite. Lieben wir. Soll ich weitermachen, kurz vom Albek berichten? Luis: Sehr, sehr gerne. Ich habe gesehen, du warst im Fernsehen. Hast einen ganz geilen Move ausgepackt. Yannick: Ich war im Fernsehen, Perfekt. Ich habe gedacht, wie kann ich meiner Mutter die größtmöglichen Sorgen bereiten, wenn ich unterwegs bin. Und das war die perfekte Gelegenheit, einfach mit knapp über 100 mal ins Kameramotorrad zu winken. Ja, wunderbar. Letzte Woche war Sonntag der Arlberg-Ski-Ro. Cooles Rennen, bin ich noch nie gefahren, aber ich wusste, dass da richtige... richtige Granaten überm Start sind. Das ist immer so ein Event, wo... Ich meine, ist genau am Freitag immer so ein Night Sprint. Am Samstag ist ein Kriterium, ein Crit Race, wo auch viele Conti-Fahrer dabei sind und die Top Teams, die Elite Teams in der Crit Szene auch wirklich gut besetzt dabei sind. Und am Sonntag ist dann das große Hauptevent der eigentliche Giro. Und ja, bin vor Ort gekommen, Hotel direkt an der Startlinie, alles wunderbar. Und am Sonntag Früh war dann der Start, ich meine 7 Uhr, also war okay und zum ersten Mal seit etlichen Jahren, wo dieses Event ein gutes Wetter hatte. Also die haben eigentlich einen geilen Zeitpunkt, so Anfang August, aber jedes Jahr treffen die es mit dem Wetter. dieses Jahr war wirklich traumhaft schön. weiß, kennst du die Strecke so ein bisschen? Ich erkläre es noch mal ganz kurz. Ich glaube, das wird auch nicht jeder, Luis: Nee, leider gar nicht. Yannick: der zuhört, das kennen. Also es startet in St. Anton am Aalberg. Und dann perfekt für mich 7 Uhr morgens rollt man so ein Kilometer ein und dann geht es direkt in den Aalbergpass hoch. Also dann ist erstmal Aalbergpass und da ist erste Selektion. Das coole daran ist, es fliegt direkt auseinander und das ist nicht sonderlich hektisch, weil es sortiert sich ja eher am Aalbergpass. Das schlechte ist... Luis: Erstmal kurz das Frühstück nochmal ein zweites Mal schmecken und dann hat sich sortiert. Yannick: Ganz genau das ist es. Ganz genau das ist es. Das heißt, du hast schön Blutgeschmack, 7.20 Uhr einmal auf der Zunge. Und genauso wurde auch in diesen Pass reingefahren. Also da sind die üblichen Verdächtigen losgestiefelt, als gäbe es keinen Morgen. ja, da habe ich meine ganze Moral reingesetzt, irgendwie mit über diesen Berg zu kommen. Wäre jetzt nicht der typische Bergfahrer, aber habe es mit der allerersten Gruppe wirklich über den Berg geschafft. Vorne waren zwei Ausreißer weg. Und ja, da dachte dann schon, yippie, das lief super. Haben wir uns richtig gefeiert auch. Wir waren noch so sieben Leute, angenehme Gruppe, die Rotation lief gut, wir waren schnell im Tal. waren so, ich glaube, 20 Minuten, 30 Sekunden bin ich da hochgefahren. War knapp nicht in den Top Ten Alltime da hoch. Es war, glaube ich, eine Sekunde außerhalb der Strava Top Ten. Immer ein bisschen ärgerlich. Luis: Alter krass. Ganz kurz, was war die Anstiegslänge und Höhenmeter? Yannick: Ich nicht gar, es müssen so die 550 Höhenmeter gewesen sein, so was rum. Also ziemlich genauer 20-Minuten-Test war es dann für mich. Es war jetzt nicht all-out 20 Minuten, aber es war schon relativ kurz davor, würde ich sagen. Ich wusste natürlich, dass ich noch den restlichen Tag vor mir habe und das Rennen ist dann auch nicht ganz kurz. Und dann geht es dann wirklich durch diese ganze Tunnel runter. Da hatten wir die ganze Zeit Rückenwind beim rausfahren. Also es war sakrisch schnell da runter, wo dann auch diese tolle Szene mit dem Motorrad entstanden ist. Wir hatten gut über 100 km drauf, auch wirklich über lange Strecken, Streckenweite über 100 km, auch in Garming gesehen. Luis: Das Yannick: Also das war wirklich schnell, aber breite Straßen, toll ausgebaut, alles super. Also alles relativ safe dafür. Und dann lief die Gruppe echt super und wir waren uns schon sehr sehr sicher, dass wir jetzt die Gruppe des Tages sind und da keiner mehr kommt, weil wir auch gut gearbeitet haben und plötzlich kurz vor dem zweiten Anstieg, es gibt danach so 70-80 Kilometer rum, zweiten Anstieg, rollen so 80 Mann von hinten auf und da haben die ganzen, 80 ist übertrieben, aber 40-50 waren es bestimmt, und da haben die ganzen Conti-Fahrer, am Tag vorher das Kripp gefahren sind, die eigentlich nicht ins Renngeschehen eingreifen sollten. richtig den Gang stehen lassen im Flachen und die ganzen alles wieder zusammengefahren. Ja, also war man wieder da. Ne, die sind mit uns Luis: Sprich, sind dann später gestartet und auf euch aufgefahren. Yannick: gestartet, aber wir haben die am ersten Anstieg gedroppt und dann haben die aber alles Luis: Okay. Yannick: wieder zusammengefahren und äh Dann sind wir in den zweiten Anstieg reingestiefelt. Das ist ein längerer und ein so unrhythmisches Beat habe ich noch nie in meinem Leben erlebt. Es waren 17%, 18%, dann wieder 5%, dann wieder 2%, dann wieder 20%, dann wieder 10%, dann wieder 12%. Es war wirklich hoch, runter ging es nicht, aber so ein unrhythmischer Anstieg habe ich noch nie erlebt. Wunderschön, wirklich wunderschön. Du merkst dann auch, dass du diesen 20-Minuten-Test vorher schon in den Beinen hast. dann haben wir wirklich auch im Flachen hatte ich immer so die 300 Radschnitt. Und da hoch hat mich dann wirklich nochmal gebrochen und da konnte ich dann die ganze erste Gruppe nicht mehr halten. Da waren dann glaube ich sechs Leute vorne weg. Dann sind wir den Anstieg hoch, das noch mal so 32 Minuten, ich, so mit 360, 370 Watt. Und dann ging es da in die Abfahrt, schnell runter, dann waren wir also sechs Leute vorne weg, wir waren so 7, 8. Und wer das hier schaut, weiß, dass ich nachher im Sprint verloren bin. Das bedeutet, einzige Chance war dann so am letzten Anstieg nochmal zu attackieren. Da bin ich dann zum Glück mit einem anderen noch weggekommen. Dann sind wir auf 7 und 8 reingerollt und die Gruppe kam dann so 1,5, 2 Minuten danach. Und dann war das ein sehr, erfolgreiches Ding. war in Top Ten in so einem super besetzten Rennen, was so viele Berge hat, ich für meinen Anspruch absolut überragend und hat mich richtig gefreut. Luis: Sehr stark. Yannick: hat mich richtig gefreut. Ja, und danach hieß es erstmal Beine hochlegen, Heimfahren noch an dem Tag, das ist dann immer die Freude. Luis: Wie lange musstest du heimfahren? Yannick: es geht eigentlich von hier in knappe zwei Stunden. Luis: Ja, okay. Yannick: Das war's heute. Luis: Nochmal kurz zum Rennen. sind die Overall-Stats? Also wie lang, wie viele Höhenmeter? Yannick: 140 km, ich glaube 2800 Höhenmeter rum oder 2600 und wir sind ein 38, 37, 38er Schnitt gefahren. mit 303 Watt im Schnitt oder 304 oder irgendwie sowas und 340 rum normalize oder 330 rum normalize. Irgendwas in der Range. Ich hab's jetzt nicht parat, kann nächstes Mal mich besser auf die Stats vorbereiten. Aber irgendwas in der Range. Luis: Die ganzen Leute, die es interessiert, haben es wahrscheinlich schon auf Strava gestalkt. Die wissen das schon. Die wissen mehr wie du. Yannick: Genau, ich veröffentliche ja alles mit Strava, die haben das parat, die dürfen das sehr gerne sehen. Yes? Luis: Ja, sehr nice. Aber freut mich auf jeden Fall. Das heißt, du bist happy aus dem Wochenende rausgegangen. Yannick: Ja, auf jeden Fall. Abend vorher kam der Herr von der Rezeption noch her in diesem tollen Hotel am Eingang. Super sympathisches, super liebes Hotel. Wies irgendwie Sporthotel oder so. Keine Werbung, ich da einfach ganz normal gerucht. Und die Erwartung für mich war, Top 10 wäre natürlich ein richtiges Träumchen. Und dann stand er am Eingang, als ich reingekommen bin und dann hat er mir gratuliert zu Platz 8 und hat sich noch dran erinnert, als ich das gesagt hatte. Also super witzig, sympathischer Typ. Luis: Geil, er hat es dann auch verfolgt oder hat er das Rennen verfolgt und wusste schon? Yannick: Ja, er stand da am Ausgang und hat die Zieleinfahrten angeschaut. Cooler Typ auf jeden Fall. Luis: Geil, Ja, das ist natürlich richtig cool. Ja, sehr schön. Yannick: Und da auch nochmal Shoutout als letzter Punkt zu dem Thema, wie viele Leute mich auf diesen Podcast wieder angesprochen haben. Also ich hab's jetzt, glaube ich, zweit oder dritte mal gesagt, aber es ist immer noch so abstrus beim Abendessen auch davor, als ich die Startnummern abgeholt hab, der hinter mir, ey du bist doch der, der wieder Louis den Podcast hat, tritt sich an und da, Yannick von Instagram, dich kenn ich. Wie pizzig ist das denn? Also auch wieder Luis: Alter, das ist crazy. Yannick: richtig, richtig cool und danach Streckenrand richtig Bock gemacht. Die Anfangsweise motiviert übel, dass wir uns hier auch Mühe geben, dass jede Woche auf die Beine zu stellen. Luis: Voll. Yannick: Wenn ihr uns so viel Gutes dabei zurück gebt, also richtig geil. Luis: Auf jeden Fall, das ist schon echt witzig. Auch hier wieder der ein oder andere in St. Moritz. Du fährst auf einmal, auf einmal dreht sich irgendjemand rum und schreit deinen Namen und kennst dich überhaupt nicht mehr aus. Es ist schon irgendwie manchmal bisschen weird. Ja, es ist so Yannick: wildes Gefühl. Und ich habe das Gefühl, der Podcast zieht aber da extrem. Luis: Ja, anscheinend. Wär mal witzig, wenn dann die erste Begegnung ist, wenn uns einer sieht und gerade uns im Ohr hat. Boah, das wär nice. Yannick: Das ist ein ... Premium. Also, ich hab euch auf dem Rennen hierher schon gehört. Auf dem Weg hier zum Rennen war es schon der Opener. Aber nächstes Mal noch, ich höre euch gerade. Das wäre richtig witzig. Es wird dann Luis: Ja, nie erfolgt. Yannick: aber auch kontrolliert. Dann geht mal dein Airport her, dass wir das entchecken Luis: Ja genau, oder einmal den Kopfhörer abgeben bitte. Yannick: können, dass er auch wirklich stimmt. Luis: Könnten wir uns ja mal irgendwas überlegen für die erste Zuhörerin, die wir treffen und gleichzeitig unseren Podcastsert. Da gibt es, glaube ich, jeden Fall ein kleines Giveaway. Ja, Yannick: Ich würde einen 50 Euro Amazon-Gutschein raushauen. Luis: irgendwas. Oder einen neuen Helm oder so was. Da finden wir auf jeden Fall eine Lösung, wenn es dazu einen Beweis gibt. Yannick: steht hiermit. Also Angebot von meiner Seite steht hiermit auf jeden Fall. Sehr, geil. Cool. Yes. Luis: Ja, ihr habt's gehört. Ja, sehr nice. Ja, ich würde aber auch gerne nochmal ein bisschen ticken über meinen Höhen-Trainingslager hier sprechen, weil da gerade ein aktuelles Thema ist, wo ich ja vorher noch schon angeschnitten habe, was ich auf jeden Fall in diese Podcast-Folge mit reinbringen will. Wir haben uns da nie irgendwie konkreten Plan gemacht, jetzt drüber zu reden, aber ich glaube, aus gegebenen Anlass und vor allem, weil ich so viel Feedback zu dem Thema bekommen habe, wäre es ganz cool, wenn wir das Ganze hier jetzt nochmal besprechen. Und ja, es geht mentale Gesundheit und das... Ja, grob mal zusammenzufassen. ihr wisst, ich war eine Woche lang mit ... Wie viele Leute waren wir insgesamt? glaub, 14 oder so. Also acht Athleten und dann noch paar von On und Top4Running zusammen. Und du bist zehn Tage jeden Tag gemeinsam unterwegs, machst gemeinsam coole Sachen, es sind überall Eindrücke. Du erlebst neue Sachen, du kriegst neue Informationen, und es ist permanent Action. Das ist mega, mega cool. Aber du kannst das auch nie wirklich abschalten. Und es zieht natürlich krass an deiner sozialen Batterie. Also ich weiß nicht, du da relateen kannst oder ähnliche Erfahrungen hast, aber ich weiß zumindest von dir, dass du oft auch mal arbeitstechnisch aufmessen bist. Ich glaube, man kann es so bisschen damit vergleichen. Du bist den ganzen Tag auf den Beinen und redest den ganzen Tag und das zieht halt echt enorm an der sozialen Batterie und generell auch an der Energie. Und dann kommt eben noch Training hinzu und das Ganze auch noch mal in der Höhe. Macht es natürlich nicht einfacher. Yannick: Ja, definitiv. Also wenn du es mit Messen vergleichen kannst, ich schaue mal, dass ich mir eine Rolle mitnehme und morgens irgendwie anderthalb Stündchen noch was mache. Aber ich sage mal, das ist dann auch, wenn man ehrlich ist, mehr fürs Gewissen und den Spaß, sich ein bisschen auszupauen, weil abends kommst du heim und du hörst nur noch das Rauschen in deinen Ohren, wenn du im Bett liegst. ja, da ist nichts an Recoveren zu denken. Luis: Ja, voll definitiv. ja, das ist halt das Thema, gerade was mich dann jetzt letztendlich auch so belastet hat. Also ich hatte jetzt diese zehn Tage und gestern bin ich eben hier in dieses Apartment umgezogen und es war so von 100 Vollgas auf komplett Null runter. Du bist auf einmal alleine. ziehst Das ist natürlich nochmal Stress. Das ganze Gepäck und Gerödel, was ich dabei habe, hier in die neue Wohnung zu bringen. Und dann sitzt du erst mal da. Es ist komplett still. Und das hat mich dann relativ krass. gehittet und dann auch noch in Kombination mit der Laufverletzung, die ich mir natürlich auch anders vorgestellt hätte, wo ich gerne anders trainiert hätte, gerade jetzt auch in dem Camp mit On. Und dann hatte ich einfach echt einen mentalen Breakdown. Ich bin da auch anfällig für sowas und habe alles so bisschen hinterfragt. Warum bin ich noch hier? Warum bin ich jetzt noch zwei Wochen in St. Moritz? Macht es überhaupt Sinn in meinem aktuellen Zustand? Und was mache ich hier eigentlich? Und habe auf einmal alles hinterfragt und es war so eine Riesenlast auf mir. und hab mich dann aber entschlossen, das Ganze wirklich mal zu teilen. Wir haben es in den letzten Folgen auch immer mal angeschnitten, dass ich in der Vergangenheit, gerade was das Thema Essstörungen betrifft, auch schon psychische Probleme hatte. Aber das ist jetzt ein Thema, ich auch schon ... beziehungsweise hängt das alles irgendwo zusammen. Was ich jetzt auch hatte und was ich immer wieder hab. Und das kommt immer in so Episoden, mal stärker, mal weniger. Gestern war's eben so weit. Nachdem ich das geteilt hab habe ich unglaublich viel Zuspruch bekommen, dass es vielen anderen Leuten auch so geht, die sich nicht trauen, darüber zu reden. Und dass es ihnen unglaublich hilft, darüber zu reden. Deswegen möchte ich das Thema hier noch mehr anschneiden und da ein bisschen drüber sprechen. Ich weiß nicht, ob du selber damit schon mal Erfahrungen hattest oder das nachvollziehen kannst. Du dir gerne deine Erfahrungen da teilen. Yannick: Also das ist die blödeste Antwort, du wahrscheinlich geben kannst, aber absolut überhaupt leider kann ich damit nicht Relaten oder mich da reinversetzen Luis: Ja. Yannick: und ich glaube das ist auch was, was du nicht nachvollziehen kannst, wenn du es nicht selbst erlebt hast. ich bin einfach gerne alleine und oder auch wenn Leute... mich kümmern eigentlich äußere Umstände sehr sehr wenig. Ich bin da auch sehr sehr unanfällig. Aber ist es dann für dich eher so eine Erwartung, Wachungshaltung von außen, wo du sagst, okay, den möchte ich jetzt erfüllen, warum bin ich noch hier, gewisse Dinge zu bringen oder ist das was an dich, wo du selbst erwachst, es ist einfach eine Ziellosigkeit, versuch mal zu beschreiben, wenn du kannst für jemanden, absolut nicht Luis: Ja, ich glaube... Yannick: das nachvollziehen kann. Luis: Ja, ich glaube, hier spielen viele Faktoren mit rein. Also es ist so zum einen natürlich die Erwartung, die man versucht zu erfüllen oder meint erfüllen zu müssen nach außen hin. Gerade bei mir, da hängt natürlich oder schauen ein paar mehr Augen von außen drauf. Und auf Social Media teilt man natürlich tendenziell auch immer das, was die positiven Momente, sagen wir mal so. Also in den schlechten Momenten ist es schwer, die Kamera rauszuholen oder genau das zu teilen. Oder sich dann zu fassen und das zu teilen. Das macht man tendenziell eher weniger. So entsteht auf Social Media oft ein Bild, was verzerrt ist. Es zeigt zwar die Realität, aber nur ein Teil der Realität. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild. Genauso ist es auch bei mir. Und ich glaube, ich hab mir da auch ... immer noch ... Man baut sich ein bisschen so einen Konstrukt auf, wo man selbst Angst hat. diese Erwartungen nicht zu erfüllen. Und das baut unterbewusst im Körper auch, glaub ich, einen ziemlich hohen Druck auf. Und so hat sich das dann bei mir eben so gezeigt. Und gerade jetzt hier in der Höhe, mein Körper ist noch nicht super angepasst. Und gerade ist unser Ziel im Training eigentlich auch, Cortisollevel und so runterzubringen, dass ich endlich mal wieder vernünftig regeneriere, weil ich da die letzten Monate echt Probleme hatte. seit ... Ja, eigentlich Lanzerrote oder davor habe ich schon die Blutwerte gehabt, wo der Cortisolwert eigentlich so hoch war. Und ich habe es seitdem nicht wirklich geschafft, da, glaube ich, gesundes Maß zu finden. Und jetzt hier in der Höhe halt lange Ausfahrten zu machen, ist halt echt schwierig, weil ich kann halt nicht mehr wie 200 Watt fahren. Das ist an den Bergen echt manchmal ein bisschen wenig. Es ist immer nur easy ride, easy ride, easy ride. Ich weiß, dass das das Richtige ist für mich. Meine Trainerin hat Ahnung davon, die Ahnung habe ich mittlerweile auch selber. Aber das dann auch in die Realität umzusetzen und wirklich so durchzuziehen und sich daran zu halten und dann irgendwie einen rum nur Leute zu sehen, die gefühlt zweimal am Tag auf dem Track sind, die krasse Radausfahrten machen, das baut dann noch mehr Druck auf. Und so kam das alles ein bisschen zusammen. Ich weiß nicht. ob es in irgendeiner Weise nachvollziehbar jetzt für dich oder für euch da draußen ist. Aber das... Yannick: Also würdest du sagen, ist eher so ein Mix aus, du siehst die anderen, die damit ja irgendwie besser umgehen können, die irgendwo weiter sind und also auch so ein Vergleichsthema oder? Luis: Ja, schon. Ja, jetzt nicht genau auf Werte oder so was bezogen, sondern ich hab einfach so das Gefühl, so ich gehöre nicht richtig dazu irgendwie. Also es ist ganz, es ist schwer zu definieren irgendwie. Ich bin ja selber auch noch auf dem Weg und das ist auch noch ein langer Weg, beziehungsweise glaube ich begleitet mich das immer so ein bisschen. Aber es ist schwer auf den Punkt zu bringen. Aber es ist halt... was auf jeden Fall hilft dabei, dem Ganzen das Ganze auszusprechen. Ich hab das gestern gemerkt, als ich da erst mal so eine Story gepostet hab, was da für ein Druck von mir abgefallen ist. Weil erstens ein krasses Feedback kam, aber dann auch einfach, unabhängig davon, Feedback gekommen wäre oder nicht, einfach diese Nachricht rausgegeben zu haben und die Gewissheit zu haben, okay, die Leute haben jetzt einen Background dazu. Wahrscheinlich hätten es die meisten gar nicht gemerkt. Ich glaube ... Wenn es Leuten vielleicht ähnlich geht oder Leute ähnliche Struggles haben, dann sieht man da vielleicht Anzeichen davon. Aber wenn man selber, so wie du, jetzt da irgendwie nicht drinsteckt in dem Thema und es glücklicher oder dankbarer Weise nicht selber erlebt hat, dann glaube ich, ist es halt relativ schwer, das Ganze nachzuvollziehen. Aber indem ich das Ganze geteilt habe und dann eben auch so viel Zuspruch bekommen hab und viele Nachrichten auch bekommen hab, dass es Leuten einfach hilft, zu wissen, okay, ich bin nicht alleine da draußen. Das hat mir persönlich dann auch voll weitergeholfen. Und ja. werde ich in Zukunft auf jeden Fall öfter darüber sprechen. Es soll jetzt nicht der Hauptbestandteil meines Contents werden oder meines Signs, aber es gehört einfach dazu und gehört auch definitiv angesprochen. Yannick: Wie würde ich sagen, äußert sich das bei dir? Kannst du es in Worte fassen? Luis: Also so eine genaue Definition ist schwierig, was auf jeden Fall ist, dass es so in Wellen kommt, glaube ich, ist ganz gut zu beschreiben. Also es geht so hoch und runter. Manchmal ist man eben am Tief, aber meistens ist dann eben nach diesem Tief tendenziell auch eher wieder eine Aufwärtsphase, die dann irgendwann in einem Hoch endet und dann kommt wieder so ein Tief. Vielleicht kann man es ein bisschen damit vergleichen bei, also wenn jetzt Leute noch nicht so viel Erfahrung damit haben, wenn man sich auf dem Rennen vorbereitet, man hat ein Saisonhighlight. Man arbeitet die ganze Zeit darauf hin und danach ist auf einmal diese Lehre da. Und man weiß nicht so richtig, was man machen soll oder was jetzt der nächste Schritt ist. Ich weiß nicht, ob du das bei einem Rennen schon mal hattest. So wie ich dich kenne, bei dir gefühlt jedes zweite Wochenende irgendein Highlight ansteht. Ist bei dir da wahrscheinlich relativ wenig Potential da. Ich glaube, ist wie eine gewisse Lehre in einem. Eine Ausweglosigkeit, die im ersten Moment so riesengroß scheint. Dann aber nach ein, zwei, drei Tagen, wenn man das Ganze mal bisschen sacken lässt, ein bisschen zur Ruhe kommt und vielleicht ein paar Leute drüber geredet hat, dann noch mal von außen draufschaut und dann das Ganze aus irgendeinem Grund passiert. Also, man sieht, ja, eigentlich gut. Da ist vielleicht die letzten Wochen was falsch gelaufen. Es ist jetzt gut so, dass es mal gekracht hat, doof gesagt. Und jetzt weiß ich aber, woran ich arbeiten muss und weiß, was mir gut tut und weiß vielleicht auch, was ich nicht mehr machen sollte. Und dann geht es wieder bergauf. Yannick: bedeutet in Endeffekt für dich ist es mit Leuten reden, also nur mal zu sagen wie komme ich da raus, weil dazu kann ich jetzt natürlich auch wenig beitragen, Luis: Defin- Yannick: mit Menschen reden und Luis: definitiv mit Menschen reden. Vielleicht nicht mal nur, wenn jemand fragt, hey, wie geht's, zu sagen, ja, gut, dieser Klassiker, sondern dann einfach mal fragen, interessiert es dich gerade wirklich, wie es mir geht? Und wenn das ein guter Freund ist oder das Menschen sind, denen das am Herzen liegt, dann interessiert es die auch und dann vielleicht einfach mal sich aussprechen. Und ich glaube, dass das den meisten da schon mal sehr, sehr viel weiterhilft. Klar, das ersetzt jetzt keine Therapie oder irgendwas. Aber einfach sich mal mit anderen Leuten darüber aussprechen. Vielleicht auch jemand, der das Ganze nur objektiv sieht und noch keinen wirklichen Bezug dazu hat. Aber sich das einfach mal anhört. Ich glaube, das hilft den meisten schon mal ein gutes Stück weiter. Und ich glaube, man braucht sich auch nicht verstecken, weil es was ganz Normales ist. Und es gibt nur sehr, sehr wenige Menschen, die da gar keine Struggles haben. Und man sollte das einfach aussprechen und sich da keine Gedanken haben, nicht schämen. Man sollte einfach laut sein und das aussprechen. so ganz einfach. Yannick: Gibt es irgendwas, was du dann machst, was du sagst, das tut mir gut? Luis: Also im Training glaube ich, was gut tut, ist nicht einfach dann voll drauf zu hauen, wenn wir es jetzt mal auf das beziehen, und einfach zu sagen, jetzt ist mir alles egal, sondern vielleicht einfach mal aufs Rad setzen, als Beispiel jetzt, und ein bisschen mehr die äußeren Eindrücke wahrnehmen. Also jetzt hier ist es natürlich eine privilegierte Situation, aber das habe ich auch gemerkt, gerade gestern, ich hatte einen Double Bike Day. Und in der Früh bin ich zwei Stunden gefahren und dann am Abend. Und am Abend war quasi nachdem ich diese Nachricht schon geteilt hab. Und ich hab die Welt und meine Umgebung ganz anders wahrgenommen. Sprich, also die Berge und diese Ruhe und diese Ausstrahlung, das tat richtig, richtig gut. Und da sich dann einfach mal ein bisschen von Performance oder irgendwas zu lösen. Sondern einfach mal das Sein im Hier und Jetzt wieder ein bisschen wertzuschätzen. Eine Freundin von mir hat mir auch geschrieben, Was sie gerne macht, ist, anzuhalten, wenn Kühe am Straßenrand sind, und denen beim Kauen zuzuschauen oder was die so treiben. Ich hab tatsächlich die letzten Tage auch immer mal wieder die Kühe hier oben beobachtet. Stehen geblieben bin ich noch nicht. Aber das ist, glaub ich, auch ganz gut, einfach da mal mental ... einfach nur zu schauen. Wenn keine Kühe da sind, dann einfach die Landschaft beobachten. Und ich glaube, dass das wieder sehr, erdet und dann vielleicht auch die Probleme, die so präsent waren, davor so ein bisschen in den Hintergrund schiebt und einem dann einfach ein bisschen Ruhe gibt. Und dann sieht man das Ganze vielleicht auch schon wieder mit einer ganz anderen Perspektive. Yannick: Also es geht auch gar nicht irgendwie ein Problem, was präsent ist, was dann aufkommt, sondern es ist einfach so ein... Luis: Ja, ist so ein schwer beschreibliches Gefühl. Also wenn du das noch nicht selber hattest, ist es echt krass. Es kommt dann oft auch alles zusammen, weil dann ist auf einmal alles negativ irgendwie in jedem Ding. Alles stresst einen nur noch. Ich muss noch das machen, ich muss noch das machen. Der Kopf rattert die ganze Zeit und es scheint so ausweglos. Und du kannst in dem Moment auch nicht alle diese Probleme lösen, in deinem Kopf sind. Das macht auch gar keinen Sinn, dann einfach mal abzuschalten, Cut zu machen. Es muss auch kein Radfahren sein, kann auch Spazieren sein, du hockst dich einfach raus, legst dich in die Wiese und beobachtest die Wolken. Das muss überhaupt nicht mit Sport verbunden sein. Aber dem Körper einfach mal bisschen Ruhe zu geben, das tut sehr, gut. mir geht's da ... Ja, das ist genau ... Yannick: Also alles was jetzt nicht wegen TikTok scrollen ist. dieser Überwahn an TikTok scrollen im Sinne von Überwahn an Reiz durch Flutung. Luis: Ja, voll. Also generell, ich glaube, das ist halt auch bei mir ein großer Auslöser. Ich bin halt voll in dieser Welt drin, kann mich auch nicht davon freisprechen, dass ich recht viel am Scrollen bin auf den Plattformen und zählt definitiv nicht immer die Ausrede, ja, es ist in gewisser Weise mein Job, sondern das ist halt auch einfach mal dummes Scrollen, bringen wir es auf den Punkt. Das ist zum einen die Reizüberflutung und was dann noch ... zumindest in meinem Leben aktuell dazukommt oder vor allem auch dieses Jahr, ist, dass ich selten wirklich zur Ruhe komme. Ich bin so viel unterwegs. Das mag für manche vielleicht nicht krass klingen. Ich weiß nicht, wie es bei dir beruflich ist, aber viele sind im Beruf permanent unterwegs und sind gewisserweise gewohnt. Aber mich stresst das einfach. Für mich fühlt sich ... Es ist so surreal und ich bin dankbar dafür, dass ich das erleben darf. Aber zum Beispiel Kapstadt, was dieses Jahr im Februar passiert ist, wenn ich da zurückdenke, das fühlt sich ein bisschen an, als wäre das zwei Jahre her. von Februar bis jetzt so viele Sachen passiert sind. Ich glaube, dass mein Kopf diese Eindrücke noch nicht richtig verarbeitet hat. Und mich schon gar nicht mehr wirklich daran erinnert. Also ... Das ist crazy. Da muss man selber manchmal ein bisschen auf die Bremse drücken und dann einfach mal schauen, was ist eigentlich schon alles passiert? Und das irgendwie wertschätzen. Das fällt mir da manchmal wahrscheinlich schwer. weil halt dieser Reizüberfluss so krass ist. Yannick: Verstehe. Also es ist auch gar nicht so dieses, du hast Sorge was verpasst zu haben oder zu verpassen und dann noch mehr macht mehr macht, sondern die ganzen Reize, die schon da sind sozusagen. Luis: Ja, also ich hab definitiv auch gemerkt im ersten Schritt, ich nach Rosenheim gegangen bin, dass das erst mal gut getan hat, weil ich so ein bisschen aus der Großstadt raus bin, weil da war mir der Reiz immer bisschen zu hoch. Deswegen bin ich auch wieder in eine ruhigere Gegend gezogen. Aber dann kam dann doch wieder das Bedürfnis hoch und ich erleg mir die dann irgendwie selber auf. Und ich hab auch trotzdem noch, wenn ich irgendwie zurückkomme und sehe, andere sind gerade bei dem und dem Event, boah, wäre jetzt schon cool, auch dabei zu sein. Das sieht immer alles so geil aus. Aber es ist auch mal richtig geil, einfach zu Hause zu sein, seinen Alltag zu genießen, da eine Struktur reinzufinden und die Annehmlichkeiten von zu Hause zu genießen. Das tut einfach auch echt mal gut. Und deswegen muss ich da, glaube ich, in Zukunft ein bisschen mehr auf meinen Körper achten. Und auch wenn es verlockend ist, zu dem ein oder anderen Ding einfach mal nein sagen und da ein bisschen mehr auf meine mentalige Gesundheit achten. Yannick: Nein sagen wäre dann der nächste, dritte Tipp in dem Bunde Ja, dann eben nicht aus Formo Luis: Ja. Yannick: doch wieder alles mitmachen und alles zusagen und nur weil man es dann beim Scrollen entdeckt hat, doch das nächste Event buchen, sondern erstmal ernen und bisschen klarkommen. Luis: Ja, es ist ... Ja, es ist halt auch gerade aus der Creator-Sicht so eine privilegierte Situation, dass man echt viele Möglichkeiten hat, viel eingeladen wird, dass es im ersten Moment halt wirklich cool aussieht. Und am Anfang meint man, man muss da alles mitmachen, weil es ist ein krasses Privileg, das alles machen zu können. Und deswegen wär's ja quasi ja, doof, das nicht zu machen oder unfair anderen gegenüber, die nicht die Chance haben. Aber wenn du dann irgendwie jedes Wochenende bei dem Event bist, bei dem Event bist, bei dem Event bist, dann frisst es einen halt auf. Und da können jetzt vielleicht nicht viele damit relaten, aber ich hab definitiv auch schon da mit anderen Creatern drüber geredet oder andere Creator gesehen, die auch drüber gesprochen haben oder gepostet haben, dass es halt nicht einfach nicht langfristig handlebar ist die ganze Zeit unterwegs zu sein. Dann teilst du das ja auch alles noch. Und das ist, glaube ich, einfach für meinen Kopf vor allem einfach too much. Also da ... Vielleicht ist mein Gehirn einfach zu klein, das alles zu verarbeiten. Aber es sind halt einfach sehr, viele Reize. Und dann natürlich noch der Stress, durch das ganze Training dazukommt. Das ist einfach nicht easy, für den ganzen Körper das zu handeln. Yannick: Ich glaube, ist einfach ein Persönlichkeitsding. Wie resilient ist man dann auch in solchen Situationen? Wie stoisch geht man dann auch damit einfach Der eine sagt dann, okay, it is what it is und weiter geht's und der nächste beschäftigt das und der hinterfragt mehr. Ja, definitiv. Und ich glaube, da muss so sicherlich auch jeder so bisschen seinen eigenen Weg finden. Aber ich denke, ja, Luis da sicherlich schon zwei, drei, vier, fünf Ansätze gegeben hat, man ein bisschen mit umgehen kann oder wie man mit umgehen kann. Wenn ihr ansonsten noch da irgendwas habt, wo sagt, das hilft euch mega, dann haut es auch sonst einfach noch mal in die Kommentare oder schreibt zum Lewis und der teilt das irgendwie oder sowas. Jetzt in Luis: Sehr, gerne. Yannick: die nächsten Wochen reinzuschauen, planst du jetzt irgendwas zu ändern dahingehend oder anzupassen deswegen? Luis: Also wir sind aktuell immer noch, was jetzt mal Training angeht, vor allem auf dieser ruhigen Schiene, gerade weil ich halt in der Höhe bin und da jetzt einfach mit mehr Belastung draufhauen, ist auf keinen Fall sinnvoll und führt ja zu nichts. Sprich Volumen ist zwar jetzt wieder ein bisschen höher, aber alles immer noch Piano, hoffentlich dann bald auch wieder mitlaufen. Und ich denke halt gerade, was das Thema jetzt rein das das Mentale angeht, halt einfach wirklich offen darüber zu sprechen. bin gerade auch wieder auf der Suche nach einem Therapeuten oder einer Therapeutin. Da habe ich schon ein paar Kontakte bekommen, was ich auf jeden Fall wieder versuchen will, weil es bei mir in der Vergangenheit halt so war, als ich das letzte Mal in Therapie war, war es bei mir halt wirklich fokussiert noch auf dieses präsente Thema Essstörungen. Es ist halt jetzt auch schon wieder einige Jahre her. Und das ist, glaube ich, nicht das Problem, woran es liegt. Also das ist ja dann nur ein Symptom von dem Ganzen. Aber es nicht das Problem an, es ursprünglich herkommt. Deswegen werde ich mich da jetzt vor allem auf die Suche machen, vielleicht auch Richtung Sportpsychologie. Und da mal schauen, ob ich einen guten Kontakt finde, kann ich dann auch sehr gerne teilen, wenn es soweit ist. Das steht auch auf jeden Fall die nächsten Wochen an, mich halt bewusst ein bisschen rauszunehmen, was jetzt Events angeht. meine, klar, steht wieder einiges am Programm dann Richtung September. Zell am See kommt, die WM kommt. Aber sonst werde ich dieses Jahr, vor allem Ende des Jahres, darauf achten, das alles ruhiger anzugehen und alles bisschen normaler anzugehen. Und nicht immer haut drauf und hier das nächste Event, da einfach ein bisschen mehr auf mich zu achten. Und vor allem auch diese Reise ein bisschen mehr zu teilen, weil es zum einen mir hilft, aber hoffentlich auch irgendjemand anderem da draußen. Yannick: Ich glaube, hat jeder seinen eigenen Threshold, was das angeht. Also wie viel davon verkrafte ich und das geht immer so lange gut, bis es halt nicht mehr gut geht. der Schalter muss dann halt einmal erreicht werden und dann ist es zu spät. Aber glaube, jeder hat eine Schwelle, es dann zu viel wird. dann werde ich sicherlich nochmal mehr darauf achten, die Schwelle auch nicht zu erreichen. Und ich bin sowieso so eine Addictive für Personality, der dann, wenn ich irgendwas hab, was mir Spaß macht und was ich mag, dann 100 % und lieber noch 110 % und bisher ist es mir noch nicht auf die Füße gefallen, aber... Ja, ich meine, es ist immer ein guter Reminder, wenn es doch mal so weit ist, dann eben vielleicht direkt die Warndichter zu sehen und sagen, okay, das ist jetzt vielleicht zu viel gewesen oder so was und sich dann eben einfach noch mal rauszunehmen und umzuschauen. Ja, und dann eben nicht wie der Ox vom Berg zu stehen sozusagen, sondern ja. Luis: Ja, voll, definitiv. Und ich glaube eben auch, das Gespräch im Außen suchen und es nicht nur mit sich alleine auszumachen, ist was ganz, ganz Wichtiges. Klar, dass jeder auch individuell. Aber ich hab wirklich jetzt von allen, die mir geschrieben haben, und das waren etliche Nachrichten gehört, sie haben das lange mit sich selber ausgemacht. Aber als sie dann den Schritt gewagt haben, egal mit wem drüber zu sprechen, es hat geholfen. Und zu sehen, dass andere dann auch ... oft damit struggeln, hilft dann auch. Man ist nicht alleine, ihr seid nicht alleine. Wahrscheinlich ist die nächste Person, der es ähnlich geht, gar nicht so weit von euch entfernt. Deswegen sprecht es an, sprecht offen darüber. Es wird euch helfen und es wird auch alles wieder gut. Und ihr werdet lernen, damit umzugehen und es werden wieder bessere Zeiten kommen. Also fühlt euch gedrückt, wenn es euch gerade ähnlich geht. Ja, so viel noch zu dem Thema. Ich glaube, können wir das Ganze ... Yannick: Ganz egal ob das Gegenüber es nachvollziehen kann oder nicht, glaube ich ist es so, dass man immer es lieber hören würde von jemandem, dem es nicht gut geht, als irgendwann zu merken, dem ging es ja gar nicht gut. Du bist immer da und hast ein offenes Ohr, man kann vielleicht nicht mit tollen Radschlängen an der Seite stehen, aber wenn du sagst, es hilft dir allein schon zu reden, dann ... bin ich mir sicher, dass man nicht zwingt, jemanden braucht, der es nachvollziehen kann, sondern einen guten Freund will dann auch so ein offenes Ohr haben. Luis: Ja, definitiv. Gerade auch wenn, vielleicht jetzt, wie du das Ganze nicht so direkt nachvollziehen kannst, hilft es mir vielleicht, weil ich dann Worte finden muss, wo das Ganze herkommt oder wie sich das Ganze ausdrückt und vielleicht damit auch schon selber so ein bisschen dahinter kommen, was eigentlich die Ursache des Ganzen ist. Deswegen, ja, redet drüber, teilt das Ganze offen und wie gesagt, wenn ihr hier Fragen habt... Schreibt es gerne in die Kommentare, schreibt mir gerne eine DM. Ich versuche da immer alles Besten, Gewissens, Wissen und Gewissens zu beantworten. Ich bin da immer offen, darüber zu reden, auch wenn ich nicht immer direkt auf alles antworten kann. Sehr, gerne. Ja, so viel dazu. Ich glaube, wir haben das Thema auf jeden Fall ganz gut angeschnitten. Yannick: bedeutet auch du startest jetzt noch trotzdem bei also ich dachte ich war jetzt auch kurz freim startest jetzt aber trotzdem bei zell am see und der wm also bisher geplant Luis: Ja, die Wettkämpfe hängen eher davon ab, wie es mit dem Fuß geht. Aber dieses psychologische Thema steht dem Ganzen nicht im Weg. Wie gesagt, das Ganze begleitet mich schon länger. Ich kenne, das ist ein Auf und Ab. Jetzt kam gerade dieser eine Tag, wo es mich wieder hart getroffen hat. Aber es ist nicht so, dass ich die letzten zwei, drei Wochen damit hart zu kämpfen hatte. Ich weiß ganz genau, das hat jetzt einmal wieder gekracht, aber das wird wieder gut. So gut kenne ich mich mittlerweile. Die Wettkämpfe sind auf jeden Fall geplant. Da wird sich darauf vorbereitet. Dann hoffentlich auch mit einem völlig intakten Fuß. Da bin ich mal gespannt drauf. Da muss ich mich auch noch mal ordentlich zusammenreißen, dass ich da nicht zu viel Reiz reinbringe in das Ganze. Aber ich bin da zuversichtlich und ich freue mich auch schon sehr drauf. Yannick: auch bei dir steht und das ist jetzt diese wunderschöne Überleitung zum Thema der Folge und zur Frage. Es stehen ein paar Wochen an, Luis: Ich hab sie schon gerochen, hab sie schon gerochen, die Überleitung. Yannick: wo auch wieder Race Week ist und wir haben die Frage bekommen bzw. das Wunschthema. Wie machen wir es in der Race Week? Ich glaube, das gehen wir jetzt sicherlich sehr unterschiedlich an, weil bei mir ja auch Race Week fast jede oder spätestens alle zwei Weeks ist und bei dir Race Week dann noch was besondereres und dann vielleicht auch mehr als nur eine Woche davor Race Week ist. Aber erzähl nochmal, wie gehst du das Ganze an, wie bereitest du dich vor? Luis: Also bei mir ist die Race Week schon so eine klassische Tapering Week. Also die Wochen vor dem Wettkampf, wenn wir jetzt mal die letzten vier nehmen, steigert sich das Ganze schon nochmal. Das Training wird intensiver, es wird rennspezifischer. Man schaut, dass man beim Material die letzten Sachen nochmal checkt, ob alles funktioniert. Das meiner Meinung nach auch ein Thema, was man nicht in der letzten Woche vor dem Rennen angehen sollte, sondern schon in den Wochen, die darauf hinführen. Und dann piekt das Ganze auch irgendwo. muss jetzt, also bei mir, ich bin noch nicht an dem Punkt, wo jetzt der letzte Sonntag vor dem Rennen quasi eine Woche davor nochmal voll auf die Fresse ist, so Bloomy-Style, sondern... Yannick: Einfach nochmal einen Marathon laufen als Marathon-Vorbereitung. Luis: Genau, Am besten Marathon als Halbmarathon-Vorbereitung. Genau, nee, da ist dann schon auch langsam ruhiger. Aber auf jeden Fall, dass alles fix ist. Also da steht auch schon Nutrition. Gut, das ist so ein Thema, was so eine Konstante ist. Da steht Rennoutfit, da steht im besten Fall das Bike. Top. Ich muss nicht noch mal in der letzten Woche zum Service. Und dann, wenn die Rennwoche kommt, einfach ordentlich das Volumen nach unten geschraubt. Also ich würde mal so sagen auf 50 Prozent. Ist immer ein bisschen schwer, weil so die letzten Tage, dann auch das Rennen ist, da wird es dann noch mal krasser runtergekattet. Aber es ist auf jeden Fall 50 Prozent und da dann noch mal ein paar Intensitäten rein. Auch relativ hochintensive Spitzen dann schon noch mal, einfach die Spannung zu halten. Aber es wird auf jeden Fall deutlich ruhiger und man fühlt sich dann im ersten Moment auch immer mal so oder ich fühle mich da ein bisschen lost, weil man nicht mit seiner Zeit anfangen weiß. Und dann, wenn es so Richtung Rennwochenende geht, sagen wir mal das Rennen ist klassisch am Sonntag, ist bei mir aktuell immer so, dass ich freitags noch mal eine Aktivierung auf dem Rad fahre. Da dann vier mal vier Minuten auch noch mal gut mit Druck, also so Schwelle. tendenziell vielleicht sogar ein bisschen über der Schwelle. Und dann ist am Samstag noch mal auch noch mal Bike, aber da einfach nur noch mal Materialcheck, ein kurzer Lauf. Und je nachdem, wie die Gegebenheiten sind, dann eben an dem Freitag oder an dem Samstag auch noch mal kurz schwimmen, ist aber bei mir nicht immer der Fall. Yannick: Also einfach nochmal das, wie ist das Wasser dort? Ist es salzig oder ist süß? Ist es wellig oder ist es flach? Wie orientiere ich mich da? Gibt es ein paar Punkte, ich anschauen kann, woran ich mich orientieren kann, wenn ich gerade keine Boje sehe und solche Sachen ein bisschen abzuchecken. Luis: Genau, das auf jeden Fall. Und auch einfach, noch mal so bisschen das Gefühl dafür zu kriegen, bei meinen Schwimmleistungen, Schwimmzeiten davon irgendwie zu reden, da noch mal Spannung in die Muskulatur zu bringen. Weiß ich jetzt nicht, ob das so einen großen Unterschied macht. Ich glaube eher nicht. Zumindest noch nicht. Aber ja, einfach, es gibt auch in gewisser Weise noch mal Selbstvertrauen. Wenn man da rechtzeitig ankommt, bei mir ist es Beispiel in Zell am See, sodass ich ab Donnerstag da bin. Vielleicht tüpfe ich dann schon am Donnerstag ins Wasser, wo alles noch bisschen ruhiger ist, wo die Nervosität noch nicht so hoch ist, dann ist das alles entspannter. wenn wir schon beim Thema Nervosität sind, die steigt natürlich auch von Tag zu Tag. da weiß nicht, wie es dir geht, aber bei mir ist es es ist meistens noch sehr, entspannt. Wenn es dann so langsam sich so füllt, auch gerade was das Race-Vendue angeht, wenn dann die Leute ihre Startnummern abholen, dann wird schon so von Tag zu Tag der Ruhepuls und paar Schläge höher. Und ja. Yannick: Also man merkt nicht erst am Race Morning, dass das Aufregung Luis: Mmh. Yannick: da ist, sondern auch davor schon. Luis: Nee, nee, es ist auf jeden Fall davor. Und oft ist es so, dass es entweder fällt es dann ab dem Zeitpunkt ab, wo ich im Wasser bin, oder, was nicht so geil ist und was ich nicht hoffe, ich bin im Wasser die ganze Zeit permanent krass gestresst und hinterfrag meine Entscheidungen so oft, warum ich mir das jetzt gerade antue, warum bin ich hier im Wasser und prügel mich mit 2000 anderen Athleten durchs Wasser durch. Also da ist echt so, dass mir... Ich kenn's auch von vielen anderen Athleten, die mir das schon bestätigt haben, dass man da echt einiges oft hinterfragt und so bisschen in Panik gerät. Das ist die zweite Variante. Ich hoffe mal, dass es wieder so wird, dass ich einfach ab dem Start umschalte und dann geht's einfach nur noch go. Wenn ich dann mal aus dem Wasser rauskomme, ist alles gut und in den meisten Fällen für mich dann eigentlich schon so, ja, jetzt gehört der Tag dir, jetzt hast du deine Lieblingsdisziplinen vor dir, jetzt einfach ... Das, was du die Wochen und Monate davor schon so gut trainiert hast, einfach nur noch abliefern und dann wird da eine runde Sache draus. Ja, das ist so zum Thema Nervosität. Ich weiß nicht, wie geht es dir da, weil du hast das Ganze ja deutlich öfter als ich. Fast eigentlich jedes Wochenende oder jedes zweite Wochenende. Kickt es dann bei dir immer erst am Rennen morgen oder schon die Tage davor? Yannick: Sowohl die Nervosität als auch die Gestaltung von den Rennwochen hängt bei mir ganz stark davon ab, ob wir einen ABC-Rennen haben. Wir haben das so unterteilt, ich eintrag, welche Rennen mir wichtig sind. A, B und C Rennen. Ein C-Rennen ist zum Beispiel was, das machen wir einfach aus dem Training. Das sind irgendwelche lokalen Rundstrecken oder ein Zeitfahren die Ecke irgendwo oder solche Dinge. Wo wir sagen, das machen wir einfach komplett aus dem Training. Da kann es auch sein, dass ich am Tag vor allem eine 6-Stunden-Einheit drauf habe und dann geht es ins Rennen und wir schauen einfach, was geht an dem Tag. Da wird nicht getapert und ich sag, das sind auch meistens die Dinge wo ich einfach lächelt am Start stehe. Wenn die Startnummer dran ist, weiß ich jetzt tut es gleich weh, aber das ist keine große Aufregung da. Dann gibt es die B-Rennen, wo ich sag, das ist so das Levelrennen, wo wir fahren eine Vorbelastung, so zwei Tage vorher, wir nehmen einen Tag vorher ein bisschen raus, fahren eine kleine Aktivierung. Das ist so Startnummer abholen und am Morgen Startblock ist man mal oder also beim Aufwachen ist man dann immer nervös und hat so ein bisschen diese Vorfreude. Ich würde die Nervosität bei fast allen Rennen eigentlich bei mir eher als Vorfreude bezeichnen. Dann gibt es so diese 5, 3, 4, 5 A-Rennen im Jahr, wo ich sage, okay, da will ich wirklich gut sein. Einfach für mein persönliches, ich will gut sein. Jetzt nicht im Vergleich zu anderen, ich möchte gut sein, sondern einfach, möchte heute wirklich alles zeigen, was ich kann. Das ist jetzt dieses Jahr zum Beispiel Mallorca gewesen. Offensichtlich so, ist das, wo ich sage, da merke ich 3, 4 Tage vorher, HLV geht ein bisschen runter, Ruhepuls gibt Büschen hoch und der Abend vorher liegst du auch im Bett und hast so, wenn du dran denkst, so bisschen Puls und da... Da brauchst du eigentlich keinen Becker 4.30 sondern da stehe ich auch ohne Becker gerne 4.30 auf. Das sind auch die einzigen, wo wir dann wirklich Volumen rausnehmen eigentlich. Da machen wir dann eine Woche vorher, würde ich sagen, reduziertes Volumen und halten auch hier wieder Volumen bei, Volumensintensität bei. So eine klassische Einheit sind dann irgendwie zwei Tage vorher ein paar 30-30er, ein paar mal 10 Minuten Sweet Sport rum. oder sowas, also schon eine knackige Einheit aber halt nicht so all out mehr und dann eben einen Tag vorher noch ein bisschen rollen, vielleicht mit ein paar kleinen kleinen Sachen, Mini-Aktivierung, dreimal eine Minute oder sowas und dann geht's in den Rennmorgen und geht's da rein und ja eigentlich für jedes Rennen, ob A B, bei C jetzt nicht, bei A oder B Rennen machen wir auch immer noch Ich würde es als relativ aggressives Carp-Loading bezeichnen. Auch so aggressiv, dass ich dann am Rennen morgens fast nichts mehr esse. Ich versuche dann die Tage vorher so zu laden, ich morgens etwas zu essen vor dem Rennen nicht Vielleicht gibt es dann noch ein halbes Bullchen oder so, aber mehr auch nicht. Das heißt wir haben wirklich hier 8 bis 10 Gramm Kohlenhydrate pro Kilo Körpergewicht. Meistens schiebe ich so auf die 700 Gramm. Wenn ich trainiere vielleicht sogar ein bisschen mehr. Also wenn ich die Aktivierung noch fahre vielleicht lieber 800, 900 Gramm am Tag. Luis: Wie viele Tage davor fängst du an? Yannick: Also wir schauen, wir, wenn wir jetzt sagen, Sonntag ist das Rennen, dann ist Freitag richtiger Ladetag, Samstag ist bis später Nachmittag Ladetag und ich schaue, ich bis dahin so viel reinbekomme, es irgendwie geht und dann reduziere ich, damit ich abends schlafen kann und am Morgen dann nicht mehr groß was brauche, sondern am Morgen zwitschere ich dann wie gesagt ein Gel vorm Start und dann entweder gar nichts oder ein halbes Brötchen oder sowas, aber alles was leicht ist. Luis: Und irgendwelche präferierten Karpquellen, ordentlich die Speicher aufzuladen oder einfach alles, was Kohlenhydratlastig ist und nicht schnell genug von dir weglaufen kann, wird vernichtet. Yannick: Da würde ich wieder auf meine Tür... Also bei mir ist es tatsächlich so, Essen muss funktionieren und nicht schmecken. ich bin da wirklich schmerzfrei. Das kann Reis mit Honig sein, das können Nudeln mit Sojasoße sein, noch ordentlich Salz mitzuladen. Das kann... Also das ist wirklich kein kulinarisches Erlebnis. Oder auf der Fahrt dahin noch drei Packungen Gummibärchen. Luis: Aber trackst du da dein Salzgehalt da, wenn du jetzt sogar sagst, du isst Nudeln mit Sojasoße? Weil gerade ist, ich finde, beim Carp-Loading ist es schon auch irgendwo so eine Gefahr. Also man muss schon auch ein bisschen aufpassen mit dem Salz, weil wenn du natürlich die ganze Nahrungsmenge steigerst und dann vor allem auch viel verarbeitete Sachen isst, kann oder du machst das auswärts, keine Ahnung, es gibt viele Leute, die hauen sich dann Pizza oder so was rein beim Italiener. Das ist halt oft sehr, salzlastig. Und da muss man, glaube ich, schon auch ein bisschen darauf achten, dass man es da nicht übertreibt bzw. da ein bisschen die Kontrolle behält, aber eben wie du sagst auch nicht zu wenig zu sich nimmt. Yannick: Ja, ich bin ehrlich, schaue ich gar nicht drauf. Also wird schon genug sein und bisher ist es noch mal gut gegangen. ich bin also abend vorher eine Pizza ist auch definitiv was mein Go-To. Eine Pizza ist dann für mich schon auch rausnehmen und was leichteres im Vergleich zu den Mengen, die du sonst gegessen hast. Luis: Ja, ist ja okay, aber wenn du jetzt halt so gefühlt irgendwie beim Frühstücksbuffet schon irgendwie viel rein haust, wo salzig ist dabei ist, dann mittags eine Pizza, abends Yannick: Ja. Luis: eine Pizza und das zwei Tage hintereinander. Weiß ich nicht, ob das die schlauste Idee ist. Yannick: Wahrscheinlich nicht, aber da spielt ihr wahrscheinlich die vielen Gummibärchen, wo kein Salz drin ist und das Reis mit Honig rein, wo auch nicht wirklich Salz drin ist. Luis: Die gesunden Gummibärchen with low, low salt. Yannick: Was isst du gern? Luis: Boah, alles einfach nur mehr. Also ich bin tatsächlich niemand, der einfach nur so reißt oder so, bin ich nicht so der Fan davon. Dafür finde ich Essen einfach viel zu geil. Ich glaube, hatte es in einer der ersten Folgen schon mal gesagt, dass ich vor Zell am See in meinem allerersten 73. an den Tag, weil da halt erst 11 Uhr Start ist, noch mal so einen kompletten Brunch gemacht habe. Also ich habe wirklich einfach alles gegessen, wo ich Bock drauf hatte. Also so Brötchen mit Avocado und Ei. Das mache ich mittlerweile nicht mehr. Also an dem Punkt bin ich schon weg. Bei mir gibt es dann halt auch einfach irgendwie so Müsli, kann ich tonnenweise essen. Ich finde, so, das verpufft in mir irgendwie. Von dem her Yannick: Müsli ist auch ein guter Kohl, aber jetzt keine Hafenflocken oder so was mit viel Ballaststoffen, sondern die Dinger, denen es sich Luis: Nene. Yannick: sonst immer schön fernhält. Luis: Ja genau, sowas immer geil. mein, man Yannick: SilviVini ist absoluter Bagger. Luis: im Hotelbuffet ist, gibt es da nicht immer eine ganz gute Auswahl. Und da dann einfach wirklich rein, rein, rein. Was ich mal, ich würde es schon auch irgendwann mal jetzt dann ausprobieren. Vielleicht mache ich das sogar dieses Jahr in Zell am See, dass ich mal wirklich nur am Tag davor einfach Reis mit bisschen Tomatensoße und Honig esse oder so. Oder auch nur weißes Brot zum Beispiel. zu schauen, ob es meinem Magen besser geht. Ich hatte nie krasse Magenprobleme. Aber vielleicht nimmt es Belastung raus aufs ganze System und man kann dadurch besser performen. Wenn man die Top-Athleten anschaut, es viele, die das so machen. Ich hab bisher Essen einfach immer zu geil gefunden, dass ich darauf verzichtet hab. Vielleicht wäre das eine Idee, das Ganze auszuprobieren, zumindest am Tag vor dem Rennen. Yannick: Bist du Team Gelvamstadt? Luis: Ja, also vom Schwimmen immer. Wieso? Du nicht oder kennst jemanden, der das nicht ist? Yannick: Ich bin auch geteamt gel vorm Start. Ich kenne viele, die so in Ruhe da stehen und gel reindrücken, jetzt nicht zwingend favorisieren. Was ich noch mache und auch relativ exzessiv würde ich bezeichnen mache, ist Coffee In-And-Take. Also bei langen Rennen bin ich da auch gerne mal über einem Gramm über das Rennen verteilt. Das muss man sicherlich auch wollen und vertragen. jetzt nicht auf gar keinen Fall zum ersten Mal im Leben einen Gramm Koffein nehmen. Also jetzt nicht auf einen Schlag, sondern mal, mal. Also hier 100 Milligramm Gel, da im nächsten, hier im Drinkmix 100 Milligramm. Dann schaue ich meistens, dass ich vor dem Start irgendwie 200-300 Milligramm schon mal rein habe. Ich ziele eigentlich immer auch so 300 und dann ist so ein Gramm immer relativ schnell beisammen. Also bei Rennen, jetzt wirklich 4, 5, 6, 7, 8 Stunden gehen. Luis: Ja, definitiv. ich nehme es im Rennen auch, vor allem dann im Laufen. Vielleicht auf dem Rad noch mal, da mache ich ja mittlerweile alles komplett flüssig. Dann nehme ich, wenn ich Gels dabei habe, dann haue ich mir da noch mal irgendwie so bei 15 Kilometer to go eins rein, dass ich da noch mal einen kleinen Schub am Anfang vom Laufen habe und dann vielleicht noch mal das Dritte von den drei Gels, die ich beim Laufen nehme, da noch mal Koffein. wenn du es dir beim ersten Koffeingel beim Laufen schon verscherzt mit dem Magen Schwierige Sache. glaube, ist beim Radfahren und Laufen oder Triathlon einfach bisschen unterschiedlich, weil du natürlich einfach nicht so einen enormen Impact auf deinen Magen hast, sondern das alles ein bisschen ruhiger ist. Deswegen glaube ich, es da ein bisschen leichter oder der Körper toleriert das ein bisschen besser, als jetzt dann irgendwie nach dem Radfahren nochmal einen Halbmarathon oder gegebenenfalls sogar Marathon drauf zu laufen. Yannick: Definitiv. ich merke es aber auch bei mir, sobald sich noch Triathlon gemacht hat, da habe ich dann beim Laufen zum einen natürlich auch nicht mehr die Mengen Kohlenhydrate reinbekommen. Das ist aber glaube ich logisch. kenne wenig Leute, die da weit über 80, 90 Gramm noch beim Laufen vertragen irgendwie. Auch bei den Leuten, die ich trainiere, das so der Upper Limit. Die meisten haben so ab 60, 70 oft schon Probleme, wenn sie es nicht viel geübt haben. ja, auch mit dem Koffein dann natürlich ist der Magen viel sensibler. Kame ich auf die grandiose Idee, dachte, was salzig, ist schön so ein Brezelchen im Marathon und dann habe ich diesen Brezelstaub eingeatmet, nächsten fünf Kilometer, wenn nur die Seele aus dem Leib gewusstet. Keine gute Idee, also würde ich jetzt nicht empfehlen. Luis: Man sollte die Brezen auch essen und nicht einatmen. Falls du das wusstest. Yannick: Ja, es war beim Laufen irgendwie... Ich hatte nicht geübt im Training, wie man Salzbrezeln isst. Nee, nee, war kein Teil. Luis: Nicht? Also unbedingt. Jetzt wisst ihr, was ihr machen müsst in eurer letzten Session. Schön nochmal ein paar Brezeln vom Bäcker holen und dann Abfahrt. irgendwo... Ach so, es war diese Sta... okay. Verstehe. Yannick: Diese kleinen, staubigen, trockenen Dinger, nicht die großen, sondern diese... Genau, die, die sich perfekt zum Einatmen eignen. Luis: Ja, muss man darauf achten. ich finde, im Rennen, ab einer gewissen Geschwindigkeit, vor allem beim Laufen, ist es irgendwie schwierig, daran zu denken. finde gerade, mich nervt es schon krass, einen Gel zu nehmen. Ich glaube auch, vor den 40 Gramm Gels, die ich da immer nehme, kann auch gut und gerne mal 5 Gramm bleiben dann da drin oder landen irgendwie auf der Hand oder whatever. Ich finde, man muss halt immer krass aufpassen. Ich versuche es mir immer so einzuteilen, dass ich halt kurz vor der Verpflegungsstation noch das Gel nehme. dass ich schon leer hab, dann kann ich's direkt wegschmeißen. Und im Zweifelsfall, wenn ich mich verschluck oder ich find, wenn es so an den Gaumen rankommt, dann reizt es einen halt krass. Und wenn du dann Yannick: Mh. Luis: gerade halt erst durch die Verpflegungsstation durch bist und nichts zu trinken hast, dann kann's schon mal schwierig werden. Deswegen da das irgendwie so ein bisschen einteilen. Aber ich glaube, die meisten Rennen sind da ganz gut organisiert. Yannick: Definitiv. Brauche ich aber auch was zum Nachspülen. Also ein Gel ohne Nachspülen geht gar nicht. Da ist mein Hals nicht dankbar für. Luis: Nee, ist nicht so geil. allem, es sind natürlich auch immer den Umständen entsprechend. Kann es auch noch mal beschissener sein, wenn es richtig heiß ist, dann ist sowieso komplett Ende. Und dann, glaube ich, ist die Belastung auf dem Körper noch mal ganz anders. Aber Verpflegung, glaube ich, ist noch mal ein Thema, wo man definitiv noch mal tiefer abtauchen könnte über die nächsten Folgen. Yannick: Ein Tipp noch vom Rennen. Je kühler du bist, umso besser. Also nicht 20 Minuten vorher schon in der Sonne stehen, auch wenn es schön ist. Sondern wirklich irgendwie so weit es geht und sofern es irgendwie möglich ist. Alles runterkühlen, was irgendwie geht, alles nass machen, was irgendwie geht. Es geht vielleicht für das Geflindriert noch nicht so sehr, weil man direkt ins Wasser springt. ich sage mal, auch hier ist das Körperkernthepot entscheidend. Luis: Ja, das hat die Differenz auch noch mal krass. Wenn du halt im Heißen stehst und dann ins kalte Wasser, dann haut dir das halt auch komplett einen Schalter raus. man sollte auf jeden Fall darauf achten. ich hab hier einen guten, unsere ganzen Zuhörer sind alle so cool. Die brauchen das nicht. Kai Pflaume lässt grüßen. Der Dead Joke. Yannick: Uhhh, Uhhh, Liebesbotschaft ist raus. Perfekt. Grandios. Er müsste ja dann nächster Gast sein. Wird eine Bang-On-Folge Luis: Ja, mal gucken. Vielleicht irgendwann gibt's mal eine Folge. Yannick: mit ganz vielen, ganz vielen grandiosen Jokes hier. Sehr schön. Würde ich sagen, Luis: Ja. Yannick: Thema Race Week abgehandelt oder hast du noch irgendwelche... Grandiosen Tipps und Geheimnisse, teilen möchtest. Luis: Nein, kein Paniktraining bitte. Das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Tipp, den viele Anfänger falsch machen. Da nochmal irgendwie zu viel zu machen. Also ich glaube, einfach auf jeden Fall Qualität vor Quantität schaut, dass ihr die wenigen Sessions, die ihr macht, gut macht. Nicht nochmal irgendwie ein paar Tage vorm Rennen irgendeine Session groß nüchtern oder irgendwie sowas machen schaut, dass das alles gut verpflegt ist. Auch wenn ihr nur eine 40 Minuten Aktivierung oder 30 Minuten Aktivierung habt. Nehmt euch ein Gel mit, verpflegt euch richtig, schaut, dass die Energielive gut sind und versucht, gut zu schlafen. Thema Schlafen auch nicht verrückt machen in der Nacht vorm Rennen. Die wichtigste ist eigentlich die zwei Tage davor. Sprich, die letzte ist bei den meisten so, dass man nicht mehr gut schlafen kann und man muss so früh aufstehen in den meisten Fällen, dass die hinfällig ist. Also schaut, dass ihr die Tage davor noch mal gut Schlaf reinbekommt und dann rockt ihr da eure Wettkämpfe, was auch immer es ist, egal ob Radmarathon, Radrennen oder Triathlon oder Lauf, whatever. glaube, dann seid ihr ganz gut aufgestellt. Yannick: Einen Call habe ich noch, ein sauberes Fahrrad ist ein schnelles Fahrrad. ich manchmal sehe, was dafür verdreckte Kassetten und Ketten am Start sind, tut das ein bisschen weh, weil da erstmal 15 Watt in den Antrieb getreten werden, die zu gar nichts führen. Haltet eure Räder sauber, ordentlich geschmiert. Luis: Die Die am besten wachsen. weiß nicht, wachst du schon oder? Oder du lässt wachsen. Yannick: Mein Fahrrad ist gewachsen, weder Cannis noch habe ich das Equipment dazu. Aber zum Glück der Markus, der sich immer herausragend meine Fahrräder kümmert, da kriegst du es zurück. Da kannst du am Fahrrad und am Antriebsstrang dran lecken. Wundervoll. Luis: Okay, habe ich jetzt noch nicht gemacht, aber jedem das seine. Ja, an alle Yannick: Das mal probieren. Luis: dieses Thema wachsen und nicht machen, macht es einfach mal. Es ist echt weniger Aufwand, als man denkt. Wenn man einmal die Kette drauf gewaxt hat, es Flüssigwachs, geht super easy. Auch heiß wachsen ist nicht so aufwendig, wie man denkt. Auf jeden Fall, spart ihr das ein oder andere Watt und wie Janik schon sagt, auf jeden Fall generell einfach das Rad sauber machen oder ... Ihr startet ja auch in sauberen Radklamotten, man fühlt sich einfach geiler, wenn die Kiste glänzt, dann kann es abgehen. Yannick: Das ist so. Super, was steht bei dir jetzt an die Woche? Luis: Bei mir steht diese Woche, was steht morgen auf meinem Plan? Morgen darf ich wieder laufen, ich vorhin schon gesagt. Vielleicht wird's mal ein Zehner, ich muss mal gucken. Dann steht morgen noch Yannick: Mach nicht zu viel! Luis: ... Ja, das ist definitiv Prior 1. Also, sollte da wieder ein Schmerzempfinden aufkommen, dann werd ich sofort abbrechen und rausnehmen. Also, das macht gar keinen Sinn. Und dann gucken wir einfach mal, es ist grade so ein bisschen ... Ja, einfach antesten, anprobieren und dann den Trainingsplan erst machen. Austauschen mit meiner Trainerin, der Lisa, auch da Shout-out. Sehr, cool, dass das alles so flexibel ist. Und wir passen das alles ein bisschen an. Das Radvolumen ist jetzt gesteigert. Alles immer noch sehr, sehr easy. Aber einfach ein bisschen mehr. Ich glaube, wir kommen die Woche irgendwie Gesamtvolumen. Also Schwimmen und Laufen ist nicht so viel. Kommen wir auf schon knapp 24 Stunden, wollen aber auch nicht drüber gehen. Dann schauen wir mal, was nächste Woche so geht. Vielleicht wie sich mein Körper auch noch mehr an die Höhe anpasst und jetzt auch Hier in meinem eigenen Apartment, wo ich mehr Ruhe habe, ob ich dann auch mehr zur Ruhe komme und die Regenerationswerte wieder besser sind. Weil da muss ich sagen, spüre ich die Höhe und den ganzen Stress natürlich jetzt auch schon immer noch. Ich hoffe aber, dass sich das Ganze entwickelt und dann vor allem auch wenn ich wieder zu Hause bin, dass ich da dann Benefit sehe oder werde ich auf jeden Fall berichten, wie sich das Ganze entwickelt. Von dem her jetzt hier nochmal schön knapp zwei Wochen Trainingslager genießen. die Höhenluft genießen und einfach das Beste draus machen. Yannick: Das klingt nach dem Plan. Luis: Was steht bei dir an? Kommt schon wieder das nächste Rennen oder ist jetzt dieses Wochenende mal Piano? Yannick: Ne, ne, ne, zwei Wochen lang habe ich jetzt keine Rennen. 8.9. und 15.16. ist Race-frei, das bedeutet ich darf endlich mal trainieren. Das wird auch fleißig gemacht. Also der Luis: 9.8. oder? Du hast grad... Yannick: 8. und 9. August und der 15. und 16. August. Luis: Ja. okay, okay. Yannick: 8.9. im Sinne von 8. und 9. August. Es ist Trainingszeit. 15.16. ist auch Trainingszeit. Wie man den Einheiten gerade schwer erkennt, ist die Vorbereitung jetzt nicht zwingend auf Ötztalder, sondern den fahre ich zwar aber nicht als Fokusrennen, sondern das wird vor allem geiler Tag dann Ende August. und danach die Rennen sind dann noch mal wichtiger für mich. Was zu performen als Start ist natürlich ein Herzensding, also grandioses Rennen, habe richtig Bock, aber das möchte ich einfach genießen und bereite mir jetzt nicht separat vor, groß. Und jetzt heißt es einfach mal zwei Wochen trainieren, auch was besonderes, auch was schönes. Ich habe schon Bock und ja. Dann fährt meine Frau am 23. Jahrhundert erstes Radrennen. Auch Luis: wo startet die? Yannick: grandios. Das ist nicht Heidelberg, das ist Heilbronn. Bei der Deutschland Tour, das ist jeder Mann drin. Fährt Luis: Sehr cool! Yannick: sie ihr erstes Radrennen. Das wird bestimmt auch witzig, da bin ich auch mit am Start. Dann gucken wir mal. Luis: Also du fährst auch mit ihr dann oder bist du einfach zum Anfeuern dabei? Yannick: Ich fahre die lange Tour und sie fährt die kurze Tour. Sie hat aber eine Freundin bei der kurzen Tour dabei. Ich lasse sie jetzt nicht unbeaufsichtigt im Stich, sondern ... Sie hat eine gute Freundin dabei. Luis: Hast dich darum gekümmert. Eigentlich war abgemacht, du fährst mit ihr und dann hast du da noch mal vor zwei Wochen die Freundin organisiert. Ich habe noch einen Platz fürs Lagerettet Yannick: Genau, ganz genau. Richtig hinter... Luis: bekommen, wir haben hier eine andere Lösung jetzt. Yannick: Ganz so furchtbar bin ich da noch nicht drauf. Aber ich glaube, das wird sehr witzig. Da freue ich mich drauf. Und jetzt geht es ins Training rein. Luis: Sehr schön. Könntest fast zu mir nach St. Moritz kommen, wenn du schon mal zwei Wochen Racepause hast. Wäre da nicht das Thema Arbeit? Yannick: Wenn dieser Job nicht da wäre. Genau, genau. Ich schaue mal, ich mir das so einteile, dass ich wirklich bisschen Zeit habe, noch mal ein paar Stunden zu schrubben. Das Training hat jetzt die letzten Monate echt gelitten. Die Form war zwischendurch im Sinkflug. Das bedeutet, jetzt schön wieder aufbauen, schön noch mal reizusetzen, auch mal gezielt reizusetzen. Da freue ich mich jetzt echt drauf, auch mal paar längere ruhige Dinge wieder zu fahren. Luis: Noch eine Frage, weil ich es hier oben ja gerade nicht so richtig mitbekomme. Wie sieht es denn mit dem Wetter aus auf Ground Level? Okay. Yannick: Also ich bin gestern in der intervalle gefahren, da hat der Core Sensor zwischendurch über 39 Grad angezeigt, also Körperkerntemperatur. Und heute war ich auch viel in Heatson 2 und 3 unterwegs beim locker fahren. Also es brennt, es ist heiß. Nehmen wir auch ein bisschen die Intensität raus. machen jetzt keine Durability Sachen, also lange Einheiten mit zum Schluss noch mal drauf knallen, sondern entweder lang und locker, wirklich locker oder eben knackige Sessions mit Intensität am Anfang und dann noch locker, aber nichts langes, wo man zum Schluss noch hart fährt mehr. Luis: Ja, deshalb bin ich schon privilegiert hier oben jetzt. Klar, wenn die Sonne mal da ist, dann kommt es auch mal so, dass es hier so 30 Grad in der Sonne hat. Ich hab auch das Gefühl, hier oben ist die UV-Strahlung höher und man spürt die Sonne irgendwie stark. Aber sonst ist es schon echt angenehm, gerade auch zum Schlafen. Das Einzige, wo man dann wieder eine Klatsche kriegt, ist, wenn man mal so Maläuerpass runterfährt oder irgendwie Albulapass und dann wieder auf einmal so auf ... keine Ahnung, irgendwo zwischen 300 und 800 Meter ist. ist dann auf einmal irgendwie so 5-10 Grad wärmer. Du hast zwar wieder mehr Sauerstoff, aber du kannst die Luft gefühlt schneiden, weil es so warm ist. Das ist dann auch Yannick: Ich würde dir empfehlen andere Richtung raus, Chiavenna runter. Da steht es richtig schön. Luis: Ja, das ist ja Maloya runter, oder? Yannick: Genau, genau, und dann aber hinten den... Wer ist das Spügen? Ist das der Spügen? Ich glaube es der Spügen. Luis: Keine Ahnung, da bin ich überfordert. Yannick: Den kannst du ganz gut erreichen von dir aus. Der ist... kacke. Luis: Aber soweit komme ich gar nicht. Meine Triathleten-Leine ist zu kurz. Die lässt es nicht zu. Bei mir bedeutet Long Ride nicht sieben bis acht Stunden, sondern drei bis vier Stunden. Yannick: Ja, nee, okay, das wird ein bisschen knapp. Ansonsten im Auto mal runterfahren und den mal fahren, weil das ist wirklich ein traumhaftes Ding. Vielleicht an irgendeinem Tag, wo nicht ganz so viel Verkehr ist, weil der ist prädestiniert dafür viel Verkehr zu haben. Luis: Boah, hey, okay, ein kurzer Rant noch. Autofahrer in der Schweiz, was ist los mit euch? Das ist geisteskrank. Was ist falsch? Nein, Yannick: Absolut. Es ist, die kennen keinen Seitenabstand. Gell? Luis: die Fährnass wäre immer nicht da. Also, das ist Yannick: Ja. Luis: insane, wie viele Momente es schon gab. Wir hatten ja letzte Woche dieses Thema, als der die Vorfahrt genommen hat, das ist ja noch okay, das passiert einmal in dem Trainingslager. Aber wie die Leute überholen, das ist Also das, glaube ich, auf der Autobahn in Deutschland fahren mit dem Fahrrad ist weniger gefährlich als hier. Das ist brutal. Yannick: Es ist so abstrus. Auch wenn wir hier, mein Klassiker ist ja die Bodensee Umrundung. Da fährst ja auf Luis: Ja. Yannick: der Schweizer Seite, du fährst über die Grenze und es existiert keinen Seitenabstand mehr. Es ist so pervers. Links Verkehrsinsel, rechts Radweg und das Auto passt irgendwie durch und musst auch gefühlt mit linken Reifen über die Verkehrsinsel fahren und dann nicht nicht voll ob zu mehnen. Machen sie. Ziehen sie einfach durch. Also liebe Schweizer, das ist wirklich absturz, ihr da tut. Luis: Das ist crazy. Jetzt hackt leider gerade die Verbindung ein bisschen. Ich hoffe, das war jetzt noch Yannick: Bei mir geht's Bis am Start. Luis: drin. ja, wirklich. Es sind nicht nur die Schweizer. Ich dachte schon, ich muss nur gegen die Schweizer renten. Aber die Italiener oder auch andere Touristen, hier oben fahren, geisteskrank, weil sich jeder denkt, da passe ich noch durch. Auch wenn Gegenverkehr kommt. Bodenlos. Also, das ist wirklich bodenlos. Den musste ich jetzt noch loswerden. Gut. Yannick: die nicht. Luis: Ich dachte, ich war so ein bisschen ... Ich war so ein bisschen sad, weil ich so dachte, ja, Schweiz, ultrageil hier, alles schön sauber, richtig fein. Aber das war so ein Yannick: Du bist es ja auch. Luis: ... Ja, das ist es auch, aber das war so bisschen so ein ... Dämpfer. Aber ... Yannick: Du kannst in Sauber und Hand sterben, oder was? Luis: Ja. Mich wundert's halt krass. Ich weiß nicht, ob das im Schweizer Gesetz nicht drin ist, aber eigentlich lieben die ja genauso Regeln wie wir Deutsche. Also war ich so ein bisschen überrascht, aber ich denke mal, ja, I don't know. Jetzt glaube ich hängt die Verbindung Yannick: Vielleicht gibt es da also gibt es keine Seitenabstandsregeln in der Schweiz. Lasst uns mal wissen, ob es das vielleicht einfach nicht gibt oder oder irgendwie nur ein halber Meter ist. Luis: wieder. Ich denke, wir müssen die Folge beenden. weiß nicht. Hallo, hallo? Yannick: Ich bin da. Luis: Janik ist noch da, er macht das Doppelpiece. Yannick: Haha Luis: Ich glaube, wir müssen die Folge beenden. Die Internet-Connection verlässt mich hier langsam. Yannick: Dann machen wir einen Cut, bevor wir es uns mit allen jetzt verscherzt haben. Und wir finden bis zur nächsten Luis: ... Yannick: Woche mal raus, ob die Schweizer sowas wie Seitenabstandsregeln haben oder nicht. Schaut uns in die Kommentare. Haut rein, liebe Leute. Wir freuen uns auf die nächste Woche. Vielen, Dank für alle, einschalten. Lasst es krachen, bleibt gesund und wir hören uns. Luis: Macht's gut, ciao zusammen!