Micha: Hallo und herzlich willkommen zu zur Sache dem Automobil Woche Podcast. Heute wieder mit mir, Micha Gepard, stellvertretender Chefredakteur der Automobil Woche und natürlich mit einem Gast. Und das ist in dieser Woche Frank Volk, unser Bayern Reporter. Hallo Frank. Frank Volk: Hallo, grüße dich Micha. Micha: Bayern-Reporter, denken alle als erstes, dass du dich nur mit BMW und Audi beschäftigst. Das tust du auch sehr intensiv. Aber es gibt natürlich auch noch andere Player der Autobranche in Bayern. da ist einer, genau zu sein, ein Fränkischer. Das darf ich als Franke sagen. Die Firma Schäffler aus Herzogenaurach. Und da ist einiges passiert in den vergangenen Tagen und Wochen. Du hast da viel darüber berichtet schon. Sie strecken die Fühler aus in Richtung humanoider Roboter, in Richtung Defense, in Richtung Raumfahrt. Und jetzt gibt es auch eine neue Personalie bei Schäffler, über die du berichtet hast. Kannst du uns da was zu erzählen? Frank Volk: Ja, super spannend, was gerade bei Schäffler in Herzogen-Aurach passiert. Du hast es schon erwähnt. Wir haben ja die Situation, dass je drüber die Aussichten in der Automobilindustrie sind, umso charmanter wird der Blick auf die Rüstungsindustrie. Gab es diese Woche auch wieder eine Studie, über die wir berichtet haben vom European Policy Center. 800 Milliarden Euro gibt die EU in zehn Jahren für Rüstung aus. Und da ist es natürlich weniger erstaunlich, wenn man mal auf die Werksauslastung bei vielen Herstellern schaut. schaut wie sehr die Zuliefer am Tropf dann letztlich auch von der Autoindustrie hängen, dass sich viele Diversifizierung bemühen. Ich glaube 75 Prozent der Automobilzuliefer beschäftigen sich im Moment aktiv damit ihre Geschäftstätigkeiten auf Bereiche außerhalb der Autoindustrie auszudehnen und die meisten davon mit Rüstung. Micha: Mh. Frank Volk: Bevor ich jetzt zu Schäffler komme, vielleicht noch. Ich finde das ja grundsätzlich ein Ich bin jetzt natürlich auch eine Generation, die noch zu dieser gerne auch mal links sozialisiert gerechnet wird. Und ich finde es ja für eine Industrie, sich ja ihrer Innovationsstärke rühmt und diese ja auch hat. ich es ja grundsätzlich ein bisschen armselig, wenn einem nichts anderes einfällt, als jetzt zu sagen, ok, bauen wir halt Militärfahrzeuge Stadttrappes. Aber nun gut, gibt natürlich, es gibt Micha: war natürlich auch dem Zeitgeist geschuldet. wir Militärausgaben fahren hoch, das ist ein hochlukratives Ich glaube, an dem will ja auch einfach, also es ist glaube ich nicht nur, man geht dahin, weil das andere nicht mehr läuft, sondern auch man will auch an Feld mitverdienen. Frank Volk: ist komplett nachvollziehbar, keine Frage. Und wenn wir jetzt nach Herzog und Aurach blicken, da muss man sagen, es gibt ja unglaublich viele Ankündigungen in diesem Bereich, was mich tatsächlich, ich würde fast sagen, fasziniert im Moment, ist mit welcher Handlungsgeschwindigkeit und mit strategischen Linie Scheffler ⁓ CEO Klaus Rosenfeld, wie die das Ding durchziehen. ist wirklich, also die halten sich nicht lange auf mit, ja wir könnten, wir wollten und wir verhandeln. Man muss sich mal überlegen, die haben letztes Jahr angekündigt, ⁓ die Diversifizierung. Klar wollen sie sich unabhängiger machen von der Automobilindustrie, die aber noch klar dem Geschäftsschwerpunkt bleiben wird. sind ⁓ Micha: Mhm. Frank Volk: angekündigt im vergangenen Frühjahr Humanity Robotik als ein Geschäftsbereich kurze drauf, haben Sie nicht nur angekündigt, sondern Ihren Kooperationspartner und haben dann schon einer großen Zulieferermesse ein Komplettsortiment an Produkten, die fertig sind. vorgestellt. Sie haben vor der Bilanzpressekonferenz im März haben neue Kooperation mit einem chinesischen Roboticspezialisten haben, es geht wirklich wie Sprezlbacken bei denen. Sie haben letztes Jahr im Herbst oder im Spätsommer haben Sie angekündigt ins Verteidigungsgeschäft einzusteigen. Im Dezember haben Sie eine Kooperation mit Health kann man sagen, Senkrecht startet bei angekündigt. Aber nicht nur angekündigt, jetzt im Moment sind alle Seiten sehr zurückhaltend. Aber die Produktion ⁓ dieser Komponenten, Schäffler Helsing fertigt, die ist offensichtlich schon angelaufen. Wie gesagt, bestätigt niemand, weil das natürlich alles sicherheitsrelevante Themen. ⁓ Micha: Ja, ich wir sind starten. Das wäre genau meine Frage, wenn ich dich da unterbrechen darf, weil du hast es gerade selber gesagt, es wird sehr viel angekündigt. Ist jetzt Schäffler nur geschickt da im Ankündigen, weil sie gleich irgendwelche Kooperationen verkünden oder schließen, aber trotzdem wird da jahrelang nichts passieren oder wie du gerade sagtest, bei Drohnen ist jetzt schon offensichtlich oder wahrscheinlich was angelaufen oder kommen sie wirklich Frank Volk: Man es, es ist Es ist angelaufen. Es kann natürlich immer noch sein, vielleicht sind sie tatsächlich nur geschickter im Marketing und die anderen halten das unter der Decke. Auf jeden Fall sind sie unheimlich aktiv und sie sind nicht nur hyperaktiv, so wie es scheint. Also wenn man jetzt eben die aktuellste Geschichte schaut. Am Vorabend der Bilanzpressekonferenz hat Klaus Rosenfeld mit ein paar in der Runde von ein paar zum ersten Mal darüber gesprochen, dass sie oder zum ersten Mal öffentlich gemacht, dass sie auch mit der Luftfahrt liebäugeln. Das hat er schon in exzellenter Laune verkündet, vermutlich, Tags direkt nach der Bilanzpressekonferenz hatten sie Gespräche mit einem führenden Raumfahrtunternehmen. Name war noch nicht bekannt. drei Tagen wissen wir es. ist ein weltweit Satellitenunternehmen, ⁓ es mal ein bisschen schlicht zu sagen. dauert wiederum nur zwei Tage, bis sie dann doch bemerkenswerte Personalie sie jetzt eine CEO berufen für diesen Bereich. Und das ist eben nicht nur irgendeine Personalie, sondern mit Celia Pelas. weiß es, Celia Pelas ist eine Deutsch-Spanierin. Haben Sie eine extrem erfahrene und bewanderte Managerin aus dem Rüstungsbereich geholt, den Laden jetzt führt, also diese neue Defense-Tochter, die Schäffler gegründet hat. S-TEC Defense GmbH sitzt in ⁓ Micha: Hm? Frank Volk: München ⁓ Woher kommt Frau Pellas? Sie kommt von Spike. Also schon sehr durchstrukturiert, sehr strategisch, sehr getaktet, zielorientiert, wie die das machen. Und sie haben ja jetzt auch, ich hatte schon die Stagg Defense GmbH angesprochen, haben sie der Handelsregister Eintrag, der erfolgte ja schon Anfang des Jahres. im Januar irgendwann. eine sehr klare Vorstellung dahinter, was da passiert wie es passiert. Und Sie haben auch an diesem besagten Vorabend der Bilanzpressekonferenz auch schon ein Produkt präsentiert. Das ist ein Reaction Wheel, nennt sich das. Ich wusste bis dato nicht, was das ist. Das ein Schwungradsystem. für die Lagerregelung und die Stabilisierung der Satelliten, dass sie quasi auf Kurs bleiben, wenn sie hier im Orbit ihre Runden Und dann stellt sich natürlich die Frage, wie schafft die Themen so schnell umzusetzen? Und auch das ist eine faszinierende Nummer, weil eigentlich ist es kein Hexenwerk. Micha: Ja. Frank Volk: Die einfach in einem riesen Ladengut. natürlich Interproduktion. setzen selber, wenn man Humanoide wieder nimmt, die setzen die selber in ihren 130 Produktionsstätten, die sie weltweit Die sind einfach hingegangen, haben gesagt, lasst uns unser Portfolio angucken und lasst uns schauen, welche Produkte Micha: Mmh. Frank Volk: wir im Grunde genommen zur Verfügung haben, die wir mit relativ geringfügigen Adaptionen für humanoid Robotik einsetzen, für Drohnen, dazu kommen die kleinen Elektromotoren, vermutlich Schäffler, und jetzt die Raumfahrt. Und da sind sie ⁓ auf überraschend viel Micha: Mmh. Frank Volk: erklärt mir auch im Nachhinein die gute Laune von Rosenfeld. Mein als Ex-Finanzer freut er sich natürlich riesig, wenn sie neue Potenziale erschließen mit im Prinzip fertigen Produkten im Portfolio. Und das ziehen die wirklich mit unglaublichen Konsequenz durch. Sie scheinen den Nerv zu treffen der Kundschaft. Weil sonst würden diese Kooperationen nicht so schnell zustande Und da ist, glaube ich, noch einiges von denen zu erwarten. ist ja auch nach wie ich weiß nicht, ist es ein offenes Geheimnis oder ein geheimes Geheimnis? Aber dass sie relativ bei Tesla auch drin die Optimus Produktion Micha: Mhm. Frank Volk: niemand drüber reden, aber es streitet auch niemand ab, man dann am Ende des Tages drüber spricht. Also bemerkenswert, wie klar zielgerichtet und in Geschwindigkeit Scheffler da im vorankommt. Micha: Das ist ja ganz spannend, du hast es gerade angesprochen, dass Sie das mit einem Nachdruck durchziehen und mit einer Geschwindigkeit, die man so in der Branche oft nicht findet. Jetzt hast du natürlich bei uns als Bayern-Reporter mit zwei, ich sag mal jetzt Familienunternehmen zu tun. BMW hat im Grunde eine sehr klare eigene Struktur mit den Quanz und Glattens. Bei Schäffler ist es am Ende auch Frau Schäffler und ihr Sohn, die dahintersteht. Meinst du, dass das macht was aus? Können die dann Dinge doch auch schneller bewegen als jetzt ein großer Konzern? Du bist auch für Audi zuständig. Die müssen sich mit Wolfsburg abstimmen. Klar, da hängt am Ende auch eine Familie. Aber diese Familie an sich ist ja so kompliziert, dass schon die Familie eine Konzernstruktur In meiner Meinung ist das schon ein Vorteil für diese Unternehmen, in dieser Zeit da auf neue Dinge ausrichten zu können. Frank Volk: Also sehe ich 100 Prozent so, weil wenn man mal schaut... Wenn man Audi anguckt, die haben einen bombenfesten Anker Investor hinter sich. Die müssen sich nicht mit irgendwelchen Konsortien in Dubai rumbalden oder wem auch immer. Da fällt dann mal alles weg. Die müssen sich auch nicht ärmste Hausnummer in dem Geschäft ist sicher Volkswagen, wo dann auch noch die Politik mitmischt. diese, also ich denke mir oft, ⁓ ärmsten Menschen sind die, bei VW oder in Wolfsburg einen Change-Prozess hinkriegen müssen. Hut ab, wenn das jemals gelingen sollte oder wer sich das auch überhaupt antut. Aber da hat man in der Situation schon großen Vorteil, wenn wirklich verlässlichen, auf langfristig orientierten Investor hinter sich weiß, Okay, gut, der muss natürlich in die richtige Richtung gehen und der muss auch die Innovationsoffenheit haben. Ich bleibe jetzt mal bei der männlichen Version, den alten sturen Bock hinter dir hast, der einen Tag nur sein Ding durchzieht, wird es auch wieder Und Schäffler kommt mit Sicherheit dazu, ja ein Riesen-Standing hat in Familie. hat damals noch als Finanzchef letztlich diesem Übernahmepoker mit Kontinental die Finanzen des Unternehmens hinsortiert, dass es ... auch gesichert war. Und ich eine unheimlich starke Rolle und er weiß hinter sich Leute, die seiner Strategie vertrauen. Wenn du da Menschen hinter dir hast, als Investoren oder auch ein Aufsichtsrat, der nicht in dich vertraut, dann ist es natürlich umso schwieriger, so einen Wandel dann zu initiieren und auch durchzuziehen. Micha: Du hast gerade Wandel in Wolfsburg angesprochen. hatten das immer wieder schon thematisiert. Da gibt es sehr viel Wandel gerade. Ein Thema ist immer wieder das Werk Osnabrück, wo man sich jetzt wahrscheinlich auch mit Rüstung beschäftigen wird. Zusammen mit dem israelischen Konzern Rafael haben wir ausführlich schon mal diskutiert. Ganz viele andere Autowerke in Europa setzen weniger auf Rüstung, sondern auf chinesische Hersteller, die dort Fahrzeuge produzieren. Das ist zuletzt jetzt in Spanien wieder passiert. MG baut ein Werk in Spanien, also ein neues, aber es gibt auch viele Übernahmen oder nicht Übernahmen, Kooperationen. Gili bei Ford in Valencia. Und auch in den UK sieht man es jetzt gerade Diskussionen von Cherry mit Nissan, ⁓ eine Produktionslinie in Sunderland zu übernehmen. Das ist so ein bisschen der Gegenentwurf, sage ich jetzt mal so. Wir suchen uns neue Geschäftsfelder, wir machen Defense, wir machen Raumfahrt oder wir holen uns da eben jemanden ins Werk, der uns als Partner auch unterstützt. Das glaube ich, werden wir in Europa schon noch häufig sehen, aber in Deutschland eher selten wahrscheinlich. Oder was denkst du da? Frank Volk: hatte ich ja ein paar Zahlen von S &P Global dazu, Mobility dazu bekommen. Und da zeigt sich natürlich schon so wie die Hersteller die Lokalisierung antreiben, so treibt die Lokalisierung natürlich auch die Chinesen an. Wenn die in Europa Fuß fassen wollen oder auch in den USA, falls es dann mal irgendwann... einem klaren Bild kommt, wie sie überhaupt investieren können, werden die das natürlich die Lokalisierung machen. Das ist Das hilft auch der europäischen Automobilindustrie vor dem Hintergrund des Produktionsabbaus, der ja im Gange ist in Europa. ⁓ Micha: Absolut, ja. Frank Volk: Wem es nun dummerweise nicht hilft, ist im Standort Deutschland. Deutschland ist, das zeigen die Zahlen ganz klar, also wenn man mal drauf guckt, was wir da hatten Daten, dann wird Deutschland mit Perspektive, einem Zeitraum von 2015, das war so die letzte Hochphase der Produktion, auf 20, 30, 41 Prozent an Produktion verlieren. Das ist ein mächtiges Wort und viele Chinesen kommen da nicht Die Chinesen wollen günstig produzieren. Also wenn es dann immer wieder die Diskussionen gehen die jetzt zu Volkswahl übernehmen, die ein Werk von Volksang. Klar, man weiß es bei den Chinesen nie so genau, weil es für sie natürlich auch ein Strateg, also in ihrem Begehren als weltweit führende Industrienation Micha: Hm. Frank Volk: wahrgenommen zu werden, wäre es natürlich von der Symbolik und man sieht es ja auch an den der Knaller, wenn Sie sagen würden, Wolfsburg als einer der größten Autohersteller der Welt biegt nach unten ab und braucht jetzt die Chinesen. Super Schlagzeile, aber ich glaube die Chinesen rechnen auch und wer will sich schon... Die herrschenden Strukturen in einem VW-Werk ans Bein binden mal im Ernst. wird es ewige Verhandlungen über Mitarbeiterübernahmen geben, über Tarife. Die gehen da nicht rein und sagen, okay, wir übernehmen euch, aber ab morgen verdient er 30 Prozent weniger. Das andere Thema ist, dass es viele günstigere Produktionsstandorte in der EU gibt. wenn man mal auf Zahl anguckt, Wer wird profitieren? Spanien wird profitieren. Die werden ihre Produktionszahlen weitgehend stabil halten und das liegt jetzt ab Sie mal schon an Investitionen. Chinesische Autohersteller. In Ungarn gibt es ordentlich Subventionen obendrauf. Deutschland wird was die absoluten Zahlen anbelangt, stark auf dann nur 3,49 Millionen produzierte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge kommen von 2015 mal bei 5,94 Millionen. Also das man mal sehen. Micha: Ja. Frank Volk: das Wachstum, es Ansiedlungen, das Gros der chinesischen Ansiedlungen nicht in Deutschland stattfinden. Micha: nicht in Deutschland sein. ist etwas ungern gesagt, aber da man mal gucken mit der neuen Regierung. Da sollen ja eventuell Förderprogramme gestrichen werden, das wird man sehen, aber auch Spanien sehen wir ja in Deutschland auch. Gerade eben hat Volkswagen die Produktion der elektrischen Kleinwagen, namentlich jetzt erst mal Cupra Raval und ID Polo plus dann den Skoda Epic in Spanien anlaufen lassen. Im Werk Matorrell werden der Raval und der ID Polo Auch VW ist ja mittlerweile schon lange dabei. Also einen Polo baut man auch schon länger nicht mehr in Also auch verlagern oder die deutsche Industrie verlagert ja dahin verlagert nach Spanien und Olli Blume hat im Rahmen dieses Anlaufs auch gesagt der CEO von Volkswagen, dass man ja daran arbeitet, auch eine Kostenparität zu haben zwischen E-Autos, zwischen Verbrennern. Das funktioniert natürlich auch nur, wenn ich da schaue, wo ich sparen kann. Und Fabrikkosten, die in Spanien schon mal deutlich niedriger sind als in Deutschland, habe ich einen großen Kostenfaktor schon mal weg. Und dann... Frank Volk: Also selbst, also wenn man auf Ungarn schaut, da da, da hat mir neulich ein Experte gesagt, dass, also selbst reine Produktionskostenvorteil, auch wenn jetzt Ungarn, Tschechien, das sind ja alles keine Billiglohnländer mehr, da muss man auch nicht drumrum reden, aber der Produktionskostenvorteil soll sich immer noch im Bereich von 15 Prozent die Folklore weglässt das ist natürlich eine harte Nummer. Aber im Grunde genommen, wenn... wenn der politische Einfluss bei Volkswagen nicht so hoch wäre, dann würde schon seit 15 Jahren mehr in Deutschland produziert werden. Micha: Ja, das stimme ich dir absolut Schöne Überleitung. Kleinwagen. Gar nicht ⁓ Kleinwagen geht es nämlich bei zwei Autos, die uns auch in diesen Tagen beschäftigt haben. Nicht nur uns, sondern die gesamte Automobilwelt und vor allem das Internet oder die Menschen, die sich da rumgetrieben haben. sind eins davon ist ein Auto, das wahrscheinlich in dieser Klasse weiterhin in Deutschland produziert wird. Der Audi Nuvolari, der gestern Abend vorgestellt aber auch der Ferrari Luce, der vor wenigen Tagen Weltpremiere feierte, hat die erregt, sage ich sind zwei Supersportwagen, wobei der Audi, glaube ich, noch noch so ein bisschen Das positivere Echo eingefangen hat gestern. Der Ferrari wurde ziemlich zerrissen in der Du bist der Audi Reporter. Lass uns erstmal über den Audi sprechen, der Nuvo Lari. Das ist jetzt ein Statement von Audi, hast du Und schon auch so ein bisschen ein Ausblick dahin, wo die Marke hin will vielleicht wieder, oder? Frank Volk: Ja, definitiv. war zum einen echt eine Überraschung. Die haben wirklich Mantel. Also wird ja bei Audi gehört wahrscheinlich auch durch vielen Diskussionen, durch die Konfliktlagen, ja, weißt du ja selber, wird ja unheimlich viel durchgestochen, was Audi gerade macht oder nicht macht oder was sie können oder was sie nicht können. In dem Fall hat es tatsächlich mal Auto hochgeheim vorbereitet. hat und offensichtlich nur ein ultra kleiner Kreis einbezogen. Es gab vor ein paar Monaten mal Gerüchte, dass das Audi an R8 Nachfolger arbeitet. Vermutlich war es dann dieses Nuvolari. Insofern echter Coup, auch dass sie es im Umfeld von Monaco platziert haben und enthüllt Und was natürlich schon klar ist, das Auto zeigt ganz klar Micha: Mhm, genau. Frank Volk: Monaco hat ja oder die Formel 1 hat ja noch eine besondere Bedeutung, weil bei Audi ja durchaus bei allen beschwören, wie wichtig das jetzt ist, dieses Engagement für die technologische Entwicklung Da gibt es ja Marketing geklingelt, das ist ja unfassbar. jetzt nimmt man natürlich den Nouvellari auch wieder, ⁓ auch mal zu sagen, hey, pass auf, wie die F1 ist wichtig für uns. zeigt sich auch darin, das also auch Hülkenberg und so, des Fahrzeugs, das haben sie ja in Nardo dann gemacht und das sind auch die F1-Fahrer. Jungs, steigt mal aus euren Boliden, kommt mal hier rüber und stimmt den Nuvo Lari ab. Was man natürlich über diese Geschichte hinaus ist zum einen, dass es tatsächlich das erste und das hat jetzt auch Massimo Fastella, der Schiffdesigner, hat es auch nochmal dass der Nuvo Lari tatsächlich das erste Serienmodell ist, wenn man bei 499 Einheiten von Serie sprechen möchte. In dem dieses Radical Next Design verwirklicht wurde, wie man es beim Concept C gezeigt hat. würde ja immer so bisschen, ja, wird das dann am Ende werden? Ist das produktionstechnisch nicht allzu aufwendig? Jetzt hat man es umgesetzt und manifestiert damit schon, das ist im Kern Designsprache. Audi anstrebt und das hat auch schon bei der IAA, bei der Vorstellung Konzept C hat das wirklich für einen enorm positiven Schub auch intern bei Audi, wo man ja auch so ein bisschen gebrügelt war die letzte Zeit. Jetzt ist das Auto da. ⁓ Micha: Mmh. Frank Volk: eher positiv aufgenommen worden, ich mal sagen. Wobei man Aufmerksamkeit zu erreichen, immer, das ist mein Angebet, in Faris und welche Experten dann dahinter im Busch vorkommen. Das ist ja eigentlich auch immer wieder ein spannendes Auf jeden Fall ein interessantes Fahrzeug. Man hat auch wirklich Neuerungen mit eingeführt, wie beispielsweise nächste Entwicklungsstufe des Quadroantriebes. Dann kommt zum ersten Mal dieser High Performance Hybrid zum Einsatz. ⁓ Micha: Hmm. Frank Volk: ruft natürlich wieder die Kritik hervor, Also gibt es natürlich jetzt wieder dieses Hin und Her zwischen den unterschiedlichen Lagern und es ist natürlich auch immer berechtigt so ein bisschen zu gucken, viel Energie in verbrennungsmotorische Lösungen. Micha: Vielen Frank Volk: ist ein Ich persönlich halte mich ja gerne zurück bei Designs, weil ich da zuverlässig, seit ich in der Automobilindustrie berichte, lag ich bei Designs eigentlich zuverlässig Und im Grunde genommen habe ich mir angewöhnt Autos immer erst dann wirklich zu beurteilen, nicht auf Basis von Bildern, nicht auf Basis von Showcars, die auf einer Messe in von 18 Experten erstellten Ausleuchtungen darstellen, sondern wenn die Autos auf der Straße sind und dann das wirken zu lassen, denn Aber es ist auch wenn man auf die Entwicklungszeit guckt. Micha: Ja. Frank Volk: mag eine Rolle gespielt haben, dass es doch sehr flott gegangen dass der Lamborghini. Thema da Pate gestanden hat und gut, gehört ja nun eigentlich zur Audi Familie dazu. Jetzt hat man mit Rufenmoor auch noch den Entwicklungschef von dort wieder rübergeholt. Also insofern schon ein paar ganz gute Voraussetzungen, ⁓ jetzt komplett Technik neu entwickeln zu müssen. Aber die Entwicklungszeit von eineinhalb Jahren, das soll sogar ein bisschen weniger gewesen sein, die ist natürlich schon gut und wo Döllner hin will. ⁓ macht da unheimlich viel Dampf und will das jetzt auch mit den Modellen zeigen. Micha: Das muss er ja glaube ich auch tun und gut das ist jetzt die Speerspitze mit weniger als 500 Einheiten, die bin ich mir 100 % sicher wird Audi gut Auch das man hier auf Hybrid setzt ist sicher dem Zeitgeist auch geschuldet. Wir sind immer noch in einer Verbrenner Ausdiskussion. wollen das Hybrid weiter... Ich glaube damit trifft man schon den Nerv der Zeit auch. Frank Volk: Ja und du siehst aber auch auf der anderen Seite, lass mich das noch kurz erwähnen, schon auch an dem Modell die Zerrissenheit in der Audi noch steckt. Weil jetzt kommen, vor ein paar Wochen hat man die ersten Spots gesehen vom Q9. Nächste Woche steht der Q7 an und das was man bisher Autos Micha: Das war's Mmh. Frank Volk: da würde ich jetzt sagen, da werden jetzt die Audi Menschen wahrscheinlich weinen. Das ist eher bisschen trauriger Fall. Also der Q9 ist einfach, das ist einfach nur eine Riesenkiste. Gut, wenn der US-Markt den kauft wegen mir, wenn es einen Markt für die Fahrzeuge gibt, es sind Verbrenner, vielleicht Plug-in-Hybrid und der Q7 ist einfach auch nur ein Micha: Mhm. Ja, dann muss man es machen. Frank Volk: Brocken von den Sie natürlich brauchen für Ihren wirtschaftlichen Erfolg in den USA, insbesondere der aber jetzt. Also da muss man schon viel Marketingbegeisterung haben, die auf eine Stufe zu bringen, dass sie inspirierend oder für Zukunft stehen. Nein, sind vergangene Modelle der Gegenwart, die einfach die Kasse füllen sollen. ⁓ Mehr ist nicht. Micha: Das ist ja auch gut so und da kommt richtig, dass man diese Autos braucht, ⁓ ja auch neue Sachen zu finanzieren. als Schlusswort noch ein Gedanke von mir, weil wir jetzt den Ferrari Luce angesprochen haben, aber nicht drüber gesprochen haben. Es tut vielleicht auch gar nicht not, weil schon so viel über dieses Auto gesprochen wurde. Das ist ja alles andere als ein Auto aus der Vergangenheit oder Gegenwart. Das ist ja nun wirklich ein Zukunftsauto mit dem Ferrari da jetzt antritt im Elektro-Segment. Ein ganz schwieriges Segment. Elektrische Sportwagen sind derzeit nicht stark nachgefragt, ⁓ es mal positiv auszudrücken. Benedetto Vigna, der Ferrari-Chef, ein Technokrat durch und durch, zieht das jetzt sehr konsequent durch, hat sich beim Design auf ehemalige Apple-Designer gestürzt, hat die das Auto gestalten lassen mit einem entsprechenden, ich glaube man kann von einem Shitstorm sprechen in der Medienwelt oder in der Fanszene vor allem. Ich glaube persönlich, das ist meine eigene Meinung, daran, dass dieses Auto ein Erfolg werden wird, genau weil es so anders und alleine deshalb, weil aber auch das springende Pferd vorne drauf ist und der Preis mittlerweile hier bei über 500.000 Euro, glaube ich, für die meisten das Kaufargument ist. Da geht es dann gar nicht mehr so sehr ⁓ das Produkt selbst, sondern ⁓ das haben wollen. Und ich glaube, das hat Ferrari durchaus erreicht. Zerrissenheit Ferrari eine aber es gibt ja noch die alten Ferraris. Du kannst ja immer noch ⁓ einen Roma kaufen wie sie heißen. Wer den klassischen Ferrari sucht, findet ihn ja. Und jetzt kann eben auch derjenige, der was Neues will bei Ferrari einkaufen. Ich glaube daran, dass diese Strategie aufgeht. Wir werden es sehen. Frank Volk: Ja und... Da bin ich schon bei dir. Dieses Entsetzen kommt ja auch aus der Echo-Kammer gestrigen Ferrari-Fans. ich halte den Schritt des CEO oder auch für Interessant, ist mutig und er ist aber auch er erfolgt ja in einer Zeit. meine Ferrari kann diesen Übergang zur Elektromobilität. Der ist jetzt schwierig für alle Luxus aber er kann ihn ja aus einer Position der Stärke angehen. Und wenn er ihn jetzt nicht machen würde, wann denn dann? Micha: Wann soll es starten? Ja, man hätte natürlich jetzt beim Design, das ist ja das, was am meisten polarisiert. vielleicht ist das sogar in dem Moment, wir drüber sprechen, mir dieser Gedanke, vielleicht ist das auch sogar gewollt gewesen. Es wird gar nicht so sehr darüber diskutiert, dass es ein Elektro-Ferrari ist und diese Antriebsdiskussion kann ein Ferrari elektrisch sein, die gibt es eigentlich gar nicht. Am Ende wurde nur über das Design diskutiert. Vielleicht war das mit eingepreist, was bei einem Börseneinbruch von 8 Prozent natürlich ein sehr teurer Preis wäre. Aber rückblickend hat es dem Schritt zur E-Mobilität vielleicht sogar gut getan, dass das Design so polarisierte. Frank Volk: Ja und der Aktienkurs hat sich ja wiederholt inzwischen. Da freuen sich dann diejenigen über die Design-Diskussion, die mal bisschen günstiger einsteigen wollten. Micha: sich auch wieder erholt. schönes Schlusswort. Wir haben bisschen länger geredet als sonst. die oder Zuhörer sind in diesem Fall sind uns trotzdem treu geblieben. Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir Frank für das angenehme Gespräch und den vielen Input und hier geht es wie gewohnt nächste Woche Freitag wieder weiter mit zur Sache. Vielen Dank fürs Zuhören. Tschüss. Frank Volk: Gerne. Tschüss, ciao!