Micha: Hallo und herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe von Zur Sache, dem Automobilwoche-Podcast. Heute mit mir, Michael Gebhardt, stellvertretender Chefredakteur, unser Herausgeber Burkard Riring, ist auf Reisen. Aber ich bin wie immer nicht alleine hier, sondern habe einen Gast, unserem Stuttgart Reporter Michael Gerster. Hallo Michael, schön, dass du da bist. Michael: Ja hallo, freut mich, dass ich wieder mal dabei sein kann. Micha: Du bist ja auch eng mit dem Volkswagen-Konzern betraut, genauso wie ich. Porsche ist bei dir vor der Haustür sozusagen. Und ein Thema, das gerade ganz wichtig ist, ist natürlich die Volkswagen Hauptversammlung, die gestern stattgefunden hat. Eine ganztägige Veranstaltung, wie man sagen kann. Ich glaube, 10 ging es los und um 18 Uhr waren wir immer noch nicht fertig. Das ist langer Tag für alle, vieles passiert, so viel Relevantes vielleicht nicht immer, weil es da auch ein Probleme von Kleinaktionären geht, aber es gab natürlich im Vorfeld der Hauptversammlung schon ein großes Thema, nämlich eine Manager-Befragung bei VW. Da hast du dich mal auch näher mit beschäftigt. Michael: Ja, also wie immer ein Kleines Spektakel diese Hauptversammlung, obwohl es ja leider muss man sagen nur noch virtuell bei allen Herstellern stattfinden. Das heißt, die persönlichen Auftritte der kleinen Aktionäre, die haben wir nicht mehr. auch so war einiges geboten und wie du richtig sagst, Vorfeld ging es los. Da wurde durchgestochen eine eigentlich interne Befragung der Topmanager. ⁓ Situation im Volkswagen-Konzern und hat dann für große Wellen gesorgt, die Mehrheit eigentlich davon ausgeht, das VW tatsächlich in der Existenz auch bedroht Wobei könnte man auf der einen Seite sagen, ja was ist das für ein Laden, wenn die Manager nicht an die Zukunft glauben. der anderen Seite kann man natürlich auch von der realistischen Einschätzung sprechen. Ich Unternehmen in der zumindest in Deutschland und Europa, könnte von sich jetzt behaupten, dass die Zukunft für alle Ewigkeit gesichert ist. Dafür sind die Probleme einfach zu groß. Insofern könnte man umgekehrt sagen, na ja, da herrschte ein gewisser Realismus und der kann ja Antreiber sein. ⁓ die Probleme zu lösen, die zweifellos da sind bei VW. Micha: Definitiv, du hast es gerade angesprochen, haben wir uns auch gestern drüber unterhalten. Ich habe einen ersten Kommentar geschrieben, ich mir dachte, so aus dem Bauch heraus, was ist denn das für ein Management, was nicht an das Unternehmen glaubt? Eigentlich müsste man die alle rausschmeißen, wenn sie sagen, das geht hier fertig gegen die Wand. Hab das dann auch im Gespräch mit dir überdacht und kam auch zu der Meinung, ja, das ist vielleicht gar nicht so man muss Das ist ja nicht unbedingt die Erwartung, dass es an die Wand fährt, sondern einfach dieser nüchterne Blick auf die Gefahr. kann mir schon vorstellen, ich kenne die Studie jetzt auch nicht im Detail, ⁓ kenne nur wenige, ich, dass man da auch so bisschen gewollt übertreibt, glaube ich, diesen Ernst der Lage zu beschreiben. Also ja, es gibt sicher keine Garantie, dass VW für immer existiert. Das gibt es für kein Unternehmen. Aber dem Unternehmen geht es ja erst mal. aktuell noch nicht schlecht. haben über 30 Milliarden Netto-Liquidität, die haben gute Auftragseingänge. Das läuft ja schon noch. Die werden nicht morgen Gleite Aber natürlich diese Erkenntnis, wir müssen jetzt was tun, die untermauert man natürlich mit dieser Studie schon nochmal und baut vielleicht auch so ein Verständnis auf, dass es so nicht weitergehen kann. Das ist ja Monaten jetzt das große Thema. Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr, ist die Kernaussage von Olli Blume regelmäßig. man jetzt nochmal Nachdruck verliehen hat, glaube ich auch. Michael: Genau, also ich wie du sagst, es zeigt, dass der Ernst der Lage eigentlich auch Top-Management-Ebenen ist erkannt ist. auf der anderen Seite ist es wieder so ein typischer Vorgang für den Volkswagen-Konzern, finde ich, dass da Dinge eben durchgestochen werden. ⁓ es zeigt eben auch diese schwierige Gemengelage. Du hast in diesem riesigen Konzern eben irgendwelche Einzelinteressen, Leute, die dann dagegen schießen. Und das hat sich auch gestern wieder bei der Hauptversammlung so ein bisschen gezeigt. ⁓ schwierige, sag mal, Regierbarkeit dieses Konzerns, das zieht sich ja schon immer durch. Micha: Das wird gerade bei der Hauptversammlung deutlich. Bevor wir vielleicht noch mal auf ein, zwei Punkte der Hauptversammlung näher eingehen. Das Thema Transformation ist wichtig, ist angekommen. Da gibt es ja einen Termin, das ist der 9. Juli. Da findet die nächste Aufsichtsratssitzung Da muss Olli Blume Sparpaket oder wie auch immer man es nennen will, Transformationsplan vorstellen, es kursieren. Gerüchte in Wolfsburg, dass da schon eine mit mehrere Dutzend Punkte umfassende Liste vorliegt, die keiner außer Olli Blume kennt oder, glaube ich, nur ganz wenige kennen sie. Es gibt das Gerücht, dass es wehtun wird. Mehr weiß man darüber Viel spannender an dem Termin ist, dass sich im Aufsichtsrat was getan hat gestern im Vorfeld der Hauptversammlung, dass aktuell dort ein Platz vakant ist, nämlich der von Susanne Wigand, die erst vor einem Jahr kam. Du hast es gestern auch auf der Hauptversammlung mitbekommen. sollte eigentlich ordentlich gewählt werden, nachdem sie im vergangenen Jahr gerichtlich nur bestellt und hat dann kurzfristig zurückgezogen. Jetzt ist mal die eine Seite am 9. Juli, wenn die Arbeitgeberseite nicht nachbesetzt, haben die Arbeitnehmer erst mal die Überhand an diesem Tag. muss kein Problem sein, aber wird, glaube der Arbeitgeberseite nicht gefallen. Das andere sind aber auch die Gründe von Frau Wigand, die ja auf das ein sein, was du gerade gesagt hast, dass dieser Konzern nicht unbedingt so einfach beherrschbar ist, wie man sich das vielleicht vorstellen möchte. Michael: Ja, genau das hat sich gestern wieder gezeigt. Hans-Dieter Pötzsch als Aufsichtsratschef musste am Anfang gleich so ein bisschen auch kleinlaut, wie ich fand, verkünden, die Susanne Wiegens eben ihre Kandidatur oder Wiederwahl im Prinzip nicht zur Verfügung steht, es zuvor so geplant war. ⁓ Und der Hintergrund, wie du sagst, also sie hat sich jetzt nicht offiziell geäußert, aber so wurde das natürlich interpretiert. Da geht es eben schon auch ⁓ diese Governance-Strukturen im MVW-Konzern. Sie war ja eine der wenigen unabhängigen Aufsichtsräte, die eigentlich von außen mal gekommen sind, was dem Konzern ja wirklich nur gut tun kann. hatte auch große Erfahrungen in der Rüstungsindustrie. Auch das im Moment, ein Feld, wo ein bisschen in die Zukunft weist, da hoffen sich ja alle zusätzliche Geschäfte. Also sie wäre eigentlich eine durchaus wertvolle Stimme in diesem Gremium gewesen. Aber, so darf man das interpretieren, diese Konstellation mit dem starken Einfluss der Familien Niedersachsen, Katar. Du hast eben so viele Stakeholder, die da ihre Interessen vertreten und die auch eben Entscheidungen zuweilen blockieren. man das eigentlich schon so bisschen hindeuten, dass sie da den Battle hingeschmissen hat, weil sie darauf keine Lust hat und eben auch ihre Chancen auf Einflussnahme für sehr hält. ⁓ Micha: damit sind wir ja mitten in der Hauptversammlung, weil das ja vielen Aktionärsvertretern und Einzelaktionären ja immer wieder diesem Konzern vorgeworfen wird, dass ein Governance-Problem gibt, dass es einfach undurchsichtig ist, dass man keine Transparenz über Entscheidungen hat. Und das ja auch am Ende so der Vorwurf, die Investoren abschreckt. Das Thema Aktienkurs ist regelmäßig bei den Hauptversammlungen eins. Ich habe mal geschaut, VW gerade bei 80 Euro ungefähr. Natürlich sind Investoren enttäuscht. Wenn man zehn Jahre zurückschaut, es 250 Euro. Wenn man 20 Jahre zurückschaut, waren es 35 Euro. Also auch das ist Teil Wahrheit, du vorhin schon angesprochen hast, ja, man stellt sich das alles besser vor. Aber die nüchternen Zahlen sind am Ende ja gar nicht so schlecht von VW. hat Rentitelerwartung 4 bis 5,5 Prozent. Langfristig 8 bis 10 Prozent. Olli Blume sagt, wenn der Gegenwind nicht gewesen wäre mit Zöllen, mit geopolitischen Verwerfungen etc. wären wir heute schon bei 8 bis 10 Prozent. Das ist ein Konjunktiv, der einem nichts Aber das ist ja auch so dein Eindruck, glaube ich, wenn ich dich gerade richtig verstanden habe, dem Unternehmen geht es an sich schon ganz gut. Michael: ob es ihm schon ganz gut geht, weiß ich nicht. Aber ich würde schon auch sagen, jetzt mal abseits dieser Strukturen, die man wirklich kritisieren wenn dann Hans-Dieter Pötzsch mit Jenseits der 75 dann nochmal gewählt wird, er gleichzeitig ja Vorstandsvorsitzender der Porsche SE ist, die wiederum ja die Mehrheit am Konzern hat. Also da gibt es mannigfaltige Verquickungen dieser Ämter das ist einfach nicht sauber aufgesetzt, das muss man einfach sehen. Aber trotzdem, das ist eigentlich das Frapierende, finde ich, in diesem Konzern, dass trotz dieser Konstellation man eigentlich schon den Eindruck hat, dass etwas So wie du sagst, also der Blume hat in seiner langen Rede ja viele, viele Punkte aufgezählt. eigentlich schon das Gefühl hat, die ersten Reformen sind angestoßen. meine, sie haben einen Personalabbau in einer Größenordnung von 30.000 vereinbart. Da sind eigentlich schon Zumindest ist es fest vereinbart, dass sie gehen werden. Dann hat man ja das Chinageschäft zum Beispiel komplett neu aufgestellt, hat eben diese Partnerschaften. ⁓ gegründet, entwickelt viel viel schneller als vorher, entwickelt wirklich spitz für den chinesischen Markt, kann hier auch wieder so ein bisschen Marktanteile zumindest stabilisieren. Man hat ziemlich gute Produktpalette, die Autos kommen an, Tiguan, Neuertiguan, Tyron, also die ganzen SUVs. ist mit Abstand bei Elektromobilität ist da sogar im Vergleich mit den Verbrennern ja noch stärker, ein bisschen 27 Prozent Marktanteil in Europa meine das sind schon, deutet schon darauf hin, dieser Konzern ist nach wie vor wird nicht mehr... Micha: Ja. Michael: Das Geschäft hat sich einfach verändert. Du hast es ja auch richtig gesagt. Wenn man heute dann sieht, Renditen, dann muss man eben auch draufrechnen, was alles an Gegenwinden da ist Zölle. den schwachen Dollar, ⁓ hat man ja auch bei allen Unternehmen gleich ein paar Prozentpunkte an der Rendite, die da verloren gehen. Und wenn man das alles mit einberechnet und wenn man auch sieht, dann andere große Volumenhersteller wie beispielsweise Stellantis da steht und die dann Abschreibungen von 20 Milliarden haben auf ihr Elektromobilitätsgeschäft, dann muss man eigentlich schon auch anerkennen, dass da zumindest was passiert. und dass der Konzern auf dem Weg zu nachhaltigen Reformen ist und die sich auch schon zum Teil zeigen, aber zum Teil wird man die Willkungen vielleicht auch erst in drei Jahren dann richtig und da passiert schon was. Und das ist eigentlich das Frapierende, dass dieser komischen Konstellation dann doch nochmals vorangeht. ⁓ Micha: Ja, ich glaube, in drei Jahren, wir wissen nicht, was in den nächsten drei Jahren an neuen Gegenwinden kommt. glaube, ist ein bisschen, das hat Olli Blumel auch neulich mal ausgeführt. Als er anfing, hat man einen Plan gemacht. Der Plan sagt er, muss er sagen, war gut. Aber dann kamen eben neue Probleme dazu, die dafür geführt Alles, was man jetzt macht, ist, glaube ich, bei Managern auch so bisschen die Haltung, wird gut sein, das wird zum Ziel führen, wenn sich nicht die Bedingungen wieder ändern. Und das ist natürlich momentan sehr offen, wo es da weitergeht. schon das Stichwort Familie Du mir etwas voraus, worum dich beneide. Du hast mehrere Stunden schon im Schüttgut, im Stammsitz der Familie Porsche mit Wolfgang Porsche mal verbracht und mit ihm plaudern dürfen. haben vorhin kurz, das wissen unsere Hörer jetzt nicht, über Familienunternehmen gesprochen, hatten da das Thema BMW, worauf wir gleich auch noch eingehen die natürlich mit der Familie eine andere Struktur haben, weil die wirklich die Hälfte der Anteile haben und da Dinge durchsetzen können. Das ist jetzt bei der Familie Broschepierch nicht so. VW ist kein klassisches Familienunternehmen. Da gibt es das Land, da gibt es Katar. Trotzdem haben sie eine Konstellation geschafft, wo eine Familie ist, die am Ende dann doch irgendwie alles Dieser Vorwurf der Aktionäre hatten wir gerade. Denkst da ändert sich irgendwann was oder ist das was, das wird immer so sein bei Volkswagen? Michael: denke schon, dass das Grundpfeilern so bleiben wird. meine, Wopo hat jetzt schon auch ein stolzes Alter erreicht und hat für seine Rolle in Wolfsburg auch angekündigt, dass das dann die letzte Amtszeit sein wird. Aber man muss auch sehen, es gibt ja auch in dieser weit verzweigten Familie dann aus, ja, potenzielle Nachfolger. das dann genau wird, muss man sehen. Aber deswegen glaube ich schon, dass Grundstruktur so bleiben Ich meine letztlich, ist vielleicht ein familiär noch nicht geführtes, aber zumindest beeinflusstes Unternehmen. das ist einfach die Historie. Und solange das ja einigermaßen funktioniert, finde ich das jetzt auch nicht unbedingt verwerflich. Letztlich stehen hinter anderen Unternehmen dann große Familien zum Teil, so wie du sagst, bei BMW und die verfolgen auch ihre Interessen. Also so ist es nun mal. ⁓ Da wird man sehen, in das ⁓ in ⁓ Micha: BMW, du hast es gerade gesagt, über die lohnt es sich diese Woche auch zu sprechen. und alle Redaktionen mit ein paar Meldungen auf Trab gehalten. Uns vor allem, weil dank unseres ich glaube als Erster erfahren haben, dass man den i3-Bestellstart vorzieht. Das heißt die elektrische Limousine, das echte neue Klasse-Modell. Das war eine ⁓ Ja, sehr erfreuliche Nachricht, weil eben die Nachfrage so hoch ist, hat man das vom Herbst auf jetzt Juni schon vorgezogen, auch den Preis bekannt gegeben. meine 65.000 Euro sind es. Am gleichen Tag kam wenige Stunden später dann aber die Nachricht, dass BMW seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten korrigiert, weil man doch sich größeren Problemen gegenüber sieht. Ich meine, von einem Korridor 4 bis 6 Prozent hat man das auf 1 bis 3 Prozent runtergeschraubt. Kommend von 7,6, also 1 bis 3, das ist auch deutlich unter dem, was VW erwartet und VW ist ein Volumenhersteller, was man auch noch dazu sagen das für dich ein BMW-spezifisches Thema gerade? Es ist von Sondereffekten die Rede. Sondereffekte sind irgendwie immer schuld und keiner weiß so genau, was sie sind. ⁓ Michael: Das ist schon heftiger. Micha: Aber natürlich auch von der allgemeinen Gemengelage oder kommt jetzt eine Welle die jetzt alle einkassiert werden in den nächsten Wochen. Michael: ja, also... ⁓ Es kommt ja hauptsächlich von der Chinaschwäche. Also so haben sie es zumindest begründet. Da ist ja der Markt nochmal deutlich eingebrochen und es betrifft ja auch jetzt zunehmend die Verbrenner, wo die deutschen Hersteller ja noch besonders stark sind. Also insofern denke ich, da wird es bei den anderen jetzt auch nicht so viel besser aussehen. Ich glaube allerdings bei BMW hängt es wirklich schon auch damit zusammen, dass man dem Oliver Zipse zum Abschied eigentlich noch eine schöne Bilanz mitgeben wollte und da vielleicht ein bisschen hier und da poliert hat, wo man eigentlich schon wusste, das sieht nicht mehr so toll aus. Also man kennt es ja von auf Vorstandsebene, dass man dem Alten dann nochmal schönen Abgang ermöglichen will. Micha: Okay. Michael: Blume interessanterweise hat neulich auch mal so angedeutet, dass er es bei Porsche anders gemacht hat. Das muss man ihm zugute halten. Er hat ja wirklich die ganzen Reformen noch angestoßen, bevor er seinen Posten abgegeben und dann eigentlich schon die Probleme angegangen ist. ⁓ der hätte genauso machen können. Der hätte das komplett dem Leiter überlassen können. ⁓ Hat er nicht gemacht. Jetzt bei BMW Micha: Vielen Michael: hat man schon den Eindruck der Zipse wollte, unbedingt mit dieser schönen Bilanz dann auch sich verabschieden und jetzt steht man eigentlich vor den Problemen, die bei anderen schon länger sichtbar sind. Die sind jetzt bei BMW eigentlich auch zutage getreten und dass da irgendwann mal auch ein Personalprogramm kommen muss und dass das in China, dass das Geschäft da eben auch nicht so läuft. die immer so ein bisschen unterm Radar halten, haben natürlich auch bei den Preisen viel mehr nachgelassen als die anderen, aber im Prinzip war da schon klar, dass da auch mal was kommen muss. es jetzt so deutlich ausfällt, finde ich, hatte ich jetzt auch nicht erwartet. zeigt eben auch bei BMW, ist es nicht einfach und da ist Reformbedarf da. Ganz klar. Micha: Definitiv. du ja gesagt, das gilt für alle. Dein Steckenpferd, sag ich mal, Mercedes, da laufen ja auch die Reformen schon. Auch die stehen vor den gleichen Problemen. Also auch die sind, glaube ich, nicht davor gefeiert, dass da was auf sie zukommt. Michael: es eine Gewinnwarnung ist, weiß ich nicht, ob so deutlich Ich die Warnen sind in China schon bisschen vorsichtiger gewesen traditionell. Ich weiß, dass es jetzt im zweiten Quartal, glaube auch nicht so toll aussah, auch nochmal deutlich runter ist. schon eingepreist war? Ja, jetzt anders als bei BMW, kann ich nicht sagen. könnte mir dass die vielleicht nochmal... ohne jetzt nochmal eine deutliche Korrektur vielleicht durchkommen. Aber die hatten ⁓ schon eher konservativ für das Jahr geplant. Muss man aber abwarten. Also ich halte es auch nicht für ausgeschlossen. Kann auch sein, wenn nächste Woche stehen wir da und dann kommen die auch nochmal ⁓ die Ecke und drücken die Prognosen deutlich. Micha: Aber natürlich laufen ja bei Mercedes auch schon Sparprogramme, wie sie bei Volkswagen laufen. du schon sagtest, das ist vielleicht auch so bisschen so eine Vorbereitung bei BMW jetzt darauf, dass man dann im Laufe des Jahres oder im Laufe des Sommers vielleicht auch mit einem Sparprogramm ⁓ die Ecke Das muss man ja so ein bisschen orchestrieren. Man muss ja erst sagen, es ist schlecht und dann muss man handeln. ⁓ Michael: Ja, so hast du eine bessere Rechtfertigung, wenn du dann den Leuten sagst, wir müssen jetzt auch mal ran ich denke, genauso ist es vielleicht orchestriert gewesen. Micha: Ja, das geht ja auch bei VW weiter, um ja nochmal darauf zurückzukommen. Also auch da ist ja das Sparprogramm läuft, das ist auch erfolgreich. Man hat auch viele der geplanten Stellen ja schon vertraglich abgebaut. 50.000 sollen es sein, 35 allein bei VW. Da ist man jetzt bei 29, glaube ich, die man vertraglich schon fix abgebaut hat. Aber ich glaube, einfach falsch zu glauben, dass das Ende ist. Die Kapazitätsanpassungen, das war ja gestern auch noch mal Thema, werden weitergehen. Es muss noch mal eine Million raus, 500.000 Einheiten in China wahrscheinlich, 500.000 hier in Europa. Davon wird ein Großteil sicherlich noch in Deutschland sein. Das wird nicht ohne weitere Einschnitte funktionieren. da werden wir dann am 9. Juli, denke ich, mehr erfahren, wenn wahrscheinlich aus der Aufsichtsratssitzung doch etwas durchsickern wird. Michael: Ja spannend wird vor allem, was mit den Werken passiert, so wie du gesagt hast. Also das steht ja im Raum 500.000 Einheiten nochmals in Europa zu reduzieren. Ja, also das eine sind eben dann wirklich Wegschließungen, wobei das ja immer ein ganz heikles Thema bei sehen wir ja in Osnabrück. Also selbst so eine verhältnismäßig kleine Fabrik traut man sich da nicht zuzumachen. Ich meine, da gibt es Verhandlungen mit einem israelischen Rüstungshersteller, die jetzt aber auch ein bisschen stocken. Da hört man wieder Katar. ist da dagegen. so was ich höre auch Olli Blume ist so ein bisschen, ja es muss ⁓ intelligente Lösungen Also ganz spannend finde ich, dass da ja im Raum schwebt tatsächlich chinesische Autos jetzt nach Europa zu bringen. Also parallel zu den chinesischen Herstellern sagt VW, wir haben hier komplett in China, für China entwickelte Autos, die wir aber sehen, dass sie so attraktiv sind, dass wir das eigentlich auch in Europa vorstellen können. Und die könnten eben, wenn sie gut ankommen, man will dann so eine Übergangsphase haben, perspektivisch dann auch in Europa lokalisiert werden. Und das finde ich schon eine Entwicklung, dass man sagt, naja, Emden ist nicht ausgelastet, warum bringen wir da nicht ID-Era, der ja in Peking vorgestellt wurde, ganz gut angekommen ist, so ein Segment haben wir hier nicht besetzt, ja, oder kann auch ein anderes Modell sein, also warum bringt man das dann vielleicht nicht nach Europa und produziert es hier, eben diese Kapazitäten auszulasten. Bin ich gespannt, was da passiert. Micha: Ja, das hat ja der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies hat das ja angesprochen nach seiner China-Reise vor einigen Wochen und Olli Blume zeigt sich da ja auch sehr offen für, hat er auch gestern erneut Ich habe mit ein paar Leuten Konzernumfeld gesprochen. Die sehen das alle, dass Herr Lies und Olli das mögen, fragen sich aber alle, wie das funktionieren soll. Also ich glaube, da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Michael: Hmm... Micha: Das wird, glaube ich, keine Lösung, die morgen einen Hack retten wird. Michael: Na dann geht's. Das glaube ich auch nicht und ob es überhaupt so kommt, weil wie gesagt, da geht es ja auch ⁓ Homo-Lagation. das war auch schon zum Beispiel, die haben keine Anhängerkupplung, da gibt es keine Dachlasten. Das fängt wohl schon an bei der Diebstahlsicherung, dass in China werden wohl acht Autos im Jahr in den USA in der Minute so ungefähr. Ja, also da gibt es so riesige Unterschiede in den Märkten. ⁓ Micha: dass es Michael: dass du da halt wohl große Anpassungen vornehmen müsstest und dann stellt sich natürlich die Frage, ob der Preisvorteil, den man da eigentlich hatte, ob der dann nicht wieder weg ist, sondern Also da wird man noch sehen, sich das entwickelt, aber zumindest finde ich ein spannendes ⁓ Gedächtnis. Micha: Wer dann herbaut. ⁓ Michael: BMW macht das ja natürlich auch schon, mit Mini zumindest, dass da dann Modelle aus China dann importiert werden. Was sich da tut, das wird man dann sehen, wie sich das alles entwickelt. Micha: Ja. Vom Sparzwang der Hersteller zum Sparen, Spaß macht. Wir haben für Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, ein exklusives Angebot nur für unsere User. Sie können das Automobilwoche All Access ⁓ abonnieren dem Zugang zu all unseren digitalen Inhalten mit der Print-Ausgabe alle 14 Tage montags in Ihren Postkasten mit dem Zugriff aufs Datencenter, allen ePapers, die wir haben zusätzlich 10 % Rabatt auf unsere Eventtickets. Da würde dann als nächstes im November der Kongress sich schon anbieten, dass wir uns da persönlich kennenlernen. Sie finden den Link in den Show Notes und damit Sie auch wissen, was Sie sparen können, Sie zahlen statt 699 Euro nur 199 Euro. Und das ist durchaus etwas, wo ich sage, da macht Sparen dann Spaß. Spaß ist vielleicht auch das Michael: Genau, das klingt ja vorragend. Micha: Stichwort für das dritte Unser drittes Thema diese Woche, das ist quasi auch in eigener Sache. Wir hatten eine Veranstaltung AAA abgekürzt. Man nennt es eigentlich immer nur AAA. Das für den Automobilwoche Award Autohandel. Und ich weiß nicht, wann du das letzte Auto gekauft hast Neuwagenhändler. Da gibt es aber positive Ergebnisse. ⁓ der Service im Autohaus hat deutlich verbessert und der Autohandel hat deutlich in seine Verkaufsqualität investiert. Man in den vergangenen zwölf Monaten, das ist eine jährliche Erhebung, man gesehen, dass vor allem die Vor-Ort-Beratung besser wurde. Und jetzt schließt sich der Kreis zu den schlechten Zahlen von BMW. Das ist nämlich die nächste gute Nachricht für BMW. ⁓ Die konnten ihren ersten Platz in diesem Ranking verteidigen und sogar noch zulegen im Index. Eigentlich eine erfreuliche Nacht. Autohandel hat ja immer noch so einen leichten Beigeschmack, so einen schlechten Ruf, wo man sagt, Auto kaufen, nicht immer nur ein schönes Erlebnis, aber es ja... Michael: Wir erreichen niemanden am Telefon und es ist in Deutschland eher so, dass gewisse Hürden zu überwinden sind, bis man Geld ausgeben darf. So habe ich manchmal auch noch den Eindruck, aber das ist doch eine schöne Sache, wenn man da hört, dass sich was Hast du auch ein Ergebnis für Audi? Dann können wir noch mal einen Schlenker zur Hauptversammlung machen. ⁓ Micha: Audi hat sich tatsächlich einen Platz vorgearbeitet, weil bei den Premium-Marken unterscheiden Premium und Volumen. Kleiner Spoiler vorweg, bei den Volumen-Marken ist Cobra ganz Bei Premium hat sich Audi vom dritten auf den zweiten Platz vorgearbeitet und den Rang mit Mercedes getauscht, die ein wenig nachgelassen haben. Michael: Da würde Herr Döllner zufrieden sein, weil gestern hatte er mit einem kleinen Aktionär zu kämpfen, der sich bitterlich über ein Autohaus in München beschwert hat, bei dem er nicht gut behandelt wurde. das endete dann lustigerweise mit dem Hinweis, er möge doch Herr Döllner direkt anschreiben und sein Problem schildern. Der Vorstandschef von Audi werde sich dann persönlich drum kümmern. Micha: Bin ich gespannt, ob er das tut. Wir wissen jetzt auch nicht, ob es sich bei diesem Kunden ⁓ einen neuen oder ⁓ einen Gebrauchtwagenkunden Wir haben bei der Triple-A-Studie zusammen mit Institut Dr. Freitager und unserem Partner Mobile auch auch auf Gebrauchtwagenhandel geschaut und da ist Audi tatsächlich nur in Anführungsstrichen auf Platz 6. Da führt auch BMW an. Glückwunsch an die Münchner. Gefolgt von Nissan, Mercedes, Volvo und Ford und dann erst Audi. scheint lieber den neuen Audi verkaufen zu wollen als den Aber wie gesagt, insgesamt gutes Ergebnis, ein gutes Signal auch an die Besonders auffällig war bei der Studie auch, dass die Vor-Ort-Beratung sich deutlich weiterentwickelt hat. Also wenn der im Autohaus erstmal ist, dann wird er da sehr gut an die Hand genommen laut Mystery-Shopping-Studie. ⁓ Leute losgeschickt, die das wirklich ausprobiert haben. Das ist nicht nur eine Umfrage gewesen. Insgesamt 504 Händler besucht. Das ist auch Was da wirklich deutlich besser wurde, war eben, ich im Autohaus bin, die Bedarfsanalyse, die Fahrzeugpräsentation, auch ein ganz wichtiger Punkt, dass das nicht irgendwo in der Ecke steht und ich da allein gelassen werde. kann jetzt auch sagen aus eigener Erfahrung, ich war tatsächlich vergangenes Jahr im Autohaus. Ich sage jetzt die Marke bewusst nicht. habe mir da 30 Minuten lang alle Autos angeschaut und habe 30 Minuten lang Verkäufer in ihren Glasbüros sitzen sehen, die auch Blickkontakt zu mir hatten, aber es kam keiner aus seinem Büro raus. Ich habe dieses Autohaus verlassen. Michael: Die starren dann meistens auf ihre Bildschirme und denken, Kunde droht mit Auftrag. Micha: ausverlassen, ohne mit einem auch gesprochen zu haben, was ich tatsächlich sehr schade fand. Insofern eine gute Sache, dass das besser wird. wünschen jedem Auto Käufer da auch ein gutes Erlebnis. Michael: Ja, ich glaube, da tragen wir wirklich auch ein bisschen dazu bei, dieser AAA, mit unseren Awards, dass das so bisschen auch ein Ansporn ist für die Autohäuser, da die Prozesse zu verbessern. Ich glaube, das ist wirklich eine gute Sache. Micha: Absolut. glaube schon, das muss man mit solchen Zahlen vor Augen führen und ich finde es super, wenn wir da auch was dazu können. Ich vorhin noch ganz kurz, um das nicht zu vergessen, die Volumenmarken noch angesprochen. Da waren nämlich die Verschiebungen tatsächlich deutlicher als bei den den Bremen. Also ich hatte gesagt, Audi, Mercedes haben Platz getauscht, tatsächlich 4-5, jetzt Mini auf 4, Porsche auf 5, die haben Platz getauscht und auch 6-7 haben Platz getauscht. Jetzt ist Smart vor Volvo. Jahr oder vergangenes Jahr war es andersrum. Bei den Volumenmarken haben wir Cupra auf Platz 1, die waren auf Platz 2 im vergangenen Jahr. VW ist eins vorgerutscht von 3 auf 2. Aber zum Beispiel Nissan hat sich von 8 auf 3 vorgearbeitet, Ford von 10 auf 5. Und dazwischen die Lücke schließt jetzt Skoda auf Platz 4, die im vergangenen Jahr noch auf Platz 1 Das finde ich schon, also da ist schon mehr Bewegung im Volumensegment und ich finde das auch Schön zu sehen, dass sich hier wirklich Marken von Platz 10 oder von Platz 8 so weit vorarbeiten können, dass man da wirklich sieht, okay, auch bei den günstigeren Marken, die die meisten von uns kaufen, tut sich was und der Service wird besser und man wird da als Kunde so behandelt, wie man behandelt werden möchte, wenn man eine Summe zwischen 20 und wie viel auch immer 1000 Euro ausgeben möchte. Michael: Ja, ist letztlich für wenn man dann so über die Konzerne spricht man gar nicht so oft über Handel und den Vertrieb. Dabei ist es jetzt wirklich auch in die Zukunft gerichtet. immer noch der Kern des Geschäfts. Und die Autos müssen an den Frau und den Mann gebracht werden, sonst funktioniert es halt nicht. ⁓ Micha: Das ist ein wunderbares Schlusswort, was du gesprochen hast. Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir für dieses tolle Gespräch. Wir sind jetzt schon gespannt, wie nächstes Jahr die Triple-A-Studie ausfällt und noch viel mehr, ob uns in den nächsten Tagen und Wochen noch Gewinnwarnungen ereilen werden. Wir bleiben Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, vielen Dank fürs Zuhören und bis nächste Woche. ⁓ Tschüss. Michael: Tschüss und auf Wiedersehen!