Burkhard: hallo, bei mir heute Micha Gepards, der Vertretenderchef der Automobilwoche. Hallo Micha. Ich hoffe, meine Stimme hält. Es ist entweder Heuschnupfen oder Kältum, aber es sind keine Jubelgesänge von gestern Abend der deutschen Nationalmannschaft. Daran liegt es nicht, aber die Stimme wird schon halten. Micha, darf ich mit einer kleinen Anekdote einsteigen oder mit einer ... Micha: Hallo Burkhard! Hau raus, was ist passiert? Burkhard: Ich heute Morgen beim Supermarkt. Das alleine reicht noch nicht für ein Podcast Automobilwoche. Aber neben mir hat ein Fisker Ocean geparkt und ich musste den Mann ansprechen, er sich fühlt mit einem Fisker Ocean. Wir wissen, Henrik Fisker, der Automobilunternehmer hatte Großes vor, wollte die Welt erobern mit einem schönen Auto. Aber es hat alles nicht geklappt und er ist in die Insolvenz gerutscht und nun wahrscheinlich sehr hoch. verschuldet. Jedenfalls musste ich ihn ansprechen und er hat gesagt ja, Fisker Ocean und wollte natürlich wissen warum ich frage und ich habe dann gesagt ja ich Henrik Fisker persönlich. Das kam erstmal nicht so gut an, weil er dachte ich bin ein Freund von ihm und die Antwort war dann ja ist er untergetaucht oder schon im Knast. Also so ist dann das Verhältnis des Kunden zu seiner Marke. Und dann habe ich gesagt, erzählen Sie doch mal. Und er hat gesagt, ja, dieses hat einfach am Anfang gar nicht funktioniert. Und das Problem des Fisker Ocean, die Software. Also das hat er nicht hinbekommen. Und dann hat Softwarefirma in Kalifornien ein Tool gemacht, das heißt Ocean Loop. Und seitdem läuft das Auto stabil und funktioniert. Also ein Externer hat für die 30.000, 40.000 Autos die vielleicht verkauft worden sind, ich weiß es gar nicht. Hat er einen Tour gebaut und seitdem läuft dieses Auto sehr stabil und jetzt ist er sehr zufrieden. Also es lag nicht an Hardware oder Design. Also er schaut wirklich gut aus. Er schaut noch gut aus, er ja auch schon zwei Jahre alt. Schaut gut aus. hat noch erzählt, er hat eine PV-Anlage auf dem Lädt den Ocean komplett und zahlt für 100 Kilometer 1,70 Das ist natürlich dann... Ja, und es schien wohl auch so eine Art Ingenieur oder Physiker zu sein. Er hat gesagt, nach 60.000 Kilometern hat sich das Auto komplett amortisiert und dann ist ihm egal, wie der Restwert dieses Autos sein wird. 1,70 Euro auf 100 Kilometern, wenn du Oberbayern natürlich eine dicke... Micha: Das ist flagbar, Vielen Burkhard: PV-Anlage auf dem Dach hast, bist du gut dabei. Aber ich will nicht so viele Anekdoten erzählen, sondern die Woche eigentlich mit dir besprechen, wo ich war, wo du warst. Du warst in den französischen Alpen bei Škoda. Micha: Genau, ich war in Genf, also eigentlich auf der Schweizer Seite. Wir sind aber auch Frankreich rübergefahren zur Weltpremiere des neuen Škoda Peak. Bevor wir auf den eingehen, muss ich aber trotzdem zu dem Fisker noch was sagen, weil ich finde das jetzt sehr spannend, was du gesagt hast. Ich sehe nämlich auch regelmäßig hier in meiner Umgebung immer einen Fisker stehen, habe auch den Besitzer nie getroffen, wollte den das aber auch mal fragen und habe mich heute gefragt, wie fahren die denn jetzt eigentlich ohne Software, weil ja auch Server abgeschaltet das ist natürlich, wenn es jetzt diese Ocean Loop Software gibt, das ist die Lösung. Das macht ja auch so Hoffnung generell für die Branche, dass man durchaus Fahrzeuge noch retten kann, auch wenn es mit dem Softwareanbieter Probleme mal Jetzt in dem Fall trifft es glaube ich nicht mal so viele wie du meinst. meine, hat man hat nur 10.000 gebaut und nur die Hälfte ist verkauft worden. Also ⁓ es ist schon Rarität, wenn man so einen sieht. Burkhard: Okay, aber wir beide haben einen in der Nachbarschaft. Micha: Ja, das sind wahrscheinlich die beiden einzigen. es hierzulande gibt. Deutlich mehr wird man allerdings bald vom Skoda Peak sehen. Das ist so sicher wie das Armen in der Kirche. verdoppelt quasi sein Elektro Portfolio. Das ist jetzt nicht ganz schwer, weil sie hatten bislang nur zwei Autos, den Enyaq und den L-Rock. Jetzt haben sie gerade den Epic vorgestellt, der unten anbaut, das kleine Elektro SUV. Und jetzt mit dem Peak bauen sie oben an. 4,87 Meter hervorgegangen aus der Stube. Vision 7S, die wir schon seit ein paar Jahren kennen. Das war vor vier Jahren das erste Projekt von CEO Klaus Zelmer, dass er diese Studie präsentiert hat und auf die Beine gestellt hat. Damals ganz fancy, riesen Innenraum mit dieser Bibischale in der Mitte, wenn du dich erinnerst. haben alle darüber gesprochen. Was wird das jetzt? Das war natürlich das Sinnbild für Familienauto und jetzt ist das Auto da. Skoda, das mal so zu sagen. Das Auto ist... schick design, das hat viel Platz, es ist übersichtlich, man sitzt da drin und fühlt sich sofort zu Hause. Es ist natürlich nicht mehr ganz so spannend wie die Studie, das muss man schon auch sagen, aber ich glaube, das wird dem Auto am Ende auch zum Erfolg verhelfen, weil es ein Auto ist, was man eigentlich nicht nicht mögen kann, es sei denn, man steht jetzt nicht auf große SUVs. Es ist tatsächlich größte es bislang gab. Es ist auch der mit dem meisten Platzangebot, fast 1000 Liter Kofferraum, sieben Sitze. es ist auch der teuerste aber und das fand ich schon erstaunlich unter 50.000 euro 49.900 euro ist der startpreis in deutschland das hatten sie immer angekündigt ich nicht angezweifelt, aber ich war doch überrascht, dass ich so durchziehe und nicht mit mir komme mit einer First Edition und jetzt fängt er erstmal bei 55 an oder bei 60 an, nein, du kannst das Auto für 49.900 Euro bestellen wird... Ja. Burkhard: Du hast es ja auch in die Headline genommen, ich gesehen habe, weil ich den auch bisschen höher positioniert gesehen hätte. Wir waren ja auch zusammen im Lader Boleslav und hatten die Studie gesehen. Chefdesigner Stefani hat uns das persönlich ans Auto herangeführt. War ein toller Tag, weil Auto den Flächen und Stefani das so gut erklären konnte, was für ein edles Siebensitzer SUV das Es ist ein bisschen wie immer Studie versus Serie Nichtsdestotrotz erkennst du weiterhin wie diese gleichmäßigen Formen und die Flächen, wie er das gemeint Die Felgen sind natürlich auch cool. Micha: Natürlich. Burkhard: mag dieses Auto. Unter 50.000 Euro ist eine Ansage. wissen, Klaus Zermer sagt, jedes Auto muss sich rechnen, jedes Auto muss profitabel sein. Aber wahrscheinlich spielt da auch mit hinein, wir werden keine Strafzahlungen leisten wegen gerissener CO2-Hürden und deswegen muss dieses Auto ja auch verkaufen. ⁓ Micha: Genau. Genau. Das Auto muss sein. hatte Klaus Zellmer auf dem Gipfel. ist ja das Wortspiel, Skoda Peak, Englisch, Peak, Gipfel. Man hat diese Premiere gefeiert auf Gipfel in den Alpen mit Blick auf den Mont Blanc. könnte man jetzt deuten, man ist noch nicht ganz oben angekommen, weil ich auch zu Klaus Zellmer gesagt habe, wenn man am Gipfel ist, dann geht es ja nur noch Da hat er gelacht und meinte, nee, also erst mal ist das ja immer noch das Ziel der Gipfel. Ob sie den erreichen, sehen sie erst wenn Ihre Verkaufsziele eintreten für das was wir erst nächstes Jahr wissen das Auto wird ein Erfolg werden mit diesem Preis. auch wenn kein Auto für für 49.900 Euro über den Tisch gehen wird. Was aber auch gar kein Problem ist. Schon heute sagte er, er Skoda ja so hohe Transaktionspreise. Teilweise die Leute sind da wirklich bereit, viel Geld für einen Skoda auszugeben. Schon lange keine Billigmarke da werden die mit diesem Auto ordentlich Ertrag machen. Und er sagte auch, jedes unserer Autos muss seinen Anteil leisten. Der Peak genauso wie der Epic. hat auch gesagt, sind bei der Maschine noch nicht auf dem Kodiak Niveau. Klar, Auto ist das E-Porn dort zum Kodiak, arbeiten sich da aber ja, bin gespannt, diese vier, es sind ja vier SUVs von Epic, L-Roc, N-Jagd und die werden schon noch mal zu einer Verschiebung führen und Skoda ein deutliches Stück voranbringen. Burkhard: schon sehr sauber aufgesetzt auch muss man sagen. Und der Siebensitzer aus dem VW Konzern, Sie einen USP? also hat Volkswagen einen Siebensitzer, oder? Micha: Ja. Halt die Bars. Burkhard: T7, aber im Elektrobereich, ein ID.Bus für bis 30.000 Euro Auch ein schönes Auto, der ID.Bus, den Peak wären wir vielleicht öfters sehen. Den Epic wäre vielleicht sehr oft Micha: Ich Epic werden wir ganz oft sehen. habe mit Thomas Pecron am Flughafen getroffen. ⁓ Der natürlich auch da. Ein großer Skoda-Händler hat sich den Epic auch angeschaut. ⁓ Keiner Kunden hat dieses Auto bislang gesehen und trotzdem verkaufen sie mehrere hundert Stück im Monat. Das läuft schon sehr gut an. Burkhard: Wow, okay. Micha: Die beide nochmal ordentlich Volumen machen. Gerade jetzt auch ein Firmenfahrzeug, Kodiak ist wahnsinnig beliebt. Da jetzt auf eine Elektrooption zu setzen, ist glaube ich genau der richtige Schritt. Burkhard: Da freuen wir uns doch, dass Klaus Zelmer, das CEO von Skoda, zum Automobilwoche-Kongress kommt am 11. und 12. November. Einer von vielen CEOs, kommen werden, aber immer ein sehr spannender Gesprächspartner. Da freuen wir uns auf ihn und der kann auch immer wunderbar erklären, man Modellpaletten austariert, damit diese Rendite auch von 8 Prozent am Ende rauskommen muss. nicht Prognosen gibt es glaube ich nicht, Micha: werden sie nicht halten. ihn und gesagt, wie ist es denn jetzt so, hier ⁓ plötzlich die Renditeperle Konzern zu sein und Porsche überholt zu sieht ja schon sehr realistisch und sagt, das ist bei Porsche eine Momentaufnahme und wird sich ändern und das ist auch bei Skoda eine Momentaufnahme und wird sich wieder ändern. profitiert natürlich von seiner eigenen Stärke. Ja, sie sind gut unterwegs, aber profitiert natürlich auch von der Schwäche der anderen, weil sie quasi kein China-Geschäft haben, sie haben kein US-Geschäft. Also das, was bei den anderen leidet, Burkhard: Spannend. Micha: Damit muss sich Skoda nicht rumschlagen und hat dazu dann sehr früh oder verhältnismäßig früh sich eben neue Märkte erschlossen. sind sie gut unterwegs, Türkei läuft stark, Vietnam ist gerade so das nächste große Aber ja, ⁓ das eine Momentaufnahme und das wird sich wieder ändern. Und man darf natürlich auch nie vergessen und das betont ja Klaus Zelmer auch immer wieder. Burkhard: Vielen Micha: Die Marke ist halt auch nur so stark, weil sie den Konzern im Rücken hat. Und diesen Preis von 49.900 Euro, den können sie halt auch nur halten, weil man diese MEB Plus Plattform, das ist ja die Erweiterte jetzt, die auch wiederum die Kleinwagen nutzen, weil man die so gut skalieren kann und weil man da am Ende die Basis dann so günstig kriegt, dass man das eben zu so einem Preis realisieren kann. Das könnte die Marke alleine natürlich nie stemmen. Burkhard: Ja, interessant, weil du sagst, China und Russland und USA belasten dich. Oder Russland, also falsch gesagt, schneiden wir raus. China letztlich vielleicht die richtige Entscheidung, das Geschäft dort ausfasen zu weil Skoda ja Micha: Ja, Russland auch war ein großer Markt für Skoda, ist natürlich komplett weg. Einfach richtig. Burkhard: zu hören bekommt, die große Niederlage in China etc. Man hat es dort nicht geschafft, aber letztlich dort bei diesem hochkompetitiven Markt mitzumachen, hält einem natürlich auch den Rücken frei für andere schöne Sachen. Also vielleicht keine falsche Entscheidung. ⁓ Micha: Absolut. Nein, aus Konzernsicht eben. habe neulich mit jemandem aus dem Konzern, der in China sitzt, länger telefoniert und ein bisschen über die Lage und die Veränderungen im Markt geblaudert. Es passiert ja wahnsinnig viel. Darüber ist dieser Markt verloren. Bringt das was, sollte man sich zurückziehen? Und da ist schon der TNOR jetzt als Unternehmen, als Konzern wäre natürlich fatal, weil du Chancen verpassen wirst. Es wird irgendwann sich wieder ändern und du verpasst Entwicklungen. das geht nicht. innerhalb so eines Konzerns zu sagen, es muss nicht jede Marke dort vertreten sein. man hat ja, der Konzern hat ja in China mit Unix, mit Chatter nochmal ganz eigene Marken, da braucht es nicht unbedingt noch einen Das war auf jeden Fall eine sehr clevere Entscheidung, die jetzt zum Beispiel Mercedes oder BMW nicht so einfach treffen kann. Und BMW könnte sagen, ja Mini, aber ⁓ nicht so das große Thema dann. Burkhard: Ja, bisschen fast schon den Regionalisierungstrend vorweggenommen, der jetzt ja global grassiert im Stellantis-Konzern, ihre Marken ⁓ Nissan genauso darüber nach, man muss nicht alles überall machen. von vor, Micha: Aber ... Ja. Ja. Und natürlich China schon eine Rolle bei Skoda, weil sie ja in Indien hatten wir gerade, Stark Sind, da führen sie ja eine neue Plattform ein. Die kommt aus China, aus dem Genauso wie jetzt auch war ja die Tage großes Usbekistan, jetzt der erste Markt, den VW komplett aus China beliefert. Burkhard: BYD ist schon da übrigens aus Pakistan. Aus China. Micha: Biberdi ist schon da, ja, also VW war vorher, meine ich, auch da, jetzt werden dort in China entwickelte Fahrzeuge aus China dorthin Frank-Weiter Steinmeier war sogar vor Ort und... hat sich das angeschaut. Ich glaube, er war nicht nur wegen VW da, den Start bei VW angeschaut. Ja, also ist die neue Weltordnung und die trifft uns natürlich. Haben wir schon oft darüber geredet, hier in Europa auch, weil jedes Auto, das in ein Drittland aus China geht, kommt halt nicht mehr aus Europa dahin. Burkhard: Ja, Micha, du hattest gerade Porsche gesagt. Wir hatten Hauptversammlung in dieser Woche bei Porsche. Ich glaube, sie war nur virtuell und ich habe sie nicht gesehen. Micha, gestern und du habt euch darum gekümmert. Was ist denn die Kernaussage dort gewesen? Micha: Ja. Es war ja die erste Hauptversammlung von Michael Leiters als neuen CEO, das wir ihm mit Spannung Die Kernaussage war, dass Michael Leiters den Konzern schon ordentlich und da, glaube ich, einen sehr klaren Blick drauf hat, wo die Probleme sind, das jetzt auch relativ dringend angehen will. Klar, dass die sich aufgeregt haben, vor allem die kleinen Aktionäre, da brauchen wir nicht darauf eingehen. Das ist schon zu früheren Zeiten passiert. Das hat nichts mit Herrn Leiters zu gerne dem Unmut Luft gemacht. ist einfach so. Nein, Leiters hat seine Strategie vorgestellt oder angedeutet, die ist noch nicht ganz final. setzt auf drei Säulen und hat zumindest wirkt es so ein klares Bild davon, er Porsche wieder nach vorne bringen will. ist auch schlüssig. Das ist einmal das Kosten weiter senken. Das geht auch mit natürlich mit Stellenabbau einher im indirekten Bereich vor allem, weil man halt sagt, man muss diesen Konzern auch anpassen ⁓ die neue Realität. Also Leiter rechnet mit 250.000 Dann muss ich hier immense Entwicklungsabteil etc. vorhalten. Die zweite Säule ist Marke. Und die dritte ist Produkt. Produkt, ganz klar ist das Thema Verbrenner SUV momentan im Fokus. Man hat ja stark unter Olli Blome auf Elektrifizierung gesetzt. hat den Makan ein eSUV ersetzt. Man hat den elektrifiziert. 718 ist ausgelaufen, die Verbrennerversionen. Da sind einfach Lücken da. Und war auch schon vor Michael Leiters bewusst. Aber es liegt natürlich jetzt an ihm, die zu schließen. Und da ist ja auch ein Makan Nachfolger ist in Arbeit. das mindestens noch dauern, wahrscheinlich eher drei bis der Ob dann die Nachfrage nach Verbrenner noch so hoch ist, wie sie momentan scheint, ist natürlich fraglich, aber ich glaube es war die richtige Entscheidung da jetzt drauf zu Was aber auch bei Produkt Rhein zählt, ist nicht nur neue Verbrenner, sondern auch mehr Klarheit wieder. Das fand ich ganz spannend, weil das ist, habe ich mir schon lange gedacht, er will ein bisschen Schluss machen mit der Derivate-Wahnsinn. Porsche ist ja ein Meister darin aus einem Fahrzeug Modelle zu zaubern dann gibt es das als Tager mit Allrad und mit Turbo-Optik und was weiß ich was und dann gibt es den richtigen Turbo und den Turbo S und den GTS und den Touring. Das will er reduzieren und das spielt schon so ein bisschen in Marke rein. glaube das Ich weiß nicht, ob es die Marke verbessert, aber diese Vielzahl, es kennt sich einfach keiner mehr aus und er will schon Porsche wieder so. Also ein Porsche ist ein Porsche und jedes Modell muss begehhrlich sein und man muss es einfach haben wollen und will diesen Mythos wieder ein bisschen stärken. Und ich glaube, da tut er gut daran. Es hat sicherlich auch durch die starke Fokussierung auf die Elektrifizierung etwas gelitten zuletzt. Burkhard: Porsche ist etwas für Puristen, deswegen verstehe ich das, wenn man da ein bisschen auch ausdünnen möchte. Gleichzeitig ist er auch ein Fan des Editionsgeschäftes. Dass du Sondermodelle noch und nöcher hast und sagst, wenn er jetzt seinen 718 nicht losbekommt, dass er sagt, du möchtest den Super Edition Sonder Special GTS haben, kauf doch einen 718, dann kriegst du nächstes Jahr das absolute Spitzenmodell XY. Das hat er schon bei Ferrari gemacht. Micha: Ja. Das ist natürlich eine Taktik. Ich glaube auch nicht, dass es komplett ohne Edition gibt. Aber man muss, glaube ich, noch mal unterscheiden zwischen so einer Special Edition und regulären Derivaten. Ich glaube, indem du die Vielzahl der Derivaten hast, nimmst du dir ja auch die Chance auf diese Special Editions. Burkhard: Ja, das war's. Micha: Und du nimmst natürlich auch so ein bisschen das Geschäft von der ganzen Individualisierung weg. Und das ist ja auch etwas, worauf sie ganz stark setzen, diese Manufakturarbeiten, wo jemand kommt und sagt, ich möchte das aber hier so und da so. Ich glaube schon, dass das auch zunimmt, wenn ich nicht gleich eine immense Vielzahl an Derivaten anbiete, weil da fand eigentlich jeder den Porsche, er wollte. Es gab gar nicht so viel Bedarf, ihn zu individualisieren. Wenn ich jetzt sage, du hast nur noch vier Modelle, sie nicht Carrera, S, GT-F, und Turbo. Und dann mach bitte das Wirf Geld ein und stell ihn dir so noch zusammen, wie du es gerne individuell hättest. Ich glaube darauf zieht er da ab und das wird funktionieren. Ich glaube schon, dass Individualisierung nach wie vor ein großes Thema bleiben wird und immer mehr werden wird, aber eben dann zu höheren Preisen wahrscheinlich. Burkhard: passt ja dann zu der Marken-Story wieder begehrlicher werden zu wollen und natürlich auch jetzt nicht so hohe Stückzahl darauf zu fokussieren. Hat er gesagt 250.000 Einheiten pro Jahr sind gut oder hat er gesagt für dieses Jahr ist es gut? Micha: Genau. Nee, er rechnet in den nächsten Jahren tatsächlich mit dieser Zahl. Also nicht nur in diesem Jahr. Man geht da so bisschen weg vom Größenwahn, den man auch teilweise hatte, auch was die Rendite anbelangt. war man ja auch mal bei, ich weiß gar nicht, was es 18, glaube ich, war mal im Raum. Burkhard: Okay. Ja, hatte überlegt, ob er sogar noch tiefer gehen möchte. Der Mann kommt von Ferrari und McLaren, weiß wie Begehrlichkeit, geht auch durch Verknappung des Angebots. meine, niemand kann es besser auf der Welt als Ferrari. und deswegen die mit weniger Stückzahlen Orientierung. Aber wenn 250.000 gut, es muss in den Werken ja auch was los sein und die Menschen wollen beschäftigt sein und er hat natürlich auch die, in Anführungsstrichen, Volumenmodelle dann mit dem Makan nach Folger. wenn du sagst, Makan, also wenn jetzt dann Verbrenner jetzt aber auch wieder zwei, drei Jahre brauchen. Micha: Richtig. Burkhard: Richtung 2030. Und 2030, glaube ich, gibt es einen sehr großen Shift hin zur Elektromobilität. Micha: Und los! Burkhard: Auch wenn da jetzt die Verbrennerfreunde sagen, was erzählt er da gerade? Ich glaube, dass bis 2030 nicht so viel passiert, sondern organisches Wachstum peu à peu der Elektromobilität und 2030 geht es nochmal nach oben wegen der Regulatorik etc. Kann man alles bei uns nachlesen. Aber was ist das dann am Ende? Ist es dann ein doppeltes Eigentor? Du gehst zu früh in Elektromobilität, wo alle Verbrenner haben wollten, dann drehst du das Micha: Absolut. Burkhard: Machst du wieder Verbrenner? brauchen aber in einem deutschen Unternehmen so lange, dass da eigentlich dann das an der Zeitpunkt wäre. Hast du dann zwei Eigentore gemacht und es steht 0 zu 2? Micha: Nein. Das ist genau das Risiko, das ich auch sehe. Ich habe es jetzt auch schon wieder knapp ein Jahr her, glaube ich mal, einem, also es gibt ja schon länger die Pläne, dass man hier wieder einen Verbrenner baut, mit einem, der nicht genannt werden möchte, einem Vorstand aus dem Volkswagen-Konzern drüber geredet, der auch eigentlich im Off den Kopf schüttelte und sagte, das ist eine sehr riskante Wette, weil keiner weiß, was 2030 passiert, aber du musst natürlich jetzt Wenn es zuletzt auch für die Investoren ist und auch für das Image ist, war die Entscheidung, glaube ich, vollkommen richtig jetzt zu handeln und zu sagen, wir tun was. Wenn man sich die globale Entwicklung anschaut, ich glaube, in den USA wird sich bis 2030 nicht so viel getan haben. Für den Markt wird das Auto dann auf jeden Fall noch richtig kommen. Ob es bei uns in Europa den großen Einschlag haben wird, das werden wir dann sehen. Ich bin da komplett bei dir. glaube, die Immobilität nimmt nicht erst 2030, sondern auch jetzt in den nächsten Jahren deutlich an Fahrt auf, von selbst. Egal, ob wir ein Verbot haben oder nicht oder ob wir das jetzt lockern oder nicht. Das liegt einfach schon an der Bezahlbarkeit. Wir haben jetzt schon gesehen, als die Ölpreise nach oben gingen, hat die Nachfrage nach E-Autos zugenommen. Gebrauchte E-Autos haben plötzlich weniger Standtage. Ich auch elektrisch. Ich habe während der gesamten Iran oder seit Beginn der Iran-Kriegsphase zum gleichen Preis geladen wie zuvor. Mir war das eigentlich relativ egal, was da an der Tankstelle stand. Und das ist ja auch wenn jetzt die Spritpreise gerade wieder gesunken sind oder die Regierung eingreift mit einem Tankrabatt, das ist ja absehbar, dass Öl nicht billiger werden wird perspektivisch. Also da gibt es glaube ich einen Burkhard: Ja. Micha: das wird Menschen zu Elektroautos bringen, ganz ohne Verbot. Ich da wird viel Dynamik passieren und wir sehen es ja auch schon. Also gerade gestern kamen auch die Europa-Zahlen von DataForce zu den Neuzulassungen in EU, EFTA und UK. Und es sind mehr E-Autos zugelassen worden als Benziner. Also der Deadey ist nicht aufregbar. Burkhard: Zu seinen drei Säulen gehört auch Marke, hat er gesagt, also Branding. Ich Branding ist auch eine der großen Narrative in diesem Jahr, wie ich das bei Stellantis etc. von Norm habe. Was hat er genau gesagt zu Marke? Micha: Viel Spaß! ist eben dieses Thema Begehrlichkeit. eine Porsche muss wieder, man muss ihn haben wollen. Man muss... diesen Mythos Porsche, den muss man wieder spüren. Das darf nicht beliebig werden. Man muss sich in jedem Kontaktpunkt, hat er gesagt, muss man merken, dass man bei Porsche ist. Und das sind natürlich viel mehr als früher. war der Kontaktpunkt der Porsche-Händler, dann kam vielleicht irgendwann die Website dazu. Mittlerweile hast du eine App, du hast Events, du hast Communities etc. und alles muss sich nach Porsche anfühlen, ⁓ dass die Menschen sich zugehörig fühlen und natürlich dann auch diese Begehrlichkeiten und er sagte auch, muss eine sein und eine Klarheit, die man nicht erklären muss. Das trifft es, glaube ich, ganz gut. Es muss einfach klar sein, das ist Porsche, das ist die DNA von Porsche, das ist Identität. Da zählt dann alles rein vom Design, der Fahrspaß, man hat, die Heritage, die man natürlich immer mitkauft, auch die Exklusivität natürlich. und auch dieses selber fahren wollen. Und da hat er ja auch einen Punkt dann gemacht und hat ja gesagt, der Elfer wird nicht rein elektrisch werden, glaube, vielen Menschen würden ihn sogar rein elektrisch kaufen. Aber da spricht er eben genauso diese Puristen an, diese Traditionalisten, für die der neuen Elfer eben das Herzstück der Marke ist mit dem Boxermotor. Und da hat er, glaube ich, guten Punkt gemacht. Und das fährt natürlich auf die ganze Marke und auf alle Modelle ab. Burkhard: hat den 911er, muss geschützt werden. Das ist meine Meinung. Also ich finde das richtig und ich weiß nicht, ob der 911er elektrisch verkaufbar ist. Beim Taycan, dem ersten sehr schönen Elektroauto von Porsche wurde so viel reingelegt und so viel Geld investiert und das hat letztlich nicht geklappt. ⁓ Micha: Ja. Burkhard: Hast du gelesen, dass beim Ticante jetzt beim Facelift so eine Art virtuellen Schaltgetriebe eingebaut haben? Micha: Ja, man versucht da halt mit allen Mitteln so ein bisschen... Ja, ich finde das schon spannend, was man da machen kann. Und wenn ich mir denke, wenn jemand das braucht, um ihn zu kaufen und ihn vielleicht deswegen kauft, dann ist es die richtige Entscheidung, das zu tun. Hyundai macht das ja auch bei den N-Modellen. Die simulieren das ja auch und simulieren Motorengeräusche, kannst du machen. Burkhard: Aber das ist irgendwie... Ich weiß nicht. Ich weiß. Micha: Ich glaube, ist am Ende auch nicht entscheidend, ob man ein Elfer jetzt mit Benzin oder mit Strom fährt. Obwohl sich gut verkauft sind, das natürlich Stückzahlen, die am Ende in der Masse der Autos irrelevant sind. Das ist ja auch genau das, gerade der Konzern immer sagt, wir müssen die Volumenmodelle elektrifizieren. Ob ein Elfer elektrisch ist oder nicht, ist erstmal zweitrangig. Burkhard: Ich? Ja. Micha: Aber Marke, ist ja ein Wort für dich. Du warst beim IFA-Markenmonitor gestern. Burkhard: Ich war gestern beim IFA Markenmonitor. Letzte Woche hatten wir unseren eigenen Triple A Award im schönen Münchner Restaurant Tantris, wo es auch ⁓ das Verhältnis Handel und Hersteller und Marke geht. Und letzte Woche war ich auch bei dem Kickoff der Automechanika, die global größte Aftermarket-Messe in Frankfurt, wo das auch reinspielt. Vielleicht ganz kurz noch zum Markenmonitor. Die Händler zuviel wird dort gemessen und die Händlerzufriedenheit ist gestiegen mit einer Schulnote von 3,0. Also die Hersteller Händler bzw. gewinnt an Boden, aber sie ist jetzt auch noch nicht so richtig robust. Micha: wollte gerade sagen, 3,0 ist befriedigend, wenn ich mich recht erinnere. Da ist noch Luft nach oben. Burkhard: kann sagen, abbefriedigend ist es eigentlich nicht gut. Aber wenn du mich persönlich fragst und die Händler müssen jetzt mal weghören, das sind Unternehmer und Unternehmer erzählen es immer ein bisschen schlechter als es wirklich ist. Also. ⁓ Micha: Mhm. Burkhard: Also Jammern gehört ja auch zum Beruf des Kaufmanns. Damit sind natürlich alle Händler ausgenommen, die gerade zuhören. Aber du weißt, was ich sagen will durch die Blume. Eine 3,0 ist für sehr kritische Händler vielleicht jetzt auch nicht das Allerschlechteste. Ich hoffe, das darf man sagen und kriegt jetzt keine bösen E-Mails. Aber Micha: Ja. Burkhard: Also es gibt ja auch eine angespannte Situation gerade. Deswegen kann man auch tatsächlich noch nicht von einer Trendwende sprechen. Wirtschaftliche Unsicherheit sinkende Margen, wahrscheinlich mehr Druck von den Herstellern. Gleichwohl hat es sich verbessert und an Platz eins war Skoda, wenn ich mich recht entsinne, die alles abgeräumt haben und es gibt an Platz zwei Subaru, genau. Micha: sind ja... ⁓ Hände. Burkhard: Es sind natürlich... Ja, es sind natürlich alle sehr eng zusammen, aber diese Studie ist von Stefan Reindl, IFA-Chef, sehr angesehen, was das Institut für Automobilwirtschaft macht. Wir arbeiten ja auch mit dem Institut zusammen und auch wir machen natürlich nur Studien, die Hand und Fuß haben und wofür wir auch mit unserem Journalismus stehen können. Deswegen, ist, es kommen dann auch alle, also die ist angesehen, die Studie. Es gab einen Newcomer Preis an BYD. Die dort Spitzenreiter waren gefolgt von MG und Xpeng. MG und Xpeng auch alle nahe beisammen bei BYD. Machen alle einen super Job, denke ich. Micha: Mhm. Burkhard: B-Y-D hat ja ganz schön gelernt in letzten zwei, drei Jahren noch wie Europa funktioniert, wenn man überlegt, dass sie jetzt dort den Newcomer-Preis gewinnen im Bezug auf Händlern und vor drei, vier Jahren nach Europa kamen und sagten, Händler sind nicht so wichtig, wir sind ⁓ die Allertolsten, wir müssen es online stellen. Da sieht man die Lernkurve. Micha: Ja, wir haben Zeit. Burkhard: spannend. Und ähnlich war das eigentlich beim AAA. Also das ist eine Mystery Shop im Studie, aber ihr habt letzte Woche schon darüber gesprochen, als ich nicht dabei war im Podcast, ich weiß es. Aber auch da waren ja verbesserte Noten. Also da hat sich ja auch die Arbeit des Autoheadlers deutlich verbessert. Also man kann sagen, er ist besser drauf und er macht einen ganz guten Job und Druck. Micha: Genau. Burkhard: Wettbewerbsdruck führt ja auch dazu, dass du besser wirst und dich mehr ⁓ deine Themen kümmerst. Bei beiden Sachen merkt man, es ist People-Business. Es wurde tatsächlich wenig über Digitalisierung gesprochen bei beiden Studien, sondern tatsächlich darüber, Micha: Mhm. Burkhard: wie du Autos verkaufst und wie du den Kunden überzeugst. Und der ist vorgewarnt, er schaut sich digital alles an, er schaut sich die Autos an, aber du kannst ihn im Autohaus für ein Auto begeistern, was du auf einer Website, wo du dann rumkonfigurierst, noch unnöcher, da die Emotionen auch nicht rüberkriegst. Micha: Mmh. Burkhard: Vielleicht ist das old school, wenn ich das sage. in fünf Jahren kauft die neue Generation Auto womöglich digital. Ich weiß nicht, ob mein Sohn sich, obwohl noch, der wird auch ins Auto rausgehen und will alles genau wissen. ⁓ Micha: glaube schon, dass es wichtig bleibt dabei. Wichtig ist halt, wenn sagst, es wurde nicht viel über Digitalisierung gesprochen, aber wichtig ist natürlich schon, die Digitalisierung zu beherrschen. Und ich finde, wenn sich der Käufer schon informiert, wenn er vielleicht schon mal was konfiguriert hat, das sind genau die Punkte. Das muss der Händler im Grunde wissen, wenn ich dann dahin komme. Der muss wissen, wo steht dieser Kunde, muss ihn da abholen können. Ich glaube, das ist die große Herausforderung dabei. Das ist ja toll zu sehen, dass sie da besser werden. Burkhard: absolut. das war so was, was mich umtrieben hat die letzten Tage. Mein Kommentar am Sonntag habe ich allerdings zu Audi und dem möglichen US-Werk Ja oder Nein geschrieben, denn es gibt ja immer Aufsichtsratssitzungen und wenn man da rein hört, dann ist das alles unfassbar komplex, was da passiert. Aber ich will gar nicht vorgreifen, sondern ⁓ hoffe, dass das auch gelesen wird. wenn es ein Nachspiel hat, dann können wir nächsten Freitag darüber sprechen. Sollen wir das so machen? Micha: So machen wir es. Mal schauen, was nächste Woche dazu passiert. Burkhard: Danke, dann jetzt Endspurt, Redaktionsschluss, deine Printausgabe haben wir auch noch, Vor der Brust kommt am Montag, viele spannende Themen. Micha, danke dir, bis dann. Micha: Ich hab's zu danken. Tschüss. Burkhard: Tschüss, Nahtphasen!