Burkhard: Genau zur Sache Podcast von Automobilwoche. Mein Name ist Burkhard Riering. bin Chefredakteur und Herausgeber Automobilwoche. Ich bin auch der Host dieses Podcasts, aber ich interviewe nicht, sondern wir haben uns gedacht, ich lasse mich interviewen, immer von einem Redaktionsmitglied. Und heute bei mir ist Micha Gepper, der stellvertretende Chefredakteur. Hallo Micha. Micha: Hallo Burkhard. Burkhard: Okay, wir machen eine Art Wochenrückblick, wir gesagt, zu schauen natürlich auch nach vorne, wollen aber ein bisschen aus dem Maschinenraum, wie man immer so gern und oft sagt, aus dem Maschinenraum der Automobilwoche berichten, was uns bewegt hat und was demnach auch die Branche bewegt hat. Micha, willst du starten? Micha: Gerne, weil mich natürlich vergangene Woche oder diese Woche ein Thema bewegt hat, das war Christian Lindner, der Vizechef von Autoland. Du bist von München aus über 500 Kilometer gefahren nach Sachsen-Anhalt, ⁓ Christian Lindner zu treffen. Und da würde ich natürlich gerne wissen, wie das war. Burkhard: Ja, ich bin mit dem Auto gefahren, weil Autoland AG sitzt in Sandersdorf Brena im Kreis Bitterfeld in Sachsen-Anhalt und da kommt man am besten mit dem Auto hin. Da gibt es auch sonst nicht viel außer ein Gewerbegebiet und eine Araltankstelle. Und Christian Lindner hatte ja gesagt, ich kann vorbeikommen und Ja, wir hatten sozusagen das erste Branchegespräch mit ihm als Autolandvize. Er hat auch ein paar andere Interviews gegeben für Regionalzeitungen etc. Und das fand ich natürlich spannend. Die Woche war natürlich, da kommen wir sicherlich gleich noch drauf, sehr, bewegend, was die Zahlen deutscher Autohersteller etc. angeht. Aber Christian Lindner ist dann ja mal ein wohltuender Staat, da hast du vollkommen recht. Vivara, die Chemie hat gestimmt, er ist natürlich sehr eloquent, gibt von der ersten Sekunde an Vollgas und ist auch schon nach den zwei, drei Monaten tief drin im Thema und hat erklärt, was er macht und wie er Autoland helfen kann. Micha: Das wäre genau meine Frage, wie viel Finanzminister steckt denn noch in ihm und wie viel Autohändler ist schon da? Burkhard: Erst mal steckt noch der Politiker in ihm, wenn er spricht, denn das geht wie aus der Pistole geschossen, die Antworten und dafür war er immer bekannt. Ansonsten hat er sich, glaube ich, da ganz gut verabschiedet und war ja auch vor seiner Zeit als Politiker schon kurz Unternehmer mal, hat Start-ups gegründet, hat das auch erzählt, wie er mit 18 seinen ersten Porsche sich leisten konnte, den er dann aber auch wieder verkauft hat, als er in den Landtag kam. weil sonst wird dir ja vorgeworfen, du hast dir von dem Geld als Landtagsabgeordneter sofort einen Porsche geholt. Aber wenn ich das nur kurz sagen darf, ich habe überhaupt gefragt, als er jetzt ja zu Autoland ging und es wurde gesagt, er wird Gebrauchtwagenhändler, hahaha. Also da habe ich mich gefragt, er hat natürlich ein sehr dickes Fell und kann damit umgehen. Aber ich habe mich gefragt, wenn Politiker die ausscheiden, zu NGOs gehen oder zu Stiftungen und wie das dann ankommt. Da wird dann gesagt, die haben noch nie was richtiges gearbeitet und so geht es auch weiter. Jetzt macht einer eine ehrliche Arbeit, geht in die Autobranche, geht in den freien Autohandel und dann soll es auch nicht recht sein. Also das fand ich komisch, ohne jetzt ihm nach dem Mund zu reden, aber das wollte ich von ihm wissen. Aber er sagt natürlich, das ist ein großes Missverständnis und ... Das Urteil fremder Leute, davon macht er sich ja auch nicht abhängig. Aber so sind wir ein bisschen gestartet. Autoland hat gesagt, eine Milliarde Euro Umsatz, 36 Niederlassungen, wollen schnell auf 70 Niederlassungen, dann irgendwann auf 120 Niederlassungen, wollen ganz Deutschland sozusagen erobern. Und er hat mir übrigens gerade noch eine WhatsApp geschrieben, weil wir Gebrauchtwagenhändler. geschrieben haben und er sagte, so toll das Interview war und so super er das alles fand, Gebrauchtwagenhändler, liest Autoland nicht gerne bei einer Neuquote von 50 Prozent. Micha: Da hilft. Burkhard: hat er recht, ja, was Tageszulassungen oder Junge gebrauchte etc. Aber sie sind wie neu und das ist ja auch das Geschäftsmodell von Autoland. Also Autos, die top in Schuss sind, dann zu diskountieren, wenn es das Wort gibt. Ja, genau. Das war Christian Lindner. Micha: Ja. Mh. Ich würde da gerne noch mal einhaken, hast es gerade selbst gesagt, Porsche und Lindner war oft schon die Kombination in den Medien. Man hätte jetzt auch erwarten können, dass er zu Porsche geht, dass er im Porsche Autohaus aufmacht. Was hat ihn denn an Autoland gereizt? Warum ist er denn dahin? Konntest du das rausfinden? Burkhard: habe ich ihn gefragt und auch da hat er sehr suffisant geantwortet. Autohandel sei das letzte Abenteuer, was man noch erleben kann. Wie meinte er das? Er meinte deswegen der hohen Wettbewerbsintensität. Er nannte es ein Red Ocean, unter BWLern der Begriff, also brutaler Wettbewerb in einem gesättigten Markt mit Marktverdrängung, also mit Verdrängungswettbewerb, Wettbewerbsintensität. Und er sagt, das ist natürlich brutal spannend. Aber er hat auch gesagt, Herr Höring, ich hatte eigentlich andere Pläne. Dann hat Herr Anclam, also der Gründer und Chef von Autoland AG, angerufen und dann haben die geredet und dann hatte ihm das offenbar gut schmackhaft gemacht, was da alles los ist. Und wenn ich jetzt, also ich wüsste es selber nicht, wenn es hieß Porsche oder Autoland, wo wo der Reiz sein kann. Wir wissen Porsche die ikonische Marke, eine Traummarke, für die jeder wahrscheinlich gerne arbeitet. Aber wir haben auch die Zahlen gesehen in der Woche, wie hart das Business ist, da wieder rauszukommen. Micha: Über die Zahlen wollen wir ja nachher gleich nochmal kurz sprechen. Es gibt noch ein anderes Thema, was uns bewegt hat, was dich bewegt hat. Das ist Skoda mal weg vom Gebrauchthandel hin zu den ganz neuen Autos und zwar so den Elektroautos. Skoda hat in Mladá Boleslav eine Batteriezellfabrik, nein keine Batteriezell, eine Batterie-Systemfabrik eröffnet. Du warst vor Ort und kannst uns vielleicht erstmal einordnen, was denn da passiert ist und warum der Begriff so wichtig ist, dass es Batterie-Systeme sind und nicht Zellen. Burkhard: Ganz genau, also der Unterschied ist ja riesengroß. Genau, also was habe ich zuletzt gemacht? Darum geht es ja hier Lada Bolleslaff auch mit dem Auto, weil es auch ein bisschen außerhalb von Prag ist, wie wir alle wissen. Das war eine Eröffnungsfeier, ⁓ die die Celtopec-Systemfabrik einmal vorzustellen. Die ist groß, die ist... beeindruckend. Maltorell hat mit Seat Cupra im Dezember was ähnliches vorgestellt, aber in Blader Ball ist er vielleicht noch ein bisschen größer. Skoda ist ja keine Elektromarke. haben auch ein bisschen später vielleicht mit allem angefangen. Aber jetzt bauen sie diese Batteriesysteme für sich und auch für Audi und Seat Cupra. Also die teilen sich das eher nach Segmenten. Und Skoda macht es dann für die ab mittelgroße SUVs, kannst du sagen, aufwärts. Und natürlich baut Skoda keine Batteriezellen, sondern das macht PowerCo für den VW-Konzern. Und die starten jetzt auch in Salzgitter und dann in Valencia und dann in San Antonio in Kanada und wollen die selber machen. Und wenn du Klaus Zellmer, den CEO, fragst, dann sagt er ja, das ist eine Make-Buy-Strategie. Einerseits macht der VW-Konzern selber Zellen, aber sie kaufen auch im Markt zu. Das hat vielleicht mit Technologie zu tun und mit der Leistung der Zellen, aber vor allem auch mit dem Preis. Denn der Hochlauf der Elektromobilität war ja mal anders geplant. Deswegen gibt es natürlich gerade auch ein Überangebot an Batteriezellen und deswegen sinken auch die Preise. Und dann musst du natürlich, du kannst natürlich nicht deine eigenen Teuren nehmen. wenn du auf dem Markt die zur, also hypothetisch gesagt, für die Hälfte bekommst. Und ansonsten war Skoda, leider Boleslav Spand, war eine kleine Runde. Der tschechische Ministerpräsident war da. André Babis, der ist ja nicht unbekannt, weil er, ja wir würden sagen, ein rechtspopulistischer Politiker ist, der dort ganz schön Gas gibt in Tschechien, der aber auch sehr harte Ansichten hat. Übrigens auch über Elektroautos. Und er steht dann auf der Bühne in der Halle M8, wo es nur ⁓ Elektromobilität geht. Und sagt dann auch durch die Blume, er ist natürlich höflich, er ist ja auch gekommen. Und sagt so bisschen, was er von Elektroautos hält. ist ein Verbrennertyp. Aber er hat auch gesagt, also der Einstieg von Volkswagen bei Skoda war vielleicht das Beste, was der Industriegeschichte Tschechens passiert ist. Das sagt er auch. Im Grunde hat das dann runtergebrochen wegen Elektromobilität. Der Kunde darf kaufen, was er will. Er ist natürlich auch gegen das Verbrenner aus der EU. Er ist sowieso sehr EU-feindlich, hätte ich gesagt. Hat aber anstandshalber sich auch den Peak angeschaut. Also das große SUV, was daneben stand, noch getarnt. Und was im Frühsommer ja Weltpremiere haben soll, hat einmal anstandshalber reingeschaut. Aber ich glaube, er konnte auch damit dann nicht so viel anfangen. Also Babi polarisiert, ist aber ein Unternehmer, ein milliardenschwerer Unternehmer. Und deswegen hat mich interessiert, wie er so ist. Und die Kollegen in Tschechien sagen, der führt das Land auch wie ein Unternehmer. Und das erhofft man sich ja auch manchmal, dass einer, wie gesagt, also nach einem Management Meeting wird entschieden. Micha: Und Burkhard: was zu tun ist und nicht 28 Arbeitskreise gebildet und fünf Jahre später ist immer noch nichts passiert. Deswegen ist es eine sehr, sehr interessante Person. Das hat jetzt weniger mit Automobil zu tun, aber Babisch war da. Micha: Du hast gerade das Thema Geschwindigkeit angesprochen. Das spielte ja bei der Batteriefabrik auch eine große Rolle. Die Rede war ja von Checkspeed in Anlehnung an Chinaspeed. Da hat Skoda schon ordentlich vorgelegt, Burkhard: Ja, ich dachte, du wolltest jetzt darauf hinaus, dass ich zweimal geblitzt worden bin auf der Hinfahrt. Zum Glück ist der Podcast noch neu und hat noch nicht so viele Zuhörer. Checkspeed, ja, weniger als ein Jahr gebraucht und das finde ich immer faszinierend an den Tschechen, dass die auch so ein... Ja, also du spürst das schon im Laderballeslauf. Also du hast deutsche Führung mit Klaus Zelmer, der aber wirklich ein... Micha: Nein, das bleibt unter uns, das müssen wir niemandem sagen. Burkhard: ist der, der die Leute mitnimmt und die dann alle gemeinsam anpacken und im weniger als als einem Jahr steht dann die Halle M8 und die haben dann gebuzzert und dann ist es losgegangen und dann sind die KUKA-Arme, haben dann angefangen zu arbeiten, ⁓ die Cell-to-Pack-Systeme zu bauen. Ja, also da kann man dann mal stolz drauf sein und das dann auch mal sagen an deren Stelle, verstehe ich. Micha: Absolut, das ist ja ein großes Thema, Batteriefertigung in Europa und dass da was vorangeht, sowohl bei Zellen als auch bei Systemen, ist glaube ich für den ganzen Kontinent nur von Vorteil. Burkhard: Aber es ist ja nur eine Marke vom VW-Konzern, Micha. Zum Beispiel bei dir, weil du auch VW-Reporter bei uns bist. Die Zahlen kennen, glaube ich, alle, haben alle gesehen. Medial, relativ brutal, wie Volkswagen einstecken musste. Aber lass uns doch nüchtern betrachten, mal die Strategie. Wo VW, möchtest du mit VW Konzernen oder Pkw anfangen, wenn du einmal sagst, wo stehen sie eigentlich 2026? Micha: Es Also ich würde vor dem Konzern tatsächlich nochmal auf Porsche kurz eingehen wollen, die heute ihre Zahlen hatten, um da die Brücke zu schlagen. habe bei dir auch gelesen und von dir gehört, die Batteriefabrik von Škoda hat 200 Millionen Euro gekostet, die man da investiert hat. Porsche hat einen Gewinn gemacht von 310 Millionen. D.h. zwei Drittel davon wären für diese Batteriefabrik schon draufgegangen. Wenn man sich das mal so ins Verhältnis setzt, da ist nicht mehr viel Geld für Investitionen übrig. Burkhard: Ja. Micha: Jetzt trifft's Porsche natürlich besonders hart. Der Konzern an sich hat immer noch knapp 7 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern. Ich war gestern in Wolfsburg bei der Jahrespressekonferenz und die Stimmung war deutlich besser, als es die Zahlen vermuten lassen könnten, was, glaube ich, schon dran liegt, dass man auch in Wolfsburg weiß und darauf baut, dass die Substanz des Konzerns die ist noch da, gut, die Produkte funktionieren. Man hat neun Millionen Autos verkauft im vergangenen Jahr. Wie so oft heißt es, sind die Umstände, die das Problem sind. Olli Blume hat das auch ein bisschen erläutert, auch am Vorabend haben wir miteinander geredet. Als er angefangen hat, gab es drei Probleme, sage ich jetzt mal. Das war die Chip-Krise durch die Ukraine, das war das Design der Autos, das war die Qualität der Autos, die unter seinem Vorgänger ziemlich gelitten hat. Er kam dann an und hat gesagt, wir müssen hier was tun. Ich habe drei Baustellen, ich versuche die zu beheben. Hat man gemacht, hat Programme aufgesetzt. Diese Baustellen sind auch alle behoben. Und jetzt ist man aber in einer neuen Welt mit komplett anderen Problemen. Und gefühlt ist da, wo man ein Problem behebt, kommt ein neues dazu. Das sind die bekannten Probleme heute, USA, China. Jetzt gerade im Nahost weiß man noch nicht, wie sich das auswirkt. Burkhard: Vielen Micha: Und alle diese Programme, die dieser Konzern umsetzt, die ganzen Effizienzprogramme, die Sparprogramme, die sind gut, wirken, die zeigen Wirkung, aber die reichen momentan eben gerade so, ⁓ diesen Gegenwind auszugleichen, der dem Unternehmen entgegenbläst und noch nicht ⁓ nach vorne zu kommen. Burkhard: Ich meine, wir hatten ja in letzten Wochen über die Zahlen von Ford, von Stellantis, von Renault viel geschrieben. Und im Vergleich dazu finde ich Gewinn ⁓ die Hälfte eingebrochen noch relativ normal in diesem Konsolidierungsjahr, wo sie auch viele Strukturen ändern und viele Maßnahmen ergreifen. Micha: Nord. Burkhard: Und Porsche, ja, das mit den Umständen. Da weiß ich nicht, ob man das so zulassen kann. Die Umstände sind schuld. Das ist eine Entschuldigung, die man nie sagen sollte. Also die einem auch der Manager im ProSeminar eigentlich gesagt wird. So geht es nicht. Du musst Erfolg haben, egal wie die Umstände sind. Wir sind in der Medienbranche. Wir müssen auch Erfolg haben, egal wie sehr sich das Leser Nutzungsverhalten und das höhere Verhalten verändert. Deswegen ja, in China ist dieser Luxusmarkt eingebrochen, aber ⁓ wie viel im Vergleich zu dem, Porsche eingebrochen ist, denn es wurden andere Luxusmarken ja gekauft, aber die chinesischen. dann ist dann die Chines kaufen Chinese first jetzt. Das ist heftig, aber muss man nicht trotzdem versuchen dort zu... Also... Micha: Absolut, absolut. Das tut der Konzern, glaube ich, in Gänze. Das tut er auch bei Porsche. Die Strategie von VW in China, for China, reden wir seit Jahren darüber, berichten wir seit Jahren darüber. Das ist, glaube ich, meiner Meinung nach schon der richtige Weg. Die Lokalisierungsansprüche sind so hoch und der VW als Marke hat jetzt die Produkte in der Piper. Es dauert einfach. Die kommen jetzt in diesem Jahr auf den Markt. werden wir aus 26 nicht in den Bilanzen sehen. Das wird man erst 27 sehen. Bei Porsche ist es umso schwieriger. haben neue Produkte, haben den E-Marktkran auf dem Markt, er kommt nicht an. Da ist in diesem Segment wahrscheinlich wirklich der Verbrenner derzeit noch gefragt. Das dauert einfach noch mal zwei, drei Jahre länger, bis diese Produkte ankommen bei den Kunden. Wie der Markt dann ist, weiß man auch heute noch nicht. Ich glaube, ich sehe schon, dass sie was tun. Muss man natürlich auch sagen, bei Porsche dieser enorme Absatzeindruck, der ist Fakt. dass die Zahlen so schlecht sind und dass am Ende nur noch 300 Millionen Gewinn rund dastehen. Das ist natürlich auch, weil man ganz viele Abschreibungen in das Jahr 25 reingepackt hat, um jetzt aber auch wieder neu durchstarten zu können. Aber auf das, du zuvor gesagt hast, Gewinneinbruch um die Hälfte bei VW unterm Strich ist eben noch Gewinn da. Also wir haben auch in den vergangenen Wochen durchaus Konzerne gesehen, die mit Milliarden Verlusten, das Land ist über 20 Milliarden, das Jahr beendet haben. Bei VW ist ein Burkhard: Die haben auch alles reingepackt. Die hatten auch alles reingepackt. Aber trotzdem waren es 22,5 glaube ich. Und Volkswagen macht Gewinn. Sie natürlich starke Marken bei sich mit drin, die auch dafür sorgen. Es gab auch ein Roundtable mit Klaus Zellmer, dem Skoda-Chef noch in der Woche. Micha: der noch ganz viel reingepackt. Ja, aber genau. Burkhard: Die sind ja frühzeitig, also Russland ist komplett weggebrochen bei denen. Und dann lassen die gerade China ausphasen. Also die haben China aufgegeben wegen der hohen Wettbewerbsintensität. Und Europa läuft super bei denen. und das kommt auch noch dazu und das ist ja alles auch der Landesproblem der Volumenmarken von denen. Aber jetzt ist der Absatz liegt jetzt bei 80 Prozent Europa. Micha: Und sie sind nicht in den USA. Auch das kommt noch. Burkhard: Und dann musst du natürlich auch wissen, in Europa muss es immer rund laufen. darf nichts passieren. Hier darf so oder so nichts passieren. Aber man ist natürlich stark abhängig vom europäischen Markt für die nächsten Jahre. Nahe Osten haben wir kurz darüber gesprochen, weil das ein Wachstumsfeld von Skoda ist. Kurz vielleicht den Iran-Krieg zu schneiden. also Klaus-Demir hat gesagt, vor vier Wochen war das noch ein großer Hoffnungsträger. jetzt gerade nicht. Aber die Hoffnung besteht ja, also die Nervosität ist groß, sagt er auch im Handel etc. Aber die Hoffnung besteht ja, dass in einigen Monaten vielleicht die Kuh vom Eis ist. Wer weiß, dass übrigens auch in Israel wächst, Skoda Stark. Das kommt jetzt alles auf einmal. Aber ich schweife ab, ich bin schon wieder bei Skoda. Ich wollte nur sagen, dass ich noch in dem Roundtable war, wo auch viel, viel Spannendes passiert ist. Kann ich ja aufschreiben, dann muss ich hier nicht alles erzählen. Micha: Es wird ja eine zweite Folge geben, da können wir da auch nochmal einsteigen vielleicht. Burkhard: Ich hörte davon, ja. Micha: Aber ja, wir sind sehr spannend auf was du gerade gesagt hast. Diese Konzentration auf Europa bei Skoda ist gerade ihre Stärke. Sie sind die Rendite-Perle im Konzern, möchte man fast sagen. Sie sind auch zusammen mit VW PKW, tragen sie einen Großteil zum Gewinn des Konzerns bei. Brand Group Core insgesamt ist ja das Herzstück des Konzerns. Aber auch der Markt in Europa wird natürlich enger werden. Wir erwarten neue Mitbewerber aus China. noch sind sie nicht da. War auch gestern Thema bei Volkswagen. Wann spürt ihr denn die Konkurrenz aus China auf dem europäischen Markt? Und Olli Blome sagt relativ selbstbewusst aktuell noch nicht. Also wer momentan einen BYD, einen MG, einen Chao Peng kauft, kommt in der Regel eher von anderen Marken. Das wandert noch nicht von VW ab, aber es ist ihnen natürlich auch bewusst, dass in den nächsten Jahren mehr Modelle kommen werden, die auch VW Kunden ansprechen, wo sie ganz klar sagen, wir sind uns relativ sicher, dass wir mit unseren Produkten, diesen Wettbewerbern begegnen können. Wir haben gute Produkte, nur mit der Preisseite eben noch nicht. Und das ist so der große Fokus der kommenden Jahre. Und da muss sicherlich auch Škoda ⁓ seinen europäischen Might kämpfen in Zukunft deutlich mehr als jetzt. Burkhard: Mhm. Mhm. Also VW-Pkw, die sind ja schon maximal, also im Hintergrund wird noch die Verbrenner-Q gemolken, ganz gut, weil das funktioniert. Aber die Strategie ist schon elektromaximal. Also wenn wir sehen, was dieses Jahr alles kommt, und es gibt ja für viele Verbrenner auch keine Nachfolger. Micha: Absolut, die Strategie ist... Es gibt quasi keine Nachfolger auf der Verbrennerseite. Die Strategie ist ganz klar auf Elektro. gibt ja, sehen wir auch in den Zahlen, immensen Abschreibungen auf E-Mobilität bei VW. Sie halten daran fest. Sie wissen auch, dass das ihre Zukunft ist. Auch um das Thema kurz zu streifen, EU-Regulatorik, CO2-Vorgaben. Selbst wenn es bei 90 Prozent bleibt, die irgendwann 20, 35 reduziert sein müssen. Das bedeutet für diesen Konzern die Volumenmarken. VW Skoda müssen auf 100 Prozent Elektro irgendwann gehen, damit auch Porsche und Audi und Bentley noch ein paar Verbrenner verkaufen können. Anders funktioniert es gar nicht. Dieses Jahr steht die Urban Electric Car Family an, ID Polo haben wir schon gesehen, Cupra Raval, ID Cross, Skoda Epic. Da werden jetzt vier Autos rausgehauen, die alle so um die 25.000, 30.000 Euro kommen. Das ist immer noch nicht ganz günstig, ist aber ein Segment, wo es derzeit noch nicht so viele Alternativen gibt. Und ich habe den ID Polo mir mal näher angeschaut. Das ist das, was Volkswagen, glaube ich, immer gemacht hat. Man ist vielleicht nicht der erste, aber man kommt mit einem Produkt, was viele Kunden ansprechen wird. Da ist der komplette Fokus drauf. Wir werden aber in diesem Jahr noch noch weitere E-Autos von VW sehen. Und wie du richtig gesagt hast, der Verbrenner, der läuft noch, der verdient auch noch gut Geld. Tiguan läuft, Golf läuft, Golfproduktion in Wolfsburg platzt aus allen Nähten. 50 Prozent der Gehilfe übrigens GTIs. Also das ist auch eine immense Zahl und den wird es ja auch weitergeben. Golf zieht nach Mexiko um, das ist bekannt. Und ich habe mit Thomas Schäfer am Rande der Jahrespressekonferenz geredet, dem Markenchef von VW, und gesagt, wie lange könnt ihr den denn in Mexiko noch bauen mit Verbrenner? sagte also bis 2035 auf der Plattform, bis 2035 kann der problemlos laufen. Der kriegt ein paar Facelifts. Burkhard: Ja. Ja, auf der Plattform. Micha: Aber dass VW jetzt selbst in diesem Segment einen neuen Motor entwickelt, noch mal einen Verbrennungsmotor, das ist zum Beispiel vom Tisch. Er sagte so einen neuen Motor kostet Milliarden, das macht man nicht, das hat keinen Sinn. Burkhard: Ja. Ja, es war nur die Woche so oft, Elektromobilität, Volkswagen hat sich verzettelt. Ich glaube, 2030 schaut das alles nochmal ganz anders aus. Also du musst elektrisch verkaufen und Volkswagen hat das dann alles. Und die, die jetzt die Rolle rückwärts machen, die jetzt sagen, wir investieren wieder in die Verbrenner aufgrund des Betrachtens kurzfristiger KPIs, Micha: Absolut. Burkhard: Da bin ich mal gespannt, wer zuletzt lacht. Das dürfte sehr, sehr spannend. Und im Hintergrund, ja, die Verbrenner. Auch wenn es keine nachdenken. In den Passat gibt es auch keinen Nachfolger. kannst du ja auch noch lange laufen lassen auf der Plattform. Genau wie den Golf, wie du sagst. Und ja, Tiguan. Micha: Absolut. Den kannst du lange laufen lassen. Und dann kommt ja diese Diskussion um diese Märkte, keinen Verbrenner ausplanen oder nicht so auf E setzen, die wird es auch weiterhin geben. Aber dafür hat der Konzern alles. Der hat die Modelle und der hat die Motoren. Und das ist relativ klar durch für die Länder, nicht jetzt in Europa sind. Da kann ich den Motor, den ich einmal schon entwickelt habe, die nächsten 10, 15 Jahre verwenden, weil Euro 7 oder was auch immer danach kommt, ist da auch kein Thema. Also die haben die Technik, um global weiterhin gut aufgestellt zu sein. ohne da jetzt wirklich auf Verbrenner nochmal umschwenken zu müssen. Auch in Europa wird es lange Zeit noch Verbrennungsmotoren geben. Hybrid, Stichwort, ist ja immer noch ein Verbrenner dabei. Was übrigens ja auch in China so ist. Also, Neveewelle, Aber hauptsächlich haben diese Modelle alle noch einen Verbrennungsmotor an Bord. Burkhard: Hauptsächlich. Ja, man arbeitet mit allem, was die Technologien hergeben. Gut, das war die Woche, oder? Micha: Das war die Woche, aber es kommt eine neue Woche. wollen vielleicht zum Schluss einen kleinen Ausblick geben, wer denn deine Highlights nächste Woche sein Wir wissen nicht, was noch passiert, aber deine geplanten Highlights. Auf was freust du dich denn? Burkhard: Ja, genau. Da muss ich ja selber mal schauen, was nächste Woche ist. Nächste Woche ist natürlich der Women's Leadership Day. Wir haben drei große Events pro Jahr. Automobilwoche Konferenz im April in München und den großen Kongress im November in Berlin. Und der Women's Leadership Day, den wir vor ein paar Jahren gegründet haben als Frauennetzwerkevent, ist natürlich ... voll durch die Decke gegangen. Was heißt natürlich? Also man wusste es nicht. Es gab auch schon viele andere Automotive Women Events. Aber bei uns hat es hervorragend funktioniert. ist nächsten Donnerstag. Da sind dann ab Mittwoch Nachmittag Generalproben. Und ich darf auch ein bisschen auf der Bühne mitmachen, auch wenn es ein Frauennetzwerk-Kongress ist. Und ich darf zum Beispiel am Abend Regine Sixt dann den Leadership Award überreichen und mit ihr reden. und Regine Sigt, 50 Jahre Erfahrung als Mobilitätsdienstleister und Vermieter. Auf das Gespräch freue ich mich total und habe viele andere Termine, aber ich glaube, Women's Leadership Day ist nächste Woche ziemlich zentral. Micha: Das ist sicher ein Highlight der Woche, worauf ich mich nächste Woche tatsächlich sehr freue, ist der BMW i3. Vielleicht als Schlusswort noch deine Meinung zur neuen Klasse und zum i3 ganz persönlich würde mich noch interessieren. Burkhard: Natürlich. Habe ich eine Meinung? weiß nicht, ich bin ja selber feichernd und bescheidener Autos, worauf mich übrigens Christian Lindner angesprochen hat, als er mein Fahrzeug auf dem Parkplatz gesehen hat. Er sagte dann, verzeihen Sie, Herr Rehring, darf ich fragen, warum Sie dieses Auto fahren? Ich sage jetzt nicht, welches es ist. Ich bin sehr zufrieden damit, aber es ist jetzt kein Premiumhersteller. Der i3 ist wichtiger als die iX3. Ich glaube, dass es nicht einfach wird, den in China zu verkaufen. Da muss schon alles stimmen. Ich kann mir vorstellen, dass er in Europa sehr gut ankommt. USA müssten wir mal die amerikanischen Kollegen von Crane bei uns befragen. Aber es ist schwer für mich da in die Glaskugel zu schauen und zu sagen, also es hat ja so viele gute Modelle in den letzten Wochen und Monaten gegeben. Auch wo wir dabei sind bei den Weltpremieren, bei ersten Testfahrten, wo wir manchmal ja mitmachen. Das ist alles hervorragend. Das Automobil ist das spannendste Produkt, was du haben kannst. Und das wird in nächsten zehn Jahren noch mal viel mehr so sein. Und die neue Klasse, mich interessiert da das Interieur und das Digitale fast mehr als das Äußerliche. Und das durfte ich fahren und da war ich schon... schwer begeistert. Aber bei der Weltpremiere bin ich nicht dabei, weil ich muss ja Wurmens Leadership Day machen. Micha: Wir haben Kollegen, dabei sind und vielleicht können die uns auch nächste Woche schon mehr darüber erzählen. Burkhard: Ich glaube, wir haben brutal viele Termine nächste Woche. Und das mit zehn Kollegen. Und ich glaube, alle sind sehr gut beschäftigt. Und wir werden die jetzt erst mal verdonnern, dann den Podcast leicht zu hören. Wir sprechen uns an dieser Stelle nächsten Freitag immer ab 16 Uhr wieder. Sie finden uns bei Apple Podcasts und bei Spotify. Aber das haben Sie ja schon. Micha: Absolut. Burkhard: mitbekommen. der Website werden wir das auch irgendwo hinstellen, denke ich. Und das war unsere erste Ausgabe. Sie haben so bisschen die Tonalität verstanden, glaube ich. Wir sind nicht unbedingt vorbereitet, sondern wir reden darüber, was wir in der Woche erlebt haben. Aber vorbereitet ist man immer, denn das ist hier auch unsere Leidenschaft, was wir tun. Und Michael hat Spaß gemacht. Vielen Dank. Micha: Mir hat es auch Spaß gemacht. Vielen Dank dir. Burkhard: Okay, dann bis nächste Woche. Goodbye. Micha: Tschüss.